IT nterie- sisters 3417 irg: nd. E leric^teten le marine merksam m suchen. Beifügung tz. 3412 « Rügil- eruhr M •m Settto der *W irpeb. b. iben. I. N * « 81S*, 1>" >, ll63,1** 1«, F, 1’* js« F, f4' : VS«- ,3 ii 2«, 4 6S’*-C 3*,*T fetten 3«” ii2. Erstes Blatt. Sonntag den 14. Mai 4882. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ™ f Preis vierteljährlich 2 Mar! 20 Pf. mit SringeiMn. «Sxi-e«« I Schulstraß- B. 18. Erscheint tä«l!ckl mit Ausnahme des Montags. $Urd) die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar! 50 Pf. Amtlicher J6 eil. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Vorstand des „Mitteldeutschen Kunstgewerbe-Vereins" zu Frankfurt a. M. die Erlaubniß ertheilt, Loose für eine im Dezember d. I. in Frankfurt a. M. zu veranstaltende Ausspielung von kunstgewerblichen Erzeugnissen der Neuzeit im Großherzogthum vertreiben zu dürfen. Der Reinerlös der Verloosung ist zur Erweiterung der kunstgewerblichen Mustersammlung des Mitteldeutschen Kunst- gewcrbe-Verelns zu Frankfurt a. M. bestiimnt. Nach dem von dem König!. Preußischen Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau genehmigten Ausspielungsplane dürfen nicht mehr als 30,000 Loose, das Stück zu 1 Jt., abgesetzt werden. Der Werth der zu verloosenden Gegenstände muß mindestens 60% des Erlöses aus dein Verkauf der Loose, abzüglich des Betrags der Stempelkosten der Loose, betragen. Gießen, den 12. Mai 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________________Dr. Boekmann.__ Gefundene Gegenstände: 1 Knabenstrohhut, 1 wollenes Tuch, 10 alte Geldstücke, 1 Pincennez, 1 Schürze, 1 Hundehalsband nebst Marke, 1 Hemdenkragen, 1 Portemonnaie mit Inhalt 2 Regenschirme, 1 Glacehandschuh, mehrere Schlüssel. Gießen, am 12. Mai 1882. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _____Fresenius._______________________________.____________________ Betreffend: Die Einsendung der Sterbfallszählkarten. Gießen, den 13. Mai 1882. Das Großherzogltche Kreis-Gesundheitsamt Gießen an die Großherzogtichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit Einsendung der SterbfallSzählkarten noch im Rückstände sind, werden an sofortige Erledigung dieser Angelegenheit erinnert. Dr. Glasor. Deutschland. m. Darmstadt, 12. Mai. Die zweite Kammer erledigte heute sämmtlichc noch zur Bcrathung reife Gegenstände und vertagte sich sodann auf unbestimmte Zeit. Zunächst erstattet Abg. Theobald Namens des Finanzausschusses Bericht über die weitere Stceommunication der ersten Kammer bezüglich des Staatsbudgets. In Bezug auf die Geldbewilligungen sind die Beschlüsse beider Kammern nunmehr übereinstimmend und in Bezug auf eine Reihe von an die Regierung zu ^M.mdcu Ersuchen. dcneu die erste .'toiniiKt IWtberboli nicht beigetrcken ist, wird der Erlaß einer einseitigen Adresse 0-,chlosscn. 9lad> den Kammerbeschlüssen betragen die ordentlichen Ausgaben pro Jahr en runder eiirnmc 16,800,000 die Einnahmen 17,558 000 M. Einschließlich eines vorhandenen Uebcrschusscs der Staatsschuldcnvcrwaltung bleiben im Ganzen 1,565 000 M disponibel. — Staatsminister Freiherr v. Starck beantwortet hierauf die Interpellation des Abg. Schroeder, den Erlaß eines Masserrechtsge s etz cs betreffend, dahin, daß die Regierung mit Ruckficht aus den in Aussicht stehenden Abschluß des büraer- licben Gesetzbuches für das Reich Bedenken trage, diese Materie gesetzlich zu ordnen, um vielleicht zum Nachtheil der Bevölkerung in kurzer Frist von Neuem die Gesetzgebung nmzugejtalten. T ic Regierung ist dagegen bereit, schon dann an die nothwendia erkannte gesetzliche Regelung des wichtigen Gegenstandes heranzutrcten, wenn die Grund- iatze bekannt geworden, nach denen der Entwurf des bürgerlichen Gesetzbuches die Malme regelt und wenn, wie Mimsterialrath Lothcisen zufügt, die Grenzen zwischen dem Hcrrichast^gcbiet des zukünftigen Cwilrechts und der Landesgcsctzgcbnng festgestcllt und. Rach einigen Bemerkungen der Abg. Schroeder und v. Rabenau wird der Gegenstand verlassen und die Beantwortung der Interpellation der Abgg. v. Rabenau und Genossen, den Uebergang v° n Vicinalstraßcn in das Eigenthum d es «taateo betreffend, von Exeellenz dem Herm Staatsminister Freiherrn v. Starck entgegengenommen. Hiernach smd Erhebungen darüber, welche Vieinalstraßen Staats siraßcu werden sollen ,m Gange und wird noch diesem Landtage eine desfallM Vorlage zugehen. — Weiter beantwortet der Herr Staatsminister die beschranktes Aufsichtsrecht über die Ausführung des Bauwerks aewäbrt ic? 'ffs W «ne staatliche Aufsichtsbehörde unter der speciellen Leitung des H??rn^berbmiratb gebildet worden, welche ihre Thätigkeit unverzüglich beginnen solle ^Mit ?i^g?!uikenbau werde ehestens begonnen werden und innerhalb dreier -Zabre müsse ’rr ?le Verkehrseroffnung fertig gestellt werden. — Die Abg Wolfs?eb l glauben, daß an einer beschränkten Coneurreuz sich eine Aumbl Wdur» ^Crl8t ^a6m würde und daß eine Herabmiiiderung des Gesammtkostenvreises eSen Sx6Cror01bcn fet “ Nachdem sftinifterialratö “ginf “Ä Musies^'eckdi^t^ M1 Regstr.n^g"nach'dem Anträge des^Aus? ldes deutfcheN^K-7,7' besgleichen der Gesetzesentwurf, die Ausführung ^rdnungen für GeUästsvolliwber$£ s£V§ a"nd der deutschen Mhr "^ — Der Gesetzesentwurf, die Äann^i nb ^SBarj e U e ™ ?? mrft-“nb'3C betreffend. ::h Tnclchcni hpufp p’iyip r unn- u n D -p r 3 cllenDerincii u n a betteftenb Debatte auf Antrag des Aba ©rnps®ntr30e 5in0^worden, wird nach kurzer Berathm—-über den damit in ea?+ ben Ausschuß zurückverwiesen und die Die Land.skulturae?etzaeb^nn?''^«"g stehenden An rag des Abg. v. Rabenau, Lessi wird ausgesetzt. - Die Krankreich. Paris, 11. Mai. Deputirtenkammer. Villeneuve richtet eine Anfrage cn die Regierung über die Angelegenheiten in Egypten und wünscht namentlich darüber Auskunft, welches die augenblickliche Lage sei und welche Politik in Bezug auf eine türkische Intervention die maßgebende sein werde. Minister- prüsideW Freycu--! cküuklsit an, daß die diplomatischen Schriftstücke über Egypten der Kammer in etwa 14 Tagen mitgetheilt werden würden, weist sodann ans die jüngsten Zwischenfälle in Egypten hin und bezeichnet die Lage als eine ganz exceptionelle. Das ägyptische Ministerium revoltire gegen den Khedive. Frankreich sei bemüht, die Unabhängigkeit Egyptens so aufrecht zu erhalten, wie sie sich aus dem von den Mächten anerkannten Firman ergab, Frankreich werde keinem Schritt zustimmen, der Egyptens Unabhängigkeit schmälern könne, die Unabhängigkeit Egyptens werde, Dank dem vollständigen Einvernehmen zwischen Frankreich und England, behanptet, das Einvernehmen zwischen Frankreich und England werde nicht gestört werden. Die Dinge könnten eine Wichtigkeit an- Nehmen, die das europäische Gleichgewicht interessire, es sei deshalb nothwendig, sich mit den Mächten über die Regelung der egyptischen Frage zu verständigen. Von den Mächten werde die präponderirende Stellung Frankreichs und Englands in Egypten anerkannt, „die Consultirung der Mächte kann uns daher nur eine um so größere Macht gewähren, um allen Eventualitäten entgegenzutreten, es sind feste und sichere Schritte nöthig, mit denen man vorgehen muß. Die Action der Regierung wird sich ans der Höhe ihrer Pflichten befinden und die Regierung nimmt die Verantwortlichkeit vor dem Lande von vornherein auf sich." Villeneuve dankte dem Ministerpräsidenten für feine Erklärung — womit der Zwischenfall erledigt war. Deutscher Reichstag. 8. Sitzung. Freitag den 12. Mai. Präsident v. Levetzow eröffnet die Sitzung um UV« Uhr. Am Tische des Bundbsraths v. Boettichcr, Scholz, Dr. v. Mapr, v. d. Planitz u. A. Der Präsident macht Mittheilung von dem Empfange des Präsidiums beim Kronprinzen und dem Prinzen Wilhelm behufs Entgegennahme der Glückwünsche des Reichstages aus Anlaß der Geburt eines Prinzen des kaiserlichen Hauses. Se. kaiserliche Hoheit der Kronprinz sowohl wie Prinz Wilhelm seien sehr erfreut gewesen über die vom Reichstag bekundete Theilnahme und hätten das Präsidium beauftragt, dafür ihren herzlichen und aufrichtigen Dank dem Hause zu übermitteln. — Weiter macht der Präsident Mittheilung von dem heute Morgen erfolgten Tode des Abg. Dr. Hüter. Das Haus ehrt das Andenken des Verstorbenen durch Erheben von den Sitzen. Tagesordnung: Fortsetzung der ersten Berathung der Tabakmonopolvorlage. Erster Redner ist Abg. Dr. Windthorst (gegen die Vorlage). Er und seine politischen Freunde seien der Ansicht, daß die Einführung des Tabakmonopols in Deutschland unthunlich sei. (Beifall.) Sie bekämpften das Monopol nicht um deshalb, weil sie eine Steuerreform nicht wollten. Im Gegentheil, wir sind der Meinung, daß es im höchsten Grade wünschenswerth wäre, das Maß der indirekten Steuern zu erhöhen, um auf diese Weise die direkten Stenern zu ermäßigen. Wir sind der Meinung, daß mit aller Macht dahin gestrebt werden muß, die ärmeren Volks- klassen in Beziehung auf die direkten Steuern zu entlasten; ebenso muß, auf eine Entlastung der Kommunen Bedacht genommen werden. Der Herr Schatzsekretar Scholz hat eine Wendung gebraucht, die zu dem Mißverständnisse fuhren konnte, als ob derjenige, welcher gegen das Monopol stimmt, irgend welches Mißtrauen gegen die Regier- Uvg hätte. Das ist nicht der Fall: wir haben den festen Willen, die Wirthschaftspolitik der Regierung zu unterstützen. Wir sind gegen das Monopol aus wirthschaftlichen Gründen zunächst. Durch die Einführung des Tabakmonopols wurde eine große und bedeutende Industrie mit allen Nebengewerben — und diese sind nicht gering — absolut vernichtet werden. Damit würde eine ganze Reihe von Existenzen vernichtet werden, die jetzt ihr gutes Auskommen haben. Nach meinem Dafürhalten ist jedes Monopol etwas Widernatürliches. Wir sind in der Monopolisirung schon viel zu weit gegangen, wenn es so weiter geht, wird der soziale Staat bald fertig fein. Was den Nutzen des | Tabakmonopols anlangt, der mit der Schöpfung so vieler Ruinen erkauft werden soll. erbeten. — Der Times" wird aus Alexandrien von heute gemeldet: Die ®(£j' — ajei „Firnes .. girten zur Notadeln-Versammlung, welche am Sonntag m Kairo eröffnet wirl werden'dahin bearbeitet, eine Petition zu unterzeichnen, welche die AbdankM, aber wiederum der kleine Mann bluten. Man möge die Vorlage ber «Regierung zmück- neben und sich solche Vorlagen für die Zukunft verbitten. Das Volk virzwegel be> reite daran, etwas von der «Regierung ober dem Parlamente zu ei langen man hofft die Lösung dieser Frage nur noch von einer aus dem Volke ,-lbft kommenden B-frci- iingsthat. Das ist die Quittung auf das Soeialisteng fetz Es baub-lt sich jcht für sie nur noch darum, uns zu vernichten mit feder «Waffe. Vom realpolitischen Staub- vunkt kann ich eigentlich dagegen nichts einwenden, ich kann es Jdnen nur üderlasfen, wie weit Sie auf diesem Wege kommen werden Ader Sie muffen dann auch nach ehrlicher Soldatenlogik dem Gegner die Waffen lassen. Mit Moralpredigten verschonen Sie uns. Bei Ihnen hat die Wahl der Waffen gelegen, Sie tragen die Veraniwort- ''ch^Nachdem^och> Mg. Frhr. v. Arnswald (Welse, sich mit wenigen Worten gegen die Vorlage erklärt, wirb die wittere Debatte auf Samstag 11 Uhr vertagt — Schluß 43/4 Uhr. Telegraphische Depeschen. Wolff s tclcgr. Eorrefpondenz-Burcan. Berlin, 12. «Mai. Abends 7 Uhr brach in der Hygieine-Ausstellung bei Moabit eine Feuersbrunst aus, welche, durch starken Wind angesacht, sich rasch weiter verbreitete. Sämmtliche aus Holz conftruirteii Gebäulichkeiten sind einaeäschert. Näheres über den Schaden läßt sich noch nicht ermitteln. — Die Hygieine-Ausstellung ist vollständig eingeäschert. Sehr viele «Ausstellungs-Gegenstände sind, da die Eröffnung der Ausstellung am Dienstag statt- sinden sollte, verbrannt. Der Schaden ist noch nicht festgeftellt. Auch der Kaiser begab sich zur Brandstätte. . , _ . . — Die Ursache von dem Ausbruche des Feuers tn der Hygieine-Aus- stellunq ist noch nicht festgestellt. Das Gerücht spricht auch von einer Gas- explosioti. Das Feuer hat auf der Südseite in der Nähe des AusstellungS- RestaurationSlocals begonnen. Die Einschränkung des Feuerherdes fchemt zu glücken. Einzelne Ausstellungs-Pavillons, sowie die Ausstellungsräume dte unter den Stadtbahnbögen sich befinden, sind vom Feuer bis jetzt nicht zerstört. Un- qlücksfälle können noch nicht conftatirt werden. Die Ausstellungsfachen sollen gerettet sein. Die Versicherungsrisiken sind sehr getheilt. Als betheiligt nennt man die Transatlantische (Hamburgs Union, Berlin-Lübecker, «Preußische tn Berlin, Elberfelder, Basler, Thurutgia in Erfurt, Westdeutsche (Essen), „irr irfl mir iirtbeil darüber nicht erlauben: aber ich habe die Ueberjeugung, - OEtzEWWLLSRM1 "ÄÄ'Ä ShHdbe Rebnte wieder an die Militärverwaltung abgegeben werden mulse Die Folgen uoucy A y Vhille des Menschen, daß, wenn das Geld da rst, werde auch EaSÄTÄS-ÄÄ Ä« Ä BranAc chttrete ünb roenn diese Ruhe nicht zu geraumen, bann lieber ein Ende mit nts ein edn-eden ohne Ende. Er trage kein Bedenken zu erklären, daß er we^er^das Monopol wolle, noch an eine höhere Besteuerung des Tabaks überhaupt denke fo lange nicht die jetzige Besteuerung durchgefuhrt werde und genügende Erfahr- un«e"§rf,X"rfi(®ÄpSo verschieden auch die «Ansichten fein mögen, darüber bestehe wohl kaum Meinungsverschiedenheit, daß es nicht zu den Äniieh nlich^. KÄ';„S' »ÄtTÄ I s wÄ b« in die gewerblichen Verhältnisse einschneide. Die Prüfung der Vorlage uieide darauf gerietet fein müssen, ob wirklich Gründe vorliegeii, die es nothwendig nrachcv- h e9mimal>men des Reiches in der beabsichtigten Wege gefrafttg werden. Redner reditfertiat die Forderung der «Regierung mit der Höhe der Matrikularbeitrage und in » ft Lp.SÄÄ Kutturzweckc und mit der unaufschiebbaren Durchführung der Kolonisation, um die Answaiweruna im Interesse des Reiches nutzbar zu machen. Es bleibe nichto anderes übrig a?§ das System der indirekten Steuern mit aller Energie duichzusuhren, um bie ärmeren Klassen von den direkten Steuern zu entlasten. ™ Abg. C. Mayer (Württemberg) wird als Württemberger gegen da^ Moiiopol stimmen Er wolle der Neichsregierung keine neuen Steuern bewilligen, sondern sie aus^Sparfamkell" und organische Einschränkung verweisen Die Volkspartei verstehe unter Steuerreform nicht ein System, welches die Einzelstaaten tn ein Abhangigkeits v-rbältuiß vom Reiche bringt. Sie verwerfe das System der inbtrecten Steuern einstimmig weil sie die kleinen Leute viel schärfer zu den Lasten heranzieht, als die reichen. Das Monopol vermehre nur den einseitigen Militarstaat. Aba Srbr v Staufenberg: Er stehe auf dem frühem Standpunkt der liberalen «Partei: keine Mehrbelastung, keine Steuerbewilligung aut Borrath, sondern nur < iür von uns vorher zu bewilligende Zwecke. Die Steuerreform muffe allmahlig und in ruhiger Entwickelimg durchgefuhrt werden, sie müsse sich vollziehen unter ausdruck^ , lieber Wahrung konstitutioneller Rechte. Redner bedauert, daß man bte 2lu>or ttat beS Reichskanzlers mit dem Tabakmonopol allzusehr in Verbinduiiß gebracht habe. Die Erträgnisse des «Monopols.und aus den inbirecten (Steuern feien vom Reichskanzlei mib dessen Freunde für alle möglichen Zwecke in Ampruch genommen, daß das Reich auf eigenen Füßen stehen müsse und auch weitere Einnahmen haben muffe, erkenne er auch an aber das Bedürsniß müsse sorgfältig geprüft werden. Herr von Mayr hat sich berufen gefühlt, unter Hervorhebung des Bedürfnisses der barrerrfdjen KDwmunen auf Uebcrroetfung aus Reichssteuern die Einführung des «OionopL-S zu re4tferilgen. Es sollte dies ein Angriff auf die bayrische «Regierung sein, we che bekanntlich aeaen das Tabak-Monopol gestimmt hat. Die bayrische Regierung Mürbe y mit ihrem Votum in Uebereinftimmung mit den bayrlscheii Dollsvertreterii. Die bayerischen (Sommunen denken n'cht daran, ihre kommunale Freiheit um dos l'«nfenaerid)t eines Reichszuschusses auszugeben. Der Reichstag habe bit Vew lligung ber erböhten Tabaksteuer leinen «Augenblick an das Monopol gedacht, gegen Mfen Einführung man sich im Gegevtheil wiederholt ausgesprochen und sogar in einer Resolution ausdrücklich dagegen sich verwohit habe. Hätte der Reichstag eine «Ahnung davon ge. habt daß das Gesetz von 1879 die Durchführung des Monopols erleichtern sollte, es hätte nicht ein halb Dutzend Stimmen sich für das Gesetz gesunden. Jufosir" begrüße er aber die gegcnöäitige Vorlage mit Freuden, um dadurch eine endliche Entscheidung in diese-, Flage herbeizuführen Ehe der Monopolgedanke nicht gründlich befeitigi ist, änn die Tabakindustrie nicht zur Ruhe kommen, fei auch eine «Regelung der Tabaksteuer nicht möglich. Redner tadelt das Gebühren der Straßburger Tabakmanusactui, das bie größte Erbitterung innerhalb ber Interessentenkreise mrursacht habe. Diesen werde in dem Verhalten der osficiösen Presse gegenüber den Tabaks,nte^ weitere «Nahrung gegeben. Aus die Ertragsberechnungen naher eingehend, fuhrt Redner des Weiteren aus, daß derartige Berechnungen erfahrungsmaßig sehr unzuverlässig, find' Daß ein Fehler in denselben enthalten, sei unzweifelhaft, wenn er auch nicht tn der Lage sei, den Punkt genau zu bezeichnen, wo sich dieser Fehler befindet. Ein erhebliches Moment gegen das Monopol findet Redner in der Abhängigkeit zahlreicher Personen von der Neichsregierung Ein Volk, das in seiner s> oben Majorität von der jeweiligen Regierung abhängig >st, sei gar nicht sahig, ^"e con t tutionell Verfassung zu haben. (Sehr richtig!) Mag die Regierung auch eme solche Absicht rocht haben, jedensalls sei die Vermuthung nicht ausgeschlossen, daß die Mgnrung( der Versuchung unterliegen werde. Der Hauptgrund gegen das Monopol besteh, aber m der schon oft betonten Störung des Erwerbslebens der deutschen Nation Die Böigen dieser Störung ließen sich gar nicht übersehen. Eine verfehlte Tabakssteuer lasse sich wieder rückgängig machen, aber wenn die Sache mit dem Monopol nicht geht, und diese Möglichkeit ist vorhanden, dann sei dieser Schritt nicht mehr zurückzumhmeii. Auch tbeile er bie Ansicht, baß wir uns mit dem Monopol dem sozialen Staate nähern; man legt bam t die Axt an die Stabilität unserer wirthschastlichen Verhältnisse. Er d ttet um Ablehnung der Vorlage. , , , Staatssecretär Scholz wendet sich gegen die Ausführungen des Vorredners, d e «Renieruna fei bei ihrer Steuerreform sowohl planmäßig, als tonflituttoneU vor- a aanaen und was bie Verwendungszwecke ber Monopoleiträgniffe anlangt, so haben bieB Absichten baiüber niemals geschwankt. Der Oebaute, daß sie vorzugsweise den ärmeren Volkskassen ,u gute kommen solle, sei niemals verleugnet worden. Die Re- aieruna fteüe ben Reichstag vor bie Ausgabe, entweder das Monopol zu bewilligen oder positive Vorschläge zu machen, die die Zwecke der Regierung zu förbern geeignet erscheinen. Sollte der Reichstag aus keinen der beiden Punkte eingehen so müße die «Regierung bie Verantwortung dafür ablehnen, daß die Grund- und Gebäude,teuer auch noch ferner für ben Staat erhoben wirb, baß bei der Klaffensteuer keine Erleichterung eintri t daß die Eommunallasten in ihrer jeg.gen Hohe bestehen bleibe. Die Reg--rrmg 1-bne bie Verantwortlichkeit für bie Foitbauer derartiger Verhältnisse ab. 6 «ba Vollmar (Socialdemokrati ei klärt sich Namens seiner Fraction gegen bas Monopol, obgleich diese eigentlich ein Faible für dasselbe haben sollte, weil das- i.ihe dem soctalisirschen Grundsätze sehr nahe komme. Er frage sedoch, wo bie Uimer- etzl chk^ des E'genthums bleibe? Wenn Sie das E'genthunsi foweik es m der Im buftrie dasiit, für antaftbar erklären, fo werden daraus sicher in Bezug auf die Unverletzlichkeit des Eigentbums weitere Confequenzen gezogen werden, Confeguenzen, die am Bundesratbstisch nichts weniger als angenehm sein werden. Sie kommen Mit dieser destructiven Tendenz ganz entschieden aus dt« fchiese Flache, die zu uns sü) . Redner erklärt sich aus politischen und aus ökonomischen Gründen gegen das Tabak- monovol Es handle sich lediglich um d e Schaffung einer gewaltigen Geldquelle für den (Staat die doch wieder allein unserer Militärverwaltung zu Gute kommen werde. Wenn man den socialen Staat seststellen wolle, dann müsse man zunächst beim Grundbesitz anfangen, nicht bei einer Industrie, die zahlreiche Arbeiter beschäftigt. Hier solle Schlesische.^^ „granfj. Z^ung" bringt nachstehendes Privat-Telegramm: Heute Nachmittag gegen 7 Uhr entstand in der Hygieine-Ausstellung Feuer, welches sich bei dem herrschenden starken «Winde zu einer fchonung^ los verheerenden Feuersbrunst vergrößerte. Obwohl die Feuerwehr pünmich am Platze erschien, war der große Holzthurm uub das Hauptgebäude schor um halb 8 Uhr eingeäschert, eine halbe Stunde später auch die Pavillons und überhaupt die gesammte Ausstellung vom Erdboden verschwunden. Du Feuerwehr schützt nur noch die umliegenden großen Gebäude. «Auf den erster Feuerlärm, wahrscheinlich in Folge der schwarzen, dicken Rauchwolken, entstand in der ganzen Stadt eine für Berlin außergewöhnliche «Ausregung. Vor allen Stadttheilen eilte man auf den Ruf: „Feuer in der Ausstellung!" nach dem Schauplatze, welcher bald von unaufhaltsam drängenden «Menschenhauser ilmsäumt war. Je größere Fortschritte das Feuer machte, desto starker war bei- Andrang. Höchste Offiziere, Staatsbeamte neben Arbeitern, Damen neben , Dienstmädchen, Kinder neben Frauett; alles lief durcheinander, wenn der «Wind Fiinlen, Ranch und Flammenstückc ihnen entgegentrteb, die wilde Bewegung konnte durch das Zurückdrängen durch die Polizisten nicht gehemmt werden. Um 8 Uhr kam der Kaifer in offenem Wagen und bestand auf einer Besichtigung in nächster Nähe. Von der nahen Siegessäiüe aus bo! der Brand und die unabsehbare «Menschenmasse ein schauriges Bild. Mw 1 sah Flammenstücke weit über den Thiergarten hinweg bis auf die Dächer unter den Linden fliegen. Vom Telegraphenamt auf dem Lehrter Bahnhof depeschirten ruinirte «Aussteller händeringend die Unglücksbotschaft. Das Feuer «st vielleicht durch die «Rühe der Eisenbahn, nach anderer Version tut W. Bauer auf dem Ausstellungsplatz entstanden. Die Ausstellungsgegenstäniie waren zum großeu Theile bereits eingeräumt.) __ Ein uns soeben zugegangenes Privat-Telegramm von heute Morgen J Uhr 15 Miu. meldet weiter: Die meisten dieffeits der Stadtbahu befindlichen Gebäulichkeitm der Hygieine-Ausstellung sind durch das gestrige Feuer vernichtet, sogar mehrere m der Nähe der Ausstellung stehende Eisenbahnwagen der Lehrter Bahn sind wf den Geleisen verbrannt. Die Feuerwehr konnte den Feuerherd erst gegen 10 Uhr theilweise verlassen. Das Feuer brach in einer am Eingang des RestaurattoO- qebäudes befindlichen Arbeitsstube aus bisher nicht ermittelte Weise aus. Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Von der Feuerwehr wurde em Kind überfahren. Der Schaden ist unberechenbar; bezüglich der verbrannten Modelle und Pläne ganz unersetzlich. Von den Ausstellungs-Gegenstanden ,o!lm drei Fünftel verbrannt sein. Der Versicherungswerth der verbrannten Gegem stände beträgt zwischen 2 bis 3 «Mill. Jt. „ , Karlsruhe, 12. Mai. Der Großherzog ist, von der Frau Großher zogiu begleitet, heute Nachmittag 2% Uhr hierher -urückgckehrt. Der Groß Herzog wurde aus dem Bahnhose von den «vtitgliedern des Großh Hauses uni den Spitzen der Behörden empfangen und begab sich von da in offenem Wagik nach dem Residenzschloß, aus Dem ganzen Wege von dichtgedrängten MenfchiNi ttÄ- M*W * 'M- 1 mit den bezüglich Egyptens zn fastenden Entschließungen. Nach der SchmL i conferirte Lo?d Lyons mit dem ConseisiPra,identen Freyemet Geruchttrh ! verlautet, daß englische und französische Kriegsschiffe unverzüglich vi bie e» ’ tischen Gewässer abgehen würden. Aus Konstantinopel eingelaufene ' bestätigen die Gerüchte von einer militärischen Intervention Seitens der Tu e nicht; wahrscheinlich aber werde die Pforte an emem moralischen Druck auf bi egyptische Ministerium sich betheiligen. Lau Meldung aus Karro wird bi Notabelnkammer daselbst morgen zusammentreten. London 12 «Mai Unweit Ballina ist gestern Abend au, einen Pachte Namens Barret geschossen worden, als derselbe in seine Wohnung emtrat. M Verwundungen sind tödtliche. Barrett hatte em Pachtgut übernommen b* früherer Inhaber exmittirt worden war — Partiell hat in Folge ihm zu gangener zahlreicher Drohbriefe in London einen besonderen poltzellichen Lchu SchtsfSb«richt. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W- Dietz Nachfolger Gießen. Bremen 10. Mai. Der Postdampfer Oder, Capt- C- Undütsch, vom Norddeutschen Lloyd'in Bremen, welcher am 29 April von Newyork abgegangen war ist gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Southampton angekommen und hat ,'ad)8 Landung der für doit bestimmten Passagiere, Post und Ladung b> 2 Uhr Nachmittags die Reise nach hier sorigesetzt. Derselbe überbringt 235 Passagiere. Handel und Verkehr. Kiesten. 13 Ma«. Aus dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Psd u 100—105, Hühnereier 1 Stück 5 und 2 Stück 9 4 Enteneier per Stück 5-6 X GSn eestr per St. 0-00 4 Käse p. St. 5-10 4 Kasematte per Stück 34 Grbseii 1 Liter 26 4 Linsen 1 Liter 30 4 Tauben das Paar 60-80 4 Hühner per Stück JC. 1.30—1.50, Hahnen per Stück JL 1.10—1-70, Enten per Stück M 2.00—2 20 Ochsenfleiich per Pfund 64 - 66 4 Kuh- und Rindfleisch 54-56 4 Kalbfleisch 44 bis 50^L Schweinefleisch 62—64 4 Hammelfleisch 60—66 4, Kattoffeln 100 Kilo jl 300-3 80, Zwiebeln der C-ntner M. 17-18, Milch per Liter 16-18 4 , ,. . < ■ seines SobncS Abbas Pascha mit betn (Soniiii' beäf^netbeneunbb2trabf Bey als Gouverneur währenb ber Minberjährigkeit bes ä en mber? Der Khebwe verweigert jeden Verkehr mit ben Ministern. In der europäischen Colonie herrscht lebhafte Beunruhigung; viele Familien verlassen Kairo.___________ _________ Lokale-. 13 Mai (Sitzung der Stadtverordneten vom 9. Mai) Anwesend: ?cUn6-*,in„nT ert^It - D Anschaffung eines 4eädrigen Gi-ßsasses mit 2008 Liter WSsbÄ« -ÄÄK Lu bleiern Bete-ff beschließt die Versammlung- . 3nfc^r,rJrnnmobneridiaft von Gießen der wahre Grund, welcher die Auflösung der freiwilligen städiisch-n Feuerwehr herbeigeführi hat, ebenso bekannt ist, wie 2. bbr?b"erSO^kbn"e-ÄaäMti9ut.;6 dieses Grundes di- Auflösung des 3 d°ß^e"An,prachk des Vorstands der freiwilligen städtischen Feuerwehr in dem bi-siaen Ani-ig-r N°. 106 an d,e Einwohnerschaft von Gießen, welche wederder Generalversammlung noch dem Vorstand vorgelegen hat, ihre Würdigung dann ftnh t hnfc eine aröfoere Anzahl von Mtlgltedern des Corps soforl die Neu- bildung einer freiwilligen städtischen Feuerwehr beschlossen, den seitherigen Commandanten zur Betheiligung aber nicht ausgefordert hat; beschli etzt der Stadtvorstand, nißt vereinbar finde, den in dem Pamphlet des Vorstands der freiwilligen städtischen Feuerwehr gegen ihn gerichteten Vorwürscn weitere Beachtung zu schenken und geht deshalb zur Tages. Nack Erledigung vorstehenden Betreffs wurde der Versammlung Kenntniß von einer Eingabe dei^neugebildeten Feuerwehr gegeben und die Herren Stadtverordneten L. Pe tr i und Stadtbaumeister ©tief dazu bestimmt, der Ablieferung der alten Feuerwehr an- zuwohnen.__ straurfurt a. M., 13. Mai, Nachmittags 2 Uhr — M!n. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Ereditaetien 294Ve, Staatsbahnaetien 286»/., Galizier 268'/8, Oesterr. Silberrente 65V«, 4"/o Ungar. Goldrente 75’/«, 4% 1880er Russen 71, 2. Orient-Anleihe 57'/,, 5% Rumänische Rente 914.r, Lombarden 127. Tendenz —._______________________ Wafserwärme der Lahn. Am 12. Mai, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + ll*/20 R-, Lustwärme + 11'/2- R. L. Ehr. Rübsamen. Welches Vertrauen die von dem Apotheker R. Brandt dargestellten Schweizerpillen bei Unterleibsstörungen und deren Folgen wie Verstopfung, Blähungen, Magendrücken, saurer Geschmack rc. auch bei den Herren Aerzten genießen, zeigt uns nachfolgender Brief eines alten erfahrenen Arztes. Herrn Rich. Brandt! Von den mir unlängst übersendeten Pillen habe ich zunächst Gebrauch und Versuch bei mir gemacht, da ich ein Unterleibsleidcnder ersten Ranges bin: bann auch noch an 2 Patienten meiner Kundschaft. — Ich kann mit gutem Gewissen den Pillen das beste Zeugniß ausstellen und wünsche nur, daß sie auch den Rus erhalten mögen, den sie thatsächlich verdienen. Leider ist dasselbe mit reeller Waare nicht, wohl aber mit dem Schwindel der Fall. Die darin enthaltene Aloe entfaltet ihre Wirkung auf den Dickdarm vollkommen, es erfolgt schon nach 2 Stunden sicherer und ergiebiger Stuhlgang und ist deshalb das Büttel am meisten angezeigt bei langdauernden, chronischen Darmeatarrhcn mit Verstopfung, bei Knickungen und lähmungsartigen Zuständen des Dickdarms und überhaupt habitueller Stuhlverstopfung. Die Pillen lassen sich 30 Jahre lang täglich nehmen, ohne die schwächende Wirkung der Mittelsalze im Gefolge zu haben. Auch bei dem chronischen Mageneatarrh, der eine seeundäre Folge des chronischen Darmeatarrhs und der Hämorrhoiden ist, sind die Pillen von Nutzen ic. Mit Hochachtung Dr. med. K ...., pract. Arzt, 23... (Bayern). Ausführliche Prospeeten mit den ärztlichen Urtheilen sind gratis, sowie die ächten Apotheker R. Brandt'schen Schweizerpillen per Schachtel 1 erhältlich in den bekannten Apotheken. 3435 Auszug aus den Standesamtsregisteru des Standesamts Gießen. Aufgebot«. Mai. 8. Gelbgießer Christian Karl Reinhardt mit Ernstine Auguste Fricke, Tochter des verstorbenen Schreinermeisters Johann Ernst Heinrich August Fricke von Gießen. 8. Schlosser Jaeob Andreas Emil Karl Hohmeier mit Auguste Karoltne Elisabeth Kreiling, Tochter des Schlossermeisters Justus Kreiling von Gießen. 9. Kaus- mann Ludwig Karl Martin Lind mit Karoline Julie Marie Anna Haubach, Tochter des verstorbenen Unioersiiäts Instrumentenmachers Jaeob Theodor Haubach von Gießen. 10. Borstenhändler Israel Rothschild zu Gießen mit Emma Vogel, Tochter des Handelsmanns Jaeob Vogel von Sprendlingen- Geboren«. April. 29. Ein Sohn von auswärts, Karl Philipp. 29. Eine Tochter von auswärts, Margarethe. Mai. 1. Ein Sohn von auswärts, Wilhelm- 2. Dem Kaufmann. Karl Mayer eine Tochter. 3. Dem Lademeister Friedrich Dornhöser eine Tochter, Josephine Emma Katharine. 3. Ein Sohn von auswärts. 3. Eine Tochter von auswärts, Katharine. 4. Dem Tapezier Wilhelm Thomas Brandt ein Sohn, Wilhelm. 6. Dem Barbier Philipp Stier eine Tochter, Anna Marie. 7. Dem Berg-Assessor Alexander Schulz em Sohu, Karl Oscar. 7. Dem Oeconom Karl Kreiling ein Sohn, Wilhelm Louis Emil. 9- Dem Schmied Louis Körbächer eine Tochter. Gestorben«. Mai. 4- Dem Cigarrenarbeiter Wilhelm Junker von Wieseck ein todtgeborener Sohn. 5. Wilhelmine Gerbode, geb. Frttzsch, 81 Jahre alt, Ehefrau des pensionirten Hausverwalters Konrad Gerbode. 5- Brigitte Grünebach, geb- Adams, 74 Jahre alt, Wittwe des Hüttenplatzmeisters Johann Peter Grünebach. 6. Heinrich, 3 Jahre alt, Sohn des Arbeiters Heinrich Hofmann. 7. Tagiöhnerin Katharine Schott, 75 Jahre alt, von Schotten. 8. Katharine Junker, geb. Burk, 25 Jahre alt, Ehefrau des Cigarren- arbeiters Wilhel Junker von Wteieck. 9. Dem Cigarrenardeiter Louis Reuter ein todtgeboien-r Sohn. 9. Oeconom Andreas Rinn, 73 Jahre alt. 10. Ein Sohn von auswärts, Karl, 6 Monate alt- 10. Wilhelmine Bückart, 39 Jahre alt, von Haiger. 10. Auguste, 8 Jabr>- alt, Tochter des Schlossers Paul Kirchmann. 11. Helene Ehrhardt ged. Junker, 39 Jahre alt, Ehefrau des Schneiders Johannes Ehrhardt. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. ® «tauft«. Den 7. Mai. Dem Professor Dr. Gustav Pescaiore eine Tochter, Maria Martha, geboren den 10. April- Denselben- Dem Schreiner Christoph Wagner eine Tochter, Elisabeth Wilhelmine Louise, geboren den 7. April- Denselben- Ein außerehelicher Sohn von hier, Heinrich, geboren den 2. April. Denselben Dem Schreiner Johann Georg Beck ein Sohn, Joseph Carl Moritz, geboren den 9. April- Beerdigt«. Den 7. Mai. Wilhelmine Gerbode, geb. Fritsch, Ehefrau des pensionittev Hausverwalters Konrad Gerbooe, alt 81 Jabre, starb am 5. Mai. Am 11. Mai. Andreas Rinn, Oeconom, ein Wittwer, alt 73 Jahre, starb am 9. Mai. Allgemeiner Anzeiger. Kekanntmachuno. Die auf nächsten SDiontag, Nachmit- lag§ 2 Uhr, im Gasthaus zum Schwanen angekündigte Versteigerung von Mobilien füllt aus. Die Versteigerung des »chmicdchand» Werkszeugs im Löwen wird abgchaltcn. Gießen, den 13. Ma! 1882. Bühner, 3460 Gerichtsvollzieher. Montag den 15. ds. Mts., Vormittags */2U Uhr, sollen im Gasthaus zum Schwanen dahier 2 Pferde, 2 runde Tische, 1 Spiegel öffentlich meistbietend gegen sofortige Zahlung versteigert werden. Gießen, den 13. Mai 1882. Bühner, 3461 Großh. Gerichtsvollzieher. Aeilgeöotenes. 3444 Eiserne Gürtenbank und gebrauchte SophaS zu verkaufen. I- Rothenberger, Lindenplatz. Gelben Java,! C«hl,o. 3eee# vorzüglichste Geschmacktzkaffee'», per 9l/r Pfund Netto M. 10.85 Pf. "60 „ „ 52.50 , I Gnwtu SlllltoS, träft, reell. Kaffee,! per 9l/t Pfund Netto M. 8. 25 Pf.1 »50 „ „ „ 39. 50 „ offeriren tnl. Zoll, Porlo, Fracht u. Emballage, also frei ia'S Haus, ■ resp, nächste Bahnstation: Hamburg, Kaffee-Jmporr AJLEeiche&Co. Evangelische Gemeindevertretung. Die geehrten Mitglieber ber Gemeinbevertretung labe ich hierburch ergebenst ein zu ber 2. freien Versammlung dieses Jahres, bie am nächsten Dienstag den 16. Mai, Abends 8 Uhr, im Cafe Ebel (H. Balzer) stattfinben soll. Gegenstand ber Besprechung wird, mit einem einleitenben Vortrag bes Herrn Professor Dr. Harnack, sein: Die Geschichte ber Armen- u. Krankenpflege in ben kirchlichen Orben. Mit Bezug auf bieses Thema wirb noch be- sonbers zu zahlreicher Bethelligung an ber Versaininlung eingelaben. Gießen, ben 13. Mai 1882. 3443 Dr. Naumann, Pfarrer. Alle Sorten ta»8hOBB aus das Feinste gerieben, fertig zum Anstrich, rasch und Wie h,rt trocknend, sowie alle zum Änstreichen erforderlichen Lacke, Firnisse, Pinsel etc. empfiehlt 3445 Fr. Seibel, Mäusburg. Herren und Knaben Hüte in großer Auswahl zu bMgsten Preisen empfiehlt 3467 A. Fangmann. 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