K. Dr. Baur. eck. L Muff. ssr. Klos. E. Langer- Stammler. Fr, er. S. Walther, ?MÄ ^«£ e L' * dritte *!, da bie im ^Nfä enW*i Dem Mlnde^s zM )ir W den feg ’e5 Zugleich die ttere Mittel zur Ter- von Herren, Er nlich Geld dajiir m nit der Bitte vor die i« wichtigen Ausgabe Vdsten wichtigsten ten und Gesundheit, l, sondern sie in der 1 unseren Diaconissen wissen. Dasiir nicht :it wirtliches Opfer zu en daher, daß unsere i Armen- und Nr. ISO. Donnerstag den 8. Juni 5SS2 Amts- und Anzchkblatt für den Kreis Meßen. Bureare: Schul st raße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. P^is vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinqerlohn. ■—___________ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher 66ctf. S9“""",b: SÄ S?Ä“S to "* “ - «-*. d-- m SäÄÄÄKf,-.......... di- -l««r.nz SB.rn, l.w z«».,«.,,.. B„t„, „ 3n| ------ .. „ CL Das Großhcrzogliche Kreisamt Gießen 3m Uebrigen behält es bei unserer Verfügung vorn 17. Mai l. I., Anzeiger Nr. 117, fein Bewenden. - Dr. Boekmann. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen ™ A16 Grotzherzoglrchen Bürgermeistereien des Kreises f” >*' »»!»--- d'-ik-ch «---»««». dami, .in' Dl-. B o e k m a n n. 1 ver- i(i j ®»"f' zgr M Leid^! £< _1 en lutsche Zeitung), ichs-Blatt, ter*, schatt, l( Zeitung, iqi-Mtt, N= güigsti" und ll«. » »avatt« Reichstags-Abgeordneten eröffnet sich die angenehme Aussicht auf eine GratiS-Sommerresse. Dem Präsidenten des hohen Hauses ist nämlich folgeiwes Schreiben zugestelft worden: „Die Direktion der Gotthardtbahn wünscht den Herren Mitgliedern des hohen deutschen Reichstags, welche der Eroftnungs-Feierlichkeit der gedachten Eisenbahn nicht beigewohnt haben, Eisenbahnkarten zur einmaligen Hin- und Rückfahrt aus der Gotthardtbahn zur Verfügung zu stellem In Folge befreit beehre ich mich, int Auftrage der ae- nannten Etfenbahn-Direction die sehr geneigte Vermittelung Ew. Hochwohlgeb SLsft ergebenden Ersuchen in Anspruch zu nehmen, die anbei folgenden Eisen- Kr s u ^M^.destrmmung gelangen kaffen zu wollen. Jedem einzelnen Mitgliede des Reichstags ist die betr. Karte (1. Klasse, giftig zur einmaligen roorben^ 9 uctT(^rt uon Luzern nach Locarno bis Ende 1882) zugestellt Einrichtung oon Schonzeiten für Fische und die Mittel zur Hebung der Fischerei bemerkt die „Fifcherei-Zeitung" u. A.: Obwohl zu ver- schiedenen Zeiten und in den verschiedenen Staaten Gesetze und Verordnungen über Schonzeiten, Mmmalmaße, Maschenweiten, Geräthverbote u s w erlagen und immer wieder erneuert worden sind, ist wenigstens die Binnenfischerei im Grotzen und Ganzen zuruckgegangen. Eine der Hauptursachen des Rückganges £ J" bem,^nget.einer geregelten Bewirthschaftung zu suchen. In diesem Punkte muß die Gefetzgebung zuerst ansetzen, die Berechtigten veranlassen und wenn nothig , zwingen,, eine möglichst richtige Wirthschaft zu führen. Ferner muffen für zedes Gewässer bezim befiimmte Gewässerstrecken eigene BehaMungs- vorschristen er assen werden Dies ist aber nicht anders duichzuführen ohne ,e eine Gewafferstrecke, welche sich in ihrer Gesammtheit zu einer möglichst ein« Msammmzuzwingen. ^"M^unz eignet, zu gemeinsamer Bewirthschaftung ... ~ Das Scheitern der Botschafter-Konferenz an dem Willen des Sultans ist geeignet das Selbstbewußtsein dieses Monarchen bedeutend zu erhöhen und chm bie Ueberzeugung beizub ringen, daß der Schwerpunkt der egyptischen Politik von Pans und London nach Konstantinopel verlegt worden sei. Gleichzeitig zeigt ^e Weigerung, dafz der Sultan eine zielbewußte Politik verfolgt, und macht fem Zusammenwirken mit Arabi Pascha mehr und mehr wahrscheinlich. Die von mehreren Zeitungen in Aussicht gestellte Rückkehr des Grafen Hatzfeldt nach Konstantinopel darf in Abrede gestellt werden, nicht nur weil dadurch ein neues Interregnum m der Besetzung des Postens eines Staatssecretärs im Auswärtigen Amt geschaffen werden würde, sondern auch, weil die Anwesenheit dieses Staatsmannes in Konstantinopel der deutschen Regierung eine Führerschaft an- fmnen würde, die keineswegs beabsichtigt wird. ~ Commission für das Tabakmonopol trat heute zur Feststellung des Berichts zusammen. Die Regierung war vertreten durch den Staatssecretär im Reichsschatzamt, Scholz, den Unterstaatssecretär v. Mayr, den Director Roller und den Geh. Negierungsrath Boccius. Die Erwartung, die Feststellung des Berichts in einer Sitzung zu erledigen, blieb unerfüllt; man sah sich genöthigt, nach etwa dreistündiger Sitzung die Fortsetzung auf nwrgen Abend 7 Uhr zu vertagen. Die Verzögerung entstand durch die zahlreichen Einwendungen, welche der Unterstaatssecretär v. Mayr zu machen hatte. Man ist etwa bis zur Hälfte des Berichts gelangt; derselbe wird hoffentlich am Mittwoch oder spätestens Donnerstag zur Vertheilung kommen und die zweite Lesung des Monopols im Plenum am 12. oder 13. d. Mts. stattfinden können. Es ist allgemein heute die Nachricht verbreitet, daß der Reichskanzler an dieser Berathung theilnehmen werde, schon um seine Stellung zu der vielerwähnten Resolution Lingen's darzulegen. Bei der Verlesung des Berichtes kam es auch wieder zu Erörterungen über oie Vorlegung der Bilanz der Straßburger Tabakmanufaktur. Staatssecretär Scholz erklärte, die Bilanz sei nicht vorgelegt worden, nachdem die Debatte über den § 1 beendet worden und damit die Ablehnung des ganzen Gesetzes erfolgt sei, ohne daß die Commission den Vorbehalt gemacht hätte c ™ bl. Mar den Großh Krersvetermärarzt zu Offenbach und vortraaen- j.en bei der Abtheilung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz sur öffentliche Gesundheitspflege im Nebenamte Dr. Gustav Lorenz, unter Belaffung tu ferner Stelle als Kreisveterinärarzt zu Offenbach, zum vortragenden Rath bet der genannten Mmisterial-Abtheilung im Hauptamte, 9 an dems. Tage den Kreisarzt des Kreisgesundheitsamtes Worms, Medi- Darmstadt^^hart, zum Kreisärzte des Kreisgesundheitsamtes an dems. ^age den Kreisarzt des Kreisgesundheitsamtes Bingen, Dr. Johannes Nordt zum Kreisärzte des Kreisgesunoheitsamtes Worms, an dem), ^age den Kreis-Assistenzarzt für den Kreis Gießen, Dr. Jo- m "ermennen^***$$" ^um Kreisärzte des Kreisgesundheitsamtes Bingen — b'^uni wurden der Oberappellations- und Cassationsgerrchts-Accessist m Pension Peter Schäfer zum Registrator bei dem Oberlandesgericht und der Hofgerichts-Canzlist m Pension Heine zum Registrator bei dem Landge- nchte der Provinz Starkenburg ernannt. 9 , . ?' ^uxxk ^ulaßlich des furchtbaren Eisenbahn-Unglücks bet Heidelberg wird es von Interesse sein, zu erfahren, daß Deutschland bei folchen Unfällen, wobei es mehr als 10 Todte gab, seither noch nicht betheikigt war. Nach der Zufammenstellnng einer amerikanischen Eisenbahn-steituna sind « üb°rh°upt 30 große Unfälle auf Eisenbahnen iorgetommen, ' wobei j m Ganzen 1090 Menschen um’s Leben gekommen find. Davon kommen auf ft' O1 ®”6britamim 377, auf Canada 100, au Frankreich 80 und auf Oesterreich 21. ' 1 Deutschland. Darmstadt, 6. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großherzoq haben ^ruht' mittelst Allerhöchster Entschließung vom 3. Juni l. Js. den Stenographen Karl Heinrich Wieis aus Darmstadt zum Kammer-Stenographen mit Wirkung vom 1. Juni l. Js. ab zu ernennen. 9 ,.Trr 0- 3uni. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnadigst geruht: a } Am 27. Mai den Großh. Kreisarzt des Kreisgesundheitsamtes Darm- staot und Vortragenden Rath bei der Abtheilung Großh. Ministeriums des Jn- Srytl öffentliche Gesundheitspflege im Nebenamte Dr. Friedr. Wuh. Reißner zum vortragenden Rath bei der genannten N^inisterial-Abthei- lung im Hauptainte, v Wortmann. , größeren Kreises m nett Absicht, die Zall n zu vemehren, vol- Jemeinschast mit no° täten. M* len. fier. Z. Haustein Ium. Nach der großen Parade auf dem Tempelhofer Felde ließ sich der Kasser, bevor er stch in sein Palms zurückbegab, von dem Krieas- niimsttr p. Kameke Vortrag halten über die eventuelle Abschaffung des Tornisters und Einführung eines Erfatzstückes an dessen Stelle. Das Erfatzstück soll aus einem ^-ragefatf bestehen und in militärischen Kreisen als sehr praktisch befun- den roorben sein. Der Kaiser glaubte sich weniger davon versprechen m müssen will ledoch erst eingehende Berichte über ben nun probeweise ftattfinbenben brauch des Trage^cks abroarten, stch auch inzwischen die damit ausgerüsteten 'N. s°m-m Palms vorstelleu lassen. Der Kriegsminister intereffirt sich lebhaft für diese Neuerung, die den iDlann allerdings bedeutend des von ibm jetzt zu tragenden Gewichtes entlasten würbe. 9 .. . . — Die Prinzen Karl und Albrecht sind mit ihrer Klage gegen den Fiskus auf Herausgabe von einer Mion M. Aktien der Kasseler Eisenbahn vom Reichs- 1 g-richt enbgtltig abgerotefen. Die Forderung bezieht sich auf das Testament des Königs Friedrich Wilhelm III., der für eine die beiden Hälften Preustens bindende Eisenbahn ein Million Thaler vermacht hat. ' * B ~ ®aS Leiden, woran Staatsminister Delbrück erkrankt ist wird der S°ltrifches Fieber bezeichnet. Das Nebel sei nicht gefährlich, vorausstchtüch aber ziemlich langwierig. durch die Vorlegung der Bilanz die Berathung wieder aufnehmen zu wollen. j Es rief diese Erklärung, welche also die Vorlegung der Bilanz für ausgefchlossen | erklärt, .eine Richtigstellung des Vorsitzenden dahin hervor, daß letzterer lediglich 1 festgestellt habe, daß es der Commission sreistände, vor Feststellung des Berichts auf jeden Punkt der Debatte wieder zurückzukommen. Auf den Gang der Com- missionsberathung ist dieser Zwischenfall von keinem Einfluß. Berlin, 6. Juni- Der Reichskanzler erschien heule un Reichstage, wo er sich — ohne jedoch in die Debatte zur Zolltarifnooelle einzugreisen — etwa eine halbe Stunde aufhielt, um sich sodann zum Vortrag beim Kaiser zu begeben. Während Fürst Bismarck sonst im inneren Hofe am Eingang zu den für den Bundesrath bestimmten Räumlichkeiten seinen Wagen zu verlassen pflegt, liefe er denselben heute vor dem Hauptportal Vorfahren. Obgleich das Erscheinen des Kanzlers im Reichstage ziemlich allgemcn erwartet wurde, nahm dasselbe doch zeitweilig die ganze Aufmerksamkeit der Versammlung m Anspruch, so sehr sogar, daß der Präsident genöthigt war, eine zur Abstimmung gebrachte Frage zu wiederholen, weil alle Anwesenden weit mehr auf den Kanzler, als aus den Verlauf der Verhandlung geachtet hatten. Fürst Bismarck, der zahlreiche Abgeordnete begrüfeie, unterhielt sich besonders längere Zeit mit dem Minister von Puttkamer. Allgemein fiel das gesunde Aussehen des Fürsten Bismarck auf, dem die Luft des Sachsenwaldes jedenfalls sehr wohl gethan hat. Aus Süddeutschland, Ende Mai, schreibt man der „Köln- Ztg.": In der großen Streitfrage über Tabakmonopol oder freie Production mögen manche Punkte nicht mit handgreiflicher Gewißheit feststehen, — über zwei kann ernsthaft nicht mehr gestritten werden: dafe die deutschen Tabakconsumenten von den Erzeugnissen der Straßburger Manufactur nichts wissen wollen und dafe die bisher in der süddeutschen tabakbauenden Bevölkerung für das Monopol laut gewordenen Sympathieen wie eine Pfennigtrompete gegen volles Orchester klingen. In einigen Orten sind solche Adressen von deutsch-conservativen Pastoren in Umlauf gesetzt worden. Im Zusammenhalt mit den wirklich bethelligten Kreisen beweisen diese Agitationsveisuche gerade das (Segen; theil dessen, was sie darthun sollten. Bezüglich der Strafeburger Manufactur wird es Niemand den Tabakfabrikanten und Tabakhändlern verdenken, w.nn sie sich der in's Werk gesetzten Angriffsweisen nach Kräften zu erwehren suchen, woraus ffeilich nicht folgt, dafe man unbesehen und ungeprüft alle Gegengründe und Einwände für stichhaltig hält. Aber an der Thatsache ist nicht zu mäkeln und zu deuteln, dafe zahlreiche Raucher, die, sei es aus Reichspatriotismus ober aus Neugier, mit den Manufactur; Cigarren die jetzt so oft erwähnte „ehrliche Probe" angestellt haben und deren volks- wirthschaftliches Gewissen mit durchaus keinem angeborenen Abscheu gegen das Monopol behaftet ist, dem thetlnehmenden Freunde, so oft er es hören will, erklären, dafe die Manufactur-Cigarren nicht zu ertragen seien. Mit dieser Einzelerfahrung zu Dutzenden, die jeder in seinem Bekanntenkreise machen kann, stimmt das rasche Schicksal der Tabakniederlagen, welche eine nach der andern wie die herabgebrannten Kerzen eines Festes auslöschen. Wenn dies das Ergebnife einer staatlichen Tabakindustrie im Wettbewerb mit dem freien staatlichen Privatgeschäft ist, so kann der Schluß davon auf eine durch keine Concurrenz angespornte Monopolproduction leicht gezogen werden. Und wenn behauptet roiro, dafe aus dem finanziellen Ergebnife der Strafeburger Manufactur nicht auf die Leinungen einer Reichsmonopolanstalt geschlossen werden dürfte, so muß doch die Bemerkung gestatret sein, dafe unzweifelhaft die bisherigen Leiter der Strafeburger Manufactur an die Spitze der Monopolverwaltung treten sollten und nur in Strafeburg ihre technischen und kaufmännischen Erfahrungen gemacht haben. Wenn dem Reichstage die verlangten Aufschlüsse über das Straßburger Geschäft aus formalen Gründen verweigert werden, so wird man wissen, woran man sich zu halten bat. Es ist aber stark zu vermuthen, daß. wenn die Ausschlüsse unverschleiert gegeben würden, — das Schlufeergebniß erst recht kein anderes fein würde. Oesterreich. P-ftl,, 4. Juni. In Ungarn droht eine Uebertragung der russischen Judenhetze und zwar aus Grund eines eigenthümlichen Vorfalles. In dem nordungarischen Dorfe Tisza-Eßlar verschwand ein Christenmädchen und an dieses Verschwinden knüpfte sich sofort die bekannte Sage von der Verwendung des Blutes christlicher Kinder zu jüdisch-rituellen Zwecken. Die Nachricht, daß das Mädchen wieder aufgefunden sei, ist falsch; dafür hat der vierjährige Sohn des israelitischen Dorsschächters Schwarz erzählt, wie sein Vater und sein neunzehnjähriger Bruder das vermißte Christenmädchen geschlachtet hätten, seine Mutter habe es vorher gewaschen. Man nimmt an, daß der Knabe zu jener Aussage angestistet worden ist. Eigenthümlicher Weise aber berichten jetzt auch jüdische Organe, daß ein wirklicher Mord an dem Christenmüdchen begangen worden ist, nur nicht zu rituellen Zwecken. Außer dem Schächter und seinem Sohne sind noch vier andere Juden verhaftet morden. Die Untersuchung ist im Gange. England. London, 5. Juni. Wie dem „Reuter'schen Bureau" aus Alexandrien vom 5. ds. gemeldet wird, ist dort die Ansicht verbreitet, daß die Befehle des Sultans, die Fortisications-Arbeiten einzustellen, zu spät eintreffen werden, da der Bau der Erdwerte und die Armirung des Hafens mit Batterien beendet erscheinen. Aegypten. &airp, 5. Juni. Wie das „Neuter'jche Bureau" meldet, hat Arabi Bey aus die. Befehle des Khedive, die Befestigungs-Arbeiten einzustellen, erwidert, es seien nur nothwendige Ausbesserungen, die er aussühre, um die durch die drohende 'Haltung der Flotte aufgeregte eingeborene Bevölkerung zu beruhigen. In jedem Falle aber gehorche er den Befehlen des Sultans und werde die Arbeiten einstellen. Deutscher Reichstag. 12. Sitzung. Dienstag, 6. Juni. Präsident v. Levetzow eröffnet die S tzung um 1V2 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, Dr. v. Mayr. u. A. Abg. Frhr. v. Ow (Bayern) hat sein Mandat niebergelegt. Bei Eintritt in bie Tagesordnung theilt ber Präsident mit, dafe der Gesammt- oorftanb des Reichstages der an ihn ergangenen Einladung des Bundesrathes ber Schweiz unb ber Municipalität ber Stabt Mailand» zur feierlichen Eröffnung der Golt- harbbahn in ben Tagen vom 21. bis 25 Mai gefolgt „In äußerst zuvorkonkmenber, fieunblicher unb liebenswürdiger Weise von ben officiellen Vertretungen unb von der Bevölkerung auf beiden Seiten der Alpen, hat ber Gesammtvorstand bes Reichstages Gelegenheit gehabt, nicht nur Kenntlich zu nehmen von ber Großartigkeit bes aus- gesührten Eisenbahnbaues unb feiner gelungenen Ausführung, sondern auch davon, daß die Belheil'guna des deutschen Reiches an dem Eisenbahnbau in der Schweiz und in Italien dankbar anerkannt wird und daß das Reich, der deutsche Reichstag und ber deutsche Name diesseits unb jenseits ber Alpen überall bie herzlichsten Sympathieen finbet Als ein Zeichen dieser Sympathieen ist auch zu betrachten, daß den Mitgkiedern des Reichstags Fahr karten zur unentgeltlichen einmaligen Hin- und Rückfahrt auf ber Gotthardbahn zur Verfügung gestellt sind. Wir dürfen bie Hoffnung hegen, bafe ber neu eröffnete internationale Verkehrsweg unserem Vaterlanbe zum Segen gereichen wirb unb nicht nur im materiellen Interesse." Tagesordnung: 1) Zweite Berathung des Gesetzentwurfs, betr. die Abänderung des Zolltarifs vom 15. Juli 1879. 1 § 1 lautet: An bie Stelle des § 7, Ziffer 3 bes Gesetzes vom 15. Juli 1879 tritt folgende Bestimmung: „Den Inhabern von Mühlen wird für die Ausfuhr der von ihnen hergestellten Mühlenfabrikate eine Erleichterung dahin gewährt, bafe ihnen ber Eingangszoll für eine ber Ausfuhr entsprechende Menge des zur Mühle gebrachten ausländischen Getreides nachgelassen wird. Der Ausfuhr ber Mühlenfabrikate steht die Niederlegung derselben m eine Zollniederlage unter amtlichem Verschluß gleich Ueber das hierbei in Rechnung zu stellende Ausdeuteoerhältniß trifft der Bundesrath Bestimmung. Das zur Mühle zollamtlich abgefertigte ausländische, sowie auch sonstiges Getreide, welches in bie ber Steuerbehörde zur Lagerung des erstbezeichneten Getreides angemelbeten Räume emgebracht ist, darf in unverarbeitetem Zustande nur mit Genehmigung ber Steuerbehörbe veräußert werben. Zuwiberhanblungen hiergegen werden mit einer Geldstrafe bis zu Eintausend Mark geahndet." Nachdem Abg. Hey bemann über einige Petitionen berichtet, erklärt Abg. Frhr. v. Heere mann sein Einverständniß mit bcm § 1, bedauert aber, daß bie Regierung erst jetzt ben lang geäußerten Wünschen bes Reichstags entspreche. Gleichzeitig geht Redner auf einige der „Zollcunosa" ein. Der Director qn Reichsschatzamt, Burcharb, betont dagegen, daß die sog. „Zollcuriosa" gar nicht aus den Bestimmungen der neueren Zollgesetzgebung, sondern ans der früheren Gesetzgebung refultiren. Im klebrigen hätte die Aenderung des Zoll- gesches von 1879 doÄ naturgemäß reiflichere Erwägung bedurft. Abg. Koch Hann glaubt nicht, daß durch diese Bestimmung ber Schaden, welchen die Zollgesetzgebung von 1879 der deutschen Mehlu buftrie zugefügt, wieder geheilt werden könne. Es werde für dieselbe schwer sein, die alten Beziehungen wieder zu finden. Nachdem noch Abg. v. Kardorff die neue Zollgesetzgebung gegen die Angriffe des Vorredners vcrtheibigt, wurde § 1 mit großer Majorität angenommen und die dazu vorliegenden Petitionen für erledigt erklärt. 8 2 schlägt eine Aenberuna derjenigen Nummern des Zolltarifs vor, welche sich auf die Artikel Eisen, mineralische Stoffe, kurze Maaren, Seilerwaaren, Honig unb Wachs, Fette unb Lichte, Steine unb Steinwaaren beziehen. Abg. Graf v. Behr-Negenbank empfiehlt einen bahin gehenben Abänderungs- Antrag: Bei Nr. 3b des Tarifs hinter „Wasserglas" einzustellen: „Schlemmkreibe". Bundes-Commissar Bur chard erklärt sich gegen ben Antrag, boch versichert er, bafe bie Regierung benfelbcn in Erwägung z ehen unb ihm wohlwollende Berücksichtigung zu Thetl werden solle. Abg. Dr. Windthorst unterstützt den Antrag Behr, während die Abgeordneten Dohrn und Dr. Braun sich zur Zeit gegen denselben erklären. Letzterer hält die Annahme des Antrages schon um defehalb jetzt für ausgeschlossen, weil sonst das Zustandekommen des Gesetzes leicht gefährdet werben könnte. Abg. v. Karborff zieht den Antrag mit Zustimmung ber Mitantragsteller zurück, behält sich dagegen die Endrmgung einer Resolution vor, welche diesen Gegenstand der wohlwollenden Berückstchtigung der Negierung empfehlen soll- Abg. Dr. Windthorst ist ber Ansicht, bafe ben Leuten halb geholfen werden müsse; d:e Leute könnten nicht bis zur nächsten Session warten Man möge daher in irgend einer Weise dafür sorgen, daß noch etwas in der laufenden Session geschieht. — Abg. Richter (Hagen) verweist darauf, daß die Cementfabrikatwn und bas Baugewerbe durch den Zoll auf Schlemmkreibe schwer geschädigt würbe. Was ben Leuten fehle, sei nicht der Zoll, sondern eine Vermehrung der Commun-cat onsmittel unb für biete sei burm die Bewilligung der Kosten zum Bau einer Secundärbahn nach Rügen Vorsorge getroffen. Er werde auch künft-g gegen jeden Zoll stimmen. Bei d r hierauf folgenden Abstimmung über § 2 der Vorlage wird zunächst bie Anmerkung in Nr. 1: Schmiebbares Este > re. 0,50 ndes Gelächter ausbrach, zeigt Don keiner großen Disciplin Nach Beendigung d.s Umzuges ging es wieder zu Herrn Walther, um das Löschen fortzusetzen. Erst svät am Abend begaben sich die Feuerwehrmänner in sehr g hobener Stimmung zur wohlverdienten Ruhe, mit dem Bewußtsein, bmen recht vergnügten Nachmittag verlebt zu haben. KreiSvt) — sAmerikanisches Duells Im Wartesaal 3. Classe des Bahnhofes zu Heidelberg bat sich am Donnerstag Abend gegen halb elf Uhr ein lunger Mann mittelst eines Revolvnschusses in das Herz entleibt Der Selbstmörder war gut zek eide zwischen 25 und 30 Jahre alt und hatte nichts bei sich, wodurch ftme Persönlichkeit festgestellt hätte weiden können Geld führte derselbe keins in den Taschen, dagegen befand sich in einem Notizbuch folgende Bemerkung: ,,F- H- Taunusstraße, Frankfurt a. M. Amerikan'sches Duell endet am 1. Juni." Ob em solches Duell als Ursache des Selbstmordes vorliegt, bedarf noch der Bestätigung- — sWas in Deutschland zusammengeb-.ttelt rohb.] Eine Summe von ungefähr 200 Millionen Mark wird jährlich im Deutschen Reiche von den Vagabunden zusammengefochten. Ein Mann, dessen amtliche Stellung ibn befähigt, in die Existenzverhaltniste der untersten Volkssch chten hineinzublicken, der Director der großen Landes'trafanstalt zu Zwickau, Herr Geheimer Regierungsrath d'Alinge, .bat bie'er Tage ,n Dresden in der Generalversammlung ber Bereue zur gürforge getheilt, aus denen hervorgeht, baß täglich im Deutschen Reiche durch schnitlich 200000 Versonen vagabundirenb von Ort zu Ort ziehen und sich ihren Unterhalt durch -B^telei verschaffen. Herr b'Alinge hält sich auf Grund der von 'hm 'N seiner amtlichen Stellung angestcllten Erörterungen für berechtigt, den Ertrag der Bettelei für sehr beträchtlich anzusehen und zwar stelle sich ber Minimalertrag täglich auf 1,70 Mark, ber M'nmalertrag auf etwas über 4 Mark für bie Person. Es werben somit den Durchschnitt gercchnet — jährlich über 200 Millionen Mark aufgebracht, um einen Krebs chaven^bes Volkslebens me'ter zu erhalten. Wir glauben, daß-Herrn dAlmges Fabien diirchaus n'cbt zu hoch gegriffen sind; aber wenn die Wirklichkeit auch um die Hälfte hinter seinen Berechnungen zurückbliebe, so würde die verbleibende Summe von 100 M.ll'.onen Mark immer noch zu denken geben. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die ^^^X^ehe”^ ’ wenn oder mehre Zeitungon verursacht, wird man sich niemals entp ILIEIS m 7on der Annoncen - Expedition von HA einfordert, die Frankfurt a M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) z f Oran(] reicher auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten BUtter am u Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Vermischtes. Nnn der Labn 3 Juni- sErnteaussichten ] Es ist in der That eine wahre ^ust “inen Gang durL b.e Felder nut ihrem rc-ch-n^egen zu machen Selten^ iah bas menschliche Auge schönere und üppigere Kornfelder. . Das Korn hat eine durchschnittliche Höhe von 2 Metern, sicht geschloffen, hat kiasttgc Ha me und . nae vtehren. Es steht also ein ebenso reicher Körner- w:e Strohertrag in Aus'icht. zBom Stande' des Weizens läßt sich fast dasselbe sagen, wenn auch veremzett Aecker die ,U wünschen übrig loffen. Mi. dem Stand d-r vommerfiüchte G- st- und Ha'.r kann man bis h.ute auch noch sehr zufrieden fern. Im Hafer zeigen sich ollerdntas neben dem Hederich viele Disteln, welche ent,ernt werde» müssen, dennoch berechtmi d-r g.gemoärtige -Stand zu den schönsten Eintehosfnungen. Dasteld. glt non der Gerste Der Raps hat sich sehr voll gehängt und o-rsprtcht einen nerhalin st- mästig boh-n «ornerertraa Di«Frühkartoffeln stehen voll und upp.ß und werden eben behäufelt • aber auch die Spätkartoffeln gehen tchon und uvpig auf. D.i b.utsche Klee, ber nad'i den Berichten in den Zeitungen fast überall sehr schon stehen und einen reichen ersten Schuüt liefern soll, könnte hier vielfach besser stchen. Ww wollen hoffen oaß ber xro^te Schnitt besser ausfällt als der erste. D-e Heuernt. verspricht 'm Durchschnitt eine befriebigeube zu werden. Das „Wagner'fÄ- Futtergemenge hat sich m diesem Jahre vollständig bewährt und verdient eine größere Verbreitung. Die Oostt ernte' fällt im Ganzen gering aus Steinobst ßi bt es mehr als Kernobst; Birnen wicb.r mehr Pf Juni. (Zu dem Effenbahn-Unglück.) Der „N- Bad. S-;B" mirb geschrieben: Außer dem W.tchenwärter Philipp Berger ist nunmehr auch deffen Binder Sebastian Berger verhaftet worden. Es soll sich nämlich hei ausgestellt haben, hast letzterer von dem ersteren ersucht worden war, an seiner Statt die Weiche zu h^nuffidit'ae. da er, der verwittwete Philipp B-, sich während des Tages in Schwetzingen »um Zwecke 'seiner Verlobung aufgchaltcn hatte und in seiner Hütte sich ausruhen nmflt? Sebastian Berger, welcher ebenfalls Weichenwärter ist und gleichzeitig an dem ttnolückstaae Vorgesetzter seines Bruders war, hatte diesen Auftrag unglücklicherweise npr?nnmt - d 1) er soll zwar bei dem Passiren einer vor dem Mannheimer Zug d e Weiche überschreitenden Maschine die Weiche umgelegt, jedoch vergessen haben, dieselbe wieder in die richtige Stellung zu bringen. Die dahnpolizeiliche Untersuchung führt Äpc-Assessor Ruoff von Karlsruhe. Rechtsanwalt Bassermann in Mannheim hat die Sr??theidiauna für PH. Berger übernommen. 43ertpeib ß ß T Postmarder aus Bequemlichkeit, der t^otz seiner erst f.inpn vrnnebäriafeit »ur Post doch eine für die Geschäftswelt wie für alle Post- mtereü'enten sehr verhängnißvolle Thätigkeit entwickelt hat, präsentirte sich am Freitag lnt JtfnVmer hiefiam Landgerichts I. in der Person des Postboten Spieske. ^ev^m^klaate welcher nach einer tadellosen Dienstz-rt den Militärdienst als Sergeant mthtirt hQt e6roarenbe v I als Postbote bei dem Postamt 48 beschäftigt und hatte ^VnhherVic Function die eingehenden Stadtbriefe auszutragen. Einige Wochen nach Einern Antritt wurde im Postamt wiederholt eine Verstopfung des Closets bemerkt unh alf man endlich der Ursache nachforschte, fand man in dem Röhrengange eine dedeutende^An»abl zum Bestellbezirke des Angeklagten gehöriger Briefe in uneroffnetem ^u tande vor ^ Man naK nun sofort eine Leibesvisitation an dem Angeklagten vor, bei welcher aus dm Taschen desselben noch eine stattliche Anzahl uneröffneter Briefe zum Vorschein kam und endlich f^.d man bei einer Haussuchung tn der Wohnung roütb?, da durch dieselbe die Einigkeit der Machte und der Türkei hinlänglich bewiesen °°n Finanzminister L^on Say in Saint-Quentin gehaltenen Rede constatirte derselbe die günstigen Ernte-Aussrchten und sagtt, d'e fite würde Frankreich der Nothwendrgkett uberhebcn, beträchtliche Kapttalien Anuntftnht0 seltlub geschmückt. Aus den Provinzen Irnd viele anläßlich des F°st°^ amMe 3eituns meldet, daß S-. Königl. Hoheit der Wlbelm mn Preußen den König Humbert zur U-bernahme einer Pathen- der Pnnz B>t ) / (?;nhne einaeladen und bau bet König bte CtN^a- ftelte bet 1«nem neug -^Efindenden Taufe angenommen hat. — Der Papst düng 3U aA farnäjirftin Wlabimir von Rußlanb unb beten Btubet. — Wie bie * *» 3« roerben_ Der Sekretär der Mailänder Leichenverbrennungs-Gesellschast, Dr.Pini, ist »eitern nach Caprera abgereist, um die Verbrennung der Leiche Garibaldis nach d m System Gorüü vorzubereiten. Der Herzog von Genua der General Earava Obetst Motozzo unb bet Cetemomenmerstet Tolomer unb bella Stnsa werben den König bei ben Leichenseretlichkeiten vettteten. J o f a l M , 7 <^uni sSterblichkeit in Gießens In der 22. Jahreswoche (vorn » ’ ÄS Säj, ÄS&s gegen Mitternacht vom 10. zum 11, Ium kommt. ß Entdeckung = f WxMM W.’M'SSWS? ÄS'Ä’S s S!fe'S iSWS x. 7.S. .18 F^mohr Seichen werden kann. D unsrem Horizont befindet, so werden wir ihn nur ganz ku.ze Zeit anbalt, sich um m < bdr|en ift nicht unmöglich, daß K. 'S, -UsnsjÄ dem WWfc ©onntaufgar.g, befindet der Komet sich südwestlich von der Sonne, D. 'i.^ctwas rechts von derselben, ungefähr gleichzeckig mit ihr anfg-heild. Literarisches. - Die von ber Deutschen Verlags-Anstalt (vormals Ed. Hallberger) 'n Stutts in Aussicht gestellte Jllustrirte Ausgabe von Goethe s Werken ift w ihren beiden ersten Lieferungen bereits erschienen. Dieselben bocumentiren vollstandtg, was d'e Ver^gshnnd^ung versorock-'n hst nämlich eine echte und wahre Prachtausgabe der Lsteraturschatze unseres arökt n Dichter-Genius. Die Illustrationen, womit die beiden ersten Lieferungen reichlich »us^estattet. sind bildliche Darstillunaen d-r unst°rblich-n L-r.-swort- m eben - voll- endeter ftorm wie diese selbst und lasten im Beschauen derselben für das Gelesene uns feite Gestalten gewinnen. In ihrer weiteren künstlerischen Ausstattung lehnt diese Göthe.-Ausgabe ^sich an die von derselben Verlagshandlung.h^a"^6^bene Schiller. Ansaabe an möge ihr auch bei allen ß teraturfreunben dieselbe Aufnahme zu Theil werden wie"ihn^d^ese gefunden hat, Textes-Redaction, Illustration Druck und Papier neben einem höchst billigen Preise (Lieferung von 3-4 Bogen nur 50 Pf ) berechtigen sie dazu vollständig^ Gewerbliche und technische Notizen. — Um Käse gegen Maden zu schützen, wird in den AlpwirthschastlichenMonats- blättern" empfohlen, Pfeffer zu Mehl zu zerstampfen ihn mit heißem Wasser anzu- rühmen und *bamit den Käse zu waschen; mit zwei Waschungen werden die Maden Ruß als Düngmittel in der Gärtnerei. Es ist bekannt, baß der Ruß ju ben kräftigsten Nahrungs- und ©bmulirungSmitteln des Pflanzenwuchses gehört Wir haben ihn in trockenem Zustande durch Aufstreuen auf den Boden unb durch ©eimif(J)unß ?ur Erde der Topfpflanzen vielfach zur Anwendung gebracht und m allen Fallm die Wahrnehmung gemacht, daß er nicht blos das Wachsthum der Pflanzen auf eme merkliche Weise befördert, sondern dieselben auch an Wurzel und Stamm frei von Ungeziefer gehalten hat. Es ist inbeß stets eine bedeutende Verschwendung seiner nährenden Bestandtbeile, wenn man ihn in trockenem Zustande gebrauch . Namentlich verflüchtigt lick von dem Ammoniak, das er enthält, vieles tn der Luft. Dieser Uedelstand laß sich dagegen großenthstls vermeiden, wenn man ihn jn Wasser auflosb Seine nährenden unb ftimulirenben Bestanbtheile theilen sich sofort in einem Buftanbe bemJBoben mit hnü lie von ben Wurzeln leicht aufgstogen werben. Er ist eines ber Düngemittel, bas man in tveftr Sorm auf Pflanzen, bte sich im Wuchs befinden, zur Anwendung brmgen kann und manche Gärtnereten haben ihm allein das gesunde Auss-h-n und, den üpwS-n Wuchs ihrer Gewächse, besonders der Tropenpflanzen, zu »-rdank-n Aufloiung ist etwas schwierig. Am besten gelingt sie. wenn man eine Quantität.mit fi-d-ndem Wasser überbrüht, dem etwas Soda betgemflcht ift. Man oerdünnt dann mit ® Wasser. Zn stark darf man die Flüssigkeit nicht anwenden, da fi- sehr schar, fit W 15 Liter Wasser genügen 1V4 Pfund Ruß. , Oeffentliche Aufforderung. Die Wittwe des am 23. Mai l. I. verstorbenen Ortsdieners Kaspar Dormehl in Mendorf a. Lahn hat Namens ihrer minderjährigen Kinder als Erben desselben die Erbschaft unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten. Es werden daher Alle, welche Ansprüche an fraglichen Nachlaß zu bllden haben, zur Anmeldung derselben in der Gerichtsschreiberei des unterzeichneten Gerichts innerhalb 14 Tagen, von heute an gerechnet, hiermit unter dem Anfügen aufgefordert, daß nicht angemeldete Forderungen voraussichtlich Berücksichtigung nicht finden werden. Gießen, den 2. Juni 1882. Großh. Amtsgericht. 3921__Stammler.________ Lieferung. Donnerstag den IS. dS. M., Vormittags 10 Uhr, werden dahier zur Lieferung für 1882/83 500 Kilo Hammelwolle öffentlich versteigert und um 10^2 Uhr 700 Kilo frische Butter im Submifsionsweg vergeben, und sind die Offerten bis zu diesem Termin versiegelt bei der Direction einzureichen. Die Lieferungsbedingungen liegen bei hiesiger Kasse zur Einsicht offen; auch können solche gegen Erstattung der Copialien daselbst bezogen werden. 3941 Marienschloß, den 3. Juni 1882. Großh. Landesznchthaus-Direclion. Versteigerung. Freitag den 9. ds. MtS., Vormittags 7V2 Uhr, sollen auf der Mittelstmühle bei Alt- Buseck und auf der Neumühle bei Beuern ca. 90 Ctr. Roggenmehl, „ 10 „ Futtermehl, „27 „ Roggenkleie, „13 „ Roggenschalen, „ 25 ,, schöne Kartoffeln, „ 3 „ Weizenmehl II, „ 3 „ Weizen öffentlich gegen Baarzahlung versteigert werden. Der Anfang ist auf der Mittelstmühle. Alt-Buseck, den 5. Juni 1882. Der Concursverwalter: 3888 Hch. Seuling. Dienstag den 13. ds. Mls., Nachmittags 3 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien der Friedrich Führer Wwe. r Flur 1 Nr. 265, 267a 267b, Hofraithe, Hofraum und Scheuer auf dem Seltersweg , meistbietend freiwillig versteigert werden. Gießen, den 5. Juni 1882. Großherzogliches Ortsgericht. 3897___________Lüdeking.__________ Donnerstag den 8. Juni, Nachmittags 2 Uhr, soll an Ort und Stelle die Klee-Ernte von einem Acker des Heinrich Keck bei der Pulvermühle dahier und nach demselben das Gras im Hausgärtchen meistbietend versteigert werden. Gießen, den 6. Juni 1882. Großherzogliches Ortsgericht. 3927_____________Müller._________ Freitag den 9. Juni l. Is., Nachmittags 2 Uhr, werden auf dem Rathhaus zu Wieseck gegen Baarzahlung versteigert: 4 Hobelbänke, 2 Kleiderschränke, 2 Tische, 2 Bänke, 1 Ofen, 2 Kommoden und 2 Wirthstische. Gießen, den 7. Juni 1882. Geißler, 3948 Gr. Gerichtsvollzieher. Aeitzeöoterres. Geschäftsbücher. Die auf Lager befindlichen, mit Zwirn gehefteten Bücher von I. C. König & Evhardt, Hannover, werden, soweit Vorrath reicht, 10pCt. unter Fabrikpreis abgegeben. 3953 PH. Lüdeking. Wenzels Gurten. Donnerstag den 8. Juni: 3958 GROSSES COWCEBT ausgeführt von der Capelle des II Grossh. Hess. Inf.-Reg. Nr. 116, unter Leitung ihres Capellmeisters Hrn. C. Krausse. Bier im Glas (3/e-JLilerglas 19 l*fg). Anfang V28 Uhr. Entree 25 Pfg. Für den Hochsommer empfehle für Herren und Knaben fertige Lüstre-, Leinen-, Turntuch- und Jagdtuch-Säckchen, waschächte complette Anzüge, sowie einzelne Hosen in großer Auswahl billigst. 3942 Frankfurter Waaren - Bazar, Neustadt. Wegen vorgerückter Saison verkaufe Damenumhänge und Paletots zu sehr billigen Preisen. 3956 8. Weimersheim Xach folger. Oie tertaisdie HaWM (eferötnanö Schumacher in Mron, Ohio) von ärztlichen Autoritäten als vorzügliches Nähr- und Heilmittel für Kinder, Kranke, Reconoalescenten und Altersschwache aufs Wärmste empfohlen, hat sich auch in den gediegensten Haushaltungen aller Stände auf dem Familientisch als eine sehr beliebte Suppe in Bouillon bereits eingebürgert. Dieselbe wird nicht lose, sondern nur in Original Packeten ä 1 und 2 Pfd. engl. zu 50 resp. 90 4 per Packet verkauft und ist in Gießen bei den Herren Emil Fischbach und Gg. Wilh. Weidig zu haben. Martin Becher 3943 in Frankfurt a. M. Importeur der Fchumacher'fchen Hafergrütze. A usverftauf* meiner sämmtlichen vorräthigen Waaren zu jedem annehmbarem Gebot. 3651_______________JL- ifuss, Wallthor. LebeDSversiciieriiDgsbaBk Kosmos Zeist. Begebenes Grund-Kapital Mk. 3 000 000 Garantie-Kapital ult. 1331 „ 5 259 218 Reservefond für die Versicherten „ 2173 504 Hypotheken und Darlehen auf Policen der Bank re. . . „ 2 259 909 Die Bank schließt Lebens-, Aussteuer- und Menten-Versicherungen mit und ohne Gewinnbetbeiligung ab. - Vortheilhafte Bedingungen resp. Gewährung bedeutender Bonifikationen bei Gruppenverficherungen, wie beispielsweise zwischen den kgl. bayer. Verkehrsbeamten und der Bank ein Gruppenvertrag besteht. — Cautionsdarlehen des Staats- und Eommunal-Dienstes. — Kriegs- Versicherung. — Unanfechtbarkeit der Police. — Im Jahr 1881 haben sich die Jins tragenden Aktiven um Mk. 230 526 — das Garantie-Kapital um Mk. 766 409 — vermehrt. Näheres besagt der zur Vertheilung an die Versicherten bestimmte Auszug aus dem Rechenschaftsbericht pro 1881, worin auch die Dividenden-Vertheilung an die Gewinn berechtigten Versicherten angegeben ist. Prospekte re., sowie jede gewünschte Auskunft bei allen Agenten der Bank, sowie den Unterzeichneten A. Stauth jun. in Mainz, Betriebs-Jnspector. L. König, Gießen. P- S. Solide und tüchtige Agenten werden an allen Orten unter guten Bedingungen engagirt und wolle man sich an den Betriebs-Jnspector Herrn A. Staute jun. in Mainz wenden. 3934 Todes-Anzeige. Gestern Abend 9 Uhr entschlief nach 6tägiger Krankheit sanft in festem Glauben an seinen Herrn und Heiland mein lieber treuer Ehegatte der fürstliche Rentmeister Barl Breutzer nach eben vollendetem 59. Lebensjahr, was ich hierdurch tiefbetrübt Verwandten und Freunden mit der Bitte um stille Theilnahme anzeige. Lich, den 7. Juni 1882. 3951 Berlha Breul»er5 geb. Koch. Die Beerdigung findet Freitag Vormittag 9 Uhr statt. 3957 Zum 1. Oktober wird von einem Offizier eine Wohnung zu miethen gesucht: 6 Zimmer nebst Zubehör, Burschenzimmer, Pferdestall, Mitbenutzung des Gartens. Gesunde Lage. Offerten unter v. Z. Nr. 70 an die Exped. ds. Bl- 3873 Eine hiesige Cigarrenfabrik sucht einen mit den nöthigen Vorkenntnissen versehenen jungen Mann unter günstigen Bedingungen als Lehrling zum sofortigen Eintritt. Zu erfragen bei der Exved. ds. Bl. 3960 Ein Acker ewiger Klee zu ver- kaufen bei A.Debus, Schiffenberger-Thal. Cvpirbücher von I. C. König & Evhardt, Hannover, anerkannt bestes Fabrikat (Drahtheftung) h 1000 Blatt Jl. 3.20 empfiehlt 3954 Pli. Lüdeking. G. C Hisgen's Deutscher Oelglanfiack. Unerreichtes Anstreichmaterial für Fußböden. — Gesetzlich geschütztes Etiquett mit Schutzmarke, Medaillen und Namenszug. Prämiirt Philadelphia 1876. Frankfurt a. M. 1881. Per Kilo M. 2.40 incl. Flasche bei. 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