1882. Mittwoch den 10. Mai Nr. tos. nzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme be5 ■9 PreiK vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlo! n. Durch die Post bezogen merteljäürlich 2 Mark 50 P">. ' chulstraße B. 1^. Meßmer Betreffend: Die allgemeine Berufsstatistik vom 5. Juni 1882. Sieben, am 8. Mai 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen * an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Tie für die allgemeine Berufsstatistik nothwcndigen Formulare sind nunmehr an Sie abgesendet worden und es hat die Vertheilung derselben zu geschehen. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom II. April l. I. in Nr. 87 des Gießener Anzeigers weisen wer Sie an, nach erfolgter Erhebung die ausqefüllten Zählformulare, Controllisten und Gemeindebogen, geordnet nach Zählbezirken und Nummern , m gehöriger Verpackung^ an uns em,ulenden, und ,wai für Gemeinden von unter 2000 Einwohnern längstens bis zum 22. Juni, für größere Gemeinden längstens bis zum c>. ,suh l. ,j. Dr. Boekmann. Nr. 11 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 6. d. M., enthält: (Nr. 1469.) Verordnung, betreffend die Verwendung giftiger Farben. Vom 1. Mai 1882. Gießen, den 9. Mai 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Voekmann.___________________________________ Betreffend: Den Unterricht in den Fortbildungsschulen. Gießen, am 8. Mai 1882. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Conmüssion Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir sehen der Einsendung der noch rückständigen ^Berichte in rubr. Betreffs Gießener Anzeiger Nr. 83, innerhalb 8 Tagen entgegen. Dr. Boekmann. --— " ' ’ Gießen, den 8. Mai 1882. Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 10. September 1878 über den Schutz der in fremde Verpflegung gegebenen Kinder unter 6 Jahren. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosiherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises (mit Ausnahme von Gießen). Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß häufig die Anmeldungen über neu aufgenommene, oder aus einer Pflege in eine andere, übergegangene fremde Pflegkinder unter 6 Jahren erst lange nach der vorgefchriebenen Zeit dem Großherzoglichen Kreisgesundheitsamt Gießen gemacht werden, loroie auch daß vielfach die vorgefchriebenen Ueberwachungen dieser Kinder durch die Gemeinde- oder Armenärzte nicht stattfinden. Wir sehen uns deßhalb veranlaßt, Sie zur genauen Befolgung dieser Vorschriften aufzusorderu. Dr. Boekmann. ___ Politische Ueberstcht. Gießen, 9. Mai. Mit der ersten Berathung der Novelle zur Gewerbeordnung, in welche der Reichstag am vergangenen Freitag getreten ist, hat die Reichstags- Campagne eigentlich erst de facto ihren Anfang genommen. Die genannte Vorlage ändert eine ziemliche Reihe von Paragraphen der Gewerbeordnung in ihrem materiellen Inhalte ab. Die einschneidendsten Tiobificationen betreffen das Haufirgewerbe und den Geschäftsbetrieb der Handlungsreisenden, außerdem werden für eine Anzahl von Kleingewerben Bestimmungen getroffen, die theils eine wirkliche Concession, theils wenigstens die Beibringung von Prüfungszeugnissen für den Betrieb voraussetzen. Was die nächsten Dispositionen für den Reichstag anbelangt, so soll nach der vorläufigen Erledigung der Gewerbeordnungs-Novelle die Vorlage über die Abänderung des Zolltarifs und dann erst das Tabakmonopol zur ersten Lesung gelangen. Die Monopoldebatte wird wahrscheinlich erst am Freitag beginnen und erscheint das Resultat der ersten Berathung der Monopolvorlage, nämlich die Verweisung derselben an eine Com- mijsion, zweifellos, da hierfür die gelammte Rechte und der größte Theil des Centrums stimmen wollen. Die Beendigung der ersten Leiungen wird für den 16. oder 17. d. Akts, erwartet. Das preußische Abgeordnetenhaus nahm in seiner Sitzung vom 4. Mai die kirchenpolitifche Vorlage mit den vom Herrenhaule hierzu beschlossenen Abänderungen definitiv an. Dagegen stimmten die Nationalliberalen, die Secessio- nisten nnd die Fortschrittler, sowie ein Theil der Freiconservativen. Am Sonnabend trat das Haus in die zweite Berathung des Verwendungsgesetzes ein. Auch das Herrenhaus hielt am Sonnabend eine Sitzung ab, für welche die Nothstandsvorlage für Oberschlesien, die Vorlagen über die Secundärbahnen und über die Eisenbahnräthe, sowie Petitionen ans der Tagesordnung standen. Die Neubesetzung des österreichischen Reichs-Finanzministeriums scheint auf große Schwierigkeiten zu stoßen, da sie bis Dato noch immer nicht erfolgt ist. Als gewiß darf aber angenommen werden, daß ein Ungar Herrn v. Szlavi) ablösen wird, denn wenn der Kaiser hierzu einen Nicht- Ungarn berufen würde, so würde sicherlich jenseits der Leitha der größte Lärm ob dieser „Zurücksetzung" geschlagen werden. — Aus der Crivoscie werden noch immer kleine Zusammenstöße mit den Insurgenten gemeldet, doch sind dieselben von keiner großen Bedeutung. Die Verhandlungen der französischen Kammern sind seit deren Wiederzusammentritt bis jetzt in größter Ruhe verlaufen. Daß es zu recht lebhaften Scenen kommen wird, ist jedoch nicht zu bezweifeln dafür werden schon die Gambettisten sorgen. Vorläufig scheint es, als ob dieselben den günstigsten Zeitpunkt zu einem Angriff auf das Cabinet Freycinet abwarten wollen, wozu die bisherigen Verhandlungen allerdings nnr wenig geeignet waren. ®er i?bite schöne Phönix-Park in der „Stadt an der Hürden- furt", der prächtige Wohnsitz der Lord-Statthalter Englands in Irland, ist am Samstag der Schauplatz einer Mordthat gewesen, wie die Geschichte von Dublin in diesem Jahrhundert keine zweite aufzuweisen hat. Lord Frederik Charles Cavendish, der zweite Sohn des Herzogs von Devonshire und mithin der Bruder des gegenwärtigen Ministers für indische Angelegenheiten, Marquis v. Har- tington, und Thomas Bourke sind ermordet worden, unmittelbar nachdem sie den Boden Irlands betreten hatten. Der neue Lord-Statthalter Earl Spencer war mit Gefolge und in Begleitung des neu ernannten Staatssecretärs Cavendish, sowie des Unterstaatssecretärs Bourke am Freitag Abend 8 Uhr 25 Min. von London abgereist. Die Ueberfahrt erfolgte in der frühesten Morgenzeit am Samstag mittelst des Holyhead and Kingstown-Paket-Dampfbootes, auf welchem der Vicekönig bis 11 Uhr 30 Min. verweilte, um dann im Ertra- iuge die kurze Strecke von Kingstown bis Dublin Castle zurückzulegen. Gegen Mittag holte ihn eine Abteilung königlicher Dragoner festlich ein und geleitete ihn zur Burg, wo er in der üblichen Weise den Eid leistete, um dann nach seinem Amtswohnsitze im Phönix-Park zu fahren, woselbst auch die Amtswohnungen seiner Regierungsbehörden sind. Als die Zeremonien des Tages erledigt waren, machten Cavendish und Bourke noch einen Spaziergang durch den Park. Unterwegs kam, wie ein Telegramm von Sonntag früh meldet, ein Wagen an ihnen vorübergefahren. Plötzlich hielt der Wagen. Zwei Männer sprangen ab, griffen die beiden Staatsmänner an und brachten denselben mehrere Stiche in der Brust- und Halsgegend bei. Es scheint eine verzweifelte Gegenwehr stattgefunden zu haben. Allein die Mordbuben brachten ihre Opfer zu Fall und entflohen. Die Leichen wurden, fürchterlich verstümmelt, am späten Abend noch aufgefunden. Ihr Blut hatte den Platz der schauderhaften That rings getränkt und geröthet. Dies ist die Antwort Irlands auf die Wandlung in der inichen Politik der Gladstone'schen Regierung. Vielleicht war es „Capitän Mondichenff in Person, der solche Antwort gegeben. Im Haag ist unter dem Vorsitze des niederlandffchen Minister^ des Aenßern, v. Rochnssen, in voriger Woche eine Commission, bestehend ans den Vertretern der Niederlande, Belgiens, Frankreichs, Deutschlands, Englands, Dänemarks und Schwedens zusammengetreten, behufs Abschlusses der im October v. Js. projectirten Convention über die Regelung der ilcordf^-Nffcherei. Die Unterzeichnung der Convention findet voraussichtlich in einigen -tagen statt. Im Fürstenthum Bulgarien droht eine ernste Krisis auszubrechen. Die Mißstimmung gegen Fürst Alexander ist im Wachsen begriffen und eine starke Partei strebt nur schlechtverhüllt nach der Abletzung dessen., Es wird sogar nicht für unmöglich gehalten, daß Fürst Alexander von der Reise, welche er gegemvärtig nach Wien, Petersburg und Berlin unternommen hat, gar nicht wieder nach Bulgarien zurückkehren werde. Die ernste Lage in Egypten ist durch einen Zwischenfall noch verwickelter geworden. Wie aus Kairo unterm 4. d. Alts, gemeldet wird, hat der angebliche Prophet Molidi die egyptischen Truppen neuerdings geschlagen und sich der Stadt Senaar bemächtigt. Derselbe marschirt gegen Kartonn, die Hauptstadt von Soudan (Ober-Egypten), welche ohne Vertheidiguilg ist. Dar- fonr und Cordosan befinden sich in vollem Aufstande. Falls sich diese Meldun- gen bewahrheiten, so hat die Herrlichkeit Tewfik Paschas einen neuen Stoß erhalten und der Gedanke einer eventuellen türkischen Intervention in Egypten verdient unter solchen Uinständen ernstlich in's Auge gefaßt zu werden. Deutschland. Berlin, 7- Mai. Die „K. Z" schreibt: „Gestern Abend kurz vor 10 Uhr ergrünte dem kräftigen Stamme des hohenzollcrnschen Kaiser- und Königshauses em neues Reis: Prinz Wilhelm ist Vater eines Sohnes geworden. Unserm Kaiser Wilhelm ward also die Freude, seine Thronfolger bis ins vierte Geschlecht zu erblicken. Ein eiiizig dastehendes Ereignitz. Auf dem Throne ein Greis in voller Rüstigkeit des Geistes wie des Körpers, ihm zur Seite ein Sohn in edelster und strahlendster Manneskraft, dessen Sohn wiederum gleich dem Vater mit dem ganzen geistigen Rüstzeug der Gebildeten seiner Nation ausgestattet und nunmehr gleichfalls Vater eines künftigen Thronerben geworden ist. Fürwahr: ein ganzes G-schlecht von Königen in jedem Betracht, mit Recht der Stolz wie die Liebe der Nation. Möge der jüngste Hohenzoller alle Hoffnungen erfüllen, die seine Eltern, Großeltern, Urgroßeltern mit dem ganzen deutschen Volke an seiner Wiege hegen und zu denen die edlen Tugenden der väterlichen wie mütterlichen Vorfahren so vollauf berechtigen. Mögen für und für Himmelshuld und Glück über dem Hohenzollernhause walten wie bisher!" Berlin, 7. Mai. Während des Krieges von 1864 war eine Anzahl von Häusern, die gerade vor den Düppeler Schanzen standen, auf Befehl des dän schm Oberbefehlshabers zu besserer Verthcidigung jener Werke nach vorgängiger Taxation abgebrochen und das Material zum Schanzenbau verwendet worden. Die Hälfte des Taxwerthes ist den Beschädigten im Gnadenweg von der damaligen Schleswig-Holsteinischen Staatskasse ersetzt worden, einen Ersatz der anderen Halste haben dieselben jedoch im Proceßwcge weder von der dänischen Staatskasse erstritten, noch vom preußischen Staate oder vom Schleswig-Holsteinischen Provinzialverbande erlangen können. Die Beschädigten haben sich nun petitionsweise an den Landtag gewandt und beantragt, daß aus Billigkeitsgründen ihnen die restirenden 38,960 M. aus der preußischen Staatskasse möchten gezahlt werden. Die Petitions-Commission hat aber beschlossen, dem Hause vorzuschlagen, über dies Ersuchen zur Tagesordnung überzugehen, nachdem der Regierungs-Commffsar Geh. Rath Rüdorf ausgeführt hatte, daß es sich im vorliegenden Falle um einen von Dänemark verursachten Kriegsschaden und nicht um eine vom Dänischen Staate vorgenommene Expropriation handle. Einen derartigen Kr'egsschaden zu ersetzen, sei rechtlich auch wohl Dänemark nicht verpflichtet und Billigkeitsgründe können für die Petenten nicht anerkannt werden, da in den alten Provinzen Kriegsschädcn allgemein nicht ersetzt seien, etwaige Zuwendungen aber zahlreiche Reclamationen veranlassen könnten, deren Tragweite gar nicht zu übersehen sei, besonders mit Rücksicht aus die großen unersetzten Kriegsschäden von 1806—15. Berlin, 7. Mai. Das Civilstandsgesetz ist bekanntlich vielen Leuten ein Dorn im Auge, obgleich den amtlichen statistischen Ausweisungen nach sich kein Rückgang des kirchlichen Sinnes ergeben hat, sofern man die Gesammtheit in Betracht zieht. Zugegeben inuß allerdings werden, daß die Statistik nicht immer vollständig ist; keineswegs ist aber die Wirkung des Gesetzes eine solche, wie man sie häufig dargestellt findet. Der hauptsächlichste Verteidiger des Gesetzes ist deshalb auch die Reichsregierung und der Bundesrath selbst, von welchen alle bisher auf eine Revision bezüglichen Anträge abgelehnt sind. Auch in der Bundesrathssitzung vom Sonnabend ist dies wieder einem Mecklenburgischen Anträge pasfirt, so daß also wohl vorläufig kaum große Aussicht auf Aenderung des herrschenden Zustandes ist. — Der Antrag der Fortschrittspartei auf gesetzliche Entschädigung unschuldig Verurtheilter oder Verhafteter erhält eine neue Illustration durch eine am 29. v. Mts. stattgehabte Gerichtsverhandlung in Bromberg. Ein Mühlenbesitzer, der 1876 wegen Brandstiftung verurtheilt worden war und diese Strafe auch verbüßt hat, ist vom Schwurgerichte für nichtschuldig erklärt worden. England. London, 7. Mai. Der Attorney General für Irland, Johnson, ist heute Abend nach Dublin abgercist. — Der heute Nachmittag abgehaltenc Ministerrath dauerte von 3 bts 5 Uhr. tue hauptsächlichsten Mitglieder des Kabinets, mit Ausnahme Hartmgton's, nahmen an demselben Th-il. Die Mitglieder des dem jetzigen Kabinet vorausgegangenen konservativen Kabencts hielten um 2'/z Uhr bei Northcote eine Zusammenkunft ab und beschlossen, der Regierung ihr- Sympathie auszusprechen und dieselbe mit allen Ihren Kräften bei der Unterdrückung des in Irland herrschenden Mordsystems zu unterstützen, wenn die Regierung eine hierauf gerichtete Politik annehmen sollte. Northcote hatte vor dieser Zusammenkunft eine Besprechung mit Gladstone. Auf morgen ist ein Meeting der gesummten konservativen Partei nach dem Carlton-Square ctnderusen, um in demselben die Ansichten der Führer der Konservativen über die Lage kennen zu lernen. — Man glaubt, daß dem Parlamente von dem Kabinet mit der Unterstützung der Konservativen Maßregeln zur Wiederherstellung der Ordnung und Gesetzlichkeit in Irland vorgeschlagen werden sollen. — Das Gerücht, der Vicekönig von Irland, Lord Spencer wolle dem,ssiontreu, wird als falsch bezeichnet. — Lord Hartington begicbt sich morgen nach Dublin, um der am Mittwoch stuttfindenden Beerdigung seines Bruders des Lord Cavendish, beizuwohnen. — Von den hier wohnenden Irländern ist die Abhaltung eines großen Meetings in Hydepark beabsichtigt, in welchem dem Abscheu über das Atteniat Ausdruck gegeben werden soll. — Wie verlautet, sind jetzt mehrere Verhaftungen erfolgt. Rußland. Petersburg, 7. Mai. Nach einem von Dein „Regier.-Anz." veröffentlichten Consular-Berichte ans Kuldscha vom 21. April d. Js. ist die chinesische Verwaltung in dem Jli-Gebiet in größter Ruhe restituirt worden Es sind nur einige Detailsragen noch zu erledigen. — Einem Berichte des Generalgouverneurs von Turkestan vom 21. April zufolge richten sich die aus Kuldscha Auswandernden in dem Semisetschensk-Gebiet recht gut ein. Die Aussaaten sind günstig. Die Anzahl der Niederlassungen beträgt gegen 5000. Die Auswanderung dauert noch immer in großem Maßstabe fort. Deutscher Reichstag. 5. Sitzung. Montag, 8. Mai. Präsident von Levetzow eröffnete die Sitzung um 11V, Uhr mit sola-nder Ansprache: ° Dem Hohen Reichstag habe ich Mittbeilung zu machen von einem für Seine Majestät den Kaiser, für dieses Haus und für das gesammte Vaterland gleich erfreu- liches Ereignitz. (Di- Mitglieder des Hauses erheben sich von ihren Plätzen.) Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Wilhelm von Preußen ist am Sonnabend den 6 d. M. Abends 93,4 Uhr, zu Potsdam ein Sohn geboten weiden, dem Deutschen Reiche rum ersten Male ein Erbe. Möge er ein Erbe sein der Tugenden seiner Väter. Gottes Gnade hat über Kaiser und Reich wahrhaft sichtlich gewaltet Ihm empsehlen wir den uns geborenen Prinzen und seine erlauchte Mutter. Was heute unsere Herzen freudig und hoffnungsvoll bewegt, das sei dereinst ein Quell reichen Segens, ein Quell der Einheit und Einigkeit, der Freiheit, der Macht und des Friedens für das Vaterland ein Quell der Furcht und des Schreckens für seine Feinde. — Ich mache dem Reichst tag den Vorschlag, daß er sein Präsidium beauftragt, dem Kaiser, der Kaiserin dem •nre? Uvb= Kronprinzessin und dem Prinzen Wilhelm die ehrfurchtsvollen Glückwünsche des Hauses in geeigneter Weise darzubringen. Ich bemerke keinen Widerspruch und sehe meinen Vorschlag als einstimmig beschlossen an. (Beifall.) Die Abgg. Frhr. v. Staussenberg, Frhr. v. Maltzahn und Alte n- Linden erklären, daß sie am Samstag bei dem Namensaufruf im Hause anwesend gewesen und ihre Namen mit Unrecht in der Liste als „gefehlt" bezeichnet stehen. Abg. Dr. Mayr (Württemberg): Der Abg. Frhr. o. Wölwarth habe am Samstag vor der ganzen Nation conjlatirt, daß er (Redner) beim Namensaufruf nicht Saal getreten sei und auch seiner Aufforderung hierzu nicht Folge geleistet habe. Es sei das richtig er habe gejtrikt und sei er selbst dem kategorischen Imperativ des Abg. v. Wölwarth nicht gefolgt- Er habe der Sache ein Ende machen wollen: er wollte seinerseits zu dem Spiele, das mit dem Reichstage getrieben werde, nicht beitragen. Durch dieses Spiel sei das Gefühl von der Würde des Reichstages verletzt worden; das habe ihn aus dem Saale getrieben. ° ” _ Abg. Frhr. v. Wölwarth constatirt, daß er nur auf dieProvocation der linken Seite des Hauses den Namen des Abg. Mayr genannt habe. n. ,, Tagesordnung, 1) Antrag Frohme wegen Aushebung der gegen die Abgg. Liebknecht und Kräcker schwebenden Strafverfahren für dtc Dauer der Session. Der Antrag wird debattenlos genehmigt. 2) Fortsetzung der ersten Berathung der Gewerbeordnungsnovelle. Abg. Günther (Sachfen) stellt sich vollständig auf den Boden der Vorlage. Das Pnncip der Gcwerdefrejhett werde durch dieselbe in keiner Weise verletzt, es handle sich ausschließlich darum, Ordnung im Gewerbewesen zu schaffen. Gerade im Interesse der Gewerbefreiheit liege es, wenn die auf diesem Gebiete hervorgettetenen Mißstände beseitigt würden. Wolle man die Beseitigung dieser Uebelständc nicht, dann wundere man sich nicht, wenn man schließlich diese Uebelstände mit der Gewerbefreiheit selbst ibentificirt. Von einer Stärkung der Polizeigewalt sei in dieser Vorlage keine Rede. Dieselbe wolle weder das Hausirgewerbe unterdrücken, noch den ehrenwerthen Stand der Handlungsreisenden herabdrücken. Im Gegentheil, die Vorlage wolle diesen davor jchützen, daß unter feiner Firma allerhand Mißbräuche getrieben werden von Leuten, die keine Handlungsreiscnden sind. Indem Redner die einzelnen von Lasker erhobenen Angriffe zu widerlegen sucht, kommt er zu dem Schluß, daß die Vorlage durchaus annehmbar sei und bittet, der Vorlage aus praktischen Gründen zuzustimmen. Abg. Kayser tritt sehr lebhaft von seinem (socialdemokrattsch-n) Standpunkt aus gegen di- Vorlage auf. Nach derselben würde die Gewerbefreiheit nur noch für o-.e Großindustrie bestehen bleiben. Die Nothlage der bestehenden Gewerbe sei in den heutigen wirthschaftlichen Einrichtungen begründet und nicht durch das Hausirgewerbe veranlaßt. Um bessere Zustände herbeizuführen, müsse vor Allem der Borsenschwindel beseitigt werden. Die gegenwärtige Vorlage müsse seine Partei als mit dem freien Gewerbebetrieb unvereinbar bekämpfen. , , Dr. Stephani (Sachsen) will auf die Details der Vorlage nicht eingehen und beleuchtet dteselbe mehr vom academischen Standpunkte aus. Abg. Munkel tritt dagegen entschieden gegen die Vorlage auf, deren Tendenz lediglich eine Veränderung der polizeilichen Machtvollkommenheit bedeute und die nur einen politischen Character habe und auch in diesem Sinne gehandhabt werden würde Abg. v. Köller führt hieraus aus, daß ein Noihstand vorhanden fei, dem ab- geholjen werden müsse. Er stellt in Abrede, daß der Polizei zu weit gehende Befugnisse eingeräumt werden sollen, das Gewerbe solle nur von den auch von liberaler Seite anerkannten Mißständen gereinigt werden. Speeiell im Hausirgewerbe hätten ftcü ßroge Schäden bemerkbar gemacht, es wäre, rote sich eine Handelskammer sehr treffend ausdrückt, geradezu zu einer Landplage geworden. Wer auf dem Boden des practischen Lebens steht, müsse dringend Abhilfe fordern. Die Vorlage wird hieraus an eine besondere Commission von 21 Mitgliedern verwiesen. 3) Erste und eoent. zweite Berathung des Consularvertrages zwischen dem Deutschen Reiche und Brasilien. Abg. Dr. Kapp spricht für die Vorlage trotz der mancherlei Mängel, welche letner Meinung nach dem Vertrage anhasten. Aber die Vorthelle, welcher derselbe uns bietet, feien ebenfalls nicht gering anzuschlagen. Der Vertrag wird nach einer weitern unerheblichen Sp-cialdebatt- vom Hause genehmigt. Das Haus vertagt sich hierauf. Nächste Sitzung Dienstag 11 Uhr. Tagesordnung: Berathung des Gesetzentwurfs betreffend Abänderung des Zolltarifs in V-r- binduna mit den Anträgen Schmidt und Gen. und Dr. Barth und G-n. auf Abänderung des Zolltarifs. Telegraphische Depeschen. Wolffs telcgr. Eorrcspondenz-Bureau. Berlin, 8. Mai. Der Bundesrats) hat den Gesetzentwurf über die Unfallversicherung der Arbeiter nach den Ausschußanträgen angenommen. Die Vorlage geht unverzüglich an den Reichstag. Wien, 8. Mai. Das „Fremdenbl." preist das hohe Glück, das dem Kaiser Wilhelm durch die Geburt eines Sohnes des Prinzen Wilhelm zu Theil geworden sei und sagt: Nicht blos in allen Gauen des deutschen Reiches, sondern auch bei uns werden dem Kaiser Wilhelni an dem seltenen Frendentage der Hohenzollern die herzlichsten Glückwünsche dargebracht. Prag, 8. Mai. In dem Strikegebiet ist bereits ein theilweiser Rückmarsch des zur Aufrechthaltung der Ordnung beigezogenen Militärs von dem Statthalter Baron Kraus verfügt worden. Fast an allen Orten sind die normalen Verhältnisse wieder eingekehrt. — Hsute hat sich die juristische Fakultät der neuen czechtschen Universität hierselbst constituirt. London, 8. Mai. Der Premier Gladstone und der Staatssecretär des Aeußern, Granville, werden in den heutigen Sitzungen des Parlaments beantragen, als Zeichen der Hochachtung für Cavendish und Bourke beide Häuser zu vertagen. Die Führer der Opposition werden, wie es heißt, diesen Antrag unterstützen. Forster hat der Regierung seine Dienste in Irland angeboten. — Dem ,,Standard" zufolge ist der Posten des Obersecretärs für Irland Chamberlain angetragen worden. — Sämmtliche Morgenblätter drücken den tiefsten Abscheu und die tiefste Entrüstung über das Verbrechen aus und verlangen die Anwendung der schärfsten Maßregeln zur Uisterdrückung der Gesetzlosigkeit in Irlands — Die „Times" sagt, die Regierung stehe Angesicht zu Angesicht mit einem in England fast beispiellosen Zustande; kein Ministerium könne unter solcher Wucht der Verantwortlichkeit lange im Amte bleiben, falls es nicht verzweifelte Anstrengungen mache, seinen Charakter zu rehabllitiren. Es sei unumgänglich nothwendig, daß der Premier ohne Verzug den Beweis gebe, daß er endlich zu dem rechten Verständniß des wahren Charakters der Schwierigkeiten in Irland gelangt sei. Der „Standard" und die „Morning Post" machen die Landliga für das Verbrechen verantwortlich. — Die Gerüchte, es seien in Dublin mehrere Verhaftungen erfolgt, sind verfrüht. — Die „Times" erfährt, die Regierung sei geneigt, das Amendement Gibson zur ersten Clature-Resolution anzunehmen, welches an Stelle der einfachen Majorität die Zweidrittel-Majorität setzt. Dublin, 8. Mai. In einem von der Landliga erlaffenen, von Parnell, Dillon und Davitt unterzeichneten und an das irische Volk gerichteten Manifeste heißt es, am Vorabende einer glücklichen Zukunft habe das traurige Geschick, von welchem Irland seit Jahrhunderten verfolgt werde, die Hoffnungen der Irländer getroffen. Die Landliga spreche dem irischen Volke und allen denen, die, in jüngster Zeit sich für eine Politik der Versöhnung entschlossen hätten-, in dieser Kalamität ihre aufrichtigste Sympathie aus und hoffe, daß das gesammte irische Volk durch die Art seiner Handlungen beweisen werde, daß es das Verbrechen des Mordes verabscheue, sie hoffe, daß das irische Volk auf jede Weise seinen Abscheu über die gräßliche That und seine Theilnahme für die in Trauer versetzten Familien kundgeben werde. Der Naine des das Gastrecht schützenden Irland sei durch einen Act der Feigheit besudelt worden, er werde bis zu dem Momente besudelt bleiben, wo die Mörder der Gerechtigkeit überliefert seien. Darmstadt, 9. Mai, 12 Uhr SS Min. Die zweite Kammer läßt daS an die Regierung gestellte Ersuchen, das Polytechnikum bei fortdauernd geringer Frequenz aufzuheben, mit 26 gegen 20 Stimmen fallen. Lokale». Gictzen, 8. Mai. Am 6. b. Mts wurde in der Lumda in der Gemarkung Treis die Leiche des Müllers H. Witt VII. von dort aufgeiunden. Derselbe hatte sich am Abend vorher zwischen 11 und 12 Uhr aus seiner Wohnung entfernt. Gictzen, 9. Mat. Dtc Turnvereine des Gaues Hessen halten nächsten Sonntag den 14 d Mts ihre Gau-Tmnfahrt nach Burg Münzenberg ab. Mit dieser Turnsahri ist ein Dolkswettturnen, bestehend in Frei-Hoch- und Weilsprung, Steinstoßen und Wettlaufen verbunden. Dasselbe beginnt Morgens um 10 Uhr, Nachmittags Volksfest. Ist der Himm.-I an diesem Tage günstig, so stebt allen Theilnehmern ein genußreicher Tag in Aussicht. Der hiesige Turnverein marschirt Morgens b uhr von der städtischen Turnhalle aus ab. — Nachdem in der Nacht vom 6. auf 7. d. Mts. verschiedene Laternen am Neuenweger Thor zerstört wurden, ist heute Nacht wiederum und zwar schon um und—mittelst eines Hakens wieder ans Trockene gebracht wurde. Handel und Verkehr. „ inn®ii6rrt,K9r.nmai- heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. r* ^ 00—1.05, Hühnereier 1 Stück 5 H und 2 Stück 9 A Enteneier per Stück 5—0 H, Ganleeier per St. 0—00 H, Käse p. St. 5-9 H, Äsematte ver Stück 3 A ®rbfen 1 Liter 25 H, Linsen 1 Liter 32 H, Tauben das Paar 60—75 Hübner Der SHlct „Ä 1.20—1.40, Hahnen per Stück M 1.50—1.70, Enten per Stück ^ 2 00_2.50 Ochsenfleisch per Pfund 64-66 H, Kuh- und Rindfleisch 54—00 L Kalbfleisch 44 bis 5J/ ®Sßne s2—'3i' Hammelfleisch 60-66 H, Kartoffeln 100 Kilo M. 3 00—3.60, Zwiebeln der Centner M 15—00, Milch per Liter 16—18 F rankfurt a. M., 8. Mat. Der beuttae Viebmarkt mnr mit itrth CD*.»;? a.. A 180 ^dlbtr,. 6160 Hammel uud — Schweine. Die Preise für 100 Pfund Fleischgewicht stellten sich: Ockfen 1. Qualität M 63—66, 2. Qualität M 58—60, Bullen 1 Qualität AL 00 2 Qualität MW, Kühe 1. Qualität M 55-57, 2. Qualität M 45-50 ÄMerl QuS ä 1 M; W «0-62, 2. Ä „ Frankfurt a. M., 9. Mai, Nachmittags 2 Uhr — Min. lTelearavbiscker Coursbericht. Mttgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen) Creditactien 294%, Staatsbahnactien 287»/, Galizier 266*/2 Oefterr Silberrente 1b8öer Russen 71'/,, 2. Orient-Anleihe 57% 5% Rumänische Rente —, Lombarden 128»/,. Tendenz —. 9 1 Für die russischen Juden sind zu den früheren 172 M bis heute weiter bei mir eingegangen: Von Herrn Apotheker Collmann 5 M, von 21. Petri 2 M durch Herrn Strcujj 5 AL, S. S. durch N. 1 AL, von einer Tischgesellschaft im Kaufm. 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Zweck dieser Genossenschaften ist emerserts: Geldvorrathe, namentlich Ersparnisse, sicher und zinstragend anzulegen, andererseits: Verzinsliche Vorschüsse 3U ^Die unmittelbare Geschäftsführung wird im Namen der Vereine durch deren engeren Vorstand, bestehend aus dem Director, dem Rechner, und dem Controleur, besorgt. Diese zeichnen die Vereinsfirma, mdem fte derselben ihre Namens-Unterschrift beifügen; rechtliche Wirkung dem Verein gegenüber hat die Zeichnung nur dann, wenn sie niindestens von zweien dieser Vorstandsmitglieder Alle Bekanntmachungen und Erlasse der Vereme — hinsichtlich der Sparund Vorschuß-Vereine auch der dieselben verpflichtenden Documente — ergehen unter deren Firma und werden mindestens von zwei Vorstandsmitgliedern unterzeichnet. Die Veröffentlichung findet iin „Gießener Anzeiger" statt. Der übrige Inhalt der heute vollzogenen Einträge ergibt sich aus folgender Uebersicht: Firma und Sitz der Genossenschaften. Spar- und Vorschuß-Verein zu Alten Buseck. Spar- und Vorschuß-Verein 1. zu Beuern. Spar- und Vorschuß-Verein II. zu Beuern. Spar- und Vorschuß-Verein zu Daubringen. Namen der zeitigen Vorstaiidsinitglieder. Director: Johannes Wagenbach VII. Rechner: Heinrich Seuling I Controleur: Ludwig Wilhelm Seibert. Director: Casimir Ranft. Rechner: Jost Sommerlad. Controleur: Wilhelm Sominerlad IV. Director: Philipp Sommerlad II. Rechner: Balthasar Lindenstruth. Controleur: Heinrich Arnold I. Director: Ludwig Schäfer. Rechner: Wilhelm Schwalb I. Controleur: Heinrich Weimar. Spar- und Vorschuß-Verein Groß-Buseck. Spar- und Vorschuß-Verein Steinbach. Spar- und Vorschuß-Verein zu Treis a. d. Lumda. Spar- und Leihkasse zu Groß-Buseck. Director: Peter Althaus. Rechner: Kaspar Rau. Controleur: Balthasar Wagner. Director: Ludwig Haas VI. Rechner: Johannes Balser IV. Controleur: Philipp Haas I. Director: Heinrich Becker VI. Rechner: Johannes Becker VI. Controleur: Johann Heinrich Dapper. Director: Friedrich Gengnagel. Rechner: Balthasar Stefan I. Controleur: Konrad Wagner VI. Sämmtliche Vorstandsmitglieder wohnen am Sitze der Vereine. Die Gesellschafts-Verträge der Spar- und Vorschuß-Vereine datiren vom 28. December 1881, das Statut der Spar- und Leihtasse zu Groß-Buseck vom 30. März 1882. Die Verzeichnisse der Genossenschafter können jederzeit bei der Gerichtsschreiberei unterzeichneten Gerichts eingesehen werden. Gießen, am 8. Mai 1882. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Gebhardt. 3347 Mittwoch den 10. Mai, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flctt'schen Hofraithe dahier 1 Sopha. 1 rnnder Tisch, 1 Kommode, sowie 15 Malter Kartoffeln versteigert werden. Gießen, den 6. Mai 1882. Gcitzlcr, 3328_________Großh. Gerichtsvollzieher. Mittwoch den 10. Mai, Nachmittags 2 Uhr, wird an den hiesigen Bahnhiisen eine W a s s c r b u d c öffentlich versteigert. Gieße», den !). Mai 1882. 3356 Gerichtsvollzieher. Mermiethungen. 3345 Zwei kleine frcundl. Familienlogis zu vermicthen bei Robert Stuhl, Neustadt. 3348 Der neuhergerichtete 2. Stock meines Hauses, 4 Zimmer, Kaviuct, Küche und alles Zubehör, sofort beziehbar. W. Ferber, Sindenplatz. 3357 Der mittlere Stock meines Hauses, 10 incinandergehende Zimmer, ist imGanzen oder auch getrennt zu vermicthen und per 1. August beziehbar.______Th. Brück. 3343 Ein kleines Familienlogis sofort zu vermicthen. Scltersweg C. 2. 3349 Meine in der Wettergasse gelegene Scheuer, als Lagerraum geeignet, ist auf sofort zu vcrmiethen. ^J. Bnch. 3353 Ein Familienlogis (3—4 Zimmer) zu vermiethcn. Karl Heil, Schützcnstraße. 3161 Familienlogis zu vermiethcn. _______Wcrnh. Brück, Flügelsgasse. 3261 Ein Familienlogis, 4 Zimmer und Zubehör, zu vernnethen im „Darm- städter Haus".__ 2414 Alicestraße E. 102 der 3. Stock von 5 Zimmern nebst Zubehör per 1. Juli zu vermicthen.____________________________ 3019 Schönes Mansardenlogis pr. sofort zu vermicthen bei L. 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Gg> Möhl, Bahnhofstraße. 2485 Möblirte Zimmer, auf Wunsch mit Pension, billigst im „Frankfurter Hof". 1120 Ein Familienlogis (6 Zimmer nebst Zubehör) per sofort zu vcrmiethen. A. Marcus, Reichensand 224. 2847 Ein Zimmer mit Kabinet sowie ein kleines Zimmer, beide möblirt, ver- miethet_______H. Kühn, Seltersweg. 2962 Ein schönes Familienlogis. 3 bis 4 Zimmer, abgeschloss. Corridor und alles Zubehör, per 1. August zu vermiethen. Nah, bei Karl Weidig, Sonnenstr. 3240 Im vormals Lange'scheu Haufe am Seltersweg ist eine mit allen Bequemlichkeiten versehene Familienwohnung zu vermiethen und am 1. Juni zu beziehen. Näheres im Hause selbst. 3279 Der erste Stock zu vermiethen. L. Fauerbach Wwe., geb. Eberwein, Grünbergcrstraß e_ 15612. _ 3319 Der mittlere Stock meines Hauses, 5 Zimmer und Zubehör, bis zum 1. August zu vermiethen. W. Dich, B. 77. 3244 Eine Scheune, welcher seither als Lager benutzt worden und gut gelegen ist, ist anderweit zu verpachten. Näh. bei Wilh. Krämer, Bleichstraße. 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Mai) die Oedipus- trilogie von Sophokles: König Oedipus, Oedipus auf Kolonos, Antigone zu recitiren. Abonnementslisten circuliren; auch liegen solche bei den Herr« I. Ricker und W. Rudolph aus. Sperrsitz für 3 Abende . . . . Jl. ö, Zusatzbillets für Familienmitglieder . . „ 3, Billets für Studenten und Schüler . . „ 2. 32,99 An mcinc auswärtigen Gemeinden. Unsere Glaubensgenossen in Rußland unterliege» den grausamste« Verfolgungen. Plünderung, Raub, Mord und Tovtschlaz haben fit zu erleiden. Da ist es nickt an der Zeit, Tanz belustigun^en zu veranstalten oder solchen beiju- wohnen. Bleibet, ich bitte Euch, mit Euren Söhnen und Töchtern fern von solchen und widmet das so ersparte Geld lieber den Unglücklichen. Rabbiner Dr. Levi. ■■ 3339 Gine Lchrerstochtcr von 30 Jahren sucht Stelle als Haushälterin. Näheres bei der Exped. ds. Bl. Anstreicher-Gehiilsen sucht @. Stephany in Wetzlar. 3336 Heute srüh V24 Uhr entschlief sanft in dem Herrn unser theurer Gatte und Vater, der evlmqel. Pfarrer Gigenbrodt. Dies allen Freunden und Bekannten zur Anzeige mit der Bitte um stille Theilnahme. Steinbach, den 9. Mai 1882. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag den 11. Mai, Nachmittags 2 Uhr, statt. 3358 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. ! foljoibm Bhrm, „®fab( Munt Da AllitzM Aa Sttmai Tage bei mit dem D Stände o grade Tt 2) »hi 6 de d-n ti*1 ?en 3« »L , “Wh Niibu 2’W .N b,r "««big gj1' «et ieun*.»