1 fW) weine -äi 91. A ™ sefiifteter ?e«ei erlernen tttberget. Freitag den 17. März 1S82. «lit 6Ä chener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ewtOAWt Schulstraß- B. 18. - x ar = r. s. =. an „i „a Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohr. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pst shmachn. u> ec- § nfertigung dien dabei üassortirtes Seite, in am. ÄS jährlich latt, Dchm 7.20. 1.80 erhobt«. hatidlMg nut' 1061 «• nein WW Mhorstrch xgebmsl erg. Ws 0,000 Ha* in Todti . b W {®f er eintre* E. or'/iL. g auf ** ui auf H h dr"te« Prägen SH eeüoll A'ÄSi Politische Ueberficht. Gietzen, 16. D!ärz. Ser Kaiser wohnte am Montag Mittag dem Trauergottesdienste bei, -m-scher an diesem Tage, dem 13. März, dem Todestage Kaiser Alexander II. wm Rußland, in der Capelle der russischen Botschaft zu Berlin veranstaltet worden war.' Außerdem waren noch der Kronprinz, die Prinzen Alexander -und Friedrich Karl von Preußen, der Erbprinz von Sachsen-Meiningen, sowie zahlreiche Ossiciere zugegen. Die Trauerfeier verlief in glänzender und würdi- aer Weise. Der preußische Volkswirthschaftsrath wird, nachdem im permanenten Ausschüsse desselben die Specialdebatte über die Novelle zur Gewerbeordnung zu Ende geführt -sein wird, voraussichtlich die zweite Berathung des Tabaksmonopol-Entwurfs beginnen. Eine Ablehnung desselben ist nicht zu erwarten, wenn sich auch von verschiedenen Seiten Widerspruch gegen die Vorlage erheben sollte. In der Reichshauptstadt haben am Sonntage in allen Reichstags- Wahlbezirken zahlreich besuchte Versammlungen stattgefunden, welche von der Fortschrittspartei behufs Erörterung des Tabaksmonopols einberufen morden waren. Die Versammlungen, in denen Dr. Hirsch, Dr. Hermes, Eugen Richter, Dr. Lüchow, Träger und andere fortschrittliche Abgeordnete referirten, nahnren einen durchaus sachlichen Verlauf. In allen Versammlungen wurde inehr oder minder einstimntig eine Resolution angenommen, wonach die Einführung des Tabaksmonopols die Vernichtung einer großen lebenskräftigen Privat-Jndustrie bedeute und eine zahlreiche Bevölkerungsklasse von der Regierung abhängig mache, während das Monopol andererseits der Regierung keinen erheblichen Gewinn bringe. Die bayerische Reichsrathskammer hat am Montag wieder einen Sturmangriff der ultramontanen Mehrheit des Abgeordnetenhauses auf das bestehende Regierungs-System abgeschlagen. Nach längerer Debatte lehnte nämlich die Kammer den Antrag des Abg. v. Hnfenbrädl auf Abschaffung des siebenten Schuljahres mit großer Majorität ab, ebenso den hierzu gestellten Modifications-Antrag des Ausschuß-Referenten, Bischofs Dinkel von Augsburg, auf Gewährung von Erleichterungen und Begünstigungen in Betreff der Schulaufnahme und der Schulentlassung. In den französischen Senat scheint seit den Neuivahlen vom 8. Januar wirklich ein neuer republikanischer Geist eingezogen zu sein. Dieser Geist offenbarte sich auch in der Senatssitzung vom 11. März gelegentlich der Berathung über den Gesetzentwurf, betr. den obligatorischen Primärunterricht. Durch die Ablehnung des von Jules Simon gestellten Amendements, welches forderte, daß an die Spitze des Programms des obligatorischen Unterrichts die Pflichten gegen Gott und das Vaterland gestellt würden, ist das Princip der Laieität im neuen Volksschul - Unterrichtsgesetze gewahrt worden. Jules Simon begründete sein Amendeinent durch den Hiniveis auf den immer mehr überhand nehmenden Atheismus, wogegen der Cultusminister Ferry erklärte, daß die obligatorische und consessionslose Laienschule sich mit metaphysischen und philosophischen Problemen nicht zu befassen habe. Außerdem liege dein Amendement ein politischer und nicht ein pädagogischer Zweck unter, dasselbe dränge zu einem Emflict mit der Kammer hin und unter diesen Umständen könne er nur die Ablehnung des Amendements befürivorten. K-aiser Alexander III. von Rußland hat es endlich über sich zu gewinnen vermocht, aus der fast klösterlichen Abgeschiedenheit von Gatschina hervorzutreten, indem er am 13. März der Gedächtnißfeier zu Ehren seines Vaters in der Peter-Pauls-Kirche zu Petersburg beiwohnte. Allerdings weilte der Czar nur einen Tag in der Residenz, da er noch am Abend des 13. März nach Gatschina zurückkehrte; indessen soll er das Versprechen zurückgelassen haben, baldmöglichst nach Petersburg zurückzukehren. Die innere schwierige Lage Rußlands fordert es auch gebieterisch, daß der Kaiser endlich aus seiner selbstgeschaffenen Jsolirung heraustrete, denn je länger er noch in seiner Zurückgezogenheit in Gatschina verharrt, desto mehr entfremdet er sich und seine Dynastie dem Volke und die Jgnatieff, Aksakow und die anderen Bannerträger des Panslavismus würden noch länger Zeit haben, die Regierung in ihrem Geiste zu leiten und dieser Geist eines Jgnatieff's kann unmöglich die Geschicke Rußlands zu dessen Gutem lenken. Auch die Pforte hat nunmehr das Königreich Serbien anerkannt und damit bewiesen, daß sie neidlos die Rangerhöhung des früher türkischen Vasallen- Staates betrachtet.— Der Sultan empfing am Montag den Chef der außerordentlichen preußischen Gesandtschaft, Fürsten Radziwill, und die übrigen Mit- glieder derselben in Abschieds-Audienz. Am nächsten Tage trat die Mission die Heimreise an, jedenfalls hoch befriedigt von der glänzenden Aufnahme, welche ihr in der türkischen Hauptstadt zu Theil geivorden ist. Deutschland. Darmstadt, 15. März. Die „Darmst. Ztg." veröffentlicht einen den Ständen zugegangenen Gesetzentwurf, betr. die Erbauung einer festen Brücke über den Sinin bei Kostheim. Die Kosten sollen 1,037,000 M. betragen und durch eine Anleihe gedeckt werden. Darmstadt, 15. März. Die nächste Sitzung der ersten Kammer der Stände ist auf Donnerstag den 23. l. Mts., Vormittags 11 Uhr, anberauu». Gegenstand der Tagesordnung: Prorogation des Finanzgesetzes. Es findet nur diese eine Sitzung statt. Die Berathung des Bndgets in der ersten Kammer wird voranssichtlich in der Woche nach Ostern stattfinden. . Berlin, 14. März. In Sachen des deutschen Schulvereins ist eine Mittheilung beachtenswerth, welche die „Kronstädter Ztg.", das Organ der alt- sächsischen Partei, in ihrer neuesten Nummer macht. Das Blatt schreibt: „Die Bemühungen des deutschen Schulvereins in Berlin werden nicht erfolglos bleiben, denn trotz der Haltung der ungarischen Presse und der jüngsten Vorgänge im Parlament will die ungarische Regierung in dieser Affaire es nicht znm Aeußer- sten kommen lassen; es ist im Gegentheil zu conftatiren, daß die ungarische Regierung zn Concessionen geneigt ist und der Aiittelschul-Gesetzentwurf, welcher die eigentliche Veranlassnng der Agitation in Deutschland bildet, wird wahrscheinlich gar nicht im Plenum des ungarischen Abgeordnetenhauses zur Verhandlung gelangen. Trotzdem im llnterrichts-Ausschusse über diese Vorlage continuirliche Berathungen stattfinden, wird dieselbe, wie in Regierungskreisen verlautet, in dieser Session nicht auf die Tagesordnung gestellt, und wenn dies in der nächsten Session geschehen sollte, was übrigens von eingeweihten Persönlichkeiten entschieden bezweifelt wird, so werden vorher wesentliche Modificationen vorgenommen werden, welche den berechtigten Forderungen der Deuffchen in Ungarn Rechnung tragen." Hanau, 12. März. Die „Hanauer Ztg." schreibt: Auf welche Art und Weise die Kaiserliche Tabaksmanusaktur zu Straßburg ihre Erzeugnisse an den Mann zu bringen sucht, erhellt zur Genüge aus folgendem Schreiben ihres Würzbürqer Vertreters, welches uns im Original vorliegt: Würzburg, den 4. März 1882. Wie Sie aus den Zeitungen gelesen haben werden, ist das Tabaksmonopol festgestellt nnd werden wir demnächst unsere besseren Niederlagen nochmals in Straßburg empfehlen und ersuchen Sie deshalb freundlichst, uns noch recht kräftig zu unterstützen, daß wir einen großen Umsatz erzielen, indem wir auch ein Verzeichnis des Bezuges unserer Kunden einreichen. - Ihren geschätzten Aufträgen baloigst entgegensehend, zeichne Hochachtungsvollst! - Verkaufsstelle der Kaiserlichen Tabaksmanufaktur zu Straßburg in Würzburg. N. Popp. Amerika. Washington, 12. März. Das Kriegsgericht hat den Sergeanten Mason, welcher den Präsidentenmörder Guiteau zu erschießen versuchte, des Mordversuches schuldig befunden und zu schimpflicher Ausstoßung aus dem Heere und achtjähriger Einsperrung bei harter Arbeit in einer Strafanstalt verurtheilt. Der Kriegssecretär Lincoln hat das Urtheil bestätigt. — Einer Meldung aus Memphis zufolge ist das ganze Land zwischen Kairo, Illinois und Vicksburg in Mississippi überschwemmt. An manchen Strecken haben sich die Gewässer zu beiden Seiten des Mississippi auf eine Entfernung von 45km über das Land ergossen. Washington, 14. März. Schatzsecretär Folger hat 3 Posten sechs- procentiger prolongirter Obligationen von je 5 Mill. Dollars zur Rückzahlung einberufen. — Die Repräsentantenkammer hat die Bill, betr. die Unterdrückung der Polygamie, genehmigt. Vom Senat wurden weitere 100,000 Dollars zur Unterstützung der in Folge der Ueberschwemmung des Mississippi-Nothleidenden bewilligt. Nach den aus den überschwemmten Districten eingehenden Nachrichten ist das Elend sehr groß, die Breitenausdehnung des Flusses beträgt im Durchschnitt 40 Meilen. — Nachrichten aus Panama bezeichnen die bisherigen Meldungen über das Erdbeben in Costa Rica als sehr übertrieben. Telegraphische Depeschen. Wolff's telcgr. Correspondcnz-Bureari. München, 15. März. Das hiesige Gemeinde-Collegium nahm den Antrag von Schultes' wegen Aufhebung sämmtlicher hiesigen Simultanschulen und Neneintheilung der Schulsprengel mit 42 gegen 17 Stimmen, die Enthebung des Schulraths Rohmeder mit 40" gegen 16 Stimmen an. Stuttgart, 15. März. Die Centralstelle für Landwirthschaft hat sich mit 14 gegen 1 Stimme gleichfalls für das Tabaksmonopol und für die Vermehrung der württembergifchen Tabaksbaubezirke ausgesprochen. Karlsruhe, 15. März. Der Gesundheitszustand des Großherzogs ist unausgesetzt befriedigend. Derselbe konnte seit dem letzten Donnerstag sich tag- i” Li," Ä. M..«.« bahnrach m" der Abänderung, daß Landtagsabgcordn-i- und M,n,ster,°l-Commissari-n von denselben ausgeschlossen seien. Votsttz-ndc und Stellvertreter sind vom König zu ernennen. , Ausschuß des Volkswirthschastsraths berieth heute bie Krankmkasftnvorch 7 und n°bm ^mn Antrag an, wonach auch di- in der Land- -rorstwirtbschast ständig beschäftigten Arbeiter zu versichern sind. w.rihschasi.und Forst«irch,ch°,r ,mn° g iw ^lisch-n Partei, welche lieber mit dir =tnrtfAriti8^nrt^rnuf Trennuilfl6 oon Kirche und Staat hinarbciten, als sich der bis- ^üaen wolle es könne dahingestellt bleiben, ob di- katholische mit ibrenMundsätzen unvereinbares Verhalten billigen wolle, es N- b-r'-ch w.7v°r ehrt in M Beziehung es wäre die Hoffnungen der Kaiho- Ik-N onsdosKmvorkommen einer Partei zu gründen, welch! von »eher eine entschiedene Widerchcberin deP Kirche^ gewesen. Di- katholische Partei könne allerdings auch so ihre jetzig- Mach-st-ilung im Staat- bekunden, aber es wäre di- Macht der Zerstörung und Zcrtt Ümmerung, nicht die Macht zum Gi bauen, und es sei kaum anzunehmen, daß unter den Trümmern die Keime des kirchlichen und sittlichen Lebens sprießen würden. Nicht politische Berechnung und ein zorniges Aufwallen, sondern nur Weiß- heit und Mäßigung könnten einen wahren dauernden Frieden erreichen lassen. — An anderer Stelle schreibt die „Prov.-Corr.", über die parlamentarischen Arbeiten des Frühjahrs feien noch keine festen Bestimmungen getroffen, es bestehe aber die Absicht, die Landtagsderathungen zu Ostern länger zu unterbrechen, aber um die Mitte des April den Reichstag einzuberufen, neben welchem der Landtag später die nothwend'gsten Ausgaben erledigen würde. — Der permanente Ausschuß des Volkswirthschaftsraths beschloß bezüglich der Krankenkassevorlage, die Doppeloersicherung auszuschließen, für die Anzeige entlassener Arbeiter eine achttägige Frist sestzusetzen, für Sterbesälle anstatt des Mfachen einen ZOfachen Betrag, die Carenzzeit auf 3 Tage sestzusetzen und die Krankenunterstützung anstatt auf 2 Jahre nur aut 1 Jahr auszudehnen. Die Grundzüge für die Gemeinde-, Orts-, Jnnungs- und Fabrikkrankei kaffen wurden im Wesentlichen genehmigt. Wien, 15. März. Die „Wiener Zeitung" publicirt die Ernennung des Geh. Raths Graf Wolkenfte n zum österreichisch ungarischen Botschafter in Petersbuig. Der „Vresje" zufolge ist von einer Mobilisirung der montenegrinischen Streitkräfte an unterrichteter Stelle nichts bekannt, auch von dem diplomatischen Vertreter Oesterreichs in Cettinje sei hierüber keine Meldung cingelangt. — Aus Zara wird gemeldet: Viele nach Montenegro flüchtende Insurgenten welche die Ablegung ihrer Waffen an der Grenze verweigerten, wurden zurückgewiesen, andere, welche der Forderung Folge leisteten, sind internet worden. Paris, 15. März. Die Königin von England, welche heute Vormittag 10 Uhr in Cherbourg gelandet ist, hat heute Abend auf ihrer Reise nach Mentone incognito Paris passirt. Rom, 15. März. Zur Feier des Geburtstages des Königs fand gestern Abend im Ministerium des Auswärtigen ein Diner statt, zu welchem das gesammte diplomatische Corps und die hohen Staatsbeamten geladen waren. Petersburg, 15. März. Gestern fand in der Isaaks-Kathedrale unter Assistenz des Metropoliten Makarji von Moskau ein feierliches Hochamt statt. Demselben wohnten viele Mitglieder der kaiserlichen Familie, die diplomatischen Vertreter und Militär-Bevollinächtigten des Auslandes einschließlich Chinas und Japans vollzählig, ferner die Minister und zahlreiche hohe Würdenträger bei. Am Abend war die Stadt festlich illuminirt. Lokales. Gießen, 18. März. In der am Dienstag Abend staltgehabten Versammlung des Handelsvereins hielt Herr Dr. Engelmann einen sehr interessanten Vortrag über die Verstaatlichung der Eisenbahnen und die Tariffrage. Redner warf einen Rückblick auf die Entstehung und Entwickelung der Bahnen, sprach dann aussühtllch über die Eisenbahnpolitik der verschiedenen Länder und berührte zum Schluß die Tariffrage. Der sehr fesselnde Vortrag sand die vollste Anerkennung aller Anwesenden und ist ein weiterer, welcher eingehender die Tariffrage behandeln wird, in Aussicht genommen. — Auch die 12 Abiturienten der Realschule haben beider heutigen Maturitätsprüfung sämmtltch thr Examen bestanden. Vermischte «. , ™ Mainz, 11. März. Der Redaction des „Mainzer Anzeigers" geht bezüglich der in Nr. 64 ds. Bl. erwähnten ZeiMng nachstehendes Schreiben zuij Mainz, 11. März. Geehrter Herr Redacteur! In der heutigen Nummer Ihres geschätzten Blattes reproduciren Sie einen bem „Berliner Fremdenblatt" entnommenen, den „Rau'schen Menschenfreund" betreffenden Artikel, der es unerhört finbet, daß „dieser Menschenfreund" bet Angabe reeller Firmen der Weinbranche nicht allein keine einzige Mainzer Handlung genannt, sondern sogar unfern Platz verdächtigt habe. Gestatten Sie mir zuvörderst darauf hinzuweisen, daß jeder „reelle Abonnent der „Rau'schen Preßerzeugnisse" gegen Zahlung von 15 X ein Jahr lang, also zwölf Mal, in den Spalten derselben (bem sog. „Reinen Wem Einschenker") sich biefe Empfehlung verschaffen kann Ob bte Firma „reell", entscheidet derselbe Herr Rau, der dieserhalb sogar Reisen macht und die Wetnhändler selbst sür seine Zwecke zu stimmen sucht. — Mit welchen Mitteln und Redensarten dabei verfahren wird, darüber könnte ich mehr erzählen, als m>r die beschränkten Spalten dieses Blattes gestatten. Daß bie Empfehlung hiesiger Weinfirmen Seitens „dieses Menschenfreundes" unter diesen Umständen nicht stattfinbet, beweist nur, daß unser Platz berartige Mittel zur vermeintlichen Geschäftsempfehlung mit vollem Rechte von sich weist; i m Gegentheil, unser Mainzer Weinhandel kann es als ein Zeichen seiner Solidität ansehen, daß sich dahier Niemand gesunden hat, welcher sich für 15 X pro Jahr „zu den reellen Firmen des Menichen- srenndes durch Herrn Rau zählen läßt. Frankfurt, 13. März. Vor den Assisen des 1. Quartals wird der Betrüger Sachs abgeurthellt werden. Sein Vertheidiger ist Herr Dr. (Seiger. _. Gestern Morgen erhängte sich am Grethchenweg der ehemalige Schreiner, jetzt Wirth Henkel aus Nahrungssorgen. Er bog den Ast eines Baumes herab, legte die Schlinge darum und ließ hieraus den Ast wieder in die Höhe schnellen, wodurch ihm die Erbe ^gezogen warb. Als man ihn sand, berührten seine Fußspitzen 3n Nieberrab würbe Enbe voriger Woche bie Leiche eines Erhängten auf- gesunben. Innerhalb 14 Tagen kamen hier 8 Selbstmorde vor. Berlin, 10. März Ein schöner Zug unseres Kronprinzen wird dem „Berl. Tagbl. -ms guter Quelle mitgethellt. „Unser Fritz" passirte Ende Februar die Fenn- drücke bei Moabit, als der entlassene invalide Postbeamte M. und feine drei Jungen, ben hohen Herrn ertennenb, militärische Honneurs machten. Freundlich bankenb, trat ber Kronprinz an ben stramm bastehenben Jnvaliben mit ben Worten heran: „Sie waren Solbat, Ich sehe es, haben Sie noch mehr solcher Jungen?" — „Nein, kaiser- uche Hoheit bin Invalide unb in Folge ber Strapazen beim Feldpostdienst 1870—71 3-lhre lang bettlägerig gewesen, meine Knochen sind morsch und das häusliche Elend raubt mir den Muth!' Fest dem so Klagenden in die Augen sehend, srug der Kron- prmz weiter: „Wo verwundet?" „Gesecbt bei Soor, 28. Juni 1866, Schuß durch 8eIä6mt!" - »Reichen Sie mir Ihre Hand, bedauere Ihr Schicksal, schreiben Sie sofort an mich, legen Ihre Papiere bei, schreiben auf das Cou- c Sprachlos stand der Invalide vor dem hohen Herrn, der ihm herzlich die Hand schüttelte und sich bann entfernte. Nach einigen Tagen ging das geiorderte Gesuch ab und nach Verlaus von weiteren fünf Tagen befand sich ber Absender im Besitze einer bedeutenden Geldsumme mit dem erfreuenden Bescheid, daß dem M. in kürzester Zeit eine seinem körperlichen Zustande entsprechende Stellung nachgewiesen werben solle. Große Freube herrscht natürlich in ber sonst so armen, jetzt beglückten Familie. Wiesbaden, 13. März. Gestern Nachmittag hat ein junger Mann in einem hiesigen Hotel sich burch einen Pistolenschuß entleibt; man muthmaßt, baß hier wieder eines jener frivolen amerikanischen Duelle vorliegt. — Der Schaffhausener Rheinfall ist bei dem jetzigen außerordentlich niedrigen Wasserstand so klein, daß man den mittleren Felsen vom rechten Ufer aus zu Fuß erreichen kann. Allerdings sind ans dieser Wanderung einige Rinnen zu überschreiten, die einem Neugierigen fast das Leben gekostet haben. Beim Ueberfpringen einer solchen Rinne glitt et auf ber glatten Fläche aus unb purzelte über eine 40 Fuß hohe Fels- wanb hinunter. Glücklicherweise waren bie Verletzungen nicht lebensgefährlich — IG-gen Hausschwamm.s Als ein gutes Mittel gegen diese Plage hat sich bas Petroleum erwiesen. Nur muß ber Anstrich bamit öfters unb mit Sorgfalt vorgenommen werben, bamit bas Oel tief genug in die Mauer oder in das Holz ein: bringt, um ben Pilz in allen seinen Wurzeln ober vielmehr in ben t essitzenben Sporen 8U zerstören So lange bies nicht gelingt wirb er sich immer roteber erzeugen. Wo bas Petroleum sich als wirkungslos erwiesen hat, war nur bte mangelhafte Aii- roenbung baran Schulb, indem man glaubte, mit einem einmaligen oberflächlichen Anstrich die Sache abthun zu können. Ein Zusatz von Kochsalz zum Petroleum soll die Wirksamkeit desselben noch erhöhen. Ein eindringlicher Anstrich von Petroleum schützt das Holz nicht nur geg n ben Schwamm, sondern auch gegen Fäulmß. Aschafsenburg, 12. März. Schon wieder ist aus unserer Garnison ein Selbstmord zu verzeichnen, indem sich vor ein'gen Tagen ein Soldat des 2. Jägerbataillons entleibte. Der Mann hatte nämlich einen Gendarmen am hiesigen Bahnhost in g-oblicher Weise infultirt unb sich seiner Verhaftung widersetzt. Nachdem der Sach- v er halt feftgeftellt unb der Excedent zwar auf freien Fuß gesetzt, aber unter Compagme- aufstcht gestellt worden war, hat er sich, wahrscheinlich aus Furcht vor der nicht aus- bleibenden Strafe, mit seinem Dienstgewehre in der Caserne erschossen. . ^—fGartenkalender für den Monat Märzf 1. Blumengarten. Mit Anlegung der Mistbeete, worin Pflanzen do > Sommergewachsen gezogen werden sollen, ist cs jetzt die höchste Zeit. Wenn der Boden nicht mehr gefroren ist, so können die Blumen- beete und Rabatten in Stand gesetzt und mit solchen Blumen besät werden, welche sich nicht verpflanzen lassen, wie Iberis, Adonis, Reseda, Rittersporn, gefüllter Mohn, Nemophylla, Clarkia rc. Von perennirenben Pflanzen kam man jetzt Malven, Löloen- maul, Chineser- unb Bartnelken, Aquilegia, Fingerhut rc. säen; bte mit Lohe ober Laub bedeckten Blumenzwlebelbeete sind bei warmer Witterung vorsichtig abzuräumen. Die gedeckten Rosen sind in der zweiten Hälfte des Monats auszudecken, auszurichten uno onzuheften und bann gleich zu beschneiden; ebenso sind alle Sträucher und Stauden, welche den Winter über bedeckt waren, jetzt aufzudeckcn. Die Rasenplätze sind Ende des Monats zu säubern und zu walzen, die kahlen Stellen derselben umzugraben und frisch einzusäen, wozu sich für trocknen Boden am besten folgende Grassamenmischung eignet : */o Lolium perenne, */3 Festuca pratensis, 1/6 Festuca duriuscula unb Vs Agrostis stolonifera. Zum Umtopfen der meisten Zimmerpflanzen ist jetzt bie geeignetste Zeit, 2; Obstgai ten. Das Ausputzen unb Re nigen der Hochstämme ist in ber ersten Jjalfte des Monats zu beenbigm, ehe bie Knospen berfelben anfangen zu schwellen. Sollen noch Bäume verpflanzt werden, so ist j-tzt. wenn ber Boben nicht mehr gefroren tft, bte geeignetste Zelt; bie Herbstpflanzung ist jeboch portheilhaster. Die Zwergobft- baume unb jüngeren Hochstämme sind nun zu beschneiden, wobei man mit den bedeckten Spalterpftrsichbäumen jedoch besser bis nach beendigter Blüthe wartet und so lange ?u$ bl.e 8“r Deckung benutzten Flchtenreiser darüber läßt, da dieselben Schutz gegen die Spätfröste gewahren, ohne Lust und Sonne ganz abzuhalten. Topfobstbäumchen sind jetzt aus dem Boden, in dem sie während des Winters eingeschlagen waren, herauszunehmen, in frische gut gedüngte Erde in Töpfe zu pflanzen und an einem geschützten Ort, an dem sie gegen Spätfröste geschüj-t werden können, aufzustellen. Wenn bie « »nnicht beschnitten sind, so ist nun die höchste Zeit, da sie bei späterem Schnitt stark thronen, wodurch sie geschwächt werden; auch kann man in diesem Monat Ab- leger oder genfer von d-ns-lben einlegen und leere Stellen Mit Wurzelreben beflanzen; Rebstecklinge können nun In tief gegrabene mit verrottetem Mist ober Compost gebilligte Beete gesteckt werben. Obstbäume unb Weinreben werden in diesem Monat mit flüssigem Dünger, verrottetem Mist ober Composterde gedüngt, während frischer Stallmist nur im Herbst untergegraben werden sollte. 3. Gemüsegarten. Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, sind nun die Beete jum Einsäen ober Bepflanzen herzurichten und können bie Samen von iolgenben Gewächsen Ins Freie gesät werben: Kerbel, Petersilien, ©auerratnpfer, Spinat, frühe Carotten, Schwarzwurzel, Sättig, Kresse, Radischen, Sommerrettig und Früherbsen. In lauwarme Mistbeete säe man zum späteren Auspflanzen ins Land Sellerie, Blumenkohl, Rothkrant, Weißkraut, Wirsing, Rosenkohl, Broccoli, frühe Kohlraben, Kopfsalat, Madeirazwiebel und Lauch. Sind bte Spargelbeete nicht schon im Herbst gegraben und gedüngt, sondern nur mit Mist belegt worden, so müssen sie jetzt gegraben und gewölbt werden. Ausdauernde Küchengewächse, wie Lavendel, Thymian, Pimpinelle, Salbei, Estragan, Melisse, Sauerrampser, Schnittlauch und Zwiebelschlotten sind, wenn sie mehrere Jahre auf derselben Stelle gestanden haben, in der zweiten Hälfte des Monats zu verpflanzen. Schalotten, wenn solche nicht schon im Spätherbst gesteckt wurden, sowie Steck- unb Perlzwiebel ftnb nun zu stecken; bie Erbbeer-, Wintersalat- unb Wintergemüse-Beete sinb zu lockern unb zu Enbe bes Monats bie 2. Aussaat von Griffen zu machen unb Zwiebel zu säen- Die zum Samentragen bestimmten üben ?lnt™en Gemüsepflanzen können bei auhaltenb günstiger Witterung ebenfalls Ende bes Monats ausgepflanzt werben, hierbei bürfen aber verwanbte Arien, welche zu gleicher Zeit blühen, nicht nahe bei einanber zu stehen kommen, da in diesem Falle eine gegenseitige Befruchtung ftattftnbet und ans bem geeinten Samen Bastarde entstehen._________________________________________________ Theater. Anerkannt unb rühmend hervorgehoben von solchen, die eine gute Arbeit zu würdig-n und zu schätzen verstehen — angefeindet und befritelt von denen, die überhaupt an All-m mäkelnd zu tadeln haben — in diesem Zustande hat sich Paul Lindau's Schauspiel Maria und Magdalena befunden, als es seiner Zeit auf die Bühne kam. Aber nachdem cs seinen Werth an allen größeren Theatern bekundet hat, seitdem schweigt, gebessert in seinem Urtheil, auch manch böse Zunge und fast überall anerkannt Ist es ständiges Repertoirstück aller Bühnen geworden. — Zum Benefiz für Fräulein v- Jarzebowska wurde Maria und Magdalena am Mittwoch im hiesigen Stadttheater gegeben und wir können gestehen, mit dem Beifall des Publikums, der von vornherein zu erwarten war. Wir haben uns nicht getäuscht in dem Glauben, daß uns Fräulein v. Jarzebowska mit einer Glanzrolle auswarten würde; sie spielt meisterhaft, mit warmem Gefühl und edler Empfindung und wir theilen ihr gern die Ehren- palme des Abends zu. Fräulein v. Boden spielte die Magdalena zu unserer vollen Zufriedenheit; es wäre aber eine noch bessere Leistung gewesen, wenn das Fräulein etwas lauter gesprochen hätte. Die große Scene mit Maria gelang ihr portresflich und wir haben mit Freuden den Fortschritt gesehen, welchen die Künstlerin In letzter .geit gemacht hat. Die Elly des Fräulein Heyrnann war ein munterer recht ansprechender Backfisch. Die Sprache war abgerundet und klangvoll, ihr Spiel gesällig, Professor Laurentius ist die beste Rolle , die wir bisher an Herrn Kaschinsky bewundert haben. Er entwickelte diesen Character effectvoll und natürlich vor unseren Augen und das Publikum lohnte ihm auch seine Leistung mit warmem Beifall. Herr Schreyer als Commerzienrath war wieder eine Figur, wie wir sie von diesem Künstler so gern wieder- gegeben sehen Er verstand seiner Rolle bie Zeichnung zu geben, wie sie der Dichter gedacht und dies ist wohl das beste Lob, Fürst von Rothenthurm war eine würdige Setftung unseres Herrn Höfler, auch Herr Schmalfeldt beansprucht für seinen Theater- agenten unseren vollen Beifall,______________ ' b. v. F. Schiffsbericht. Mltgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger Gießen. m Bremen 15. März. Der Posidampfer Neckar, Capt. R. Bussius, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 4, März von Newyork abgegangen ro' 0eIbe ,9i?ben?a§ Gebund 7-12, Romainsalat Rettig das Stück 5—10 Sellerie der Kopf 10-20.5,, Blumenkohl 30 bis n^,rI,n9 10-20^ Weißkraut 15-30 4 das Stück, Rothkraut 35-40 L, Kohl- fraut 00 4, Kohlrabi 0—0 Endivien 00-00, Zwiebel 7—9 H bas Pfund. 731) Lieber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man ron der Annoncen - Expedition von H A ASEfVSTElJU * VOLLER in Frankfurt -> M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt »Olt nid)t aus; ■’SSS '»MC M-r Roh» J‘S Loto w Mupten. Di, “fwittn »m ,?nil Staube» s"d ■sä R8'£ ■ra zu schweb W gefroren ■B't jtutriÄ mtbenbeb* tt.unb ft ÄT i waren, hetogt- J® MUM 1™. Sttm itt päterem Stott 'M DionatSfc 'bin trfl'apjm; Wli »rbüttjte it mit flüfitgetn Stalnuft nur tb nun bit 'Berte l ioltfnbtn Sk- Spinat, stthi und Ftühnds» <öirie, Slum® oben, Sopffaltti, Hnbji gegraben : gegraben unb ton, Pimpimli, Otten (in', wem leit« Wfte bei »Wrb!t jejtedl et-, ÜBinterfalat e 2. Ausfmt om bestimmte» Mer j ebenfalls Eibe 'rtm, meW ju in bitfcm ffetfc inte» Marie oft rei< „( a-E iv ; gute Arbeit ;u itnen, die über di'$auiembMi’§ auf die 86W »bet b-t, feiiben zdenllanerkam efij für ffrä* I hiestr« sta» IW, »« * It ®l«M pffl riei'pidW«: ■ gern bie ,u »nfeter * mit bas 8*1® u ihr »ortrefl inttlerin M* kchtaistplit* Ä ?«T eounbetf»-» Ä; SfiS *>r int ii(4® 11 ’ N>8, ”® orf -d«-S°"«A 7L«-nd- b8,Se« xbfen -srii :A»ä "'n’ob'i —0-0°, 1 $illi DUalb;$iüH« •12. Kl 31) 6« Stöcke rm 1845 5—13 3600 ir, 46 2 7,90 0,86 105 Buchen-Stangen an Wallthorstraße. 1802 122 Eichen-Stangen 17 Birken-Skangen 4 105 155 Eichen Nadel 28 71) Buchen Eichen 188 40 180 1840 8 » " Reisig rm 45 45 45 135 45 15 10 Eichen-Stämme von Nadel- „ „ „ Derbstangen „ Scheiter rm Festmeter = 24,40 == 4,12 = 11,59 — 4,60 Sämrntliches Eichenholz lagert im Distrikt Ampel (in der Nähe von Wermertshausen) und kommt von Nachmittags 3 Uhr an zum Ausgedot. Stöcke rm 14 4 70 Grobherzogliche Bürgermeisterei Lich. Walz. Scheiter rm i 22 16 186 24 1700*) 26 1100 Stammreisig rm 460 106 156 29—40 cm 14-27 „ 7-14 „ Knüppel rm 18 187 75 Stück Eichen-Stangen f. Wagner. Der Anfang der Versteigerung ist Morgens präcis 10 Uhr in dem Distrikt „Eberstein", zunächst der Obermühle und wird gegen 12 Uhr in dem District „Helfholz" bei dem sogen. Pfannenkuchenbörnchen fortgesetzt. Hohensolms, den 11. März 1882. Fürst!. Oberförsterei Hohensolms. Dörmer, Revierförster. 1851 Lieferung von Petroleum. Samstag bett 23. bs. Vormittags 10 Uhr, wird das erforderliche Petroleum für das 2. Grotzh. Hess. Jnf.-Regiment Nr. 116 auf dem Zahlmeister-Bureau des 2. Bataillons vergeben, woselbst die Bedingungen zur Einsicht offen liegen. Die Sclbstbewirthschaftungs- 1930 Commission.____ 2. Klasse, Wellen Kiesern-Forstreiser l.Kl., starke Eichen-Schnittstänime mit 12,96 Fstm., geringe Eichen-Stämme mit 12,33 Fstm., zu Wagner- und Grubenholz geeignet, Linden-Stämme mit 0,78 Fstm., gleichen Termin statt. Gießen, am 15. März 1882. Der Kreisingenieur des Kreffes Gießen. Gnauth. Knüppel rm 12 6 203 *) Durchforstung. Bau-, Werk- und Nutzholz. 61 Eichen-Stämme mit 19,20 Fstm., 120 Fichten- und Kiefern - Stämme mit 33 Fstm., 104 Fichten-Stangen mit 8,43 Fstm., 16 Rmtr. Eichen-Nutzscheitholz, 4000 Fichten-Bohnenstangen Die Zusammenkunft ist auf dem 2) Freitag bcn 24. März b. I. 30 Rm. Rothbuchen-Scheit, 473 Rm. Buchen-Knüppel, 301 Rm. Eichen-Knüppel. 23 Rm. Weich-Knüppel, 24 Rm. Nadel-Knüppel, 8000 Buchen-Wellen. 684 Eichen-Wellen, 200 Weich-Wellen, 188 Rm. Buchen-Stöcke. 150 Rm. Eichen-Stöcke, 78 Rm. Nadel-Stöcke, 20 Rm. Weich-Stöcke. Zusammenkunft jedesmal Vormittags 9 Uhr am Hattenröder Weg der Steinbruchsschneise, der Anfang im Obererspeierlingskopf. Lich, den 15. März 1882. Holzversteigerung in der Freiherrlichen Oberförsterei Rabenau, Es werden versteigert: Holzversteigerung. 1918 In den Waldungen der Stadt Lich, in den Distrikten Obererspeierlingskopf und Eisenkaute werden versteigert: Samstag den 18. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der F l e t t'schen Hofraithe Hierselbst 1 Secretär und 1 neue Kommooe meistbietend versteigert werden. Gießen, den 16. Marz 1882. Geißler, 1941 Großh. Gerichtsvollzieher. Hohversteigkrung im Gießener Stadtwald Holz, 46 Rmtr. Kiefern-Prügelholz (2,5 und 3,75 Mtr. lang), 128 Buchen- und Eichen-Stockholz, 4700 Wellen dergl. Reisholz, Buchen-Forstreiser 1. und .10 Schichten 2,5Mtr. langes Eichen- und 36 Schichten Hainbuchen-Rundscheit. Sämmtliches Holz ist von sehr guter Qualität. 138 Eichen-Stämme 7 Rothbuchen-Stämnie 37 Birken- und Linden- Stämme /, ff Häcksrlmaschinkn, beste Construction, liefert unter Garantie Karl Heufel, Rmtr. Rmtr. 48 17 8 29 Submission. Die Anlieferung von etwa 3000 Cbmtr. Bruchsteine für Haltestelle Cölbe, 500 „ „ „ Bahnhof Marburg, 1000 „ „ „ Haltestelle Niederweimar, 1000 „ „ „ Bahnhof Lollar soll in einzelnen Loosen nicht unter 500 Cbmtr. oder auch zusammen m öffentlicher Submission vergeben werden. Die Bruchsteine sind zu Entwässerungen bestimmt und wird daher namentlich auf kleinere Steine reflectirt. Die Lieferungsbedingungen und näheren Angaben sind auf dem Bureau der Königlichen Eisenbahn-Bau-Jnspection zu Marburg, Bahnhofstraße Nr. 913, einzusehen und die bezüglichen Offerten bis zum 25. März er., Vormittags 10 Uhr, verschlossen und franko daselbst einzureichen. Die für jeden der genannten Lieferplätze eingehenden Offerten sind je als besondere Submission für sich anzusehen, in welcher der Bahnverwaltung die freie Auswahl unter den drei Mindestfordernden, oder die Ablehnung sämmt- licher Offerten vorbehalten bleibt. Marburg, den 14. März 1882. 1926 Königliche Eisenbahn-Bau-Jnspection 9—22 „ 9-14 „ Montag den 20. März 1882, von Vormittags 9 Uhr an, soll rm Gießener Stadtwald in den Districten Philosophenwald, Lichteneichen, Venusberg, Rehschlag und Stohenmorgen nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Brennholz. Scheith.Knüppelh. Stockh. Reish. ~ ‘ Rmtr. Wellen. Holzvcrfteigenmg in der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms. Montag ben 20. b. M. soll in den Districten „Eberstein" und „Helfholz" nachstehendes Gehölz versteigert werden: 112 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 122 „ „ u. Eichen-Prügel- Montag ben 20. März b. I. aus den Distr. Eibschenhain u. Ampel: Durchm. und 3—6 m Länge, Trieb. Gießen, den 14. März 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1876______Bramm. Freitag den 17. Mär^, Nachmittags 2 Ittr, roirb bie Versteigerung in bet Wohnung ber Frau Assessor Pilger fortgesetzt unb werben größere Möbelstücke, Betten unb bergleichen ausgeboten. Gießen, ben 17. Marz 1882 1929 Müller. Aeitzeöotems. 1920 Ein gutes Arbeitspferd zu verkaufen bei L.Jviühlhansen._____.— Frische Saamen- & Leinkuchen, Kornkleie, Matzen- schalen und Juttermehl 1914* bn ./■ 11. Schulhof. —103 Pferdcmist zu verkaufen bei L. Mühlhausen^, 1945 Weitze Kruhtartoffeln. frühe Rosen- unb Davcr'sche Kartoffel« sind ju verkaufen, auch ist guter Compost- düngcr abzugeben bei Pb. Schwan, iüeustadt. Bekanntmachung. .. bestndet sich von Montag den 20. d. M. ®"6"'ben 'SÄ WSW«. Dr Hesse, Bauaccesstst.________________ Submission. Die Lieferung von etwa 4000 Cbmtr Lahnkies soll in einzelnen Loosen nicht unter 500 Cbmtr. oder zusammen in öffentlicher Submijston vergeben werden. Als Liefer- bezw. Lagerplätze sind angenommen die Haltestelle Cölbe, die Bahnhöfe Marburg und Lollar. .. Die Lieferungsbedingungen und nähere Angaben über die Lagerplatze sind aus dem Bureau der Königlichen Eisenbahn-Bau-Jnspection zu Marburg, Bahnhofstraße Nr. 913, einzusehen und die bezüglichen Offerten bis zum 25. März er., Vormittags 10 Uhr, verschlossen und franko daselbst einzureichen. . , Die für jeden der genannten Lagerplätze eingehenden Offerten sind je aL> besondere Submission für sich anzusehen, in welcher der Bahnverwaltung die freie Auswahl unter den dret Mndestfordernden, oder bie Ablehnung sämmtlicher Offerten Vorbehalten bleibt. Marburg, den 14. März 1882. 1925 Königliche Eisenbahn-Bau-^nspectum. Donnerstag ben 23. März b. I. aus den Distr. Dietrichswald und Gebrannte-Eiche: 13 Eichen-Stämme von 22—55 cm Durchm. und 4—8 m Länge, 134 Nadel- „ „ 15—64 Nadel — — -- ,, „ Die Zusammenkunft findet, jedesmal Vormittags 9 Uhr, am ersten Tage am Hainerhof und am zweiten Tage im Distr. Dietrichswald in der Nähe von Rüddingshausen — statt. . m , Kesselbach, den 15. März 1882. Freiherr!. Obersörsterei Rabenau. 1917 Franz. Versteigerung. Freitag ben 17. bs. MtS., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Hause ber Frau Dr. Ko h l er bie zum Nachlaß des Philipp August Scherer gehörenden Mobilien, bestehend in Bett- unb Weißzeug, Möbeln unb sonstigem Haus- unb Küchengerathe, versteigert werben. Gießen, den 13. Marz 1882. Grotzh. Ortsgericht. 1820________________ Lüdekilig._______ Freilag Nachmittag 2 Ahr wirb an bem Bauplatz Marktstrast« D. 213 - Bachgasse — altes unb 2 Wagen mit Zubehör öffentlich weistbietenb gegen gleich baare Zahlung versteigert. Buchen — Eichen 9 Nadel 84 Ciclcruno oon flrüßüSQcrättjcn r für Kreisstraßenwarte. 1984 Die demnächstige Lieferung nachstehend verzeichneter Arbeitsgeräthe soll auf dem Wege schrW^er^SnbmMoNb ergeben werden: 45 Stück eiserne Schlammkratzen, Stück eiserne Rechen, Stück Straßenbesen (Piazzava), Stück Fluchtleinen (50 Meter lang), Stück eiserne Strecknägel dazu, Stück Meßstäbe (2 Nieter lang), Stück hölzerne Schubkarren, Stück eiserne Schubkarren. Die Bedingungen für die Lieferung, sowie Muster der sämmtlichen Arberts- verätbe sind auf bem Bureau des Unterzeichneten einzusehen. Offerte für bie Lieferung einzelner Geräthearten find bi§ längstens 21 b. M., Vormittags 9 Uhr, versiegelt und mit der Aufschrift „Lieferung von Arbeitsqeräthen" versehen an den Unterzeichneten einzureichen, und findet die Eröffnung der Offerte, welcher die Submittenten anwohnen können, im 1) Donnerstag ben 23. März b. I.: Festmeter 293 Fichken-Skämme = 115,87 215 Hainbuchen-Skännne — 34,95 Wir empfehlen unser großes Lager in Vuckskm- und Mletolstossen. 1916___________€tebi\ Scheel, Neustadt. Tuffsteine und Kaminrohre, sowie Schla«Lensand- steine in verschiedenen Größen, ab der Gießener Schlackensandsteinfabrik bei „Margarethenhütte" empfiehlt Joh. Georg Bern II., 1921________________________Leihgestern.__ 1717 Gimpen, Franzen, Spitzen, Ornaments, Knöpfe, sowie sämmtliche Mercerie-Waaren empfiehlt zu billigsten Preisen ______________J. Kaan jr., Kreu?. Schwarzen Cachemire Qualitäten, ^dovvel- breite Waare, von X. 2 per Meter an, sowie ächte Lyoner Seidenzeuge Seiden- sammete empfiehlt 1727______________J. Ch. Retter. Wasser- und Pfuhlpumpen (sowie Kellerpumpen) in Holz und Eisen empfiehlt unter Garantie und billigster Bedienung K. Hamel, Pumpenmacher, 1678 Schillerstraste, bei sHerrn Weißbinder Helmold. Reparaturen werden schnell und billigst besorgt. Sämereien empfiehlt billigst Th.. LOOS, Neuenweg 128. 1860 Ein Kinderwagen zu verkaufen. _____________Mäusburg D. 11, 3. St. 1888 Echten Oberndorfer Runkelrüben- (Dickwurz-) jSaamen empfiehlt Karl Berger. 1686 Alle Sorten Hlee-Saamexi, beste Qualität, seidenfrei, sowie Gras Seramen empfiehlt billigst Wilh. Seibert, Marktstr. Ziehung 31. Marz Grosse Frankfurter Lotterie II. Serie. Hauptgew. i. W. v. 20000, 12000,6000,2ä5000Mk etc. 3500 Gew. i. W. v. 160000 Mk. Loose ä 1 Mk. n il Loose für IO MU. (Auswärt. 20 Pfg. Porto beifüg.) B. Magnus, General-Debit. Frankfurt a. M. 1510 1893 Alle Sorten Gemüse - Saamen unter Garantie der Keimfähigkeit empfiehlt __________Karl Berger, Lindenplatz. 1797 Alle Sorten Klee- und Gras-Haamen empfiehlt Karl Hensel, Wallthorstraße. Wermietstungen. 1913 Ein möbl. Mansardenzimmer per 15. April zu vermiethen. ______Angnst Wetdig, Kreuz D. 2. _ 1922 Eine Stube mit oder ohne Küche zu vermiethen. Katharinengasse 154.__ 1924 Mehrere neuhergerichtete Familien- loais sind in der sogen. Lohmühle zu ver- miethen. Zu erfr. bei Gärtner Schaum. 1937 Ein möbl. Zimmer, sowie Schlafstelle zu vermiethen. Caplansgasse C. 219. 1940 Südanlage 30 ist der unterste Stock vom 1. Juli ab zu vermiethen. ____Prof. Raumann. 1946 Ein größeres und ein kleineres Famlienlogis im Vorderhaus vermiethet ______Th. Bogt, Löwengässe C. 110. 1942 Kleines Familicnlogis im Neben- haus zu vermiethen. Fr. Seibel. 610 Ein freundl. Zimmer ohne Möbel an eine stille Person zu vermiethen bei __Ang. Kröll, Seltersweg. 1710 Der 2. Stoch meines Hauses, ganz oder getrennt, zu vermietben nebst Gartenantheil. Karl Heil, Schützenstr. 1871 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. ___________________Marktstraße D. 27. 1863 Ein kleines Logis, sowie ein Zimmer int Hinterhaus zu vermiethen. ________________Wallthorstraße A. 194. 1847 Möbl. Zimmer zu vermiethen. A. Wilker, Alicestraße 104, _________________Nebengebäude._________ 1767 Familienwohnung zu vermiethen. ___________________Mühlgasse D. 79. Ein FamtlienlogiS (parterre) in der Wilhelmsstraße, bestehend aus 1 bis 8 Zim- mdrn nebst Gartenantheil, per 1. April zu vermiethen durch I. Blitz.________ 1664 1253 Ein Familienlogis, 5 Zimmer nebst Zubehör (Bel-Etage), bis 1. April oder auch früher beziehbar, zu vermiethen. Näh. bei der Exped. ds. Bl.__________ 1143 Möbl. Zimmer zu vermiethen. _______________ Neuenweg B. 186. 1648 Zwei kleine Zimmer mit oder ohne Möbel zu vermiethen. ___Näheres bei_____________I. Blitz. Ein größeres Zimmer nach vorn, oder ein kleineres nach hinten, in der 3. Etage, sowie ein Mansardenziwmer zu vermiethen. 1780 Ohr. Wa Ilmfels ________am Markt._____ 1^88 Der 2. Stock meines Hauses — Bahnhofstraße 93° — ist per Mai zu ver- miethen.___ Dr. Kübel. 1483 Kleines Logis zu vermiethen. ____________Adolf Host, Schützenstraße, 1486 Ein gut möbl. Zimmer zu ver- miethen.___________Wolkengasse C. 94\ 1493 Eine kleine Mansardenwohnung, 3 Zimmer nebst Zubehör, in der Nähe des Bahnhofs zu vermiethen. Näheres bei der Exped. ds. Bl. 1943 Im älteren Wode'schen Hause ist eine kleine Wohnung miethfret. Näheres bei Frau Wode. 1939 Ein großes und ein kleines Logis mit Gartenantheil in meinem Vorderhaus zu vermiethen und gleich beziehbar. I. Gg. Unverzagt. Total Ausverkauf von Korbwaaren, als: Lehnstühle, Blumentische, Reisekörbe, Wasch- und Handkörbe, Kinderwagen, sowie eine große Partie garnirte Damcnkörbe. Wegen Wegzugs von Gießen verkaufe sämmtliche Waaren bedeutend unterm Selbstkostenpreis. 1932 J. Rennert, Wallthorstraße 199, im Nebenhause des Herrn Bäckermeisters W. Löb er. Vie Baugewerkschule Wetzlar. - « Eröffnung des Sommer-Semesters am 20. April d. — Proaramm kostenfrei.__(1928)__Director Baumbach. Iandwirth. Fokal-Derrin Gießen. Besichtigung des laudwirthschaftlichen Instituts im neuen Univerfitätsgebände Sonntag den 19. Märr, Nachmittags 5 Uhr.__________________________________ ■ 1825 Wellersburg. Sonntag den 19. März, Nachmittags: C O X C E R T Philipp Weller 3 1936 wozu ergcbenst einladet 1915 1900 Ein tüchtiger Modellschreiner oder Dreher finbet dauernde Beschäftigung bei H. Dchoffstädt, Metallwaarenfabrik und Gießerei. 50 Rimmer mit Cabinet und Küche an anständige Leute zu vermiethen int „Darmstadter Haus". Karl und Sophie Mönch in Blankenburg. Für die uns erwiesene Teilnahme bei der Beerdigung unseres unvergeßlichen Sohnes und Bruders «dermann sagen den herzlichsten Dank. Gesetz äfts-Gmpfehlung. ,. 1699 Meinen werthen Kunden, sowie einem verehrlichen hiesigen wie auswärtigen Publikum hiermit die Nachricht, daß ich heute ein Lager in fertigen Schuhwaaren errichtet habe, und empfehle ich dasselbe unter Zusicherung billigster und bester Bedienung. — Reparaturen werden billigst und prompt besorgt. Gießen, den 8. März 1882. _____________________ Marlin JXayel, Schuhmachermeister. Vermischte Anzeigen. 1919 Zu Ostern sucht ein gut empfahl. Zweitmädchen Apotheker C. Collmatrn. 1933 Einen jungen, kräftigen Arbeiter sucht P. Jos. Möbs, Seifenfabrik. Tüchtige Nockarbeiter finden dauernde Beschäftigung bei 1873______________Gebe. «stamm. 1938 Ein 16>/-jähr. Doppel-Waise aus guter Familie sucht unter bescheidenen Ansprüchen in einem christl. Hause Stelle als Stütze der Hausfrau. Itäheres in der Expedition dieses Blattes.__ Letzrlnrg für ein hiesiges Detailgeschäft der Manufakturbranche gesucht. Schristl. Offerten unter Nr. 1944 be- fördcrt die Exped. ds. Bl.1944 Kiu Won an M, welche Französisch, Englisch, Italienisch ob. Spanisch wirklich sprechen lernen wollen. Gratis und franko zu beziehen durch die Rosenthal'sche Verlagshandlung ___inLeipzig.____________ Gesuch. Ruhige Miether, Pensionair ohne Kinder, suchen zum 1. April ds. Js. eine abgeschlossene Wohnung von 4 nicht kleinen Zimmern mit Zubehör, Gartengeuuß, mindestens einem grünen Baum oder flaches Dach, 1 oder 2 Treppen hoch. lNicht Mansarde! Nicht Parterre!) 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Bl.__________ 1794 Ein Kapital von 14 000 Mk. gegen doppelte Sicherheit zu 5pCt. zu leihen gesucht. Näh. bei der Exped. ds. Bl. 1666 Ein Mädchen, welches kochen kann und die Hausarbeit versteht, wich zum 25. März zu micthen gesucht. Von wem? sagt die Exped. ds. Bl. Oeoter io fließen. (Cafe I. Moser. Sonntag Nachmittag 4 Uhr: Auf Verlangen. Kindervorstellung. Max und Moritz. I. C. Schubert. 17/3 A. 7 U. Rec. I. Gr. u. WGr. isos Verantwortliche Redaction: A. Schepda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch in Gießen.