Nr. 212. Dienstag den 12. September 1882 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau r Schulstratze B. 1b. Erscheint tL^lich mit Ausnahme des Amtlicher Hheit. Preis vierteyährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh,. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Betreffend: Die Einrichtung von Strafregistern und die wechselseitige Mittheilung der Strafurtheile.^'e”' Qm J’ ^^ptember 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises (mit Ausnahme von Gießen), sowie an das Großherzogliche Polizeiamt Gießen. ... Wir benachrichtigen Sie, daß die Mittheilungen von strafgerichtlichen Verurtheilungen vom 1. Oktober I. I. an nicht mehr, wie seither an die Orts- genchte, sondern an die Lokalpolizeibehorden zu machen stnd. } , Eden Ihnen deßhalb die durch Mitthellungen in Strafsachen erwachsenen Akten der Ortsgerichte überliefert werden und haben Sie vom 1. Oktober l. I. an die seither von den Ortsgenchten geführten Strafregister weiter zu führen. __________________ Dr. Boekmanrr. m , r£ c . Gießen, am 9. September 1882. betreffend: Dre Erbauung und Unterhaltung der Kreisstraßen, hier Abhaltung von Zahltagen in Grünberg, Hungen und Lich. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 1 c benachrichtigen Sie, baß nach Beschluß des Kreis-Ausschusses der Rechner der Kreiskaffe angewiesen worden ist, künftig jeden Monat zwei Wahltag und zwar m ©runberg, *jungen unb Lich abzuhalten. An diesen Zahltagen, welche in Hungen und Lich am 1. und 3. Montag eines jeden Monats, Vormittaas m Hungen und Nachmittags m Lich, und am 1. und 3. Mittwoch eines jeden Monats in Grünberg abgehalten werden sollen, können die Lieferanten und Accordanten ihre aus der Krei^affe zu beziehenden Gelder in Empfang nehmen; auch können Zahlungen an die Kreiskaffe geleistet werden Bum erstenmal wirb hiernach der Kreiskasse-Rechner am 18. d. M. in Hungen und Lich und am 20. d. M. in Grünberg anwesend sein. Sie wollen dies in Ihren Gemeinden bekannt machen. ____ _______Dr. B o e,k mann. Aeutschland. Darmstadt, 9. Septbr. Der Prinz und die Prinzessin von Wales werden nächsten Montag hier zum Besuch des Großheczogs erwartet und tret-n von hier aus am darauf folgenden Tage die Rückreise nach England an Darmstadt, 9. Septbr. Se. Königl. Hoheit der Großherzog nahmen heute Meldungen entgegen und empfingen den Geheimen Oberrechnungsrath Heß den Kreisarzt Dr. Jhring von Bingen, den Kreisbaumcister Groß von Nidda' den Ministenalrath i. P. Kammerherrn Frhrn. v. Preuschen, den Hofceremonien: mefiter v. Werner, den Hosjägermeister v. Werner, den Hoftheater-Director Wünzer; zum Vortrag den Staatsminister Frhrn. v. Starck und den Geheimen ^taatsrath Meisenzahl. Berlin, 8. Septbr. Mllitärpflichtige junge Männer, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse auf den einjährig - freiwMgen Dienst im Heere Anspruch machen können, haben stch in letzter Zeit häufig mit den anderen Militärpflichtigen der allgemeinen Musterung in der Absicht unterzogen, erst von dem Ergebnisse derselben die Wahl des einjährig-freiwilligen Dienstes abhängig'zu machen Es scheint hierbei die Absicht unterzulaufen, daß schon der Besitz des die erforderliche wissenschaftliche Befähigung nachweisenden Zeugnisses ohne Weiteres die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienste verleihe und daß man sich deshalb vor Geltendmachung derselben ohne Nachtheil die größere oder geringere Wahrscheinlichkeit zu Nutze machen könne, welche die Theilnahme an der Musterung und Loosung für die gänzliche oder theilweise Befreiung von der activen Dienstpflicht bietet. Zm Interesse aller Bethelligten möchten wir hier aus das Irrtümliche einer solchen Auffassung nachdrücklichst aufmerksain machen Nach den Bestimmungen der Ersatzordnung,erlangen auch Diejenigen welche wegen ihrer durch Schulzeugnisse bestätigtenKlorbildung ein Anrecht aus den einjährig- sreiwilligen Dienst haben, die wirkliche, Berechtigung hierzu erst dadurch daß ihnen dieselbe durch Ertheilung eines Berechtigungs-Scheines zuerkannt ivird Das Gesuch um Erthellung dieses Berechtigungs-Scheines ist innerhalb der in der Eriatzordnung bestimmten »rift bei der. zuständigen Prüfungs-Commission für Einjährig-Freiwillige anzubnngen. Die Versäumung dieser Frist hat in der Regel den Verlust des Anrechtes auf den einjährig-freiwilligen Dienst zur Rotoe D° ferner für die Feststellung der Diensttauglichkeit der Einjährig-Fr^willigen besondere Bestimmungen gelten und diese gemäß des. Reichsmilitär-Gesetzes von der Theilnahme an ver Loosung ausdrücklich ausgeschlossen sind, so darf sich ein Militärpflichtiger, der von seinem Anrechts auf den einjährig-freiwilligen Dienst Gebrauch machen will, der allgemeinen Musterung und Loosuna nickt unter- zrchen. Thut er dies gleichwohl und hat er vorher die Berechtiauna um ein- Vhng-freiwilligen Dienst nicht nachgesucht, so geht er des Ansvrucks seiner activen Dienstpflicht in dieser Weise genügen zu dürfen, verlustig ' - Die „Berl. Polit. Rachr." schreiben: Die Auflösung der Berliner Stadtverordneten-Versammlung, die wir schon vor längerer Zeit als wahrscheinlich bezeichnen konnten, ist nunmehr als nahe bevorstehend anzuseben Aus diesbezüglich geschehenen Antrag des Staatsministeriums hat der Kaiser die Auflösung des Collegiums genehmigt. Dieser Maßregel, deren Bedeutuna wir nicht im Mindesten unterschätzen, liegen nicht Gründe der sog hoben Polit'k sondern vielmehr nur factische Verhältnisse unter, deren Erwägung allerdings M einer so durchgreifenden Maßnahme wie die bevorstehende AuMuna der Stadtverordneten-Versammlung führen mußte. 9 — Wie verlautet, haben die Provinzial - Schulcollegien soeben mittelst Ministerial-Verfügung den Auftrag erhalten, die Versicherung von Sammlungen und Bibliotheken staatlicher Unterrichts-Anstalten gegen jede Feuersgefahr zu bewirken. Breslau, 9. Septbr. Der gestrige Fest-Commers der Studentenschaft im Saale des Concerthauses verlief äußerst glänzend. Der Rector Magnificus^ die Universitäts-Professoren, nahezu vollzählig, die Schulräthe, Gymnasial- und Realschul-Directoren wohnten demselben bei. Studiosus Bayer wies in seiner Festrede auf die historischen Momente hin, welche Schlesien und namentlich Breslau mit dem Herrscherhause der Hohenzollern verbinden. Der Redner forderte die akademische Jugend zur Treue gegen den König und zur Vaterlandsliebe auf und schloß mit Wünschen für das Heil Sr. Maj. des Kaisers und des gejammten Hohenzollern'schen Hauses. Die Rede wurde mit großem Enthusiasmus ausgenommen. — Bei dem heutigen Empfange der Studenten-Deputation, die vom Rector Biermer vorgestellt wurde und die von der Studentenschaft beschlossene Huldigungs-Adresse überreichte, sprach Se. Maj. der Kaiser in längerer Antwort zunächst seine Freude aus über die in der Adresse ausgesprochenen Gedanken und Gesinnungen, von denen er wünsche, daß sie immer festere Wurzeln im Volke fassen möchten. Es seien seit 1848 so mancherlei beklagenswerthe Strömungen zu Tage getreten und es sei Manches vorgekommen, was man in Deutschland nicht für möglich gehalten habe. Der Höchste habe ihn auf einen schweren Posten gestellt und ausgewählt, um zu vollenden oder vielmehr weiterzuführen was, wie in der Ansprache an chn gesagt sei, schon so lange erhofft wurde' Er habe versucht, das Erstrebte auf friedlichem Wege zu erreichen; als er aber 1870 gezwungen worden sei, das Schwert zu ziehen, habe er es gethan und nut ihm Deutschlands Fürsten. „Gesiegt aber habe Ich nicht, denn den Sieg giebt der Höchste." Zum Schluß ermahnte der Kaiser die Anwesenden, die in der Ansprache ausgedrückten Gesinnungen nicht nur in ihren Herzen lebendig zu erhalten und zu Thaten werden zu lassen, sondern auch in immer weiteren Kreisen zu verbreiten. Endlich erkundigte sich Se. Majestät noch eingehend nach der Stärke und dem Wachsthum der verschiedenen Fakultäten und nach den persönlichen Verhältnissen der Deputations-Mitglieder. Hochbeglückt durch die Huld des Kaisers verließ die Deputation das königliche Palais. Breslau, 9. Septbr. Se. Maj. der Kaiser ist um 3V2 Uhr im besten Wohlsein vom Paradefelde hierher zurückgekehrt. Die Parade des 6. Armee- Corps, welche Generallieutenant v. Schleinitz commandirte und die vom schönsten Wetter begünstigt war, ist glänzend verlaufen. Die Paradeaufstellung war auch dieses Mal in zwei Treffen erfolgt, das erste Treffen, aus 9 Regimentern Infanterie, 1 Regiment Fußartillerie, 1 Pionier- und 1 Jägerbataillon bestehend, wurde von dem Generalmajor von Osten-Sacken commandirt, das zweite Treffen, das 2 Kavallerie-Brigaden, die Feldartillerie-Brigade und 1 Trainbataillon umfaßte, stand unter dem Befehl des Generallieutenant v. d. Burg. Im Ganzen standen 18,000 Mann Infanterie und 3000 Pferde, sowie 76 Geschütze in der Parade. Se. Maj. der Kaiser stieg beim Eingang zum Paradefelde zu Pferde und brachte fast 3 Stunden im Sattel zu. Ihre K. K. Hoheit die Frau Kronprinzessin folgte Sr. Majestät auch heute zu Pferde. Um 41/2 Uhr findet ein Galadiner im königlichen Schlosse statt. Der Vicepräsident des Staatsministeriums und Minister des Innern, v. Puttkamer, ist heute hier eingetroffen. — Heute Abend gelangten vor Se. Maj. dem Kaiser und den fürstlichen Gästen die historischen Aufzüge im General-Landschafts-Gebäude zur Ausführung. Dieselben waren durch die Schönheit der darstellenden Persönlichkeiten Die Proklamation der Pforte gegen Arabi zu machen. Türkei. Konstantinopel, 9. Septbr. Die Pforte hat gestern wtederum eine Note an Konduriotis gerichtet, in weicher auf bte fortdauernden Rüstungen Griechenlands und die Agitationen hingewiefen wird, die bestimm,Meten, ote Bevölkerung auszureizen. Die Pforte verlangt, bte griechische Regierung solle energische Maßregeln ergreifen, um bet gesahrbrohenben Situation em Enbe hat solgmdm ^^n"bek'annt, daß durch die kaiserlichen FümanS der Kalts Mehmet Tewfik als Khedtve von Egypten eingesetzt worden ist. Derselbe ist demgemäß der Repräsentant des Sultans, ausgerüstet mit der vollen Machtsülle der karserllchcn Regierung bezüglich der Verwaltung von Egyptem Folglich zieht ein jeder Widerstand geg^r eine Befehle und jede Mißachtung seines Willens ernste Verantwortlichkeit nach sich. Arabi bat indem er die heiligen Vorschriften des Gesetzes verletzt hat, die Schuld auf fd) geladen, eine Einrichtung der Regierung angegriffen zu haben, er hat den.Frieden und die öffentliche Sicherheit gestört; er hat den Tod und den Rum emes großen Theils des Volkes verursacht und endlich hat er die bewaffnete Intervention fremder Mächte veranlaßt. Die englische Regierung, welche zu allen A^iten der Pforte be- reundet war, wurde gezwungen, das Bombardement von Alexandrien zu unternehmen, weil die Errichtung von neuen Befestigungen und die Aufstellung von Batterien Mißtrauen einflößte und diese Handlungen als eine Drohung und Jem englische Flotte, welche im Hafen ankerte, betrachtet wurde. Wiederholt hat die Re- gierung des Sultans Arabi den Befehl erthcilt, die Befestigungsarbeiten einzustellen und die englische Flotte nicht zu Feindseligkeiten zu provociren. Sie wies auf die Gefahren hin, welche aus einer den Ansichten der kaiserlichen Regierung entgegengesetzten Haltung hcrvorgehen würden. Arabi aber weigerte sich. auf die Rathschlage der Pforte zu hören und den Befehlen derselben Folge zu leisten. Versuche wurden gemacht den Kampf in Alexandrien darzustellen als eine gerechtfertigte Selbstverthei- digung Seitens der egyptischen Armee. Aber in Wahrheit hat Arabi kernen anderen ^we/gehabt, als die Stadt zu zerstören, Zwiespalt unter den Einwohnern Egyptens zu stiften, in der Absicht, allen Projecten persönlichen Ehrgeizes freien Spielraum zu lassen. Das ist vollständig durch seine ganze Haltung erwiesen. Ware es anders, so hätte er alle Maßregeln vermeiden müssen, welche d-e englische Flotte provociren konnten, so hätte er den Befehlen, die ertheilt wurden, gehorchen müssen, sowie den Vorschriften des heiligen Gesetzes. Dann hätte er nicht im Interesse feiner eigennützigen Absicht das Vergießen des Blutes Unschuldiger verursacht und hatte ferner nicht^die kaiserliche Regierung allen Gefahren ausgesetzt, die aus der Intervention einer fremden Macht in Egypten mit Raturnothwendigkett hervorgehen müssen- Durch die Besetzung des Palastes des Khedive während des Bombardements hat er den englischen Admiral veranlaßt, zum Schutze des Khedtve Truppen zu landen, was als ein Vorspiel zu der militärischen Intervention zu betrachten ist. Die kaiserliche Regierung hat eine Commission nach Egypten abgesendet, der Derwisch Pascha, Essad Effendr, Lebib Effendt und Kadri Effendi angehörtcn; die Aufgabe der Commission war, Arabi zu veranlassen, nach Konstantinopel zu kommen, ihn aufzufordern, nicht auf seinem bts- beriaen Wege zu verharren, und endlich die egyptische Frage in solcher Weise zu losen, dak eine ausländische Intervention nicht erforderlich wäre. Die Commission hatte Arabt und feinen Anhängern zu erklären, daß ihr Verfahren unüberlegt und ungefetz- war daß es d7r kaiserlichen Regierung große Nachtheile bereitet, und daß für den ^all sie auf ihren Wegen beharren würden, die Regierung gezwungen sein würde, Gewalt amuwenden Die Commission. machte bei Arabi alle möglichen Argumente und Crwäaungen geltend, welche das heilige Gesetz und die Zettlage nahe legen. Arabt I.late nickt nur keine Neigung, zu gehorchen, er erklärte sogar offen, daß er aus dem einmal betretenen Wege beharren werde, daß er Jeden, der in Egypten entfallen werde, mit den Waffen zurückweisen wolle, einerlei, ob es Fremde oder Andere feien, und daß felbft die oitomanischen Truppen ketnes anderensEmpfanges gewärtig fein dürften. Diese Eiklärungen Arabt's sind in dem Bericht der Kommissare vollinhaltlich wtederg-geben. Es ist nicht nothwendig, auf die Jllegialität und die große Tragweite des von Arabt aefaüten Entschlusses hmzuweisen, sich nach Kairo zurückzuztehen und dort eine zu der aesetzlichen Regierung in Opposition stehende Regierung einzusetzen. Es ist aber augenscheinlich daß so lange als Arabi und seine Partisane in ihrer bisherigen Haltung nerbarren so lange sie ihre Handlungen mit einem Scheine von Loyalität umgeben und ibre schlimmen Absichten verheimlichen, um das Volk durch falsche Versprechungen m aem nnen 6krbur* @n8lanb sich genöthigt sehen wird, um seine militärische Posit on aufrecht tu erhalten seine Streitkräfte im Verhäliniß zu der ihm gemachten Opposition ?u ye7mebrem ES ist eine natürliche Consequen, dieser Lage der Dinge, d°ß das otto- manische Reich die politischen Schwierigkeiten, von denen es umgeben ist, hterdurch nur nermebrt Hebt ohne daß für Egypten die Möglichkeit eines G-wmnes refultirt. Im (Seaentbell d e gegenwärtige Lage kann einer wichtigen Provinz, bte etnen (nteflnrenben Tbttl bes ottomanischen Reiches bildet, nur Nachthe.l bringen, ganz abgesehen von den nerfckiedenartiaen Schwierigkeiten, welche hinsichtlich der kaiserlichen Beziehungen zu anb^eu 'Mächten daraus erwachsen können. Die Handlungen, deren sich Arabi schuldig aemacht hat unb die volle Verantwortlichkeit, welche auf ihm lastet, besonders wegen feiner unsinnigen Erklärungen, betreffend den Widerstand gegen ottomamsche Truppen, find 5^ndsiingen, auf welche die schwersten Strafen anwendbar sind, Desten unge- ackiet wurde in Betracht gezogen, daß Arabt die Gnade und Verzeihung seines Sou- n7rain?anaefleht hatte, daß er die vorher im Namen der Armee gegebene Erklärung Gehorsams gegen seinen Souverain und der Treue und Subordination gegen den ^-»btve welche damals auf sein besonderes Andrängen veröffentlicht worden war, noch- inurbe un? eine Gerichtskostenrechnung vorgelegt, welche auch in weiteren Kreisen Intereste erregen dürfte. Ein Geschäftsmann klagt bet einem benachbarten Amt eine Forderung von 17,50 Mark ein. Nachdem die Sache bis zur Ansetzung des Verkaufstermtns gediehen und durch den Glanz der Kostüme höchst wirkungsvoll. Nach der Festvorstellung fand der Ball statt. Majestät die Kaiserin hat auf die Adresse des 'Frauenveretns, in welcher den Gefühlen der Trauer Vorstandes des Vaterlandrsch n F uei v Unfalls verhindert wurde, Breslau । ertheilt: ,Jch habe den Ausdruck der mit ihrem Besuche zu oeeyrr, i »rauenüerein§ mit aufrichtigem Danke erhalten und Theilnahme bes Vaterimid fchen ^"en mctnc§ schmerzlichen Bedauerns erwidere dankbare Anerkennung kundzu- gchen welche ich für ihre bewährten Leistungen den schlesischen Vereinen von Herzen entgegenbrmge. gez. Augus^." Majestät der Kaiser zweimal an die „ 7. Bei der ^“XrmTment§ bQ§ er Merst im Schritt und dann irn Trabe bei Spitze seines Lelb^Mrassurregimems, ou^ » ' ^schah seitens Sr. K. K. Hoheit $ormltto8 18 $fetbe mit b.n nöthigen Equ.pag-n für ben Kronprinzen unb bie Kron- xrinzefsm E O-st-rEpb-er ci^tr^gL der Prinz Karl von Preußen hat heute Mittag die Rückreise nach Berlin angetreten. England. London, 9. Septbr. Eine Depesche des „Evening Standard" aus Kasiassin von heute früh meldet, es stehe ein allgememer Zusammenstoß nut den T uppen Arabi's bevor, das Feuer der Infanterie habe bereits begonnen nrit aroßter Eile seien Artillerie und Verstärkungs-Tmppen nach Vorne gesendet worden. Arabi lasse seine Truppen gleichfalls vorgehen, von denselben seren etwa 5000 Mann sichtbar geworden. — Ein Telegramm der „Dally News" aus Kassasstn von heute Vor- mittaa meldet: Heute früh 8 Uhr brachten die Vedetten der Kavallerie dre Nachricht daß sich der Feind in großer Stärke von der Nordsette der Ersen> bahn her nähere. Die Engländer waren sofort unter Waffen. Das Geschutz- seuer begamr um 7 Uhr. Die Truppen Arabt's breiten sich m großer Aus- dehnung^aus, die englischen Verstärkungen nähern sich von Mahsameh her. Die englische Infanterie ist gegenwärtig im Vorrücken, die Truppen Arabi begmnen^ch Muckzuztchen^^ 2Ibenbblätter bringen eine Depesche aus Alexandrien von heute, wonach gestern Abend arabischer Pöbel dw aus Eingeborenen bestehende Polizeiwache angriff und vertrieb die bei dem Galgen^ausge- stellt wurde, an welchen der Mörder zweier Engländer ausgehangt worden^ war. Der Pöbel bemächtigte sich des Körpers des Gehängten, um denselben embal- iamiren ;u lassen und will den Hingerichteten als Heiligen verehren. ' London, 9. September. G-neral Wolf-ley berichtet in «biet.3*/,JDMtai non Kassassin heute Mittag expedtrten Depesche: Eine beträchtliche Streitmacht des Feindes rnachte heute bei Tagesanbruch eine Recognoscirung gegen unsere Borposten, ropnernt Mtllis rückte vor griff den Feind an, warf ihn mit Verlusten zurück und rmhrri ihm X Gescküke weg' Die englischen Verluste sind unbedeutend. Der Feind zog sich Mute? Cckwerke zurück, von wo « das Geschützfeuer auf eine Entfernung von 5000 Metern fortsetzt. — General Wolseley wird mit allen Truppen nach dem Lag DOn ^LL^0^Zpttm"°-7Em S „Obferner" meldet au« Kassafstn nnn heute früh ‘ Außer den Truppen Arabi's aus Tel-el-Kebir, weich', gestern gegen Äon®®» feuÖerC d^uerte°bis 3 Mr^achmitta^^7as ^igmtttche Gefecht" w7r schon Vormittags 9 Uhr zu Ende. Aegypten. Telegraphische Depeschen. Wolsf's telegr. Correspondrnr-Bureau. Breslau, 10. September. Nach dem Festaottesdienst in der Barbarakirche fuhr Se. Majestät der Kaiser, von Sr. K. K. Hoh. dem Kronprinzen, und sammtnchen hier anwesenden Prinzen des Königshauses gefolgt, die Front der aus dem -palaioplatz ausgestellten Militärvereine Schlesiens entlang, die Vereine und die oersammelten Volksmassen begrüßten Se. Majestät auf der ganzen Fahrt mit endlosem Jubel und stürmischen Hoch- und Hurrahrufen. Später machte der Kaiser dem Großfürsten Wladimir und fe«: tzS Aus der 5 ’J#S& Ml SÄielt, mb'»» M fl M 3«»r unk*!?« ernannt- toll «Wi R°p°ll iiüch Italien zur finbern gefangen Frankreicy Mnijeste des K iirt die Stelle Die Lieferu 5annayjeln: oege vergebet Offerten m Vfiim 20. l. T Gießen, de $to$. Dire Wülwoch von Vor ollen im alt« □erben: Ädauffüllung, Zementlieferun ^laurerarbeü, Eleinhauerarb Zimmerarbeit, -chlosserarber't, Weißbinderach ^altfteinliefen MMckohn, ^Würarbeit, "WketaM, ben1 Ö871 Milllvoih „ „ . Nal M aiis hiesige Ms Schreiners * 1/989, 5( Waelsgc M92 M . daselbst ' Enstbietend ver Nen, ben i 5601 Ämod) i Yvl bi aXXXj IjAj, dasM ™ fS/löaS/, SW. selbst ' m: 02ö9 Carl Hensel 5716 5884 2554 Müller. 5601 Vor- Nachahinungcn wird gewarnt ! fabrlkszeichen Fabrikszeichen. Es wird gebeten Jabrrks^eichen pt verlangen. empfiehlt 3903 LÖ259 Fr. 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Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (F. Chr. Pietsch) in Gießen. v empfiehlt 5717 empfiehlt 5258 Mon Prediger: fr Hebung der Die V Lang- meines Hauses weiter aus 5891 Jermischle Anzeigen. 5897 Penfionäre finden gute Auf- Den Herren Aerzten und den Schwestern, welche unser in Gott entschlafenes Töchterchen lAnu so liebevoll und mit aller Aufopferung behandelten und pflegten, sagen hierdurch den innigsten Dank. Die tiesbetrübten Eltern 5895 Ein armes Dienstmädchen hat in Annerod ein Portemonnaie mit 10 «X 50 H verloren. Der redliche Finder wird ge- beten, dasselbe an die Exped. d. Bl. abzug, 5585 Ein Familienlogis im 2. Stock zu vermiethen und sofort zu beziehen. 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