107. Dienstag den 9. Mai 1882. Gießener Anzeiger Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. »eeWMt Schulstraße B. 18. Erscheint t»glich mit Ausnahme des M»«ta»S. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringer lohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher HHeil. Betreffend: Maßregel zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetterau. Gießen, am 5. Mai 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzogl. Bürgermeistereien Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhaufen, Birklar, Dorf-Gill, Ebcrstadt mit Arnsburg, Groß-Linden, Grüningen, Holzheim, Hungen, Inheiden, Klein-Linden, Langd, Lang-Göns. Langsdorf, Leihgestern, Lich mit Colnhausen, Muschenheim mit Hof-Gtll, Obbornhofen. Ober-Hörgern, Rabertshausen, Rodheim, Steinheim, TraiS-Horlvff und Utphe. In Folge höheren Auftrags bringen wir zu Ihrer Kenntniß, daß die verpflichteten Thierärzte innerhalb des ganzen Geltungsbereiches des Local- Polizeireglements über die Unterdrückung des Milzbrandes (s. Anzeiger von 1880, Nr. 201) functiomren dürfen, in dem ihnen zugetheilten Bezirke aber schleunigst und unweigerlich functioniren müssen. Da das genannte Polizeireglement außer in Ihren Gemeinden auch iw ganzen Kreise Friedberg und in einem Theile des Kreises Büdingen (nämlich in Hain-Gründau, Blofeld, Nidda, Echzell, Effolderbach, Ober-Mockstadt, Ober- und Unter-Widdersheim mit Hof Schwalheim, Salzhausen, Bösgesäß, Selters, Stockheim, Glauberg, Lindheim, Oberau, Altenstadt, Höchst a. N., Ranstadt, Dauernheim mit Dauernheimer Hof und Hof Schleifeld, Berstadt, Bisses, Heuchelheim und Gettenau) gilt, so ist es Ihnen nicht verwehrt, in Ausftihrung des Milzbrand-Regulativs auch einen verpflichteten Thierarzt zuzuziehen, dem ein Bezirk im Kreise Friedberg, oder in den angegebenen Orten des Kreises Büdingen zugethellt ist. Nur die Fleischbeschau verbleibt denjenigen Thierärzten in den Orten ausschließlich, in welchen sie ihnen besonders übertragen worden ist. __l>r, Boekmann.__ Betreffend: Den Ankauf von Stutftillen. Bekanntmachung. Der Landespferdezucht-Verein veranstaltet auch im Jahr 1882 einen Ankauf von Stutfüllcn für seine Pferdezucht trechenden Mitglieder und solche Züchter, welche beabsichtigen dem Vereine beizutreten. Angekauft werden nur halbjährige Stutftillen bester Qualität in Norddeutschland zum Durchschnittspreis von 350 X, sowie in Belgien (Ardenner Füllen) zu 400 Frcs. per Stück. Die Bestellungen sind bis halben Juni dem Unterzeichneten oder direct bei dem Vorstande des Landespferdezuchtvereins in Darmstadt einzureichen, und ist dabei anzugeben, ob auf Füllen norddeutschen oder Ardenner Schlags reflectirt wird. Der genannte Vorstand ist zu jeder weiteren Auskunft bereit und wird auf Wunsch die Ankaufsordnung im Abdruck mitthellen. Die allgemeinen Kosten (Reisekosten der Commissionen, sowie die Kosten des Transports, der Fütterung und der Versteigerung der Füllen) trägt der Pferdezucht-Verein, jo daß die Besteller nur den Ankaufspreis zu entrichten haben. Die Thiere werden wie in den beiden letzten Jahren unter den Bestellern versteigert. Der Termin und Ort der Versteigerung wird j. Z. bekannt gegeben. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dies auf geeignete Weise in ihren Gemeinden bekannt zu machen. Gießen, den 5. Mai 1882. Der Director des landwirthschastlichen Bezirksvereins. _____ Dr. Boekmann. Acutschland. Darmstadt, 6. Mai. Die zweite Kammer hat für Abhaltung von Turnlehrcursen zur Ausbildung von Lehrern als Turnlehrer statt der jährlich angeforderten 3100 nur 1500 M. bewilligt, weil sie von der Unterstellung ausging, daß auf den Seminarien seit Erlaß des neuen Schulgesetzes ja Turnunterricht ertheilt werde und die älteren Lehrer doch keinen Turnunterricht ertheilen könnten. Die erste Kammer hat indeß die Anforderung ungeschmälert bewilligt, allein der Finanzausschuß zweiter Sammer trägt trotz einer Petition darauf an, auf dem früheren Beschluß zu beharren und laßt durchblicken, haß eigentlich die Verwilligung von 1500 .X welche die Möglichkeit gewahrt daß 16 Lehrer jährlich 4 Wochen den Turnmrs be uchen können, noch über das vorliegende Bedürfniß hinausgehe, so daß wenig Hoffnung dafür vorhanden ist, daß das Plenum der Kammer sich zu einer höheren Bewilligung von loOO ^ versteigen wird. - Bei der ersten Berathung des Budgets hatte die zweite Kammer für die Erweiterung des Provimial-Arreft- hauses in Gießen statt der angeforderten 95,000 x. nut 75 000 U. bewilligt di- erste Kammer dagegen die volle Summe. Nunmehr beantragt der Fiuanz- Ausjchuß zweiter Kammer die Bewilligung auf 85,000 M. zu erhöhen ,, Darmstadt, 5. Mai. Der Betich! des Finanzausschusses zweiter Kammer über die Rccommunication der ersten Kammer in Setreff des finnnt, Voranschlags der Staats-Einnahmen und -Ausgaben lieat nnnmebr gedruckt vor. Die Zahl der hiernach noch bestehend e Dissense ist eine°nickt i^b^ deutende und einzelne derselben sind von principieller Wichtigkeit. Was runäcbft hnS Budget betrifft, so beantragt der Ausschuß Beharrenbei d-rn stüberen Beschluß, wonach der als Erträgniß aus Forstdomänen in den söauv var!n schlag eingestellten Summe der Betrag von 300,000 x zugesctzt werden iene” Zusatz aus 160,000 X ermäßigte, ’s im Ausgabe'Bu^daet b°°Mragt der Ausschuß zu Kap. 7, „Staatsrenten", bei dem von der ersten abgelehnten Beschluß zu beharren, Großh. Regierung um Vorlage eines wurss behufs zwangsweiser Ablösung der noch bestehenden ©tuÄnOn M ersuchen. Ebenso beantragt die Majorität des Ausschusses zu Kav 8 Anstand Abgänge und Nachlaße", Behairen bei dem Ersuchen an dstR gierunaum ÄlÄtÄ, 13 »ä'ä2! SS1 *»’“ b,‘ »««-»> »»„<- im »««,,■! "K ni'KS »« diesseitigen Ausschusses s. Z. beantragt halte, mit 5200 X bewilligt. Die Majorität des Finanzausschusses beantragt Beharren aus dem srllhercn Beschluß, die Minorität ist für Beitritt zu dem Beschlüsse erster Kammer. — Die erste Kammer ist einem von der zweiten Kammer auf Antrag d-s Avg. Böhm zu dem Kapitel „Gensdarmerie" beschlossenen Ersuchen an die Regierung nickt beigetreten, welches dahin geht, die Frage in Erwägung zu ziehen, ob nicht durch Verminderung der Zahl der Gensdarmerie- Osficiere eine weitere Ersparniß sich erzielen ließe. Der Ausschuß beantragt Beharren auf dem früheren Beschluß. - Zu Kap. 32, „Landeszuchthaus Marienschloß", hatte die zweite Kammer 1) die widerrufliche Anstellung des Bureaugehilsen der Direction mit 1150 X jährlich nicht genehmigt, dagegen den gleichen Betrag als Bureaukosten dem Director zur Versügung gestellt: 2. dem Anstaltsarzt als Gehalt statt des geforderten Maximalgehaltes von 3600 X jährlich nur 2000 X bewilligt. Die erste Kammer hat die widerrufliche Anstellung des Bureaugehilsen der Direction mit 1150 X Gehalt, sowie als Maximalgehalt für den Anstaltsarzt 3600 X bewilligt. Zu 1 beantragt der Finanzausschuß zweiter Kammer Beharren bei dem früheren Beschluß, zu 2. dagegen Bewilligung eines Gehaltes für den Anstaltsarzt bis zu 2400 X- — Zu Kapitel 34, „Katholische Kirche", ist die erste Kammer der Mannten Beschränkung, unter welcher die Bewilligung der angesorderten 108,102 X Seitens der zweiten Kammer stattgefunden hat, nicht beigetreten. Der Ausschuß beantragt Beharren- — Bei Kap. 35, „Landes-Universität", beantragt der Ausschuß, dem genehmigenden Beschlüsse der ersten Kammer bezüglich der Errichtung einer fünften theologischen Professur für practische Theologie unter der Voraussetzung beizutreten, daß die im Budget eingestellten und von der ersten Kammer genehmigten 2800 X für den außerordentlichen Professor in Wegsall kommen. Ebenso läßt der Ausschuß den von der zweiten Kammer beschlossenen Abstrich von 2000 X an der Forderung für die Universitätsbibliothek fallen, nachdem die Regierung in der Sitzung des Ausschusses vom 28. April dss. Js. die Erklärung abgegeben hat, daß sie den künftigen Wegfall folgender vier Posten im Budget der Landes-Universität bestimmt in's Auge gefaßt habe, nämlich 1. des Professors für Kunstwissenschaft, 2. des Professors für chemische Technologie und des damit zusammenhängenden technologischen Cabinets, 3. des Uni» versitäts-Fecht- und Tanzlehrers und 4. des Universitäts-Stallmeisters und des Reitinstituts. — Zu Kap. 36, „Technische Hochschule", ist die erste Kammer dem Ersuchen der zweiten Kammer, die technische Hochschule bei Fortdauer der dermaligen geringen Frequenz mit Ablaus der Finanzperivde 1882—85 auszuheben, einstimmig, nicht bet- getrcten. Indem die Ansichten der einzelnen Mitglieder des Finanzausschusses zweiter Kammer db selben geblieben sind, beantragt die Majorität auf bem früheren Beschlüsse zu beharren, die Minorität dagegen Beitritt zu den Beschlüsse des andern Hauses. — Einstimmig hat die erste Kammer die Regierungsforderung von 128,260 X für die Gymnasien, sogleich auch die Errichtung und organische Verbindung der Vorschulen mit den Gymnasien zu Darmstadt, Gießen und Worms und die definitive Anstellung eines academisch gebildeten Lehrers zu Gießen mit 3300 X bewilligt, während die zweite Kammer die Errichtung der Vorschulen an den Gymnasien zu Darmstadt und Gießen, sowie die Verbindung der Vorschule mit dem Gymnasium zu Worms und die Fortsührung derselben aus Staatskosten abgelehnt und den sür diesen Fall vorgelegten neuen Etat der Großh. Regierung angenommen hatte. Die Majorität des Ausschusses beantragt Beharren bei dem früheren Beschluß, dte Minorität Beitritt zu dem Beschlüsse erster Kammer. - Nicht beigetreten ist dte erste Kammer dem zu Kap. 38, „Realschulen", von der 2. Kammer gefaßten Beschluß, dte Anforderung von jährlich 142,725 X als Zuschuß zu den Realschulen in das Budget von 1882-85 einzustellen, die Verausgabung für die Jahre 1883—85 jedoch davon abhängig zu machen, daß die Großh. Regierung vor Ablaus des ersten Budgetjahres die Beit tags pflicht der Städte zu den Kosten der Realschulen unter Anwendung gleichmäßiger Grund- einen Stich durch die Lunge, der rechte Arm ist fast zu Brei zerschlagen. Bei beiben Ermordeten wurde viel G Ib und Noten vorgefunben. Der Angriff muß sehr energisch gewesen sein, denn obwohl des schönen Welters wegen eine Menge Personen wenig! hundert Schritte von der Mordstelle spazierten und saßen, hat keiner etwas gesehen ober gehört. Nur em Junge, der unweit der Stelle Vogelnester suchte, sah eine Anzahl Männer ringen, und zwei stürzten zu Boden; darauf sprangen vier in einen Wagen und fuhren schleunigst in der Richtung nach Chapelizod davon Der Jung! kann das Aussehen der Männer nicht beschreiben. Die Polizei burchsuchte den Park sofort, ohne irgenb Spuren aufzustnden. Es sind noch keine Verhaftungen vorgenommen, aber beibe Velocipebisteu sinb zurückgehallen. Der Vicekönig Spencer soll sofortige Abbankung vorhaben. Die Stellung der Regierung dürfte durch das Ereignis; äußerst schwierig werden- Oesterreich. Wien. 6. Akai. Officiell. Die Streifung am 4. bä. wurde ohne jeden weiteren Widerstand durchgeführt. Es wurde hierbei wahrgenommen, daß 37 Insurgenten an der montenegrinischen Grenze von den Grenzposten entwaffnet wurden. Alle Einwohner von Ober-Poborj haben sich geflüchtet. In einem verlassenen Hause wurde eine große Menge Patronen vorgefunden. Unter« Poborj, Maini und Braic sind ruhig. — Ringtheater-Proceß. Der Gerichtshof beschloß die Vorladung der Theater-Directoren Laube und Ascher als Experten über den Wirkungskreis der Theater-Directoren, der Regisseurs rc., sowie der beiden Aerzte, welche die aufgefundenen Leichen untersucht haben. Die heute vernommenen Zengen, unter denen sich Graf Lamezan befand, deponirten mehr oder weniger bekannte Details. Prag. 6. Mai. Bis auf einzelne Schachten des Aussiger Bezirks, in welchen die Arbeit noch nicht völlig wieder aufgenommen, ist der Strike fast überall beendet. In dem Karbitzer Saxonia-Schacht haben alle Strikenden heute Nachmittag persönlich zur Reinlohnung am Lohntische zu erscheinen und sich bestimmt zur Wiederaufnahme der Arbeit für Montag früh zu melden, widrigenfalls dieselben in ihre Heimath abgeschoben werden. Der Bezirkshauptmann erließ nochmals einen sehr eindringlichen Warnungs-Aufruf. England. -London, 6. Mai. Davitt, der Gründer der Landliga, ist heute Nachmittag aus dem Portland-Gesängniß entlassen worden. Parnell, Dillon und O'Kelly sind ihm entgegengereist. — Anläßlich einer Feier der Freilassung der verdächtigen Jnhaftirten fand gestern in Ballina ein Zusammenstoß zwischen Polizei und Volkshaufen patt. Die Polizei machte von der Feuerwaffe Gebrauch und verwundete mehrere Excedenten lebensgefährlich. — Der Eisenbahnbeamte Ioung ist wegen Bedrohung mit Mord und wegen Erpressung vor die Assisen verwiesen worden. Dublin, 6. Mai. Der neu ernannte Staatssecretär für Irland, Lord Frederik Cavendish, und der Unterstaats- secretär Thomas Bourke stnd heute Abend während eines Spazierganges im Phönix-Park ermordet worden. (Unfern Lesern in der Stadt zum Theil gestern mittelst Extrablatt mitgetheilt). Loudon, 7. Mai. Der „Franks. Ztg" wirb lelegraphi«: Der eben ernannte, erst gegen Mittag mit bem neuen tBic-fällig in Dublin angekommene Oberfecretär £orb Freberick Cavendish ging Abenbs, von ber Einsührungsfeierlichkeit kommenb, mit bem Untersecretär Burke burch ben Phömxpack auf bie vicekön gliche Sommerwohnung zu. Zwei Vetocipebisten, welche Beibe emherschreiten gesehen, sanben bei ihrer Rückkehr Cavendish im Hauptwege, Bourke in einem Settenpsabe in ihrem Blute schwimmenb, ermorbet Bourke hatte mehrere Stiche nahe bem Herzen; ber Hals ist fast vollstänbig burchschnitten, bie Kleiber sinb zerrissen und blutgetränkt. Der Zustand ber Hänbe deutet auf hartnäckige Vertheidigung. Cavendish hatte mehrere Stiche in ber Brust, Italien. Rom, 5 Mai. Der Papst empfing heute Nachmittag eine zahlreiche irische Deputatioil, weiche erschienen war, um ihm für die Verleihung der Kardinalswürde an den Erzbischof Mac Cabe zu danken und eine bezügliche Adresse zu überreichen. Jtl seiner Antwort belobte der Papst die Beständigkeit bet Irländer in den über sie verhängten Prüfungen und ihre Hingebung an de» Glauben. Er wies ferner auf die sehr schweren Gefahren tjin, denen sie auf dem Wege ausgesetzt feien, auf welchen man sie zu drängen suche und sprach bie Hoffnung aus, daß die Irländer nicht von der Mäßigung abweichen und nm legitime Mittel anwenben würden, um das Loos des Vaterlandes zu verbessern. Der Papst beglückwünschte schließlich die irischen Bischöfe zu ihrer Haltung und empfahl dem irischen Klerus und dem Volke, denselben Gehorsam zu leisten. Amerika. Washington, 6. Mai. Eine Depesche des Ingenieurs Melville vo» der „Jeanette" an den Secretär der Marine, datirt aus dem Delta des Lena- flusses vom 24. März meldet, daß er den Lieutenant Delong und seine Gefährten tobt aufgefunden habe. Melville setzte seine Nachforschungen nach dem Lieutenant Chipp, dem Commandanten der zweiten Schaluppe, fort. Deutscher Reichstag. 4. Sitzung. Samstag, 6. Mai. Präsident v. Lcvetzow eröffnet die Sitzung um l3/» Uhr mit den gewöhnlich!« geschäftlichen Miith-ilungen. Am Bundesraihstische: Staatssecretär v. Boetticher u. A. Der erste Gegenstand der Tagesordnung ist die Bcrathung des Antrags Froh m! auf Einstellung des gegen die Agg. Liebknecht unl> Kräcker bei bem Reichsgericht, bezw bei bem Lanbgericht in Breslau schwebcnben Strafverfahrens. Abg. Richter (zur Geschästsorbnung): Unter ber Einwirkung bes Zusammen- tagens des Reichstages mit dem Landtage, dessen Ende sich nicht adsehen läßt, ist die Präsenz dieses Hauses eine überaus schwache und da so wichtige Gegenstände heutei jur Berathnng stehen, so halte ich es nickt für angezeigt, bei nicht beschlußfähiger Zahl in die Verhandlung cinzutreten. Das Haus ist ohne Zweifel nicht beschlußfähig^ Präsident v. Levetzow erklärt, einem solchen Zweifel nach der GeschästsordnuH nur dann Folge geben zu können wenn es sich um eine Abstimmung hanble. Abg. Richter (Hagen): Dann stelle ich ben Antrag auf Vertagung dir Sitzung. , Nunmehr wirb bie Auszählung bes Hauses vorgenommen, welche bte Anwesenheit von nur 160 Mitgliedern ergibt. Das Haus ist hiernach nicht beschlußfähig. Abg Freiherr v. Wöllwarth (Lauterburg) bedauert, daß tn dieser SBetfe Ute Geschäfte des Reichstags aufgehalten würden. Die südbeutschen Abgeordneten sei!» von weit hierher gereift und würden den Arbeiten bereitwillig obliegen. Nun fei aeir gestern b'e Zeit, welche auf die Berathnng bes hochwichtigen Gesetzentwurfs verwend!! werben konnte, aus eine nutzlose Geschäftsorbnungsbebalte vergeudet worden, und htM seien verschiedene Mitglieder während des Namensaufrufs im Foyer sitzen geblirt«, ba sie bie Sache Nichts anginge, wie sie auf bie Aufforberung, hereinzukommiö erodierten. Er conftatire das hiermit vor der Nation. (Bravo rechts.» Abg. Dr. Braun richtet an den Präsidenten die Frage, ob er es für zulässiz halte, daß ein beschlußunfähiges Haus bebatlire. Der Präsident erwidert, daß geschäftsordnungsmäßige Debatten nach dir Praxis des Haufes zulässig feien- Abg. Rickert proteftirt dagegen, daß ein Mitglied die Beschlüsse des Hauses ilt dieser Weise fritifire, wie dies der Abg. v. Wöllwarih gethan, und hält ihn für ott-- pflichtet, die Namen der Mitglieder zu nennen, gegen die er derartige JnsiuuatioiM geltend gemacht. Ab. v. Wöllwarth erklärt, daß er ben Abg. Mayer (Württemberg) gennit habe. (Dr. Braun: Sie haben verschiedene Mitglieder gesagt!) Ja, es sind ach verschiedene Mitglieder aufgefordert worden, in den Saal zu kommen. Der Präsident beraumt die nächst- Sitzung auf Montag 11 Uhr an. Tngii- orbnung: Gewerbenovelle, Zolltarif. Schluß 2l/4 Uhr. Telegraphische Depesche«. Wolff's telcgr. Corrcspondenz-Bureau. Berlin, 7. Mai. Nach einer Bekanntmachung des Präsidenten des Abgeordnetenhauses wird am nächsten Donnerstags den 11. d. Mts., die letzt! Sitzung des Hauses der Abgeordneten in gegenwärtiger Session und Nachmittags an demselben Tage der Schluß der Session des Landtages stattfinden. Potsdam, 7. Mai. Ihre König!. Hoheit die Frau Prinzessin Wilhelm von Preußen ist gestern Abend 9 Uhr 50 Min. von einem Prinzen glücklich entbunden worden. (Unfern Lesern in der Stadt zum Theil gestern mittelst Extrablatt mitgetheilt). Dublin. 7. Mai. Lord Cavendish und Bourke gingen gestern Abcid im Phönix-Park spazieren, als sich ihnen ein Wagen näherte. Zwei Mama entstiegen demselben, griffen Lord Cavendish und Bourke an und brachten dei- selben inehrere Stiche in die Brust und in den Hals bei. Lord Cavendish um Bourke scheinen den Angreifern erst nach starker Gegenwehr unterlegen zu |tti Die Mörder flohen sofort, die Polizei hat bis jetzt keine Spur von ihnen * deckt. Als die Körper der Ermordeten aufgesunden wurden, waren dieselm entsetzlich verstümmelt, der ganze Platz war mit Blut überschwemmt. Es herrM hier große Erregung. , — Bis heute Morgen war wegen der Ermordung Lord Cavendtsh im Bourke's noch keine Verhaftung erfolgt. Gerüchtweise verlautet, der Viceköch Lord Spencer, habe auf die Nachricht von dem stattgehabten Morde die WM ausgesprochen, sein Amt sofort niederzulegen. — Sämmtliche Polizei-Stationen in Irland sind von der Ermord»« Lord Cavendish' und Bourke's in Kenntniß gesetzt worden; alle abgebenta Schiffe werden einige Zeit hindurch überwacht werden. Dem Verbrechen Uegit offenbar politische Motive zu Grunde, die Mörder haben ihren Opfern nW< geraubt, weder Geld noch Schmucksachen, noch auch Papiere. — Die ZugiiW zu der Residenz des Vicekönigs im Phönix-Park werden durch starke Poli;-v Detachements bewacht. Der Königin und dem Premier Gladstone würbe W Verbrechen gestern Abend telegraphisch mitgethellt. fä8e unb unter Berücksichtigung ber Leistmigstahigküt ber Betreffenbin Stabte ein r R-guUrung unterzieht unb an ben ßanbtag eine bahm jielenbe Vorlage gelang n lot , bie erfte Kammer hat vielmehr bie 3iegierung5foiberung pure beroiUtgt. Der Ausschuß zweiter Kammer beantragt Beharren auf bem früheren Beschluß. — Dasselbe ist ber ffaU bezüglich bes Abstriches von 1500 X an ber für Abhaltung von Turnlehrer- eirrten gesorberten Summe von 3100 X, bezüglich bet Nichtbewilligung ber von ber ersten Kammer gutgeheißenen Gehaltserhöhung bes Lanbstallmeisters von 700 x unb bezüglich eines Ersuchens an bie Regierung, ben einen ber betben 3erg- meist^r balbthunlichst anberweit zu verwenben unb eine ber beiben Stellen bamit zu beseitigen. - Bei ber Section sür Justizverwaltung beantragt ber Ausschuß nunmehr Bewilligung bes Gehaltes für einen Kostenrevisor, ist bagegen wie früher gegen bie Bewilligung ber für je einen Kanzlisten °m Oberlanbesgertcht unb an ben bret Lanbgerichten gesorberten Max malgehalte von 2100 Jl. äßeiter beantragt ber Ausschuß Beitritt zu bem jenseitigen Beschluß, den Durchs chnittsg ehalt ber Amtsger ich tsbiener von 500 auf 700 X zu erhöhen, bagegen soll auf bem ab- lehnenben Beschlüsse bezüglich bes Criminal-Polizei-Commlssars zu Darm- ftabt beharrt werben. — Zu Hauptabtheilung 9, „Finanzministerium , ist zu bemerken, baß bezüglich ber Erhöhung ber Dammwartergehalte, wie sie bie Regierung vorgeschlageit unb bie erste Kammer genehmigt hat, nunmehr bte Minorität b-s Ausschusses Beitritt zu ben beSfaUfigen Beschlüssen erster Kammer beantragt. - -zu Kap. 93, „Kosten bes Katasters", wo bie 2. Kammer bie Ausgaben für bte Bezirksaeometer abgelehnt unb statt ber ©efammtforberung non 88,000 X nur 58 000 ^. bewilligt hatte, nahm bie 1. Kammer ben in ber 2. Kammer abgelehnten Antrag Dittmar an unb verwilligte im Ganzen bte Summe non 81,2o0 X. Ein Theil bes Ausschusses beantragt Beitritt zu biefem, ein anberer Theil Beharren aus bem früheren Beschluß. - Für bas H o f b a u w e s e n w.ll ber Ausschuß nach wie vor nur 55,000 X als Pauschsumme bewilligen, wahrend bte erste Kammer 65,000 X bewilligt — Im Bubget ber außerorbcntlichen Ausgabe beantragt bezüglich bes Neubaues eines Gymnasiums zu Darmstabt bie Majorität bes Ausichustes Beharren bei bem früheren ablehnenben Beschluß, währenb bie Minorität in Ueberetiv stimmung mit ber ersten Kammer Bewilligung ber angeforberten 231,000 X beantragt.^.^, 4, Mai. Als neuestes Zollkuriosum ist die Verzollung von Kaffee als Putz zu rechnen. Wie aus Breslau berichtet wird, verzollte man dort bis vor Kurzem die in Säcken von blauem Kattun eingeführten Muster von rohem Kaffee unbeanstandet als Kaffee mit 40 M. für den Doppel-Centner (40 Ä für den Beutel); feit Beginn voriger Woche aber sind fämmtliche aus Holland mit der Post eingegangenen Kaffeemuster vou dem dortigen Steueramt nach ihrem vollen Bruttogewicht mit einem Zollsätze von 300 JL für den Doppel-Centner (3 für den Beutel) belegt worden, wahrscheinlich nach Nr. 18 Pos. c des Tarifs als „fertige Kleider und Leibwäsche, auch Putz." Die Adressaten haben die Annahme der solchergestalt belasteten Muster verweigert. , ,. , „ „ _ Berlin, 6. Mai. Das Abgeordnetenhaus lehnte die beiden ersten Paragraphen des Verwendungsgesetzes ab, worauf der Finanzminister, erklärte, die Negierung lege auf die Weiterberathung keinen Werth. Im Laufe der Debatte hatte der Minister v. Puttkamer die Vorlage vertheidigt und betont, eine Vorlage, welche 54 pCt. directer Steuern abnehme, sollte man nicht so kurzer Hand abweisen. Die Regierung habe ihre Schuldigkeit gethan. Wenn das Parlament es ablehne, den darbenden Steuerzahlern das Brod unmittelbarer Erleichterung zu geben und statt dessen den Stein ungewisser Vertröstung gebe, so habe es die Verantwortung zu tragen. Ein Verhalten, wie das der Gegner der Vorlage mache allerdings eine Verständigung mit der Negierung fast unmöglich. Nächste Sitzung unbestimmt. — Im Herrenhause stand die Interpellation des Grafen Schliebeu. .aus der Tagesordnung, betr. die Ausschlachtung der Bauerngüter in Ostpreußen, Minister Lucius hält die von Schlieben geschilderten Zustände für übertrieben, sagt aber für den Fall ihrer Nichtigkeit ernste Erwägung zu. Ems, 6. Mai. Die Kaiserin Eugenie ist heute Mittag zunt Kurgebrauche hier eingetroffen. Marseille, 7. Mai. Der „Petit Algerien" berichtet, im Süden von Oran solle ein neues Gefecht stattgefunden haben, in welchem gegen 1500 Araber gefallen seien. Auch die Franzosen sollen dabei beträchtliche Vertu,te erlitten Ijai,en'gpnbon, 7. Mai. Heute Nachmittag findet ein Ministerrath statt. Petersburg, 7. Mai. Fürst Alexander von Bulgarien empfing gestern die hier weilenden bulgarischen Officiere und hatte mit denselben eine längere Unterredung. Heute begiebt sich der Fürst zum Diner bei den, Kaiser und der Kaiserin nach Gatschina. Lokales. Gicsicn, 8 Mal. sTürschmann-s Richard Türschmann hat sich brreit crkläit, bie JDebipustrilogie d-s Sophokles: König Oedipus, Oedtpus auf Kolonos und AiMgone, hier lum Vortrag zu bringen, wenn ihm für diese Rccitakion, welche drei Abende einer Woche in Anspruch nimmt, ein entsprechender Zuhörerkreis gesichert ist. Es sind deshalb Adonnemenislisten bei den Herren I Ricker und W. Rudolph ausgklegt. Wir zweifeln nichl daran, daß das kunstsinnige Publikum unserer Universitalssladt bet welchem der geniale Künstler mit dem Vortrag des Hamlet, des Kausmann oon Venedig und des Saull, den ungekhelltesten Beifall geerntet hat, d>e vorzüglichst-Leistung desselben vollkommen zu würdigen wissen wird, lieber die Art, wie Türschmann die Dramen des Sophokles auffafct unb darstellt, berichtet ein ausführlicher Artikel der „Grenzbolen , welchem wir nach,olgende Bemerkungen entnehmen: . „Türschmann legt seinem Vorträge mit Recht die Donner',che Uebersetzung zu Grunde, denn sie ist von allen wohl die gewandteste und flüssigste, die in d-n Ehor- lieUen oft zu einem ergreifenden Nachdichten des Originals wird, ohne sich von demselben zu weit zu entfernen. Er hält sich aber nicht sclaotsch an den Donner schen Text, sondern folgt zuweilen andern Uebertraguiigen, zuweilen nimmt er mit der zu Grunde gelegten Uebersetzung selbstständige A-nd-rungen vor. Die drei Tragödien hält Türschmann für eine durchaus organische Einheit, zwar nicht für eine Trilogie in der Alt der Aeschyleischen Otestie, aber doch für eine Ge- sammtcomposition, deren dritter Theil immerhin zuerst entstanden fein mag, die aber durch die Idee des Ganzen wie durch die emhettliche widerspruchslose Gestaltung der Charactere fest geschlossen ist. So ist ihm der oft heroorgehobeue Widerspruch in jtreon in den drei Dramen vielmehr eine vom Dichter mit klaren Zügen zur Anschauung gebrachte Entwickelung dieses Characters, der sich in verschiedenen Situationen eben verschieden gestalten muß, ob er ohne eigentliche Regtcrungsjorgen dem Throne nahe steht, ob er eine schwierige Mission für feinen Staat rücksichtslos auszusühren hat, ob er endlich an der Spitze desselben stehend und in vollem Bewußtsein seiner Macht und Verantwortlichkeit auf ungeahnt- Widersetzlichkeit stößt. Um den Character des Oedipus einheitlich darzustellen, kann Türschmann natürlich ihn im ersten Drama nicht als ein- ideale Persönlichkeit auffassen, deren Lebensglück ohne eigenes Verschulden voii einer dunklen geheimnißoollen Macht unrettbar und entsetzlich verwüstet wird, kann in dem Drama nicht den pessimistischen Gedanken abgespiegelt sehen, daß keine Vorsicht, kein Scharfsinn, nicht di- edelste Mannestüchtigkeit und nicht die rreueste Pflichterfüllung eines Menschen davor zu schützen vermag, daß seine Lebensblülhe in schaurig kurzer Zeit verwelkt und zerflatlert. Türschmann legt vielmehr großes Gewicht auf die blutige Mordlhrt in jenem Engpaß, die nach des Thäters eigener Darstellung durch Rothwehr keineswegs entschuldigt werde, und auf den unseligen und tadelnswerth leichtsinnigen Entschluß, die ältere KöntgSwittwe zu heirathen, da thm doch das Orakel die entsetzliche Aussicht auf eine Ehe mit der eigenen Mutter eröffnet hatte und er seit feiner Flucht aus Korinth in völliger Unwissenheit über seine Abstammung fern mußte. Man muß gestehen, daß Türschmann seine Auffassung durch seine Recitaiion in geistvoller und das Gemüth des Zuhörers mächtig erregender Weise zur Geltung bringt. Nach seiner Darstellung ist Oedipus eine -del angelegte Natur, in seiner ernstvollen Tüchtigkeit auf seine Klugheit und Energie allzu stolz vertrauend, als Herrscher eifrig besorgt um das Wohl seiner Unterthanen, aber leicht gereizt zu jähem Zorn, zu rücksichtsloser Leidenschaft. Als bann das nachtdunkle Geschick den stolzen Mann ersaßt, wird er zwar aufs tiefftc erschüttert, aber der leidenschaftliche Sinn bleibt ungebrochen, und nachdem die erste Gewalt des L>chmerzes über das von ihm selbst heraufbischworene Unglück ausgetobt, sucht er in sophistischer Weise (im koloneischcn Oedipus) alle Schuld von sich abzuwälzen, wie er schon gleich nach der Katastrophe sich als einen von den Göttern Gehaßten und Verfolgten bezeichnet hatte. Mild und versöhnlich macht ihn sein Unglück nicht, fonbiin er geht mit dem Gefühl grimmigen Hasses gegen seine Vaterstadt und gegen seine Söhne, welche die Pflicht der Pietät gegen ihn verletzt haben, m bie Mrabesruhc. Während Türschmann das Bild des Oedipus dunkler hält als es nach der gewöhnlichen Auffassung erscheint, hat er um so lichtere Farben für das Gemälde der Antigone. Die leidenschaftlich bald mit erhabenem Schwung, bald mit bitteren höhnenden Worten gegen Kreon kämpfende Jungfrau tritt bet ihm zurück vor der innig liebenden Schwester; in den wilden trotzigen Leidenschaften, welche das Labdakidenbaus verwüstet und zerrüttet haben, steht sie da als die Vertreterin der Famflienpietät und der reinen Menschlichkeit. Di- anderen Gestalten der drei Tragödien, wenn wir von Tiresias absehen in dem Tüischmann mehr bie priesterliche Anmaßung als die priesteiUche Hoheit zur Anschauung bringt, stellt er so dar, wie man bie Choractere sich gewöhnlich bentt. Boi trefflich ze-chnet er den edlen klaren Sinn des Theseus, den pietätsvollen, sonst beso nenen und nur durch bie Liebe zur Antigone zum offenen Bruch mit dem Vater fortgerissenen Härnon, bie milde und doch zum größten Opfer bereite Ismen-. Das ist alles voll und tief empfunden, alles lebenswarni und anschaulich, zum Theil von erschütternder, lange nachklingender Wirkung. Welche ungewöhnliche dramatische Gewalt zum Beispiel die Scene im König Oedipus hat, in welcher er sich als den Mörder seines Vaters und den Gemahl seiner Mutter erkennt, ist wohl nlelin Zuhörern erst durch diese vorzügliche Darstellung zu klarem Bewußtsein gekommen. Aber auch die Chorstellen, die er nicht nur den Rhythmen des Originals, sondern auch melodiös auf- und niederwog-n läßt, bringen bei dem herrlichen Organ des Vortragenden eine ganz eigenthümliche, unbeschreibliche Wirkung hervor. Türschmann hat sich durch diese Recitation das große Verdienst erworben, kostbare dichterische Schätze, die in der Regel nur weniger Eingeweihten mit vollem Glanze entgegenleuchten, einem größeren Publikum zu klarerem Verständniß zu bringen. Gießen, 8. Mat. Dem O'oerhessischen Eisenbahnzug, welcher am Freitag 429 Nachmittags hier eintreffen sollte, stieß bei Reiskirchen derart ein Unfall zu, daß eme Achse des Tenders aus den Schienen sprang. Beschädigungen an Personal und Material sind nicht zu verzeichnen. Eine andere Maschine holte von hier aus den Zug in Grotz- Buseck ab und traf derselbe um VzG Uhr Nachmittags hier ein- Die erstere Maschine traf demnächst auch in hiesiger Station ein. Handel und Verkehr. Grünberg, 6. Mai. (Fruchtpreise vom 29. April.) Weizen ja 25.10 Korn ja 18.90, Gerste ja 16.94, Hafer ja 16.26, Erbsen ja 20.98, Lein ja 00.00 Samen ja 25.00, Kartoffeln ja 2.84, Wicken ja 00.00. Frankfurt, 6. Mai. Aus dem heutigen Markte kostete der Centner Heu je nach Qualität ja 3.50—5.00, Stroh Ja 3.50—0.00, Eier das Hundert ja 4.50—5.50 Ochsenfleisch das Pfund 65—70 H, Kuh- und Rindfleisch 45—55 .$, Kalbfleisch 40 bis 60 Hammelfleisch 40—65 .$, Schweinefleisch 70—80 1 Hahn ja 1.70—2.20 1 Huhn Ja 1.80—2.30, 1 Taube 45—50 1 Poularde ja 0.00—3.00, 1 Gans ja 6 bis ja 8, Welsche ja 8—12, 1 Ente ja 3.00, Butter 1. Qualität ja 130—0.00, 2. Qualität Ja 1.20—0.00, Handkäs 45—50 ,$ das Psund, Kartoffeln das Malter Ja 4.50—7.00, Kopfsalat 10—00 H, gelbe Ruben das Gebund 7—12, Romainsalat 80-00 H, Rettig das Stück 6—8,$, Sellerie der Kopf 12-20,$, Blumenkohl 30 bis 50 ,$, Wirsing 10 -15 ,$, Weißkraut 18—25 -$ das Stück, Rothkraut 25—35 ,$, Kohlkraut 00 ,$, Kohlrabi 0—0 ,$, Endivien 15-20 ,$, Spargel 50—60 H das Pfund, Zwiebel 10—12 ja der Gentner. 731) lieber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von HAASEIV8TE1X de VOtiEEH in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Bath ertheUt Wafferwärmc der Lahn. Am 8. Mai, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 13° R., Lusiwätme + 12R L- Chr. Rübsamen. Schiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 5. Mai. Der Postdampser Elbe, Capt. W. Willigerod, vom Nord- deufschiu Lloyd in Bremen, welcher am 26. April von Newyork abgegangen war, ist heute 10 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 11 Uhr Morgens die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 406 Passagiere. — Berlinische Lebens-Versicherungs-Gesellschaft von 1836. Der uns vorliegende Rechnungs-Bericht der „Berlinischen Lebens-Berstcherungs-Gesellschast von 1836" weist wiederum überaus günstige Resultate auf. Ende 1881 betrug die Versicherungssumme bereits ja 103 922 382; der Garantie- und Reservefonds wuchs um ja 1617 092 auf ja 29 514 752. Für die Versicherten konnte eine Dividende von 32pCt. in Aussicht genommen werden. Das constante Steigen dieses Gewinn-Antheils ist besonders bcachienswerth. Seit 1868 beobachtet man sollende Sätze: 17%, 18Va, 19, 21, 22, 22%, 23, 25, 27, 29, 30, 31, 32pCt. lieber die solide Fundamentirung, die vorsichtige Geschästsleitung und die gesunde Entwickelung dieses Instituts .braucht solchen Zahlen gegenüber gewiß nichts weiter gesagt zu werden. Allgemeiner Berlinische Kebens-Bersichcrungs-Gesefischast von 1836. Fünfundvierzigster Rechenschafts-Bericht. Anzeiger. Süße Tafelbutter. a» Kapital. 3228 135 967 29 514752 3 693041 Kapital und Rente. Mk Gesamtnt-Garanticfonds...... Nnveetbcilte Ueberschüffe der letzten fünf Jahre Mr Auf die Prämie pro 1882 erhalten die Berechtigten Die Dividende „ 1883 beträgt voraussichtlich „ 1884 „ , 1885 „ „ 1886 „ Berlin, den 29. April 1882. Schlackensandsteine, Sarer^nÄg Baumaterial als Ersatz der Russensteine, Fabrikat der ^etziarer und Gießener Schlacken andstemfabnk, sowie alle and-r-n ««„. arttfel, Tuffsteine und Kaminrohr- empfiehlt ® 30% Dividende. 31% 6.1878 gez. Prämien. 31%„ 1879 „ „ 32% „1880 32% „1881 Conrad Vogt III. in Lich. Ausverkauf! noeb «""^^ngeschäfts verkaufe ich sämmtliche Ä»®* ®ci*u"6 ** H. Marx, Bahnhofstraße. Direktion der Berlinischen Lebens-Versicherunas-Geiellschaft Weitere Auskunft wird gern crtheilt, auch werden Anträge «w? in r* **’ Egeg-ngenonimen von Wilhelm MoÄ7r ftÄ*""”8“ 3322 _____________________________________________Schillerstraße 111«. 0 ' 2254 Berfichernnaen°mi^' <^^jahr der Gef-llfchaft, wurden abgeschlossen ncrnmcrnngen mit ........Mk. 9131170 Kapital und Gefammte Jahres-Einnahme pro 1881 Mk' 4948 366 8Jcntc' Angemeldet 415 Tterbefällc über . . ,s ZA i854184 Geschäftsstand Ende 1881 rlerstchernngsbestand 20772 Personen mit . Mk. 103 922382 Die Dampf-Molkerei Friedelhausen liefert zufolge der besten Methode des Entrahmens süßer Mich mittelst de Lavals Separator und unter Zuhilfenahme der neuesten Erfindungen auf dem Gebiet der Molkerei uMr täglich frisch hergestellte süße Tafelbutter und wird verehrlichem Publikum etwas Vorzügliches geboten. Verkauf derselben nur allein bei Conditor Heinrich Kinkel, Marktstraße D. 205. Freiherr Adolf v. Rabenau. Geh. Hofrath Prof. Dr. H. v. Fehling’s Gutachten: Die „Franz Josef“ -Bitterquelle übertrifft das Friedrichshaller 4mal, Hunyady Janos mit 44, Pülna mit 62 pCt., sowie alle mir bekannten Bitterwässer durch den Gehalt an wirksamen Bestandtheilen und findet die von , ärztlichen Autoritäten constatirte ausserordentliche Wirksamkeit auch in meiner Analyse ihre Begründung und Erklärung. Stuttgart, im März 1882. •FRANZ JOSEF IBITTERQUELLEI Depot bei Heinrich Wallach, Giessen Die Umverktiitsapotheke „Jum goldenen Engel" von H. Collmann empfiehlt: Alten Malaga, direct bezogen, zu Mk. 2,50 und 1,25. Griechische Weine zu Mk. 2.-, 2,50 und 3,-. Vorzüglichen Tokayer zu Mk. 3,—, 1,50 und 75 Pfg. Emser Pastillen zu 80 Pfg. 2554 Feinste Parfüms: Bau de Serail, Sans Pareil, ä i Mark. chemischen 2415 Brochüren d. die Versen- dungs- Direction in Budapest WEKTZEL’S GARTEN*. Donnerstag den 11. Mai 1882: Mur EloiMlIges Grosses Concert ausgeführt von der nach Hamburg auf vier Wochen engagirten Kapelle des 1. Rhein. 25. Inf. - Reg. zu Strassburg im Elsass (44 Mann) unter Leitung des Kapellmeisters Herrn G. Laube. Anfang 5 Uhr. Eintritt ao Pf. Programm an der Kasse. 3X5"' Bei ungünstiger Witterung im Saale. 3324□g’ Bier im Glase. Einem verehrlichen Publikum Gießens und Umgegend zeige hiermit ergebenst an, daß meine neuen Schwimm- und Badeanstalten für Herren, Damen und Kinder mit dem ersten Mai vollständig fertig gestellt sein werden. Die Vollkommenheit der inneren Einrichtungen läßt mich erwarten, daß mein Unternehmen Anerkennung finden wird und lade zum Abonnement, sowie zu Einzelbädern höflichst ein und verspreche aufmerksame prompte Bedienung. Achtungsvoll 3167____________Georg JFram, Burgruine Staufenberg. Auf der neurestaurirten Burg findet den 24. Mai 3146 Ball für Israeliten statt, wozu ergebenst einladet Das Comite. Billigstes Wasch- und Reinigungsmittel! Bester Ersatz für Seife! Hdtels, Fabriken und Staatsanstalten als da» beste anerkannt. NUT ächt *n ^ac^eten nötiger Schutzmarke, auf welche genau __zu achten, weil minderwerthige Produckte mit nach- | Stuttgart. | geahmter Packung im Handel sind. Zu haben in den Material- und Colonialwaaren-Handlungen. 2035 Vertreter: Gebrüder Han stein in Giessen 1 SCHUTZMARKE iJulius Besaeyi nr. Link’s FettlaugenmeliI D£ LINCK S von allenHaiiafrauen, Wäschereien.Bleichereien, Z ■--- --- - - ’ 2820 Die obere Etage meines Hauses ist zu vermiethen. _________Justus Lenz am Bahnhof. 3088 Ein Famitientogis, sowie ein Zimmer im Hinterhaus vermiethet 8. Wolf, Wallthorstraße. 3268 Teufelslustgärtchen 6. 169 ist im Hinterhaus eine kleine Familicnwohnung, sowie ein Zimmer zu vermiethen. Folgende zur Herstellung eines neuen Brunnens im Hofe der akademischen Klinik, sowie einer Zuleitung mit Pumpwerk aus dem Brunnen des Hauptsteueramts-Gebäudes dahier erforderlichen Arbeiten, wie: Jl. Maurer- und Erdarbeit, veranschlagt zu 302.— Zimmerarbeit, veranschlagt zu 15.— Schlosserarbeit, „ „ 78.10 Jnstallationsarbeit, „ „ 1941.50 Brunnenarbeit, „ „ 994.— Materialien hierzu, „ „ 655.80 sollen auf dem Submissionsweg vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen bis zum 16. d. M„ Vormittags 11 Uhr, bei uns zur Einsicht offen, an welchem Termin die Eröffnung der eingelaufenen Offerten in Gegenwart der etwa erschienenen Interessenten erfolgen wird. Dieselben sind versiegelt, portofrei und mit der entsprechenden Aufschrift versehen bei uns einzureichen, wobei die Gebote, in Prozenten der Voranschlags- summe auszudrucken sind. Gießen, den 6. Mai 1882. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. 3322 Holzapfel. Aufgebot. Martin Bender I. von Dorf- Gill hat in seinem am 3. September 1867 errichteten Testament die Nachkommen der Geschwister seines Vaters, Johannes Bender von Dorf-Gill, und seiner Mutter, Anna Margaretha, geb. Dippel, zu Erben eingesetzt und dabei bestimmt, daß dieselben nach Stämmen ohne Unterschied der Nähe des Grades erben sollen. Die Geschwister des Vaters sind gewesen: 1) Marie Bender, Ehefrau des Heinrich Grieb von Dorf-Gill, 2) Friedrich Bender zu Bellersheim, 3) Elisabeth Bender, verehelicht an einen gewissen Koch in Muschen- heim, 4) Margarethe Bender, verehelichte Gorr zu Dorf-Gill, Die Geschwister der Mutter waren: 1) Martin Dippel zu Dorf-Gill, 2) Marie Dippel, Ehefrau des Heinrich Geißler daselbst, 3) Johannette Dippel, Ehesrau des Christian Leidig zu Grüningen. Die Namen und Aufenthaltsorte verschiedener zur Erbschaft gerufener Personen sind unbekannt. Auf Antrag des Großh. Bürgermeisters Martin Knopper von Dorf-Gill, als Vertreter der dort wohnhaften Erben, werden alle Diejenigen, welche aus dem genannten Testament Erbrechte herleiten zu können glauben, hiermit aufgefordert, diese Ansprüche im Termin L Dienstag den 20. Juni ds. Zs, Nachmittags 3 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht geltend zu machen, als sonst sie von der Erbschaft ausgeschlossen werden würden. Lich, den 25. April 1882. Großh. Amtsgericht Lich. Langermann. 3163 Will. Auf dem Hofe des Oekonomen Friedrich Sang zu Cyriaxweimar bei Marburg werden den 9. und 10. Mai ds Js , jedesmal von Vormittags 10 Uhr an, versteigert: 4 Fahrochsen,> 13 Kühe, t Holländer Rape, 8 Rinder, l Berner Kreuzung, 1 Fasselochse, I 10 Pferde, 1 Fohlen, 80 Schafe, 72 Lämmer, 1 Bock und 11 Schweine, wozu Kauflustige eingeladen werden. Marburg, den 1. Mai 1882. Eppelsheimer, 3218 Concurs - Verwalter. Gras-Versteigerung an den Gräben und Böschungen der Staatsstraßen im Baubezirk Nidda für das Jahr 1882. Montag den 15. Mai, Vormittags 9 Uhr, bei Gastwirth Nuppel zu Nidda an den Straßen der Gemarkungen Ober-Widdersheim, Borsdorf, Geiß-Nidda, Kohden, Nidda, Wellernhausen und Unter-Schmitten. An demselben Tag, Nachmittags 3 Uhr, bei Gastwirth Stiebe- ling zu Ranstadt in den Gemarkungen Ranstadt, Ober- und Nieder-Mockstadt. Dienstag den 16. Mai, Vormittags 11, bei Gastwirth Hild zu Selters in den Gemarkungen Effolderbach, Konradsdorf, Seltersund Bleichenbach. An demselben Tag, Nachmittags 3 Uhr, bei Gastwirth Uhl zu Lißberg in den Geinarkungen Hirzenhain, Lißberg, Eckertsborn und Ortenberg. Mittwoch den 17. Mai, Vormittags 10 Uhr, bei Gastwirth Winter zu Bingenheim in den Gemarkungen Echzell, Gettenau, Bingenheim, Blofeld, Leidhecken und Staden. An demselben Tag, Nachmittags 3 Uhr, bei Gastwirth Völbel zu Berstadt in den Gemarkungen Utphe, Berstadt und Schwalheim. Freitag den 19. Mai, Vormittags 9 Uhr, im „Prinz Karl" zu Hungen in den Gemarkungen Lich, Birklar, Langsdorf, Hungen und Inheiden. Dienstag den 23. Mai, Vormittags 9 Uhr, bei Gastwirth Sauer zu Eichelsdors in den Gemarkungen Rainrod, Eichelsdorf u. Ober-Schmitten. An demselben Tag, Nachmittags 2 Uhr, bei Gastwirth Pauscher zu Schotten in den Gemarkungen Laubach, Einartshausen, Schotten, Betzenrod, Eschenrod, Ulrichstein, Feldkrücken, Mdingsheim und Götzen. Mittwoch den 24. Mai, Vormittags 8 Uhr, bei Gastwirth Hilker zu Gedern in den Gemarkungen Burkhards, Gedern, Ober-Seemen und Merkenfritz. Nidda, den 6. Mai 1882. Großherzogliches Kreisbauamt Nidda. 3323______Grimm._________ Mittwoch den 10. Mai, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flett'scheu Hofraithe dahier 1 Sopha, 1 runder Tisch, 1 Kommode, sowie 15 Malter Kartoffeln versteigert werden. Gieszen, den 6. Mai 1882. Gcitzler, 3328 Großh. Gerichtsvollzieher. Feilgebotenes. 3252 Ein Scheuerthor und 3 eichene Treppen zu verkaufen. Louis Lony. Blumenpftanzen als: Levkoyeu, Astern, Balsaminen, Phlox, Zinnien und viele andere Sorten empfiehlt Friedrich Georg, 3325 Handelsgärtner, Gartfeld. 3099 Piquirte Sellerie-, Lauch- und Gemüse-Pstauzcn bei Gäetner Schaum. Schablonen zum Wäschezeichnen. Auch werden solche nach jeder Zeichnung sofort extra angefertigt. 3273 Ernst 6llis«r,Mäusburg. Vollfaft. Schweizerkäfe Wermielhungen. 3327 Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen, alsbald beziehbar. Brandg. 220. 1775 Der erste Stock meines Hauses, 4 Zimmer mit Zubehör, ist per 15. Juni (event. auch früher) anderweit zu vermiethen. Franz Gerbode, Kaplansgasse. 3161 Familienlogis zu vermiethen. Wernh. Brück, Flügelsgasse. 3261 Ein Familienlogis, 4 Zimmer und Zubehör, zu vermiethen im „Darm- städter Haus". 3304 Möbliries Zimmer billig zu ver- miethen. Bahnhosstr. C. 126, ob. Stock. 3249 Eine freundl. Wohnung mit abgeschlossenem Korridor (5 Zimmer, Küche re. ist zu vermiethen. L. Felfing,Nord-Anlage. 3200 Kleines Zimmer zu vermiethen. 8. Benner, Schoor. 3181 Der untere Stock meines Hauses ist per 1. Juli an eine ruhige Familie zu vermiethen. Joh. Fischer, Alieestraße E. 104. 2785 Ein kleines Familienlogis an eine ruhige Familie zu vermiethen bei August Noll im Stern. 2720 Ein neuhergerichtetes Logis, 2 Zimmer, Küche und Kabinet, ist auf sogleich zu vermiethen. Wallthorstr. A. 136. 2665 Ein möbl. Zimmer mit Kabinet zu vermiethen. West-Anlage E. 90s, 4. St. 2073 Ein möbl. Zimmer mit Kabinet per 15. April zu vermiethen. __Neustadt D. 204. 2036 Ein freundl. möbl. Zimmer zu vermiethen in der Universitätsstraße. Näheres bei der Exped. ds. Bl._______ 1493 Eine kleine Mansardenwohnung, 3 Zimmer nebst Zubehör, in der Nähe des Bahnhofs zu vermiethen. Näheres bei der Exped. ds. Bl. 1940 Südanlage 30 ist der unterste Stock vom 1. Juli ab zu vermiethem Prof. Nauman«. 2428 Einen Lagerraum in der Ali een straße vermiethet Hch. Adamt. Vermischte Anzeigen. 3330 Auf sofort oder später ein Zweit- mädchen. Apotheker Collmann. 3329 Ein Lehrjunge gesucht von 8. Wiedemeyer, Schuhmacher. Äemhauer «Vh ^beimeT1 2 3 3333 Herrn Dr. Böckler in Groß-Buseck fühlt sich der Unterzeichnete im Namen sämmtlicher Anverwandten des Iah. Philipp Stumps III. in Reiskirchen für die sorgsame Behandlung und glückliche Errettung desselben aus schwerer Krankheit zu östentlickem Dank verpflichtet. Philipp Balser. 3321 Ein ordentlicher Sausbursche in der Engel-Apotheke gesucht. ”3320 Ein Mädchen aus achtbarer Familie, das im Haushalt bewandert ist und Liebe zu Kindern hat, per sofort gesucht von Frau Ioh. Schlitz in Mainz. 3326 Für ein Hotel wird ein mit guten Zeugnissen versehener Sausbursche ge- sucht. Näheres in der Exped. ds. Bl. 3262 Ein gut empfohlenes Mädchen, welches kochen kann und sich jeder häuslichen Arbeit unterzieht, wird zumsofortigen Eintritt gesucht. Näheres Neue-Anlage C. 32, 1. Stock. 3263 Eine Scheuer mit Stallung baldigst zu miethen gesucht. Zu erfragen in der Exped. ds. Bl. 3224 Wir suchen einen tücht. Schlaffer. Gebrüder Hornberger. ä Psd. 1 M, Feinsten Rahmkäse 3040 ii Psd. 60 H, Prima Limburger-Käse Pfd. 41 H empfiehlt S. Elsoffer, Marktstr. 3256 Ein kleines Logis per sofort zu vermiethen. Neuenweg 116. Verantwortliche Redaefion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.