Rr. 239. Rreitan fern 13. Oktober ISS2. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. W •4»-, w H Bureau: Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis viertetjührlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. ‘Durch bie Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Politische Ueberfkcht. GieHen, 12. October. Kaum noch eine Woche trennt uns von dem Tage, an welchem sich die Wahl der preußischen Urwähler vollzieht, welche bann ihrerseits nach wiederum einer Woche die Abgeordneten zu wählen haben. Es ist daher begreiflich, daß alle Parteien chre letzten Kräfte anspannen, um noch in letzter Stunde den Sieg möglichst an ihre Fahnen zu fesseln. Noch kurz vor Thoresschluß hat auch das Centrum seinen Wahlaufruf veröffentlicht, dagegen ist von den Nationalliberalen auf der am vergangenen Sonntag zu Berlin stattgefundenen Partei-Versammlung der Beschluß gefaßt worden, diesmal von einer ähnlichen Kundgebung abzusehen, da eine solche in Hinblick auf das ältere Parteiprogramm nicht nothwendig sei. Wie es scheint, will auch die Fortschrittspartei von einem Wahlmanifest absehen, doch ist hierüber noch nichts Näheres bekannt. Im Uebrigen giebt die Wahlbewegung auch jetzt noch kein übersichtliches Tableau von der künftigen Parteigruppirung im preußischen Abgeordnetenhause, namentlich auf liberaler Seite wogen die Gegensätze noch stark auf und nieder; während in manchen Kreisen sich die Liberalen gegenseitig unterstützen, stehen sie sich in andern Wahlkreisen feindlich gegenüber; so haben erst kürzlich bie National- liberalen Breslaus beschlossen, ben brei bort von ben vereinigten Fortschrittlern und Secessionisten aufgestellten Candidaten brei Nationalliberale entgegenzustellen ; bie Urwahlen werben also wohl biesmal hier und da überraschende Resultate ergeben. KönigAlbert vonSachsen und Prinz Wilhelm von Preußen sind im Anfang dieser Woche von ben Hofjagben in Steiermark wieder nach Dresden, resp. Berlin zurückgekehrt. In dem Kampfe der „Nordd. Allg. Ztg." gegen die conservative Partei und Presse ist eine Pause eingetreten, welche sich vielleicht auf einen Wink von Oben, des grausamen Spiels es nun genug sein zu lassen, zurückführen läßt. Die Officiösen der „Nordd. Allg. Ztg." werden diesem Winke um so lieber folgen, als die Polemik gegen die Conservativen gerade so keine dankbare Aufgabe war, wie etwa ein Feldzug gegen das Centrum oder bie Liberalen. Von conservativer Seite hat ber „Norbd. Allg. Ztg." namentlich ber Stöcker'sche „Reichsbote" wacker geantwortet unb dem officiösen Blatte manche bittere Pille zu schlucken gegeben; jedenfalls hat aber der ganze Streit nur dazu gebient, die Stimmung im conservativen Lager gegen bie Negierung zu verbittern unb dieser Mißnmth dürfte sich bei den Wahlen leicht in einer für bie preußische Regierung nicht angenehmen Weise Luft machen. In Berliner Regierungskreisen will man nichts von einer Absicht, bie „Provinzial-Corresponbenz" eingehen zu lassen, wissen. Ebensowenig soll bie Mittheilung verschiedener Blätter, baß in der Leitung des genannten halbamtlichen Organs eine Veränberung bevorstehe, begrünbet sein, bieselbe wirb Geh. Rath v. Bitter auch ferner in seinen Händen behalten. In Oesterreich ist bie irrebentistische Angelegenheit roieber mehr in ben Hintergrunb getreten, währenb bas Verhältniß bes Kaiserstaates zu seinen kleinen Nachbarn auf ber Balkan-Halbinsel jetzt vielfach von ber österreichischen Presse erörtert wirb. Anlaß hierzu hat ber Besuch König Milan's von Serbien in Wien gegeben, wo ber serbische Herrscher schon seit voriger Woche weilt. Daß bieier Besuch eine politische Bedeutung hat, ist sicher; König Milan von Serbien wird immer mehr durch die Verhältnisse dazu gedrängt, sich entweder für Oesterreich ober für Rußland zu entjcheiben. Der Serbenfürst für feine Person neigt sich augenscheinlich Oesterreich zu, dagegen hat bie öffentliche Mei- nung in. Serbien — wenn man von einer solchen überhaupt sprechen kann — ^fr«ülrten,,Weier no^ nicht vergessen unb bie rabikale Opposition in ber serbischen Skupschtma ist vor Allem ber Träger dieser russenfreundlichm Ge- ftmmng und chre Bestrebungen richten sich zunächst auf den Sturz des nach Oesterreich neigenden Cabinets Pirotschanatz. Vermuthtich wird man in Wien Alles au,bieten um Milan zum Festhalten am Cabinet Pirotschanatz zu bewe- gen, denn ein Sturz des letzteren wäre die Einleitung zu einer Trübung des Verhältnisses zwischen Oesterreich unb Serbien. 3n ^ranfrei dj befinbet man sich im Stabmm ber Erwartung des roieber begmnenben parlamentarischen unb politischen Lebens. Die Deputirten halten vor ihren Wählern lange Reben, eine immer gehaltloser als bie anbere, bte lettenben Staatsmänner unb Politiker lassen sich ber Reihe nach von allen mogüchen Reporters interviewen, welche bann die erhaltenen Aufschlüsse sofort veröffentlichen und die großen Parster Blätter bringen spaltenlange Artikel über bro innere Lage. Daneben durchschwirren Gerüchte von neuen Parteibildungen bie Lust, man null wissen, ^ules Ferry werde die Bildung einer Partei der „Unabhängigen übernehmen, die aber im Grunde nur dazu dienen soll, dem ^met Duclerc und somit im Hintergründe auch Gambetta eine zuverlässige Denier Gambetta, wie schon gemeldet, seine politische Thatlgkeit in der nächsten Kammerseffion wieder in vollem Umfange aufzunehmen gedenkt, so wird letztere wohl mancherlei Ueberraschungen mit sich bringen. , , ®IL^anb ^gen die mit Ungeduld erwarteten Vorschläge bezüglich der definitiven Regelung der egyptischen Angelegenheiten noch immer nicht vor uni) sollen dieselben vor Ende dieses Monats auch nicht zu erwarten sein. Daß Eiigland aber nicht daran denkt, Egypten zu räumen, geht aus der englischen AntwoU auf bie türkische Anfrage bezüglich ber Räumung Egyptens klar hervor. Zn Dieter Antwort wirb allerbings ber Beginn ber theilweisen Räumung signa- listrt, aber ^ne Frist für ben vollstänbigen Abzug ber englischen Truppen aus Egypten roirb nicht genannt, ba bies von ber innern Lage Egyptens abhängig fei. Eine vorläufige Occupation bes Laubes durch die englischen Truppen ist kaum zu vermeiden, schon in Hinblick darauf, daß dieselben den Europäern den einzigen wirksamen Schutz für Leben und Eigenthum gewähren. Der italienische Ministerpräsident de Pretis hat am letzten Sonntag vor seinen Wählern in Stradella eine Rede gehalten, in welcher er sich über die innere und äußere italienische Politik eingehend vorbereitete. De Pretis stattete der Wählerschaft zunächst seinen Dank dafür ab, daß sie ihn achtzehnmal zum Deputirten gewählt hätte und beleuchtete dann die Fortschritte, welche bas Land in Folge des von de Pretis 1875 aufgestellten Programms gemacht habe. Die Mahlsteuer sei aufgehoben, der Steuerdruck üerminöert, bie Zollreform vollenbet unb bie Wahlreform burchgeführt worben. Die Finanzlage Italiens bezeichnete be Pretis als eine sehr günstige, hierburch sei es ermöglicht worben, bie Stellung ber Beamten zu verbessern, bas Staatsbahnnetz zu erweitern unb ben Ueberschwemmten in Venetien ausreichenbe Staatshülfe zu gewähren; auch für bie Bedürfnisse ber Lanbesvertheibigung sei vollkommen gesorgt. Die auswärtigen Beziehungen Italiens bezeichnete ber Ministerpräsibent als bie besten unb hob hierbei namentlich bas warme Verhältniß zu Englanb hervor, ferner erwähnte er der bevorstehenden Neubesetzung des italienischen Botschafterpostens in Paris. Die Darlegung be Pretis' mag vielleicht an manchen Stellen zu optimistisch gefärbt erscheinen, im Allgemeinen entspricht sie jeboch ben that- sächlichen Verhältnissen, in benen sich Italien gegenwärtig befinbet. Die großen Manöver ber rumänischen Armee werden vom 12. bis mit 16. d. Mts. stattfinden. Zur Theilnahme an denselben haben Oesterreich , Rußland, Italien, England und Frankreich Officiere nach Rumänien entsendet, ein Beweis, welche Bedeutung man Seitens der Großmächte der rumänischen Armee zumißt. Die Pforte hat die einleitenden Schritte zur Uebergabe ber vier streitigen Grenzpunkte an Griechenlanb gethan. Am Montag finb bie mit der Uebergabe beauftragten türkischen Commissare nach der griechischen Grenze abgereist, zugleich ließ die Pforte dem griechischen Gesandten in Konstantinopel die Nachricht zugehen, daß der Commandeur ber türkischen Truppen an ber Grenze bezüglich ber Räumung der betr. Positionen mit Instructionen versehen worden sei. In Alexandrien hat am vergangenen Montag abermals eine Execu- tion stattgefunden. Es wurden bie Mörder bes Italieners Cattani unb bes englischen Arztes Dr. Ribton burch ben Strang hingerichtet. Die Execution erfolgte ohne jebe Ruhestörung, obwohl kein englisches Militär zu derselben hin- zugezogen worben war. — Aus Tantah, einer ber bevölkertsten Stäbte Unter- Egyptens, wirb gemetbet, baß ein bortiger Scheck wegen Aufreizung zu neuen Greuelthaten von Griechen festgenommen würbe unb baß hierburch neue Ruhestörungen verhinbert worben seien. Deutschland. Köln, 11. Oktober. Der sogenannte internationale Birnetallfften-Congreß ist bis jetzt von außerdeutschen Vertretern kaum besucht. Seme Eröffnung erfolgte Heine Abend durch einen Vortrag von Dr. Arendt im Verein der Kölnischen Industriellen Der Vorsitzende von Der Zypen schickte voraus, daß der Verein zur Wahrungsfrage noch nicbt Stellung genommen habe. Der anderhalbstündige Vortrag Arendt's ließ die Theorie der Währungsfrage bei Seite, berührte auch die praktischen Seiten wenig, erkannte an, daß die wirkliche Einführung des Bimetallismus erst in einer ferneren Zukunft zu erreichen sei, und konstatirte als nächstes Ziel, Deutschland zu einem dauernden Verzicht auf seine Silbereinkäufe zu bestimmen, weil das erste Pfund deutschen Silbers am Londoner Markte nach seiner Meinung eine Weltkatastrophe herbeiführrn werde. Eme Diskussion fand nicht statt. (F. Z.) England. London. Als ein Beweis der Besserung des Geschäftsganges im Vereinigten Königreiche roirb die Abnahme der eingetragenen Bills of Sale und der Bankerotte im verflossenen Jahre im Vergleich zum Vorjahre angeführt. Nach einem officiellen Ausweis beträgt die Zahl der in den ersten neun Monaten des Jahres 1832 eingetragenen Bills of Sale in England 35,478, in Irland 1018 und in Schottland 1823, gegen bezw. 37,705, 1292 und 1582 in demselben Zeitraum des Jahres 1881; die Zahl der Bankerotts-Erklärungen während derselben Zeit belief sich in England auf 7950, in Irland auf 133 und in Schottland auf 1070, gegen bezw. 80707, 177 und 842 tn demselben Zeitraum des Vorjahres. Danach hat sich der Geschäftsgang in England gehoben, während er sich in Schottland und Irland eher verschlechtert hat London, 11. Oktober. Aus Kairo wird berichtet, die englischen Autoritäten hätten eine Untersuchung angeordnet auf die Nachricht hin, daß am Samstag, Nachts, der Anführer der Palast-Eunuchen mit etlichen Bewaffneten tn die Zelle Arabi's gedrungen fei und ihn so mißhandelt habe, daß sein Leben in Gefahr kam. Ein anderer politischer Gefangener sei gleichfalls mißhandelt worden. — Die „Times" ist der Ansicht, daß kein englischer Staatsmann die ursprünglichen Gläubiger des Suezkanals um die Vortheile zu bringen gedenke, die gerade von England stets erstrebt worden seien. — Die egyptische Zeitung „Elahran" theilt mit, daß die neue Armee aus 10,000 Mann bestehen wird. Die der Theilnahme an der Rebellion verdächtigen Officiere und Soldaten werden dazu nicht zugelassen werden. Alle Officiere sind Türken und Circassier. ($• Z) Telegraphische Depeschen. Wolif's telegr. Eorrefpondem-Bureau. Berlin, 11. October. Die „Prov.-Corresp." bringt einen „zu ben Wahlen" betitelten Artikel, welcher von bem unleugbaren Erfolg ber Regierungspolitik auf allen Gebieten ausgeht, ben Sieg bes Liberalismus unb namentlich eine Stärkung bes vorgeschrittenen Liberalismus erörtert unb bekämpft. Der Artikel schließt: Die Regierung vertraut, baß bie Mehrzahl ber Wähler ein- Vermischte-. Regierungen und Central-Uereine. 1- Rea.-Ber. Schleswig, Gute Mittelernte, zum Theil mehr, trotz des schlechten Erntewetters. Roggen gut etngebracht, viel Stroh, weniger Korner " diese aber schwer und schön. Weizen gut — abgesehen von Körnerausfall wahrend der zweiten Regenperiode^ Hafer und Gerste reicher Ertrag. Buchweizen gut. Kartoffeln - viel FLulmtz Stand der Viehweiden vorzüglich. Vtehpreise gut, well Import aus Amerika abgenommen hat- »anbei mit Rindvieh und Pferden ,m Aufschwungs^ Ausrüae aus den bei dem Königl. preuß. landwirthschastiichen Ministerium eingegangenen voriänfigen Ernteberichten der Bezirks- Eoncert der dreiundachtziger Kapelle tm Saale des Hotel L>chombardt war außerordentlich zahlreich besucht- Jngleichen war das PensionshauS und die in der Wsthelms- Altenktrchen, 4. Oktober. Die Bürgermeisterei-Versammlung bewilligte heute, dem „A. KrSbl." .zufolge, einstimmig zum Zwecke des Grunderwerds für eine Eisenbahn von hier nach Au auf zwei Jahre eine jährliche Umlage von 1U pEt. auf die directen Steuern und genehmigte, daß der etwaige Ueberschuß der für die Strecke Altenkirchen-Hachenburg bewilligten Beträge für die neue Strecke verwendet werde. Ferner verpstlchtet sich die Bürgermeisterei, den für die Strecke Altenkirchen-Hachenburg erforderlichen Grund und Boden dem Staate gegen einen Staatszuschuß von 33,000 «X und Verleihung der Rechte der Enteignung zu überliefern. Endlich wird beschlossen, den Kreistag zu ersuchen, den Grunderwerb der Linie Altenkirchen-Au in die Hand zu nehmen und dazu 15—30,000 aus Kretsmitteln zur Verfügung zu stellen. St. Goar, 6. Oktober. Ein Stör tm Gewichte von 100Kilo ist am Mittwoch in aller Frühe auf dem Salmenwaag Klodi, der Loreley gegenüber, gefangen worden. Bet dem Bergen des Ungethüms wurde einer der Fischer von dem Stör durch einen Schwanzschlag getroffen und ihm der Arm gebrochen. Die Fischer glauben, daß die Störe die Salme verscheuchen. rr , Kassel, 8. Oktober. Bei dem heutigen prachtvollen Herbstwetter herrschte auf I < < - — - - f e r. es .-"v - _ . Ä . f- 1 a Im« f t C .im k a " 2. Land'drostes Hannover- Seit Jahrzehnten ist eine so reich tche Ernte mcht vorgekommen. Alles Halmgetreide hat in Stroh und Körnern einen sehr ausgiebigen Ertrag geliefert. Die Hülsenfrüchte weniger reichlich, aber tmmerhsti befriedigend-- Ebenso Buchweizen. Ernteunkosten erhöht. Kartoffeln verschieden tm Ertrag. Nirgends so reichlich wie im Vorjahr. Futter-, Steck-Rüben, Kohl gut gerathen. Zuckerrüben reichlich quantitativ, Qualität noch zweifelhaft. Klee und Wiesenheu mittlerer aber doch verstanden. ___. , — In Möning in Bayern wurde der Bierwirth Bogel vom Säuferwahnsinn befallen. Um ihn zu bändigen, steckte man ihn in einen Hopfensack, band den Sack Mit einem Schtebkarrenband fest zu und ließ ihn dann ungestört den Wahnsinn aus- toden. Nach einer Stunde wurde der Sack wieder geöffnet. Der Mann war ruytg geworden — für immer; denn er war erstickt. — „Meinen Schneider könnte ich vergiften!" rief wüthend ein Studio. „Laß' das'" rieth ein Cand.jur., „dadurch kämst Du mit dem Strafgesetzbuch in Eonsttrt. Laß' ihn nur ruhig weiter für Dich arbeiten, da verhungert er ganz von selbst. - Aus Parts berichtet man von einem ganz neuen Metier, nämlich dem ves Kinderabwägens, das nun dort eine Art Sport der Mütter bildet. Mit seinem Instrumente, einer gut eingerichteten Kinderwaage, geht der Unternehmer von Haus zu Haus. Er hat Bulletins drucken lassen, auf denen er das Resultat jeder Abwägung sorgfältig nottrt. Diese Bulletins setzen den Hausarzt in Stand, bei reder ferner Visiten zu constatiren, ob das Kind normalerweise um die obligaten 20—25 Gramm in den ersten fünf Lebensmonaten zunimmt, ob es stehen bleibt oder zurückgeht. — Die übergroße, mit einer mittleren Temperatur verbundene Feuchtlgkrrt des Sommers hat die mikroskopische Fauna und Flora zu fast tropischer Fülle ent nudelt. Man staunt über die Unzahl von Organismen, wenn man irgend ein langsam fließendes oder stehendes Gewässer mit Lupe oder Mikroskop untersucht. In einem Wasserquantum von kaum zwei Litern fanden sich nicht weniger als 27 Thier- und 9 Pflanzempecun. Zwischen den zierlichsten Kieselalgen, zwischen grünen, faden- und halbmondförmigen Algen und Süßwasserschwämmen schob, drängte, vecfolgte und vertilgte sich ein thiertsches Leben, wie es üppiger in keinem äquatorialen Urwald existtren kann. Die Amöbe, das Urthierchen, nur ein Tröpfchen lebendigen Schleimes, das seine Umrisse beständig verändert, fand sich neben den sonderbarsten und doch zierlichsten Jnfusoriengestatten, Armpolypen In grünem pflanzenfarbigen Kleide prangend, streckten die mit Gtft- apparaten besetzten Fangarme nach lustig durch das kühle Element tanzenden Krusten- thtcrchen aus; blutigrothe oder grüne spinnenartige Räuber würgten winzige, seltsam organisirte Würmer ab; dazwischen kugelte sich eine ganze Thiercolonie, aus Räder- thierchen bestehend, die ihre Jagdzüge unitis viribus ausführten. Eins dieser Ltliput- wesen wird immer die Beute des nächstgrößeren, stärkeren. Es ist ein Kampf ums Dasein, wie er unter den Riesen der Schöpfung nicht blutiger und grimmiger geführt werden kann. — sErftgypste Weine.j Dem weintrtnkenden Publikum wird es nicht unintereffant sein, aus den unerschöpflichen Weinquellen der französischen Kellerwirthschaften von einer neuen BehandlungSwetse des edlen Traubensaftes zu hören, die so manches umer hochkltngcndem Namen die Weinflaschen füllende Geränk wohl noch vor das Forum des Strafrichters bringen wird. Noch ist das Lied vom „ungegypsten Wein" nicht ausgeklungen, da tönt uns aus den Kellereien Bordeaux der dunkle Ruf entgegen vom „entgypsten Wem". Der Weinfabrikant fragt nicht viel nach den Mitteln für seinen Zweck. Seine Tonnen sind voll von gegypstem Wein, und weil der aus dem Gleichmuth aufgeschreckte Eonsument jetzt nur noch nach ungegypstem Wein verlangt, warum sollte man nicht den gegypsten Wein entgypsen können. Doch wie heißt das Mittel? Ein giftiges Salz — Ehlorbaryum — wird dem Weine zugefügt, ob mit Ueberlegung, ob mit Willkür — das ist ja gleich. Das Ehlorbaryum „entgypst" allerdings den Wein. Es scheidet die Schwefelsäure als sogenannten Schwerspat ab. Nur schade, es tu unmöglich bei Zusatz von Ehlorbaryum zu einem Wein das giftige Baryumsalz gänzlich zu entfernen, da auch der in Wasser nicht lösliche Schwerspat im Weine tyettweste sich auflost. Ein entgypster Wein wird also stets mehr oder weniger birect giftige Beimengungen, nämlich gelöste Barytsalze, enthalten. t p t„n, — . „ , Es darf somit ohne Rückhalt ausgesprochen werden, daß „entgypste Weine schädlicher sind, als die „gegypsten Weine". Erkennen kann man in der Regel den entgypsten Wein daran, daß der mit destillirtem Wasser zur Halste verdünnte Wein auf Zusatz einer Mischung von Salpetersäure und Höllenstemlosung stark fleckig getrübt wird. — Ein interessanter Brief des Fürsten Bismarck, datirt Varzin, 4.October d.J, wird von der „Hessischen Morgenzettung" veröffentlicht. Derselbe ist an die Gebrüder Karl und Adolf Müller in Alsfeld gerichtet, welche sich durch ihre populären Schilderungen der Thierwelt einen rühmlichen Namen erworben haben und dem Surften den ersten Band des im Verlage von Theodor Fischer in Kassel erschienenen Werkes „Thiere der Heimath" überreichen ließen. Das in mehrfacher Hinsicht interessante Schreiben des Reichskanzlers lautet: „Ew. rc. danke ich verbindlichst für die freundliche Uebcrsendung Ihres Werkes Die fesselnde ‘Sdrlberung und die naturgetreuen Abbildungen haben die Abneigung Übet wunde r, welche mich sonst abhält, deutsche Bücher mit lateinischen Lettern zu lesen, weil ich mit der Zeit, welche Geschäfte und Gesundheit zu meiner Verfügung lassen, haushälterisch umgehen muß. Ich brauche erfahrungsmäßig 80 Minuten, um die Seitenzahl in lateinischer Schrift zu lesen, die more vemaculo gedruckt eine Stunde erfordert Französisch oder Englisch mit deutschen Lettern gedruckt, ober Deutsch mit griechischen, wird jedem Leser, auch dem wit allen Alphabeten gleichmäßig vertrauten, die gleiche Schwierigkeit machen. Der gebildete Leser lieft nicht Buchstabenzeichen, sondern Wortzeichen. Ein deutsches Wort in lateinischen Buchstaben ist ihm eine eben so fremde Erscheinung, als Ihnen ein griechisches Wort in deutschen Buchstaben sein würde und nöthigt zu langsamerem 0Z. Hildesheim- Ausfall der Ernte — mit Ausnahme der Kartoffeln — sehr aünstig, übertrifft sogar meift die frühere Schätzung der Göttinger Vereine und bezeichnet die Ernte als die beste seit Menschengedenken. Weizcnernte 50 p6t. über Durchschnitt. Ebenso Roggen. Hafer, Gerste, Hülsensrüchte durchschnittlich mehr als reichliche Mittelernte Man hofft' Ertrag wird eine solche um 70p6t. überschreiten. Kartoffeln — halbe Ernte. Zuckerrüben noch nicht sicher zu sagen, voraussichtlich Quantität besser n\a hie Qualität. Futter ernte ausreichend. 4 Lüneburg. Recht gute Mittelernte. Weizen größtenthnls gut, gibt das 10. unb 11" Korn. Roggen sehr gut. Vorzügliches Stroh Hafer gut. Stroh kurz, kräftia Gerste gut, aber wenig gebaut. Erbsen und Bohnen, Oelsaaten mittelmäßig- Buchweizm verschieden Kartoffeln mittelmäßig. Hackfrüchte, auch Zuckerrüben gut. Ebenso älachs und Hans- Klee nur vereinzelt gut, tm allgemeinen gering. Wiesenheu verschieden. Grummet besser. Hopfen vorzüglich. Waldbe-r-n zufriedenstellend. Honig- prtri7n Nickt bedeutend- Weiden gewahren reichliches Futter. 0 5 Stade Roggen reichlich: gut eingebracht 5lO Kgr. in der Marsch, 340 Kgr. nr Ealenberaer Morgen- Weizen 500 Kgr. guter Qualität. Gerste gut, aber wenig a baut 6af?r 700X im Marsch, 450 in Geeste, also sehr gut. Erbsen, Bohnen, Buckwei^n aut Mps 450 Kgr- - ein mittelmäßiger Ertrag. Heuernte gut, Klee bat aelitten0 Kartoffeln in Marsch schlecht gerathen, besser in Geest. Obst wenia gewachsen ' Pflaumen haben guten Absatz nach England. Fettweiden liefern nach ™n®Ä ÄÄffnungen sind erfüllt worden. Ernte wie seit Jahren nicht Auch Buchweizen reichlich namentlich in Meppen-Lingen. Alle Früchte über Mtttelernte, nut Kartoffeln weniger __ et,,,*..,,.- 7 Aurtck Im ganzen Bezirk und für sämmtliche Fruchtarten mehr als eine Mittelernte. Roggm in Qualität und Quantität bezüglich Korner unb Strop gelobt. SBetjen roeniaet Hafer viel geerntet, aber vielfach verdorben. Bohnen sehr gut. Bnch«e,zm mäßig gerathen. Kartoffeln einer Mittelernte zu hoffen. Heu mäßig — hat durch Ueberschwemmungen gelitten- Etwa 20000 Hectar waren davon betroffen-^^^ultat trotz erheblicher Schädigung durch Regenwetter tm Großen und Ganzen gut Roggen und Weizen an Körnern und Stroh relchlich. Hafer hat mehr gelitten, in Gebirgsgegenden Ernte noch nicht beendet l-^ösen, Bohnen, Buchweizen, Linsen ziemlich gut. Flachs geringe Ernte. Heu,und Klee-Ecnte gift- Grummet meist verdorben. Frühkartoffel stark gelitten (Spauartoffel noch nicht zu beurtheilen, doch wird auch hier über Fäulniß geklagt. Zucker- Futterrüben, Möhren zeigen guten Stand. Obsternte gering- Korbweiden zurückgebHeben. Viehpreise steigend. 9. Reg.-Bez. Eoblenz. Eine gute unb mehr wie eine Mittelernte haben bie Kreise Altenkirchen, Wetzlar, St- Goar, Kreuznach. Im allgemeinen Weizen unb Roggen quantitativ gute Mittelernte. Qualitativ weniger günstig, Körner sind dickschalig. glauben mußte, halb Kassel sei Ijiute nach Wilhelmshöhe ausgeflogen. — Eme erheiternde Scene spielte sich dieser Tage in einem Wiener Hotel ab. Kommt von London ein begeisterter Musikfreund nach Wien, Engländer, deutsch radebrechend- Kommt selbstthätig, noch nicht vom gehobenen Fremdenverkehr angezogen. Besichtigt Alles, was mit Musik in Verbindung. Auch das Wohn- und Sterbehaus Beethooens natürlich. Erinnert sich, daß Beethoven oft unb gern im Watschakerhof gespeist. Geht also dahin- Fragt im Speisesaale den Oberkellner: „Bitte, zeigen mir den Tisch, wo immer Beethoven gesessen." „Beethoven?" „Jawohl, er ist ja immer hergekommen." „Ach ja, der Herr ist verreist ..." Friedrichsdorf bei Homburg v- b- H-, 7. Oktober- In unserem Fabrik- städtchen würben seither bie ortsüblichen Bekanntmachungen durch die Schelle tn französischer Sprache vollzogen. Für die vielen hierher verzogenen und hier beschäftigten Nichteingeborenen war dies höchst unangenehm, denn es entging denselben manche Kenntniß von Versteigerungen und manche Gelegenheit zur Arbeit oder Lieferung, und in Fällen, wo es sich um Steuer- rc. Zahlungen handelt, sind Viele, da sie die des- fallsige Bekanntmachung nicht verstanden, in Strafen gekommen. W mehrfache Beschwerden ist nun, wie der „T- B-" berichtet, verfügt worden, daß von diesem Monat an zuerst deutsch und bann französisch ausgerufen wird. Es ist deshalb nicht zu verwundern, daß anfänglich das Deutsche etwas sehr „gemischt ausfallt. Es wird schmalem. ^ctbr Der Complice des wegen des versuchten Bomben- Attentats verhafteten Wilhelm Oberdank, der Apotheker Demetno Rogasa m Prato (Toskana), ist von der italienischen Polizei verhaftet worden. Die vorgenommene Haussuchung soll das^Estatirt"haben ^Rogasa I Kassel, 8. Oktober. Bei dem heutigen prachtvollen H-rbstwctt-r herrschte auf riums für die Anfertigung von Sprenggeschossen cons a 9 0 1 un(ercr Wilhelmshöhe ein so starker Fremdenverkehr, wie er im laufenden Sommer wurde bei der Verhaftung ohnmächtig, ivtan meint, da^ die Auslieseruna R0 afi ben Waffertagen wohl selten geherrscht hat. Ebenso pilgerte unser städtisches ,.ntri,6 nn Oesterreich erfolaen werde, da der gegen denselben erlasiene Steckbrief Publikum in hellen Haufen nach Wilhelmshöhe, in Folg- dessen die Trambahn fon- $ f nnh nerinckten Ateuckelmord laute. während so sehr belagert war, daß Viele keinen Platz zu erhalten vermochten. Das auf Hochverrath u \ cy rtprn Qeaen 200 Circassier, Alba- Eoncert der dreiundachtziger Kapelle im Saale des Hotel Schombardt war außer- Alexandrien, 11. Octbr. Gesternsind gegen ft eaMische ordentlich zahlreich besucht Jngleichen war das Pensionshaus und die in der Wllhelms- nesen und Türken hier angekommen, bie zur Einstellung w oie egyplftcye । 2lüec gelegenen Restaurationen sehr^zablreich^ frequentin, so daß man schier __ Der vor einigen Tagen wegen Aufforderung zu neuen Gewaltthaten festgenommene Scheck ist mit 100 Stockstreichen bestraft und gefangen gesetzt worden; ferner wurde in Tantah eine größere Quantität von Waffen in Be- Wichtig genug sein werde, sich die Eonseguenzeu der Herrschaft ^Liberalismus , """ aus wirthscha tlichem, socialem, kirchlichem und polcktschem Gebiete klar zu > ------- macken und sich bei den Wahlen zu vergegenwärtigen. Sie vertraut , daß bie ftraft fortschrittlich-liberaler Schlagwörter nicht groß genug sein werde, um die Wähler über die fortschrittlich-liberalen Ziele zu täuschen. Sie hofft aber auch, daß die Wähler in der nahenden wichtigen Entscheidungsstunde voruriheilslos aenua sein iverden, um anzuerkennen, daß die Regierung mit der Foicksetzung der vor wenigen Jahren begonnenen und damals so lebhaft begrüßten Reform- SitW aS dem richtigen Wege ist, um die Jntereffen des Volkes zu fordern und daß hiermit auch nicht die entfernteste Möglichkeit geschweige die Absich ver- Kunden ist, die Freiheiten des Volkes und die Rechte des Parlaments zu '$Ia9 Rom^E'Oktober. „Naziom" und „Puntzvlo- melden die Verhaftung des Avotbekers Raaosta aus Istrien in Prato bei Florenz, welcher Sprengstoffe für em in Xrteit qeplantes Attentat gefertigt haben soll. — Ein Senatorenschub steht bevor. PeW, 11 Oktober Unterhaus. Bei ber Entwickelung bes Arbettsprogrammes des Kaufes erwähnte der Mmisterpräsidcnt Tisza noch, daß dem Hause Vorlagen |u- JSen würben: betreffenb bas Wuchergesetz, die Beamtenqualification d.e Revtsion der Gewerbe- unb Jagdgesetze, bie Eodification des Strafpr0ceßverfahrund bdrivat- rechts, bie Autorenrechte, bie definitive Organifirung ber (^errt^tSbarfei1, bie ^bI^f ber Regalien, bie snbventionirten Eisenbahnen, bie Verhrnberung ber Weinfalschung Unb ^^Jvan^Simonyi^ri^ete bie Anfrage an ben Ministerprasibenten, ob geneigt sei, bei Wiederholung ähnlicher Excesse, wie ckte in Preßburg ^orgekommenen, Aus- nabmemittel zu ergreifen. Tisza erwiderte, baß er, wie schon gestern erwähnt, keine Behelligung irgenb welcher Klasse ber Bevölkerung dulden unb "othigenfalls stärkere Maßregeln ergreifen werde. Geza Onoby wünschte zu wissen, ob der Juftizminister Kenntniß bovon habe, baß gegen ben in Nyftegyhaza fungirenben Staatsanwalt Havas wegen in ber Tisza-Eszlarer Affaire begangener Ungesetzlichkeiten e.n Prozeß angestrengt sei. Der Justizminister Panier erklärte, er habe Kenntmß erhalten und werbe nachher Untersuchung weitere Verfügungen treffen- Ludwig Esernatony interpeHiTte ben Ministerpräsibenten, ob er es nicht für nothwenbig erachte, in Folge ber Hetzere ien bie UnS^^ ber Tisza-Eszlarer Affaire von Nyiregyhaza fort zu verlegen Tisza erwiberte, es sei hierzu kein Grund vorhanden, so lange die jetzige lobenswerthe Haltung der dortigen ungarischen Bevölkerung anbauere. Er hoffe, baß sich dieselbe auch fernerhin nicht °^^rverde. ße^eiterte Dampfer „Herber" ist am Montag Rackts m tiereres Wasser gesunken, man befürchtet baher, daß nicht so viel Labung zu EN s-,u wird °ll m°n ursprünglich erwartete. Das Schiff ist Bergern übergeben worben, welche die Labung nunmehr herausschaffen.__ 'Ute ) gte ine auf ecke rbt. ) vH ff en, )anb woch eben, inen 3 bie Lesen gerade so wie die neuerdings*) eingeführte willkürliche Entstellung unserer hergebrachten Orthographie. - Verzeihen Sie diesen Ausbruch verhaltenen Unbehagens eines einsamen Lesers und sehen Sie in demselben kein Symptom von Undankbarkeit für Ihre freundliche Gabe, bei deren ansprechender Lektüre ich die Nationalität der Typen gern vergesse, v. Bismarck." ♦) Bekanntlich von dem Herrn Minister v. Puttkamer. D. Red. Schiffsbericht. Mttgethetlt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, G W. Dietz Nachfolger, Gießen. Bremen, 11. October. Der Postdampfer Main, Capt. O- Heimbruch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 30. September von Newyork abgegangen war, ist gestern 7 Uhr Abends wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 81/: Uhr Abends die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 121 Passagiere und volle Ladung. Handel und Verkehr. Limburg, 11. Oktobr. Rother Weizen 17.50, Weißer Weizen JL 17.00, Korn JL 12.50, Gerste JL 9.00, Hafer JL 6.15, Erbsen JL —, Kartoffeln JL —. Frankfurt, 7. Oft. Auf dem heutigen Markt kostete der Gentner Heu 3.20-4.00, Stroh 1.80-2.10, Eier das Hundert JL 6—7.50, Stück 7—8 H, Butter 1. Qualität JL 1.35, 2. Qualität JL 1.25, Kartoffeln per Gentner JL 3.00—3.50, Bohnen per Pfund 14 H, Wirsing 6—8 H, Rothkraut 8—20 H das Stück, Gans JL 4.50—5, Suppenhuhn JL 0.60—0.80, 1 Ente JL 1.50—1.70, 1 Taube 50 H. 731) "Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition -von HAAS ENSTE 1AT VOGLER in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt ? auf wer sches fort: Das aßtr, ilmä; schier el ab. rade» logen, ehautz ckerhos n Sie ist ja abrik- le in stitzien nanche g, und te frfafy Monat !cht)U i wird chnsmn n Sack au§: r ruhig M i" tm m Jn- ius zu ägung Visiten in bett Idt des Mckelt. ießendes quantum nipecim. förmigen hierisches iobe, das nbifl W' gestalten, Mit » Knisten- feltsam i Aöder- r Liliput- «Pf“® ; gefühlt aterchant astens ches nnckl A WS .in" n'cht egen vom sf? ,, Mine" «Rael KM % neNÄBte bie f ist-.»- nnv d>- n v'.Wbtte er£ in z Soll jfl Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Samstag den 21. dS. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem hiesigen Posthof mehrere Tische, Stühle, Fachwerke, Hangelampen gegen gleich baare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 11. October 1882. Kaiserliches Postamt. 6697__Ritsert._______ Freitag den 13. Moder, Nachmittags 3 Uhr, werden in der Fl ett'schen Hofraithe dahier 1 Pferd, mehrere Kassenschränke und sonstige Gegenstände öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 10. October 1882. Bauer, 6407 Gerichtsvollzieher. Dienstag den 24. Dctober, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht der zur Konkursmasse der Theodor Wode Ehefrau gehörige Bauplatz Flur l/68927/ioo, 634 Mtr. Grabgarten in den Neuen-Bäuen meistbietend versteigert werden. Gießen, den 12. October 1882. Großherzogliches Ortsgericht. 6706__Müller.___________ Freitag den 24. November, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht die Hofraithe der Ehefrau des August Weidig dahier Flur 1/414, 50 r Mtr. Hofraithe aus dem 415,188 I Kreuz meistbietend versteigert werden. Gießers den 12. October 1882. Großh. Ortsgericht. 6705 Müller. AtttzeSoknes. Feinste Damlle - Bruchchocolade, (garantirt rein Eacao und Zucker), per Pfund „4L 1.20, empfiehlt Carl Fetri 6698 __(vorm. G. C Spruck). "Kartoffeln Wie in den vorhergehenden Zähren verlaufe wieder die Samenkartoffeln franko Laus zu 7 it per 200 Pfd. Proben bitte bei Herrn Weber („Stadt Kassel") zu entnehmen. 6684 Bestellungen erbitte per Posttarte. Londorf _______L. Thon la Italienische Maronen versendet in Poftpaqueten franco und Emballage frei zu 30 H das Vr Kilo 6693 Hermann Hügel, Rastatt. Asche Schellfische treffen heute ein. _____ 6701 Grg. Wilh.. Weidig- Thees Neue Ernte Souchong, Pecco mit Blüihen, Imperial, Heyson ssammtlich feinste Marke) empfehlen billigst 6703 J. A. Busch Söhne. 6668 SirTgroßer Mllofen billig zu verkaufen. Auskunft ertheilt bte Exped. ds. Bl. 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Rheumatismus, sowie Gichtleiden und Migräne (einseitiger Kopfschmerz) werden gründlich unter Garantie geheilt. __________________________________6691 Auf Preis pro Heft 2 == 1 fl. 20 fr. 7 österr. / y Heraus- y / geber: Sacher-Masoch. Verlag von E. L. Morgenstern, Leipzig. * Giehrnrr Iournailesessrkel Nr. 2. Dasselbe enthält folgende 6 Journale: Bazar, Neues Blatt, Daheim, DeutfcheS Familienblatt, Garten- laube, Romarrbjbliothek und kostet bei halbjährlichem Abonnement vierteliahrlich JL 1.80. Jeder Abonnent erhält wöchentlich einmal obige 6 Blätter. Gefl. Beitrittserklärungen werden baldigst erbeten. Gießen, Seltersweg. Fr. E- Feh.Senfeld, 6147 Buchhandlung u. Antiquariat. Auswanderer nach Amerika befördert billigst Ohr. Wallenfels. Amerikaner Oefen Irische Oefen Iüll-Keguliröfen Kochöfen; ,, - t Herde !auer M empfiehlt zu billigst gestellten, festen Preisen Die Eisenwaaren-Handlung 6234_______JL JUröll. 6682 Eine Kaute Kuhmist zu verkaufen bei L. 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JMrausse9 Kapellmeister. Photographische Anstalt von Gr. Backofen. Für Weihnachten bestimmte Aufnahmen bitte nicht allzu lange anstehen lassen zu wollen. Aufnahmen finden täglich von Morgens 10 Uhr bis Nachmittags 4 Uhr statt. 6?o? XXRXXXXNXXXXX^NWXNUUUNMNX | Neuheiten in Winter-1 x Mänteln für Damen & Mädchen 1 g empfiehlt g |«» A. Docter. I XXXXXXXXXXXXXIXXXXXXXXXXXX Tana -Unterricht. Mache hierdurch die ergebene Anzeige, daß Montag den 23. Oktober mein Tanznnterricht seinen Anfang nimmt. Anmeldungen hierzu wolle man baldgefälligst an mich gelangen lassen. Hochachtend 6508 Werd. Schmidt. 6672 Geschäfts-Verlegung. Von heute an befindet sich mein Geschäft in dem von mir erkauften Hause 20 Neuenweg 20. Georg JLuh^ Glasermeister. 0 0 0 0 0 0 B. 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