srr. 128. Dienstag den 6. Juni 1882 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bnre.ru : Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Vringerlohin Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. Deutschland. Darmstadt, 3. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großherzog nahmen heute militärische Meldungen entgegen und empfingen den Oberstlieutenant Gilet vom 6. Fuß-Artillerie-Regiment, den Präsidenten des Oberlandesgerichts Kempff, den Polizeirath Haas, den Pfarrer Dingeldey von Gießen; zum Vortrag den Staatsminister Frhrn. v. Starck. — Heute Vormittag 7 Uhr fand auf dem Weiterstädter Exercierplatz eine Besichtigung der hiesigen beiden Escadrons des 1. Großh. Dragoner-Regiments (Garde-Dragoner-Regiments) Nr. 23 statt, welcher sich eine Uebung der hiesigen drei Escadrons des 2 Großh. Dragoner-Regiments (Leib-Dragoner-Regi- ments) Rr. 24 anschloß. Se. Königl. Hoheit der Großherzog, Se. Großh. Hoheit der Prinz Heinrich und Se. Hoheit der Fürst von Bulgarien wohnten den Uebungen bei und beehrten später das Casino des Officier - Corps Großh. 2. Dragoner-Regiments mit Allerhöchst- und Höchstihrem Besuch, um an dem dortselbst servirten Frühstück Theil zu nehmen. Darmstadt, 2. Juni. Das Amtsblatt Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, Section für Justizverwaltung, Rr. 21 enthält: Ausschreiben vom 22. Mai, betr. die Gerichtskosten und Gebühren. Rr. 22 enthält: Ausschreiben vom 26. Mai, betr. den Ansatz, die Er- Hebung und Beitreibung der Gerichtskosten. Darmstadt, 3. Juni. Das feilte ausgegebene Großherzogltche Regierungsblatt (Beilage Nr. 12) enthält: 1. Oeffentlicke Anerkennung einer edlen That. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Brückenwärter Georg Dörner zu Nierst in in Anerkennung der von demselben mit Muth und Entschlossenheit vollbrachten Rettung eines Mannes vom Tode des Ertrinkens eine Geldprämie Allergnädigst zu rnrlelhm geruht. 2. Neber sicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1882—83 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Mainz. 3 lieber sicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1882 83 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Lauterbach. 4. Uebersicht der pro 1. April 1882—83 von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz genehm-gtrn Umlagen zur Bestreitung Der Communalbedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Groß Gerau. 5. Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 16- Mar dem Ortseinnchmer Friedrich Volk zu Reichelsheim das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für fünfzigjährige treue Dienste", am 17. Mai dem ordentlichen Professor in der philosophischen Facultät der Landes-Universität Dr. Heinrich Will das Ritterkreuz 1. Elasse dcs Ludewigs Ordens, an demselben Tage dem Bürgermeister der Bv>germeisterei Mettenheim, im Kreise Worms, Heinrich Frühauf, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" — zu verleihen. 6. Ermächtigung zu Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 16. Mai dem Rentner Gustav Heinrich Lepenau aus Mainz, dermalen in St. Petersburg, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Maje>:ät dem Kaiser von Rußland verliehenen St. Stanislaus-Ordens zweiter Classe zu ertheilen. 7. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Am 9. Mai wurde der Gerichtsaccessist Rudolph Prätcrius zu Langen zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgerichte Langen zugelassen. 8- Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 17. Mai dem mit Wirkung vom 1. Juni 1882 in den Bezirk der Oder-Postdirection Darmstadt versetzten Postinspector Börner aus Oldenburg m gedachter Eigenschaft die landesherrliche Bestätigung zu ertheilen. 9. Concurrenzeröff-,ungen. Erledigt sind: Die Lehrerstelle an der evang. Schule zu Weinheim, Kreis Alzey, mit einem jährlichen Gchalte von 900 ; mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Löhrbach, Kreis Hepvenheim, mit einem jährl. Gehalte von 900 .>L. Berlin, 3. Juni. Zum Wiederzusammentritt des Reichstages bringt die „Prov.-Corresp." eine längere Ausführung, in welcher es unter Hinweis auf die schnell gefaßten Beschlüsse der zur Vorberathung des Tabakmonopols eingesetzten Commission u. A. heißt: Es ist also die Sparsamkeit, auf welche das Reich angewiesen werden soll, und man muß annehmen, daß die Urheber der Resolution von der Meinung ausgegangen sind, die Verwaltung des Reichs und der Einzelstaaten sei bis daher nicht mit der angemessenen Sparsamkeit geführt worden, oder auch, es habe die Reichsgesetzgebung die Reichsmittel zur Befriedigung von Zwecken in Anspruch genommen, welche demnächst sortfallen können. Ob der Reichstag sich der Meinung seiner Commission anschließen wird, darauf werden die jetzt wieder aufzunehmenden Sitzungen desselben bald Antwort geben, und nicht gering ist die Erwartung, mit welcher dieser Antwort entgegengesehen werden muß. Nach der großen Majorität, mit welcher die Resolution gefaßt ist, hat die „Prov.-Corresp." eigentlich nicht mehr nöthig, Zweifel darüber zu hegen. — Der socialdemokratische Abg. Bebel, der am ersten Pfingstfeiertage, wie schon mitgetheilt, plötzlich verhaftet wurde, ist schon am Mittwoch gegen Mittag, freilich gegen Stellung von 1000 Caution, aus der Haft entlassen worden. Von anderer Seite wird noch gemeldet, daß in dem Processe ein Termin auf den 15. Juni anberaumt ist. — Die Unfallversicherungs-Commission berieth heute die 3 ersten §§ der Krankenkassen-Vorlage. Liberalerseits wurde der Antrag eingebracht, nach der ersten Lesung der Krankenkassen-Vorlage die erste Lesung des Unfallgesetzes vorzunehmen, weil nach der Gestaltung der letzteren sich erst beurtheilen ließe, ob die dreizehnwöchige Carenzzeit beizubehalten sei. Der Regierungs-Commissär erklärt, das Krankenkassen-Gesetz sei für sich selbstständig. Wenn daffelbe zu Stande komme, so bleibe das Haftpflichtgesetz für alle Unfälle, da erst in dem Unfallgesetz die Aushebung der Haftpflicht vorgesehen. Die Unfall-Vorlage werde also durch die Krankenkassen-Vorlage nicht präjudicirt; § 1 der letzteren wurde sodann mit einem Antrag Gut fleisch angenommen, durch welchen die versicherungspflichtige Lohngrenze der Bauarbeiter von 62/3 auf 5 Tagesverdienst herabgesetzt wird. Der Antrag Wichmann, auch die landwirthschaftlichen und Forstarbeiter zur Versicherung heranzuziehen, wurde abgelehnt. Die Commission strich im 8 2 die Befugniß der höheren Verwaltungsbehörde, die Gemeinden zu zwingen, die in dem § 2 genannten anderen Erwerbs-Categorien versicherungs- pfiichtig zu machen und nahin entsprechend dieser Aenderung die §§ 2 und 3 an. Darauf vertagte sich die Commission auf Montag. — Sicherem Vernehmen nach werden Kronprinz Rudolf von Oesterreich und Gemahlin zur Theilnahme an den Tauffeierlichkeiten am 11. d. Ms. hier eintreffen. Hesterreich. Wien, 3. Juni. Die „Wiener Ztg." veröffentlicht die Ernennung des Grafen Wimpffen zum Botschafter in Paris, des Grafen Ludolf zum Botschafter beim italienischen Hofe und des Grafen Dubsky zum Gesandten in Madrid. Srankreich. Paris, 3. Juni. Die Kammer der Deputirten beschloß mit 301 gegen 146 Stimmen, als Zeichen der Trauer um den Tod Garibaldi's, die heutige Sitzung aufzuheben. (Proteste auf der Rechten). Die Sitzung wurde ausgehoben. Kngland. London, 3. Juni. Unterhaus. In Beantwortung mehrerer Anfragen t^ilt Dllke mit, Arabi Pascha habe noch keine weiteren Schritte behufs Absetzung des Khedive gethan, auch die formelle Anzeige von der Annahme der vorgeschlagenen Conferenz sei noch nicht eingetroffen, aber man dürfe mit gutem Grund die Annahme derselben erwarten, da sämmtliche hiesige Vertreter des Auslandes und ihre Negierungen sich günstig über das Project geäußert hätten. Dilke bestätigt ferner, daß in Alexandrien Erdwerke aufgeworfen werden, und sagt, die Negierung stehe wegen dieser Angelegenheit mit dem Admiral Seymour in Communication, sie werde aber Weiteres darüber weder heute noch auch die nächste Woche mittheilen können. Das Haus setzte darauf die Einzel- berathung der irischen Zwangsbill fort. Italien. Nom, 3. Juni. Die Nachricht vom Tode Garibaldi's hat allenthalben in Italien einen schmerzlichen Eindruck gemacht. Die Kaufläden sind geschlossen; in der Kammer wird heute eine große Kundgebung zum Andenken an Garibaldi erwartet. Rom, 3. Juni. Deputirtenkarnmer. Der Präsident theilte der Kammer die Meldung von dem Ableben Garibaldi's mit und hielt demselben einen warmen Nachruf. Die im Anschluß hieran von dem Präsidenten eingebrachten Anträge, betr. die Suspendirung der Sitzungen der Kammer bis zum 12. Ium, eine zweimonatliche Trauer, die Entsendung einer Deputation nach Cavrera zur Theilnahme an der Begräb- nißfeier, die Theilnahme in corpore an den Feierlichkeiten in Rom und das Anbringen einer Gedenktafel in dem Sitzungssaale der Kammer wurden einstimmig angenommen. Auf den Antrag des Ministerpräsidenten Depretis wurden ferner im Laufe der Sitzung folgende Gesetzentwürfe angenommen: Betreffend die Verschiebung der Nationalfeier auf den 18. Juni, die Bestreitung der Begräbnißkosten durch den Staat, die E rrchtung 1 eines nationalen Denkmals unter Mitwirkung des Staates und die Bewill gung einer Pension von je 10,000 Francs für die Witiwe und jedes der fünf Kmder Garibaldi's. . „ — Aus allen Städten Italiens gehen Meldungen über Kundgebungen der allgemeinen Trauer über das Ableben Garibaldi's ein, so namentlich aus Palermo, Genua. Neapel, Mailand, Venedig, Verona, Bologna u. a- 2)te geschlossen, Trauerfahnen aufgehisst und die Theatervorstellungen ^ingestmt. Z R , Genua und Neapel blieben die Börsen geschlossen- Allenthalben und S 1 P für die Errichtung eines Denkmals eröffnet worden- M Maddalena, 3. Juni. Bei der Leiche Garibaldis vergeht ein Piquet Marine Soldatm m" einem Officier den Ehrendienst. Man ermatte hier die Zusammenkunft der Kinder Garibaldis zur Verbrennungl des -eichnams nach den Bestimmungen des Testaments des Verstorbenen. an, daß die Asche in einer Porphyr-Urne m Caprera verbleibe. Außland. Detersbura. Im Süden Rußlands sieht's höchst bunt aus. Nach verersourg. g Odessa kommen chon die Plünderungen emem Beruht der „Poltt. au^ letzten Zeit an mehreren der Guter des ^ls Kazapen auch auf Meierhöfe und Besitzungen Punkten Nutzlands A 9 leänben ÜOTT Polen und Russen befanden. So wurde vorgekommen, die sich « bgm Grafen Bobrinski gehöriger Meierhof der bet Smrela in der bgr P^elhaufe nur durch Einschreiten einiger Com- vaanien Infanterie an weiteren Ercessen verhindert. Im Gouvernement Kiew wurde dk Besitzung eines Herrn Stefanow demobirt; bei diesem Anlässe wurde auch geplündert und der Besitzer der Herrschaft mißhandelt. Ebenso wurde das Schloß des Senators Klußyn überfallen und nach vollbrachter Plünderung fast ganz zerstört. Täglich langen hier aus den Gouvernements Kiew, Podolien und Volhynien Gutsbesitzer ein, die den Ausbruch eines allgemeinen Angriffes auf alle Besitzenden befürchten und sich und ihre Familien in Sicherheit bringen wollen. Die Gutsbesitzer in der Umgebung von Balta haben Militär requirirt, das ihnen auch bereitwillig zur Verfügung gestellt wurde, und organisirten einen scharfen Patrouillen-Dienst unter eigener Controle, der Tag und Nacht in Thä- tigkeit ist. Einer der Flüchtlinge machte uns hier die Mittheilung, für die natürlich keine Bürgschaft übernommen werden kann, daß der Besitzer von Pollona, eines aus der Linie Brody - Berdyczew - Kiew liegenden großen Gutes, Graf Karwicki, sich während eines vor ungefähr 8 Tagen stattgesundenen Ueber- falles mit seiner Familie drei Tage in einem Keller versteckt gehalten habe und seine und seiner Angehörigen Rettung nur dem Umstande zu danken habe, daß einer seiner Diener in dem zehn deutsche Meilen von Pollona entfernt liegenden Berdyczew Meldung von dem Uebersalle machte und am vierten Tage eine dahin beorderte Abtheilung von Kosaken den Excessen ein Ziel setzte. Der letzte Fall wird so eben strengstens untersucht. Petersburg, 3. Juni. Großfürst Alexis besuchte gestern die Ausstellung in Moskau. — Der Botschafter v. Nowikoff hatte gestern eine Audienz .beim Kaiser. Türkei. Konstantinopel, 3. Juni. Eine Note der Pforte an die Botschafter theilt denselben mit, daß Derwisch Pascha und Lebib Bey, früher erster Secretär des Sultans, heute, mit unbeschränkten Vollmachten versehen, nach Egypten abreifen werden. — (Meldung der „Agence Havas"). Der Minister des Aeußern, Said Pascha, theilte den Botschaftern Frankreichs und Englands die Abreise eines türkischen Commissars nach Egypten behuss Ausübung einer versöhnlichen Mission bei den militärischen Chefs mit. Der Commiffar sei Träger eines eigenhändigen Schreibens des Sultans. Konstantinopel, 3. Juni. Derwisch Pascha, Lebib Effendl und ein Ulema sind heule Abend aus der Yacht „Azzebin" nach Alexandrien abgeretst. Der englische und der französische Botschafter haben die Pforte heute in einer identischen Verbalnote zur Theilnahme an der Botschafter-Conferenz emgelaben. Aegypten. Kairo, 3. Juni. (Meldung des „Reuter'schen Bureaus"). Der Khedive hat eine Depesche des Großveziers erhalten, in welcher derselbe mittheilt, daß sich Derwisch Pascha an Bord der Jacht „Jzzedin" begeben hat und morgen als Commiffar des Sultans nach Egypten abreisen werde. — Arabi Bey hat den General-Consuln ein Rundschreiben zugehen lassen, in welchem er auf's Neue versichert, daß den in Egypten lebenden Europäern in keiner Weise Gefahr drohe. — (Meldung der „Agence Havas"). Vierzehn hervorragende Beduinen- Häuptlinge erschienen vor dem Khedive und versicherten ihm, wenn die Türken kämen, um die Ordnung wieder herzustellen, würden sie ihre Verbündeten sein; kämen sie aber, um das Land zu besetzen, so wären sie deren entschiedenste Feinde. — Die Einnahme von Khartum wird dementirt. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Bureau. Kaffel, 4. Juni. Se. Königl. Hoheit Prinz Karl von Preußen hat gestern Abend hier, wo übernachtet werden sollte, nach Aushebung des Diners das Unglück gehabt, ein Bein zu brechen. Frankfurt, 4. Juni. Die „Frkftr. Ztg." meldet aus New-Iork vom 3. ds., Abends 7 Uhr: In Warren County wurde eine weitere Petroleumquelle entdeckt, welche täglich 2000 Faß liefert. Petroleum crude aufgeregt 56 Va. Wi»n, 4. Juni. Das „Fremdenbl." bestätigt, daß der Minister des Auswärtigen, Graf Kalnoky, bei der gestern Mittag erfolgten Ueberreichung des formellen Vorschlags einer Botschafter-Conferenz durch die Botschafter Englands und Frankreichs erklärt habe, diesen Vorschlag im Principe anzunehmen in der Voraussetzung, daß auch die anderen Mächte zustimmen würden. Lemberg, 4. Juni. Die von verschiedenen Blättern gebrachte Nachricht von der Aufstellung eines Militär-Cordons an der russischen Grenze zur Hintanhaltung der Einwanderung der jüdischen Bevölkerung aus Rußland ist unbegründet. Es ist nur eine strengere Handhabung der Vorschriften über den Grenzverkehr angeordnet und die Gensd'armerie angewiesen morden, darüber zu wachen, daß die Juden nur an den erlaubten Punkten über die Grenze gehen. Petersburg, 4. Juni. Der Kaiser besuchte gestern, am Sterbetage seiner Mutter, der Kaiserin Maria Alexandrowna, Vormittags die Peter-Paul- Kathedrale und wohnte daselbst der Seelenmesse bei. Später stattete der Kaiser den Großfürsten im Winterpalais Besuche ab und kehrte sodann nach Peter- hos zurück. — Der „Regier.-Anz." meldet: Die Botschafter Frankreichs und Englands begaben sich gestern zu dem Minister des Auswärtigen, v. Giers, und überreichten demselben eine identische Note, in welcher der Zusammentritt einer Conserenz in Konstantinopel vorgeschlagen wird, um die egyptische Angelegenheit in Gemäßheit des im vergangenen Februar von den Großmächten angenommenen Principes zu ordnen. Die kaiserliche Negierung hat diesem Vorschläge zugestunmt. — Das „Journal de St. Pötersbourg" erklärt die Mittheilung des „Nomanul", daß der Vorschlag Barrere's in der Donau-Commission von allen Mächten angenommen worden sei, in dieser kategorischen Form für unrichtig. Konstantinopel, 4. Juni. Nach der gestern der Pforte gemachten englisch-französischen Verbalmittheilung soll sich die in Aussicht genommene Bot- schafter-Conferenz mit folgenden Punkten beschäftigen: 1) Ergreifung von Maßregeln zur Aujrechtbaltung der Rechte des Sultans und des Khedive. 2) Bestätigung der internationalen Abinachungen und der daraus Frankreich und England, resp. Frankreich, England und den übrigen, Mächten resultirenden Ver- dindlichkeiten. 3) Entwickelung der egyptischen Institutionen und Achtung der durch Firmans garantirten Freiheiten. Lokales. Gießen, 5. Juni. In der am Samstag Abend im Saale des Caf6 Leib abgc- haltenen Generalversammlung der hiesigen Gewerbebank waren ca. 150 Mitglieder anwesend. Die Versammlung genehmigte die Rechnung über das abgelaufene Geschäftsjahr, ebenso die vorgeschlagene Dividende von 8 pCt. Die ausgeschiedenen Aufsichtsraths- Mttglieder wurden sämmtlich wieoergnvählt An Stelle des verstorbenen Herrn Andreas Euler wurde Herr Julius Hoch in den Aufsichtsrath gewählt. — Wie schon früher mitgetherlt wurde, wird am 18 Juni dahier das große Ktrchengesangfest des hessischen Kirchengesangveretns stattfinden. Um der wetten Entfernung willen und weil keine Kirche des Landes mehr sämmtliche Vereine zu fassen vermöchte, werden allerdings wesentlich nur oberhessische Vereine daran theilnehmen, die Vereine von Allendorf a. d. Lda., Friedberg, Gießen, Llch, Londorf, Nauheim, außerdem die Vereine von Frankfurt a. M. und Zwingenberg. Dirigirt werden diese Kirchengesangfestc statutengemäß von dem Veretnsdtrigenten, gegenwärtig der Dirigent des Darmstädter Vereins, Gymnasiallehrer Dr. Bender. Die Oberhessischen Eisenbahnen geben gegen Legitimationskarten die üblichen Sonntag-Retourbillete zu einfachem Preise auch schon Samstags aus, weil dre Generalversammlung schon Samstag Abend stattfindet. Auch für die Main-Weserbahn sind Fahrvergünstiguugen nachgesucht, aber die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Festseier wird, wie auch schon voriges Jahr in Lampertheim, eine gewisse gottesdienstliche Form haben. Dennoch muß, um die beträchtlichen Kosten zu decken und allzu großen Zudrang zu vermeiden, Eintrittsgeld erhoben werden. Großer Zuzug von außen steht zu erwarten. Möchte dann das Wetter das Fest begünstigen. Vermischtes. Darmstadt, 31. Mai. sPostpersonalnachnchten.j 1. Versetzt sind der Post- inspector Börner von Oldenburg nach Darmstadt unb der Postkassirer Winter von Darmstadt nach Wiesbaden. 2. In den Ruhestand getreten ist der Postverwalter Freymann in Gedern. Mainz, 31. Mai. Die Stadtverordneten beschlossen heute Abend die Anlage einer Pferdebahn in unserer Stadt. Nach dem Beschluß wird dieselbe bis jetzt nur innerhalb des Weichbildes der Stadt angelegt und zwar in vier Linien, wovon zwei sofort und zwei in drei Jahren zum Ausbau kommen sollen. Die erste dieser Linien beginnt am Ende der Gemarkung Mainz auf der Weffenauer Chaussee, geht über die Neuthorstraße, den Graben, die Holz- und Rheinstraße, durch die Fischthorstraße, über den Liebfrauenplatz, den Markt, Ludwigsstraße, Schillerstraße, den Münfterplatz, die Gartenfrontftraße und endet mit der Bonifaciusstraße. Die zweite Linie nimmt ihren Anfang an der Neuthorkaserne, geht durch die Wallstraße, Bocksgasse, Rheinstraße, große Bleiche bis zur Bauhofstraße, durch dieselbe über den Boulevard, die Bonifactus- straße zur Schulstraße, durch diese zur Rheinallee und auf derselben bis zum neuen Rheinthor. Linie Nr. 3 beginnt am neuen Centralbahnhofe der Hess. Ludwigsbahn im Gartenfeld, geht durch die Gartenfrontstraße Nr. 45 zur Brücke über den neuen Central- bahnhof, von dieser die Mombacher Straße entlang zum Mombacher Thor und von diesem die Wallstraße entlang bis zum neuen Rheinthor. Die letzte Linie ist die größte Strecke und findet dieselbe ihren Anfang in Zahlbach, dem Platze vor der Kirche, geht an dem Friedhöfe vorbei durch das neue Bingerthor zur Ueberbrückung des neuen Centralbahnhofs, von dort an den letzteren selbst, sodann durch die Gartenfrontstraße Nr. 27 über den Münfterplatz zur großen Bleiche und durch dieselbe über die neue Rheinbrücke nach Castel an den Bahnhof der Nassauischen Staatsbahn. DieGesammt- länge der vier Linien ist 15,840 Meter. Anlage und Betrieb der Bahn soll an einen Unternehmer vergeben werden und wurde beschlossen, dieselbe sofort öffe: tlich aus- zuschretben. Die Dauer der Concession ist auf 35 Jahre festgesetzt, doch ift der Stadt das Recht Vorbehalten, nach 15 Jahren die Bahn gegen den durch Experten abzuschätzenden Werth zu übernehnien. Abgesehen von den von der Militärbehörde und dem Staate verlangten Garantien hat der Uebernehmer eine Caution von 30,000 J4- au stellen, von welcher Summe er bet der Eröffnung des Betriebs auf den zwei ersten Linien 20,000 zurückerhält. Mannheim, 2. Juni. VI. Verbandschießen des Pfälzischen und des Mittelrheinischen Schützenbundes und des badischen Landesschützenvereins zu Mannheim vom 9. bis 16. Juli. Nur noch fünf Wochen trennen uns von dem Anfänge des Verbandschießens und sind alle Specialcomit6s in emsiger Thätigkert, alles Erforderliche zu einem würdigen Empfange der Festgäsie oorzubereiten. Die Festbauten, von den Unternehmern zum Aufschlagen fertig gestellt, sollen jetzt aufgeschlagen werden und wird solches in kurzer Zeit bewerkstelligt sein. Für die Becher-Prämien sind sehr elegante Becher ausgewählt, die den glücklichen Schützen Freude bereiten werden Für Stand ist ein Pokal, für Feld ein Römer, beide zu einander passend, bestimmt. Die Ehrengaben zur Ausschmückung des Gabentempels mehren sieb jetzt, cs sind bereits 30 im Gesammtwerthe von über 2500 M- theils etngesandt, theils angemeldet worden. Nach den Punktationen des Programms sind für die Festtage bestimmt: Samstag den 8. Juli: Gesellige Zusammenkunft der angekommenen Schützen im Badnerhof. Sonntag den 9. Juli: Großer Festzug; Beginn des Schießens Montag: Volksbelustigungen. Dienstag: Gesangsvorträge; Illumination. Mittwoch: Doppelconcert; Festoper. Donnerstag: Schauturnen; Gesangsvorträge. Freitag: Großes Volksfest. Samstag: Schlachtmusik; Feuerwerk; Schluß des Schießens. Sonntag den 16. Juli: Schlußfeier: Vertheilung der zehn ersten Preise jeder Festscheibe. — Geschossen wird vom 9. Juli Mittags 4 Uhr bis Samstag Abends 8 Uhr. Täglich Festbankette in der Festhalle und Militär- couceitc. Mainz, 1. Juni. Am zweiten Pfingstfeiertage hat ein Soldat der hiesigen Garnison eine ebenso gefährliche als kühne Fahrt unternommen. Derselbe war nämlich an diesem Tage zum Besuch seiner bei Groß-Gerau wohnenden Eltern gewesen und verpflichtet, den Abend wieder in der Kaserne zu fein. Er hatte sich aber verspätet und es schien ihm nicht mehr möglich, rechtzeitig hier zu sein. Gerade, als er sich nun in der Nähe der Station Groß-Gerau befand, lief ein Güterzug in die Station ein, der aber sofort wieder in der Richtung nach Mainz abdampfte. Ein Gedanke durchblitzte den Kopf des Soldaten, rast, eilte er auf die dem Stationshause entgegengesetzte Seite des Bahnkörpers, und als sich der Zug langsam in Bewegung setzte, eilte er dem Zuge in raschem Laufe nach, hielt sich an einem, an dem letzten Wagen befindlichen Puffer fest, schwang sich im Fahren auf ihn und auf diesem höchst bedenklichen Sitz ritt er seiner hiesigen Garnison zu. Auf der Station Groß-Gerau konnte die Manipulation des Soldaten noch beobachtet werden und alsbald wurde die hiesige Verwaltung von dem Vorfall in Kenntniß gesetzt, welche sofort Anstalten traf, beim Einlaufen des Zuges den Soldaten festzunehmen. Doch die Verwaltung denkt und Gott lenkt; als der Güterzug in den hiesigen Bahnhof einfahren wollte, war das Geleise im Bahnhofe gesperrt und der Zug mußte deßhalb auf dem durch die neue Anlage gehenden Geleise stillhalten. Diese Gelegenheit benutzte der kühne Fahrer, von seinem Sitz herabzuspringen und sich seitwärts in die Büsche zu schlagen. Gleich darauf setzte sich der Zug in Bewegung; als man den Soldaten abfangen wollte, war dieser schon auf dem Wege nach der Kaserne. Ein Bahnwärter, der aber seinen Posten nicht verlassen durfte, sah von Weitem zu, wie der Soldat von seinem Sitz herabsprang und davoneilte . . Frankfurt, 1. Juni. Ein Frankfurter, der bet einer Pfingsttour nach dem Odenwald einen der neuen 50-Markscheine ausgeben wollte, wurde unter dem Verdacht, falsches Geld verbreiten zu wollen, von dem Ortsdiener angehalten und vor den Bürgermeister gebracht. Nur mit Mühe gelang es ihm, den Letzteren von der Aechtheit des Scheines zu überzeugen und seine Freiheit wieder zu gewinnen. — Elm im Glarner Sernfthal ist neuerdings bedroht. Die noch stehen gebliebenen gelockerten Massen am ominösen Tschingelberg sind wieder in Bewegung gerathen. Die große Spalte am R'stkopf hat sich fett der letzten Messung um einen ganzen Meter erweitert. Steine und Schutt rollen alle Augenblicke herunter. Die Glarner Regierung hat die Schule in dem von der letzten Bergsturz-Catastrophe noch verschonten The'le des Dorfes Elm schließen, das Gemeindearchiv tn Sicherh.'it bringen lassen und die Bewohner zu erneuerter Wachsamkeit gemahnt. Die Abbröckelungen finden namentlich an jener Stelle des Ristkopfes statt, welche seiner Zeit bom- barbirt wurde. Offenbach, 2. Juni. Ein Gattenmord, der gestern Abend im kleinen Biergrund hier zur Ausführung gebracht wurde, versetzte die Bewohner dieser Straße in große Aufregi ng. Der Schuhmacher Ludwig Zahn aus Ingolstadt in Bayern, welcher mit seiner Familie, aus Frau unb einem elfjährigen Mädchen bestehend, hier wohnt, in Bornheim in Arbeit steht, mit feiner Ehehälfte aber nicht in bestem Ei-nvernchmen gelebt haben soll, fand, als er gestern Abend um 6 Uhr von der Arbeit hierher zurück- kehrte, seine Wohnung verschlossen, horte aber von einer Nachbarsfrau, daß seine Frau mit seiner Tochter in den Wald gegangen fei, um Tannenäpfel zu holen. Gleich darauf kamen auch Beide mit Tannenöpfel zurück und als die Frau ihren Mann in aufgeregtem Zustande im Hof stehen sah, wollte sie wieder zum Hofthor hinaus, der Mann forderte sie aber auf, mit ihm in die Wobnung zu gehen, und als sie darauf erwiderte: „sie wolle erst noch einmal wohin gehen", packte er sie am Arm, warf sie auf die Erde, kniete sich auf sie unb brachte ihr mit einem Schusterskneip, den er aus der Werkstätte mitgebracht hatte unb bei sich führte, zwei Stiche in bie Brust unb fünf -L'S 1 "erden diese Wen S1j(11! ’“*ta 1*8 Admd Ntfutt, aber auch icba, btn' Dennoch iU vermeiden Möchte sind der PG 'er Winter von n Gedern. 'end die Anlage bc bis jetzt nut N- wovon zwei 'te dieser Linien - geht über die horstraße, über Wnsterplatz, die üe nimmt ihren e. Rheinstraße, । die Bonijacius- biä zum neuen Ludwigsbahn im n neuen Sentrab r Thor und von nie isi die gröhte der Kirche, geht lung des neuen Sartenfrontstroße h Über die neue D'eGesammt- hn soll an tintti rt ösfe: tlid) ai& ich ift der Stadt । Experten adzu- litörbehörde unb von 30,000 JL s den zwei ersten und des Mittel- i Mannheim vom uge des Verband- rderliche zu einem >en Unternehmern wird solches in inte Secher olls- b ist ein Wal, laben zur W IrsM«rwE »w^wttationen ä; Gesellige Zn- in den 9; Juli- ngen- Dienstag: Donnerstag- .. gdjtow; feier: WW“"« o -TM $litt«85 MMdWilW- ,|M d-r erielbe war °°->- , gltem " tte f» ©erabe, «18 ” ®iW« ,;Sä r:S "'r diesem hv>e "-Js*«* Jl'eF» A '$k d' d-'""» ^5“ LS in den Rücken bei, ließ dann sein Opfer los und wollte sich entfernen, wurde aber daran gehindert und von der schnell herbe geeilten Polizei verhaftet, während die Frau sich nach ihrer Wohnung schleppte, dort aber zusammenbrach und unter den Augen verschiedener herbe-geiufener Aerztc nach zwei Stunden ihren Geist aufgab, nachdem sie j doch vorher von dem rasch zur Stelle gewesenen Herrn Polizeicommissär Bräunig über den Thalbestand vernommen worden war. Der Thäter wurde selbstverständlich in sicheren Gewahrsam gebracht und mit Vernehmung der Zeugen begonnen, welche die beiden hiesigen Poltzeibeamten bis zur Mitternachtsstunde beschäftigte. Heute Morgen traf in Folge erhaltener Meldung von hier bereits der Großh. Staatsanwalt von Darmstadt hier ein, der eine genaue Untersuchung des Thatbestandes veranlassen wird, wobei gewiß auch die Motive eruirt werden, welche den Monn bei seiner schrecklichen Thal geleitet haben. Schiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W- Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 3. Juni. [S)3er transatlantischen Telegraph.^ Der Poftdampfer Mosel, Capt. I. Hesse, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 21. Mai von Bremen und am 23. Mai von Southampton abgegangen war, ist heute 4 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. B remen, 3. Juni. Der Postdampfer Elbe, Capt. W- Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 24. Mat von Newyork abgegangen war, nL04 U6k Na-bmitt-igs wohlbehalten in Southampton angekommen unb hat Ab?nbs Me Aeise nach' hi°r W UN» Labung 5% Uhr Handel und Verkehr. Korn AL <19 9O16 ra \ 3™-, (Frachtpreise vom 3. Juni.) Weizen JL 24.86, ®™2.8f“fer ■* 15’74' ®rbfcn ■* 19— L-in ^nolitnt^^lurt, 3 Juni Auf dem heutigen Markte kostete der CentnerHeu je nach “ ^^O^O Stroh -*3.00-4,00, tzier des Hundert JL 4.20-5.50, Butter fenarnpi fioIl«rSÄ' »Kartoffeln das Malter JL 6.00-7.00, ©pargel 60—80 das Pfund, Blumenkohl 40—60 & das Stück Ochsenfleisch per No5^ SJ? Lindffeisch50-Z0^, Kalbffeisch 50-65^ ZUinefleisch 45-65 4, 1 Hahn JL 1.80, 1 Huhn JL 2.20-2.50, i S m 4 \°°' 1 ®ntc M b.oO, 1 Sommergans JL 4-6, 1 Welscher X 8—12, i ^luuuc w—w Wafferwärme derUhrn Am 5. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: 4- 16V? R-, Luftwärme +14° R. L. Chr. Rübsamen. Bekanntmachung. Alle, welche Forderungen an den Wirth Anton Röster in Kirchvers haben, werden aufgefordert, solche den 14= Zuni d. Zs-, Vormittaas 10 Uhr, hier anzumelden und mit dem Wirth Anton Rösser und den über desien Kinder bestellten Pflegern über die Art ihrer Befriedigung zu verhandeln, um den Ausbruch des Concurses des Anton Rösser zu vermeiden. Fronhausen, den 1. Juni 1882. Königliches Amtsgericht. Der Gerichtsschreiber: 3892 Luley. Klee-Versteigerung. Mittwoch den 7. ds. MtS., Nachmittags um 3 Uhr, soll die zur Mittelstmühle gehörige Klee-Ernte von ca. 5 Normalmorgen in Abthellungen an Ort und Stelle versteigert werden. Die Zusammenkunft ist bei der Mittelstmühle. Alten-Buseck, den 5. Juni 1882. Der Eoncursverwalter: 3889 Hch. Seuling.________ Holz-Versteigerung. Donnerstag den 8. Juni d. I., von Morgens 9 Uhr an, soll im Anneröder Gemeindewald, Distritt Altenberg, nachverzeichnetes .Holz versteigert werden, als: 18 Fichten-Derbstangen mit 1 Fstm. Inhalt, 4073 Fichten-Bohnenstangen Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße bei der Gansenburg. Annerod, den 5. Juni 1882. Großh. Bürgermeisterei Annerod. 3905 Engelhardt. Versteigerung. Freitag den 9. ds. MtS., Vormittags 7y2 Uhr, sollen auf der Mittelstmühle 6e< Alt- Buseck und auf der Neumühle bei Beuern ca. 90 Ctr. Roggenmehl, „10 „ Futtermehl, „27 „ Roggenkleie, „13 „ Roggenschalen, „ 25 „ schöne Kartoffeln, „ 3 „ Weizenmehl II, ... /, 3 „ Weizen öffentlich gegen Baarzahlung versteigert werden. Der Anfang ist auf der Mittelst- iimhle. Alt-Buseck, den 5. Juni 1882. Der Eoncursverwalter: 3888 Hch. Seuling. Lienstag den 13^dg. Mg Nachmittags 3 Uhr, sollen, auf hiesigem Ortsgericht die Jm- inobilien der Friedrich Führer Wwe.r ?siiur 1 Nr. 265, 267a 267b, Hofraithe, Hofraum und Scheuer auf dem Selters- iveg, meistbietend freiwillig versteigert «werden. Gießen, den 5. Juni 1882. Großherzoglicbes Ortsgericht. ^9/ Lüdeking. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Betr.: Die Wahl des Vorstandes der israelitischen Religionsgemeinde zu Gießen. Die Dienstzeit der Vorsteher, Herren Aron Stern und Joseph Stern, ist abgelaufen und eine Neuwahl gemäß § 6 der Wahlordnung vom 4. August 1871 erforderlich. Zu diesem Behufe liegt die Liste sämmtlicher Stimmberechtigten zur Einsicht der Betheiligten drei Tage lang auf dem Bureau des Unterzeichneten offen, damit etwaige Einwendungen gegen den Inhalt der Liste, welche nur während dieser Frist zulässig sind, bei uns vorgebracht werden können. Gießen, den 6. Juni 1882. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde. 3908____________________M. Hornberger. Die neuesten Knaben - Wasch-Anzüge in größter Auswahl billigst bei Hermann Katz, 2027 C. 186. Seltersweg C. 186. ________Billigstes Wasch- und Reinigungsmittel! Bester Ersatz für Seife! ^-iua Or. Link’s Fettlaugenmeh 1 fVrGewe“Bu“; von allenüauÄfr Auen,W&sehereien,Bleichereien, Hotels, Fabriken und Staatsanstalten als das beste anerkannt. 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Juni, von Mittags 2 Uhr an, kommen im Nebenhause des Herrn Weißbindermeister Reiber, Gattfeld, Nordanlage, zur Versteigerung: Tische, Stühle, Kommoden, worunter eins mit künstlichen Einlagen, Sopha, Betten (bester Qualität), Weißzeug, Küchenschrank und Küchengeräthe rc. 3767 Aeilgeßolenes. Schöne schwarze und weiße Schurwolle bei Jakob Bogt, Wallthorstraße. 3884 leine Ambnrgrr Käse — mit und ohne Pergament- und Staniol- Verpackung liefert die 3891 Molkerei der Kgl. Domaine Haydau- Altmorschen (Prov. Hessen). Frische Butter zum Einschmelzen offerirt billigst 3904_____Julius Wallach. Schwämme | in großer Auswahl empfiehlt _ Wilh. Weidig. 3906 Ein fast neues Billard ist billig zu verkaufen. Näh, bei der Exped. ds. Bü Zahnschmerzen die Zähne hohl und angestockt sind, augenblicklich durch den berühmten indischen Extratt beseitigt. Derselbe sollte seiner Vortrefflichkeit halber in keiner Familie fehlen. Aecht k Fl. 60 im Alleindepot für Gießen bei Fr. 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