dem "tnßabr, ■56. | Ei Roth. »ttbreitet M Um P fast lututeä Don ’® alfo ® ?°>ht zu ute. Diversität. K. lh, Hinter- Ofenpuher. ^tkraße. cmbt, iebem 53f iwied i Wied. -Ausschusses, 5028 autturfdje ieugmfrt® 'd2A)i> MnMnn, Erzieht, sucht ncr oder sonst lytk. 8 jric WtlvoH slchtigung der • unter freund- urger Vereins leldungen zur mündlich dec ob« »<* f«6rt9S >. bä. M. iiTfÜr 11 ftn »ach! 6», 8“*, ». 11”, 1"'- 1«, ft **' »,12,1V’' z ®iW- n »du: .1“,2“’A >, ft,6' iSm Donnerstag den 10. August 1S82. LP. 15 ’♦ O Gießener Anzeiger Amts Md Anzcigeblatt für den Kreis Gießen. ------------------------ --------------------—-------- “ Prei- viertelstchrlich 2 Mark 20 Pf. mit Brin^rkohn. ------ ” Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. BareAM r Schulstrahe v. 18.________ Amtlicher Hheik. Bekanntmachung. Sa. Morgenlandes. des Vertheilung bei der neuen Es gehört dazu allere steuern 3t. 9,20 27,70 24,90 12,40 12,10 13,10 26,10 3t. 10,40 41,70 31,60 16,70 16,40 14,10 26,30 Zölle und Verbrauchs- Gefälle 3t. 1,20 14,— 6,70 4,30 4,30 1- 0,20 Stempelsteuern 3t 467,409,028 1,579,617,560 1,090,205,438 477,540,000 365,382,600 Deutschland Frankreich England Italien Oesterreich Rußland Auf den Kops der Bevölkerung: Stempel- «Wit L «Xk" "“'9 »Ä* •* n T v । v TI 1 U Aeulschkand. a ; Berlin, 5. August. 9fn Kaluga, unweit Moskau, sollte neulich eine »gründliche R Vision des Ge- I Ananisies stattfinden. Zum Revisor war ein Beamter des Moskauer Gerichts- koses ernannt worden und der Vicegouverneur'hatte den Auftrag erhalten, den Revisor bei der Jnspicining zu begleiten. Wenige Stunden, bevor die Revision iinfanaen sollte, wird dem Revisor gemeldet, die Arrestanten haben einen großartigen Tumult angefangen, cs wäre sehr gefährlich, das Gefangmß unter diesen Berbältnifien zu inspiciren, man möchte lieber abwarten, bis es den Oefangmß- behördcn gelingen würde, die aufgeregten Gemächer der Arrestanten tiaen Der Bicegouverneur, welcher den Revisor begleiten feilte, war spurlos verschwunden. Der Revisor war über diese Vorgänge Nicht wenig erstaunt, aber er entschloß sich, der Gefahr zu trotzen und das Gezangniß dennoch zu inspiciren. Als er in's Gefängniß kam, ließ er emen Arrestanten, Namens Veresnikow, welcher als der Urheber der Tumulte bezeichnet wurde, »or sich rufen und fragte ihn über die Ursachen der Unordnungen. „Verehr- tefter Herr Beamter" antwortete der Arrestant, „sind Sie im Stande, 4 Lage ohne jegliches Essen zu leben? - wir können es nicht und darum ntachen wir Tumult - geben Sie uns zu effen und mir werden ruhig fein. Die Sache würde untersucht. Es verhielt sich wirklich, wie der Arrestant sagte, wahrend 4 Tagen waren die unglücklichen Gefangenen ohne Essen geblieben und waren schließlich in Wutb geralhen. Das für die Beköstigung bestimmte Geld war iedoch — mit dem Gouverneur — verschwunden. _ deutschen Reichstage sowohl, als auch in den nordamerikanischen blättern ift schon wiederholt auf die ungehörige Behandlung aufmerksam gemacht worden, welche Auswanderer aus einigen Dampfer-Linien zu erdulden Haven. Diese Vorkommnisse haben auch wiederholt bereits der Einwanderungs-Commission des Staates New-York Veranlassung gegeben, sich damit zu beschäftigen. Der Beob. an der Elbe" stellt neuerdings, gestützt auf Mittheilungen der „N. Y. V Z", eine Reihe von Enthüllungen zusammen über Unglücksfälle, die auf einer niederländischen Linie vorgekommen sind. Die fragliche Linie: „Königlich niederländische Dampfschiffs-Compagnie" (Kronlinie) mit dem Sitze in Amsterdam, tst auch in Deutschland vertreten, es muß daher im Interesse des deutschen Publikums liegen, den Umfang der Ungeheuerlichkeiten kennen zu lernen, die derüalich der Schiffe dieser Linie Seitens der Einwanderungs-Commission in New-York constaürt sind. Die „N. Y. V. Z." theilt nämlich unterm 10. Juni mit daß auf den Dampfern „Surrey, Nemesis, Stella, Castor, Jason" das Essen zum Theil nicht nur schlecht und ungenießbar war, sondern auch in Er- inangelung von Eßtischen auf den Betten der geschlechtlich nicht einmal getrennten Passagiere, und zwar in hölzernen Kübeln servirt wurde, daß auf dem einen Schiff der' Schiffsarzt in der Regel betrunken war, auf dem andern sich allzuviel mit den weiblichen Passagieren zu schaffen machte, daß ebenso einzelne Schiffsbeamte gewaltsame Attentate auf Frauenzimmer machten, in einem Schiff, das leck wurde, keine Pumpen vorhanden waren oder wenigstens nicht angewendet wurden, während die Passagiere in Kübeln das Wasser aus dem Schiffsraum schleppen mußten, daß auf einem und demselben Schiff den Passagieren verschiedene Uebersahrtspreise abgenommen wurden u. dergl. Wir constatiren diese amtlichen Erhebungen, um den deutschen Auswanderern klar zu machen, welchen Weg sie nicht zu wählen haben. — Von Seiten der Negierung ift Anweisung ergangen, durch die öffent- tichen Organe auf den ersichtlichen Nutzen hinzuweifen, welcher den gewerblichen Kreisen durch die Gotthardbahn erwächst. Es sei bereits anerkannt, daß deutsches Eisen Keffelbleche u. s. w. auf dem neuen Wege in Italien, da, wo man es kennen lernte, das französische Eisen, weil billiger und bester als dieses, bereits vollständig verdrängt hat. Er wird Sache auch anderer industrieller Kreise fein, die ihnen durch die Gotthardbahn geschaffene Erleichterung zu weiterer Verbreitung ihrer Erzeugnisse nach Kräften auszunutzen. — Der „Deutsche Reichs-Anz." bringt folgende Warnung: „Nach Mit- iheilungen aus Neapel befindet sich feit geraumer Zeit am dortigen Platze eine Anzahl von Jndustrierittern, welche unter wechfelnder Firma, auf die Leichtgläubigkeit fremder Fabrikanten fpeculirend, sich durch geschäftsmäßig abgefaßte Circulare und Offerten Maaren. u verschaffen suchen, dieselben aber gleich nach Empfang, wenn auch zu Schleuderpreisen, versilbern, ohne an die Bezahlung ber unvorsichtigen Absender zu denken. Als Versuchsfeld für ihre Schwindeleien sollen diese Jndustrieritter auch Deutschland ausgewählt haben. Den deutschen Fabrikanten ist daher bei der Einleitung und dem Abschlüsse von Geschäften dorthin Vorsicht zu empfehlen." Berlin, 6. August. Der Reichstags-Abgeordnete Grad, Fabrikdirector zu Logclbach im Kreis Kolmar i. E., veröffentlicht im Mülhaufer „Expreß" eine längere Rede über die Finanzreform des Reiches. Die „Elsaß-Lothr. Ztg." hebt daraus folgende Stelle hervor: 1,205,095,400 Ver. Staaten 1,355,229,000 »erlitt, ?. August. Deutschland „je deutsche Golonv- Unter diesem Titel äußert sich^der „Düss l l - ö oertsch-TH°t werdew M-s '»r * Continental- Gedanken des Reichskanzlers reis, bi- th°r-cht- ^z'„ich-n Colonisationspolitck Politik in Europa zu verlassen und die kluge ^attonen Folge zu verschastcn, zu beginnen. Diesem Gedanken bei den eu op f Mission. Es gehört dazu allerist nicht nur Deutschlands Interesse, sondern ferne M Fnedensfürst g-- dings das moralische Ansehen, welches der deutsche xa i wonnen Hot- ..., „,-hrHteten Nachrichten über im Innern EgYP- — Bezüglich der verschiedentlich verbreitet « im Widerspruch haart tens an Europäern verübte GreueUhaten wird der^^c^ ^^ri feftftanben: . aus London vom 30. Juli telegraphirt, d tz s tz ' proklamirte nicht den heiligen Ki reg ^Jn Kairo fand kein Massacre statt, Aravr pror angeblichen Mapacres sondern nur den Widerstand fl^en Brutalitäten kamen vor, allem auch nur im Inneren des Landes waren erfunden, -orm vereinzelt." r Meldung und das geschieht heute durch dre.Daily Bestätigt sich diese ersreul cheMeldung^^ ^sche Correspoudenten verbreiteten News', so hätten wir in den ou»McßU» vu ^glischen Sch'lderungen von dcn Greuelberichten aus Egypten etn P ^bristen vollzogenen Pfählungen, welche Herr.» durch die Türken in /Bulgarien an Sturmes der "Mrocity Meetings Gladstone den erwünschten Anlaß z sich heraus, daß die von den ^vgländern gaben. Als der waren, als - in Getreidefeldern zum Schutze 'Ä Vögo'au"sg-st-lli- P°p°nz^ bislang mit Mllich-r Sorg- davor bangten, - Die englischen Zeitung n^. m Beduinen ein Leid geschehen, haben letzt, wo eS möge dem Suez-Canal M Schutzorgan für die Wasserstraße zu schaMN Europa Mrene daß der Canal gar keines SLutzes bedürfe. Bis fetzt konnte Es liegt uns sicherlich nicht am Herzen, die deutsche Einheit zu besestigeff, aber wer die Frage vom objectiven Gesichtspunkte aus betrachtet^kann ^den Wertb der Pläne des großen Kanzlers für die Finanzen ber Emzelstaaten nicht bestreiten In Deutschland beträgt jetzt das Ergebniß der Zölle und Verbrauch- steuern auf den Kopf 11 Frcs. 50 Cts. gegen 34 Frcs. 60 Cts in Frankreich. Die nachfolgende Aufstellung ergiebt ein Verhältniß von 280 pCt. ben Men pro Sopf der Bevölkerung aus den Stempel- und Verbrauchssteuern in Frankreich und Deutschland." Jährlicher Ertrag der Verbrauchs- und man sicher sein, Tag für Tag in irgend einem englischen Blatte die Meldung zu lesen, daß ein Angriff auf den Canal stündlich zu erwarten sei; es war der Waffenruf, welcher der Besetzung von Suez durch England vorausging. Jetzt sind jene Allarm- nachrichten verstummt, Europa kann ruhig fein, der Canal ist sicher — unter der Tatze des britischen Löwe». Schon schwimmen die indischen Truppen heran, welche in Suez landen sollen, um die User zu „beschützen". Der letzte Grund der grundsätzlichen Abneigung gegen die türkische Einmischung wird dabei ohne Scheu ausgeplaudert; wenn die osmanischen Truppen in Egypten gelandet seien, werde Arabi sich dem Sultan unterwerfen; dann werde der Sultan darauf Hinweisen, daß nunmehr die Ordnung hergestellt sei, und England werde keinen plausiblen Grund mehr zu einem Angriff auf Egypten haben. Diese letztere Aussicht aber ärgert John Bull nicht wenig, der sich nicht gern in Unkosten stürzt, wenn kein baarer Vortheil dabei herausspringt. — In Alexandrien bricht indessen ab und zu wieder eine Panik aus; die furchtbare Nähe des egyptischen Napoleon ist den Briten gar nicht geheuer. Soll Arabi doch, noch den Aussagen von Personen, die aus Kafr-Dowar kommen, über eine Streitmacht von 70,000 Mann verfügen; wie viel britische Furcht an dieser Zahl erphantisirt hat, ist schwer festzustellen; genug, daß der Bevölkerung von Alexandrien das Herz tm Leibe zittert, so oft es Arabi gefällt, das Gerücht auszustreuen, er werde demnächst über Alexandrien herfallen. Angesichts dieser Hasenherzigkeit berührt es sehr komisch, wenn die englische Presse herausgefunden haben will, die Deutschen fingen an, auf die mili- rärischen Lorbeeren Großbritanniens eifersüchtig zu werden. Die Engländer haben überhaupt mit der deutschen Presse ihre liebe Noth; im Anfang konnten sie sich noch auf einige jener Blätter berufen, welche das Bischen politifzben Menschenverstand, welches ihnen ihr Radikalismus etwa übrig gelassen haben könnte, regelmäßig zu verlieren pflegen, wenn ihnen die Schlagworte Civilisatisn, mohamedamscher Fanatismus in die Ohren tönen. Als diese umfielen, stieg man dazu herab, ab und zu ein deutsches Börsenblatt zu citiren. Jetzt scheint auch an diesen Hopfen und Malz verloren zu sein, und da Haden die Briten denn zu obiger erheiternder Ausrede gegriffen. Dre-den, 6. August. Das CultuSministerium hat soeben eine Verordnung erscheinen lassen, durch welche die Revision des sächsischen Gymnasialwesens einen vorläufigen Abschluß erhält. Es verlautet darüber: Hauptzweck ist Beseitigung der Ueberbürdung der Schüler. Darnach sind Ferienarbeiten nur während der Sommerserien auszugeben und dergestalt zu beschränken, daß der Schüler, mit Ausschluß der Sonn- und Festtage, täglich eine bis höchstens zwei Stunden beschäftigt wird. Für alle übrigen Ferien fallen die Ferienausgaben weg. Die Schüler sind aber zu angemessener Selbst- beschästigung anzuleiten und anzuhalten. Die neuen Bestimmungen der Lehr- und Prüfungsordnung für die Gymnasien über den Lehrplan, insbesondere auch die über den Beginn des Unterrichts in der griechischen Sprache in Untertertia (nicht wie bisher in Quarta), und die verstärkte Ansetzung der französischen Unterrichtsstunden in Quarta treten nächste Ostern in Kraft. Die Ausführung derselben ist aber schon in dem vorausgehenden Winterhalbjahre, also von nächstem Michaelis ab, entsprechend vorzubereiten. Art und Umfang dieser Vorbereitung sind den besonderen Verhältnissen eines jeden Gymnasiums anzupassen. Alle übrigen Bestimmungen über Abänderung des Lehrplanes finden, soweit dies thunlich, sofortige Anwendung. Hinsichtlich des Religionsunterrichts wird Vermeidung jedes bloßen Gedächtnißwerkes eingeschärst. Die Zahl der deutschen Arbeiten wird beschränkt, so daß in Quarta nur alle drei Wochen, in den Tertien monatlich, in den Sekunden alle zwei Monate, in den Primen nur alle drei Monate eine solche zu liefern ist. Auch die Zahl der lateinischen, griechischen und mathematischen Arbeiten wird gegen die bisherige Praxis erheblich verringert. Von der lateinischen Lectüre ausgeschlossen ist künftig Cäsar's „Bürgerkrieg", von der griechischen Plutarch, Theokrit, Lykurg, Jsokrates. Der Latein-Unterricht wird von Sexta bis Untersekunda mit 9 (anstatt 10),- von Obersekunda an mit 8 Stunden wöchentlich betrieben, der griechische von Untertertia bis Obersekunda mit 7 (statt 6), in Prima mit 6 bis 7 Stunden. Gänzlich erneuert ist der Lehrplan für das Französische, welches (anstatt von Quinta an überall mit 2 Stunden) künftig in Quinta mit 3, in Quarta mit 5, in allen höheren Klassen mit 2 Stunden betrieben wird. Der Unterricht int Hebräischen wird nicht mehr, wie früher, auch den künftigen Phllologen empfohlen, sondern ist nur für Zöglinge, welche Theologie studiren wollen, obligatorisch. Der facultative englische Unterricht beginnt erst in Obersekunda, nicht in Untersekunda ; philosophische Propädeutik ist nicht mehr in besonderen Lehrstunden zu behandeln. In Quarta ist eine mathematische Stunde zugelegt worden. Frankreich. Paris, 7. August. Das neue Ministerium wird gutem Vernehmen nach morgen in dem Senat und in der Kammer eine Erklärung zur Verlesung bringen, worin in Bezug auf die auswärtige Politik gesagt wird, daß das neue Cabinet nicht auf die Vergangenheit zurückkommen wolle und das Votum der Kammer acceptire. Das neue Cabinet wolle den Frieden, werde aber, wenn irgend ein Zwischenfall eintreten sollte, der die Würde Frankreichs berühren könnte, sofort die parlamentarischen Körperschaften einberufen, um denselben die erforderlichen Maßregeln anzukündigen. In Bezug auf die innere Politik wird das neue Ministenum erklären, daß es die Beschlüsse der Kammer als die Grundlagen der von ihm zu befolgenden Politik betrachte. Türkei. Konstantinopel, 7. August. In der heutigen Sitzung der Con- serenz sagte Said Pascha Lord Dufferin gegenüber den Erlaß der Proklamation gegen Arabi Pascha zu. Auch erklärten die türkischen Delegirten nochmals, daß sie die von den Mächten in der Rote vom 15. Juli aufgestellten Bedingungen zur Intervention acceptirten. Ein kaiserlicher Jrade ermächtigt bie türkischen Conferenz-Delegirten, Said Pascha und Assim Pascha, der Herstellung eines internationalen Ueberwachungs- dienstes auf dem Suezkanal zuzustimmen und die Politik des Sultans in Egypten durch eine Proklamation kund zu thun. Vom Ministerrathe wurden für Serwer Pascha, als den für Egypten bestimmten türkischen Commissar, Instructionen erlassen. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correfpondenz-Vrrreau. Gastein, 8. August. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm verließ um 1 */» Uhr Nachmittags Gastein int besten Wohlsein unter den Klängen der preußischen Hymne und unter lebhaften Hochrufen der Badegäste und Bewohner. Im Badeschlosse hatten sich vorher eine große Anzahl österreichischer und preußischer üiftinguirter Badegäste eingesunden, darunter auch der der GFM. Graf Moltke, von welchem sich Se. Majestät auf's Herzlichste verabschiedete. Der Kaiser führte die Großherzogin von Weimar am Arme über die Schloßtreppe. Berlin, 8. August. Der Geh. Sanitätsrath Dr. Levinstein, der Begründer der Maison de santtS in Schönberg, ist gestorben. Paris, 8. August. Die heute in der Kammer der Deputirten verlesen« ministerielle Erklärung sagt: Das Votum der Kammer vom 29. Juli hat die Folge, daß sich Ihnen ein neues Cabinet vorstellt. Seine erste Pflicht ist, Ihnen zu sagen welche Bedeutung das Votum in seinen Augen hat und welches Verhalten dasselbe thm auferlegt. Indem die Kammer die nötigen Credite für eine partielle Besetzung des Suez-Canals verweigerte, ergriff dieselbe eine Maßregel der Zurückhaltung und der Klugheit, welche durchaus keine Abdankung ist. Die Regierung wird sich von dem Gedanken durchdringen lassen, welcher das Votum biftirte und wird ihre Haltung demgemäß cinrichten. Wenn indeß Ereignisse eintreten sollten, w lebe die Interessen und die Ehre Frankreichs zu engagiien scheinen, so werden wir uns beeilen, die Kammer zusammenzurufen und ihr diejenigen Beschlüsse zu unterbreiten, welche die Umstände erheischen sollten. Wenn die inneren Fragen auch weniger dringliche sind, so verlangen sie doch nicht weniger unsere Aufmerksamkeit, aber von dieser Seite her kann während der bevorstehenden Suspension der Sitzungen nichts kommen, was uns gefährdet oder engagirt- Wir werden die Zeit, welche Sie uns geben werden, benutzen, um die betreffenden Fragen zur Lösung zu bringen. Wir werden uns bemühen, die Lösung derselben in dem liberalen und fortschrittlichen Sinne durchzuführen, welchen diese Fragen mit sich bringen Wir setzen uns ein weiteres Ziel, wir werden dahm arbeiten, bie verschiedenen Fraktionen der republikanischen Majorität einander näher zu bringen unb zu vereinigen, nnb wenn wir mit Ihrer Hülfe dieses patriotische Ziel erreichen können, dann glauben wir ein Werk vollendet zu haben, welches bei den gegenwärtigen Umständen für die Kammer und die Republik von dem größten Interesse ist. Die Kammer nahm die ministerielle Erklärung mit Beifall auf und genehmigte darauf die Kapitel des Budgets, betr. die direkten Steuern. Clemenceau gab darauf eine Erklärung ab, in welcher er sein Mißtrauen gegenüber dem neuen Cabinet aus- sprach. Man erwartet den Schluß der Session für morgen. . Ischl, 8. August. Se. Maj. der Kaiser Franz Joseph wird Sr. Majestät dem deutschen Kaiser, welcher heute in Salzburg eintrifft und im Hotel de l'Europe ab- fteigen wird, morgen früh bis Ebenste entgegenfahren, wo gegen i/il2 Uhr die erste Begrüßung ftattfinbet und von wo aus dann die gemeinsame Weiterreise nach Ischl erfolgt. Um 3 Uhr Nachmittags findet zu Ehren Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm ein Galadiner bei dem Kaiser von Oesterreich und Abends eine Festvorstellung im hiesigen Theater statt. Abends 9 Uhr wird Se. Majestät der Kaiser Wilhelm den Thee in der Villa des Kaisers Franz Joseph einnehmen. Nächsten Sonntag wird der König von Serbien hier erwartet. Konstantinopel, 8. August, lieber die gestrige Conferenzsitzung verlautet weiter, daß Said Pascha ausdrücklich erklärte, die Pforte stimme den in der Note der Botschafter vom 15. v. Mts. enthaltenen Bedingungen und Vorbehalten vollständig zu und daß die türkischen Delegirten hierauf das diesbezügliche Protokoll unterzeichneten. Ferner machte Said Pascha die M'ttheilung, daß die Proklamation, welche Arabi Pascha zum Rebellen erkläre, bereits abgefaßt sei, er werde eine Uebersetzung der Proklamation voraussichtlich schon nächsten Donnerstag vorllgen Alexandrien, 8. August. Das Kriegsschiff „Termeraire", welches vor Ramleh staiionirt ist, beschießt die egyptischen Vorposten, welche in den letzten Tagen vorzu- dringen versuchten. Das Ueberwachungscvmitä für die Lieferung des Süßwassers macht bekannt, daß vom nächsten Montag ab Wasser nur während 4 Stunden geliefert und an allen übrigen Tagen die tägliche Entnahme pro Kopf auf 20 Liter fest- gestellt wird. Alexandrien, 7. August. Die Truppen Arabi Paschas sind mit der Errichtung von Verschanzungen zwischen Abukir und Ramleh und an den westlichen Ufern des Kanals beschäftigt. Heute näherte sich ein mit Truppen Arabi Paschas und Fellahs besetzter Eisenbahnzug der Station Millaha in der offenbaren Absicht, die Eisenbahnlinie zu zerstören. Die englischen Geschütze nöthigten die Egypter, diese Absicht aufzugeben und sich zuruckzuziehen. Der Khedive hat ein Schreiben an Raghel Pascha gerichtet, in welchen das egyptische Ministerium aufgefordert wird, sich unter s. Z. näher festzustellenden Bedingungen, in gerechter Weise, und unter Rücksicht auf die Hilfsquellen des Landes bereit zu erklären zur Entschädigung Aller, die durch die Massacres und durch die lÄn- äscherung von Alexandrien zu Schaden gekommen sind. Raghel Pascha wird aufgefordert, dem Khedive die diesbezüglich vorzuschlagendeu Maßregeln mitzutheilen und die Absichten des Khedive zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Lokale-. Gießen, 9. August. sSterblichkeit in Gießen.j Die Zahl der Todesfälle betrug m unserer Stadt während der Woche vom 30. Juli bis 5. August im Ganzen 6. Unter den Gestorbenen befand sich diesmal nur eine erwachsene Person, bet welcher Lungenschwindsucht die Todesursache war. Von den Kindern hatten 2 das erste Lebensjahr noch nicht vollendet und erlag eins derselben einem Darmcatarrh, das andere einer Bronchienentzündung. Von dcn drei älteren Kindern starb eins an Diphtherie, zwei an Tuberculose der Knochen unb Gelenke. q. Vermischtes. Offenbach, 6. August. Heute vor acht Tagen gegen Abend bat das sechsjährige Söhnchen einer im großen Biergrund dahier wohnenden Arbeiterfamilie um di- Erlaubn.ß, noch einmal auf die Straße gehen zu dürfen, die ihm auch ertheilt wurde. Das Kind ging auch dahin, kam aber nicht wieder zurück, fehlt heute noch und alle Nachforschungen, die bis jetzt nach dem Knaben angestellt wurden, waren erfolglos. Der Junge ist etwa 3—3Vr Fuß hoch, hat hellblonde Haare, graue Augen ^010^ Jiafe, rundes Gesicht, blasse Gesichtsfarbe; er war bekleidet mit einer wollenen dunklen Jacke, weiß unb blau gestreifter leinener Hose mit Leibjacke, trug baumwollenes nicht gezeichnetes Hemd hellgestreifte baumwollene Strümpfe unb leberne Schnüischuhe, beifet Friedrich Lang, kennt auch seinen Namen, ist aber im Umgang mit fremben Perionen etwas schüchtern, und soll, wie andere Jungen aussagten, an dem Abend m^cr "Nem Zigeunerwagen nachgelaufen sein, der in der Richtung nach Bürgel Mühlheim zu, gefahren ist. Alle Diejenig n, welche Über den Jungen Auskunft geben können, werben hiermit gebeten, bei der nächsten Polizeibehörde Anzeige bavon zu machen, auch werben bie Rebaciionen der in der Umgegend erscheinenden Zeitungen um ge allige Aufnahme die es Artikels in ihre Blätter ersucht, damit das Kind ermittelt und seinen tiefbetrübten Ellern wieder zurückgeschafft werden kann. cn a tL011 aUc recht zu bedauernder Unglücksfall ereignete sich gestern Main an der neuen Eisenbahnbrücke unterhalb Grofeauheim. Dem ,u Thal fahrenden mlt^Scheilholz beladenen Schiff- des Schiffers Zöllner aus Dorf- ^klttn .oer ag e das Steuerruder und fuhr hierdurch den Landpfeiler der Brücke an. m e die Schiffer wurden mit vieler Mühe von Eisenbahnarbeitern ^^ultelst Stricken auf die Brücke gezogen. Dieselben verloren Alles, sowie der Schiffseigenthümer seine in einigen Hundert Mark bestehende Baarschaft unb retteten E ihr nacktes Leben. Die hochgehenden Finthen des Mains schwemmten bie Ladung gänzlich fort und schließlich auch das Wrack, welches noch vollständig an einem Pfeiler d/r Hanau-Ste'nheimer Brücke zerschellte und jetzt am hiesigen User liegt. Der Schiffseigenthümer war nicht versichert unb verliert seine ganze Habe. — In Grofe-Steinheim sollen in einer Familie 2 Kinder dieser Tage am Hungertyphus gestorben, 3 weitere no5 ® JeV’ Während der letzten 8 Tage habe die betr. Familie weder Brod noch Kartoffeln im Hause gehabt. (H. Z.) .। N".^?^.Murnau wird dem „Bayer. Kur." geschrieben: Weich' harte Köpfe d^^nuern hiesiger Gegend noch besitzen, zeigt folgender Vorfall, der sich am Scapulier- festmarkt h er zutruq. Ein Unterammergauer, der Wetzsteine feil hielt, kam mit einem alteren Bauern tn Streit, weil dieser an der Güte der Waare zweifelte. Nachdem sie eine Zeit lana hin- und hergestritten und die Gemüther erhitzt waren, schlug der Arnmergauer seinem Gegner einen seiner Schleifsteine auf den Kopf Man hätte nun StAiawJn ik?' e? sicher' Hieb müsse eine schwere Verwundung nach sich ziehen. Allein ü n" d^m, im Gegentheil, der Schleifstein sprang entzwei, der Bauer kratzte sich nur ein Pärn Mai b getroffenen Stelle und ging bann weiter. 4" August. Die beiden taubstummen Brüder Keutmann in dem benach- m f m arbeiteten gestern Nachmittag in einer Scheune. Während ?LQTnne tn gebückter Stellung arbeitete nahm fein Bruder Nikolaus P J ^g ihn dermaßen ins Genick, daß der Kopf zur Hälfte vom vorder behauptet indeß, daß fein Bruder das Beil r? • Ä d e Obertenne gelegt und das Beil ihm auf den Kopf gefallen fei. Die übrigen Angehörigen waren tm Felde am Arbeiten unb als sie zurückgekehrt den Ritten verlei.« W K "Klung b.m: J"' «fit« und 5 d>- Kuminri mb b,'e Umsländ- ” 'fab'bet ober X ' Um di- be. Lösung "1 ?' $tn di-l- "> arbeiten, ju bringen ,mhel b und genehmig nctau ^ab batauf utn ^ab^ntt ai& St. Wjeftat bem de l'Europe ab; W Uhr die erste terreife nach M 1 Kaisers Wilhelm Festvorstellung im User Wilhelm den Sonntag wird der Mung verlautet r tn der Note der ehalten vollständig : Prolokoll unter.- otlamatfon, welche le Uedersetzung der >elcheS vor Ramleh tzten Tagen vorzur Süßwassers macht Stunden geliefert auf 20 Liter fest- mit der Errichtung stlichen Ufern des aschas und Fellahs ht, die Eisenbahn- )iese Absicht aufzu- t, in welchen das eftjiifitllenben Äe- idlen Sanbe^ nb durch die Ein-. cha wirb nnige mlM^n und hl der Todesfälle ußuit imAanzenk. brfon, bei welcher 2 das erste Lebens- atarrh. dos andere eins an Diphth^nc, t-nd bat das W« e ihm auch fehlt heute not) t s «,»«« raueW ®lt'eintr«S SSS%' y.tWj gss ®r;6“! u« w JfM I rtttet« M “u, jaWUS n9®« %'-®3te&( flainu! (>JL idt f J All^ »l”8,ubirb ®K '"TfulW. t b'" Erschlagenen vorfanden, suchten sie den Nikolaus- Durch einen im Backofen ausgebrochenen Brand aufmerksam gemacht, wurde schließlich der Mörder mit Brandwunden bedeckt in demselben versteckt vorgefunden. Der Backofen, in dem der Taubstumme die blutgetränkten Kleider verbrennen wollte, mußte zum Tyeil abgerissen werden. Die Untersuchung ist eingeleitet und der Mörder verhaftet. — sEine verdrießliche Wettes Dem G." wird aus dem Kulm geschrieben - „Zuvorgethan und nachbedacht, hat Manchen in groß' Leid gebracht." Die Wahrheit dieses Sprichwortes sollte ein junger Besitzer — nennen wir ihn W — in einem Dorfe unseres Kreises erfahren. Eines Tages im Winter, als man auf Schlittenbahn hoffte, stand er mit seinem Grenznachbar A. vor der Dorsschmiede und Beide stritten über die Schwere eines Schlittens, über welche ihre Schätzungen weit auseinandergingen. „Na," rief W dem A- zu, „tragen Sie den Schlitten bis zu jener Kate, so bezahle ich ihn." — „Schmied, wie viel kostet der Schlitten?" — „Vierzig Thaler," war die Antwort. A. hatte keine Lust, auf das Geschäft einzugehen; als er jedoch von W- deßwegen gefoppt wurde, entschloß er sich kurz, ließ sich den Schlitten auf den Rücken heben und trug ihn bis zur bezeichneten Stelle, rieb sich die mißhandelten Schulter- knochcn und erklärte nunmehr den Schloten für sein Eigenthum. Um diesem Abschluß die gehörige Wethe zu geben, spend,rte A. im nahen Gafthause — es waren noch andere Gäste anwesend — einige Flaschen Rothwein, Cigarren u. s- w. „Sie können sich noch heute das Geld abholen," sagte W- zum Schmied und so schien das interessante Geschäft zu allseitiger Zufriedenheit erledigt. Aber die Nacht bringt andere Gedanken. Als W- am anderen Morgen ausgeschlafen batte, erklärte er, er brauche nicht Zahlung zu leisten, da eine Wette vor Gericht nichts gelte. Es kam zum Prozeß. Der Schmied verklagte W. um den verabredeten Kaufpreis und gewann. Das Amtsgericht entschied nämlich, das ganze sei keine Wette, sondern eine Verabredung und Arbeitsleistung gewesen. Nun verklagte W- den A- auf Herausgabe des Schlittens. Er ward abgewiesen und zur Tragung sämmtlicher Kosten — über 100 Mark — verurtheilt. Dem W. ist seitdem das Wirthshaus, die Schmiede und Alles, was ihn an die Unglücksgeschichte erinnert, verleidet. — Der Augenblick des Ringwechsels bei der Einsegnung ist nach französischem Aberglauben von höchster Bedeutung. Wird der Ring nicht über das zweite Glied des Ringfingers der Braut gestreift, so behält sie als Frau die Oberhand im Hause. Das ist denn auch der Grund, webhalb die jungen Mädchen schnell den Finger krümmen, wenn der Bräutigam ihnen den Ning ansteckt. — Der Ringwechsel Neugetrauter vor dem Altar geht im Hildesheimschen selten ohne die wunderlichsten Drehungen des Hochzeitspaares ab, weil jedes dabei den Daumen obenauf zu bekommen sucht, in der Voraussetzung, hiervon werde das Regiment in der Ehe abhängen. . - Das internationale Postbureau zu Bern hat kürzlich die Statistik des Wckt- poilverems für 1879 veröffentlicht- Dieselbe behandelt den Postbetrieb der 25 bedeutendsten zum Weltpostverein gehörenden Länder. Die ermittelten Zahlen sind ganz kolossal. Es wurden befördert rund 8280 Millionen Briefsendungen, darunter 4900 Millionen «riefe und Postkarten oder tägl'ch mehr als 13 Millionen, das übrige Drucksachen, Waarenproben, Geschäftspapiere und Zeitungen. Auf Europa, den kleinsten Erdthcil, entfallen die metften Sendungen, 5624 Millionen, bann folgen Amerika mit 2366 Millionen, 205 Millionen, Australien mit 73 Millionen und zuletzt Afrika mit nur ^Millionen Sendungen. Im Durchschnitt entfallen auf jeden Menschen (die Be- volkerung der Erde zu 1400 Millionen Menschen gerechnet) 5,9 Sendungen und zwar Postkarten und 2,4 Drucksachen u. s. w. Deutschland nimmt mit seinen 1200 Millionen Sendungen einen der ersten Plätze ein; es wird nur übertroffen von England mit,1587 Millionen Stück. Bezüglich der Postkarten behauptet Deutschland mit 123 Millionen sogar den ersten Platz. England folgt erst mit 114 Millionen; auch mit 4 Millionen Postreisenden und 63,6 Millionen Postpaketen steht Deutschland obenan; endlich hat Deutschland die meisten Briefkasten, nämlich 55030 Stück aufgestellt. 28.2 Briefsendungen kommen durchschnittlich auf jeden Deutschen und zwar 15,9 Briefe und Postkarten und 12,3 Drucksachen u s. w. Die Engländer (36,3), die Schweizer (23,2) und die Niederländer (16.8) übertreffen uns noch bezüglich der Briefe und Postkarten. Am wenigsten correspondiren die Serben, Türken und Bulgaren; auf diese entfällt durchschnittlich nicht einmal eine Sendung. Schiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 8. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Salier, Capt. C. Wiegand, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 26. Juli von Bremen abgegangen war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. 73t) Ueber die Höhe der Koeten, welche die Einrückung einer Anzeige in einr •der mehre Zeitungen verursacht, wird man aich niemals enttäuscht sehen, wenn mar von der Annoncen - Expedition von MJLAäJEfr7 8 T JE IN * VOGLER ><» Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reiche’ Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Allgemeiner Anzeiger. Landwirthschastl. Landesausstellung Darmstadt 1882. Den Herren Interessenten geben wir hiermit bekannt, daß besonderer Umstände halber die Anmeldefrist für: 1) Produkte des Pflanzenbaues (Mehl-, Hülsen- und Oelfrüchte, Wurzelfrüchte, Knollengewächse, Gespinnst- pflanzen, Futterpflanzen, Gemüse und Drogengewächse, Hopfen, Tabak, Weiden, Obst, Trauben rc.) bis zum 25. August 1. Ja., 2) Products des Molkereibetriebes bis zum 1 September 1. Js. verlängert worden ist. Bis zu den gedachten Terminen muffen jedoch die Anmeldungen dahier eingelaufen fein. Darmstadt, den 7. August 1882. Der Central-Ausschuß: Haas, Präsident. Friedrich Graf zu Solms-Laubach, Vicepräsident. E. Werner, Vicepräsident. Stimmet, Generalsecretär. Submission. Die zur Herstellung eines gußeisernen Senkbrunuens von 1,5 Mtr. Licht- weite und Abteufung deffelben noth- wendigen Arbeiten und Lieferungen, bestimmt für das Landeszuchthaus Marienschloß, sollen aus dem Sub- inissionsweg vergeben werden. Der Voranschlag hierüber im Betrag von 2800 JL, Zeichnungen und Bedingungen können bis Dienstag den 15. August Vormittags auf unserem Bureau eingesehen werden, woselbst die Gebote in. Prozenten, portofrei und versiegelt, mit - entsprechender Aufschrift versehen, bis zu dem angegebenen Termin bei unterzeichneter Stelle einzureichen sind, und um 10 Uhr Vormittags eröffnet werden sollen. Friedberg, den 7. August 1882. Großherzogl. Kreisbauamt Friedberg. .5213 Grimm. Bekanntmachung. Freitag den 17. Ifö. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Hofraithedes Herrn Louis Flett dahier 1 Reitpferd (Stute), sowie 1 Kopfzaum, 1 Sattel mit 2 Decken und Gurten öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 9. August 1882. Bühner, 5238 Gerichtsvollzieher zu Gießen. Freitag den 11. August, -sollen im Flett'schen Hofraum dahier 1 Kleiderschrank, 2 Kommoden, 1 Näh- maschine, 1 runder Tisch und 1 Pianino meistbietend versteigert werden. Gießen, den 9. August 1882. Geißler, 5239 Großh. Gerichtsvollzieher. Bekanntmachung. Ludwig Schneider II. Eheleute von Bersrod wollen an Ludwig Schneider I. Eheleute von Reiskirchen die Parzelle Flur IV Rr. 467 der Gemarkung Reiskirchen veräußern, vermögen aber bezüglich derselben keine bescheinigte Quittung wegen Bezahlung des Kaufschillings vorzulegen. Es werden darum alle Diejenigen, welche einen darauf bezüglichen Anspruch glaubhaft machen können, aufgefordert, so gewiß binnen 2 Monaten vom Heutigen an denselben dahier geltend zu machen, widrigenfalls angenommen wird, daß sie auf solchen verzichten und sie mit ihren Ansprüchen ausgeschlossen werden bezw. der unbeschränkte Eintrag ins Mutationöverzeichniß erfolgen wird. Gießen, den 3. August 1882. Großh. Amtsgericht Gießen. 5235 Lorenz. Iieifgebotenes. Gau-Bickethkimrr Weißwein per Liter 1 x 5240__EmtlOrbig. 3» verkaufen Bienenhäuser, 1 für 18, 6 Volker, 8 bevölk. u. 7 leere Dzierzon- stocke, 1 Zucks chrank für Waben, sonst. Zubehör ; ferner 60 veredelte Rasenstücke, circa 50 gesunde Wildlinge rc. Näheres bei Schreinermeister Arnold daselbst. 5218 5211 Hafer von Vr Morgen auf dem Halm zu verkaufen. LouiS Hahn, Tiefenweg. Steinkohlen = in allen Sorten und bester Qualität empfiehlt Ang. Gabriel. Aufträge und Zahlungen werden wie früher bei Herrn E. 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Orth, Neuen-Bäuen. 4655 Grünbergerstraße B. 1665 ist im Hintergebäude ein Logis an eine ruhige Familie zu vermiethen und am 7. Oktober zu beziehen.__ 4573 Der seither von Frau Dekan Dingeldein bewohnte mittlere Stock ist anderweitig zu vermiethen und per 1. Aua. beziehbar. Th. Brück, Kanzleiberg B. 1. 4700 Der untere Stock meines Hauses auf dem Neuenweg ist per August zu ver- miethen.________________Orth. 4966 Ein schönes Mansardenlogis (Nordanlage), bestehend in 3 Zimmern und Küche, sofort zu vermiethen. __________________W. Seuling. 4976 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. __Bleichstraße C. 395. 5201 Stube mit Zubehör zu vermiethen. ____________________Schloßgasse B. 3._ 2173 Ein freundl. Logis sofort zu vermiethen.F. Felstng, Neuenweg. 3006 In meinem nenerbauten Hause (Bahnhofstraße) ift ein Laden mit Logis, sowie zwei Familienwohnungen, bestehend aus 4 Zimmern, Küche und Zubehör, sofort zu vermiethen. Wilb. Plank. Steinbach G. Löwenberg, Steinheim Konr- Herrnbrod, Treis a. d. Lda. I Becker VI. Wieseck Philipp Hildebrand «L Alt-Buseck W. Körber II., Ettingshausen S. Löwenberg, Grüningen G- H. Bender, Lang-Göns Hrch. Mohr, Allen Denjenigen, welche unserer unvergeßlichen Gattin, Mutter, Tochter und Schwester Katharina Carl, geb. Munsbach, die letzte Ehre erwiesen, sagen innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, am 9. August 1882. 5236