tarier. tttiit. S^winn: toefen" id. ' ST ^hierdM lft«H den * £Ne fe Ebel, mit der jfand. M tuts im März, befindet ; Herrn e 4. 1816 ?r s Kamm- j 81$ ’’J 15. »s-, * £W1843 VaY^ (notn«*— rbl. t pW irk- 1®\ r. daß ich W Ich B ntommen» ringer^ net^a«1”1" 55jl iM... bet« MM Mittwoch den 15. März 1»S2. ießcucr Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ---------- — —-------------- ——— - (Breis Vierteljahr lich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. S B 18 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. werden sollte, wurde es um die fernere Zukunft Rußlands ziemlich bedenklich ausfehen. _ Y . ,. , Der Kronprinz und die Kronprinzefsin von Schweden sind am Freitag von ihrer norwegischen Reise nach Stockholm zurückgekehrt. Das Auftreten des hohen Paares, nanientlich aber das liebenswürdige und ungezwungene Benehmen der Kronprinzessin Victoria hat besonders in der nvrivegi- schen Hauptstadt Christiania einen überaus günstigen Eindruck zurückgelassen. Rußland. Petersburg. 12. März. Der „Golos" enthält einen Artikel, der die chauvinistische Partei in Rußland sehr energisch bekämpft. In demselben heißt es ■ Es existire kein irgendwie plausibler Grund für einen Krieg. Die Chauvinisten thäten nichts weiter, als die Geister aufzuregen. Der verstorbene Kaiser habe dazu beigetragen, Deutschland zu einigen und zu befestigen, und habe mit demselben freundschaftliche Beziehungen unterhalten, indem er jederzeit einen Krieg zwischen Deutschland und Rußland als ein großes Unglück angesehen habe. Die gegenwärtige Regierung habe dieselbe Politik. Deshalb hoffen wir, daß die Bestrebungen der Chauvinisten erfolglos bleiben werden im Namen der Gerechtigkeit, des gesunden Menschenverstaudes und der Liebe zum ^olke, das wider seinen Willen unter panslavistische Vormundschaft genommen werde. Wir wollen den Frieden, vor Allem aber den Frieden mit Deutschland, jm Falle eines Krieges würde selbst der siegende Theil den Sieg zu theuer zu bezahlen haben. ____ Politische Uebersicht. Gießen, 14. März. »ür den bevorstehenden Geburtstag des Kaisers werden am berliner Hofe bereits Vorbereitungen zu einer würdigen Fei« dieses festlichen Taaes getroffen Unter den fürstlichen Gästen, die man anlaKch des kaiser- burtstaassestes am Berliner Hofe erwartet, werden sich dem Vermh- un n2 auch der Großherzog von Hessen mit seinen Töchtern, der Grobherzog ron Oldenburg, das Großherzogliche Paar von Sachsen-Weimar, sowie der nnn Scbwarzbura-Rudolstadt befinden. Neber die Frage, ob eine Frühjahrs-Session des Reichstages stattfinden wird oder nicht, cursiren in der Presse noch immer die widersprechendsten Gerückte. Von mehreren Blättern war die Nachricht gebracht worden, daß die Einberufung des Reichstages gegen den 17. April zu erwarten sei, welcher Meldung gegenüber erst kürzlich ofsicios erklärt wurde, daß m dieser BezrehuW wck gar nichts seststehe. Jetzt bringt wiederum die „Nat.-Ztg. die Mitthei- lunq 9 der Reichskanzler selbst habe sich zu mehreren Abgeordneten dahin geäußert daß der Reichstag unmittelbar nach Ostern einberufen werden wurde; im Interesse allseitiger Klarheit in dieser Frage wäre eine offene Auskunft von oificio er Seite wohl erwünscht. Die Eisend ah n-V ersta a tli chungs-P o litik der preußischen Regierung hat in der Donnerstags-Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses einen neuen bedeutungsvollen Sieg davongetragen. Der Gesetzentwurf, betr die Erwerbung der Bergisch-Märkischen, Berlin - Görlitz«, Märkisch-Posener, Thüringer, Cottbus-Großenhainer und Rhein-Nahe-Eisenbahn wurde ohne erhebliche Debatte in zweiter Lesung gegen die Stimmen der Fortschrittspartei, des größten Theiles des Centrums und einiger Nationalliberalen genehmigt. Hiermit ist das große Werk der Verstaatlichung sämmtlicher preußischer Eisenbahnen seinem Endziele wieder um einen bedeutungsvollen Schritt näher gerückt, welches Werk besonders unter der energischen und einsichtsvollen Leitung des Eisenbahn- iilinisters so gefördert worden ist. Hoffentlich entsprechen die Erwartungen, rnelche die Freunde des vollständigen Eisenbahn-Spstems von demselben hegen den hierfür gebrachten fchweren Opfern. Die militärischen Operationen der Oesterreicher nehmen auch in der Crivoscie, dem ursprünglichen Herde des Aufstandes der Süd- slaven, einen günstigen Verlauf. Die Truppen gewannen im Laufe der vergangenen Woche rasch hintereinander die Orte Zvecana, Unirina, Cerkvice, den Celinaberg und die Bela Greda, Ledenice.Superiore und den 4000 Fuß hohen Berg Beli, welcher die Paß Hun einschließenden Höhen beherrscht, von woraus man nach der Ebene von Dragalj hervorbrechen kann. Die Aufständischen weichen auf allen Punkten nach Dragalj und der montenegrinischen Grenze zurück. In England hat die zwischen Oberhaus und Unterhaus wegen der irischen Frage eingetretene Verstimmung vorläufig zu einem Erfolge des Premiers Gladstone im Unterhause beigetragen. Das Oberhaus hatte diese Spannung durch die Einsetzung eines Sonderausschusses zur Untersuchung der Wirkung der irischen Landbill hervorgerufen, wogegen Gladstone im Unterhause die Annahme einer Resolution beantragte, welche die Einsetzung der erwähnten Commission als den Interessen der Regierung in Irland zuwiderlaufend erklärt. Diese Resolution wurde am Donnerstag vom Unterhause mit 303 gegen 235 Stimmen angenommen und es bleibt nun abzuwarten, wie sich das Oberhaus diesem Votum der „Gemeinen" gegenüber verhalten wird. — Der Attentäter Mac Lean ist wegen Hochverraths vor die Assisen verwiesen worden. Italien hat den an ein- und demselben Tage erfolgten Tod zweier Männer zu beklagen, welche in ihrer Art nicht unwesentlich zur Verwirklichung des italienischen Einheitsstaates beigetragen haben. Am Morgen des 9. März starb zu Rom General Medici und ihm folgte wenige Stunden später der ehemalige ÜJiinifterpräfibcnt Graf Lanza. General Medici focht 1848, 1859 und 1866 mit Auszeichnung gegen die Oesterreicher und war einer der bewährtesten Waffenfreunde Garibaldi's und ein ebenso glühender Patriot. Graf Lanza war lange Zeit Präsident der piemontesischen Kammer und bann Später auch des italienischen Parlaments. Unter Cavour betteibete Lanza das Unterrichtsministerium unb hierauf das Finanzministerium. Unter Lamarmora führte er als Minister des Innern die Verlegung des Regierungs-Sitzes von Turin nach Florenz und später als Ministerpräsident die abermalige Verlegung bes Regierungs-Sitzes von Florenz nach Rom herbei, wie denn überhaupt Lanza oiel für die endgültige Constituirung des Königreichs Italien gethan hat. Das italienische Parlament hielt wegen des Hinscheidens Medici's und Lanza's am 9- März keine Sitzung. In Rußland dürfte durch die Rückkehr Skobeleff's der Kampf der beiden um die Herrschaft in der Regierung ringenden Richtungen, die der Vertreter der westlichen Bildung und der liberalen Ideen unter Giers, Md diejenige der Anhänger des Panslavismus und des autokratischen Regiments Mter Jznatieff, um ein neues Moment bereichert werden. Falls es der Czar laicht für angezeigt hält, Skobeleff wegen seiner Reden zur Rechenschaft zu «ichen, so würde die panslavistische Partei am russischen Hofe aus dieser Hal- dchz des Czaren frischen Muth schöpfen können und den Kampf gegen die »Westler" mit neuen Kräften weiter führen. Wie dieser gegenseitige Minen- mmpf enden wird, läßt sich schwer sagen, da augenblicklich die Kräfte der Gegner sich die Waage halten, falls aber Herr v. Giers, der Leiter des russi- Men auswärtigen Amtes, durch die Ränke seines Gegners Jgnatieff gestürzt Telegraphische Depeschen. Wolff's telcgr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 13. März. Der Kaiser besuchte gestern den Fürsten Bismarck und verweilte längere Zeit bei demselben. snntf*nftci-(SaneQe — Dem heutigen Trauergottesdienst in der russischen B°Mafts'EapeUe wohnten der Kaiser, der Kronprinz und die übrigen Prinzen bei Der Kaper begrüßte Den Botschafter bei der Ankunft und AbfahU. auf dasHöchste - Der permanente Ausschuß des ^°lkswirthschaftsrathes berw h heutc die Gewerbeordnungs-Novelle und genehmigte die Artikel .2 -7™. emtgen t Ganzen nicht wesentlichen Aendernngen. D.e Berathung des Art. l würbe Die Kammer der Reichsräthe lehnte nach län- ffSäbÄ - na$me_unt.bei• ^«ffung. Q„ ber Maschine entgleisten heute Nacht 5 Wagen des Berlin-Münchener Courierzuges kurz vor Bamberg. Vier Deutschland. Berlin, 11. März Der permanente Ausschuß des Volkswirthschaftsraths bedaltiite beute zunächst die Entschädigungsfrage. Es sind mehrere Anträge gestellt, welche alle weitergehende Berücksichtigung der zu Entschädigenden verlangen, als bie Vorlage in Aussicht genommen hat. Die Discussion gestaltete sich lebhaft, wobei in erster Reihe die Zahl der Jahre, welche dem Durchschnitt zu Grunde gelegt werden sollen, wie ber schon gestern erwähnte Vorschlag, statt öfach 7'/rsach zu gewahren, besprochen werden. Reg.-Comm. Mayr gibt zunächst die Erklärung ab, baß mit der Bemerkung, betr. den Ausschluß der Zollausschlüsse nur gemeint sei, daß das Gesetz sich aus diese nicht erstrecken solle. Personen, welche stch erst kürzlich etabsirt und vorher in einer Fabrik beschäftigt gewesen, könnten berücksichtigt werden und er bitte eine diesbezügliche Bestimmung zu treffen. - w Nathusius empstehlt subsidtare Unterstützungen für diejenigen Betriebe, bei welchen sich em günstiges Resultat au§ der Bilanz ergebe, aus den etwaigen Ueberschüssen der vorgesehenen Summen.— Kochhann weist daraufhin, daß die alten Geschäfte größeren Gewinn als die jüngeren haben, die doch theuere Einrichtungskosten gehabt. Nachdem noch mehrere Redner: in ähnlichem Sinne gesprochen, wird zunächst ein Antrag Krüger, wonach Entfchabig- ungsberechtigung emtiitt, wenn Jemand 4 Jahre (statt 6 Jahre der Vorlage) das Geschäft betrieben hat, angenommen. Beim zweiten Alinea 66, betreffenb bte Personal- entschäbigung, werben wesentlich günstigere Bestimmungen angenommen, als bte Regierungsvorlage in Aussicht nahm. Das 3. unb 4. Al., betreffenb bte Ermittelung des Reingewinnes und betreffend mehrere Betriebe in Händen eines Besitzers werden unverändert und sodann der ganze $ 66 angenommen. H'-raus wird bie schon erwähnte Resolution 'Saari und Genossen, betreffend die Zollausschlüsse angenommen, au S 67 beantragt Äamt en im AI. 2 die Worte „ober bie Annahme eines ihrer bts- beri ,, -. Dienststellung angemessenen Postens ber bezeichneten Art ohne ausreichenden Grund ablehnen"' zu streichen. ,, . , .. Reg -Comm. v. Mayr bemerkt hierzu, es würden dann wohl wenig Arbeiter eintreten; wie würde sich deren Lage aber gestalten, wenn sie spater eintreten wollten und bie Monopoloerwattung schon Ersatz hätte? Sn würben ohne Arbeit und 93er= bienst sein. Krüger wünscht einen Zusatz, durch welchen bte T°b-ksbauern welche ferner keinen Tabak pflanzen bürfen, mit ewgeschiossen würden. S 67 wird m,t einer diesbezüglichen, bie Landwirthschafi oetrefftnden Äenberung angenommen Die 68 69 unb 70 werben sodann gleichfalls genehmigt unb hierauf die ganze Vorlage mit 16 gegen 9 Stimmen angenommen. Es stimmten bagegen. Schöpplenberg, Krüger, Kamien, Kabe, Koßmack, Kochhann, Hetmenbahl, Paetsch unb Lepenbecker. Zum Schluß würbe noch folgenbe von Hessel, Vonderbrugge, Spengler unb^Kruschinski beantragte Resolution angenommen: „Der Volks- wirthschaftsrath empstehlt ber Monopol-Verwaltung bet Vergebung d-r Verschleißstellen in erster Reihe biejenigen Fabrikanten welche ihre Fabrikate selbst ganz ober theflweise im Detail an bie Consumenten verkaufen, zu berücksichtigen. — Nächste Sitzung Montag 11 Uhr. Reisende erlitten unerhebliche Contusionen, einige Wagen wurden beschädrgt. Von Bamberg aus wurden die Reisenden mittelst eines besonderen Courierzuges bis nach Treuchtlingen befördert, die Ankunft in München erfolgte um 1 Uhr 35 Min. Nachmittags. Karlsruhe, 13. März. Der heutigen feierlichen Beisetzung der Leiche des Markgrafen Maximilian von Baden wohnten die Mitglieder des badischen Fürstenhauses bei. Se. Majestät der deutsche Kaiser war durch den comman- direnden General v. Obernitz vertreten. Wien, 13. März. Nach hier eingegangenen Meldungen aus Cettmie fallen die flüchtigen Insurgenten im Kreise von Bjelovavlici internirt werden. Wien, 13. März. Osficiell. Aus die Nachricht, daß die Insurgenten in der Gegend non Genurno Verstärkungen erhielten und beabsichtigten, wieder die Narenta abwärts zu ziehen, wurden 3 Colonnen oon Kalinovic, Gacko und Fmmca aus in Marsch gesetzt- Dieselben erreichten am 11- ds. Mis. Pridvoricn und stellten die Verbindung unter einander her. Das Gebiet, welches die Truppen passtrten, war von den männlichen Einwohnern verlassen- Das Benehmen der Bevölkerung wurde allgemein unfreundlich gefunden- Außer kleinen Jnsurgenten-Abthetlungen bei Mecocia, Dubiaoa und Prestovac wurde vom Gegner nichts wahrgenommen- Bon Foca bis Tientiste fanden die Truppen sämmtliche Orte fast ganz verlassen- Die Einwohner sollen nach Montenegro geflüchtet sein: von den Jnsiirgenten war nichts zu sehen- — General- Major David erreichte am 11- das Rakitnia Becken, ohne auf Insurgenten zu stoßen, da sich dieselben vor seiner Ankunft zerstreut hatten. . . — Der Kaiser hat an den aeldmarschall-Lieutenant Jovanovic ein Telegramm gerichtet in welchem er mittheilt, daß er den Bericht von der vollständigen Besetzung der Erivoscie mit Besriedigung zur Krnntniß genommen habe; gleichzeitig spricht der Kaiser Jovanovic für die energische Durchführung dieses Unternehmens seine besondere Anerkennung aus und beauftragt demselben, den beteiligten Commandanten und Truppen seine kaiserliche Zufriedenheit auszudrücken. Rom, 13. März. Der Papst erthellte gestern dem preußischen Gesandten v. Schlözer die erste Audienz. Der Papst begegnete Herrn v. Schlözer mit großer Eourtoisie und versicherte, daß, wenn es von ihm allein abhmge, das Einvernehmen mit der preußischen Regierung bereits in allen Punkten hergestellt sein würde. — Der Termin für die Abhaltung des nächsten Consisto- riums ist noch nicht endglltig festgestellt. Petersburg, 13. März. Anläßlich des Todestages des Kaisers Alexander 11. findet heute in der Peter-Paul-Kathedrale ein feierlicher Trauergottesdienst statt. Petersburg, 13. März. Der Kaiser traf heute von Gatschma ieI Panama, 13. März. Wie das Journal „Star und Herald" meldet, hat in Costa-Rica ein Erdbeben stattgefunden, durch welches die Städte Alajuela, Sanramon, Grecia und Heredia zerstört wurden. In Alajuela sind mehrere Tausend Personen umgekommen; die Ueberlebenden sind obdachlos. Lokales. Gieße«, 14- März. Tagesordnung für die Sladtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 16. März 1882, Nachmittags 4 Uhr. 1. Die Stellung der Realschulrechnung vom Jahr 1880/81. 2. Die Ergänzung des Wiesenvorstandes. 3. Entwurf einer Instruction für den Wiesenwärter. 4. Die Theilung der ersten Elasse der Stadtmädchenschule. 5. Reparaturen und Anschaffungen für die städtischen Schulen. 6. Gesuch wegen Eröffnung der Löbcrstraße. 7. Die Schottstraße betreffend. 8. Straßenauffüllung in der Westanlage. 9. Die Verbesserung des Eichwegs. 10. Gesuch der Firma E. W. F-rni- dahier um Erlaubmß zur Verlegung eines Weges. 11. Gesuch des Fabrikanten Georg Throm dahier um Erlaubniß zur theil- weisen Tieferlegung des Wetzlarer Wegs. 12. Gesuch des Geschirrhändlers Philipp Pfeiffer dahier um käufliche U-ber- lassung städtischen Geländes. 13, Verpachtung städtischen Geländes an Schwimmlehrer Rubsamen. 14. Gesuch des Sattlers Louis Senner dahier um Erlaubniß zum tl-ber- fahren des städtischen Trottoirs. 15. Gesuch des Johannes Deibel V. von Wieseck um Erlaubniß zur Abtragung eines Theiles städtischen Geländes. 16. Gesuch des Heinrich Stüh le r dahier um Bauerlaubuiß. 17. Gesuch des Octunomen Peter Kennel dahier um Erlaubniß zur Vornahme von Bauoeränderungen. 18. Gesuch des Restaurateurs Louis Lenz dahier um Erlaubniß zur Erbauung einer Musikballe. 19. Gesuch des Bäckermeisters Louis Keil dahier um Erlaubniß zur Erbauung einer Remise und einer Waschküche. 20. Gesuch des Gastwirths Otto Lust dahier um Erlaubniß zur Entfernung einer Wand und zur Zumauerung einer Thür und eines Fensters. 21. Das Begießen der Straßen betreffend. — Wie erinnerlich, hatte vor einiger Zeit eine Rotterdamer Schwindelfirma- Wyprechi t Go., durch die in vielen deutschen Blättern, auch in hiesigen, erschienenen Annoncen wegen billiger Kaffeeoerkäuse zahlreiche Betrügereien verübt. Wie jetzt mit; gecheckt wird, hat nunmehr die Staatsanwaltschaft zu Rotterdam an die Polizeidtrection zu Bremen die Nachricht gelangen lassen, daß der Betrüger in der Person des vor längerer Zeit aus Berlin wegen socialdemokratischer Umtriebe verwiesenen Dr. Eduard Ganz ermittelt worden ist. Eine nähere Mittheilung über die etwaige Festnahme des Betrügers fehlt noch. Allgemeine Bekanntmachung. Die hiesige Faßeichanstalt befindet sich von Montag den 20. d. M. ab in dem neu hergerichteten Lokale im Hofe des städtischen Hospitals und werden zur Vornahme von Eichgeschästen bis auf Weiteres der Montag, Mittwoch und Freitag bestimmt. Näheres durch den Faßeichmetster Herbert dahier. Gießen, den 14. März 1882. Großherzogliches Eichamt Gießen. 184 ,5 Dr. Hesse, Bauaccessist. Bekanntmachung. 1762 Der Vorstand der Vorschußkasse in Steinbach veröffentlicht hiermit, daß die Zahltage nicht wie seither Mittwoch und Samstag Nachinittag, sondern vom 17. März an nur Freitags abgehalten werden, und daß überhaupt alle Geschäfte bei der Verwaltung nur an diesem Tage besorgt werden können. Alle Quittungen müssen von Rechner Balser und Controleur Philipp Haas unterzeichnet werden. Vermischte» Worms, 8. März. Zur Verminderung der Spatzen, welche in der gegenwärtig vorhandenen Uederzahl der Landwirthschaft großeu Schaden verursachen, hat die Bürger meisteret angeordnet, daß für jeden abgelagerten Spatz 5 H durch den Rathsdiener Dambmann ausbezahlt merben. Melsungen, 10. März. Wie unvorsichtig noch immer mit der Aufbewahrung der Schwejelhölz.r ning,gangen, beweist wieder einmal ein in Körle vorgekommener Unglücksfall, der schreckliche Folgen hätte haben können. Ein Kind von 3/« Jahr liegt im Bett und das 4jähiige Kind holt Schwefelhölzer und steckt das Stroh des Bettes an. Die Mutter kommt glücklicher Weise dazu, um rechtzeitig die beiden Kinder zu retten. Das kleine Kindchen hat arge Brandwunden davon getragen. Frankfurt. ,> in hiesiger Künstler Minute um ein schmuckes Mädchen und bekam auch glücklich das Jawort der Muller und der Maid. Der glückliche Bräutigam entwarf der Braut em verlockendes Bild oon dem sie erwartenden Glück. Doch vor wenig Tagen stellte sich eine Frau in t sechs Kindern bei der Braut ein und gab sich als die Frau ihres Verlobten zu erkennen. Der Empfang des Letzteren bei der von ihm zur Braut Auserkorenen war am Abend ein derartiger, daß sich der Herr schneller zurückzog, als er gekommen war. — In einem alten Geschäfte in der Töngesgasse stehen frohe Festtage bevor Gestern verlobten sich nämlich dessen beide Inhaber, ebenso die beiden Commis des Geschäfts und zum Schluß verlobte sich auch noch der Ausläufer. Die fünf Hocbzeiteu werden an einem Tage statthaben. Badenheim, 8. März. Auf dem früheren Braunwart'schen Gute, jetzt Eigen- thum des Herrn Jakoh Willms, wurde gestern ein Vogelhaus vollendet, das eine Länge von 10 und eine Breite von 6 Metern hat und über 1000 unserer gefieberten Lieblinge ausnehmen kann — Eine humoristische Neuheit findet man eben vielfach an den Uhrketten der Herren. Es sind dies nämlich zierliche, als Uhrgehäuge zu tragende, thecks gelbe, theils gi aue Metallschildchen (ä 50 Pj.), auf deren einer Seite man lieft: „Mitglied be§ Vereins gegen Verarmnug der Bierbrauer", während auf der anderen Seite steht: 11". Da die Befolget dieses Trinkerparagraphen in der Welt immer zahlreicher werden, so dürste der edle Zweck jenes „Vereins", welcher keinen Vorstand hat und dessen Statuten nur aus jenem einzigen Paragraph.n bestehen, sicher erreicht werden. Glückliche Bierbrauer! Theater. Unter den Novitäten, welche wir Gelegenheit hatten in dieser Saison auf unserem Theater zu sehen, ist gewiß Paul Lindau's „Maria und Magdalena" eine der interessantesten, und wohl ist noch über kein Erzeugniß der deutschen Bühnen-Literatur so viel geschrieben, gesprochen und geurtheckt worden, als über dieses intereffante Werk des geistreichen Berliner Feuilletonisten. Hunderte von Aufführungen hat es erlebt an allen großen und kleinen Theatern und stets hält es sich noch immer als Zug- und Kassen-Magnct, den alten Spruch bewährend: „Das wirklich Gute bleibt ewig neu.“ Warum es dem hiesigen Repertoir bis jetzt nicht einzusügeu war, mag wohl in der Schwierigkeit der Besetzung der Hauptrolle der Maria Serina g.legen haben. Diesem Umstand ist aber in dieser Saison abgeholsen und wir fühlen uns Fräulein v. Jarzebowska zu besonderem Danke verpflichtet, daß sie mit der Wahl zum Benefiz die Aufführung ermöglichte und sind im Voraus überzeugt, bei den künstlerischen Leistungen, die uns die Dame bis jetzt geboten hat, wieder eine Schöpfung wie Olis einem Guß an ihr bewundern zu können Wir glauben deshalb im Interesse eines kunstsinnigen Publikums nicht unterlassen zu dürfen, auf das Benefiz des Fräulein v. Jarzebowska noch einmal und ganz besonders ausmerksam machen zu müssen, damit die liebenswürdige Künstlerin durch ein vollbesetztes Haus die Anerkennung ihres Strebens finden möge. Schiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, G W. Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 13. März. sPer transatlantischen Telegraph.! Der Postdampser Oder, Gapt G. Unbütfd), vom Norddeutschen Lloyb in Bremen, welcher am 26. Februm von Bremen und am 28. Februar von Southampton abgegangen war, ist gestern 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angetommen. Bremen, 13. März. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampser Hermann, Gapt. H. Baur, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 22. Februar von Bremen abgegangen war, Jift gestern Morgen wohlbehalten in Baltimore angekommen. Handel und Verkehr. Gießen, 14. März. Aus dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pid. Jt, 1.15—1.20, Hühnereier 1 Stück 5 H und 2 Stück 9 5>, Enteneier per StA 5—6 H, ©änfeeier per St. 9—10 4, Käse p. St. 5—9 Kasematte per Stück 3 Erbsen 1 Liter 26 Linsen 1 Liter 30 Tauben das Paar 90—110 H, Hübner per Stück M. 1.30—2.00, Hahnen per Stück M. 2.00—3.00, Enten per Stück 2 70—3.00, Gänse per Pfund 00—0 H, Welsche per Stück M. 0.00—00, Ochsenfleisch per Pfund 60- 62 H, Kuh- und Rindfleifcb 45—50 Kalbfleisch 40—44 H, Schweinefleisch 62 bis 64 3>„ Hammelfleisch 50—60 5>, Kartoffeln 100 Kilo M- 4.00-4-50, Zwiebel» per Gentner Jü 9—12, Milch per Liter 16—18 H. Franksnrt a. 3R., 14. März, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischki Coursbericht. Mitgetheilt durch bas Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießens Grebitaetien 269>/a, Staaisbahnactien 258, Galizier 249Ve, Oesterr. Silberrenti 631/4, 4°/o Ungar. Golbrenie 74, 4% 1880er Russen,— 2. Orient-Anleihe 56% 5°/0 Rumänische Rente 87'/?, Lombarben 119*/4- Tenbenz —. ".'N7nil»iittrtiniiimm«iims»»ii«i'it rtmwiirtwiiirriHmmnMM'TMiimniMn'T 1111 »miwr I Kirchliche Anzeigen der evsng. Gemeinde Gießen. Mittwoch den 15 März: Abenbs 6 Uhr: 4. Paffionsgottesdienst. Pfarrer Dr. Naumann. : Anzeiger. | W ohnungs-V eränderung. Meinen wcrthen Kunden zur gefälligen Nachricht, daß sich meint Wohnung von heute an im .Haufe der Frau Zülch Wittwc, Selterswcg 188, befindet. Achtungsvoll Friedrich jMLuynu*, Schuhmacher. Umversal-Catarrh- u. Husten-Bonbons Paquet ä 15 Pfg. von E. 0. UOStT (t Cie in Stuttgart Zu haben bei: Herren H. Kinkel, Ehr. Krämer, Hoflieferant Ed. Lind, Carl Schwank in Gießen. 1855 Stäötifdje fianhe(s=Sdjufp, (penlioniit) in Marktbreit a. Main. Die Abfoluiorialzeugniffe berechtigen zum einjährig- freiwilligen Militärdienste. — Gute Verpflegung und strenge Beaufsichtigung int Penstonate des Unterzeichneten. — Anfragen und Anmeldungen sind zu richten an 1844 J. Denim, Vorstand der ftäbt. Handelsschule. Samstag den 18 Mär? d. I., Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Marktplatz vor dem alten Rathhaus 112 veredelte Aepfel- 130’ „ Birn-Stämmchen öffenllich versteigert werden. Gießen, den 14. März 1882. Großh. Bürgermeisterei Gießen. ___ A. Bramm. Mittwoch den 15. t. Mts., , Nachmittags 2 Uhr, bei Gastwirth Flett dahier öffeitt- fteißert* ^letenil 0C8en Vaarzahlung ver- 1 Pferd, 1 Chais-, _ 1 Droschke. Gießen, den 8. Mär, 1882. ,c„„ Bühncr, 1887 Großh. Gerichtsvollzieher. ’btn Sinber w Ä«n M ÄS' 8* "Wi. “«n.unb ,tz J'n b« bet eog btm Ö"6!8* M-r, M 1 M bet Sluä: i'fet «M ;,™ «"t Eänjt Steblinje E",llhrl-ttm bit selbe, tjeiä Aglieb 66 M Seite ®mer sorftanb in-icht Ma Ion aufunfiren tna" eine btt ihnm-Literatur lnessamk Sßetf 11 erlebt ai : «18 Zug- uib itibl «ui(j neu1 i«8 M in b« jilejm hck«. len un8 ßtintm 8«hiM Zeuch >eu Knitterig tbipfung nie ms m Jntaeffe eins tefij be8 5räuliti p müssen, d«Ä netlmnung ih«8 Gieße». eutfeben W>i« Der PostdnmM r am 26. [filmt ift giftm2Ub r ter PoitbnmpA i, weichet an whlbehalten i iss Wttrr Silbers 'mt-Anleih- Mn »n W meiet j« e per Stüi 3 z, 0 A, Mittet W it6M270-3* gtaintMJ •1 0-4.50, Bekanntmachung. smeQeit Herstellungsarbeiten am Stadtbach bleibt dessen Wasserzufluß von Mittwoch den 15. l. Mts. an bis auf Weiteres abgesperrt. Gießen, den 13. März 188Z Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 1848 ---jjau= und UüMMrlleigerung. 1868 Es sollen versteigert werden: 1. ta H°"b' Srankenhausen, „„„ oa Si ptm Durchmesser, zu Bau- und Wagnerholz geeignet, ' der Weißmühle auf ber Untere in ben Distrieten Eichelacker, Kaff, Dorn , ©täinme von 17-62^ Ctm.^ Durchmessers Vu Bau - und Wagner holz geeignet, Io Su®u»en,W °-^-3o Ctm.EDurchmesser und bis zu 20 M. Lange, 0 dUß^Stamme von^- 20-62 Ctm. und 2 Kieferu-Stämme von 26 und 40 Ctm. b etcpen-üiun werben nicht vorgezeigt und sind daher einznsehen. 5)Ur43ufammeitonft Morgens 9Uhr im DistrietEichelacker auf der Unter-Schmitten- Borsdorfer Kreisstraße^ Mts. in den Distrieten Friedrichs schlag Sä blbe ra Rabe its Häuser Hang, Glaubzahler Dickung, Großer und Kohlberg, oraoe ßUin/r Unigerfität§roalb: 94 Eicken-Stämme von 16-44 Ctm. Durchmesser, zu Bau- und Wagnerholz geeignet, 15 NZelhok,-Stämme von 15-32 Ctm. Durchmesser, meistens Fichten, ß Rücken-Stämme von 39—70 Ctm. Durchmesser, 1 Birken-Stamm von 20 Ctm. Durchmesser und 10 M. Lange, 9 ^A'Eichen-^4dNadel-^unb^2"^Buchen-Stämme, sowie 6 Nadel-Derbstangen in den Distrieien Kleiner Universitätswald und Rabertshäuser Hang werden nicht vorge- 3el0t auf der Nidda-Ulfaer Kreisstraße am Distriet Friedrichsschlag. . Nidda, am 9. Marz 1882. . Großherzogllche Oberförstern Nldda. Rohr. Holsverftkigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 20. März 1882, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den Distrieien Philosophenwald, Lichteneichen, Venusberg, Rehschlag und Stolzenmorgen nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Brennholz. Scheich. Kniippelh. Stockh Reish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen. Eichen 48 17 24 1700*) Nadel 8 29 26 1100 *) Durchforstung. Bau-, Werk- und Nutzholz. 61 Eichen-Stämme mit 19,20 Fstm., 120 Fichten- und Kiefern - Stämme mit 33 Fstm., 104 Fichten-Stangen mit 8,43 Fstm., 16 Rmtr. Eichen-Nutzscheitholz, 4000 Fichten-Bohnenstangcn Die Zusammenkunft ist auf dem Trieb. Gießen, den 14. März 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1876 Bramm. Lohrinde-Verkauf. Freitag den 24. d. Mts., Morgens 10 Uhr, wird dahier die in 1882 aus den Gemeindewaldungen zu gewinnende Eichenlohrinde öffentlich meistbietend versteigert: abae- schätzt für Salzböden 100, Launsbach 30 Krofdorf 40, Kinzenbach 30, Atzbach 120 Dorlar 100, Garbenheim 80 Ctr. Die Herren Förster zeigen die Schläge auf Verlangen vor. Krofdorf, den 13. März 1882. 1870 Das Bürgermeister-Amt. Donnerstag den 23. d. Mts., Vormittags von 9 Uhr an, sollen im Lützellindener-Markwald sim Großherzogthum Hessen gelegen) öffentlich versteigert werden: 10 Eichen-Stämme = 2,78 Fstm., 10 „ Derbstangen — 0,45 „ 13 Nadel - Stämme — 1,90 „ 61 „ Derbstangen = 2,66 „ 635 „ Reisstangen — 2,93 „ 21 Rmtr. Eichen-Scheit, 169 „ „ Knüppel, darunter 32 Rmtr. je 2,5 Mtr. lang, 204 Rmtr. Eichen-Stock und 100 Wellen „ 4.Rmtr. Nadel-Scheit, 66 „ „ Knüppel, darunter 45 Rmtr. je 2,5 Mr. und 6 Rmtr. je 3 Mtr. lang, 1860 Wellen, 31 Rmtr. Stockholz. Zusammenkunft vor der Versteigerung auf der Frankfurter Chaussee. Großrechtenbach, den 11. März 1882. 1866 Das Bürgermeister-Amt.^ HölOecheigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms. Montag den 20. d M. soll in den Distrieien „Eberstein" und „Helfholz" nachstehendes Gehölz versteigert werden: 112 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 122 „ „ u. Eichen-Prügel- holz, 46 Rmtr. Kiefern - Prügelholz (2,5 und 3,75 Mtr. lang), 128 Buchen- und Eichen-Stockholz, 4700 Wellen dergl. Reisholz, 3600 „ Buchen-Forstreijer 1. und 2. Klasse, 1840 Wellen Kiefern-Forstreiser 1. Kl., 8 starke Eichen-Schnittstämme mit 12,96 Fstm., 46 geringe Eichen-Stämme mit 12,33 Fstm., zu Wagner- und Grubenholz geeignet, 2 Linden-Stämme mit 0,78 Fstm., 75 Stück Eichen-Stangen f. Wagner. Der Anfang der Versteigerung ist Morgens präcis 10 Uhr in dem Distrikt „Eberstein", zunächst der Obermühle und wird gegen 12 Uhr in denr Distriet „Helfholz" bei dem sogen. Pfannenküchenbörnchen fortgesetzt. Hohensolms, den 11. März 1882. Fürst!. Oberförsterei Hohensolms. Dörmer, Revierförster. 1851 Holzverfteigerung im Groß-Lindener Gemeindewald. Montag den 20. März, Vormittags 9 Uhr, kommen zur Versteigerung: 35 Rmtr. Eichen-Scheitholz, 155 „ „ Knüppel, 214 „ „ Stockholz, 5000 Wellen „ Reisholz, 30 Eichen-Stämme von 14—44 Ctm. Durchm. und 4—8 Mtr. Länge, 40 Nadel-Stämme von 14—22 Ctm. Durchm. und 5—9 Mtr. Länge, 52 Eichen-Derbstangen, 490 Nadel- „ 1800 Reisstangen. Die Zusammenkunft ist im Distrikt Birkenstock. Groß-Linden, den 12. März 1882. Großh. Bürgermeisterei Groß-Linden. 1867 Zoerb. Jur Pumpenrnacher. Die Reparatur der Pumpe auf dem Pfarrhof zu Rodheim soll Samstag den 18. ds. Mts. auf dem Rathhaus daselbst durch öffentliche Versteigerung in Akkord gegeben werden. Gladenbach, den 9. März 1882. Der Bezirks-Bauaufseher: 1854 C. Werner. Mobilien- etc. Versteigerung zu Krofdorf. Mittwoch den 15. März rc., Nachmittags i*h Uhr, werben in der Wohnung des Schreiners Lubwig Leih gutgehaltene Möbel, Weißzeug, Bettzeug, Kleidungsstücke tc. der geisteskranken Anna Becht aus Friedberg durch den Schultheis Wagner öffentlich meistbietend versteigert. Der Curator: 1881 H. Wagner. Hohvkrstkiqerung in der Großherzogl. Oberförsterei Maulbach. Freitag den 17. März, Vormittags von 9 Uhr an, kommen aus den Distrikten Husarenheeg, Böls und Wetterauerberg in der Forstwartei Ober-Gleen zum Ausgebot: 322 Rmtr. Birken-Reisig, in Schichten, zu Besen-Reisig brauchbar. Die Zusammenkunft ist anderHaberts- h äuser-Brücke auf dem Vicinalweg von Kirtorf nach Rieder-Gemünden und Ehringshausen. Maulbach, den 5. März 1882. Großh. Oberförsterei Maulbach. 1720_________Koch.____________ Holz-Versteigerung. Freitag den 17. und Samstag den 18. dS. MtS., jedesmal Morgens von 9 Uhr an, fallen in dem Beuerner Gemeindewald, Distriet Heegwald rc., folgende Holz- fortimente versteigert werden. Freitag den 17 ds. Mts.: 257 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 277 „ Buchen- u. Eichen-Prügel- holz, 8450 Wellen Buchen-Reisholz, 129 Rmtr.Buchen-u.Eichen-Stockholz. Samstag den 18 d Mts-: 90 Stämme Eichen - Bauholz mit 29,88 Fstmtr., 67 Stämme Nadel-Bauholz mit 22,11 Fstm., 11 Stämme Buchen-Werkholz mit 7,49 Fstm., 93 Stück Eichen-Derbstangen, 45 „ Buchen- „ 135 „ Nadel- „ 1300 „ „ Reisstangen. Bemerkt wird, daß das Bau- und Werkholz Vormittags, und Nachinittags Durchforstungswellen zur Versteigerung kommen. , 1808 Die Zusammenkunft ist oberhalb Fünfhausen. Beuern, den 10. März 1882. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Ranft. Holz-Versteigerung. Freitag den 17. ds. MtS., Vormittags von 9 Uhr an, soll im hiesigen Gemeindewald, Distriet Pfaffenstrauch, versteigert werden: 148 Nadel-Stämme mit 40,32 Fstm., 276 „ Stangen „ 18,24 „ 45,6 Rmtr. Nadel-Scheitholz, 18 „ Eichen-Knüppel, 266,8 „ Nadel- „ 3630 Eichen- und Nadel-Wellen Reish. 42,3 Rmtr. Nadel-Stockholz. Die Zusammenkunft ist bei der Holz- inühle. Lollar, den 11. März 1882. Großh. Bürgermeisterei Lollar. 1807 Fuchs.__ 1885 8 Wagen in gutem Zustand zu verkaufen. Neustabt D. 201. Dienstag den 21. März, Nachmittags 2 Uhr, werben Betten, Schränke, Waschtische, Kommoden, Sophas, Tische, Stühle u. dgl. gegen Baarzahlung versteigert. 1850 Marburgerstr. 161, im 3. Stock. Ileikgeöotenes. 1886 Spalierlatten und Stangen zu verkaufen.Neustadt D. 201. Garlen-Grräthe, Spaten, Hacken, Rechen, Schippen, in schöner Auswahl vorräthig bei 1857 J. Krüll. 1860 Ein Kinderwagen zu verkaufen. Mäusburg D. 11, 3. St. Jür Confirmanden empfehle Sonnenschirme in großer Auswahl zu besonders billigen Preisen. A. Fangmann, 1883 Kirchenplatz. 693 Solid und schön gearbeitete Möbel, polirt und lackirt, sind stets zu sehr billigen Preisen zu haben bei Schreiuermeister Karl Steller, _________________Schillerstraße._____________ Kleesamen, rochen', weißen, ewigen und schwedischen, GraSsamen, G arten geräthsch aften, empfiehlt 1882 J. fi. D. Hapst. 1862 Eine Parthie gebrauchte Falzziegel zu verkaufen. (Morgens von 10 bis 12 und Nachmittags von 3 bis 5 Uhr.) ____Marktstraße D. 213. Das Neueste in Strohhüten für Damen, Mädchen und Knaben empfehle in großer Auswahl billigst. 1884 A. Fangmann. Kleesaanren, garant. feibefreien Rothklec, ewigen, schwedischen und Weißklee, sowie Grassaamexi empfiehlt billigst ^^6 ~ Alle Sorten Klee- und Grassamen, sowie Spaten, Hacken, Rechen, Schaufeln u. s. w. em- fichlt billigst Fru tlr. mutier jr.9 Haus-Verkauf. Die Gebäude der Kleinkinberschule in der Wolkengasfe sind zu verkaufen. Näheres wolle man erfragen bei Herrn Lehrer Jung und dem Unterzeichneten. Der Vorstand d. Kleinkinder-Bewahranstalt. _Dr. Naumaun, Pfarrer. Maccaroni, Eiergemüscnudeln, Türk. Zwetschen, Apfelschnitzcn empfiehlt 1464 Karl Hoffmann. "DT. lAebauts i» beute anerkanntermaß^ndas rationellste Mittel zur Beseitigung aller jener Krankheiten, welche in verdorbenem Blute ihren Sitz haben. Indem diese Kur die schlechten Bestandtheile des Blutes, resp. den in demselben cirnllirerchenGfftstoff in bequemster Weise nach Außen ableitet, ftettt sie in kürzester Z-it dte normale Zusammensetzung des Blutes wieder her, kräftigt und ncubelebt sie den gesummten Organismus. Da ohne gründliche Regeneration des Btiiteg iiraukbeiten wie Gicht und Rheumatismus, Tuberkulose, Syphilis, scropheln, Epilepsie, .s>uiitkraiik- heiten.^Klechten^' Geschwüre, offen?Wunden, Schwäche,ustände, Jugendsünden ». absolut nicht dauernd beseitigt weiden können und in der Regel all- sonstigen Mittel total nutzlos sint- so kann dem,-mgen der M't -'nem dieser beiden behaftet ist nicht dringend genug angerathen werden, den Dr. Liedaut schen Regenerator, welcher sich aäiLbriaen reickien Eriahrunaen als das in diesen Fällen allein helsende Mittel erwiesen, zu gebrauchen. 4üjäh^gen ichen Ers h»-««-» a bm 1n wirksamsten Pflanzensäften präparirt, absolut unschädlich und sehr angenehm von Geschmack. Man erhält denselben tauch auf Bestellungen per Postkarte) nebst einer in g-meinverstand- lichcr Sprache geschriebenen, sehr interessanten Broschüre über das Dr. Liebaut'sche R-g-nerationsverfähren in 1852 Frankfurt a. M. in der Adler-Apotheke. Tüchtige Rockarbeiter finden dauernde Beschäftigung bei 1873_____________Gebr. Stamm. 8179 Auf Ostern suche ich einen jungen Mann mit tüchtiger Schulbildung, der mindestens das Einj.-Freiw.-Zeugniß besitzt, als Lehrling. Fr. E. Fehsenfeld, Univ.-Buchbdlg. Pension für Knaben. In eine gebildete Familie wünscht man noch mehrere, die hiesigen Lehranstalten besuchende Knaben in volle Pension aufzunehmen. Nah, in der Exped. ds. Bl.________819 Verloren eine angef. Stickerei auf Atlas mit gelber Seide, auf dem Weg vom Lindenplatz, Wallthorstraße nach der Nordanlage. Der Finder wird um gef. Rückgabe an die Exped. ds. Bl. ersucht._______________1828 1859 Ein Heizer gesucht. Näheres durch die Exped. ds. Bl._________________ <> o 1869 <> o Qi « s Z Sa 1880 g>: Geld - Cour», E. M. S. 1864 1537 Breslau Stettin Danzig Halle a. 8. Frankfurt a.0. königsbersi.P. Rostock Hannover Cassel Potsdam Dresden Leipzig Q O 19-23 16-20 38-43 66—71 70- 72 51-56 23 Die trauernden Hinterbliebenen: K. Peters unv Frau. 16 16 20 16 16 9 4 Berlin 7tes Geschäft: Berlin 3tes Geschäft: Jerusalemerstr. 48. Berlin 2tes Geschäft: Berlin 6tes Geschäft: 133. Linienstr. 133. Kechinmgeu, Torturen, Avis-, Adreß- und Uifitkarten, Hanftouverts mit Firma, sowie alle sonst. Druckarbeiten billigst bei L. Strauß, , Bismarckstr. S- | a vermischte Anzeigen. 1865 Ein Beamter sucht eine Wohnung von 3 Zimmern nebst Zubehör. Offerten mit Preisangabe unter Nr. 1865 bis 1. April an die Exped. ds. Bl. Gießen, den 14. März 1882. Die Beerdigung findet Mittwoch den 15. ds., Nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause, Brandgasse 201, statt. Darmstädter Pferde- und Fohlenmarkt am 24., 25. und 26. April 1882. Preievertheilung am 24. April 1882, Nachmittags 3 Uhr. Verloosung am 26. April, Nachmittags 4 Ubr, von schönen Reit- und Wagenpferden, Fohlen, einem eleganten Zwci- kvänncr mit zwei Pferden und completcm Geschirr, einem Stuhlwagen mit Pferde« und Geschirr, vielen Reit- und Fahrgegenständen -c. ic. . ©er Pertrieb der Loose, d 2 jl per Stuck, ist dem Herrn Moritz Strauß jun. in Mainz im einzigen General-Debit übertragen. _ 1853 Der Darmstadter Pferdemarkt-B-rein. Nachdem die Krankheit meines Kindes gehoben, habe mein Ladengeschäft wieder geöffnet. Indem ich letzteres einem hochverehrlichen Publikum bestens empfehle, zeichne hochachtungsvoll 1872 Jean Boeck. Aw liocter^ Seltersweg 43. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühlschen Druckerei (Fr. Ehr. Pi sch) eine Beilage neuesten UZ Umhänge Paletots, Regenmäntel etc. etc. für Damen und Mädchen empfiehlt in reichhaltigster Auswahl, unter Zusicherung streng reeller Bedienung, zu sehr billigen Preisen 1 ” j I SO Todes-Anzeige. Heute Nacht verschied sanft nach kurzem, aber schwerem Leiden unser einziges Söhnchen Heinrich. ne chemisch reinen ungegypsten Naturweine, von d' nen der Herr Dr. Bmchufi, ,ter Chemiker der Kotd^l. Gerichte und den Polizei-Präsidii zu Berlin gesagt hat: s primitiven Weine büdfrankreiebs (wie die Ihrige .) sind wir in Deutschland gewöhnt. Es liegt auch wahrscheinlich das Danziger Versehen an der filr den miker zur Zeit noch mangelhaften Kenntniss reiner südfranzösischer Weine, t wie die Ihrigen keinerlei Veredelung erfahren haben“, welche Worte aeln Stolz und die beste Belohnung meines Bestrebens sind und bleiben werden, in mit meinem eigenem Namenssiegel verschlossenen */i und >/, Literfaschen sowie ülustrirte Preis-Courante sind zu haben in meinen k obenstehend verzeichneten Centralgeschäften, sowie auch in meiner H, Niederlage in 1846 Giessen bei S. Elsoffer. Tausende "W die anBellnäffen u.Blasenschw. gelitten, verdanken ihre rasche Heilung mein. Special- verfahr. Prosp. u. begl.Zeugn. gratis durch 1858 5. 0 Sauer, Wertheim a. M. 1811 Ein gut empfohlenes Hausmädchen sucht Frau Minna Klingspor, Nord-Anlage 115>. 20-Francs-Stücke . . . do. in '(» ■ Englische Souveretgns . Russische Imperiales . Holländische fl. 10-Stückc Ducaten...... Dollars in Gold . . - * - = £■55 Mermietsiungen. 1847 Möbl. Zimmer zu vermieden. A. Witter, Alicestraße 104, Nebengebäude. 1863 Ein kleines Logis, sowie ein Zimmer im Hinterhaus zu vermiethen. Wallthorstratze A. 194. 1874 Logis von 6 Zimmern zu ver- miethen._____________Gartenstratze 1655. Ein größeres Zimmer nach vorn, oder ein kleineres nach hinten, in der 3. Etage, sowie ein Mansardenziwmer zu vermiethen. 1780 Chr. Wallenfels am Markt.___ —1871"Einmöbl.Zimmer zuvermiethen. Marktstraße D. 27. ="■! 2 5 s 'l * j 1849 Ein Mädchen wünscht Be schäitigung im Nähen in und außer dem Hause. Näheres im Hause des Herrn Lainpus, Seltersweg.__________________ ooaaabäoo aaoaaaaoa g lkrburls-Aiyeige. g Durch die glückliche Geburt eines Q o gesunden und kräftigen Knaben O O wurden hoch erfreut O 8 Gießen, 11. März 1882. 1841 I. B. Spiegel & Frau. M DQDoaoooo DOQoaaQoa 1861 Eine Frau, die im Kleidermachen, Putz, Weißnähen, Ausbessern, sowie im Bügeln Kenntnisse besitzt, suchtBeschäftigung in und außer dem Haus. Wohnhaft bei Buchbinder Stohr, Schloßgafsc.______ ____Qöööööoaaaaö Unserem lieben Freunde A. I». Q zu seinem 20jährigen Geburtstag q die herzlichsten Glückwünsche. q Berlin 4tes Geschäft: Alexanderplatz 71. Berlin 5tes Geschäft: I Friedrichstr. 103. | ® E •oijeqoseD ® 5 -ssazuso asÄ;qo -qjassnw c uapjJUJ Iisiiislu -q asiajj «s ■ 2 o OO Io»-* I JS CO CO CD 2*__ ri » C - CI C» U M « V ’l' | ü «d ü M •" Q a - - - - - ----- □oooaooaaooooa Strohhüte zum Waschen, Faconniren und Färben besorgt billigst 1307 A. Fangmann. | Lehrling gesucht. Näh, bei Uhrmacher Baumann. Theater in fließen. (Cafe Leib.) Mittwoch den 15. März: Zum Benefiz für Fräulein Jenny v. JarzebvwSka. Zum ersten Male- Maria und Magdalena. Charactcr-Lusffpiel in 4 Acten von M Lmdau. Verfasser von Johannistriebe, Gräfin Lea, Ein Erfolg rc. Zu meinem Benefiz erlaube ich mir ein hochgeehrtes Publikum zu recht zahlreichem Besuch ganz ergebenst einzuladen. Jenny v. Jarzebowsk.it. Anlage m Nr. 63 des Gießener Anzeigers. Deutschland. Berlin, 12. März. Heute wurde in allen sechs hiesigen Reichstags- Wahlkreisen von zahlreich besuchten Versammlungen fortschrittlicher und liberaler Wähler einstimmig eine Resolution angenommen, wonach mit aller Entschiedenheit gegen die Einführung des Tabaksmonopols protestirt wird, da das Tabaksmonopol die Vernichtung einer großen lebenskräftigen Industrie, die Einschränkung des Tabaksbaues und die unbedingte Abhängigkeit großer Bevölkerungsklassen von der Regierung bedeute. Ebenso erklärten sich die Versanimlungen gegen jede weitere Erhöhung der Zölle und Steuern auf Tabak. Die Versammlungen verliefen ruhig, ohne jedwede Störung. (Frkftr. Ztg.) — Der „Pesther Lloyd" bringt einen langen Artikel zur Entgegnung auf die offene Antwort des Deutschen Schulvereins an den Ministerpräsidenten Tisza. Es wird in diesem Artikel versichert, Herr Tisza werde keine Antwort auf den offenen Brief des Schulvereins ertheilen. Nm so mehr hätte man erwarten sollen, das Blatt selbst würde eine Widerlegung jenes von so vielen ausgezeichneten Männern unterzeichneten Schreibens bringen oder wenigstens einzelne der angeführten Thatsachen, wodurch die Deutschen in Ungarn, namentlich in Siebendürgen, sich gekränkt fühlen, zu berichtigen versuchen; aber in dem langen phrasenreichen Artikel wird zwar viel auf deutsche Professoren gescholten, aber keine Spur von einer Berichttgung der schwerwiegendsten Thatsachen ist in dem Artikel zu entdecken. Es muß wohl schwer sein, etwas zu berichtigen. Oesterreich. Wien, 12. März. Officicll. Am 9. ds. sind die Truppen der 47. Division von Ledenice, Greben, Ubli und Vratlo aus, unter dem Commando der Obersten Scharinger und Baron Walther, sowie der Majors Bolzano, Kuersin- ger, Ursprung und Satterer, unter lebhaften Gefechten und unter Ueberwindung der außerordentlichen Terrain-Schwierigkeiten, indem sie die Insurgenten auf den Höhen vor sich hertrieben, in die Linie von Grkavac, Velivrh, Rapoda und Crkvice eingerückt. Von der 44. Division sind gleichzeitig unter dem Commando des Generalmajors Kober, des Oberst Babich und des Oberstlieutenant Monari 2>/j Bataillone des 16. und 1 */a Bataillon des 22. Regiments über Goliscvac und über die verschneiten Paßhöhen gegen Vratlo und Crkvice vorgegangen, welche Punkte dieselben theilweise noch am Abend erreichten, während ein Theil auf Vela Greda übernachteten. Die nördlichste dieser Colonüen, ein Bataillon des 16. Regiments, stieß am Fuße des Pazua auf bedeutendere Jnsurgenten- Banden, in der Zahl von ca. 400 Mann, die nach erbittertem Kampfe geworfen wurden. Hierbei fiel der Bataillons-Commandant Baron Rukawina, außerdem wurden noch 3 Mann schwer verwundet. Das 43. Regiment hatte 1 Mann tobt, 3 Mann verwundet; das 5. Zägerbataillon hatte 5 schwer, 1 leicht Verwundeten. Am 10. ds. gingen die Colonnen der 47. Division in die Linie Pecina Gora, Han Zagovzdak; die Colonnen der 44. Division sammelten sich bei Crkvice. Die Insurgenten, welche an allen Punkten in kleineren oder größeren Banden austraten, wichen überall und gingen im Allgemeinen gegen die Macia-Planina zurück, wo sie, an die montenegrinische Grenze gelehnt, ans großer Entfernung das Feuer bis zum Abend fortsetzten. Die Colonne des Majors Kuersinger, welcher 2 Geschütze und ein Zug vom Geme-Corps beigegeben waren, rückte Nachmittags gegen das Fort von Dragaly und sprengte dasselbe in die Luft. Die Colonne wurde aus den Häusern des Ortes Dragaly beschossen und hatte in Folge dessen 3 schwer Verwundete. Abends lagerten die Truppen vorwärts von Pecina Gora und Grkavac, sowie bei dem Han auf Zagovzdak und bei Crkvice. Alle Orte der Crivoscie sind von ihren Bewohnern verlassen, mehrere Häuser sind verbrannt. Crkvice und Dragaly wurden zerstört gefunden. Die Zahl der Insurgenten betrug im Ganzen 900—1000 Mann, ihr Verlust war anscheinend nicht unbeträchtlich, konnte jedoch nicht festgestellt werden, weil sie die Todten und Verwundeten forttrugen und das Herankommen der Truppen nicht abwarteten. Bei dem Zusammenstöße am Fuße des Pazua wurden auf Seiten der Insurgenten 10 Tobte und 25 Verwundete deutlich wahrgenommen. Die Erfolge sind, nächst der ausgezeichneten Führung aller Commandanten, der über alles Lob erhabenen Tapferkett und Ausdauer der Truppen zu danken, welche, unter Ueberwindung der enormen Terrain-Schwierigkeiten, den Feind auch auf dm anscheinend unzugänglichsten Höhen aufsuchten. Es ist die Festhaltung der Punkte von Grkavac, des Han's von Zagovzdak, von Crkvice, Narpoda, Ubli und Vratlo, sowie die flüchtige Befestigung und provisorische Instandsetzung des ehemaligen Wachthauses von Crkvice verfüat worden; alle Truppen mit Ausnahme jener der 44. Division bleiben an den genannten Punkten mit entsprechenden Besatzungen, mit dem Gros bei Crkvice, und werden von da aus die noch in der Macia-Planina stehenden Insurgenten vertreiben und Streifzüge durch die ganze Crivoscie ausführen, Vermischte ». _... . In Lüttich ist die Hülste der aus 400 Manu bestehenden Garnison der Cttadelle vergiftet worden. Kurz nachdem die Mannschaft um 4 Uhr ihr- Menage verzehrt hatte, zeigten sich die Symptome von Vergistung. Der Leib schwoll bet den Meftten ganz außerordentlich an und fast alle wurden von Uebelkeiten und Erbrechen befallen. Die Aerzte ließen den Erkrankten unverwetlt die nöthige Hilfe angedeihen. Man schreibt die Vergiftung dem zur Zubereitung der Speisen verwendeten schlechten Fette zu. Am Donnerstag hatte sich der Zustand der Kranken bereits gebessert. Noch etwa hundert stehen in ärztlicher Behandlung, aber die Todesgefahr ist beseitigt. (Die Makler Hymens) — so möchten wir jene dunkeln Ehrenmänner bezeichnen, welche mit mehr oder minder delikaten Mitteln unter dem Wappenspruch „Discretion Ehrensache!" das Geschäft der Heirathsvermittelung betreiben. Das Publikum hat von diesen Pionnieren des Standesamts verhältnißmäßig harmlose Ansichten. Wer indessen Gelegenheit zu einem intimeren Einblick in das Räderwerk gehabt hat, gewinnt die Ueberzeugung, daß wir es hier mit einer nach den europäischen Maßstäben verfeinerten Form des Kulihandels zu thun haben, wenn es der Vermittler ernst meint, oder aber mit -'nem listigen Raubsystem, das sich auf die Leichtgläubigkeit des Publikums aufbaut, wenn d-e Angaben des Vermittlers als mystificirende Vorspiegelungen aufgefaßt werden Wir wissen selbst nicht genau, für welche Alternative wir uns entscheiden sollen, wenn ra r die authentischen Actenstücke durchprüfen, die uns über ein Institut dieser Art von et em unserer Leser unterbreitet worden sind. Der Geschäftsgang ist folgender: Wer sich an die Firma in dem vertrauensvollen Glauben wendet, hier eine Lebensgefährtin finden zu können, erhält zunächst einen Revers zugeschickt, in welchem er sich durch Namensunterschrift verbinden muß, alle ihm in Aussicht gestellten Mitthe lungen geheim zu halten und verantwortlich für die Folgen einzustehen, die sich aus Uwaigen Jndiscretionen ergeben könnten. Auf die Erledigung dieser feierlichen und wichtigthu nden Präliminarien folgt zunächst die bescheidene Aufforderung, eine Baareinsendung von - fünf Mark zu leisten . . . „Reichswäbrung" ist ausdrücklich hinzugesügt, und entschuldigend bemerkt der zartfühlende Unternehmer: „Wir sind gezwungen, diesen kleinen Betrag als Beilage zu verlangen, um erstens der Neugierde in B treff des Prospectbestellens ein Ziel zu setzen und um auf diese Weise nur mit ernsten Bewerbern in Geschäftsverbindung zu kommen." — Ist diese gelinde Steuer in die Casse des Geschäfts geflossen, so folgt die erste Gegenleistung: Die Uebersendung eines Verzeichnisses, in welchem die auf Lager befindlichen Heirathscandidatinnen ausgezählt sind. Es ist dies Verzeichniß, das uns im Original vorliegt, ems der ergötzlichsten Actenstücke, die uns je vorgekommen sind. Die Damen sind selbstverständlich nicht namentlich aufgezählt, ja nicht einmal durch ih- Wäschezeichen, ihr Monogramm characterisirt; wie die Stiäflinge im Gefängmß, w e die Patienten in einem Lazareth sind sie nur durch Nummern bezeichnet und die R>flectanten haben die Möglichkeit, ihren Bestellungen die geschästsmäßige Form zu geben: „Ich bitte mir Nr. 149 zur Ansicht zu senden" — oder: „Wollen Sie bei Nr. 257 anfragen, ob sie mit mir an den Altar treten will." — Wie in Buch- und Gemäldckatalogen sind übrigens auch hier einige Nummern als fehlerhaft ausdrücklich gekennzeichnet. „Natuischönheitsfehler" lautete die euphemist sche Andeutung, die es der Phantasie des Bewerbers gestattet, hoffnungsvoll nur an leichte Sommersprossen zu glauben, oder erschrocken sich bis zum Argwohn eines Buckels zu versteigen. Auch empfehlende Randglosfen finden wir vertreten , alle mit lakonischer Kürze ausgedrückt. Da heißt es bei einzelnen Nummern „schön", „sehr schön", und für Freunde von ethischen Vorzügen „fromm". Eme sechsundvierzigjährige Wittwe, welcher alleidings in unserem Prospect zwanzig l!i Millionen nachgerühmt werden, trägt die Schutzmarke „Nur für Grasen!" Eine andere Candi- datin ist mit der Bemerkung abgestempelt; „Bewerber muß ein feiner Mann (!) sein." Im Uebrigen sind zur Unterschechung der Partien kleine übersichtliche Geschäftszeichen eingesührt, über welche eine Vorbemerkung des Verzeichnisses die erschöpfende Auskunft (Hebt: „Mit Stern versehene Nummern ohne Garantie. — Feine Partien fetter Druck!" Natürlich ist bei jeder Nummer außer dem Alter, der Religion und dem Wohnsitz — die Landkarte unseres Heirathsbureaus reicht nach den vorliegenden Angaben von der Memel bis zum Bodensee — vor Allem die Mitgift und wo es thunlich erscheint, auch die Erbschaftsaussicht in der beredtsamen Sprache der Ziffern angegeben. Wenn wir den Angaben, treuherzig, wie wir sind, den vollsten Glauben schenken, so beträgt die Gcsammlheit der Mitgiftsummen, über die unser Heirathsver- mittler bet seinen 291 Partien zu verfügen hat, nahezu zweihundert Millionen Mark. Fürst Bismarck hätte, wenn er über die Heirathsgüter unseres Vermittlers verfügen dürfte, den geträumten Reinertrag des Tabakmonopols für fast zwei Jahre in der Tasche und brauchte sich nicht mehr mit den Volksvertretern h rumzuärgern! Millionärinnen sind in jeder Spalte des Verzeichnisses durchschnittlick acht aufgezäblt und zwar von einer lumpigen Million beginnend bis heraus zu sechszehn, ja zwanzig Millionen. Der wohledle Freiherr von Münchhausen war sicherlich ein Stümper gegen unseren Makler Hymens, der sich rühmt, einen ganzen Juliusthurm von Mitgift vergeben zu können. Und dieser Wohlthäter der herrathslustigen Menschheit begnügt sich mit einer Baaranzahlung von nur fünf Mark! Er führt in der Prinzenstraße ein bescheiden stilles Vermittlerleben und ernährt sich durch postlagernde Korrespondenzen mit Leichtgläubigen. Es giebt wirklich wunderliche Existenzen in einer Weltstadt! (Berl. Tgbl.) Crefeld, 6. März. Aus New-Aork wird der Crefelder Zeitung mitgetheilt, daß abermals eine Werbung von Arbeitern nach dem Staate Colorado zu einem angeblichen Eisenbabnbaue versucht wird, vor welcher nicht eindringlich genug gewarnt werden kann. Die Werbung geschieht durch eine gedruckte Notiz ohne Datum mit der Aufschrift: „Vertraulich! Diese Anzeige wird nur von Mitgliedern der Geistlichkeit versandt und darf in keiner Zeitung publicirt werden. A. Langgrand Agent", und enthält eine Erklärung der Denver- und Rio Grande-Eisenbahn-Gefellschaft, wonach diese 10000 Arbeiter und eine Anzahl Ingenieure, Aerzte, Priester u. s. w. auf mindestens zwei Jahre unter verlockenden Bedingungen anzuwerben wünscht. Der erwähnte Eiseobahubau ist aber nicht im Gange und schon seit länger als einem Jahre werden Arbeiter und Aerzte u. s. w nicht mehr dazu gesucht. Wie ein dort beschäftigter Techniker miitheilt, haben die Baunniernehmer ihre Leute ohne Vorwisfen der Eisen- bahn-Gesellschast entlassen und hierdurch die Arbeiter in die größte Gefahr gebracht, da weder Unterkommen noch Erwerb meilenweit zu finden war. Land und Arbeit ist, wie unser Gewährsmann schreibt, für Deutsche ungeeignet und das zugesagte Leben in den Zelten unerträglich. Frauen werden an den Arbeitsstätten nicht geduldet. Allgemeine Verkauf von Bier in Flaschen. Unterzeichneter empfiehlt: 1) Export-Bier, hellfarbiges zum Preise von 23 für die Flasche, 2) Lager-Bier, „ „ „ „ 18 „ „ „ auä ber Aktien-Brauerei Gießen, deren beliebte Fabrikate in hellfarbiger Waare ich ausschließlich führe. — Bei Abnahme von inehreren Flaschen frei ins Haus. Außerdem empfehle ich dunkelfarbiges Export-Bier zum Preise von 25 H für die Flasche. 1396 €'arl Möser, Flsschenbierhandiung, __________________ Alicenstraße in Gießen. 1717 Gimpen, Franzen, Spitzen, OrnementS, «nöpfe, sowie fämmtliche Mercerie Waaren empfiehlt M billigsten Preisen J. Haan jr., Kreuz. r Anzeiger. Zur Uonfirinatlon empfehle: Schwarze rein wollene Cachemircs in acht Qualitäten von Mk. S.Zttbis Mk.UperMtr., acht Lyoner Seidenzruge und Sammete in den beliebten soliden Fabrikaten. 1714 S. Weimersheim Nachfolger. PandwirtlMaftsschule Weilburg a. d. Mhu. Oeffcntliche Prüfung zum Schluß der Wintersemesters 31. März. Beginn des neuen Schuljahres 13. April. Die Abgangszeugnisse berechtigen zum e,niahrig-frei- willigen Miliiairdienst. Anmeldungen bis zum 9. April au Direetor Matzat m Weilburg, der auch Programme (toftcnfrci) versendet und weitere Auskunft ertherlt. Das Kuratorium. gez. v. Wurml», Regierungspräsident in Wiesbaden. 1310 PMampMifffaM von BREMEN . AMERIKA.^ Passage wende man sich an 1338 ’S«««*'1 Zahlung statt. Mcrita Heichelheim. 1678 Reparaturen werden schnell und billigst besorgt. Norddeutscher Lloyd 1621 empfehlen J. A. Busch Söhne. Directe nach dem Westen Kreuz . 114. 1614 A. H a n <1 r 1 c h. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch in Gießen. und und D.R.- Patent. 990 Zwei Knaben, welche die hiesigen Lehranstalten besuchen wollen, wünscht in volle Pension aufzunehmen eine Pfarrers- wittwe. Liebevolle und gute Pflege wird zugesichcrt. Näh. in der Exped. ds. Bl. 1795 Ein Kellner-Lehrling gesucht. Näheres in ^>er Exped. ds. Bl. 1688 Ein Garten, nahe der „Schönen Aussicht", zu verpachten oder zu verkaufen. Näheres bei Louis Gail, Mäusburg. Pferdefleisch, sowie geräucherte Wurst empfiehlt 1722 Konrad Krausch, Schloßgasse. Korsetten in allen möglichen Fapons 'empfiehlt in großer Auswahl A. Fangmann. IMkksamnen! 1» Rothklee, I“ Weissklee, I® Schwedischklee. 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Ich empfehle mich zum Unfertigen aller Art von Herren- Knaben-Kleidern nach Maß in den besten englischen, französischen deutschen Stoffen und sichere prompte und billige Bedienung zu. Hochachtungsvoll Billets w-york] W Verein. Staaten Wernliethuugen. 1226 Der 3. Stock meines Hauses/ 6 Zimmer, geräumiger Corridor rc., per 1. Juli, event. auch früher, zu vermicthen. Hauvach. 1579 In dem früher Völker'scheu Haus an der Grünbergerstraße ist der 1. Stock zu vermicthen. S. Fänerbach Wwe. Die Nr. 23 enthält: Der Anhänger. (Forts.) Ein Stück Lebensgeschichte. Von Ludwig Freiherrn von Ompteda. — Das Ende des schwarzen Mirko. Eine Skizze aus dem bosnischen Leben. — Die Weltverbesserer. Roman von M. Gerhardt. (Schluß.) — Ausnutzung versunkener Wälder. — Das neue Kunstgewerbemuseum zu Berlin. Von G. de Beaulieu. Mit zehn Illustrationen. — Englische Heims für alleinstehende Frauen und Mädchen. — Am Familientisch: Glücklich angesprungen. Zu dem Bflde: Klosterbruder auf der Urhahnjagd von I. V. Earstcns. — Die Kaltluftmaschine. — Was sollen wir unseren Confirmanden schenken? — »Ich kenne dich nicht wieder Algier." — Gesundheitsrath. Mit zwei illustrirten Beilagen: Ein Bonze in Berlin. Mit Abbildung: Beta- botore, der buddhistische Oberpriester des Tempels zu Kawasaki, in Berlin. — Umschau in fernen Landen. — In unserer Spielecke. — Der Sieger vonGöktepe als Redner. Mit Abbildung: General Skobelew. 1839 Es wird ein Hansbursche im Gasthaus „Zum Löwen" angenommen. 828 Zu vermicthen eine Familien- wohnung. Bismarckstraße S._170*5 1524 Eine freundliche Mansardenwohnung, 4 Zimmer, Bodenkammer, Küche, sonstiges Zubehör und verschließbarem Corridor zu vermicthen bei Prof. Milbrand, Marb.-Str. 161. 1422 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Bahnhofstraße E. 928. 1668—Eine Familienwohnung, per 1. Juni beziehbar, zu vermiethen. 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