ein. ^8 Abend stand. ™li Uhr, ien. ten betreffend. Gros. besonders fertidjle Brennereien, M TerraM, voller fe Dyckerhosf) * AZ Freitag den 10. Februar 1S82. tziehener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täalich mit Ausnahme des Montags. Bureau: Schulstraße B. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. 2>«8 $ 1882. ®ie6’"' am 1. g.6mr 1882. Das Großherzogkche Krersamt Gießen a« die Großberzoalichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir fordern Sie auf nunmehr mit der Aufstellung der Stammrollen sofort zu beginnen und dieselben mit denjenigen für 1880 und wir Ihnen, die dem Formular vorgedruckte Anmerkung genau zu beachten, insbesondere alle Bestrafungen -c. unter Rubrik »^E^kung^^o^ut^g ba[b binzureichen, bezw. die aus früheren Jahren zu erneuerm. Dr. Boekmann. . 884 jrecht. * . Instrumente. ♦ ? Mechaniker in ♦ es, mit aJlarf qanaenen Sonnabend die von der Regierung vorgefchlagene Tagesordnung, wonach die Kammer das Prinzip der Listenwahl acceptirt, mit verhältmßmaßig großer Rlajorität angenommen. Der zwischen Spanien und dem Vatikan wegen des Auftretens des päpstlichen Nuntius in Madrid in Sachen der großen spanischen Pilgerfahrt nach Rom drohende Conflict gilt als beseitigt. Der Papst hat nainlich selbst intervenirt und seinem Vertreter in Madrid anbefohlen, sich jeder Emmrschung in diese Angelegenheit zu enthalten und lediglich dem spanischen Cpiscopat es zu überlassen, sür die Förderung der projectirten Pilgerfahrt Propaganda zu machen^je grage jft durch die Reconstituirung des egyptischen Cabinets unter Mahmud Baroudi Pascha wiederum in eine neue Phase getreten. Das neue Ministerium ist lediglich aus dem Schoße der egyptischen Nativnal- partei hervorgegangen, die auf ihre Fahnen die Devise geschrieben hat. Egypten sür die Eqypter; trotz der friedlichen Erklärungen Mahmud Baroudi Paschas wird man demnach die neueste Wendung der Dinge am Nil mit Mißtrauen betrachten müssen. __ Deutschland. Darmstadt, 8. Februar. Se. Königl. Hoheit der Großherzog nahmen heute mllitärische Meldungen entgegen und empfingen den Obersten und Commandanten der Residenz, Frhrn. Röder v. Diersburg, den Oberstezi a. D. Renouard, den Jntendanturrath Hoffmann aus atner, den Pfarrer Richter aus Rüsselsheim; zum Vortrag den Staatsminister Frhrn. o. Starck und den Geheimerath Walther. m Darmstadt, 8. Februar. Die Anträge des Finanzausschusses der zweiten Kammer ru der „Landesunlversität" lauten. Die Kammer wolle L die angeforderten 329,267 X abzüglich von: a. 4000 X. sür -ine fünfte theologische Vroieilur b 300 X für den Universitätsrentamtmann, c. 200 X für den Garten- ochülf n d 2000 X sür die Universitätsbibliothek, also im Ganzen 322,767 X, l-doch a. 1500 X Remuneration an einen Docenten sür franrosts^cs Cimlrecht und Korst- recht i ur bis zum Erscheinen des zu erwarrenden Deutschen Cwilrechis b. 700 X on hen Assistenten am mineralogischen Cabinet nur für die dermalige Besetzung der Pro- f,ffUr c. 4900 X an den Referenten der acadcmischen Administrations-Commission nur für den dermaligen Inhaber, d. je 200 X an die beiden Universitätsdiener nur für die dermaliaen Inhaber und e. 300 X an den Bibliothekdiener nur für den dermaligen Inhaber bewilligen. Ein Mitglied des Ausschusses ist unter Einschluß des fünften theologischen Lehrstuhls für V-rwllligung von 326.767 X- Dfr Ausschuß beantragt sodann weiter: II. Die Gr. Regierung zu ersuchen, die Aufhebung der an der Universität vorhandenen Lehrstuhle der Thierheilkunde nebst den damit zusammenhängenden persönlichen und sachlichen Ausgaben unter Vorbehalt wohlerworbener Rechte in Erwägung zu ziehen und noch dem gegenwärtigen Landtag über das Ergebniß Vorlage zu machen. Der Ausschuß erster Kammer tritt den Antiagen des diesseitigen Ausschußes unter la. in der Majorität nicht bei, unter Ib einstimmig nicht b-, und 1° und d in stimmig bei. Feiner tritt er den unter Spachten Beschränkungen am Inhaber n ckt bei, sondern bewilligt die Ansorderungen der Großh Regierung. Endlich tritt der . u schuß elfter Kammer dem unter II. gestellten Ersuchen nicht bei. beantragt die ßu dem folgenden Budgetposten „Technische Hochschule: beanr g o Majorität des Finanzausschusses zweiter Kammer: X Besoldunas- techmsche Hochschule geforderten 143M0 X, Kbo# t October 1882 Erhöhung für den Secretar bet der Direktion also 143,480 bis zum DOr$ bewilligen und es der Großh. Regierung überlassen, Sollte dieser prin- handene Personal zu pensioniren oder anderweitig zu-Verwendern & fo finbct cipielle Majoritätsantrag nicht die Zustimmung der Sw Hochschule" nur den einen die Majorität des Ausschusses m dem «X auf 2400 X erhöht Anstand, daß der Secretar, welcher erst 1879 82 oo Eventuell beantragt hierwurde, abermals eine Aufbesserung von X_ei$ ' geforderten 143,880 X, nach die Majorität, übereinstimmend mit der Mm • zu bewilligen. Der jedoch abzüglich von 400 X für den Secretar al o w, be( Ausschuß erster Kammer tritt Anträge der M fteQt sich Frank- Berlin, 7. Februar. Nach bem cggnb nft, welchen die 4 Mächte reich in der egyptifchen Frage ganz auf ba6 gilt heute hier bereits in Konstantinopel eingenommen gabenwn J , {rt au§ Programme für ««gern«», wird Lf*. fÄ des neuen egyptifchen Cabinets erstch Qb » i;D{an {nnn sonnt heute Aktionsabstcht in Egypten der Bo a . ' akuten Charafter, welchen bereits behauptetMachst wieder vollständig ver- ste vorubergeherd schemoar unyu loten hat. wimmeln von den czechifchen Journalen ent- Politische Ueberstcht. ! Gießen, 9. Februar. ( Das preußische Abgeordnetenhaus ist in dieser Woche bei bem Schwerpunkt seiner Verhandlungen für diese Session, bei der kirchenpolitischen Vorlage, angelangt, in dessen erste Berathung das Haus am^Dienstagemge« treten ist. Die Vorlage bezweckt bekanntlich in erster Lime die Wiederherstellung verschiedener, den Forderungen der römischen Kurie entgegenkommender Paragraphen des Juligesetzes vom Jahre 1878, welches mit dem 1. Januar d. 13, 939*' 1 z"*- . i,rs 5 J 4 058*, 3 ' 11 ’ 933,1 1V° L i», i°' Ul' ft* 3* « li«14' IP3/ V6*1 H5 Ä57 76* Lokales. Gießen, 9. Februar. (Sitzung der Großh. Handelskammer vom 25. Januar.) Anwesend: die Herren Ed. Silbereisen, L- Georgi, S- Heichelheim, A- Katz, A. Kraatz, R- Scheel, H. Schirmer, A- Zinßer. Der Vorsitzende theitt ein Gesuch der Handelskammer Breslau mit, welche für Iolgen und Lehren des pariser Börsenkrachs. Zweimal in kurzer Zeit entluden sich an unserem Horizonte schwere Gewitter, deren furchtbare Wirkungen roir beobachten konnten, ohne direct von ihnen betroffen zu werden: In Wien der Ringtheater-Brand, m Paris der Börsenkrach Beide Ereig- n sse enthalten wichtige Lehren, der letztere zieht uns, allerdings auch obschrn nur in- drrect, in Mitleidenschaft Manches deutsche Geschäftshaus, mancher deutsche Besitzer französischer Papiere hat in Folge der Catastrophe in Paris gleichfalls Verluste zu erleiden. Für die gesammte deutsche Geschäftswelt äußert sich aber eine nachtheilige Folge dadurch, daß sich unsere Reichsbank, welche dm Zinsfuß im ganzen deutschen Reiche beeinflußt, veranlaßt sah, den Wechscldiskonto auf 6%, den Lombardzinsfuß auf 7 % zu erhöhen. Diese Wendung auf dem Geldmärkte kommt um so ungelegener, als das herannahende Frühjahr auch in normalen Zeiten besondere Ansprüche an die Geldkräfte zu stellen pflegt. Der Wechsel der Jahreszeit bringt auch in so vielen unserer Bedürfnisse einen Wechsel mit sich Namentlich arbeiten jetzt in der Textil- Jndustt^je alle Hände emsig, um das Publikum mit neuen, der wärmeren Saison angemessenen Kleiderstoffen rechtzeitig zu versehen. Schon größere Lebhaftigkeit eines großen Geschäftszweiges übt aber eine anregende Wirkung auf alle übrigen Branchen, indem von jeder Industrie zahlreiche Hülfs.ndustricn und von diesen wiederum viele Nebenindustrien adhängen. Es ist daher eine in jedem Jahre wiederkehrende Erscheinung, daß wie im Herbst (in welchem die Vorbereitungen für den Winter beginnen), so auch im Frühjahre das Geschäft besonders rege ist. Zur Vermehrung der Betriebsthätigkeit ist aber vor allen Dingen vermehrtes Capital erforderl'ch. Nun muß bei der gegenwärtigen Lage des Geldmarktes der Handwerker,, der Fabrikant, der Kaufmann, welcher zur Bestreitung der Lohne und übrigen Geschäftsunkosten Geld bedarf und zu diesem Zwecke erst später fällige und in Form von Wechseln gilt'ge Forderungen schon jetzt flüssig machen will, außer der Provision, die noch hinzutritt, 6 % Zinsen bezahlen. Der Geschäftsmann aber, welcher über solche Forderungen nicht verfügt, sondern zur Herbeischaffung von Geld zur Verpfändung von Waaren schreitet — ein durchaus üblicher und keinesw'gs unsolider Weg — muß außer der Provision, den Transportkosten und Lagerspesen sogar 7% bezahlen, um Geld zu erlangen. Daß so große Opfer den Gewinn des Geschäftsmannes erheblich schmälern, liegt auf der Hand. Er ist auch nicht in der Lage, die erhöhten Pro- ductionskosten durch Preisausschlag auf seine Kunden abzuwälzen, da die Bewegung der Waarenpreise ihren eigenen Gang nim -it und nur von der Concurrenz der Producenten und der Kaufkraft der Consumenten abhäng'g ist. Ja, bl'cken wir tiefer, so werden wir erkennen, daß sich in Zeiten hoch anschwellenden Zinsfußes auch die Lage der Geschäftsleute insofern verschlechtern^muß, als sie ihre Waaren kaum zu den gewöhnlichen Preisen an den Mann bringen können. Natürlich, wenn der Werth des Geldes steigt, muß der Werth der Waare sinken. Dies besagt schon die Theorie. Praktisch vollzieht sich der Proceß in der Weise, daß viele Verkäufer, die sich auf andere Weise kein Geld zu verschaffen vermögen, behufs Erfüllung ihrer Verpflichtungen dazu gedrängt werden, ihre Waare unter allen Umständen zu verkaufen. Schon dies muß den Markt in weichendem Sinne beeinflussen. Dazu kommt aber, daß zu Zeiten, in denen das Geld knapp ist, auch die Käufer zu Einkäufen am allerwenigsten im Stande sind. Daher vermehrt sich nicht nur das Angebot von Waaren, sondern es vermindert sich gleichzeitig die Nachfrage nach denselben. Nach alle dem ist der Geschäftsmann gegenwärtig doppelt gekreuzigt: Er kann die zur Fortführung seines Betriebes erforderlichen Gelder nur unter größeren Opfern als gewöhnlich ausbringen und für seine Waaren nur schwerer und zu gedrückten Preisen Käufer finden. Hält eine solche Krisis auf dem Geldmärkte längere Zeit an, so müssen auch Arbeiterentlassungen und L ohnrückqänge die Folge sein. Auf den Börsen kommt diese Phase des Marktes dadurch zum Ausdruck, daß sämmtliche Werthpapiere im Course sinken, weil die eben entwickelten Sätze natürlich auch auf sie Anwendung finden. Die geldbedürftigen Inhaber von Werthpapieren sind zum Verkaufe derselben gezwungen, finden aber nur wenige willige Käufer. Wer es daher irgend vermeiden kann, sollte in diesem Augenblick Werthpapiere nicht verkaufen. Wer aber in der Lage ist, flüssiges Geld in Werthpapieren anzulegen, kann — ist die Wahl richtig — keinen besseren Zeitpunkt finden, als diesen. Nicht diese Lehre aber lag uns bei Besprechung der Pariser Catastrophe auf dem Herzen- Viel wichtiger wäre es, wenn die Ereignisse in der französischen Hauptstadt die Erinnerungen an die traurigen Erfahrungen wieder auffrischten, welche in den Jahren 1871—1873 auch das deutsche Publikum an den Börsen machte. Das Wetten und Wagen in Papieren hat gewiß seinen Reiz. Es regt die Phantasie an und belebt mit vorher nicht gekanntm Hoffnungen. Befriedigung und Glück gewährt es aber nimmermehr. Der unglückliche Spieler kommt der Verzweiflung nahe, der glückliche wird seines Gewinnes nicht froh, da er die mit dem Hazardspiel verbundene Aufregung nicht mehr zu entbehren vermag Selbst im günstigen Falle aber gewährt das durch Spiel errungene Vermögen nicht den zehnten Theil des Genusses, welcher aus dem mit saurem Schweiß erworbenen entspringt. Dies für den Spieler. Aber auch der K apitalist, dem es nicht um Spiel, sondern um möglichst gewinnbringende Anlage seines Vermögens zu thun ist, kann von den Vorgängen in Paris viel lernen. Die Actien eines großen Bankunternehmens, der „Union Generale", sind monatelang iap'de, zuletzt unerhört im Course gestiegen, um schließlich binnen wenigen Tagen ganz cntwerthet zu werden. Solchen Raketen gegenüber sollte sich der solide Capitalist von vornherein mißtrauisch verhalten. Der Einsichtige wird es sicher, denn dieser sagt sich, daß jedes geschäftliche Unternehmen nur im Laufe einer längeren Entwickelung prosperiren kann. Bei der großen Concurrenz, welche heutzutage auf allen Gebieten des wirthschaftlichen Lebens, auch im Bankwesen, vorhanden ist, sind plötzliche Gewinne undenkbar, welche das angelegte Capital in wenigen Monaten um das Doppelte und Dreifache vermehren könnten. Sind die Actien eines Unternehmens dennoch auf einen so hohen Cours gestiegen, so kann, wenn nicht ganz außerordentliche Verhältnisse vorliegen, wie etwa bei unerwarteter Entdeckung einer ausgiebigen Erzlagerstätte in einem Bergwerke, von so hohen Coursen nur Schwindel bie Ursache fein. Dieser geht in der Regel (wie auch bei der „Union GLn^rale") so vor sich, daß die Verwaltungsräthe oder einige Haupt-Actionäre die emtttirten Actien wieder zurückkaufen und die noch nicht in ihren Händen befindlichen zu hohen Coursen suchen. Folge vor biejcn tendenziösen Ausstreuungen nach den den „Berl. ^ßolit. Nachr. von verschiedenen Seiten zukominenden Berichten nicht genug gewarnt werden, denn nichts entspricht weniger der Situation, als wenn man dieselbe augenblicklich als eine gefahrdrohende bezeichnen wollte. Weit mehr entspricht es der Wahrheit, wenn man die größere allgemeine, besonders seit dem Sturze Gambettas eingetretene Beruhigung als eine andauernde und berechtigte betrachtet. (Vergll die vorstehende Meldung). 1 Frankfurt. 7. Februar. Nach einer Meldung der „Frkftr. Ztg." aas Augsburg wurde die Concurserklärung der Firma Erzberger u. Söhne noch im Laufe des heutigen Tages erwartet, der Status war noch nicht zu übersehen, die Passiven wurden auf 2 bis 3 Millionen, die Accept-Verbindlichkeiten auf 3 bis 4 Millionen geschätzt. ß-efterreich. Wien, 7. Februar. Die „Polit. Corresp." meldet auf Grund zuverlässiger Mittheilungen aus Lemberg, daß die von den Zeitungen gebrachten Meldungen über die Ursachen der vorgenommenen Verhaftungen im Wesentlichen richtig, indessen nicht erschöpfend seien. Bei dem gegenwärtigen Stadium der Angelegenheit seien positive Angaben selbstverständlich nicht zu erwarten. itfrt Bibliothek um Ueberfenbung bet biesseitigen Jahresberichte von 1876—1880 bittet. Die Kammer beschließt Franko-Uebersenbung. Em Rescript bes Großh. Ministerium bes Innern unb ber Justiz macht ber Kammer Mittheilung von einer Note bes Reichskanzlers, nach welcher bie Vertreter bes beutschen Reichs im Auslanbe angewiesen worben seien, ihr Augenmerk aus bie Ausschreibung von Submissionen zu richten, welche für bie beutsche Jubuftrie von Be- beutung seien unb barüber an bas auswärt'ge Amt zu berichten. Letzteres werbe in bem „Reichsanzeiger" unb ber „Norb. Allg. Zeitung" barauf bezügliches veröffentlichen. D:e Kammer beschließt Bekanntmachung burch ben Gießener Anzeiger. Die Hanbelskammer Mainz als Vorort bes hessischen Hanbelskammertags hat bie enbgültige Rebaction ber Anträge auf Abänbeiung mehrerer Bestimmungen bes hessischen Hanbelskammergesetzes überfanbt und um bie Entscheibung ber Kammer ersucht. Die Kammer stimmt nach Berathung ber einzelnen Positionen bes Entwurfs bemselben vollstänblg zu. Die Eisenbahnbirection Hannover zeigt an, baß im März a. c. bie Mitglieber bes Ausschusses zu einer AuSschußsitzung etngelnben werben würben unb bittet um Mittheilung etwaiger Wünsche innerhalb 3 Wochen. Die Eisenbahnbirektion Frankfurt macht bie Anzeige, baß bie vorübergehenb verfügte Abkürzung ber Be- und Entlabefriften für unbebecfte Wagen wieber aufgehoben worben sei. Ein Rescript bes Großh. Ministerium bes Innern unb ber Justiz bringt eine Note bes Reichskanzlers zur Kenntniß betr. ben Schutz beutscher Fabrikmarken in Spanien. Die Kammer beschließt Veröffentlichung im amtlichen Theile bes Gießener Anzeigers. Gießen, 8. Februar. Im kaufmännischen Verein führte sich am Dienstag ben 7. cv. Herr Institutsvorfteber Dr. Kü stel mit einem nach Inhalt unb Fo>m recht gediegenen Vortrage ein. Es gelang dem Redner, in einer Stunbe des Lehrreichen unb Interessanten so viel zu bringm, baß sicherlich Niemanb ben Vortrag ohne Nutzen unb Befnebigmig gehört hat. Wir behalten uns vor, unmittelbar vor bem zweiten Vortrag, ber bie Besprechung ber Grundbegriffe der Volkswirthschaftslehre fortsetzen wird, Übersichtlich auf ben ersten zurückzukommen, um zu noch zahlreicherem Besuch eine Anregung zu geben, bie ber Gegenstanb unb besten Behanblungsweise in hohem Grabe öerbienen. Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Correspondenz-Bnrean. Berlin, 8. Februar. Abgeordnetenhaus. Fortsetzung der Berathung der Kirchenvorlage Virchow erklärt, der Fortschritt wolle die Machtvollkommenheit der Regierung gegenüber ben Religionsgefellschaften nicht verstärken, er sei bereit, die Härten ber Mai- grsetze zu entfernen, er könne aber bie Punkte bezüglich ber Rechte bes Staates nicht wesentlich verrücken lassen. Virchow erklärt sich außerbem gegen eine Gesandschaft beim Papst. Abg. v Meyer (Arnswalde) empfiehlt bem Centrum bie Annahme der Vorlage im eigenen Interesse zu ermöglichen. Abg. Gneist findet es unerklärlich, baß man in Preußen die Aushebung ber Gesetzgebung verlange, welche in anberen Staaten unb auch in den außerpreußischen Deutschlands geltendes Recht sei. Zu einer Milderung ber Halten sei seine Partei bereit. Das Bewährte aber von ber Maigesetzgebung wolle sie als bauernbe Institution festhalten. Stroßer hat große Bedenken gegen die diskretionären GewaUen, will dieselben aber für ein Jahr bewilligen, weil die Regierung damit einen schnellen Frieden erreichen zu können hoffe, für sicherer halte er eine organische Revision der Maigesetze. Richter erklärt, sein Standpunkt sei: Freie Kirche im freien Staate. Er wolle gleiche Gesetzgebung für alle Bekenntnisse, welche die Grenzen zwischen Staat und Kirche ziehe und die dogmatische Seite der Bekenntnisse unberührt lasse. Die Vorlage fei blos ein Stück aus der Reihe der Mittel, womit Fürs! Bismarck Heerfolge im katholischen Lager zu gewinnen trachte. Wir wollen nicht die Vorlage, wir wollen eine Revision der MaMetze. Abg. Liebermann ist im Sinne der gestrigen Ausführungen für die Vorlage. Kantak weift die gegen die Polen gerichtet'N Unterstellungen in den Motiven der Vorlage als unbegründetizurück. Der Cultusminister erklärt, die Debatte habe gezeigt, daß die Vorlage der Ausdruck der parlamentarischen Situation sei, seine Bemerkungen bezüglich der polnischen Frage, denen man einen höheren Werth beimesse, als darin liege, seien nicht widerlegt und hätten eher die Berechtigung der Regierung gezeigt auf die Polenfrage Rücksicht zu nehmen. Auch die verantwortlichen Beamten der polnischen Landestheile bestätigten, daß die polnische Agitation in lebhafter Bewegung sei. Windihorst meint, wenn mißliche Dinge bei polnischen Geistlichen vorgekommen so trage die Entfernung des Oberhirten daran die Schuld. Nach den Ausführungen Richters und Virchows wolle der Fortschritt ernstlich eine Revision ber Maigesetze, das sei für ihn erfreulich Gneift's Rebe zeige, baß bie Nationallide. ralen bie Maigesetze aufrecht erhalten wollen. Die Erklärung Meyers widerspreche seiner b sherigen Haltung. Die Revision der Maigesetze sei unabwendbar. Wenn die Regierung mit verschränkten Armen dem gegenüberstehe, so beweise dies, daß die Regierung den Frieden nicht wolle. Das Haus verwies die Vorlage daraus an eine Commission von 21 Mitgliedern. Berlin, 8. Februar. Ueber die gestrige Berathung der Kirchenvorlage sagt die „Prov.-Corresp." : Die streitenden Katholiken im Parlament haben sich bisher oft schroffer und unversöhnlicher als die Kirche selbst erwiesen. Gleichwohl giebt die Regierung die Hoffnung nicht auf, daß es gelingen werde, auch in der gegenwärtigen Session auf dem Gebiete der Gesetzgebung der Wiederherstellung des kirchlichen Friedens einen Schritt näher zu kommen. Schwerin, 8. Februar. Herzogm Anna, Tochter des Großherzogs aus zweiter Ehe, ist nach fünftägiger Krankheit an der Lungenentzündung gestorben. Karlsruhe, 8. Februar. Zweite Kammer. Bei der Berathung des Justiz-Etats wurde Seitens der Klerikalen unter Hinweis auf die vielen Meineide und fahrlässigen Eide angeregt, entweder die Zulassung zum Eide weiter zu beschränken, oder die geistliche Vorbereitung wieder einzuführen. Im weiteren Verlaufe der Sitzung wurde der Antrag der Budget-Commission angenommen, den ersten Staatsanwälten eine Gehaltserhöhung von 1000 Jl. zu bewilligen und denselben den Rang der Ober-Landesgerichts-Räthe anstatt des bisherigen Zianges der Landgerichts-Räthe zu verleihen. London, 8. Febr. Im Unterhause wurde von Forster, dem General- secretär für Irland, bestätigt, daß ein Brief an ihn gesandt wurde, welcher einen in trockenem Zustande gefährlichen Sprengstoff enthielt. — Das Haus fetzte die Berathung der Adreßdebatte fort. — Die conservative „Saint-James-Gazette" will wissen, daß Lord Granville einen energischen Verbalprotest an den russischen Botschafter in London gegen das neueste Vorgehen der russischen Regierung in Centralasien und besonders gegen den jüngst mit Persien abgeschlossenen Vertrag gerichtet habe. Wien, 8. Februar. Officiell. Aus Serajewo vom 7. ds. wird gemeldet : Von Susjesnv und Karaula Humic aus veranlaßte General Obadich in Foca kurze Offensivstöße gegen die Insurgenten. Der Gegner wich beiden Co- loimen aus, nur im Laufe des Nachmittags kam es zwischen einer Abtheilung Insurgenten und der linken Flanken-Colonne bei Susjesno zu einem Feuergefecht, bei welchem 3 Mann verwundet wurden. Auch bei Humic fand erst gegen Abend ein Geplänkel statt. Das offensive Vorgehen wird fortgesetzt. Petersburg, 8. Februar. In dem Befinden der Großfürstin Marie Paulowna ist eine Verschlimmerung eingetreten; die Nacht war unruhig, das Fieber hat zugenommen. — Dem „Golos" ist wegen zweier Leitartikel die erste Verwarnung er- theilt und der Einzelverkauf untersagt worden. — Ueber das angebliche Entlassungsgesuch des Generals Skobeleff ist in hiesigen unterrichteten Kreisen nichts bekannt, dagegen bestätigt es sich, daß demselben der Rath ertheilt worden sei, Urlaub zu einer Reise nach dem Auslande nachzus uchen. SS* ;S.Ä« dm l-ld zubriliM * w kK die soM ben zehnfach denbe im A I»* Mage W Da gestern in Revisionsb fprichl öor Mllencka M.: T Al Sfrifti i M von' unbekanntem sowie alle T anspruche a Nachlaß des Heinrich zu bilden h> Antrag de Brück uni non Burkh! bezüglichen N in di Mittwi 8( Doriuiterj als fünft e tänb. llcknvessM Heinrich $ stellt melden Gießen, de Atz Ueber hc gewordenen «litt am 9. J Der h Md zum e ernannt. Äonta <• Marz melden. Es inirt d>e Wahl , Wie über Hi M die in< Mieten (j bEt ’Jpanunte iS® Per xatys. ite schwere Gewitter, von ihnen betroffen nfrad). Beide Ereig- auch obschrn nur m- incher deutiche Besitzer gleichsalls Verluste zu aber eine nachtheilige im ganzen deutschen den Lombardzinssuß at um so ungelegmn, dere Ansprüche an die gt auch in so vielen en jetzt in der Textil« wärmeren Saison an- ere Lebhaftigkeit eines iHe übrigen Branchen, liefen wiederum viele -e wiederkehrende Er- für den Winter be- Zur Vermehrung der irforderl'ch- # der H-ndw-r ^ d-r id übrigen Geschäfts- und in Form von ff Der 2 70/, bephl«' ® ä)äit§mannc§ ertebM iae die erhöht 'M । ha die Biegung der ifberW** ich in Umständen DJeÄour« J“ b t Mn "“ASS »•* «S N > .» ’Ä» Sg-8« legen, kann inW W.„ ®©a§ W-M machte. » b b(ie lüm recht des Lehrreichen und ag ohne Nutzen und em zweiten Vortrag, ortfetzen wird, über; besuch eine Anregung 'm Grade verdienen. davon ist, daß in ben Coursz-tteln ganz hohe Cours« v-rzeAnet werden und das Publikum an die Prosperität der Unternehmung glaubt. Der Cours einer Actte bildet den Ausdruck für den Werth, welcher ihr auf dem Markte beigemessen wird. Wenn aber als Nachtragende auf dem Markte nur Diejenigen ericheinen, welche die Actten aus- aaben so liegt es in ihrer Hand, ben Markiwerth brr Actie, b^ h. b-n Cours d-rftwe», iu bestimmen Mit solcher Courstreiberei aber erfüllt das schwmdelhaite Consortium nur eine seiner Absichten. Die schwierigere zweite Autgabe besteht dann, die Actten zu den selbst gemachten hohen Coursen im Publikum allmahlick wieder unterzubringen Mit der Erfüllung dieser Aufgabe beschäftigt, brach die „Union Gdnärale 8 s Mer sich nicht schweren Verlusten aussetzen will, sollte Actten überhaupt nur dann kaufen, wenn er sich über die w rthschasttichen Aussichten des Unternehmens und die Solidität der Leiter befriedigende Gewißheit ve>|chastt hak. -solche Gewißhnt hat den zehnfachen Werth jeder Anpreisung m der Zeitung i-des Cour es und jeder Dividende im Börsenzettel. Kann man sich über jene beiden Caidmalpunkie keine zuverlässige Auskiinst verschaffen, so sollte man auf hohen Z'nß ganz verzichten und zur Anlage sichere Staats- und Communalpapiere, sowie gute Hypotheken wählen. Vermischte s Darmstadt 7. Februar. Der Kirchenrechner Koop in Reinheim hat sich aeftern in dem Moment erschossen, als die vom Kretsamte Dieburg abgesandten Revi^nsbeamten bet ihm eintraten. Es soll ein sehr beträchtliches Defic't - man spricht von über 50,000 X — vorliegen. _ Wie wir hören, ist am Sonntag abend ein Soldat aus einem Fenster der Artllleriekaserne gefallen und gefährlich verletzt worden. Pfungstadt, 7. Februar. Gestern fand in Hahn eine große Treibjagd statt, welche jedoch hinter den bescheidenstem Erwartungen zurückblieb, denn es wurde — nichts geschossen. Handel und Verkehr. Limburg, 8. Februar. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen X 20.90, Weißer Weizm X 20 70, Korn X 15-40, Gerste X 10,60, Hafer X 8,45, Erbsen X 00.00, Kaitoffeln X 00,00. Frankfurt, 8. F-bruar. Auf dem heutigen Markte kostete der, Centner Heu V nach Qualität X 3.50—4 80, Sboh X 3.40—4.10, Eier das Hundert X 570—7, Ochsenfleisch das Pfund 65—70 Kuh- und Rindfleisch 45—55 Kalbfleisch 40 bis 55 Hammefleisch 40—r3 Schweinefleisch 70—80 1 Hahn X 1.00—0, 1 Huhn X 1.50—2.00, 1 Poularde X 2 30—2.50, 1 Gans X 5 00—9.00, 1 Taube 50—6'' Reh per Pfund 75 1 Hase X 2.00— 2.50. Butter 1. Qual im Detail X 1 00, 2. Qualität X 0.90, Handkäs 45—50 das Pfund,, Kartoffeln das Malter X 4 50—6.00, Kopfsalat 15—18 gelbe Rüben das Gebund 7—12, Romainsalat 10—20 4, Rettig das Stück 6—8 4, Sellerie der Kopf 10—20 Blumenkohl 30 bis 70 Jf Wirsing 8-15 Weißkraut 10—25 das Stück, Rothkiaut 20—30 4, kraut 10 Kohlrabi 6—8 Endivien 10-30, Zwiebel 5—10 das Pfund. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man 7on der Annoncen - Expedition von MAASElVSTElRt Ä"" Qu* jrtvA Hi i>tr 9ft8atr|s ß fei Mz Kd, K **>:?* . w. der zweiten; ersuchen, not °usge,pioche uchr bdttfji »Eaun aejei ®(lt>iorberu wem a. übt Envuithejl fleMrhn ob Mel ober ei vWettitej üWete die und 2, 808 7 bieien^ Vs?* um Eiter' ftsH