srr. 211. Zweites Blatt. Sonntag den JO. September 1882. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigcblatt für den Kreis Gießen. Bnreanr Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. 2 ?f- ^^^nngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. AMLticher dheit. Betreffend: Die Fleischbeschau. Bekanntmachung. In unserem Ausschreiben vom 4. l. M- — Anzeiger Nr. 207 — muß es Lang-dorf statt Lang-Göns heißen. Gießen, am 8. September 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Wochenschau. Gießen, 9. September. Die Kaiser Manöver in Schlesien haben in Schlesiens Hauptstadt einen glänzenden Kreis fürstlicher Gäste versammelt, welcher sich in diesen Tagen noch durch das Eintreffen des Kronprinzen und der Kronprinzessin von Oesterreich vermehren wird. Den Mittelpunkt all' der Festlichkeiten, welche aus diesem Anlaß in Breslau stattfinden werden, bildet natürlich der Kaiser, welcher bereits Dienstag im besten Wohlsein in Breslau eingetroffen ist. Am Abend des genannten Tages fand ein großer, von sämmtlichen Musik-Corps des 6. Armee- Corps ausgesührter Zapfenstreich statt, welchem sich am folgenden Tage die Parade des 5. Armee-Corps bei Wahren anschloß. Nach dem Vorbeimarsch der Truppen ritt der Kaiser die Front der 33 Kriegervereine der Provinz Posen ab. Dem Parade-Diner blieb jedoch der greise Monarch fern, um nach den Anstrengungen der Tagesparade der Ruhe zu pflegen. Die Misch-Ehen-Frage will noch immer nicht vom Horizonte der innern Politik Preußens verschwinden. Der jüngste Schritt des Breslauer Fürstbischofs in dieser Angelegenheit, die kirchliche Giltigkeits-Erklärung der gemischten Ehen für den ganzen Delegaturbezirk der Diöcese Breslau, wird von den Blättern zum Ausgangspunkt der verschiedensten Erörterungen und Betrachtungen gemacht, die im Ganzen darauf hinauslaufen, daß durch diesen Schritt die Kurie ihre Geneigtheit zu erkennen gegeben habe, im Misch-Ehen-Streite einzulenken. In der That ist aber dieses Zugeständniß ganz belanglos, da eine Ehe ja schon durch den Civilakt Giltigkeit erlangt; indessen, man mochte auf Seiten der Kurie fühlen, daß man zu weit gegangen war und so hielt sie es für gerathen, in einem nebensächlichen Punkte nachzugeben. Im Uebrigen liegt ja auch die Bedeutung des ganzen Streites nicht darin, ob die katholische Kirche eine gemischte Ehe je nach Umständen für giltig oder nicht giltig anerkannt, sondern sie gipfelt in dem Bestreben der Kurie, überall ihren Willen gegenüber der staatlichen Autorität geltend zu machen und diese Lehre wird hoffentlich die preußische Negierung aus der neuesten Phase des kirchenpolitischen Streites ziehen. Für die preußischen Landtagswahlen ist noch immer kein Termin festgesetzt, was sehr auffällig erscheint, da noch nie die Veröffentlichung des Wahltermins so spät hinausgeschoben worden ist. Wie die „Kreuz-Ztg." allerdings vernimmt, wäre der Termin für die Wahlmänner-Wahlen für den 11. oder 12. October und derjenige für die Wahlen der Abgeordneten zum 18. oder 19. October in Aussicht genommen. Der Commissar des Reichs-Eisenbahnamtes, Geh. Ober- Regierungsrath Streckert, ist anläßlich des Eisenbahn-Unglücks bei Hugstetten in Freiburg i. Br. eingetroffen. Die auf's Strengste geführte Untersuchung wird hoffentlich ergeben, ob tne Ursachen dieser entsetzlichen Katastrophe lediglich m elementaren Ereignissen zu suchen ist ober ob hierbei auch menschliches Verschulden mitgewirkt. (Siehe die neuesten Nachrichten unter Depeschen.) In Oe st erreich erfährt der Nationalitäten-Streit durch die beginnenden Auseinandersetzungen zwischen Magyaren und Czechen eine neue Bereicherung. Die Prager „Politik" hat herausgefunden, daß die zwei Millionen Slovaken in Ungarn zum czechischen stamme gehören und die ungarische Regierung dürfe daher non denselben nichts als die Anerkennung des ungarischen Staatsrechtes verlangen. Die ungarischen Blätter weisen indessen diese Theorie entschieden zurück und geben hierbei dem Prager Czechenblatte deutlich zu verstehen, daß sich die Czechen m die mnern Angelegenheiten Ungarns nicht zu mischen hätten — In Wien erregt die Verhaftung von 26 Mitgliedern der radikalen Wiener Arbeiterpartei großes Aufsehen. Die Verhafteten sollen einer geheimen Arbeiter- Versammlung beigewohnt haben, in der angeblich das Raubattental auf den Schuhmacher Merstallinger beschlossen worden. In Frankreich klingt die Afsaire des deutschen Turnvereins noch m verschiedenen Tönen nach. Namentlich ist es hervorzuheben, daß mehrere angesehene Persönlichkeiten, wie General Lecointe, der Gouverneur von Paris und der Geschichtsschreiber Henry Martin aus der „Liga der Patrioten" ausgetreten sind, da ihnen das Vorgehen des Herrn Döroulode und Genossen denn doch zu scandalös war. Auch die allgemeine Stimmung verurtheilt mehr und mehr die von der patriotischen Liga in Scene gesetzte und von den meisten Pariser Blättern eifrig aufgenommene Deutschenhetze, so daß der Ausgang dieser ganzen Angelegenheit für ihre Urheber gerade kein rühmlicher ist. Der irische Constabler-Strike nimmt einen für die englische Regierung günstigen Ausgang. Der größte Theil der strikenden Constabler hat sich bedingungslos zur Wiederaufnahme des Dienstes bereit erklärt und von den Uebrigen wird dasselbe erwartet. Die Regierung wird ohne Zweifel die Reuigen wieder zu Gnaden annehmen, denn ein Ersatz für die strikenden Polizisten ließe sich nicht so rasch beschaffen, wenn auch in Dublin die Bürgerschaft einstweilen freiwillig den Constablerdienst übernommen hat. Zum Glück haben sich die Unruhen, welche in der irischen Hauptstadt gelegentlich des Constabler- Strikes stattfanden, nicht wiederholt, was wohl den energischen militärischen Maßnahmen, welche die Regierung sofort getroffen hat, zuzuschreiben ist. In Italien macht sich die Wahlbewegung anläßlich der bevorstehenden Neuwahlen zur Deputirtenkammer bereits recht bemerklich. Die italiemschen Wahlen sind diesmal von besonderer Bedeutung, da sie zum ersten Male auf Grund des neuen Wahlgesetzes erfolgen, wodurch die Zahl der Wähler eine beträchtliche Vermehrung erfahren hat. Namentlich die Ultramontanen gedenken mit ihrer traditionellen Zurückhaltung zu brechen und sich lebhaft an dem Wahlakte zu betheiligen, auch die Radikalen machen große Anstrengungen, um die Schaar der radikalen Deputaten in der Kammer zu vermehmen. Dem gegenüber bemüht sich die Regierung, aus der regierungsfreundlichen Linken und den gemäßigten Elementen der Rechten eine Mittelpartei zu bilden, welche int Stande wäre, selbst einem vereinten Vorgehen der Radikalen und der Mtramontanen zu begegnen. Nach langem Feilschen und Handeln sind endlich England und die Pforte über die Hauptpunkte der Militär-Convention einig geworden und dürfte die Unterzeichnung derselben zur Stunde bereits erfolgt fein. Zu gleicher Zeit ist auch die Veröffentlichung der türkischen Proklamation erfolgt, durch welche Arabi Pascha zum Rebellen erklärt wird. Die Proklamation zählt die verschiedenen Vergehen auf, deren sich Arabi Pascha gegen die Pforte und den Khedive schuldig gemacht habe und schließt mit der Erklärung, daß der Khedive das volle Vertrauen der Pforte genieße. Ferner verlautet, England und die Türkei hätten gleichzeitig mit der Militär-Convention einen geheimen Vertrag geschlossen, welcher sich auf die Reorganisation der Verwaltung Egyptens nach der Niederwerfung Arabi's beziehen soll. In Egypten hat für die Engländer die Transport- und die Verpflegungs-Frage eine bedrohliche Gestalt angenommen. Nach beiden Seiten hin hat der englische Ober-Befehlshaber, Sir Gamet Wolseley, schwere Unterlassungssünden begangen, welche sich jetzt bitter rächen und es ist z. B. faktisch, daß die englischen Truppen, während einiger Tage, namentlich nach dem Gefechte bei Kasiassin, selbst an den nothwendigsten Lebensrnitteln Mangel gelitten haben. Es werden nun zwar Hals über Kopf Vorkehrungen getroffen, um das Versäumte nachzuholen, trotzdem aber ist hierdurch in den englischen Operationen ein schon recht bemerklicher Stillstand eingetreten. Doch wird versichert, daß die Haltung der englischen Truppen ungeachtet der mangelhaften Verpflegung eine vorzügliche ist. Am Mittwoch wurde eine allgemeine Znspection aller bei Kassassin stehenden Truppen abgehalten, wobei der in den Reihen derselben herrschende Geist und die zuversichtliche Haltung der Truppen als ausgezeichnet befunden wurden.__ Berlin, 6. Septbr. lieber die Straßburger Tabak-Manufaktur bringen die heutigen „Berl. Polit. Nachr." nachstehende Auslassung: In den letzten Tagen sind die Verhältniffe der kaiserlichen Tabak-Manufaktur in Straßburg wieder mehr in den Vordergrund des allgemeinen Interesses getreten. Es liegt Grund zu der Annahme vor, daß den persönlichen Veränderungen, welche in der Direction der Manufaktur eintreten dürften, durchgreifende Veränderungen in Hinsicht auf die commercieöen wie technischen Principien folgen werden. Haben auch in der letzten Zeit mancherlei Maßnahmen die Erfolge der kaiserlichen Tabak-Manufaktur ungünstig beeinflußt, so sind innerhalb derselben doch alle Vorbedingungen gegeben, um den Betrieb zu einem mustergültigen und einträglichen zu machen. Alle unsere übrigen in Staatsbetrieb befindlichen gewerblichen Unternehmungen gelten mit Recht als die vollkommensten in ihren bez. Branchen, aber auch sie vermochten nur nach langem Streben und Ringen, nach Beseitigung mannigfacher Mängel, nach Besiegung vielfacher Unbilden zu so hoher Stufe sich emporzufchwingen. Schon dieser Umstand trägt in sich die Gewähr dafür, daß es mit verhältnißmäßiger Leichtigkeit der kaiserlichen Tabak- Manufaktur gelingen wird, binnen Kurzem diejenige Stellung innerhalb der Tabakindustrie einzunehmen, welche ihr gebührt; daß sie durch Vorzüglichkeit der Fabrikate ein durch Ertragreichthum des Unternehmens das weniger erfreuliche Zwischen-Stadium vergessen machen wird, in dem sie sich zeitweilig befand. Für den Eintritt eines solchen Zwischen-Stadiums, wie vielfach geschieht, lediglich oder doch hauptsächlich die Verwaltung der kaiserlichen Manufaktur verantwortlich zu machen, kann jedoch nur auf Grund wenig objectiver Beurthei- lung der einschlägigen Verhältnisse geschehen. Der patriotische Reiz des Wortes „Kaiserlich" ist in jedem deutschen Herzen ein so mächtiger, das Gewicht, das dieser Bezeichnung unwillkürlich von jedem Deutschen beigelegt wird, ist ein so großes, daß unwillkürlich auch von den Fabrikaten einer kaiserlichen Manufaktur ein Mehr gegen andere Fabrikate verlangt wurde, das zu liefern weder die Aufgabe der Manufaktur war, noch im Wesen derselben begründet liegt. Dabei ist die kaiserliche Manufaktur die einzige Tabakfabrik, welche — indem sie chre Erzeugnisse als von ihr herrührend kennzeichnete, während sonst fast ausnahmslos gang und gäbe ist, Cigarren ohne Nennung ihrer Fabrikanten in den Consum zu bringen und dieselbe nur mit gewöhnlich „spanisch klingenden" Bezeichnungen zu versehen — zu einer, so zu sagen, persönlichen Kritik herausforderte, zu einer Kritik, die zu üben sich Jeder berechtigt glaubt, und die m möglichst abweisender und schneidiger Form ausgeübt zu haben, seit einiger Zeit als eine politische That von den Linksliberalen ausgegeben wurde, nachdem den Führern dieser Parteien mit Aufbietung jedes Mittels gelungen war, gegen die kaiserliche Manufaktur und deren Fabrikate Stimmung zu machen, um so ein volksthümliches Argument gegen die Monopol-Idee zu gewinnen. Wenn durch das inzwischen zurückgezogene Circular die Manufaktur Fabrikate ohne ihre Firma angeboten hat, so hat sie sich damit nur der allgemeinen Usance im Cigarrengeschäst angeschlossen. Es verdient vielleicht erwähnt zu werden, daß das berühmte in Bremen domilicirte Cigarren-Jmporthaus, welches den Erklärungen der Bremer Handelskammer gegen das Monopol einen eigenen nicht anonymen Brief hinzufügte, für seine inländischen Fabrikate sich selbst anonymer Bezeichnungen bedient. Wir zweifeln jedoch nicht, daß es den in Vorbereitung befindlichen Änderungen innerhalb der kaiserlichen Tabak-Manufaktur in Straßburg baldigst gelingen wird, Maaren herzustellen, die in jeder Weise „kaiserlich" genannt zu werden verdienen. — Eine außerordentlich nachahmenswerthe Verfügung hat die königliche Eisenbahndirection zu Elberfeld am 2. d. Mts. erlassen. Dieselbe lautet: „Es giebt häufig Veranlaffungen, aus denen Eltern resp. Erzieher Kinder ohne Beglei- lung reisen lassen müssen. In solchen Fällen wird es den Angehörigen eine Beruhigung sein, zu wissen, daß den Kmdern Seitens der Angestellten der Eisenbahn besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge gewidmet wird. Wir weisen deshalb die Stations-Beamten, sowie die Zugführer und Schaffner an, sich allein reisender Kinder in jeder Hinsicht auf das Beste anzunehmen, sich mit dem Ziel ihrer Reise bekannt zu machen, sie über die Schwierigkeit ihrer Reise, sowie die Mittel zu deren Vermeidung zu belehren, ihnen Plätze in angemessener Gesellschaft zu geben, insbesondere auch in den erforderlichen Fällen speciell zum Um- und Aussteigen auszufordern, ihnen dabei behülflich zu sein und dieselben aus den Umsteige-Stationen an den diensthabenden Beamten oder den Zugführer des Anschlußzuges zu verweisen. Denjenigen Erwachsenen, welche allein reisende Kinder an den Zug begleiten, ist jede geforderte Auskunft zu ertheilen uffd ihren speciellen Wünschen bezüglich der Fürsorge für die Kinder bereitwilligst zu entsprechen. In gleicher Weise ist auch älteren, hülssbedürstigen und des Reisens augenblicklich unkundigen Personen, namentlich allein reisenden Frauen jeden Standes zu begegnen".______________________________ Ium Eisenbahn-Unglück Ireiburg-Hugstetten. Freiburg, 7. September. Professor Maas veröffentlicht soeben einen ausführlichen Bericht über die ärzb lichen Hülfelefftungen bei dem Eisenbahnunfall. Danach wurden Medicinalrath Rerch und Hofrath Schinzinger um 9Vi Uhr Abends durch den Bahnamtsvorstand Ambros benachrichtigt, daß auf der Breisacher Bahn das Allarmsignal gegeben fei und daß möglicherweise ein Unglück vorgekommen. Beide Herren begaben sich auf den Bahnhof. Der Bahnamtsvorstand, der einige Zeit auf einen Arzt gewartet halte, war hei ihrer Ankunft bereits mit einer Locomotive und begleitet von einer aus Bahnperson-l bestehenden Hilfsmannschaft dem Zuge nachgefahren. Mittlerweile kamen die Arbeiter und einige leichtverletzte Passagiere mit der Meldung von dem Geschehenen. Dr. Thtry, der mit Reich und Schinzinger zur Bahn gekommen, eilte nach der chirurgischen Klinik und von da, mit Verbandmaterial reichlich versehen, zu Wagen nach dem Un- sallorte; ihm folgten 12 Aerzte, die Assistenten der chirurgischen, medtcinischcn und gynäkologischen Klinik. Bei ihrer Ankunft fanden sie die herbeigeeilten Einwohner aus den benachbarten Ortschaften bereits in voller Thätigkeit Dr. Oster constatirte 10 Minuten vor 2 Uhr, daß kein Verwundeter mehr am Orte. Die 60 Mann starke Feuerwehrmannschaft half die Verwundeten nach Freiburg dringen. Eine Anzahl Aerzte begaben sich nach Hugstetten zu den dort liegenden Verwundeten, andere kehren nach Freiburg zurück. Professor Maas lobt die aufopfernde Thätigkeit aller Helfenden. LoksleS. Gießen, 9. September. (Sitzung der Stadtoerordneten vom 7. September.) Anwesend Herr Bürgermeister B ra m m, die Herren Beigeordneten Keller und Heß, von Seiten der Stadtoerordneten die Herren: Bai st, Diery, Gail, Grüneberg, Hanstein, Hornberger, Kauf, Lüdeking, Adolf Noll, Aug. Noll, Petri. Pfannmüller. Scheel. Schopbach, Vogtf, Wenzel und Wort- mann. — In heutiger Sitzung wurde zunächst beschlossen, dem in Betreff des Umgusses einer Glocke abgegebenen Gutachten verschiedener Sachverständigen entsprechend, nämlich daß durch Ausschleifen der schadhaften Stelle und das Umhängen der Glocke das gewünschte Resultat nicht erzielt weiden könne, der Offerte der Glockengießerei Rinker in Sinn, wie solche bereits in Nr. 199 d. Bl. enthalten ist, näher zu treten, d. h. den Umgutz der Glocke vornehmen zu lassen. — Von Großh. Handelskammer Gießen ist der Stadtverordneten-Versammlung ein Schreiben der Comitäs für Erbauung einer Secundärbahn von Gladenbach nach Lollar zugestellt worden, in welchem u. A die Ablehnung irgend welcher Unterstützung Seitens der Stadt bedauert und angeführt wird, in welcher Weise sich die umliegenden Städte und Kreisvertretungen, sowie Private an der Förderung des Unternehmens durch baare Mittel betheiligen. Die Kosten der Herstellung dieser ca. 15 Kilometer langen Strecke sind auf 150,000 JL veranschlagt, davon sind 117,125 X bereits gezeichnet, so daß noch der Rest von ca. 33,000 X aufzubringen sei, um das Project durchzuführen. Die Versammlung erklärt, auf ihrem bereits früher gefaßten Beschlüsse zu beharren, da das Interesse der Stadt an dem Bau kein solches sei, daß eine Zubuße geleistet werden könne. — Eröffnung der Löberstraße. Nachdem Hr. E m i l N o l l erklärt hat, der Stadt das erfordert. Gelände zu dem angegebenen Preise von 7 X pro lUKlafter zu überlassen, bewilligt die Versammlung demselben eine Vergütung von 30 Jfc für die Versetzung des Holzes und des Spaliers und spricht sich gleichfalls für die Herstellung eines Einganges zu seinem Grundstück aus — Betreffs eines etngereichten Gesuches um Ausbau der Schützenstraße soll vorerst festgestellt werden, wie viel Häuser an genannter Straße bereits stehen und wie viel noch aufgeführt werden können. — Das Gesuch des Herrn Rentner H. Vogt um Erlaudniß zur Herstellung eines Wasserabflusses mittelst Thonröhren nach dem Schoorgraben in der Westanlage wird genehmigt, desgl. dasjenige des Herrn Kaufmann Andreas Keller um Angabe einer Baulmie zum Zwecke der Aufführung eines Neubaues an Stelle des abzubrechenden Noll'schen Hauses am^Seltersweg, nach dem Anträge der Baudeputation. — Zur Anschaffung von 100 L>tück neuen Feuereimern auf dem Submissionswege wird Genehmigung ertheilt; desgl. zur lieber: lassung eines Lagerplatzes an Herrn Bäckermeister Gg. Müller gegen Entrichtung des üblichen Pachtzinses. — Die am 20. d. Mts. zur Vertheilung kommenden Zinsen aus der Stiftung des Rentners K. L- Kirsch wurden 11 bedürftigen Wittwern und Wittwen von hiesigen Bürgern zugetheilt. Vermischtes. — Unter dem Geläute von hundert Glocken zur letzten Ruhe bestattet zu werden, ist gewiß eine seltene, ganz außerordentliche Ehre. Aber nicht, wie man vielleicht glauben wird, einem hochmächtigen Potentaten, sondern einem einfachen Glockengießer wurde sie vor einigen Tagen zu Theil, und das Feierliche des Vorganges wurde noch erhöht durch den Umstand, daß die hundert Glocken nicht an einem Orte, sondern in den verschiedensten Ortschaften und in den verschiedensten Gegenden geläutet wurden. Man schreibt darüber aus Korn o tau: Dieser Tage starb der hiesige Glockengießer Otto Herold. Sein Vater, ebenfalls Glockengießer, hatte seiner Zeit die Glocke der hiesigen evangelischen Kirche angefertigt. Bei Ilebergabe derselben bedang er, daß die Glocke auch den zum Kaiholikisrnus üdergetretenen Familienmitgliedern zur Ruhe lauten müsse. In Folge dessen läuteten bei dem Begräbnisse Herold's die Glocken beider Kirchen; zur selben Stunde wurden in Folge eines besonderen Vertrages alle von der Firma Herold hergestellten Glocken, über 100, in verschiedenen Orten Böhmens, Mährens, Schlesiens, Nieder-Oefterreichs und Ungarns geläutet- Eine ebenso großartige wie sinnige Ehrenbezeigung. — Der Nekrolog des August hat in einem Wiener Blatte folgenden scherzhaften Wortlaut: Indem mit dem heutigen Tage jenes verlotterte Individuum, Namens August, welches einen vollen Monat hindurch allerwege Land und Volk mit seinen tückischen Streichen belästigte, flüchtig geworden, sehen wir uns veranlaßt, Folgendes wider ihn zu erlassen: In Erwägung, daß dieser Lump zahlreiche Mitbürger in abgelegene Gebirgsihäler gelockt und sie dort durch unaufhörliche Regengüsse zu ertränken versucht hat; in Erwägung, daß ein Theil dieser bedauernswerthen Opfer durch andauernden, gezwungenen Aufenthalt in feuchten, stinkigen Bauernstuben . sowie durch den steten, reizlosen Anblick von Strichregen und Wasserdampf erschrecklich nahe dem Blödsinne gekommen; in Erwägung, daß ein anderer Theil in Folge der erbärmlichen Kälte von so gemästeten Schnupfen heimgesucht worden, daß die ausgedehntesten Nasen sich als unzulänglich erwiesen; in Erwägung endlich, daß solch unerhörtes, verdamm- liches Benehmen durch volle 31 Tage geschehen: - widmen wir besagtem Augustus, allezeit Mehrer des Trübsal, unfern dreimal gezackten Fluch. Möge ihn auf seiner Flucht der Satan einholen und dieser den verwässerten Kerl in der Hölle dorren, bis I ihm her letzte Regentropfen aus dem Leibe fährt, auf daß er gewitzigt werde fürs nächste Jahr. Fluch ihm! (Folgen die Unterschriften . . . Millionen unterzeichnen fanatis ch.) Allgemeine 5237 Herrn WILHELM REIBER, Seltersweg, übergaben wir ein Lager in Haslüster, Haslampen, und Koch-Apparaten, sowie allen sonstigen Gegenständen zur Gasbeleuchtung aus den ersten Fabriken dieser Specialitäten und in den bewährtesten Constructionen. Giessener Gaswerk. Meine Melange-Kaffees stets frisch gebrannt, führen sich dauernd in weiteren Kreisen ein und dürfte dies alsKeutlichster Beweis ihrer Vorzüglichkeit gelten. Enrpfehle solche zu Mk. 1.—, 1.20, 1.40 und 1.60 per Pfund, sowie mein großes Lager in rohen Caffe S zu Mk. 0.70, 0.80, 92 Pf. M. 1.00, 1.10, 1.20, 1.30, 1.40 und M. 1.50 per Pfund. 2191 S. Elsofier, Marktstraße. Engl. 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Witzner._ 5704 Bel-etage, 8Zimmer, 2 Kämmern rc., auf Wunsch auch Pferdestall und Burschenzimmer, in der Alicestraße vermiethet '__H. Adami. 5698 Wohnung zu vermiethen bei Georg Vogt, Seltersweg. 5686 3n meinem neuerbauten Hause ist der zweite Stock zu vermiethest. Karl Merkel, Marktstraße 213. 5685 Ein Logis zu vermiethen bei ^Fr.^Blittnöhr,^Schützenstraße. 5672 Ein Mansardenlogis an eine kleine, ruhige Familie zu vermiethen. PH. Strack, Bahnhofstraße. 5761 Eine Wohnung, 3 Zimmer und Kabinet, sofort beziehbar, zu vermiethen. Wolkengasse C. 89. 4709 Eine Mansardenwohnung, W oder getheilt per I. Oktober zu oermrethe' bei Friedrich Greiner, Frankfurterin 5172 Zwei kleine Logis in meiner Nebenhaus zu vermiethen. r-i K. Haas, Kalkbrennererbesttzer^. 5395 Der 3. Stock meines Hauses Gartenantheil, sowie 2 Zimmer M Mansarde zu vermiethen,und alsbcuo ■ beziehen. Näheres im Hinterhaus. F1 fragen. Karl Jughardt, Kanzleiberg^ Dermietynngen. 5833 Ein Stübchen mit Bett zu ver- miethen. Kaplaneigasse 11. 5791 Ein kleines Logis ist an ruhige Leute zu vermiethen. ___________ Emil Lotz, Kirchenplatz. 4846 Ein größeres und ein kleines Famlienlogis zu vermiethen und alsbald zu beziehen im „Darmstädter Haus". Ql ÖD ÖD P Ql P Ql ÖD CC Ql ÖD bß Beilage M Nr. 211 des Gießener Anzeigers. Allgemeiner Anzeiger. Ein Wort an die deutsche Landbevölkerung. Mehrere Tausend Hausirer überschwemmen neuerdings im Dienste amerikanischer Nähmaschinen-Compagnien die deutsche Landbevölkerung. Drese Herren Amerikaner sind von der deutschen Nähmaschinenindustrie jählings aus dem Sattel gehoben worden, die Lärmtrommel mit dem „Allein echt" und „Allein original" können sie nicht mehr so recht rühren, da klopft man ihnen nach Gebühr auf die Finger, nun versuchen sie es um so fieberhafter mit dem Hausirvertrieb und der mündlichen Verleumdung der einhe^ncurreuz. ^ande (und auch Ihr vielfach heimgesuchten Städter) seht Euch im allöreiaensten Interesse, im Interesse Eures Geldbeutels, diese fremden Nahmaschinen ja recht genau an', ehe Ihr einen Kauf oder emen sogenannten Kauf- Miethsvertrag abschließt-^ Kümmert Euch darum, ob auch die neuesten Verbesserungen d'ran sind, ob ein selbstthätiger Spulapparat dabei ist, ob sie Spannungslufier haben, ob eine Radauslösung vorhanden, ob das Gestell auf Rollen steht, und dann Zeigt die Maschine, wenn Ihr keinen Mechaniker zur Hand habt, wenigstens dem nächsten Schlosser: er wird Euch aufmerksam machen auf die wackligen Wellen und Radel- schieber, auf die rohen Fraisflächen, auf die schlechtgeschnittenen Zahnräder, und er wird Euch die schöne Aussicht eröffnen, daß Ihr m Jahr und Tag statt einer Nahmaschine nur noch eine Klappermühle tm Hause stehen habt. Und glaubt m nicht, was Euch diese Hausirer einreden wollen, sie verstehen gar nichts davon, das find Leute, die heute mi* Kattun und Zwirn und morgen mit Nähmaschinen handeln — fie pfeifen den Tag nur das nach, was ihnen die Amerikaner früh vorgepfiffen haben. , Und wie könnten Euch diese Yankees preiswerthe Nähmaschinen verkaufen i Zo bis 30 Prozent geben sie dem Hausirer, der begleitende Geschäftsführer thnts auch nicht umsonst, dann kommen die Filialgeschäfte, welche die Maschinen anliefern; doch den Hauptgewinn sackt wohl der Herr General-Agent m Hamburg selber em. Die Fracht über Land und Meer kostet auch einige blanke Thaler und nun macht Euch selbst ein Bild davon, was Ihr alles mit bezahlen müßt, wenn Ihr Euch eine solche Maschine aufhausiren laßt. — c ir, Wir bitten Euch, seht Euch vorerst un nächsten besten deutschen Nahmaschmen- geschäft um, ehe Ihr ein solches Aergerniß in's Haus nehmt. Hier findet Ihr Auswahl, hier könnt Ihr die neuesten Verbesserungen sehen, welche die Amerikaner nach dem Patentgesetz gar nicht nachmachen dürfen, hier könnt Ihr Vergleiche anstellen, hier wird man Euch nach Kräften gleichfalls Zahlungserleichterungen gewahren und zwar unter besserer Garantie, denn ein stehendes Geschäft kann nicht so leicht auf und davon gehen, wie ein Hausirer. Und diese verbesserte und saubere Maschine wird man Euch obendrein 10 bis 15 Prozent billiger verkaufen können, der geringeren Geschäftsunkosten ^6en. öor biesen Hausirern nicht die Thüren zuhalten wollt, so haltet wenigstens die Taschen zu, bis Ihr nicht ein beut|d)e5 920^0^11160^^0^ befud)teL Habt Ihr Euch hier ordentlich nmgethon und unterrichtet — und dos dürfen wir billig von unfern Londslenten erworten, dann werden die Herren Yankees ihre „allein echten" Nähmaschinen auch allein behalten müßen. — Die „Concordia", Vereinigung deutscher Nähmaschinenfabrikanten und Händler. Bezugsquellen für Deutsches Fabrikat in Nähmaschinen sind: Theodor Haubach in Gießen. — Philipp Weil in Frankfurt a. M-, Kaiserstr. 4. — In Darmstadt: Carl Jordan, Ludwigsplatz 3 und Aug. Engel. — In Wiesbaden: E du Fais und Carl Kreidel, Weberg. 42. — C Simon in Mainz- — Rosa Erlanger in Marburg. — Louis Ochs in Hanau, Frankfurterstr. 1- — H Bindewald in Friedberg i- d- W. — Chr. Endres in Fulda. — In Kreuznach: Th. Beuffleur und Th. C. Evtl- bauer. — Hermann Schuster in Diez a- d- Lahn. 5814 PIA\I\OS, Auswahl von 60-70 Instrumenten. Nur beste Fabrikate aller Systeme von 450 — 2000 Jü — Langjährige Garantie. — Ratenzahlung. — Franco - Lieferung an alle Bahnstationen. — Gespielte Pianos werden im Umtausch angenommen und sind solche, gut hergerichtet, meistens in grösserer Anzahl zum Verkauf (50—600 Jk) am Lager. — Harmoniums in schöner Auswahl zu 140-450 JL Reparaturen von Klavieren werden sorgfältigst ausgefuhrt. Leih* Anstalt für Pianos, Zithern etc. Musikalien-Lager und Leihinstitut — Grosse Auswahl aller Arten Instrumente, Saiten etc. etc. Preiscourante gratis. g Wilh. Rudolph, Giessen. neuesten 5105 Alle Sorten 4b «>8 ft*ll4*fth auf das Feinste gerieben, fertig zum Anstrich, rasch und Nvll hart trocknend, sowie alle zum Anstreichen erforderlichen Lacke, Firnisse, Pinsel etc. empfiehlt 3445 Fr« Seibel, Mäusburg. Welche Nähmaschine ist die beste? Ein merkwürdiger, fast wunderbarer Erfolg ist den Nähmaschinen der Singer Manufacturing Co., New-York, zu Theil geworden; in Folge der Güte und Beliebtheit dieser Maschinen nehmen die Verkäufe darin mit jedem Jahre größeren Umfang an, so daß sich dieselben im vorigen Jahre allein auf 561000 Stück beliefen. , . . Diese Erfolge erweckten die Mißgunst anderer Fabrikanten und Händler, die dann einen Verein — die sogenannte ^Concordia" — bildeten, ausschließlich zu dem Zwecke, die Original Singer Maschinen zu bekämpfen. Wenn dieser Kampf lediglich aus sachlichen Gründen geführt würde, so ließe sich dagegen nichts sagen — das Gute bricht sich von Jelbft Bahn — der "Eoucordla" ist aber zur Erreichung ihres Zweckes jedes Mittel recht, das beweisen ihre Annoncen und Flugblätter, in welchen geschäftliche Einrichtungen, die im Interesse des Publikums getroffen sind, z. B. Verkäufe durch geringe Abzahlungen und durch Reisende, in der gehässigsten Weise angegriffen werden, obgleich Mitglieder des genannten Vereins ihr Geschäft genau in derselben Weise führen. Ueberhaupt haben diese bis jetzt es nur verstanden, vom Nachahmen zu profitiren, sowohl was geschäftliche Einrichtungen als auch den Bau der Maschinen selbst betrifft — abgesehen von einigen unwesentlichen Neuerungen, die meistens werthlos sind und die Handhabung der Maschine nur umständlicher machen oder erschweren. — Diese Thatsache dürfte das beste Licht auf den Charakter der „Concordia"-Annoncen werfen. Der weitere Zweck der Concordia-Veröffentlichungen ist, das Publikum glauben zu machen, alle Maschinen, die von den Mitgliedern dieser Vereinigung fabricirt oder verkauft werden, seien von gleicher Güte. Wie ist dies aber möglich, wenn dieselbe Maschine von dem Einen zu 75, von dem Andern zu 100 Mk. ausgeboten wird? Dazu tragen diese Maschinen nicht einmal immer den Namen des Fabrikanten und oft weiß der Käufer nicht, wohin er sich wenden soll, wenn ihm Ersatztheile, Nadeln oder dgl. fehlen; seine Maschine steht ihm also völlig nutzlos da. , Welche Vortheile bieten dagegen die Original Singer Maschinen! Im Preise nicht höher als manches andere mmder- werthige Fabrikat, sind sie vom vorzüglichsten Material hergestellt und von unübertroffener Güte und Leistungsfähigkeit. An allen Plätzen von Bedeutung befinden sich Niederlagen der Original Singer Nähmaschinen, es kann also Jeder am Orte selbst oder in nächster Nähe stets Alles erhalten, dessen er zu s.iner Maschine bedarf, sowie ihm jede Auskunft und Unterricht immer stets zu Diensten steht; mit einer Original Singer Maschine kann man niemals in Verlegenheit kommen. Hiernach mag man den Werth der „Concordia"-Annoncen beurteilen, der nachdenkende Käufer aber wird sich selbst sagen, daß eine Maschine, wovon jährlich über eine halbe Million verkauft wird, mehr werth sein muß als solche Maschinen, die zu jedem Preise zu haben sind und zu deren Empfehlung Mittel der vorgedachten Art angewendet werden müssen. 4840 G. Keidlinger. Lufuik (Schwämme) empfiehlt 4186 Emil Fischbach. Keine Zahnschmerzen mehr! 1OOO Mark zahlen wir Demjenigen, welcher bei Gebrauch von Goldmann’s Kaiser- Zahnwasser jemals wieder Zahnschmerzen bekommt. 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Es liegt auch wahrscheinlich das Danziger Versehen an der für den Chemiker zur Zeit noch mangelhaften Kenntniss reiner südfranzösischer Weine, die wie die Ihrlgm keinerlei Veredelung erfahren haben«, welche Worte mein Stolz und die beste Belohnung meines Bestrebens sind und bleiben werden, in mit meinem eigenem Namenssiegel verschlossenen >/. und */- Literflaschen sowie illustrirte Preis-Courante sind zu haben in meinen obenstehend verzeichneten Oentralgaschäften, sowie auch in meiner Niederlage in Gjessen bei ElSOffCI*. 4461 Vorwiegend telegraphische Originalmeldungen! Eigener Draht zwischen Berlin und Frankfurt a. M. EM5T Reichhaltigste, zuverlässigste und vollständige Handelszeitung. Fachmännische Originalartikel auf den Gebieten der Börse, des Handels und der Industrie. Ausgebreiteter Depeschendienft von den in- und ausländischen Handels- und Borsencentren. Landwirthschaftliche Zeitung, tägliche Wettervorhersage, Versicherungs- zeitung, Verloosungsbeilage. 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