VA Freitag den 14. April 1882 Jtr. se. Erscheint täglich mit Ausnahme des Msrtiags. •WMeut Schulstraße B. 18. schule für unsere Verhältnisse ein Bedürsniß sei. PreiK vierteljährlich 2 Mnrk 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Berichterstatter Solms-Laubach einverstanden erklärt und Prinz Alexander sich entschied-n für die Aufrechterhaltung der Anstalt ausgesprochen, wurden die angeforderten Mittel bewilligt und das Ersuchen zweiter Kammer einstimmig abgelehnt. Hierauf erklärte sich die Kammer mit großer Mehrheit für die von der Jenseite gestrichenen Vorschulen an den Gymnasien. lN. H. V) Verfügung. Die technische Hochschule rief eine längere Debatte hervor, in der Graf Solms- Laubach die Lebensfähigkeit der Anstalt bezweifelte und der Erwartung Ausdruck verlieh, daß die Regierung schon jetzt die Möglichkeit einer eventuellen Aufhebung in's Auge fasse. Geheimerath Knorr führte aus, daß die Anstalt zu ihrer gedeihlichen Entwickelung vor Allem einer sorgenfreien Existenz bedürfe. Wern her sprach entschieden gegen den bekannten Beschluß zweiter Kammer, weil er die Anstalt eminent schädige. Heyl vertrat den gleichen Standpunkt, führte aus, daß die technische Hoch- Nachdem Graf Görtz sich mit dem & XrWW oise.E- LM- "'S'»' w* Co W- Politische Ueberskcht. Gießen, 13. April. Die Nachwirkung der Fe st pause der Ostertage spürt man noch immer aus dem gesammten Gebiete der inneren und auswärtigen Politik. Die Diplomaten und'Staatsmänner gönnten sich eine längere Mußezeit, und die Parlamente thaten desgleichen, was um so mehr möglich war, weil keine brennende Frage den politischen Horizont verdunkelt. Diese absolute Ruhe in den Tagen vor und nach Ostern läßt sich, wenn man die vorhergegangenen offiziellen Friedensbestrebungen darnit in Verbindung bringt, als ein recht gutes Vorzeichen siir die fernere friedliche Entwickelung der politischen Lage ansehen, zumal sich nicht verkennen läßt, daß in allen maßgebenden Kreisen des In- und Auslandes Men Differenzen und Gegensätzen, welche Unfrieden stiften könnten, ernstlich entgegengearbeitet wird. Was die inneren Angelegenheiten des deutschen Reiches imbetrifft, so interessirt uns zur Zeit nur der parlamentarische Arbeitsplan. Danach gilt als ausgemacht, daß der Reichstag seine Nachsession am 27. April beginnen wird und ist der betreffende kaiserliche Erlaß jeden Tag zu erwarten. Das preußische Abgeordnetenhaus wird am 17. April seine Berathungen fortsetzen, um in Hinblick auf die nahende Reichstagssession den Rest seiner Arbeiten so rasch als möglich zu erledigen. Das preußische Herrenhaus fährt mit seinen berathungen am 20. April fort und wird sich zunächst mit der kirchenpolitifchen Vorlage beschäftigen. Der deutsche Bundesrath beginnt seine Berathungen schon am 15. April, um das Arbeitspensuin für den Reichstag so rasch als möglich zu vollenden. Die Aussichten des Tabakmonopols haben sich'insofern geändert, weil man jetzt an eine Annahme desselben im Buudesrathe doch glaubt, auch wenn Bayern, Sachsen und Hessen gegen das Monopol stimmen, resp. sich der Abstimmung enthalten sollten, denn neben Preußen und Württemberg sind fast alle deutschen Mittel- und Kleinstaaten für das Monopol. Das Schicksal desselben im Reichstage bleibt dabei allerdings höchst problematisch, da nach den klerikalen Zeitungen auch die Centrumspartei gute Gründe habe, gegen das Monopol zu stimmen. Sind aber die Stimmen des Centrums für das Mo- nopol nicht zu haben, so ist es ganz unmöglich, für dasselbe eine Mehrheit im Reichstage zu erlangen, da auch alle liberalen Fraktionen und einzelne Conser- vative gegen das Monopol stimmen werden. Die Judenhetzereien scheinen ihre Runde durch ganz Europa nehmen zu wollen, denn auch in Oesterreich zeigen sich Spuren davon. Die österreichische Regierung wird aber gegen derartige Extravaganzen entschieden einschreiten, denn der Wiener „Montagsrevue" zufolge hat der Ministerpräsident, Graf Tcraffe, gemessene Weisung erthcilt, Versammlungen mit ausgesprochen antisemitischer Tendenz überhaupt nicht zu gestatten; die Polizei-Organe sollen angewiesen werden, Versaminlungen, in welchen derartige Bestrebungen auch nur nebenher auftreten, sofort aufzulösen. Die Regierung halte sich für verpflichtet, einen jeden Staatsbürger, ohne Rücksicht auf seine politische und confessionelle Anschauung in allen seinen Rechten zu schützen. In Frankreich ist man sehr auf die weiteren Schachzüge gespannt, die Gambetta gegen das Ministerium Freycinet zu unternehmen gedenkt, doch darf man wohl behaupten, daß die Mehrheit der Republikaner von rcchts und links den Bestrebungen der Gambettisten ein Parolr bieten und Gambetta, der den Herrscher spielen will, sehr fest im Auge behalten werden. Aus England liegt die unbedeutende politische Nachricht vor, daß der verhaftete irische Rebellenführer Parnell aus seiner Haft entlassen ist, aber nur auf 8 Tage, um seiner in Paris lebenden und wegen eines Todesfalls in Trauer versetzten Schwester einen Besuch abzustatten. Aus dem russischen Reiche liegen eine Menge Nachrichten vor, welche theils die Schwierigkeit der politischen Lage darthun, theilS aber auch von Bestrebungen zeugen, Verbesserungen zu schaffen. Der übliche Besuch des Czaren am Osterfeste in der Petersburger Kathedrale fand nicht statt und in Volhynien und in einigen anderen südrussischen Provinzen mußte die russische Regierung Maßregeln zur Verhinderung von neuen Judenhetzen ergreifen. Für die auswärtige ^Friedenspolitik Rußlands liegen im Uebrigen zwei wichtige Nachrichten vor. 37,000 Soldaten des russischen Heeres sollen bald nach den Frühjahrsübungen beurlaubt werden und auch Graf Jgnatieff soll sich jetzt zu den Friedensfreunden bekennen. Die ivichtigste der Nachricht aber ist diejenige, daß d in «Öi8* 5 Don MliethyP * ’Mt: ZS ."Äs :r m’i Äabinet ij 1 iStunbergerftr. lun9 iuüerinictfo «nmftrafee^' tuänes fiaufes'7 Juli M L*Mauba<, ■ehend aus Zu Dcrmiethen ch ^chloßgasse 258, Don Herrn Brr e Logis ist anb Mmilie zn k, r, Soiinenstr. Kit r für einen tz>W: er zu vermieiden, estraße E. IN >is an eine ruhige sofort dcziehbor ikfurter-Siratzr. ■mer, auf Wunits .fflantimkr Host - mita icb. teJßl.__ bgis unb ein® u oermiethen. Neuenweg 11' amilienlogiS zr rger, Kapiaoe iblirtc Zimmei ■ yne Pension iiüje-' »t, sclteröWK- je meinanbe6*bk unb ein Ü®«» ieichsirchkE' 3 \btr ft M 'jimmtrn, Küche riH f«, heuchelhA Aage, p/®* t Mtz® „t eiffl’^!lEl, 'i lieber den Ursprung, den Verlauf und die Tragweite der Unruhen in Catalonien fließen die Nachrichten noch ziemlich spärlich. Den Anstoß zn der Bewegung hat die Mißstimmung der Fabrikanten und Arbeiter in Barcelona über den spanisch-französischen Handelsvertrag gegeben. Unzweifelhaft ist es aber, daß auch die politischen Gegner nicht blos des gegenwärtigen Ministeriums, sondern auch der Dynastie die Hand im Spiele haben und jedenfalls sich bereit halten, die Unruhen, wenn ihre Unterdrückung nicht bald gelingt, zu ihren Zwecken auözubeuten. Die Haltung der Regierung ist bis jetzt fest unb entschlossen. Eine ernste Gefahr würde voraussichtlich erst dann eintreten, wenn ein namhafter General den Augenblick für günstig hielte, die schlimmsten Traditionen der spanischen Bürgerkriege wieder zu beleben und eine Gegenregierung zu gründen. Das Bemühen der R u s s e n f r e u n d e, das jetzige serbische und österreichische Ministerium zu stürzen, werden wohl von keinem Erfolge gekrönt sein. Aus Belgrad meldet man, daß große Anstrengungen gemacht würden, den König Milan zu bewegen, daß er die Auflösung der Skupschtina decretire, um statt der vom Ministerium Pirotschanac empfohlenen Ergänzungswahlen eine vollständige Neuwahl herbeizuführen. Diese Bemühungen scheiterten aber, indem der König sich vollkommen der Anschauung der nach wie vor sein volles Vertrauen genießenden Regierung anschloß. Die Ergänzungswahlen sollen Anfangs Mai stattfinden. Des Weiteren wird gemeldet, daß die Ernennung eines Communi- cationsministers gleich noch Ostern erwartet wird. Darmstadt, 12. April. In heutiger Sitzung erster Kammer trat Graf Hugo Erbach-Fürstenau ein und leistete den verfassungsmäßigen Eid, worauf sofort mit der Beraihung des Budgets begonnen wurde. Die Verhandlungen boten wenig allgemeines Interesse. Zunächst wurde das von zweiter Kammer beschlossene Ersuchen um Beseitigung der (Steuerfreiheit der Pfarr- und Schulbesoldungsgüter abgelehm, bezüglich der Ablösung der Reallasten, insbesondere der Forst- und Weidgerechtigkeiten, betont, daß dieselben nicht durch Hingabe von Grund und Boden, sondern durch „möglichst geringe Geldopfer" zu erfolgen habe. — Im Gegensatz zur zweiten Kammer wurde die etatmäßige Stelle des Präsidenten des Verwaltungsgerichtshofs genehmigt. — Beim Etat der Gensdarmerie beklagte Fürst Isenburg-Büdingen die stattgehabte Verminderung der Gensdarmerie, während gerade eine Vermehrung schon den Wilddieben gegenüber angezeigt fei. Graf Solms-Laubach führte über die mangelhafte Straßenpolizei bittere Klage. Auf den Straßen herrsche die rohe Gewalt, die förmlich „monopolisirt" worden und Zustände geschaffen, welche an die Schilderungen aus dem Mittelalter erinnerten. Die Regierung sagte Abhilfe der desfallsigen Beschwerden zu. — Die beim Etat der katholischen Kirche beschlossene Clausel fand keine Annahme, wurde vielmehr von Wernher als eine Fortsetzung der „inneren Feind- leligfe'ten" zwischen Kirche und Staat bezeichnet. — Weiter erklärte man sich für Errichtung eines fünften Lehrstuhls für Theologie an der Landesuniversität, ebenso für eine höhere Dvtirung der Universitäts-Bibliothek, stellte auch dem Universitäts- Stallmeister die von der zweiten Kammer vorenthaltenen Mittel für die Pferde zur Auf Antrag des Gr. Kreisamtes Lauterbach wegen Entziehung der Bestallung der Hebamme Barbara Möller in Wernges entschied der Pioornzialausschuß, in Erwägung , ~ daß sowohl die vorgel gten Acten als auch das Ergebmß der mündlichen Verhandlung jeven Zwe.fet darüber beseitigen, daß die Rubricatin bei Gelegenheit der Entbindung der Ehefrau tns Forftwarts Wien old zu Wernges grobe Unwissenheit und unverantwoi ttiche Fahrlässigkeit an den Tag gelegt und insbesondere es versäumt hat, nach dem Eintreten Gefahr drohender Symptome unverzüglich einen Arzt zuzuzieh.n, obgleich dies sowohl von der Wöchnerin wie deren Ehemann gewünscht worden war; t _ r r r daß aus diesem Verhalten der Rubnkat'.i der Mangel derjenigen Eigenschaften klar erhellt, welche bei ihier B-fiallung als Hebamme vorausgesetzt werden mußten, nach Ansicht der §§ 31) und 53 der Gewerbeordnung und 98, 2, i der Kreisordnung dahin, daß der Rubnkattn die Bestallung als Hebamme zu entziehen und sie in die Kosten des Verfahrens sowie zur Zahlung eines Aoersional- betragrs von 10 m vorliegenden Falle darum handelt, daß eine Gemeinde gezwungen werden soll, im Interesse der Wiesenverbesserung em Kapital aufzunehmen, daß die Aufnahme eines Kapitals schon an und für sich als eine Ausgabe erscheint und auch keine Garantie dafür vvrliegt, baß der Gemeinde aus dieser Maßregel ein Schaden nicht erwächst, daß eine Gemeinde zu einer solchen Ausgabe nur tin öffentlichen Intereste in Folge eines Ansinnens des Kreisamts gezwungen werden kann, dahin, daß der Recurs als unbegründet zu verwerfen und Recurrent m die Kosten des Verfahrens zu verurtheilen sei. Gegen dieses Erkenntniß verfolgte Christian Arnold den Recurs an Gr. Ministerium. Dasselbe entschied unterm 11. October, in Erwägung daß der Beschwerdeführer beantragt hat, die Gemeinde BmkhardSfelden gegen ihren Widerspruch anzuhalten zur Förderung der Ausführung enter Wiesenverbesserung em Kapital auszunehmen; _ v o daß dies nur in öffentlichem Intereste auf Grund eines Ansinnens der Regierungsbehörde geschehen könnte, ein solches Ansinnen aber im Fragefall nicht vorliegt, dahin, daß der gegen das Erkenntniß des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen vom 14. Jul, l I. ergriffene RecurS des C h r i st i a n A r n o l d II. ' zu Burkhardsfelden als unbegründet zu verwerfen ist. Hiernach ließ Gr. Kreisamt Gießen an die Gemeinde tm öffentlichen Jnterepe das Ansinnen ergehen, die zur Ausführung des von den Wiesenbesitzern in Folge gesetzmäßiger Abstimmung angenommenen PlaneS einer Verbesserung der Wiesen intflur • und III. der Gemarkung Burkhardsfelden nöthigen Kosten, veranschlagt zu 3100 aus der Gemeindekasse vorzulegen, eventuell etn Kapital in dem erforderlichen Bttrag ' für die Wiesenbesitzer zu beschaffen. , „ ,= ... , OQ Auf Ablehnung des Octsvorstandcs entschied der Kreisausschuß unterm 28. De- 1 11 daß^das Ansinnm des Kreisamtes unzweifelhaft im öffentlichen Interesse gestellt ist und thatsächlich nach dem vorliegenden technischen Gutachten durch d>e Ausführung i der Wiesenverbesserung für die Gemeinde Burkhardsfelden em bedeutender Bvrthe Wien 10 Avril Wie sich jetzt herausstellt, ist die aus Anlaß der RingtheatH ttatafiroobe so großartig zu Tage getretene allgemeine Wohlthatigkest verschiedentlich ö SÄ«? Lokales. Gießen, 13. April. Morgen begiebt sich eine Deputation, bestehend aus den Herren Bürget meister Bramm, Stadtverordneter Haustein, Handelskammer-Präsident Silbereisen und dessen Stellvertreter L- Georgi nach Darmstadt, um bei dem Henn Ministerpräsident v. Starck bezüglich des Tabakmonopols vorstellig zu werden- Oeffentliche Sitzung des Provinzial-Ausschuffes der Provinz Ober» Hessen vom 20. und 21. Februar d. I. In Sachen des Ortsarmenverbandes Unterreichenbach gegen den Ortsarmen verband Freiensteinau wegen Unterstützung des Georg Flach erkannte der Provinzial - ausschuß dahin, daß die Klage begründet sei und Beklagter zum Ersatz der Unter: stützungskosten an den Kläger, jedoch nur int herabgesetzten Betrag von 3o JL statt der eingeklagten 47 JL, sowie zur Zahlung der Kosten des Verfahrens und eines Aversionalbetrags von 10 JL in die Prooinzialkasse Oberhessen zu verurthetlen set. Das Sachverhältniß ergiebt sich aus folgenden Entscheidungsgründen. Der 20jährige Georg Flach aus Freiensteinau, welcher in dem Otte Salz Dienstknecht bei dem Schmiedmeister Sten war, erlitt eine starke Brustquetschung in Unterreichenbach beim Holzfahren für den dabei gegenwärtig gewesenen Bürgermeister Muth aus Salz und war 15 Tage in Unterreichenbach in ärztlicher Behandlung. Der Einwand des Beklagten, daß die Vorschrift des S 29 des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz vom 6 Juni 1870 auf den vorliegenden Fall Anwendung zu finden habe, erscheint hmfällig, da die Erkrankung nicht an dem Orte des Dienstverhältnisses erfolgte, wie dies auch in Entscheidungen des Bundesamtes für das Heimath- wesen bereits anerkannt worden ist. Der weitere Einwand, daß der Bürgermeister Muth aus Salz damals tu Unterreichenbach erklärt hab?, daß er für die Zahlung der Verpflegskosten des Georg Flach sorgen werde, kann hier n'cht in Betracht kommen, da hier nur über Ansprüche unter Armenverbänden zu erkennen ist, dem Beklagten aber die Verfolgung eines Regreßanspruchs unbenommen bleibt. Die beanstandete Höhe der Verpflegskosten anlangend, so ist der Ansatz von 3 al für den Tag allerdings ein hoh-r und nur für die drei ersten besonders mühevollen Tage zu billigen, während für die zwölf weiteren Tage 2 M. für den Tag angefefct werden, für welchen ebenfalls erheblichen Ansatz in Betracht zu ziehen ist, daß fü- die fragliche Psttge außergewöhnliche Verwendungen nöthig waren und nicht unbeträchtliche Materialbeschädigungen uoifamen- Es würden sonach 33 JL für Ver- pflegungskosten, einschließlich der Kosten für Arzt und Apotheker und 2 JL für die riöthig gewesenen Gänge nadb Birst ein angesetzt, zusammen 3c> M. Die Verhandlung der Klage des Ortsarmenverband^s Gießen gegen den Landarmenverband Friedberg wegen Unterstützung des Peter Roth wurde auf Antrag des Klägers au»gefegt, ebenso die Klage des Ortsarmenoerbandes Gettenbach gegen den Ortsarmenverband Mittel-Gründau wegen Unterstützung der Katharine Adrian In dem Disciplinarverfahren gegen den Schutzmann Gemmecker zu Gießen entschied sich der Provinzrnlausschuß für vorerstige Vervollständigung des vorliegenden Materials. Die Verhandlung der Klage der Gemeinde Hopfmannsseld gegen Johannes Habicht daselbst wegen Expropriation wurde auf Antrag des letzteren ausgesetzt. Bane-n ml der Prinzessin Therese ven Liechtenstein durch den Kardinal Füist-Erz- brschof von Fürstenberg statt. Nach dem Trauungsakte empfingen o:e Neuoerinahlten die Glückwünsche der Anwesend n. Die Neuvermählten werden zwei Tage aus schloß Waitstein verbringen und dann die Hochzeitsreise nach Italien antreten. Madrid, 12. April. Der Belagerungszustand ist nunmehr auch in ganz Catalonien aufgehoben. . . . .. 1 Serajewo, 12. April. Durch Äcimsterial-Erlaß wird die Ausfuhr von Pferden, Eseln und Tragthieren aus Bosnien und der Herzegowina nach Serbien und Montenegro bis auf Weiteres verboten. Kairo, 12. April. Die verhafteten tscherkessischen Offictere hatten eine Versammlung abgehalten, um eine Petition aufzufetzen, in welcher der Kriegsminister um Zurücknahme ihrer Versetzung nach dem Sudan ersucht werden sollte. Hierbei hatte einer der Ofsiciere, einen Revolver in der Hand haltend, Drohungen gegen Arabi Bep ausgestoßen. Diese Thatsachen wurden denuncirt und alle Offtciere verhaftet. dahin, daß die Gemeinde Burkhardsfelden verpflichtet sei, dem Ansinnen des Gr. Kreisamtes Gießen zu entsprechen, dahin gehend: die zur Ausführung des von den Wiesenbesitzern in Folge gesetzmäßiger Abstimmung angenommenen Planes einer Verbesserung, der Wiesen in Flur I. und Iir der Gemarkung Burkhardsfelden nöthigen Kosten, veranschlagt zu Dreitausend einhundert Mark, aus der Gemeindekassen vorzulegen, eventuell ein Kapital in dem erforderlichen Betrage für die Wiesenbesitzer zu beschaffen — und verurtheilte die Gemeinde Burkhardsfelden in die Äonn1 des Verfahrens, sowie zur Zahlung eines Aversionalbetrages von Fünfzehn Mark in die Kreiskasse. Der Provinz'alausschuß erkannte in Erwägung, „^rhnunc daß ein öffentliches Interesse im Sinne des Art. 48, II. 2 der Kre ohne Zweifel nicht nur in dem Falle vorliegt, wenn durch eine Ausgabe das Bmeren aller Gemeindeangehörigen gefördert wird, sondern auch schon in bem 5? , mnit. Interesse einer ansehnlichen Anzahl von Gemcindeangehongen in Betrach ' - daß das Vorhandensein des letzteren Falles angenommen werden mu«, wenn einer so kleinen Gemarkung das Interesse von 107 Wiesenbentzcrn 0ef° b ’ß6«. daß letztere Tatsache außer Zweifel gestellt ist durch das eingehende und wohl, motivirte Gutachten des Gr. Culturinspectors; _nn.,n (Semeinbe daß auch, abgesehen von obigen Gründen, das Interesse einer g r aehoben. gefördert wird, wenn der Wohlstand einer großen Anzahl ihr-'"Ä tmVaeÄ™ und hierdurch deren Steuerkraft verstärkt wird und dieses Int 1 0 $ Sinne des Wortes als ein öffentliches gelten muß; in Fällen wie ii dem vorliegenden, schon in dem Gesetze vom 7- Oktober ioa her ausdrücklich anerkannt worden ist, nach welcher die Mmontal. . 1 Besitzer zur Annahme des Verbesserungsplanes gezwungen. werverrann daß durch 8 52 der Instruction zur Ausführung des Gesetzes vom 18^ Augul 1871, die Zusammenlegung der Grundstücke rc. betr-, tn_e nem„0nh Vifn 1eures den Gemeinden die Verpflichtung zur Vorlegung der Kostenl un «ml Kapitals auferlegt worden ist. und wenn für de« vorliegenden Fall ^ Ansiche ges tz liebe Bestimmung noch mcht erlassen worden, bierdurch gerade ^aum mr die Evewum des Art. 48, II. 2 gegeben ist, weil diese Möglichkeit dos Ansinnen öffentlich n Interesse gerade für ben Fall angeordnet ist, daß em Gesetz das öffentliche Interest mcht wahrt^ Gemeinde ans der vorlagsweisin Aufnahme eines Kapitals etwa erwachien könnte, als em überau« über den nach Obigem durch Wahrung des öffentlichen Interesses zu sichernden Bor heilen zu Recht, daß der Recurs als unbegründet zu verwerfen und die Gemeinde Burk- bardsfelden in die Kosten des Verfahrens, sowie zur Zahlung eines Aversionalbetrages von 20 M. in die Proornzialkasse zu verurtheilen sei Fürst Gortfchakosss Entlastung. Während der Dfterfeiertage brachte der Telegraph ans Petersburg die^Mtt- theilung^ daß der Zar Alexander III. den greifen Reichskanzler Fürsten Gortschakoff aus Gesundheitsrücksichten und unter Belassung seines Titels und Ranges, seines Amtes enthobin und den mit der interimistischen Leitung der Staatsgeschafte behauten Staatsrath v Giers zum Minister des Auswärtigen ernannt habe W-nn nun auch bereits feit drei Jahren Fürst Gortschakoff theils aus Gesundheitsrücksichten, theils aus ÄmÄ" M -°U Rußlands -uswatt.-.-P°m>- E m-hr betraut war, so müssen wir doch sowohl wegen der außerordentlichen diplomatischen Lausbahn des Fürsten Gortschakoff, als auch wegen seines Nachfolgers dem langjährigen Leiter von Rußlands auswärtiger Politik einige Worte widmen- Fürst Alexander Gortschakoff, der feine Abstammung von dem be ühmten ruffifchen Herrschergeschlechte der Runks ableitet, wurde als Sohn des Generalmajors Fülst Michael Gortschakoff am 4. Juli 1798 gebor-n. Schon als Jüngling zeigte Fürst Alexander Gortschakoff ausgezeichnete Begabung und wählte nach wohlbestandenem Examen auf dem Lyceum zu Zarskoje-Selo die diplomatische Laufbahn. In diese, bewährte er sich als scharfer Kopf, wie als unverwüstliche Natur, und ward als Secretär und Botschaftsrath in London, Rom, Beilin, dann auch wieder in Petersburg und Turin uno Wien thätig. Im Jahre 1841 wurde Gortschakoff dann rusfische Gesandter am königlich württembergischen Hose in Stuttgart und ihm fiel dann spater die del'cate Aufgabe zu, die Vermählung des damaligen württembergifchen Kioriprriizen jetzigen Königs Karl mit der Großfürstin Olga, der zweiten Tochter des Kaisers Nikolaus von Rußland, zu vermitteln, wobei Gortschakoff große Geschicklichkeit, Treue und Anhänglichkeit an das russische Kaiserhaus zeigte. Wahrend fernes langiahrigen Aufenthalts in Stuttgart wurde Go>tschakoff auch zum russischen Bevollmächtigten beim deutschen Bundestage ernannt und als hat er auch die folgenschwer Bekanntschaft bi§ Fürsten Bismarck gemacht- Wahrend des für Rußland so verhäng- nißvollen Krimkrieges war dann Gortschakoff russischer Botfchaster m Wien und ih -i lag die schwierige Ausgabe ob, Oesterreich für eine den russischen Bestrebungen günstige Neutralität zu gewinnen, was Gortschakoff freilich nicht vollständig gelang. Wahrend der Verhandlungen des Pariser Vertrags, der Rußland tiefe Demuthigung auf erlegte, zeigte Gortschakoff so viel unerschütterlichen Muth und geschmeidige Beharrlichkeit, daß er noch im Jahre 1856 als Nachfolger Neffelrode's zum Leiter von Rußlands auswärtigen Angelegenheiten vom Zar Alexander II- berufen wurde „Als solcher con- centriite er seine ganze Thättgkeit auf die Sammlung der Kräfte Rußlands und strebte nach einer Annäherung an das damals so mächtige französische Kaiserreich, um mi dessen Hilfe die Verluste des Krimkrieges für Rußland wieder zu ersetzen. Bald merkte aber Goitschakoff, daß er mit Hilfe Frankreichs nicht zu seinem Ziele kommen konnte, und da er gegen Oesterreich noch einen alten Haß aus den Zeiten des Kiimknege^ hegte, so bewirkte Gortschakoff einen engen Anschluß Rußlands an Preußen, nach welchem beide Staaten vom Jahre 1864 dis 1870 nach einem gemeinsamen Plane operirten und Rußland nach den Niederlagen Frankreichs an dem Pansir Vertrage rütteln und die Schmach des Krimkrieges loschen konnte. Damals stand Gortschakoff s Stern am höchsten, als er aber während und nach dem Tü'kenkriege mit den alten vanslavistischen Plänen wieder herausrückte, die Fürst Bismarck im Interesse des europäischen Friedens nicht billigen konnte, da fing Gortschakoff auf einmal wieder mit Frankreich zu liebäugeln an und von diesem Augenblicke an wurden Fürst Bismarck und Gorttchakoff Gegner und find es geblieben. *?a Gegnerschaft der beiden Kanzler Rußlands auswärtigen Beziehungen sehr viel zu schaden drohte, wurde bereits vor drei Jahren der deutschfreundliche Staatsrath v. Giers mit der Leitung der ruffifchen auswärtigen Politik betraut und dieser, ein Freund Deutschlands und Gegner des Panslavisrnus, ist nun auch zum definitiven Nachfolger Gortschakoff s ernannt, ein Ministerwechsel, der offenbar etn bedeutsames Friedenssymptom ist. Mir fiel DK?'' ES MiW Zitat v- Lu Sohr aUVL Sitz Keksni Mchck ifcenui^^yL j Maurerarbeit, o« o Ammerarbeit, •rj, TachdederarRi! j. ZchrmerarbÄ £ SdjloiiewrfeJ 15 MbW? ■ foffen auf » iN»** l idben W* Ü1 l ÄtaÄWj M «bö Mansch :tagnngen liegen vorn W v; ixt Wehmg lies 1 mftttz Tneck ha iape, Aer'M Hin sicht öer MchO 1 iiitß ollch bie Oijertin !ttn 16., W Wl mi) portofrei e AtPatt Mga : an ört und Stelle I : fünft ]ii erteilen. Sieben, hen 8.3 Dr- frtft, ? Ning im 15 Mgs 12 W oni dem ®emeii DeMtimz des hie i • etieAÄfl Arbeiten Äeimi^HrhG in 3U vm WtechendNiv ■ NW öersteifN;^f ' ^e Wifg det W tzerner Liesem Waden» und K pWi Statt, W, unter ben werden. 1 M Argem _____ Ri 332.— 2668 622.50 340.— 48.— 731-8.74 2698 Schttlbttchet* Hardt. 2674 2685 stolz-Versteigerung Müller. 2357 Zum nächsten 80 aus Göttin gen. H n ff tf if ff if if if ii ii if if if 80 975 85 450 rin If If II II 160 48 353 1070 70 Holzart. Luche Eiche Linde Nadel t/fL 868.— 488.40 Versteigerung von Arbeiten. Mittwoch den 19. ds. Mts., Vormittags 11 Uhr, werden im Saal des Gasthauses zum Hirsch dahier nachstehende Arbeiten, Anfuhren und Lieferungen zum Umbau der Staatsstraße Grünberg - Hungen öffentlich unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen ver- Dienstag ben 18. April, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht die Hofraithe der Ludwig Lang Ehefrau r Flur 1/430, 12 Mtr. Hofraum, Miststätte in der Judengasse, 1/434, 44 Mtr. Hofraum daselbst, 1/443, 125 Mir. Hofraithe auf der Mäusburg meistbietend versteigert werden. Gießen, den 31. März 1882. Großh. Ortsgericht. Frankfurt a. M., 13. April, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 281 Vz, Staatsbahnactien 276, Galizier 265’/8, Oesterr. Silberrente 655/g 4°/o Ungar. Goldrente 759/16, 4% 1880er Russen 701s/i6, 2. Orient-Anleihe 577/16, 5o/0 Rumänische Rente 89, Lombarden 118>/r. Tendenz matter.______________________ Dienstag den 18 April l. Js. Men in dem Gemeindewald zu Langs- Handel und Verkehr. Limburg, 12. April. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen 21-10, Weißer Weizen JL 0000 Korn JL 15.05, Gerste JL 11,55, Has er JL. 8,65, Erbsen JL U0,00, Kartoffeln JL. 00,00- Frankfurt, 12. April- (Fruchtpreise.) Weizen, efftctio hiesiger und Wetterauer M. 24-50 — 25.50, fremder ^00-00—00.00- Roggen effeciiv hiesiger ^L18.00—20.00 fremder 00-00 - 00.00. Gerste effectio hiesige und Wetterauer Ji 16.00.—20.50, fremde J4 00 bis 00-00- Hafer effectio hiesiger und Wetterauer JL 15.25-17-50, fremder JL U0—00.00 per 100 Kilo- 29 766 le" 7^orbnun9 E>. unb ^"Arnold werbe|]etUnft§. 'ungend btiüt: "b das Gesuch oon Mar, 1880 Marz 1881 gelben, durch ^ultur^enten Weifen der r ÄreiSoibnum fmb, baß tim ut beten Antw Vorhanb-nseii über ein offen! n kann, ba bits rdsselben gegen ibzuweisen und daß aber im ie5 SlöerftonaL iiMnDAuS- nbe gezwungen \tn, ne Äutzgabe ec W Mchegil chen Jnterefs! m cent in die Äojta Recnrs aas »arbsselbcn # iiefen»erbe|N nntnb bet s® all nicht nNi Bekanntmachung. Die Aufnahme der schulpflichtigen Kinder, welche die Vorschule der höheren und erweiterten Mädchenschule besuchen wollen, findet Montag den 17. April, von 9 Uhr Vormittags, Ä,,iNn6 der flache KL" chesberM ianUrntlW- sichen Mnesi- rnißv^gesch- Mn in Ml taat zu 3106 *- nberlichen W unterm 23 & n Interesse B i) Die 3luW deutender L-B [ei dem AM" enb: bie [feiger Abit'M rmlegen, -E Mfji Ibenm ietrages wri" «wßh- Bii-g-rm-iU-r-i B-wnhausen. in Eich-r Auswahl zu äußerst billigen Preisen. * 26521 Albert Behrend. »» Kentens im Lokal 10 statt. , r rr, , Ausgenommen tverden nur solche Kinder, welche das sechste Lebensjahr erreicht haben oder bis zum 30. September ds. Js. erreichen werden. . Mr ersuchen die Eltern, bei der Aufnahme den Impfschein mftzubrmgen und den Geburtstag des Kindes, fowie den Namen und Stand des Vaters oder Pflegers genau anzugeben Eine Schulgeldbefreiung findet für die Vorschule nicht statt. Das Schulgeld beträgt für das Jahr 32 ,IL Gießen, den 3. April 1882. Großherzogliche Direction der höheren Mädchenschule. V i g e l i u s. __________________________ treffen wir schon am Montag den 17» d. Mts. mit einer großen Anzahl befter Holländer und hiesiger hochtragender und ^ri^chnlt^chender Ä.uhe im „Rheinischen Hof" daselbst ein. Gebi% Meininger 2673 ______________________. _ - --,--------•• C unübertroffenes Fabrikat Mönigs=Keisflnrhf, ?“^rn 6e dtponirte vag 2aa mad)t,n„ unb ba§ -Ktmcifung fallen ließ, er werde sich v . . fefoeint ein Opfer der Flammen Uingtheater besuchen - er set nichtäckg kbt JuIefet m ber oificiellen, „•worben zu sein- Joseph Gettler MWien in au unalückl'che, amcheinend sch er oer; der Pol-j-'direction ausg.geb.nen -Nie. Di u r eine augenblickliche Unter- JUelte Frau erregte das warm, e M-t eid sw 360 st. zugesprochen; für nühang von 200 ff., spater wu>de e ne °nntid gt, deren Zinsen für Erbaltung jedes einzelne Kmd wurden 600 st No teurem fl mjt cmem Schlage war die mib Erziehuna der Kinder verwendit we , .1 verrieih sich die Frau durch un- Hmtlie Gertler wohldabend aeword.m ^clsi etz ac^e ßefiern jn seiner oeimath im Mstchtige Aeußerungen selbst und Jo'eph zhnl'.cben Fall schickten die Eheleute Äemsiner Comttat verhaftet ^n eurem zr e b 0 Ungariscb-Hradisch und er- Mchera ihren Sohn am Tage nach deii^ ^^rannt sei, 400 ff. Unter- hl en auf 'h' e Anzeige, daß ..- peinlichste Aufsehen, und man fürchtet, datz J£ Sg und wmd. Zamstag den 15. d. Ms. Mittags 12 Uhr sollen auf dem Gemeindehaus die zur Krgrößerung des hiesigen Friedhofs ^forderlichen Arbeiten und Material- Lieferung, bestehend in: Zn Brechen, Ansahren und Auffetzen non ca. 60 ebm Atauersteinen. Abbrechen der alten Friedhofsmauer unb Herstellung der neuen Mauer, so- roie Legung der Deckplatten. Ferner Lieserung von ca. 50 ebm Lchlacken- und Mauers and, 100 Ctr. schwarzen Kalk, sowie einer Tonne Gement, unter den bei der Versteigerung gestellten Bedingungen veraccordirt werben. Bettenhausen, 11. April 1882. Bekanntmachung. Nachstehende auf Burg Glerberg beimmchst auszuführende Arbetten, als . 1. Maurerarbeit, veranschl. zu 2. Zimmerarbeit » 3. Tachdeckerarbeit 4. Schreinerarbeit 5. Schlosserarbeit 6. Weißbinderarbeit ,, joKeit auf dem Submissronswege, wo- la jedoch di- Auswahl unter MMnt- Glichen Submittenten ausdrucklrch Vorbehalten bleibt, vergeben werden. Plan und Voranschlag, sonne Be- binqunqen liegen vom 13.—15. p. -Ut., Mittags zwischen 12 und 2 Uhr, m .ber Wohnung des Großh. Straßen- aneisters Snell dahier (Neue An- laqe, Becker'sches Hinterhaus) zur Em- ficht der Interessenten offen, daselbst sind auch die Offerten bis Sonntag den 16 , Mittags 12 Uhr, versiegelt und portofrei einzuretchen., Burgwart Niebergall ist beauftragt, an Ort und Stelle die nöthige Aus- funft zu erthellen. 2587 Gießen, den 8. Aprll 1882. Dr. Hesfe, Bauaccessist. in dem Rüddingsh.äuser Gremeindewald. Donnerstag den 20 April l. I. soll in verschiedenen Districten nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Nadelholz-Stämme von 15—27 cm Durchm. und brs 16 m Lange, Derb- und Neisstangen, brauchbar zu Sparren,^ Leiterbäumen, " Bohnenstangen rc. rc.; dieselben lagern zum größten Theil im District Odenkops, ßrlcheu.Eiche— *) Durchforstungs-Reiser. Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr am Nonnenröther-Weg. Langsdorf, den 12. April 1882. Großh. Bürgermeisterei Langsdorf. M67 Köhler. Versteigerung. L amstag den 13 April d. I., Vormittags 10 Uhr, Men im Keck'schon Hof, Neuenweg 177, M eichene und kieferne Bohlen, 250 kieferne Hcobelbrctter mit Nuth und Federn, 1 Krcis- iüffle öffentlich gegen baare Zahlung vermisse rt werden. uöießen, den 12. April 1882. 26550 Horn. Feilgebotenes. 2660 Eine noch fast neue Zither zu verkaufen- Von wem? sagt die Exped. ds. Bl. 1686 Alle Sorten Klee-Saamen, beste Qualität, feibenfrei, sowie Gras Salmen empfiehlt billigst Wily. Seibert, Marktstr. Ein gutes Zugpferd, ein- und zweispännig gefahren, ist preiswerth zu verkaufen. Näheres m der Exped. ds. Bl. Buchen-Scheit, Nadel- und Weichholz-Scheite, „ Buchen-, Eichen-, Nadel- und Weichholz-Knuppel, ...... "... " R-isi», totodß. Die Zusammenkunft und der Anfang findet Vormittags 8 Uhr im District Bergereien, am Weg nach Deckenbach, statt. ' Rüddingshaufen, den 12. April 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Ruddmgshausen. Grünberg, den 12. April 1882. Großh. Kreisbauamt Grünberg. 2675 Dr. Dieffeubach._______ Dienstag ben 18. b. Mts, Vormittags 9 Uhr, sollen im Lützel-Lindener Markwald öffentlich versteigert werden: 26 Nadelholz-Stämme — 3,70 Fstm., 336 „ Derbstangen, 1795 „ Reisstangen, 4860 Wellen und 13 Rmtr. Stockholz. Zusammenkunft auf der Frankfurter Chaussee bei der Sandgrube. Groß-Rechtenbach, den 12. Aprll 1882. Das Bürgermeister-Amt. Sonntag Mittag treffen wir mit einem Transport englischer Schweine aller Gattung bei Gastwirth Becker in Lollar ein und stellen dieselben bis Dienstag Dttttag zum Verkauf. 2662 Leibling. Demme. 2682 Zwei neue Mchlkastcn sind zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. 2484 Eichene Hauspäne verkauft Emil Schwall, „Frankfurter Hof". 190 200 37 145 120 52 107 80 30 68 167 40 — 650*) — Bei der wiederkehrenden Bausaison erlauben wir uns Schlackensand u. SchlackenmehK welche zu jeder Zeit auf unseren Werken zu Margarethenhütte bei Gießen und Main-Weser-Hütte bei Lollar zu haben sind, in empfehlende Erinnerung zu bringen. Bei richtiger Verwendung derselben zu Maurermörtel, Frucht Keller-Böden, Betonarbeiten rc., wozu wir auf Verlangen gedruckte Gebrauchsanweisungen franco einsenden, verbürgen wir den besten Erfolg. Wir führen unsere eigenen Bauten nur noch mit den genannten Materialien aus und sind überzeugt, daß Alle, welche die großen Vorzüge derselben kennen gelernt haben, nicht mehr von deren Verwendung absehen werden. — Besonders heroorhebend die sich von Jahr zu Jahr steigernde cementartige Festigkeit des daraus bereiteten Mörtels gegenüber demjenigen, der aus Kalk mit Fluß- und Grubensand hergeftellt ist, bedarf es gewiß keines Hinweises, wie sich daraus aufgeführte Bauwerke durch ihre Solidität vortheilhaft auszeichnen. Zahlreiche Zeugnisse von Baubehörden und Privaten stehen zu Diensten, auch find wir jederzeit gern bereit, unsere eigenen Ausführungen, die den besten Beleg für unsere Aussagen geben, an Ort und Stelle vorzuzeigen. Main-Weser-Hütte, Margarethen-Hütte, Station Lollar, Station Gießen, 2666 im April 1882. tiebrittler Btid-erte«. Neue Kartoffeln von Malta find wieder eingetroffen. 2641 J. A. Busch Söhne. 2681 Ein Geschäftshaus, Spezerei- und Flaschenbier-Verkauf, in bester Lage ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen und bald zu übernehmen. Näheres bei W. Krämer. StrohhAe | Moffhüte Ij Sommerfftchüte |J von 13/4—3 Mk. pro Stück in größter Auswahl. Zephirhüte in 4 Formen, der eleganteste schwarze Herrenhut, 75 Gramm schwer und sehr preiswürdig. per Stück 21/2 Mk. 2693 bei Albert Behrend. 2323 Eine Parthie Baumwolle, die Lage von 12 an, zu haben im Billigen Laden, Neuenweg 127. Zur ÜHiliriiiiilion. Gesangbücher in Sammt-, Safian-, Leder- und Ealico- dcckcn, mit und ohne Beschläge, Dcstul. neueste kleine Ausgabe (16°) vorräthig in großer Auswahl. Ottmar Köhler, 2526 Lindenplatz. Für Confirmanden. Glac« -Handschuhe (schwarz und weiß), um damit zu räumen, zu ganz billigem Preise, Krausen, Kragen u. Manschetten, Corsetts, Vorstecker rc. in großer Auswahl. 2687 J. H. Fuhr, Sonnenstr. 104. Tapeten in neuester, reichhaltigster Auswahl empfiehlt zu billigsten Preisen Georg Schultheis, 2406 Marktstraße D. 20. Iermietchnigen. 2665 Ein möbl. Zimmer mit Kabinet zu vermiethen. West-Anlage E. 905, 4. St. 2670 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. ___ Bahnhofstraße 91?. 2664 Ein geräumiges Logis in meinem Haus an der Krofdorfer-Straße, sowie ein kleines Logis in meinem Hinterhaus zu vermiethen. H. Plank, Neustadt D. 57. 2669 Ein Familienlogis mit 5 Zimmern zu vermiethen und bis 15. Juli zu beziehen. __________Ph. Bauer II., Bahnhofstraße. 2672 Möblirte Zimmer vermiethet %y. Bieler Wwe., Kreuz, 2. St. 2677 Ein möblirtes Zimmer sowie Schlafstellen zu verm. Caplansg. C. 219. 2697 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Eugen Kauffmann, Alicestraße. 2684 Ein kleines Familienlogis ist im „Russ. Hof" zu vermiethen.____ 2678 Möblirte Zimmer mit und ohne Kabinet zu vermiethen. W. Ferber, Lindenplatz. 2680 Ein Logis, 4 Zimmer, Bleichplatz und alles Zubehör, ist in der Grüuberger- Straße zu vermiethen und bald zu beziehen. Näheres bei W. Krämer.__ 1668 Eine Familienwohnung, per 1. Juni beziehbar, zu vermiethen. Canzleiberg 68. 2443 Zwei schöne Zimmer sind zu vermiethen bei Frau Louife Hanner, Bahn- hofstraße (im Merz'scheu Hause).______ 248a Möblirte Zimmer, aus Wunsch mit Pension, billigst im „Frankfurter Hof". 2620 Zwei ineinandergehende, schöne, möblirte Zimmer zu vermiethen. Heinr. Kiefer, Neuenweg. 2442 «Freundl. möblirte Zimmer sind zuchermiethen mit od. ohne Pension im Hause des Hrn. Otto Schmidt, Seltersweg 66. 2294 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Friedrich Kühne sen., Wallthorstraße. 2530 Familienlogis per 1. Mai zu vermiethen bei Heinr. Möfer, Alicenstraße. 2428 Einen Lagerraum in der Alicen- straße vermiethet Hch. Adami. 2036 Ein sreundl. möbl. Zimmer zu vermiethen in der Uuiversitätsstraße. Näheres bei der Exped. ds. Bl. _ 1939 Ein großes und ein kleines Logis mit Gartenantheil in meinem Vorderhaus zu vermiethen und gleich beziehbar. _____________I. Gg. Unverzagt. 1493 Eine kleine Mansardenwohnung^ 3 Zimmer nebst Zubehör, in der Nähe des Bahnhofs zu vermiethen. Näheres bei der Exped. ds. Bl. Großh. Realschule I. und II. Ordnung zu Gießen. Die Anmeldungen neuer Schüler werden am 13. April von 8—1> und 2—4 Uhr im Schulgebäude entgegengenommen. Die Aufnahmeprüfung findet am 17. April Vormittags von 8 Uhr an statt. Der Unterricht beginnt am 18. April Vormittags 7 Uhr. Gießen, am 10. April 1882. Großherzogliche Realschul-Direktion. 2635 Soldan. Der Alice Verein für Irauenbildung und Erwerb in Gießen eröffnet am 17. April er., Morgens 10 Uhr, sein 8. Semmester mit 1) einem methodischen Cursus im Weißnähen, Anfangsunterricht; 2), einem Euch» im Wäschezuschneiden und Maschinennähen; 3) einem Stickcursus; 4) einer. Schneidecursus; 5) einem Lehrerinnencursus; 6) Buchführung. Anmeldungen zur Theilnahme sind bei einer der beiden Lehrerinnen ober einer der Vorstands-Damen möglichst baldigst zu machen. Gießen, im April 1882. 2566 Der Vorstand. Geschäfts-Eröffnung. Einem werthen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen Bahnhofstraste, im Hause des Herrn Klinkel, vis-ä-vis der Kaplansgasse, »n (Ihre 11-Lager, verbunden mit Uhrmacherei, errichtet habe. Unter Zusicherung promptefic und reeller Bedienung halte mich bestens empfohlen. Hochachtungsvoll 2689 Martin Vogt. Fufibodenlackfarbe in 3 Nuancen, in wenigen Stunden mit schönem Glanz trocknend, Fertige Fufiboden-Wichse, Fertige Parquetboden-Wichse empfiehlt Emil Fischbach. 2073 Ein möbl. Zimmer mit Kabinet per 15. April zu vermiethen. Neustadtz D. 204. Wermischte Anzeigen. 2671 Auskunft über Studentenwohnungen ertheilt Ruckelshausen, Pedell a. D. _________________Schloßgasse 257._______ 2661 Pensionäre oder Pensionärinnen können eintreten. Bei wem? sagt die Exped. ds. Bl. 2676 Für ein Colonialwaaren- und Delicatessen-Geschäst wird ein gewandtes, zuverlässiges Ladeumädehen gesucht. Offerten unter J. 9060 an die Annoncen - Expedition von Haasenstein & Vogler in Hanau- Zwei tüd)t. Maschmenschluffkr gesucht.2663 Georg Nenzcl. 2692 Ein auch zwei Schüler finden gute Pension. Mäusburg D. 8. 2691 Eine Brille (Pince-nez) verloren vom Ludwigsplatz bis zur Aula. Gegen Belohnung abzugeben Schloßgasse 259. 2696 Ein Manschettenknopf von Elfenbein mit Monogramm L. T. verloren. Dem Finder eine gute Belohnung im „Darmstädter Haus". 2695 Eine Kluppe wurde vom Forstgarten bis zur Aula, oder von Letzterer nach der Steinbacher Chaussee verloren. Man bittet, dieselbe gegen Belohnung in der Aula abzugeben. Ziegenfellehen kauft zum höchsten Preis 2688 Georg Schultheis, Marktstr. D. 20. 2686 Einen Jungen sucht in die Lehre Ferv« Nennstiel, Tapezier. Herren- und Damen- ftrnhhitf 0 werden zum Waschen und pH UlJlJ ult Färben angenommen und nach den neuesten Mustern umgeändert Preise lnlligst. 1534 Louis Gail Mäusburg. 2507 Junge Mädchen, welche di- Industrie-Schule in Gießen besuchen rootlen, finden in einer gebildeten Familie ay billige Vergütung gute und freundlich- Aufnahme. Zu erfragen bei der Exped. ds. Bl. 2255 Ein solides, gut empföhle,ie§ Mädchen für Küche und Hausarbeit 5- sucht. Näh, in der Exped. ds. Bl. 2532 Ein Mädchen für Küche Mi» Hausarbeit per 1. Mai gesucht. C. Reiber, Selterswcg 104, Laden. 2603 Ein Lehrling gesucht von Franz Stroh, Schremer. 3 gute Arbeiter finden sofort Beschäftigung bei Friedrich Heuser, 2604 Schneidermeister. , 2611 Ein Ring gefunden. AbzulM Alicestraße E. 103. , "2619 Ein tüchtiger, aufmerksamer, junger Saalkellner wird in ein hlesiger Hotel gesucht. c Näheres in der Exped^ds^vt. 2629 Ein verheiratheter Slrchitrll sucht baldigst Stellung als Zerchnec »1. Buchhalter auf einem Baubuceau ober einem Bauunternehmer. Gefl. Offerten unter L M. 100 an M Exped. ds. Bl. erbeten._________________ ^MilDkutscher 1 gesucht bei Fr. Textor auf der Harfi 2653 Ein oder zwei Schüler, die g der hiesigen höheren Schulen beW wollen, finden in der Familie eines » Lehrers freundliche Aufnahme ur- aründliche Nachhilfe. Auskunft ertheilt die Exped. ds. Bl^ 2659 Ein braves Mädchen, mit gu0 Zeugnissen versehen, gesucht. Zu erfragen in der Exped. ds. Bl. 2683 Ein braver Junge kann f: Bäckerei erlernen. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. 2679 Ein Lehrling gesucht Heinrich Demuth, Schreine^ *#wasa 14/4 A. 8A. Conf., M« Instr. I. Sr.* Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'scben Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch in Gießen. Aires« r Bel Durch Erhebung ber l 5. Juni 1882 Iti Mranziehung * irfp. GemeickM lirjeben Hit Änga und b^Mags fchas/M bezw. M Hler bewirl Nach dem iHntlich wahrhei Von ben (Wplare zugehen Pnngen mit den Für die leit: !. ber Zählb I. des persi Gehülsen werke (F II. ber lanbi Zählboge, 2. bie Oeroer Ritinhaber, Atzte Trieb: ^Anteil hro ei a,v'htüei . .L Ä& solche, äühlboge^ Mittags ”,enn irgend '7'lung bis ^nehmen u . Sei bief( * unb da ■ ’^ltUnaönn • und »litt, ?ies nicht v Kehen fein j ^sbezeichnn Emmern zu Stu «t. 1