1SS2 Sonntag den 11. Iunt Erstes Blatt srr. 183 Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. BWWtMi: Schulstraße B. 18. leidet, ist der Besuch der Schulen und ähnlicher Anstalten sämmtlichen Kindern und Betreffend: Wie oben. c o Und mit und PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. § 1. Jeder Arzt sowie Jeder, der die Behandlung eines Kranken übernimmt, ist verpflichtet, von jedem in seiner Praxis vorkvlnmenden Falle von Scharlach imd Diphtherie dem Kreisgesundheitsamte binnen 24 Stunden schriftlich Anzeige zu machen. _ , r. c , . § 2. Die Diphtherie- und Scharlach-Kranken find von den übrigen Bewohnern des Hauses zu separiren, resp. in einem besonderen Zimmer unter- zubringen. Ergeben sich bei der Ausführung dieser Maßregel Schwierigkeiten, fo ist von dem Arzte oder dessen Vertreter dem Kreisgesundheitsamte alsbald ießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. L-ikKm- ^Bahnhofstraße. n 142, iS‘, s ii’ Ktt 8i.*, 12,1^' , v bis llUT 451. , 7% 7M. ISO o°°r HO » 12“.r 4 q4\u“L "SÄN* — fjchschnlen für: w, . Bauhandwerker. Chule fühlen- u Mahlen- scbinenbauer. 31,32. Sonmera. L ««■ mann. Winters. bw* untersagt^ an Diphtherie und Scharlach Verstorbener dürfen nicht in der Wohnung verbleiben, sondern müssen längstens 12 Stunden nach erfolgtem Tode in ein Leichenhaus, wo ein solches vorhanden ist, verbracht werden. An Orten, wo kein Leichenhaus vorhanden ist, muß für thunlichstetzJsolirung und baldmöglichste Beerdigung Sorge getragen werden.^ Bei der Beerdigung ist die Begleitung der .Leiche durch nicht iM^.Hause Wohnende nur von der Straße aus gestattet. Die Oeffnung des Sarges bei dieser Gelegenheit ist untersagt. - ... § 7. Jeder Arzt, sowie das ärztliche Pflegepersonal ist verpflichtet, sich vor Verlassen der Krankenwohnung vorschriftsmäßig zu desinficiren. § 8 Die Krankenzimmer sowie sämmtliche in denselben befindlichen Gegenstände sind nach Ablauf der Krankheit vorschriftsmäßig zu desinficiren & 9. Uebertretungen der in Vorstehendem enthaltenen Vorschriften werden nach Maßgabe der nachstehend abgedruckten Art. 349, 350, 352 des Polizeistrafgesetzes bestraft. Miö WWW’ Neuenioeg 15». li Neigen. (»SÄ* «S Arm «nm«'«, -----398S >ri a Ille, tostofc anko zu beziehen durch die n Wgstfeierlag würbe aus lenbahnl grauer.tzanb- Mckvertauschl. Ter nmcne (aus d. Fabrik von nthcilt u. A. Mden gez. ige Herrn- und Tameii- :sp. Wäsche, resse ersucht Aein-SchmalkaldmMs iche Hit ♦ rzlos einMtund alle ▲ nen, Pimbirm ic., I :W । !>e Preise. 4 Kohlennann, | »bürg D. 12,2. Storf. 4 4 4 WWW Wtiltung für M M-r Mchk- - doppelter Sicherheit m nnt auszuleihen, wollen sich Wlec Vor aIV dm MnzendM <\unx 1882. 13 TötiwjW*- Gießen, den 1. Juni 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. p ' e 0r. Boekmann. aeaen Verbreitung der Krankheit angeordneten Sperr- und Sicherungsanstalten verletzt, wird, in sofern die begangene Uebertretung ch •««*»».>*! oder Haft bis zu 8 Tagen bestraft; außerdem werden jene Gegenstände constscirt. *) s 327 d-s Deutschen Strafgesetzbuchs. Wer die Absperrungs- oder ®rTmir@e°fän0iti6I^§7u äroei Sm’^ftraft.01 ' b-s Krames! ergriffen worden, 'tritt GcMgmWrafe °°n drei Monaten bis zu drei Jahren ein.----- Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanutmachuug vom 1. l. Mts. orbiienroic aufR^eqlements^Folgendes an- - &Ä FÄSÄU. w* L r srgiw »,s *L »säss ääääs-äw sä* ***** ww* <*** •* bann wenn ein Anzeigepflichtiger die Inanspruchnahme der Bürgermeisterei ablehnen und das Schreiben emfachunfran rrt, J aemacbt ist Es darf bei"dem ^Kreisqesundheitsamt einlaufen sollte, würde dasselbe anzunehmen sein, sofern es nur äußerlich als Epidemieanzeige kenntlich gemacht ist- °°rk übrigens von den Aerzten erwartet werden, daß sie im Interesse der Staatskasse jenen ersteren 2_~eg Desinfektion soll in der Weise ad § 7. Die den Aerzten und dem Pflegepersonal vor dem Verlassen der Krankenwohnung vorgech^m^us 7 0 Minuten lang Chlordampsen geschehen, daß sich dieselben Hande und Vorderarme mit einer 4»/0igen Carbolsaurelosung gnindlich «bwaschen und sich> h^er f 0 M Gemeinde- ausseken die dmrh Aufgießen von verdünnter Salzsäure auf Chlorkalk in einem geschloßenen Raume (Vorplatz Kammers entwicteu wer vorständen ist empfohlen, die genannten Desinfectionsmittel im Bedarfsfälle in größeren Quantitäten °"zufchaffen. au5 berg;afe entfernten 3ur Verhütung der Ansteckung und weiterer Uebertragung der Diphtherie durch ausgehustelen oder au^gera jp febiatid) zu diesem Gebrauch Schleim Lsiehlt es sich, dieAusivnrfsioffe in mit l^iger CaLoLsung zum Theil gefülltenSpncks^aufzufange^ dm'Kranken e,n bestimmten Tüchern abzuwischen. Den Aerzten und dem Wartepersonal wird m gleicher Absicht empfohlen, wah °° ni^t deren sofortige Zerstörung schützendes Tuch um Brust und Schulter zu legen. Die m diesen Fällen zur Verwendung gelangten Tücher so ' 1 Lrma[§ mit kochendem Wasser oder durch Feuer vorgezogen wird, aus dem Krankenzimmer nur dann entfernt werden, wenn dieselben vorher em r bem 3lb[egell sofort, möglichst solcher Lauge übergossen worden sind. Dasselbe gilt von der bei dem Kranken gebrauchten Leib- und.BMwosch, we q naschen ist, niemals aber mit im Krankenzimmer selbst, mit kochendem Wasser oder Lauge zu übergießen und nach so geschehener Desinfection atsoa z ver Wäsche der übrigen Familienglicder zusammen aufbewahrt werden soll. , „„«„„.mene Gegenstände, welche einen nur geringen ad § 8. Nach Ablauf der Krankheit sind solche bei den Kranken in Verwendung oder Gebrauch[ 9 ®affrt') oder mit heißem Wasser oder Lauge Wertb besitzen, zu verbrennen. Die Bettstellen sind mit Chlorkalkwasser (2 Pfd. Chorkalk auf „ ^an„ auszukochen. Letzteres oder heiße Lauge abmwaschen, die Bettstücke, soweit deren Inhalt nicht als werthlos zu verbrennen sein wurde, mit l)elBe ^«n Einwirkung ohne Beschädigung ertragen, ioll mr Desinfection bei allen denjenigen Gegenständen des Krankenzimmers zur^Anwendung Kommen, - zgasser oder Lauge zu verwenden; Decken nnd wie bei Kleidern, Wäschestücken, Lampris, Thüren, Holzmöbeln z. Th.; auch zum Scheuern des AUßbode n q[-o geteintgte Krankenstube ist bei geschloffenen Wände sind abzuwischen, Tapeten mit einem mit Carbollösung etwas angcseuchteten "oppen abzuwap e - - lüften, bevor dieselbe wieder in Gebrauch Thüren und Fenstern einige Stunden hindurch zu überheizen, dann -u schwefeln und schließ ich ^gstung den Vorzug. genommen wird. Ausweißcn und Neutapezieren der Ziäume verdient nach statigehabter Desms ;, 8«. . 10' esl, 11“ i* 12-’.1 1 9*1-1 „ ' . rtO”.9’' 5^'' p Betreffend: Maßregeln zur Verhütung der Weiteroerbreitung von Scharlach und Diphtherie im Kreis Gießen. Bekanntmachung. e •' WnAhoni ioit rannprer Seit im Kreise Gießen Erkrankungen an Diphtherie und Scharlach in besorgnißerregender Weise vorgekommen find, lerichemt es Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 26. v. M. nachstehendes Poüzerreglement erlaßen. Mitthellung zu machen. , . r , r r . § 3. In Fällen, in denen die Jsolirung rm eigenen Hause absolut unthunlich ist und in Folge des im Hause obwaltenden allgemeinen Verkehrs Nachtheile für das öffentliche Wohl zu erwarten sind, kann das Kreisamt aus Antrag des Kreisgejundheitsamtes Sperre des fraglichen Locales anordnen, insoweit dieselbe erforderlich erscheint. __ f . § 4. Die Benutzung öffentlicher Fuhrwerke zum Transport von Scharlach- Diphtherie-Kranken ist untersagt. . r , § 5. Aus Familien, in welchen Jemand an Diphtherie oder Scharlach Die genesenen Kranken sollen womöglich gebadet, jedenfalls aber gründlich abgemaschen werden und erst, wenn dieselben mit frischer Wäsche und gereinigter Kleidung versehen sind, wieder dem Familienverkehr und der Schule übergeben werden. Wann letzteres geschehen darf, hängt von der Zustimmung des Arztes ab. Gießen, am 10. Juni 1832. Großherzogüches Krersamt Gießen. Dr. Bo ekmann. Betreffend: Wie oben. Gießen, am 10. Juni 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die vorstehend abgedruckten beiden Bekanntmachungen wollen Sie in Ihren Gemeinden in ortsüblicher Weise zur öffentlichen Kenntniß bringen. Weiter beauftragen wir Sie: 1) sobald ein Fall von Scharlach oder Diphtherie zu Ihrer Kenntniß kommt, die Angehörigen auf das Reglement und unsere obige Bekanntmachung aufmerksam zu machen; 2) die Polizeibediensteten zur Empfangnahme der Anzeigen in Gemäßheit unserer Anordnung ad § 1 vom Heutigen anzuweisen; 3) in Bezug auf die Weitersendung der Anzeigen nach dieser Anordnung'zu verfahren; 4) die in unserer Anordnung ad § 7 erwähnten Desinfectionsmittel im Bedarfsfälle in größeren Quantitäten anzuschaffen. Dr. BoekMaMN. Bekanntmachung. Bestellungen von Obstbäumchen können bei dem Präsidium des landwirthschastlichen Provinzialvereins direct, oder durch Vermittlung des Unterzeichneten gemacht werden. Gießen, den 9. Juni 1882. Der Director des landwirthschastlichen Bezirks-Vereins Gießen. ___________________________Dr. Boekman n.___ Gefundene Gegenstände: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Blumenspritze, 1 Taschentuch, 1 Siegelring, 1 Uhrkette, 1 Handschuh, mehrere Schlüssel. Gießen, am 10. Juni 1882. Großherzogliches Poüzeiarnt Gießen. Fresenius. Deutschland. Darmstadt, 9. Juni. Das Großh. Regierungsblatt Nr. 11, ausgegeben am heutigen Tage, enthält: Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Gebühren der Gerichtsdwner betr. Berlin, 8. Juni. Wir entnehmen den „Berl. Polit. Rachr.": Alle Mittheilungen über Entschließungen, welche die Reichsregierung in Betreff der parlamentarischen Arbeiten gefaßt haben soll, tonnen wir auf das Bestimmteste als unzutreffend erklären. Es haben bisher über diese Angelegenheit noch keinerlei Berathungen stattgefunden, vielmehr dürfte dies erst in einigen Tagen geschehen. In Regierungskreisen hält man daran fest, daß es — allerdings bei bedeutender Einschränkung der Redelust in den Commissionen — möglich sein würde, das vorliegende Gesetzmaterial aufzuarbeiten und die größeren socialpolitischen Vorlagen zum Abschluß zu bringen. Nehmen die Berathungen der Commissionen, namentlich aber Der Unfall- und Krankenkassen-Commijsion, denselben Verlauf wie bisher — es stehen noch die Debatten über die sehr wich- tige Materie der Ortskrankenkassen und freien Hülfkassen zu erwarten — so ist allerdings ein Abschluß der gesammten Arbeiten unmöglich und wird sich dann Die Regierung darüber schlüssig machen, ob die Session geschlossen oder vertagt werden soll. Das Krankenkassengejetz hofft man aber unter allen Umständen erledigt zu sehen. Die Frage der Zwischen-Commissionen gilt wohl allgemein als erledigt. — Die Ministerial-Commission, welche über die in Folge des Uebertritts jüdischer Flüchtlinge aus Rußland zu ergreifenden Maßregeln zu entscheiden hat, besteht aus dem Unterstaaatssecretär im Ministerium des Innern, Herrfurth, als Vorsitzendem, mehreren Ministerialräthen der betheiligten Ressorts und einem Mitgliede des hiesigen Polizei-Präsidiums. Aufgabe der Commission ist einerseits, die im sanitäts- und ordnungspolizeilichen Interesse erforderlichen Maßnahmen zur Verhütung des heimlichen und uncontrolirten Uebertritts einzelner Individuen über die diesseitige Landesgrenze vorzubereiten, andererseits Hand in Hand mit dem hiesigen Central -Comito für die russisch-jüdischen Flüchtlinge letzteren den directen und möglichst beschleunigten Durchtransport durch Preußen zum Zwecke der Auswanderung nach Amerika zu ermöglichen. — Es verlautet nunmehr mit Bestimmtheit, die Berliner Stadtverord- neten-Versammlung werde aufgelöst und die Neuwahlen unter Veränderung und Vermehrung der Wahlkreise angeordnet werden. England. Dublin, 8. Juni. Nach hier eingegangenen Nachrichten ist der in Rahasane (Grafschaft Galway) wohnende Eigenthümer Walter Bourke heute, als er aus Der Stadt Gort nach Hause zurückkehrte, erschossen worden. Ebenso wurde der ihn begleitende Dragoner getödtet. Bourke war schon seit längerer Zeit Feindseligkeiten Seitens der Pächter ausgesetzt. Bis jetzt sind in Folge dieses Mordes keine Verhastungen erfolgt. Aegypten. Kairo, 8. Juni. (Meldung des „Reuter'schen Bureaus"). Derwisch Pascha und seine Begleiter hatten heute eine Audienz beim Khedioe, welche - 4 Stunden dauerte. Später empfing Derwisch Pascha Arabi und die übrigen Officiere; wie es heißt, war der Empfang ein kühler. Derwisch Pascha überbringt ein Schreiben, in welchem auseinandergesetzt wird, daß der Zweck der Mission der sei, die Ordnung wieder herzustellen und die Autorität des Khedive zu b efe fügen. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Bureau. Kassel, 9. Juni. Nach dem heutigen Bulletin hat Se. König!. Hoheit der Prinz Karl von Preußen in der vergangenen Nacht weniger gut geschlafen, weil bei nunmehr freiem Bewußtsein die Beschwerden des Verbandes mehr em- pfundeu werden. Im Uebrigen ist der Zustand Sr. Königlichen Hoheit unverändert. Berlin, 9. Ium. Reichstag. Dritte Berathung der Zolltarifnovelle. Nachdem in der Generaldebatte Fürst Hatzfeld, v. Umuhe-Bomst sich gegen die Zollerhöhungen. wie gegen die Anträge aus der M tte des Hauses im Interesse der ehrlichen Probe des Zolltarifs sich ausgesprochen und Bundes Commissar Burchardt betont hatte, daß den zu Tage getretenen Mißständen jedenfalls abgeholfen werden müsse, wurde § 1 (Zollerleichterung für die Mühlenindustrie) und bei § 2 die Nummer 1 (Zoll auf Walzdraht zur Kratzenfabrikation rc) und Nummer 2a (Zollfretheit für Asbest und Asbest- waaren) angenommen. Die Anträge Ackermann's auf Wiederherstellung der in der zweiten Lesung gestrichenen Zollerhöhungen (Pappe und Papier aus Asbest, Asbestgarne, Asbestgewebe, anderweit nicht genannte Asbestwaaren, Hanffußdecken, Lickte, Honig u. s. w.) wurden sämmtlich abgelehnt mit Ausnahme des Antrages auf Wiederherstellung des Elfenbein- und Perlmutterstücken-Zolls von 30 JL (statt 10 JL zweiter Lesung), welcher angenommen wurde. Sodann wurde das ganze Gesetz in dieser Fassung definitiv angenommen. Ebenso wurde der Gesetzentwurf Schmidt, betreffend Zollherabmtnderung für hartes Kammgarn, Weftgarn rc., genehmigt. — Nächste Sitzung morgen. Kiel, 9. Juni. Das Panzergeschwader ist heute Nachmittag eingelaufen und bleibt bis zum Montag hier, um dann nach der Neustädter Bucht zu gehen. Pefth, 9. Juni. In Folge von Aeußerungen des Abgeordneten Wahrmann in der heutigen Unterhaussitzung mit Bezug auf die Debatte über die Auswanderung russischer Juden forderte der Abgeordnete Jstoczy denselben. Da Wahrmann die Forderung ablehnte, beschimpfte ihn Jstoczy im Lesesaale. Wehrmann erwiderte die Beschimpfung und wurden nur durch das Dazwischentreten der Anwesenden Thatlich- keiten verhindert. Jstoey meldete dem Vorstande der liberalen Partei seinen Austritt aus der Fraction an. — In Folge des Zwischenfalles wurde die öffentliche S'tzung unterbrochen und eine geheime Sitzung abgehalten. Nach Wiederaufnahme der ersteren sprach das Haus auf Antrag des Präsidenten eine Rüge über die stattgehabte thatsäch- liche Jnsult'rung aus. London, 9. Juni Eine der „Times" zugegangene Depesche aus Kairo vom 8. ds., Nachts, befürchtet ernste Ereignisse, sobald Arabi Pascha sich überzeugt hat, daß er auf keine Unterstützung der türkischen Mission zu rechnen habe. Die Depesche fügt hinzu, wenn sich der Khedive nicht überreden lasse, sich sofort nach Alexandrien zu begeben, so dürfte Europa ein Verbrechen zu beklagen haben, für welches England und Frankreich verantmortstck sein würden; morgen wäre es vielleicht zu spät. Nom, 9. Juni. Bei der Leichenfeier aus Caprera waren mehr als 300 Vereine vertreten. Diejenigen von Marsala trugen den mit Kränzen überdeckten Sarg. Alfieri Namens Des Senats, Farmi Namens der Kammer, die Minister Zanardelli und Ferrero, sowie Crispi hielten mit lebhastem Beifall aufgenommene Gedächtnißreden. Der Sarg wurde unter Kanonensalven der Schiffe „Washington" und „Cariddi" auf dem Friedhöfe beigesetzt. Das Wetter war sehr schlecht. Dublin, 9. Juni. Gestern Abend wurden an verschiedenen Orten West- Irlands Mordversuche gegen 4 Gutspächter unternommen. Alle vier sind erheblich verwundet, doch wurden bereits nur an einem Orte Verhaftungen üornenommen. Odessa, 9. Juni. Vergangene Nacht brach auf dem französischen Dampfer „Cambodje", der in dem Quarantäne-Hafen vor Anker lag, Feuer aus, wodurch die Ladung stark beschädigt wurde. Das Feuer wurde erst nach zehnstündiger Arbeit bewältigt, der Verlust ist bedeutend. Konstantinopel, 9. Ium. In Folge der Unterredung des Marquis de Noallles und des Lord Dufferin mit dem Mulister des Aeußeren, Said Pascha, in welcher dieselben die Annahme des Conferenzvolschlages se tens der Pforte von Neuem urgtrten, mit dem Bemerken, daß die Conferenz nothwmdig erscheine, selbst wenn die Misston Derwisch Paschas gelinge, richtete die Pforte an ihre Botschafter in Paris und London eine Depesche, worin sie erklärt, die Pforte könne die Conferenz nicht annehmen, da das Gelingen der Missioil Derwisch Paschas allem Anscheine nach sicher sei. Die Pforte beauftragte demgemäß di Botschafter, den Ministern Freycinet und Granville gegenüber ihr Circular vom 3 Juni und die Weigerung der Pforte, der Conferenz zuzustimmen, zu bestätigen. ------------‘---------- _ Die elsaß-lothringischen Anträge im Reichstag. Bonden reichsländischen Abgeordneten im Reichstag sind zwei Anträge eingebrachtworden, deren prinzipielle Wichtigkeit für dre Rerchslande sowohl als auch für die Beziehungen der neuen deutschen Landestyeile zum ubngen Deutschland unverkennbar ist, deren Annahme aber durch den Reichstag rn der natürlichen Entwickelung der Verhältnisse in Elsaß-Lothringen eine bedauerliche Storung herbeifuhren wurde. Der eine dieser Anträge will, daß man den der deutschen Sprache notorisch unkundigen Mitgliedern des elsaß-lothringischen Landesausschusses den Gebrauch der französischen Sprache gestatte, während der zweite Antrag die Aufhebung des sogenannten Dictatur- paragraphen verlangt. — Beide Anträge erscheinen bei fluchtiger Betrachtung mcht unberechtigt, und doch sind sie ihrer ganzen Tendenz nach gegen die Politik der Reichsregierung in Elsaß-Lothringen gerichtet. Die elsässischen Abgeordneten behaupten, daß es eine ganz unmotivirte Härte wäre, den der deutschen Sprache unkundigen Mitgliedern des Landesausschusses den Gebrauch der französischen Sprache bei den Verhandlungen des letzteren zu verweigern. Dem gegenüber kann aber die Reichsregreruna wohl verlangen, daß jetzt, nachdem Elsaß-Lothringen seit 12 Jahren mit Deutschland wieder vereinigt ist, von deren Vertretern des Landes bei den parlamentarischen Verhandlungen deutsch gesprochen werde. Ein Nachgeben der, Negierung nach dieser Richtung ivürde ihr unfehlbar von ihren Gegnern in den Reichslanden Schwache ausgelegt und demgemäß ausgebeutet werden und desto energischer muß die Regierung auf Ablehnung dieses Antrags bestehen. Auch sollte man meinen, daß, den betreffenden Mitgliedern des Landesausschusses Zeit genug gelassen wäre, sich mit der deutschen Sprache hinreichend bekannt zu machen. Im Uebrigen muß es den Wählern anheim- MH frei ins Haus en wollen, den Landes- ett N Bekannt- 4 Vermittlung bei den Den 2- Juni. Den 8 Juni. 13 Mai. Den 9. Juni. 29. März. Wische M “»»onjjJ er 1 (Zoll auf Walz- rür Asbest unt) Asdch- cherstkllung der in brr t aus Asbest, Wch Hanssubdecken, Ä, Antrages m'Mer- JL (statt 10 J/ zweiter ganze Gesetz in dieser urf Echnndt, bctrchend nehmißt. -* Nächste jilttüß einfach» und »t zu gehen. kneten Wahrmann» der die Auswanderung Da Wahrmsnn die zchrmann enuMbie • flnwitnbrn itjatuap Mi friiien SluMitt bis öffentlich S'Plig ruskiahme der ersteren stattgehabte thatsach' Wasserwärme der Lahn. Am 10. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: 4-14° R-, Luftwärme + 110,0 R. L. Chr. Rübsamen. Dem Agenten Wilhelm Mosler ein Sohn, Wilhelm, geboren Dem Schneider Karl Handrich ein Sohn, Karl Christian, geboren Beerdigte. Den 8. Juni. Margarethe ßemp, geb. Jakob, Ehefrau des Schäfers Georg Lemp, alt 42 Jahre 11 Monate 17 Tage, gestorben den 6. Juni. Auszug aus den Standesamtsrcgistern des Standesamts Gießen. Stufgebote. ~ Juni. 3. Steinhauermeister Heinrich Wchner von Geilshausen mit Marie Schäfer, Tochter des veistorbenen Steinhauerme sters Heinrich Schäfer von 'Alt-Buseck. 8. Hülfs- bremser Emil Günther in Gießen mit Luise Hermann, Tochter des Schneiders Wilhelm Hermann von Niederohmen. 9. Metzger Georg Aoolf Emil Karl Schmidt mit Pauline Sidon:e Elvirc Auguste Schöner, geb. Weber, Ehefrau des Pfarrers Otto Schöner in Katchen, alt 21 Jahre 5 Monate 21 Tage, gestorben den 31. Mai. Was den zweiten Antrag der reichsländischen Abgeordneten auf Beseitigung des Dictaturparagraphen anbelangt, so ist es sehr fraglich, ob jetzt schon der Zeitpunkt hierzu gekommen ist. Dieser Paragraph ermächtigt bekanntlich den Statthalter, bei Gefahr für die öffentliche Sicherheit alle zur Abwendung einer solchen Gefahr erforderlichen Maßregeln zu treffen; die dem Anträge beigegebenen Motive behaupten nun, daß die Elsaß-Lothringer sich während der Zeit ihrer Zugehörigkeit zu Deutschland stets ruhig und friedliebend gezeigt hatten und deßhalb ein Ausnahmegesetz gegen sie unnöthig sei. Wenn man auch ersteres zugeben kann, so ist hiermit doch noch nicht bewiesen, daß der Dictaturparagraph überflüssig erscheint. Niemand, der mit den Verhältnissen und der Stimmung in gewissen elsässischen Kreisen nur einigermaßen vertraut ist, wird leugnen, daß das einstweilige Wciterbestehen des Dictaturparagraphen in den Reichslanden als ein Gebot der Nothwendigkeit erscheint und die Regierung würde sicherlich ein gefährliches Experiment bcaehen, wenn sie in die Aufhebung dieses Ausnahmegesetzes willigen wollte, das gerade dazu beigetragen hat, die Ordnung und Ruhe in den Reichslanden aufrecht zu erhalten. Es kann indessen schon jetzt als gewiß gelten, daß man an leitender Stelle in Berlin weder diesem noch dem ersterwähnten Anträge Folge zu geben geneigt ist und auch im Reichstage wird sich hierfür keine Majorität finden. Die einzigen Parteien, bei denen die elsaß-lothringischen Abgeordneten auf volle Sympathie für ihre Anträge rechnen können, die polnische Fraction und die Solialdemokraten, sind viel zu schwach, als daß sie ihren Einfluß zu Gunsten dieser Anträge in bemerkenswerther Weise geltend machen könnten und wenn einzelne Centrumsmitglieder den beiden Anträgen durch ihre Unterschrift ihre Unterstützung verliehen haben, so ist hiermit noch nicht gesagt, daß auch das Gros dieser Partei für die reichsländischen Forderungen stimmen würde. Jedenfalls werden sich aber die con- servativen, wie die liberalen Parteien diesen Anträgen gegenüber ablehnend verhalten, womit das Schicksal derselben besiegelt erscheint. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 3. Juni. Friedrich August Wilhelm Julius Klingelhöffer, Secondelieutenant und Regiments-Adrutant im II. Großh. Hess. Infanterie-Regiment Nr. 116 in Gießen ®teuS &e‘Äat,n‘ Sd,Ufter' tW)t lcbi8e Achter des verstorbenen w Den 4. Juni. Christian Karl Reinhardt, Gelbgießer zu Gießen und Ernstine Auguste Fricke des verstorbenen Schreinermeisters Johann Ernst Heinrich August Fi icke in Gießen eheliche ledige Tochter. u Getaufte. o c Den 4. Juni. Dem Großh. Staatsanwalt Ludwig Friedrich Jöckel eine Tochter, Luise Caroline Victoria, geboren den 9. April. Denselben. Dem Lackirer Christoph Schmidt ein Sohn, Wilhelm Christoph geboren den 19. Mai. v 1 Denselben. Dem Pumpenmacher Jakob Puth eine Tochter, Emilie Antonie, geboren den 24. April. * Noll, Tochter des verstorbenen Oeconomen Konrad Noll von Gießen. 9. Schmied Johannes Kohler von Heidelbach mit Anna Marte Bücking, Tochter des Arbeiters Johannes Bücking VII. von Alsfeld. 1 ™ cv . o _ c Eheschließungen. c D" Seconde-Lieutenant uno Regiments-Avjutant im II. Großh. ^E^?^°"^neMeg ment Nr. 116 Friedrich August Wilhelm Julius Klingel- mit Emma Hielte Kathanne Schuster, Tochter des verstorbenen Steuerraths Auvull^EÄ^ G'eßen. 4. Gelbgießer Christian Karl Reinhardt mit Ernstine ÄS! Ä* ' verstorbenen Schreinermeisters Johann Ernst Heinrich ÄlLuf rfe D£no®Ä’ J’ ^^Eh-erarzt Ludwig Johann Heinrich Emil Kroll von Eb°rh°rdP,p7'v°n be8 »«ftorbenen Wirths Karl Theodor Geborene. ; Nicolaus Keßler von Oberursel eine Tochter. 28. Dem NbL°'better Friedrich Paul eine Tochter, Elisabethe Katharine Bertha Wilhelmine. 29. Dem Dreher Ernst Moos ein Sohn, Emil Heinrich. 31. Dem Bremser Heinrich Ti, D^odor. Juni. 1. Em Sohn von auswärts. 2. Dem Kaufmann Heinrich Wilhelm Lang eine Tochter. 2. Ein Sohn von auswärts, Leo. 2. Eine ßhHfttnnD0G QUgAävtß3‘ 2)601 Taglöhner Christian Eckhardt ein Sohn, dn SnBn^r?' Ine Tochter von auswärts. 6. Dem Heizer Johannes Schaum ein Sohn, Georg. 7. Ein Sohn von hier. - Gestorbene. sÄÄr.. swsxt Sä •iifis mssä?* e* ** sw 13 * gestellt werden, ob sie sich auch fernerhin durch Abgeordnete vertreten lasst die bei ihrer Uickenntniß der deutschen Sprache zu stetem Schweigen bei d. ausschuß-Verhandlungen verurtheilt wären. Handel und Verkehr. Gießen, 10. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfd. X 0.80—0.90, Hühnereier 1 Stück 5 H und 2 Stück 9 H, Enteneier per Stück b—7 Gänseeier per Stück 0 H, Käse per St. 5—10 Kasematte per Stück 3 Crbsen 1 Liter 20 Linsen 1 Liter 30 Tauben das Paar 70—90 H, Hühner per Stück .al 1.20—1.50, Hahnen per Stück X 1.30—1.70, Enten per Stück X 2.00—2.50, Ochsenfleisch per Pfund 64—6v H, Kuh- und Rindfleisch 54—56 Kalbfleisch 44 bis 50 4/ Schweinefleisch 62—64 Hammelfleisch 60—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo X 4.00—1.50, Zwiebeln per Gentner X 15—18, Milch per Liter 16—18 H, Kirschen per Pfund 50 Frankfurt a. M., 10. Juni, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Miigethrilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 2795/«, Staatsbabnactien 282^ g, Galizier 271 >/r, Lombarden—, Nord- westbahnactien 1773/4, Darmstädter-Bankactien 160’, &, Oberschlesische E.-B.-Act. 2483/g, Oesterr. Silberrente 65 4% Ungar. Gotdrente —, 4% 1880er Russen 683/4, 5°,'o 1877r Russen —, 2. Orient-Anleibe 559/1fi, Spanier 29, 5% Rumänische Rente —, 4% Unific. Egypter 70tl/<6» Tendenz besser. Das Blut rasch und sicher zu reinigen, die Verdauungs- und Ernährungsorgane zu kräftigen ist das Äerdienst der Apotheker R. Brandt's Schweizerpillen. Ausführliche Prospecte mit ben ärztlichen Urtheilen sind gratis, sowie die Apotheker R. Brand's Schweizerpillen per Schachtel X 1 erhältlich in den bekannten Apotheken. 4001 r Anzeiger. Arbettsnergebung. Die zur Erbauung einer Festhalle rc. für das am 6., 7. und 8. August stattfindende Schützenfest nöthigen Zimmerarbeiten sind zu vergeben. Plan, Kostenvoranschlag und Bedingungen können bei Bautechniker Huhn vom 12* bis 15. Juni eingesehen werden. 4017____________________________Das Bau- und Decorations-Comite. Laute Anfrage. Wie ist es möglich, daß in der heißen Sommerzeit das Wasser im Schoorgraben so. verringert wird, daß der darin befindliche Schlamm zu Tag tritt und durch seine Verdunstung und den folgeweise eintretenden pestilenzialischen Gestank den von der Kommune Gießen so hoch besteuerten Einwohnern nicht blos die Annehmlichkeit des Spazier-Ganges um die Schoor resp. Anlage, sondern mit der guten Luft geradezu die Gesundheit entzieht? Welche Behörden sind zur Abstellung dieses für eine Stadt von der Bedeutung Gießens unwürdigen Mißstandes, der kaum in einem Dorf vorkommen dürste, berufen? Ist es richtig, daß es zur Beseitigung genügen würde, die Schleuße an dem das Lahnwasser in die Stadt einführenden Graben etwas mehr aufzuziehen ?_______________________________________________________4023 Zur gefl. Beachtung. Verehrtem Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich neben meinem seither betriebenen Cigarren - Engros - Geschäft nunmehr auch B. 17 Schulstrasse B. 17 ein Ladengeschäft in gleichem Artikel eröffnet habe. Unter Zusicherung vorzüglicher Waare und prompter Bedienung halte mich bestens empfohlen. Hochachtungsvoll 3996 Moritz Strauss. OeffeiUOche biblische Vorträge werden Sonntag und Mittwoch, Abends von 8—9 Uhr, Canzleiberg 66, eine Treppe hoch, über die nahe Wiederkunft unsere- Herrn Jesu Christi zu Jedermanns freiem Zutritt gehalten. (3298) »/. flohf. Alle Sorten Mineralwasser in stets frischer Füllung empfiehlt 39oo Gg. Wilh. WeicLig. (ilÜ w LOB b-h-L'B- “ÄÄ' . urflldtTif ÄS'» r,lj) Ä * ^to ’S jidj üWußt hat. W - Die Depes«^ W •Ä nad) Alexaudm ru r welch-s England und (fit zu fpät. , ;ra waren wehr als >01 mit* ter «»"*.5 mit W# JU >kM Anglist Montanas rinpfiebft sein reich afforiirtes Lager in Damenkleiderstoff. n unt Besatz-Atlas, Meider-Cattunerr pr. Meter von 50 Pf. an, Satin in den neueren Dessins pr. Meter Mk. 1,10. Ferner eine große Partie zurückgcsetztcr Kleiderstoffe und Neste reinwollener Beiges. 4035 Arbeitsversteigerung. Donnerstag den 15 d M, Nach- rnittags 2 Uhr, sollen in dem Rathhaussaale zu Hausen nachstehende Arbeiten wenigstfordernd in Accord gegeben werden: Weißbinderarbeiten an den Pfarrgebäuden, veranschl. zu . x. 33 — Maurerarbeit an der Schulscheuer, veranschl. zu . ... X 49.72 Zimmerarbeit, veranschl. zu X 43.05 Pflasterarbeitslohn in Ortsstraßen, veranschlagt zu . ... X. 35.— Hausen, den 10. Juni 1882. 4034 Großh. Bürgermeisterei Hausen. I. A.: Seuling, Bezirksbauaufseher. Ieilgeöotenes. 4013 Ludwigsplatz Nr. 171 \ 1 Stiege hoch, ist ein gebrauchtes, aber noch gutes Nafclklavier billig zu verkaufen. 500 Mark Gebrauch von Kothens Zahnwasser ä Flacon 60 Pfg. jemals wieder Zahnschmerzen bekommt oder aus dem Munde riecht. 4002 Job George Kolbe Nachf. H. Gritters Berlin s., Prinzenstr. 99. In Gießen zu haben bei Hrn. Fr. Seibel. Allgemeine Mne Wiese in der , Nähe der Stadt, 1288 Klftr. haltend, ist zu Heu und Grummet zu ver- k-u'-". K. M. IuqKardt. Stobt Cosskl. ■ ä Flasche 20 Pfg. empfiehlt Export-Bier ä. Flasche 23 4032 Pickirte Sellerie- & Lauch-, loiDie alle Sorten Gemüse- und echte ^berndorfer Dickwurz-Pfianzen em- pfiehlt Gottlieb Helsenbeiu, _______________Marburgerstraße. 4012 Ein gut erhaltener Kinderwagen billig zu verkaufen. Lit. E. II3. Brennholzversteigerungen in den Waldungen des GrWer;oglichen Hauses ikr Oberförsterei Uieder-Ohmen. Es werden versteigert: 1) Donnerstag den 15. Juni bei Gastwirth Weber zu Nieder- Obmen aus den Districten Brühl, Pferdsbacherholz, Pfingstweide, Eifenkaute, Müllerbera, Eichholz und Buchwald der Forstwartei Bernsfeld Scheiter Knüppel Nerfig Stocke Raummeter Buche 44 32 1752 20 Birke 10 4 — — Eiche 24 96 176 20 Nadelholz 31 396 1166 11 Aspe 97 72 — 2) Freitag den 16. Juni bei Gastwirth Weber zu Nieder-Ohmen aus dem Districte Lichterwald der Forstwartei Bernsfeld, ferner aus den Districten Mittelster Köpfel, Pfeifensack, Alter Zwilling, Vorderster Köpfel, Kröbges, Kellskopf, Linnenstruth, Hoheroth der Forstwartei Nieder-Ohmen, sowie aus den Districten Haag, Eselskopf, Burgwald, Eichheeg, Gänsheeg rc. der Forstwartei Merlau Scheiter Knüppel Reisig Stöcke Buche 9 Raummeter 15 842 36 Eiche 334 221 1842 78 Nadelholz 2 163 1544*) 5 Aspe 3 30 — — *) Hierunter 960 Nm. Nadel-, Weichholzreiser im District Eichheeg, in Schichten gesetzt. 3) Dienstag den 20. Juni bei Gastwirth Theiß zu Weitershain aus den Districten Bilskopf, Tränkkopf, Oiberg, Dingerwald, Buchwaldskopf, Birkwald, Geiselstrauch, Vllsberg, Bornberg rc. der Forstwartei Lumda Scheiter Knüppel Reisig Stöcke Raummeter Buche 919 132 502 41 Birke 2 2 — — Eiche 2 55 103 14 Nadelholz 6 411 845 — Aspe 1 6 — — 4) Mittwoch den 21. Juni bei Gastwirth Lenz zu Atzenhain aus den Districten Timmelberg, Schmidtbusch, Steinberg rc. der Forstwartei Atzenhain, sowie aus den Districten Buchscheer, Linnes, Kammerwald, Flensunger- kopf, Erlen rc. der Forstwartei Lehnheim Scheiter Knüppel Reisig Stöcke Raummeter Buche 113 64 832 100 Birke 46 10 — — Eiche 71 315 398 79 Nadelholz 126 533 585*) 10 Aspe 13 1 — — *) Hierunter 280 Rm. Nadel-, Weichholzreiser im District Steinberg, in Schichten gesetzt. Anfang der Versteigerungen jedesmal Morgens 9 Uhr. Die betreffenden Forstwarte sind beauftragt, auf Verlangen nähere Auskunft zu ertheilen. Das mit Rothstein bezeichnete Holz wird nicht versteigert. Bemerkt wird, daß außer diesen Brennholzversteigerungen keine weiteren in diesem Jahre in hiesiger Oberförsterei abgehalten werden. Grünberg, 9. Juni 1882. Großherzogliche Oberförsterei Nieder-Ohmen. Schober. 4000 Oderhess. Eisenbahnen. Für den Main-Neckar-Oberhessischen Verkehr ist zu I. B. Nr. 4 b der allgemeinen Tarifvorschriften versuchsweise nachfolgende Ausnahmebestimmung zur Einführung gelangt: „Ausnahmsweise tritt für einzelne Gegenstände von Eisen oder Holz, welche wegen ihrer Länge durch die Seitenthüren eines gedeckt gebauten Wagens nicht verladen werden können, wie Schienen, Bretter, Bohlen u. dgl., falls der Versender die gelegentliche Verladung abwarten will, die gewöhnliche Frachtberechnung ein. Diese Absicht des Versenders ist in solchem Falle im Frachtbrief ausdrücklich zu bescheinigen. Die Annahme zum Transport und die Aufdrückung des Expeditionsstempels auf den Frachtbrief (§§ 55, 49 des Betriebs- Reglements) erfolgt erst dann, wenn die Verladung möglich geworden ist." Gießen, den 8. Juni 1882. 4029 Großh. Direktion. Arbeitsbersteigerung. Mittwoch den 14. ds. MtS., Vormittags 10 Uhr, soll auf hiesigem Rathhaus die Lieferung und Anfuhr von 151 Cubm. Baf altsteinen von 25—30 Ctm. Länge, veranschlagt zu 906 Jt. (zur Ufer und Sohlenbefestigung des Lumdabaches) an den Wenigstnehmenden öffentlich in Accord gegeben werden. Lollar, den 8. Juni 1882. Großh. Bürgermeisterei Lollar. 3999 Fuchs. 4005 Eine 8sitzige, gute, wenig gebrauchte Braeck ist preiswürdig zu verkaufen. G. Rahnstadt, Bornheim-Frankfurt a. M. Linnästraße 5. 4008 Eine Kaute Mist zu verkaufen. Louis Vogt, Neuenweg. Wegen vorgerückter Saison verkaufe Damm-Paletots nnö Umhange um gänzlich damit zu räumen, zum Einkaufspreise. 4031 Aug. Montanus. IV. Kirchengefangfest des Cvang. Kirchengesangvercins für Hessen. Samstag den 17. Juni, Rachm. 6^ Uhr: Generalversammlung in der Herberge zur Heimath. Abends 8 Uhr: Gesellige Vereinigung im Saale des Lenz'scheu Felsenkellers. Sonntag den 18. Juni, 10 Uhr: Hauptprobe. Zutritt nur gegen bes. ausgegebene Mitgliedskarten. 2 >/2 Uhr: Festfeier in der Kirche. 4 Uhr: Mittagessen im Hotel zum Einhorn. Preis der Tischkarte 2 Mk. 4006__________________ iDa* Fest-Comile. Co. AirchmgesamMrem in fließen. Unseren inaktiven Mitgliedern theilen wir mit, daß sie, da das- Kirchengesangfest nicht von uns, sondern von dem Landesverein veranstaltet wird, zu demselben keinen freien Eintritt haben. Dagegen werden ihnen Plätze zu den bekannt gemachten Preisen bis zum Dienstag Abend reservirt. Von da an beginnt der allgemeine Verkauf. Zur Betheiligung an der am Abend des- 17. Juni stattfindenden geselligen Vereinigung, sowie an dem Mittagessen laden wir sie ergebenst ein. Anmeldung zum letzteren an den Unterzeichneten erbeten. Der Vorstand: 4007__Gg. Schlosser, Pfarrer. Neu! Pösctiels Bierhalle. Neu! Sonntag den II Juni, Nachmittags und Abends: Zwei Harmonium- und Gesangs-Concerte | der Sänger-Familie C. Gärtner aus Hamburg. Anfang 4 Uhr und Abends 8 Uhr. — Entree 15 Pfg. ä Person lieitmireitiow Scftmictt (Grünberger-Stratze). 4003 Sonntag den 11. Juni Tanzmusik. = Yermietyungen. 4004 Parterre-Wohnung, 5 Zimmer, Zubehör und Gartenantheil, in der Bleichstraße zu vermiethen. Näheres Seltersweg 62. 3998 Wegen Wegzug von hier ist die erste Etage meines Hauses am Wallthor, bestehend in 8—10 Wohn räumen, Mitgebraucd der Waschküche >c., vom 1 November an zu vermiethen. Bauunternehmer^p^o^ch e l. 4009 Möbl. Zimmer zu vermiethen. Mäusburg 14. 4010 Ein möbl.Zimnrer zu vermiethen. Wwe. Hanitsch, Kirchenpl. 22. 4ull Ein freund!. Familienlogis zu vermiethen bei Wwe. Plank, Wolkengasse. 4014 Der neuhergerichtete 2. Stock meines Hauses, 4 Zimmer, Kabinet, Küche u. alles Zubehör, sofort bezieh- bar. W. Ferber, Lindenplatz. 4015 Ein Zimmer mit od. ohne Möbel zu vermiethen.^ Schneider Frech. 4016 Eine Werkstätte, sowie ein Fa- milienlogis zu verm. I. Wagner, Maig. 4018 Der 2. Stock meines Hauses zu vermiethen und mit dem 15. Juli beziehbar. __I. Retter, Neustadt D. 62. 4020 Ein Logis, 3 Zimmer, zu vermiethen. 2 ^Schmücker. 3997 In meinem neu eingerichteten Hinterhause find Familienlogis per 1. August zu vermiethen. _______Louis JLony, 4022 Ein Logis zu vermiethen bei Fr. Blumöhr, Schützenstraße. 3139 In meinem neuerbauten Hause ist ein großer Laden mit Wohnung, sowie der 2. Stock, bestehend aus 7 Zimmern mit Zubehör zu vermiethen; kann auch als zwei ganz getrennte Logis oermiethet werden. L. Klinket. Laden mit Wohnung und bequemen Lagerräumen im Burkhardt'schen Hause in der Neustadt ist per 1. August preiswürdig zu vermiethen. 3944 Näheres bei Georg Philipp Gail. 3203 Laden zu vermiethen bei Gg. Emil Möhl, Bahnhofstraße. 4025 Eine Wohnung von 4—10 Zimmern per Juni zu vermiethen. __________G. Volk am Ludwigsplatz. 4028 Die Wohnung von Fräulein Braubach ist vom 1. Oktober, auf Wunsch auch früher, vermiethen. B. Kann Wwe., Frankst-Str. E. 28. 2002 Zwei Läden mit Wohnungen, sowie einige Mansardenwohnungen pr. 1. Mar zu vermiethen. J. Bernhardt. Vermischte Anzeigen. Mutternde werden in kürzester Zeit dauernd und sicher geheilt durch den Heillehrer für Stotternde R. Jbershoff aus Burg- steinfurt i. W., z. 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[MST Der heutigen Nummer unseres Blattes liege eine Ertra-Beilage, AbonnementS-Einladung des „Frankfurter Journal-' betr., bei, auf welche wir hiermit aufmerksam machen. 402g Verantwortliche Nedaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'scken Druckerei (Fr. Cbr. Dietsch in Ließen Hierzu cm zweites jölatr uno eine verrage.