$1 Hüll feiere, ’Uenteu. 1000 J( , wg ® i Bahn- 1 ^"«Nien M 5“ ««vj *ner Auswahl n 1G1. Freitag den 14. Juli L882. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Wta. teih. 11(1 Leitinstitut - etc* heiscouranli liessen, lUIIÜ ufc: , . - q— , a XTvlS? UlCllCijUViiiiy t« j/iuti 4.v um ^luiyiuvi^u. : Schulstrahe B. 18. Erscheint täglich mit Aufnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. In Gemäßheit des § 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiermit nachstehende Durchschnittsmarktpreise vom Monat Juni 1882 veröffentlicht: Hafer Jl. 16,50 Heu Jt. 6, Stroh M. 4,oO per 100 Kilogramm. Gießen, den 12. Juli 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. höher, pelbreit, garantik 2,2,20 und höhn Plaids in alle - per Meter. iirdjenM AUFLAGE. w Hannovei NZ 9lli M. kon. m 3) I |c z 0 m J fi ; Drahtheftung. n, lien-HandlunS: i iw Carl“, toll" Politische Ueberskcht. Gießen, 13. Juli. Als Ankunftstag des Kaisers in Wildbad Gastein wird der 18. Juli bezeichnet, der Monarch wird sich danach auf seiner Reise von Koblenz nach Gastein ungefähr 4 Tage auf der Insel Mainau bei den Großherzoglich Badischen Herrschaften aufhalten. Wie alljährlich, so wird auch in diesem Jahre eine Zusammenkunft Kaiser Wilhelms mit dem Kaiser Franz Josef in Gastein stattfinden, da beide Monarchen seit langen Jahren gewohnt sind, sich dort zu sehen und die Gefühle der persönlichen und politischen Freundschaft auszutauschen. In Sachen des Kirchenkampfes muß hervorgehoben werden, daß die vor einiger Zeit verursachte Annäherung zwischen der preuß. Regierung und der päpstlichen Kurie gegenwärtig wieder vollständig rückwärts geht. Weitere Nachgiebigkeit der Regierung findet zur Zeit gar nicht statt, denn der Papst trägt Bedenken, die doch fast nur ein formales Zugeständniß enthaltene Anzeigepflicht hinsichtlich der Ernennung der katholischen Geistlichen anzuerkennen und an dieser Weigerung scheint der erhoffte kirchliche Friede zu scheitern. Auch können die im Namen des Königs von Preußen seiner Zeit aus ihren Aemtern entfernten Bischöfe nur dann zurückberufen werden, wenn sie sich den revidirten Kirchengesetzen fügen wollen. Ohne diese Concession kann nach der Versicherung der preußischen Regierung kein Bischof zurückberufen, resp. begnadigt werden. Be- dauerlrcher Weise dauert daher der Kirchenstreit fort und daß dies wirklich der Fall ist, beweisen die heftigen Aeußerungen und Drohungen der klerikalen Presse. Wie man hört, wird nach Ablehnung des Tabakmonopols eine Erhöhung der Branntweinsteuer in Aussicht genommen, um den Reichsfinanzen eine weitere Stärkung angedeihen zu lassen. Volkswirtschaftlich dürfte wohl Niemand ein Bedenken gegen eine mäßige Erhöhung der Branntweinsteuer haben, zumal wenn es richtig ist, daß die jetzige Art der Branntweinsteuer, die sog. „Maischraumsteuer", den Branntwein sehr niedrig besteuert und die Anwendung einer einfachen Consumsteuer schon die doppelten Erträge liefern soll. In England werden pro Kops der Bevölkerung z. B. auch circa 10 «M. Branntweinsteuer erhoben, in Deutschland nur circa 1 danach dürften wohl auch die Producenten des Branntweins nicht sonderlich geschädigt werden, wenn die Branntweinsteuer verdoppelt würde. Um die Fortschritte der Landwirthschaft und der Ernährungs- srage zu prüfen, ist das kaiserliche statistische Amt vom Reichskanzler mit den Vorbereitungen einer Viehzählung in allen Staaten des deutschen Reiches beauftragt worden, welche bestimmt für den 10. Januar 1883 in Aussicht genommen ist; bekanntlich sand die erste Viehzählung im deutschen Reiche an dem gleichen Datum des Jahres 1873 statt, lieber die Grundlagen dieser zweiten Viehzählung hat in den letzten Tagen eine Vorbesprechung in einer erweiterten Conferenz stattgefunden, welche im Reichskanzleramte anberaumt war. Die in morganatischer Ehe mit dem letzten Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Hessen vermählt gewesene Fürstin Gertrud von Hanau ist am 9. Juli, Abends, im Alter von 76 Jahren in Prag gestorben. Die Leiche wurde nach Kassel übergeführt und in den: dortigen kurfürstlichen Mausoleum beigesetzt. Die Verstorbene hinterläßt sechs Söhne und zwei Töchter, die den Titel Prinzen und Prinzessinnen von Hanau führen. Trotz der großen Begünstigungen, welche sich die Czechen von Seiten der österreichischen Regierung erfreuen, sorgt man in Wien doch auch dafür, daß die czechftchen Bäume nicht in den Himmel wachsen. Obwohl das Ministerium des Grafen Taaffe der Prager Universität die czechische Vortragssprache bewilligt hat, ist doch neulich für die Czechisirung der Prager Universität der hinkende Bote nachgekommen, denn bei jedem Examen an der Prager Universität muß nach einer Verordnung des Ministeriums jeder Examinand vollständige Kenntniß der deutschen Sprache nachweisen und sogar in mindestens einem Hauptsache die Prüfung in der deutschen Sprache bestehen. Aus dieser Verordnung erhält wohl zur Genüge, daß man der deutschen Cultur in Oesterreich doch noch einen ehrenvollen Stand anzuweisen sich genöthigt sieht und nicht alles Heil in der Cultur der slavischen Nationalitäten erblickt. — Wie aus Wien gemeldet wird, gedenkt der Kaiser Franz Josef zu Anfang des Monats September dem Könige Humbert von Italien in einer norditalienischen Stadt den schon seit längerer Zeit geplanten Gegenbesuch zu machen. Hinsichtlich der auch für Frankreich wahrscheinlichen kriegerischen Action gegen Egypten ist die Erregung der französischen Nation eine ziemlich bedeutende, doch haben die Erklärungen des Minister-Präsidenten de Freycinet, namentlich seine Versicherung, daß nichts ohne die Zustimmung der Kammern geschehen werde, einen guten Eindruck gemacht und die öffentliche Meinung Frankreichs, die keinerlei Abenteuer will, ist etwas beruhigter. Der für die Flotte verlangte Credit ist wahrscheinlich am Mittwoch von der Kammer bewilligt worden, denn die gesammte französische Presse erklärt sich dafür, wenn Gambetta Freycinet auch abermals beschuldigte, daß er Frankreich eine Demüthigung bereitet habe, weil er dessen afrikanische Politik von der Entscheidung der Conferenz der Großmächte abhängig gemacht habe, anstatt wie es die Ehre und das Interesse Frankreichs erheischte, in der egyptischen Frage seinen eigenen Weg zu gehen, ohne sich weiter um Europa zu kümmern. Die überwiegende Mehrheit des französischen Volkes 'steht indessen auf Seiten des maßvollen und vorsichtigen Freycinet und wenn derselbe nicht geradezu die Interessen Frankreichs in Egypten Preis giebt, woran in Hinblick auf die französischen Rüstungen nicht zu denken ist, wird er sich wohl noch lange am Ruder erhalten. — Am 14. Juli begeht Frankreich auch sein großes Nationalfest zu Ehren der Gründung der französischen Republik und sind zu dem Feste großartige Vorbereitungen getroffen worden. Am glanzvollsten wird das Nationalfest in Paris begangen, wo auch gleichzeitig die Einweihung des neuen „Hüllt de Ville" iMathhauses) stattfindet. Aus englischen Regierungskreisen liegen zur egyptischen Frage ganz bedeutsame Kundgebungen vor. Der Staatssecretär Lord Granville erklärte im Parlamente, daß es zwar traurig sei, wenn England gegen Egypten die Waffen ergreife, aber es müsse geschehen, denn Arabi Pascha habe Egypten gegen Europa aufgewiegelt und leiste weder dem Sultan, noch dem Vicekönige Gehorsam, auch respectire er die Aufforderungen der Großmächte nicht, also bliebe nichts übrig, als mit den Waffen gegen ihn einzuschreiten. Diese Erklärungen Granville's wurden mit großem Beifall ausgenommen, denn ganz England ist es sich bewußt, was es in Egypten verliert, wenn Arabi Pascha dort die Gewalt behält. Aus diesem Grunde hat man auch die drohende englische Ministerkrisis rasch beseitigt. Gladstone acceptirt die Abstimmung des Unterhauses in Betreff jenes Paragraphen der irischen Zwangsbill, welcher die Haussuchungen behandelt und verbleibt im Amte. In der Umgebung des Czaren und bei diesem selbst herrscht zur Zeit eine außerordentliche Entrüstung, denn die nihilistischen Complotte haben ganz haarsträubende Dinge zu Tage gefördert. Nicht nur Angehörige der Marine- und Infanterie-Truppen in Petersburg und Moskau sind bei der Theilnahme an nihilistischen Verbrechen erwischt worden, sondern es hat sich auch herausgestellt, daß sich selbst unter den Mitgliedern der Druschina, welche sich die Bekämpfung des Nihilismus zur besonderen Aufgabe gemacht hat, ein nihilistischer Verschworener befand. Die Unruhe wächst daher in den russischen Regierungskreisen und man dringt in den Kaiser, so rasch als möglich die in den Augen des russischen Volkes eine so große Rolle spielenden Krönungsfeierlichkeiten zu bes chleunigen. __ Deutschland. Darmstadt, 11. Juli. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller- gnadtgt^geruhNul. ^ar[ Stimme! aus Mergelstetten, im Königreich Württemberg, zum Landwirthschaftslehrer in der Provinz Starkenburg und . den Dr. Hugo Tobisch aus Breslau, im Königreich Preußen, zum Landwlrth- schaftslehrer in der Provinz Oberhessen mit Wirkung vom 1. Juli d. I.» und am 8. Juli den Gerichtsschreiber bei dem Amtsgerichte Langen Hartmann Hill zum Gerichtskostenrevisor — zu ernennen. Ernannt wurden: am 5. Juli der Bureaubeamte Carl Petri aus Darmstadt zum Assistenten bei der Centralstelle für die Landwirthschaft und die landwirtschaftlichen Vereine mit Wirkung vom 1. Juli L I, _ s nnfr N,- am 8. Juli der Gehülfe des Oberstaatsanwalts^Ge^gEnders unt.r Belassung in dieser Stelle zum Assistenten des Genchtskoi-enreviso • Darmstadt, 12. Juli. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller- 6näb*9t2lmr^3ufi den Lehrer an der höheren Mädchenschule zu Darmstadt Dr. mann Mensch zum Mehrer an dec Reals u Bernhard Schädel zum Lehrer a7 der'höheren Mädchenschule und an dem L-hrerinn-n-Seminar zu Darmstadt Diplomatie tft umsonst gewesen. HA ^öffnet und damit eine Aktion eingelötet, deren Alexandrien das Feuer aus, di F„feilen vollständig entzieht. Gegenwärtig, um die a $-h Waftnnh? lieaen mehrere ausführliche Telegramme über den Verlauf sechste ^ochmlttagsswnde, gen^o^ 9 bagCgen jst der Telegraph über das Verhalten der artilleristischenOperat onen ^^scim. Die englischen, französischen, italienischen, be? I0??’Uferen an * österreichisch-ungarischen Staatsangehörigen hatten sich noch griechischen und auch d hoffen wir, daß auch unsere deutschen Landsleute dem «tifDiele9 iene? ^efoUM^nb; Mittel und Wege standen ihnen, Dank der Fürsorge der Reichsregterung? hinreichend zu Gebote. Telegraphische Depesche«. Wolff'- telrgr. Eorrespondenz-Bureau. Darmstadt, 12. Juli. Se. Maj. der Kaiser traf heute Vormittag IO*/? Uhr von Koblenz kommend auf dem Main-Neckar-Bahnhof hier ein und wurde von dem Grobherzog, der Großh. Familie und der Generalität empfangen. Das zahlreich anwesende Publikum begrüßte Se. Majestät mit enthufia- stischen, Kundgebungen. Nach halbstündigem Aufenthalte setzte Se. Majestät die Limbui Korn vH. 15.15 Franks neues F 3.( Türkei. Konstantinopel, 12. Juli. Das Vorgehen Seymours hat eine große Erkaltung der Beziehungen zwischen der Türket und England bewirkt. Das Gerücht geht die Pforte wolle England den Krieg erklären und die Dardanellen für auswärtige Schiffe schließen. Indessen scheint die vom Sultan adoptirte Haltung eine ruhigere Der Verkehr zwischen der Pforte und der deutschen Gesandtschaft ist ein lebhafter. (Fr. Ztg.) D.e französische Escadre vor Asixandrien hat sich damit begnügt, die Zufchauer- rolle in dem Drama der Beschießung zu übernehmen. Admiral Conrad befolgte, indem er so handelte, lediglich die ihm aus Paris zugegangenen strikten Weisungen. Diese zuwartende Taktik wird nicht eher, als nach erfolgter Zustimmung der Kammern eine Aenderung erfahren, wie Herr de Freycinet ja noch unlängst versicherte. Wenn, wie sicher anzunehmen steht, die französischen Kammern unverweilt zu der neuesten Wendung in Egypten Stellung nehmen, so dürfte man auch alsbald erfahren, warum das Cabinet Freycinet Frankreich für alle Eventualitäten gerüstet w ssen wollte, namentlich ob es im Bunde mit England mehr auf Cooperations- oder auf Compensations- polit.k “^0£r0,^en P^rte scheint angesichts der kritischen Lage in und vor Alexandrien eine Panique ausgebrochen zu sein. Das Ministerium Abdurhaman ist zurückgetreten und durch ein Cabinet Said ersetzt worden. Aus dem Umstande, daß der amerikanische Gesandte vom Sultan empfangen wurde, folgert das Gerücht die Eventualität einer diplomatischen Intervention der Vereinigten Staaten. Für jeden Verständigen bildet das nur ein fernerweites Symptom der absoluten Rathlosigkeit tm Mdiz-Kiosk. Man hat eben so lange geschwankt und gezögert, bis die Ereignisse das Präoenire spielten. Jetzt kann die Diplomatie vor der Hand nichts thun, als den Brand localisiren, damit er auf seinen ursprünglichen Herd beschränkt bleibe. — 12. April. Nach einem Privattelegramm des „Frankfurter Journals" betrug der Verlust der Engländer bei dem Bombardement Alexandriens 7 Todte, 27 Verwundete. An Bord des „Condor" erfolgte eine Explosion, „Superb" hat 2 Löcher, „Jnvincible" 6, jedoch keines unter der Wasserlinie. Die Egypter feuertet: nur Vollgeschosse (mit Sprenggeschossen hätten sie furchtbarer gewirkt). Gestern Mittag 1 Uhr stürmte eine englische Abtheilung das Fort „Meks" nach verzweifelter Gegenwehr und sprengte dasselbe mittelst Schießbaumwolle in die Lust. Die egypttschen Kanoniere hielten sich ausgezeichnet. Heute sind Kriegsschiffe in den Hasen eingedrungen und beschießen die Hafenforts, nachdem alle Forts an der Seeseite zerstört waren. — Nach einer heute Vormittag 11 Uhr von Alerandrien eingetroffenen weiteren Depesche wurde nach abgehaltenem Kriegsrathe ein neues Bombardement eröffnet, Nachdem die Egypter während der Nacht großartige Neubefestigungen hergestellt hatten, waren gleich die drei ersten Schüsse von verheerender Wirkung. Im Innern des Hafens wurde soeben das Feuer eingestellt. Die Forts und der Leuchtthurm sind schwer beschädigt, das Palais des Khedive brennt seit gestern Abend. — (Privat-Depesche des „Frankfurter Journals"). Ein Dampfer, welcher die weiße Fahne aufgehißt hat, steuert soeben aus die Flotte zu. Heber Alexandrien weht die Friedenssahne. Aus Suez wird heute Mittag telegraphirt: Dampfer „Eupeau" mit dem englischen Konsul an Bord kam von der Flotte herab. Der Konsul ging an Bord eines Kanonenbootes. Seit 48 Stunden hat kein Schiff den Kanal passirt. England. London, 12. Juli. Von Alexandrien, 11 Uhr 50 Mm. Bonn, wird gemeldet: Die Batterien des inneren Hafens sind anscheinend verlassen. Vom Admiralsschiff weht das Signal, das Feuer einzustellen. — Der zur Canalflotte gehörende „Achilles" vereinigt sich mit der hiesigen Flotte. — 7 Uhr 44 Mm. Abends. Es ist ungewiß, welcher Schaden in der Stadt Alexandrien angerichtet ist. Einzelne Bomben der „Inflexible" platzten über derselben. Den besten Widerstand von Batterien der Forts hat die von Moncrieffe geleistet, deren Kanonen im gestrigen Gefecht nicht untauglich geworden sind, sondern deren Artilleristen von der Gewalt der Geschosse fortgetrieben wurden. — 8 Uhr 50 Min- Abends. In Alexandrien sind an verschiedenen Stellen große Feuer ausgebrochen. (Franks. Ztg.) jetzt an Bord der Schiffe, der englische Konsul hat seine Flagge eingezogen und 'ich an Bord eines englischen Kanonenbootes begeben. — Dem „Neuter'schen Bureau" wird von der Rhede von Alexandrien gemeldet: Um 1 Uhr Nachmittags wurde von den Egyptern die Parlamentär- Flagge aufgezogen. Dampfer mit derselben Flagge befinden sich auf dem Wege zur Flotte. London, 12. Juli. Unterhaus. Unterstaatssecretär Dilke antwortet auf eine Anfrage CowenL, die Pforte sei fest der Beschießung der Forts von Alexandrien gegen die Beschießung nicht vorstellig geworden, habe aber vor der Beschießung Vorstellungen dagegen erhoben und bemerkt, daß die Forts das Feuer nicht erwidern würden, während die Forts doch das Feuer erwidert hätten. Von irgend einer anderen Macht seien keine Vorstellungen eingegangen. Dem Deputirten Wolff gegenüber erklärte Dilke, soweit das auswärtige Amt wisse, sei es nicht wahr, daß Admiral Seymour Kauffarteischiffen die Benutzung des Suezcanals verboten habe. Admiral Seymour habe dieselben nur warnend darauf aufmerksam gemacht, daß sie den Canal auf ihre eigene Gefahr befahren würden; davon, daß Torpedos in den Suezkanal versenkt worden seien, sei ihm nichts bekannt. Der Premier Gladstone erwiderte auf eine Anfrage Gourley's, die Regierung habe den übrigen Mächten hinsichtlich der Sicherung der freien Schifffahrt im Suezkanal solche vorläufige Mittheilungen gemacht, als sie für ihre Pflicht hielt. Gourley ist mit dieser Antwort nicht zufrieden und beantragt Vertagung des Hauses, um von der Regierung eine klare Darlegung ihrer Politik zu verlangen. Er wünscht zu wissen, weshalb Frankreich sich von England getrennt habe. Lawson unterstützt den Antrag und greift die Regierung auf das Heftigste an. Im Oberhaus wurde mitgetheilt, daß die irische Zwangsbill die Sanction der Königin erhalten habe. Paris, 12. Juli. Hinter dem Stadthause fand heute in einem Kaffeehause der Rue Francos Miron eine schreckliche Gas-Explosion statt, die durch die auf die Straße geschleuderten Trümmer aller Art, so viel man dis jetzt weiß, 10 Menschen gttödtet und 40 verwundet hat. Das Haus des Unglücks droht einzustürzen, das nicht gänzlich gelöschte Feuer glimmt immer noch unter den Trümmern- Mehrere Nachbarhäuser, auch die Mairie des 4. Arrondissements, wurden schwer beschädigt. Alexandrien, 13. Juli, 11 Uhr 52 Min. Das Hospitalfort, worin Arabt Pascka und sein Stab gesehen wurden, ist gestern zerstört woiden, die Stadt brennt an vielen Punkten, namentlich das europäische Viertel. Die gestrigen Frtedensunter- handlungen waren nur ein Manöver der Egypter. Auf ein englisches Kanonenboot, welches abgesandt wurde, um b:e Bedeutung der weißen Flagge zu erfahren, wurde egyptischerseits gefeuert. Des hohen Seeganges halber wurde das Bombardement erst spät wieder ausgenommen. Augenblicklich werden b:e Forts Napoleon und Jsmaildic beschossen. Das Feuer der englischen Flotte wird von fremden Officieren abfällig be- urtheilt. Nur der „Condor" zeichnete sich durch vorzügliches Schießen aus. — Nachschrift. Eine englische Marine-Abtheilung ist gelandet. Alexandrien steht in Flammen__ BeTwiscdteS Darmstadt, 10. Juli. Am verflossenen Mittwoch legte die Prinzessin Christian von Schleswig-Holstein (geb Prinzessin von Großbritannien und Irland) in Eastdurne den Grundstein zu einem neuen Krankenhause daselbst, welches zum Andenk-n an ihre verstorbene Schwester, die Großherzogin Alice von Hessen, die sich während ihres Lebens für die öffentlichen Anstalten dieses in England sehr beliebten Badeortes ungemein interessirte, erbaut wird Friedberg, 9- Juli. Gestern Morgen wurde in einer zahlreich besuchten Versammlung von Landwirthen der Wetterau das Statut der „Actien - Zucker - Fabrik Wetterau in Friedberg" berathen und angenommen. Das Grundkapital beträgt 600,000 JL und kann durch Beschluß des Aussichtsrathes auf 900,000 JL erhöht werden. Die Actien bestehen aus solchen, welche zugleich zum Rübenbau verpflichten, und reinen Geldactien. Von ersteren sollen mindestens 1500 Stück, von den zwe-ten so viel aus- gegeben werden, als zur Vervollständigung des Grundkapitals erforderlich sind. Am Nachmittag fand die Actienzeichnung statt und wurden von der ersteren Gattung ungefähr 1100 Stück, von der zweiten, die vorerst ebenfalls nur an Rüben bauende Aktionäre verabfolgt worden, etwa 500 Stück alsbald gezeichnet. Am 21. ds. Mts., bis wohin voraussichtlich das ganze Grundkapital gezeichnet ist, findet die constitutirende Generalversammlung, die Wahl des Aussichtsrathes statt. Der Sitz der Gesellschaft ist in Friedberg, die Fabrik wird auf der Südwestseste in nächster Nahe der Stadt erbaut. Entscheidend hierfür waren die günstigen Terrainverhaltnisse, welche eine unmittelbare Schienenv'rbindung zwischen der Eisenbahn und der Fabrik gestatten, und die centrale Lage Friedbergs, woselbst zwei Eisenbahnen, fünf Staatsstraßen, eine Kreisstraße und mehrere andere Verbindungswege zusammenlaufen. Man erwartet von dem Unter; nehmen einen sehr vortheilhaften Einfluß auf die gesummten wirthschaftlichen Verhältnisse unserer Gegend und ist es daher erfreulich, daß die vielerlei Schwierigkeiten und Vorurtheile, die der Ausführung desselben seither im Wege standen, endlich als beseitigt angesehen werden können. Nseuwied, 10. Juli. (Vom Turnfest.) Die Vorbereitungen zu dem am 12. bis 15. August in unseren Mauern stattfindenden 13. mittelrheinischen Turnfeste nehmen einen rüstigen Fostgang. Im Festausschüsse und den Einzeln-Commissionen herrscht eine rührige Thätigkeit, um die zum Theil sehr umfangreichen Vorarbeiten zu bewältigen. Unsere gesummte Bürgerschaft Hst in altbewährter opferfreudiger und gastfreundlicher Weise durch Geldspenden und Gewährung von Freiquartteren zum Gelingen des Festes be-getragen. Ein für den gedeihlichen Fortgang des Festes höchst erfreulicher Umstand ist dadurch eingetreten, daß Se. Durchl. der Fürst Wilhelm zu Wied in geneigtester Weise sich bereit erklärt hat, das Protektorat über das Turnfest zu übernehmen. Am verflossenen F eitage hatte eine Deputation, bestehend aus den Mitgliedern des Festausschusses, die Ehre, von Sr. Durchl im hiesigen Schlosse empfangen zu werden. Rach einer Ansvrache des Vorsitzenden des Festausschusses bekundete Se. Durch!, em lebhaftes Interesse am Zustandekommen des Festes und erklärte sich bereit, dem Gesuche der Deputation zu emsprechen. Vom Schlosse begab sich die Deputation zum Herrn Bürgermeister Waldeyer, um denselben zu bstlem , den Ehrenoorsttz des Festes zu übernehmen. In liebenswürdiger Weise nahm der Herr Bürgermeister den Antrag des Festausschusses an und versprach, dem Feste seine thatkräftige Unterstützung angedeihen zu lassen. — So wird von allen Seiten das Möglichste gethan. um das Fest in würdigster Weise vorzubereiten. Möge nun auch Jupiter Pluvius an bentfett; tagen sich recht zurückhaltend benehmen, damit die auswärtigen Turner in zahlreichen Schaaren herbeiströmen können. „ _ — lieber feine Reise-Erlebnisse in Ceylon erzählt Ernst bekannte Naturforscher u. A-: „Eine gute Stunde hatte ich gebraucht, um mich nur wenige Schritte in das Dickicht, Djangle genannt, hineinzuarbeiten; dann aber stand t® völlig entmuthigt von weiteren Versuchen ab; zerstochen von Moskitos, zerbissen von Ameisen, mit zerrissenen Kleidern, blutenden Armen und Beinen, verwundet von tausend Stacheln und Dornen, mit denen die Kletterpalmen (Calamus), bie Klettermalven (Sib.keus), die Euphorbien, Lantanen und eine Menge anderer Djunglepflanzen jeden Versuch abwehren, in ihr geheimnißvolles Labyrinth einjubcmßen Aber umsonst war dieser Versuch doch nicht, denn ich lernte bei dieser Gelegenheit nicht allem den Charactn des Djungle im Ganzen und besonders die Pracht seiner -Baume und kennen, sondern ich sah auch viele einzelne Pflanzengestalten und Thierformen, die für tnid) von höchstem Interesse waren; ich sah die prächtige Olo'-isa sapsrlia^ dle giftige Kletterlilie von Ceylon nut ihrer goldrothen Krone; den ftachlichen Hilhscas radiatus mtt großen, schwefelgelben, im Grunde violetten Blumenkelchen; umflattert von riesigen schwarzen Schmetterlingen mit blutrothen Flecken auf ihren ichwanzformigen Flug - anhängen, von metallglänzenden Prachtkäfern rc- Was mich aber am metfteuf > ich stieß hier gleich im ersten Djungle, das ich auf Ceylon betrat, auf die betden meist characterfftischen Bewohner desselben aus den beiden höchsten Thierklassen, auf Papageien und Affen. Ein Schwarm grüner Papageien flog kreischend von einem hohen, well über das Djungle hervorragenden Baume auf, als er meiner Flinte anWtfij rouroe, und ebenso sprang eine Heerde schwarzer großer Affen unter knurrendem Geschrei eiligst in das Dickicht; weder von jenen noch von diesen gelang es mir, einen zu scyietzen, sie schienen die Wirkung des Feuergewehrs sehr gut zu kennen frostete^mtcyaver damit, daß der erste Schuß, den ich heute that, mir eine colossale, über 6 Fuß lang Riesen-Eidechse lieferte, den merkwürdigen, von den abergläubischen Eingeborenen sehr Altir "»V Oberhch Die Lieferur Weichenschwellei Submissionswe- Bedingungen f gegen Frankoeu ziehen, auch b Wallung dahier, baumeifter Her einzusehen. Cj oder das ganze siegelt und mit Mission auf Liefen Neben, finb dis mzureichen. In die diesseitige S N Micher dieA MMgen W AM Samstag Rar Jollen im hief Arbeiten zur Wasserbehält^ Maurerarbeit Steinhauerar Zimmerarbeit Burkhards^ ®r’ Bürgern 4716 Freilzg K hiesig ®>efa, tun 4728 sollen A®ün? AlterL U';n Ner ?WnVen werden. ^ge 47®ieK ben js _____ j N Reste fort Berlin, 12. Juli. Die „Proo -Corresp." schließt einen längeren, die Angriffe gegen die Handhabung des neuen Kirchengesetzes zurückweisenden Artikel nut folgenden Sätzen: Dte Regierung wird unbeirrt durch das Drängen von dieser oder jener Seite an der ihr durch das Gesetz gewordenen Richtschnur fefthaltcn und so viel an ihr ist, den Frieden zu fördern suchen. Sie wird die durch die Fürsorge für die Befried'gung der kirchlichen Bedürfnisse der katholischen Bevölkerung und für Wiederherstellung geordneter kirchlicher Verhältnisse ihr auferlegten Pflichten gewissenhaft erwägen, ebenso gewissenhaft aber auch die Pflichten erwägen, welche ihr das Interesse des Staats auferlegt, und darüber wachen, daß dte Einflüsse ferngehalten werden, welche das friedliche Zusammenleben zwischen Staat und Kirche hindern könnten. Zur Erreichung des Zieles bedarf die Regierung des durch das Gesetz gegebenen Spielraumes. Wem der kirchliche Frieden wirklich am Herzen liegt, rotrb seinerseits durch sein Verhalten nicht dazu beitragen wollen, datz die Regierung in der Freiheit ihrer Bewegung gehindert wird, welche es allein ermöglicht, daß sie auf dem Wege zum Frieden neue breitere und sicherere Stufen erreicht. — In einem gegen die „Germania" gerichteten Artikel sagt die „Nordd. Allg. 2t" ium ferneren Entgegenkommen bedarf die Regierung der Stärkung ihres Vertrauens in der Gegenseitigkeit der friedlichen Gesinnung. Das Vertrauen ist bisher nur durch Versicherungen, nicht durch entgegenkommende Schritte gerechtfertigt- Die welfisch polnische Presse thut natürlich was sie kann, um es im Keime zu ersticken. Wenn es wahr ist, daß der Papst wohl ober übel sich nach dem Zentrum richten muß, so e'scheinen die annähernden Schritte der Regierung um so mehr in dem richtigen Lickt' als Ausdruck der Fürsorge des Königs für die katholischen Unterthanen ohne Aussicht auf irgend welchen Gewinn in den parlamentarischen Verhältnissen. Eine Verständigung mit der Kurie zu suchen, hat sonach die Regierung nicht, mag der Fried-n mit Rom gelingen oder nicht, ein vom Papste unabhängiges Gentrum wird den Kampf geg n die Regierung fortsetzen. Paris, 12. Juli. In der Rue Francois Miron hat heute eine Gas- Explosion stattgefunden, bei welcher, dem Vernehmen nach, 5 Personen getödtet und 35 verwundet worden sind. London, 12. Juli, Nachm. Vom Bord des Schiffes „Chiltern" auf der Rhede von Alexandrien wird gemeldet: Der „Inflexible" und der „Wme- raire" eröffneten heute Vormittag 10 Uhr 40 Min. das Feuer wieder auf das Fort Moncriefs, dessen beim gestrigen Bombardemeiit erlittene Beschädigungen während der Nacht wieder ausgebessert worden waren. — Eine Depesche des „Neuter'schen Bureaus^' aus Suez von heute Morgen sagt: Seit 48 Stunden stt kein Handelsschiff in den Kanal eingelausen, die Schiffe, darunter das indische : ytteien-tsioecgie neyerie, oen mcriiuuiurfi8 >en ®*rfL#tflet den | aLil (laffer'ujh'’’' tbe; i Aitm11118,1 eei’^en l»’?*«»« Himburg, 1~- «?«;*• ‘"c-'£ Korn X 15.15, Gerste 11.70, Hafer X ------von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen C^. Dr-tz Na-Hsvlgn^^^Etlnntischen Telegraphs Der Postdampfer , rcTS^/ oT (Mmbecf vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am I Surr? von ®«men6ao0e0an6=n war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in ^Tr^eT'lT’luit Der Postdampfer Rh-i", 6apt.Jp- A. F. N-ynab-r, vom „ kk ®JI” or'n„h in Bremen welcher am 1. Juli von Newyork abgegangen war Norddeutschen Lloyd ^'hlbehalten in Southampton angekommen und hat ist gestern 7 Uhr A^dS woyioe^^^ maffa0terc, Post und Ladung 9 Uhr Ab?nds die Reise nach hier fortgesetzt- Derselbe überbringt 213 Passagiere und volle Ladung. Handel und Derkebr. L S ÄÄÄ -Ä1 SS „ > „I_,a nahen Wassergrabens und der erste Schuß traf so glücklich in auf dem R-rno- eines nahm LU trifft der Schutz andere Körperthnte so de» Kops, .ba&J§. ?“,9,n T6i,r, aewöbnlich rasch in das Wasser und oerlchwmden; ip tagen die.A^eiub/n h ü und scharf schneidenden Schwanz können sie sich mit ihrem wacht'gen, Lt8c^^[afl tz.sselben bisweilen eine gefährliche Wunde ver- to gut d^heid.gen datz W 8 n $on einem klem-n Abenteuer, einer Ursachen oder selbst em BeM zerschmetternjou^^^ Häckel: „Als an einem Nach- zoologischen Bekanntichaft 0 ^ ‘“W" ich eben beschäftigt war, einen riesigen schwarzen nuttage ern heftiger Regen loSbraq un a, einc g„tz- Brillenschlange „Cobra T°us'nd u» Md,-SpintusdUch- J ; Gartenthür in mein Schlafzimmer. Ich dl capello (Naja ‘«P“““' J . -J’ . ""e(rt.n Futz von mir entfernt war und wurde hatte sie "'^"-merkt obg^ch f Uutcnl schrei „Cobra, Cobra!" hereinstürzte. L *”.« « S&WjW&nl»« b» ei«toW< W.» kommen n,T,n.rm;ttillna3^ureau des Kaufmänn'schen Vereins in Frankfurt — Das Stellenv^rmM g 59g während dieses Zeltraums vorliegenden am Marn Mo^Reiekunam^ Dck ^Zahl der placirten Bewerber für das verflossene Semester ÄM un7übÄ entsprechenden Zeitraums 1881. 1. Qualität X 1.00, 2. Qualität X 0.90, neue Kartoffeln der Centner X 0.00—0, Erbsen das Pfund 20 Bohnen X 0.90, Wirsing 00—00 H, Blumenkohl 40—60 $ das Stück, Schinken per Pfd. X 1.10—1.20, Ochsenfleisch per Pfd. 65—70^, Kuhfleisch 50—60, Rindfleisch 5O—6O^, Kalbfleisch5O—6O^, Schweinefleisch 65—75 H, Hammelfleisch 45—65 — Ermäßigte Fahrpreise für Vereine auf den Staatseisenbahnen. Nach einer den Staatsbahndirectionen zugegangenen Verfügung ist es Gesellschaften von mindestens 30 Personen (Gesangvereinen, Touristenvereinen, Vergnügungsgesellschaften, Musikkapellen rc.) gestattet, eine einfache Fahrt zu halben Tourpreisen auszuführen. Der Antrag auf solche Preisermäßigungen muß rechtzeitig bei der betreffenden Billet- expedition gestellt werden. Frankfurt a. M., 13. Juli, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 270, Staatsbahnactien 283, Galizier 2701/., Lombarden 115, Nord- westbahnactien 176, Darmstädter-Bankactien —, Oberschlesiscke E.E.-Act. —, Oesterr. Silberrente 653/4, 4% Ungar. Goldrente 75%, 4% 1880er Russen 68%, 50/0 1877r Russen —, 2. Orient-Anleihe 5516/i6, Spanier —, 5% Rumamsche Rente —> 4°/o Unific. Egypter 56. Tendenz nachgebend. Bitte. Für eine kranke Wfttwe, welche einst bessere Tage gesehen und durch unglückliche Verhängnisse in tiefe Noth gerathen, jetzt schwer leidend, aller Hilfsmittel entbehrend, auf die Mlldthätigkeit guter Menschen angewiesen ist, möchten wir die ja stets zum Geben bereiten freundlichen Leser bitten, uns ein kleines Scherflein zur Uebermittelung an die so sehr schwer bedrängte Kranke zuzuweisen. Jede auch die kleinste Gabe werden wir mit Dank annehmen und über den Empfang quittiren. Die Exped. d. Gießener Anzeigers. Wafferwärme der Lahn. Am 13. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: 4- 14« R-, Luftwärme + 16« R. L. Chr. Rübsamen. Müller. 4728 Samltag den 15. Juli, Vormittags 10*,? Uhr, sollen ([) meiner Baustelle auf dem Seltcrsweg eine große Parthle alter Fenster, Thüren, Bretter, Falzziegel rc meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. joon Gießen, den 13. Jul: 18^. 4712 I. Roll, Goldarbetter. Gberhess. Eisenbahnen. Die Lieferung von 321 lfd. Meter Weichenschwellen aus Eichenholz soll tm Submissionsweg vergeben werden. Dre Bedingungen sind durch unsere Kanzlei negen Frankoeinsendung von 20 ^,zu beziehen, auch bei unserer Magazmsver- waltuna dahier, sowie bei dem Ersenbahnbaumeister Herrn Schoberth tn Alsfeld einzusehen. Offerten, auf einen Theil oder das ganze Ouantum lautend, versiegelt und mit der AErift: .Submission auf Lieferung von Weichenschwellen versehen, sind bis rum 21. d. M. bei uns einzureichen. In denselben muß zugleich die diesseitige Station angegeben sein, nach welcher die Anlieferung franco Lagerplatz erfolgen soll. . Gießen, den 12. Juni 1882. 4708 Grotzh. Directum. -Urbeitsversteigerung. Aamstag ben 15. Juli I. I» Nachmittags 3 Uhr. sollen im hiesigen Schulsaal nachstehende Arbeiten zur Herstellung eines neuen Wasserbehälters versteigert werden: Maurerarbeit, veranschlagt zu Jl. 235, Steinhauerarbeit, „ „ „ 117, Zimmerarbeit, „ „ ,, 35. " Burkhardsfelden, den I t.Juli 1882. Gr Bürgermeisterei Burkhardsfelden. 4716 Albach.___________ Tfrcitafl den 25. Augu», Nachmittags 2 Uhr, satt auf hiesigem Ortsgericht die Hofratthe h°s Utedrick, Joseph Möhl II. dahier ^lur 1/1032, 125 Mtr. Hofrarthe tn der 1 Wetzsteingasse meistbietend verstetg-rt werden. Gießen, den 12. Jllli 1882. Großh. Ortsgericht. Aeiktzeöote«es. 4701 350—400 Mcsten Holzkohlen zu verkaufen. , . . 3 r , Heinrich Fatz, Ludwigsplatz. Wieder frisch eingetroffene MsykS -Hüringr empfehlen j. A* Busch Söhne. Allgemeiner Anzeiger. Betreffend: Die Vergebung der Zinsen des Vermächtnisses des Christian Gerhard Hast für das Jahr 1882. Anmeldungen wegen Berücksichtigung bei Vergebung der oben bezeichneten Zinsen haben bis zum 20. d. Mts. einschließlich auf dem Bürgermeisterer-Bureau zu geschehen. Gießen, den 8. Juli 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4659 A. Bram m. Viel» und Krämermarkt zu flUenöorf a. ö. ßumöa. Der nächste Vieh- und Krämermarkt wird in hiefiger Gemeinde am 24- Juli l. I. abgehalten, wozu wir Käufer und Verkäufer freundlichst einladen. Wir haben in den erlassenen Bekanntmachungen gelegentlich des am 15. März l. I. dahier abgehaltenen Frühjahrs-Marktes, welcher bekanntlrck über alles Erwarten sehr stark besucht war, ausdrücklich hervorgehoben, daß der Ortsvorstand die Absicht hat, für die ganze Gegend etwas zu schaffen, was ihr seither sehr fühlbar abging, nämlich Niärkte, die das Interesse der Land- wirthe hiesiger Gegend in aller Beziehung fördern. Dies auch hier wiederholend richten wir an alle Landwirthe und Handelsleute und überhaupt an alle Freunde der Landwirthschaft, sowie auch an die Gewerbtrerbenden die freundlichste Bitte, auch diesen unseren zwecken Markt recht zahlreich zu besuchen. „ c . Der Ortsvorstand wird auch hier wieder recht gerne allen Ansorderungen, namentlich bezüglich Stallungen rc., gerecht werden. Allendors an d. Lumda, am 10. Juli 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendors a. d. Lumda. 4729 Bieber. ____________ Thonrohre zu Wafferleltunqen, Komlnrohre und Tuffsteine, Cement von Dycker ho ff Söhne, Thonplatten, Sandsteinplatten. 4502 Emil Fistor. C. Weher,Weiiihandlung. 3592 Bleichstrasae C. 39,5. 1879t Weine per Liter 70 Pfg. 1880t „ „ „ 80 „ 1881t „ „ „ 60 „ 1880t Rothweine pet 3/i Litet 110 Pfg. Aeltere Jahrgänge zu entfpteckend ebenso billigen Ptetsen. Für die Reinheit sämmtlicher Weine wird jede Garantie geleistet und ledes Quantum frei ins Haus geliefert. — Auch einzelne Flaschen werden avgegeoei^. Eme große Parthte .. - bäumwoBBesäe 84inderstrunipie und Baumwolle verkauft zu ermäßigten Preisen <673 Robert SluM, ?• 60- Neue Grün Kern bMgst bei 4720 J. Jf. Schulhof. Nur ä Mark! 300 Dtzd. Teppiche in reizendsten türk., schott, und buntfarbigen Mustern, 2 Mtr. lang, IV2 Mtr. breit, müssen schleunigst geräumt werden und kosten pro Stück nur noch 5 X gegen Einsend. od. Nachn. Bettvorlagen dazu passend Paar 3 X Adolf Sommerfeld, Dresden. Wiederverkäufern sehr empfohlen. 4717 Obst-Gelee in feinster Waare frisch eingetroffen, per Pfund 50 4. 4722 •Je Retter. Nene holl. Vollhäriose empfiehlt 4540 Exnil Fischbach. 4489 2ÜIe Arten Hup peil namentlich leichte in Stoff und Seide empfiehlt billigst, Sommerzeugmützen von 70 an A. Schultheis jun., Seltersweg 10. MehlOffcrte. Blüthenmehl h ä Pfd. 25 Dotschuß ä Pfd. 22 H, Weizenmehl ä Pfd. 20 A empfiehlt fFeril» Drehes9 4619 Neustadt. 4314 Eine große Parthie Vorstecher 9 hochfeine Sachen, empfiehlt außer- ordentlich billig Fangmann^ 4513 Feinsten haltbaren Wein- effig, per Liter 18 unv 24 sowie r-ineGewürze empfehlen in bekannter Güte j, A. Busch Söhne. Neue holl. Vollhäringe empfiehlt 4575 G-g, Wilh. Weidig. Echten I HchwcherKiise per Pfd. 95 bei größerer Abnahme entsprechend billiger, offerirt 4049 8. Elsoffer. GrbrannteMffees, gute Qualitäten, bei Hobert Stuhl, Neustadt D. 60.4672 Strohhüte für Herren, Damen und Kinder empfiehlt zu herabgesetzten Preisen 4488 A. Schultheis jun. Neue boll. Vollhäringe eingetroffen. 4685 Gg* Chr. Spruch. Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren werden, frisch gepflückt, ins Haus geliefert durch Gärtner Lohenau, Hardthof. Bestellungen wolle man gefl. an denselben gelangen lassen. 4686 Schnittäpsel Ia so Zwetschen,Türk>Pfd.38^, do. Bamb. LM.3O^ empfiehlt 4620 gerb. Drebes, Neustadt. Wermietyrmgen. 4709 Eine Mansardenwohnung ganz oder getheilt perl. Oktober zu vermiethen bei Fiedrich Greiner, Frankfurterstr. 4723 Eine Familienwohnung zu ver- miethen. Reichensand E. 130. 4718 Der 1. Stock meines Hauses, 4 Zimmer mit Zubehör, per 1. Oktober zu vermiethen. Joseph Herz, Neuen-Bäuen. 690 Ein großes Familienlogis in zwei Etagen ist im Gesammt, auf Wunsch auch getrennt zu vermiethen, da jede Etage eine Küche hat. Auskunft ertheilt Rudolf Wolff, Liebigsftraße.__ 4440 Familienlogis zu vermiethen bei Georg Lüdeking, C. 167. 4507 Eine Mansardenwohnung an eine stille Familie per 1. August bei Karl Bogt, Wallthor. 4504 Im Hochstä tter'schen Hause am Brand ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. 3977 Ein elegant möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen bei ______I. Weihentorn, Schulstraße. 428t) Ein gut möbl. Zimmer zu ver- miethen bei C. Fr. Conrad, Friseur. 4379 Möbl. Zimmer und Kabinet zu vermiethen. Mäusburg D. 16. 3261 Ein Familienlogis, 4 Zimmer und Zubehör, zu vermiethen im „Darm- städter Haus". ____________________ 3634 Ein Familienlogis mit 5 Zim- inern per 1. September zu vermiethen. Ph Bauer II., Bahnhofstraße. 3515 Ein Logis, 3 Zimmer und Zu- behör, zu vermiethen. Franz Gerbode, Kaplansgasse. 4394 Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen. A. Wallenfels Wttw. 4433 Eine Wohnung von 4 Zimmern mit Zubehör ist zu vermiethen und am 1. Oktober beziehbar. I. Ruckstuhl, Stemstraße __(Gartfeld). 4498 Ein Familienlogis zu vermiethen. _________ Heinrich Moll. 4573 Der seither von Frau Dekan Dingeldein bewohnte mittlere Stock ist anderweitig zu vermiethen und per 1. Aua. beziehbar. Th. Brück, Kanzleiberg B. 1. 4004 Parterre-Wohnung, 5 Zimmer, Zubehör und Gartenantheil, in der Bleich- ftraße zu vermiethen. Näh, bei Adam Huhn, Seltersweg 62. 4618 Zwei freundlich möbl. Zimmer zu vermiethen. Ferd. Drebes, Neustadt. 4623 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Teufelslustgärtchen C. 168. 4625 Ein Familienloais zu vermiethen. _____________Löwengasse 159. 4631 Eine unmöbl. Stube zu vermiethen. _______Chr. Guter II., Hammstraße. 3509 Laden mit Wohnung zu vermiethen. Chr. Zimmer, Bahnhofstraße. 4424 gegen hypothekarische Sicherheit in größeren betrogen verfügbar. 4677 4726 Entree 20 Pfg. Anfang 8 Uhr Abends. Krieger - Fest, 4727 Das Comite« wozu ergebenst einladet X 3 Giessen. Julius Aoff, Gold- und Silberarbeiter. Zur gefl. Beachtung. Von heute an befindet sich mein Laden im Gasthaus „zum Prinz Carl“, rechts parterre. Gießen, 11. Juli 1882. Als Verlobte empfehlen sich: Emma Mayer S. Falk. Die Verlobung unserer jüngsten Tochter Emma mit Herrn 8. Falk aus Beckum theilen wir hierdurch unseren Freunden und Bekannten statt jeder besonderen Anzeige ergebenst mit. 4725 .Alexander Mayer und Frau. Liony’s Bierkeller. Freitag und Samstag Abend: Coneert des Opernsängers Joseph Ziegler mit Gesellschaft. Beckum i. W. Juli 1882. Die Kenten-KMensverftcherungs-AnflalOuDarmstM hat zu jeder Zeit deiner sum Aasleihen so sehr unterstützten, besonders den 3 Schwestern, sowie für die vielen Blumenspenden meinen innigsten Dank. Gießen, den 13. Juli 1882. 4711 Nicolaus Wendel• Danksagimg Allen Denen, welche mich bei dem Kranksein meines geliebten Enkelchens Ä M Ä T . a a e, tKriegeroerein MemRuseck feiert Sonntag den 16. Juli sein diesjähriges Sonntag den 16. und Montag den 17. Juli: Kirchweihfest zu Lang-Göus wozu freundlichst einladen Die Wivthe 4714 Müller, Weil und Bruchei. Danksagung Für die bewiesene Theilnahme bei der Beerdigung der Frau Margaretha Jahrris geb. Schmidt sowie für die Blumenspenden sagt im Namen der Familie tiefgefühlten Dank 4713 4267 Eine große Scheuer mit StallunA billigst zu vermiethen bei Robert Stuhl, Neustadt. Heller. 4719 Sehr großer Kellerraum sofort zu vermiethen Joseph Herz, Neuen-Bäuen. Vermischte Anzeigen. 4715 Für ein Colcnial-Waarengeschäft en detail wird ein angehender Commis- gesucht. Gehalt bei freier Station J4 120 bis 150. Näheres zu erfragen bei der Exped. ds. Bl. Jeuervcrficherung! Für eine eingeführte deutsche Feuer- verstcherungsactiengesellschast wird ein solider, thätiger Hauptagent für Gießen und Umgegend unter günstigen Bedingungen gesucht. Gest. Offerten unter H. 12 bef. die Exped^ ds. Blattes. 4710 Für Spengler In einem größeren Orte unweit Gießen ist ein Spenglergeschäft preiswürdig zu übernehmen. 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Ems-Coblcnz 9^r 1138,1258*, 420,650, S82*, 12* Deutz 1133, 432, 1120. Fulda 8", 2«, 429, 10. Gelnhausen 920, 33i, 656. Ridda 636, 920, 331 656. * bedeutet Schnellzug. Die fetten Ziffern die Nachtstunden. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brüh loschen Druckerei (Fr. Chr. Vietsch in Gießen. Bnetau: Sch' Bet' Die 3 Terminen aus be c ul Kreisstra Gemar Q j-- 1 Mach 2 Albacher Ho 3 Mendorf a. 4 Men-Buseck 5 /Annerod 6 Appenborn 7 Arnsburg 8 Bellersheim 9 Bersrod Bettenhausen Beuern Birklar Climbach Daubringen DorfiM Eberstadt Ettingshausel Feldheim Garbenteich Geilshausen Gießen Großen-Buseck Großen-Linden Mnberg 27 28 29 30 31 32 33 34 35 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 U NWir Hoi M Holzhem Hungen Inheiden Wesselbach Langd LangrGöns r Diejeni geben und die 1 Nähen Berlin °r ucht, Porkehr Sefaße überall W die Gaf Ms g, * M gl°h ; »»"«’S L S *■»' Ni® SB « Nlto*Cet(« SWuSM Ne betTcn «