.80, .60, .20, 1.70, als Saget meinen Hast Saar» fen, ien- 6,858,070. 1,051,240. 2,054,578. 119,371. 461,141. 2,873,041. juj 36,505. — unb Jils 1881 2047 'b/nsbunf r 1,55 »Et. Mich ein 981 227. t, i». i PwßM". mdiujauiw . fitwen. larftJBjl- fi!« ff« 116 Mwilik. SJBL__ M jemälben, * W»!t' . h-ili-r P«pi klären, was die Kammer beschließt. Der Antragsteller bemerkt weiter, zur Stellung seines Antrags sei er durch die feste Ueberzeugung ver- «nlaßt worben, das die Einführung de? Tabaksmonopols eine schwere Schädigung der ivirihichaftlichen Verhältnisse von ganz Deutschland, insbesondere aber des Großherzvg- ihums Hessen sein würde, wo bekannllich die Tabaksindustrie eine sehr entwickelte sei. Könne auch die Frage des Monopols nickt bei uns entschieden werden, so werde doch das Votum der Kammer ein großes moralisches Gewicht haben. Redner gibt einige Notizen übet die Tabaksindustrie im Lande, speci-ll in Offenbach, Mühlhe-m, Dittes- heim, Groß- und Klein-Steinheim, Auheim, Krotzenburg und Frolchhausen, wo die Arbeiter neben ihrem Feldbau Beschäftigung in den Cigarrensabriken finden Auch dos Steueret trägniß der Tabaksindusteie fei nicht gering anzuschlagen; so tragen z. B. die in Groß-Steinheim bestehenden Fabriken 15 Procent zu den Communalsteuern bei. Auch van der Vertheiiung der Districte, denen für die Folge bei Tabaksbau gestattet sein solle, habe unser Land ein Hell nicht zu erwarten. Nach seinen Erfahrungen im Gefchäftsleben könne das in Aussicht gestellte finanzielle Resultat des Tabaksmonopols nicht annähernd erreicht werden. — Maurer ist für den Antrag Küchler und Genossen. Letzterer wird nunmehr dahin modificirt, den Antrag Böhm, resp. den Aus- schußantrag von der heutigen Tagesordnung abzufetzen. — Abg. Wasserburg ist gegen das Monopol, eine Institution, die man allenfalls einer ganz parlamentarischen Regierung gewähren könne. — Küchler beklagt die übereilte Art der Behandlung dieser eminent wichtigen Frage und empfiehlt seinen Antrag. — Staatsminister Frhr. von Starck erklärt, ein Beschluß des Staatsministeriums in der- vorliegenden Frage fei noch nicht gefaßt, da die dazu nöthigen Erhebungen noch nicht abgeschlossen feien. Wenn auch die Regierung sich erheblicher Bedenken bei Umgestaltung des in Rede stehenden Gewerbebetriebs nicht erwehren könne, so werde doch bei der Instruction ibrer Bevollmächtigten im Bundesrath auch aus das Ergehniß noch anzustellender Erhebungen Rücksicht genommen werden müssen. — Nachdem noch Abg Schröder entschieden gegen das Tabaksmonopol gesprochen, wird der Antrag Küchler und Genossen gegen 18 Stimmen abgelehnt, der Ausschußantrag dagegen mit 23 Stimmen “'W.T'si'T ~^ammer Dertaat sich hieraus auf unbestimmte Zeit, voraussicht- Berlin, 10. Mär, Der permanente Ausschuß des Volkswirthschaftsraths setzte H ute unter Vorsitz des Minister,albirectors Bosse die Debatte über das Tadaks- monopol fort. Die §§ 32, 33, 34, 35 und 36 werden angenommen. Bee den §§ 37 w» ob, betreffend die in Aussicht zu nehmenden Strafbestimmungen, wird eine milde Handhabung empfohlen. Bei dem Eapllel Schluß- und Uebergangsdestimmungen, welches mit s 57 beginnt, bemerkt Schöpplenberg, es sei zu wünschen, daß die Monopolverwaltung, sobald das Monopol Gesetz geworden sei, Alles auf einmal übers "'hm«: und so das Uebergangsstadium beseitigt werde. Von anderer Seite wird auf bte in gewisser Aussicht stehende Zunahme des Schmuggels hingewiesen. Regierungs- Eommissar o. Mayr schließt die Discusston übet diesen Theil mit Anführung von „Zollkuriosa", welche aus die berechtigte Strenge der Zollbeamten zurückzusühren seien. Gegenüber Schöpplenberg bemerkt Herr v. Mayr, daß es unmöglich sei, die Privat- tovnkation mll der Publikation des Gesetzes über das Monopol zu schließen. Ein uebergangsstadium müsse eingehalten werden. Die W 57 und 58, sowie § 50 mit ?'«'.chung des Al. 3 betreffend die Eontrole der Tabakshandlungen und Tabaks- '“"j™. und ebenso § 60 werden angenommen. Zu den §§ 61, 62 und 63 werden li* m*e Aenderungen beantragt. Zunächst wird die Frage aufgeworfen, ob richter- *erf°nen 3“ den Commissionen zugezogen werden sollen. Schöpplenberg will Änderungen in Bezug auf die Abschätzung der Maschinen und sonstigen Gegenstände, ^aarx roiQ nicht den Einkaufspreis, sondern den Tagespreis für die Vorräthe ge= rat' Kochhann meint, man könne ja den Tabak in zollfreie Niederlagen bringen und anderweitig verkaufen. R«g-Comm. v Mayr bemerkt, es seien diese Fragen "um Entwurf eingehend erörtert worden, nicht immer könne die Identität der Waare ““ Ott Faktura festgestellt werden; die Qualität des Tabaks und damit dessen Werth ^".b/nussen, sei nicht gar zu schwer. Redner tritt der, Zuziehung richterlicher Beamten prOtn. Kockhann fragt, ob alle Werkstätten übernommen werden müssen oder 0,1 Commission da verfahren könne, wie sie wolle. Der Reichstag dürfe von der s5"!°°>ung nicht ausgeschlossen werden. Reg.-Commissär v. Mayr betont, daß die ®o'nm,W'on cinc Reichs-Commissson sei, welche in ihren einzelnen Mitgliedern °»n den Landesregierungen ernannt werde. Benach,Heiligungen der Interessen seien a icht zu befürchten, er glaube, der Rechtsweg schädige die Interessenten mehr, als er ihnen nütze. Gras Henckel ist gegen den Rechtsweg; selbst ein Specialgerichtshof würde nicht ausreichen. Wolff meint, würde der Rechtsweg ausgeichlossen, würden die Gegner der Vorlage nur eine neue Handhabe gewinnen; er möchte den Rechtsweg nicht ausdrücklich ausgeschlossen wissen. § 61 wird angenommen, ebenso §§ 62, 63 und 64 § 65 wird mit dem Zusätze, daß auch ine Tabaksbauer in Entschädigung ein- geschlossen werben, angenommen. Zu § 66 macht Natbusins Vorschläge in Betreff der Höhe der Entschädigung, er will d n Fabrikanten 7V-- statt fünffach gewähren, 6 pCt. statt 5 pCt., was ca. 15,000.000 M. mehr ausmacht, den Rohiabakshändlem das Vierfache. Reg.-Comm. v. Mayr führt aus, man müsse den Interessenten gegenüber doch auch an die Allgemeinheit denken; es handle sich nicht um bestimmt erworbene Rechte, denn jeder hätte Concurrenz machen können, es handele sich auch nicht um Privilegien, sondern um die Berücksichtigung thatsächlicher Zustände. Redner exem- plificirt auf andere Vorgänge, auf Einiührung der Gewerbefreiheit, wodurch bestehende Verhältnisse arg geschädigt werden. Der Fabrikant bekomme für mehrere Jahre den Gewinn anOjipirt und ist allen Zufällen enthoben, er räumt auf einmal mit allen Vorräihen, bekommt Entschädigung für den Minderwerth der Gebäude und findet daher den Vorschlag von 5- auf 7>/-fach etwas gar zu weit. Hinsichtlich der gewählten Jahre 1880, 1881 und 1882 habe keinerlei böswillige Absicht bestanden, man könne ja dieser- halb auck einen anderen Modus wählen, auf weitere Jahre zitrückgreisen ober zehn Jahre als fest annehmen und davon nur die schlechtesten ausschließen. Jedenfalls begreife er, daß die Interessenten die Vorschläge als zu niedrige ansähen, es werde jedenfalls keiner kommen, der fagt, es sei zu viel ober genug. Es müsse mit ben thatfäch- lichen G-winnverhältnissen gerechnet, bie Interessenten dürsten weder bereichert, noch die Steuerzahler geschädigt werden. Die eingeschlagene subsidiäre Verthetlung der Ueberschüsse sei sehr bedenklich. Die von Baafe, Wolff, Mewissen, Henckel und Nathusius eingebraebte Resolution in Betreff der Rücksichtnahme auf Hamburg und Bremen sei sachlich richtig, nur könne Aehnliches nicht in's Gesetz aufgenommen werden. In B einen und Hamburg könnten die Fabrikant n ja fortarbeiten; sie würden allerdings den Absatz nach dem Zollverein verlieren Es wäre zu erwägen, ob der Anschluß an bas Monopolgebiet ohne Anschluß an das Zollgebiet möglich sei; das Beste sei allerdings die baldige Einbeziehung in das Monopolgebiet. — Die Debatte wurde nicht beendet, die Sitzung um 4 Uhr auf Sonnabend 11 Uhr vertagt. Berlin, 10. März. Gegenüber der Aufstellung in den „Erläuterungen zum Entwürfe des Tabaksmonopols", wonach die Brutto-Einnahme die Summe von 338 Mill. Jt., der-Netto-Ertrag 165 Mill. M., also bei 45 Mill. Einwohnern 8,62 M. auf den Kopf ergeben würden, giebt der Ausschuß des Vorstandes des Vereins deutscher Tabaksfabrikanten und Händler soeben eine Berechnung, welche die angeblichen ungeheuren Segnungen des Monopols von Neuem in Zweifel stellt. Der Ausschuß versucht in dieser Berechnung den Nachweis, daß laut statistischer Mittheilungen über die bisherigen Ausgaben des Volks für Tabaksfabrikate, die sich durchschnittlich auf etwa 245 Mill. V*. belaufen, das Monopol eine Erhöhnng der Tabaksausgaben um 142 Mill. JL zur Folge haben müßte, was gleichbedeutend sei mit einem Mehrverbrauch an Tabak von über 50 pCt., wobei der Ausschuß allerdings von der nicht ganz zutreffenden Annahme ausgeht, daß die Preise aller Monopolfabrikate Venen der jetzigen Privatfabrikate entsprechen würden. Nach den Voranschlägen sollen die geringem Sorten allerdings nicht vertheuert werden, im Mgemeinen aber tritt durch das Monopol eine sehr wesentliche Vertheuerung, die mit der höhern Qualität sich steigert, ein. Immerhin aber bleibt die Thatsache bestehen, daß die Regierung eher einen großem Verbrauch, besonders an geringem Tabaksfabrikaten, nach Einführung des Monopols glaubt annehmen zu dürfen, als vor derselben, eine Annahme, in die auch wir vor der Hand noch einen ganz entschiedenen Zweifel setzen, denn die Haupteinnahme müssen die Tabakssorten abwerfen , die sich dem Käufer bedeutend theurer als bisher stellen; die Vertheuerung aber hat erfahrungsgemäß immer eine Beschränkung des Verbrauchs zur Folge. Die Berechnung läuft in der Folge auf den Versuch des Nachweises hinaus, daß die angenommene Monopoleinnahme von 338 Mill, ^//.welche somit einen Calculationsfehler von etwa 142 Mill. «X einschließe, aus Tabaksfabrikaten in Deutschland unmöglich zu erzielen sei; sie führt das aus, indem sie die Steuer- und Kaufkraft Deutschlands mit derjenigen von Frankreich, dessen Volkswohlstand einen entschiedenen Vortheil vor Deutschland einräume, von Oesterreich-Ungarn, Italien und England vergleicht. Die Zahlen sind interessant Das reiche' England verwendet auf Tabak 384 Mill. M.t Frankreich 210, Oesterreich-Ungarn 200 und Italien 180 Mill. M. Demgegenüber fft es allerdings geradezu undenkbar, daß Deutschland, welches einen jährlichen^^^Durchschnitts-Arbeitslohn von nur 700 M. gegenüber England mit 1700 M. zahttz etwa so viel wie England und um mehr als 100 Mill, mehr al^rantreich für Tabak aufbringen werde. So verringert sich nach obiger Aufstellung die Einnahme aus dem Monopol auf etwa 242 Mill. was einen Gewinn von nur 93 Mill, .ft gebe. Wird davon nun noch der Ertrag der jetzigen Steuern mit 43 Mill. M. abgezogen, bleibt als eigentliches Plus des Monopols die un Verhältnis; zu der ungeheuren Umwälzung wirk ich bescheidene summe von nur 48 Mill. 1 Die winzige Mehreinnahme, welche diese Sunnne gegenüber der jetzigen Tabakssteuer darstellt, würde aber zehnfach ausgewogen durch die tiefe Schädigung unseres Volkswohlstandes, welche das Monopol nach vielen Setten hin im Gefolge haben würde, so allein schon durch die Verringerung der Steuerkraft, welche durch die Coucurrenz der erwerblos werdenden Tabaksarbetter m andern Erwerbszweigen erzeugt werden würde. sKöln. ZtgA Vorzügliches erwarten. Mehrere Verehrer der Zithermusi!. Frankfurt a. M., 13. März, Nachmittags 2 Uhr — Mm. (TelegrGM Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann tn W Creditactien 2713/», Staatsbahnactien 257'/,, Galizier 250 Oesterr. Silbers —, 4»/0 Ungar. Goldrente 74'/,, 4% 1880er Russen 68’/,, 2. Orient-Anleihe *> 5°/0 Rumänische Rente 87'/z, Lombarden 119. Tendenz geschästslos. Theater. Das seit kurzer Zeit avisirte Characier-Lustspiel Mart« und Magdalenr wi Paul Lindau soll am Mittwoch den 15. März zum Benefiz fürFil. v. Jarzeboniti in Scene gehen. Die Vorzüge dieses Lindau'schm Werkes näher h-rvorzuheben, r>»m wir unterlassen und nur auf den immensen Erfolg hindeutcn, den es an allen THIMI Deutschlands, übersetzt auch in Frankreich, erzielt hat. DassUbe nun hierorts zur »M sührung zu bringen, ist specielles Bemühen des Fräulein v. Jsrzebowska. Sie vchl es in der Erwartung zu ihrem Benefiz, um dem Publikum etwas Gutes und Gedregas zu bieten, von einem Autor, mit dem sich unsere moderne Literatur starr beschofW Möge ihr Lindaus Cbaractergemälde ein volles Haus eintragen. Handel, und Verkehr. Frankfurt, 11. März. Auf dem heutigen Markt- kostete der Sentner £ je nach Qualität X 3.50-4 80, Stroh X 3.20-3 50 Eier das ßunbert x 5|(M« Ochsenfleisch das Pfund 65-70 4, Kuh- und Rindfleisch 45 -55>4, KalbfleM bis 55 4, Hammelfleisch 40—53 4, Schweinefleiich 65—75 4, 1 £>ot)n X_l-70 - 1 ©ubn V 1.50-2.50. 1 Poularde 0 00-0.00, 1 Gans X 0.00-0.00,. 1 Sj 50-60 X Reh per Pfund 00 4, 1 Hast X 0^0-0-00^ Butter 1 Qual, im D « X 1.30, 2. Qualität X 1.10, Handkäs 45-50 4 das Pfund, Kartoffeln das M» X 4.50-7 00, Kopfsalat 15-18 4, gelbe Rüben das G-bund 7-12, Romain« 10—20 4, Rettig das Stück 5—10 4, Sellerie der Kops 10-20 4, Blumenkohl R« 70 4, Wirsing 8-15 4, Weifikraut 15—30 4 das Stück, Rothkraut 20-40 4,®* 1' kraut 10 4, Kohlrabi 0-0 4, Endivien 00-00, Zwiebel 7-9 4 das Pfund. Grünberg, 11. März. (Frachtpreise vom 11. März.) Wetzen X 24* Korn X 20.26, Gerste x 17 36, Hafer X 16 80, Erbsen X 22.00, Lein X (®* Samen X 00.00, Kartoffeln X 00.00, Wicken X 17.50. Oesterreich. Wien, 11 März. Officiell. Die Truppen besetzten am 9. ds. Dzepe ohne auf den Gegner zu stoßen. - Von Insurgenten wurde versucht, nut dem Stations-Commanvo zu Konftca zu unterhandeln. Dieselben zogen sich m kleineren Gruppen in die Gegend von Rakitnika zurück. — einem .ßatrouiUeiv Gefechte am 8. ds. in der Nähe von Gorazda bei Smiaki an der Mmwung des Oalecevo-Baches sind 3 Mann gefallen. . .. — Uebereinstimmenden Meldungen hiesiger Zeitungen zufolge wäre die ganze Crivoscie nunmehr unterworfen. Die Insurgenten seien in wilder Flucht in der Richtung auf Montenegro zurückgeworfen worden. Zara, 11. März. Wie „Narodni tifti" meldet, haben die Truppen mit geringen Verlusten Dragalj besetzt. Rußland. Petersburg, 11. März. Den im Trigonja-Processe Vernrthellten ist am 9 ds durch den Senator Belostotzky in Gegenwart der Vertheidiger das llrtheil in envglltiger Form verkündet worden. Die Mehrzahl der zum Tode Verurtheilten beabsichtigt, durch ihre Vertheidiger ein Gnadengesuch bet dem Kaiser einzureichen. — Zur Feier des Geburtstages des Kaisers sand gestern Vormittag in Gatschina die Auffahrt sämmtlicher Minister, der Generalität und der hohen Würdenträter statt. Die Mitglieder der kaiserlichen Famllie waren vollzählig erschienen Nach der Gratulation fand ein Dejeuner statt, an welchem 500 Personen theilnahmen; Abends war Familientafel. Die Stadt prangte in festlichem Schmucke. — Der Gouverneur von Jekaterinoslaw Durnowo ist zum Gehilfen des Ministers des Innern ernannt worden. Seröien. Belgrad. 11 März. Die Minister und Abgeordneten leisteten heute dem König den Eid der Treue. Der Kömg erließ eine ausgedehnte Amnestie. Türkei. Konstantinopel. 10. März. Die Mitglieder der außerordentlicheu vreusiifcben Gesandtschast begleiteten den Sultan heute auf dem Ritt nach der Mosch? Morgen wir^ ein Ausflug zu Pferde nach Belgrad am Bosporus unternommen werden. Afrika. Tunis 11 März Ein Trupp südtunesischer Insurgenten, etwa 1000 Mann stark, unternahm unweit Eldjem einen Angriff auf eine französisch Recognoseirungs-Abtheilung, wurde aber zuruckgeschlagen. Die Insurgenten ließen etwa 10 Todte auf dem Platze und nahmen ihre Verwundeten mit sich fort. Gerüchtweise verlautet, daß die Insurgenten Alt Ben Khaltfa zum -oey proklamirt hätten. Fliegende Colonnen sollen sich von Gasfa und Gabes nach der Grenze von Tripolis begeben. Berlin 11 März. Abgeordnetenhaus. Berathung des Cultusetats. ; Frhr. v. Fürth bringt die Festschrift der Universität Halle zur Sprach, worm, die katholische Kirche beleidigt werde. Der Cultusmtmster erwidert, dre Schrift; liebe eine Parallele zwischen Erasmus und Döllinger, um nachzuweifen, daß die katdolifche Kirche zu Zeiten Männer wie Erasmus ertragen, heute aber nicht mch? Lftne Stellen enthielten allerdings eine herbe Stattt, barau. aber, sowie aus dem ganzen Inhalt sei auf eme beleidigende Absicht gegen die katholische Kirche nicht zu schließen. Windihvrft vor angt Trennung der Medicinal-Abtheilung vom Cultusministerium, Wiederherstellung der katholsichen Abtheilung eventnell Ernennung eines besondern katholischen Cultusmmisters. Minifter v. Goßler erwidert, die Trennung der Medicrnal-ckbtheilung sei wiederholt vom Ministerium berathen worden, man sei aber immer bei der letzigen Einrichtung geblieben. Ueber die Wiederherstellung der tatholischen Abiheilung könne er sich nicht bindend äußern. In längerer Debatte wurden sodann noch Beschwerden über Maßregelung von Lehrern wegen liberalen Wählens und ihres kirchlichen Verhallens, sowie Wünsche, betr. emes Unternchtsraths und ».WH»* «w* *» Berathung der Monopolvorlage nnd genehmigte mit 16 gegen 9 Stimmen das ganze Gesetz mit mehreren Aenderungen und einer die Rücksichtnahme auf । Bremen und Hamburg empfehlende Resolution. Posen, 11. März. In dein Soeialistenprocesse gegen Mendelssohn und Genossen hat die königliche Staatsanwaltschaft die eingelegte Revision zurückgezogen. Von den Verurthellten haben nur Truszkowski und Janiszewski Revision eingelegt. . München. 11. März. Die Kammer der Reichsräche beriet!) heute über den Beschluß der Abgeordnetenkammer gegen die Einführung des Tabaksmonopols. Der Berichterstatter Graf Lerchenfeld führte aus, daß er das Monopol für die richtigste Belastungsart halte, das Gesetz vom Jahre 1879 erscheine aber noch nicht durchgeführt, auch vermisse er m dem Entwurf die Bestimmung , daß die Beaufsichtigung der Fabriken in Bayern durch die bayerische Regierung erfolgen solle; er bitte daher, das Monopol „für M als unerwünscht zu erklären. Der vormalige Minister des Auswärtigen, v Pftetzschner, sprach sich für das Monopol aus, erklärte aber, daß er gegen beide Anträge stimmen werde, weil der Gesetzentwurf über das Wtonopol bem Bundesrath noch nicht vorliege. Graf Ortenberg sprach sich gleichfalls für das Monopol aus Der Finanzminister erklärte, ber Gesetzentwurf über bas Tabaks Monopol sei noch nicht an ben Bunbesrath gelangt, er sei batet Nicht m der Lage, sich heute definitiv darüber zu äußern. Schließlich wurde der Antrag des Ilbgeord- netenhauses, den König zu bitten, daß er die Vertreter Bayerns un Bundesrath anweise, gegen die Einführung des Monopols zu flimmert, mit 32 gegen 12 Stimmen abgelehnt. Für den Antrag stimmten u. A. die Prinzen Luitpold, Ludwig und Ludwig Ferdinand, gegen denselben Prinz Leopold. Hamburg, 11. März. Die „Hamb. Börsenhalle" schreibt: Die Nachricht daß der Dampfer des Norddeutschen Lloyd, „Hermami", mit gebrochener Schraube in New-York angekommen sei, scheint sich auf den Dampfer „Hermann" der White-Croß-Linie zu beziehen. Der Lloyddampfer „Hermann befindet sich augenblicklich auf der Reife nach Baltimore und wird dort heute over morgen erwartet. Lokale». Gictzcn, 12. März. Am 9. d. Mts. tagte bierfelbft eine Versammlung ber in ben hiesigen Tabaks- und C garrei-sab-iten und Tabaks- und Cigarren-Eng'oshand- lungen als Commis beschäftigten Hanblungsg-H Isen, um auch ihr-rfeits bte Mittel uni ffiege zu besprechest, weiche zu einer mnksamen Kundgebung unb Wahrung Ihrer BetuZ- intereffcn gegenüber ber von ber Retchsregterung beabsichtigten Einführung bes TabakS- monopols einzufchlag-n sun möchten. Nachdem ber durch AccUmstion gemähtte Vorsitzende, Herr Edmund Wettet, bie bekannte Monopotvorlage d leucht t hatte, ging Herr H. Lux spectell auf bit Schädigungen ein, welche mit Einführung bis Monopols in erster Linie für die kauf männlichen Hilisktäfie der Tabaks- und C gacrenbranche, sodann mittelbar aber auh für bie ber anderen Branchen unausbleiblich sein würden. Er hob n Bezug auf ein eie zu-ächu hervor, welche empfindliche Beemtrachtz gung ihrer ganzen Zukunft dadurch bevotsiände, bah ihnen mit einem Schlage d« Möglichkeit benommen würde, in ber Branche, welcher sie mit berechtigten Hoffnung!, jahrelang ihre Klüfte gewidmet, m welcher sie die Basis für ihre Zukunst zu gewimm meinten, jemals das erstrebte Ziel, die Selbiistänbigkeit zu erreichen, wie sie baburi ihres schönsten Lohnes für oft laug s, mühsames Sirenen verlustig gingen. Uni« Hinweis darauf, daß man im deutschen Reiche ca. 15000 größere und kleinere ftabrit; betriebe, ca. 80d0 Handlungen, w iche ausschließlich Handel mit Tabak und Cigarm h.tieiben zähle, schildert er die traurige Lage, in welche bie vielen Tausende duck beschäftigter Kaufleute durch ben hei Eiuiüh nng des Monopols unausbleiblichen Verlust ihrer Stellung geratben müßten, nachdem an Stellenfuchenden aller Branchen ohnehil schon liingst großer Uebeifluß, au Unterkommen aber Mangel herrsche; welche na* teieiltge mibaltenbe Rückwirkung durch den Zufluß so vieler Tausende auf die Berufs- genossen in ankeren Branchen hervorgerufen unb welch unerträgliche, verderblich! (S'.oncurren^ anderen gesunden Erwerb^zweigtn ei wachsen würde; wie dürftig ferner d r von Manchen gehegte T>ou sei, beim Monopol entsprechende Anstellung zu erhaiteii. da die Verwaltung voraussichtlich gleich anderen Monopolstaaten in erster Linie inoalifi resp. pensionirte Militärs berücksichtigen wüide. In Anbetracht dieser trüben Perspective erschien cs der Versammlung Nicht angezeigt, dem Verlaus der Dinge ruhig zu-usehen unb wurde einmüthig befchlossni, eine thatkrästige Agitation gegen das Monopol einzuleiten und mit einem vom Pi misorischen ComNö verfaßten Aufruf an sämmtliche beteiligte Kreise zu beginnen, worin u A um rasche Bildung von Comitös in ben von ber drohenben Maßregel berühfiit. Gegenden eisucht wird, deren Endzweck es sein solle, eine mit Unterschrstten belegti gemeinsame Petition der in der Tabaks- unb Cigarren-Branche beschäftigten kuui- männischen Hilfskräfte rechtzeitig an ben Reichstag gelangen zu lassen. — Es würbe*, hieraus in das definitive Comitö gewählt bie Herren! Edm. Wetter (Vorsitzender), Hans Lux (Stellvertreter des Vorsitzenden), I. Jung (Schriftführer), H. Pein iCasster). F. W. Köser, Karl Kormann und Otto Kehm. Möchte dieses so sehr berechtigte Vorhaben in allen beteiligten greifen in * Hinsicht kräftige Unterstützung finden und insbesondere bie Presse ihre mächtige Hch demselben angebehen lassen. . .... Gietze«, 13. März. (Das Concert des Grafen Z i ch p am 12. Marz.j Siels Wohlthätigkeits-Concert. bas bereits in diesem Blatte genügende Ankündigung gefuubti, wurde in liebenswürdigster Weise vom hiesigen academrschen Gesangverein unter Leitung des Herrn Musidirectors Felchner durch mehrere gemischte Chorge;änge (von Mendelssohn, Niels- G ade u. a.) eröffnet und unterltützt, sowie nicht nrnta vermannigfaltigt durch Leistungen auswärtiger und einheimischer Kunstbefl.sstim, Graf Zichy bewies durch sein virtuosenhaftes Spiel, was wahre Inspiration für dir Kunst vermag, die, wie hier, im Bunde mit einem edlen Zwecke,, wahrhaft hinreißend und bezaubernd wirkte. In ber B a ch'schen „Chaconne", vom Grafen Zichy arrangit unb vorgetragen, sowie in dem paraphrastrten Schuber t'fchcn Liede „Du bgt bie Ruh" und in einem selbst componirten „Bachanale" konnte man, in Folge des ftro fischen, einzig in feiner Art dastehenden Virtuosenthurns des einarmigen Mannes tat ba§ Fehlen einer rechten brand vermissen, ja, was noch viel mehr ist, man beite in dem großartigen Styl des Vortrags entschieden den Schüler des Meisters Frei, Liszt Endloser Beifall und lautes Rufen des Publikums gab den großen Effect funb. Frau Schrattenholz-Schneider aus Bonn brachte in der Arie aus Cb«,, sowie in einem von Gras Zichy componirten Liede „Es war tm duftenden SBulr unb in einem Schuman u'fchen L ebe vortreffliche (Stimmmittel zu Geltung und Anerkennung. Fräulein L a n g § b o rf f von hier erntete reichsten Beifall buch warmempfundenes ausdrucksvolles Sinnen einer von dem verstorbenen LiedercomponNe» Pfarrer Müller in Staden gedichteten Concert-Arie. Müller ein naher Verw-wdiir ber Sängerin, hat in biefer Arie einem classischen Gedichte Göthe's wahrhaft clasftschtn Gesangsaiisdruck verliehen. Man erkennt in biefer anmuthigen Composition fofort Spuren ber Haybn-Mozart'schen Schule, Grunbes genug, um berartigen Liebern blti- benben Werth zu geben. Auch bie anberen Lieder von Fräulein Langsdorfs «urbie durchaus günftta ausgenommen. Professor Co ßm ann's Cello-Spiel in Boccheritns Adagio und Allegro", sowie die anderen Piecen bewährten seine bekannten (Sigau schäften, markige Gediegenheit ber künstlerischen Ausführung, sowie burchaus seelenockki Ausbruck des Spieles. Rauschenber Beifall würbe auch ihm zu Theil. — Staufenberg, 13. März. Am 10. b. Mts. wurde ber Diestknecht fflilita Sommer dahier in ber Wohnung seines Dienstherr« erhängt aufgefunben unb ist >* sss S*-91J ’^abesttil !1"°d $J >P«M -'w- für biefc ,tteIi« Idei tz ®<'inttöt '"'m 6il0gi; Ä"6«ffn»? Mt j«en,in; XR®' Ut b.tei"ettÄ* »' m 6ig® >n Jaufnibe h Eidlich,«Ich Srante« ojni: n®e; wrt^gj “ »nf die $m; 9ll®t. veidchtz ®it bürftij f(lB Iteüung ju (ijjij, erster Linie »E, ?ttfamni!it( M mWtz iiiWm einem «,« i beginnen, rni 'n®el 6,tiin ttridjrfttn Miji ckchWgtm tii\ «. - §s mirir •r iBorsitzmberl h«r>, H.P« n totn -In st ihre wichtig! tz Mir|.] W ünbigung geiick »rein unter Siiti Siorgziingi (i [offlie nicht tro er KunstbWu. Jnipiraton fürs« «i-rh-ft hiemijs m Zich? «riet Siebe ,$« hüte in Folge bei \v- igtn Mmnei kn ehr ist, mm !- z MM Fr ni iö6«i 6ff*tl kM • »Itie ans buftenben SBÄ* itttl in GeM liten $M ntiebertomiwi3 ««her SßewtlK wchrhüt el'W Compositi» artig« 8»«»^ ingsbirft’®’ ne belannW W dmchwsM'"^ '0' ,t,>h?n. lvM TnÄw®t’u •® a' r, (StbitC® SÄ* ssZ S-JS ziitf^L-J auf vor rmberaumt. Allen Personen, welche eme zur Konkursmasse gehörige Sache in Besetz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dein Besitz der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 31. d. M. Anzeige zu machen. n.}798 Das Großh. Amtsgericht Lich. Langermann. Mittwoch den 5. April 1882, Vormittags 9 Uhr, - bem unterzeichneten Gericht Termin Konkursverfahren. lieber das Vermögen der Heinrich Kuhlmanns CSMeutc von Muschenheim werd heute. am 8 Mar) 1882, Vormittags 11 Uhr, das Kon kursverfahren eröffnet. < Der Großh. Ortsgertchts-Vorst her Roth von Muschenherm wird zunr Konkursverwalter ernannt Konkursforderungen sind b,S zum 31. März 1882 bei dein Gericht anzu- ^^Es"wird zur Beschlußfassung über die Lahl eL anderen Verwalters, sowie über die Bestellung emes Gau- biqerausfchuffes, eintretenden ^alls uber die in S 120 der Konkursordnung be-eicbneten Gegenstände und zur PZng der angemeldeten Forderungen Holzvcrstcigerung 7 16 mit mit 67 mit .11 empfiehlt Friseur. 1827 Wallthorstraße. 1802 Müller. 1823 Seltersweg C. 59. 1742 Müller. 1813 Marktstraße. 1685 oo 1829 93 45 135 Karl Hensel, Wallthorstraße. Gettzler, Großh. Gerichtsvollzieher. Dienstag den 4. April, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht die Hosraithe des Johann Joses Wols dahier Flur 39 182’/,0(1, 1475 Mir. Grabgarten " links des Wiesecker Wegs, rechts der Chaussee, Flur 39 1825/i0o, 681 Mir. Hosraithe das., meistbietend versteigert werden. Gießen den 13. Mär; 1882. Großh. Ortsgericht. 29,88 Fstmtr., Stamme Nadel-Bauholz 22,11 Fstm., Stänime Buchen-Werkholz 7,49 Fstm., Stück Eichen-Derbstangen, „ Buchen- „ „ Nadel- „ Ieikgeöotenes. 1797 Alle Sorten Klee- und Gras-Zaamen Kasseler Pferdeloose ß per Stück 3 bei Julius Wallach. Wiederverkäufer erhalten angemess. Rabatt. Dienstag den 14. März, Morgens 10 Uhr, lasse ich freiwillig versteigern: 1 Pferd, 1 Kuh, 1 zweijährigen Stier, Wagen, Pflug und Egge. Grüningen, den 8. März 1882. 1730 Jakob Fay II, Wittwe. 1842 Prima Hafer, Gerste, Erbsen und Wicken billigst bei Gießen.L. Sus». Holz, 8450 Wellen Buchen-Reisholz, 129 Rintr. Buchen-u.Eichen-Stockholz. Samstag den 18 d Mts-: 90 (Stämme Eichen - Bauholz 1686 Alle Sorten Klee-Saamen, beste Qualität, seidenfrei, sowie Gras Sacnnen empfiehlt billigst . „ Wilh. Seibert, Marktstr. 1300 „ „ Reisstangen. Bemerkt wird, daß das Bau- und Werkholz Vormittags, und Nachmittags Durchforstungswellen zur Versteigerung kommen. , , ^08 Die Zusammenkunft ist oberhalb Fünfhausen. Beuern, den 10. März 1882. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Ranft. Gute Hardtfteine Schrätteln (kleineSteine zu Rieselkanälen) sind preiswürdig zu haben bei 1814 A. Schultheis jun. Seltersweg 10. Schutt nnentgelvlich. Beste Abfahrt. Holz-Versteigerung. Freitag den 17. und Samstag den 18. ds. MtS., jedesmal Morgens von 9 Uhr an, sollen in dem Beuerner Gemeindewald, District Heegwald rc., folgende Holz- sortimente versteigert werden. Freitag den 17 ds. Mts.: 257 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 277 „ Buchen- u. Eichen-Prügel- prima 8aa Hafer offerirt Joseph Her», 1599 Bahnhofstr. 126. 2. Nachmittags von 1 Uhr an: 16 nn Buchen-Knüppel, 3800 Buchen-Durchforstungswellen 1. Qualität. 1700 Eichen- u. Nadel-Durchforstungswellen, 7 rm Buchen-Stockholz. Die Zusammenkunft ist am Hattenröder Weg vor dem Wald, der An- Häckselmaschinen, beste Construction, liefert unter Garantre Karl Hensel, t Lilian esc, das bekannte kosmetische Schönheitsmittel, dient zur Entfernung aller Hautunreimg- kciten, & Fl. 3 M., halbe Fl. M. 1,50. Orientalisches Enthaarungsmittel, a Fl. M. 2,50, zur Beseitigung der das Gesicht entstellenden Haare binnen 15 Minuten B. der bei Damen vorkommenden Bartspuren, zusammengewachsenen Augenbrauen, des zu wett ms Gestcht gehenden Haarwuchses, ohne ,eden Nachthell für die Haut. Erfinder Rothe u. Co., Berlin. Niederlage in Gießen bei C. F. Conrad, fang im Eichwald. Lich, den 8. März 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Walz. Damen-Confectio« in den neuesten Fayons, größte Auswahl und zu den billigsten Preisen, 1804 empfiehlt F. Holberg, Kirchenplatz. Au verkaufen. Ein Haus in Frankfurt a. M., worin seit vielen Fahren ein Colouialwaaren- geschüst mit bestem Erfolg betrieben rourbe, ist wegen vorgerückten Sllters des Eigenthümers unter günstigen Bedingungen zu verlausen durch 1Hd0 •1 e MlltZ« Bratbückinge ,Weia!g Zur Saison empfiehlt sämmtliche Neuheiten in Knöpfen, Perlborden, Franzen, Spitzen (spanische in großer Auswahl), Schließen, Quasten, Bänder rc. zu billigen Preisen Robert Haas, 1700 Donnerstag den 16. März d. I. werden in den Waldungen der Stadt Lich in den Distrikten Eichwald und Langenbuchen versteigert: 1. Vormittags von 9 Uhr an: 167 Eichen-Stämme = 26,54 fm, 181 Eichen-Stangen — 12,42 fm. Nadel- „ = —,67 „ 4 Nadel- „ = —,22 „ Mittwoch den 15 L Ms., Nachmittags 2 Uhr, werden beiGastwirth Flett dahier offent- lich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert : 1 Pferd, 1 Chaise, 1 Droschke. Gießen, den 8. März 1882. Bühner, 1837 Großh. Gerichtsvollzieher. Sämereien empfiehlt billigst Th. LOOS, Neuenweg 128. Confirmanden-Anzüge, Herren-Anzüge, einzelne Hosen, Hosen und Westen, Joppen und Säckchen empfiehlt in großer Auswahl billig Franks. Waaren-Bazar, 17 Schulstraße 17, 1713 neben der Exped. d. Gießener Anzeigers. Saatkartoffeln Champion, Imperator, Gelbe Rosen, Daber'sche, 100 Kilo 6 Mark incl. Säcke. Gutsverwaltung Friedelhausen, 1810 Post Lollar.__________ Großblühende Fencees, gefüllte Maasliebchen, Epheu und schöne Nelkenpflanzen empfieht Friedrich Georg, norm. C. Deines, 1819__________Gartfel d.___________ Fossboden-Aostrich. Fußbodenlack, sofort trocknend, Leinölstceativ zum Einölen, Oeb färben, alle Sorten, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden, esnpfiehlt 1337 Gnnl Fischbach. 1469 Zwei neue Zimmerthüren mit Futter, sowie zwei Fensterladen und zwei Fensterfutter zu ^kaufen. Gartengeräthschaften, als Spaten, Hacken, Rechen, Wegschaufeln rc. rc., empfiehlt zu billigen Preisen Wilhelm Seibert, efrühiahr- und SommerlW, passende Besätze, SSen,”oempHti P 1805 F-JEIolberg, Kirchenplah. Auster kttttf*» Wegen Aufgabe — 2«^ und Berkcmf mAnes Hauses verkaufe ich meine vorrathlgen ^»aar , c, , herabgesetzten Preisen. «»p-»»>er. Versteigerung. Freitag de« 17. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Hause der Frau Dr. Ko hl er die zum Nachlaß des Philipp August Scherer gehörenden Mobilien^ bestehend in Bett- und Weißzeug, Blöbeln und sonstigem Haus- und Küchengerathe, versteigert werden. Gießen, den 13. Marz 1882. Großh. Ortsgertcht. 1820 ___Liideking^ Dienstag den 25. April, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht die Hosratthe des Heinrich Wilhelm Stiehl dahier Flur 25 74 ^/iooo, 231 Mtr. Wohnhaus und Hofraum an der Chaussee auf die Warthe, Flur 25 74M/ir,oo, 288 Mtr. Grabgarten daselbst, meistbietend versteigert «erden. Gießen, den 13. März 1882. Großh. Ortgertcht. Die am 8. und 9. März in,dem Stadtwald zu Hungen abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und können die Abfuhrscheine vom 16. März an bei Großh. Bürgermeisterei Hungen in Empfang genommen werden. Hungen, den 11. März 1882. Großh. Bürgermeisterei Hungen. 1822 B ender.___________ Holz-Versteigerung. Freitag den 11. ds. Mts, Vormittags von 9 Uhr an, soll im hiesigen Gemeindewald, District Pfaffenstrauch, versteigert werden: 148 Nadel-Stamme mit 40,32 Fstm., 276 „ Stangen „ 18,24 „ 45,6 Rintr. Nadel-Scheitholz, 18 „ Eichen-Knüppel, 266,8 „ Nadel- „ 3630 Eichen- und Nadel-Wellen Reish. 42,3 Rmtr. Nadel-Stockholz. Die Zusammenkunft ist bei der Holzmühle. Lollar, den 11. März 1882. Großh. Bürgermeisterei Lollar. 1807________Fuchs.___________ Donnerstag den 16. März, Nachmittags 2 Uhr, und die folgenden Tage werden in der Wohnung der Frau Assessor Pilger im Hause des Herrn vr. Taschs am Seltersweg dahier nachverzeichnete entbehrlich gewordene Hausmöbel freiwillig gegen Baarzahlung versteigert : 1 Ottomane, 1 Glachchrank, 1 Schreib- iecretär/ Commoden, 1 Kleider- und 1 Küchenschrank, 1 runder Tisch und andere Tische, Spiegel darunter 2 ovale mit Goldrahmen, Stühle, Bettstellen und Bettwerk, 1 goldne Taschenuhr, 1 Partie Herrenkleider, Weißzeug und verschiedene andere Haushaltungs- gegenständc. , , Bemerkt wird, daß sämmtliche Möbel sehr gut gehalten sind und am ersten Versteigerungstag besichtigt werden können. Meßen, den 11. März 1882. I. A. 1772______________Müller. Dienstag den 14. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollinderFlett'schen Hosraithedahier ein Stoßtarren versteigert werden. Gießen, den 13. März 1882. Zur Confirmation empfehle rem wollene -oppeltbreite Cachemm von «M. 1.70 den Meter bis zu den feinsten. 1803____________JF» Hotberg, Kirchenplsh. Für die Saison. 1831 Bringe mein Lager in Kinderwagen (neueste Sorten), ebenso meine Reiseartikeln, Polstermöbeln und Tapeten in empfehlende Erinnerung. Willi. Friebel, Sattler und Tapezier, ____________________________Bahnhofstraße 123. Schwarzen Cachemire Qualitäten, doppel- breite Waorc, von 2 per Meter an, sowie ächte Lyoner Seidenzeuge «.» Seiden- sammele empfiehlt 1727 J. Ch. Retter. Bedeutendes Ersparnis! Vollständiger Ersatz des Caffees! 1372 Das an Qualität und Billigkeit noch nicht übertroffene Patemt-Caffee-Surrogat Deutsches Reichspatent Nr. 13070 fabricirt von G. A. Grote 8» Co. in Freudenberg b. Siegen wird dem Publicum bestens empfohlen. Aerzte und chemische Sachverständige empfehlen dasselbe angelegentlichst. General-Agentur uno Lager bei Herrn J. Grg. Schroeder in Darmstadt. Niederlagen in Gießen bei Herrn H. Wallach, Gebe- Windecker, Fritz Flimm- H. Moog in Büdingen- H- Köhler XI. in Langsdorf Gg Groß in Friedberg Wermielyungen. 1799 West-Anlage, im sog. Möhl'schen Garten, ein unmöbl. Zimmer zu vermicthcn. 1832 Zwei geräumige, unmöbl. Zimmer sind zu vermiethen in der Frankfurter- straße, nahe bei dem Bahnhof. Von wem? sagt die Exped. ds. Bl. 1836 Der seither von Friseur Reuter, Kaplansgasse, innegehabtc Laden mit Logis ist per 1. Juli zu vermiethen. ____________Frau Wslle. 1815 Ein möbl. Zimmer mit Kabinet, mit oder ohne Pension, zu vermiethen. ______________________Markt B. 32. 1818 Zwei gut möbl. Zimmer in der Nähe der Klinik sofort zu vermiethen. Näheres in der Exped. ds. Bl. 50 Zimmer mit Cabinct und Küche an anständige Leute zu vermiethen im _________________„Darmstädter Haus". 1768 Ein sreundl. Zimmer mit Bett zu vermiethen. Wetzsteingasse A. 33. 1756 Ein kleines Familienlogis und ein möbl. Stübchen zu vermiethen. Friebel, Sandgasse. 610 Ein freundl. Zimmer ohne Möbel an eine stille Person zu vermiethen bei Ang. Krüll, Selterswcg. 1499 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. _____________________Ederstraßc 114s/m. 1532 Mehrere schöne Logis von 3 bis 8 Zimmer und allem Zubehör, in bester Lage, sowie einzelne schöne Zimmer, in der Nähe der Aula und Klinik, sind zu vermiethen. Näheres bei W. Krämer, Bleichstraße. 1682 Anständige Arbeiter können Schlafstelle erhalten Kaplansgasse C. 219. 1681 Zwei neuhergerichtete Familicn- logis zu vermiethen. I. Becker, Wallthor 147. 1116 Ein Parterrezimmer, seither als Cigarrenlager benutzt, ist anderweit zu vermiethen. C. 224. 1690 Ein möbl. Zimmer mit Kabinet. Gartfeld, bei S tu ck r a t h. 1672 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. 1272 Scheuer resp. Lagerraum in der Brandgasse per 1. Mai zu vermiethen. Otto Kempff. Vermischte Anzeigen. 1838 Tüchtige Arbeiterinnen finden dauernde Beschäftigung im Weißwaarcn- geschäft von M. Kann, Lindenplatz. Anfertigung 1821 Ein Acker, etwa 1 Morgen groß, wird zu pachten, event. zu kaufen gewünscht'. Von wem? sagt die Exped. ds. Bl. q I. B. Spiegel & Frau. B DQoaooooa 000000000 ooaooooooaaoDödaaa § Geburts-Anzeige. g Durch die glückliche Geburt eines O O gesunden und kräftigen Knaben O a wurden hoch erfreut G |s| Gießen, 11. März 1882. 1841 Q 1710 Der 2. Stock meines Hauses, ganz oder getrennt, zu vermiethen nebst Gartenantheil. Karl Heil, Schützenstr. 1605 Möbl. Zimmer mit Kabinet und unmöbl. Zimmer mit Kabinet zu ver- miethen. Gartenstraße 165*. 1493 Eine kleine Mansardenwohnung, 3 Zimmer nebst Zubehör, in der Nähe des Bahnhofs zu vermiethen. Näheres bei der Exped. ds. Bl. 1486 Ein gut möbl. Zimmer zu vermiethen. Wolkengasse C. 941 1388 Der 2. Stock meines Hauses — Bahnhofstraße 93° — ist per Mai zu ver- miethen. _______Or. Kübel. 1483 Kleines Logis zu vermiethen. Adolf Hotz, Schützenstraße. 1271 Die obere Etage meines Hauses ist per 1. Mai zu vermiethen. Otto Kempff. 1120 Ein Familienlogis (6 Zimmer nebst Zubehör) per l.Mai zu vermiethen. H. Marcus, Reichensand 224. ckLiin Junge, der die Bäckerei erlernen will, wird gesucht. 1826 Bäcker Steinberger. Verloren eine angef. Stickerei auf Atlas mit gelber Seide, auf dem Weg vom Lindenplatz Wallthorstraße nach der Nordanlage Der Finder wird um gef. Rückgabe an die Exped. ds. Bl. ersucht. 1828 von Damen und Kinder-Confectwn innerhalb drei Tagen jedes beliebige Faoons empfiehlt 1806 Stolberg*, Kirchenplstz. VolKsbilöungs- und Gewerbeverein. Dienstag den 14. März, Abends 8 Uhr, im Cafe Schwinn: Vortrag des Herrn Prof. Dr. Gareis über „das Jnnungswesen". 1812_____________________________ Der Vorstand._______ Evangelische Gemeindevertretung. 1783 Die geehrten Mitglieder der Gemeindevertretung lade ich hierdurch ergebenst ein zu einer freien Versammlung, die am Dienstag den 14. März d. I., Abends 8 Uhr, im Cafö Ebel «Herrn Gastwirth Balzer) stattfinden soll. Hauptgegenstand der Besprechung wird sein: Die Bibel in Kirche, Schule und Haus. Gießen, den 11. März 1882. _____________________________________________Dr, Naumann, Pfarrer. Hatulelsver ein» Generalversammlung Dienstag den 14,. März, Abends 8 Uhr, im Cafe Ebel. 1731 Vortrag des Herrn Dr. Engelmann über Verstaatlichung der Eisenbahnen in Verbindung mit der Tariffrage. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt.________________Der Vorstand. Fandwirth. Lokal-Verein Giessen. Besichtigung deS landwirthschastlichen Instituts im neuen Univerfttätsgebände Sonntag den 19. März, Nachmittags 5 Uhr. 1825 Meine Wohnung nebst Geschäftslocal befindet sieh von heute an in dem Nebendanse des Herrn Prof. Dr. v. Hlipstein, Frankfurterstraße 4,. W. Klöpper 1833 billigst besorgt wird. Treppinger. ■ 1824 Klinik aus statt. 1755 Ein Junge kann in die Lehre treten bei I. Benner, Schuhmacher. 1817 Einem geschätzten Publikum zur gefälligen Nachricht, daß ich von heute an die früher Bärrn'sche Bleiche übernommen habe. Ich halte solche bestens empfohlen, gleichwie auch Wäsche zum Bügeln, übernommen und 1811 Ein gut empfohlenes Hausmädchen sucht Frau Minna Klingspor, Nord-Anlage 115b. Militär-Handschuhe werden billig und schnell gewaschen bei Frau Seitz, Kirchenplatz A. 22. Statt besonderer Anzeige den Bekannten und Freunden des Kamin- feger-Gehülfen Hermann Mönch zur Nachricht, daß derselbe nach kurzem Leiden verschieden ist. Franz Nebl. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 1/26 Uhr von der Gute Pension finden Knaben oder Mädchen in gebildeter Familie. Adresse durch die Exped. ds. Bl. 1795 Ein Kellner-Lehrling gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl. Zum Früh j ahr s markt in Allen"orf a. d. L. am kommenden Mittwoch ven 15. ds., fahre ich mit meinem Sommerwagen. Abfahrt Morgens 8 Uhr vom Lindenplatz aus. 1843 Michael Bay. 1839 Es wird ein Hausbursche im Gasthaus „Zum Löwen" angenommen. Danksagung I Für die uns in so reichem Maße erwiesene Theilnahme bei der Beerdigung unserer unvergeßlichen Mutter Katharina SchaMädt sagen den herzlichsten Dank 1816 W Die trauernden Kinder. GuteZkockorbeiter bei dauernder Beschäftigung per sofort gesucht bei 1800 <5. F. Gerhard, & Go. Dillenburg. 1801 Ein Mann zur Anlegung eines Gartens wird gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl. (f&nte gesunde Amme sucht Stelle. 'S' Näheres zu erfragen bei Frau Tränkuer, Vermicthungs-Bllreau Neue Bäuen Nr. 99 (bei Metzger Pirr.) 1830 Pension. Zu Ostern können zwei Pensionäre, welche ein Zimmer mit Cabinet zusammen bewohnen wollen, Aufnahme finden. 1487 Markt B. 32. Gute Pension finden 2 Schüler in gebildeter Familie. Adress. durch die Exped. d. Bl. 1516 Herren- und Aamen- flrohhllte werden gewaschen, gefärbt und fayon- nirt. — Neueste Formen zur Ansicht. C. L. Gail, 1418 Seltersweg 184. 1785 Ein braves Dienstmädchen oder Laufmädchen gesucht. Mühlgasse 65. Verantwortliche Redaetion: A. Schepda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch in Gießen.