237 Mittwoch den 11. Oktober 1882. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Bureau: Schulstraße 7. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Politische Ueberficht. Gießen, 10. October. DerHerbstaufenthalt des Kaisers in Baden-Baden, welcher ursprünglich nur bis zuni 8. October in Aussicht genommen war, ist den neuen Dispositionen gemäß bis zum 14. October verlängert worden. Der Gesundheitszustand des greisen Monarchen ist fortgejetzt ein vortrefflicher und unternimmt der Kaiser vor oder nach Erledigung der laufenden Geschäfte täglich Ausfahrten oder macht Promenaden. Die Borboten der wieder beginnenden Thätigkeit auf dem Gebiete der innern Politik haben sich bereits eingestellt, indem die Ausschüsse des Bundes- rathes in vergangener Woche wieder zusammengetreten sind, während das Plenum desselben am 15. October seine Verhandlungen wieder aufnehmen wird. Was die Einberufung des Reichs- und des preußischen Landtages anbelangt, so dürste hierüber in einer am 5. October stattgefundenen Sitzung des preußischen Staats- m.inisteriums ein definitiver Beschluß gefaßt worden sein. Je mehr sich der Wahlkampf in Preußen der Entscheidung nähert, desto zahlreicher erscheinen jetzt die Wahlaufrufe der einzelnen Parteien. Den beiden conservativen Fraktionen ist die Centrumspartei mit zwei Aufrufen gefolgt, von denen der eine sich an die gesammte katholische Wählerschaft Preußens wendet und ziemlich gemäßigt gehalten ist, während der andere speciell an die katholischen Wähler der Nheinlande gerichtet ist und eine weit schärfere Sprache führt. Ferner sind jetzt auch die Secessionisten mit einem Wahlmanffest vor die Wählerschaft getreten, welches sich im Sinne der von dem am 6. Mai d. Js. zu Berlin stattgefundenen secessionistischen Parteitage gefaßten Beschlüsse ausspricht. Außerdem ist auch in Düsseldorf ein Wahlaufruf erschienen, unterzeichnet von angesehenen Mitgliedern der freiconservativen Partei, in welchem zur Vereinigung der Mittelparteien aufgefordert wird. Die Reichstags-Nachwahl im 14. württembergischen Wahlkreis (Ulm-Heidenheim-Geislingen) hat folgendes Endresultat geliefert: Hähnle (Demokrat) 7067, Magirus (freiconservativ) 7043, Bebel (Socialdemokral) 300 St.; es hat demnach eine Stichwahl zwischen Hähnle und Magirus stattzufinden. Die Wahl ist deshalb von besonderem Interesse, weil die Ultramontanen dieses Wahlkreises, welche bei der ersten Wahl einen eigenen Candidaten ausgestellt hatten, diesmal für den demokratischen Candidaten stimmten, was für letzeren einen Zuwachs von ca. 1400 Stimmen bedeutete. Es ist dies einfach die Folge der von Herrn Windthorst jüngst in Köln anempfohlenen Wahltaktik für die Eentrumsmänner, überall da, wo kein Candidat des Centrums oder ein Con- servativer der äußersten Richtung durchzubringen sei, einen „ächten Fortschrittsmann in Wasserstiefeln" zu wählen. „ , In Oesterreich hat sich die Aufregung über die Judenexcesse m Preßburg und dessen Umgebung wieder gelegt, besonders, nachdem durch die eingeleitete Untersuchung erwiesen worden ist, daß die Berichte über diese Vorgänge sehr übertrieben worden sind. Es haben weder Brandstiftungen stattgefunden, noch hat Jemand bei den Exceffen sein Leben eingebüßt; trotzdem ist in manchen Ortschaften sehr übel gehaust worden, so daß die von der ungarischen Negierung angeordnete Verhängung des Standrechtes über das ganze Preßburger Comitat allerdings als eine gerechtfertigte Maßregel erscheint. Die Untersuchung soll ferner bereits festgestellt haben, daß sich an den Exceffen hauptsächlich die slova- kische Bevölkerung, weniger die ungarische, betheiligt hat und daß die ganze Bewegung von Socialisten eingeleitet worden ist. Für die Franzosen, namentlich aber für die Pariser, bildet die in diesen Tagen bevorstehende Ankunft der Madagassischen Gesandtschaft in Paris einen Gegenstand des lebhaftesten Interesses, vor welchem selbst die politischen Taaesfraqen augenblicklich zurücktreten. Die Gesandtschaft soll im Namen der Königin von Madagaskar, Ranavola II., verschiedene streitige Punkte zwischen Frankreich und Madagaskar regeln. Dieselben datiren meist aus den Zeiten, in denen sich die Franzosen auf.Madagaskar — dieser reichen, schönen, circa 10 700 Quadratmellen großen Insel an der Ostküste Afrikas — festzusetzen ver- suckten und laufen die Forderungen des französischen Cabinets im Wesentlichen Lrnnf binaus, Frankreich seinen früheren Besitzstand und womöglich vergrößerten Einfluß auf Madagaskar wieder zu veychaffen. Das englische Cab inet hat sich noch immer nicht bewogen gefühlt, dip Welt mit seinen Plänen bezüglich Egyptens bekannt zu machen, indessen verbreitet sich hierüber trotz dieses hartnäckigen Schweigens einiges Licht. Ein dem Temps" aus London zugegangenes Telegramm meldet, daß die englische Neaieruna beabsichtige, die Controle über die egyptische Finanzverwattung auf- rubeben den Umfang der Befugnisse der Kasse für bte öffentliche Schuld aber m erweitern. Ersteres würde darauf hindeuten, daß England geneigt sei, der egyptischen Negierung in den Finanz-Angelegenheiten eine gewisse Selbstständigkeit zu gewähren; hiermit würde auch die Nachricht im Einklang stehen, daß der frühere englische Finanz-Controleur Colvin, welcher sich auf der Ruckretst nach Egypten befindet, von seiner Regierung angewiesen roorben tft, die Functionen als General-Controleur wieder aufzunehmen. Zieht man ferner bte Versicherung der „Times" in Betracht, daß England Egypten nicht annecttren, sondern nur für das „gemeinsame" Wohl verwalten wolle,, so scheinen bte eng- tischen Pläne bezüglich Egpptens gerade nicht den egoistischen Charakter zu tragen, welchen man ihnen vielfach zuschreibt. Die königlichen Dekrete, durch welche bte ttaltemsche Deputtrten- kammer aufgelöst wird und die Neuwahlen für dieselbe aus den 29 October und 5 November festgesetzt werden, sind nunmehr erschienen. Gleichzeitig tsi auch eine Bekanntmachung erfolgt, wonach der Senat unD bte neue Kammer rum 22. November einberufen worden sind. In Anbetracht der nur noch kurzen Lift bis zu den Eutscheidungstagen wird der Wahlkampf m Italien baldJemen Höhepunkt erreichen; mit besonderem Interesse sah man aber schon feit längerer Seit der Rede entgegen, welche Ministerpräsident de PretiS vor einen. Wählern in Stradella am 8. October zu halten gedachte und von welcher Aufschlüsse über die innere und äußere italienische Politik erwartet werden. Sultan Abdul Hamid hat nunmehr die Ernennungen des Schecks Äbillah zum Scheik-ul-Harem oder Wächter des Heiligthums tzder großen Moschee Mohamed's) in Mekka ratificirt. Hierdurch ist der frühere Groß-Cherit von Mekka, Abdul Mutailib, zu den politisch Tobten geworfen, welcher em erbitterter Christenseind war, zugleich aber eifrigst gegen bte Oberherrschaft bes türkischen Sultans in Arabien intriguirte. Die Entbeckung bteser ^ntriMen hat tedenfalls Abdul Mutailib sein Amt gekostet, das, beiläufig erwähnt, nächst dem Sultanat zu Konstantinopel, die höchste kirchliche Würde des Islam bedeutet In Egypten hat Frau Justitia ihr Amt angetretcn. Arabi Pascha, der mit den übrigen Haupträdelssührern des Autsiandes, circa 80, tn der sog. Mobilienkammer zu Kairo gefangen sitzt, hatte in vergangner Woche bas erste Verhör vor dem Kriegsgerichte zu bestehen. Die Untersuchung wird jedoch absolut geheim gehalten, nur der Proceß selbst soll ostentlich verhandelt werden. — Bezüglich der Entschädigungsfrage meint bte „Gazette Egypttenne , man werde auf die Vorstellung einer Macht hin (welcher?) zwei Entschädrgungs- Commissionen einsetzen, von denen die erste aus den Vertretern aller Mächte mit Einschluß Griechenlands bestehen und die Anträge aus Schadenersatz prüfen werde. Die zweite Commission werde die Mittel zur Zahlung der, Entschädigung untersuchen, da die egyptische Regierung sich weigere, zu diesem Zwecke die für die Staatsschuld bestimmten Einnahmen zur Verfügung zu stellen. — Der „Times" zufolge ist die Zeitdauer der Occupation Egyptens durch bte britischen Truppen aus „vorläufig" 5 Monate bemessen. Man Hofft, daß bis zum Ablauf dieser Zeit die egyptische GenSd'armerie vollständig neu gebildet und eingeübt genug sein wird, um den Sicherheitsdienst nach Abzug, der englischen Truppen Übernehmen zu können. Das Gensd'armerie-CorpS wird haupsachlich aus Albanesen bestehen, die Officiere sollen theilweise Schweizer sein, von denen bereits einige mit einem Jahresgehalt von 70 Psd. etert. engagirt morben jtnu Ueber den zukünftigen Commandeur bes Gensd'armene-Corps verlautet seboch D^e'FriederstSverhanblungen zwischen Chlle unb Peru sM definitw gescheitert, ba Chile jebeS Zugestänbnist verweigert. Der Krieg zwischenHeiden Staaten wirb wohl also von Neuem beginnen und durste bte Welt leider neue Greuelscenen in dem unglücklichen Peru erleben.__ Bekanntmachung. In Gemäßheit bes § 9 bes Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht tm Frieden werden hiermit nachstehende. Durchschnittsmarktpreise vom Monat September^2^veröffentliMi^ ^0 Kilogramm. Gießen, am 10. Oktober 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. p ' Ur. Boekmann. • m. Darmstadt, 8. Oktober. lJ°hr°s°-rs°mnilun^des Deutsch en V^- '■‘hh fkr, *,tmienpf 6,0anhlinb« dnehmer an dem &nStaBe unter Führung mitttag besuchte eine große Zahl der Tyeiineym jcrabenarbeitSanitalt des Herrn Oberbürgermeisters Ohly ne m bwfenfo= stattfindende Ausstellung v°n..§f^gvtsten de^ Handterng abenb§ g1^,. wieder tm Ä« -W" l“*"“““ «•’" dem genannter Herr jum ersten, Herr " - i . Schristsührer gewählt worden, und Herr Rechtsanwalt DrBuchner Sparkassen- re erirt Herr Grubendlrector K n o p 0- g l V-,einsidätigketr im engsten Anschluß Einrichtungen". E,i halt das Oysnm ° r tr bic Ps-nntgsparkassen als H«? Wilhelm Kw°b o°n" als Begründer der Pfennig-Sparkassen zu be- trachten sei. London, 9. Octbr. Bei einer heute in Rotherham stattgehabten Besprechung der Delegirten der Kohlengruben-Arbeiter von Süd-Dorkshire wurde eine Resolution angenommen zu Gunsten eines Strikes, well die Arbeitgeber sich weigern, den Lohn zu erhöhen. — Die „Times" meldet aus Konstantinopel von gestern, Lord Dufferin habe in Beantwortung der türkischen Rote vom 25. v. Mts. erklärt, daß ein Thell der englischen Truppen Egypten bereits verlassen habe und daß die englische Regierung wünsche, den Rest derselben sobald als möglich gleichfalls zurückziehen zu können. Da England aber für die Pacification Egyptens große Opfer gebracht und in dieser Beziehung eine schwere Verantwortlichkeit übernommen habe, müsse es Maßregeln ergreifen, um die vollständige und dauernde Pacification des Landes zu sichern und zu diesem Zweck sei natürlich die zeit- weilige Anwesenheit einer gewissen Truppenzahl in Egypten nothwendig. Alexandrien, 9. Octbr. Die Mörder Cattani's und des Dr. Ribton, find heute Morgen hingerichtet worden. Die Execution erfolgte ohne jede Ruhestörung, obgleich kein englisches Militär zu derselben zugezogon war. Telegraphische Depeschen. Wolft's telegr. Eorrespondenz-Burearr. Baden-Baden, 9. Octbr. Se. Maj. der Kaiser arbeitete gestern längere Zeit mit dem Statthalter G.F.M. v. Manteuffel, besuchte Abends das vom Kur-Comit6 veranstaltete Feuerwerk und erschien später auf der Soiree bei der Herzogin von Hamilton. An dem heutigen Diner bei-Sr. Majestät nahmen Thell der Großfürst Nikolaus, Prinz Alexander von Hessen mit seinem Sohne und die Prinzen von Sachsen-Weimar. Marburg, 6. Oktober. Die Secundärbahn Cölbe-Laasphe soll, wie es heißt, werden"M ^onat§ December d. I. in ihrer ganzen Länge dem Verkehr übergeben r - Der Lambertithurm in Münster, der mit den Käfigen der Wiedertäufer Jahrhunderte hindurch das Wahrzeichen dieser Stadt bildete, soll in Kurzem zum Gegenstanoe eines Preisausschreibens gemacht werden, nachdem man zu der Einsicht gekommen, daß ein großer Thetl des alten Mauerwerks sich erhalten läßt. Schon vor drei Jahren verosfentltchte der Dombaumetster Güldenpfenntg in Paderborn einen Vorschlag, dre Westseite des Thurmes durch vorgelegte Treppenthürmchen zu verstärken, die obern 9r- .. Ai böAst eigenthümlichen Selbstmordversuch machte dieser Tage in Pest Vtlma Schröck-Gazda. Sie nahm in einem Bade Elne Cablm, setzte sich daselbst nicht weniger als 60 Blutegel an den Leib, kleidete sich bei dem Badpersonal Verdacht zu erregen. Rlut veAust^ entkräffet he?ö e angelangt, stürzte sie jedoch, durch den starken zusammen. Die Unglückliche wurde in einer Trag- h6pn r rdaselbst sofort genau untersucht. Man fand dabet f^^Eorper mit Wunden bedeckt und auf der Brust noch etwa 30 Blutegel fest- emgenb Zustand der Armen ist infolge des beträchtlichen Blutverlustes besorgniß- mnrfn5mnn *r11 c S-n' b-Oktober. (Ein verhängnißvoller Kuß.) Ein curioser S!.®' in ^nem Städtchen unseres Regierungsbezirks zuge- ?Cosl. Ztg." schreibt, in Lehrerkretsen heiteres Aufsehen. In ro rf EM wackerer Schulmeister, welcher vor nicht langer Zeit in den roar- Emes Tages beabsichtigte seine Frau, ihn von der Schule zu ernem ^^^crAange abzuholen; als sie vor dem Schulgebäude ihres Gatten harrte, nnf ^gnen und bet Meister von der SchuU sann auf Rettung und »r Vfil1 inr U^Arflf.@ebanfen# ^Eine Gattin in das Klassenzimmer zu nöthigen. Hier gab ?na rmg vor versammeltem Schulvolk einen herzhaften Kutz. Dies nicht a h?rCn ^EhoAe Exercitium kam indessen zu Ohren des Herrn Bürger- V^.g?strenge Vater der Stadt decretirte die Amtsenthebung des Lehrers, SuJ 2 e b5 Königlichen Regierung zu Cöslin Kenntniß gegeben wurde. verlangte nun die sofortige Zurücknahme der Maßregel, der Herr 2 jedoch zurück: „Ich habe verfügt, es bleibt dabei!" Dabei blieb IM Mark "ge no m m en beV renitcnte Bürgermeister wurde in eine Ordnungsstrafe von bringen über den Prinzen Ludwig von Battenberg, der Hbrzog von Connaught in Egypten befindet, folgende hübsche tones PSAfff,ar=,ni9cn Jahren tn Canada aufht-lt, veranstaltete er an Einen Ball, zu dem er gerne Einladungskarten ausgesendet hätte. fuätemr仫 '"J?” ganzen Stadt kein Setzer aufzutreiben. In dieser Ludwig den Eigenthümer einer Druckerei auf, verfügte sich, nachdem S&t* Wte- °n den Setzkasten, zag seinen Rack aus, streifte f-ine Hemdarmel hinauf und druckte sich seine Einladungskarten selbst. Wie die d ° Mitthrilung wohl auf Wahrheit beruhen, indem der Ru^ruckerei e JaraX®"6? lchcn Hofbuchdruckerei in Darmstadt in all- Geheimnisse der ist und auf Schloß Heiligenberg eine eigen- Typographie «an l2? a- b JrP 0r°8cre Schriften u. S(. ein Merkchen für die Königin Olga von Griechenland, herstellte. Der Prinz steht übrigens tn dieser Beziehung unter den Herr W. Schwab bemerkt, bereits im Jahre 1859 habe er im damaligen Wochenblatt die erste Idee zur Gründung einer Pfennigsparkasse veröffentlicht, doch sei dieselbe damals noch nicht zeitgemäß gewesen. Erst das in Darmstadt durchgeführte gelungene Beispiel habe die ganze Angelegenheit tn's Rollen gebracht. Die hier erzielten Erfolge seien der unermüdlichen Opferwilligkeit vieler edler Männer zu verdanken, um deren Besitz manche zehnmal volkreichere Stadt die Stadt Darmstadt beneiden könne. Herr Oberbürgermeister Kuntze (Plauen) spricht in sehr ausführlicher Weise über das Sparkassenwesen im Allgemeinen und legt seine Ansichten in ohngfähr folgenden Sätzen nieder: 1) In allen Gemeinden, wo noch keine Ortssparkassen oder Zweiganstalten (Filialen) von solchen oder doch wenigstens Sparstellen bestehen, sind solche schleunigst zu errichten, und wird die Ausführung dieses Vorschlags insbesondere als eine Aufgabe der Gemeinden bezeichnet. 2) In größeren Ortschaften sind überdies möglichst zahlreiche, den Sparern bequem gelegene Sparstellen außer der Hauptsparkassenftelle einzurichten, als welche auch die Verkaufsstellen für Sparmarken (vergl. Punkt 4) anzusehen sind; 3) Die Geschäftszeit für Annahme von Spareinlagen ist für die Sparer so bequem als möglich und überall so zu bestimmen, daß namentlich auch der an bestimmte Arbeitsstunden gebundenen Bevölkerung möglichst täglich auch außerhalb der gewöhnlichen Arbeitsstunden Gelegenheit gegeben ist, Spareinlagen anzubrmgen. 4) Für kleinste Sparbeträge (10 und 5 H), wie für alle Pfennig-, Schul-, Jugend- und sog. Rabalt-Sparkasfen ist die Einführung der an möglichst vielen Stellen jedes Ortes, insbesondere auch in der Nähe von schulen zu verkaufenden Sparmarken ‘ und Sparkarten schleunigst zu bewirken. b) Für Erreichung der durch Winterbedürfniß-, Miethzins-, Schuldzins-, Steuer-, Confirmanden-. Militärdienst- und Aussteuer-Sparkassen aller Art, wie durch Arbeiter- Dienstboten-, Fabrik-, Lohn-, Alters- und Invaliden-, sowie auch Schuldentilgungs- Sparkassen verfolgten Sparzwecke, ist durch allgemeine Einführung sog. „gesperrter Sparbücher" eine Einrichtung zu treffen, wonach wie bei den ebengenannten Kassen Sparbeträge bis zu einem tm Voraus bestimmten Zeitpunkte mit Hinzuschlagung von Zins auf Zins angesammelt werden können, welche vor dem bestimmten Zeitpunkte vertragsmäßig weder gant noch theilwetse erhoben, bezw. ausbezahlt werden dürfen. Herr Pastor Höpfner (Hannover) hält es in erster Linie für eine Pflicht der Communalverwaltungen, Sparkassen zu gründen und will vor Allem an diese einen Appell gerichtet haben HA 2V. Schwab (Darmstadt) berichtet über das zweite Betriebsjahr der hiesigen Pfennigsparkasse. Es wurden an 5453 Pfennigsparer Büchlein ausgefertigt, meist Arbeiter, welche für sich und ihre Kinder unter eifriger Mitwirkung der Letzteren ihre Einlagen machen. Die Zurücknahme der Einlagen betrug etwas über 11 pCt., bat also gegen das Vorjahr nicht zugenommen. Die wohlthätigen Einwirkungen der Pfennlasparrassen auf die Sparenden werden auch vom Lande gemeldet Nach längerer Debatte gelangte ein Antrag des Herrn Pastor Höpfner (Hannover) zur Annahme, dahin gehend: „Der erste Deutsche Svarkassentag spricht aus, daß es eine Pflicht der Communen und der Sparkassenoerwaltungen ist, durch Gründung von zweckmäßig eingerichteten Pfennigsparkassen oder Uebernahme der vorhandenen dem kleinen Manne das Sparen zu erleichtern." Zum zweiten Gegenstände der Tagesordnung: „Uebcrtragbarkeit der Einlagen" referirt Herr Oberbürgermeister Kuntze (Plauen). Er befürwortet eine Einrichtung, nionacb bei dem Wechsel des Aufenthaltsortes des Sparers dessen Spargeldforderungen leicht von einer Sparkasse auf die andere übertragen werden können, in welcher Begehung zunächst wenigstens der von dem sächsischen Gemeindetage und sächsischen Sparkassentage gefaßte Beschluß durch ganz Deutschland zur Ausführung zu bringen fei. Zu diesem Zwecke, wie überhaupt zur Förderung des Sparens in jeder Richtung und zur Herbeiführung gemeinsamer nützlicher Einrichtungen für diese Zwecke seien Landes-und Provinzial-Sparkassenverbände und durch diese, bezw. mit ihnen ein Deutscher Sparkassenverband zu begründen. — AufAntrag desHerrn Knops (Stegen) werden diese Sätze des Herrn Kuntz e dem zu wählenden Ausschuß zu weiterer Behandlung überwiesen., Zum letzten Gegenstand der Tagesordnung: „Deutsche Sparkassengesetzgebung" bemerkt Herr Dr. Lammers (Bremen), es erscheine ihm nothwendig, auszusprechen, daß, wenn das Reich jemals seine Postämter ermächtigen sollte, Volksersparnisse anzunehmen, gleichzeitig auch eine Gesetzgebung erfolge, welche die wohlerworbenen Rechte der vorhandenen Sparkassen und überhaupt der freien Bewegung auf dem Sparkassengebiete sicherftellt. , Nachdem noch der eifrige Förderer der Schulsparkassen, Herr Pfarrer Senkel (Hohenwalde) über diese Institution kurz berichtet, werden auf Vorschlag des Herrn Kal le (Wiesbaden) die seitherigen Mitglieder des vorläufigen Comite's als Mitglieder des Ausschusses mit dem Rechte der Cooptation gewählt. Es sind dies die Herren Stadtverordneten - Vorsteher Jordan (Glogau), Grubendirector Knops (Stegen), Stadtrath a. D. Krüger (Königsberg), Oberbürgermeister Kuntze (Plauen), Dr. Lammers (Bremen), Oberbürgermeister Pabst (Weimar) und W Schwab sen. (.Darmstadt). Die Versammlung wird 9«/- Uhr geschlossen. (Forts, folgt.) 9- Oktober. Das neueste Regierungsblatt bringt die von dem ^roßh. Bran^ersicherungskasse für das Jahr 1879 aufgestellte, von dem r>her^AttnnrtafrJmI?lCn ^"?^Ersicherungs - Commission geprüfte und von Großh. k?sÄ^Echnungsrammer abgeschlossene Brandversicherungskasse-Rechnung aller^mnabmen^^ I^Mchen Kenntniß. Es beträgt hiernach die Hauptsumme 5 m A8 darunter an ausgeschriebenen Beiträgen für 1879 388 816 ^naserU5>6§^pttaA 14 Bettrag) aus der Provinz Oberhessen aus der Provinz Starkenburg 500,042 jl 31 und aus der Pro- 415,296 01 Das Gesammt-Brandversicherungskapital, welches KhS“1?® ieIc0t wurde, betragt 892,893,010 Jt. Die Gesammt- WuSgabe in dem betreffenden Jahre betragt 1.714,085 94 Die gezahlten Ent- schadigungeN' Einschließlich der Kosten, betragen im Ganzen 1,092,781 08 H. Hier- x,nt müetVn %^CI1 Entschädigungen auf die Provinz Oberhessen 214,810 JL 91 4QÄÄß ^/°qQn\a37R,361r*^ 06 und auf die Provinz Rheinhessen 494,486 JL 99 H. In der Ausgabe erscheinen weiter 13,366 JL 72 H für Besoldungen imd Pensionen, 10,143 70 für Gebühren der Großherzogl. Steuercommissäre für Wahrung der Veränderungen in den Brandkatastern, 7300 54 H, für Repartitions- gebuhren und 45,334 JL 39^ für Erhebgebühren, endlich als Beitrag in den Fonds zur Unterstützung verunglückter Feuerwehrleute und zur Forderung des Löschwefens auf Grund des Gesetzes vom 10. September 1878 die SunE von 12,539 JL Berlin, 8. Octbr. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat soeben mittelst Erlasses an die Eisenbahn-Directionen verfügt, daß Remunerationen welche mit Rücksicht auf fortdauernd gute Leistungen und treue Pflichterfüllung bewilligt werden sollen, fortan nicht mehr wie bisher zum Wechnachtsfeste, sondern vielmehr beim Beginn des Winters, wo die Beamten zur Beschaffung mannigfacher Bedürfnisse, für die winterliche Jahreszeit genöthigt sind, zu gewähren seren. — Der schon lange vorbereitete Gesetzentwurf, betr. das Verbot der Anfer- trgung von Streichhölzern aus weißem Phosphor, ist, wie man hört, jetzt nach den Zugänglichen Vorarbeiten fertig und wird wahrscheinlich noch in der laufenden Reichstagssession, nach Beendigung der Vertagung derselben, zur Vorlage Lokale-. Oktober. S ch w u r a e r i ch t s v e r h a n d l u n g am 9. October 1882, Vormittags 9 Uhr beginnend, gegen Andreas Wilhelm Best von Idstein und Heinrich Boß von Maar wegen Münzverbrechen. v w Dieselben sind beschuldigt und zwar: 1. Andreas Wilhelm Best, ba6 er im Jahre 1881 oder um diese Zeit inländisches Metallgeld nachgemacht habe, um das nachgemachte Geld als ächtcs zu gebrauchen oder sonst in Verkehr zu bringen und daß er im Laufe des Jahres 1882, um Privatpersonen zum Zwecke seines besseren Fortkommens zu täuschen, von einem gefälschten Fühmngs- und Arbeitszeugniß wissentlich Gebrauch gemacht habe; 2. H. Boß, bo6r^r2ln Laufe des Jahres 1882 nachgemachtes inländisches Metallgeld sich verschafft und solches tn Verkehr gebracht habe. . BEide Condemnaten wurden für schuldig erkannt und demgemäß A. W. Best in Äl- Gesammtgefangnißstrafe von 3 Jahren und 10 Tagen und H. Boß in eine Gefangnißstrafe von 6 Monaten verurtheilt. D , . Schwurgerichtsverhandlung am 9. Oktober l. I., Nachmittags 3 Uhr lichkeü^^d Johannes Orth von Aulendiebach wegen Verbrechens gegen die Sitt- Nachdem die Geschworenen die erste Frage verneint, die zweite aber bejaht hatten, wurde Angeschuldigter in eine Gefängnißftrafe von 7 Monaten verurtheilt. — Eine Anzahl Wildhändler, welche heute Morgen beim Transport von Wild ohne den vorgeschriebenen Ursprungsschein, sowie auch theilweise ohne Oktroischein angehalten worden, kamen zur Anzeige. Zur Warnung für künftige Fälle theilen . bei ledern Transporte von Wildpret, falls nicht der Jagdberechtigte solches selbst ein bringt, ein Ursprungsschein bet dem Transport sich befinden muß. — Gestern Abend 9Vz Uhr wurde auf der Frankfurter Straße ein Arbeiter in Ei"Ew jämmerlich zerhauenen Zustande bewußtlos aufgesunden und nach der Klinik verbracht. Er hatte 3 gefährliche Säbelhiebe über den Kopf, einige über die Schulter, lorote eine Menge Stiche am ganzen Körper. Der Säbelheld wurde heute Nacht tn öer -Person eines Füsiliers der 11. Compagnie des hiesigen Regiments ermittelt und Aufkommen übrig Verwundeten läßt wenig Hoffnung auf dessen , "T H5"^E Morgen wurde am Schiffenberger Weg unterhalb des Nahrungsbergs Leibriemen ein Vlsitkarten-Taschchen u. s. w. aufgefunden. An den Kleidungsstücken befanden sich frische Blutspuren, wie auch auf der Straße solche vorhanden waren. Näheres über den Eigenthümcr der betreffenden Sachen, welche auf die Polizeiwache verbracht wurden, konnten wir bis jetzt nicht erfahren. fürstensöhnen nicht vereinzelt da, indem bekanntlich auch die Prinzen des preußischen önigsbauses in ihrer Jugend sämmtlich tn irgend einer Kunst oder einem Handwerk ausgebildet werden. — (Der kälteste Ort der Srbe.] Aus jüngst veröffentlichten Beobachtungen eines englischen Gelehrten geht hervor, daß der kälteste Ort aus der bewohnten Erde Werchojansk tn Sibirien ist. Bisher hatte man Rakutsk dafür gehalten, aber in Werchojansk ist die Temperatur viel tiefer, die mittlere Monatstemperatur beträgt im Januar —45°, im Februar —49° und im März —33° Celsius- Die größte Kälte beobachtete man daselbst am 31. December 1871; an diesem Tage fiel das Thermometer auf 63° unter Null- Eingesandt. Freunden einer heiteren Stunde und eines guten Schoppens dürfte der Besuch des neu erbauten Sälchens am Chausseehaus (Frankfurter Straße) zu empfehlen sein. Der Wirth, Herr Seibel, Hatzum Amüsement seiner Gäste ein schönes großes Orchestrion anaeschafft, welches auf 4 Walzen 32 der besten Musikpidcen spielt und durch die Klangfülle und Reinheit der Töne überrascht. Das Orchestrion selbst, in einem großen Glasschrank stehend, ist ein Kunstwerk der Thüringer Industrie. Wir verfehlen nicht, die Leser auf solches aufmerksam zu machen und den Besuch gedachten Lokales zu empfehlen. Z. Telegraphische Dampfernachrichten. Mitgetheilt von den General-Agenten Gebr. Gosewtsch und Max Jos. Schröder, Mainz. New-Aork, 6. Oktober. Angekommen von Hamburg Dampfer „Silesia" der Hamburg-Amerik. Packetfahrt-Ges. New-Aork, 7. Oktober. Angekommen von Bremen die Nordd. Lloyd-Dampfer „Elbe" (Abfahrt 27. Septbr.) und „Neckar" (Abfahrt 23. Septbr.). New-Aork, 8. Oktober. Angekommen von Rotterdam (Abfahrt 23. Septbr.) der Dampfer „Zaandam" der Ntederl.-Americ. Dampfsch.-Ges. Handel und Verkehr. 10. October. Auf dem heuttgen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfund JL 1.10—1.20, Hühnereier per Stuck 7 Käse per Stück 4—8 H, Erbsen 1 Liter 20 Linsen 1 Liter 24 H, Tauben waS nsn SM' ptt Stück 0.90-1.20, Hahnen per Stück JL 0.50 bis 0.80 Enten per Stück JL 1.70—2.00, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 -S> bi§ 54 Schweinefleisch 62—64 E Km fr^-66Ä' ^^ffeln per 100Kilo <^6.00-11.00, Zwiebeln per Centner 4—5.00, Milch per Liter 14—18^. Gänse per Pfd. 48—54 $ akq r bo rn, 9. October^ Auf den heutigen Markt wurden gebracht: 364 Ochsen, uachste Markt ist Montag den 13. November (Martmimarkt), zugleich bedeutender Flachsmarkt. u oo(%tre^C:¥crer Weiren eff. hiesiger u. Wetterauer fremdere211/2—22, Roggeneff. hies. 14V2—15, fremder JL 14%-17, M. u. Wetterauer JL 17—18% fremde JL 18—20, Hafer eff. hiesiger 50 Ctr^^L fremder JL 13—14% Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. JL 34. Branntwein eff. ohne Faß «X 45. Frankfur t, 9. Oktober. Der heutige Viebmarkt war ziemlich befahren. Ange- tneben waren ca 300 Ochsen, ca. 30 Bullen, ca. 250 Kühe und Rinder, 200 Kälber. stellten sich : Ochsen 1. Qual. 72, 2. Qual. JL 65-66, Kühe und 00. Oual. o5, Kälber 1. Qual. JL 68, 2. Qual. JL 60—65 per 100 Pfund Schlachtgewicht. a. M., 10. October, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactten 266% Staatsbahnactien 295% Galizier 271, Lombarden 121% Nord- westbahnactien 1823/4, Darmstadter-Bankactten 157% Oberschlesische E.-B.-Act. 258 Vs, 8^4 06^16, 40/g Ungar. Goldrente 741/4, 40/0 1880er Russen 701/2 Re°nte^ 4?? ?' Orient-Anleihe. 566. * bedeutet Schnellzug. Die fetten Ziffern die Nachtstunden. Tans-lmlerrickt. Ich bringe hiermit zur Kenntniß eines geehrten Publikums, daß mein Tanzunterricht Montag den 16. October wieder beginnt. Diejenigen, welche daran Theil nehmen wollen, werden gebeten, stch wo möglich in Gesellschaften von 16-20 Personen zu vereinigen. Anmeldungen wolle man bis dahin an mich gefälligst ergehen lassen. 6386 Roese, Univ.-Tanz- und Fechtmeister. kaufmännischer Verein. Im Winterhalbjahr 1882/83 wird Herr Dr. jur. Hof regelmässig- jeden Dienstag im Vereinslocal für die Mitglieder Vorträge halten, über Handelsrecht und die kaufmännisch wichtigsten 1 artieen des Gerichts- Verfassungsgesetzes und der Civilprozess-Ordnung. Der erste Vor trag findet Dienstag den 17 October statt. 6647 Der Vorstand. empfiehlt Wilk. Seibert9 Marktstraße. I Circus und flffentfjeatcr hier ein und wird mit seinen 60 vierfüßigen Künstlern einen Cyklus T von Vorstellungen geben. Die Productionen übertreffen alles bis dato Gesehene in Thierdressuren. § Erste große Eröffnungs-Gala-Vorstellung <8 Donnerstag Abend 8 Uhr. Q Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Q Anzeige, daß ich im Hause des Herrn Förster, Neuenweg 11, ein X Kleineisen waar en -Geschäft X eröffnet habe. X Indem ich bei möglichst billigen Preisen streng reelle und ausmerk- X same Bedienung zusichere, halte ich mich bestens empfohlen. Tüchtige Schlosser gesucht von Carl Stohr. 6556 6617 Ein Dienstmädchen gesucht. „Stadt Mainz". Mermietynngen. 6629 Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Ostanlage o. 6627 Ein kleines Logis an ruhige Leute zu vermiethen. Emil Lotz, Kirchenplatz. 6631 Der 3. Stock meines Hauses (Frankfurterstraßei, 4—6 Zimmer, Cor- ridor, Waschküche, Bleichplatz rc., Garten nach Wunsch, ist zu vermiethen. Carl Wenzel. 6636 Der 2. Stock meines Vorderhauses, sowie ein Logis im Hinterhause zu Der; miethen. W. Ferber, Lindenplatz. 6638 Ein möblirtes Zimmer vermiethet Steueraufseher Bertling, Gartfeld. 6644 Ein Familienlogis zu vermiethen. I. Hirz, Glaser, Seltersweg. 6648 Ein kleines Familienlogis im Vorderhaus, sowie zwei Dachstuben im Hinterhaus zu vermiethen tm „Darmstädter Haus^. 6633 Möbl- Zimmer mit Kabinet per 1. November zu vermiethen. Wilh. Herbert, Marktplatz. 4669 Ein Parterre-u. ein Mansardenlogis mit Garten alsbald zu vermiethen. Steinstraße A. 121. 6236 Sandgasse 46 ein Logis zu vermiethen. Näheres in meiner Werkstätte daselbst. A. Hoß. 6546 Zwei ineinandergehende möblirtc Zimmer, desgleichen ein möblirtes großes Zimmer per sofort zu vermiethen bei j, A. Busch Sohne, Kreuzplatz. 6604 Ein schön möblirtes Zimmer mit Kabinet in erster Etage zu vermiethen. Auf Wunsch mit Burschenzimmer. Näheres in der Exped. ds. Bl. 6622 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen bei S. Weimersheim Nachf. 5872 Zwer möblirte Zimmer zu verm an der Grünbergerstr. 14, Hinterh. Näheres bei Aug. Nauheimer W we. 5971 Kleine Wohnung zu vermiethen. Kennel, Riegelpfad. 5988 In meinem Hause an der Nord- anlage (Ecke der Schillerstraße) ist der dritte Stock, bestehend aus 5 Zimmern mit Küche rc., zu vermiethen. ____________Rechtsanwalt Dr. Dittman 6086 Mehrere möbl. Zimmer zu vermiethen. Wilhelm Böger. 6152 Auf Oktober ein kleines Familienlogis an ruhige Leute zu vermiethen. Wetzsteingasse 10. 6223 Ein Familienlogis zu vermiethen. __Joh. Arnold, Asterweg. 6501 Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. Seltersweg 3. 6570 Ein Logis zu vermiethen. Schützenstraße 17. 64o2 Gut möbl. Zimmer zu vermiethen im Hause des Herrn Otto Schmidt, Seltersweg 67. 6333 Zwei ineinandergehende, schön möbl. Zimmer zu vermiethen bei Gebr. Haustein. Ludwigsstraße. "6471 Ein Loais, 4 Zimmer und Mädchenzimmer, verschueßb. Eorridor, Mitgebrauch der Waschküche rc-, ist per sofort ru uer= miethen bei Th. Brück, Kanzleiberg 16. 5397 Im Wortmann'schen Hause Asterweg A. 128, der untere Stock zu vermiethen^ __________________ 4082 Das von. dem Materialienverwalter Herrn H e i'n b e r g bisher bewohnte Familienlogis ist versetzungshalber per 1. Oktober anderweitig 'zu vermiethen, auf Verlangen auch früher beziehbar. Näheres bei A. Rüsrng m der Nahe des Bahnhofs. 4943 In der oberen Etage meines Hauses ist eine Wohnung von 5 Zimmern, Küche, Bodenkammer rc., mit abgeschloss- Eorridor, sofort beziehbar, zu vermiethen. Otto Kempff.- 5585 Ein Familienlogis im 2. Stock zu vermiethen und sofort: zu beziehen. Ph. Bauer II., Bahnhofstraße- 5'756 Möbl. Zimmer mit Kabinet vermiethet H. Kühn, Seltersweg. Kirchenpl. 11, Wohnung von 4 Zimmern mit Eorridor u. Zubehör an eine ruhige Familie zu verm. 5866 6626 Für mein Flaschenbier-Geschäft suche einen braven und zuverlässigen Burschen als Kutscher. Nur Solche, welche mit Pferden umgehen können und gute Zeugnisse besitzen^ wollen sich melden. Gießen. L. Textor, „Darmstädter Haus . Unterricht für Unteroffiziere, zugleich Vorbereitung für alle Arten von Examinas, wird von einem bewährten Lehrer erlheilt. Näheres durch Vermittelung der Exped. ds. Bl-6561 OHHBHnnHBBHMiBMi 6215 Alte Herren hüte werden zu D a m e n h ü t e n umgeändert. Muster vorräthig. C. Ij. Gail, Seltersweg. Guten Vervirnft. Für eine größere Verlagsbuchhandlung in Leipzig, welche nur bessere, gern gelesene Journale und Zeitschriften verlegt, wird für hier am Platze und Umgebung ein streng solider, zuverlässiger Mann als Vertreter gesucht. Verheirathete und mit der Colportage vertraute Leute erhalten den Vorzug. Baarmittel sind nicht erforderlich. Offerten unter C. A. 14892 an die Exped. ds. Blattes erbeten.6611 6639 Ein anständiges Müdchen, welches das Kleidermachen erlernt hat, sucht Stelle in einem Geschäft oder zur Stütze der Hausfrau. Näheres bei der Exped. ds. Bl- Sprachkenntnisse ™ der englischen Sprache erwerben will, abonnirejaufJProf. D. Andrew’s Allen’s und Dr. W. Voigt’s Unterrichts-Briefe zur Selbsterferming der englischen Grammatik, ConVerTation und Corre- spondenz. 20 Briefe a~Bnef 75 Pfennig. Verlag von Richard BaiierTn r,eipieig Alle Buchhandlungen nehmen Bestellungen an. Brief 1 vorräthig bei Fr. E.