Nr. Mittwoch den 17. Mai L882 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. -------------------------------------------------- ~ " Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pi mit Bringerlohn. Twruirt l Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Btantags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. ~~ Amtlicher Hheil. Betreffend: Die Vertilgung der Raupennester. Bekanntmachung. Die Garten- und Feldbesitzer der Gemarkung Gießen werden hiermit aufgefordert, bis zum 30. l. Mts. an Bäumen, Strauchen und Hecken bU wdje S'Srberung nicht Folge geleistet haben werden, verfallen nach § 368, Pos^ 2 des Reichsstrafgesetzes in -ine Geldstrafe bis zu fcchsziff Mark oder in eine Haftstrafc bis zu vierzehn Tagen. Außerdem wird bie Vertilgung ber sich vorstndenden Raupennester auf Kosten der Säumigen angeordnet werden. . , Gießen, am 15. Mai 1882. Großherzogstches Postzeiamt Gießen. p Fresenius. Politische Ueberficht. Gießen. 16. Mai. Die General-Dis cussion im Reichstage über das Tabakmonopol hat die ganze letzte Hälfte der vorigen Woche in Anspruch genommen, mit Aus- nahnie des Donnerstag, an welchem wegen des Schlusses des preußischen Landtages die Reichstags-Sitzung aussiel. Was nun diese Debatten im Allgemeinen anbelangt, so haben sie mit wenigen Ausnahmen absolut Neues für und gegen das Tabakmonopol nicht zu Tage gesörvert, was gerade nicht eritaunlich ist bet einem Gegenstand, der ja nun schon jahrelang nach allen Seiten hin erörtert worden ist. Im klebrigen zeigte der Verlauf der General-Discnssion, daß die Ablehnung der Tabakmonopol-Borlage, trotz der jetzt vorzunehmeuden coimssari- schen Berathung derselben, nach wie vor sicher ist. — Ain Freitag gelangte auch die Centrumspartei durch den Abg. Dr. Windthorst zum ersten Male zmn Wort, weicher gleich beim Anfang seiner Rede aus das Entschiedenste erklärte, daß er und seine politischen Freunde zwar für die cominissarische Berathung der Monopol-Vorlage, aber gegen die Einführung des Monopols stimmen würden. Die sehr eingehende Rede des genannten Abgeordneten legte in klarster und durchaus sachlicher Weise die Bedenken des Centrums gegen das Monopol dar. Das Monopol muffe zum Einheitsstaate führen, während das Centrum auf föderativer Grundlage stehe; ferner vernichte das 'Monopol die blühende Tabakindustrie und schädige die vielerlei Hülfsgeiverbe, auch seien die in Aussicht genommenen Entschädigungen viel zu gering bemessen. Das Centruin habe die höhere Tabaksteuer 1879 nur bewilligt, um der Industrie Ruhe zu verschaffen, es denke nicht daran, in eine weitere Erhöhung der Tabaksteuer zu willigen, wenn nicht die Resultate der jetzt bestehenden Steuern genau ermittelt seren. Hieraus ergriff Rainens der Frerconservativen Abg. Leuschner das Wort, um die sympathische Stellungnahme zu kennzeichnen, welche die Mehrheit seiner Partei dem Monopol gegenüber einnehme. Beachtenswerth waren auch die Ausführungen des von fecessioniftischer Seite in's Feld geschickten Redners, des Abg. v. Stauffenberg. Derselbe betonte, daß feine Partei keine Mehrbelastung des Volkes, sondern Zug um Zug eine Entlastung haben wolle. Das Monopol sei unvereinbar mit dem blühenden Tabakbau. Dies zeige das Beispiel Frankreichs. Das Monopol vermehre die Zahl der von der Regierung Abhängigen und bedrohe die Wahlfreiheit. Das größte Bedenken dagegen sei aber die unübersehbare Störung, die es in das Erwerbsleben der Nation hmeintrage, denn das Monopol lege die Axt an die Stabilität unserer wirthschaftlicheu Verhältnisse. StaatSfecrelür Scholz trat hieraus den Ausführungen Stauffenberg'S entgegen, ohne indessen etwas Neues vorzubringen. Gegen die Monopol-Vorlage erklärten sich noch Namens der Soeialisten Abg. v. Vollinar, der dieselbe aus öconomischen und politischen Gründen verwarf, sowie der Hannover'sche Parti- kularist v. Arnsivaldt-Hardenbostel. Die Blutt hat in Dublin hat, wie vorauszusehen war, bereits ihre Rückwirkung auf die englische Politik gegenüber Irland geäußert. Dem Unterhause ist in voriger Woche durch den Staatsfecretär des Innern, Harcourt, ein Gesetzentwurf, betreffend die Unterdrückung von Verbrechen in Irland, vorgelegt worden. Durch denselben wird die Bildung von besonderen Gerichtshöfen in den Districten, in welchen Unruhen vorkommen, angeordnet. Diese Gerichtshöfe sollen aus drei Richtern bestehen und ohne Zuziehung von Geschworenen verhandeln. Die Polizei wird ermächtigt, Haussuchungen vorzunehinen und nach Mordwerkzeugen zu recherchiren, sowie Personen zu verhaften, deren Benehmen verdächtig ist. Ferner wird die Polizei erntächtigt, Ausländer, deren Anwesenheit für den Frieden in Irland bedrohlich erscheint, zu verhaften und auszuweifen. Dem Vicekönig wird gestattet, ein summarisches Verfahren ein« Zuschlägen, geheime Gesellschaften, fowie unerlaubte Versammlungen und aufreizende Zournale zu unterdrücken. Die Dauer der Bill wird aus 3 Jahre festgesetzt. Sian sieht, die Bestimmungen der neuen Bill sind in manchen Punkten noch schärfer als diejenigen der Landbill, Parnell und Dillon beklagten deshalb auch lebhaft den strengen Charakter der Bill, welche schließlich in erster Lesung mit 327 gegen 22 Stimmen angenommen wurde. Es ist jedoch leider nicht zu bezweifeln, daß das neue Gesetz mit seinen Bestimmungen naturgemäß noch heftigeren Widerstand und unversöhnlichen Haß bei den Iren gegen England Hervorrufen wird, zumal schon wieder von einem agrarischen Morde, der bei Ballina an einem Pächter begangen wurde, berichtet wird. In Dänemark hat endlich der langjährige Streit bezüglich des Budgets zwischen Regierung und Landsthing auf der einen und bent Folksthing aus der andern Seite der Hauptsache nach sein Ende gefunden. Das Landsthing ist mit 42 gegen 12 und das Folksthing mit 73 gegen 3 Stimmen auf die voin gemeinsamen Ausschuß vereinbarte Fassung des Finanzgesetzes eingegangen. WLin.Die so plötzlich in Egypten aufgetretene politische Krisis ist noch immer sehr ernst. Die Mitglieder der von dem egyptischen Ministerium em- berufenen Notabelnkammer weigern sich einstimmig, dieser Aufforderung nachzu- konimen, es sei denn, daß sie legal einberufen werden; Arabi Bey, der egyp- tische Kriegsminister und nebenbei der eigentliche Urheber Der ansgebrochenen Krisis, soll geäußert haben, alsdann sei ein Bürgerkrieg unvermeidlich. Arabi Bey beabsichtigt, den Vicekönig Tewfik Pascha mit Gewalt abzusetzen, ohne die Formalität der Zustimmung der Notabelnkammer abzuwarten. Moinentan wird eine militärische Demonstration erwartet; gerüchtweise verlautet indessen, daß Arabi Bey nicht auf alle Truppen zählen könne, ein Regiment wäre, wie es heißt, dem Vicekönig treu. Zwischen bett Mächten finden Angesichts dieser hoch- ernst gewordenen Lage ununterbrochen Verhandlungen statt. Frankreich uno England werden unverzüglich Panzerschiffe nach Egypten zum Schutze ihrer dortigen Staatsangehörigen entsenden; ein Gleiches erwartet man von den übrigen Mächten. — Den neuesten Nachrichten zufolge fcheiut die Krisis sich dem Besseren zuzuwenden. Icutschlaud. Berlin, 14. Mai. Das erste Verzeichniß der bei dem Reichstage ein« gegangenen Petitionen ist soeben veröffentlicht worden. Unter denselben nehmen den breitesten Raum ein die Petitionen einer großen Reihe von Vorständen land- wirthschaftlicher Vereine um Einschränkung der Freizügigkeit und Abänderung des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz, namentlich in Bezug auf den Beginn und den Erwerb der Unterstützungsberechtigung, die Petitionen der Vorstände verschiedener Schuhmacher-Innungen um Einsührung obligatorischer Innungen und um Aufhebung der Militärwerkstätten und der Gefängnitzarbeit; ferner 367 Petitionen mit 78,300 Unterschriften gegen Einführung des ^abaf« Monopols und gegen jede weitere Erhöhung der Tabaksteuer, sowie für Aufhebung der Tabakmanufactur in Straßburg. Schweiz. Bern, 9. Mai. Bei der am 19. d. Mts. beginnenden internationalen Schlußbesichtigung der Gotthardbahn-Arbeiten wird Deutschland wieder durch den Geh. Ober-Regierungsrath Kinel vertreten sein. Von morgen ab finden Die Brückenproben mittelst eines Maschinenzuges von 5 Locomotiven und vorn 15. ds. an täglich Probirzüge über die ganze neu erbaute Linie für die polizeiliche Abnahme der Bahn durch die schweizerische Bundesbehörde statt, wobei Die Tunnels durch einen auf einem der Wagen aufgestellten electro-dynamstchen Apparat erleuchtet werden. Gestern hat auch die erste Locomotive die Strecke von Biasca bis Faido befahren; nächster Tage wird sie bis nach Göschenen kommen. England. London, 14. Mai. Wie das „Reuter'sche Bureau" aus Kairo meldet, wäre die Krisis für jetzt beendigt, indem der Präsident des Mmisterraths, Mah- mud Pascha, seine Demssion genommen habe und durch den Minister Des Aeußern, Mustapha, ersetzt worden sei, während die Übrigen Minister auf ihren Posten verblieben. Rußland. Petersburg, 13. Mai. In Dünabnug ist man vor Kurzem , einer zahlreichen Bande auf die Spur gekommen, welche von Moskau aus falsche russische Creditscheine nach dem Innern des Reiches verbreitete. Die Bande stand in directer Verbindung mit den Fälschern russischen Papiergeldes m London. Die neuen iveißen 25-Rubelscheine sollen so tauschend hergestellt sein daß sie sehr schwer von den ächten zu unterscheiden find. Die eingelettete Untersuchung führt zur Entdeckung einer immer größeren Anzahl von ..iitghebern der Bande. ^Deutscher Reichstag. 10. Sitzung. M o n> a g, 15. Mak. äfibent d. ßeüeUow ctöffnete bie (Sitjung um lyi Upt. Am Tische des Bundcsraths: Staatssecretär v. Bötticher u. A. Tagesordnung: Erste Berathung des Unsallversicherungsgesetzes in Verbindung mit dem Arbeiier-Krankenkassengesetz. Telegraphische Depeschen. Wotff's telegr. Correspondrnz-Bureau. .^"lin, 15. Mai. Wie die „Korbb. Allg. Ztg." melbet, haben bie neuralglschen Schmerzen des Reichskanzlers so zugenoniinen, Laß berselbe nicht im Stanbe ist, weber zu gehen noch auch nur zu stehen. Derselbe müsse 8 Tage minbestens bas Bett hüten. — Ein Aufsichtsbeamter ber Hygieine-Ausstellung würbe bem Taaelff" zufolge gestern verhaftet. " a ' „,. Berna«, 15. Mai. Das Hussitenfest wurde beute früh nach der Reveillc van s,„ Tburmen aller Kirchen emgelautet. Die Stadt prangt im schönsten Festschmuck, der Rcacn ist einer günstigen Witterung gewichen. Aus den Straßen ziehen zwischen dein Menschcnaiw übl ' bl'®*tn ihren alterckhumlichen Kostümen auf und nieder. Zahlreiche Vereine mit Musik und fliegenden Fahnen marschiren durch die Stadt nach dein Bahnhof Zum ' Staatssecretär o. Bötticher leitet die Diskuision ein. Er hält es für seine Ausgabe, die verbreitelen Jrrthümer und Mlßoerständnisse über die Ziele und Zwecke dieses Entwurfes zu berichtigen. Das Gesetz von 1868 Laer die eingeschriebenen Hilfs- kaffen habe den Erwartungen, welche man an dasselbe geknüpft, in keiner Weise entsprochen. In Preußen haben bis zum Jahre 1880 256 Krankenkassen für Arbeiter mit 122.864 Mitgliedern die Rechte eingeschriebener Hilfskaffen erlangt. Davon sind nur 112 Kassen errichtet, die Übrigen 144 sind in eingeschriebene Kassen verwandelt. In dem übrigen Reiche sind im Ganzen 321 Hilsskaffen eingeschrieben, davon nur 160 neu errichtet und die übrigen 161 sind umgewandelt. In Preußen sind die Krankenkassen wesentlich zurückgegangen und es könne nicht Wunder nehmen, daß das Armenbudget in den Kommunen erheblich belastet worden. Redner gibt hieraus eine Skizze über den Aufbau der Organisation der Krankenkasse nach den Vorschriften des vorliegenden Gesetzes, indem er weiter ausführt, daß die Einführung des Zwanges IN das Kranken- verircherungswesen durch die Verhältnisse bedingt sei. In Bezug aus das Unfall- oersicherungsgesetz haben sich zwar die Regierungen entschlossen, bie Reichscentralanstalt sollen zu lassen wegen der Schwersälligkeit der Institution, aber sie haben auch das Prinrip des von den liberalen Parteien eingebrachten Entwurfes, betreffend die Ausdehnung der Haftpflicht, nicht aceeptircn können, weil damit den Arbeitern nicht die geeignete Sicherheit geboten werde. In Bezug auf den Staatszuschuß von 25 pCt. der Entfchad gung sei die Auffassung der verbifndeten Regierungen heute noch dieselbe wie früher. Sie hielten dafür, daß die Industrie nicht im Stande sei, die volle Entschädigung zu leisten. Die Regierungen seien keineswegs der Meinung, daß sie mit der gegenwärtigen Vorlage etwas Vollständiges geschaffen und sie würden gerne alle diefenigen Wünsch- und Anträge, welche vielleicht eine Verbesserung enthalten berücksichtigen. Wir bitten, nur nicht müde zu werden, um in dieser Session ein Werk zu Stande zu bringen, das dem Vaterlande hoffentlich zum Segen gereichen wird. Abg. Dr. Hirsch erkennt die Wichtigkeit der Vorlage an, aber nicht den Werth derselben Hinsichtlich des Rückganges der Krankenversicherungskassen sei nicht zu vergessen, daß eine große Zahl, zum Theil sehr lebensfähige Hilfskassen, in Folge des Soci. listcngesetzes aufgelöst worden seien. Bis jetzt sei noch keine irgendwie beweisende Thatsache für die Ohnmacht freiwilliger Hilsskaffen angeführt worden. Er halte es für wünschensiverth, daß die Unternehmer sich zu Genossenschasten vereinigen- die Genossenschaften dieses Gesetzes seien keine wahren Genossenschaften und undurch- führbar. Wie komme man dazu, 750 Jü als den Durchsetzmttslohn der Arbeiter ^.Deutschland h,nzustellen. Er (Redner) habe sich auch mit Lohnstatistik beschäftigt und er müsse erklären, daß er Niemand für fähig halte, hierüber etwas Genaues sefizustellen. Aber auch abgesehen von dieser unsicheren Grundlage kann man die Unfälle schon wegen ihrer Veränderlichkeit nicht als Princip für das Genossenschaftswesen hinstellen. Wenn man nur .inen Schrift weiter geht etwa bis zur Invalidität, bann sei die vorhandene Grundlage nicht mehr zu gebrauchen- denn offenbar können in einem Industriezweige sich sehr viele Unfälle ereignen, ohne daß dstfer Industriezweig auf Invalidität der Arbeiter von Einfluß wäre. Das Schlimmste sei, daß die Arbeiter bei der Entschädigungssrage nichts mftzuieden haben, überall entscheide die Polizei als letzte Instanz. Was die Vertheilung und Aufbringung der Lasten anlange, so bekämpft Redner den Hauptpunkt der Vertheilung, daß nämlich das Reich 25 pCt. der Lasten übernehmen solle; er halte es für richtiger, den Unternehmer als Trager der Vei sicherung hinzustellen. Ebenso halte er die Belastung der Kronkafsen sür ungerechtfertigt, sowie daß in den ersten 13 Wochen eine geringere Entschädigung an die Verunglückten gezahlt werden soll, als in der späteren Zeit. Ferner erklärt sich Redn r entschieden gegen jede Beschränkung der freien Thätigkeit der Arbeiter auf dem Gebiete des Krankenwefens und gegen die Verquickung der Unfallveistcherung mit den Krankenkassen. Aus jeder Zeile dieser Vorlage trete ein Mißtrauen gegen das «olt und insbesondere gegen die Arbeiter entgegen. Es sei Ausgabe der Gesetzgebung, d e freie Selbstbethatigung der Arbeiter Nicht zu hemmen, sondern zu fördern. Er bitte beizutragen zu einem möglichst baldigen Zustandekommen einer wirksamen Unsall- Derfi(beruiig; aber alle Bestimmungen abzulehiicn, welche nicht In dem Wesen der Sache begründet sind oder die Selbsttbätigkeit der Arbeiter beeirfträchtigen. Abg. Sonnemann steht der Vorlage nicht so seindlich gegenüber, als der Vvr- rebner; wenn er auch anerkennen müsse, daß die Vorlage noch nicht so reif ist, um zur Berathung des Hauses gestellt zu werden, wenn auch die Form, in welcher die Frage an das Haus herantritt. einen Fortschritt enthält. Es sei ein durchaus richtiger Gedanke, daß man einen Theil der Lasten auf die Krankenkassen überträgt; aber er rooHe damit nicht ausfprechen, daß dies in dem Umfange geschehen müsse, wie es der Entwurf beabsichtigt. Ebenso seien die Beiträge der Arbeiter zu der Krankenkasfe zu hoch gegriffen. Es scheine ihm, als ob man sich von dem Gedanken ber Reichsanstalt no« immer nicht trennen könne. Als absolut unannehmbar bezeichnet er den schon früher vorn Reichstage verworfenen Reichszuschuß. Redner glaubt, daß das Zustandekommen des Gesitzentwurss in dieser Session -ine Unmöglichkeit sei, zweifelt aber nicht daß, wenn das Material genügend vorbereitet werde, in der nächsten Session etwas Be- friedigendes zu Stande kommen könne. Er beantragt die Einsetzung einer besonderen Commission von 28 Mitgliedern zur Vorberathung der beiden Vorlagen Abg. Kräcker (Socialdemokrat) spricht für eine Ausdehnung des Kassenzwanges auch auf den ländlichen Arbeiter. Gerade auf dem Lande befänden sich keine Kranken- kasstn Er steh- auf dem Standpunkt, daß bie Arbeitgeber voll unb ganz für die Unfall- ihrer Arbeiter eintreten müssen. Mit der Verweisung der Vorlage an eine Commission sei er einverstanden, aber es dürfe diese nicht zu dem Zwecke eingesetzt werden, um ber Vorlage ein anftänbtge§ Begräbniß zu bereiten, sondern er meine, daß Ar ^'W011 mlt wahrhaftem Ernst an bie Sache Jerantrete unb sie endlich zum Av^cymtz Dringe. 0 ' । Staatssecretär v. Bötticher erklärt, daß ber Wunsch ber verbündeten Reaie- ul' sei, daß die Vorlagen hintereinander beraihen und möglichst bald fertig gestellt werden. Er müsse daher widersprechen, wenn nach der Ansicht des Abg. roe°rbenmfoate ®ommffflon ber Ch--racter einer Beerdigungscommission beigelegt Ein Vertagungsantrag wird angenommen. Es erhebt sich eine längere Discussion über die Erledigung der Vorlaaen Abgeordneter Sonnemanii hält daran fest, daß ein Abschluß der Arbeiten^ n dieser Session unmöglich fei. Abgeordneter 0r. W i n d t h o r st verlanat eine aründliwe ObSJ baU. aber beäbalb einm Abschluß ber Arbeiten für aussichtslos. Abgevrdnettr R “ebt tt EN b°n Gedanken einer Permanenzcommission, wie ihn Windthorst angeregt haben soll, es fei bas eine anormale Einrichtung. Außerbcm handle es sich nicht um Vorlagen , die man fpater dem Hanfe zur en dloe-Annahme empfehlen könnte. Das Land bat ein Recht darauf, bei dem Tabakmonopol von ber Unruhe befreit zu werden unter welcher es schon so lange leidet. Abgeordneter Dr Lasker erklärt lick ebeni ms entschieden gegen die Absicht des Abgeordneten Sffiinbtborft bie ZabatmnnnMlnorr^ auf künstlichem Wege ,n die nächste Session hinüberzuführen und denun"che^ aus diesem Gebiete noch weiter künstlich zu erhalten. Abgeordneter m i n h h nVn • Auch er wünsche die Sache möglichst bald zu erledigen, damit diese Frage bei den näftftt-n Wahle,, aussche-de. Aber ein Majestätsoerbrechen sei es nicht,Äbie D N- Frage gründlich erwögt unb in ber nächsten Session darüber Bericht Erstattet Abgeordneter Schroder verlangt ebenfalls eine gründliche Durchberatbuna ber’jlnr- lage und bezeichnet sich als Anhänger des Tabakmonopols. 8 6er ®ot' Nächste Sitzung Dienstag 12 Uhr. Tagesordnung; Kleinere Vorlagen und =tnrt- setzung der heute abgebrochenen Berathung. Schluß 5*/2 Uhr 8 unh 5°rt' S.P^»8 -ber Emprinzlichen Herrschaften sind der Oberpräsident, Staatsminister Achenbach, Regleruiigsprafident von Necfe und Landrath Scharnweber eingetroffen Um 8 Uhr leiben des Georgen-Hospitals die Hussiten-Festpredigt gehalten und zur I. d- 3. L V.er katholifchen Kirche ein Hochamt mit Tedeum celcbrirt. Um 9‘ 4 Uhr und ?Ä’anm*‘” b£r ®Cdiner ^btischm Behörden in Amtstracht . . Bernan, 15. Mai. Ihre K. K. Hoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin c£aI£< Wit der Pnnzeffin Victoria mittelst Extrazuges um 10. Herborn (an der Köln-Gießener Eisenbahn). 15. Mai. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 98 Ochsen, 212 Kühe und Rinder, 1773 Schweine. Der nächste Markt ist wegen der stattstndenden Aufnahme der Berufsstatistik oom 5. Juni auf Donnerstag den 8. Juni perlegt. Frankfurt, 15. Mai. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger und Wetterauer X 25 h,—26, fremder X 23—25•/,, Rogge» eff. hiesiger X 19'/.,—20, fremder X 17l/2 bis 20, Gerste eff. hiesige nnd Wetteraner X 18—19, fremde X 18—20. Hafer eff. hiesiger X 16—17*4, fremder X 15%—17%. Rüböl eff. ohne Faß hiesiges in Parthien von 50 Ctr. X 32. Branntwein eff. ohne Faß X 40. 731) Unber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals eettäuseht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von NAASEKflTElK A* WOtiLER in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) euvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen eriverläaeigen Rath ertheilt Für die russischen Juden sind zu den früheren 473,50 X weiter bei mir -Inge- gangen: Von A. Rolhschild u. Co. in Romrod 15 X, von Frau S Oppenheiincr 10 X, von einer Gesellschaft im Adler zu Lollar 8 X, von Frau August W°odia 5 x 7"Frl. N. N 10 X, »om Kranken V-r-m der Israeliten in Staden 30 V,p^n einzelnen AHrneltten bort 21 etrn (Sternfclt 10 «ALi Summa 109 al grsammt 582,50 X — Mit herzlichem Dank die Bitte um weitere Zusendungen' Rabbiner Dr. yepi. , Für die Kinderhellanstalt in Bad-Nauheim erhielten wir ferner noiTvBetta. berget 2 X, PH. Jung 2 X, Im Ganzen nunmehr 18 X ’ , Für die nothleidenden Juden In Rußland gingen weiter bei uns ein: G M 4 M Joseph Katz 3 X, August Heß 25 X, 21. ®- 1 X, äß. ft. g. 2 X A Z in L 5 X PH. I. 1 M, A. B. 5 X, im Ganzen nunmehr 109 X ä ' ® a $Üte»bi‘i ^"»db^ädigten im Schlabach'schen Hause erhielten wir weiter: 9t- 4 JL, 3'. 1 «AL, Peter 9tucfftul)l 4 ,AL, Seim 30 , Eanzleibiener Krankt 1 al August Heß 5 X, 2B. 2 X, H. H. 2 X. G. W. äl, ™" ® ® 5 1’ Ph- Jung 2 X, S. C. 2 X, M. K. E. 2 x, C. B. 3 X, Herrn Hornberger 5 x Frau Anna Edel 3 X, ft. ®. 5 X, A. 3. in ®. 5 X, Gs. 10 N N 2 X R M. 3 X, dürgermeisteret Gießen aus Anlaß eines Sühne-Verglichs5 Gesummt^ Summe nunmehr 113,80 X ' VJC|UU,U“’ Indem wir vorstehende Gaben mit herzlichem Danke bescheinigen, bitten wir, uns weitere Gaben ,m Laufe dieser Woche gütigst zukommen lassen zu wollen, da wir bis Ende derselben bie Sammlungen zu schließen gedenken und die empfangenen Gelder an die betreffenden Stellen abliefern werden. ” ___Die Expedition des „Gießener Anzeiger." Kirchliche Anzeigen -er Stadt Gießen Evangelische Gemeinde. ©otteabienft: Donnerstag den 18. Mai. Himmelfahrt Christi. Vormittags 9'/-, Uhr in der Stadtkirche: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 2 Uhr m der Friedhofkapelle: Pfarrer Dingeldey, Wafferwärme der Lahn. Am 16. Mui, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: 4- 93/4° R., Lustwärme + 6°R. ____________ L- Chr. Rübsarnen. Allgemeiner Anzeiger. Aeitgebotenes. 3510 Ein Bernhardiner Hund, l*l2 Jahr alt, ist ni verkaufen. Wo ? sagt die Erpcd. ds. Bl. Els! Eis! Els! Meinen geschätzten Kunden und Gön- mern mache hierdurch die ergebene Mit- thellung, daß mein Eiswagen mit Eintritt der warmen Witterung täglich geht. 3518 Ich verkaufe nur das reinste Quell- ivassereis und zivar zu den billigsten Preisen. läna Welter. Borsdorser Aepfelwein in bekannter Güte empfehlen Z5ii l. A. Losch 8vhne. Gin Hans mit schönem, großem Garten, gut gelegen, ist unter günstigen Bedingungen prcis- würdig zu perkansen. Näh. bei der Exped. ds. Bl. 3500 Avis. Wie in früheren Jahren, so liefere auch in diesem Jahre alle bis zum 1. Juni eingehenden Bestellungen IvpCt. billiger als die, welche nach diesem Tag eintreffen. Preiseourante mit wesentlicher Preisermäßigung stehen gratis zu Diensten. 2707 «foh. Braun, Fabrikant eingemachter Gemüse u. Früchte in Pfeddersheim b. Worms _(frü6er in M o mbach b. 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Evangelische Gemeindevertretung. Die geehrten Mitglieder der Gemeindevertretung lade ich hierdurch ergebenst ein zu der 2. freien Versammlung dieses Jahres, die am nächsten Dienstag den 16. Mai, Abends 8 Uhr, im Cafe Ebel (H. Balzer) stattfinden soll. Gegenstand der Besprechung wird, mit einem einleitenden Vortrag des Herrn Professor Dr. Harnack, sein: Die Geschichte der Armen- u. Krankenpflege in den kirchlichen Orden. Mit Bezug auf dieses Thema wird noch besonders zu zahlreicher Bethelligung an der Versammlung eingeladen. Gießen, den 13. Mai 1882. MIM-WMIU verkaufe mein reichhaltiges Lager in Herren- u. Knaben Kleider, Damen- u Zlläüchen-Lonseclion, Schuhe und Stiefel, um rasch damit zu räumen, ?u bedeutend herabgesetzten Preisen. flermaait Kat®^ 2269 C. 186. Settersweg C. 186. PHNIMK wDBd 3 11111111 ViJ) Tafelklaviere. Auswahl von 60—TO Instrumenten. 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Um jedoch unsere Stadt bet etwa ausbrechendem Brande mcht ohne den nöthigen Schutz zu lassen, den eine wohl organisirte Feuerwehr zu bieten im Stande ist, hat sich bereits am 5. d. Mts. eine Anzahl hiesiger Burger und Einwohner zur Gründung einer neuen Feuerwehr vereinigt, die sich nun auch durch eine am 10. d. Ms. startgefundene Hauptversammlung unter dem Namen „Gießener freiwillige Feuerwehr" definitiv constituirt hat. Obgleich diese neue Feuerwehr eine stattliche Anzahl Mttglteder schon zu verzeichnen hat, so fehlt es doch noch an ausreichender Mannschaft zur erfolgreichen Bedienung der vorhandenen Löschgeräthe. Der unterzeichnete Vorstand richtet daher an die Bewohner Gießens die Bitte, der „Gießener freiwilligen Feuerwehr" möglichst zahlreich beitreten zu wollen. Widmet dadurch doch Jedermann sich einem Ehrendienste, der das Wohl Aller ohne Ausnahme verfolgt! Aufnahmefähig ist jeder unbescholtene Mann, der gesund ist, die zum Feuerwehrdienst nöthige körperliche Befähigung belttzt, in Gießen feinen ständigen Wohnsitz hat und mindestens 18 Jahre alt ist. Für die aktiven Mitglieder ist ein vierteljähriger Beitrag von 50 Pf. in Aussicht genommen. Freunde unserer Feuerwehr, denen der Eintritt in den aktiven Dienst durch vorgerücktes Alter oder Gesundheitsverhältnisse verboten wird, können derselben als außerordentliche Mitglieder beitreten und der guten Sache durch einen Beitrag nützen, dessen Höhe dem Ermessen des Einzelnen überlassen bleibt. Anmeldungen nimmt jedes der unterzeichneten Vorstandsmitglieder gern entgegen. Möge die Einwohnerschaft Gießens unserer jungen Feuerwehr aufmunterndes Wohlwollen entgegen bringen, das im Stande ist, jene Lust und Liebe zu wecken, die in dem verantwortungsvollen und schweren Feuerwehrberuf unbedingt nöthig sind. Dann wird sie der Stadt wirklich zum Schutz und Segen gereichen. Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr! 3436 Der Vorstand der „Gießener freiwilligen Feuerwehr:" Richard Türschmann Mittwoch den 17. Mai, Abends 8 Uhr, in der grossen Aula: Recitation des Othello von Shakespeare. Billets bei den Herren J. Ricker und W. Rudolph : Sperrsitz Mk 1.50 (für Familien Preisermässigung). Saalbillets Mk. 1.—. Billets für studirende ä 75 Pfg. bei Herrn Verwalter Stork. Schülerbillets ä 50 Pfg. bei den Pedellen des Gymnasiums und der von einem Theil der Giessener Regimentsmusik. ®tüO Anfang '/2-'1 Uhr. Entree 35 Pfg. I "' Car Todes-Anzeige. Verwandten und Freunden hiermit die traurige Nachricht, daß unsere liebe Gattin und Mutter ElstiMflhe Wagner, geb. MM gestern Nacht */a2 Uhr nach kurzem, aber fchwerein Leiden sanft ver- Danksagmig. Allen Denen, die unseren unvergeßlichen Gatten und Vater Maurermeillrr und Gemeinde-Einnehmer Keßler zur letzten Ruhestätte begleitet, den Spendern der Kränze und BInmen und besonders unserem hochw. Herrn Pfarrer Windecker für die trostreichen Worte am Grabe, sowie den Mitgliedern des Gesang- Vereins, welche Ihrem dahingeschiedenen Sängerbruder die letzte Ehre erwiesen, sprechen wir hierdurch unseren tiefgefühlten Dank aus. Annerod, den 15. Mai 1882. Sfränter. trftr ist« f tamiljton ( jfjtn tau. I H 3 M mzcheil, M jek । llr Ätttinja u ® itap dich ( tun« te ®mt( H MlGUi Mgen q Wchen ceri Hießen erl Mchtzefetz L § 7- Merten P®|ai, insf sM«t, bi SÄaften ■ Mchligunai I U Iffl weniger M 20, gWieit. Kreist Bernden m '««(lento ‘Hub e5 CONCERT von einem Theil der Giessener Regimentsmusik. Anfang ’/24 Uhr. Von 6 Uhr ab Tanzmusik Burgruine Staufenberg Am Himmcifahlttsge: CONCERT Gesucht ein tüchtiger Reisender zum baldigen Eintritt. Offerten an die Erped. ds. Bl. 3334 3341 Militär- u. Glaco-Handschuhe werden schön gewaschen und gefärbt bei Jakov Hengst, Handschuhmacher, ___________Neue-Bäue B. 90.__ 3469 Ein solides, braves Dienstmädchen gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl. Wartburgia. , . Heute, Dienstag, Abend bei «»„z? ____—» '•w.. " 2461 Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen. Rothenberger,Kaplansgasje. 3279 Der erste Stock zu vermicthen. 8. Fauerbach Wwc., geb. Eberwein, _________Grünbergerstraße 15612._______ 3294 Ein kleines Logis zu vermiethen. _________Gg. Möhl, Bahnhofstraße. 3372 Eine neue, freundliche Fa- milicnwohnung von 4 schonen Zimmern und Küche in abgeschlossenem Korridor, nebst Zubehör zu ver- Wermischte Anzeige;!. 3507 Ein tüchtiges Mädchen vom Laude gesucht auf sogleich. ____________Ehr. Hau bach. 3505 Ein braves Dienstmädchen auf sofort gesucht. Slug. (Suhr, Lindenplatz. 3473 ehilicliirlUiK in ein Colonial- und Eisenwaaren-Geschäst gesucht. Wo? sagt die Exped. ds. Bl DOOOOLrQOU □ provibonsreisender 8 8 gesucht. 8 Q An Stelle der bis jetzt für mich Q O in Oberhessen reisenden Heinr. U O Blöser mb Johannes Bläser ü U aus Lichenhausen suche ich einige U P andere tüchtige Reisende auf Oel- y q druckbilder und Spiegel zu engagiren. Q Q Die Muster sind neu und gangbar Q q und die Provisionen sehr gut. Bei Q 8 guten Resultaten gebe ich noch Tag- Q selber extra! Anerbietungen erbitte q n ich mir direct brieflich, möglichst mit q M Beilegung eines amtlichen Leumund- rs H Zeugnisses. 3503 q K Karl Mczgcr, Kunst-Anstalt für q X Oelfarbendruck in Stuttgart, g oooooooo 3 oooooaooa schieden ist. Gießen, den 16. Mai 1882. 3517 Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoch den 17. Mai, Abends 6 Uhr, Nr vom Sterbehaus (Louis Benner an der Schoor) aus ftatt G,Jitttii 5 Ein gesetztes Dienstmädcbe« "-Nt jjt mit guten Zeugniffen gesucht tm Casg Ebel.35^ Mermietyungen. 3502 Wir vermiethen die mittlere Etage der fog. Lindenburg, 4 Zimmer, Küche, abgeschloss. Korridor, Keller und sonstiges Zubehör, zu X 200. Busch & Mhllus. 3509 Laden mit Wohnung zu vermiethen. Ehr. Zimmer, Bahnhofstraße. 3515 Ein Logis, 3 Zimmer und Zubehör, zu vermiethen. Franz Gerbode, Kaplansgasse. 3514 Der neuhergerichtete 2. Stock meines Hauses, 4 Zimmer, Kabinet, Küche u. alles Zubehör, sofort beziehbar. W. Ferber, Lindenplatz. 3019 Schönes Mansardenlogis pr. sofort zu vermiethen bei ______8. König Wwe., Nordanlage. 2414 Alieestraße E. 102 der 3. Stock von 5 Zimmern nebst Zubehör per 1. Juli zu vermiethen. 3357 Der mittlere Stock meines Hauses, 10 ineinandergehende Zimmer, ist imGanzen oder auch getrennt zu vermiethen und per 1, August beziehbar. Th. Brück. 3407 Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. A. Rüstng, am Bahnhof. 3006 In meinem neuerbauten Hause (Bahnhofstraße) ist ein Laden mit Logis, sowie zwei Familienwohnungen, bestehend aus 4 Zimmern, Küche und Zubehör, bis Anfang Mai zu vermiethen. Wllh. Plank. 3199 Kleine Mansardenwohnung per sofort zu vermiethen.___________ Zu vermiethen: Eine Wohnung im Vorderhaus und eine Wohnung im Nebenhaus bei 2702 August Kröll, Seltersweg. 3423 Kleines Familienlogis zu ver- miethen bei E. Harms im „Schützenhof". 2485 Möblirte Zimmer, auf Wünsch mit Pension, billigst im „Frankfurter Hof". 3261 Ein Familienlogis, 4 Zimmer und Zubehör, zu vermiethen im „Darm- städter Haus"._____ 2830 Möblirte Zimmer zu vermiethen. __Wllh. Rudolph. 3161 Familienlogis zu vermiethen. Wcrnh. Brück, Flügelsgasse. 3390 Logis zu vermiethen. ____________________Tiefenweg C. 146. 3388 Der untere Stock in meinem Vorderhause und ein kleines Mansardenlogis zu vermiethen. Th. Bogt, Löwengasse.