le^, Wnfc. Wi. :tlW 10. Per )u Derm uiterh. •W t|t der 10 ÜNinern. JfJHtmaj; m Boger. Logis zu ver- >er WechW "ocrmiethen. Hterweg. ÄMdjön i. ^_bM3l vermietheii. ggpgan'e Ä 1 vermieten. slüGgasse. Eabinet, Uchc i. . ■aplausgasse. £ii mitficii Leitersweg. 3 Zimmer, hertat, zu lten^ie_13. Ahnung, gleich Bleichstr. 5. zu verrnietheu to Schmidt, ,' -ouoeyör sä ^der Nord: rtcr vemiethct ichensand 60. meines Neben- d Zubehör ist >ige Familie zu iraße E- 101_ • zu vermietheu. hloWsse 10- ohnung zu ner: öerntzar-t« ■xv it'äftigeu ,xik. Küser hebe 0 Q he. . , ßc^ocg jrofrgfnrtn. mratmen nieden vou besorgt von iikorn. je !§•____ iätWii«! gÖOQOÖU ftfit ^relJ‘ srr. 23a. Samstag den 7. Oktober 1882. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau: Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland. Berlin, 5. Octbr. Die „Berl. Polit. Nachr." schreibens lieber die Eintheilung der parlamentarischen Arbeiten für diesen Herbst cursiren allerlei widersprechende Nachrichten, was eben beweist, daß bestimmte Beschlüsse noch nicht vorliegen. Thatsächlich hat sich das Staatsministerium in der Frage der Berufung des Landtags noch nicht entschieden. Sicher ist, daß der Reichstag nicht, wie verschiedentlich gemeldet worden, zu einem früheren Termine, sondern erst am 30. November zusammentreten wird. Neue Vorlagen dürsten demselben nur in sehr beschränkter Zahl Mehen, das Hauptgewicht seiner Arbeit liegt in Den Entwürfen des KrankeÄassen- und Unfallversicherungs-Gesetzes, mit welchem die Commission noch vollauf beschäftigt sein wird. Der Bundesrath wird am 16. October feine erste Plenarsitzung abhalten und sich in derselben mit der Vorlage, betr. die Aufnahme einer landwirth- schaftlichen Statistik und Viehzählung, zu befassen haben. Die Ausschüsse treten, wie schon bekannt, etwas früher zusammen. Ob die mehr als vierwöchentliche Pause, die zwischen den Landtagswahlen und dem Zusammentritt des Reichstags liegt, zur parlamentarischen Arbeit für den preußischen Landtag benutzt werden soll, ist eine Frage, die zur Zeit noch in Erwägung steht und über die das Staatsministerium sich, wie gesagt, erst schlüssig machen wird. — Gegenüber anderweitigen Nachrichten erfahren die „Berl. Polit. Nachr.", daß von Seiten der englischen Negierung zur Zeit den europäischen Cabineten noch keinerlei Vorschläge über die Reorganisation in Egypten gemacht worden sind. Man will daraus schließen, daß die englische Regierung in dieser Beziehung noch keine festen Entschlüsse gefaßt hat; es verlautet aber bereits soviel, daß eine ziemlich starke Strömung in Londoner Regierungskreisen sich dahin geltend macht, daß bei allem Einfluß, welchen sich die Mächte vorbehalten müssen, doch den einheimischen egyptischen Elementen in der Verwaltung Egyptens selbst mehr Spielraum zu gewähren sei, als bisher. Es würde dies eine Säuberung des in Egypten vorhandenen europäischen Beamtenheeres bedingen, was bei den vielen zweifelhaften Elementen, die in den letzten Jahren dort zu Brod und Ansehen gelangt sind, schließlich nur erwünscht sein könnte. — Woraus die „Berl. Polit. Nachr." in letzter Zeit wiederholt hinwiesen, daß nämlich in der egyptischen Frage bisher zwischen den europäischen Mächten auch nicht der geringste Mißton hervorgetrelen sei, wird nun durch ein St. Petersburger Telegramm des „Wolff'schen Bureaus" ausdrücklich bestätigt. Herrn Gladstone wird das Compliment gemacht, daß man in seine Versprechungen allgemein (also auch in Rußland) volles Vertrauen setze. Noch liebenswürdiger aber ist der Telegraph für Deutschland, dessen Verdiensten um die Erhaltung des Friedens Lobsprüche gespendet werden, mit Betonung des Umstandes, daß zwischen St. Petersburg und Berlin jederzeit volles Einverständniß geherrscht habe. Letzteres Bekenntniß ist gerade im gegenwärtigen Augenblicke von mehrseitigem Interesse. Es beweist zunächst, daß die deutsch-feindliche Tendenz des Ruffenthums, bei aller Aufdringlichkeit, mit der sie sich breit macht — wir erinnern nur an die kürzliche Unterredung des russischen Generals Leer mit einem französischen Journalisten — noch weit davon entfernt ist, an maßgebender Stelle Oberwasser zu gewinnen. Dem deutschen Bewußtsein kann diese Thatsache allein vorläufig genügen, gleichviel ob die Russen ihr, mehr der Roth gehorchend, oder dem eigenen Triebe, Rechnung tragen. Weiter aber darf man dreist annehmen, daß hinter den von St. Petersburg gegen London und Berlin gemachten Verbeugungen die Erkenntnlß lauert, daß England und Deutschland in den Fragen der internationalen Politik gemeinsame Wege wandeln und daß die Gemeinsamkeit der Anschauungen des Londoner und Berliner Cabinets den diplomatischen Kalkül um einen Faktor bereichert, welcher den Schlüssel zu den wichtigsten, derzeit zur Diskussion stehenden politischen Problemen bildet. Rußland befolgt somit nur eine Regel gewöhnlichster Lebensweisheit, wenn es, seinen eigenen Orient-Interessen zu Liebe, allen anderen Mächten gegenüber den Liebenswürdigen spielt. Von Frankreich i)t, je länger die englische Frage spielt, desto weniger die Rede. Es muß jetzt die Consequenzen der absoluten Enthaltungspolitik, die nach dem Sturze des Cabinets de Freycinet proklamirt wurde, unthätig zusehen, wie England außer den materiellen Errungenschaften seines Egypterzuges auch den moralischen Vortheil genießt, von ganz Europa stillschweigend als Vormacht im Nilland anerkannt zu werden. Die sich aus diesem Sachverhalt mit nothwen- diger Logik entwickelnden neuen Combinationen dürften den Chancen einer eventuellen französisch-russischen Allianz zu aggressiven Zwecken den Boden gänzlich entziehen. Berlin, 4. Octbr. In Betreff der Reform des Genossenschaftswesens soll im Reichstag eine Anfrage des Abg. Schulze-Delitzsch an die Regierung gerichtet werden, um von derselben eine bestimmte Erklärung über ihre Stellung zu der Frage zu erhalten. Nun liegt es, wie mehrseitig versichert wird, in der Absicht der Regierung, auch diesem Gegenstände näher zu treten, indeß scheinen dazu noch weitere Vorarbeiten erforderlich zu sein. Letztere sind aber noch so weit im Rückstände, daß die Regierung sich über die Frage, wann der betr. Entwurf an den Reichstag gelangen werde, jetzt noch nicht äußern kann; jedenfalls wird dies noch nicht während der bevorstehenden Session geschehen können, Da die Regierung zunächst das dringende Interesse hat, die schwebenden social- politischen Vorlagen zunächst zum Abschluß zu bringen. Es ist aber noch nicht ausgeschlossen, daß die geplante Anfrage wenigstens das erreicht, daß die Regierung über den Stand der Vorarbeiten dem Reichstage Erklärungen giebt. g — Unter den Arbeitern im Vraunkohlen-Gebiete Böhmens beginnt sich's wieder zu regen. Am Montag Morgen haben, wie uns mitgetheilt wird, 170 Arbeiter des Britaniaschachtes nächst Soborten eine Lohnerhöhung verlangt. Nachdem die Direction erklärt hatte, einen sofortigen Beschluß nicht fassen zu können, fuhren die Arbeiter in den Schacht zur gewohnten ordnungsmäßigen Beschäftigung ein und wollen den bez. Befchluß abwarten. — Die Nachweise des kaiserlichen statistischen Amts im Augusthefte seiner Monatshefte über die Ergebnisse der Nekrutenprüsungen im deutschen Heere liefern für die letzten 7 Jahre das Ergebniß, daß von 1875 bis 1881 der Procentsatz der Rekruten ohne Schulbildung von 2,37 auf 1,54 herabgegangen ist. — Es darf nunmehr als feststehend erachtet werden, daß der Plan des Kaisers, im Herbst Aufenthalt in Wiesbaden zu nehmen, aufgegeben ist. Der Kaiser kehrt von Baden-Baden direct nach Berlin zurück und wird, wie in früheren Jahren, nur in den letzten Tagen dieses Monats einer Einladung zu den Jagden des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin folgen. Im November will sich der Kaiser dann an den diesseitigen Hofjagden in den Provinzen Schlesien, Brandenburg und Sachsen betheiligen. — In Hofkreisen will man wissen, daß der Abschied der Kronprinzessin und ihrer Kinder vom Prinzen Heinrich vor dessen l^zjähriger Seereise ein besonders schwerer gewesen sei. Am vergangenen Samstag hatte Die ganze kronprinzliche Familie mit dem Prinzen Heinrich in der Bornstädter Kirche das Abendmahl genommen. Der Kronprinz geleitete seinen Sohn zu Wagen noch fast bis Spandau. Berlin, 5. Octbr. Heute Abend, 5 Min. vor 6 Uhr, vor Eröffnung des Opernhauses — das Publikum hatte noch keinen Einlaß gefunden — stürzte der eiserne Vorhang mit großem Getöse herunter. Zweimal hatten Arbeiter versucht, den Vorhang herabzuziehen, vergeblich, beim dritten Male stürzte derselbe herunter mit furchtbarem Krach, ging tief in's Podium und zersprang in kleine Stücke. Menschen wurden nicht verletzt. Die Aufführung des „^annhäuser" konnte nicht stattfinden. Das Opernhaus wird auf 3—4 Wochen geschlossen werden müssen. Berlin, 3. Oktober, lieber das Auftreten des Kaisers Alexander III. in Moskau wird der „Bad. Landcsztg." von dort berichtet: In den Zügen des Czars lag tiefer Ernst; er winkte wohl oft und dankte den lauten Grüßen der Menge, aber er dachte offenbar an andere Dinge. In dem Augenblicke, da die Abordnung der Stadt Moskau mit den goldenen Schalen auf den Czaren zuschritt und der Bürgermeister sich zur Huldigungsansprache anschickte, ward der Blick des Czars plötzlich starr, wie in tiefer Angst, wie gelähmt, kalt, eisig flog er über die Versammlung der Honoratioren hin, die doch nur mit so sorgsamer Auswahl hierher gelassen worden waren; das eiste Wort des Redenden brachte ihn wieder zu sich und freundlich hörte er die Begrüßung der treuen Stadt Moskau an. Anfangs leise, dann kräftig und tief klang seine Antwort, daß er an Moskaus Treue nie gezweifelt, aber einen Empfang gefunden habe, den er nie erwarten konnte. Der Czar hat für solche öffentliche Repräsentation eigentlich nicht so recht das Geschick, vielleicht macht das die lange Zurückgezogenheit, aber er sieht immer beklommen aus, und man erinnert sich der früheren häufigen Meldungen, daß er den Ministern im Staalsrathe allerlei heftige Auftritte erlaubte, ohne seine Autorität geltend zu machen. Am 21. September früh fand auf dem Chodin'schen Felde die große Parade über 45 Bataillone, 20 Batterien, 4 Regimenter Dragoner und einige Kosakentrupps statt. Der Anblick der neuen nationalen Kleidung der Truppen mag einem Stockrussen erhebend fein, dem Deutschen kommt er komisch vor; die Leute sehen wie halbe Wilde aus in der schlampigen, knopflosen Uniform und den Fellmützen und plumpen Stiefeln. Der Czar selbst sieht nicht einmal imvonirend aus in der neuen Uniform. Er war zerstreut, und unstät irrte sein Auge über die Massen seiner Krieger, die ihn mit ihrem Hurrah grüßten. Selbst die hohen Offictere zeigten keine Feststimmung, als sie sich nach dem Petrowskoi begaben zum osficiellen Frühstück; nur das Volk en mässe jubelte. Das Frühstück wurde, wie ich höre, durch die Gegenwart einiger bekannter Herren von hier panslavistisch angehaucht, wobei Fürst Nikitta den Vorwand hergeben mußte. Hesterreich. Buda-Pesth, 5. Octbr. Die antisemitische Stimmung hat eher zugenommen, als nachgelassen. In Preßburg fand thatsächlich eine Art Conflict zwischen der Comitatsbehörde und dem Minister statt, der suspeudirte Erlaß zur Verhängung des Standrechts war eigentlich schon publicirt und ist wegen des Widerstandes der genannten Behörde wieder lahmgelegt worden. Der Regie- rungscommissär Jekelfalussi entfernte sich weniger, weil die Ruhe hergestellt, als damit die Angelegenheit vom Comitat ausgetragen werde. Obergespan Graf Eszterhazy ist jetzt Commissär für Comitat und Stadt Preßburg. Er erklärte, es sei directer und specieller Befehl des Königs, daß die Ruhe und Sicherheit aller Bürger ohne Unterschied der Religion gewährleistet und gewahrt werde. Der Vicegespan Schott sucht die Aengstlichen zu beruhigen, indem er mittheilt, daß in 3 Städten und 14 Gemeinden des Comitats Ausschreitungen vorgekommen, die Militärgewalt in 3 Städten und 3 Gemeinden einschritt, in den übrigen durch die Behörde und die Einwohner die Ruhe hergestellt worden sei. Schott gilt als Antisemit. Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Eorresponderrz-Bureair. München, 5. Octbr. Der Director der Staatsbibliothek, Professor Dr. Karl v. Halm, ist nach längerer Krankheit gestorben. Leivlia, 5- Oktober. Vor dem Reichsgericht hat heute die Verhandlung gegen den Zuschneider Wunderlich aus Marktschorgast und gegen den Schuhmacher Kiefer — [®er Erfinder der Kreis-Säge.) In dem zu Toledo, Ohio, erscheinenden „Telegram" ist folgende Geschichte erzählt: An einer einsamen abgeleg nen Stelle, in der nordwestlichen Ecke des Begräbnißplatzes des hübschen Landftädtchens Richmond in Kalamazoo Co., Mich , kann der Leser eine schneeweiße Msrmorplatte finden, die fast ganz unter Hollunderbüschen verborgen ist und welche die Inschrift trägt: .Benjamin Cummings", geboren 1772, gestorben 1843. Und wer war dieser Benjamin Cummings? Es war der Erfinder der Kreissäge, welche nunmehr in allen Ländern der cioiltsirten Welt in ausgedehntem Gebrauche steht. Vor ungefähr 60 Jahren hämmerte dieser Mann zu Burtonville und dann zu Amsterdam im Staate New-York auf seinem eigenen Schmiedeambos die erste Kreissäge aus, die je bestanden hat. Es war ein bekannter Pionier in Richmond, der Neffe eines der Präsidenten der Vereinigten Staaten, ein Skavenbesitzer im Staate New-York und ein hervorragender Maurer zu Zeiten Morgans gewesen, an dessen Tafel sich die auserlesensten Männer New-Yorks den Wein und andere starke Getränke vortrefflich schmecken ließen. Er war Schiffseigenthümer auf dem North River noch vor der Dampfschiffzeit und hatte im Kriege von 1812 als Kapitän gedient, wo ihm drei Pferde unterm Leibe erschossen worden waren. Mit einem Schwerthiebe hatte er damals seinen nächsten Vorgesetzten auf den Boden hin- gestreckt, weil derselbe ein Verräther und Feigling gewesen, und nachdem er vor dem Kriegsgerichte gestanden, wurde er, anstatt todtgeschossen zu werden, zum Obersten befördert. Und in diesem einsamen Grabe liegen nun die sterblichen Ueberrefte des Mannes, der nahezu vor siebenzig Jahren anfing, zu Albany, N- g), große ziegelsteinerne Hauser in die Höhe zu winden und von einem Orte zum anderen zu schaffen. Ja zur Verwunderung der Welt construirte er damals IV2 Meile des Eriekanals durch das härteste Felsgestein und er baute auch im Contracte die erste Brücke darüber. Er half auch bei der Construction der ersten zehn Meilen Eisenbahn, welche in den Vereinigten Staaten gebaut worden sind und begründete zwei Landstädtchen, nämlich Verwischtes. Mainz, 2. Oktober. Am gestrigen Tage sind die seither in Folge des Hoch- mafiers eingestellt gewesenen Brückenbauarbetten wieder ausgenommen worden. Mosbach, 1. Oktober. Vor einiger Zeit traf in einem württembergischen Grenzdorfe Marlach (bet Krautheim) ein junger, mit Gelenkrheumatismus behafteter Landwerksbursche ein- Während seines kurzen Aufenthalts in einem dortigen Wirths- hause verschlimmerte sich sein Zustand derart, daß er absolut nicht mehr weiter gehen konnte. Der Wirth, der zugleich Gemeinderath ist, machte hiervon dem Schultheißen Mittheilung und die beiden Gemetndebeamten faßten den Beschluß, den mittellosen Kranken über die Grenze in's Badische schaffen zu lassen. Demgemäß wurde derselbe auf einen zweiräderigen Karren geladen und von einem Bürger fortgefahren. Als dieser die badische Grenze passirt hatte, ließ er, der erhaltenen Weisung gemäß, den Karren umkippen und den Handwerksburschen in den Straßengraben fallen, wo er später von einem Boten aus dem nächsten badischen Orte gefunden wurde. Am 29 v Mts. nun standen die drei Biedermänner vor der hiesigen Strafkammer und erhielten die wohlverdiente Strafe. Der Schultheiß und der Gemeinderath wurden jeder zu sechs, der Vollzieher ihrer herzlosen Anordnung zu drei Monaten Gefängntß 5. Oktober. Gestern Mittag V21 Uhr ertönte daher, während viele Leute im Felde beschäftigt waren, die Sturmglocke. In einer in der Nähe des neuen Lokale-. Gieken, 6. October. [15. Sitzung der Handelskammer am 2. October.) Anwesend die Herren L- Georgi, stellvertretender Vorsitzender, S. Heichelheim, 91. Katz, R. Scheel, G. H. Schirmer. Die Eingänge Nr. 330-351, 354—357. 364—366 werden ad acta gelegt, 353-355, 358, 359 und 363 zur Circulation, 352 zum Auflegen bei Herrn Schirmer besttmiM.^ £anbel§fammer Mainz zeigt an, daß dieselbe in ihrer Eigenschaft als Vorort des hessischen Handelskammertags ersucht worden sei, von Großh. Mmrstermm des Innern und der Justiz die Veröffentlichung des den Landsländen vorgelegten Gesetzentwurfs über die Abänderung des Gewerbesteuertzesetzes zu erbitten, beziehungsweise zu veranlassen, daß die Handelskammern des Großherzogthums zur gutachtlichen Aeußerung aufgefordert würden; dieselbe nimmt Zustimmung der diesseitigen Kammer an wenn nicht innerhalb 10 Tagen gegenteilige Nachricht etnlaufe. Die Kammer erklärt sich für stillschweigende Zustimmung. Von Großh-Ministerium des Innern und der Juftlz wird eine Notrz der Peters- buraer Leitung, enthaltend Abänderungen im Russischen Zolltarif, zur Kenntnrßnahme eingesandt. Die Kammer beschließt Auflegung dieses Blattes bet Herrn Schirmer währen^e^ ^ffche Handelstag übersendet mehrere Berichte betr. die Revision des statistischen Waarenverzeichnisses und ersucht um gutachtliche Aeußerung der Kammer. Die betr. Berichte werden zunächst in Crrculation gesetzt. Das Reichseisenbahnamt theilt mit, daß die österreichisch-ungarischen Eisenbahnen bei der Ausfuhr aus Oesterreich eine Vorschrift der besonders in Bezug auf den Ort der grenzzollamtlichen Behandlung nicht ohne Weiteres gestatten, sondern in solchen Fällen statt der Frachtsätze im direkten Verkehr den Frachtsatz von Bahn zu Bahn berechnen. Das Reichseisenbahnamt fragt an, ob in diesem Verfahren eine Verletzung berechtigter Interessen des Handelsstandes liege und ersucht um Rückäußerung. Dieser Gegenstand wird dem Herrn A. Katz zum Referat überwiesen. Gießen, 6. October. Schwurgertchtsverhandlung am 5. October 1882 gegen Johann Adam Fischer von Gonterskirchen wegen Meineids. Fischer ist beschuldigt: daß er in der Strafsache gegen Johannes Becht III. von Gonterskirchen wegen Körperverletzung am 25. Mat und 15. Juni l. I. vor Gr. Schöffengericht Laubach, einer zur Abnahme von Eiden zuständigen Behörde, den vor seiner Vernehmung als Zeuge geleisteten Eid wissentlich durch ein falsches Zeugniß verletzt habe. Angeklagter wurde wegen Meineids und fahrlässigen Eides in eine Gesammt- Gefängnißstrafe von einem Jahre und 4 Monaten — abzüglich 1 Monat Untersuchungshaft — verurtheilt. — An der Station Neunkirchen der Deutz-Gießener Eisenbahn stürzte gestern Morgen ein Bremser während der Fahrt vom Zuge und wurde eine Strecke mit fort- ^eschleift. Die Verletzungen waren derart, daß der Verletzte in vergangener Nacht seinen Perbrechens gegen die Sittlichkeit angeschuldigte Kreisbaumeister Adalbert Schneller von Alsfeld wurde heute Vormittag von dem Schwurgerichts- Hof f r e i g e s p r 0 ch e n. Die in diversen Zeitungen erwähnte Flucht desselben erwies sich als eine — Ente. Schulhauses stehenden, dem Herrn Zeiß gehörigen Scheune war Feuer ausgebrochen das durch die vorhandenen Heu- und Strohvorräthe so reichlich Nahrung fand, daß trotz der allseitig von hier und der Umgegen) rasch herbeigeetlten Hülfe es nicht verhindert werden konnte, daß noch zwei weitere in der Nähe befindliche Scheunen mit ihren Vorräthen, mehreren Stallungen, sowie ein Theil des C. Lösfler'schen Hinterhauses nebst Dachstuhl eines dem Herrn Löffler gehörigen Waaren-Magazins ein Raub der Flammen wurde Der Schaden ist ein sehr bedeutender, zumal in dem so schon eingerichteten Wohnhaus des Herrn Löffler nebst Magazin durch die kolossalen Wassermassen, welche behufs Schutzes gegen dieselben geschleudert wurden, viele Decken und Wände so durchnäßt wurden, daß kaum an Austrocknen zu denken ist, somit ebenfalls neu hergestellt werden müssen. Ein Glück war es, daß der Brand, über dessen Entstehung hier die verschiedensten Gerüchte circuliren, bet Tag und nicht bei Nacht zum Ausbruche kam; bei letzterem Falle hätte derselbe durch das dichte Zusammenhängen der Häuser rc. ähnliche Dimensionen annehmen können, als der hier im Jahre 1852 stattgehabte große Brand. Die durch den Brand Geschädigten sind C- Löffler, Wittwe Tröster's Erben, Grieb, Klein und Zeiß. Außer Zeiß sind sämmtliche versichert. Kassel, 4. Oktober. Heute Morgen sind aus dem Kreisgerichtsgefängnisse drei Gefangene entwichen, welche in letzter Zeit zu längerer Strafe verurtheilt waren, aber gegen das Urtheil die zulässigen Rechtsmittel eingelegt hatten. Paris, 3. Oktober. Heute stürzte sich von dem Thurme der Notre-Dame eine sehr elegant gekleidete Dame herab. Sie fiel auf das Gitter, so daß ihr Körper in der Mitte durchschnitten wurde. Nur ein Theil des Körpers blieb an dem Gitter hängen, der andere fiel auf das Pflaster. Petersburg, 29. September. [Begräbniß eines Millionärs.) Gestern wurde hier ein Holzhändler begraben, der ein schier unermeßliches Vermögen hinterlassen hatte, sein Name ist bekannt, sogar Kaiser Wilhelm hat seine Datsche am Kameno- ostrowschen Prospekte besucht, die berühmte reizende Datsche Gromow. Herr I. I. Gromow ist 63 Jahre alt geworden und war wegen seines Reichthums und wegen seines Wohlthätigkeitssinnes gleich geachtet. Zehn Orden wurden dem Verstorbenen hinter dem Sarge nachgetragen. Ein paar Tausend Menschen und über 300 Equipagen gaben ihm das letzte Geleite und bei dem Todtenamte waren zugegen der Archihierarch, zwei Archtmandriten, dreißig Ortsgeistliche hiesiger Kirchen und vier Sängerchöre und der Beerdigung wohnte sogar der Metropolit Isidor an Die Begräbnißkosten Gromow s werden aus 50,000 Rubel veranschlagt und außerdem fand nach den Trauerfeierlichkeilen um 4 Uhr Nachmittags in der Gromow'schen Villa „zum Gedächtnitz an den Verstorbenen", wie derartige sehr unpassende Schwelgereien beschönigend genannt werden, ein Diner für 800 Personen statt, wovon ein jedes Couvert ohne Wein auf 8V2 Rubel zu stehen kam. In Rußland herrscht bekanntlich die Unsitte, jeden Leichen- zug mit einem Bachanal zu beschließen. Aus Württemberg, 3. October. Vor dem Schwurgerichtshof Tübingen fand gestern und heute die Verhandlung gegen den 35jährigen Schäftenmacher Johannes Knapp von Reutlingen statt, wegen zweier Verbrechen des Mords und eines Verbrechens des schweren Raubs. Den Gegenstand der Anklage bildet das Verbrechen, welches in der Nacht vom 25. auf 26. April d. I. in Küßnacht bei Zürich an den Oeconom Schultheß'schen Eheleuten begangen worden ist. Diese beiden bewohnten allein ein am Ende des Dorfes ziemlich isoltrt stehendes Haus, ihre zwei Söhne hatten auswärts Stellungen, Dienstboten hielten sie nicht. Am 26. April nun fiel es den Nachbarn auf, daß das Haus gegen die sonstige Regel den ganzen Vormittag über verschlossen blieb; man sah endlich nach und fand die zwei schon über 60 Jahre alten Leute tobt auf ihrem Bette liegen. Der Frau war der Schädel etngeschlagen, die linke Gesichtshälfte zertrümmert, der Mann, dem ebenfalls der Schädel zerschmettert war, hatte außerdem noch zahlreiche Wunden, die auf eine verzweifelte Gegenwehr hinwiesen. Ein Kasten in dem Zimmer und eine Cassette waren geöffnet, zwei Geldsäcke lagen geleert da. Der Unmensch, der das Verbrechen begangen, muß, wie die weiteren Nachforschungen ergaben, Tags zuvor in den Stall eingeschlichen sein und dort den Weg zur Schlafkammer der alten Leute gefunden haben. Einige Nachbarn wollen zwei Handwerksbursche am Nachmittag des 25 gesehen haben, die sich, nachdem sie im Ort gebettelt, gegen das Schultheß'sche Haus entfernten. In der That wurde schon am 29. Apr-l in Stuttgart in der Wirthschaft zur deutschen Flotte, einem von Vagabunden und Verbrechern aller Art viel besuchten Gasthaus, der nunmehrige Angeklagte Knapp, auf welchen das von Zürich aus verbreitete Signalement des einen jener Burschen paßte und der sich durch Besitz einer größeren Summe von schweizerischem Geld verdächtig gemacht hatte, von der Stuttgarter Fahndungsmannschaft feftgenommcn. Da ein Deutscher an eine ausländische Regierung nicht ausgeliefert werden darf, so wurde er nach Tübingen abgeliefert und vom dortigen Landgericht die Untersuchung gegen ihn geführt. Es wurde erhoben, daß Knapp, der im Armenhaus in Reutlingen, wo seine Mutter noch lebt, ausgewachsen und schon vom 17. Jahr an zahlreiche Strafen wegen verschiedener Vergehen und Verbrechen erlitten hat, im April d. I. in Zürich arbeitslos und von Geldmitteln entblößt, sich aufhielt, nachdem er kurz zuvor eine längere Zuchthausstrafe verbüßt gehabt. Am 24 April findet sich in Zürich sein Name zum letzten Mal in dem Nachtbuch der Wirthschaft zum goldenen Stern, wo er die Zeit über meist sein Quartier hatte. Am 27. April kaufte er in Konstanz neue Kleider, ließ sich feinen Bart wegrasiren und kam von dort nach Reutlingen, wo er Besuche machte, einen verpfändeten Anzug einlöste u. s. w Am Abend des 29. kam er sodann nach Stuttgart, wo er, wie bemerkt, alsbald verhaftet wurde. Ueber den Erwerb des bei ihm vorgefundenen Geldes konnte er sich nicht ausweisen. Eine Erzählung, die er vorbrachte, wonach ein Frauenzimmer, das er kennen gelernt, ihm ihr Geld anoertraut haben sollte und während der Fahrt auf einer Station ausgestiegen und nicht mehr in den Zug zurückgekehrt sei, stellte sich an sich schon abenteuerlich als Unwahrheit heraus, wenigstens blieben alle Nachforschungen nach der angeblich Verschwundenen erfolglos. Ebenso erfolglos waren Nachforschungen, die in der Richtung angestellt wurden, ob nicht in der fraglichen Zeit irgendwo anders in der Schweiz ein größerer Gelddiebftahl begangen worden, von dem der Geldbesitz herrühren könne. Auf der anderen Seite mißlangen die Versuche des Angeklagten, ein Alibi nachzuweisen, vollständig. Die von ihm angerufenen Zeugen erklärten wohl, daß er in der Nacht vom 24. auf 25. April noch in Zürich gewesen sei, aber nicht mehr in der folgenden; dagegen wurde er von mehreren Bewohnern Kütznachts mit Bestimmtheit als der ältere der zwei Handwerksburschen erkannt, welche an dem Nachmittag des 25. daselbst gebettelt hatten. So war, obwohl der Angeklagte selbst im Leugnen fortwährend beharrte, das Ergebntß der Beweisaufnahme, mit welcher gestern Abend geschlossen wurde, ein für ihn durchaus ungünstiges. Die Plaidoyers des Vertreters der Anklage, I. Staatsanwalt Malblanc, und des Verthetdigers, R-A. Wetzel II., fanden sodann heute statt. Der Wahrspruch ; der Geschworenen lautete auf Schuldig, worauf der Gerichtshof, wie schon telegraphisch gemeldet, das Todesuriheil über den Angeklagten aussprach. ßanau wegen Hochverraths stattgesmiden Den Vorsitz führte der S-nalsprastd-nt Wmann d,-Anklage v-rlrat der Ober - Neichsanwalt Freiherr von S-ckendorff. Keacnstand der Anklage ist di- Verbreitung von fünf Nummern der Z-ttung „5ret= W Der Angeklagte Kiefer, welcher 19 Jahr- alt ist. gibt zu, Ex-mp nre der ^reibeit" verbreitet zu haben, bestreitet aber, Kenntniß von der Strafbarkeit seiner Wandlung g habt zu habm. Der Angeklagte Wunderlich leugnet, daß er die „Freiheit" 5-?br-N-t habe. Ms den Zeugenaussagen ergibt sich, daß Wunderlich mit den Londoner Revolutionären in Verbindung gestanden hat und daß em Most'ch-r Emissär bei Fner Reise durch Deutschland an ihn als V-rtrauensp-rson gewiesen worden war. Nach der um 2 Uhr beendigten Vernehmung von fünfzehn geladenen Zeugen trat eine Nach Wiederaufnahme der Sitzung des Reichsgerichts hielt der Ober-Reichs- anwalt die gegen Wunderlich und Kiefer gerichteten Anklagen wegen vorbereitender Handlungen zum Hochverrath, wegen MajestStsbeletdigung, Aufforderung zu strafbaren Handlungen und Verbreitung verbotener Druckschriften ausrecht und beantragte für Wunderlich 4 Jahr-, für Ki-s-r 3 Jahre Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die gleiche Dauer. Die Vertheidigung plaidirte sür Freisprechung der beiden Angeklagten. Das Reichsgericht erkannte den Angeklagten Wunderlich der ihm zur Last gelegten Handlungen für schuldig und vnurtheilte dens^ben zu 2 Jahren Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die gleiche Z-ttdau-r. Der Angeklagte Kiefer wurde von der Aufforderung zum Hochv-rra h und zu anderen strafbaren Handlungen, sowie von der MajestStsbeletdigung fre'gesprochen, dagegen wegen Verbreitung verbotener Druckschriften zu 4 Monaten GefLngnitz verurthetlt. welche Strafe das Gericht als durch die Untersuchungshaft verbüßt erklärt. Wien, 5. Octbr. Der russische Botschafter Gras Lobanow ist hier eingetroffen. _, ,, c f Paris, 5. Octbr. Einem Londoner Telegramm des „Temps" zufolge ainge die Ansicht der englischen Regierung, bezüglich, einer Reorganisation der egnptischen Fmanzverwaltung, dahin, die Controle auszuheben, den Umfang der Befugnisse der Kaffe für öffentliche Schuld aber zu erweitern. Marseille, 5. Octbr. Die Gesandtschaft des Kömgretchs Madagaskar wird sich Anfangs der nächsten Woche nach Paris begeben und dort im Palais Elvsöe empfangen werden. London, 5. Octbr. Nach einem Telegramm der „Times aus Kairo wäre die directe Mitschuld Arabi Pascha's an den Maffacres und der Plünderung in Kairo documentarifch nachgewiesen worden. Glasgow, 5. Octbr. In einer gestern Abend stattgehabten zahlreich besuchten Versammlung der Conservativen hielt Northcote eine Rede, in welcher er den Krieg in Egypten als unnöthig und folglich ungerechtfertigt bezeichnete. Der Krieg wäre vermieden worden, wenn die Regirung bei Zeiten Festigkeit und Entschlossenheit entfaltet hätte. Die Lösung der egyptischen Frage werde große Schwierigkeiten bereiten. iry y .f Buenos-Ayres, 5. Octbr. Die diplomatischen Verhandlungen zwischen Chili und Peru sind abgebrochen, da Chili jedes Zugeständniß entschieden verweigert. ?Dam eine m in brr lter Höngen, stern wurde hinterlaßen m kLMNV-' I- I Gro- Wa seines denen hinttt pagen gaben ^iemch, zwei bo*e und der n Giomow's ^auerfeierlich- jinitz an den end genannt ne Wein auf eben Leichen- StiHi « ins u( aß H .tfwj '»‘■ßW'S8; " ?rtniettt d>is^ hi« -«cbr-chn, fattb, bQ6 "ich, ttt? Eunen mit ^.Hinterem Raub J1 so schön Wasser. Decken und 1 ebenfalls Asm Entmacht zum ^hängen Mre 1852 Löffler, sämintiiche '"Snisse drei waren, aber if Tübingen ier Johannes । Verbrechens i, welches in den Oeconom allein ein mn Im auswärts den Nachbarn er verschlossen ten Leute tobt Inte Gesichts- rt war, hatte hr hinwiesen. )eldsacke lagm weiteren Nach- dort den Weg i wollen zwei -m sie im Ort irbe schon am i Sagabunben •tagte ^napp, ner Burschen nt Geld ver- arnrrM- luchnng segni ieutlingen,« lretche Strafen Z. in Mi» ■ •m iu»«r llnt tTn ivo er die WaM® SA-U dm-« «1# j «LKiF :“*‘Ä «.“Äwerfä’ ®Ä*5 ihn buxd)««« . M°M«? , >n teU9^1 )«r eAAen.etfl $•$$. l**5»S 5 ^sühe''' S'rS Esperance und Bostonville an dem alten Schoharie, nahe Amsterdam. Wenn man das Leben dieses merkwürdigen Mannes durchstudtrt, meint man, daß, was er alles verrichtet und zustande gebracht hatte, wohl kein anderer Mann zu unternehmen vermöchte. Denn wenn er erreicht oder gefunden hatte, was er wollte, dann ließ er es gleichzeitig wieder bei Seite fliegen und machte sich an was anderes, Neues und Kühnere«. __ _______-_____ Gewerbliche und technische Notizen. — sMundschltetzer.) Hum Schutz der Athmungsorgane vor Staub, sowie vor dem Einfluß rauher oder nebliger Witterung rc. liefert die „Internationale Verbandsstofffabrik" in Schaffhausen (Schweiz) neuerdings einen sogen. Mundschlteßer (auch unsichtbarer Respirator bezeichnet), welche den Träger des kleinen Apparates zum Athmen durch die Nase statt durch den Mund veranlassen, wie es von Aerzten vielfach empfohlen wird. (Beim Gebrauch des Mundschließers soll auch das Schnarchen während des Schlafes vermieden werden.) Der Mundschließer ist einfach ein Plättchen von Hartgummi, welches dem Kiefer sich genau anschließend, zwischen Lipven und Zähnen ohne irgend welche Belästigung getragen werden kann, einige Einschnitte verhüten, daß das Plättchen beim Athemholen allzu stark gegen Ober- und Unterkiefer angepreßt wird. Der Mundschließer aus Hartgummi kostet 1 JL, derselbe wird auch aus Silber oder vernickeltem Weißblech hergestellt. Ärantfurt a. M., 6. October, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 270. Staatsbahnactien 297%, Galizier 272%, Lombarden 122%, Nord- westbahnactien 184%, Darmstädter-Bankactien 158, Oberschlesische E.-B.-Act. 256%, Oesterr. Silberrente 66%, 4% Ungar. Goldrente 7415/i6, 4% 1880er Russen 70%, 5°/0 1877r Russen 87%, 2. Orient-Anleihe 56%g, Spanier 64%%, 5% Rumänische Rente 91%, 4% Unific. Egypter 72. Tendenz fest. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst: Samstag den 7. Oktober. Nachmittags 2Uhr: Beichte, Pfarrer Dr. Naumann. Sonntag den 8. Oktober (18. nach Trinitatis). Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Schlosser. Feier des heiligen Abendmahls. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Donnerstag den 12. Oktober, Abends 6 Uhr, im Gymnasium: Bibelstunde, Brief Pauli an die Galater, Kapitel 1. Pfarrer Dr. Naumann. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 8. bis 14. Oktober besorgt Pfarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. 19. Sonntag nach Pfingsten. 8 Uhr: Frühmesse, nach derselben Beichte und Austheiluna der h. Communion. %10 Uhr: Hochamt und Predigt: Herr Secretär Po sch mann. 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in Grünberg. Beginn desselben um %10 Uhr. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 515 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 6« Aufforderung. Zufolge Uebergabsvertrags, der zwischen Georg 3hcoUi Eheleuten und ihrer Tochter Maria Nicolai von Lang-Göns am 12. Dezember 1868 abgeschlossen und am 10. März 1870 gerichtlich bestätigt worden ist, ruht auf den der Maria Nicolai übergebenen, jetzt auf Konrad Nicolai übergegangenen nachbenannten Grundstücken der Gemarkung Lang-Göns 1/486, 487,2, 501, 502, XVII/21, X1X/534,559, XXI/613, 926, XXV 11/49,3 u. 50 eine Herauszahlung von 100 st., welche nach dem Ableben der Georg Nicolai Eheleute von Konrad Nicolai erfolgen sollte. K. Nicolai hat die Maria Nicolai beerbt, indeß kann der Uebergabs- vertrag nicht beigebracht werden und ergeht daher die Aufforderung, etwaige Ansprüche aus demselben, insbesondere auf die etwa Seitens des Konrad Nicolai abgetretene Herauszahlung von 100 st. bis zum 10. November 1882 dahier anzumelden, widrigenfalls jener Vertrag für erfüllt angesehen und die Löschung des Vorbehaltseigenthums angeordnet werden wird. Gießen, den 3. Oktober 1882. Großh. Amtsgericht Gießen- 6528 Dr. Gilmer. Aeikgeöotenes. 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Nähere Auskunft über die Abteilungen ertheilen vor dem Termine auf Verlangen die Gräflichen Forstwarte zu Weickartshain, Laubach, Freienseen, Altenhain, Jägerhaus, Gonterskirchen und Ruppertsburg. Laubach, den 2. Oktober 1882. 6519 Gräfliche Forstverwaltung. Sammtttehe Neuheiten in Knöpfen und BflahartiKeln find in großartiger Auswahl eingetroffen bei Kotiert 6087 Seltersweg C 59. NB. Atlas- und Sammtbänder in allen modernen Farben. A -IVT-Vs 1a 1 neuester Construction, sehr leichtem Gang und Ms<§adifb™X» von großer Leistungsfähigkeit, Wein- & Obst-Fressen S’Ä'AS (Keltern) Geschwindigkeit als frühere Keltern, werden sofort geliefert von Ph. Mayfartn & Co., 6158____________Maschinenfabrik in Frankfurt a- M-, Baumweg 7. Sämmtliche Neuheiten in Knöpfen und Besatz Artikeln, Sammet- und Atlasbiinder, spanische Spitzen, Soutache rc. in allen Farben, empfiehlt in größter Auswahl zu den billigsten Preisen. 6438 Julius Schulse, Sonnenstraße 20. Leipzig. O. A. Kocfil’8 Verlagshandlung. 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Bureau: Z des Krei ( Berlin ttls des M chlM geschloffen \\ stMng des die Bertheid '"sofern es ichließunz b regeln zähle nthen, well Verprooianf Bezug ai Natur einge gesucht wert der Danztge Ber mtgetheilt Wirkungen vb die für gen 'Mich jck ^•aWia, 'n eine öfi « welche. örshex 'N't Alters N iß wr ?"n°ctiren N-<*