°S>s fofon ,[9 6. >. ft?“14 !ä »tiiitä r' Mi !lA2L "itiüietS wftnj£ 'ermiefa ytroii^ 9j§ juom “Wfc 6 Simmet ünet fonj Wirt, or. itergroeg. iögie, 3 te r Md eilet tmtotim. Sonnmitt. 5 Simmer, erUngiifl ifoiltraBt. i seither iß : gelegen ist, Aeichstnje der Slim Adami, mn üiiqtl: «Uhr mit :m Strtcta der chrlch 6rptb. I. $1 Itbrn. atzet timt i der mchk ,»um. 35 n.® emaidilt, i :bfrnttj it jltmitr 14 htn gtiudii. be wolle it an di-k^ leii’EnjI»1* ajiu1, —- die L-ndzw 74otSt: aiiWL r guter ®V »er iW iitefc < «,5 tlsk ' UndeW ° «H, 90. _ srr. 111 . Samstag den 13. Mai 1882. icßcucr Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland. m. Darmstadt, 11. Mai. Die zweite Kammer mußte, durch die Geschäftslage der ersten Kammer dazu gezwungen, heute abermals zwei Sitzungen abhalten. In der Vormittagssitzung, in welcher der zweite Präsident Muhl den Vorsitz führte, kam als alleiniger Gegenstand zur Erledigung der Eintrag der Abgg. Franck und Genossen auf Vorlage eines aus Aushebung der Art. 16, 17 und 23 des Volksschnlgesetzrs (der obligatorischen Fortbildungsschule) gerichteten Gesetzentwurfs. Der Ausschun beantragt wie vor wenigen Tagen betoilirt mitgetfietlt, Ablehnung des Antrags. Die Debatte war eine lange und theilweise sehr erregte. Für den Antrag treten lebhaft ein di- Abgg. Wasserburg, Pennrich, Betz, Franck und Racke, dagegen sprechen Geh. Staatsrath Knorr, Geh Oberschulrath Greim, die Abgg. Haustein, Küchler, Diehl, Präsident Kugler, Möbn, Schröder, Maurer, Osann, Freiherr von Nordeck zur Rabenau, sowie der Berichterstatter Abg. Dittmar. Nach einer Reihe persönlicher Bemerkungen wird in namentlicher Abstimmung der auf Ablehnung gerichtete Ausschußantrag mit 37 gegen 8 Stimmen angenommen. Dagegen stimmen die Abgg. Betz, Franck, Geier, v. Jungenseid, Pennrich, Racke, Wasserburg und Wolz. Die Nachmittagssitzung, in welcher der erste Präsident Kugler den Vorsitz führte, nahm einen allseitig unerwartet raschen Verlaus. Zur Berathung stand der als dringend bezeichnete Gesetzesentwurf über die Bildung von Provinzialfonds für den Neubau von Kreisstraßen, inhaltlich dessen an die drei Provinzen, zur Hälfte nach der Seeleuzahl, zur Hälfte nach dem Flächengehalt der Provinzen vertheilt der Betrag von 1,500,000 M. htngegeben werden soll, um aus dessen Erträgnissen das der Staatskasse zur Last stehende Vieitheil der Kosten für den Neubau von Kreisstraßen zu bestreiten. Der Ausschuß ist geteilter Meinung; während die Majorität den, Vorschläge der Regierung zustimmt will die Minorität das Capital zu gleichen Theilen auf die drei Provinzen vertheilt sehen. In heutiger Sitzung beantragen die Abgg. v. Rabenau, Seubert, Küchler, Haustein, Möhn, Franck, v. Jungenseid, Matthäi, Geter, Pennrich. Stephan, Pittban, Wasserburg und Racke: Die Kammer wolle die Vorlage ablehnen und beschließen, die Großh. Regierung zu ermächtigen. die im Staatsbudget zur Verzinsung und Tilgung der Staatsschuld vorgesehenen Summe von 180,000 JL zur Unterstützung des Baues von Kreisstraßen gemäß Art. 12 des Weggesetzes an die Provinzen zur Hälfte nach der Bevölkerungszahl, zur andern Hälfte nach dem Flächeninhalte abzugeben, weiter die Regierung zu ersuchen, sie möge die Gemeinden, Kreise und Provinzen veranlassen, die noch zu bauenden Vicinalwege zu verzeichnen, vorläufige Kosten-Voranschläge anfertigen zu lassen, überhaupt Alles anzuordnen, was zur Ermittelung des Bedürsnrsses zur Erbauung von Kreisstraßen erforderlich erscheint, und eine neue Vorlage über die Gründung von Provinzialfonds an die Stände gelangen lassen. Ohne jegliche Debatte gelangt dieser präjudicielle Antrag mit 20 gegen 12 Stimmen zur Annahme und ist der Gegenstand somit erledigt. — Auf eine Anfrage des Abg. Wasserburg erklärte Staatsminister Frhr. v. Starck, daß die Regierung zur Beantwortung der die Erbauung der stehenden Brücke bei Main, betreffenden Interpellationen Wasserburg und Wolf? kehl- Meh in einer der nächsten Sitzungen bereit fei. Nächste Sitzung morgen. Berlin, 10. Mai. Die Direktion der Gotthardt-Eisenbahn sandte an sammtltche Reichstagsabgeordnete Einladungen, wonach dieselben in Begleitung ihrer Gemahlinnen im Laufe eines Jahres die Fahrt mit der Gotthardtbahn machen können. — Den Abgg. Thilenius und v. Wedell- Malchow, welche die kostenfreie telegraphische Beförderung von Wetterberichten der meteorologischen Institute beantragt hatten, ist vom Staatssecretär Dr. Stephan, wie wir hören, erklärt worden, daß er seinerseits die Erfüllung dieses Wunsches gerechtfertigt fände und dieselbe auch für thunlich halte, sofern die Sache von Reichswegen ae- regelt würde. J a . ' Deutsche Officiere und Beamte scheinen von der Türkei immer mehr ?> rolr^CIej;ltn? sind sie am besten im Stande, die im Lande des Puitichahs herrschende Korruption ein wenig einzudämmen, wenn ihnen nur eben freie Hand gelassen wurde. Daran scheint^ allerdings noch zu mangeln. Wie es heißt, werden nun demnächst auch noch einige Officiere der kaiserlichen Krlegsinarlne nach der Türkei beurlaubt werden, um dort eine gründliche Reor- ganr atton der Manne, conform der Landarmee, herzustellen. Die nach der Türkei beurlaubten Officiere werden am 15. Mai abreisen ■ * «r-*3« Ä bCT ^^F'"ittelsälschung hat das Reichsgericht eine sehr interessante Entscheidung gefallt. Die Zufetzung eines Farbstoffes zu Fle sch- waaren, um den elben em frischeres-Ansehen zu geben, ist, anch wenn die Farbe weder gesundheitsfchadlich, noch ekelerregend ist, nach einem Urtbeil des Reickrs- gerichts, III. Strafsenats, vom 18. Februar d. Js. als VEschuna der Zoffen““! (tT N°hrungsmittelgesetz zu bestrafen. Merke sich's aZ^ wer sich Kassel, 10. Mai. Bei dem Communal-Landtage ist ein Gesuch einae- Sangen, betr. die Gewährung einer Beihülfe von 50,000 M ä fonds perdu °us communalständigen Mitteln zu den Kosten des Grunderwerbs für eine nrn- L ^F'k"bahu Zweiter Ordnung von Fronhaufen oder Lollar (an der Main- Defer-Bahn) nach Gladenbach im Kreise Biedenkopf. Die Kosten des Krund- erwerbs, welche neben einem Beitrage von 3000 ^. pro Xmeter ut ben Sanfoften die betheiligten Gemeinden aufzubringen haben, sind auf 117 nnn u SIM™’“"?6'000 ■* «ui benWsi&ntarf, 56,00) Ä£ Kreis Marburg und 45,000 M. auf den Kreis Wetzlar entfallen Die Nohn kng^roerben 5b°bet^a( entIaT,S 0eWrt roerben M wird etwa'17 Kilometer . Bayern, 9. f^ai. Der bekannte und vielaenannte Dv bringt im ll^ayr. Vaterland" einen mehr als kräftigen Herzenserausi über hem Ä'Sl “ «»->-,miiiUü i"Sm” Herzen der Koppen, die nichts kann und darf als Ja sagen und grobe Reden halten, sei eine Komödie und auf alle Fälle keinen Schuß Pulver werth. Wenn die Majorität blos Ja aber nicht Nein sagen, blos bellen aber nicht beißen, blos bewilligen aber nicht verweigern darf, dann bleibe sie lieber zu Hause und spare dem Laude das heidenmäßig viele unnütze Geld, das sie kostet, und den Humbug der endlosen leeren Redereien und Phrasen, dann bitten wir lieber die Krone, eine solche Waschlappen-Majorität zum Teufel zu schicken und mit dem Ministerium allein zu regieren. Das geht wenigstens nicht schlechter und kostet weniger, und dem Lande wird die klägliche Komödie einer lächerlichen, lendenlahmen, aufgedunsenen, wassersüchtigen Bettel-Opposition um Nickel und Pfennige erspart! Wenn die Minister eine solche Koppen-Wirthschaft Überhaupt nicht beachten und ihr Gebell und Gethu' gar mit Fußtritten behandeln, so würde man sich wenigstens nicht wundern können; sie verdient's ja gar nicht besser, und wenn das Gegentheil dieser Jammer-Wirthschaft „demokratisch" ist, so sind zum wenigsten alle anständigen Leute zehntausendmal lieber mit Schels „demokratisch", als mit Kopp „patriotisch" ; dieser Koppen-Patriotismus ist ja eine anwidernde elende Mißgeburt aus Feigheit, Dummheit, Jämmerlichkeit und dünkelhaftein Hochinuth!" Kesterreich. Wien, 10. Mai. Die „Polit. Corresp." erfährt in Betreff der Ermordung des Bezirks - Canzlisten Baumann und des Kadi von Focaric bei Cainica, daß dieselben trotz dem Auftrage des Bezirks-Vorstehers, sich der Post- Bedeckung anzuschließen, die Rückreise allein angetreten haben und dadurch die Opfer des räuberischen Ueberfalls geworden sind. — Aus Sofia wird der „Polit. Corresp." berichtet: Entgegen den Meldungen in der Presse wird auf das Bestimmteste versichert, daß hierselbst völlige Ruhe herrscht und keinerlei Manifestationen besorgt werden. Das Verhältniß des Fürsten zu den russischen Officieren war immer ein freundschaftliches. England. kkondon, 9. Mai. Es ist schwer zu sagen, für wen der Doppelmord im Phönix-Park eine schlimmere Lehre enthält, ob für Gladstone oder Parnell. Wenn einst der Tag käme, der Irland die Selbstständigkeit brächte, so dürste Parnell der erste sein, über welchen die revolutionäre Bewegung hinhraust, das zeigt bereits dieser Vorfall. Auch Forster, auf welchen sich mit Recht jetzt die Augen aller Patrioten des ganzen Vereinigten Königreichs richten, soll die Mei- nnng ausgedrückt haben, daß der Mord des Lord Cavendish ein vorsätzlicher, und die Antwort der unversöhnlichen Fenier auf die von Parnell der Regierung gemachten Zugeständnisse sei. Trotz großer Belohnungen ist es bisher noch nicht möglich gewesen, bestimmte Anzeichen über die Mörder zu entdecken. Zum Nachfolger Cavendifh's ist nicht Forster, sondern der Parlamentssecretär der Admiralität, Trevelyan, ernannt. — Der Schiffscapitän Osmond Brand, welcher einen Fischerknaben aufs Scheußlichste zu Tode gemartert hatte, wurde am 5. ds. vor den Asfisen in Leeds des vorsätzlichen Mordes für schuldig befunden und zum Tode durch den Strang verurtheilt. Ein Mitangeklagter SJtatrofe wurde von der Anklage des Mordes freigefprochen, aber wegen Mißhandlung des Getödteten zu drei Monat Gefüngniß verurtheilt. London, 9. Mai. Beide Häuser eerfammelten sich gestern zu kurzer Gedenkfeier der Ermordeten. „Eins der edelsten Herzen in England hat aufgehört zu schlagen", bemerkte Gladstone betreffs seines Freundes, Schützlings und Verwandten, Lord F. Cavendish; und während er die Worte aussprach, drohte seine Stimme zu brechen. Und gleich ihm war das ganze Haus gerührt. Ein Leichmtuch schien über dem Hause ausgebreitet; die Traueranzüge, in welchen alle, selbst die Landligisten, erschienen, verstärkten den Ernst der Scene. Um den Palast herum hatten sich dichte Volksmassen gelagert und begrüßten die nacheinander ansahrenden und eintretenden Mitglieder mit sympathischen Zurufen. Das Haus selbst war gedrängt voll und lauschte in weihevollem Schweigen den Ausdrücken des Schmerzes, welche sich des Premiers Brust entrangen. Die Unthäter sind zur Stunde noch unentdeckt, doch wurden verschiedene Verhaftungen vorgenommen; so die eines gewissen Charles Moore, alias Wilson, welcher auf der Bahn von Dublin in Maynooth ankam. (Derselbe ist inzwischen wieder entlassen. D. R.) Daß man den Mördern in Maynooth nachspürt, beruht auf den Anweisungen zweier Bildhauergehilsen, welche Samstag Abend aus dieser Stadt nach Dublin zurückfuhren und einem Wagen begegneten, dessen schäumendes Roß von den fünf Insassen zu rasender Eile angepeitscht wurde. Der Dubliner Gemeinderath ver- fammelte sich gestern, um auch seinerseits seinem Unwillen über den Doppelmord in einem scharfen Beschlüsse Lust zu machen. Die Untersuchung des Leichenbeschauers und seiner Geschworenen endigte mit der einfachen Feststellung des vorsätzlichen Mordes der beiden Opfer. In den andern großen Städten Irlands faßten gleichfalls die Gemeinde- räthe Beschlüsse und verordneten die Unterlassung der Feuerwerke, welche zur Feier der Freilassung Parnell's und der Landligisten abgebrannt werden sollten. Die sonst so trotzige Stadt Cork verstieg sich sogar zu einem Beileidstelegramm an den dort vielgeschmähten Gladstone, welches dieser entsprechend beantwortete. Es ist fein Zweifel, daß die Trauer um Cavendish in Irland eine aufrichtige ist; denn dessen Vater, der Herzog von Devonshtre, und dessen Vorfahren gehörten stets zu den mildesten Gutsherren Irlands. Des jetzigen Herzogs Güter ergeben ein Jahreseinkommen von ungefähr 40,000 L., von denen die Hälfte regelmäßig aus Verbessrrungen verwandt wird. Der Herzog ließ aus eigenen Mitteln eine Bahn von Fermoy nach Lismore bauen, die ihn 300,000 L. kostete; für einen andern Bau von Lismore nach Waterford streckte er 100,000 L. vor; er errichtete ferner eine Wafserlettung in Lismore und ließ in der Nähe seines Schlosses eine Menge von Hütten für arme und altersschwache Arbeiter Herstellen. Sein Name ist detzhalb auch nie in Verbindung mit habgierigen und unbarmherzigen „Landräubern" genannt worden. Rußrand. Petersburg, 9. Mat. Ueber die Judenverfolgung in Goutbin in der Kairo, 11. Mai. (Meldung des „Reuter'fchen Bureaus"). Der Ver kehr zwischen dem Khedive und den Ministern ist sogut wie aufgehoben. Letztere erkennen die Autorität des Khedive nicht mehr an und machen aus ihren Absichten kein Hehl mehr. Von der Demission der Minister Mahmud Pascha und Mustapha Pascha ist nicht niehr die Rede. Der Sultan telegraphirte an den Khedive, er billige dessen Verhalten und sagt, der Khedive habe Nichts zu fürchten, die Pforte werde unverzüglich im Einvernehmen mit den 'Mächten handeln. _________________________________________________ am 4. Juni statt. Karlsruhe, 11. Mai. Sein« Königliche Hoheit der Grobherzog wird mo-gen, zum ersten Male seit seiner Erkrankung, auf einige Tage hierher zurückkehren und sich dann zu längerem Aufenthalte nach Badenweiler begeben. Berlin» 11. Mai. Das Antwortschreiben des Kaisers auf die Glückwunsch-Adresse des Magistrats und der Stadtverordneten lautet: Der Magistrat und die Stadtverordneten haben der Theilnahine an der Geburt meines Urenkels sehr warmen Ausdruck verliehen, der mir im Vertrauen, daß ich darin die Gesinnung der treuen Bürgerschaft der Haupt- und Residenzstadt Berlin zu erkennen habe, besonders wohl that. Ich finde mich durch dieses Mitgefühl um so angenehmer berührt, als ich gerne bezeuge, daß jenes Familienereigniß in der That mein Herz mit ungewöhnlicher Freude und zugleich innigstem Dank gegen Gottes Gnade erfüllt, welcher mich den unmittelbaren Thronerben in vierter Generation hat erleben [affen. Möge des Himmels Huld die Hoffnungen, welche sich an die Zukunft des fürstlichen Kindes knüpfen, zum reichsten Segen für das gelammte Vaterland und demzufolge auch meines Hauses reifen lassen. Bochum, 11. Mai. Heute früh 4 Uhr fand auf der Zeche „Pluto" bei Wanne eine Explosion schlagender Wetter statt, durch welche die ganze Nachtbelegschaft gefährdet ist. Bis 9 Uhr Vormittags sind laut der „Wests. Volks- Zeitung" 56 Todte an’6 Tageslicht geschafft; die Rettungsarbeiten werden fortgesetzt. Dortmund, 11. Mai. Nach der „Wests. Zig." sind von den in der Zeche „Pluto" Verunglückten bis 10 Uhr Vormittags 58 Todte und 40 Verwundete zu Tage gefördert worden. Essen, 11. Mai. Ein authentischer Bericht der „Ess. Ztg." über das Unglück in der Grube Pluto jagt: Etwa die Hälfte der Verunglückten ist ver- heirathet. Verhältnißmäßig wenig sind verbrannt, die meisten find erstickt, well die Nachschwaden einen ausgedehnten Theil der Grubenbaue erfüllten. Die Wetterführung war eine ganz normale, so daß sämmtliche betroffenen Baue sofort nach der Explosion befahrbar und wetterfrei waren. Der Kohlenstaub scheint die Explofionswirkung verstärkt zu haben. Es gelang, eine Anzahl Bewußtloser in's Leben zurückzurusen. Der Ober-Berghauptman und mehrere Bergräthe find von Dortmund eingetroffen. — Nach anderen der „Ess. Ztg." vorliegenden Meldungen entstand die Explosion gestern, am 10. Mai, Abends gegen 9 Uhr, auf dem Schacht Thies im Flötze 8 auf der dritten Sohle. Bis heute Morgen sollen an 60 Todte und 40 mehr oder minder Verstümmelte heraufbefördert worden sein. Der Ober - Berghauptmann Prinz von Schönaich- Carolath mit mehreren Räthen des Ober-Bergamts Dortmund ist bereits in Wanne eingetroffen. Lokale». Gietzen, 12. Mai. [7. Sitzung der Handelskammer am 12. April 1882.] Anwesend die Herren Ed. Silbereisen, L. Georgi, S. Heichelheim, F C. B. Koch, A. Katz, A. Kraatz, H. Schirmer, St. Zinßer. Der Vorsitzende theilt zunächst mit, daß Seitens des Stadtvorstandes eine Deputation, bestehend aus Herrn Bürgermeister Bramm und Herrn Stadtverordneten Hanstetn gewählt worden sei, um dem Mrnisterpräsidenlen v. L-tarck die hohe Bedeutung der Tabakindustrie für Gießen und die unserer Stadt in Folge des Tabakmonopols drohende Gefahr nochmals ans Herz zu legen. Der Antrag, Seitens der Kammer zu gleichem Zweck 2 Müglreder zu wählen, wird angenommen. Dl- Wahl fällt auf den Vorsitzenden und den Stellvertreter desselben. Herr Georgi referirt über die aus dem letzten deutschen Handelstage von Bremen eingebrachten Anträge betr. den Einfluß der Eifenbahnverstaatlichung auf die Tarife. Der deutsche Handelstag hat darüber die Gutachten drr Handelskammer etngefordert. Der von Herrn Georgi und Herrn Katz vorgefchlagene Entwurf für ein Gutachten wird genehmigt und die R-bactton dem Secrctär Übertragen. Ein von der Handelskammer München bei der Eifenbahntarifcommission eingebrachter tm Wesentlichen angenommener Antrag auf Abänderung der Tarifbcstim- mungen betr. die Verladung von Gütern in bedeckten oder unbedeckten Wagen wird zur Kenntniß genommen. Die Kaiserliche Oberpostdirection in Darmstadt beantwortet eine Eingabe der Kammer betr. die Verlegung der Postagentur von Ermenrod nach Großfelda dahin, die Sache fei schon öfter erwogen worden, die Verhältnisse lägen aber nicht so, daß die gewünschte Veränderung vortheilhaft oder nothwendig erscheine. Das Großherzogliche Steuercommissariat Gießen hat auf Ersuchen der Kammer eine genau- Liste der zur Wahl für die Handelskammer' berechtigten Firmen aufgestellt. Eine Commission wird zur Berichtigung der seitherigen Liste gewählt. Seitens der Handelskammer Mainz wird ein Schreiben der Handelskammer Worms mitgetbetlt betr. eine von dieser Kammer vorgefchlagene auch von den meisten Kammern beanstandete Abänderung einer Bestimmung des Handelskammergesetzes. Herr Heichelheim wird zum Referent darüber ernannt. Von der Eisenbahndirection Cöln, rechisrheinifch, geht die Nachricht ein, daß bet für die Eifenbahnconferenz am 3. April diesseits angemeldete Antrag zunächst dem Ausschuß zur Vorbereitung Überwiesen werden müsse. , Die Eisenbabudirection Hannover zeigt an, daß im nächsten Monate eine Eisen- bahnconferenz in Hannover stattfinden werde und ersucht um Anmeldung etwaiger Anträge für die Tagesordnung. Die Kammer sieht von Stellung von Anträgen ab. Das Betriebsamt Cassel theilt eine Eingabe des hiesigen Rollfuhrunternehmers Lyncker mit, betr. theilweise Erhöhung des Rollgeldes. Eine Commission wird zur Vorberathung der Frage ernannt. — In vergangener Nacht wurde wieder einmal ein freiwilliger Laternenputzer abgesaßt, als er eine Laterne auslöschte und dabei sich alle Mühe gab, die Scheiben aus derselben herauszuziehen. — Heute Morgen wurden zwei Familien, von denen man erwartete, daß sie zufolge des Unterstützungswohnsitzgefetzes später der Stadt zur Last fallen würden, polizeilich zur Stadt hinaus nach ihrem früheren Wohnorte gebracht. — In letzter Zeit wurde am Wiefeckerweg wiederholt Wäsche, die über Nacht zum Trocknen in den Gärten hängen blieb, gestohlen. Einer der Dieb- wurde gestern ermittelt. Nacht vorn 30. April auf den 1. Mai beginnen schreckliche Details tn die Oeffentlichkeit zu bringen. Arn 30. April kam es gegen Abend zwischen trunkenen Kazapen, die ihre Branntwein-Zeche schuldig bleiben wollten und dem jüdischen von mehreren Glaubensgenossen unterstützten Schänken-Jnhaber zu Thät- lichkeiten Der Lärm lockte eine große Zahl von Juden aus ihren Häusern tn die Gassen und Straßen des Städtchens. Plötzlich verbreitete sich der Ruf: Die Christen werden von Juden mißhandelt." Mit Blitzesschnelle und in fttaefter Zeit erhielten die bedrängten Kazapen einen Sueeurs, der die Angegriffenen sofort zu Angreifern machte. Die Juden, die fogar von Schießwaffen Gebrauch machten, setzten sich Anfangs mit Erfolg zur Wehr; als jedoch plötzlich mit Heugabeln, Sensen, Kartoffelkrampen, Holzhacken und anderen tmpro- vifirten Waffen ausgerüstete Schaaren von Bauern von allen Seiten auf sie eindrangen, zogen sie sich in ihre Häuser zurück. Da begann der Angriff auf letztere, deren es in Gombin im Ganzen etwa 27 gemauerte und 130 von Holz angefertigte giebt, ober richtiger gefügt, gab, benn heute ist bas Stäbtchen nichts als ein Schutthaufen. Die Verwüstungen, bie nun folgten, währten 14 Stunden. Die Polizei war währenb biefer Zeit unsichtbar. — General Skobeleff ist vollstänbig genesen unb wirb biefer Tage nach Minsk reifen, um bas Com- manbo über bas ihm anvertraute Armee-Corps zu übernehmen. Afrika. Kairo, 10. Mai. Das Ministerium hat unter Verletzung des organischen Gesetzes die Notabelnkammer über den Kopf des Khedive hinweg etnberufcn, angeblich um die bestehenden Streitfragen zu beseitigen, während die Absetzung des Khedive zu Gunsten einer Regierung unter Arabi Bey virtuell als vollendet angesehen werden kann, falls nicht eine sofortige Intervention der Konsuln eintritt. Deutschland, Oesterreich und Italien haben ihren Vertretern die positiven Instructionen erthetlt, sich ,eber Intervention zu enthalten. Die Minister haben den Generalkonsuln die formellen Zusicherungen gegeben, daß das Leben und das Eigenthum der Europäer keine Gefahr liefen, daß sie aber im Falle einer Intervention der Türket entschlossen seien, das Land zu verlhe-dtgen. Die Minister haben ferner den Konsuln die Versicherung abgegeben, daß die Person des Khedive respectirt werden würde. Der Khedive hat heute Abend dem Correspondenten des „Reuter'schen Bureaus" gegenüber geäußert, er ser entschlossen, sich um jeden Preis den Forderungen des Ministeriunis entgegenzusetzen und rechne hierbei auf die materiell- Unterstützung Frankreichs und Englands, zumal er gestern ein Dekret unterzeichnet habe, welches dem von den Repräsentanten dieser Mächte übereinstimmend ertheilten Rathe entspreche. Bis jetzt herrscht überall Ruhe. Das Ministerium hat den Khedive durch Vermittelung eines Unterbeamten davon verständigt, daß die Notablenkammer einberufen worden fei. Amerika. New. York, 10. Mai. Der Director ber Gesellschaft für bie Aus- roanberung ber Juben in New-York würbe von zahlreichen russischen Flüchtlingen in heftiger Weise thätlich angegriffen, weil er sich weigerte, ihre übertriebenen Forberungeu um Unterstützungen zu erfüllen. 8 Personen würben verhaftet. Telegraphische Depeschen. Wotsf's tclegr. Corresponbenz-B«reau. Berlin, 11. Mat. Abgeordnetenhaus. Berathnng der vom Herrenhaufe abgeänderten Vorlage über den Lauenburgifchen Communalverband. Regterungs-Com- mlffat Haase empfiehlt die Annahme der Herrenhausbefchlüsse. Berling und Langer- Hans sprechen sich gegen dieselben aus, Hüne erklärt Namens der Mehrzahl der Mitglieder des Centrums deren Zustimmung zu der veränderten Vorlage. Rauchhaupt erklärt sich gleichfalls dafür. Bei der namentlichen Abstimmung über Art. 1 stimmen 139 für, 72 gegen denselben. Das Hans ist also nicht beschlußsähig. Die Berathnng wird daher abgebrochen. Der Präsident gibt die übliche Geschäftsüberstcht und schließt sodann die Sitzung mit einem dreifachen Hoch aus den Kaiser. — Der Landtag wurde sodann tn einer gemeinsamen Sitzung beider Häuser durch den Viceprastdenten des Staatsministeriums v. Puttkammer mittelst Verlesung einer königlichen Botschaft geschlossen. Der Minister mottvirte den bezüglichen Entschluß der Regierung damit, daß das Verwendungsgesetz im Abgeordnetenhaus- die gewünschte eingehende Berathnng nicht gesunden habe und daß bie Regierung daher auch von der Wetterberathung der übrigen Vorlagen sich keinen Ersolg versprochen habe. — Wie mehrere Abendblätter melden, ist das päpstliche Breve, betr. die Ernennung Drodes zum Bischof von Paderborn, dort eingcti offen und findet die Inthronisation Vermischtes. Frankfurt, 8. Mat. Zwischen Frankfurt und Mailand wird mittelst bet Gottharbbahn mit Beginn des Sommerfahrplans am 1. Juni eine besonders rasch! Verbindung ™ Mamz Neustadt geschaffen. Der betreffende Ludwigsbahnzug verlast Franksurt (W-Nbahnbot) um 11 Uhr 20 Min Vormittags, trefft Abends 7 Uhr lii Bafel unb schon am nächsten Morgen 8 Uhr 6 Min. in Mailand ein. Für die Fahri in umgekehrter Richtung ist geiche Raschheit geboten unb sind hierzu circa 22 Stunden ersmderttch g ^ai. (Die orientalische Frage vor Gericht.) Heute Morgen floate ein Agent gegen zwei Metzger, denen er bei einem Kauf und Verkauf eines großen M-tzg. rgefchäftes behilflich gewesen fein wollte, dte Prootsionen von 100 Jä unb 50 ein Der Vorsitzende trug den Kläger, wie er feine Forderung zu motiviren gedenke. Ich habe dem Emen gesagt", antwortete er, „daß der Andere ein Geschäft zu verkause» bebe." Man machte ihn darauf aufmerksam, daß er doch gar nichts zu Stande gebracht hätte Er begegnete dieser Ansicht mit der Behauptung: „Die diplomatische« Agenten und sonstigen ehrlichen Makler haben in der orientalischen Frage auch nichts >u Stand- gebracht unb sinb doch nicht um ihre Provision gekommen, ergo habe ich ebenfalls eine berechtigte Forderung, welche ich zu bestätigen bitte." Auf die Frage des Vorsitzenden, ob er irgend einen Verkauf vermittelt habe, antwortete der Kläger: Versteht sich, ich habe den Verkauf eines 56 M. werthen Ladentisches zu Stande gebracht." Hierlür dünkte dem Gericht eine Provision von 150 M doch zu Diel unb ber Kläger wurde mit feiner Klage kostenfällig adgewiefen. „Das ist ja ber reinste Be- trual" äußerte der Verurthetlte. .Nach einem alten Sprüchwort dürfen Sie vier ur.dzwanzig Stunden über ein Urthetl schimpfen", antwortete der Vorsitzende, „indej ersuche ich Sie in ihrem eigenen Interesse von diesem Rechte mir gegenüber reinen Gebrauch zu machen." Knurrend unb mit der Drohung, Beschwerde einzulegen, ent lernte sich der Diplomat. , ,, . .. Hanau, 10. Mai. Nächsten Sonntag feiern in unserem Wilhelmsbad du Logen zu Bonn, Koblenz, Kassel, Köln, Darmstadt, Düsseldorf, Franksurta. Bi, Friedberg, Gi-ßen, Marburg, Wetzlar und Hanau ihr diesjähriges Frühlingsfest unter Leitung der Hanauer Loge Braunfels. Außer den Angehörigen bey Benannten Loge« werden noch zahlreiche Freimaurer aus Deutschland und dem Aus and- dem pest! anwobnen, welches gleichzeitig eine Säcularseier des für die freisinnige Eifttvickeliiiii der Maurerei so wichtigen WUhümsbaber Kongresses vom Jahre.178«(bem auch bet von allem Sekiengeiste freie 1783 gegründete eclectische Bund s-mc Entstehung verdankt) sein wird. Das Fest, dem am Vorabend eine gesellige Bereinigung in der halle" vorausgehen wird, beginnt in Wilhelmsbad um 9 Uhr Morgens miteinem Frühconcert von der Reglmentskapelle; um 10'/r Uhr beginnt die eigentlid) nteb mau -rische Fe-er im Theaterbau, an die sich um 2 Uhr eine nach maurertschem Riri! abzuhaltene F.sttasel in fämmtlichen Räumen des Kurhauses anschlteßt. Nach Beende gung derselben findet, diesmal unter Betheiligung der Familien, wiederum Concerti» Barke statt Es find Vorkehrungen getroffen, daß an diesem Tage alle an statt-« Wilhelmsdad vorüberkommenden Züge anhalten; außerdem ist auf der Station blrectei £'Ie8r“fma'ins"ft6"Xid,:Sei den Aushebungsarbeiten der Pfeiler der ehemalige« römischen Brücke werden gegenwärtig eine große Anzahl grüner unb rother behauener, großer Sandnetne, von denen einige mit 3nfiriftcn bebqit sind, zu Tage gefordert ctJ?nS mzg-r-L über diese Funde haben wir bis 1-tzt noch Nicht erfahren. — Gestern Nachmittag Hai sich bei den Tunnelarbeiten der Umführungsbahn wieder ein Unglücks'»! ereignet, der den sofortigen Tod des Betroffenen zur Folge hatte. Em Tunnelarbeiter aus Württemberg wollt- wä-rend ber Fahrt eines mit Grund beladenen Eisenbahn- zugcs im Tunnel aus einen d-r Puffer eines kleinen Transportwagens springen U°i rascher aus dem Tunn-l herauszukommen. Der Arbeiter sprang aber ML so daß bit Näder des letzten Wagens dem Unglücklichcn über den Hinterkopf und die Beine gingen, in Folae dessen ber Mann sofort tobt »ar. — Der Rhein ist in ben letzten Tag!« ganz -norm gewachsen Heute Mittag zeigte ber Pegel Meter 1,21; l-iber scheint dieser für bie Schifffahrt so günstige Wafserstand nicht anhalten zu wollen, benn nach einer rBer Lttz- fcjdja irte an Nichts Achten -] ans ■ Koch, 's eine ebneten he Bi- Tabal- ms btt - Wahl Bremen letrife. Nbett. stacht« fwn tta> ifbeftims leit wirb jabe her >a bajln, , daß die Sammer Mich. IskMM n meisten :riW in. bei chst bett it Eis«- ttoaigtt mehmai wirb jur rmenpu^er i Schck!« ia Unit e geste n e, ba6 |ii i mirbnt, MÄ »er§ rA ruj MÄ 7 Ur in r bte M 2 @t«nk« ite fflorj» ne§ 8* unb 50 * :en gebet!1 u vttkausev gtanbe e» JanntW'* auch nichu ■go jgbt e Frag- ber «läget: gtnnbe p jteiunbl' ■ reitll' ;n *!» Jen, * nsb«d i:° art «■ ziist u««1 ’tenW bem N‘ 7Ä ?S* 'N S ition . eje®’®» "Et- •’W SS MM iö* - 6 a r I /-10 Uhr Hochamt und Predigt: Pfarrer Rady Um 2 Uhr Festandacht. Donnerstag den 18. Mai, am Feste Christi-Himmelsahrt, findet um 9 Uhr Vormittags in der Hospitalkirche altkatholischer Gottesdienst statt. Zugleich wird während desselben Gelegenheit zum Empfang des heiligen Abendmahls gegeben werden. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 7 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Nachmittag 4 Uhr. Sabbath-Ausgang 8 Uhr 25 Minuten, WochewAbend 8 Uhr. Für die russischen Juden sind zu den früheren 368 X bis heute weiter bet mir eingegangen: Von R. O. 20 X, von den Mitgliedern der tsrael. Gemeinde Vetzberg 41 X, von B. K. F. M. 4 X, von H. K. 1,50 X, von F. K 5 X, beim Hochzeitsmahle des Herrn Bär von Leihgestern 15 X, N 32. 2 X, Frl. B. Habenicht 2 X, N. N. 3X, Frau Bayerthal 2X, Frau Sannchen Hornberger 10 X, Summa 105,50 X, insgesainmt 473,50 X — Mit herzlichem Danke die Bitte um weitere Zusendungen. Rabbiner Dr. Levi. Wafferwärwe der Lahn. Am 12. Mai, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 11° R., Luftwärme + 15V? R L. Ehr. Rübsamen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 15. Mai 1882, von Nachmittags 2 Uhr an, soll im Gießener Stadlwald in dem District Hangelstein nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Scheith KnäpPelh. Stockh Relsh. Rrntr. Rrntr. Rmtr. Wellen. Buchen 6 76 16 650 Eichen 16,4 18 15 360 Die Zusammenkunft ist auf dem Weg nach Daubringen an der 2. Schneise. Gießen, den 9. Mai 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 3376 Bramm. Versteigerung von Pflaflerarbeit. Dienstag den 16. dS. MtS., Vormittags 10 Uhr, soll auf der Bürgermeisterei zu Röthges die Pflasterung einer Ortsstraßenrinne mit Lieferung von 20 bis 24 Cbmtr. 1. Sorte Pflasterstein und ebensoviel Sand, öffentlich versteigert werden. Hungen, den 11. Mai 1882. I. A.: 3402 H e i n e ck, Bezirksbauaufseher. Verkaufs-Anzeige. Mittwoch den 17. dS. MtS., Vormittags 11 Uhr, sollen im Clubgebäude dahier circa 10 Dutzend durchschnittlich noch gut erhaltene Stühle, mehrere Tische und 30 Paar Fensterjaloussieläden öffentlich gegen Baarzahlung versteigert werden. 3395 Gießen, den 10. Mai 1882. Im Auftrag des Gesellschaftsvereins. Ferd. Broel, Bautechmker. Samstag den 13. Mai, Nachmittags 2 Uhr, werden inder Flett'schenHofraithe dahier 2 Schränke, 1 Kommode und 1 Sopha öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 12. Mai 1882. Bauer, 3414 Großh. Gerichtsvollzieher. Allgemeiner Anzeiger. Verkauf einer Mnhlkn-Einrichtnng. Die vollständige, noch sehr gute, nach neuerem System construirte Mühlen- Einrichtung in der Freiherrlich Riedeselischen Mühle zu Schadges bei Lauterbach, bestehend in Wafferrad mit eiserner Rosette, zwei Mahlgängen mit conischem Getriebe, Schrot- und Putzmühle :c. rc., soll aus der Hnnd von unterzeichneter Verwaltung verkauft werden. Lauterbach, den 2. Mai 1882. Freiherrlich Riedeselische Renteiverwaltung. Weil. 3260_____________________________________________Petri. Empfehle für bevorstehende Saison: (■eranium, Fuchsien, Heliotrop, Petunien, Lobelin, Teppichbeetpflanzen, Sommerblumen, sowie verschiedene andere Pflanzen rc. in schönen, starken Exemplaren zu billigen Preisen. 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Nachmittags 3 Uhr im Gasthof „Zum Löwen" dahier: 1 cornplettes Schmiedehandwerkszeug, als: 1 Ambos, 1 Blasbalg, 1 Schraubstock, 1 Feueresse, Hämmer, Zangen, Feilen, Eisen ic, ferner 1 Waschtisch, 1 Nachttisch, 1 Bett. Die Versteigerungen finden bestimmt statt. Gießen, den 11. Mai 1882. Bühner, 3398 Gerichtsvollzieher. Feilgebotenes. Echt Emmenthaler Schweizer-Käse in feinster vollsaftiger Waare, Prima Limburger - Häse, Bayer. Bier-Käse sHandkäse) mit Kümmel, längl. Fapons, empfiehlt 3415 ___jFr. Seibel. Weiße und farbige Kinder- kleidcheu, Piqus < Paletot, Tragkiffen und Tragkleidcheu empfiehlt in größter Auswahl zu äußerst billigen Preisen das Weiß- waaren- und Ausstattungsgeschäft von Joseph yttirh. Gießen, 3394 __Schulstraße. Schablonen $um Wäschezeichnen. (T Auch werden solche nach jeder Zeichnung sofort extra angefertigt. 3273 __Ernst kglüsr, Mäusburg. 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B. 101. 3006 In meinem neuerbauten Hause (Bahnhofstraße) ist ein Laden mit Logis, sowie zwei Familienwohnungen, bestehend aus 4 Zimmern, Küche und Zubehör, bis Anfang Mai zu vcrmiethen. _____________W llh. Plank. Zu vermiethen: Eine Wohnung im Vorderhaus und eine Wohnung im Nebenhaus bei 2702 Slugust Kröll, Seltersweg. 3161 Familienlogis zu vermiethen. _______Weruh. Brück, Flügelsgasse. 1940 Südanlage 30 ist der unterste Stock vom 1. Juli ab zu vermiethen. * __ Prof. Naumann. 1775 Der erste Stock meines Hauses, 4 Zimmer mit Zubehör, ist per 15. Juni (event. auch früher) anderweit zu vermiethen. Franz Gcrbodc, Kaplansgasse. 2820 Die obere Etage meines Hauses ist zu vermiethen. Justus Lenz am Bahnhof. Vermischte Anzeigen. 3404 Einen Arbeiter sucht P. Jos. Möbs, Seifenfabrik. Gesucht" ein tüchtiger Reisender zum baldigen Eintritt. Offerten an die Exped. ds. Bl. 3408 Ein Mädchen, welches im Nähen und Bügeln erfahren ist, sucht Stelle als Hausmädchen auf Johanni. Zu erfragen bei H. Jentzen, Bahnhofstraße 133. Georg Fran®* 3167 in Reiskirchen Lehrer A. Hcid, „ Steinbach G. Löwenberg, „ Steinheim Konr. Herrnbrod, „ Treis a. d. Lda. I. Becker VI., „ Wieseck Lud Kolb II. Laufende Versicherungs-Summe........ Prämien- und Zinsen-Einnahme........ Kapital- und Prämien-Reserve für eigene Rechnung Grund-Kapital der Gesellschaft........ sich und ertheilen nähere Auskunft in Gietzen F. Hoffmann, „ Alt-Buseck W Körber II., „ Ettingshausen S. Löwenberg, „ Gröningen G H. Bender, „ Lang-Göns Hrch. Mohr, Vaterländische FeoerversicliernDgs-Adiengesellschalt in Elberfeld. Geschäftsstand am 1. Januar 1882. M. 2 678 164132.— „ 4 657465.50 „ 4631622.14 „ 6000000.— Zu Versicherungs-Abschlüssen gegen Feuer- und Explosions-Gefahr empfehlen Einein verehrlichen Publikum Gießens und Umgegend zeige hierinit ergebenst an, daß meine neuen MIiiihi- und Badeanstalten für Herren, Damen und Kinder mit dein ersten Mai vollständig fertiggestellt sein werden. Die Vollkommenheit der inneren Einrichtungen läßt mich erwarten, daß mein Unternehmen Anerkennung finden wird und lade zum Abonneincnt, sowie zu Einzelbäderu höflichst ein und verspreche aufmerksame prompte Bedienung. Achtungsvoll 3077 Zu dem am 2£. Mai stattfindenden Hall für Israelilew im Gasthaus „Zum deutschen Hof" ladet höflichst ein Butzbach. Das Comite. Sonntag den 14. Mai: CROSSES CONCERT ausgeführt von der Capelle des 2. Grossh. Hess. Infanterie- Regts. Nr. 116 (42 Mann) unter Leitung des Capeilmeisters Herrn C. Krausse. Anfang VA Uhrt --- Entree 30 l»fg. 3417 Turnverein. Abmarsch nach Münzenberg: Sonntag Morgen 5 Uhr von der Turnhalle. 3403 Der Vorstand. Mini ,M null" In Welzlar. Unterzeichneter empfiehlt den Herren Reisenden seinen neu eingerichteten Gasthof in schönster Lage der Stadt, vis-ä-vis dem Dom. Durch eine Reihe comfortabel eingerichteter Zimmer, ausgezeichnete warme und kalte Küche, reingehaltene Weine, vorzügliche Biere, sowie aufmerksame Bedienung werde ich meine Gäste nach jeder Richtung hin zu befriedigen suchen. Auch steht für dieselben ein Billard neuester Coustructiou zur gefl. Verfügung bereit. Wetzlar, im Mai 1882. Hochachtungsvoll 3405 Aug. Götz. Die trauernden Verwandten 3411 Ein tüchtiger, kräftiger Haus- bursche kann sofort bei mir Eintreten. Louis Lenz, Restaurateur. Nach Hilfe suchend, durchfliegt mancher Kranke die Zeitungen, sich fragend, welcher der vielen Heilmittel-Annoncen kann man vertrauen? Diese oder jene Anzeige im- ponirt durch ihre Größe; er wählt und in den meisten Fällen gerade das — Unrichtige! Wer solche Enttäuschungen vermeiden und sein Geld nicht unnütz ausgeben will, dem rathen wir, sich von Richter's Verlags-Anstalt in Leipzig die Broschüre „Krankenfreund" kommen zu lassen, denn in diesem Schriftchen werden die bewährtesten Heilmittel ausführlich und fachgemäß besprochen, so daß jeder Kranke in aller Ruhe prüfen und das Beste für sich auswählen kann. Die obige, bereits in 500. Auflage erschienene Broschüre wird gratis und franco versandt, es entstehen also dem Besteller weiter keine Kosten, als 5 Pfg. für seine Postkarte. 488 Anstreicher-Gehülfen sticht C. Stcphany in Wetzlar. 3336 Gesucht. Mehrere tüchtige Ausputzer können noch Beschäftigung finden in der mcchan. Schuhfabrik von K. Grünebaum. 3379 G-lmbnuus. Freitag den 12. und Samstag den 13. Mai: CO XCEKT des Original-Tanz-Trio der Komiker-Gesellschaft I. Weiß und Trabant aus Mainz. Anfang 8 Uhr. Entree frei. Cs ladet höflichst ein 3416 Bit Gesellschaft. 3393 Vom Bahnhof nach dem Riegcl- pfad ist eine silberne Ctzliudcruftr mit Sekundenzeiger und silbernem Kettchen verloren worden nnd wird der ehrliche Finder gebeten, solche an die Exped. d. Bl. gegen gute Belohnung abzugeben. MjriJlun. Abfahrt von Gießen nach: Frankfurt 2”, 4-«, 5«*, 6« 8>°», 11'° j.« 76 * 750. Marburg 838, 852. Cassel 1217*, l3», 33», 9»*, ll33, !>«', 44s s«». Wetzlar' 6", 8--, 12, 1“, 4«, 4”, 7-' 750 90s. Ems-Coblen, 6», 8--*, 12, l56, 4«, V*. Deutz 6", 12, 4”. Fulda 6'6, 12, 5. Lauterbach 615, 12, 5, 731. Gelnhausen 8-°, 12», 4'°. Nidda 8“, 12», 4«, 7'6. Ankunft in Gießen von: Frankfurt 1», 8», 939*, H“, 2«, 4-’ 72s, 836*, 12» *• Marburg 632, 73°. Cassel 213 313*, 8»*, 1128,430, 65-*, IP Wetzlar 7-st 9», ll33, 12«»*, 3», 43», 6* 832* 11». EmS-Coblen, 9'°, ll33,1233* 3«, 6«, 8111 Deutz 11”, 43-, UM. Fulda ll-3, 429, 10. Lauterbach 8», 11“, 4--, 10. Gelnhausen 9», S36, 656. Nidda 6* 9-°, 3* «'«. * bedeutet Schnellzug. Die fetten Ziffer» die Nachtstunden. Geld Cours. 20-Francs-Stücke. . • do. in ’/s . Englische Souvereigns . Russische Imperiales Holländische fl. 10-Stücke Ducaten...... Dollars in Gold . . • X 4. 16 21-24 16 18-22 20 37-42 16 72-77 16 70-72 9 51-56 4 20-24 Verantwortliche Redaction: A. Schepda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch in Gießen. Hf*1 1 Eckilbmf Grchherzi g«rbe-ü pl« bin Msks c 1 Me 1 erinnert. M Bmi W trfh Utoimim Müewilu ™ ®qii8 «1 ‘arattK Wfe. vorhstÄtt bräponibf des Abg. die > lichen @( um nieUc -"mme, ÜSe befar tat regel btm Heus * M * @enof ,*«*861 nie v. s bstreffend A-r oil Wnbt oj * nw i, »Jnterpe Öft?