Dienstag den 12. December L882. Nr. 290. c,t gwßen ichener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohu. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. sschäft uswahl: i, sd Grössen, toff und Leder, ■ellan u. "Wachs, ''risuren, e, Strümpfe efc igen Preisen. ,rnirt, in grosser ♦ Volfstrasse 13. 4 [ folgenden Ver-1 weg Nr. G, »bürg W ine ; Weine. j per Flasch q Jtl- ♦ » 2-50 4 u 2.-; ■?»; , 2.50 ♦ ” 2.50 f eil* «««>’ ,r#,ri Amtlicher T 8 eil. Gießen, am 11. December 1882. Betreffend: Die Landgestüts-Anstalt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler für 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherroglichen Bürgermeistereien des Kreises Sie haben binnen 8 Tagen zu berichten, wie viele Scheine Sie im Jahr 1883 für zum Bedecken zu bringenden Stuten bedürfen werden. I>r. Boekmann. Deutschland. Darmstadt, 8. December. Von Großh. Regierung ist den Ständen eine Vorlage, betr. das Secundärbahnwesen, zugegangen, welcher verschiedene umfängliche Anlagen beigegeben sind. Die Vorlage besteht in einem Gesetzentwurf nebst Motiven, die Eisenbahnen von localeni Interesse und die Straßenbahnen betr. Durch dieses Gesetz soll zunächst die Grundlage für die staatliche Förderung des Localbahnwesens gegeben werden, ähnlich wie solches auch in anderen Staaten bereits geschehen ist. Findet der Gesetzentwurs bei den Ständen eine günstige Ausnahme und gelangt das Gesetz bald zur Verabschiedung, so kann alsbald ein weiterer Gesetzentwurf wegen Erbauung einiger Localbahnen den Ständen zur verfassungsmäßigen Berathung und Beschlußfassung mitge- theilt werden. Die bezeichneten Anlagen bestehen: 1) In den aus Wunsch der Stände veranlaßten Erhebungen über die Verkehrsverhältnisse der Gegenden, für welche Secundärbahnen in Antrag gebracht worden sind. 2) In einer Uebersichtskarte über die Secundärbahn-Projecte. 3J In einer actenmüßigen Darstellung der an die Großh. Negierung und an die Stände gerichteten Gesuche wegen Erbauung von Secundärbahnen im Großherzogthum Hessen, sowie in einer Vorprüfung der von einigen Eiseubahn- Eomit^s vorgetegten generellen Secundärbahn-Projecte. 4) In einer Ueberficht der Gesetze und Verordnungen, betr. den Bau und Betrieb von Secundärbahnen, Localbahnen und Straßenbahnen in Ländern außerhalb Deutschlands und in deutschen Bundesstaaten. Die unter Pos. 3 und 4 bezeichneten Anlagen hat die Großh. Regierung bereits durch Druck vervielfältigen lassen, so daß dieselben sofort bei den Mitgliedern beider Kammern zur Vertheilung gebracht werden können. Darmstadt, 9. December. Bezüglich der durch die Ueberschwemmungen verursachten Gefahren für den allgemeinen Gesundheitszustand hat das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz, Abtheilung für öffentliche Gesundheitspflege, unterm 7. o. Mts. an die Großh. Kreisgesundheitsämter folgendes Ausschreiben erlassen: Durch die ausgebreiteten Ueberschwemmungen der letzten Wochen wird, zumal da die Jahreszeit dem schnellen Wiederabfließen des Wassers und dem Austrocknen der überfluthet gewesenen Objecte in hohem Grade ungünstig ist, der allgemeine Gesundheitszustand in hohem Grade gefährdet. Obwohl es nicht Sache der Großh. Kreisgesundheitsämter ist, die zur möglichsten Beseitigung dieser Gefahr dienlichen Maßregeln selbst anzuordnen, so wird Ihnen doch vielfache Gelegenheit gegeben sein, in dieser Beziehung den Kreis- und Localbehörden mit Ihrem Rathe beizustehen, und wir hegen das Vertrauen zu Ihnen, daß Sie hierbei sich nicht auf das Abwarten etwaiger Requisitionen beschränken, sondern aus eigener Initiative und thunlichst nach sorgsamer Augenscheins-Einnahme Anträge stellen werden, wo immer sich eine passende Veranlassung dazu findet. In erster Linie wird darauf Bedacht zu nehmen sein, daß die dem Wasser ausgesetzt gewesenen Wohn- und namentlich Schlafräume nicht eher wieder bezogen werden, als bis sie einer gründlichen Reinigung, Trocknung und Auslüftung bei gleichzeitiger Erwärmung unterworfen worden ivaren. Insbesondere muß hierbei den Fußböden Aufmerksamkeit geschenkt und die Frage erwogen werden, ob sie nicht auszubrechen sind, um die durchfeuchtete, und zum Vermodern geneigte Füllung der Zwischenböden durch neues, trockenes Material, eventuell unter gleichzeitigeni Theeranstrich der Balken, zu ersetzen. Wenn der Bewurf der Wände wegen Rässe herabgeschlagen werden muß, darf nicht eher wieder frisch verputzt werden, als bis die Wand völlig trocken ist. In geeigneten Fällen wird der Reinigung der Wohnräume eine Desin- section derselben durch gründliches Ausschwefeln, Entwickelung von Chlor- und Bromdämpfen oder Anstreichen der Wände und des Fußbodens mit etwa 4 pCt. Lösung von Carbolsäure zu folgen haben. Durchnäßtes Bettstroh und dergl. ist nicht zu desinficiren, sondern zu verbrennen. Die Kellerräume müssen vor dem Wiederbezug des Hauses wasserfrei sein und bedürfen unter allen Umständen neben der gründlichen Beseitigung des Schlammes einer Desinfection, da vorauszusetzen ist, daß das in sie eingedrungene Grundwasser bei der allseitigen enormen Durchfeuchtung des Bodens der Umgegend in hohem Grade mit sich zersetzenden organischen Materien verunreinigt ist. Es empfiehlt sich hier, beim Rückgang des Wassers und wenn dasselbe nur noch einige Centimeter hoch im Keller steht, rohe Carbolsäre, etwa 50 Cubik-Centimeter für den Quadratmeter Bodenfläche, demselben beizumischen, um durch die versickernde Flüssigkeit zugleich den Untergrund zu desinficiren. Die Wände des Kellers sind mit verdünnter Lösung von Carbolsäure oder von Eisenvitriol (ebenfalls von etwa 4 pCt.) abzuwaschen. Wenn es möglich ist, soll demnächst die Kellersohle ausgehoben und durch frisches Material ersetzt werden; eine Drainage des die Häuser umgebenden Untergrundes ist zu empfehlen. Die Brunnen in den überschwemmt gewesenen Territorien sind sofort auszupumpen und gründlich zu reinigen. Wo durch eine ausgiebige öffentliche Wasserleitung genügende Aushülfe beschafft werden kann, wird es rathsam sein, den Gebrauch der sämmtlichen Pumpbrunnen auf längere Zeit polizeilich untersagen zu lassen; lassen dies die Umstände nicht zu, so ist einestheils darauf hinzuwirken, daß die Benutzung der einzelnen Brunnen von einer, womöglich öfter zu wiederholenden chemischen Untersuchung abhängig gemacht wird, andern- theils das Publikum darüber zu belehren, daß das Abkochen des Wassers vor der Benutzung in seinem Interesse liegt. Die Abtrittsgruben der überschwemmt gewesenen Häuser sind schleunigst vollständig zu entleeren. Wenn in Folge der Ueberschwemmung irgendwo erhebliche Krankheits- Erscheinungen auftreten, erwarten wir Ihren sofortigen Bericht. Berlin, 9. December. Reichstag. Etatsberathung. Schatzsecretäe Äflrchard theilt mit, daß der Reichskanzler auch heute durch Unwohlsein verhindert ist, an den Sitzungen theilzunehmen. Abg. Minnigerode ist für die Berathung beider vorgelegter Etats. Richter (Hagen) ist nicht gegen eine Steuer, welche den Spiritus an der Quelle treffe, wohl aber gegen die Wedell'sche Börsensteuer und die Erhöhung der Holzzölle. An der Branntwein- und Rübenzuckersteuer müsse jede Reform ausetzen. Finanzminister Scholz bemerkt, auch die preußische Regierung beabsichtige, zweijährige Etatsperioden einzuführen. Bundesraths-Bevollmächtigter v. Rostiz-Wallwitz sagt, bei Vorlegung des Doppeletats habe den Bundesregierungen die Absicht, das Etatsrecht des Reichstags anzugreifen, ferngelegen. Auch Bennigsen bekämpft die Vorlegung des Doppeletats als verfassungswidrig und er hofft Mehrerträge aus einer Reform der Rübenzuckersteuer. Berlin, 9. December. Dem Bundesrath und Reichstag ist nunmehr die „Denkschrift des Centralverbandes deutscher Industrieller, betreffeno die Kranken- und Unfallversicherung der Arbeiter", zugegangen. Es ist ein umfangreiches Aktenstück von 150 Quartseilen und zerfällt in drei Theile: 1. Bemerkungen und Anträge zur Regierungsvorlage, b-tr. die Krankenversicherung; 2. Entwurf eines neuen Gesetzes üb5 ölCfjCnf 11. X-/CV ' rr„ fnmmpn in her Tbat AU Anfana Namen der Superintendenturen und Decanate. ernsteren Ruhestörungen unter den unteren Klaffen der Bevölkerung führen könnte. Der englische Consul war nicht abwesend. Im'Besitze von Georgskreuzen sind. Der Kaiser umschritt alle Tffche und brachte die Gesundheit der Decorirten aus. deren Zahl 1800 beträgt. Abends fand im Nikolaisaal ein aroßes Diner für die GeorgsrUter statt. Der Kaffer saß zwischen den Feldmarschällen Großfürsten Nikolaus und Michael und brachte zwei Toaste aus. Der erste lautete: „Ich trinke auf bie Gesundheit unseres ältesten Georgritters Sr. Majestät d tz Kaisers Wilhelm", und der zweite: „Auf die Gesundheit der anwesenden und abwesenden Georgritter". Diese Toaste wurden mit einstimmigem enthusiastischem Hurrah von allen Festtheilnehmern aufgerommen. „ . — Aus Anlaß des heute stattsindenden 50;ahrigen Jubiläums der Nikolai- Akademie des Generalslabs sind die Großfürsten Nikolaus Nikolajewitsch und Michael Nikolajewitsch, sowie Graf Kotzebue. Graf Heyden, Graf Totleben und der General Radezky zu Ehrenmitgliedern der Nikolai-Akademie ernannt worden. Lokales. December. lTurnveretnj Die von dem htestaeni Turnoerem IUM Bfftender u'bmchir^mmten dks Großherzogthums proiectlrte Wohllha Igk-tts- L-llung wirb, wie man uns m.tthelli, nicht stattfinden d° d-m V-r- n °-nge- ne s ' Weihnachten nicht .mehr zur Verfügung steh und nock. ander. Hmd n sse b) ^urch^Kassenstatut kann bestimmt werden, daß auch den in einem Kranken- } hause untergebrachten Erkrankten, welche keine Angehörige haben, neben: der freien Kur und Verpflegung ein Krankengeld bis zu einem Achtel des oAS- üblichen Tagesverdienstes gezahlt wird. w 16. Zu § 63. Um irrthüml'che Auslegung dieses dre Erncytung von Bau Krankenkassen betreffenden Paragraphen vorzubeugcn, müßte hinter „sowie in anderen und 3 haben dürfim zweckmäßig sein, hier s-stzust-ll-n, daß die General- Versammlung nur aus fämmtlicken »m°nnl.ch-nVKafi-nmitgU-d-rn bestehen darf. 12 S 34 Absatz 2. Der erste Satz dieses Absatzes lautet. Die V-rlreiuna (der Arbeitgeber In dem Vorstände und der Generalversammlung der Kass?) ist^nach dem Verhältnitz der von den Arb-ckg-bern aus eigenen Mitteln zu rablendm Beiträge zu dem Gesammtbetrage der Beitrage zu bemessen. „Hrfikhen * P1 gSitiMefe“ «eftimnuinß ßnb wir emoerstauden. müssen uns aber entschieden gegen die tn dem folgenden Satze enthaltene Einschränkung und daher für dre Streichung btefe8 Nk"F°rschLwüLnswerth, Absatz 2 des § 36 wie folgt zu fassen: ^Verfügbare Gelder dürfen nur in öffentlichen Sparkassen ober• wie Selber Be- •S'S’bä.!;‘b,ÄK?a$ * w «" Ärsö-Ä mm. ______ gen, lieg tn Üiqei uniyvv gabundus" nennt sich selbst Zauberposte, uno cs iomn 11 ui vu - Der französische Consul sprach gleichzeitig die Besurchtung ^°b\um Schluffe Feen und Zauberer aus di-Buhne, 'm Uebrigen tragt aus, daß das lange Hinausschieben der Zahlung der Entschädigungssummen zu nicht im C 1 Q‘~ nr Die sonstigen Bestimmungen dieses Paiagraph.n halten wir im Interesse der Durchsüh-rtarkeit der Krank«n sllr UN« geboten^ b höheren Ver- ÄfHi««Rhäarbe Oie bei 8 11 bestimmt, das Recht emgeräumt werde, für die Ge- mcind^Kiankenk'osse mehrere Gemeinden zu vereinigen, sowie anzuordnen, baß an die Stille der Gemeinden die Orts - Armenverbände oder größere Communal - Verbände treten. @rroäflunfl, daß die Berechnung der Beiträge nach dem Durch- k-nArb-it-rn «Äffe d°s wirklich verdienten Lohnes, nicht nach dem Durch- schnitt des TagelohnS erhoben werden. f Folgen der Doppelwährung für die Krankenkassen abzuschwächen, halten wir för nothwendig, den Absatz 3 faf’ mitaliebern welche gleichzeitig anderweit versichert sind, ist die statutenmäßige bestimmt werden", würde demgemäß als Absatz 4 nur Bezug auf die letzten Nrn. ~ 6. December. (Schluß des Regierungsblattes für die evanz. Kirch e deS Großherzogthums Hessen. Siehe Nr. 289 des Anzeigers.) Gemischte Ehen, Taufe, Confirmation betreffend, geben wir folgende Tabelle: ren, 11 iucccmoer. [Jti/tutn.] Nestroys Stück „2umPJtci-Va - nennt sich selbst ^auberposse, und es kommen tn der That zu Anfana .«e.nSLlLI aLkrpr Hilf die Rülme. im Uebrigen tragt es aber auch Hierzu wird bemerkt: Die Zahl der gemischten Ehen ist . Trauung überhaupt unterblieben ist: in der Supenntendentur Darmstadt bei M. ev. 33 mr7UU19ä- -? ev 37 (146—109), in der Superintendentur Mamz bet M. ev. 45 , Jon? eü' 57 —141—84), daß mithin ein erheblicher Theil der blos bürger- r h*tn ffMAlieftunacn auf ßemifdjte Ehen fallen muß. Die kirchliche Trauung wurde - n*beib®n ®upetintenbenturen bet Eheschließungen evangelischer Männer tn den weitaus - Ä W’ÄÄ» » MM ? Krankenkasftn betreffenden Paragraphen vorzubeugen, mühte hinter „,°ane m anoere.." ^«mtenbrat« u-brigens bas Wort »derartiger ^S?ch'der 7n"diesem Paragraph enihaltenen Bestimmungen ^ 'unverkennbar noch nicht W. auf? ®^b\U;nUbr über die eingeschriebene Hülsskasse verweisen wir auf das unter Nr. 13 zu S Ab- ftatmtfber^SrttTen6 Bevölkerungsverhältnisse statistische Angaben über fafe ~ o Statuten bestehender Kassen sind, soweit sie hinsichtlich der I ^te gemischten Eben noch nicht vorliegen. t fo ergeben sich folgende -.....'S.,.... w. ».«.* »Al«« zurück. davon evangeli ch ge^ größten Mehrzahl nach die katholische ?aÄe^erÄeltti?^st mit Sicherh.it ar zunehmen, doch banden sich unter denselben auch ^lanUlClCy« Taufe erpieiren i • p gcmt^ten @^Cn sich nicht ungeben laßt. Calais, 9. December, Ein deutscher Dreimaster, auf der Fahrt von le unß®ic Zahl der Taus'verweigerungen, welche 1880 in der^ ganzen L^esk-r-be g^e- Canton nach Bremen, hat in Folge eines Schneesturms bei Waiden Schiffbruch (ru0, tft zusammen 10. Es ist mcht an. gelitten. Die aus 11 Mann bestehende Bemannung wurde in einem Boot aus 173 auf«, fWt werbet^ (®^a“mf«bt ”nftaltrtcngäaen ene ausdrückliche Ablehnung offener See von einem Fischerboot angetroffen und ist hier angekommen Das ^n^m-n, oap bie Kinder taufen zu lassen stattgesunden ha. Schiff ist durch einen Remorgueur in den hiesigen Hafen geschleppt morden. «' « Mßla«d. ,-h. U.er SÄÄ » ermitUlt wÄ " eie ich« Auffahrt nach dem Wmte, palais. Bei dem Galadmer brachie der Kaiser b-griffen d-r QU§ ber katholischen Kirche m her' Supenntenb nta einen Toast auf da? Wohl d's ältesten OidensrttterS. des Kaisers Wilhelm und die Kur vanoesirrm « ' 16 Personen, auS der sreivrotestantsicken Eemeinschast übriaen Ordensritter auS in welchen die Versammelten enthusiastisch einfifmmten. enftb" tuV mainf 124 (®ecanat Alzei 5b, Mainz 2, Wollstem 21 Abends 8 Uhr beaab sich das Kmserpaar mit Familie nach dem Anpschkow-Palais. l^ b g@46” 2tu?ilctreten stn'> 2 P-rsonen sie 1 in b^ Siip-rmdentur DarmstaM und Mr die unteren Mstitärchargen ist heule Abend eine Theatervorstellung. Tut tafb Kircbe >u anderen christlichen Conscfsionen 27 in der Sup. Darm- Petersburg, 9 December. Zu dem gestrigen G orgsordenSseste erschienen der Sbtn3,2^terte oabl p^lhellt sich auf die Decanate Erbach (12) und Reinheim (15) und Kaiser und bie Kmlerin aus Gaischma gegen 11 Uhr Vormittags. Um 12 Ubr begann f '• Ü bertritte zu der altlutherischen Gemeinbe. Im Vorjahr wari di. GeMmmt. die Feier welcher alle Mitglieder der kaiserlichen Familie beiwohnten. Großsürst vedeutct ueo rrr z KaihodclsmuS die gleiche wie m dieiem, die aus anderen Con. Wladimir comwandirie die Festparade Nach Beendigung ber «lanzenbeu Ceremonie Ä Religionen großer >370). Austritte zur katholischen Kirche sind damals erfolgte, wie früher, in den unteren Korridoren die Speisung der Untermilitars, welche > anderen Eonsessionen weniger (8) erfolgt. „ , . - ,, - .1 m.nK« v.«« rtUAToafromor. Gnh on den Frei« iifen begriffen ch darauf bin, s der Landes- E-rung füllten **lle5ungen § b. Minuten geschah unter Dr. Boekmann. Keil. 8219 der IV. X III. V. bis VIL X. VIII. 2 8136 Enders. 548 194 131 278 152 2 2 24 13 78 57 43 15 12 8 E >D © 218 60 275 553 Um V2II Uhr piobucute sich dann Herr „Eintracht" auf Einladung des Mainzer Zuschauer erbat sich eine collccte wir^ fortgesetzt Gießen, den 11. December 1882. )357 1615 2053 .2025 Äerndel und Verkehr. Frankfurt, 9. Dezbr. Aus dem heutigen Markt kostete der Centner Heu 14 3 00—4.00 Stroh X 1.70—2.00, Eier das Hundert X 6.20—7.50, Stück 6—8 Butter 1 Qualität X 1.35, 2. Qualität X 120, Kartoffeln per Centner X 3.00—3.50, Kopfsalat per Stück 5 H, Wirsing 6—8 Rothkraut 12—20 H das Stück, 65—75 pr. Pfd., Huhn «X 0, 1 Ente «X 1.50—2.00, 1 Taube 60—70 4, Hahn X 1.50-2.00. _________ 1 ~ « i E Z S “ - E o-B iE' gl Tempel blüder- Kirch, «mde SabeUe; Bekanntmachung. Die Schulgelder für die höhere und erweiterte Mädchenschule, sowie für die Stadtknaben- und Stadtmädchenschule pro II. Quartal 1882/83 — Juli bis September er. — können in den nächsten 8 Tagen an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur hiesigen Stadt- I^gdverpachtung. Freitag den 29. ds. Mts., des ittags 1 Uhr, wird die am 6 Januar k. I. lcihfällige Jagd in der Gemarkung Cleeberg, ca. 1224Hectar 25 Ar, bestehend aus Wald und Feld, auf die Dauer von 6 Jahren in dem Rathhaus dahier öffentlich verpachtet. Cleeberg, den 6. Dezember 1882. Der Bürgermeister: Meine Weihnaehtsausftetlung m Glas- und Porzellan-Spielwaaren, ferner: Glasperlen, Bügel u. dgl. zum Schmücken des Christbaumes empfehle bestens. b E. Grebhardt, Reichensandlmhnhofstraße Ur 32. prÄ»^ ' 12 1 4017 4030 4816 «i ^"Ärr ^Ritter von Palm hatte vorgestern Abend zweimal Gelegenheit, vor zahlreich eisäNenenen Bewunderern eine Probe seiner unübertroffenen Fertigkett tn der Scdnellmalcret abzulegen und fand beide Male, wie wir vorweg bemerken, einen außer- gewöhnlich, ja stürm schkn Se.faß. Zuerst um 8 Uhr Abends trat er vor einer biftinauirten Versammlung im Officierscasino auf. Der prächtige Tanzsaal batte sich Kauz gefüllt und war das Officiercorps fast vollzählig mit feinen Damen erschienen, an der Spitze der Gouverneu' o. Woyna und andere Generale. Der Künstler loste die ihm gestellte ziemlich complicirte Aufgabe, Schwttzerlandschast mit Tannengruppe, Senn- bütte mit Gletscher bei Sonnenuntergang, in 21 Minuten und unter reichem Beifall. Besonders schätzmswerth für ihn dürste Die Anerkennung gewesen sein welche ihm ein M-talied der Gesellschaft zollte, welches selber einen hohen Rang ttnmmmt rn den Reihen ausiezeichncter Dilettanten. - "" ** Sn"" *’rr ü. Palm abermals und zwar im Casino „ , . Csther-Clubs. Die außerordentlich zahlreiche Menge der Zi Rbeinlandschast mit Ruine bei Abendbeleuchtung und nach 18 ----- „ . . stürmischem Applaus der letzte Pmselstrich. Heute Abend 8 Uhr wird Herr v. Palm im kaufmännischen Verein, „Frankfurter Hof", einen Vortragsabend abhalten. r Gießen um 139 gc- : Ehen in den beiden rher. Die kirchlichen ' gemilchter Eheschließ- lerfelben die kirchliche rmftabt bei M. ev. 33 Mainz bei M. ev. 45 Lhril der blo§ dürgn- chliche Trauung wurde Rannet in den weitaus fall), Mainz 104 en-, Männern fällt in der ,,'che Seite (64 kath, (mit ie 42). UebrigcnS en Gebiete zur vollen ^mftabt und Gießii! ltistische Angaben udn so ergeben sich folgend! uperintenbentur Dam- 134+ W also siiv davon evangelislb+ 1326 (710 +# 594. M dl nad) die WWL ch nicht a^eden M ien Landeskirche 9 d^. Sw*’*1 :U1 Sie e|lle 4 L 125 586- ® in,,nl>entiir in bet Uiafnj a " »abt un» 27 tn ber ü wib ) und Reinh^ @e|Qatmt; Iljahr d/ren Aeikgeöotenes. 8206 Mehrere ein- und zweispännige LchUtten zu verkaufen bei Heinrich MühUch, Wagnermeister. I 1. in 2. „ 3. „ kaffe bezahlt werden. Das Schulgeld beträgt von einem Kind: a. Für die höhere Mädchenschule: I. und II. Klaffe 18 X. fl-.r das Naive: er behandelt die Götterwelt ungefähr in dem Sinne, wie bie Verfasser der „Schönen Helena" gethan haben.^ Die poetische Auffassung, ^er reckte Humor Raimunds war se+ncm Nachfolger vollständig abhanden gekommen, nbe^raf ihn dieser an schneidigem Witz, an sarkastischer Scharfe. Die unverwüstliche Lebensfähigkeit des ..Lumvaci-Vagabundus" bewährte sich auch gestern wieder. Allseitig wurde mit Luft und Liebe aespielt, was um so anerkennenswerther war als ■i'Jmctften Kräfte durch die Nachmittagsvorstellung schon tn Anspruch ö^nomtnen mären. Das durch tausend Sprühteufel des Uebermuths und allerliebste ^oboltstreiche »naufbörlich beschäftigte sehr zahlreiche Publikum kam aus dem Gelachter nicht heraus, und^ fouerlicbie «K - wenn wir von der matmelhaften must alstchen Be- aleitung absehen - durchaus befriedigend. Herr Janez Mally war als Schneider dlwirit höchst beweglich; den dummen Stolz des Parvenüs tm zweiten Act fedoch farbenreich und charakteristisch wiederzugeben, gelany ihm nicht ganz. Sem Darstellungstalent liegt eben auf einem andern Felde. Die Hauptperson des Stuckes, der Schuster Knieriem, wurde von Herrn Kuba le ausgezeichnet gegeben. .Schon die Maske war vortrefflich gewählt; jede Miene, jede Bewegung dieses Typus eines Vagabunden erregte stürmische Heiterkeit. Recht frisch und gefällig spielte Herr P allma n ben Tischler Auch die anderen Mitwirkenden boten ihr festes. . Gestern tagte in Frankfurt im Hotel „Zum Gutenberg der Delegirtentag frr hessischen Feuerwehren. Unter den zur Verhandlung gelangten Gegenständen der ZagesÄunT eben wir hervor, baß die. von Groh Ministerium S-n-hnngten Statuten der U nterstützungskasf e für freiwillige und wohl organi- s i r t c Pflichtseuerwe hren berathen und en bloc angenommen wurden. (Die Statuten bestimmen u. A-, daß, wenn ein Feuerwehrmann bei einem Vr^nde oder einer Uebung Schaden nimmt, ihm für die Dauer emer bestimmten Zett der 2lr- Leitsunfäbiakeit pro Tag 2 Mark vergütet werden- Halt die Arbeitsunfähigkeit längere Seit an, fo werben bem Feuerwehrmann pro Monat 45 Mark und außerdem für TiOftor und Apotheke die Summe bis zu 175 Mark vergütet.) Vertreten waren auf dem Delegirtentag: Starkenburg »ut 21 Sttmmen, .Oberhessen mit 16 und Rhein Hessen mit 9 Stimmen. , Unter den von^Ob.rheffen vertretenen Stimmen waren die beiden hiesigen Feuerwehren mbegrfffen. letztere haben auch ihren Beitritt zu der von der Aachcn-Munchener Feuerversicherungs-Gesellschaft begründeten Unterstützungskasse für verunglückte Feuerwehrleute ange- reigt. Einem desfallsigen Antrag entsprechend, beichloß die Delegirtenverfammlung, daß für die Folge die Ausschußmitglieder bei allen Landesverfammlungen Sitz und ^timnU-fyabenJ am Dienstag Abend in Wenzel's Garten sich yroducirenden Schnellmaler Ritter von Palm schreibt die „Mainzer Abendpost" aus Mainz vom „„treitt ab« ’S @ i it 0 e U7 n H. . Am heutigen Tage erneut sich die alljährlich um diese Zeit ftattflndende Er- aänzmigswahl zur hiesigen Handelskammer. Diesmal sehen mir als ausicheidende aber wiederum wählbare Mitglieder die beiden Präsidenten derseloen, einstimmig durch die Kammer als solche ernannt, und als dritten den seitherigen Vertreter unserer Kammer am hessischen Handelskammertag. Ist m Hinblick hierauf an der Wiederwahl dieser Herren auch nicht zu zweifeln, so thue darum doch etn ^eber leine Schuldigkeit, damit diesen Männern unseres Vertrauens ein recht zahlreiches Votum nickt fehle. . —----—....------- b. Für die erweiterte Mädchenschule 10 tX. Bei dem Besuche dieser beiden Schulen durch mehrere Kinder derselben Eltern ermäßigt sich das Schulgeld für das zweite Kind auf zwei Drittel, für das dritte und jedes folgende auf die Hälfte des für ein einzelnes Kind zu zahlenden Betrags. c. Für die Stadtknaben- und Stadtmädchenschule 1 JL Bei dem Besuche dieser Schule durch mehrere Kinder derselben Eltern ermäßigt sich das Schulgeld ebenfalls für das zweite Kind auf drei Viertel, für das dritte und jedes folgende auf die Hälfte des für ein einzelnes Kind zu zahlenden Betrags. Gießen, den 7. December 1882. Der Stadt-Rentmeister: Freitag den 15. Dezember, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht die Hofraithe des Karl Baum dahier Flur 1/252, 81 Mtr. Hofraithe am Teufels- Lustgärtchen, Meistbietend versteuert werden. Gießen, den 1- Dezember 1882. Großherzogliches Ortsgericht. 8016 Müller. Mittwoch 6ni 13. b Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Fl etfschen Hofraithe dahier 2 Kühe, 1 Kalb und 1 Kleiderschrank gegen Vaarzahlmig versteigert. Gießen, den 11. Dezember 1882. In Beurlaubung des Gerichtsvollziehers Geißler: Geißler, 7210 Gerichtsvollzieher-Aspirant. 8207 Buchenes Absallholz zu oer kaufen. Heinrich Mühlich. Vorzügliche Kochbutter empfiehlt billigst C. G EiGinhonn’s Delicatiesgenh.dig. 8220 8208 Alic Sorten Lebkuchen, Tchaum- consect, Pfcffernüffe rc. empfiehlt Georg Busch. errenkragen, Manschetten, Shlipse, Hosenträger, Unterhosen, Unterjacken, Cachenez, Jagdwesten Grünbera, 9. Dezember. lFruchtpreisc.) Weizen -4L 18.28, Korn M. 15-36, Gerste M 12.80, Hafer M 11.90, Erbsen M 20.00, Lei, J4 00.00, Samen JL 22.00, Kartoffeln JL 5.28. AraMsurt a. M«, 11. December, Siachmittags 2 Uhr — Min.. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Baickgeschäst Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 247 V?, Staatsbabnactien 2963/i, Galizier 2595/b, Lombarden US1/*, Nord- weftbahnactien 170^, Darmstädter-Bankactien 1533/4, Oberschlesische E.-B^-Act. 258Vt, Oesterr. Silberrente 65V«, 4% Ungar. Goldrente 73'/s, 4°/n 1880er Russen 687/y, 5o/o 1877r Russen 863/4, 2. Orient-Anleibe 543 s, Spanier 619/16, 5ü/o Rumänische Rente 92 R X Corps „Hassia" sucht alsbald ein gutgelegenes, geräumiges Kneiplokal. Offerten unter C. H. postlagernd Gießen. 9217 X X X X bitte baldgefälligst an mich gelangen zu lassen. Im Interesse einer hübschen Ausstattung derselben ist es nicht zu empfehlen, bis zur letzten Stunde zu warten. Hochachtend A. Scheyda. Moritz Heichelheim' Verkauf von Staats- Bank- & Wechselgeschäft ) papieren etc. 7172 PROGRAMM. 1. Trio in Es-dur, op. 70, für Piano, Violine und Violoncello,............von a. Poco sostenuto. Allegro ma non troppo. b. Allegretto. c. Allegretto ma non troppo. d. Allegro. 2. Concert-Arie „Bella mia fiamma, addio“ . . „ 3. Sonate in E-moll für Violine mit Clavierbe- gleitung.............» a. Largo, b. Allegro con fuoco. c. Menuett- Gavotte. d. Giga. 4. Lieder für Sopran: a. Das Schloss am Meer (von Uhl and) . „ b. Geheimniss (von Pohl) ......„ 5. Quartett in G-moll, op. 25, für Piano, Violine, Viola und Violoncello.........„ a. Allegro, b. Allegro ma non troppo. c. Andante con moto. d. Presto. L van Beethoven, W. A. Mozart. Fr. Maria VeracinL Joachim Raff. Hermann Götz Johannes Brahms- Der Flügel von B1 ü t h n e r ist aus dem W. R u d o 1 p h’schen Pianofortelager- Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Ricke r’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der W. R u d o 1 p h’schen Musikalienhandlung ä JL 2.50 (Sperrsitz ä Jt 3.50) zu haben. 8205 Ginladung. Zu der Christbescherung unserer Kleinkinder'Bewahranstalt, die ain nächsten Sonntag, den 17 Dezember, Abcnds 6 Uhr, in der städtischen Turnhalle stattfinden soll, laden wir alle Freunde und Wohlthäter unserer Anstatt^ sowie die Eltern unserer Kleinen hiermit freundlichst ein. Als Eintrittsgeld zum Saal der Turnhalle sollen 20 H, auf die Gallerie 10 erhoben werden. Etwa uns zur Christbescherung noch zugedachte Geschenke wolle man baldigst uns zukommen lassen. Gießen, den 11. Dezember 1882. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. ______Dr. Naumann, Pfarrer.___ Verein der nationalen und liberalen Partei. General -V grsammlung Dienstag den 12. Dezember, Abends n Uhr, im Cafe Balser. Tagesordnung: 1) Rechnungsablage. x 2) Vorstandswahl. 8198 Mer Vorstand.__ llandelskaimnerwalil. Zu der heute Nachmittag (2 — 6 UhrO stattfindenden Ergänzungs- wabl schlag' n wir die auescheioenden Mitglieder, die Herren: Gduard Silbereisen, Ludwig Georgi, Sigmund Heiä-eiheim zur Wiederwahl vor, indem wir überzeugt sind, daß durch dieselben unser Interesse nach jeder Richtung gewahrt wird. Wähler. 8024 6887 Von Großherzoglichem Amtsgericht Gießen bin ich zum gerrcht- y M liehen Taxator bestellt und eidlich verpflichtet worden. Hierauf 0 x Bezug nehmend, empfehle mich zu allen in dieses Reffort gehörigen 5% V Handlungen, als zu gerichtlichen und außergerichtlichen Taxationen, Erbvertheilungen und sonstigen Auseinandersetzungen rc. rc. V A Gestützt aus langjährige, vielseitige Erfahrungen in allen Zweigen y (A des Handels, wird es auch fernerhin mein Bestreben sein, mir das Ver- Q trauen eines verehrlichen Publikums zu erwerben und dauernd ztt be- X W wahren. Indem ich bei vorkommenden Fällen um gefällige Aufträge Q bitte, zeichne Achtungsvoll X X Rothenberger, Lindenplatz 8. w Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der B.rühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießev. Hierzu eine Verlage.