Sfc.:1' 1682. Samstag den 14. Oktober srr 240 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Bureau: Schulstraße 7. Breis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland. Darmstadt, 12. Octbr. Das Amtsblatt Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, Section für Justizverwaltung, Nr. 39, enthält Ausschreiben d. d. 6. October 1882, betr. das Gesetz über die Besteuerung des Branntweins vom 8. Juli 1868 und das Gesetz wegen Erhebung der Brausteuer vom 3. Mai 1872, an sämmtliche Justizbehörden, sowie an die Notare und Gerichtsvollzieher. Dasselbe lautet: Der § 7 des Gesetzes, die Besteuerung des Branntweins betreffend, vom 8. Juli 1868, bestimmt: „Besitzer von Brennereien dürfen keine Brennereigeräthe und andere „Personen keine Destillirgeräthe, nämlich Blasen, Helme und Kühler, „weder ganz noch theilweise aus chren Händen geben, bevor sie es der „Steuerhebestelle ihres Bezirks angezeigt und von dieser eine Beschei- „nigung darüber erhalten haben." In ähnlicher Weise bestimmt der § 10 des Gesetzes wegen Erhebung der Brausteuer vom 3. Mai 1872: „Inhaber von Brauereien, sowie Personen, welche Braupfannen ver- „fertigen oder damit Handel treiben, dürfen die Pfannen nicht aus „ihren Händen geben, bevor sie es der Steuerhebestelle ihres Wohnorts 'angezeigt und von dieser eine Bescheinigung darüber erhalten haben." Da^ diese Bestimmungen bisher bei öffentlichen Veräußerungen, -insbeson- bere bei solchen in Folge von Pfändungen, und im Concursverfahren nicht genügend beachtet worden sind, so finden wir uns veranlaßt, auf dieselben aufmerksam zu machen und im Jntereffe der durch jene gesetzlichen Bestimmungen bezweckten Controle zu verfügen, was folgt: 11 Notare, Gerichtsvollzieher und Ortsgerrchts-Vorsteher, welche im Aus- traae von Privatpersonen Versteigerungen von Gegenständen der in den angeführten Gesetzesstellen bezeichneten Art vornehmen, haben sich zu verlässigen, daß ihr Auftraggeber die vorschriftsmäßige Anmeldung gemacht hat, und sich zu dem Ende die von demselben erhobene Beschermgung vorlegen zu lassen. 2) Bei zwangsweisen Versteigerungen darf die Uebergabe folcher Gegenstände an den Käufer nicht eher erfolgen, bis dieser oder der versteigernde Beamte die vorgeschriebene Anzeige gemacht hat und Bescheinigung darüber zu den Acten gebracht ist. Die Amtsgerichte wollen sich angelegen sein lassen, die Ortsgerichts-Vor- steher entsprechend zu belehren. * y v. Starck. Dr. Linß. Darmstadt, 11. Octbr. Nachdem in den Sauermonaten die parla- mentarische Thätigkeit der Zweiten Kammer selbst in den Ausschüssen so gut wie ganz geruht hatte, sind in letzterer Zeit die Arbeiten zunächst im Finanz- Ausschüsse wieder ausgenommen worden. Es dreht sich dabei hauptsächlich um Betreffend: Collekte für das Kinderhospital (Elisabethenstist) zu Nauheim. Lang-Göns, am 12. Oktober 1882. Das Großherzogliche evangelische Dekanat Gießen an sämrntlrcde Wfarrärnter des Dekanats. Für rubricirte, so wohlthätige Anstalt ist eine Hauscollekte in unserem Lande bewilligt worden. Der Collekteur wird m diesen Tagen die hieuge Gegend bereisen. Sie wollen die Collekte den Gemeinden bestens empfehlen. e4r a g—,z Abgesehen von dringenden Fällen und selbstverständttch von Vorladungen sind die Amtsrichter Gerichtsschreibereien können Mittwochs und Samstags Vormittags zwischen 10 und 12 Uhr, an den ubr.gen Wochentagen cy mittags zwischen 3 und 5 Uhr gestellt werden. Gießen, den 8. Oktober 1882. Großherzogliches Amtsgericht. I. V.: Stamtml^r.____________— Bekanntmachung. Unter Bezugnahme aus die nachstehende Veröffentlichung inachen wir darauf aufmerksam, daß der landwirthschaftliche Bezirksnerem Gießen 200 zu Unterstützungen für den Besuch einer Ackerbauschule vorgesehen hat 0 .. . ™. . Gießen, am 11. Oktober 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. p ' Dr. Boekmann. Betreffend: Wintercursus 1882/83 der Ackerbauschule des landw. Vereins für die Provtnz «berheffen z« Fr»edberg. Der diesmaliae Wintercursus hiesiger Ackerbauschule beginnt Donnerstag den 2. November und wird gegen Ende Marz geschlossen. Der Unterricht »rfirprft firfi mif nlTnemÄne Sckmlacaenstände die verschiedenen Zweige der Naturkunde und landwirthschaftlichen Fächer. Er wird von zwei Landwirthschafts- erstreckt sich aus all?ememe Schulgegenstande die ° g 0^ mehreren anderen geeigneten Hülfslehrern erthellt. Die nöthige Anschauung gewahren Z"Ln^mrsi^n-n nach nah? gelegenen Gutswirthschaften gewerblichen Anlagen und sonstigen belehrenden Einrichtungen. die vier wichtigen Steuergesetz-Entwürfe, welche den Ständen schon vor längerer Zeit zugegangen sind: das Gesetz über die allgemeine Einkommensteuer, das Gesetz über die Einführung einer Capitalrentensteuer das Gesetz über die Gewerbesteuer und das Gesetz über die Erbschafts- und Schenkungssteuer. Die Aufgaben, welche dem Ausschüsse in dieser Richtung gestellt srnd, erscheinen um so verantwortungsvoller, als bei dem zweitgenannten und letztgenannten Gesetze, soweit die Einführung einer Schenkungssteuer beabsichtigt wird, neue, m Hessen bis dahin nicht gekannte Steuern in Aussicht genommen sind, während imUebn- aen nur mehr oder weniger einschneidende Änderungen früherer Gesetze m Frage stehen. Die erste Sitzung des Ausschusses ist auf den 12. d. Mts. anbe- räumt und wird vorerst nur einer allgemeinen Besprechung der Entwürfe gewidmet sein. Als Berichterstatter über die drei ersten Gesetze ist der mit den Steuerverhältnissen wohlvertraute Abg. Möllinger von Pfeddersheim (Rheinhessen) bestellt. m „ — Die Commission zur Veröffentlichung eines Werkes über die Kunst- Denkmäler im Großherzogthum Hessen, welche unter dem Vorsitze Sr Excellenz des Herrn Staatsmimsters Freiherrn von Starck und m dessen Verhinderung des Herrn Ministerialraths Weber errichtet ist, bestand seither aus den Herren Geh. Oberbaurath Dr. Müller, Professor Heinrich Wagner Professor Rudolph Hofmann und Staatsarchivar Dr. Frhr. Schenk zu Schweins- berg, sämmtlich dahier, und den Herren Hofrath Professor Dr. Ochafer zu Darmstadt, Geh. Baurath Professor Dr. v. Ritgen zu.Gießen und Landgerichts- rath Dr. Bockenheimer zu Mainz, welche brei juglei^i als Werk, die beiden ersteren für Starkenburg und Oberhessen, bestellt waren Nun- mehr sind zu Mitgliedern der Commisfion ernannt worden die Herren Oberbaurath Horst und Rechtsanwalt Ernst Wörnerzu^EstM zugleich als Redacteur in Gememschaft nnt Herrn Dr. Bockenyermer Den Jtgetn Hessen betr. Theil bearbeiten soll. .. « . Bericht ihres 1 Berlin/ Lor einigen ttn?ge Stunden ^ach L-pecial-Correspondenten ^,?6vpten ü . Soldaten an verwundeten Egyptern vordem Gefechte von Tel-el-Kebtr /.rLthf» g^eriditerftcittcr daß nicht nur egvptische übt worden sein sollen. Ebenso erfahrt J^Brliif&en Militär ausgeplündert worden Gefangene, sondern auch Eumpa-r von dem o i b^se B-bauptungen nicht aus wären. Zwar kann der G-wahrsmann d-r » s ben Berichterstatter des eigener Ansc^uung bestätigen, doch n-unt ob-istli-utenant Thurneisen und Oberst Stockholm Dagblad",-men Schweizer, »nner^^Aussagen englischer Soldaten, dte M-thuen. Haupt,äch ich aber stutzt er Uw achselzuckende Eingeständnis englischer OM-ier-"wUch-^dt-f- Ä-bUch-n Th°ts°ch-n «°d-r hätten ableugnen können noch sollen- ... Rebauvtunaev stehen die Berichte englischer Blätter, Im G-g-nsatz zu dNs-n B-haup>u^ ^ornlng Adverttser", daß welche so ziemlich das Gegenth l mg-n^ £nflll{d)e gaoaaetie bei der Verfolgung der es -in-^anerkannte^Thatfach ist^ d @ägtl un6 Lanze machte. Ferner wird von regellos Fli-h-nden^kemen; ®(e£™“fJ’ttern b:e Opserfteudigkeit rühmend hervorgehoben, vielen Z- ungs^iMl^^ ptzten Schluck Wasser den egypttschen Ber- mit welcher die biittschen O0tv b£n bam(ll§ b0Tt herrschenden Verhältnissen ; "llndings seh? hoch anzuschlagen ist. Auch das „British M-di-al Journal" weiß nichts über die Grausamkeiten zu berichten, sondern lobt gerade im Gegentheil die humane Behandlung, welche den egyptischen Soldaten nach Tel-rl-Kebir zu Theil ge- worden M. widerstreitenden Berichte können wir den englischen Zeitungen nur Recht geben, wenn sie die Behauptungen der „Köln. Ztg" sehr ungläubig aufnehmen. Doch stimmen wir entschieden denjenigen zu, welche eine strenge und unparteiische Untersuchung verlangen, da derartige Vorwürfe, von einer Zeitung wie der Kölnischen verbreitet, nicht leicht genommen werden dürfen. Wir bezweifeln durchaus nicht, daß die Berichte nicht ganz aus der Luft gegriffen sind, aber wir sind fest überzeugt, daß es den englischen Militärbehörden gelingen wird, den Vorwurf der überlegten kaltblütigen Grausamkeit von ihren Sdldatcn abzuschütteln. Denn, wie die „St. James Gazette" mit Recht bemerkt: In der Aufregung eines nächtlichen Bajonettangriffs können Dinge geschehen, die kalten Blutes nicht vorkommen würden: aber es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen solchen Vorkommnissen und der vorsätzlichen Niedermetzelung der Verwundeten nach der Schlacht, dessen die englischen Truppen beschuldigt werden. Aber auch selbst wenn noch nach der Schlacht einige Verwundeten getödtet wurden, so berechtigt dies doch nicht so ohne Weiteres zu solch schweren Anschuldigungen, da erst durch eine genaue Untersuchung festgeftellt werden.müßte, ob nicht von Seiten der Verwundeten auf die zur Hülfe Herbeigekommenen gefeuert wurde, wie ja solches auch mehrfach im deutsch-französischen Kriege von den Turkos vorgekommen ist. Nach unserer Meinung hätte daher die „Köln. Ztg." besser daran gethan, die haarsträubenden Greuelthaten nur mit aller Reserve aufzunchmen, und es der jedenfalls auf die Initiative hin eingeleileten Untersuchung das Weitere zu überlassen. Sie hätte es sich dann erspart, ihre Angaben durch die Behauptung aufrecht erhalten zu müssen, daß alle englischen Berichte die Wahrheit ihrer Nachrichten nicht erschüttern könnten, da es sehr gut denkbar sei, daß sich beide Thatsachen nebeneinander rutragen. Jedenfalls aber hätten dann die englischen Zeitungen keine Gelegenheit gehabt, uns den Vorwurf zu machen, wir Deutsche seren neidisch auf ihre glänzenden Waffenerfolge, die doch eigentlich recht billig waren, und hätten daher nicht eher Ruhe, als bis es uns gelungen, irgend welchen Flecken an dem englischen Ruhmesschilde ausfindig und die Welt darauf aufmerksam zu machen. (Fr. Jour) Frankfurt, 9. Octbr. Gestern Abend wurde hier in einer kleinen, unter dem Vorsitze des Herrn Prof. Dr. Naffe aus Bonn stattgehabten Versammlung die Gründung eines „Deutschen Vereins zur Bekämpfung der Trunksucht" beschlossen. Die nächste VersamrÄung wird im kommenden Frühjahre in Kassel tagen. England. London, 10. Octbr. Die Meldung, daß britische Truppen an der Ceremonie der Ueberführung des heiligen Teppichs von Kairo nach Mekka thell- nahmen, hat in hochkirchlichen Kreisen in England und Schottland sehr verstimmt. Ein Geistlicher in Edinburgh, Dr. Begg, bemerkte in seiner am letzten Sonntag gehaltenen Predigt, daß die britische Armee, indem sie dem „heiligen Teppich" huldigte, an der größten Götzendienerei in der Welt theilgenommen habe. Es sei eine furchtbare Ungerechtigkeit, die Soldaten Britanniens zu zwingen, an so Erniedrigendem thellzunehmen, und die britische Regierung, sowie das britische Volk wären für die Handlung verantwortlich, falls sie dieselbe nicht in Abrede stellten. — Aus Irland werden wiederum einige ernste Agrarverbrechen gemeldet. Zwischen Killala und Bellycastle wurde am Freitag Abend aus zlvei Landagenten Namens Scott und Froome, welche zusammen auf der Landstraße fuhren, von einer Hecke aus geschossen. Eine Kugel streifte Scottis Ohr. Scott feuerte fünf Schüsse aus seinem Revolver nach der Richtung, aus welcher auf ihn und seinen Gefährten geschossen wurde und fuhr dann so schnell als möglich nach Ballina hinein. Dies ist, wie es heißt, das zweite Mal, daß aus die beiden Herren geschossen wurde. Am nämlichen Abend wurde aus einem Felde in der Umgegend von Ballina ein Farmer Namens Hogan durch einen Revolverschuß, den ein Unbekannter auf ihn abfeuerte, schwer verwundet. In Verbindung mit letzterem Falle ist ein junger Mensch als des Attentats verdächtig verhaftet worden. In Kilkenny wurde ein Grundbesitzer Namens Murphy von zwei Farmern Namens Hunt, von denen er Miethe zu fordern hatte, so schwer mißhandelt, daß an seinem Wiederaufkommen gezweifelt wird. Die Gebrüder Hunt wurden verhaftet. Rußland. Petersburg, 11. Oktober. Der Gouverneur von Transbaikalien ist durch einen Nihilisten ermordet worden. Derselbe hatte sich beim Gouverneur anmelden lassen und wurde empfangen. Er stieß darauf dem Gouverneur ein Messer in die Brust. (F. Z.) Aegypten. Kairo, 11. Oktober. Die Untersuchungs-Commission setzte heute das Zeugenverhör fort. Die Aussagen sind ohne besondere Wichtigkeit. Arabi wurde Abends vernommen; sein Verhör wird morgen fortgesetzt. Telegraphische Depeschen. Wolif'S telegr. Eorrefpondenr-Bureau. Köln, 12. Octbr. Zur Thellnahme an dem hier stattfindenden Bime- tallisten-Congreß sind aus London eingetroffen: Kisch, Langley, Heilgers, Tid- man; aus Paris: Ottomar Haupt; aus Lüttich: Pros, de Laveleye; aus Deutschland ist der Congreß sehr zahlreich beschickt; unter den Theilnehmern befinden sich u. A. Professor Lexis, v. Kardorff, Leuschner, Habely, Rheden, v. Roggenbach (Baden), Heine (Leipzig), Bar, Geh. Rath Zschille (Dresden). In der gestery Abend ün Verein der Industriellen im Gürzenich abgehaltenen Versammlung wurden die Erschienenen durch den Vorsitzenden des Local-Comitäs, van der Zypen, mit einer Ansprache begrüßt, hierauf hielt Dr. Arendt (Berlin) einen längeren Vorträg über die Währungsfrage. Hatte a. b. S., 12. Oktober. Die „Halle'sche Zeitung" theilt den Wortlaut der Allerhöchsten Ordre vom 2 Oktober an den Oberpräsidenten Dr. Achenbach bezüglich der Einführung Sr. K. H. des Prinzen Wilhelm in die Kenntnisse der Civil- verwaltung mit. Dieselbe lautet: Mein Enkel Prinz Wilhelm hat bei mir den Wunsch zu erkennen gegeben, während des bevorstehenden Winterhalbjahres in die Kenntnisse der Civrloerwaltung Meiner Monarchie durch Sie eingeführt zu werden, indem Sie nach seiner Mitthellung sich hierzu unter Entwerfung eines darauf bezüglichen, Mir bekannten Programms bereit erklärt haben. In Uebereinftimmung mit der hergebrachten Sitte Meines Hauses habe Ich zur Ausführung dieses Vorhabens Meine Genehmigung eriheilt. Ich beauftrage Sie, das Weitere zu veranlassen- Leipzig, 12. Oktober. Der erste Strafsenat deS Reichsgerichts verhandelte heute gegen Dr. v. Bunsen wegen Beleidigung des Reichskanzlers Fürsten v. Bismarck- Die vom Staatsanwalt gegen die Freisprechung v. Bunsen eingewendete Revision wurde dem Anträge des Reichsanwalts gemäß verworfen, weil zwar ihatsächli'ch festgestellt sei, daß die von dem Redner ntedergeschriebene gedruckte Rede Beleidigungen des Reichskanzlers enthalte, der Strafantrag gegen v. Bunsen aber nur in Bezug auf den mündlichen Vortrag der Rede gestellt worden sei, die von Dr. v. Bunsen dagegen, daß auf Vernichtung seiner gedruckten Rede erkannt worden sei, eingelegte Revision, wurde gleichfalls verworfen, ebenso auch die Revision des wegen Beihülse zur Beleidigung zu einer Geldstrafe verurtheilten Lehrers Hensel. Berlin, 12. Oktober. August Sternberg ist ohne Caution freigelasscn. Bremen, 12. Octbr. Durch den heute.verkündeten Spruch des Seeamts in Sachen des Schiffbruchs des Lloyddampfers „Mojel" wird dem ersten Ofsicier des Schiffes, Huber, die Berechtigung zur Ausübung des Schiffergewerbes aberkannt, der Kavitän ist von jedem Vorwurf freigesprochen. London, 12. Oktober. Das Mitglied des Cabmets, Dodson, hielt gestern in Scarborough eine Wahlrede, in welcher er erklärte, daß die Regierung entschlossen sek, nach Herstellung einer stabilen, aus Eingeborenen bestehenden Regierung, Egypten sobald als möglich zu räumen, eine Volksvertretung soweit thunlich einzuführen, die freie Schifffahrt auf dem Suezkanal herzustellrn und das Uebergewicht des Einflusses fremder Mächte auszuschließen. — Der Sccretär des Schatzamtes, Courtney, äußerte sich ähnlich bei einem Meeting in Torpomt und fügte hinzu, Egypten werde die Kriegskosten tragen müssen, selbst wenn die Bondsbesitzer darunter leiden sollten. Petersburg, 12. Oktober. Das „Journal de St. Petersburg" meldet, daß über den englischen Plan hinsichtlich Egyptens den Mächten noch keinerlei Miitheilungen »ugegangen seien. Die Nachrichten über Ablehnung oder Billigung desselben seitens der Mächte seien daher unbegründet. — Die „Nowosti" erfahren, daß der Oberst Rediger, Professor und Adjunkt an der Nikolausakademie, als Gehülfe des bulgarischen Kriegsministers nach Sofia geht. Kairo, 12. Oktober. Dem Generalkonsul Malet ist eine Namensliste derjenigen Gefangenen zugestellt worden, welche vom Kriegsgerichte abgeurtheilt werden sollen. Die Liste zählt 113 Angeklagte auf, nicht enthalten darin sind die Gefangenen in den Provinzen, über welche noch kein namentliches Verzeichnitz eingegangen ist, derm Zahl aber nach einer Mittheilung der egyptischen Regierung dreißig nicht Übersteigt. — Zum Chef der Okkupationsarmee ist, wie officiell bestätigt wird, General Alison ernannt worden, der heute hier erwartet wird. General Wolselcy bereitet seine Abreise von hier für den 20. ds. vor. Morgen findet bei demselben zu Ehren des egyptischen Ministeriums ein Diner statt, an welches sich ein großer Empfang an- schließen wird. New-Bork, 12. Oktober. Der Dampfer „Herder" ist gänzlich zerschmettert. Die Ladung kommt, stückweise durch die Wellen getragen, an's Ufer. Wenig davon kann gerettet werden. Die Passagiere sind in Saint Johns eingetroffen. Der Prozeß der Aufständischen in Kairo. Seitdem die englischen Kanonen und Bajonette den egyptischen Aufstand nieder- geworsen und des Khedive wankendem Throne neue Stützen verliehen haben, sind natürlich die Führer des Aufstandes, Arabi Pascha und circa achtzig Genossen, in eine sehr bedenkliche Lage gerathen, denn, besiegt und gefangen, sitzen sie nunmehr vor dem Kriegsgericht in Kairo, welches sicher feinen freundlichen Urtheilsspruch fällen wird. Entsetzung aus ihren ehemaligen Aemtern und Würden ist Allen gewiß und ob außerdem Tod oder — Verbannung sie treffen wird, darüber schwankt das Zünglein in der Waage der Gerechtigkeit noch bedenklich Der Khedive zumal, der nicht vergessen kann, daß die Aufständischen nach seinem Throne und Leben getrachtet haben, verlangt zu seiner und des Landes Beruhigung, aber wahrscheinlich auch, um feinen Haß zu befriedigen, für Arabi Pascha und dessen Mitoerschworenen die Todesstrafe, und wenn es nur nach dem Khedive und feinem neuen Anhänge, lauter Gegner Arabi's, geht, fo dürfte dieser allerdings fammt seinen Genossin bald am Galgen hängen oder aus dem Laufe der Flinten den Tod empfangen Mächtiger aber als der Khedive und seine Getreuen sind in Egypten die Engländer, und was der englische Premierminister über die egyptischen Verschworenen beschließt, das wird wohl der Urtheilsspruch des Kriegsgerichts fein und die englische Regierung wird sich vielmehr von politischen Beweggründen in dieser Hinsicht leiten lassen als von demjenigen des allgemeinen Rechts. Als gemeiner Verbrecher kann Arabi Pascha ohnedies nicht behandelt werden, benn das Ziel feiner wagehalsigen Thaten war eine politische Umgestaltung Egyptens und Monate lang stand ja auch die Mehrheit der egyptischen Bevölkerung auf seiner Seite und wäre es ihm möglich gewesen, Siege zu erringen, so wäre er jetzt ein gefeierter Nationalheld. Schlimm steht e§ für Arabi Pascha, wenn ihm nachgewiesen werden kann, daß er den direkten Befehl zur Niedermetzelung der Europäer und Plünderung derselben in Alexandrien gegeben hat. Aber auch hier könnte man Arabi Pascha als unter dem Zwange der Ereignisse stehend mild beurteilen, denn als die englischen Bomben auf Alexandrien niederfielen und ganze Straßen in Schutt und Asche legten, konnte man die Menschen- unt) Völkerrechte zwischen Engländern und Egyptern wohl al& aufgehoben betrachten, und der egyptische Pöbel verrichtete im Grunde genommen nur dasselbe Werk wie die englischen Bomben. Uebrigens fehlt es auch nicht an Beweisen, nach welchen gerade Arabi Pascha der Vernichtung der Europäer Einhalt geboten hat. So ist Herr von Lesseps, der Erbauer des Suezkanals, voll Lobes Über Arabi und stellte dem Kriegsgerichte von Kairo dasZeugniß zur Verfügung, daß durch die Anordnungen Araoi's Hunderte von Europäern über Jsmaila gerettet worden wären. Auch soll Arabi in Tantah und anderen egyptischen Ortschaften plündernde und das Leden von Europäern bedrohende Beduinen habe hängen lassen. Sehr wenig kommen bei dem Prozesse der Aufständischen die Verhandlungen des Kriegsgerichts in Kairo in Betracht, denn erstens werden dieselben geheim geführt und zweitens hat kein in Egypten ansässiger Advokat die Vertheidigung Arabi's und seiner Genossen zu Übernehmen gewagt, sondern ein englischer Advokat aus Tunis hat Arabi's Vertheidigung übernommen und wird wohl einen schweren Stand haben, wenn eine Ordre aus London an die Richter das Urtheil nicht mildert. Englands politischer Ruhm, sowie die Stellung des Cabinets Gladstone neigen zu einer glimpflichen Beurtheilung Arabi's und seiner Unglücksgefährten und die Todesstrafe wird sie nur dann treffen, wenn auch nach der Meinung der englischen Regierung dieselbe zur dauernden Beruhigung Ägyptens nothwendig ist. Vermischte Geisenheim, 9. Oktober. Heute Vormittag ereignete sich auf der Bahnstrecke zwischen hier und Rüdesheim ein gräßliches Unglück. Gegen Vz!2Uhr kreuzt auf dieser Strecke der Frankfurter Schnellzug den von Rüdesheim kommenden Güterzug. Eine Bahnarbeiterrotte war gerade an einer Stelle des Bahnkörpers beschäftigt, wo zwischen beiden Geleisen nur ca. VJt Fuß Zwischenraum liegt. Auf das vom Güterzug gegebene Signal verließ die Rotte das Geleise und stellte sich neben dem Schienenstrang auf, als zu gleicher Zeit der Schnellzug heranbrauste, den Rottenarbeiter Johann Kremer von hiererfaßte und in den Güterzug schleuderte, durch welchen der Unglückliche förmlich in der Mitte entzwei gefahren wurde. Ein anderer Arbeiter, Namens Schlepper, ebenfalls von hier wurde von einem Trittbrett erfaßt und zu Boden geschleudert, wodurch er glücklicherweise nur leichtere Contusionen am Arm und Rucken erhielt. Der Verunglückte der brave Sohn einer armen Wittwe, war 20 Jahre alt und hätte am allgemeinen Einstellungstermin den Militärdienst antreten sollen. — Von dem Bruder des verurtheilten Albert Sachs erzählt ein Privatbrief, batirt: Buenos-Ayres, 7. September, der dem „Franks. Journ." freundlichst zur Einsicht vorgelegt worden, in urwüchsig drastischer Art: „Dieser andere L - - v und Sch ... e ist mehrere Monate hier unter dem Namen Emil Waß gewesen und hatte auch in dieser Eigenschaft eine Stelle gefunden. Er war längst erkannt, aber man schonte denselben und...... ihm nicht ins Gesicht wie er es verdiente, bis er die Frechheit hatte, in unserem Deutschen Turnverein mit den daselbst anwesenden Damen zu tanzen und that^als wenn er ein Ehrenmann sei. Dieses unverschämte Betragen veranlaßte mehrere Mitglieder, die wußten, daß er der Sachs war, daß er aus dem Verein hinausgeworfen wurde. Dieses geschah vor ca. 10 Wochen- Seit diesem Abend ist er verschwunden. $v rX‘n‘ ®er Schauplatz einer tragikomischen Geschichte ist dieser Tage ein Rauch-, Kau- "vv Schnupftabakgeschäft in der Friedrichstraße gewesen. Plötzlich wird daselbst, so berich.et das B. Tgbl., die Ladenthüre aufgerissen und durch die geöffnete Spalte, welche sich sodann sofort wieder schließt, wird ein dunkler Gegenstand hereingeschleudert, welcher in der Mittendes Ladens niederfiel. Dynamit oder Orsini waren die Gedanken des guttn Cigarrenbändlers, der noch in aller Ette seine Seele dem Herrn aufs An- selegenittchstc' empfahl. Als das Ding aber durchaus nicht explodiren wollte, schöpft er -llcuth^ nähert sich mit äußerster Vorsicht dem geschleuderten Gegenstände und — wer beschreibt fein Erstaunen - Fortuna hat ihm statt des gefürchteten Mord- tnstruments ein Portemonnaie mit dem Inhalte von 106 zugeworfen. Eine Viertelstunde war verstrichen, in welcher der Tabaksmann wohl über das bekannte Wort „Sein oder nicht fein" nachsinneu mochte, da Öffnete sich die Thür zum zweiten Mal und herein tritt der — Gerichtsvollzieher. Diese nicht überall beliebte Persönlichkeit klärte die so seltsame Situation nun schnell auf. Der Mann des Gesetzes yatte nämlich eine kleine Treibjagd aus einen Schuldner angeftellt, welcher sich durch oben erwähnte, auf offener Straße vorgmommcne Escamotage „zahlungsunfähig- zu machen gedachte. Im Namen oes Gesetzes forderte nunmehr der Beamte den Laden- und Portemonnaie- Jnhaber auf, das Geld auszuliefern, doch dieser theilte die Ansicht des Gerichtsvollziehers ganz und gar nicht und nach erregten Auseinandersetzungen mußte der Mann des Gesetzes unverrichteter Sache das Lokal verlassen. Wenige Minuten später wurde die Thüre zum dritten Male geöffnet und auf der Bildfläche erscheint ein Herr, der sich ohne lange Vorreden als der -berechtigte Eigenthümec der fortgewIrfencn Geldsumme vorstellt und sich, da die Gefahr nun vorüber, nunmehr sein Portemonnaie wieder ausbittet. Aber der Tabakshändler weigerte sich auch dieses Mal, aller Bitten ungeachtet, das ihm zugefallene Geld ohne Weiteres wieder herauszugeben und nun mußte bald auch der wurfgewandte „geniale Schuldner" nicht nur mit langem Gesichte, sondern auch — was bei Weitem schlimmer — mit leeren Taschen abziehen. Unter der Versicherung, nie wieder zu „schmeißen", verließ er den Laden. — Die schließliche Entscheidung in dieser seltsamen Angelegenheit ist dem hiesigen Amtsgericht vorbehalten. Metz, 5 Oktober. Daß die Wolfe wieder im Anzuge sind, haben unsere Truppen schon während der Manöver aemerkt, wo durch das Schießen verschiedene dieser Unholde aufgestöbert wurden; auch wurde am letzten Sonntag von einer Jagd- Gesellschaft auS Bolchen im Walde von Zimmingen eine dreijährige Wölfin und ein junger Woli erlegt. Die meisten dieser Bestien wechseln aus den französischen Grenzdepartements nach Lothringen herüber, auch wird denselben in Frankreich nicht so planmäßig nachgestellt wie bei uns. So wird aus Bremoncourt, Departement Meurthe, berichtet, daß einige dieser Raubthiere in der vorigen Woche in den Schafstall eines dortigen Bauers eingedrungen sind und drei Schafe aufgefressen und fünf erwürgt haben; trotz des Lärms, den die Nachbarn in dem Schafstall hörten, hielten sie es nicht für nöthig, nach der Ursache der ungewöhnlichen Erscheinung zu forschen. — [Offene Stellen für Militäranwärter im Bereiche des 11. Armee-Corps) Ältstedt, Landbriefträger, 540 JL Gehalt. Altena, Bureau- und Kaffendiener beim Eisenbahnbetriebsamt mit JC. 67 50 monatlich. In Frankfurt a. M. eine Telegraphisten- stelle 1290 JL, eine Buchführerftelle 1590 «A eine Aahnwärterstelle 780—820 JL In Altstadt und Jochsten Landbriefträger mit je jährlich 480 Jü und 60 JL Wohnungs- zuschuß. In Nottenburg eine Feldhüterstclle 402 JL. In Wasungen eine Copiften- stelle 800 JL In Wetzlar eine Lohnschreibersielle 100 Jü monatlich. Im Bezirk der Großh. Hesi. (25.) Division: In Darmstadt eine Kanzleiwärterstelle mit einem Jahresgehalte von 680 vM und freier Dienstkleidung. Zwei Forftwartftellen mit je 840 JL Gehalt. Nähere Auskunft ertheilen die Herren Bezirksfeldwebel. Handel und Verkehr. .10- Oktober. Auf dem heutigen Diehmarkte waren aufgetrieben: OlO^^Eck Nlndvieh und 653 Stück Schweine; sämmtliches Vieh war jung und gut genährt. Die Preise aller Viehgattungen, namentlich des Zucht- und Arbeitsviehes, blieben unverändert. Nächster Markt Dienstag den 24. und Mittwoch den 25. d. Mts., am letzteren Tage auch Krämermarkt (Zwiebelmarkt) und findet an diesem Tage Morgens 8 Uhr das Verloosen der Kramerstände statt. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gieften. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst r Sonntag den 15. Oktober (19. nach Trinitatis). Vormittags 9V2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. r^01LnerJ^? 19. Oftobcr, Abends 6 Uhr, im Gymnasium: Bibelftunde, Brief Pauli an die Galater, Kapitel 2. Pfarrer Dr. Naumann. Dre Pfa r r ge schäfte in der Woche vom 15. bis 21. Oktober besorgt Pfarrer Drngeldey. Ratholische Gemeinde. „ _ 20. Sonntag nach Pfingsten. 1/ 1A ' deichte. 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Communion. VilO Uhr: Hochamt und Predigt: Pfarrer Rady. 2 Uhr: Sacramentalrsche Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 5" Uhr, Samstag Morgen 8^ Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 6. Altkstholischer Gottesdienst. Sonntag den 15. Oktober wird um 9 Uhr Vormittags Herr Pfarrer Rrcks aus Heidelberg in der hiesigen Hospitalkirche die heilige Messe lesen und predigen. (Obrrhrffifdie AseMhnen. Das Umändern und Versetzen eines Wagenschuppens im hiesigen Bahnhof soll aus der Hand vergeben werden. Die Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten auf. 6712 Gießen, den 12. Oktober 1882. Stegmayer, Eifenbahnbaumeister. Aufforderung. Zufolge Uebergabövertrags, der zwischen Georg Nicolai Eheleuten und ihrer Tochter Maria Nicolai von Lang-Göns am 12. Dezember 1868 abgeschlossen und am 10. März 1870 gerichtlich bestätigt worden ist, ruht auf den der Maria Nicolai übergebenen, jetzt auf Konrad Nicolai übergegangenen nachbenannten Grundstücken der Gemarkung Lang-Göns 1/486, 487,2, 501, 502, XV1I/21, XlX/534,559, XXI/613, 926, XXV 11/49,3 u. 50 eine Heraus- zahlung von 100 fl., welche nach dem Ableben der Georg Nicolai Eheleute von Konrad Nicolai erfolgen sollte. K. Nicolai hat die Maria Nicolai beerbt, indeß kann der Uebergabs- oertrag nicht beigebracht werden und ergeht daher die Aufforderung, etwaige Ansprüche aus demselben, insbesondere auf die etwa Seitens des Konrad Nicolai abgetretene Herauszahlung von 100 fl. bis zum 10. November 1882 dahier anzumelden, widrigenfalls jener Vertrag für erfüllt angesehen und die Löschung des Vorbehaltseigenthums angeordnet werden wird. Gießen, den 3. Oktober 1882. Großh. Amtsgericht Gießen. 6528 Dr. Gilmer. Freitag den 10. November, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht das Grundstück der August Nauheimer Wittwe, Flur XXVH/lOS/to, 691 Mtr. Wiese in der Stepbansmark, an der Seltersbrücke meistbietend versteigert werden. Gießen, den 27. September 1882. Großh. Ortsgericht. 6302 Müller. Feilgebotenes. Junge Kanarienv-gel (Hahnen), per Stuck °°sZÜglich-r Leistung, größter Dauerhaftigkeit liefern stets prompt und zu billigsten Preisen 5666 W. Dlflh Sohlte Filiale Frankfurt a. M. Maschinenfabrik, Eisen- 7* r 0 aießerei u Probezeit. — Garantie. Taunusstraße Nr. 8. g 8 . sselschmiede. Zahlungs-Erleichterung. Permanente Ausstellung. Aufträge nimmt entgegen Italien. Maronen treffen heute ein. 6721 Emil Fischbach. 6730 Mehrere Thüreu, Fenster, sowie ein noch brauchbarer Ladenerker billig abzugeben. Näh. b. d. Exped. d. Bl. 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Es steht in dem Belieben eines ieden Abonnenten, sich auszuwahlen, welche und wie viele Journale er zu lesen wünscht. 8u jeder näheren Auskunft bin ich mit Vergnügen bereit. Gießen, September 1882. „ , , , 6169 Er. E. Eehsenfeld, Buchhandlung und Antiquariat. Tangs-Unternehm. Mache hierdurch die ergebene Anzeige, mein Tanznntcrricht seinen Ansang nimmt, baldgefälligst an mich gelangen lassen. 6508 daß Montag den 23. Oktober Anmeldungen hierzu wolle man Hochachtend Eerd. Schmidt. Auswanderer nach Amerika erhalten billigste und reellste Beförderung mittelst Post»Dampfer des Norddeutschen Lloyd in Bremen durch die Agentur von JT, ML Schulhof, Marktstraße. Durch meinen langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedew lluswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. । B. Ahlers 1 weltberühmter I Circus unö Assmlheoler aus Oswald's Garten. | Täglich 2 große Gala-BriUant-Dorstellungen. Anfang Nachmittags 5 Uhr und Abends 8 Uhr. 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