Nr. 266. Dienstag den 14. November L882 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. «£■ . / TM /- ;V .. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Bureau r Schulstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland. Darmstadt, 11. Novbr. Se. Königl. Hoheit der Großherzog nahmen heute militärische Meldungen entgegen und empfingen den Generalmajor v. Wris- berg von Köln, den Oberst z. D. Gerlach, Präsidenten des Landesverbandes der Kriegervereine in Hessen, den Oberstlieutenant v. Klüber, den Oberstlieutenant v. Prittwitz, den Oberstlieutenant v. Kaiser von Köln, den Jntendanturrath Welter , den Medicinalrath Dr. Heß von Mainz, den Amtsrichter Funk von Fürth i. O., den Bürgermeister Geißler von Hainstadt, den Neallehrer Reinhard , den Gymnasiallehrer Dr. Noack von Gießen, den Baron Holzhausen von Frankfurt a. M.; den Hofceremonienmeister v. Werner, den Oberstallmeister Frhrn. v. Rabenau, den Geh. CabinetSrath Dr. Becker; den Kaiserl. Russischen Ministerresidenten v. Hoeltzke; zum Vortrag den Staatsminister Frhrn. v. Starck. Darmstadt, 11. Novbr. Während der Periode vom 1. Juli 1880 bis 30. Juni 1881 wurden in den Provinzen Starkenburg und Oberhesien 5374 freiwillige Hypotheken im Gesammtbetrag von 15,978,622 J-L errichtet, dagegen nur 5075 Hypotheken mit 10,374,030 JL gelöscht, so daß die eingetretene Mehrbelastung in runder Summe 5,604,000 beträgt, wovon auf Oberhessen 3,334,000 vtt entfallen. — Demgegenüber sind in den Sparkassen unseres Landes, abgesehen von den zahlreichen Vorschußvereinen, die ebenfalls Spareinlagen entgegen nahmen, Ende 1880 von 108,226 Einlegern 67,143,351 JL verzinslich angelegt gewesen, mithin über 7 Mill. Jl. mehr wie im Jahre 1879. An der Gesammtsumme der Einlagen ist die Provinz Starkenburg mit 33 Mill., Rheinhessen mit 18 Mill, und Oberhessen mit nahezu der gleichen Summe be- theiligt. Die Reservefonds der Sparkassen haben bie Höhe von 5,313,000 Jl. erreicht, Zahlen, welche beweisen, daß sich die Sparkassen eines fortwährend wachsenden Vertrauens der Bevölkerung zu erfreuen haben und die Zahl der Einleger eine verhältnißmäßig sehr hohe ist. (Fr. Ztg.) Berlin, 11. Novbr. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." erfährt, wird der Kaiser den Landtag in Person eröffnen. tÖblau, 11. November. Se. Maj. der Kaiser ist mit den königlichen Prinzen heute früh 9 Uhr bei dem schönsten Wetter zur Jagd gefahren. — Se. Maj. der Kaiser hat mit Sr. K. K. Hoheit dem Kronprinzen und Ihren K. Hoh. den Prinzen Wilhelm, Friedrich Karl und Albrecht heute Nach- inittag 4^ Uhr im besten Wohlsein die Rückreise nach Berlin angetreten. Auf dem Bahnhose hatten sich die Spitzen der Behörden, sowie das Officier-Corps des ersten schlesischen Husaren-Regiments Nr. 4 zur Verabschiedung eingefunden. Breslau, 11. Novbr. Se. Maj. der Kaiser und die königl. Prinzen trafen auf der Rückreise von Ohlau heute Nachmittag 43/4 Uhr hier ein, wurden auf dem Bahnhose von dem Oberpräsidenten, den Generälen v. Schleinitz und v. Oppen und dem Polizeipräsidenten empfangen und haben nach etwa einviertelstündigem Aufenthalte die Reise nach Berlin fortgesetzt. Karlsruhe, 11. Novbr. Soeben trifft aus Stockholm die Nachricht ein, daß die Kronprinzessin von Schweden und Norwegen heute Nachmittag 4 Uhr 30 Min. von einem Prinzen glücklich entbunden wurde. Karlsruhe, 11. Novbr. Der Rhein bei Mannheim ist 3 Meter seit gestern gestiegen und steigt heute bis auf 6.75 fort. Der Neckar bei Heidelberg ist auf 4.10 gestiegen, heute aber im Fallen. Der Neckar ist bei Mannheim heute Morgen bis 7.23 fortsteigend. Es wird Hochwasser der Dreisam bei Freiburg, der Schütter und Kinzig bei Kehl, der Murg bei Rastatt, der Nagold bei Pforzheim gemeldet. gethan und versenkt worden und der der nach Moritz Scharfs Aussage ausgemtitelt und seine Verhaftung Der Kalk ist vermuthltch auf der nicht bestimmbar. Man vermuthet, ® ° Staatsanwalt Havas, dcr Untersuchungsrichter Baiy und der Anatom Professor Lcheutöauer sind zu der heute staltsindenden Obduction der nächst Csongrad SÄ?!" und unt-rarmlos-n weiblichen L-tche gereist. Die Leiche soll mindestens em halbes Jahr tn Kalkumhüllung gelegen haben. ~ ~ - — Leiche selbst gebrannt werben. Das Alter ist Sszther Solymosi sei in einen Sack mit Kalk Kalk habe den Sack zerfressen. Der Bettler Eszther tn die Synagoge trug, Ist in Tokay angeordnet. Oesterreich. 3ö8len, 11. Novor. Die Buchdruckerei-Gehükfen Wiens haben die Arbeit eingestellt. Die Zeitungs-Druckereien haben nach Androhung der Arbeitseinstellung den von den Gehülfen aufgestellten Tarif unterschrieben. Der Strike Oer Tage-Setzer ist noch nicht beendet. Spielt, 11. Novbr. Bis 10 Uhr Abends sind im Bezirke Neubau keinerlei Ausschreitungen vorgekommen. Es ist die Verfügung getroffen, daß die Wache und das Militär nach 10, Uhr in die Kasernen einrücken. Der -rsiroier Landtag soll zum 20. oder 21. Novbr zu einer außerordentlichen Session zusammentreten, um wegen Abhülfe des durch die Ueber- schwemmungen hervorgerufenen Nothstandes zu berathen. Pest, 11. Nfwemder. In dem Vorort Pestis „Jtlempefl" wurde in höherem Auftrage eine Haussuchung vorg-nomm-n und ein- mit 600 Kugeln geladene Bombe, welche mit der Hand zu werten ist, ferner neun kleiner- Bomben und eine größere Menge Schießpulvers aufgefunden. Schweiz. ®enfer Staatsanwaltschaft hat von den fran- r Gerichten über dre Briefe, die aus Genf datirt sind und in Montceau- les-Mmes gefunden worden sein sollen, Auskunft erbeten, um festzustellen, ob sich m Genf denn wirklich ein anarchistischer Verschwörungsherd befinde. Bis jetzt ist noch keine Antwort darauf erfolgt, ja nicht einmal der Empfang des Gesuchschreibens ist von den französischen Gerichten bescheinigt worden. Dänemark. Kopenhagen, 11. Novbr. Gerüchtweise verlautet, daß der dänische Nordpol-Dampfer „Dymphna" bei den Waigatz-Jnseln untergegangen sei. Das Marineministerium hat die russische Regierung um Unterstützung der diesbezüglichen Recherchen ersucht. England. London, 11. Novbr. Das Unterhaus verwarf mit 304 gegen 290 Stimmen Northcote's Antrag auf Verwerfung der ersten Resolution zur Geschäftsordnung und nahm die erste Resolution an. — Das Gerücht von der Ermordung eines katholischen Priesters in Belleck (Grafschaft Armagh) stellt sich nach aus Newry eingegangenen weiteren Nachrichten als eine Erfindung heraus. London, 11. Novbr. Ihre K. K. Hoheit die Kronprinzessin Victoria ist hier eingetroffen. Dublin, 11. Novbr. (Telegramm des „Reuter'schen Bureaus.") Heute Abend wurde auf der Straße ein Mordversuch gegen den Richter Lawson unternommen. Der Mörder wurde verhaftet. Spanien. Madrid, 11. Novbr. Officiell ist mitgetheiU worden, daß in China die Cholera wieder aufgetreten ist. — Der frühere Präsident der spanischen Republik, Figueras, ist heute gestorben. Mußkavd. Petersburg, 11. Novbr. Drei deutsche Dampfschiffe, welche hier im Eise eingeschlossen waren, durchbrachen das Eis bis Kronstadt, erreichten das Meer und setzten die Reise fort. Petersburg, 11. Novbr. Das „Journal de St. Pötersbourg" demen- tirt die Depesche des „Standard", wonach Rußland Frankreichs Absichten in Egypten und Tunis unterstützen wolle, wenn dasselbe auf Abschluß eines Ausweisungs-Vertrages und Beschränkung des Asylrechtes eingehe. Oran, 11. Novbr. Die Stadtbehörde hat die Theater-Vorstellungen suSpendirt, da antisemitische Demonstrationen befürchtet wurden. Aegypien. Telegraphische Depeschen Wolffs telegr. Eorrespondenr-Brrreau. München, 12. Novbr. Der Professor der Mineralogie und bekannter Dialekt-Dichter, Geh.- Rath v Kobell, ist gestorben. Stockholm, 12. Novbr. Alsbald nach der Entbindung der Kronprinzessin hielt der König einen Ministerrath ab und bestimmte für den neugeborenen Prinzen den Titel „Herzog von Schoonen" und die Namen Oskar, Friedrich, Wilhelm, Olaf, Gustav, Adolf. Wien, 12. Novbr. Nach Untersuchung der jüngsten hiesigen tumulrua- rischen Vorgänge findet sich, wie es heißt, die Regierung nicht veranlaßt, besondere Ausnahmemaßregeln zu verfügen. Dublin, 12 November. Der wegen des Mordversuchs gegen den Richter Lawson 23eil)attetc war mit einem sechsläufigen geladenen Revolver bewaffnet und hatte noch ein Dutzend Patronen bei sich, die er wegzuwerfen versuchte; eine Haussuchung war resultatlos. Der Verhaftete nennt sich Conigan, es soll dies aber ein falscher Name sein; der Polizei ist der Verhaftete bekannt, als er bereits im Jahre 1870 wegen Straßenraubs zu einer 5jährigen Zuchthausstrafe verurtheilt wurde. — Der wirkliche Name des Verhafteten, der den Mordversuch auf den Richter Lawson machte, ist nunmehr ermittelt, derselbe heißt Patrick Delanay und ist seinem Gewerbe nach ein Zimmermann. Man vermuthet, daß derselbe einer femsche» Organisation angehöre. Delanay wird morgen vor das Polizeigencht gestellt werden unter der Anklage, einen in der Brusttasche versteckt gehaltenen Revolver ergriffen zu haben, um den Richter Lawson zu erschießen. , Plymouth, 12. November. Der Hamburger Postdampfer „Gellert , tn Fahrt von Hamburg nach Newyork, ist heute früh mit dem Verlust zweter Schraubenschaufeln hierher zurückgekehrt. „ , . — Der Hamburger Postdampfer „Westphalia" tft von Newyork wohlbehalten hier ein (tetr offen- Petersburg, 12. November. Das „Journal de St. Petersburg" »endet sich gegen eine Berliner Correspondmz des „Gaulois", welche den Titel: „Anzeichen des Sturms" führte. In diesem Artikel des „Gaulots" h'eß es, daß zwischen Rußland und Frankreich einerfiits und Deutschland, Oesterreich und Italien andererseits ein Zusammenstoß bevorstände, tn w.lchem die aus Anarchisten und Panslaviften coalüte revolutionäre Partei siegen oder fallen werde. Da diese Prophezeihung vom „Gaulois" mit der angeblichen Retse des Ministers des Arußeren, o. GterS, tn Zusommenhang gebracht wurde, so sagt das „Journal de St. Petersbourg" demgegenüber: „Wir haben schon erklärt daß diese Reise noch nicht stattgefunden hat und haben nur htnzuzufügen, daß Herr v Giers welcher fett sieben Iahten, seitdem er Adjunct Gortschakoffs wurde, nicht einen einzigen Tag Urlaub gehabt hat, sich in der That demnächst nach Italien zu begeben beabsichtigt und zwar nach Pisa, wo seine Familie wegen Krankheit ein-s Mitgliedes den Winter zubringt. Herr v. Giers gedenkt ungefähr 2 Monate bei den Seinigen zu verleben und dann auf seinen Posten heimzukehren." Das Journal schließt: „Wir würden den Eintritt in diese Details jetzt für überflüssig gehalten haben, Kairo, 11. Novbr. Fast 10 pCt. der hier befindlichen britischen Truppen sind erkrankt. Kairo, 11. Nov. Zwischen 2000 und 3000 Mann schwarzer Truppen sollen in der Nähe von Benta concentrirt sein. Das erste Contingent der Suoan-Expedition wird in einigen Tagen nach Suakim abgehen. wenn wir nicht sähen, auf welche alberne Weste eme seit langer Zeit projcctirte Reise Im Voraus durch gewisse publicisttsche ausländische Organe ausgebeutet wirb. Soldaten und die Wache mit Steinen ----------- , , . wurde ein Pferd in Folge dessen scheu und der Reiter, ein Wachmann, stürzte und zog sich schwere Verletzungen zu. Ein Ulan wieder wurde vom Pferde herabgerissen und brach beim Sturze das linke Bein. So ging es von Vr9 Uhr ab in den Straßen zu; es war ein wildes Kriegsgetümmel. Kaum war-n die ersten Angriffe abgewehrt, als sich neue Volkshaufen versammelten. Der Präsident gab den Auftrag, daß gegen diese vorgerückt werde. Abermals ein furchtbares Handgemenge, abermals Verwundungen. Bet der Lerchenfelderlinie wurden die Soldaten besonders heftig attafirt und dort kam es auch zur äußersten Steigerung der Leidenschaften. Eme ungeheure Masse stand dort. Als die Truppen gegen sie losstürmten, eilten sie m eine Seitengasse, welche auf der einen Seite vom Linienwall begrenzt wird. Die Soldaten, welche die Angreifer mit gefälltem Bayon- nett verfolgen, werden, sowie sie in die Seitengasse gelangen, von unsichtbaren Gegnern mit Steinen beworfen. Es stellt sich heraus, daß Steme von den Fenstern geworfen werden, Hunderte von Arbeitern im Liniengraben versteckt liegen. Die Soldaten schlagen nun mit den Gewehrkolben zu, die Wachleute mit dem Säbel und ein erschütterndes Wehgeschrei durchdringt die Luft. Dort sind viele liegen geblieben, weil sie sich in Folge der Verwundungen nicht fortzuschleppen vermochten. Donaustadt folgenden Bericht: , t nr _ Die Polizeidirection war nicht im Zweifel darüber, daß die gestrigen Demonstrationen heute ihre Fortsetzung finden sollten, und ließ es an vorbereitenden Maßregeln nickt fehlen. In der Mitte der Kaiserstraße befand sich das Hauptquartier der Polizei. Dort stand der Präsident R. v. Krticzka, umgeben von seinem ganzen Stabe, ferner der Vertreter detz Generals vom Tage, ein Oberst der Infanterie, welcher die Bewegungen der Truppen im Verein mit dem Polizeipräsidenten leitete. Erst nach 1/28 Uhr enstand eine Bewegung in den wie festgebannten Volksmassen. Die Arbeiter aus den Fabriken strömten von allen Setten zusammen und es dauerte nicht lange, so johlte und heulte die ganze Menge, als wäre irgend ein freudiges Ereigniß eingetreten. Die Polizei hatte diesen Augenblick abgewartet, um nun rasch und energisch einzugreifen. Die Abtheilungcn rückten gegen die Menge vor. Voran die Sicherheitswache und die Infanterie, hinter ihnen die berittene Wache und Ulanen. Die systematische Formirung dieser Abteilungen hatte Anfangs eine vortreffliche Wirkung; die Massen zerstoben nach allen Windrichtungen schreiend oder laufend., Es schien, als würde man sie durch das Militär von weiteren Krawallen abgeschreckt haben. Aber dem war nicht so. Während sie die eine Straße verließen, sammelten sie sich in der andern und fo trieben sie ein furchtbar ermüdendes und aufreizendes Spiel mit den Wachen. Endlich kam der Zündstoff zur Explosion. Ein Arbeiter warf einen Stein gegen die Soldaten, ein anderer folgte seinem Beispiele und bald regnete es Steine, die oft faustgroß waren. Run kam es zu sehr ernsten ©eenen. Die Officiere commanbirten: „Fällt bas Bayonnet!" Die Wachleute zogen vom Leber unb alle stürmten gegen bie wild auf- schreimbe Masse bes Volkes. Man vergegenwärtige sich einen solchen wüsten Menschenknäuel, die blitzenden Lanzen der Ulanen, die bleichen Gesichter aller, das Gebrüll der Verzweiflung und der Wutb, das die Kämpfenden von Zeit zu Zeit ausstießen — wahrlich ein Bild, an das Jeder, der es gesehen, nur mit Grauen zurückdenken kann. Wir haben bereits erwähnt, daß die Mannschaft äußerst schonend vordrang. Wenn die Bajonnette schon die Brust der Gegner berührten, befahlen die Officiere Vorsicht und man begnügte sich, die Leute einfach davonzujagen, statt ihnen Verletzungen beizubringen. Aber diese Vorsicht hatte ihre äusterste Grenze erreicht. Das Stein-Bombardement wurde bei der Lerchenfelderlinie eröffnet unb war bald auf bie ganze Gürtelstraße verbreitet. Jebe Minute tret die Nachricht von einer anbern Seite ein, daß bie beworfen werden. Bei der Lerchenfelderlinie Lokales. Gissten, 13. November. Gestern feierte die hiesige Loge „Ludwig zur Treue" unter zahlreicher Betheiligung auswärtiger Brüder ihr 66jähriges Stiftungsfest. — Ein gestern Nachmittag 3 Uhr entstandenes Feuer legte em Nebengebäude sHolzremise) der Gail'schen Villa in der Wilhelmsstraße in Asche. Dank der raschen Hülse ist ein weiterer Schaden nicht zu verzeichnen, trotzdem die Flamme, genährt durch em riesiges Quantum Brennmater-al, eine haushohe war. . — Gestern Abend gegen 8 Uhr entstand in einem Hause der Neustadt ein Himmerbrand, welcher alsbald gelöscht wurde — Einem Gehilfen eines hiesigen Handschuhfabnkanten war seine goldene Uhr feit Samstag Abend abhanden gekommen. Der Verdacht des Diebstahls fiel auf einen Neben-Collegen, welcher heute abreifen wollte. Dieser Verdacht hatte sich als bestätigt erwiesen und wurde der Dieb heute verhaftet. Die Uhr wurde, im Keller vergraben, vorgefunden. — Straßenkiimpse in Wien. Wien, 8. November. Unter diesem Titel bringt die „Presse" über die bedauerlichen Vorgänge in der Vermischtes. Mainz, 10. November. In Folge anhaltender Regengüsse haben auf der Streck^ Erbach—Eberbach Rutschungen des Bahnkörpers ftattgefunben, deren Wiederherstellung einige Tage in Anspruch nehmen wird. In der Zwischenzeit ist der durchgehende Verkehr auf dieser Strecke unterbrochen. Frankfurt, 11. November. Wie wir vernehmen, haben mehrere junge Leute, welche durch Gärtner'sche Hilfe militärfrei wurden, Reisen in's Ausland angetreten, andere sollen auf Grund stattgehabter Anzeige verhaftet worben sein. Der Preis für eine Freimachung bewegte sich zwischen 2500 unb 3000 X, in einzelnen Fällen würben sogar 5000 X gezahlt. Alle Schichten der hiesigen sog besseren Gesellschaft sollen bei diesem unsauberen, seit sechs Jahren getriebenen Handel beteiligt fein. Diejenigen Leute, welche auf diese Weise frei wurden, müssen 4 Jahre dienen. Ans Schlesien, 7. November. Das Hirschberger Thal hat schon wieder einmal einen Skandal, der diesmal mit dem Mischehenftreit m engem Zusammenhänge steht. In Arnsdorf starb einem evangelischen Handwerker feine katholische Ehefrau im Kindbett. Da der betreffende Ehemann sich geweigert hatte, die von dem katholischen Pfarrer geforderte Verpflichtung, alle Kinder aus der Ehe katholisch erziehen zu lassen, einzugehen, so war der standesamtlich vollzogenen Ehe die kirchliche Einsegnung versagt worden und mit Rücksicht darauf verweigerte der katholische Geistliche die Beerdigung der Leiche auf dem katholischen Fnedhofe. Auf die Anfrage des Vaters und des Ehemannes der Verstorbenen, wie sie sich zu verhalten hätten, erhielten sie, wie dem „Boten" mitgetheilt wird, von einem um Rath gefragten Gensdarmen bie Antwort: „Wenn Sie sie hier nickt unterbringen können, schicken Sie sie doch nach Breslau in die Wurstfabrik". Endlich beschloß man, auf das Läuten der Glocken und die Einsegnung der Leiche unter bewandten Verhältnissen zu verzichten. Als die Stunde der Beerdigung nahte, wurde die Leiche unter Musik und zahlreicher Begleitung nach dem katholischen Kirchhofe gebracht, in dessen Thor Pfarrer und Küster standen. Nach einem dem „Boten" zugegangenen Berichte aus Arnsdorf entspann sich nun in dem Durchgänge cm Handgemenge. Der Pfarrer stellte sich dem Leichenzuge in den Weg, faßte den vordersten Musiker beim Arme unb verweigerte ihm den Eintritt in den Kirchhof. Es entstand ein großer Tumult unter der Grabbegleitung. Der Pfarrer wurde durch Jemand von den Leidtragenden auf die Seite gedrückt und die Leiche unter Lärmen und Verwünfchungen beiderseits zu Grabe getragen. Der Vorgang wird das Gericht noch beschäftigen. Durch einen Zufall trifft die Meldung von diesem Vorgänge gleichzeitig mit der Publikation eines offenen Brieses des Arnsdorfer Pfarrers Sternaux zusammen, in dem dieser erklärt, daß er sich durch nichts abhalten lassen werbe, in allen kirchlichen Fragen seiner heiligen Kirche, bem Papste unb seinem Fürstbischöfe unvee- brüchlichen Gehorsam und Treue zu halten bis in den Tod. — Der Schauplatz einer furchtbaren That ist vorgestern Gy arm ata, ein kleiner ungarischer Ort in der Nähe von Temesvar gewesen. Die Ungar. Post berichtet darüber: Der hiesige Gerichts-Executor B6la Kyertyanffy wollte gegen die dortigen Insassen, die Nazarener Jovda und Michael Jovda, ein auf Wohnungs-Evacuation lautendes Urtheil in Vollzug setzen. Nachdem er jedoch davon verständigt wurde, daß die zu Exeauirenden fanatische Nazarener seien die man bis jetzt selbst wegen Steuerschuld nickt zu exiguiren wagte, nahm er sechs Männer als Assistenz mit; unter denselben befanden sich der Richter Rosar und der Geschworene Ebener. Als Gyertyanffy das Executions-Versahren beginnen wollte und den Zweck seines Erscheinens mittheilte, schrie einer der Nazarener, sein Messer schwingend: „Gehen Sie hinaus, sonst. . Gyertyanffy befahl nun dem Nazarener, das Messer niederzulegen, dieser gehorchte; als aber der Executor erklärte, daß er im Namen des Gesetzes vorgehe, gaben bte Nazarener zur Antwort, daß sie nur ihre eigenen Gesetze anerkennen unb denselben entsprechend vorgehen. Gyertyanffy erklärte hierauf neuerdings, daß er den Befehl des Gesetzes vollstrecken müffe und begann die im Zimmer befindlichen Möbel aufzuschreiben. Da schreit plötzlich der Richter Rosar auf: „Ach, man hat mir einen Stick versetzt!" Gyertyanffy fchautc sich nun im Zimmer um, den Rechtsvertreter des Klägers, den Advocaturs-Candidaten Reiter suchend, doch hatte dieser schon das Zimmer verlassen. Hierauf flüchtete sich auch der Executor und langte barhaupt zu Fuß in Temesvar an. Als Gyertyanffy sich entfernte, überfielen die Nazarener den Geschworenen und durchschnitten demselben die Gurgel. Ein schreckliches Blutbad entstand, die übrigen im Zimmer befindlichen Personen, die Gerichtszeugen unb Schätzmeifter vertheibigten sich, jedoch vergebens. Zwei Personen wurden getödtet, sechs schwer und eine leicht verwundet. Der Vicegespan belegirte den Stuhlrichter mit einigen Panduren an Ort unb Stelle. Beibe Thäter, die von den in Gyarmata garnifonirenben Husaren in Haft genommen wurden, sind vor mehreren Jahren aus Mähren eingewandert. — Daneben liegt aus Pest eine weitere Nachricht vor, durch die die Untersuchung wegen des Verschwindens der Esther Solymossy wiederum in neue Bahnen gelenkt werden konnte. Das „Wiener Fremdenblatt" hat die folgende Depesche aus der ungarischen Hauptstadt erhalten: In Csongrad wurde die kopflose Leicke einer Frauensperson aus der Theiß gezogen. Wie „Nemzet" meldet, scheint bie Leiche längere Zeit in Kalk gelegen zu sein. Da bie Auffindung derselben mit der Tisza-Eszlarer Affaire tn Zusammenhang gebracht wird, erregt die Meldung großes Aufsehen." — Wir vermögen natürlich nicht zu überblicken, mit welchem Rechte man die kürzlich ausgefundene Leiche mit dem Prozeß von Tisza-Eszlar in Zusammenhang bringt. Leider ist durch Böswilligkeit unb Leichtsinn so viel Falsches, Halbwahres unb Tenbenziöses Über jene unglückliche Sache verbreitet worben, baß jede neue Nachricht nur mit ber größten Vorsicht aufzunehmen ist unb baß man eine Klarstellung des Sackverhalts wohl nur von den Genchtsverhanblungen selbst erwarten darf, die hoffentlich mit ber größten Unparteilichkeit werden geführt werben; bies ist Ungarn sich selbst bei einem Prozeß schuldig, der das Interesse der ganzen gebildeten Welt erregt hat und an den man weitgehende Folgerungen zu knüpfen versucht hat. Der Zeitpunkt der öffentlichen gerichtlichen Verhandlungen scheint denn nun auch in Kurzem heranzunahen; wenigstens sind am gestrigen Tage die sämmtlichen auf die Tisza-Eszlarer Angelegenheit bezüglichen Acten von dem Nyeregyhazaer Gerichtshöfe an den Staatsanwalt Hamas ausgehändigt worden, unb bannt bürste bte Angelegenheit in ein neues, entschelbendes Stabium getreten sein. — Zur Tisza - Eszlar - Affaire wirb jetzt aus Bubapest von einem Vorfall ge- melbet, ber daselbst großes Aussehen macht. Ignaz Klein, ber wegen der T'sza-Eszlar- Affatre monatelang verhaftet gewesene unb während ber Untersuchung gefolterte Israelit, würbe am Sonntag in der Ofener Hofburg von dem Kaiser in Audienz empfangen. Der Kaiser nahm Klein Überaus huldvoll auf und behielt ihn eine Viertel- tunde im Audienzsaal, was Sensation machte, da die Audienzen gewöhnlich nur wenige Minuten dauern, lieber die Vorgänge während der Audienz wurde Klein Stillschweigen auf erlegt; man horte nur, daß der Kaiser vor ber Enlassung Klein auf die Schulter klopfend, auf ungarisch sagte: „Geh' nur nach Hause, mein Sohn, das Uebnge wirb meine Sorge sein!" Vom Rhein. Ein unschuldig Verurtheilter, der fast 2 Jahre als Mörder im Zuchthaus gesessen, ist soeben von dem Schwurgericht zu Elberfeld wieder für ehrlich erklärt worden. Der Fall, welcher ungemeines Aussehen auch in juristischen Kreisen erregt, ist folgender: Im Oktober 1877 hort der Polizeisergeant Weylepp von Mettmann in einem Walde einige Schüsse, er vermachet Wilddiebe, geht tn den Wald, man hört ein Halt! abermals ein paar Schüsse, Weylepp kommt nicht wieder und erst 4 Wochen später findet man ihn als Leiche in einem benachbarten Teiche. Er war ermordet worden and ein Taglöhner Julins Lückenhaus, der allerlei Drohungen gegen den Beamten ausgestoßen hatte, wurde als der That verdächtig eingezogen. Da man aber feine Schuld nicht beweisen konnte, so wurde im März 1878 die Untersuchung gegm ihn niedergeschlagen und die Sache ruhte, bis anfangs 1880 ein Arbeiter Wn Sonnenstr. 104 neu 25. J. II. F UIII neu 25. empfiehlt in großer Auswahl und billigsten Preisen eine Partie angefangener und musterfertiger Schuhe und Soseuträger; ferner für die Winiersaison: Kaputzen, Tücher, Westen, Müffchen, Kragen, Boas, KlNderkteidchen unk Jäckchen, Beinfängen und Strümpfe, Gamaschen.- Unterhosen und Jacken, Stoff-, Wildleder- unv Glacs-HnnDseduhe, letztere in schwarz rmv farbig für Mk. 1,50 in schöner Qualität, Korsetten, Schürzen und Kraußen.7118 1894 Chr. Wallenfels. Lüdeking. 7330 7498 langen. In allen Apotheken zu haben; das Extract zu 1 Mk. pr. Glas; die Bonbons ä 20 und 40 Pfg. pr. Packet. Dabei stets die ächten von Ed. 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Arie aus „Les noces de Jeanette“ mit Orchesterbegleitung . . * ; • • • ” 3. Concert für Pianoforte mit Begleitung des Orchesters (A-moll) II. 4. Theme et Variations für Sopran mit Orchesterbegleitung 5. a) Berceuse für Piano solo \ b) Duo brillante für Piano und Violoncello j 6. Symphonie für grosses Orchester in D-moll „ a) Allegro patetico. b) Andante, c) Scherzo. d) Finale. L. van Beethoven. V. Massenet. Bob. Schumann. H. Broch. Fr. Chopin. Bob. Volkmann. Hülfe für Tirol! Dem in 9tr. 262 des „Gießener Anzeigers" veröffentlichten „Aufruf", betr. Sammlung Dorf milden Beiträgen zu Gunsten der Wasserbeschädigten ,-Ltrols, schließen sich die Unterzeichneten von ganzem Herzen an und erklären |td) zur Annahme von Beiträgen gerne bereit. Gießen, 11. November 1882. Bramm Bürgermeister. Backofen, Photograph. Dr. Baltzer, Professor. Banst Ferdinand, Kaufmann. Dr. Bindewald, Reallehrer. Braun, Gerichts- Aceessist Dr. Buchner Professor. Buderus, Karl, Hüttenbesitzer. Daudt, Cbr Fabrikant Diery, Rechtsanwalt. Dr. Dittmar, Rechtsanwalt. Felchner, Ad "Musikdirektor. Dr. Gutfletsch, Rechtsanwalt. Haustein, I., Landtags- Abgeordneter. Heichelheim, S., Bankier. Hirschhorn, Rechtsanwalt. Hom- beraer M-, Fabrikant- von Jungenfeld, Bankbeamter. Dr. KatteubnK, Professor Kmtfmann, Albert, Bankier. Knorr, Landgerichtspräsident, van KrieS Professor. Dr. Levi, Rabbiner. Lotz, Gerbereibesitzer. Metz, Rechtsanwalt. Dr. Naumann, Pfarrer. Ohler, C., Kaufmann. Rady, Pfarrer von der Nopp, Profeffor. Schliephake, Rentamtmann. Schmttt, Univers - Rentamtmann. Soldan, Realschuldirector. Treff, L-, Kaufmann. Redaction und Expedition des Gießener Anzeigers. „ „ „ der Oberhess. Nachrichten- Gewerbe- und Volksbildungs-Verein. Dienstag den 14. November, Abends 8 Uhr, im Cafs Schwinn: Vortrag des Herrn Prof. Dr. Buchner „lieber Glasfabrikatton . Auch Nichtmitglieder sind eingeladen. 7517 Loose zur Darmstädter Gewerbehalle-Lotterie (360 Gewinnestm Werthe von 7800 Meinen werthen Kunden und Gönnern hiermit zur sttachricht, daß ich jetzt im Hause des Herrn Metzgermeifter Schulz, Wallthorftratze Nr. 27, wohne. Commisstelle-Gesuch. Ein junger Mann, der feine dreijährige Lehrzeit in einem Colonial- uManufaktur- waarengeschäft beendet hat, sowie auch längere Heit in einem größeren Colonml- und Delicatessengeschäft thätig war und bestes Zeugniß aufweisen kann, sucht per 1 Januar 1883 Stellung als Commis. Derselbe ist auch fähig, kleinere Touren zu besorgen. «ol" Fr.-Offerten unter L. N. 3 postl. Gießen. Ein junger Mann mit guten Vorkenut- nissen in ein Colonialwaaren - Geschah en gros als Lehrling gesucht. Näheres bei der Exped- ds- DU "2! empfiehlt eich zum An- Verkauf von Staats- papieren etc. ?W sender." Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. 7493 _ Dermiethungen. 7510 Ein kleines Logis am Ludwigs- platz zu vermiethen durch D. Schmall, Schloßgasse. 7509 Logis, sowie ein einzelnes Zimmer, gleich beziehb., zu verm.in Neuen-Bäuen LQ. Handelsvercin. Generalversammlung Dienstag den 14. Novewber er., Abends 8 Uhr, im Cafe Ebel. Tagesordnung: 1. Eingänge. „ - 8V2 Uhr: Vortrag des Herrn Dr. Engelmann „über die Anträge I Abänderung der gesetzlichen Besümmungen, betr. das Dispositionsrecht «.er ""7428 Ein Mädchen sucht tägliche Be' schäftigung oder eine Laufstelle. Näheres Neustadt Nr. 59, St. 3. 7513 Ein gebildetes, wohlerzogenes Mädchen von ca. 18 Jahren, aus guter Familie sucht auf sofort eine Stelle, am liebsten für Haushaltung. Näh. zu erfragen bei Frau Restaurateur Lony, Bahnhofsstraße. Die Nr. 6 enthält: Der Peter von Danzig. Ein historischer Seeroman aus Danzigs Vorzeit. Von Reinhold Werner. (Fortsetzung.) — Die Flüchtlinge aus Sibirien. — Ein nordisches Dichterjubiläum. Von Robert Koenig. Mit Esaias Teaners Porträt und Illustration zurFrithjofssage von GrotJohann. — Zur Geschichte der Streichhölzer. — Madagaskar und seine Beziehungen zu Europa. Mit drei Illustrationen. — Deutsche Mode als Hausgewerbe. Von Dr. Ludloff-Koburg. — Am Familientisch: Arabische Wörter im Deutschen- — Noch ein Feuersegen. — Ein russischer Bescheid. — Gesundheitsrath. — Rechtsrath. Mit zwei illustrirten Beilagen: Vom Münchener Oktoberfest. Von Karl Albert Regnet. Mit sechs Illustrationen. _ 7504 Ein Kindermädchen gesetzten Alters gesucht. Gartenstraße 13, 3- Etage. 7376 Ein Hans, in dem lange Jahre Bäckerei, Spezerei und Wirthschaft getrieben wurde, ist in Groß-Linden zu verkaufen oder zu vermiethen. Zu erfragen bei Georg Löhr, „Früh- ftückskeller", in Gießen. Daselbst eine Wagendeichsel zu kaufen gesucht.____________________ _________________ 7497 Ein junges Mädchen vom Lande sucht Stelle und kann sofort eintreten. Näheres bei der Exped. ds. Bl. Der Flügel von Blüthner ist aus dem W.Rudo 1 ph’schen Pianofortelager. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Ricker’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der W. Rudolph sehen Musikalienhandlung ä J4. 2.50 (Sperrsitz ä 3.50) zu haben. MM.: welche im betreffenden Hause wohnen, e , circuliren müssen. In den Händen des Publikums liegt es nun- , , mehr, dass das Adressbuch ganz correkt erscheinen kann und allenfallsige Wünsche über Mittheilung von Geschäftsbräuchen etc. beachtet werden. Ich erbitte mir für das Adressbuch freundliches . . Entgegenkommen, wie solches meinerseits verehrheher Einwohner- Schaft gegenüber geschieht. ö ° Ergebenst A. Scheyda 6236 Sandgasse 46 ein Logis zu vermiethen. Näheres in meiner Werkstätte daselbst. 2l. Hoß. 4641 Möbl. Zimmer mit Kabinet, zunächst der Klinik und Poft, zu vermiethen. ______Stegmayer, Eisenbahnbaumeister. 6901 Ein gut möblirtes Zimmer mit Kabinet zu vermiethen. Bahnhofstr. 66. 6983 Schön möblirtes Zimmer. F. Zöller, llteustadt 1. 6783 Mehrere sehr schön möbl. Wohnungen in 2. Etage per sofort, sowie eine Familienwohnung im Nebenhaus per November zu vermiethen. Frau Sl. Löber, Grünbergerstr. 15. 7374 Ein Familienlogis zu vermiethen bei M. Schäfer, Grünbergerftraße. 7352 Gut möbl. Zimmer mit Cabinet- Ederstraße 8. 7223 Eine Mansardenwohnung, gleich beziehbar, ist wegen Versetzung des seitherigen Inhabers, an eine ruhige Familie sofort zu vermiethen. „ Kaufmann Strack,^Bahnhofstraße. 7383 Kleines Logis, 3 Zimmer und Küche, zu vermiethen. Ludwigsplatz 5, Hinterhaus. 7386 Zimmer ^ait Cabinet vermiethen^ »ehr. Stamm. 6648 Ein kleines Familienlogis im Vorderhaus, sowie zwei Dachstuben tnt Hinterhaus zu vermiethen tm „Darmstädter Haus . 7424 Eine Stube mit Bett zu ver- iniethen. Wallthorstraße 13. 7468 Ein kleines Familienlogis zu oer; miethen. Schneider Frech, Caplaneigasse. 6324 Ein L a d e n mit Wohnung zu ver- miethen.I. Bernhardt. 7496 Ein Pferdestall per sofort zu vermiethen. Ludwigsplatz 4. Giessener Adressbuch ;; pro 1883. ;; Die Abholung der Hauslisten findet im Laufe kommender $ Woche statt. Ich erlaube mir hiermit nochmals darauf aufmerksam zu machen, dass solche correkt ausgefüllt werden möchten und " auch ganz besonders darauf, dass die Listen auch bei ÄlHCM Ar. 2 Vvreau t 9 karten im c l Di ist am Fr Herzogs r am 20. d Mi Dienstag, lamenfdril nicht ohne tagswahl-l Position weit sich Elemente Schon ei der preufji den Mch ßtwnmen, N Gen die weite od dem aber lammarische Eharaster, Md Mg nm den ge De' Minister i Varzin be Thronrede d. M lungen bei nicht sehr Sitzungen Wi m unserer daß der ; We Sich W. t '«erde, n Wn, U .. Die ■85 «ar Nijto. MS L'S N De » r-schen Die ^genblickljf Listen St 'üchen Exop kutmickelt