1882 dir 84 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Bu^Lanr Schul st xaße B. 18. Betreffend: Die Eintheilung der Kaminfegerbezirke. Zum kirchenpolitischen Compromist in Preußen. Nack S 85 der Verordnung vom 1. Februar 1882, die Ausführung der allgemeinen Bauordnung vom 30. April 1881 betreffend, haben dre zur Erlangung der baupolizeilichen Genehmigung für Neubauten und Hauptveränderungen bei der unterzeichneten Behörde einzureichenden Plane zu Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringcrlahn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. In allen Plänen sind die wesentlichsten Dimensionen der Gebäude, der einzelnen Räume derselben und der Constructionstheile mit deutlichen Zahlen einzuschreiben. Jedem Plan niuß em Maßstab beigesetzt werden. Außer den vorstehend bezeichneten Plänen können, insoweit solches zur Prüfung und Beurtheilung eines Bauprofectes erforderlich erscheint, Detailpläne ü. größerem Maßstabe von Gebäudetheilen, Feuerungsaulagen, Zonstrnctionen re., sowie Nivellenients des Bauplatzes und der angrenzenden Straßen verlangt werden. Für alle einzureichenden Pläne ist dauerhaftes Material zu verwenden, und in der Regel sind dieselben in Actensormat — 33 Zentimeter Höhe und 21 Zentimeter Breite — zusammengelegt einzureichen. Die Situationsplüne sind von Demjenigen, welcher sie gefertigt hat, die Baurisse aber von dem Bauherrn und dem Techniker, von welchem sie herrühren, unter Angabe des Datums zu unterzeichnen. Die Unterzeichner stnd sür ine Richtigkeit der Pläne und der eingetragenen Maßverhältnisse verantwortlich. Für Eisenconstruetionen, sür ungewöhnliche Bauten, oder sonst aus Erfordern, können zu den Bauplänen schriftliche Erläuterungen, revisionsfählge Festigkeitsberechnungen rc. verlangt werden. Nach Lage der Verhältnisse kann die Polizeibehörde auch andere Maßstäbe, als die zu b, c, d und e bezeichneten, zulassen. enthalten: , , a. Situation des Bauplatzes und dessen Umgebung, mit Angabe der Himmelsgegenden, der anstoßenden Straßen, Wege und Wasserläufe, sowie bestehender oder projectirter Baulinien; die Eigenthums- grenzen, benachbarte Gebäude mit Bezeichnung deren Benützung, Höhe, Bauart und Eigenthümer. Diese Situation iftjn dem Maßstabe von Vsoo der natürlichen Größe darzustellen. Für Neubauten ist der Situationsplan von einem Geometer zu fertigen. b. Grundrisse sür jedes einzelne Stockwerk vom Keller bis zum Dachraum, mit Angabe der Feuerungseinrichtungen. c. Mindestens einen Vertikaldurchschnitt durch jedes Gebäude, mit Angabe der Terrainhöhe und der Höhe der betreffenden Straße. d. Ansicht nach der Straße und, wenn das Bauwesen von mehreren Straßen aus sichtbar wird, Ansichten von diesen Straßen aus. e. Bei Vauveränderuugen ist der bestehende und der künftige Zustand deutlich und durch verschiedene Farben kenntlich zu machen. Neue Bauten sind mit rother, bestehende Bauten aber, soweit fie, eine Aenderung nicht erfahren, mit schwarzer und, soweit sie beseitigt werden sollen, mit gelber Farbe zu bezeichnen. Die unter b, c, d und e bezeichneten Grundrisse, Durchschnitte und Ansichten sind in dem Maßstab von Vioo darzustellen. Daß alle Parteien des Kirchenkampses schon seit längerer Zeit gründlich satt sind und unter nur Halbwegs befriedigenden Bedingungen den Frieden zwischen der Staatsgewalt und der römischen Kurie festzustellen wünschen, ist eine so ausgemachte, schon wiederholt im Reichstage und im preußischen Abgeordnetenhause constatirte Wahrheit, daß wir keine Ursache haben, nochmals auf dieselbe zurückzukommen. Der kirchenpolitische Friede sollte geschlossen werden, wenn auch nicht um jeden Preis, so doch unter möglichster Nachgiebigkeit. Doch auch unter Der Voraussetzung, daß man dieses Ziel zumal auf Seiten der preußischen Regierung der die Nothlage ihrer katholischen Bevölkerung am Herzen lag, anstrebte, ist der am vorletzten Freitag im preußischen Abgeordnetenhause abgeschlossene kirchenpolitische Eompromiß ganz überraschend insofern gekommen, well derselbe mit einer Mehrheit der Zentrumspartei, der Zonservativen und polnischen Fraktion fast nur im Sinne der Zentrumspartei abgeschlossen wurde. Man wird begreiflich finden, wenn man in Erwägung zieht, Daß Artikel 4 und 5 in der kirchenpolitischen Vorlage, betr. das Einspruchsrecht der Regierung und die Dispensation von der Anzeigepflicht, worauf der Zultusminister v. Goßler Namens der preußischen Regierung den größten Werth legte, mit großen Majoritäten gestrichen wurden, es gelangten sonach nur die Artikel 1, 2 und 3 der kirchenpolitischen Vorlage, welche die diseretionären Vollmachten der Regierung, betr. die Aushebung des geistlichen Sperrgesetzes und der Vermögensverwaltung, Die Jnstallirung abgesetzter Bischöfe und die Befreiung der Geistlichkeit vom wg- Zulturexamen enthalten, zur Annahme, worauf auch das ganze Gesetz mit 228 gegen 130 stimmen genehmigt wurde. Die Geschichte dieser Vorlage feger Kail Zwesch Dahier uno Der n. naminfegervezui uem jvumuiiiyci $er 1. dezrrk^ bestehtBietzen, welcher (von Frankfurt aus gerechnet) rechts der Straße von Frankfurt nach Marburg gelegen ist, einschließlich der Gemarkung Schiffenberg; L . „ , „ . . n. . o 3 b) aus den Orten Albach, Allendors a. d. Lahn, Burkhardsfelden, Garbenteich, Großen-Lmden, Hausen, Heuchelheim, Klein-Lmden, Lang-Gons, Leihgestern, Oppenrod,' Steinbach und Watzenborn^Steinberg. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß vom 1. April 1882 an auf die Dauer von zwei fahren der I. Kaminsegerbezirk dem Kamin- l Zwesch dahier und der II. Kaminfegerbezirk dem Kaminfeger Franz Nebl dahier zugewiesen ist. Wir sehen uns veranlaßt, auf vorstehende Bestimmungen mit dem Anfügen ausdrücklich aufmerksam zu machen, daß wir die vom 1. April l. an bei uns eingereichten Pläne, welche nicht diesen Bestimmungen entsprechen, zur Verbesserung bezw. Vervollständigung zurückgeben, werden. Zugleich bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß wir in Gemäßheit des §101 der oben angeführten Verordnung den Feuervifttator ADtto dahier zur Prüfung der genehmigten Bauwesen hinsichtlich ihrer plan- und vorschriftsmäßigen Ausführung zugezogen haben. Gießen, am 29. März 1882. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. F r e f e n i u s. Der II. Bezirk umfaßt: x . a) den links der Frankfurt-Marburgerstraße gelegenen Dhesi der Stadt Gießen; sowie « : m shäSa™ b) bie Orte: Alten-Buseck, Annerod, Bersrod, Beuern, Daubringen mit Heibertshausen, Großen-Buseck, Lollar, Mamzlar, Reiskirchen, Rodgen, Rilttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhaufen, Trohe, Wieseck und Winnerod. Gießen, am 30. März 1882. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. _______________________ Betreffend: Die Ausführung der allgemeinen Bauordnung vom 30. April 1881. kampf-Epoche, denn gerade diejenigen Parteien, welche den Ausschlag geben, änDerten ihre Meinung total. Die Zentrumspartei, die Anfangs von den ms- cretionären Vollmachten, die fchlimmer als die Maigesetze seien, nichts ivlssen wollte, nahm dieselben später an und die Zonservativen, welche ursprünglich die ganze Vorlage im Sinne der Regierung stützten, waren schließlich bereits die wichtigen Artikel 4 und 5 fallen zu lassen. Freiconservattve. Zberale und Fortschrittspartei waren gegen die Vorlage, in der sie eine Nachgiebigkeit ce^ Staates, ohne daß die römische Kirche Zoneessionen gemacht habe, erbtickten, doch stimmten ein Theil der Freiconservativen schließlich dock auch für Den kirchenpolitischen Eompromiß. Alle Welt wird sich nun fragen, warmn^ i \.- gierung nach so langem und zähem Kampfe eine so große Nachgie igkett, ohm von der katholischen Kirche ebenfalls Zoncessionen erlangt zu haben an den Tag gelegt hat, und ob dieser neueste kirchenpolitische Comp,^ms» nun endlich eine solide Grundlage für den definitiven grieben«^^ nin &i^enfampr.e ab- geben werde? — Hierüber können wohl nur Eingeweihte fugende Antwort geben, denn die Angelegenheiten des Kirchenkampf o g s lebten 'wei fahren so wunderbar bald nach dieser, bald nach jener e>eite und ? in ’xÄ i W fnmnM in Rerlin als auch Ul Rom gezeigt wurden, obwohl fneDliche Neigungen sowohl m veriui ' ,,9 a r . V so fand man den Weg zum Frieden dennoch nicht und nun ist em Ausgleich abaesckloffen der offenbar keine Partei wirklich befriedigt. Zur Beleuchtung dieses seltsamen Vorganges citiren wir daher die Kundgebung emer bekannten infDirirten ZorrefDottbem in welcher es über den kirchenpolitischen Eompromiß heißt: Beide Theile haben das größte Interesse, keinen Fehler zu begehen, gvgv„ genehmigt rauroe. iöte Geschichte Dieter noriugc aber auch das Bewußffein, es wahrscheinttch^^gwßte^e^ er ware^ en bildet eine denkwürdige Episode des parlamentarischen Lebens und der Eultur- I Streit ungeschlichtet zu lassen. o w Ä« derselbe den Zug eingeholt, wieder aufnehmen. (T. u- A.) Ze 50 Kilogramm kosten Mark und Pfennige- § S & JA. J, JA^Ä JA JA. JLL, JA. JA,4 4 00 2'00 13 50 15*00 21 75 24 - 23,- 26 - 25 0011 - 12 65 10 75 9|7. 7286 Ze ’/z Kilogramm kostet Mark und Pfennige. E - e E iS s E <9- 0) JLH JL^ JA. JA^IJA^ JA *40 ;eo 1 50 9 46 80 20 — 271— 22 90 -50 greinet Prompte Lieferung. Reelle Bedienung. M 1803 in 1338 J. A» Heisch Söhne e -ET^ 'S K 30 a CQ & etc., zum I® M* Kassel, 4- April. Ein Zug der Main-Weser-Bahn verlor unterwegs einen Schaffner. Derselbe thot beim (Soupieren der Billets einen Fehltritt und stürzte auf die Böschung. Glücklicherwe se bat er sich nicht verletzt und da sein Sturz bemerkt wurde, konnte der Zug zum Stehen gebracht werden und den Schaffner, nachdem seine Eltern verweigerten ihre Zustimmung. Um nun den jung-n Mann auf andere Gedanken zu bringen, reifte seine Lieblingsschwester zu ihm und schlug ihm vor, eine Zeit lang mit i ach Hause zu gehen. Der Unglückliche stimmte zu und reifte mit ab. In der Nähe von Bensheim aber brach plö'.stich der Wahnsinn bet ihm aus, er drang auf seine Schwester ein, die laut um Hilfe rief, zerschlug die Sche ben des Waggons, zerschnitt sich die Hände und überströmte das Coiipö, dann den Perron und das Bureau des Vorstehers mit seinem Blute. Nachdem ärztliche Hilfe erschienen war, beschloß man, den Unglücklichen in die nahe Irrenanstalt zu Heppenheim zu bringen. Hier machte man aber, im Hinblick auf die strengen gesetzlichen Dorsch- ften und da das kreisamtliche Zeugniß fehlte, der Aufnahme anfangs erhebliche Schw erigkelten, zuletzt gestattete man sie provisorisch. Die Schwester des Unglücklichen reifte mit dem nächsten Zuge zurück, um den Eltern die traurige Nachricht zu bringen und Weiteres anzuordnen. — Ein in den Annalen der Justiz wohl einzig dastehender Fall ist der, daß Geschworene über einen Staatsanwalt sich beschweren. Ein solcher Fall ist in Aurich vorgekommen. Geschworene haben über den Staatsanwalt Neumann Beschwerde beim Justizminister erhoben. Neumann hat in der öffentlichen Schwurgeiichissitzung vom 9. März den Spruch der Geschworenen bezüglich einer Frage nach mildernden Umständen ein „Monstrum" genannt und, wie die „Emdener Ztg." meldet, diesen Ausdruck trotz der Bemerkung des Präsidenten, er nehme an, daß er die Aeußerung im Eifer gesprochen habe, aufrecht erhalten. Verden, 2. April. Dem „Hamb. Kurier" ro rb geschrieben: Seit heute Morgen herrscht hier, namentlich in der Beamtenwelt, einige Aufregung. Als nämlich gestern, dem erfttn Tage im neuen Quartal, die Beamten ihre Besoldungen in Empfang nehmen wollten, ward ihnen auf der Steuerkasse bedeutet, die erforderlichen Gelder seien von der Bezirkskasse noch nicht eiiigegangen und Zahlung könne erst am Montag erfolgen. Heute früh hat sich nun herausgestellt, daß jene Gelder schon am Abend des 31. März eingegangen, auch von dem ersten Beamten D- in Empfang genommen sind, zugleich jedoch, daß D- verschwunden ist und daß nicht bloß dieses Geld — wie es heißt 47000 JA — sondern auch der kurz vorher noch rembtrte Kassenbestand von ungefähr 34000 JA fehlt- Festgeftellt soll fein, daß D. in der Nacht zum 1. April mit dem Zuge nach Hannover Verden verlassen hat- Die weitere Spur fehlt natürlich noch, die erforderlichen gerichtlichen Schritte zur Verfolgung sind indeß. rote man hört, sofort eingeleitet. Bensheim, 5. April. Als der Frühzug heute, von Stuttgart kommend, in die Nähe der hiesigen Station gelangte, entstand m einem Coupä plötzlich ein furchtbares Hülfegeschrei; die Fenster des Waggons wurden hinausgeschlagen und alle Anzeichen eines in dem Coupö stattfindenden Kampfes waren vorhanden- Das Bahn- Ventile, Wasserstandshahnen, Manometer, Kessel-Speisepumpen, Sicherheitsventile Verzeichnis; der Mittclprcise der gewöhnlichsten Verbranchsgegcnstände in der Stadt Gischen vom Monat Mürz 1882. § 3 p Bade-Einrichtungen jeder Art. Closets und Pissoirs nach Auswahl. Waschtische für Wasserleitungen, Email- und Porzellangegenstände für Wasserleitungen. JLS) personal eilte herzu und brachte mit Mühe einen schwerverletzten, rasenden jungen Mann aus dem (SoupS in das Bureau-Zimmer des Stationsvorsteh.'rs. Hier ergab sich Folgendes: Der junge Mann, der in einer chemischen Fabrik bei Stuttgart bedienstet war, hatte dort eine junge Dame kennen gelernt und sich mit ihr verlobt, allein Kn#« T UM von Jl. 1.70 den Meter bis ZU den feinsten. jF» KirchkNplah. Verwaltungskosten • Löhne . Unterstützungen der Arbeiter Rohtabake und Steuer . . . . Utensilien • • • • • • ■ Frachten, Mieihen, Bureaukosten, Portts u. f. ro Unterhaltung der Gebäude und Sonstiges Summe der Ausgaben Einnahmen. Erlös aus Tabakfabrikaten Erlös aus abgängigen Geräthen u- Abfällen Miethe und Sonstiges .... P. Graff Installationegeschäft, Urue Säue 82, empfiehlt sein Lager von »uTeH aller Arten. $ur Confirmation empfehle rein wollene doppeltbreite EüchtllM't Hf*” “ MorzPu yMMieCy jtches- ober MMltete Sei s>S dasselbe di fjrroanbten a -hje Letztem , gijorbert, ihre ; bet WtbeÄ Anspruch die größer als der Streit mit Rom stud. Doch ist er nicht der Mann um gehäufter Sorgen willen ein Schlachtfeld als Besiegter zu verlassen. Er weiß daß er die Kraft des Geistes und des Willens übrig hat und die Mittel dazu besitzt, den Culturkampf, wenn die Kurie es nicht anders will, nötbigenfalls in einem wirksameren Stile wieder aufzunehmen. Doch bleibt 9llles in Allem genommen, die Wahrfcheinlichkeit überwiegend, daß die Verhandlungen nicht mit der Nothwendigkeit erneuter Kämpfe enden, sondern mit einem Ausgleich. ________________ Acrztlich empfohlen: Tokayer, Malaga, Muscatnel, Sherry ... 12 Sorten Bordeauxweine, schon von vH. 120 an die h lasche bis Chau Lafitte, t869r, jede Flasche mit Schlossbrand versiegelt. Ganze und halbe Flaschen Schaumweine und Champagner, empfehlen 11 jäOO o). ■:W cir "e Summe der Einnahmen 2,803,537 Dagegen der Ausgaben 3,190,031 Bleibt Deficit . • 386,494 Was die selbstständige Existenzfähigkeit, die Geschäftsführung und viel gerühmte Prosperität der Tabakmanufactur anlangt, so erfährt man darüber Folgendes: Die Prosperität des Instituts ist so groß, daß nicht blos die riesigen Raume der Manu- factur sondern auch die Filialen mit unabsehbaren Massen unverkäuflicher Cigarren vollgepfropft sind. Die Zahl derfelben übersteigt die von der „Augsb. Allg. Ztg." angegeben! n fünfzig Millionen Stück um mehr als die Hälfte; ihr Werth für dte Mannfactur beträgt zwei Millionen zroeimalhunde ttausend Mark. Was endlich die selbstständtge Ex stenzfähigkeit und andauernde Prosperität der Manufactur anlangt, fo ist der Beweis für diese Behauptungen schon dw ch die Thalsachen erbracht, daß sich dte stahl ihrer Arbeiter langsam und stetig vermindert; die durch Tod, Austritt und Entlassung abgehenden Arbeitskräfte werden seit vier Monaten nicht durch neue ersetzt- ferner ist die Arbeitszeit um eine ganze Stunde pro Tag herabgesetzt und schließlich die Anzahl der täglich fertig zu stellenden Cigarren um ein Beträchtliches verringert worden. hick MS (Siesten, 5. April. Einer schönen deutschen Sitte folgend, wichtigeren Tagen auch nach außen hin einen bleibenden Eindruck zu geben, veranstaltete der hiesige stitherverein „Alp.nröschen" gelegentlich seines 1- Stiftungsfestes am gestrigen Abend Gne gesellige Vereinigung seiner Mitglieder. Außerdem war eine Anzahl Gaste zu diesem Ehrentage auf das freundlichste eingeladen worden. Zu diefen letzteren darf sich auch der Schreiber dieses zählen, welchem es eine Pflicht erscheint, mit seinem Danke gegen den Verein zugleich einen Hinweis auf die musikalischen Leistungen gedachten Vereinsabends zu verbinden. v . Aus dem reichhaltigen Festprogramm, welches durchweg in jeber Beziehung vräcis und glatt durchgespi lt wurde, möchte ich zunächst besonders auf ein Werk des wackeren Vereinsdirigenten, den Alpenröschen-Marsch, aufmerksam macheii, welcher die erste Programmnummer bildete. Man konnte schon an dieser ersten Leistung jyne§ Abends deutlich sehen, ein rote e-nstes Streben nach lichtiger musikalischer Auffassung in diesem Verein herrscht. Ja, man konnte schon aus dieser für viele Zith-rn bench neten ersten Pisce ersehen, rote alle Mitglieder sich genau der Auffassung ihres Dirigenten anzupassen suchen. In Nr. 3 des Programms, einem Adag-o von Beethoven für 2 Klarinetten und Fagott, zeigte der Verein, daß er auch noch andere musikalische Jnstiumente als dte Zither in feine Pflege genommen hat. Dasselbe zeigte sich in der achten „Künstler-Jubeltöne" betitelten Pi^ce >'ür 3 (Klarinetten und Fagott. Aber auch die Einzelleffturgen bei Veremsmitglnder waren tadellose. So wurde zunächst C. M- v. Weber's unsterbliches L-eb aus Preciosa .Einsam bin ich nicht alleme" auf Streichzither in einer Weise vorgetragen, bte alle Lieblichkeit, alle Melodie unb allen Schm-lz bieses rounberbar schönen L'kbetz zur vollen Geltung kommen liefe. Nichts Geringeres läßt sich von bem „Tbautröpserl" benannten Solo bcs V.-reinsblrigenten sagen- Wenn ich aufeerbem noch hinzufügen bars, baß auch in Humor stischer Beziehung manches Gute geboten war, so ist wohl aus allem diesen der Schluß zu ziehe', daß der stitherverein „Alpenröschen", wenn er auf der betretenen Bahn rüstig weiter schreitet, unter der treuen Führerschaft fernes Dirigenten immer stärker Wurzel fassen, sich immer mehr Freunde erwerben wirb- e- Berlin, 4- April- Von der Kaiserlichen Tabakmanufactur in Straßburg be- XV$)M Geae'nüb7/d°r u'eberschufeberechnung, welche ber Unterstaatssecretär v. Mayr im Nalkswiitbfchaftsrath für bas Zukunftsmonopol gemacht hat, fei hier ber Aechnungs- Ab chluß b r Kaiserlichen ManMactm m Straßburg mstgetheilt aus bem ersten Jahr, in welchem sich dieselbe ber Oberleitung des Herrn v- Mayr erfreute unb, von ber Monopol-Idee beherrscht, neue Filialen atilegte- eQ3/a. Abschluß ber Straßburger Tabakmanufactur pro 1880/81- Ausgaben. JA Nima J it,jj r 3eit (H a N- untcTjtiteto1® H b 18. ■ M ■ Ml Lang’ Dienstag dei Sßotmitl iiom auf flcsitzi nÄtn fls Fri llMMMtr. ihorftrafee, ' :i/jl9l 10,635 M DiW^Msl LVßl'to 335 3)' | u>«, NM dchH T.ditineknb uerfi Netzen den N ~ « in 3 Nuancen, in wenigen Stunden HuHdtZDettMLAsOLve nnt schönem Glanz trocknend, Fertige Fuftbodeu-Wichse, Wertige Parquetboden-Wick-se »-pfichs Emil Fischbach 38,212 646,598 999 1,816,000 15,000 230.000 3,122 3,190,031 JA 2,783,237 15,582 1,718 Messing- und Rothguss, sowie Phosphorbronze. Jaucheyutnyeti und JPutnpen jeder Art und Grösse. Projecte und Voranschläge gratis. 1771 Q J4^ Mit! ISwnitt Hin auf hiesigen,) 'M des Zohnmi t'lhtti : Ito Wnan, au *!«, Ito «O 46 47, 47 60, .3 ftckbietend öct «'itzen, den J ■; u ©roBi A. 16 18 1623 Lager von reinen, direct bezogenen -SimitäLsujeiiirn in den verschiedensten Sorten. ,J >64 62 20 18 13 44 i70 64 26 20 14 9v IU Wfänderverkans. Die aus früheren Versteigerungen übrig gebliebenen und weiter verfallenen Pfander, bestehend in Herren- und Damenkleidern, Weiß- und Bettzeug, Federbetten und Kissen, goldenen und silbernen Taschenuhren, Wanduhren, Uhrketten, silbernen Eß- und Theelöffeln und sonstigen Gegenständen, werden aus der Hand verkauft. Inzwischen können die Pfänder, soweit sie noch nicht veräußert sind, eingelöst werden. 1^91 A. Hsnrich. Nb. 1 Am swrkMMf» Wegen Aufgabe meines Ladengeschäftes und Verkauf meines Hauses verkaufe ich meine vorräthigen Waaren von jetzt bis Ende April zu herabgesetzten Preisen. SkastaV Rühl, Spengler llllll Ell-lOIII-CiiS in größter Auswahl vou den billigsten bis zu den hochfeinsten Qualitäten empfiehlt «/. 8 W'eilsenfior»», 2011 Schulstrasse 19. Wir empfehlen unser großes Lager in nillbbiH X u. A.) •7 Qeftetn etnJ’lehen 5 l£|en ton je§ Ä'n. n 3t^ri zugleich ?e§ hch SUnfic’5^ ulmit bern l,ütN noch "Wrt, sosort Wmenb, in $ än furdjt: W und äße Das Bahn- fn!>en jungen ■ y’tr ergab Stuttgart be, '«lobt, allein in auf andere t)m vor, eine reiste mit ab. ous, er braue •<8 Waggons w bog Bureau wt, beschloß Gingen. Hie, n unb ba bai gkelien, zuletz i|te mit bin und Weitem jeder M1, 1Ch Auswahl seriell««® gege««** ngen. Badenburger-Kußpsab, 46 47, 1204 Mir. Acker daselbst, 47 60, 1356 Aitr. Acker daselbst xineistbietend versteigert werden. Gießen, den 2i. März 1881. Großherzogliches Ortsgericht. fi54 Müu er. Samstag den 6. Mai, Vormittags 11 Uhr, f4en auf hiesigem Ortsgericht die Grund- siicke des Philipp Wagenbach in Wieseck iginr 39 Nr. 348, 1825 Mir. Acker am Wingert pästbietend versteigert werden, i Gießen, den 14. März 1882. j1! Flaschen, von einem größeren Gute ^zllich srrsch bezogen, offerirt per Liter- ZU I» q rm « Saus' geliefert I' Kleinh enn, XT._ Seltersweg (£.21. ? '' ■(}! ?.u diesem Zweck speziell -^g ewählt, smd ärztlich untersucht 2 Mstden besonders kräftig genährt L«re Flaschen werden abgeholt. 2387 Aufgebot. Christine Pein, geboren am 1. März 1812, Tochter des Müllers Johannes Pein und dessen Ehefrau Anna Maria geb. Vie hl, «!ls Nieder-Bessingen hat sich vor längerer Zeit aus ihrer Heimath ent- ' secut. Dieselbe soll einen gewissen Keene geehelicht und in Etwich bei London gelebt haben, ist aber nunmehr »erschollen. Das hier zurückgelassene Vermögen derselben wurde curatorisch rer waltet und beträgt ca. 150 Mark. Da Christine Pein nunmehr das siebenzigste Lebensjahr zurückgelegt hat, so werden auf Antrag des Curators, G e o r g P e i n II. von Nieder-Bessingen, Mannte C h r i st in e Pein resp. deren Leibes- oder Testaments-Erben hiermit Iur gefordert, im Termin Dienstag den 16. Mai lfd. Js., Vormittags 9 Uhr, ihre Ansprüche an das hier curatorisch ruivaltete Vermögen anzunielden, als sensit dasselbe den sich meldenden nächsten verwandten ausgeliefert werden würde. Die Letzteren werden ebenfalls aufgefordert, ihre Ansprüche bei Meldung der Nichtberücksichtigung spätestens in bem obigen Aufgebotstermin bei dem Mterzeichneten Gericht geltend zu machen. Lich, den 18. März 1882. Großh. Amtsgericht Lich. 2314 Langermann.________ Dienstag den 11. n. Mts., Vormittags 11 Uhr, iallen auf hiesigem Ortsgericht die Jm- iwliilien des Friedrich Müller II.: 1/918, 206 Mir. Hofraithe in der Wall- chorstraße, 11939* io, 635 Mir Hosraithe daselbst, i J19> iu, 2089 Mir. Grabgarten daselbst, 1/951 V.o, 335 Mtr. Grabgarten daselbst, 1)163 io, 94 Aitr. Hofraum mit Scheuer b-aselbst nmftbietend versteigert werden. Gießen den 28. Mär; 1882. Großh. Ortsgericht. 24'S______________________Lüdeking._________ Samitag den 6. Mai, Vormittags 11 Uhr, iollen auf hiesigem Ortsgericht die Grundnücke des Johannes Kreiling IX von Sief cd 5 " : e Holzversteigerung in den Staatswatduugcn der Großhcr^oglichen Bbersörsterei Lrcis a. d. Lda. Es werden versteigert: Dienstag den $ 1. April aus den Districten Oberseilbach, Niederseilbach, Hainwald, Hainstrauch, Aspenstrauch und Neuerwald: 25 Stück Eichen-Stämme mit 4,85 Fsim., 28 „ Eichen- und Bucheu-Derbstangen mit 0,85 Fstm., 120 Nmtr. Buchen-, 7 Rmtr. Eichen- und 2 Rmtr. Aspen-Scheiter, 84 „ „61 „ „ „ 3 „ „ Knüppel, 1000 „ Bucheu-Stamm-, 550 Rmtr. Buchen-Ast-, 30 Rmtr. Eichen- Stamm-, 80 Rmtr. Eichen-Ast- und 100 Rmtr. Weiden-Reisig, 35 Rmtr. Buchen- und 1 Rmtr. Eichen-Stöcke. Die Versteigerung beginnt Morgens '/29 Uhr im District Obersellbach auf dem Fahrweg von Treis a. d. Lda. nach Alt-Buseck. Die Stammreiser, in ganzer Holzlänge und Haufen ä 10 Rmtr. sind größtentheils zu Flechtwerk, Fachgerten rc. besonders geeignet. Mittwoch den 12. April aus den Districten Hainbuch, Holzgeschirr, Zipfenwald und Scheid: 18 Stück Eichen-Stämme mit 4,70 Fsim. und 22 Stück Nadel-Stämme mit 7,10 Fstm., 2 Stück Buchen-Stämme mit 2,25 Fstm., 2 Rmtr. Buchen- und 22 Rmtr. Eichen-Scheiter, 21 „ Eichen- und 1 Rmtr. Aspen-Knüppel, 130 „ Eichen-Astreisig. Die Versteigerung beginnt Morgens 9 Uhr im District Hainbuch mit Zusammenkuuft auf dem Kueibsteg von Treis a. d. Lda. Treis a. d. Lda., den 2. April 1882. Großherzogliche Oberförsterei Treis a. d. Lda. 2422 L Amendt. 45,42 Fstm., 28 Eichen-Stämme — 4,80 Fstm., 5 Kiefern- ff 1804 Muster. 2342 Heinrich Hochstatter, Ächlotzgasse // ff 1,15 8,99 Die Zusammenkunft ist jedesmal Vormittags 9 Uhr und zwar am ersten Tag am Burkhardsfelder-Weg beim Floß, am zweiten Tag am Burkhardsfelder- Weg in den Langenbuchen. Lich, den 3. April 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. empfiehlt F. Holberg , Kirchenplatz. In den Waldungen der Gemeinde Lich, in den Distrikten Eifenkaute, Gänsweide und Langenbuchen werden versteigert: 1) Mittwoch den 12 April ds. Is.: 99 Fichten-Stämme — 23 Eich.- u. Buch.-Stang. — 1,47 Fstm. 80 Fichten-Stangen — 2) Donnerstag den 13 April ds. Is.: 79 Rmtr. Nadel-Knüppel, 58 Rmtr. Nadel-Stöcke, 3800 Buchen-Durchforstungswellen 1 .Qual., 3 Loose im Schlag liegendes Nadel- Neisholz, abtheilungsweise. 5 Linden- „ = 2,87 „ 1553 Ladenveränderungshalber verkaufe ich meine sämmtlichen Waaren zu bedeutend herabgesetzten Preisen, und mache ich besonders auf eine Partie sehr billiger Ringe und Medaillons ausmerksam. Bei Baarzahlung 10 pCt. Rabatt. Achtungsvoll Julins Noll, G-old- und Silberarbeiter Tapeten. Reichste Auswahl der neiiefteii und schönsten 2487_____________Walz.________________________ Damen - Confection in den neuesten Fayons, größte Auswahl und zu den billigsten Preisen, Kasseler Uerdeloole ä 3 4, Darmstädter Merdeloose 2400 C Lehrmund. 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Schepda. T> 7) 1) 2) 3) 7) 7) Fr. Chopin. Meyerbeer. Rossini. Herrn Padilla, kaiserl. königl. Kammersänger, unter Wirkung des Herrn Schaeling, Pianist aus Berlin. Erinnerung. ., Frau Konradt, Wetzsteingasse 4fr Moszkowski. Strauss-Taussig. Bendel. Taubert. Achtungsvoll Louis Faber ans Braunfels. Eintrittskarten sind in der Rudolph’ sehen Musikalien-Handlung Sperrsitz a Jl. 2, Unnununerirte ä Jl. 1.50 zu haben. 2478 Gesangverein Gintracht. Am zweiten. Osterfeiertag, Abends 8 Uhr: Tansnnterhaltnng in Wenjel’s Saal. 7) Rhapsodie hongroise . . (vorgetragen von Herrn Schaeling). 8) Dorme puri (gesungen von Herrn Padilla). 9) „Habanera“ a. d. Oper „Carmen“ (gesungen von Mde. Ar töt). 10) Galopp für Pianoforte .... (vorgetragen von Herrn Schaeling). 11) Tarantelle i gesungen von Herrn Padilla). 12) Duo espagnol . . . . • (gesungen von Mde. Artöt und Herrn Padilla). 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