Dienstag den 15. August L882 srr. 188. tiger Amts- und Anzeigcblatt für den Kreis Gießen. Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis viertclstthrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland. Darmstadt, 12. August. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 2. August den Lehrer am Großh. Ludwig - Georgs - Gymnasium zu Darmstadt, Robert Schäfer, bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit, mit Wirkung vom 1. October d. Js. an, in den Ruhestand zu versetzen. Darmstadt, 12. August. Se. Königl. Hoheit der Großherzog nahmen heute militärische Meldungen entgegen und empfingen den Generallieutenant und Generaladjutanten, Ordenskanzler v. Grolman, den Kaiserl. Königl. Oesterreichi- schen Hauptmann Pabst vom 54. Infanterie-Regiment Graf Thun, den Decan Beyer von hier, den Kreisbaumeister Grimm von Friedberg, den Landwirth- schaftslehrer Dr. Stimmet; zum Vortrag den Staatsminister Frhrn. v. Starck und den Geh. Cabinetsrath Dr. Becker. Darmstadt, 12. August. Unter dem 7. ds. hat das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz, Section für Justizverwaltung,, an sümmtliche Justizbehörden in Betreff der Zahl der zu wählenden Hauptschöffen und Hülfs- jchöffen, sowie der Zahl der Schöffengerichts-Sitzungen nachstehendes Ausschreiben erlassen: v . „ „ . - , „Nachdem eine große Anzahl von Amtsgerichten in Betreff der Zahl der für sie zu wählenden Hauptschöffen und Hülfsschöffen, sowie m Betreff der Zahl der bei ihnen abzuhaltenden Schöffengerichts-Sitzungen eine Aenderung der in dieser Beziehung für sie bestehenden Anordnungen beantragt hat, so bestimmen wir auf Grund des § 43 des Gerichtsverfassungs-Gesetzes und des § 11 letzter Absatz der Großh. Verordnung, die Bildung der Schöffengerichte und der Schwurgerichte betreffend, vom 14. Mai 1879, was folgt: Bei den nachgenannten Amtsgerichten beträgt bis auf Weiteres die Zahl der ordentlichen Schöffengerichts-Sitzungen und die Zahl der für dieselben zu wählenden Hauptschöffen und Hülfsschöffen: Ordn.- Nr. Amtsgericht. Jährliche Zahl der ordentl. Sitzungen. Zahl der Hauptschöffen. der Hülfsschöffen. 1 Darmstadt II......... 45 30 10 2 Beerfelden ......... 12 12 5 3 Fürth.......... 24 18 6 4 Gernsheim ......... 18 18 6 5 Groß-Gerau........ 36 24 10 6 Michelstadt......... 18 18 6 7 Offenbach......... 90 40 15 8 Seligenstadt........ 36 24 10 9 Wald-Michelbach....... 18 18 6 10 Zwingenberg........ 36 24 10 11 Gießen.......... 52 36 10 12 Büdingen......... 18 , 18 6 13 Butzbach ......... 24 18 6 14 Friedberg......... 36 24 10 15 Grünberg......... 24 18 6 16 Herbstein......... 24 18 6 17 Laubach .......... 15 10 5 18 Bad Nauheim........ 18 12 5 19 Ortenberg......... 24 18 6 20 Schlitz .......... 12 10 5 21 Alzey.......... 36 24 10 22 Pfeddersheim........ 24 18 6 23 Wöllstein....... - 16 18 6 24 Wörrstadt . ........ 16 1 18 6 25 Worms.......... 52 30 10 Diese Bestimmungen treten vom 1. Januar 1883 an in Wirksamkeit; soweit dieselben die Zahl der Schöffen betreffen, sind sie jedoch bereits bei der in diesem Jahre stattsindenden Wahl der Hauptschöffen und Hülfsschöffen für das Jahr 1883 zu beachten. Die für jedes Gericht bestimmte Zahl der ordentlichen Sitzungen ist nach dem Vorgänge in unserem Amtsblatte Nr. 14 von 1879 gleichmäßig auf das aanze Geschäftsjahr zu vertheilen. Berlin, 11. August. Aus Kiel wird den „Verl. Polit. Nachr." gemeldet, daß dort am Donnerstag, den 10. ds., mit größter Bestimmtheit das Gerücht verbreitet war, es seien an diesem Tage zwei russische Osficiere dort, resp. in Friedrichsort, beim Zeichnen der Festungswerke betroffen und verhaftet worden. Wir lehnen jede Verantwortlichkeit für die Nichtigkeit dieser Nachricht ausdrücklich ab, glauben jedoch von derselben um so mehr Notiz nehmen zu solleHy als gleichzeitig berichtet wird, es habe sich am gestrigen Morgen ein russischer See-Officier in seiner Kammer an Bord der russischen Panzer-Fregatte Knaes Pojarsky" eine Kugel durch den Kopf geschossen. Der Selbstmörder war jedoch nicht sofort todt, sondern nur schwer verwundet und wurde deshalb Der Zug wurde herrlichsten Wetter in das dortige Marine-Lazareth ausgenommen. Das Schiff sollte Kiel gestern verlassen, hat dies jedoch gestern nicht gethan; ob dasselbe heute in See gegangen ist, haben wir noch nicht erfahren. \ — Sicherem Vernehmen nach sind die Gerüchte über eine vermehrte Entsendung von Kriegsschiffen nach den egyptischen Gewässern, oder gar von Aende- rungen in den gegenwärtigen Hebungen unseres Panzergeschwaders durchaus als erfunden zu bezeichnen; vielmehr werden nur zwei deutsche Kanonenboote „Habicht" und „Möve" während der nächsten Zeit in Egypten Station behalten. Hamburg, 11. August. Drittes deutsches Sängerbundesfest. Nachdem die Sänger tagsüber die Sehenswürdigkeiten der Stadt in Augenschein genommen hatten, begann um 6 Uhr Nachmittags das erste große Fest-Concert mit dem Liede: „Die Himmel rühmen rc.", welches unter Leitung des Prosesiors Bernuth in vollendeter Weise zur Ausführung kam. Nachdem sich der Beifallssturm gelegt, hielt der Präsident Dr. Hachmann eine längere Ansprache und brachte am Schlüsse derselben ein Hoch auf den Kaiser aus mit den Worten: „Des deutschen Kaisers Majestät, sie strahle für alle Zeilen, Seine Majestät Kaiser Wilhelm lebe hoch!" Die Versammlung stimmte stehend mit größter Begeisterung ein, worauf die Hymne „Den König segne Gott" zum Vortrag gelangte. Auch die nun folgenden Gesänge wurden in exacter Weise vorgetragen und bewirkten zum Theil den überraschendsten Effect. Auf dem Festplatze waren mehrere tausend Personen anwesend. Nach Beendigung des Concerts verteilten sich die einzelnen Vereine in die Zelte oder begaben sich nach dem gegenüberliegenden Zoologischen Garten, wo ein Monstre-Concert gegeben wurde. Hamburg, 12. August. Se. Majestät der Kaiser hat auf das gestern Abend im ersten Fest-Concert des deutschen Sängerbundesfestes an ihn gerichtete Telegramm durch ein Telegramm an den Bürgermeister Kirchenpauer erwidert: Babelsberg. Soeben erhalte Ich Ihr Telegramm, in welchem Sie Mir die patriotischen Gefühle au^ sprechen, welche die Versammelten zum dritten deutschen Sängerfest Mir so freundlich darbringen. Ick ersuche Sie, Meinen herzlichen aufrichtigen Dank den Betheiligten aussprechen zu wollen, wobei Ich nicht unterlassen kann, in Dankbarkeit des Tages zu gedenken, wo gleiche Gefühle Mir in Ihrer Stadt von den Einwohnern entgegen- — Das zweite Fest-Concert verlief programmgemäß mit günstigem Erfolge. Nach dem Gesänge dankte Rutz (München) Namens der fremden Sänger für den herrlichen Empfang und brachte ein Hoch aus auf Hamburg. Sodann verlas Präsident Hachmann ein Telegramm Sr. Majestät des Kaisers welches mit ungeheurem Jubel vernommen wurde. Von den Gesangsvortragen hatten insbesondere die volksthüm- llchm Lieder großen Erfolg. Gegen den SÄluß des Concerts versagte das elektrische Licht; Unfälle sind dadurch jedoch nicht hcrbeigeführt worden. Arankreich. Paris, 11. August. Der Verbrauch der französischen Republik an Ministern unb Ministerien ist sehr stark. Das gestürzte Cabinet Freycinet ist das sechste welches seit dem Amtsantritt des Präsidenten Grävy am 30. Januar 1879 und das achtzehnte, welches seit den allgemeinen Wahlen im Jahre 1871 berufen wurde. Während der letzten !!>/- Jahren gab es zehn Premierminister ; zwei davon sind todt, nämlich General de Cissey und Dusaure; die noch lebenden sind der Herzog v. Broglie, Buffet und General de Rochebouet, welche drei der conservativen Partei angehören; ferner die Republikaner Waddington, Jules Simon, Jules Ferry, Gambetta und de Frepcinet. In der erwähnten Zeit gab es nicht weniger als 92 Minister, einige davon waren das allerdings nur wenige Tage. Das Ministerium des Auswärtigen hat seine Leiter weniger häufig gewechselt, als die übrigen Ministerien; es wurde von Jules Favre, Herzog v. Broglie, Herzog Decazes, Waddington, Freycinet, Barthelemy St. Hilaire und Gambetta geleitet. Die längste Amtsverwaltung war btejenige des Herzogs Decazes, der von 1873 bis 1877 Minister war. Das Portefeuille des Ministers des Innern hat feine Inhaber 21mal gewechselt. Keines der siebzehn Cabinete hat sich in den Kammern auf eine unter allen Umstanden geschloffene und zuverlässige Majorität zu stützen vermocht; dennoch hat kems derselben eine so vernichtende Niederlage erlitten, als das setzt gestürzte Cadmet Freycinet. Die Majorität bei der letzten Abstimmung ist die größte, welcheje über das Schicksal eines französischen Cabinets entschieden hat. Auch ist keines der früheren Cabinete durch das Votum über einen Cred,t gestürzt worden, welcher zum Zweck der Teilnahme der Armee oder Flotte an einer auswar- tigen Expedition gefordert worden. London, 11. August. Sir Garnet Joseph Wolsely, der ^rbefehls- haber der nach Egypten bestimmten englischen T^uMn, ff am ■ ' n d-- ... bienft ein unb M *>en groß ber jMsche Aufstand, der Krieg ta Snaim3aÖ ö tonen von feinen Thaten erzählen. Nachdem er im 4bre 1870 in Canada die „Rede-River-Frage» gelöst Hatte, wurde er mit dem Oberbefehl s Krüge gegen Aschantis betraut Unb™ ^dw gluÄche Oberbefehlshaber in Cypern, wußte 18.b Mitglied des n sch n n des in ihn gestellten Vertrauens würdig zu mack>m'"t879 wurde er zur Beendigung des Zulu-Krieges nach Afrika geschickt, Er genießt jetzt das volle Vertrauen der Armee und des Landes. getragen geftjug setzte sich gegen 3 Uhr vom Stelnthorvlatze aus in Bewegung und durchzog mit 14 in gleichmäßigen Abständen verthellten Musikcorps die überaus prächtig geschmückten, von einer jubelnden Menschenmenge angesüllten Straßen bis zum Dammthore. Den Glanzpunkt des Zuges bild ete^ein ^Schiff aus sechsspännigem Wagen mit der Fahne des deutschen Sängerbundes, überall mit brausenden Hurrahs begrüßt und war von dem „Schwaben" siegte über den Offenbacher Nuderverein mit 7 Min. 17 Sek. gegen 7 Min- 24 Sek. Der Kampf war äußerst hartnäckig, Offenbach war, sobald die Boote in Sicht kamen, seinem Gegner hart auf den Fersen, konnte aber trotz der größten Anstrengungen nicht aufkommen. Einmal berührten seine Ruder das vorhergehende Boot, auf der letzten Strecke von 500 Mtrn. vergrößerte sich indeß der Abstand wieder bis auf 3 Bootslängen. Heilbronn gewann damit den Ehrenpreis des eisernen Bundes, ein silbernes, reich mit Gold belegtes Bierseidel. Das sechste Rennen nahm einen für die meisten unerwarteten Ausgang. Herr Heinrich Stern, von der Frankfurter „Germania", fuhr im einruderigen outrigged Raceboote gegen Jean Bungert, den „wilden Hannes" und besiegte denselben in einer glänzenden Race von 7 Minuten 54 Sekunden- Neuwied, 13. August. [XIII. Mlttelrheinisches Turnfest.^ Das Fest nahm seinen Anfang bei prachtvollstem Wetter. Seit heute Morgen brachten die Bahnen und die Rheindampfer Tausende von Turnern und Schaulustigen, welche die Bevölkerung sehr herzlich mit „Gutheil" und Böllerschüssen empfing. Sämmtliche Vereine des mittelrheinischen Verbandes sind, theilweise stark, vertreten. Im Ganzen sind gegen 2000 Turner anwesend. Der Festzug begann um 21/* Uhr vom rechten Rheinufer aus und bewegte sich durch die Straßen der Stadt, welche mit Guirlanden und Fahnen reich deconrt sind, sowie durch den fürstlichen Park nach dern Festplatz Derselbe bildet ein großes abgeschlossenes Quadrat mit Tribüne, Festhalle. Restaurationen und Räumen für die Uebungen. Die Räumlichkeiten sind freundlichst decorirt- Der Festzug dauerte, weil er die ganze Stadt durchzog, anderthalb Stunden und verlief trotz der Hitze und dem Gedränge in schönster Ordnung. — Seit einigen Jahren sind fast in jedem Zeitungsblatt, welches man zur Hand nimmt, von Hamburger und Bremer „Häusern" Preislisten und Offerten von „Kaffee" zu lesen, die für das Privatpublikum berechnet sind. Lediglich dem Zauber des Namens Hamburg haben die erwähnten Häuser, über deren Existenz es meist schwer ist, eine zuverlässige Auskunft in Hamburg selbst zu bekommen, bei dem mlnderkundigen Privatmann einen Absatz zu verdanken- Es ist gewiß Niemand zu verdenken, wenn er die Gelegenheit ergreift, etwas zu ersparen; bedauerlich aber und ganz unbegreiflich ist, daß der Consument, ohne zu prüfen, seinen Mitbürgern den Rücken wendet und von auswärts bezieht, was er am Platze oder in der Nähe meist billiger, oft besser oder mindestens ebenso gut, jedenfalls aber unter Garantie der Qualität haben kann. Es gehört eine vieljährige Erfahrung dazu, um die vielen hundert Sorten Kaffee, welche die Tropen hervorbrmgen, genügend kennen zu lernen, um eine richtige Auswahl zu treffen und mit Vortheil einzukaufen, und das hat der Fachmann vor dem Laien voraus und darin findet er die ideale Seite seiner Bestrebungen. Der inländische Großhändler, der täglich Gelegenheit hat, Vergleichungen anzustellen und den die kleinsten Abweichungen in den Notirungen und Kursen bestimmen können, heute von London oder Holland, morgen von Havre oder Hamburg, vielleicht auch überseeisch zu beziehen, führt die Waaren in Doppelladungsfracht bis an Ort und Stelle und gibt zu sehr mäßigem Nutzen an die Händler ab, die hinwiederum, wofür schon die Concurrenz sorgt, nut sehr bescheidenem Verdienste an den Consumenten verkaufen. Ein so großartiger Verbrauchsartikel wie Kaffee kann schwerlich rentiren, wenn er in Postpacketen von den Seeplätzen bezogen wird, noch dazu von kleinen Händlern, die sich mit unseren inländischen soliden Handlungen gar nicht vergleichen lassen. Man bedenke doch, daß die Fracht in dieser Weise sich auf 6 Mark per Centner stellen würde; oder glaubt etwa der Privatmann, daß er diese Fracht nicht bezahlen muß, weil ihm die Waare franco zugeschickt wird? Die Wagenladungsfracht beträgt aber mindestens drei Mal weniger und kommt unter allen Umständen dem Consum zu gut- Zu Preisen, wie solche in manchen marktschreierischen Annoncen jetzt genannt werden, ist von jedem soliden Kaufmann zu kaufen, dafür haben wir täglich die Beweise. Man prüfe also, man vergleiche, man gönne dem Mitbürger und Nachbar die Nahrung und gebe ihm die Gelegenheit, zu zeigen, daß das Gute ganz in der Nähe zu finden ist. __ Larrdwirthfchaftliches. lieber die Ursachen des Verregnens unserer Getreideernten und etwaiger Mittel, der verderblichen Wirkung derartiger meteorologischer Erscheinungen vorzubeugen, läßt sich die „Magd. Ztg." wie folgt vernehmen: Die außergewöhnliche Trockenheit unb Milde des vergangenen Winters hatte zur Folge, daß der Erdboden nicht, wie sonst, bis zu einer erheblichen Tiefe von dem langsam eindrmgenden Schneewasser durchfeuchtet und auch abgekühlt wurde. Nachdem dann der Mai und Ium mit ihren nur kurzen Kältecückfällen vorüber waren, begann mit dem höchsten Sonnenstände das trockene und heitere Sommerwetter. In Folge der an sich schon tiefen Durchwärmung des Erdbodens bewirkte nun diese Witterung eine höchst beträchtliche Steigerung der Temperatur. Die nächste Folge davon war eine energische Ausdehnung und Auflockerung der Luftmassen. Da die weitere Umgebung aber, besonders die Küstengegenden, an dieser Auflockerung der Luft nicht thetnahmen, mutzte diese Auflockerung zu einem wert verbreiteten allgemeinen Aufsteigen der erhitzten Luftmassen führen- Hieraus aber folgt wiederum mit Nothwendigkett em Hlnetnftrömen der über den Meeren und Küstengebieten lagernden Luftmassen und zwar von allen Seiten, an welchen kältere Luft vorhanden war. Der mitgeführte reichliche Wasserdampf wurde zwar zunächst noch von der hoch erwärmten Luft aufgelöst, die nachfolgenden Luftmassen selbst erhielten von dem erhitzten Erdboden noch so viel überschüssige Wärme, um gleichfalls ihren Wasserdampf noch festzuhallen, bildeten jedoch schon eine allgemeine Wolkendecke, welche die weitere Erwärmung der Erde und Luft durch Behinderung der Sonnenstrahlung begrenzte. Der schlimmste Effect aber, welcher durch das von verschiedenen Setten erfolgende Einströmen der Luft hervorgerufen wurde, war die Entstehung einer endlosen Zahl von kleineren, nur auf Centraleuropa beschränkten Luftwirbeln. Durch diese Luftwirdel wurde eine ununterbrochene Mischung verschieden warmer, feuchter und trockener Luftmassen hervorgerufen und hierdurch zur energischen Verdichtung des Wasserdampfes meist unter electrischen Entladungen Anlaß gegeben. Jetzt wurden diesem Luftwirbel auch von dem hoch erhitzten Schwarzen Meere wasserdampfreiche Luftmassen zugefühit, so daß derselbe vermöge der spiraligen Bahn der ihn umkreisenden Luft auf seiner nördlichen L>eite die wärmste und wasserdampfreichste Luft haben mußte. Das Fortschreiten eines Luftwirbels ist aber stets davon abhängig, auf welcher Sette derselbe die für seine Weiterexistenz günstigsten Bedingungen findet. Warme und feuchte Luft ist nun aber stets leichter als kalte, daher wir auch diese Depression den für uns im Allgemeinen abnormen Weg nach Norden nehmen sahen. Die directe Folge für unsere Gegenden war eine energische Ansaugung der Luftmassen der Nord- und Ostsee, welche nun ihren vollen Wasserdampfgehalt in unserem erkalteten Deutschland in Form von gewaltigen Regenmassen entluden. Das jetzt herrschende regenreiche Wetter ist durchaus kein abnormes, sondern ein auf der natürlichen Wechselwirkung zwischen Wasser und Land beruhendes. Die Erwärmung des conttnentalen Europas ruft als nothwendtge Reaction das Hineinströmen der Meeresluft und Auftreten von Niederschlägen hervor. Das Wetter des letzten Drittels des Juli und der ersten Hälfte des August ist für Central-Europa, ganz besonders für Deutschland, das durchaus normale, den natürlichen meteorologischen Verhältnissen entsprechende. .. n . Wie stellt sich nun aber der am meisten geschädigte Erwerbszweig, die Land- wirthschaft, zu dieser Thatsache? Bis jetzt nahm sie den durchaus unhaltbaren Standpunkt ein, von Jahr zu Jahr auf ein günstiges Erntewetter, d. h. auf das Emtret-n der Ausnahme von der allgemeinen Regel, zu hoffen. , . 65 bleiben ihr aber nur zwei Auswege. Entweder wirft sich die landwirthschaft- liche Technik mit aller Macht auf die Ermöglichung einer Trocknung des naß eingefahrenen Getreides, oder die Landwirthschaft bequemt sich dazu, ihre Aussaat um 4-6 Wochen später zu beginnen. Ob die gewiß erheblichen Kosten des ersteren, allerdings ja dann absolut sicheren Verfahrens dem enormen Verluste gegenüber, wie er z. B. in diesem Jahre die Landwirthschaft treffen muß, in die Wagschale fallen, können nur sachverständige Landwirthe entscheiden. Jrn zweiten Falle würde allerdings eine wesentliche Verschiebung der ganzen Agriculturoerhältnisse etntreten müssen, da bei einer späteren Ernte häufig Collisionen mit den dann beginnenden Hackfruchternten nicht zu vermeiden sein dürften. Sehen wir doch aber in unseren nördlicheren Gegenden z. B. in Schleswig-Holstein, zu der Zeit, in welcher bei uns die Ernte im vollen Gange ist, noch alles Getreide grün auf dem Halme stehen und man bringt dort trotzdem die Ernte meist gut und zeitig genug ein. Eine um mehrere Wochen verschobene Bestell zett würde die jetzige Regenperiode dem Körncransatze zu gute kommen lassen und die Ernte würde anstatt in der Mitte des Juli am Ende des August zu beginnen haben. In den weitaus meisten.Fällen ist dann das Gleichgewicht zwischen der Erwärmung des Landes und Meeres wiederhergestellt, so daß auf eine aus dem Lande nach dem Meere London, 12. August. Dis „Times" schreibt, wenn die Rebellion in Eanvten niedergeworsen sei, dann werde England die europäischen Machte ern- laden von einem fait accompli Akt zu nehmen und die Handlungen der Macht gutzuheißen, welche die Rebellion unterdrückt und die Ordnung und eine stabile Regierung wieder hergestellt habe. Finnland. Petersburg, 12. August. Das „Journal de Pötersbourg" schreibt: Die Conferenz steht auf dem Punkte, ihre Sitzungen auszusetzen. Die Pforte ist mit ihrer Ehre verpflichtet, daß ihren Befehlen Folge geleistet werde, selbst qeqen Leute, mit denen die Türken sympathisiren. Das einzige Ziel, um das e- sich handelt, kann nur die Wiederherstellung der Ordnung in Egypten sein. Die Reorganisation des Landes wird dann wiederum Sache der Diplomatie sein und die Conferenz alsdann weiter tagen. Bis dahin wissen die Pforte und England, daß auf die egyptische Autonomie keinerlei Angriffe gemacht werden dürfen und daß Europa die aus den Verträgen hervorgehenden Rechte ivahrt und nicht gefonnen ist, sich derselben zu Gunsten irgend Jemandes zu entäußern. Vermischtes. Marburg, 11. August. In der heutigen Strafkammer desKönigl.Landgerichts wurde gegen die Studiosen Dorn und Koch, Knoblauch und Wiemann, damals in Göttingen und Würzburg studirend, verhandelt; dieselben waren in Ockershausen gegen einander losgegangen und wurden dabei abgefaßt, weshalb dieselben wegen Zweikampfes mit tödtlichen Waffen angeklagt sind. Herr Geheimralh Prof. Dr- Roser als Sach- versland'ger hält die geschliffenen Schläger für eine tödtliche Waffe trotz der Schutzvorrichtungen bei den Mensuren und werden die Angeklagten demgemäß zu ie 3 Monaten Festungsstrafe verurtheilt. , , , „ Gelnhausen, 9. August. In Hilders passirte kürzlich folgende originelle Fluchtgeschichte: Zwei Gefangene, ein Kaminfeger Alt und ein gewisser Kieselen aus Wüstensachsen, welche eine längere Haft zu verbüßen hatten, brachen aus und entflohen um in Amerika Schutz zu suchen. Trotzdem ihre Flucht gleich entdeckt und sie verfolgt wurden entkamen sie doch glücklich und zwar auf eine originelle Weise. Kieselen hatte sich in'die elterliche Wohnung geflüchtet, war von hier in den Ziegenstall retirirt, woselbst seine Mutter ihn unter dem Mist versteckte und zwar so, daß die Ziegen auf ibn zu stehen kamen- Die verfolgenden Gendarmen durchsuchten das ganze Anwesen, fanden aber den Flüchtling nicht, ebenso wenig den mitversteckten Alt und so gelang eö ihnen,r zu Zoologischen Garten wurden im Lause der letzten Wochen eine Anzahl werthvoller Thiere geboren. Unter denselben sind in erster Linie ein Paar schwarze Panther namhaft zu machen, ferner ein Zebra, ein Bastard vom Wildesel und einer italienischen Eselin, zwei Halsbandschweinc, 1 Kamee!, ein Lama, ein Wapitihirsch, verschiedene andere Hirsche u. A. m- Eine fernere Bereicherung hat die Thiersammlung durch Eintreffen von einem 93aar ©eelomen (Ostaria jubatai auö Kalifornien erfahren. Diese Geschöpfe, welche mit dem Seehund verwandt sind, zeichnen sich durch eigentümlichen Bau sowie große Lebhaftigkeit und Gewandtheit ihrer Bewegungen aus Sie tummeln sich säst unaus- aesetzt den ganz'n Tag im Wasser umher und bieten durch ihr rastloses Hm-und Zerschießen einen überaus fesselnden Anblick dar. Ihr Treiben erreicht feinen Höhepunkt bei der Fütterung, wo sie von einer Plattform sich ins Wasser stürzen um die ihnen vorgeworfenen Fische zu erhaschen. Es wird ihnen täglich breima^ Nahrung verabreicht und zwar Morgens um 8, Nachmittags um 3 und Abends um ? U Frankfurt, 13. August. Bei dem heutigen ersten deutschen Meisterschaftsrudern, arrangirt von der Frankfurter Rudergesellschaft .Germania , war, begünstigt von herrlichem Wetter, die Theilnahme des Publikums eine enorme, ms Sieger sind bei den abgehaltenen Rennen zu verzeichnen: ^„fh.rter In der ersten Fahrt, vierrudnge outrigged Raceboote, siegte die Frankfurter Rudergesellfchaft „Germania" und schlug den Mannheimer Nuderclub. „ , . In der zweiten Fahrt (Meisterschaftsrudern), einruderige outrigged Raceboote (Skiffs), siegten Herr Achilles Wild („Germania") über Herrn Heinrich Hintermann aus Wien („Donauhort") und Herrn A. Meixner i „Germania"). In der dritten Fahrt, vierrudrige inriggeb Raceboote für Juniors , fugtebi Oberräder Rudergesellfchaft über die (Safteier Rubergesellschaft und den Mainzer Zu der vierten Fahrt, Herausforderungs-Fahrt, vierruderige outrigged Raceboote ohne Steuermann, hatte sich nur die Frankfurter Nudergesellschaft „Germania gemelde. und ging allein über die Bahn. , v Sehr interessant war die fünfte Race. Die Heilbronner Ruder-Gesellschaft Aegypten. Alexandrien, 12. August. Auf Anordnung des Gouverneurs von Alexandrien werden fortan alle dort eintreffenden Personen, welche paßlos sind, an der Ausschiffung gehindert werden, es sei denn, daß die betr. Personen vor der Consularbehörde ihres Landes über ihre Person und Verhältnisse sich ander- weit ausweisen können. Telegraphische Depeschen. Wolff's teuer. Eorresponden,-Bureau. Berlin, 13. August. Der Kaiser kam heute Mittag von Babelsberg nach Berlin, besuchte den König von Griechenland, nahm dann im königlichen Palais Vorträge entgegen und conferirte später mit dem Minister v. Puttkamer. Die Bevölkerung begrüßte den Kaiser bei der Ankunft und Abfahrt mit enthusiastischen Zurufen. Zu Ehren des Königs von Griechenland findet um 5 Uhr ein größeres Diner auf Schloß Babelsberg statt, wozu auch Graf Hatzfeld ^^^^AUrandrien, 13. August. Die schottischen Garden und die Grenadiere sind gestern eingefcbifft worben unb haben alsbald in den Linien von Ramleh ihre Positionen eingenommen. Tie Dioision ber Garben unter bem Befehle des Herzogs von Con- naugbt bilbet ben linken Flügel, die Division bes General Graham ben rechten Flügel der Position Ramleh. Die englischen Vorposten hatten bte äußerste Station der Eisenbahn von Ramleh besetzt, von wo aus man bie Hauptaction Arabi Paschas bet Kasr- Dowar sehr gut sehen kann. r, >r£. — Das Garbe-Bataillon, genannt Colbstrearns, würbe heute fiüh emgeschifft unb marschirte nach Ramleh, wo bte ganze Garbe-Brigabe jetzt unter bem Commanbo be§ H^og^von^Counaug^^agM.^^ yombQrbement des Forts Adukir unmittelbar bevorstehe, ist unbegründet t — Da Generai Alyson bem Commanbanten des deutschen Kanonenbootes Habicht" mitgetbeilt hat, baß er jetzt für bie öffentliche Sicherheit in Alexandrien gwantiren fönne, fo ift die Wache von deutschen Marinesoldaten beim deutschen Hospital gestern zurückgezogen worden. Lokale-. Gießen, 14. August. Vom Mittelrheinischen Turnfest in Neuwied wird uns mitgetheilt, daß der Turntag am Samstag mit großer Majorität das Mitte lrh einfest für 1883 dem Turnverein Gießen übertragen hat. Drei Wiesbadener Vereine stimmten ^^cg^^^^geselle, welcher aus seiner seitherigen Stelle entlassen worden, nahm beim Abschiede seinem Nebengesellen ein Hemd und eine Hose mit. Der Diebstahl wurde noch rechtzeitig entdeckt und der Dieb verhaftet. bin wehende Luftströmung und mit ihr auf trockenes, beständiges Wetter zu rechnen ist Zweifellos dürfte es sich empfehlen, wenn auch nur mit einem Theile der Halm- rü'chte, einmal einen derartigen Versuch anzustellen. Schiftsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C- W. Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 12. August. Das Gepäck der Passagiere des am 9. d-M- bet Lizard gestrandeten Dampfers „Mosel" ist fast sämmtltch gelandet Der am Mittwoch von Bremen nach Baltimore abgegangene Dampfer „Hermann" rst nach Falmouth beordert und wird die Zwtschendecks-Pafsagiere weiter befördern- Ein Thett der CaMs- Passaaiere ist bereits mit dem „Main" nach Newyork abgegangen, die übrigen wird der morgen von hier segelnde Dampfer „General Werder" aufnehmen. Die Passagiere sind sofort nach dem Unfall sämmtlich wohlbehalten an Land gebracht und werden bis zu ihrer Weiterreise für Rechnung der Gesellschaft logtrt und beköstigt. Bremen, 12. August. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Elbe, Capt. W. Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 2- August von Bremen und am 3. August von Southampton abgegangen war, rst gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. 0 Bremen, 12. August. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Donau, Capt. R. Ringk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 30. Juli von Bremen und am 1. August von Southampton abgegangen war, rst gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und Verkehr. Grünberg, 12. August. (Fruchtpreise vom 12. August.) Weizen 22.02, Korn X 16.68, Gerste X 15.64, Hafer X 16.42, Erbsen X —.—, Lern X —.—, Samen X 26.48, Kartoffeln X Frankfurt, 12. August. Auf dem heutigen Markt kostete der Gentner Heu X 3 00—3 50, Stroh X 1.60—1.80, Eier das Hundert X 4.60—5.50, Stück 5 u. 6 Butter 1. Qualität X 1.25, 2. Qualität X 1.10, Kartoffeln per Centner X 2.50—3.50, ausgek. Erbsen das Pfund 50 H, Bohnen per Pfund 8—10 Wirsing 8—10 Blumenkohl 20—70 das Stück. 1 Hahn X 0.00—0.00, 1 Huhn X 1.40, 1 Poularde X 0—0.00, 1 Ente X 1.18—2.20, 1 Taube 00 H, 1 Welschen X 8—12, 1 Gans X 3.50-5.50. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man ron der Annoncen - Expedition von HAASENSTEIIV «fr VOGLER in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hlnsichta der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reiche» Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen enverlässigen Bath ertheilt Oeffentliche Zustellung. Die Firma Gebrüder Katz zu Traisa, vertreten durch Herrn Rechtsanwalt Dr. Rosenberg, klagt gegen den Premierlieutenant a.D. Mühlenfeld, vormals zu Gießen, jetzt unbekannt wo, aus käuflicher Lieferung eines Reitpferdes mit dem Antrag auf Verurteilung des Beklagten zur Zahlung von X. 108.30 nebst 6pCt. Zinsen vom 30. April 1882 an, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großherzogliche Amtsgericht zu Gießen auf _ Samstag den 23. Sept. 1882, Vormittags 9 Uhr. Zum Zweck der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Gießen, den 28. Juli 1882. Neidhart, 5044 Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. Ladung. Nachstehend bezeichnete Personen: 1) Geometer Heinrich Fatum aus Lindenstruth, Kreis Gießen, zuletzt daselbst, geb. am 24. Juli 1847, 2) Schuhmacher Philipp Melchior Zimmer aus Geilshausen, Kreis Gießen, zuletzt daselbst, geb. am 30. Mai 1853, 3) Knecht Johann Ludwig Dickel aus Ober-Ohmen, Kreis Alsfeld, zuletzt daselbst, geb. am 29. Januar 1851, jetzt sämmtlich unbekannten Aufenthaltsorts, werden beschuldigt: als beurlaubte Reservisten bezw. Wehrleute der Landwehr ohne Erlaubniß ausgewandert zu sein — Uebertretung gegen § 360,3 St. G. B. Dieselben werden auf Mittwoch den 4. Oktober 1882, Vormittags 8 Uhr, doi- das Großh. Schöffengericht zu GrünbergzurHauptverhandlunggeladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nach § 472 St. P. O. von dem Großh. Bezirks- Eommando Gießen ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Alsfeld, den 24. Juli 1882. Der Großh. Amtsanwalt. 4972 Sandmann. Bekanntmachung. Die Erbauung eines Patronenhauses für die Garnison Gießen, veranschlagt zu 4400 X, soll in General-Entreprise an qualificirte Unternehmer vergeben werden. Hierzu ist ein öffentlicher Submissions- Termin auf Samstag den 19. August, Vormittags 10 Uhr, im Garnison- Verwaltungsbureau anberaumt, woselbst Bedingungen, Kostenanschlag und Zeichnung zur Einsichtnahme ausgelegt sind. Gießen, den 14. August 1882. 5334 Großh. Garnison-Verwaltung. ~ 5340 Ein"jünger Hühnerhund, 4 Monate alt, guter Race, zu verkaufen- Binnccker. Allgemeiner Anzeiger. Hohversteigerung in der Oberförsterei Schiffenberg. Dienstag den 22. L M. sollen aus den Abtheilungen Aellnrod, Tempel, Hasenkopf und Franzenwald versteigert werden: Scheiter Knüppel Reisig Stöcke Holzart rm rm Wellen rm Eichen 6 3 60 2 Nadelholz 100 236 3000 80 Ferner: 2 Eichen-Stämme von 51 u. 67 cm Durchm., 2,2 u. 4 m Länge mit — 1.60 fm, 183 Nadelholz „ „ 14-30 „ „ 8-17 „ „ „ =54.68 „ 99 Nadelholz-Derbstangen „ 5 12 „ „ 5 7 „ „ „ 4.43 „ Zusammenkunft Vormittags präeis V29 Uhr an dem Forstgarten. Das in den Abtheilungen Hasenkopf, Tempel und Franzenwald sitzende Brennholz, sowie auch die daselbst lagernden Stämme und Stangen kommen in Abtheilung Zellnrod (Forstgarten) gegen 12 Uhr zum Ausgebot. Steigliebhaber wollen dasselbe daher zuvor einsehen. Unter den Nadelholz-Knüppeln sind 54 rm — 3 m lang. Gießen, am 12. August 1882. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. 5337 ___________________Georgi.____________ Wagen-Verkauf. £ Neue elegante leichte Landauer, Mylords (halb Verdeck), ein feines * 6sitziges Jagd-Break, sehr leichte Phaeton (Patent Oppenheim), Coupes, * X 2- und 4sitzige, rc. An gebrauchten Wagen einen leichten einspännigen Landauer, * ein leichtes Vis-ä-vis mit Vorder-Verdeck, beide gebrauchte Wagen in gutem Zu- * J stände bei Job. Wilh. Kruck, ♦ ♦ 5165 Allerheiligenstraße Nr. 22, Frankfurt a. M. ♦ Die Dniversttätsapotheke ,Jum goldenen Engel", von H. Collmann einpfiehlt: Alten Malaga, direct bezogen, zu Mk. 2,50 und 1,25. Griechische Weine zu Mk. 2.—, 2,50 und 3,—. Vorzüglichen Tokayer zu Mk. 3,—, 1,50 und 75 Pfg. Emser Pastillen zu 80 Pfg. 2554 Feinste Parfüms: Eau de Serail) Sans Pareil, ä 1 Mark. Der Ausverkauf meiner Waaren findet in meiner Wohnung statt. ifiorif® lÄeie&efliteim. OODOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO D? LINCK'S 4298 Hochfeines Salatöl ä Pfd. 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Die Bedingungen sind auf dem Bureau des Unterzeichneten ausgelegt. Der Termin zur Abgabe von Offerten ist auf den 18. d. M. festgesetzt. Dieselben sind spätestens bis 6 Uhr Abends des genannten Tages an die Adresse des Unterzeichneten, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, einzusenden. Gießen, den 12. August 1882. Der Eisenbahnbaumeister: 5346___________Stegmayer._______ Arbeitsvergebung. Donnerstag den 17. d. Mt-., Nachmittags 3 Uhr, sollen in dem Rathhause zü Holzheim in der Kirche daselbst auszuführende Arbeiten, als: X. Dachdeckerarbetten, veranschl. zu 137,25 Schreinerarbeiten, „ „ 144,— Anstreicherarbeiten, „ „ 25,20 durch Versteigerung in Accord gegeben werden. Gießen, am 12. August 1882. Seuling, 4308___________Bezirks-Bauaufseher. Vergebung von Kajol-Xrbtit. Auf der neuen Kahlfläche neben dem Forstgarten (Zellenrod 8) soll 1 Morgen hessisch M. auf 50 cm Tiefe stein- und wurzelrein rajolt werden. Lusttragende wollen sich an den Gartenausseher Karl Dörmer wenden. Gießen, den 12. August 1882. Die forstliche Versuchsanstalt. 5284 Dr. Hess. IeUgeöotenes. Butter das Pfund 80 5345 ___Neustadt Lit. D. 95.___ Abbruch 5304 Auf den Abbruch zu verkaufen ein massives Nebengebäude an der Dammstraße la. Baldigste Offerten beliebe man emzu- reichen an Ang. Hug, Architekt, Mar- burgerstraße.__ EniniilchMer in allen Größen empfiehlt billig 5313 Küfer Arnold, Afierweg. ZUM Einmachen: Echten Weinessig, do. ä l’Estragon sowie alle Gewürze empfiehlt bllligst 5259 ______Soilod- Enäelsing's Desinfections-Tafeln zum Desinficiren der Krankenstuben und Aborte, „ Räuchertafeln, „ Wäschetafeln zum Par- fümiren der Wäsche aStück 30 H 5152 empfiehlt________Die Engelapotheke. ialteue holl. Dollhäringe offerire zu 7 H per Stuck. 5248 S. Elsoffer. 1 Liter Wasser von Brunnentemperatur wird, mit circa 30 Liter Gas, also mit einem Aufwand von etwa s/4 Pf. znm Kochen gebracht. 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