1882. Samstag den 1L Februar Nr. 3K Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags Betreffend gpu**’ -» i« 16 20 16 ", t k Pfcer ohne i>tn durch !• Februar, Uhr, We Ebel) M Geburtstag ib des Vnüns sind 914 er Vorstand. pr' April,. *' ®^lo68af[e. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohr Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark oO Pf. werden wird. Gießen, den 9. Februar 1882. Großherzogliches Kreisaint Gießen. Dr. B o ef man 11. tret AnjkP einer Da« tat 8. 5ebr 1882. If, Kar/ Klein. ahof. tagÄ § 8. fety,. 4. 22—25 20-24 !- ' Zeigen. ölStett“nl zur ‘^abiueTTinP TSbtiT Ä Uralten wüe Pension auf- Deutschland. m. Darmstadt, 9. Februar. Der Abgeordnete Arnold hat bei dem Bureau der zweiten Kammer den Antrag übergeben, die Kammer wolle bie Grvßh Regierung ersuchen, noch auf diesem Landtage den Entwurf e>.nes Geietzrs vorzulegen, m welchem ausgespiochen wird: 1. daß Art. 24 des Gesetzes vom t5. September 18o8, das Pfandrecht betreffend, aufzuhet-en sei; 2- daß an Stelle dieses Art kels etwa totgender trete. Einen gesetzlichen Hypothrktitel hat auch jeder Gläubiger wegen der ihm zustchenden Gcldforderung auf bie verhypothecirbaren Vermögensgegeuftände 1 esttes Schuldners, wenn a. über dieselben ein rechtskräftiges oder em für vorläufig vollstreckbar erklärtes Endurtheil. oder b. über dieselben einer der in § 702 der Ewilproceßoidnung ausgeführt n oder en n Gemäßheit des § 706 der Cio lproceßordnung geschaffener Schuldtitel oder ein Arrestbefehl vorliegt; 3. daß zur Voraussetzung des E ntrags dieses ^nvolbektitels, abgesehen von den für alle Hypothektitel bestehenden Vorschr-stm, mb- besondere die Beobachtung der in den §§ 662—672, 703, 704 Abs. 1, 705, Abs. 1 und 2 808 und 809, Abs- 1 der Civilproceßordnung bestehenden Vorschrlften geholt- — Ergänzend fei hier bemerkt, daß Art- 24 des Gesetzes von 1858 lautet: „Einen aefetzlichen Hypothektitel hat auch jeder Gläugiger wegen der ihm zusteh. nden Forderung auf diejenigen veihypothecirbaren Vermögensgegenstände seines Schuldners, deren ^wangsveräußerung zum Zweck seiner Befriedigung duich das zustehende- Gericht ver- ffla( morden ist- — Der Gläubiger kann die Einschreibung dieses Hypothektitels verlangen, sobald der Richter die Versügung, wodurch die Zwangsveiäutzerung an- geordntt^wird, erl ^r ^^^rdnete Arnold beantragt, die Großherzogliche Regierung um eine baldigste Vorlage wegen Erbauung einer Staatsstraße von Unterabtsteinach, Oberabtsteinach und Siedelsbrunn bis auf die Kreidacher Höhe im Kreise Heppenheim zu El suchen. Februar. Die neue Ver ordnung, d'e Gerichtskosten und Gebühren betreffend wurde heute publicast. Dieselbe hat die Fundamentalprincipien der alten Verordnung beibehalten und nur einen Theil der Einzelbestnnmung'n geändert und eraänrt Nichtsdestoweniger ist die revidrrte Verordnung neu redigirt und mit neuen Tarifen versehen, weil es den praktischen Gebrauch der Verordnung wesentlich erleichtert wenn Demjenigen, der sie anzuwenden hat, an Stelle zweier einander ergänzenden Stückwerke ein einheitliches Ganze vorliegt. Die hauptsächlichsten Aender- ungen und Ergänzungen sind: 1) Eine Reche von Stempel- und Gebührensätze sind ermShiai worden 2- Bei einer Reihe von Geschäften ist, weil bie Ermittelung des Wertbes des Geaenstandes unvethältnißmaßige Schwierigkeit bet denselben bietet, an Stellkder nach °d"esem Wertbe abgestuft.n Gebühr eme feste Gebühr gesetzt warben, qx cxn mkbreren Kallen ist für die Bestimmung der Gebühr ein Spielraum gelaff.n. 4, Der^temml für eine vollstreckbare Ausfertigung iZ-ffer 25 des allen Sttmpel- Tarifs) ist, nachdem die deslallsige Gebühr retchsgesetzlich beseitigt wurde, nunmehr auch landesrechtlich in Wegfall gebracht. Ebenso ist d.e Gebühr sür eme tzeiraths- Mrfteiniauna auf @tHarun« der Brautleute, daß sie sich dem am Wohnorte des ^äuhaamS neHenben Se»te unteiwerfen wollen, in Wegfall gebracht. 5) An Stelle der W^rth-Adstufung des § 8 des deutschen Gerichtskostengesetzes, welche sich an das D-cima vst-m nicht a-bunden hat, ist, um die Berechnung der Gebühren zu erleichtern, dieses System in der neuen Verordnung in noch weiterem Umfange, als schon m der Nerardnuna vom 30. August 1879 geschehen war, zur Anwendung gebracht. 6) Die Schreibgebühren sollen inskünftig im nichtstreitigen und im besonderen Versahreir nur für Ausfertigungen, Auszüge und Abschriften, welche auf Antrag (nicht auch ,ur solch. welche von Amtswegen ertheilt werden, zur Erhebung kommen. 7) Im § 16 ist arm. , ), ds. N. ____ tt Bursche, Mlch-r )t, finbet Süll- auf • Draimrung in Flur I bis VIII der Gemarkung Utphe. Bekanntmachung. « m -N- *-ä uni SÄZl S z LLLL Ä*»*» ™ die Entwässerung der Grundstücke betr. (stehe ^grerung f$'eneW6 der Betheiligten mit Kosten-Ueberschlag und näherer Darlegung des Unter- LSNLLS5TÄ2 «»- - 3.. N * x. MM* M*. «* •* b-m MM ÄmM W, aus dem G-mem-ehause m Utphe MvNMg vkN J y Ableitung des Wassers hie Benutzung eines in Flur IV der Gemarkung Trais-Horloff beftndlichen ZSSEä EWLZMWMWßM:» m ittf von getragenen Oelgemalden, alten 1, Münzen ic. Rothtttberger, uemveg 193. welche 5 Jahre in chatig ivar, erbietet sowie für Kinder nchen der englischen nversation, zu er- bhülse für Kinder m der Exped. d. Bl. ton rSTÄ SmÄ M «M «M* «MM, M Unternehmens ein Schaden entstehe.-der welche * **** -*• ■** - w -5 * w m. m - w * -* ferner eine Bestimmung vorgesehen, welche dem Ministerium freie Hand geben soll, iM Bedürsnißfalle die Erhebung von Gebühren und Auslagen m der Form des Stempels m weiterem Umfange als d m bisher gestatteten anzuotdmn 8) Bei den Gebühren d"r Beam7en sind einige durch das Bedürsnlß erforderte Aenderungen, und Er- aäntunaen tinaetrden Die eingreifendste derselben ist der Wegfall der Gebühr der G.richisjchteiber für Löschung der Beschränkung eines Eintrags im Mutatwns-Ver- äe'*"’setltn, 8 Februar. Abg. Berling erläßt eine Erklärung, daß er die Klaae neaen Landrath v. Bennigsen - Förder in Ratzeburg zurückziehe, nachdem dieser die angegriffene Ehre vollständig hergestellt, der Oberpräsident sein lebhaftes Bedauern ausgesprochen und die Garantie gegeben ist, day bie stelle neaen Einwohner des Kreises aus Anlaß der Reichstagswahlen niedergeschlagen worden und der Landrath versetzt ist. Der Proceß in Lübeck aber werde unge- (jinbertjeinen Fortgang nchi ^bichsregierung der Frage eines Verbots, resp. einer möglichsten Beschränkung der Differenzgeschäste an der Börse naher zu treten beabsichtige, wird in Abgeordnetenkreisen sehr lebhaft besprochen Di Dleimiuaen welche dabei lant werden, klingen vielfach sehr sympathisch für die d.i f»g«r wi m UM 3-it M» *> ■»««• delskammern eingeholt werden würden. „„Mmobpn ■ — Aus Wien wird den „Berl. Polii. Nachr." vom i. bs- Nachdem We gestern versuchten falschen Ausstreuungen ^rruffcheTriipp^ bewegungen nach unserer Grenze, dw augenscheinlich fu Bors nzwecke m Welt gesetzt worden, nicht verfangen haben, man heu e die macht, zu noch grelleren Ausstreuungen, zu greifen. - s > Borse anbelangt, wie es scheint, nut Dieldungen über österreichische Mobi isirungen. 3^ fan" ^ bie erwähnten Ge- über auf das Bestimmteste. mittheilen, da J -es^nrns me^ rächte, die russischen sowohl als die osterre ch h cisleithanische Ministergröbster Art zn thun habe. Uebrrgens n h w Thatsache einen Anhalts- gerüchte zu Hülfe, für welche rnbeffen nu T ( l(-tCuer.sBor[age abzulehnen punkt bot, daß das rechte Centrum di Pewemnste 9 6abinetS« beschlossen habe, die Regierung aber die Annahme oie, frage gemacht hat. weniastens durch Verordnung des Finanz- — Ein Zoll-Cunosum ist nun Ä uon corned beef als feine Eisenministers beseitigt worven, die > J f abzielenden Petitionen dem roaaren. Der Reichstag hatte be am tlich Reichskanzler zur Erw^W canp@ine bisher noch nicht in - Zur Haftpflicht derE, ^^nzen der Haftpflicht der Eisenbahn- höchster Instanz erörterte sr g , unzurechnungsfähigen Kindern beim BÄ** “w "*n w en"*,en *» Leib.) 0. Februar. ."sklnIögtiliA itt N{; .st i'N i 3trtin ueiber. 2 Februar , i Uhr: rstellung- Irrten durch dir “ dx Bnrcon: Schulstraße B. 18. sonen die Haftpflicht wegen eigenen Verschuldens des Verletzten ausgeschlossen sein würde, ist vom Reichsgericht H. Civilsenat, durch Urtheil vom 20. Decbr. v. I. in einem für die Eisenbahn-Unternehmer nicht günstigen Sinne entschieden worden. Nach diesem Urtheil haftet der Bahn-Unternehmer für den Unfall eines noch unzurechnungsfähigen Kindes selbst in dem Falle, in welchem der Unfall durch das sorglose Verhalten der das Kind beaufsichtigenden Personen herbeigeführt worden ist; die Haftpflicht der Eisenbahn ist bei einem solchen Unfall nur dann ausgeschlossen, wenn er durch „höhere Gewalt", also unter Umständen, unter welchen ein wirksamer Schutz gegen derartige Unfälle thatfächlich nicht zu beschaffen war, herbeigeführt ist. Berlin, 8. Februar. Ohne daß die Möglichkeit einer Frühjahrssession des Reichstages an Wahrscheinlichkeit gewonnen hat, ist die bezügliche Frage auch in verneinendem Sinne noch keineswegs entschieden. Sollte eine Frühjahrssession für wünschenswcrth erkannt werden, so würde dem Reichstage der Gesetzentwurf über das Tabaksmonopol vorgelegt werden können, da dieser, wie man vernimnit, sertiggestellt ist. Dasselbe gilt von dem Unsallversicherungs- Gesetz, welchem aber natürlich die durch die berufsstatistische Ausnahme zu gewinnende Unterlage noch fehlen würde. Das Gesetz wegen der Berufsstatistik liegt allerdings der höchsten Genehmigung vor; ebenso sind die Entwürfe für die Instruction, Zählkarten u. s. w. ausgearbeitet und werden demnächst deni Bundcsrathe zur Beschlußfassung vorgelegt werden. Nachdem dieselbe erfolgt ist, werden aber noch so viele Vorarbeiten, namentlich technische, zu erledigen sein, daß die statistischen Erhebungen vor dem April nicht möglich sein möchten; selbst wenn eine Erleichterung der nöthigen Leistungen dadurch herbeigesührt würde, daß man die Druckarbeiten: Zählkarten u. s. w., den einzelnen Bundesregierungen überträgt. Selbstverständlich aber wird bei der Entscheidung über die Berufung des Reichstages im Frühjahr auf den Stand der Landtagsarbeiten Rücksicht zu nehmen sein, da sich in Betracht der wichtigen Vorlagen, mit denen sich dieser zu beschäftigen hat und die den Reichstag beschäftigen würden, ein gleichzeitiges Tagen beider Körperschaften schwerlich empfehlen dürfte. Man nimmt aber an, daß der Landtag seine Aufgabe vor Ende März schwerlich erledigt haben wird. (Köln. Ztg.). — In Betreff des traurigen Vorfalles an der Jnvalidensäule melden wir noch, daß auch der schwer verletzte und in bewußtlosem Zustand in das Augusta- Hospital eingelieferte Knabe Hermann Büttner am vergangenen Montag Abeird seiner Verwundung erlegen ist. München, 8. Februar. Die Ultramontanen des bayerischen Abgeordnetenhauses rüsten sich jetzt zu einem Hauptschlage gegen den ihnen von Grunv aus verhaßten Cultusminister v. Lutz. Es heißt nämlich, daß — je nachdem die Erklärungen des Cultusministers über die kirchenpolitische Lage ausfallen — man die Vereinigung des Cultusministermms mit einem anderen Ministerium beantragen werde. Gelingen wird dieser Plan den „schwarzen" Herrn nun wohl keineswegs, denn sowohl das bayerische Oberhaus, wie hauptsächlich König Ludwig, hätten dann doch auch noch ein Wörtchen mitzusprechen. Arankreich. Paris, 7. Februar. Die sranzösische Regierung hat jetzt beschlossen, alle tunesischen „Aufständischen" nach Frankreich und von dort nach dem Bagsio von Neu-Caledonien zu senden! — Der bekannte Speculant Lebaudy, der "seit dem 15. Januar ungeheure Summen gewonnen hat, wurde gestern bezahlt. Er erhielt 31 Millionen. Die Haltung der Börse war heute sehr ruhig, aber nur weil falt Niemand Geschäfte machte. Die Wechsel-Agenten und sonstigen Zwischenhändler sind nicht zu beklagen. Ein jeder derselben gewann in den letzten 10 Jahren an Mäklergeldern 100- bis 400,000 Frcs. monatlich, d. h. mehr als 1 bis 4 Millionen jährlich. Deshalb konnten sie auch die furchtbare Krisis so leicht überstehen. Die Speculanten dagegen sind größtenthells völlig zu Grunde gerichtet. — Der Militär-Bevollmächtigte bei der deutschen Botschaft zu Paris, Oberst v. Bülow, hat sich, wie das „Milit. Wochenblatt" schreibt,' mit dem Stadtrath von Verfalles in Verbindung gesetzt, um für die auf dem Kirchhof Notredame zu Versailles befindlichen Grabstätten deutscher Krieger eine genügende Pflege zu erwirken. In Folge dieser Unterhandlungen hat die Behörde von Versailles sich bereit erklärt, die durch Vermittlung der kaiserlichen Botschaft rhr zugehenden Jahresbeträge entgegenzunehmen und für die Instandhaltung der ihr namhaft zu machenden Gräber zu verwenden. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 9. Februar. Die Darlegung der Wiener „Presse" über die Correspondenz zwischen Berlin mid Petersburg bezüglich der Skobeleff'schen Rede wird von hiesigen amtlichen Kreisen für eine Erfindung erklärt, an inelcher kein einziges Wort wahr ist. Die Skobeleffffche Rede ist überhaupt nicht Gegenstand von diplomatischen Instructionen oder Besprechungen zwischen Berlin und Petersburg gewesen. Dresden, 9. Februar In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer gnff der Abg. Liebknecht die Regierung wegen der Ausführung des Socialisten- gefetzes auf's Heftigste au, so daß er mehrmals zur Ordnung gerufen wurde Der Minister des Innern erklärte, daß Nichtdeutsche, welche in Deutschland die socialistische Agitation betrieben, jedenfalls auszuweisen seien. London, 9. Februar. Nach einer Meldung der „Frkstr. " ouS London von heute Vormittag ist das deutsche Schiff „Lisette" bei St. Johns auf einem Riff gesunken. Sicher sei, daß dabei 5 Mann, einschließlich des Capitäus den Tod gefunden, man befürchte indeß, daß alle an Bord befindlichen Penonen ertrunken seien. v Wien, 9. Februar. Die „Polit. Corresp." bringt einen Bericht aus Danilovgrad, wonach der Fürst von Montenegro vor einer militärischen Versammlung in Anwesenheit des österreichischen Ministerresidenten die Nothwendiq- keit, sich gegen Oesterreich dankbar zu erweisen, betont hat. Oesterreich sei keine Türkei, Oesterreich sei gerecht und wohlwollend. Kein Land könne ohne eine Wehrverfassung bestehen; um so schlimmer sei es, wenn die Herreaominer sich gegen das Wehrgesetz auflehnten. Paris, 9. Febr. Zum Vicepräsidenten des Senats ist Peyrat (radikal! gewählt worden. — Der Botschafter Baron de Courcel ist heute Abend nack Berlin abgereist. Cannes, 9. Februar. Berthold Auerbach ist gestern gestorben. . . London, 9. Februar. Wie das „Reuter'sche Bureau" erfährt, ist die gestrige Meldung der „Saint-James-Gazette", daß Lord Granville einen Verbal- protest an den russischen Botschafter gegen das Vorgehen Rußlands in Central- Asien genchtet habe, durchaus unbegründet. . London, 9. Februar. Wie das „Hof-Journal" meldet, wird die Königin sich un Marz nach Mentone begeben, weil die Aerzte Ruhe und Luftwechsel für wünschenswerth erachten. Bald nach Ostern dürfte die Rückkehr wieder erfolgen. — Durch Selbstentzündung von altem Hanf brach gestern auf der Staatswerft m Devonport Feuer aus. Der hierdurch angerichtete Schaden wird auf 20,000 Pfd. ©tert, geschätzt. — Der „Times" wird aus Alexandrien vom heutigen Tage gemeldet: In seiner Erwiderung auf beit Protest der Generalconsuln gegen die Uebcrtra- gung des Rechtes, das Budget zu votiren, an ein Comitö der Minister und von Delegirten der Notabeln-Versammlung, sagt der Ministerrath, die Mächte hätten keinerlei Recht, sich durch die Finanz - Controleure in die Fragen, betreffend die Entwickelung der inneren Angelegenheiten Egyptens, irgendwie' einzumischen. _ 9. Februar. Der „Regicrungsbote" bezeichnet den Zustand der Großsürstm Marie Paulowna als ernst. - Einer Meldung des „Golos" zufolge hlelten die Chinesen entgegen den Bestimmungen des Traktats, russische Carawanen in Aksu zurück. Dagegen hebt eine Correspondenz d.s „Regie ungsboten" aus heivor b‘C 'rtcb '*cn unb wohlwollenden Gesinnungen Chinas gegenüber Rußland ,a “ Di- von auswärtigen Blättern gebracht- Nachricht, daß wegen der Rede des Generals Skobelest bet dem Leiter des auswärtigen Amtes, Staatssekretär v. Giers von irgend einer Seite Eiklärungen gefordert worden seien, wird von gut unterrichteter Sette für völlig unbegründet ei klärt. _ Kairo, 9. Februar. Der englische und der französische General-Controleur überreichten dem Ministerpräsidenten Mahmud Barudi Pascha gestern em Schreiben in welchem dieselben gegen die Ausdrücke protestiren, in welchen der europäischen Con- trole in dem ministeriellen Programme Erwähnung geschieht. Lokale-. Gießen, 10. Februar. Morgen, Samstag, Abend feiert der hies. Kriegeroerein sem siebentes Stiftungsfest unter Vorführung von lebenden Bildern, denen dann Con- cert, Banket und, wenn Stimmung dafür vorhanden ist, auch ein gemütliches Tänzchen folgen wird. Wir verfehlen nicht, die Freunde des Vereins auf diesen Abend besonders hmzuweisen, sowie noch besonders alle älteren und jüngeren Kameraden zu diesem, gewiß jeden, der nicht allzugroße Ansprüche stellt, befriedigenden Abende, einzuladen. D—r. Berurischtes. Arbeiten für die im September L I. aus Anlaß der Feier des fünfzigjährigen Jubiläums der drei landwirthschastlichen Provinzialvereine dahier abzuhaltende landwtrthschaftliche Landesausstellung werden nunmehr mit Eifer in Angriff genommen. Freitag den 3. l. Mts. hat sich der Ausschuß definitiv constituirt und Herrn Polizeirath H a as-Darmstadt zum Präsidenten, Seine Erlaucht den Grafen Solms-Laubach, sowie Herrn W ern h er-Nierstein zu Vicepräsidenten, Herrn Secretär S ti mm el - Darmstadt zum Generalfi cretär gewählt. Die Geschäfte sind vertheilt unter: 1) Finanz- und Verloosungs-, 2) Bau-, 3) Platzordnungs- und Wirth- schafts-, 4) Preß-, 5) Empfangs- und Quartier-, 6) Vergnügungs- und 7) AuS- stellungs-Commissionen. Aufgabe dieser, die ihre Thätigkett sofort begonnen haben wird es nunmehr sein, das ganze Unternehmen zu einem guten Ende zu führen. Marburg, 6. Februar. Der Bau der Bahn von Cölbe nach Laasphe soll nach dem dem Abgeordnetenhaus vorgelegten Bericht der Eisenbahnoerwaltung im laufenden Jahre begonnen werden; die Submissionen sind bereits ausgeschrieben. Das bewilligte Baukapital beträgt 1,600,000 hierzu tritt der Zuschuß der Interessenten mit 120,000 s, welcher durch nausgaben aus- tz. M., als dm Künstlerfest, w ie schlich Art gm Frudh-i °»s' >ur NMng dtt web- amuwM ist durch den ®‘- geführt ♦r.rp her PitM SV» ™ f. Aus dem jetzigen Namen Nauhe.m laßt sich höchstens das Verschwinden der früheren Benennung dieser Stätte herleiten. Schiffsbericht. Mitgetheilt vcn dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen. C W. Dietz Nachfolger Gießen. . Bremen 8. Februar. Der Postdampfer Main, Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 28 Januar von Newyork abgegangen war, -in aeftern 11 Ubr Abends wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für do.t bestimmten Passagiere, Post und Ladung 12 Uhr Nachts die Nette nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 99 Passagiere und volle Ladung. Bremen 8. Februar. (Per transatlantischen Telegraph). Der Postdamvfer General Werder 'Cap'- H Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 22 Januar 'von Bremen und am 25. Januar von Southampton abgegangen war, ist heute 1 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine t>-ler mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man zon der Annoncen - Expedition von H A ASENSTEIJK <4? VOGLER in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde zuGießen. Gottesdienst: Sonntag den 12. Februar (Sexagesimä): Morgens 91/» Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Donner st ag den 16. Februar: Im Gymnasium Bibelstunde, Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. (Die anveitrauten Minen und die anvertrauten Talente. Luc. 19,11—27. Matth. 25,14-30.) Die Pfarrgcschäste in der Woche vom 12. bis 18. Februar besorgt Pfarrer Schlo sser. tiÄÄsgRMMmamBeeaeeeeeHeeeeeaeeeeeeeeeeeaeeeBi Holz-Versteigerung. Donnerstag den 16. Februar, von Morgens 9 Uhr an, soll im Garbenteicher Gemeindewald und Markwald nachverzeichnetes Holz zur Versteigerung kommen: 6 Rmtr. Nadel-Scheitholz, 183 „ „ Knüppelholz, 64 „ „ Stockholz, 4485 Wellen „ Neisholz, 1250 „ Eichen- „ 11 Nadel-Stämme von 17—23 Ctm. Durchm. und 8—12 Mtr. Länge, 875 Fichten-Bohnenstangen. Der Anfang ist im District Langenwald an der Salinenstraße nächst dem Bahnwärterhaus, woselbst das Stammholz am Anfang zur Versteigerung kommt. Garbenteich, den 9. Februar 1882. Großh. Bürgermeisterei Garbenteich. 929 Schwarz. Hotzverfleigerungen. Donnerstag den 16. d. MtS. a. von Vormittags präcis 9 Uhr ub, im Gemeindewald von Lützellinden l Oberwald), wo ausgeboten werden: 6 Eichenstämme l. Kl. — 22 Fstm. 7 „ II. „ = 13,77 „ 5 „ HI. ,, = 4,74 „ 42 Kiefernstämme = 11,47 „ 32 „ Stangen I. Kl. 37 Rm. Eichen Scheitholz, 37 „ Buchen, Eichen und Kiefern Derbholz, 8,50 Rm. Stock- und 39,00 „ Reiserholz. b. Nachmittags von 2 Uhr ab im Gemeindewald von Reiskirchen, Distrikt Eichen und Bokenheim. Ausgeboten werden: 7 Eichenstämme I. Kl. — 23,39 Fstm. 11 „ II. „ = 19,01 „ 15 „ HL „ = 11,37 „ 15 „ IV. „ = 2,56 „ 2 Rm. Eichennutzholz, 38,70 „ „ Scheitholz und 20,00 „ „ Knüppelholz, sowie verschiedene Reiser u. Stockholz. Zur Führung der Steiglustigen aus dem Lützellindener in den Va Stunde entfernt liegenden Reiskirchener Wald wird Jemand zur Stelle sein. Das Stammholz wird stets zuerst versteigert. Großrechtenbach, 4. Februar 1882. Das Bürgermeister-Amt. 824 Hardt. 879 Ein schöner, schwarzer Vorstehhund vorzüglicher Race, 11 Monat alt, ist Umstände halber billig zu verkaufen. Näheres durch die Exped. ds. Bl. Allgemeiner Anzeiger. Reichafsortirtes Lager in allen Ausstattungsartikeln, sowie Ueberuahme vollständiger Ausstattungen, unter Zusicherung streng-reellster Bedienung ssi M. Kann, Kndenplah. Moritz Heichelheim 682 Gänzlicher Ausverkauf von Manufacturwaaren, Kleiderstoffen, Ausstattungsgegenständen & Damen* Confection. Wegen Aufgabe meines Waarengeschäftes verkaufe mein Lager (das größte am hiesigen Platze) vollständig aus und bietet sich meinen geehrten Abnehmern Gelegenheit, die gediegensten Waaren vortheilhaft einzukaufen. Der Verkauf findet zu festen Preisen nur gegen Baarzahlung statt. Destillerie der ABTEI zu FECAMP (Frankreich) Mer Beiieilicliner Liqueur vortrefflich stärkendes Verdauungsmittel, der beste aller Llqueure. Man verlange auf jeder Flasche die viereckige Etikette mit der Unterschrift des General-Direktors. Die Destillerie der Abtei zu F6camp fabricirt ferner den Alcool de Menllie und das Melissen-Wasser der BenedictIner, vorzügliche,äusserst gesundheitsfördernde Mittel. Der ächte Benedictiner-Liqueur ist bei den Nachfolgenden zu haben, welche sich schriftlich verpflichteten , keine Nachahmung dieses Liqueurs zu führen. 125 [ VERITABLE LIQUEUR BENEDICTINE ' In Giessen ; EMIL FISCHBACH , Heinr. Kinkel. Gebrannten Kaffee in reinen, feinschmeckenden Sorten von JL 1 20 1.410, 1.60 und 1.80 per Pfund, stets frisch gebrannt, empfiehlt O« It «t H f* t 930 Neuenweg B. 203. Hewett- und Httttbettftetttd-eit iefert gut passeno in kürzester Zeit 850 M. Kann, Kndenplatz. Hierdurch beehre mich, ergebenst anzuzeigen, daß ich die Maschinen - Treibriemen -Keder - Fabrikation von (Meorß Sauer in Dtarburn übernommen habe und diese zugleich mit meinem Ledergeschäft in der bisherigen Weise fortführen werde. Hochachtungsvoll C. Ohler, 698 Inhaber der Firma Ohler & Dofslein. Holzversteigerung. Mittwoch den 13. Februar, von Vormittags 11 Uhr ab, kommen in dem Gemeindewald von Kröffelbach im Kreis Wetzlar aus den Districten „Steinkopf" und „Wiesbach" zur Versteigerung: Eichen-Stämme: 17 l.Kl. — 58,47 Festnr., 13 2. Kl. = 24,46 Festm., 32 3. Kl. = 21,49 Festm., 5 4 Kl. — 1,05 Festm. Schmalbach, den 8. Februar 1882. 925 Das Bürgermeister-Amt. Versteigerung. Montag den 13. ds. Mts., Vormittags 10 Uhr anfangend, werden in der Hofraithe Wallthorstraße 145 dahier 10 Sack Cement, 31A, n/2 Faß desgl., ca. 100 Stück 8" Thonrohre, eine größere Parthie 4" u. 3" desgl., Porzellantrichter, Mosaikplättchen, ca. 200—300 Stück doppelte und einfache Kaminrohre, eine Parthie Sandsteinkrippen, Sandsteinplatten, Plättchen u. Steine, mehrere Tausend Dachziegel, 1 Dezimalwaage öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Die Versteigerung findet voraussichtlich bestimmt statt. Gießen, den 7. Februar 1882. Bühner, 893 Großh. Gerichtsvollzieher. Aeitzeöoterres. |Spreu g (Spelz-Spreu) ' O in Eisenbahnwagen - Ladungen > Neue 895 Em starker Handwagen zu verkaufen. ^eukelslultgartchen C. 158.,, 934 Ein gut erhaltenes Bett zu verkaufen. Näh, bei Bahnwärter Bell, Licher-Str. ooroööbcxioocxxxxaoc Q billig zu verkaufen. 830 □ Näh. unter F. 0. an die k g Exped. ds. Bl. g I, holl. Vollhäringe per Stück 7 und 8 do. marinirt (sehr plquant) per Stück 12 empfiehlt Fr. Seibel. 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Die Bank erhebt keine Ausnahme-Gebühren, gewährt alle Ueberschnsse voll und unverkürzt an die Versicherten zurück und zahlt nach dem Tode des Versicherten die Versicherungssumme sosort nach Beibringung der vor- schristsmäsjigen Sterbesall-Nachweisungen ohne Zins-Abzng aus. Dauernd Angestellten, welche bei ihr Versicherung nehmen, gewährt die Bank Darlehen zum Zwecke der Bestellung von Dienflkautionen unter besonders günstigen Bedingungen. Versicherungsanträge werden vermittelt durch Herrn A. Lud- wigsplatz 1455. ■ Kebtnsverficherungsbank für Deutschland in Gotha. Stand am 1. Januar 1882. Versichert 57600 Personen mit 394,800,000 Mark. Todes-Anzeige. 935 Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Nachricht, daß heute Nacht unser unvergeßlicher Gatte und Vater Eduard Menn nach langem schwerem Leiden im 30. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Um stille Thellnahme bitten Die trauernde Frau und Kinder. Gießen, 10. Februar 1882. Die Beerdigung findet Montag Nachmittag 3 Uhr von der Klinik aus statt. Danksagung 938 Allen Freunden und Verwandten für die große Thellnahme bei dem Leichenbegängnisse meines Schwagers Hofitlusser Wissmet' in Beuern sage ich im Namen der Familie meinen innigsten Dank. Gießen, den 10. Februar 1882. Hetnrict) Schomber. vermischte Anzeigen. 924 Am Sonntag wurde vom Kreuz, bis auf den Woog eine Broche in Form eines Käfers mit silbernen Flügeln imfr lilaen Steinen verloren. Abzugeben gegen Belohnung in der Exped. ds. Bl. 863 Ich beabsichtige, in Gießen eine Annahme-Stelle meiner Färberei & Waschanstalt zu errichten. Reslectanten, welche ein dazu passendes offenes Geschäft haben, wollen Offerten mit Referenzen gefl. einreichem Düsseldorf. Theod. Schütte. | „Herstichen Dank für freund!. Zusendung der Broschüre „Krankenfrennd", aus welcher ich ersehen, daß auch veraltete Leiden, wenn die richtigen Mittel angewendet werden, noch heilbar sind. Mit freudigem Vertrauen auf endliche Genesung von langjährigem Leiden, bitte um Zusendung von rc." — Derartige Dankesäußerungen laufen sehr zahlreich ein und sollte daher kein Kranker vn säumen, sich die in Richters Verlags-Anstalt, Leipzig, bereits in 500. Auflage erschienene Broschüre „Krankenfreund" kommen zu lassen, um so mehr, als ihm keine Kosten daraus erwachsen, da die Zusendung gratis und franko erfolgt. 344 928 Für ein nervös angelegtes, geistig mittelmäßig begabtes Mädchen im Alter von 7V2 Jahren wird bei gebildeten Leuten,, womöglich ohne Kinder, gegen entsprechende Vergütung gute Aufnahme gesucht. Gefl. Off. unter B. Z. 50 befördert die Central-Annoncen-Expedition von G- L. Daube & Co, Frankfurt a. M- ,889 Lagerraum und Stallung in der Nähe des Marktplatzes sofort zu miethen gesucht. Näh. bei der Exped. ds. Bl. 880 Ein im Kleidermachen und Flicken erfahrenes Mädchen sucht Beschäftigung. Näh. bei Fr. 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Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'smen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Um daß das Au, non diesem $ 0h Gieß m, Dar« Finanzausschuß ungen für dies Groß-Umstal dagegen wird de 16,120 JL nut 1 12,115 x, tür 1 m 10.550 Jl, Mich von 53 830 vtLj bit für die Reahä tzmanzausschch pro 1885-88 Anwendung der bcutffinbcn WW bem * Linie, inj Kamosien unö ?i^erung zu tT mdungen und \ oohin zielende 5 iuljfla Di, ^lage und tr nicht bet. Der zwei Rtung des 'M tu d«n '»lMMUNg oahrt von? unweit Kilia M haben ium LWä, Ä-jS N üb’/ ( dtz > das U fz Derli N über d JW in & Sen ipeciei 3*» ®unb(A« oh «' ’-'Ä