Donnerstag den 16. März 1882 Nr 64 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Bnrran r Schnlstraße' B. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. eigen. 1btä 5 Zim- iu methm )' 23 nimmt Arurriircich. Paris, 12. Mär;. In der Affaire des Eisenbahnunglücks von Cha- renton hat das Pariser Zuchtpolizeigericht den Stationsches Gras zu 8 Monaten, den Weichensteller Gennevays zu 0 Monaten und den Weichensteller Jlnssier zu 1 Jahr Gefängnis;, alle drei außerdem zu einer Geldstrafe von 300 Frcs. verurtheilt. ________________ ießmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. V AZ! S.Ä -L« Nh** ■s* jtf). gilt 8tt«; ttilW’iftr 0betPr,ei W S°'L u< Ä* rücknahme der Abtretung oder Beschlagnahme zurück. Das Staatsministerium kann jedoch den Betrag dieser Pension alljährlich oder von Zeit zu Zeit zur Unterstützung der Pensionärin verwenden. 8) Bon den Zinsen des Stiftungskapitals sind alljährlich 172 , sowie diejenigen Beträge, welche nicht zur Ertheilung einer vollständigen Pension ausreichen, und diejenigen Theile einer Pension, die wegen Heimfalls derselben vor bcin Ende des Jahres nicht bezahlt werden, zum Kapital zu schlagen. 9) Sollte das Kapital der Siftung eine Schmälerung erleiden, so ist beim Heimfall von Pensionen keine neue Pension zu verleihen, bis das Kapital wieder bis zur höchsten Höhe, die es jemals gehabt hat, vollständig ergänzt ist. Der Berechnung des Kapitalstocks soll der Nennwerth der vorhandenen Werthpapiere zu Grunde gelegt werden. 10) Die Stiftung genießt die Rechte einer milden Stiftung. 2. Uebersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Kirchen- und Schulbaufonds für die Provinz Rheinhessen für das Jahr 1878. 3. Uebersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Vicinalwegbaufonds der Provinz Rheinhessen für das Jahr 1878. 4. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Dieburg, die Nichterhebung eines Theils der Umlagen der Gemeinde Messenhausen für 1881/82 betreffend. 5. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Büdingen, die Erhebung einer nachträglichen Umlage in der israelitischen Religions-Gemeinde Bindsachsen betr. 6. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religions- Gemeinden des Kreises Erbach für 1882. 7. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communal-Bedürfnisse in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Gießen. Berlin, 13. März. So zahlreich die Conjeeturen über den Termin auch sind, an welchem der Reichstag zur Frühjahrs-Session einberufen werden soll, '-j übersehen diese doch sümmtlich die Menge der vorher zu bewältigenden Vorarbeiten und man kann auf Grund sicherer Informationen heute annehmen, daß die das Tabaksmonopol betr. Vorlage keinesfalls vor der ersten Hälfte Mai wird fertiggestellt sein können. Dieselbe wird den Volkswirthschaftsrath nicht vor dem 25. d. Mts. verlassen, 14 Tage würden mindestens zur Neu- Redaction des Gesetzentwurfs und der Motive auf Grund der Volkswirthschafts- Berathungen nöthig sein; die Einziehung der Aeußerungen der verbündeten Regierungen wird eine ebenso lange Zeit erfordern, 8 Tage wird die Vorlage den Bundesrath beschäftigen müssen und es erscheint fraglich, ob der Reichstag eher zusammenberufen werden wird, als ihm das so bedeutsame Gesetz wird vorgelegt werden können. Deutschland. Darmstadt, 11. März. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Bei- lage Nr. ^nthalt^g Mmsteriums des Innern und der Justiz, die Kohlermännifche Stiftung betreffend. , Die^Wittwe ^des Geheimen Regierungsraths Kohlermann zu Darmstadt, Ebriltiane geb. Machenhauer, hatte in ihrem unter dem 23. September 1873 errichteten Testament Se. Königl. Hoheit den Großherzog zum Erben ihres ge- saminlen Nachlasses mit dem Ersuchen eingesetzt, denselben zur Errichtung und Unterhaltung eines Findelhaufes einer der Städte Darmstadt, Mainz oder Gießen, und zwar derjenigen derselben zu überlassen, welche die ausgiebigsten Mittel zur vollständigen Erreichung des Zwecks einer solchen Anstalt gewähren und innerhalb zweier Jahre die Ausführung einer solchen Anstalt besorgen würde. Nachdem die Vorstände der genannten Städte indessen die Errichtung eines Findelhauses abgelehnt haben, haben des Großherzogs Königl. Hoheit, dem für diesen Fall weiter ausgesprochenen Ersuchen der Erblasserin gemäß, zu bestimmen geruht : daß deren Nachlaß zu einer immerwährenden Stiftung für vermögenslose Töchter Großh. Hessischer Civilstaatsdiener unter dem Namen „Kohlermännische Stiftung" verwendet wird, und zugleich die nachstehenden den Bestimmungen des Testaments entsprechenden Statuten für diese Stiftung und weiter Allergnä- digst genehmigt, daß die erstmalige Verleihung von Pensionen mit Wirkung vorn Beginn des laufeiiden Jahres an erfolgt. Es folgen die Statuten der Kohlermannischen Stiftung: 1) Aus den Zinsen des Stiftungskapitals werden jährliche Pensionen von 515 an eheliche Töchter von im Großherzogthum angestellten Civilstaats- bienern vom Rang eines Collegialsecretärs unb bei den Rechnungsbeamten eines Revisors, Selbe eingefchlofleu / aufwärts ausgezahlt, deren Vater int wirklichen Civilstaatsdienst oder im Pensionsstand verstorben ist, so lange diese Töchter unverehelicht, von sittlicher Aufführung und zunt nothwendigen Lebensunterhalt der Unterstützung bedürftig sind unb in Europa wohnen. 2) Bei Comurrenz mehrerer zum Bezug einer Pension nach 1 an sich Berechtigten ist zunächst auf bie größere Hülfsbedürftigkeit, z. B. wegen Alters ober Kränklichkeit, sobann aus Verwanblfchaft mit der Stifterin oder deren Ehemann und bereit Nähe, ferner barauf zu sehen, ob bereits Pensionen in einer Familie bezogen werden; an mehr als zwei Schwestern in Einer Familie können Pensionen gleichzeitig nicht vergeben werden, und betragen dieselben, so lange sie von zwei Schwestern gleichzeitig bezogen werden, nur je 429 X jährlich. 3) Der Bezug einer Pension hört auf mit a. dem Tod der Pensionärin; jedoch kann die letztere über den Theil der Pension, der der Zeit zwischen dem Todestag unb bem Schluß des Jahres entspricht, unter Lebenden oder auf den Todesfall verfügen; b. der Verehelichung; jedoch hindert dieselbe nicht den Bezug der Pension bis zum Ablauf des Jahres, in dem die Verehelichung erfolgt ; c. dem Eintritt ausreichend verbesserter Glücksumstände, wenn die Pen- siottärin zum nothwendigen Lebensunterhalt der Unterstütztmg nicht mehr bedarf; d. dem Verzicht der Pensionärin; e. einer notorisch unsittlichen Aufführung und f. der Entfernung der Pensionärin aus Europa. 4) Die Stiftung steht unter der Aufsicht und Verwaltung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz. Dasselbe wird daher auch den Rechner bestellen und dessen Gehalt unb Caution normiren. Die Revision unb der Abschluß ber Rechnungen, bie sich über das Kalenberjahr zu erstrecken haben, wird ber Großh. Ober-Rechnungskammer übertragen, welche auch bie Visitationen des Rechners in Gemäßheit des Art. 10 des Gesetzes vom 14. Juni 1879, die Einrichtung und die Befugnisse der Ober-Rechnungskammer betr., vornehmen wird. 5) Die Verleihung der Pensionen erfolgt, nach Sr. Königl. Hoheit dem Grohherzog erstatteten Vortrag, durch Beschluß des Großh. Staatsministeriums; dasselbe hat in gleicher Weise zu entscheiden, wann in den unter 3, c und e erwähnten Fällen der Bezug einer Pension aufzuhören hat. 6) Sobald eine Pension oder mehrere Pensionen vergeben werden können, wird dies in der Darmstädter Zeitung unter dem Anheimstellen, sich varum zu bewerben, bekannt gemacht. Die Eingaben sind an das Großh. Ministerium des Innern unb ber Justiz zu richten. Nach Ablauf von 4 Wochen nach bem Einrücken ber Bekanntmachung erfolgt die Verleihung der Pension mit Wirkung von Ansaiig des nächsten Kalenderjahres an. Bei der Verleihung sind nicht nur die neuen Bewerbungen, sondern auch die früheren, welchen noch nicht entsprochen werden konnte, zu berücksichtigen; es können aber auch, jedoch gleichzeitig nicht mehr als drei, Pensionen an verschämte Bedürftige, bei denen die unter 1 und 2 erwähnten Voraussetzungen vorliegen, ohne Bewerbung verliehen werden. 7) Wird eine Pension ganz oder theilweise abgetreten, oder von einem Bericht oder einer andern Behörde eine Beschlagnahme ganz oder theilweise erwirkt, so verliert die Pensionärin die Pension und fällt dieselbe, bis zur Zu- Telegraphische Depeschen. Woiff's telcgr. Eorrespondenz-Burca«. Berlin, 14. März. Der permanente Ausschuß des Volkswirthschafts- rathes erledigte heute den Rest der Gewerbeordnungs-Novelle ohne erhebliche Aenderungen. „ „ L f m . Stuttgart, 14. März. Die Eentralftelle für Handel und Gewerbe hat unter dem Vorsitze des Ministers des Innern, Holder, unb in Gegenwart dos Finanzininisters Renner beu Tabaksmonopol-Entwurf berathen unb sich nut 18 gegen 4 Stimmen für denselben erklärt. Dabei wurde die Voraussetzung ausgesprochen, daß die Fabrikanten genügend entschädigt werden, daß bie Erträge aus bem Tabak für Beseitigung ber Matrikularbeitrage, überhaupt zur Erleichterung ber Finanzverhältnisse berjenigen Bunbesstaaten verwendet werden, welche an Unzulänglichkeit ber Einnahmen leiden und baß bie Concejsion zum Tabaksbau auf einige weitere württembergische Bezirke ausgedehnt werbe. Heute berat!) auch bie Centralstelle für Landwirthschast benselben Gegenstand. Oiejelle wirb sich voraussichtlich ebenfalls für bie Vorlage aussprecben. Wien, 14 März. Wie verschiedenen Slbenbblattcrn aus Cattaro ge- melbet wirb, beruft Montenegro, angeblich uni einen ^rken Grenz ordon zu ziehen, bie Wehrpflichtigen ein. Der 9)lini|terrefibent iDber)t n. [J ’f terhält feit zwei Tagen telegrapbifchen Verkehr mit -bien. Der Serdar Pia- inenac ist gestern mit dem Dampfer „Stambill in einer Specuflmifsiou deo Mtta nach Wim abgeE on(ä6lld) bcS Todestages des Kaisers m , v^eoigiei Jjcene I 1 (Sautpaae, in weicher sie gekommen, mit frUHeUrni%en9Sa1"'©efolße Vur ^ü^n^fe.p Ue am a^a^neKfanal wo. selbst abermals eim Messe unter Th.ilnahme ber Generalität, ber Behörden, ber Vertreter her Swbtunb im Beisem einer aus den L-ib-Compagmen des Preobrnschenski- schen und Pawlowschen @aiberegiment§ bestehenben Ehrenwache ftattfanb. Um 2 Uhr Nachmtttaas wurde in ber Festungskirche nochmals eine Messt abgehalten, wUcher bie Mitglieber beS biplomatischen Corps, bie Generalität, bie Ossteiereorps, bie Behörden k-lhis! ierW Md efrft. i, db. Eil. stOvWü ipRl«1* b. bä. A. »gl M70U Miniben- ZsitSj ™"T~Per taj 68. u»d «ch, to im Hmz«. Ittäumijts ppr iWe. W meines ,'lt, in «erziehen. '.S'Hnet! legelpfab. _ ® l.Jmi en bei tgerftraje. Bluiube- W anbei: k- Spruch 1 jiiimer, llpi ttdarbl, abl. «emsildiii. > B. W, s (pur: Sstraße, 8 Zim- intbeil, metben 1664 :r mit ober s.Blitz.- 5 Zimmer s 1. April «mniethen. 1____ HSH fle ®. 79. n ber Sanb- iivermieihen. in Wwe., 56.__ im. lagt 184. und zahlreiche Vertreter aus allen Kreisen der Bevölkerung beiwohnten. In der Kirche des Preobraschenskisch'N Gaideregiments waren vor dem Altar ein zum Gedächnisse der Errettung d>s verewigten Kaisers gelegentlich des Attentats in Paris gefristetes Heiligenbild, darunter cm aus gleichem Anlasse von den Osficieren der Garde gewidmetes Evangelium, ferner vor dem Bild- eine Stiftung des regierenden Kaisers, bestehend aus Leuchtern mit 63, der Zahl der Lebensjahre des verstorbenen Kaisers entsprechenden Kerzen, ein Bild des heiligen Alexander Newsky und der Säbel ausgestellt, welchen Kaiser Alexander II. im Augenblicke des Attentals getragen hatte. Die Gräber dis Kaisers und der Kaiserin waren mit Blumen und Kränzen, welche daraus niedergelegt wurden, vollständig bedeckt, am Kopfende der Sarkophage lagen die Kaiserkronen , das Innere der Kirche war erleuchtet. Sowohl in der Fcstungskirche, wie in der Sühnekapelle wurden die Messen bis zum späten Abend fortgesetzt, die Sühnekapelle war dis in die Nacht hinein von großen Bolksmassen umstanden. Petersburg, 14. März. Das „Journal de St. PÄersbourg" sagt unter Bezugnahme auf den gestrigen Jahrestag des Todes des Kaisers Alexander II. und den heutigen Jahrestag der Thronbesteigung des Kaisers Alexander III.: Die Daten großer historischer Erinnerungen sind Stunden, wo man wenig geneigt ist, sich mit fremden Dingen zu beschäftigen, noch weniger aber denselben eine übertriebene Wichtigkeit beizulegen^oder gar in dieselben sich einzumischen. Rußland denkt in dieser Stunde der Sammlung an die große Mission, welche die Vorsehung ihm unter der Aegide seiner erhabenen Souveräne zuge- theilt hat, an die Mission des Fortschritts, der Civllisation, der sriedlichen Entwickelung, der Eintracht und des Zusammenwirkens so zahlreicher unter den Scepter des Monarchen gestellter Völker. Jedes Friedensjahr muß den Wohlstand vermehren und damit das Ansehen und die Achtung, welche ruhige unö selbstbewußte Kraft verleihen. Darin liegt die wahre, eines großen Reiches würdige Größe, welche Rußlands Herrscher stets zu wahren wußten und auch die einzige, welche es in unseren Tagen erstrebt. Lokales. Gießen, 15. März. jDeutscher Schulverein.) Der in der Versammlung am 2. März gutgeheißene Piotest des Berliner Centralvereins gegen den ungarischen Minister Tisza ist in die Siebenbürgischen Blätter übergegangen und so zur Kenntniß der doitigen Deutschen gelangt. Ein vollständiger Abdruck mit sämmltichen Unterschriften in Nr. 2500 des „Siebendürgencr Deutschen Tagblattes" vom 8. März d. I. ist am 12. d hier emgelaufen. H. ^Sterblichkeit in Gießen.) Während der 10. Jahreswoche, vom 5. bis 11. März ereigneten sich in G eßen 12 Todesfälle, davon 5 bei Kindern) 7 bei erwachsenen Personen. Bei diesen lenteien wurde als Todesursache bezeichnet: Lungenschwindsucht 2mal, Lungenemphysem, Bronchienerweiterung, Harnruhr, Nierenentzündung, Schlagfluß je einmal. 2 Kinder konnten wegen angeborener Schwäche ihr Leben nicht fortsetzcn und starben bald nach der Geburt. Bei 3 Kindern, welche sich im 2. Lebensjahre befanden oder noch darüber, erfolgte der Tod je einmal durch Diphtherie, Nieienentzünduilg, Bronchienentzündung. G. — Bei der heutigen Maturitätsprüfung im hiesigen Gymnasium haben fämmt- liche 13 Kandidaten ihr Examen bestanden. — Unsere Leser, welche einen guten, reinen, natürlichen Bordeauxwein lieben, seien ausmerkfam gemacht auf die heutige Ankündigung des Herrn Th. Bellemer in Bordeaux, Eigenthümer großer Weingüter, Mitglied der Acker- und Gartcnvau- gcsellschaft der Gironde, Bürgermeister von Bruges. Diese wohlbekannte Firma besitzt in Deutschland schon seit vielen Jahren zahlreiche Kundin und Freunde. öetmifcbte». Lollar, 14. März. In gewohnter liberaler Weise hat die Direction der Aachen- Münchener Feuerverstchcrungs-Gesellschast gleichwie so vielen anderen Gemeinden und Feuerwehren, auch der hiesigen frei«. Feuerwehr die Summe von 300 M zu Aus- rüstungsgeräthschasten zugcwiesen. Wir wollen nicht unterlassen, aus diesen nach- ahmenswerthen Fall aufmerksam zu machen. Darmstadt, 10. März. Bekanntlich sucht man in manchen Landgemeinden seiner Armen dadurch ledig zu werden, daß man ihnen zur Erwerbung des Unterstützungswohnsitzes in einer größeren Stadt behilflich ist. Wir Darmstädter haben schon mancherici Erfahrungen in dieser Richtung machen dürfen, und cs dürfte nachgerade selbst einem recht geriebenen Dorspascba mit seinen Räthen schwer fallen, die lästige Uebersracht mit Hülse der bekannten Miltll Her unterzubringen. Ein ergötzlicher, aber, sehlgeschlagener Versuch der Art wird nun in dem „D. Volksfr." m solgender Weise mitgetheiit: Vor eiwa drei Wochen erschien hier in der Langgasse em Wagen, der außer dem in seine» Mantel gehüllten Kutscher noch zehn Insassen, nämlich Vater, Mutter und 8 Kinder in elendem, frierendem und hungerndem Zustande enthielt, vor einem Hause, IN welchem eine Wohnung zu oermiethen war. Der Familienvater erklärte, die Wohnung miethen und gleich einziehen zu wollen. Darauf erst Abweisung von Seiten des Hausherrn, Volksversammlung um den Wagen, Mitleid mit den armen Würmern von Kindern, — sodann eifrige Unterbandlung des zugeknöpften Kutschers mit dem Hausherrn, die damit endigt, daß Ersterer Letzterem die M'ethe für ein Vierteljahr baar vorausbezahlt, die Familie in der Wohnung absetzt, ihr noch einen Laib Brod übergibt und wie das Mädchen aus der Fremde wieder von dannen fährt. Bald nach dem Einzug begaben sich auch die biederen Eltern, welchen die Einrichtung ihres nicht mitgebrachten Hausraths keine Mübe machte, in die Stadt, wohl um sich mit deren Sehenswürdigkeiten bekannt zu machen. Die meisten Kinder bleiben in der Wohnung unter der Obhut des älteren Mädchens zurück. Diese Zeit aber benutzt ein kluger Nachbar, dem noch ein warmes Herz für unseren Stadtsäckcl und die Communal- steuerzahler im Busen schlägt; er füllt einen groß-n Henkelkorb mit Kartoffeln, nimmt ein schönes Weißbrod und begibt sich m die Wohnung der neuen Ankömmlinge, seine Gaben spendend und sich theilnehmend nach Herkunft und Verhältnissen erkundigend. Und wirklich erfährt er von der genannten Tochter, daß die Familie aus Griesheim bei Höchst ist, daß st- dort der Gemeinde zur Last gefallen, aber nur schlecht unterstützt worden sei. Da habe endlich der Gememderath in seinem Edelmuth beschlossen, sie koftensrei nach Darmstadt abzulüfern und dort auch noch ein Vierteljahr Mieth- vornus- zub-zahlen. Der B-igcordnete habe sie dann — es war eine ziemlich weite Reise — Hergebracht und das Weitere, wie erzählt, geordnei. Unser Biedermann gibt alsbald dem Oberbürgermeister N »bricht von seinen Ermittelungen und die Folge ist di- Vorführung unseres neuen Mitbürgris vor den gestrengen Herrn. Dieser empfängt, so weit ihm das möglich ist, den vor Angst bebenden armen Teufel sehr gnädig. Zwischen Beiden emspinnt sich nun nach den Einleitungsfragen etwa folgender kurzer Dialog. Oberbürgermeister: „N. N., wovon gedenkt Ihr denn jetzt hier zu leben?" Neuer Mitbürger (in großer Angst): „Ich weiß es nicht.- Oberbürgermeister: „Wenn Ihr also keine Unterstützung bekommt, so könnt Ihr verhungern." Neuer Mitbürger seuszt. Oberbürgermeister: „Aber hier in Darmstadt soll Niemand hungern; es sollen Euch vorläusig wöchentlich 15 M. ausbezahlt werden, glaubt Ihr damit durchzukommen? Für diese Woche könnt Ihr sie gleich mitnehmen." D-r neue Mitbürger, der mindestens auf's Gehängtwerden gefaßt war, ist wie ans den Wolken gefallen und hat natürlich gegen die 15 JL nichts einzuwenden. Inzwischen ist die Bürgermeisterei von G. benachrichtigt und ihr anheimgegeben worden, die betreffende Familie wieder h-imzuholen, zumal der Kostenansatz von wöchentlich 15 M. erhöht werden müsse, da einige der Kinder krank geworden seien. Die Heimholung hat bis zur Stund- noch nicht stattgefunden und zwar darum nicht, weil inzwischen die Gemeinde G. den Versuch gemacht hat, die in Rede stehende Familie in einem Landorte des Kreises unterzubringen, ein Versuch, d-r auch Mißlungen ist. Nun werden wir dieser Tage unsere neuen Mitbürger wohl wieder quitt werden, nachdem sie Heer, nach eigenem Bekenntniß, eine der sorgenfreiesten Zeiten ihres Lebens zugebracht haben; der Gemeinderath in M. aber wird die Fürsorge der Stadt Darmstadt für ihre freundlich zugeführlen Landarmen in Zukunft zu schätzen wissen. Mainz, 10. März lieber eine seltsame Zeitung wird dem „Berl. Fremdenbl." von hier geschrieben: „D-r letzte hiesige Weinfälscherprocetz hat viel unnöthigen Staub aufgewirbelt. Das Clafsischste aber ist, daß ein Herr Rau daraus Anlaß genommen, ein eigenes Journal zu gründen, das als Zweck angibt, die Weinpantscher zu verfolgen und an k n Pranger zu stellen. Das Blatt heißt „Reinen Wein einschenken", bat als Beilage den »Menschenfreund". Nr. 3 liegt vor uns und machen wir Jeden aus dieses „Curiosum" der Tagesliteratur aufmerksam. Zuerst kommt der Wcinfälscher Kahn an die Reihe, der aus 1 Stück 3 Stück fobrtcirt, sie daun nach Rüdesheim an den Kaufmann Levita, einen Schwager von Kahn, adressirt habe, sie seien dort in die Kellerei von C> I. Sturm durch die Leut- des L-tzteren eingelagert worden. H-rr Rau verlangt für den Angeklagten sechs Monat, sechsmal so viel wie der Staatsanwalt! Dann folgt der Weinschmiereiproceß Homburger; auch für ihn verlangt der Redacteur zum Mindesten 6 Monat- und so geht es fort in einem Tone. — Bei der Angabe reeller Weinfirmen (und dies ist das Uneihörteste!) übergeht das Blatt unser Mainz vollständig (!!!) — Mainz, die erste Wemhandelsstadt des deutschen Reiches, — „weil Herr Rau hier angeblich feine einzige reelle Adresse kennt!" Hat man jemals so etwas gewagt öffentlich zu behaupten? Wir sind sehr begierig, was unsere Wein- händler dem Auftreten Rau's gegenüber thun werden. Herr Rau schreibt wörtlich: „Wir haben den Mainzer Platz als den bingestellt, was er in den Augen von Mainzer Localblättern und in den Augen der Behörde, die es für nöthig erachtet, eine Untersuchungsstation dort aufzustellen, auch wirklich ist." F r anksur t a. M. Am 31. d. M. findet nun definitiv die Ziehung der 2. Serie der Ausstellungs Lott-I ie statt, welche mit den herrlichsten Gewinnen so reich dotirt ist wie keine andere Lotterie in Deutschland. Ein kurzer Besuch der Ausstellung im Saalbau wiid Jedem diese Ueberzeugung aufdrängen. Als em großer Vorzug der 2. Serie darf es betrachtet werden, daß die Gewinn-Ankaufs Commifston, welche ihr schwieriges Amt, rote man aneifinnen muß, mit großem Geschick geführt hat, diesmal nicht auf die Ausstellung ausschließlich angewiesen war, sondern die Ankäufe giößten- th-ils durch Auswahl in den großen reichen Magazinen Frankfurts, theils durch Bestellung bei den rcnommirten Handwerkern und Fabrikanten der Kunst-Gewerbe-Branche vollzogen hat. Dadurch ist der Umstand, der zu vielen Klagen Anlaß gab, vermieden, daß entweder Gegenstände erworben wurden, die Monate lang ausgestellt waren und während d eser Zeit vom Staub und Licht sehr zu leiden hatten, ober Objecte aus gewählt wurden, die bei den Gewinnern Unzufriedenheit hervorrtefen. Derartige Klagen müssen jetzt verstummen, denn in der That bietet die Ausstellung der Ge-Vinn- nur eine Auswahl gediegener und practischer Gegenstände aus allen Zweigen des Gewerbes und der Kunst, die den glücklichen Gewinner unbedingt hoch erfreuen werden. — [@me i'Ictien Gesellschaft zur Förderung der Geselligkeit ] Vor einigen Monaten wurde in Heidelberg, so schreibt man dem „D. M.-Bl.", da« Corps „Rhenania" aus mehr als hinreichenden Gründen durch den engeren academischen Senat IN dessen Eigenschaft als Disciplinarbehördc für aufgelöst erklärt. Da brachte jüngst di- „Heidelberger Zeitung" als amtliches Verkündigungsblatt die Anzeige, daß in Heidelberg eine neue Actien-Gesellschast unter der Firma „Rheinländische Gesellschaft" gegründet worden. Zweck der Gesellschast: Förderung der Geselligkeit. — Natilrl ch ist dies nichts Anderes als die „Rhenania", nur heißt jetzt der erste Chargirte — Präsident, der Kneipwart — ist Director und die Corpsburschen sind die Actionäre. Auch ein Zeichen der Zeit! — sAlt, älter, am ältesten.) „Sieh einmal Mama", meinte klein Lieschen, „diese Modenbilder im Bazar sind doch nicht richtig. Hier steht unter dem Bilde einer Dame mit grauem Haar: „Hut für eine alte Dame", und hier, unter dem Bilde einer Dame, die viel jünger aussieht, „Mantel für eine ältere Dame". — „Das ist schon richtig, Du kleines Dümmchen," erklärte die Mama- „Di- Großmama zum Beispiel ist eine alte Dame, mich nennt man „eine ältere Dame"". — „Aba", unterbrach die kluge Kleine die Mama, „deßhald nennt wohl auch Papa mich immer seine Aelteste?" — Einem alten armen Mütterchen in Solingen war es durch Einschränkungen der mannichfachsten Art gelungen, sich ein Capital von 300 Thaler» zusammenzusparen und trotz aller Noth, welche sie vor Augen sah, hatte sie es über sich gebracht, während mehrerer Jahrzehnte ihren Schatz unberührt zu erhalten. Da wird vor Kurzem das Mütterchen aus's Krankenlager geworfen; der Tod scheint nicht allzu ferne zu fein. In ihrer Furcht, das Geld möge verloren gehen, macht sie ihren Kindern Mittheilung von dessen Vorhandensein. Man geht hin und hebt den Schatz; aber o web! Di- Alte hat nichts von unserer Münzieform gewußt, sie hat keine Zeitungen gelesen und so ist ihrer Aufmerksamkeit entgangen, daß alle die Geldsorten, aus welchen ihr Capital besteht, vor Jahren schon eingezogen worden sind und zu ihrem nicht geringen Schrecken erfährt sie jetzt von dieser Thatsache. Ein Menschenfreuiid hat sich inzwischen der Leutchen angenommen. Er hat das Geld an die zuständige Behörde nach Berlin geschickt und gebeten, in Berücksichtigung der obwaltenden Verhältnisse eine nachträgliche Vergütung des Werthes statrhaben zu lassen. Ein Bescheid aus dieses Gesuch ist noch nicht erfolgt. — sWi-der ein Zoll-Curiosum j Anilinfarben, die in Blechbüchsen verpackt bis jetzt stets „zollfrei" abgelassen wurden, werden nach neuerer Entscheidung als „Blech- waaren", und zwar, weil auf den Blechbüchsen noch eine Etiguette geklebt Ist, als „Blcchwaaren in Verbindung mit Papi-r" zu 24 für 100 Kg. verzollt. Als Blech- roaare allein würde der Zoll nur 10 für 100 Kg. betragen, aber der Papierstreisen muß auch bezahlen und so wird die Steuer mit 24 (Blechwaare in Verbindung mit Papier) für 100 Kg vom Ganzen erhoben. sVon der Königin Luise.) König Friedrich Wilhelm in. pflegte jeden Morgen nach gehaltenem Vortrage im Cadinet, wenn auch nur auf Augenblicke, im Wohnzimmer der Königin sich aufzuhalten und mit ihr, am liebsten frisches Obst, zu frühstücken. Bei dem Hereintreten bemerkt er einmal wie der „Bär" in seiner jüngsten Nummer erzählt — auf ihrem Nähtisch eine hübsche Haube, die ihm neu erschien. Lächelnd fragt er nach dem Preise. „Es ist nicht immer gut", erwidert scherzend die Königin, „wenn die Männer wissen wollen, was der Putz der Frauen kostet; sie verstehen das nicht und finden dann Alles zu theuer." „Aber Du kannst mir doch wohl sagen, was diese Haube kostet; möchte es gern wissen!" „O ja! ich habe eine wohlseile gewählt; sie kostet nur vier Thaler." „Nur? Erschrecklich viel Geld für so em Ding!" und indem der König, am Fenster stehend, sortsährt zu spötteln, bemerkt er einen vorübergehenden Garde-Invaliden, welchen er heraufruft. Kaum ist derselbe efngetreten, so spricht zu ihm der König: „Die Dame, welche da auf dem Sopha sitzt, hat viel Geld; was meinst Du wohl, alter Kamerad, was sie für die Mütze gegeben, die da auf dem Tische liegt? Darfst Dich aber nicht blenden lassen von dem schönen Rosabande." Der alte Kriegsmann, unerfahren in solchen Dingen, zuckt mit den Achseln und spricht endlich kurz und rund: „Na, die wird wohl eenige Jroschen kosten!" „Da hörst Du's!" fährt der König fort. „Ja, was Groschen! Vier Thaler hat sie dafür bezahlt. Nun geh' mal hi» find laß Dir von der schönen Frau ebenso Diel geben." Lächelnd den König ansehend, öffnet sie flugs ihre Börse und legt dem sachte herangetretenen Soldaten in die vorgehaltene Hand vier blanke Thaler. „Aber", fügt sie bann mit einem schalkhaften Blicke hinzu, „sieh' mal, der hohe Herr, der bi am Fenster steht, hat viel mehr Geld, als ich; Alles, was ich habe, habe ich nur allein von ihm und er giebt gern. Nun geh' auch zu ihm hin und laß Dir das Doppelte, acht Thaler, geben." Mit fröhlichem Auflachen sieht die Königin auch diese Spende aus den zum Geben immer offenen Händen des jetzt freilich achselzuckend lächelnden, langsam zahlenden Königs erfolgen und wünscht dem vergnügten Veteran Glück. Dieser hat das glückliche Ehepaar gesehen und hort noch, wie er schon das fürstliche Zimmer verlassen, da drinnen den lauten fröhlichen Scherz. Der Invalide hieß Christian Brandes und wurde sehr alt. Der König hatte die Gesichtszüge und den Namen dcs Manncs, aber auch diese Scene behalten. Wenn er seiner späterhin, nach dem Tode der Königin, zu Potsdam ansichtig wurde, beschenkte er ihn und hat dabei wohl ine Schmerzenstotie gefragt: „Brandes, weißt Du noch?" Mainz. 13. März. (Von Handwerksburschen ermordet.) Aus dem benachbarten Nackenheim wird uns ein schändlicher Vorfall berichtet. Vorgestern kamen in ein dortiges Haus zwei Landstreicher, dem Anscheine nach Handwerksburschen und per« langten von dem Einwohner eine Gabe, welche ihnen indessen verweigert worden ist. Daraufhin packten die beiden Burschen den Mann, der ihnen das Geld verweigerte, einen gewissen Johann Lenz I., und erschlugen denselben in seinem Zimmer mittelst eines schweren Gegenstandes, worauf die Burschen in der Richtung nach Lörzweiler entflohen Wie uns mitgetheiit wird, sollen die Mörder nach der That eine Geldbörse mit 7 Mark aus der Wohnung des Erschlagenen entwendet haben. Bis jetzt ist man denselben noch nicht aus der Spur. (Fr. Journ.) — Alte Korkpfropsen reinigt man nach den „I. Bl.": Man Übergießt die Propsen in einem Topfe mit Wasser und setzt, nachdem alle gehörig benetzt sind, englische Schwefelsäure zu, auf 10 Kg. Wasser etwa 1/z Kg. Säure und rührt mit einem hölzernen Spatel um. Die Flüssigkeit wird nach 24 Stunden abgegossen und die Pfropfen mehrmals mit reinem Wasser gut nachgespült, bis ein auf irgend einen groß- löcherigen Propsen angedrücktes Lackmuspapier nicht mehr geröthet wird, bann trocknet man die Pfropfen schnell und scharf. Die Säure mit Alkali abzustumpfen, ist nicht thunlich, weil dadurch die frische Farbe des Korkes leidet. «L-» ter®** *,aMt her - m, btt J81tot unfer W't R-ichiz ™?n eSrt.®dn: ™t njrtlio- ’ ‘'ne ung ’ 1er 2-Serie ^4 botiit ift ™0tlu8 der 1,1 ®tl4e iir !.HÄÄ Ä8** n» durch D,. »“bechinnchi K »-Mieder,, M waren u«b Dojecte aus r®'9‘Nei «wnite nur des ISmtriti tbm. ' einifltn M- lä »Stomii* «not in »>!((« Ist die ,h«del- 'eidelberg eine ünbet mrtrben. ichts Anderes tneipMrt - der Zeiii em Lieschen, n Bilde einer m Bilde einer DaS ist toon i M B-M i*, untetbiad) d immer seine inichrmkunze» mmenjufparen ro4t, mährend it Kurzem bis ferne zu feil, tn Mitideiluai r o mebl Die ien gelefen imb hm ihr Kapital ngra Sijreefei miroifto der ,ch Setlto 8C: noeftträglidx ie|ui| ist no4 'n ttrjafi bis n6 als „Wb aetlebt ist als It. 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Es sind bei ihr insgesammt 4234 Anträge über eine Versicherungssumme von JL 25,589,000 zur Anmeldung gelangt und davon 3179 Anträge mit M. 18,863,000 angenommen und 79 Anträge mit .* 587,000 dem neuen Jahre zur Entscheidung überwiesen worden. Gestorben sind 518 Mitglieder, die mit M. 2,673 800 M versichert waren. Die Auszahlung erfolgte in Gemäßheit der (Statuten der Gesellschaft sosort nach eingetretenem Todesfall und nicht, wie meist üblich, erst nach drei Monaten. Das finanzielle Ergebniß des vergangenen Jahres wird sieb voraussichtlich als ein gleich günstiges wie in den letzten Jahren ausweisen; die Versicherten, denen alle Ueberschüsse zufallen, da die Gesellschast aus reiner Gegenseitigkeit beruht, haben also wiederum Aussicht auf eine sehr beträchtliche Dividende. — In dem sechs Stock hohen New-Bvrker Hause der amerikanischen Bib-l- Gesellschast sind nicht weniger als 12 Rotationsdruckpressen nebst den dazu gehörigen Dampfbetriebsmaschinen >n Thätigkeit. Die höchste Leistung eines lagt® ist 6000 Exemplare. Die meiste Druckarbeit wird von Stereotypplatten getban, von denen die Gesellschast für 120 verschiedene Bibelausgaben 65000 Seiten 'besitzt. Zur Zeit, da man diese Platten nicht braucht, werden sie in feuerfeften Gewölben ausbewahrt. Von der kleinen „Agat"-Bibel druckt man hier ein Exemplar in einer Minute; von dem wohlfeilen Neuen Testament, das um 5 Cents zu haben ist, vier Exemplare in einer Minute und feit den letzten zwei Jahren jeden Tag 10^0 Exemplare. — sWas Paris in einem Monat ißt.j Nach der Vervrovlantirungsstatistik von Paris sind vom 1. bis 31. Januar in den Pariser Markthallen verkauft worden: 351670 Hühner, 61400 Truthühner, 56500 Rebhühner, 284000 Lerchen, 11500 Schnepfen, 49600 KrammetsPÖgel, 13500 Fasanen, unaerechnet eine Unzahl Wasserwild, als da sind' Krickenttn, Regenpseifer, Wildenten u. s. w. Im Monat Januar kamen überdies nicht weniger als 134800 Kaninchen aus den Markt. Die erhöhte Verzehrungssteuer hat den Austerconsum nicht oerminbert; im Paoillon IX. der Markthalle wurden allein 185 Millionen Stück Austern verkauft, die von dem sranzösischen Küstenlande kamen. Die Butter figurirt mit einer Million Kilogramm, die Eier mit der Ziffer von 12 Millionen Stück. La Brie hat 63000, Neusschatel 174000, Moni-d'Or 82000 Käse, abgesehen von 200000 anderen Stücken geliefert. See- und Süßwasserfische erreichten die Ziffer von 2 Millionen Kilogramm. Zur Ergänzung dieses statistischen Auswesies se, noch hinzugesügt, daß im Monat Januar in den Centtalhallen von Pans über zwei Millionen Kilogramm von Rind-, Kalb-, Schaf- und Schweinefleisch verkauft wurden. __ 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man 7on der Annoncen ■ Expedition von H A ASEäSTEIRi * VOGLER ,ln Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheüt U März Gestern Adeud zwischen 9 und 10 Uhr wurde der Schlüchtern, 9 M z. Wilern ffiej’e ^mordet. Derselbe war, der Wirth 3a«cr 'U an jenem^Abcud bei einem Verwandten zu Besuche und .Kinz's Zeitung infolge, änr.f,mlnQ bea Legieren nur einige Schritte davon ent- wurde kurz nach Verlassen h g Di- Streiche wurden mit einer solchen fernt Mit einer Axt oder einem^L-,l- Ermordeten, der j-densalls mit Wucht gttührt, daß der Scho: g IP . FMger abgchauen sind. Bis jetzt der Hand sich hat 'fbützen wollen, ach mürbe, auf Niemanden bestimmten bat man, obwohl das V-rbr-chen sofort orge'funb'en wurde, was zur Ent- Verdocht. da am Thatort-'selbst nicht .Ortsbewohnerschaft ist in Folge dieses mit deckung goannaenm Verbrechens in surchtbarer Aufregung, einet eittetzttchen Rohheit begangenen rv t Porto-Alegre ist dem Centtalverein für Brand einer «u« *‘ ‘upno0nbon cin^ek9ramm vom 6 d. M. zugegangen, Handelsgeographie Kabel v burcb Feuer zerstört worden ist. Der welches meldet, daß die doriig usst ejr|8 [Qr an bie beutschen Aussteller versendet, genannte Verein hat in Folge b N N„t„ffen genauer Nachrichten, welche frühestens worin dieselben ersucht werden, Hs rEririebenen und möglicherweise nnnölhigen Besorg- Mitte April hftr anlangen konrI °7,uste nichtRaum zu geben. Die Aussteller waren mssen bezüglich ihnen entstehend Verim w Ausstellungsgüter zurückzuzichen und berechtigt, bereits s-ft d m 1 Januar 6 fett Schluß der Ausstellung non diesem Rechte ist auch G 0 Brandes sind circa fünf Wochen verflossen und ist (Ende Januar!i bis zum Tag - u„b Vetsendung der Güter verfügbar ge- Äen Endlich sttd aA in Folg- der V-rloosung viele Ausstellui gswaaren geräumt morbt" rw,.Smnfuna her Rebschildlaus und Blutlaus.s Als ein vorzügliches Mittel n üi NÄ Reßler Tabaks-Tinktur von 20 Procent Weingeist mft 5 Procent 5^N'dlt P °f. Dr. ent Pzxjugeist mit 12 Procent Fuselöl oder eine Schweselkohl-nstoff, od-r « -UJ)(|() Fuselöl, 200 Theilen 90 procent. Mischung non M ««I ^m Liter verdünnt. Am besten eignet sich zur Anwendung Weingeist mit Wasser z Nähmaschinen gebraucht. Man sticht mit d7m^en End7 es KänÄn?in die weiße flockige Masse°der Schild- oder Blutlaus , 7 M durch Druck auf den Boden des Kännchens mehr oder wmiger Flüssigkeit hervortreten Die weiße Masse sinkt sofort zusammen - die Eier od°r bte Jungen ge^en U frunde. b£m Unfllü(f im Jnvalidenpark ging di- Nachricht durch mutter es sei einem Manne durch einen Soldaten mittelst Bayonnet das Auge o ,s-^fochen worden. Di- amtlichen Erhebungen, welche diesbezüglich stattfand-ii, ausgestowen wo . . b Resultate geführt: Am 13. v. Mts. fand m den ®or- ^rtändfhinben eine Turnbesichtigung im Exercierhause statt. Das Publikum öffnete, E^zuzusehm das Thor und beMigte die Mannschaft durch allerlei höhnende Redens arten * Das Thor wurde von dem Posten wiederholt geschlossen, aber immer wieder non den Außenstehenden geöffnet. Ein Mann versieh laut schimpfend das Thor und trat an ein Loch im Zaun, um fort fkandasirend zuzusehen, .gierburd) gereizt, nahm ein unbeschäftigter Füsilier ein Stück Holz und stieß dasselbe, unüberlegt, wohin -r den am Loche stehenden Mann treffen könnte, durch. Er verletzte denselben unter dem Ittken Auge ’ Am 18. schon, also 6 Tage später, war der Mann vollftanbtg geeilt. Ein Gebrauch der Waffen war vollständig ausgeschlossen weil die Mannschaften der betreffenden Compagnie weder Seitengewehr noch andere Waffen trugen. Gderhesßslhe Cisendchnkn. 1905 Mit dem 15. d. M. gelangt zur Einführung: der Nachtrag XN. zum Local- gütertarif vom 1. Juli 1877, der Nachtrag II. zu den Tarifen für bte Beförderung von Leichen, Fahrzeugen und lebenden Thieren im Local- wie in unseren Nachbarverkehren. „ , Ersterer enthält eine Ergänzung der Bestimmungen des Tarifs für Nebengebühren und anderweit- ermäßigte Tarts- sätze zwischen Gießen und Gelnhausen, letzterer Abänderungen und ^Ergänzungen der allgemeinen Tarifvorschriften. Soweit der Vorrath reicht, kann der d)iad;trag xii. zum Preise von 10 H, der Nachtrag II. zum Preise von 5 H von nuferer Magazins - Verwaltung bezogen werden. Gießen, den 13. März 1882. ________________Grotzh- Direciton. Samstag den 18 May d X, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Marktplatz vor dem alten Rathhaus 112 veredelte Aepfel- 130 „ Blrn-Stämmchen öffentlich versteigert werden. Gießen, den 14. März 1882. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 1878 A. Bramm.________ Donnerstag den 16. März, Nachmittags 2 Uhr, und die folgenden Tage werden in der Wohnung der Frau Assessor Pilger im Hause des Herrn vr. Taschs am S-ltersweg dahier nachverzeichnete entbehrlich gewordene Hausmöbel freiwillig gegen Baarzahlung versteigert: 1 elegantes Sopha mit 6 gepolsterten Stühlen, 1 Glasschrank, 1 Schretb- fecretär, Coinmoden, 1 Kleider- und 1 Küchenschrank, 1 runder Tisch und andere Tische, Spiegel darunter 2 ovale mit Golbrahmen, Stühle, Bettstellen und Bettwerk, 1 golbne Taschenuhr, 1 Partie Herrenkleider, Weißzeug und verschiedene andere Haushaltnngs- gegenftänbe. Bemerkt wird, daß sämmiliche Möbel sehr gut gehalten sind und am ersten Ver- steigerungstag besichtigt werden können. Gießen, den 11. Marz 1882. I. A. 1772 Müller. Frische Schellfische in bester Eispackung treffen heute ein. 1912 Gg, Wilk. Weidig. Allgemeiner Anzeiger. Rutz- und Rrennholz-Rersteigerung in der Königlichen Dbersörsterri Roßberg. Donnerstag den 23. März 1882, Vormittags von 9 Uhr ab, im Schneider'schen Wirthshause zu Roßberg: 1) aus den bei Ersurtshauseu belegeueu Forstorteu: Seift, Dickes und Buchwald. Elchen: 3 rm Nutzscheitholz II. Claffe (Dickes); Buchen: 4 rm NutzfcheitsFelgen-)Holz II. Claffe (Seift); Nadelholz (Fichten: 109 Bauholzstämme III., IV. u. V. Claffe (6 bis 16 m lang, 12 bis 30 cm Durchmesser) = 47,21 fm, sowie 7 Nutzstangen I. Claffe; 2) aus den bei Roßberg belegenen Forstorten: Rubbach, Kirchhainerschlag, Rödderburg, Lichtenberg und Hang. Eichen: 10 rm Scheite rc., 10 rm Zopfreis, 2 rm Erdstöcke; Buchen: 335 rm Scheite rc., 820 rm Stammreis, 980 rm Zopfreis rc. und 77 rm Erdstöcke; Erlen: 190 nn Zopf reis. ForstHaus bei Roßberg, am 11. März 1882. 1895 Der Oberförster: Schulz. Bei I. Ricker in Gießen ist soeben erschienen: I. Heber den Umsang und die Bedeutung der Forstwiffcnschast als Univcrsitäts-Disciplin II. Ueber die Lichtseiten des forstlichen Universitäts-Unterrichts. Zwei akademische Festreden, bei Gelegenheit der 50jährigen Jubelfeier der Vereinigung der früheren Forst- lehranstalt zu Gießen mit der Ludewigs - Universität am 14. Juni 1881 gehalten von Dr. Richard Hess und Carl Urich. Preis 1.— 1909 1869 Die a*r neuesten Umhänge, Pafetots, Regenmäntel etc. etc. für Damen und Mädchen empfiehlt in reichhaltigster Auswahl, unter Zusicherung streng reeller Bedienung, zu sehr billigen Preisen 4« Docter» Seltersweg 43. <» Flaschenbier K 18 und 23 Ä zu haben bei 1889 Gastwirt!) Grün, N-ustabt. 1911 Vorzügliche Salf- und (fffig-linirheu empfiehlt billigst S. Elsoffer. Aeitzcöolenes. 1888 Echten Oberndorfer Runkelrüben- (Dickwurs-) Saamen empfiehlt______________Karl Berger. Schlackensteine von 25 x 12 x 10 Ctm. empfiehlt Albrecht Stein, Schlackensteinfabrik, Margarethen- ______________Hütte bei Gießen.___________ Ä Echt chinefisches .Saarfärbemittel k Fl. X 2.50„ Halb- Fl. M. 1.25. In Zeit von 5 Minuten kann man seine Haar- bem Gesicht kleidsam echt 1 färben, blond, braun und schwarz, und hinterläßt keine nach- tijeiligen Folgen für di- Haut. Erfinder Rothe & Co. in B-rlin. Niederlage in Gießen bei C. F Conrad, Friseur.____________________________1890 Kleesaamen, Saatwicken, Erbsen 85 Linsen billigst bei 1904 I. M. Schulhof. Zu verknusen: 1 kleiner Cafsaschrank, 1 Schreibpult, 1 Brieffchrank. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. 1906 Erfurter und frankfurter .Gartensämereien n nur bester und frischer Waare zu äußersten Preisen Prima Nothklee, garantirt seidefrei, echten gelben Bberndorser Dickwur^saamen, per Kilo JL 1.30, per Liter 33 empfiehlt 1908 Fr. Seibel. 1893 Alle Sorten Gemüse - Saamen unter Garantie der Keimfähigkeit empfiehlt __________Karl Berger, Lindenplatz. Kasseler Pferdeloose ß per Stück 3 M. bei Julius Wallach. Wi-derverkäuf-r erhaltenaugemeff. Rabatt, 1790 Das Neueste in Sonnenschirmen. & En-tout-cas ist bei mir eingetroffen und empfehle solche in großer Auswahl zu billigsten Preisen. A. Fangmann. Indem wir hiermit zur Kenntniß bringen, daß die Direction der Aachcn- Münchener Feuerversicherungs-Gesellschaft der hiesigen freiwilligen Feuerwehr ein Geschenk von JL. 300 zur Anschaffung von Löschgeräthen und Ausrüstungs- Gegenständen machte, sprechen wir derselben hierdurch unseren Dank öffentlich aus. Lollar, den 14. März 1882. 1901 Das Cowmando der freiw. Feuerwehr Lollar. Weingut Chäteau des Borges Th. Bellemer, Weingutsbesitzer in Bordeaux (Frankreich). Directe Versendung von rothen, als rein garantirten, Bordeaux-Weinen: Oxhoft (225 ab Bordeaux. Flasche. Auf Wunsch werden vollständige Preislisten, sowie kleine Proben franco zugesandt. 1891 Alte Flaschenweine von 1.35 bis Jl. 8. die I per Liter) Gute gewöhnliche ä «X. >20, Jl. 140, Bessere ä Jl. 196, 22ö, M. 260, Feine Weine von 288 bis Jl. 508, Wermiethungen. 1903 Ein Familienlogis zu vermiethen. Schlotzgasse 258. 1910 Ein schönes Zimmer mit Kabinet, mit ober ohne Möbel, zu vermiethen bei Markscheider Keller, Grünbergerstr. 1899 Der 2. Stock m. Hauses, 4 Zimmer, Cabinct und alles Zubehör, per 1. April. IV. Ferber., Lindenplatz. 50 Zimmer mit (Sabine! und Küche an anständige Leute zu vermiethen im ^Darmstädter Haus". 779 Eine Wohnung, 3 Zimmer mit Küche und abgeschlossenem Corridor, per 1. Mai zu vermiethen bei Georg Stichler, Grünbergerstr. 1670 Eine Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern mit Zubehör, zu vermiethen und per 1. Mai zu beziehen. Alieestraße E. 103. Eine Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern re., und ein schön möblirtes Zimmer nebst Cabinet zu vermiethen bei 155 Or. Königen, Grünbergerstratze. Die Parterre - Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern nebst Zubehör, alsbald zu vermiethen bei 154 _®corg Lüdeking, Teufelslustgärtchen, 1744 In meinem neuen Hause ist die Mansardenwohnung mit allen Bequemlichkeiten zu vermiethen und alsbald be- ziehbar. Louis Hcllmold, Schillerstr. 1042 Ein Logis auf 1. April ju' vermiethen. F. Felfing, B. 138. 649 Die von Frau Kirchenrath Görtz seither bewohnte Wohnung, bestehend in 5 Zimmern und sämmtlichem Zubehör, ist anderweitig zu vermiethen und per 1. Juni beziehbar. Kafp. Vogel, Nordanlage 1161 1782 Der 1. Stock meines Hauses, B. 61, per 1. Juli zu vermiethen. Karl Wcidig, Sonnenstraße. 1754 Der 2. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und per 1. Juli, vielleicht auch früher, zu beziehen. S. Katzenstein, Seltersberg. 105 Wohnung, 3—4 Zimmer, Küche nebst Zubehör, per 1. April zu vermiethen. _________Adolf Hotz, Schützenstraße. 136 Ein Familienlogis zu vermiethen. Joh. Arnold, Asterweg. 1774 Ein Familienlogis im 2. Stock zu vermiethen und am 1. Juni zu beziehen bei Frau Gebhard, Löweng. C. 106. 1775 Der erste Stock meines Hauses, 4 Zimmer mit Zubehör, ist per 15. Juni (event. auch früher) anderweit zu vermiethen. Franz Gerbodc, Kaplansgasse. 1781 Logis, sowie einzelne Zimmer, gleich beziehbar, in Neue-Bäue B. 90. 1784 Eine Wohnung, 4—8 Zimmer, per 1. Juni zu vermiethen. G. Volk am Lltdwigsplatz.^ 1322 Der mittlere Stock meines Hauses, 4 Zimmer nebst allem Zubehör, ist auf sofort zu vermiethen. Friedrich Greiner, Frankf.-Str. 1818 Zwei gut möbl. Zimmer in der Nähe der Klinik sofort zu vermiethen. Näheres in der Exped. ds. Bl. —1815 Ein möbl. Zimmer mit Kabinet, mit ober ohne Pension, zu vermiethen. Markt B. 32. 1799 West-Anlage, im sog. Möhl'schen Garten, ein unmöbl. Zimmer zu vermiethen. 1768 Ein freundl. Zimmer mit Bett zu vermiethen. Wetzsteingasse A. 33. 1690 Ein möbl. Zimmer mit Kabinet. Garfield, bei Stückrath. 1120 Ein Familienlogis (6 Zimmer nebst Zubehör) per l.Mai zu vermiethen. H. Marcus, Reichensand 224. “1271 Die obere Äage meines Hauses ist per 1. Mai zu vermiethen. ___________________Okto Kempff. 1499 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Ederstraße 114°/,«. 1116 Ein Parterrezimmer, seither als Cigarrenlager benutzt, ist anderweit zu vermiethen. C. 224. 1272 Scheuer refp. Lagerraum in der Brandgasse per 1. Mai zu vermiethen. Otto Kcmpff. 976 Laden mit Logis, per Jahr 360 .M., vermiethet Wilhelm Löbcr. 1689 Möbl. Zimmer, auf Wunsch mit Pension, zu vermiethen. Näheres bei der Exped. ds^Bl. ~3 Ein kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen.-^euenmeß H6. 1312 Neue freundliche Wohnung von 4 Zimmern, Küche und abgeschl. Corridor nebst Zubehör zu vermiethen. Buchhändler Ferber, Kirckenvloü. 1436 In dem von uns erkauften Haus — Ecke der Bismarck- und Ludwigsstraße — ist der 2. Stock, bestehend aus 6 Zimmern mit Zubehör, per Anfang Juni ds. Js. zu vermiethen. Gebr. Haustein, Alicenstraße. 1150 Ein schönes Logis im Freien in meinem Vorderhaus, sowie ein kleines im Nebenhaus mit Gartenantheil srfort zu vermiethen. I. Georg Unverzagt. 1475 Eine schöne, größere Familienwohnung mit Gartenantheil (auch Pferdestall oder Lagerraum) auf Juni oder Juli zu vermiethen. J)r. Weber._ 23 Möblirte Zimmer mit ober ohne Pension zu vermiethen. Näheres bei ber Exped. b. Bl. 1431 Eine Mansardenwohnung an eine stille Familie vermiethet Karl Vogt, Wallthorstraße. Mermischte Anzeigen. 1907 Ein Offizier sucht zum 1. April ein nicht zu junges Mädchen, welches gut bürgerlich s e l b st st ä n d i g kochen kann und Hausarbeit versteht. Vorzügliche Atteste gefordert. Neue-Bäue B. 88. 1892 Ein massiv neuerbautes Haus in Nackenheim b. Mainz, worin seit Jahren eine Bäckerei nebst Spezereigeschäst mit gutem Erfolg betrieben wurde, ist wegen Krankheit des Besitzers billig zu verkaufen oder zu vermiethen. Näheres in der Exped. ds. Bl.__ W Trunksucht ®ten Stadium, beseitigt sicher mit, auch ohne Vor- wissen, unter Garantie der Erfinder b. M. u. Spezialist f. Trunksuchtsleidende Th. Konehky, Berlin, Jnvalidenstr. 141. Atteste, bereit Richtigkeit von Königlichen Amtsgerichten und Schulzen-Aemteru bestätigt, gratis. Nachahmer beachte man nicht, oa solche nur Schwindel treiben,1887 1900 Ein tüchtiger Modcllschreincr ober Dreher findet dauernde Beschäftigung bei H. Schaffstädt, Metallwaarenfabrik und Gießerei. 1894 Auswanderer nach Amerika befördert billigst Chr. Wallenfels. J. Blitz Neuen weg 135. GIESSEN Neuenweg 135. s Agent der „Allgemeinen internationalen Verkehrs- Anstalt in Frankfurt a. M.“ Güter verschiedener Grösse, sowie mehrere Mühlen im Preise von 10,000 bis 60,000 Mark können nach- gewiesen werden. An- und Verkauf von Geschäftshäusern, gut gehenden Gastwirthschaften, Herrschaftshäusern, kaufmännischen Geschäften jeder Branche etc. etc. wird discret vermittelt. Burgerclub. Montag den 20. d. Mts., Abends %9 Uhr, Qrdesstliche Genereriversammlung im Cafe Ebel. Tagesordnung: Rechnungsablage, Voranschlag für 1882/83. Vorstandswahl. Die Tagesordnung liegt im Cafe Ebel offen. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. 1761 Der Vorstand. Alle Annoncen für das »Berliner Tageblatt" (die gelcsenste deutsche Zeitung), „Deutsches Montags-Blatt«, „Deutsches Reichs-Blatt", „Kladderadatsch", „Bazar", „Fliegende Blätter", „Schalt', „Judepcndance belge", „Wiener Allgemeine Zeitung", .Metzener AiMger", I sowie für alle anderen Zeitungen, Provinzialblätter, Fachzeitschriften befördert ohne Kostenerhöhung am billigsten und prompteren die Zeitungs-Annoncen-Expedition von Budolf Mosse, Frankfurt a. M. Zeitungsverzcichniß (Insertions-Tarif), sowie Kosten-Anschläge gratis n. franco. Bei grötzeren Aufträgen höchster Rabatt. Ein geprüfter Heizer wird als Loco- motivführer für die Kunderthal-Bahn auf baldigen Eintritt gesucht. Persönliche Meldung unter Vorlegung der Zeugnisse bei 1896 Karl Schreiber in Bürbach. 1902 4 tücht. 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JeisgeboLenes. 318 Einige sehr gut gelegene Bauplätze zu verkaufen. Näh, bei der Expcd. ds. Bl. Zu verkaufen. Ein Haus in Frankfurt a. M-, worin seit vielen Jahren ein Kolonialwaaren- geschäst mit bestem Erfolg betrieben wurde, ist wegen vorgerückten Alters de^> Eigenthümers unter günstigen Bedingungen zu verkaufen durch 1Hdi> •1 • USlll-Ze Ihiiiiii San fjafer offerirt Joseph Hers, 1599 Bahnhofstc. 126. Zur Saison rmpfievlt sämmtliche Neuheiten in Knöpfen, Perlborden, Franzen, Spitzen (spanische in großer Auswahl), Schließen, Quasten, Bänder re. zu billigen Preisen Robert Haas, 1742 Seltersweg C. 59. 1625 Das berühmte, allein preis- gekrönte Buch über das Wesen und die wahre Heilung geheimer Krankheiten und Schwächezustände, entstanden durch Jugendsünden, Ausschweifung ' rc., sendet franko für 1 x (Briefmarken) RumlePs Bersandtbureau, Berlin, Oranienstr. 135. Soatkartoffeln Champion, Imperator, Gelbe Rosen, Daber'sche, 100 Kilo 6 Mark incl. 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