»* l B o o o 8240 § ooooc lürtntr, )enbet Topf, 8221 Anfängen, M 8156 mnasium. m ftubolpfy itgekfleM ießen. 8217 MM LthW, welcher k iE. E auf Lchenhlmlw 6M , „„jikibirm* n«6« ßtünb * ‘J schSstlW« " IlüM. ig non 5 ßiiuincrn icineS Haujes nur lleFamür zuvn- jrof/CnM dimmet mit dato Muenweg 22. »"Ä s’>: Freunde piler t Kiegenfeste 0 WhiN. ü M«. K«"' * peb. b§- ^l.^,— VäTWI wirb M'<”§ .•»•“ES AuSmh'LL Ho«hetS“er' 1SS2, sre. 2S2. iehener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bureaur Schulstraße 7. Erstes Blatt Donnerstag den 14. December ----------- Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Betreffend: Unterricht im Hufbeschlag. Bekanntmachung. Indem ich Nachstehendes zur öffentlichen Kenntniß bringe, ersuche ich die Herren Bürgermeister, die jungen Schmiede ihrer Gemeinden auf den Be *” bS "SN'm ÄS? Ä*” * " ”n'*' D,r Di«-.., d,- «*.. i^l^e 'O OCt TU ß TT TTe Friedelhausen, nm 6. December 1882. Unterricht im tzufbescklaq 1883. Der Unterricht im Hufbeschlag für junge Schmiede an der Gr. Veterinär-Anstalt zu Gießen für laufenden Winter soll am 8. Januar 1883, Mittags “ * ’t^lÄSÄ SB* W. * *■ M N»b° «m W *- W »-« WWglg Gi-ßen zu melden und der Anmeldung den Nachweis über erworbene Schulkenninisi-, bestandene Lehrzeit und gules Betragen sowohl, al. auch >"'"5 ÄfÄ'ÜSÄ’S(Äü**» -- d-ms-lb-n fü. ihre« ,.lt in «-Ü-- selbst zu ll». kmi.» wMn stch - » “*■ fa*‘ Friedelhausen, am 6. December 1882. Adalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau. Darmstadt, 12. Decbr. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Arn 2 Decbr. den Kreis-Assistenzarzt für den Kreis Gießen, Dr. Karl Scharfenberg zu Lich, auf sein Nachsuchen von seiner Dienststelle zu entheben; u m am 9. Decbr. den Landgerichtsrath bei dem Landgerichte der Provinz Oberhessen, Dr. Adolph v. Grolman, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienstführung, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen; an deins. Tage den Landrichter bei dem Landgerichte der Provinz Starkenburg, August Bergsträßer, zum Landgerichtsrath bei diesem Gerichte, — den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Gießen, Karl Puckel, zum Landrichter bei dem Landgerichte der Provinz Oberhefsen, — den Amtsrichter bet dem Amtsgerichte Vilbel, Dr. Wilhelm Schäfer, zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Gießen, — den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Homberg, Dr. August Sriba, zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Vilbel, — den Gerichts- Accessisten Ludwig Hechler aus Biedenkopf . zum Amtsrichter bei Großh. Amtsgerichte Homberg — zu ernennen; "an dems. Tage den Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Worms, Joh. Münzer auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. Berlin 10. December. Der Cultusminister hat dem Abgeordnetenhause die übliche Nachweisung der in Folge des Gesetzes vom 22. April 1875 eingestellten Leistungen aus Staatsmitteln für römisch-katholische Bisthümer und Geistliche zugehen lassen. Es ist durch diese Einstellung von Zahlungen bis zum 15. Juni d. Js. der Betrag von 13,426,895 Ji. ausgesammelt. — Die Commission zur Vorberathung der Krankenkassen - Vorlage hofft noch vor den Weihnachtsserien in die zweite Berathung des Gesetzentwurfs ein» treten zu können. Man will das Krankenkassen-Gesetz als selbstständiges von dem Unfall-Versicherungsgesetz unabhängiges Ganzes behandeln und demgemäß die Berathungen abschließen und vor das Plenum des Reichstages bringen, um dann erst an die Unfall-Versicherungs-Vorlage heranzutreten. Man hofft, daß Seitens der Reichsregierung gegen diese Behandlung der Vorlagen Widerspruch nicht erhoben werden wird. — In der bei uns von parlamentarischen und außerparlamentarischen Kreisen gepflogenen Erörterung der Vagabondensrage meldet sich neuerdings auch die' Schweiz zum Wort. Eidgenössische Preßstimmen führen schon seit Jahren Klage über die zunehmende Belästigung der nordschweizerischen Grenz- Cantone durch deutsche Landstreicher. Hiergegen Remedur zu schaffen, hat stch, aus der schweizerischen Darstellung der Sachlage zu schließen, die Action der beiderseitigen Grenzbehörden incompetent erwiesen. Nach der Art und Weise, wie sich nunmehr der Berner „Bund", welchem man nähere Fühlung mit der eidgenössischen Central-Negierung nachsagt, des beregten Themas annimmt, erscheint die Vermuthung gerechtfertigt, daß die aus dem massenhaften lieber» tritt subsistenzloser deutschen Reichsangehörigen auf schweizerisches Gebiet für die Eidgenossenschaft resultirenden Nachtheile in irgend einer Form zum Verhandlungs-Gegenstände zwischen Bern und Berlin gemacht werden dürsten. Nachdem deutsche und österreichische Osficiöse in diesen Tagen die Intimität des Bündnisses der mitteleuropäischen Kaisermächte so unumwunden und mit bisher noch nicht dagewesenen Nachdruck hervorgehoben haben, ist den Neidern und Feinden der deutsch-österreichischen Freundschaft der Faden des Verständnisses für die Giers'sche Reise augenscheinlich verloren gegangen. Sie wissen nicht recht, sollen sie von einem vollen oder nur halben Erfolg, resp. von einem bedingten oder gar unbedingten Mißerfolg des russischen Staatsmannes reden. 2>er russische Telegraph hat eben erst dem Giers'schen Aufenthalte in Rom jedweden politischen Charakter abgesprochen. Die Thatsache aber, daß Herr v. Giers am Tiberstrande mit den Häuptern der weltlichen und geistlichen Macht, ioroie mit den vornehmsten Würdenträgern des Quirinals wie des Vatikans in Verbindung getreten ift, bleibt bestehen, und mit ihr das Bestreben der journa- istischen Neuigkeitskrämer, hinter »die Geheimnisse der hohen Politik zu kommen _ die in Wirklichkeit gar nicht vorhanden sind. Was Herr v. Giers in Varzm Berlin und Rom etwa mitgetheilt oder erfahren hat, läßt stch weder extenstv, noch intensiv in den Rahmen einer diplomatischen Specialmisston emfügen. Daß die unterwegs aufgenommenen Eindrücke dem mehrgenannten Staatsmann^ auch für seinen Wiener Aufenthalt zu statten kommen werden, ist so selbstverständlich, daß ein unbefangener Sinn kaum begreift, wie überängstliche Gemüther au$ ber neulichen „Grenzboten"-Notiz und analogen Verlautbarungen auf den Fehlschlag der vermeintlichen Giers'schen Sendung schließen. , Gladstone's Organ, die „Daily News", stellen den Eintritt Lord Derby s m das Cabinet in nahe Aussicht. Gladstone selber würde nur den Premierposten beibehalten, die Leituna des Schatzkanzleramts jedoch abgeben. Weitere Veränderungen dürften noch vor dem Wiederzusammentritt des Parlaments Platz areifen. Ob die bevorstehende Modification des Ministeriums, welche stch als dic Umbildung des gegenwärtigen Coalitions-Cabinets bezeichnen läßt, von Einfluß auf die Gestaltung der auswärtigen Politik Englands werden wird, darf in allen wesentlichen Punkten verneint werden. Die Beziehungen zu Frankreich nähern sich nachgerade dem diplomatischen Gefrierpunkt. Während das englische Kriegsamt vier Bataillone aus Egypten zurückzuziehen sich anschickt, haben in Alexandrien Demonstrationen gegen die Verschleppung Der Liquidation der Entschädigungs-Gläubiger stattgesunden, bei denen der französische Consul eine hervorragende Rolle spielte. Telegraphische Depesche«. Wolff'S telegr. Correspondenr-Bureau. Berlin, 12. December. Der Kaiser hat für die durch Hörwasser geschädigten Bewohner der Rheivpioviuz aus seiner Schatulle 15,000 X gespendet. — Prinz Wilhelm besuchte heute Mittag längere Zeit den Reichskanzler. — Das Abgeordnetenhaus verwies nach wenig erheblicher Debatte die Hundesteuervorlage an die Agrar-Commlssion. - Beim Etat der Bauverwaltung wünscht Berger eine bessere Organisirung des Nachrichtendienstes bei drohenden Flußuber- schwemmungen. Der Regierungs-Commissar erwidert, die Regierungen seien mit den erforderlichen strengen Anweisungen versehen worden. Auf eine Anfrage wegen d-s Baues des Rbetn-Maas-Canals antwortet der Regierungs-Commissar. die Verkam - langen mit Holland schwebten noch und die Regierung könne arüber zur Zeit mchks mittheilen. Der Minister Bötticher theilt mit, die Convention zwischen Preußen und Hessen über die Rheinregulirung zwischen Mainz und Bingen sei noch "'chl abgeschlossen, weil die Zustimmung des Reichs fehlte, in den letzten Tagen sei aber die Bufttmmung des R'ichks erfolgt. Der Vertrag werde nunmehr dem Hause zugehew Die für die Sorrection des Rheines geforderte Post «mbe nach dem Anträge der Budget Commission abgelehnt. — Fortsetzung Freitag: Präsidentenwahl, Steuererlaß, Lwenzsteuer.^ Sortfd)Tjtt§p(jrtei be§ Landtages wird eine Interpellation einbringen über die körperliche Züchtigung eines Mädchens durch den Amtsvorsteber v Rotenhan. - Die Commission des Reichstags für das Beamtenpensronsgesetz strich heute die Bestimmung, wonach über 65 Jahr alte Beamte auch ohne Nachsuchen in Ruhestand versetzbar sein sollen. Wien, 12. Decbr. Jrn Asylhause für Obdachlose sind in Folge gering» füqiger Ursachen arge Excesse vorgekommen; ein Civilwachmann wurde durch einen Messerstich verwundet. Der Gemeindediener wurde bie stiege hinabgeworfen. Die Excedenten löschten die Lampen aus, zündeten die Strohsacke an und zertrümmerten die Möbel. Die requirirte Feuerwehr oschte die Flammen; die Polizei verhaftete 34 der Excedenten. Der Bürgermeister und der Polizei- Präsident waren persönlich erschienen. Paris 12 Decbr. Der heutigen Beerdigung Louis Blanc's wohnte eine arosie Volksmenae bei. Den mit Kränzen bedeckten Leichenwagen zogen echs Pferde Es folgten viele Senatoren, Deputirte, Vereins- un° andere Deleaa^ onen Am Grabe verlas Charles Edmond eine Rede Victor Hugo s, worin er den Glauben an Gott und die Unsterblichkeit der Seele betont. Außer- dem sprachen Henri Martin, Barodet, Madier de Montjau, Lockroy re. Ge- rufen wurde1 Vive la r6publique I Keine Unordnungen fanden statt. Windsor, 12. December. Die Königin empfing heute die Gesandten Madagaskars. London, 12. December. Mohrenheim ist gestern eingetroffen und hatte eine Unterredung mit Granville. Heute ertheilte die Königin in Windsor demselben Audienz, bei welcher er seine Creditive überreichte. Madrid, 12. December. Eine Feuersbrunst im Kriegsministerium zerstörte die Bibliothek und einen Theil. der Archive Zwanzig Menschen wurden verwundet. Konstantinopel, 12. December.. Heute fand ein Diner bei dem Sultan zu Ehren Radowitz' statt. Said, Aarift und Assym Pascha waren zugegen. Lokales. Gießen, 13. December. (Sterblichkeit in Gießen.) In unserer Stadt ereigneten sich im Lause der Woche vom 2. bis 9. December im Ganzen 9 Todesfälle und zwar wurden wieder vorzugsweise Kinder betroffen. Eins derselben starb bald nach der Geburt an allgemeiner Schwäche, von 5 anderen, zwischen dem 2. und 8. Lebensjahre, erlagen 4 (darunter eins von auswärts) der Diphtherie und eins einer Nachkrankheit derselben. Erwachsene Personen starben nur 3 und war bet diesen je einmal Typhus, Lungenentzündung, Herzfehler die Todesursache. G. Gießen, 13. December. Die gestrige gesellschaftliche Zusammenkunft der Mitglieder des Kaufmännischen Vereins und der geladenen Gäste gestaltete sich durch die Production des Schnellmalers Herrn Ritter von Palm zu einer recht heiteren und belebten. Der Künstler verstand es, als ein Improvisator in Farben, die ihm gestellte Aufgabe: „eine italienische Abendlandschaft an der Meeresküste mit den Resten einer Burg im Mittelgründe und einem waldigen Vordergründe", in 25 Minuten stimmungsvoll in Oclfarben auszuführen und erntete reichlichen Beifall. Seine große Gewandtheit in Führung des Pinsels bei einfachster Palette erregte wirkliches Erstaunen. Das Bild ist zur allgemeinen Ansicht in der Buchhandlung des Herrn F. E- Fehsenfeld ausgestellt. Wir möchten auch anderen Vereinen anrathen, ihren M tgltedern die interessante Leistung des Herrn von Palm vorzuführen, da sie sonst vielleicht nie wieder in die Lage kämen, dieselbe kennen zu lernen. Gießen, 13- December. Schwurgerichtssitzung vom 12 December l. I. gegen Eisenbahnstations-Assistenten Ferdinand Barall in Marburg wegen Verbrechens im Amte. Derselbe ist beschuldigt: daß er in der Zeit vom 1. August 1881 bis 1. April 1882 Gelder, die er in amtlicher Eigenschaft empfangen oder in Gewahrsam hatte und zwar ins- gesammt mindestens 108,40 X durch mehrere selbstständige Handlungen unterschlagen und in Beziehung auf diese Unterschlagungen die zur Eintragung oder Controle der Einnahmen oder Ausgaben bestimmten Register oder Bücher unrichtig geführt, gefälscht bezw. unterdiückt, auch unrichtige Abschlüsse aus solchen, bezw. unrichtige Belege zu denselben vorgelegt habe. Die Geschworenen erachteten den Angeklagten unter Annahme mildernder Umstände für schuldig, in Folge dessen er in eine Gefängnißftrafe von 6 Monaten und in die Kosten verurtheilt wurde. — Bei der gestrigen Handelskammerwahl erhielten von 58 Abstimmenden die Herren Ed. Silbereisen 56, L. Georgi 53 und S. Heichelheim 52 Stimmen. Ein glänzendes Zeugniß des Vertrauens für die Wiedergewählten. vermischte ». Mainz, 12. December. Das Zerbrechen eines Trinkgesäßes im Werthe von 30 H gab gestern Abend in einer hiesigen W.rthschaft Veranlassung, daß ein Familienvater todtgestochen wurde. In einer friedlich beisammen sitzenden Gesellschaft stieß e ner der Anwesenden aus Unvorsichtigkeit einen Bierkrug um und sofort entstand ein derartiger Streit, daß sich der Wirth veranlaßt sah, die Wirthschaft von den Gästen zu räumen. In der Hausflur versetzte einer der Hinausgewiesenen dem Unvorsichtigem der den Bierkrug umgestoßen, einen Stich, welcher sofort den Tod des Gestochenen zur Folge hatte. Der Wirth, welcher abwehren wollte, erhielt ebe,.falls einen Stich. Der alsbald verhaftete Thäter ist ein Fabrikarbeiter, Der längere Zeit in der Lederfabrik von Michel Maier und Denninger beschäftigt war. — Unter den Beiträgen für die Wafferbeschädigten, welche bei Herrn Prooinzial- birector Küchler eingegangen, lesen wir u. a.: Von Herrn Oberst v. Westernhagen (des 117. Jnf.-RegtsO Namens des Officier-Corps 2100 X- Von Herrn Du-Mont-Schau- berg (Köln. Ztg.) in Köln 1000 X. Von Herrn Polizeidirektor v Strauß in Wiesbaden Namens des dortigen Comite's 4800 X. Von dem Verleger des Berliner Tageblattes 1200 «X.. — (Ein Spielabend für die Überschwemmten am Rhein.) Aus dem Kreise unserer Leser geht uns mehrfach die Aufforderung zu, die Abhaltung eines allgemeinen Spielabends in ganz Deutschland zum Besten der Ueberschwemmten am Rhein sür Samstag den 16. December in Anregung zu bringen. Wir kommen dieser Aufforderung sehr gerne nach und plaihiren hiermit bereits heute für diesen Spielabend, um unseren verehrten Colleginnen tm Deutschen Reiche genügende Zelt zur weitesten Propagirung dieser ebenso glücklichen als humanen Idee zu lassen. Ein solcher Spielabend, wie er seinerzeit in Berlin zum Besten der bei einem Brande verunglückten Feuerwehrmänner mit schönem Erfolge veranstaltet wurde, müßte sich auf alle Glücks- und Gesellschaftsspiele, wie Kartenspiel, Puff, Schach, Domino, Billard, Kegel u. s. w. erstrecken. Das Opfer, welches solch ein Spielabend fordert, wird jeder Deutsche mit Freuden bringen. (Bcrl. Tgbl.) Eschwege, 9. December. Zur Feier der Enthüllung der an dem Wohn- und Sterbehause des Sanitätsrathes vr. Höfling dahier, des Dichters des famosen Studentenliedes: „O, alte Burschenherrlichkeit" angebrachten Gedenktafel hatten sich das Central- comitä aus Erfurt, sowie Deputationen von Corpsstudenten aus Marburg, Göttingen, Jena, Leipzig, Halle a. S, Berlin, Heidelberg, Stratzburg, Tübingen, Würzburg und Freiburg sowie viele alte Herren hier eingefunden. Heute Abend 6 Uhr setzte sich, dem veröffentlichten Programm entsprechend, von der Friedrich-Wilhelms-Realschule ausgehend, ein imposanter Festzug mit Musik und vielen Fackeln und Lampions in Bewegung und zog durch mehrere Straßen über die Werrabrücke nach dem früheren Höfling'schen Wohnhaus, in dessen Nähe die Wittwe und zwei Töchter des Gefeierten weilten, um Zeugen der schönen Festfeier zu sein. Nach Absingung des ersten Verses „O, alte Burschenherrlichkeit" ergriff im Namen des Centralcomit^s und der deutschen Studentenschaft Herr Oberstlieutenant a. D- von Sterzing aus Erfurt das Wort und übergab die Gedenktafel, deren Hülle fiel, den städtischen Behörden, sie deren Obhut empfehlend. Herr Bürgermeister Gebhard antwortete hierauf mit einigen Worten und nach Absingung des 5. Verscs desselben Liedes begab sich her Festzug nach dem Maiktplatz, wo einer der Herren Studirenden ein Hoch auf die Stadt Eschwege ausbrachtt. Dann wurden die Fackeln zusammengeworsen und das bekannte Gaudeamus igitur angestimmt. Um 7 Uhr fand em gemeinsames Festessen im festlich geschmückten Saale des Herrn Otto Brill statt, dem sich ein solenner Commers anschloß. Der erste Salamander wurde auf das Wohl Sr. Majestät unseres hochverehrten und geliebten Kaisers und Königs gerieben. Festgesänge und zahlreiche Reden und Salamander folgten in langer Reihe, und erst in früher Morgenstunde trennten sich Die Fefttheilnehmer in urgemüth- licher gehobenster Stimmung. Am Sonntag Vormittag fand das obligate Katerfrühstück statt. Literarisches. Ein gutes Buch bietet Nahrung in unerschöpflicher Menge. Es enthält Vorrath für s ganze Leben und zwar für unfein bessern Theil. Wer sich einen solchen Schatz für Geist und Gemüth erwerben will, dem empfehlen wir das Buch: „Klaffische Dicht er werke aus allen Literaturen kritisch durchmustert, inhaltlich entwickelt und auf Grund der vorzüglichsten Commentare erläutert, von H. No rmann." Der in Gießen lebende Verfasser hat es sich zur Aufgabe gestellt, die dramatischen und epischen Meisterwerke der Weltliteratur in ihrem Ideengehalte vorzuführen. Er erzählt den Inhalt, bespricht das Gedicht für sich und in seinem Zusammenhang mit der gleich- zeitigen Literatur und knüpft daran eine allgemeine ästhetische Beleuchtung. An passendem Orte finden sich die wichtigsten und interessantesten Textesstellen eingereiht bei fremden Dichterwerken in der besten deutschen Uebe tragung Ein jeder Band — es sind bis jetzt zwei erschienen — ist ein in sich abgeschlossenes Ganzes und ist in eleganter Ausstattung auch einzeln zu haben. Der Preis des einzelnen Bandes beträgt 2 X, d e beiden Bände zusammen in einem reichen Prachteinband 5,40 X Der erste Band behandelt unter andern: die Antigone von Sophokles, die Göttliche Komödie von Dante, die Lusiaden von Camotzns das Leben ein Traum von Calde r on, das verlorene Paradies von Milton, Tartüffe von Moli 6 re rc. Der zweite Band enthält: Der Goldtopf von Plant ns, der rasende Roland von Arioft, Cain von Byron, Enoch Arden von Tennyson, der Fechter von Ravenna von Halm rc. Binnen Kurzem soll der dritte unv vi rleBand erscheinen. Von den zahlreichen, mir vorliegenoen Besprechungen über das interessante Weik hebe ich nur einige hei vor. Die National Zeitung" schreibt: „Die Leichtigkeit und Gewandtheit^ mit welcher der Verfasser in den verschiedenen Literaturen sich bewegt, die Eleganz des Stils und die Wärme der Daistellung verdienen besondere Anerkennung." Die „Kölner Nachrichten" sagen: „Die Darstillung spricht ungemein an und es tft daher dieses schöne Unternehmen allen Freunden öei Literatur bestens zu empfehlen. Es sollte in allen höheren Unterrichtsanstalten und in allen gebildeten Familien Eingang finden." Die „Schweizer Grenzpost" sagt: „Es ist em Genuß, sich von Normann indiese bedeutenden Dichterwerke einführen zu lassen" Der „Staatsanzeiger für Württemberg" faßt seine eingehende Beurtheilung in die Worte zusammen: „Das Buch füllt emschieden eine jener Lücken aus, von welchen buchhändlerisch so viel geredet wird und dient sowohl dem, der b e besprochenen Werke erst kennen lernen will, als auch dem, welcher sich gelegentlich über Bekanntes, das ihm doch nicht so recht bekannt ist, orientiren möchte." Die „Monatsblälter des Wiener Wissenschaftlichen Clubs" endlich fällen folgendes Urtheil: „Es ist nicht leicht, in knapper Form den Gehalt eines Werkes klar ins Licht zu stellen, so daß der Leser sowohl den Gesammteindruck des Kunst- products in sich erklingen fühlt, als auch die specifische Wirkung des Details empfindet. Normann hat mit besonderer Geschicklichkeit die Bruchstücke so gewählt und durch die vermittelnden Worte des Erzählers so verbunden, daß der Grundgedanke der Dichtungen dem Leser deutlicher und großartiger zum Bewußtsein kommt, als bei der Lectüre der Originale, wo viel Nebensächliches die Aufmerksamkeit ablenkt." Br. Schiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd ir; Bremen, C W. Dietz Nachfolger, Gießen. Bremen, 11. December. (Per transatlantischen Telegravh.) Der Postdampfer Salier, Capt. C. Wiegand, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 26 November von Bremen und am 28. November von Southampton abgegangen war, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Für die Wasserbeschädigten tm Großherzogthum gingen weiter ein: L- Senner 3 X, H. Noll 3 X, Singer 5 X, Rechtsanwalt Hirschhorn 20 X, Schüler 10 X, Wilhelm Seibert 1 X, Ricker 10 X, I. K- Brühl 1 X, Lichtenberger 3 X, Dr. Schmitihenner 10 X, Wittwe A. Gottschick 1 X, L. Eckstein 4 X, I. Hohl 0,20 X, Chr. Noll III. 1 X, L- Schmitt 1 X, P Hofmann 1 X. S- Reis 6 x, T- X 3 X, Rentamtmann Schliephake 10 X, Margarethe Ruppert 1 X, Dr. v. Helmolt 10 X, E- Friedberger Söhne 25 X, Julius Hohn 3 X, N. N 3 X, L- Mey^rfeld 15 X, E. Friedberger Wwe. 6 X, A- Pöschel 3 X, N. N- 0,15 X, Lazar.-Jnsp. Schläfere t 5 X, Balser 3 X. Karl Friedel 2 ^L, Spengler Schneider 2 Restaurateur H. Schnell 5 X, Gerichtsoollz. Bauer 3 X. Pfandmeister Horn 2,50 X, H Wißner 1 X, Kaufm. Chr. Bieker 1,50 X, Röder 1 x. Ch. S- 1 X, E. G 1 X. R N. 1 X, Revisor Kreuder 3 X., Heinrich Heinz 1 X, Wilh- Stumpf IbO X Alexander Sch. 0,30 X, Robert Hecker 3 X, N- N. 0,50 X, W- Wagner 0,50 X, Fr. Löber 0,50 X, N. N 1 X. Geschw. Sauer 10 X, Louis Limpert 10 X, Chr. Sckopbach 1 X, Lehrer Merz 2 X, Rentner M. Dietz 4 X, N- N 1 X, I. Goldschmidt 1,50 ^L, Fr. Schnur 1 X, F. Schüßler 0,50 X, Metzger Klein 5 X, Jean Böck 3 X, Wnter 2 X, H. H. 1 X, Fr. E. Eichenberg 1 X, Carl Hensel Wäie. (2. Gabe) 15 X, Carl Hensel 6 X., Th- Geismar 2,50 X, Martin Fuhr 1 X, W. Katz 3 X, Boller u- Nold 4 X M. K 1 X, P. Leinweber 1 X, Ch Heeß l X, Frau M- Heeß 0,50 X, I Gerhard 1 X, Emil Schwall 5 X■ P- Walther 4 X, Albert Kaufmann 10 X, Louis Lind 3 X, Georg Lind 3 X, Emil Lotz 3 X, Ch- Schönhals 0,50 Mühlbeck 1 X, H. Arnold II. 1 X, Martin Steinmeyer 1 X, Ed Ottmann 2 X, Louis Schaimann I 2 X. N- N 1 X, E. S 3 X, F. Holberg 4 X, I Rothenberger 3 X, Prof Dr. Streng 20 X, Kasse des Creditvereins zu Heuchelheim 50 X. Collecte aus Göbelnrod 23 25 «X, aus der Kirchenkaffe zu Hausen 30 X, aus der Gememdekasse daselbst 20 X, Pfarrer Clotz 10 X, Collecte aus Groß-Linden 243,65 X von der Expedition des G eßener Anzeigers gesammelt 680 X, Gemeindekasse Allendorf a. d. Lahn 15 X, Collecte von da, Rest 1,40 X Collecte aus Kesselbach 43 X, Gemeindekasse Heuchelheim 75 X, Pfr. Briegleb daselbst 5 X, Gymnasiallehrer Kutsch 3 X, N N aus Bremen 10 X, Stadtkasse Gießen 1000 X, durch Fabrikant Haustein von: Gebr. Haustein 10 X unb W- 10 X, Collecte aus Lang-Göns 263,75 d). gäbet 0,50 X, dl IX, Lehrer L/F- Sch« iuM H H- ad h<«sen *LntlWt von iion' T°Me «Uutuj, J; .'""Pion, bit “«« oi rteSanb °A'"terch«ck .««L-ichMb ur5 sich bewegt, e Anerkennung." 1 an und es t|t lä jtt mpsehlen. > Familien Ein- h von Rormann aatsanzeiger für wi: „Das Buch viel geredet wird will, als auch recht bekannt ist, i Clubs" endlich »alt eines Werkes brück des Kunst- Mails empfindet. It und durch die : der Dichtungen der Lectüre der Br. ^kman^-s •;äf* ÄZ Xi rt «ß. 3 cX. ■’»** >«S“TW' tt 4 i. fldiinM' 'Hf? Posse 6 XL an- W ;v Grotzh. Direktion.__ 8255 8251 1882 December 8281 Carl Hensel* 8266 1883 Januar J. A. Busch Söhne. 8279 werden daher aufempfiehlt 8262 9 Neustadt 8276 unter P. T. 326. 8271 im von der 4. 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Hierzu ein zweite- Blutt und eine Beilage.