1828. zeiget Rr. 292. Zweites Blatt. Donnerstag den 14. December Amts- und Anzcigeblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstrape 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Vringerlrchn. Durch die Post be)»gen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheit. Betreffend: Die Abänderung der Statuten des Vereins zur Unterstützung und Beaufsichtigung der entlassene Sträflinge. Bekanntmachung und Wahleinladung. Nach §. 16 der abgeänderten Landesherrlich bestätigten Statuten des Vereins zur Unterstützung und Beaufsichtigung der entlassenen Sträflinge, welche Statuten kürzlich in dem Gießener Anzeiger abgedruckt worden sind, sollen die Bezirksvereins-Commissionen für die Folge aus drei Mitgliedern gebildet werden, bestehend aus dem jewelligen Kreisamts-Vorsteher, als Vorsitzenden, und zwei in einer Versammlung der Vereinsmitglieder aus dem betreffenden Kreise auf drei Jahre gewählten, am Kreisorte wohnenden Mitgliedern, sowie zwei gleichzeitig gewählten Ergänzungs-Mitgliedern. Sollten etwa am Kreisorte nicht drei Mitglieder wohnen, so sind solche aus den benachbarten Orten zu wählen und sollte weiter eventuell eine zum Zweck der Wahl berufene Versammlung nicht zu Stande kommen, so werden die Geschäfte vom Vorsteher des Kreisamts einstweilen bis zur Entfernung dieses Hindernisses allein besorgt. Von den beiden gewählten Mitgliedern hat eins die Correspondenz und das andere die Vezirkskaffe zu führen. Zur Vollziehung dieser statutenmäßigen Bestimmungen laden wir die Vereinsmitglieder, deren Verzeichnis nachstehend folgt, zur Wahl zweier Mitglieder und zweier Ergänzungsmitglieder der Bezirksvereins-Commission Gießen für die Jahre 1883, 1884 und 1885 auf Samstag den 16. L M., Vormittags 11 Uhr in das RegierungSgebäude ergebenst ein. Gießen, am 6. December 1882. Der Vorstand der Bezirksvereins-Commission Gießen. Dr. Boekmann. Adami, H., Bauunternehmer in Gießen. Ahlfeld, br., Professor in Gießen. Baift, Dr., Rechtsanwalt in Gießen. Barnaß, I. in Gießen. Behrend, Albert in Gießen. Bock, S. in Gießen. Boekmann, ür., Provinzialdirector in Gießen. Böhm. Stationsvorsteher in Butzbach. Bramm, A-, Bürgermeister in Gießen. Briealcb, Pfarrer in Heuchelheim. Briet, Rechtsanwalt in Gießen. Bücking, L-, Rentner in Gießen. Burk, Ferdinand, Fabrikant in Gießen. Curtman, Rechtsanwalt in Gießen. Deichert, Pfarrer in Groß-Buseck. Dittmar, Dr., Rechtsanwalt in Gießen. Emmelius, Carl, (Firma) in Gießen. Fischbach, Emil, Kaufmann in Gießen- Fresenius, Polizeirath in Gießen- Friedberger, E. Söhne, in Gießen. Gail, Ferdinand, Rentner in Gießen. Gail, Wilhelm, Fabrikant in Gießen. Gareis, Carl, Professor in Gießen. Gebhardt, Heinrich, Amtsrichter in Gießen. Georgi LKlingspor, Fabrikanten in Gießen- Gilmer, Dr., Amtsrichter in Gießen. Glasor, Dr., Medicinalrath in Gießen- Görlach, Georg Philipp, Gemeinde-Einnehmer in Eberstadt. Görlach iv., Philipp, Bürgermeister in Eberstadt. v. Grolman, Dr., Landgerichtsrath in Gießen- Gutfleisch, Dr., Rechtsanwalt in Gießen. Haberkorn, Regierungsrath in Gießen. Haustein, I-, Fabrikant in Gießen- Harnack, Adolph, Professor in Gießen. Heberer, Pfarrer in Treis a- d. L. Heichelheim, Moritz in Gießen. Heichelheim, Siegmund, Bankier in Gießen. Heß, August, Fabrikant und Beigeordneter in Gießen- Hoffmann, Hermann, Professor in Gießen- Hofmann, Christian, Pfarrer in Hungen. Hornberger, Gebrüder Söhne, in Gießen. Hornberger, M., Fabrikant in Gießen. Joeckel, Staatsanwalt in Gießen. Kaan, M-, in Gießen. Kattenbusch, Ferdinand, Professor in Gießen. Kauffmann, E., Fabrikant in Gießen. Kaufmann, Alberl in Gießen- Kaufmann, Gebrüder in Gießen- Katz, A., in Gießen. Kempff, Otto, Fabrikant in Gießen. Klebe, I., in Gießen. Klewitz, Dr., Arzt in Gießen. Knorr, Ludwig, Landgerichtspräsident in Gießen- Kraft, Dr., Rechtsanwalt in Gießen- Kretschmar, Gustav, Professor in Gießen. Kullmann, Landgerichtsrath in Gießen. Lahr, Dr., Staatsanwalt in Gießen- Langsdorfs, Gustav, Oberamtsrichter in Gießen. Laspeyres, Etienne, Professor in Gießen. Lauer, Rechtsanwalt in Gießen. Lenz, Balthasar, in Gießen- Levi, Dr. B- S., Rabbiner in Gießen. Liebrich, W., Kaufmann in Gießen. Lutterbeck, Professor in Gießen. Meermann, Kaufmann in Grünberg. Metz, Rechtsanwalt in Gießen- Meyerfeld, L. in Gießen. Muhl, Dr., Rechtsanwalt in Gießen. Muth, Landgerichtsdircctor in Gießen. Naumann, Dr., Pfarrer in Gießen. Naumann, Dr. Alex, Professor in Gießen. Noll, Georg, Director der Actienbrauerei in Gießen- Nover, Kreisassessor in Gießen. Oncken, Dr. Wilh-, Professor in Gießen. Oppenheimer, Gebrüder, in Gießen. Oppermann, Landgerichtsrath in Gießen. Ouvrier, Landgerichtsrath in Gießen. Pasch, Moritz, Professor in Gießen. Pichler, Carl, Professor in Gießen. Pückel, Landrichter in Gießen. Pracht, Bürgermeister in Grünberg. Pullmaun, Pfarrer und Decan in Grünberg. Nady, Pfarrer in Gießen. Reatz, Dr., Rechtsanwalt in Gießen. Rosenberg, Dr., Rechtsanwalt in Gießen. Roth, Otto, Verlagsbuchhändler in Gießen. Schaumann, A., Fabrikant in Gießen. Schirmer, Gg. H., Fabrikant in Gießen. Schlosser, Georg, Pfarrer in Gießen. Schulhof, I- M-, in Gießen. Schürer, Emil, Professor in Gießen- Schwan, C-, Weinhändler in Gießen- Scriba, Christian, Pfarrer in Alt-Buseck. Silbereisen, Eduard, Fabrikant in Gießen. Solms-Lich, Se. Durchlaucht der Fürst, Herman, in Lieh. Stammler, Amtsrichter in Gießen. Stammler, Dr., Landgerichtsdircctor in Gießen. Stein, Heinrich, Bezirksstrafgerichts-Director in Gießen. Steinberger, Rechtsanwalt in Gießen. Stern, A-, in Gießen-: Strack, Decan in Lang-Göns. Vigelius, Schuldirector in Gießen. Wagenbach vil, Johannes, Bürgermeister in Alt-Buseck. Wasserschleben, Dr., Kanzler in Gießen. Wafferschlebeu, E., Fabrikant in Gießen. Wiener, Landgerichtsrath in Gießen. Wilbraud, Dr., Professor in Gießen! Wilson, Bergwerksbesitzer in Gießen- Wolf, L., in Gießen. Zimmermann, erster Staatsanwalt in Gießen. P-sth, 9. Decbr. In der Bukowina leben 25,000 Magyaren, die in schweren Zeiten dorthin ausgewandert sind, aber Jahrhunderte hindurch in Mitte der rumänisch-slawischen Bevölkerung ihre Anhänglichkeit an Ungarn, ihre Sprache und Sitten und ihren magyarisch-nationalen Charakter rein erhalten haben. Der König Franz Josef hat gestern eine Abordnung dieser Csango- Magyaren empfangen; letztere bitten um ihre Repatriirung in Ungarn, und der König hat ihnen ihren Wunsch im Grundsatz gewährt. Es handelt sich nun darum, daß die ungarische Regierung und das Parlament die nöthigen Ver- fügungen treffen, damit die Rückwanderung auf eine Weise geschehe, daß die Csango-Magyaren für ihre Ausdauer und Liebe zum Vaterland auch belohnt werden. Die Abordnung der Csangos ist gestern aus den Gallerieen des Abgeordnetenhauses erschienen und sie wurde von den Abgeordneten auf’6 Herzlichste begrüßt. Die Journalisten gaben derselben ein Banket; die kräftigen Landleute benahmen sich mit einem Selbstbewußtsein, das den Magyaren nur selten verläßt. Ihr erster Redner brachte einen Toast aus, und er ließ alles Ernstes „den Obergeneral des ungarischen Gemeinwesens Se. Heiligkeit den Minister Koloman Tisza" hoch leben. Ein anderer Redner toastirle in Reimen auf die „Zeitungsschreiber." Die Erscheinung dieser Csangos liefert einen treffenden Beweis der Zähigkeit der magyarischen Raffe. Vermischtes. Darmstadt, 8. December. sSterbllchkeil im Großherzvgtbum ßtffen.l Im SDlonot ©eptember l. I. ereigneten stch im Großherzogthum Hessen 1453 Todesfälle, gegen 1564 im August; davon in Starkenburg 669 (699), in Oberhessen 368 (398) und 416„(467> Damit weist die S'erdüchkeu des September im V-igl-ich des Monats August eine -rh-bliche Abnahme, am auffälligsten in der Provinz Rheinhessen, auf. Zugleich war dieser Monat übrigens, wie in der Regel, derjenige geringster Mortalität, denn es entstel-n auf 10,000 Einwohner nut 15.2 SterbesäUe, während für März und April stck mehr als 21 ergaben. Von der Gesammtzahl der Verstorbenen waren Erwachsene 764 (im August 767) und Kmder 689 (797) von den leweren vor B-llendung d-s ersten L-bensiahres verstorben 435 (490) und Im Alter vom 2. bis 15. Jahre 254 (307). Gegen den Monat August Halle die Sterblichkeit der Erwachsenen >!tle Aendeiung nicht clfahren, bet den Kindern beider Alterskaiegorien dagegen war di, Sterblichkeit eine bedeutend geringere geworden. Von epidemtichen und ansteek-n- d«t Krankheiten hatten Scharlach 40 (38), Hals- und Rachenbräune 39 (43), Masern iS (32), Keuchhusten 16 (17), Abdominaltyphus 19 (12), Ruhr 2 (1) und Rose 1 (1) r-dessäll- veranlaßt; an epidemischen Krankheiten zusammen waren 133 Personen, gegen 144 im Vormonat, verstorben, und es entfielen davon auf Starkenburg 63 (78), auf Oberhessen 41 (42) und auf Rheinhessen, welche Provinz sich schon seit dem Monat Juni ds. Js. durch eine geringe Epidemiesterblrchkeit auszeichr.et, nur 29 (24). Todesfälle im Gefolge des Wochenbetts wurden tm Großherzogthum 14 gegen 10 im August verzeichnet. An Lungenschwindsucht starben 171 (173) Personen; an acuten entzündlichen Krankheiten der Athemorgane 110 (111), an Schlagfluß 40 (46), an akutem Gelenkrheumatismus 1 (0) und an Diarrhöe und Brechdurchfall 79 (155); mit Ausnahme der letztgenannten Krankheiten, bei welchen die Todesfälle einen Rückgang um die Hälfte im Vergleich des Vormonats bemerken lassen, hatte die Mortalität durch bte wichtigeren Krankheiten eine wesentliche Aenderung nicht erlitten. Allen anderen Krankheiten erlegen waren 615 (654) Personen, unbekannt blieb die tödtliche Krankheit in 249 (331) Sterbefällen. Todesfälle gewaltsamer Art wurden verzeichnet 41 (40) und darunter durch Verunglückung 23 (26 , durch Selbstmord 17 (13) und durch Mord 1 (1). Der Monat Oct ob er wies im Großherzogthum insgesammt 1543 Todesfälle gegen 1453 im Vormonat auf, auf 10,000 Einwohner 18 2 gegen 15.2; von diesen kommen auf Starkenburg 654 (669), auf Oberhessen 422 (368) und auf Rheinhessen 467 (416); eine gegen den Vormonat erhöhte Sterblichkeit machte sich in allen Provinzen, vornehmlich aber in Oberhessen und Rheinhessen, bemerkbar. Den Hauptalters- lategorien nach waren unter der Gesammtsumme der Verstorbenen Erwachsene 834 (764), Kinder 709 (689) und von den letzteren innerhalb des ersten Lebensjahres verstorben 438 (435), ältere Kinder 271 (254); es waren sonach wesentlich die Altersklasse der Erwachsenen und ferner die der über 1 Jahr alten Kinder, welche eine erhöhte Sterblichkeit betraf. Epidemischen und ansteckenden Krankheiten erlegen waren 173 Personen gegen 133 im September und zwar in Starkenburg eine beträchtlich höhere Zahl: 95 gegen 63, in Oberhessen 49 gegen 41 und in Rheinhessen 29 wie im Vormonat Von den einzelnen hierher zahlenden Krankheitsformen hatten Hals- und Rachenbräune 49 Sierbfälle veranlaßt (im September 39), Masern 42 (16), Scharlach 38 (40), Abdominaltypbus 26 (19), Keuchhusten 13 (16?, Rose 3 (1) und Ruhr 2 (2). Masern, von welchen Oberhessen seit Anfang dieses Jahres verschont gewesen, traten dort bin und nreber und in Starkenburg verbreiteter, namentlich im Kreise Erbach auf, Hals- und Rachenbräune häufiger in Oberhessen, insbesondere im Kreise Gießen. Abdominaltyphus war in Rheinhessen häufiger Todesursache. Sterbefalle im Wochenbett kamen 12 gegen 14 im Vormonat vor. Von den wichtigeren Krankheiten hatten Lungenschwindsucht 171 (171), akute entzündliche Erkrankungen der Athemorgane 122 (HO), Scklagfluß 41 (40), acuter Gelenkrheumatismus 3 (1), Diarrhoe und Brechdurchfall 71 (79) Todesfälle veranlaßt; die Sterblichkeit durch die letztgenannten Krankheiten hatte sich noch um ein Geringes vermindert, diejenige durch acute Affectionen der Athemorgane hatte wie in der Regel in diesem Monat eine übrigens mäßige Steigerung erfahren. An allen übrigen Krankheiten erlagen 642 (615) Personen, nicht ermittelt wurde die Todesursache bet 266 (249). Todesfälle gewaltsamer Art wurden verzeichnet 42 (41) und davon durch Verunglückung 30 (23), durch Selbstmord 10 (17) und durch Mord und tödtliche Körperverletzung 2 (1). — In München starb am 5. ds. der hochverdiente Anatom und Physiolog Dr. Theodor Ludwig Wilhelm v. Bischoff- Am 28. Octoder 1807 zu Hannover geboren studirte derselbe tn Bonn, wo sein Vater von 1819—1861 Professor der Medictn war, Naturwissenschaft und Heilkunde, habiltttrte sich an derselben Universität 1833 als Privatdocent, wurde 1835 nach Heidelberg. 1843 als ordentlicher Professor der Physiologie und Anatomie nach Gießen und 1855 nach München berufen. Seine wiffen- schaftlichen Forschungen bezogen sich vornehmlich auf die Entw ckelungsaeschtchte des Säugethiers und des Menschen. Der König von Bayern verlieh ihm 1871 mit dem Verdienstorden der bayerischen Krone den persönlichen Adelstand Hanau, 8- December. Von ungewöhnlichem Glück scheint die Spur- und Spielkasse „zu den drei Hasen", der bekanntlich im vorigen Jahr das große Loos der 4proc. Prämien-Anleihe der Deutschen Hypothekenbank in Meiningen zufiel, begünstigt zu sein, denn von demselben Sptelpapier sind ihr 3 Loose, welche am Tage vor der Ziehung erst gekauft waren, sofort gezogen worden. Aschaffenburg, 9. December. Die Mainbrücke hat durch das letzte Hochwasser so beträchtliche Beschädigungen erlitten, daß der Magistrat sich genöthigt sah, dieselbe sowohl für den Personen-, wie den Fuhrwerksverkehr zu fper. en. — Das Reichs - Postamt richtet auch tn diesem Jahre an das Publikum das Ersuchen, mit den Wechnachtssendungen bald zu beginnen, damit die Packctmasscn sich nicht in den letzten Tagen vor dem Feste zu sehr zusammendrängen, wodurch die Pünktlichkeit in der Beförderung leidet. Die Packele sind dauerhaft zu verpacken. Dünne Pappkaften, schwache Schachteln, Cigarrenkiften u. s. w. sind nicht zu benutzen. Die Aufschrift der Packele wuß d utlich, vollständig und haltbar hergestellt sein. Kann die Aufschrift nicht tn deutlicher Weise auf das Packet gesetzt werden, so empfiehlt sich die Verwendung eines Blattes weißen Papvrs, w.lches der ganzen Fläche nach fest aufgeklebt sein muß. Am zweckmäßigsten sind gedruckte Aufschriften auf weißem Papier. Dagegen dürfen Formulare zu Post Packetadressen für Packetaufschriften nicht verwendet werden. Der Name des Bestimmungsortes muß stets recht groß und kräftig gedruckt oder geschrieben sein. Die Packetaufschrift muß sämmtliche Angaben der Beglett- adresfe enthalten, zutreffendentalls also den Francovermerk, den Nachnahmebetrag nebst Namen und Wohnung des Absenders, den Vermerk der Eilaestellung u. s. w., damit im Falle des Verlustes der Begle'tadresse das Packet auch ohne dieselbe dem Empfänger ausgehändigt werden kann. Auf Packten nach größeren Orten ist thunltch, die Wohnung des Empfängers, aus Packeten nach Berlin auch der Buchstabe des Postbezirks (C., W., SO. u. s. w. anzugeben. Zur Beschleunigung des Betriebs trägt es wesentlich bet, wenn die Packete franklrt aufgeliefert werden. Das Porto für Packete ohne angegebenen Werth nach Orten des deutschen Reichs-Postgebiets beträgt bis zum Gewicht von 5 Kg. 25 auf Entfernungen bis zu 10 Meilen, 50 H auf weitere Entfernungen. Mainz, 9. Decemder. Die Arbeiten wegen Errichtung eines Nothdammes an der Dammbruchftelle bei Bodenhetm sind einem Kosthctmer Unternehmer übertragen worden und werden die hterm erforderlichen Arbeiten schon morgen in Angriff genommen werden. Drei Kämmmaschinen werden ununterbrochen tbätig sein, um die Pfahle für den Nothdamm in den Boden zu rammen. In Laubenheim, Bodenhetm und Nackenheim nimmt das Wasser einen sehr langsamen Abfluß, so daß noch eine ganze Reihe von Gebäuden meterhoch im Wasser stehen, dadurch stürzen fast täglich immer noch mehr Häuser oder Kellergewölbe ein. Mainz. Im November 1847 wurde der höchst gelegene Theil unserer Stadt durch Pulver zerstört, 25 Jahre später, im November 1882, wurde der am tiefsten gelegene Stadtthetl durch Wasserfluthen schwer heimgesucht: im November 1857 hatten wir den niedrigsten, 25 Jahre später im November 1882, den höchsten Wasserstand dieses Jahrhunderts. — sReichc Spenden). Herr Oberst von Westernhagen, Commandeur des 117. Infanterie-Regiments, hat Namens des Offizier-Corps seines Regiments Herrn Provinzialdtrector Küchler 2000 Mark für die Wafserbeschädigten übergeben und dem Landes-Cömitö überwiesen. Handel und Verkehr. ^Schlechte Heizung preußischer Eisenbahn-Waggons.) Es wird mehrfach geklagt, daß die Waggons der preußischen Bahnen, namentlich jene der Tour Köln-Berlin, eigentlich so viel wie gar nicht geheizt sind. Am 3. d. Mts., Abends 83/< Uhr, kamen in Berlin bei sehr kaltem Wetter Damen mit Kindern an, welche am Centralbahnhofe vor Kälte zähneklappernd ausstiegen und alsbald erkrankten. Die Fensterscheiben des betr. Wagens waren dicht gefroren. Diese Damen, welche, von Köln kommend, sich unterwegs mehrfach über die im Waggon herrschende eisige Kälte aufs bitterste beschwerten, erhielten vom Wagenheizer die Antwort, es sei dies nicht seine Schuld, er gebe allerdings den fatalen Zustand zu, allein es sei ihm ein allzu dürftiges Heiz- Material zur Verfügung gestellt und sogar vorgezählt worden. — Bei dem Umstande, daß sich die Verwaltung der Kgl. preußischen Bahnen ersichtlich alle nur erdenkliche Mühe gibt, den Reisenden nicht nur den möglichsten Comfort zu bieten, sondern ihnen auch sonst bjc Reise angenehm zu machen, ist es ganz undenkbar, daß an ihr die Schuld an dem gerügten Mißstande liege Dieselbe wird es jedoch wohl nur dankbar erkennen, wenn ihr ähnliche Fälle zur Kenntniß gebracht werden, damit das doch sonst so wohl begründete Renommä der Kgl. preußischen Bahnen nicht ferner durch eine ähnliche sehr schlecht angebrachte Sparsamkeit von Setten dcs betr. Dienstpersonals wieder verkümmert werde. Allgemeiner Anzeiger. Christbescheerung. Da die Noth in diesem Jahre auch unter den Armen unserer Stadt wirklich recht groß ist, so sand sich der Unterzeichnete doppelt veranlaßt7 in Gemeinschaft mit seinen Schulkindern wieder eine Weihnachtsbescheerung für arme Kinder zu veranstalten. Obschon nun zu diesem gewiß schönen Zweck manche Versprechungen unerfüllt geblieben, so sind doch von vielen andern Seiten die Gaben so reichlich geflossen, daß wir in der freudigen Lage waren, 124 Kinder reichlich bedenken zu können. Wir sagen hiermit für die uns zu Theil gewordene freundliche Unterstützung allen edlen Geberinnen und Gebern unseren herzlichsten Dank. Die Bescheerung, wozu wir hiermit alle Freunde und Gönner unserer Sache freundlichst einladen, findet kommenden Sonntag den 17. Dezember, Nachmittags 41/2 Uhr, in unserem Schulhause (Schillerstraße) statt. Von der Vertheilung der Gaben kann am Bescheerungstage, Morgens zwischen 11 und 12 Uhr und Nachmittags zwischen 2 und 4 Uhr, Einsicht genommen werden. Curschmann Lehrer. No. 33. I Seit 1876 : TO eigene Centralgeschäfte (7 in Berlin) Dresden. Neue Filialen werden stets gern vergeben. von Mk. 0. 80 Pf. pro Liter (die Flasche 60 Pf.) an 8272 i I Potsdam. H____ Leipzig. Breslau. Stettin. Danzig. Halle a. S. Cassel. Rostock. Hannover. Frankfurt a. 0. Königsberg i. Pr. nnd 500 Filialen in Deutschland. ~ == L-M?auf s esu*«sschadtehe Wci CLVESJiE FBAScg, unter den Bedingungen seines Preis-Courantes sind zu haben: _____________ bei Herrn 8. Elsoffer, Giessen. Die Oswald Nier’schen Weine Als geeignetes W eih.nach.tsgesch.enk besonders auch für auswärtige Familienangehörige aus dem Verlag von Emil Roth in Gießen. Gießen vor hundert Jahren, kulturgeschichtliche Bilder aus der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts von Prof. Dr. Otto Buchner. Mit Ansicht von Gießen aus dem Jahr 1775. Kl. 80. eleg. broch. Preis JL 2.50. In sehr eleg. Colico-Pd- mit Gold- ii. Schwarzdruck JL 3. Die periodische Literatur. Die Stadt. Die Bevölkerung. Die Festung. Schulanstalten. Das Gymnasium. Die Universität. Universitätsfeste. Gelehrte Gesellschaften. EinGießenerStudent d.1775 Gießener Studentenleben. Inhalt: Universitätsgesetze. Goethe in Gießen. Polizei und Bettelei. Luxus- Kaffee. Die Gesellschaft. Vergnügungen. Gesundheitsverhältnisse. Medicinisches. Phänologisches. Kirchliches. Der Ackerbau. Die Viehzucht. Der Wald. Kriege mit Wetzlar. Anfang des 7jähr. Krieges. Französische Besatzung in Gießen. Gießen blokirt. Ende des 7jährigen Krieges. Auch aus der Franzosenzeit. Gießen 1796 beschossen. Schluß des Jahrhunderts. Die deutsche Literaturzeilung von Herbst, der Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit und das Literarische Centralblatt haben die Schrift auf das Günstigste beurtheilt. Vorräthig in der Ferber'schen Univ.-Buchhandlung, Gießen. Einladung. Zu der Christbescherung unserer Kleinkinder-Bewahranstalt, die am nächsten Sonntag, den 17 Dezember, Abends 6 Uhr, in der städtischen Turnhalle stattsinden soll, laden wir alle Freunde und Wohlthäter unserer Anstalt, sowie die Eltern unserer Kleinen hiermit freundlichst ein. Als Eintrittsgeld zum Saal der Turnhalle sollen 20 H, auf die Gallerte 10 erhoben werden. Etwa uns zur Christbescherung noch zugedachte Geschenke wolle man baldigst uns zukommen lassen. Gießen, den 11. Dezember 1882. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann. Pfarrer. Mein IVeilinachls-Laffei in reichster Auswahl, enthaltend: Poesie-, Schreib-, Marken- und Photographie-Albums, Brief- nnd Colleg-Mapperr, Portemonnaies, Cigarrcn-Etuis, Feuerzeuge, Bisitkartcn-Täschchen, Brieftaschen und Notizbücher, Photographie-Rahmen, Wandtafchen, Damen-Neceffaires, Papeterien, Schmuckkästchen, Bilderbücher n. Jngcndfchriften sowie sämmtliche Schul- und Bureaubedürfnisie, erlaube ich mir in empfehlende Erinnerung zu bringen. j Wilhelm liiee, 1 8083 neben dem Mhhnns. T gemalte u. nngem. Bilderbogen, Münchener Bilderbogen, Modell-Cartons, Laubsäge-Muster, Slnkleide-Puppen, Farbckasten, Reißzeuge, Schreib- und Zeichnenkästchen, Zeichnen-Borlagen, Gtuis mit Faberstiften, Etuis mit farbigen Stiften, Lampenschirme, Schreibhefte mit feinen Decken, n. f. w. u. f. w. Ferner erlaube mir hauptsächlich eine große Auswahl in neuen Gesangbüchern mit seinen Cinbänden zu off euren, welche sich be- 4® sonders zu Weihnachtsgeschenken eignen, indem vom 1. Januar 1883 gäi ab nur neue Gesangbücher gebraucht werden. a Sodann offerire Billetpapiere, Briespapiere mit Monogramms, TT Visitenkarten von 50 an pro 100 Stück, Postpapier und Couverts t mit Firma, Wechsel, Speise-, Wein- und Adreßkarten, Rechnungs- "1" sormulare rc., sowie alle in das Druck- und Lithoqraphiesach ein- gji schlagende Artikel. JL Ferner habe eine Partie älterer Artikel zum Weihnachts-Verkauf J ausgesetzt, die zu herabgesetzten Preisen offerire. 7782 Die seit Jahren bewährten Ingredienzien zur feinen Bäckerei empfiehlt zu billigsten Preisen Emil Fischbach. Bielefelder«. Hausmacher-Leinen um damit zu räumen, empfiehlt ZU Selbstkostenpreisen 8173 Äug. Haubach. reichhaltig assortirten 7989 8141 5237 ranjtolt. 444* Die Conditorei von II. Kinkel 8097 Fr. Seibel 7875 Schleier in allen Farben und Qualitäten 8035 * t .ckctti 1894 Morite Heichelheim < Verkauf Bank- & Wechselgeschäft papieren etc. VY tfllt, Oie OK tischen Tm- ijerer M, tnttsgeüzM i werb. e wolle nm fiv6* verbogen, n, Srlttrswkg57 Robert Haas SeUersweg 57 mrpfiehlt ein reichhaltiges Weihnachtslager in: Herrenkrageu u Manschetten, Sblipse. Das Neueste in Damenkragen und Umschlag-Garnituren. Lavallieres, Barben, Bor- stecker, Krausen per Meter und im Carton. Spanische Fichus und Echarps # in creme und schwarz. Spitzenkragen in allen Farben. Ä . 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H 'seiner Minist > haben sollte, 'Debatte, an 1 währte fast l baren Zeit ir damit, daß dt des Etats für 43 Bimmen t •^(jebGommij, Mitrag liefert, Eon zu bercr m M' Hauses auä mui der Tages, Der 9^ ^Generaldebatte -Thal in den b «oer über die Deren Gang e- Der A 7. d. M, ?en, Vorschlag, -Holz von 25 Die -Eahl des * Herr» » ''gelaufen, ro, -in < 3 m in "md wieder sarlamentarifd * d°s 4 ‘ den Sh Z" Gurken als u Al R°he„" 'ch erklär,T am Bereis Große Auswahl in Lebkuchen, verschiedene Sorten 8099 Anis sowie iBüinnconfrtt empfiehlt zu sehr billigen Preisen die Conditorei von Heinrich Kinkel. 1° neue holt.Kotihäringe offerire 31t 6 4 per Stück. 5248 S. Elsoffer. Tanninseife ( gegen Sommersprossen, Boraxseife j Leberflecken rc., Gallseife (für feine Wäsche). Emser'Pastillen der König Wilhelm's Felsenquelle in plomb. Schachteln ä Schachtel 70 Psg. Malaga, Medicinische Weine Tocayer, Griech.Weinew. in bekannter Güte- 7377