Donnerstag den 6. Juli JLSS2 srr. 1Ä4 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Brrrea«: Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher HHeik. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat der Kölnischen Glas-Versicherungs-Actiengesellschaft zu Köln die Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb iin Großherzogthum Hessen auf Widerruf ertheilt. Gießen, am 4. Juli 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Ausschreiben. Gestern Vormittag wurde an dem nach dem Scharlachkopfe bei Bingen führenden Promenadenwege die Leiche eines Mannes, dessen Identität bis jetzt noch nicht festgestellt werden konnte, erhängt aufgefunden. Der Unglückliche, ca. 48 Jahre alt, JÄraelrie, von mittlerer Statur, 1,72 Meter groß, mit braunem, grau melirtem Kopfhaar, eben solchem kurz gehaltenem Backenbart, grau blauen Augen, starker gebogener Nase, länglicher Gesichtsform, etwas defecten Zahnen, war bekleidet mit schwarzem steifem Filzhut, mit schmalem Rande, ohne Futter, schwarzem Tuchrock, in dessen Taschen ein rothfarbiges Taschentuch und eine schwarze glanzlederne Brieftasche, ohne jeglichen Inhalt stack, schwarzer gerippter Weste, dunkeler Buxkinhose, röthlich und bläulich carnrt, etwas defekten Zug- stiefeln, gräulich wollenen Socken, weißen baumwollenen Unterhosen, weißem Hemde mit weißem Vorhemdchen, weiß leinenem Umlegkragen und schwarz seidenem Shlips. In den Hosen stack ein neues Taschenmesser mit Radirklinge und Pfropfenzieher. Wir bitten um Mittheilung, falls über die Person des Verlebten dort etwas Näheres bekannt sem sollte. Bingen, den 24. Juni 1882. Polizeiverwaltung der Kreisstadt Bingen. Freins Heimer. Aeutschland. Friedberg, 30. Juni. sGenossenschaftstag.) Am 27. und 28. d. M. fand dahier der 20. Verdanoslag der hessischen Genossenschaften unter zahlreicher Theilnahme der Vereine statt. Hauptgegenstände der von Morgens bis Nachmittags 3 Uhr dauernden Verhandlungen waren die Berichte aus den einzelnen Vereinen und der Antrag auf Anstellung emes Verbandsrevisors Bei den elfteren kamen eine Reihe praktischer, das Genossenschaftswesen berührender Fragen zur Diskussion, über die Anstellung eines Verbandsrevisors Helten der Vertreter der Anwaltschaft, Reichstags-Abgeordneter Parisius, und-Direcloi Thor wart von Frankfurt eingehende Vorträge. Die sich daran knüpfende Debatte ergab indessen, daß die Frage noch nicht genügend ootbereitet war und besonders die Aufbringung der Kosten erhebliche Schwierigkeiten veranlassen wird. Die Versammlung nahm deßhalb einen von Bürgermeister Scriba gestellten Antrag, wonach der Verbandstag sich principiell für Anstellung eines Revisors erklärt und die zur Ausführung der Maßregel erforderlichen Schritte dem Verbandsdirector Überträgt, elnftlmmig an. Als Vorort wurde wieder Kassel gewählt, als nächstjähriger Versammlungsort Hersfeld bestimmt und Herr Schäfer aus G.'üilberg als Abgeordneter für die diesjährige Hauptversammlung m Darmstadt gewählt. Rach der Versammlung hielt ein heiteres, durch viele Toaste belebtes Festmahl die Genossenschafter noch einige Stunden zusammen. Erfreulich ist es, daß eine Anzahl von Vereinen, die dem Verbände noch nicht angehören, sich an der Versammlung betheiligt hatten, von denen die Creditvereine von Butzbach und Bad Nauheim dem Verband beitraten. Berlin, 3. Juli. Ein bVsjähriges Kind befand sich im April 1879 in der Mittagszeit in Begleitung seiner 13jähngen Schwester an dem Eisenbahnübcrgang der Berlin-Potsdamer Eisenbahn an der Saargen.under Straße n Potsdam und lief, obwohl die Barriere des Eisenbahnüberganges geschlossen war und ein Zug herankam, unbemerkt unter der Barriere durch nach den Geleisen, wo es von dem herangekommenen Zuge erfaßt und erheblich beschädigt wurde. Der Vater des Kindes klagte hierauf gegen die E'senbahngesellschaft auf Schadenersatz (Heiluagskosten, Unterhaltungsrente und Ausstattung). Die Gesellschaft lehnte eine Entschädigung ab, weil die Verunglückte । durch eigenes grobes Verschulden den Unfall herbeigeführt habe. Dieselbe fer unter der vorschriftsmäßig geschlossenen Barriere, die von zwei Wärtern beaussichtigt worden, durchgekrochen und trotz der warnenden Zurufe des Bahnwärters und des Publikums vor dem in largfamem Tempo herannahenden Zuge über die Schienen gelaufen. Mindestens aber liegt ein grobes Versehen der Eltern vor, sofern diese die Aussicht über das Kind vernachlässigt und dasselbe unter der ungenügenden Aufsicht einer 13jährigen Schwester an einen so gefährlichen Ort, wie ein frequenter Bahnübergang es sei, geschickt hätten. Das Bahnpolizeireglemcnt schreibe eine Uebergangsbarriere mit Giiterwerk nicht vor und zur Zeit des Unfalls fer an den Ueberwegcn nicht nur der zur Bedienung und Bewachung des Ueberganges angestellte Wärter, sondern noch ein sog. Kinderwarter pofttrt gewesen. Ferner wendete die Eisenbahngesellschaft ein, daß der Unfall durch höhere Gewalt verursacht worden, daß em durch — den vernünftigen Verkehrsregeln — entsprechende Vorkehrungen nicht abwendbares Ereigniß vorliege. - Das Landgericht zu Magdeburg verurthellte die Eisenbahngesellschaft und die von ihr eingelegte Berufung wurde vom Ober-Landesgericht zu Naumburg verworfen, mit der Erwägung daß em eigenes Verschulden des öVuähngen Kindes durch S 20 Th-ll 1, TU. 4 und 8 3 TU. 3 und § lu7 TU. 5 Allg. L. R. ausgeschlossen, daß ein Verschulden der Eltern des Kindes nicht anzunehmen sei, übrigens den Ansprüchen des Kindes gegenüber unerheblich wäre, und daß auch der Einwand, daß der Unfall durch höhere Gewalt im Srnne des § 1 des Gesetzes vom 7. Juni 1871 verursacht sei, nicht begründet erscheine. In letzterer Beziehung führte das Ober-Landesgericht aus: der der Beklagten obliegende Beweis, daß das schädigende Ereigniß unabwendbar gewesen, daß Beklagte alles gethan habe um einen solchen Unfall unmöglich zu machen, sei nicht erbracht. Durch das nachträgliche Anbringeu einer Barriere mit Gitterwerk habe Beklagte gezeigt, daß nicht alles geschehen gewesen, um dergleichen Unfälle, wie der vorliegende, unmöglich ZU machen. Dee von der Beklagten eingelegte Revision wurde vom Reichsgericht, 2. Civilsenat, durch wth-il vom 20. Mai d. I zurückgcwiefcu. — Seit vielen Jahren waren die Ernte-Aussichten in Preußen nicht so günstig, wie in diesem Jahre. Die Ernteaussichtsbcrichtc, welch- dem landwiitbschasll'ch n Minister zugehen, cnhalten durchweg die erfreulichsten Nachrichten sowohl über die Winter-, wie über die Sommersaaten. Auch der Ertrag der Wiesen wird als reichlich bezeichnet und Schäden durch Hagelschlag sind nur in einzelnen Fällen zu verzeichnen. Nur hinsichtlich der Obst- und der Weinernte sind bie Aussichten weniger günstig Berlin, 3. Juli. In Bezug auf die Befreiung vom Culturexamen hat der Cultusminister in Ausführung der Bestimmungen des Art. 3 Abs. 1 des kirchenpolitischen Gesetzes vom 31. Mai 1882 Verfügungen getroffen, wonach Candidaten, welche das Maturitätszeugniß eines deutschen Gymnasiums beibringen und ein dreijähriges theologisches Studium zurückgelegt haben, nachweisen müssen, daß sie während derselben Vorlesungen in der Philosophie, Geschichte und deutscher Literatur mit Fleiß gehört haben. Die Zeugnisse hierüber sind in der Regel vom Universitätsrichter auszustellen und vom Decan zu beglaubigen; doch kann für Diejenigen, welche eine nichtdeutsche Universität besuchten, auch ein anderer urkundlicher Nachweis beigebracht werden. Die Oberpräsidenten sind auf Grund dieser Nachweise berechtigt, stempelfreie Attests über die Befreiung von der vorgeschriebenen wissenschastlichen Staatsprüfung auszustellen. — Die Gerüchte von einer bevorstehenden Zusammenkunft zwischen unserem Kaiser und dem Kaiser von Oesterreich im nächsten Monat sind nach verlässigen Erkundigungen nicht ohne Anhalt. Indessen wird sich die Begrüßung der beiden Monarchen anläßlich des Aufenthalts unseres Kaisers in Gastein genau so gestalten wie m frühern Jahren. Ob die Begrüßung in Gastein stattfindet oder ob Kcnser Wilhelin dem österreichischen Kaiserhofe in Ischl einen Besuch abstatten wird darüber sind Entscheidungen noch nicht getroffen. Jedenfalls, so wird uns versichert, hat diese Kaiser-Zusammenkunft keinen politischen Zweck und (einer der beiden Souveräne wirb von einem Minister begleitet sein. Das Eintreffen des Fürsten Bismarck in Gastein ist für einen Zeitpunkt in Aussicht genommen, zu welchem der Kaiser seine dortige Badekur bereits beendet haben wird. — Nachdem am 30. Juni die Verkaufsstelle der kaiserlichen Tabakmanufaktur in Krefeld geschloffen worden ist, ist am 1. Juli auch diejenige zu Duisburg eingegangen. Berlin, 3. Juli. Angesichts der Conflicte, welche zwischen den Handelskammern und der Regierung über die Erstattung der Jahresberichte entstanden sind, soll man sich, wie die „Magd. Ztg." mittheilt, regierungsseitig mit dem Plan der Umgestaltung der Handelskammern tragen. Arankreich. Paris, 3. Juli. In Frankreich rüsten sich officielle und private Kreise, den Nationalfesttag am 14. d. Mts. möglichst glanzvoll zu begehen. Die republikanische Regierungsform bedingt den Charakter des genannten Feiertages. Derselbe präsentirt sich als eine Verherrlichung des herrschenden Regimes und insofern hat der 14. Juli eminent politische Bedeutung für unsere transvogest- schen Nachbarn, wenngleich die Politik im engeren Sinne des Wortes an der Schwelle "des Festes Halt macht. Das bestmögliche Arrangement des Tages- Programms macht den Unternehmern viel Kopfzerbrechens, was Niemanden Wunder nehmen muß. Der Prestigebedarf der Republik ist kein geringer und wird durch die Ernte von dem Felde der auswärtigen Politik auch nicht annähernd gedeckt. Also wird das innere Regime als Lückenbüßer herhalten muffen, und es wird dem Publikum schon in der nöthigen, feenhaften Beteuch- tung angeführt werden. Darin läßt sich die republikanische Regie von keiner andern Partei übertreffen; hat sie doch Ueberfluß an Schauspielern und q Der folgende Depeschenwechsel hat für die gegenwärtige Lage der orientalischen Ang/egenheiten eine Bedeutung, gewiß mchtuMeychatzt werden wird. Am 24. Juni depeschirte Herr v. Leffeps aus «n -Naghed Pascha, den türkischen Premierminister, bem beharrlich das Gerücht, die Freiheit und dre W-i-K Suezkanal seien ernstlich bedroht, verbreitet. Im Arkanm auf die Weishn der türkischen Regierung habe ich bereits Segen.btt Mw* ^X $r°teff erboten; aber nichtsdestowenigerVermittelungen fte mcht sofort bementirt w ^sche Regierung unverzüglich und in feier« ret°te,^a-tte’ E? b bie Verantwortung für den freien und unge- lAer Weise verkünden, daß t , Unternehnten gewährleistet. Empfehlen möchte störten Verkehr auch dem Wortlaut dieser feierlichen Erklärung über- Atteln. Daraus hat 1 3) ’ ^n Ihnen mitgetheilten Gerüchte über eine v. Lesstps geanwortet. bem ßana( finb vollständig aus der mangelhafte Sicherhei^im ^^ r, daß Sie dieselben bementitten und siige Suff gegriffen. als ihre Pflicht anerkennt, bie 3tuhe des Landes imÄg2inen und Die ^des Kanals int Besondern aufrecht zu erhalten. Sie dürfen fest überzeugt fein, daß Nichts die Sicherheit Ihres Unternehmens stören soll." Marseille, 3. Juli. Der Aviso „Desaix" ist dem französischen Evolutions-Geschwader heute Mittag mit Proviant und Geldern für die Mannschaft des Geschwaders nachgefolgt. Die Panzercorvette „Revanche" wird morgen abdampfen. Im Hasen von Toulon stehen in Folge der jüngsten ministeriellen Ordres 19 Transportschiffe zum eventuellen sofortigen Transport eines Armee- Corps von 30,000 Mann zur Abfahrt bereit. England. London, 3. Juli. England hat seine Rüstungen beendet und das französische Evolutions-Geschwader ist soeben in See gegangen, um längs der tunesischen und tripolitanischen Küste dem Schauplatze der egyptischen Wirren zuzusteuern. Außerdem hat die französische Kriegsverwaltung Vorkehrungen getroffen, um nöthigenfalls ohne Zeitverlust ein Ausschiffungs-Corps von circa 20,000 Mann nach Alexandrien expediren zu können. Dies das Neuigkeits- Tableau vom heutigen Tage, neben dessen Effect die Conferenz-Verhandlungen allerdings bedeutend in den Hintergrund gedrängt werden. Die heroische Attitüde Englands, die mit der sonstigen Glaostone'schen Krämerpolitik so wenig harmonirt, auf ihre Echtheit zu prüfen, kann nicht Ausgabe der Conferenz sein; vielmehr kann letztere nur darauf Bedacht nehmen, das feuergefährliche egyptische Zündmaterial möglichst zu isoliren und unschädlich zu machen. Man sollte denken, daß England an der Lösung dieser Aufgabe mindestens das gleiche Interesse hegte wie die übrigen Mächte, und auch den Schein vermeiden müßte, als verfolge es am Nile separate Tendenzen. Leider kann man der vom Londoner Cabinet gegenwärtig geübten Taktik den Vorzug diplomatischer Zurückhaltung nur in beschränktem Maße nachrühmen. Der in Thätigkeit gesetzte Rüstungsapparat arbeitet zu geräuschvoll, um in Alexandrien und Kairo nicht provocirend zu wirken. Von Arabi's Reise nach Konstantinopel ist es auf ein- mal still geworden; auch die angekündigte Aenderung im Verhalten der Pforte dem Conferenzwerk gegenüber schwebt noch immer im Stadium der frommen Wünsche. Wie die Sachen dermalen stehen, so kann nicht geleugnet werdeil, daß die Gegensätze, deren Ausgleichung und Unschädlichmachung die Conferenz bewirken soll, so unvermittelt wie nur je existiren und unvorherzusehenden Zwischenfällen einen größeren Tummelplatz zur Verfügung stellen, als der Fürsorglichkeit des zünftigen Diplomatenthums lieb sein mag. Schweiz. Bern, 2. Juli. Die Vertheidigung der Gotthardbahn. Wie aus dem Geschäftsbericht des eidgenössischen Militär-Departements hervorgeht, ist Vorsorge getroffen worden, daß die Gotthardbahn im Kriegsfall, wenn nöthig, sofort demolirt werden kann. Wir finden nämlich im citirten Bericht folgenden Passus: „Die wenigen im Vorjahr noch zur Herstellung verbliebenen Minenkammern an einzelnen Objecten der internationalen Anschlußbahnen, sowie diejenigen im gesammten Netze der Gotthardbahn, sind vollendet und collaudirt worden." Die schweizerische Befestigungs-Commission ihrerseits hat Projecte ausgearbeitet für eventuelle Vertheidigung der Gotthardlinie. Rußland. Petersburg, 29. Juni. Heute endlich erwähnt der „Regier.-Anz." flüchtig der Nihllisten-Verhaftungen auf Wassili-Ostrow. Die Zahl derselben wird auf 18 angegeben. Es wird zugegeben, daß man Dynamit vorgefunden hat und daß die Petersburger Polizei erst durch Nachrichten aus der Provinz auf das geplante Unternehmen aufmerksam geworden ist. Die Petersburger Polizei ließ nämlich, wie erzählt wird, viele Verdächtige, und zwar auf Warnungen, die aus dem Innern eingelaufen waren, durch Geheimpolizisten überwachen. Zu diesen gehörte auch eine im Hause Jakowlew auf der Furchschtats- kaja (Litenij-Stadttheil) wohnende Studentin, welche häufig Besuche empfing und durch ihr sonderbares Gebühren den auf ihr lastenden Verdacht noch verstärkte. Vier Geheimpolizisten quartirten sich ihr gegenüber (sie wohnt nach dem Hofe zu j ein und beobachteten die Fenster ihrer Wohnung. Eines Nachts wurde sie schließlich verhaftet und man sand bei ihr außer den üblichen revolutionären Schriften auch einige Briefe, die aus Mitschuldige hindeuteten. Die Nihilistin verrieth in der Ueberrafchung, daß Freunde von ihr auf Wassili- Ostrow im Hause 24 der 11. Linie wohnten. Daraufhin wurde zur Festnahme des Dr. Kribylow nebst Genossen geschritten, welche in der schon früher geschilderten Weise ausgesührt wurde. Ein in möblirten Zimmern über dem bekannten Restaurant Borel wohnender Husaren-Major von der Armee wurde gleichfalls verhaftet unter dem dringenden Verdachte, der nihilistischen Partei anzugehören. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Burearr. Kopenhagen, 4. Juli. Dem Vernehmen nach wird sich der König aus den Rath der Aerzte zum Gebrauch der Badekur nach Wiesbaden begeben, und dort mit dem König von Griechenland Zusammentreffen. Der König von Griechenland und seine Gemahlin werden in der nächsten Zeit hier erwartet. Paris, 4. Juli. Nach einer Meldung von den Hyörischen Inseln ist das Mittelmeer-Geschwader gestern in der Richtung nach Tunis abgegangen. Nom, 4 Juli. Nach Mittheilung katholischer Blätter hat der Papst in dem letzten geheimen Consistorium auch über die religiöse Lage in Italien gesprochen. London, 4. Juli. Das Unterhaus nahm heute für die irische Zwangsbill mit 402 gegen 19 Stimmen die Dringlichkeit an. Die Parnelliten verlasen hieraus einen von ihnen gefaßten Beschluß, wonach sie an der ferneren Debatte über die Zwangsbill nicht mehr theilnehmen wollen, und verließen mit Ausnahme von 4 Mitgliedern der Partei, nämlich Bigger, Callan, Metge und Richard Power, das Haus. London, 4. Juli. Dc.s neue Blaubuch über die egyptische Frage ist heute erschienen. Dasselbe enthält Depeschen aus dem Zeitraum vom 16. bis zum 31. Mat, meist nur von historischem Interesse. E ne Depesche Lord Granville's an den Botschafter Lord Lyons befintrt die Bed ngungen, unter denen eine Okkupation Egyptens durch die Türkei statthaft wäre. Danach sollten die türkischen Truppen nur zur Aufrechterhaltung des status quo dienen, die Freiheiten der Egypter, sowie die zwischen Egypten und den europäischen Mächten getroffenen Abmachungen nicht antasten und endlich nicht länger als einen Monat in Egypten bleiben, ausgenommen auf Ersuchen des Khedive und mit Zustimmung der Großmächte ober oer Westmächte als Vertreter Europas. Die Kosten für die Expedition bestreitet bie egyptische Regierung. Lorb Granville schlägt ferner die Ernennung zweier militärischen Rathgeber für bie Vertreter der Westmächte in Egypten während der Dauer der türkischen Okkupation vor. Fürst Lobanoff theilte Lord Granv lle am 31. Mai mit, die Conferenz würde den europäischen Mächten, welche den Frieden wünschten, aber Verwickelungen befürchteten, eine große Erleichterung gewähren. Petersburg, 4. Juli. Wie die „Nowosti" erfahren, schweben gegenwärtig Unterhandlungen zwischen den Regierungen Deutschlands und Rußlands wegen Abschlusses einer Convention, wonach der Rayon des directen Verkehrs der beiderseitigen Grenz-Justizbehörden bedeutend erweitert werden soll. Petersburg, 4. Juli. Das Gutachten des Reichsraths, wonach die russische Sprache künftig die Geschäftssprache der baltischen Recrutirungs-Com- missionen bilden soll, ist vom Kaiser bestätigt worden. Ausgenommen bleiben vorläufig diejenigen Landestheile, in denen die Einführung der obigen Bestimmung gegenwärtig absolut unmöglich ist. — Das Arkadia-Theater ist heute bis auf den Grund niedergebrannt. Petersburg, 4. Juli. Wie das „Journal be St. Petersburg" meldet, sind in ber Conferenz zwei Punkte erreicht worben: Erstens soll währenb ber Dauer ber Conserenz keine Truppenlanbung stattfinben und zweitens soll, wenn eine Entseubung von Truppen nothwenbig werben sollte, bie Conferenz vor Allem bie souzeräne Macht hierzu aufforbern unb nur im Falle ber Ablehnung ber Pforte werbe bie Conferenz über ein anberweites Vorgehen in Berathung treten. Die Türkei habe ein Interesse daran, einem Mißerfolg ber Conferenz vorzubeugen; ein solcher Mißerfolg würde jeder Macht Aktionsfrecheit geben unb bie Türket würbe sich die Missiou, Egypten zu packficiren, entgehen laffen. Die kriegerischen Vorbereitungen Englands böten Line Gefahr für bcn Frieden unb bas europäische Einvernehmen Die Loyalität ber englischen Regierung sei bekannt; es hänge von der Pforte ab, dahin zu wirken, daß fein europäischer Soldat den Boden betrete. Dies lasse hoffen, daß die Türkei der Conferenz beitreten werde. — Der Sultan hat, demselben Blatt zufolge, die Convention mit Rußland, betreffend die Zahlung der Kriegsentschädigung, ratificirt — Die von auswärtigen Blättern gebrachte Nachricht über angebliche Verbindungen eines höheren Beamten im auswärtigen Amte, Namens Wolkow, mit den Nihilisten werden von dem „Journal de St. Petersburg" für völlig unrichtig erklärt, mit dem Hinzufügen, daß m der Ministerkanzlei allerdings ein junger Secretär dieses Namens beschäftigt fei, ober auch in Bezug auf diesen feien jene an den Namen Wolkow geknüpften Beschuldigungen nur Verleumdungen. Was die merkwürdige Nachricht von der Auffindung einer Corresponden; der Nihilisten mit dem jüngst zum Geh lfen des Ministers des Innern ernannten Orchewsky angehe, so sei der Werth dieser Nachricht hinlänglich durch diese Ernennung characlensirt.___________________________________________________ Herbergen zur Heimath. Vor einem Vierteljahrhundert gründete ber seit Jahren bahingeschiebene Clemens Theobor Perthes, Professor in Bonn, bes edlen Vaters (Buchhändlers Friedrich Perthes m Hamburg» edler Sohn unb Biograph, der Freund von Amalie Lasaulx die erste Herberge zur Heimath. Dieser Gedanke eines deuischen Univeisitäts- und Philosophieprofessors war aber fürwahr kein unpractischer, unfruchlbarer, obwohl er weit hmausgriff über den eigentlichen Beruf seines Urhebers. Mancher seiner Collegen würde die Idee als „nicht seines Amts" sofort abgewiesen haben Anders unser Perthes. Er sagte sich: mag meine acadernische Stellung mir auch nur Sorge für Studenten zuweisen, so verbietet sie mir doch keineswegs, etwas für jene anderen jungen Leute zu tbun, welche gelehrte Bildung entbehren müssen, die wandernden Handwerker und Arbeiter. Noch uo alter Zui'.stzeit her haben sich zwar in diesen Kreisen gewisse Satzungen und Bräuche erhalten, die ihnen Zehrpfennige unb Unterkunft vermitteln Wie steht es aber meistens um diese letztere, wie viele Umherziehende sind aufs Fechten angewiesen unb verlottern so allmählich! Selbst die guten Elemente haben es schwer, sich nicht von den schlechteren, m t denen sie die Landstraße, die Werkstatt, die Schlasi stelle theilen, hinabzerren zu lassen in Liederlichkeiten aller Art! — Darauf hin zog Perthes gründliche Erkundigungen ein über Herbergswesen und Handwerksburschen, legte sie in einem besonderen Schnstchen nieder unb mahnte, bie schlechten Herbergen durch gute zu verdrängen. Er selbst hatte schon früher eine solche gegründet, theils aus eignen Mitteln, theils durch Gönner unterstützt, darunter Kong Friedrich Wilhelm IV. der 1600 Thaler beisteuerte. Das Beispiel wirkte bald, es entstanden ähnliche Häuser in Nähe unb Ferne, so daß heute an 150 in Deutschland mit einem Besitztum von 6 Millionen Mark gezählt werden. Nicht blos religiös gesinnte, auch überhaupt alle besseren Elemente der wandernden Jugend suchen diese Heimstätten vorzugsweise auf. „Der Nachbar, christliches Volksblatt für etabt unb Land" (herausg. von N Fries ur.b C. Nmck, Verlag von Persiehl in Hamburg, Preis 1 Mark vierteljährlich), erzählt darüber Folgendes: Als in «iner großen Stadt der Gedanke einer Herberge Bedenken begegnete, gab das Wort eines ansässigen Handwerksmeisters bcn Ausschlag. Er bekannte, „kein Freund von Muckerei zu sein," aber auf allen seinen Wanderungen diese Herbergen gesucht zu haben. Nur Ems wolle er zu deren Lode anführen: fordere man auch nur ein Glas Wasser, so werde Einem doch stets freundlich begegnet, während sonst Wirthe nur die Diel verzehrenden Gäste und das Branntwein trinken begünstigen. Wie es in den Herbergen zur Heimath eigentlich aussieht und zugeht, darüber wird im genannten Blatte einem anderen Handwerker das Wort gegeben und zwar einem katholischen, dem also keine consessionelle Voreingenommenheit zuzutrauen ist. „ . . . . Wir schrieben unfern Namen ins Fremdenbuch, wiesen uns als „rein" aus - was freilich von feinem Herz-n kein Mensch behaupten kann - erhielten für 20 Pf. sauberes, gutes Nachtlager, Tags darauf Wasch-und W'chszeug, Kaffee rc rind es wurde Morgenandacht gehalten, welcher der Zimmermann unbeschadet seines Katholicismus beiwohnte." Besonders rühmt er den Herbergsvater, w e freundlich, wahrhaft väterlich bereit zur Auskunft unb Dienstleistung er sei. Große Fabrikbesitzer werben schließlich aufgefovbert, bie Enichiung solcher Häuser da, wo noch keine vorhanden, zu fördern. Schnaps wird tri ihmn nicht verschankt, Kartenspiel nicht geduldet, der Unmäßigkeit vorgebeugt, dagegen ist durch Bücher, Brettspiele rc. auf Unterhaltung Bedacht genommen Auw nach ber Seite hin begnügt man sich also nicht. Schlechtes fern zu halten, fonbein sorgt, baß Gutes zur Hand ist — ein Grundsatz, der leider nicht überall befolgt wirb. Mit bloßem Tabeln unb Verbieten ist gar wenig gethanl Lokale- Gießen, 5. Juli. (Sterblichkeit in Gießen 1 Die Zahl der Tobessälle belief sich während der Woche vom 25. Juni bis 1. JuÜ im Ganzen auf 11. Es würben betroffen 4 Kinder im ersten Lebensjahre, von welchen 2 an Diarrhöe, eins an allgemeiner Abzehrung starb. Bei bem vierten konnte eine bestimmte Tobesursache nicht angegeben werben, da ein* ärztliche Beobachtung bei Lebzeiten nicht ftattgefunben. Ein 9jäh>iges Kind starb an Diphtherie. Bei den verstorbenen erwachsenen Personen war Todesursache: Bauchfellentzündung, Krebs, Brightffche Nierenkrankheit, Lungenentzündung, «Lchlagfluß je einmal. Ein Mann machte in einem Anfall von Schwermuth feinem Leben durch Erhängen ein Ende. G. Gießen, 5 Juli. (Zum Kirchenconcert vom 4. Juli.j Das sechste Concert, mit dem dte iLaiion schließt, war der Kirchenmusik geweiht und erfreute sich, unter Leitung des academifchen Musikdirectors Herrn Felchner und unter Mitwirkung des hiesigen academifchen Gesangvereins, eines sehr schönen Erfolgs. Einleitung bildete die gewaltige „Toccata mit Fuge in D-moll" von Sebastian Bach, vortrefflich von dem uns von früh/r her bekannten Orgelvirtuosen Herrn Kayser ausgeführt. Ganz in demselben ©elfte wie bie Fuge für Orgel ist Bach's Motette „Fürchte Dich nicht" gehalten und wurde von dem Gesangvereine ausgezeichnet zu Gehör gebracht. Gade's Tonstücke für L_)rgel bekunden, daß auch er auf den Spuren Bach's dabei wandelt. Sie wurden meisterhaft gespielt. Beethoven's „Bußlied", sowie Schudcrt's „Litanei", von Herrn Diezel gesungen, waren Glanzpunkte des Abends und ließen uns einen um- w am nTeyor in dem Sänger bewundern. Dieses Schubert'sche Lied am Ast "-^Uer Seelen' ist eine Probe, wie Sch cs vorzugsweise verstand, die Poesie des Schmerzes um» der ftillen Klage auf seiner Harfe erklingen zu lassen. Schubert ist eine unferm Gothe — ich erinnere nur an bie Mignonlieber — verwanbte lyrische Natur. Dac' „Jubilate Amen" Bruch's mit ber gebämpften Orgelbegleitung Übersetzt mersterhaft ein altschottisches Lieb in malenbe Musik. Die Arien aus Hänbel's Messias u. s. w- wurden von Fräulein Luise Knispel, bie bet uns im besten £^.n^‘cn sibht, trefflich ausgeführt. Gleiches gilt von M enbelss ohn's „Hymne" für Sopransolo mit Chor unb Orgel. —er. der Zeuginnen, welche einen Verlust von 36,000 Mark mit ihren Differcnzgeschäften zu verzeichnen Hal, blieb nach der Katastrophe dennoch nicht von der Börse fort, denn kaum waren die Sachs verschwunden, so ging sie zu Homberger's Börsen-Comptotr und kam aus dem Regen in die — Masse mit etwas über 5000 Mark. - lieber einen modernen Däumling berichtet man aus Brooklyn. New-York. Eine Frau Mc. Lyman hat dort ein Kind zur Welt gebracht, das bei der Geburt kaum 17 Unzen wog. Seitdem hat sich das Gewicht des noch nicht einen Fuß langen Geschöpfes auf beinahe l‘/3 Pfund gesteigert. Es nimmt fortwährend Nahrung zu sich und zeigt sich vollständig lebensfähig, Um den Leib herum ist es nicht dicker, als seine Mutter am Handgelenk und einen gewöhnlichen Fmgerring kann man bequem an einem der Aermchen bis zur Schulter streifen. Sonderbarer Weise ist das puppengroße Köpfchen mit starkem Haarwuchs bedeckt. Der Vater des Kindes ist ein sechs Fuß hoher kräftiger Mann, während die Mutter die durchschnittliche Stärke von Frauen hat. Sie gebar m ihrer Ehe zehn oder mehr Kinder, welche alle gesund und stark zur Welt kamen und ein Gewicht von sieben Pfund hatten. — V ctor von Scheffel hatte, wie wir vor Kurzem mlltheilten, in witziger, wenn auch wenig galanter Weise dem Ersuchen einer Dame um ein Autograph auszuweichen verstanden Besser ist es in voriger Woche einer jungen Dame m Bielefeld ergangen, welche den Dichter um einige Worte für eine Freundin ersuchte. Sie erhielt bereits nach wenigen Tagen einen Brief, welcher nicht nur einen Gedenkspruch für die Freundm, sondern auch einen poetischen Gruß für die Dame selbst enthielt- Wir theilen die beiden humoristischen Ged'chte hier mit. Sie lauten: Gruß nach Bielefeld. Ein freundliches Wort- Findet seinen Ort, Drum wünsch' ich als Probe Meiner Schrift und Gesinnung Dem Fräulein Lina ...... Recht bald einen artigen Freier. Gedenkspruch. Uebe früh Dich, Haus zu halten Und tüchtig in der Küche zu schalten: Ein gut Gericht Ist auch ein Gedicht- Den vielen Verehrern und Verehrerinnen Scheffel's dürfen wir wohl verrathen, daß der Dichter eine Handschrift besitzt, die vermöge ihrer Deutlichkeit und ihres Schwunges vor dem Richterstuhle des strengsten Kalligraphen bestehen kann. — [@ine neue Erfindung auf dem Gebiete der Beleuchtung.^ Aus London kommt eine Nachricht, welche geeignet ist, Aufsehen hervorzurufen. Schon vor einigen Tagen cursirte m dortigen „Gaskreisen" ein Gerücht, welchem zufolge eine wichtige Erfindung auf dem Gebiete der Beleuchtung gemacht worden sei und daß man nur die eben im Zuge befindlichen practlschen Probeversuche abwartet, um damit vor die Oeffentltchkut zu treten Nun ist das Geheimniß enthüllt. Wie nämlich eine Londoner Depesche meldet, hat em Engländer eine neuartige Gaslampe erfunden, in welcher das Licht durch Verbrennung von Gas und überhitzter Lust von 800 bis 1000 Grad Celsius erzeugt wird. Die mit dieser Erfindung in Gegenwart eines Fach-Auditoriums ange- stellten practischen Versuche sollen festgestellt haben, daß das neue Licht an Reinheit und Leuchtkraft (Lichtstärke) mit dem elektrischen vollkommen concurnren kann und daß die Entstehungskoften sich verhältnißmäßig billiger stellen gegen jene des electrischen Lichtes. — (Erne gut bezahlte Halbes Großfürst Wladimir von Rußland besuchte vor einigen Tagen die Nürnberger Ausstellung und bezeugte namentlich für die kunstgewerblichen Ausstellungsartikel großes Interesse. Bei seinem Rundgange credenste idm b*e „Schützenlisl" vom bürgerlichen Brauhaus eine frische Halbe und erhielt als Douceur — drei 20-Markstücke. * Bist» 77^4« ' "ne8to6e ft E^rkehrz = die rAbrannt 'Eldeh find in *\htt $on wubunn öon ■Ntfeiu" e*eni über ntereffe baran, ,e jeder Mach! yificiren, ne Gefahr fßr enMchen Re- bQB fein emo- bcr Monieren) onoention mit Die von au§= eines höheren ^en non dem inM-eir baß beichafilgi sii, geknüpften Levon der Auf- ■ des Ministers icht hinlänglich liebene Clemens idlers Friedrich Amalie Lasaulx nineifitäts- und rer, obwohl er : feiner Collegen s unser Perthes, i für Studenten jungen Leuten )anbwerfer unb Kreisen gewisse funst vermilteln inb auss Fechten haben es schwer, katt, die Schlaf' Darauf hin zog libwerksburschen, -d)ten Herbei gm qrünbtt, jnliche Häuser Zesitzthum von .n wanderndeu Mches Volks- ,aß vonPersiehl mten begegnete, c bekannte, „kein diese Herbergen Ordere man auch iegnet, mährend tffleintrmten mgeht, darüber .geben und Mr it zuzutrauen ist. /ls „rein- hielten für 20 ft lWS-“lb«». ®n ä Prf (II tifl’, OiCD <> S-i _ So ntag den 9. Juli findet das 12. Gauturnfest in Herborn statt. Die Turner des Gaues Hessen sammeln sich in Gießen und fahren von hier mit Extrazug Maraens 10 Uhr nach Herborn. _ Einem Unterofficier des hies. Regiments, welchem heute Vormittag ein Gläschen Branntwein offerirt wurde, bekam anstatt dessen unglücklicherweise aus einer Flasche, ffinrin Schwefelsäure enthalten, den Trunk eingeschenkt. Er verbrannte sich infolge dessen Mundhöhle und Schlund derart, daß er der Sprache beraubt, in das Lazareth oer; bi acht ^rd^wußt ^geHeilt wird, soll sich der, vergangene Woche in Wieseck ertappte, Einbrecher als ein dem Gefängniß in Marburg entsprungener Sträfl-ng entpuppt haben.^ einigen Tagen hier aus dem alten Arresthaus entsprungene Sträfling wurde in Frankfurt wieder dingfest gemacht. -- ß er misch tti Darmstadt 1. Juli. sPostpersonalnachrichten.^ 1. Angestellt find der Post- praktikant Fricke in Mainz als Postsecretair und der Postassistent Klein in Mombach als P ost Verwalter. Postsecretair Horstmann in Mainz zur Ober-Postdirection in Hamburg behufs Uebernahme einer Bureaubeamtenstelle Klasse und der Tele- graphrnsecretair Könnecke in Darmstadt nach Mannheim behufs Uebernahme einer DbCT:^Cl(^ Decher in Darmstadt- Offenbach, 30- Juni- Der vor etwa acht Tagen wegen Verdachts der Ent- w mdung des s- Z dem Briefträger Haas angebl ch abhanden gekommenen Geldpacktts im Werthe von 5100 Mark in Untersuchungshaft genommene junge Mann wurde, nachdem gestern von dem aus Darmstadt hierher gekommenen Untersuchungsrichter eine große Anzahl Zeugen vernommen worden war, wieder in Freiheit gesetzt, da sich dessen volle Unschuld herausgestellt hat- _ . Iserlohn, 26 Juni. Das hiesige Schöffengericht hat am vorigen Freitag em empfindliches Uttheil gefällt. Dem Wirth A. V-, sowie den Frauen vieler seiner Gäste waren zu Neujahr Karten beleidigender Art anonym durch die Poit zugegangen und der Steuerbeamte St. Hierselbst wurde als der Absender der Karten entlarvt, über den daraufhin das Schöffengericht eine Gefängnißstrafe von fünf Monaten au§fprQcb.$n fcem eines Tuchhändlers in Brünn war großes Herzeleid. Der Vater hatte Bankerott gemacht, war gestorben und hatte nichts hinterlassen als seine Wittwe und 8 Kinder. Die Noth war groß; da fand der älteste Sohn unter alten Papieren ein Creditloos Er nahm es und ging schweren Herzens zum Bankier, um 150 Gulden darauf zu borgen. Borgen wollen Sie? fragte Der Bankier nach einem Blick auf das Loos, Ihr Loos hat ja am 2. Januar d. I. 150 000 Gulden gewonnen! — Und so war es- , , c — Eine glückliche Idee, welche weitere Verbreitung verdient, hat der Oberbürgermeister von Gera gehabt- In Gera, einer Industriestadt von dreißigtausend Einwohnern, flieht es Hunderte von armen Schulkindern, denen die Eltern, Fabrik^ Arbeiter, nur eine dürftige Kost gewähren können. Um diesen armen Kmdern nur Einigermaßen dafür Ersatz zu bieten , hat der Oberbürgermeister einen für wohlthäiige Zwecke ihm zur Disposition gestellten Fonds, der durch Private zusammengebracht wurde, zum Ankauf von Milchmarken verwendet, die den armen Kindern gegeben werden. Dafür erhalten sie während der Freistunden in einem großen, dicht neben Len Bürgerschulen gelegenen Milchgeschäft ein Liter guter Milch täglich- Die Einrichtung hat lebhaften Anklang gefunden und es ist zu erwarten, daß sie eine dauernde »erben wirb. Ihre Vorzüge sind bie, baß die nahrhafte Milch sofort ohne Umw g den Kmdern zukommt, daß die Eltern bas Geld wed-r zu anderen Zwecken verwenden rönnen, noch bas Schwierigkeiten in ber Verwaltung Vorkommen. D'e Lehrer geben Len Kinbern bie Marken unb diese erhalten bie Milch, bie sie in ber Molkerei-Anstalt -sofort trinken. — lieber Pikantes zum Proceß Sachs in Frankfurt schreibt bas „Fr. Journ.": Vielfach mürbe bie Frage schon aufgeworfen, warum Personen hiesiger etabt, welche bekanntermaßen auch bei ben Gebr. Sachs ganz bebeutenbe Summen verloren, nicht auch als Zeugen vernommen werden. Es kommt dies vielfach daher, weil bie Be- treffenben sich nicht mit ihrer Forderung anmelbeten. So z. B. verkehrten bie beiben Sachs mit einer--Dame, die sie glänzend ausstatteten. Die auch hier unzertrenn lichen Brüder wußten aber schlauer Weise die Person zu bestimmen, die ihr von den beiden Amateurs übergebenen Summen wieder bei ber Firma Sacks anzulegen. Sie verlor Alles, erklärt sich jedoch für nicht beschäbigt. — Für bie Frauenwelt muß jeboch bas Börsenspiel mit seinen Aufregungen in ber That viel Anziehenbes haben. Eine Frankfurt a. M., 5. Juli, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt burch bas Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Crebitactien 271, Staatsbahnactien 277V4, Galizier 2693/4, Lombarben U3V4, Norb- westbahnactien 1763/4, Darmstäbter-Bankactien 159, Oberschlesische E.-B.-Act. 2483/4, Oesterr. Silberrente 657/8, 4% Ungar. Golbrente 75Vg, 4% 1880er Russen 69Ve, 5% 1877r Russen —, 2. Orient-Anleihe 56V8, Spanier 28716/ 5% Rumänische Rente —, 4°/0 Unisic. Egypter 543/4. Tenbenz fest. Wäfferwärme der Lahn. Am 5. Juli, Mittags zwischen 11 unb 12 Uhr: + 16V4° R, Luftwärme + 19° R. L. Chr. Rübsamen. Allgemeiner Anzeiger. Kaffee Kaffee stets frisch und ohne jeden fremden Zusatz gebrannt, per Pfd. M. 1.20, 1.30, 1.40, 1.50, 1.60, 1.70, 1.80; ferner TO^C Kaffee s, per Pfund von 90 H an bis «M. 1.60, empfiehlt unter Garantte als kräftige und reinschmeckende Qualitäten 2729________C. Roth, Nmenbäukn. Lebensversichermigsbank für Deutschland in Gotha. Stand am L Juni 1882. Versichert 58510 Personen mit.......402,683,500 Mark Bankfonds............ 104,525,000 „ Ausgezahlte Versicherungssummen seit Eröffnung . . 136,000,000 „ Aus jede Normalprämic nach 5 Jahren Dividende. — Keine Aufnahmegebühren. - Gewährung von Kautionsdarlehen an Beamte. — Sofortige Auszahlung der Versicherungssumme nach Beibringung der Sterbesallnachweisnngcn Dividende in diesem Jahre 42 Prozent, im Jahre 1883: 43 Prozent. Nettoprämie für 1000 Mark nach Abzug von 42 Prozent Dividende beim Beitritt im Alter von 25 Jahren: 13 70 H 45 Jahren: 23 30 „ 15 „ 30 „ 50 „ 27 35 » 17 „ 20 „ 55 „ 33 40 " 19 „ 70 „ 60 „ 41 Vertreter: F. Gros, Lu'wigsplatz B. 1455. vft. — H „ 40 „ „ 30 „ „ 50 „ 4248 Die Unterhaltung sämmtlicher Dächer der Bahnstrecke Wabern—Gießen der Main-Weser-Bahn soll in öffentlicher Submission vergeben werden. Offerten sind verschlossen und franko bis zum 15. Juli 1882 auf dem Bureau Königlicher Eisenbahn-Bau-Jnspection zu Marburg einzureichen. Auswahl unter den drei Mindestfordernden bleibt Vorbehalten. Massenverzeichniß und Bedingungen sind auf dem vorgenannten Bureau und bei den Bahnmeistern Pfaue zu Treysa und Gerhard zu Gießen einzusehen und können auch gegen Einsendung von 75 bezogen werden. Marburg, den 28. Juni 1882. Königliche Eisenbahn-Bau-Jnspection. 4462______Philippi.__________ Frritog den 7. Juli l. I., Nachmittags 2 Uhr, werden in ber Flett'schen Hofraithe — Wallthorstraße — gegen Baarzahlung versteigert : 7 Sophas, 6 Kleiberschränke, 3 Kommoden, 3 ovale Tische, 1 viereckiger Tisch, 3 Wirthstische, 3 Lehnbänke. 1 Secretär, 1 Consolschränkchen, 1 Küchenschrank m. Glasausfatz, 2 Stühle, 1 ovaler Spiegel mit Goldrahme, 1 Nähmaschine, 1 Nähchatulle, 1 Handwagen, 1 Ls-Horn, 1 Taschenuhr und 1 Lexikon (Brockhaus i. Gießen, ben 5. Juli 1882. . Geißler, 4569 Gerichtsvollzieher. Freitag den 7. Inti, Mchmittags 2 Uhr, Haffen Unterzeichnete auf bem Marktplatz eine größere Parthie altes Bauholz gegen gleich baare Zahlung versteigern. fe572 B. Kahenftein. G. Plank. Neuc holl. «« Vollhäringe treffen heute ein. 4567 H. F. M'assauer. Wieder frisch cingetroffene Mui.je» -Wringe empfehlen 4544 J. A. Basch Söhne. Vergebung von Straßenbau- Arbeiten. Die Ausführung eines Umbaues an der Kreisstraße von Allendorf nach Treis a. d. Lda. soll in mündlichem Abstreich an einen Unternehmer vergeben werden. Die vorkommenden Arbeiten sind wie folgt veranschlagt: 1. Erdarbeit . . 900.— Jt 2. Maurerarbeit . 62.50 „ 3. Chaussirarbeit 63640 „ 1598.60 Plan, Kostenvoranschlag und Bedingungen sind auf dem Rathhause zu Allendorf a. d. Lda. aufgelegt, woselbst auch Dienstag den 11. d. M^S., Vormittags 11 Uhr, die Vergebung der Arbeiten erfolgt. Gießen, am 4. Juli 1882. Der Kreisingenieur: 4551 Gnauth. IeUgeöotenes. 3446 Mehrere Oleander sinb preiswürdig zu verkaufen. Georg Hoß, Nahrungsberg. 4549 Außer dem so beliebten Guß- kuchcn bringe meine vomüglichen O b st- k u ch e n in empfehlende, Erinnerung; empfehle gegenwärtig Hcidclbeer- und Kirschkuchen in bester Qualität, täglich frisch. Zwieback in bekannter Güte. 4549 August Guhr, Lindenplatz. !! Zucker!! Holl. Colonial-Rasfinade, la Kölner Raffinade, |a Würfelraffinade (a.Brod-ngMn.), |a Poudre-Raffinade, |a Raffinade (gestoßen it. gesiebt,, |a Melis (gemahlen), Crystall-Zucker, Vanille-Zucker, Kandis u. Farin empfiehlt 4568 II. F. Massaner. Ein Stamm importirter Italiener- Hühner (1 Jahr alt, Kukuksperber, 1,5) zu verkaufen. Näheres der der Exped. ds. Bl. ^4564 ^4543 Feinsten haltbaren Wein- esfig, per Liter 18 und 24 -H, sowie reine Gewürze empfehlen in bekannter Güte J. A. Busch Söhne. 4570 Kirschen, per Pfd. 20 u. 25 auf dem Marktplatz zu verkaufen. I. Weisel. Wermielyungen. 4573 Der seither von Frau Dekan Dingeldein bewohnte mittlere Stock ist anderweitig zu vermiethen und per 1. Aua. beziehbar. Th. Brück, .Kanzleiberg B. 1. 4547 In meinem Vorderhaus eine Wohnung von 3 Zimmern, im Hinterhaus eine desgleichen von 4 Zimmern, alsbald beziehbar, zu vermiethen. _________August Kröll, Seltersweg. 4554 Ein Stübchen mit Bett zu veH miethen.__________Sandgasse D. 1755/iq. 4563 Ein Familienlogis zu vermiethen bei A. Heß, Kaplansgasse._____________. 4557 Großes und kleines Logis zu oers miethen. Karl Heil, Schützenstraße. 4569 Ein fein möblirtes Zimmer mit Kabinet zu vermiethen. C. Heß, „Zum Lindenhof . 4560 Ein Logis, 4 Zimmer, Küche, ab- geschloss. Vorplatz, per sofort zu vermiethen.__Ludwlgsplatz B. 169*. -4433 Eine Wohnung von 4 Zimmern mit Zubehör ist zu vermiethen und am 1. Oktober beziehbar. I. Ruckstuhl, Steinstraße (Gartfeld). Stadt Mainz. Donnerstag Abend 8 Uhr: 4559 COXCERT der Damenkapelle Noscher. Heute Abend: Pöschel's Bierhalle. 4521 Ein tüchtiger Knecht wird gesucht. Emil Lotz, Kirchenplatz. Hiermischte Anzeigen. 4545 Am Dienstag Abend verflossener Woche von der Neustadt nach der Neuen Anlage ein gold. Halskettchen verloren. Dem Finder eine Belohnung bei der Exved. ds. Bl.___________________________ 4512 Ein junges Mädchen, welches nähen kann, sucht Stelle, am liebsten bei einem Kinde. Gute Behandlung wird vorausgesetzt. Näh. zu erfr. im Hinterhaus des Hrn. Schlossermstr. Stohr, Gründ.-Str. Oberhess. Gesellschaft sür Natur- & Heilkunde. Die Sommer-Generalversammlung findet nach vorjährigem Beschluß Sonntag den i). Juli l. Js. in Salzhausen statt und werden dazu die Mitglieder der Gesellschaft sowie alle Freunde der Naturwissenschaften geziemend eingeladen. Tagesordnung: Rechenschaftsbericht, Vorstandswahl, Vorträge, gemeinsames Mittagessen. _______________________4548 Cnr Sonnenschirm von schwarzem Atlas ist auf dem Weg nach Rödgen verloren gegangen. Gegen Belohnung abzugeben Frankf.-Str. 83, part. 4555 Eine Wohnung von 5 Zimmern (worunter ein größeres) nebst Zubehör, parterre, zu miethen gesucht (nicht Geschäftslage). Off, unt. K. K. 1792 an dre Exped. d. Bl. Wenzels Garten. Donnerstag den 6. Juli: 3. Abonnement-Coucert. Die Gartenlaube Wöchentlich 2—2V2 Bogen mit vielen prachtvollen Australien. Vierteljährlich Mk. 1.60, mithin der Bogen ca. 6 Pfg. An der Spitze des nächsten Quartals wird die bereits angekündigte fesselnde Erzählung „D o d Z et lins" von Karl Theodor Schultz, ihren Platz finden, der sich mehrere andere Novellen, so namentlich »Der Kampf um die Haube" von Stefanie Kehser, anschließen werden. Aus der Zahl der demnächst erscheinenden belehrenden und unterhaltenden Artikel heben wir vorläufig hervor: »Garibaldi", eine Charakteristik des großen Republikaners, von Johannes Scherr, weitere Beiträge »Aus der Samariterschule" von Prof. Esmarch (in Kiel), »Das historische Festspiel in Rothenburg ob der Tauber" von Karl Braun-Wiesbaden, »Der Londoner Silbermarkt" von W. Hasbach, »Die Magdeburger Börde", »Skizzen aus der fränkischen Schweiz", sowie die Fortsetzungen der Rubriken »Bilder von der deutschen Ostseeküste", illustrirt von Robert Aßmus, und »Nm die Erde", mit Illustrationen von Rudolf Cronau. Wir wiederholen bei dieser Gelegenheit, daß die Lieblings-Erzählerinnen der „Gartenlaube" E. Marlitt und E Werner größere werthvolle Beiträge unter der Feder haben. Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Anfang 9 Uhr. — Entree 90 Pfg. 4565 Bei ungünstiger Witterung findet das Concert im Saal statt. Hierdurch die ergebene Anzeige, dast ich mich hier als praetischer Arzt niedergelassen habe. Dr. Kreidmann, Markt B. 15, 1 Treppe, 4365 im Haufe des Herrn W. Herbert. loefhind’s bewährte diätetische Mittel (8 goldene und silberne Medaillen und Ehrendiplome.) Das gewöhnliche Malz-Extract ist das reeUste Mittel gegen Husten, Brustcatarrh, Das Diastase-Malz-Ext ract befördert die Verdauung der Mehl- -- speisen, empfiehlt eich daher für Personen mit schwacher Verdauung, sowie als Zusatz zu Kindersüppchen, die dadurch viel nahrhafter werden. Das Verdaunn^S-Malz-Extract (mit Diastase und Pepsin) ver- daut gleichzeitig die Mehlspeisen und die Fleischkost. — Diese neuen Präparate gewähren den grossen Vorthell, dass sie nicht auf die Organe, sondern auf die Nährstoffe selbst einwirken. Das Eisen-Malz-Extract ist das verdaulichste Mittel gegen Bleich- ----------------------sucht u. Blutarmuth, auch bei Reconvalescenten, sowie bei schwächlichen Kindern sehr kräftigend. Das Kalk-Malz-Extract Ist für rachitische, scrophulöse Kinder, ganz ------------------- besonders aber für Lungenleidende zu empfehlen. Loeflund’s Malz-Extract-Bonbons sind die angenehmsten, wirk- —-------------------8auiaten, keine Säure erzeugenden Hustenbonbons. In allen Apotheken zu haben, wobei jedoch ausdrücklich zu verlangen ist „aus der Fabrik von Ed» Loef 1 und in Stuttgart.46 Zur gefl. Beachtung! 4430 Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich vom 1. Juli an' meine Reflauralion „Zum Rheinische» fjtif“ dahier wieder selbst übernommen habe, und halte mich dem verehrten Publikum bestens empfohlen. 3ST. G-onder. m 4552 Lokomotivführer Sckwertzer und Frau nebst Geschwister. Danksagung. Allen Denen, welche uns bei dem auf so traurige Weise betroffenen Verluste unseres lieben Sohnes und Bruders Ferdinand Schweitzer ihre Theilnahme bewiesen, insbesondere Herrn Pfarrer Dingeldey für die erhebenden Worte am Grabe und den geehrten Mitgliedern des Vereins „Zitherkranz" für die Begleitung zur letzten Ruhestätte sagen hierdurch ihren innigsten Dank Die tiesbetrübten Eltern: 4550 Für unsere Manufactur- und Modewaarenhandlung suchen eine mit Stadt- und Landkundschaft vertraute, ge-- wandte Verkäuferin bei hohem Salair. Kenntnißder Confectionsbranche erwünschte Offerten nebst Photographie und Zeugnissen an Christoph Bersch Nachf. in Marburg.___ 4561 Ein ordentlicher Hausbursche gesucht im „Rheinischen Hof". ____ 373 Alle Schirmreparaturen, sowie das Neu-Ueberziehen von Regenschirmen wird bestens besorgt von J. Weitzenkoru, Schulstraße 19. 4562 Ich warne hiermit Jedermann^ meinem Sohne Wilhelm auf meinen Namen Etwas zu borgen, indem ich für Nichts hafte. Klein-Linden. Johannes Deibel. 4558 Es ist mir ein Kanarienvogel zugeflogen. Der sich legitimirende Eigen- thümer kann ihn bei mir in Empfang, nehmen.Dr Levi. Carl Stohr, Schlosser, empfiehlt sich zur Ausführung von Blitzableiter- Anlagen in bewährtester Construction. Durch Nachprüfung meiner ausgeführten Blitzableiter durch die Herren Dr. Buchner und Architect A. Hug wird die Leistungsfähigkeit und Solidität derselben nach- gewiesen.3738 4487 In einer feinen Restauration findet auf sofort ein durchaus braves Mädchen für Küche und Wirthschaft gegen gutes Salair dauernde Stellung.^ Näheres in der Exped. ds. Bl.__ 4520 Kanarienvogel entflogen. Dem Wiederbringer eine Belohnung. Steller, Schillerstrase. Englisch — Französisch. Für das Selbststudium der. englischen, französischen, italienischen und spanischen Sprache ist die Methode Dr. Richard S. Rosenthal's: „DasMeisterschafts-Hystem" das vorzüglichste Unterrichtsmittel Die Verlagsbuchhandlung versendet gegen Einsendung von ä 50 Pfennig in Briefmarken franco den ersten Brief, Einleitung und Lection 1 enthaltend. Prospecte gratis. Rosenthal'sche Verlagsbuchhandlung in Leipzig. Italienisch — Spanisch. 4528 Ein Mädchen, im Weißzeug- nähen und Ausbessern geübt, wünscht- noch einige Tage zu besetzen. _ Näheres in oer Exped. ds. Bl.________ 4571 "Zuverlässiger u. tüchtiger Hausbursche gesucht. Näheres m der Exped. ds. Bl. 4556 Hierdurch die ergebene Anzeige^ daß ich von heute an in dem Wode'scherr Hause, Neuen-Bäuen B. 85, wohne. Georg Stadller, __________________Porzellanofensetzer.______ 4486 Ein gewandtes Mädchen in einen feineren Haushalt für Küche, und Hausarbeit in der Nähe Frankfurt'^ gesucht. Nur solche, welche sehr gute Zeugnisse aus feineren Hausern besitzen, wollen sich wie untenstehend schriftlich melden. Ebenso ein junges Mädchen welches mit Kindern (zwei Jungen von 4 u. 1 Vr Jahren) gut umgehen kann, gesucht. Schriftl. Offerten unter Z. 580 an die Exped. ds. Bl. 4407 Ein Mädchen, welches bereits längere Zeit als Kindermädchen gedient hat und jede Hausarbeit gründlich versteht, wird zu Mitte Juli gesucht von Frau Rechtsanwalt Dr. Dittmar._______________ Zu dem am 9. Juli stattfindenden BALLE laden ergebens! ein Salzhausen. G-ebrüdsr Eich, 3648 Kurhauspüchter. Verantwortliche Redaction: A. Scher) da. — Druck und Verlag der Brühl'sehen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. .Hierzu eine Veilnge. Vurcair: H Bet Sie erh 1882 sofort zu b wieder in die Goi Indem 14. October 1879 vorzulegen find. Am 30. Großh die Erlaubnis: Equipagen, Rei Gieß CS Die inn sch-Ungarn ur feljenbe Begegm M abermalige: im nächsten Mna folgen, doch ist Gastein selbst, Wtott der bei ber lUng von ber Staatsmir «e, Scholz : uum factisch ‘ °°"öen Rüih« ^oche ein Rest Sparsamkeit ro -Ärbb. Alla ; ^3egen die S R ^gen Dauer der ( reihen nicht d ^techthin zur $ h 3^ "Ä" gWW n der ^bchte »4 et 'M i SV.et bt! - J SS 4