Samstag den 10. Juni -tr. 132 1882 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Bttrean r Schulstraße B. 18. und verpflichte mid stattfinden. Gießen, am 2. Juni 1882. nuther' S-lv 16 16 20 16 16 9 4 Dienstag ben 27. Juni, im Gasthaus zum Nappen zu Grünberg, Vormittags 9 Uhr, Mittwoch den 28. Juni, in dem alten Rathhause zu Gießen, Vormittags 8 Uhr, Donnerstag den 29. Juni, daselbst, Vormittags 8 Uhr, Freitag den 39. Juni, im Rathhause zu Lich, Vormittags 9l/2 Uhr, Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Der Cwllvorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission des Kreises Gießen. Dr. Hoffmann, Negierungsrath. "e traWN* ‘ MU > If Deutschland. Darmstadt, 7. Juni. In der Plenarversammlung der Großh. Centralstelle für die Landwirthschast vom 1. Juni theilte nach der „Darmst. Ztg." der Vorsitzende, Herr Ministertalrath Dr. Jaup, mit, daß die Landwirthschastslehrer der landwirthschast' ltchcn Provinzialoereine demnächst als Staatsdiener angestellt werden; ferner seien von der Großh. Regierung für Förderung des Obstbaues wie der Pferdezucht größere Summen in das Budget ausgenommen, für den Neubau einer landw. Versuchsstation aus Staatsmitteln sei die Verwilligung ertheils und werde Voraussicht! ch schon dem nächsten Landtag eine Revision des Gesetzes über die Zusammenlegung der Grundstücke vorgelegt werden. Beschlossen wurde, die im September abzuhaltende General-Versammlung der landw. Vereine aus einen Tag (den 21.) zu beschränken, und soll über nachfolgende Gegenstände resertrt werden: 1) Ist die Errichtung einer Landescredit- koste für das Großherzogthum im Intec esse der lardw. Bevölkerung angezeigt und welche Vorschläge können in dieser Beziehung gemacht werden? 2) Die Organisation der Wettertelegraphie tm Dienste der hessischen Landwirthschast. 3) Beschluß über die Wiederkehr der Generalversammlungen der drei landw. Vereine.' Es wurde ferner beschienen daß auch für die ^olge Generalversammlungen der drei Provinztalvereine ftattstnden sollen deren nächste innerhalb 10 Jahren zu berufen ist, und sodann zur Berathung über die Organisation des Vieh-Versicherungswesens geschritten, welcher ein sehr eingehendes Commlsstonsgutachten des Herrn Geheimerath Dr. Gold mann zu Grunde liegt we chem dafür besonderer Dank votirt wird und wonach bei Großh. Ministerium die Errichtung einer staatlichen Zwangs-Rindvieh-Versicherungsanstalt auf Grundlage allgem'm zu gründender Ortsoerficherungen in Anregung zu bringen sei. Der Antrag dec Commission wurde nach längeren und eingehenderen Debatten abge- lehnt dagegen ein inzwischen erngegangener Antrag, „Großh. Centralstelle wolle bei Großh. Ministerium des Innern und der Justiz die Prüfung der Frage der Errichtung einer staatlichen Zwangs Rindvieh-Versicherungs-Anstalt auf der Grundlage allgemein zu gründender Orts Verstcherungs-Vererne in Anregung bringen und Großherzogltchcs Ministerium ersuchen, das eventuell darüber gewonnene Material der landw Centralstelle zur weiteren Behandlung mitzutheilen", angenommen. Wieder angenommen wurde der Antrag: „Großh. Centralstelle wolle eine Commission (der sie zugleich Cooptationsrecht verleihe) ernennen, welche den Auftrag erhalte, die Frage der Fettbestimmung in der Milch zum Zweck der polizeilichen Markt-Controle erperimentell zu bearbeiten, sowie ferner die Frage des zu beanspruchenden Minimalgehaltes an Fett in ganzer Marktmilch durch Zahlenerhebungen auf den betreffenden Gebieten der land- wirthschaftlichen und polizeilichen Praxis klar zu stellen und der Großh. Centralstelle bis zu ihrer nächsten Sitzung Bericht darüber zu erstatten". Die Versammlung nahm ferner den Antrag an: „Die Großherzogl. Centralstelle wolle beschließen zu erklären: y ^mäßige Durchführung der Landesmelioration und Cons'olidation der Vorbedingung für intensive Wirthschaft, Lebensbedürfniß für die Land- Großherzogthums; 2) die planmäßige Durchführung von Meliorationen und Consolldationen in wünschenswerthem Umfange ist abhängig: a von einer durchgreifenden Umarbeitung unserer ganzen Culturgesetzgebung, b. von der Schaffung einer der Landescultur dienenden Organisation". Der aus der Verhandlung erwachsende weitere Antrag: „Dre Großh. Centralstelle wolle beschließen: Die Zusammenstellung aller . u Großherzogthum Hessen bestehenden Gesetze, Verordnungen und Vorschriften über L>. ndescultur und was danut zusammenhangt, bei Großh. Staatsregierung zu be- antragen , und ebenso der: „Den Gegenstand nochmals zur fpecieden Berathung in ber enflrDerfommIun0 der Großh. Centtalstelle zu bringen und zum Zwecke der Berichterstattung eine Commission zu ernennen, deren Zusammensetzung dem Präsidium zu überlassen ist", wurden ebenfalls angenommen. Berlin, 7. Juni. Der „Deutsche Schulverein" erläßt soeben folgende Erklärung: Es haben sich nach Maßgabe der besonders ergehenden Vorladungen an den genannten Tagen vor der Großherzoglichen Ober-Ersatz-Commission im Bezirk der 49. Infanterie-Brigade in säwnrtlichen Aushebungsorten zu gestellen: u. die zur Ersatz-Reserve I. Klasse in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen; b. die von der Ersatz-Commission als tauglich und einstellungsfähig erkannten Militärpflichtigen, einschließlich derjenigen aus früheren Jahrgängen; e- die von den Truppentheilen zur Disposition der Ersatz-Behörden entlassenen Soldaten; <1. die von den Truppentheilen abgewiesenen einjährig Freiwilligen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien werden besondere Ladungen für die Militärpflichtigen k. H. zugehen, welche den Betreffenden unverzüglich zuzustellen sind. Der Vollzug der Ladungen ist innerhalb Tagen anzuzeigen. Die Militärpflichtigen sind außerdem anzuweisen, ihre Loosungsscheine mit zur Stelle zu bringen. Die zur Benrtheilung von Reclamationen in Betracht kommenden Personen haben ebenfalls zu erscheineu. Sollte eine Ladung nicht vollzogen werden können, so ist der Grund hiervon berichtlich anzuzeigen und ist, wenn ein Militärpflichtiger von seinem bisherigen Wohnorte weggezogen ist, zugleich anzugeben, wohin derselbe verzogen ist. Die Großherzoglichen Bürgermeister haben bei dem Ober-Ersatz-Geschäste selbst anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, daß die Militärpflichtigen rechtzeitig zur Stelle sind. 2k 3k IV * -2LLL teber, MU/ B. 73. hrichl, daß ich von hck ^'in V, ■ z-Ä Nachdem der Deutsche Schulverein seine „Offene Antwort" auf die im ungarischen Abgeordnetenhaus lautgewordenen Angriffe veröffentlicht hat, ist in Ungarn eine Anzahl von Volksverjammlungen gegen den Verein veranstaltet, deren Protokolle und Resolutionen, 31 an der Zahl, demselben zugestellt sind. Auch die Zeitungen haben darüber berichtet. Auf den Verein konnten nun freilich diese Reden und Beschlüsse um so weniger Eindruck machen, da ihm die von Pesth ausgehende Agitation schon vorher bekannt geworden war, so wie er auch über die angewendeten Mittel unterrichtet war, und erfuhr, wie schwer in manchen Fällen die Ausführung geworden, wie der Versuch in noch anderen gescheitert, ja daß sogar eine Resolution einer Versammlung veröffentlicht ist, welche gar nicht zur Beschlußfassung gekommen war. Weil aber doch Manche, welche. über die Sachlage nicht unterrichtet sind, irregeführt werden könnten, sehen wir uns veranlaßt, öffentlich zu erklären, daß nirgends auch nur ein Versuch gemacht worden ist, die offenkundig vorliegenden und von uns ausgesprochenen Thatsachen zu widerlegen, wie es denn auch vollkommen unmöglich ist. Es werden vielmehr dem Vereine Absichten und Behauptungen unterlegt, welche ihm ganz fremd sind. Es wird Verwahrung eingelegt gegen seine Unterstützung und Hilfe. Diese aber wird Niemand aufgedrängt, und mit denjenigen, welche mit der Vertilgung der deutschen Schulen, mit der Verdrängung der deutschen Sprache aus der Verwaltung und Rechtspflege, selbst aus den Verhandlungen der Gemeindebehörden deutscher Ortschaften ganz einverstanden und zufrieden sind, und ihr vorgebliches Deutschthum nur deshalb hier geltend machen, um es in demselben Athem zu verleugnen, hat der Verein nichts zu schaffen. Er bietet nur seine Hilfe denen, welche sie wünschen, gerade so wie auch die Magyaren ihre Landsleute im Auslande zur Aufrechterhaltung ihrer Nationalität unterstützen. Wie fern ihm eine feindselige Absicht gegen das ungarische oder irgend ein anderes Staatswesen liegt, geht aus seinen Statuten und aus der in der „Offenen Antwort" enthaltenen unzweideutigen Erklärung vollkommen genügend hervor. Der Verein hat daher auch die lebhafteste Anerkennung gefunden in großen öffentlichen Versammlungen der Siebenbürger Sachsen. Dieje, welche in vielen der oben erwähnten Schriftstücke ohne allen Nachweis als vaterlands- seindliche Anstifter der ganzen Bewegung beschimpft werden, haben m nachdrücklichster Weise zugleich betont, daß ihnen eine solche Gesinnung völlig fremd i|t, und daß man sehr wohl ein patriotischer ungarischer Staatsbürger jein und bleiben kann, während man das unveräußerliche Recht femes Volksthums mit allen gesetzlichen Mitteln zu vertheidigen bestrebt ist. Der Deutsche Schulverein — dem auf Grund zahlreicher Zuschriften sehr wohl bekannt ist, daß auch in Ungarn dieselbe Gesinnung vorhanden und verbreitet ist, üch aber öffentlich zu äußern nicht wagen darf - wird sich in ,einer Thatigkeit nicht beirren lassen, sondern dieselbe unverändert fortsetzen. _ Die Commission zur Vorberathung des Unfall- und Krankenkassen- Gesetzentwurfs hat heute die §§10, H und 12 der Vorlage erledigt und damit die Berathungen über die Bestimmungen, bett, die Gemeinde-Krankenkassen, beendet Ueber den Verlauf der Verhandlungen hören wir Folgendes: -rheintW^ . iiM’ftiefdn a Mbit .Mit uni)* e nicht auf mch ME an««1 wlwMVÄclt RiM jCrwH ebaiiM richlung zur Anfertig; •hlun» und machen iW uif unser , wir, seilber’ ' Kübeln, Stvbr ^z-nden Artikrln r, \eneel, itit Eisengikßkm, Bekanntmachung. In Gemäßheit des § 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiermit nachstehende Durchschnittsmarktpreise vom Monat Mai 1882 veröffentlicht: Hafer 17, Heu 6,80, Stroh Jl. 6,20 per 100 Kilogramm. Gießen, den 8. Juni 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ______________________________________________________Dr. Boek mann. Betreffend: Das Ober-Ersatz-Geschäst für 1882. Bekanntmachung. Das Ober-Ersatz-Geschäft für 1882 wird im Kreise Gießen Zu § 10 war von liberaler Seite ein Antrag eingebracht, wodurch die Maxi- malleismng der Versicherten auf 2 pCt. fixirt werden sollte. Nach längerer Debatte wurde der Antrag indeß mit geringer Majorität abgelehnt — auch Lenzmann (Fortschrittspartei) stimmte dagegen — und der Paragraph in der Fassung der Vorlage mit einer Abänderung Gutfleisch-Paasche, daß etwaige Ueber- schüsse zur Herabsetzung auf den Minimalbeitrag von l1/? pCt., die dann noch verbleibenden Ueberschüsse aber zur Erhöhung der Leistungen der Kassen verwendet werden sollen, angenommen. Als § 10a wurde ein Antrag des Dr. Buhl angenommen, nach welchem die Mitglieder der Gemeinde-Krankenkassen, auch wenn sie die die Versicherung begründende Arbeitsstelle verloren haben, durch weitere Zahlung von Beiträgen Mitglieder der Kasse bleiben können, so lange sie ihren bisherige:: Aufenthaltsort nicht ändern; auch sollen ihnen die Beiträge bei unverschuldeter Erwerbslosigkeit | auf längstens 6 Wochen gestundet werden. § 11 betrifft die Frage, in welcher Weise die leistungsunfähigen kleinen Gemeinden zu größeren Verbänden vereinigt werden können. Von liberaler Seite wurde geltend gemacht, daß die in der Regierungs-Vorlage vorgesehene Anordnung durch die höhere Verwaltungsbehörde einen Eingriff in die Gemeinde- Autonomie bedeute. Nach längerer Debatte wurde unter Zustimmung des Negierungsvertreters ein Antrag Lenzmann angenommen, der den Zwang zur Verbindung einzelner Gemeinden zuläßt, wenn die Beiträge der Versicherten über 2 pCt. betragen, nebst einem Zusatzantrag von Wendt, nach welchem die Vereinigung eintreten muß, wenn sich in einer Gemeinde mindestens 50 Versicherte finden. § 12 wurde mit einem Zusatzantrage Meyer angenommen, der bestimmt, daß die nothwendige Erhöhung der Unterstützung oder Ermäßigung der Beiträge bis zum Ablauf eines Jahres nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes herbeigeführt werden muß. Die Commission vertagte sich hierauf bis zum Freitag Vorniittags 10 Uhr. — Der „Köln. Ztg." wird gemeldet: Heute Vormittag ist nun endlich die Feststellung des Berichts über die Verhandlungen der Tabakmonopol-Commission zum Abschluß gebracht worden. Der ganze Vorgang dieser Berichtsverlesung ist so eigenartig, daß man fast sagen kann, er sei ohne Beispiel in unserer parlamentarischen Geschichte. Die Feststellung eines Commissionsberichts ist ui der Regel nur ein formeller Act; selten oder nie wird tendenziöse Berichterstattung vorausgesetzt oder von einer oder der andern Seite eine Berichtigung verlangt, welche die Grenzen einer redactionellen Aenderung überschritte. Im gegenwärtigen Falle handelte es sich um die augenscheinlich nicht zu befriedigenden Wünsche des Regierungs-Commissars Unterstaatssecretär v. Mayr. Man sah sich genöthigt, die Verlesung des Berichts von vorgestern aus gestern zu vertagen, und auch eine gestern Abend abgehaltene vierstündige Sitzung reichte nicht hin; man mußte sich heute Vormittag noch einmal mit dem Bericht beschäftigen. So erregte Commissions-Sitzungen wie die von gestern Abend wissen sich die ältesten Parlamentarier nicht zu erinnern. Herr v. Mayr warf dem Referenten Verschleierung von Thatsachen vor; der letztere und seine Freunde gaben diesen Ton mit andern Vorwürfen zurück. Der Staatssekretär Scholz fühlte sich wiederum davon in seiner Eigenschaft als Vertreter der Regierung so verletzt, daß er sich anschickte, die Sitzung zu verlassen. Die vermittelnde Haltung des Vorsitzenden v. Benda wußte ihn daran zu verhindern. Stach vielem Hin- und Herreden gelang es dann endlich heute, den Bericht abzuschließen. Es werden darin einige Erklärungen des Herrn v. Mayr ausgenommen, andererseits aber auch die dazu gehörigen Erwiderungen von Seiten der Mitglieder der Commission. Heute Abend oder morgen früh wird man den Bericht vertheilen. Die Absicht, schon Freitag die zweite Lesung des Tabakmonopols zu beginnen, war durch Rücksicht auf den, wie man hört, nur kurz bemessenen Aufenthalt des Fürsten Bismarck in Berlin entstanden, erweist sich indessen den bestehenden Thatsachen gegenüber als unausführbar, da die geschäftsordnungsmäßigen Fristen nicht mehr innezuhalten sind. Voraussichtlich wird die zweite Lesung nun am Montag beginnen. — Die Straßburger Tabakmanusactur hatte den Inhaber ihrer Ver- kaussstelle in Münster auf Erfüllung des zwischen beiden Theilen abgeschlossenen Vertrages verklagt. Letzterer wollte des Vertrags entbunden sein und beschwerte sich erfolglos bei allen Behörden; zuletzt wandte er sich an die Gnade des Kaisers. Se. Majestät hat nun verfügt, es liege in der Billigkeit, daß die Manufactur ihre Abnehmer von den Verträgen entbinde, falls diese sie nicht erfüllen könnten. Die Manufactur hat demgemäß die gerichtliche Klage zurückziehen müssen. Breslau, 7. Juni. In einer von gegen 2000 Personen besuchten Volksversammlung, in welcher der österreichische Rerchsraths-Abgeordnete Ritter v. Schönerer über „die gemetnb men wirthschaftltchen Interessen Deutschlands und Oesterreichs und die aus denselben sich ergebenden Wünsche" sprach, wurde folgende Resolution angenommen: Die heutige Versammlung erblickt in dem bestehenden innigen, von dem deutschen Volke im Süden und Norden freudigst begrüßten Bündnisse zwischen Oesterreich und dem deutschen Reiche die sicherste Gewähr für die Aufrechterhaltung bt§ Friedens und für die Machtstellung der beiden Reiche. Wir erwarten mit Zuversicht, daß das Bewußtsem der nationalen Zusammengehörigkeit aller Deutschen, wo immer sie wohnen, entschiedener zum Durchbruche gelange. Wir hoffen, daß die tn den beiden Reichen nothwendig.m wirthschaftlichen und socialen Reformen in Ueberein- sttmmung und nach gleichen Gesichtspunkten durchgeführt werden. Wir erblicken endlich den mächtigsten Hebel zur Förderung des materiellen Wohlbefindens der Bewohner beider Reiche in der wirthschaftl'chen Einigung derselben; wir würden es daher freudigst begrüßen, wenn nationalgesinnte, patriotische Männer sich zusammenfänden, um für den Herbst dieses Jahres die Veranstaltung eines Wirthschaftstages tn Breslau in's Auge zu fassen, welcher sich mit der Berothung der heute angeregten wichtigen Fragen eingehend zu beschäftigen hätte. Rußland. Petersburg, 7. Juni. Rach einem Telegramm des „Golos" aus Baku brach gestern in einem Naphta-Lagerraum am Hasen Feuer aus, das durch den Wind weiter verbreitet wurde. Es sind viele Lager abgebrannt und das Feuer dauert noch fort. ______________________________________ Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Corresponderrr-Bureau. (Kisenach, 8. Juni. Die hier tagende deutsch-evangelische Kirchen- Conferenz ist von 19 deutschen Staaten und von Oesterreich beschickt. Der Oberhofprediger Kohlschütter zu Dresden wurde zum Präsidenten gewählt. Paris, 8. Juni. Die Zeitungen veröffentlichen heute einen Aufruf des französischen Comlle's zu Gunsten der aus Rußland ausgewanderten Juden. Das Comite steht unter dem Vorsitze Victor Hugo's und zählt unter seinen Mitgliedern Gambetta, Duclerc, Laboulaye, Lesseps, Remusat, Renou, Jules Simon u. A. Wie der „Gaulois" meldet, hat der Cardinal-Erzbischof von Paris 1UOO Fr cs. beigestcuert. Ätaddasena, 8. Juni. Vormittags 10 Uhr wurde das Zimmer, in welchem die Leiche Garibaldi's aufgebahrt ist, für den allgemeinen Besuch eröffnet. Die Leiche ist in die traditionelle Kleidung gehüllt und ruht aus einem mit Blumen und Kränzen bedeckten Bett. Um halb 3 Uhr Nachmittags sind der Herzog von Genua, als Vertreter des Königs, und die Deputationen des Parlaments und der Regierung hier eingetroffen. Wie es heißt, werden bei dem Trauerakte ein Senator, Farini, Zanardelli, Crispi und ein Vertreter der Arbeiter sprechen. Maddalena, 8. Juni. Stach dem nunmehr feststehenden Programm sind die Leichenfeierlichkeiten auf 3 Uhr Nachmittags festgesetzt. Eine Militär- abtheilung mit Fahne und Musik wird den Zug eröffnen, alsdann folgt der Sarg, welchem der Herzog von Genua, die Vertreter der Regierung und des Parlaments, der Armee und Marine, des Civil- und militärischen Hofstaats des Königs, der Bürgermeister von Maddalena und die Vertreter der Presse sich anschließen werden. Der Sarg wird von ehemaligen Freiwilligen des Unabhängigkeitskrieges geleitet werden. Petersburg, 8. Juni. Das „Journal de St. Pötersbourg" meldet: Kaiser Alexander III. ist eingeladen worden, eine Pathenstelle bei dem neugeborenen Sohne des Prinzen Wilhelm von Preußen zu übernehmen; um dieser Einladung zu entsprechen, wird sich Großfürst Sergius Alexandrowitsch nach Berlin begeben und den Kaiser dort vertreten. — Dasselbe Journal schreibt, der Artikel der „Times", in welchem England aufgefordert wird, die Leitung der Verhandlungen bezüglich Egyptens zu übernehmen, erinnere an die Politik Beaconfield's. Man könne die Antwort der Pariser Presse hieraus abwarten. Uebrigens werde die Frage heute nicht mehr unter den Westmächten allein verhandelt und eine Polemik ihrer Journale würde nur aufs Neue beweisen, daß England und Frankreich weise daran gethan haben, aus ein lete-ä-tele in der egyptischen Frage $u verzichten. Konstantinopel, 8. Juni. (Meldung der „Agence Havas"). Der Minister des Äeußern erklärte den Botschaftern Frankreichs und Englands, die Pforte werde an der Conferenz theilnehmen, wenn die Mission Derwisch Paschas scheitern sollte. Alexandrien, 8. Juni. Derwisch Pascha ist heute früh nach dem Wallfahrtsorte Tantah abgereist, um an dem Grabe des von der egyptischen Bevölkerung besonders verehrten Heiligen Seyyid Ahmed el-Bedawi zu beten. Von dort wird er seine Reise nach Kairo fortsetzen, wo er Mittags 1 Uhr ein- treffen wird. Am Nachmittag wird er von dem Khedive in Audienz empfangen werden. Vermischtes. — Bei der Tauffeier drs Urenkels unseres Kaisers werden zwei Kaiserinnen und drei Kaiser, wenn auch nicht sämmtlich tn Person, so doch unter Stellvertretung als Pathen fungiren. Außer der Kaiserin von Indien und Königin von England und unserem Kalscrpaare find nämlich als Taufpathen geladen worden Kaiser Alexander HI. von Rußland und Kaiser Franz Josef II. von Oesterreich, welch Letzterer, wie schon erwähnt, durch den Kronpiinzeu Rudolf vertreten fein wird. Die Nachricht, das Fürst Bismarck als Taufpathe geladen sei, wird unter der Begründung demcntirt, daß der Reichskanzler, selbst wenn man das feststehende Hof Ceremon>ell zu seinen Gunsten hätte umgehen wollen, auf Grund des deutschen Staatsrechtes von der Palhenschast ausgeschlossen ist. Der Pathe muß nämlich ebenbürtig sein, d. h. aus hohem Adel stammen. Der hohe Adel kann staatsrechtlich nicht verliehen werden. Man versteht unter demselben souveräne Fürsten und Fürstinnen und ihre Angehörigen und die ehe- malen reichsunmfitelbaren Herren. Fürst Bismarck gehört aber seinem Ursprünge nach zum niederen Adel, denn die BiSmarcks sind nie in alter Zeit souverän gewesen. Dadurch, daß er gefürstet worden, ist er dem hohen Adel noch nicht zugehörig; er rangtrt vielmehr nach der Hof-Rangordnung hinter allen eh mals reichsunmittelbaren Herren, z. B. den Solms, Stolbergs, Fürsten von Bentils u s. w. — Schließlich sei noch erwähnt, daß auch Herr Professor Esmarch in Kiel, als Oheim der Pinzessin Wilhelm, eine Einladung erhalten hat, den Tauffeterlichkeiten als Gast beizuwohnen. — Im Hinblick auf die vielen Ausbeutungen, welchen eine große Zahl der armen epileptischen Kranken durch den Geheimmittelschwindel ausgesetzt ist und in der Absicht, dieselben den Gesundheit und Geldbeutel auf gleiche Weise schädigenden Händen der Curpfuscher zu entreißen, hat sich der Vorstand her Colonie für Epileptische, Bethel, bet Bielefeld in Westfalen, in welcher Anstalt seit länger als 15 Jahre.i Tausende und augenblicklich mehr als 500 Kranke behandelt werden, bereit erklärt, allen darum Nachsuchenden kostenlos dasjenige Heilverfahren mttzutheilen, welches sich in dieser Anstalt als das beste bewährt hat. Berlin, 6. Juni. Das Verzeichniß der Berliner Studenten im Sommerhalbjahr 1882 bezeugt eine fortwährende Zunahme des Besuchs. Es ist das besuchteste Sommersemester, das Berlin erlebt hat. Am ansehnlichsten ist die Zunahme in der Theologie; hier ist gegen den vorigen Sommer ein Zuwachs von 121, bei den Medicmern von 77. Im Ganzen zählen wir 385 Theologen, 1063 Juristen, 653 Medictner, 1799 Philosophen. Die Gesammtsumme beträgt 3900 (191 mehr als vorigen Sommer) Dazu kommen noch 776, welche als Schüler der Academie der Künste, der technischen Hochschule zum Hören von Vorlesungen berechtigt sind, gegen 227 Angehörige der Militärbildungsanstalten und über 100, welche vom Rector einen Erlaubnißschein erhalten, Vorlesungen zu hören, das heißt, welche in Civil ober Militär angestellt sind und deshalb nicht immatriculirt werden können. Bei dieser dauernden Steigerung des Besuchs reichen alle Räumlichkeiten nicht aus und es sollen jetzt im Hofe der geburts- hülflichen Klinik, welche zum Winter geräumt wird, ein paar neue große Hörsäle gebaut werden. Im Personal der Univeisitätslchrer ist die Lücke, welche Lotzes Tod gerissen hat, am schwersten auszufüllen. Nie hat man so deutlich die Unmöglichkeit empfunden, einen Ersatz zu schaffen und mutz sich begnügen, nur die Richtung festzuhalten, die Richtung auf die naturwissenschaftliche Seite, welche durch Harms und tn hervorragender Weise durch Lotze vertreten war. — Ueber das Hagelwetter im sächsischen Erzgebirge geht dem „L- Tgbl" aus Scharfenstein vom 31. Mat noch folgender Bericht zu: Heute Morgen konnte ich nur von dem berichten, was in Scharfenstein selbst vor sich gegangen war. Man wußte wohl, daß außer unserem Orte auch unsere Nachbardörfer von dem Wolkenbruche mit heimgesucht worden waren, aber man ahnte nicht im entferntesten die Größe dieses Unglücks. Bald jedoch langten Unglücksnachrichten über Unglücksnachrichten an. Was ist aus den noch gestern so blühenden Dörfern Gelenau und Drebach über Nacht geworden? Ein Trümmer- und Steinhaufe! Wo man hinblickt, sieht man zerstörte Häuser, verwüstete Gärten und Felder, hinweggerissene Brücken. Von den vielen Brücken in Gelenau und Drebach sind insgesammt kaum noch drei vorhanden und auch diese in einem sehr schlechten Zustande. Die Straßen sind zerrissen, oft ganz unpassirbar, auch die vor Kurzem erst fertiggestellte schöne Straße von Drebach nach Scharfenstetn ist zum großen Theile zerstört Das Schlimmste aber ist, daß eine große Anzahl Menschenleben bei dem Unglück ihren Untergang fanden. In Drebach wurde ein sechsjähriges Mädchen, Tochter des Kalkarbetters Bauer, von der Flutwelle erfaßt, der Vater vermag jedoch die Kleine noch auf das Trockene zu bringen — da thut er selber einen Fehltritt und stürzt auf Nimmerwiedersehen in die Wellen. Der Müller Dost eilte mit seinen beiden Dtenftleuten Grohmann und Wagner in die Scheune, um das dort befindliche Vieh zu retten. Als sie kaum dort angekommeii, erreichen die Fluthen die Lcheune, das morsche Gebäude bricht zusammen und alle drei finden ihren Tod. Grohmann fand man heute früh eine halbe Stunde von der Unglücksstätte entsetzlich entstellt wieder, Dost und Wagner wurden soeben in der Zschopau bet W'llisch- thal, eine Stunde von der Drebacher Mühle entfernt, aufgefunden. In Gelenau verunglückten zehn Personen, darunter fünf junge Leute, welche von einer Feuerwehr- tce Havas"). Der und Englands, die n Derwisch Paschas ute fch nach dem ’on der qßptifäa -Bedaivi zu beten. littags 1 Uhr ein- Menz empsanM blr.®N0|y. ^8*er, in ,71 einem mit ft» her ,tl0lleii bei ,'°«ben bei?« taeter der * P-°s-°» »it«, SS folgt der ?*®9 uiib öes ««ter der Presse bei!«* tc*rg" meldete e w dem nenae- *en; um dieser Mdrowitsch nach ' Journal schreibt, ^ad, die Leitung an die Politik heraus abwarten. Echten allein Der* Rwe beweisen, daß lele-ä-iele in der zwei KaiittiMN und r Stellvertretung ats nn von England und 1 Mer Alexander M. i iebttrer, nie febon • $ad)rid)t, das M/t । bemcntirt, daß der l ju feinen Eunsterr on der PalheniüM b. aus W® % btzrrr. Mw versteht hox\yxv und bu ehe- rmar Ursprünge nach lüerän g'-wesem 7- maehöng; er ranglrt unnnttelbaren Herren, - Slhlicßt'ch f« >-rPiuzessmAW, zUlvohnen- «s, -SSL &SS fift*"* -,-ssS, ”*ä‘£ Sä*'2 in #227 einen Äjtfiib uernb®,'»,, gtburß5 ft fÄ* : btm nur ^0enJ°^an lvu^ rittn»« ®r7n N KZZ >' 8«” “„nbeu* KK )0 n Auseinandersetzungen eine Ohrfeige applicirte, worauf der Lieutenant mit se nem Stocke kräftigst erwiderte. Eine Forderung war die Folge. Bet einem auf Donnerstag Abmd angesetzten Rencontre verfehlten sich die Gegner, es wurde daher ein neues Zusammentreffen auf gestern angesetzt. Beide Parteien waren rechtzeitig zur Stell«'. Jansen, welcher den ersten Schuß hatte, traf seinen Gegner leicht am Kopfe, worauf der Limtenant ihn durch einen Schuß ins Herz zu Boden streckte. Jansen war sofort eine Leiche; er hinterläßt Frau und Kinder. Halle, 29. Mai. Der Professor W. aus B. kam mit seiner Gattin nach Halle und reiste von hier weiter, vergaß aber in Halle seinen Reisesack mitzunehmen. Die Frau Professorin stieg deshalb in Naumburg aus, um nach Halle telegraphircn zu lassen, daß der Reisesack nach Gotha geschickt werde; sie batte sich aber wahrscheinlich zu lange aufgehalten und der Zug ging ohne sie ab. Deshalb stieg nun der Professor in Apolda aus, um sofort mit dem nächsten Zug die Gattin wieder zu treffen. Als er nicht wieder im Waggon erschien, bemerkten die anderen Passagiere, daß der Professor seinen Paletot und seine Hutschachtel habe liegen lassen und gaben die Effecten mit der Adresse auf dem Bahnhofe in Gotha ab. So befanden sich nun der Paletot und die Hutschachtel in Gotha, der Professor in Apolda, die Frau Professorin in Naumburg und der Reisesack in Halle. — (In Kreide-Maniers Ein Vater besuchte zu München seinen Sohn, der sich daselbst auf der Akademie zum Maler bildete. Als der Papa mehrere Oelgemälde und Bleistiftzeichnungen gesehen, die sein Herr Sohn gefertigt, war er damit sehr zufrieden. „Jetzt, lieber Vater", begann der Sohn, „sollen Sie auch sehen, was ich in Kreide geliefert habe, kommen Sie nur mit in die Unterstube" — „Hast Du denn auch da ein Atelier?" — „Freilich! Da sitze ich oft stundenlang, kommen Sie nur mit, es wird Ihnen gefallen." Beide gingen herunter, der Sohn öffnet die Thür und — sie befinden sich in einer Bierstube. Nachdem Vater und Sohn etliche Seidel getrunken, nimmt der Maler seinen Vater bei der Hand und sagt: „Jetzt will ich Ihnen zeigen, was ich in Kreide geliefert habe." Er öffnet die schwarze Tafel am Schänkschranke und da steht: „Herr Zachelhuber 16 Gulden 13 Kreuzer." Der Alte macbte zwar anfänglich ein schiefes Gesicht, bezahlte aber dann die Schuld und sprach: „Male Du -künftig mehr in Oel, diese Kreidemanier will mir doch nicht so recht gefallen." — sSchnellphotographie.) Nach einem an die französische Academie der Wissenschaften erstatteten Bericht ist es einem Photographen Namens Marcy gelungen, den Flug der Vögel zu photographiren, eine Leistung, welche die des Herrn Muybridge in San Francisco — derselbe photographirte hauptsächlich galoppirende Pferde — wesentlich übertrifft. Der dazu benutzte Revolver-Apparat hat die Gestalt eines Jagdgewehrs und nimmt in einer Secunde zwölf Bilder auf, wobei die meiste ßeit für die Veränderung der Stellung des Apparats verbraucht wird, da die Aufnahme selbst bet trübem Wetter Vtco, bei Sonnenschein gar nur Visoo Secunde beansprucht. Bringt man nun die Aufnahmen in einen geeigneten optischen Apparat, so hat man ein getreues Bild von den Bewegungen der Flügel während des Fluges. — Die Förderer der Luftschifffahrt erhoffen von dem Studium der Flugbewegungen sehr viel und meinen, es dürfte das Problem des lenkbaren Luftschiffes erst in Folge dieses Studiums einer befriedigenden Lösung entgegengeführt werden können. Eingesandt. Der Frauenverein für Armen- und Krankenpflege dahier ist naturgemäß kein specifisch evangelisch-christlicher; er läßt seine werkthätige Hilfe auch Nicht- evangelischen angedeih n. Und nicht mehr als billig; denn er empfängt auch von Nichtevangelischen reiche Geldunterstützungen. Wie kommt es nun, und ist es nicht auffallend, daß unter den 21 Damen, die den Vereinsvorstand bilden, consequent immer nur evangelisch-christliche sich befinden? 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine •der mehre Zeitungon verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von HA AS ENSTE I]V * VOGLER in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. E v a n g e l i s ch e Gemeinde. Gottesdienst: Sonntag den 11. Juni (1. nach Trinitatis). Vormittags 9*/r Uhr: Reallehrer Schwabe. (Katechismuslehre für die confirmirte weibliche Jugend.) Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Sonntag den 18. Juni werden wegen des Jahresfestes der Kirchengesangvereine die Gottesdienste Vormittags 8 Uhr in der Hospitalkirche und Vormittags 9Vr Uhr in der Friedhofskapelle gehalten werden. Die Pfarr g e sch äste in der Woche vom 11. bis 17. Juni besorgt Pfarrer Dingeldey. (Wohnung Ludwigsplatz 1695.) Katholische Gemeinde. Sonntag in der Octave von Frohnleichnam. Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. V2IO Uhr: Sacramentalisches Amt und Predigt (Pfarrer Rady). 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 7>, 4 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 9>o. ____________________ Wafferwärme der Lahn. Am 9. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 15V? R-, Luftwärme + 12» R L- Ehr. Rübsamen. Lieferung. Donnerstag den 18. dS. M., Vormittags 10 Uhr, werden dahier zur Lieferung für 1882/83 500 Kilo Hammelwolle öffentlich versteigert und mnlO'/^UHr 700 Kilo frische Butter im Submissionsweg vergeben, und sind die Offerten bis zu diesem Termin versiegelt bei der Direction einzureichen. Die Lieferungsbedingungen liegen bei hiesiger Kasse zur Einsicht offen; auch können solche gegen Erstattung der Copialien daselbst bezogen werden. 3941 Marienschloß, den 3. Juni 1882. Großh. Landeszirchthaus-Direction. Heugras-Perlteigerung in der Oberförstern Schiffenberg. Freitag den 16. I. Mts., Vormittags 9 Uhr, M das Heugras von den cameral- siscalischen Wiesen in den Gemarkungen Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn in dem Gemeindehaus zu Watzenborn versteigert werden. Gießen, den 9. Juni 1882. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. .3991 Geor gi. Holz-Versteigerung. Die Donnerstag den 8. ds. Mts. im Anneröder Gemeindewald abgehaltene Holzversteigerung ist nicht genehmigt und wird nächsten Dienstag 'den 13 ds. Mts, von Vormittags 9 Uhr an, nochmals versteigert: 18 Fichten-Derbstangen mit 1 Fstm. Inhalt, 4073 Fichten-Bohnenstangen. Die Zusammenkunft ist aus der »Grünbergerstraße bei der Gansenburg. Annerod, den 9. Juni 1882. Großh. Bürgermeisterei Annerod. ^988 Engelhardt. Dienstag den 13. ds. Mts., Nachmittags 3 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien der Friedrich Führer Wwe. r Flur 1 Nr. 265, 267a 267b, Hofraithe, Hofraum mit Scheuer auf dem Seltersweg, Nr. 259,6, 25 Mtr. Hofraum in der Löwengasse, Nr. 260, 169 Mtr. Hofraithe das. meistbietend freiwillig versteigert werden. Gießen, den 5. Juni 1882. Großherzogliches Ortsgericht. 3897 Lüdeking. Aeitzeöotenes. 3974 Ein Schreibsecretär und zwei tannene Bettladen, gut erhalten, billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. ds. Bl._______ 3851 Eine Anzahl gut ße- arbeitetet Sophas^ barunter ein Schlafdiv an, mit modernen, dauerhaften Stoffen bezogen, gebe äußerst billig ab. F. 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Die Concerte finden im Wenzel'schen Garten statt und wird der Anfang derselben durch den Gießener Anzeiger bekannt gemacht. Der Preis für die 6 Abonnements-Concerte beträgt: Familienbillets bis zu 4 Personen ä JL 7.— n n h $ n // // 0. Personenbillets......„ „ 2.40 Kassenpreis .......„ „ —.70 Die Liste circulirt und liegt außerdem noch an der Kaffe zum Abonniren bereit. Die Kapelle des 2. Großh. Hess. Inf.Keg. Ur. 116. 3909________________________Krauste, Kapellmeister.__ Einem verehrlichen Publikum zeige ich hiermit ergebenst an, daß ich eine große Retlsebem-Zieinigimgsmaschme neuester Construction mit Dampfbetrieb und Desinsectionsapparat in meiner jetzigen Wohnung — Rodheimerstraße bei Herrn Caspar Schomber — aufgestellt habe. Federbetten werden hierdurch nach neuestem Verfahren gründlich und auch vollständig von allen ansteckenden Krank- heitsstoffen gereinigt. Bestellungen beliebe man durch Postkarten an meine Adresse zu richten. Alle Aufträge werden auf das Prompteste besorgt. 3929 Karl Feldhaus, Tapezierer. Dem Geburtstagskind die herzlichste Gratulation zum S K 58. Wiegenfeste von den College» am Runden. 3819 § A Kriegerverein Gießen. Montag den 12. Juni, Abends ’/29 Uhr: Generalversammlung. Tagesordnung: 1) Antrag: Wieder-Eintritt in den Landesverband. 3994 2) Ergänzungswahl eines Vorstandsmitgliedes. Bier-Apparate ändere nach neuester Vorschrift zu den billigsten Preisen um. H. Schaflstaedt, Metallwaarenfabrik und Giesterei, 3870 Bahnhofstraße. Die Renten- uni) Lebens-Rersicher. Knstast zu Darmstadt Hal die Versicherung steigender Renten wieder ausgenommen. Einlagen zu der neuen Jahresgesellschaft können geleistet werden bei dem Agenten der Anstalt. Nähere Auskunft ertheilt 1424 jP/t. Mütter, Bahnhofstraße E. 92V10. Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause (Frankfurterstraße E. 41) aus statt. 3989 Todes-Anzeige. Verwandten und Freunden' hiermit die traurige Nachricht, daß unsere gute Gattin, Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Louise Keil, geb. Schmidt, gestern Morgen um 2 Uhr nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist. Wir bitten um stille Theilnahme. Gießen und Ass en heim, den 9. Juni 1882. Die trauernden Hinterbliebenen. 3968 Ein möbl. Zimmer mit oder ohne Kost zu vermiethen. Seltersweg C. 61. 3980 Eine inmitten der Stadt gelegene Scheuer, welche sich auch als Lagerraunr eignet, per 1. Juli zu vermiethen. __Will). Krämer. 2461 Ein kleines Familienlogis zu Der- miethen. Rothenberger, Kaplansgasse, 3423 Kleines Familienlogis zu ocr? miethen bei E. Harms im „Schützenhof"^ 3509 Laden mit Wohnung zu vermiethen^ Ehr. Zimmer, Bahnhofstraße. Wermischte Anzeigen. 3984 Ein mit den knufm. schriftlichen Arbeiten vertrauter junger Mann sucht Beschäftigung für seine freien Stunden- Adr.^niederzulegen in der Exped. ds. Bl. 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Ems'Eoblenr 5”, 6", 822*, 12, l33, 4«, 78*, T° (geht nur bis Diez). Deutz 6*’, 12, 454. Fulda 730, H50, 731. Alsfeld 73°, Uso, 500, 734. Gelnhausen 820, 1210, 440. Nidda 820, 12’0, 440, ftw. Ankunft in Gießen von: Frankfurt 1’2, 813, 93** 11", 246, 4» 72.5 836* 10 6 '2’2*. Marburg 63-, 73°. Caffel 223, 313*, 8"*, 1128, 428, #58*, 1129 Wetzlar 7” 94o, 1133, 12>8*, 420, 432, ß.-tk 832*, HA) 12*. GmS-(5oblenz 940,1133, 1258*, 420, «so 83-*, 12*. Deutz 1133, 43r, 1120. Fulda 8i°, 240, 429, 10. Gelnhausen 9-0, 331, 656 Nidda 636, 920, 331 6'-g. * bedeutet Schnellzug. Die fetten Ziffern die Nachtstunden. Verantwortliche Redaction: A. Scheu da. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. $.?v Nack nad) der Ansi Krankheiten v Genehmigung §1 . r nimmt, ist m Scharlach und lich Anzeige 31 §2 . $ Mahnern de Mgen. C jo % von den MtthÄng zr §3 . ; unthilnlich ist ^achtheile fit Anttag des injomeit diestl §4 . - und Diphthei § 5. Gi. 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