srr. 105, Samstag den 6. Mai L882. Kießener Anzeiger Amts- imb Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. - S ch u l st r ° b - B. 18, Erscheint täglich mit Ausnahme des M-Ntags. NdLPMqA-n °7erkeljihrllch 2™' Amtlicher Hfieil. Betreffend: Die Ableistung des Verfassungseides. Gießen, am 5. Mai 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Ableistung des Verfassungseides der seit November v. I. aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großh. Hess. Untertanen, welche sich ohne Ortsbürger zu werden, seit der bemerkten Zeit verheirathet haben, soll wie folgt stattfinden, nämlich derjenigen aus dem Amtsgerichtsbezirk Gießen: Montag den 22. Mai l. I., Vormittags io Uhr, in dem Regierungsgebäude zu Gießen, derjenigen aus den AmtSgerichtSbezirken Grünberg und Homberg: Donnerstag den 23. Mai l. J„ Vormittags 10 Uhr, in dem RathhauS zu Grünberg, derjenigen aus den Amtsgerichtsbezirken Lich und Butzbach: Donnerstag den 1. Juni 1. I., Vormittags 10 Uhr, in dem RathhauS zu Lich, und derjenigen aus den AmtSgerichtSbezirken Hungen, Nidda und Laubach: Montag den 3. Juni l. I., Vormittags 10 Uhr, in dem RathhauS zu Hungen. Sie wollen die betreffenden Personen hiernach vorladen und daß dies geschehen, unter Namhaftmachung der Vorgeladenen, uns anzeigen oder berichten, daß Niemand vorzuladen war. Halten sich dergleichen Personen auswärts auf, so ist der Aufenthaltsort anzugeben. ______________________________________________________________________________l>r. Boekmann._______________________________________________________________ LehrerConferenzen: des Conferenz-Bezirks Lich-Hungen: Dienstag den 9. Mai Vormittags 9 Uhr, in Hungen; des Conferenz-Bezirks Gießen: Mittwoch den 10. Mai, Vormittags 10 Uhr, in Gießen. Gießen, den 4. Mai 1882. Büchner, Kreisschulinspector. Frankreich und Deutschland. Die Franzosen lind doch ein wunderliches Völkchen; was sie heul' verdammen, loben sie morgen und es kommt ihnen durchaus nicht daraus an, am dritten Tage wieder den guten Freund mit Vorwürfen zu überschütten und ihn der Achtung der „großen Nation" für unwürdig zu erklären. Es ist das eine Eigenthümlichkeit des französischen Charakters, von dem Cäsar in seinen Memoiren über den gallischen Krieg schon zu berichten weiß und alle Nationen Europas haben wohl schon die Erfahrung gemacht, was französische Freundschaft werth ist. Seit dem großen Krieg von 1870/71, welcher die bittere Feindschaft zwischen Deutschland und Frankreich schuf, und die Revanche-Forderung auf Seiten des letzteren entzündete, sind es außer uns besonders Italien, die Türkei und England gewesen, welche von der französischen Liebenswürdigkeit reden können. Daß Frankreich auf Deutschland sehr schlecht zu sprechen war, ist erklärlich, man kann den Franzosen deshalb auch keine weiteren Vorwürfe machen" anders stellt sich jedoch sein Verhältiiiß zu den übrigen Staaten. England und Frankreich tinb auch seit langer Zeit Nebenbuhler und an kleinen Reibereien *>at niemals gefehlt, wenn sich nur eben Gelegenheit bot, aber Italien und bte ^urkei, besonders das erstere, waren privilegirte Schützlinge der Republik, die ste als Erbschaft vom Kaiserreiche mit übernommen hatte. Die tunesische Astaire hat jedoch diese ganze Einigkeit plötzlich aufgelöst und eine hochgradige Erregtheit ist an ihre Stelle getreten, die nicht viel geringer ist, als der Haß gegen Deutschland. Die Pariser betrachten es schon als ein Verbrechen gegen Fraiik- reidj, wenn em anderer Staat auf Etwas Ansprüche erhebt, was sie selbst mit gebrauten tonnen, und der Sultan, der volles Recht hat, gegen die Annexion u,une|tens, das ist die Besetzung doch tn der That, wenn es auch noch so sehr ? proteftiren, ist deshalb längst in Acht und Bann gethan behalten zu^wolleu Italien, das die Vermessenheit hatte, Tunis für sich Was jedoch den Bruch mit den anderen Reichen veranlaßte denn auch England ist bekanntlich peinlich durch die Occupation berührt, wenn das Ministerium Gladstone es auch nicht eingestehen will, daß es in regelrechter Weise S,“ mtt der Hoffnung auf Abschluß des jetzt zu Wasser gewordenen Handelsvertrages genarrt worden ist, hat gerade Deutschland wieder beträchtlich m den Augen unserer Nachbarn gehoben. Schon im vorigen Jahre wurden Re schmeichelhaften Worte, mit denen der damalige Minister des ^Auswärtigen Barthelömy St. Hllaire, des deutschen Reichskanzlers und seiner Freundschaft tur Frankreich gedachte, recht sehr bemerkt, und der Sturm, welcher sich damals gegen den Minister erhob, der im Solde Fürst Bismarck's stehen sollte war unüberlegter, kopfloser Lärm. In der That hat aber der Leiter der deutschen Politik seit 1870.71 der Republik gegenüber eine offene ehrliche Politik bewahrt, und, was die tunesische Angelegenheit anbetrifft sogar offen Frankreichs Partei genommen, denn wesentlich Fürst Bisrnarck's Ablehnung ourfte es zu verdanken sein, daß nicht damals der von Italien geforderte euro- , Sreß zur Regelung der Angelegenheit zusammen berufen wurde Gambetta s Ministerium von dem man bekanntlich sagt, daß er vor llebernahme £ frxr tetemUeä ltt Varzm beim Reichskanzler geweilt habe, hat diese Haltung Deutschlands etwas zurückgedrängt, sie ist aber neu in Erinnerung gebracht und diesmal auch von den Franzosen vollkommen anerkannt durch die Audienz welche der deutsche General - Consul Dr. Nachtigal beim Bey von Tunis gehabt hat. Von vornherein war die Ernennung des berühmten Afrika-Reisenden der als praktischer Arzt in den GOer Jahren selbst den französischen Truppen'gute Dienste leistete, als er zur Stärkung seiner Gesundheit in Afrika verweilte, sympathisch begrüßt, und sein Auftreten in Tunis wird jetzt als ein Beweis dafür angesehen, daß Deutschland nicht nut dem gegenwärtigen Zustande zu- stimmt, sondern auch die Berechtigung der Franzosen zur Vorherrschaft in Nordafrika anerkennt. Das mag vielleicht etwas zu weit gegangen fein, aber man bildet es sich in Paris ein und fast komisch ist es, wenn man die Zeitungsartikel liest, in denen Deutschland gegenwärtig verherrlicht wird. Seit den 12 Jahren, die seit 1870 verflossen sind, haben wohl die Franzosen noch niemals sich so freundlich über uns ausgesprochen und sie hätten, wenn ihre Ansicht die richtige wäre, auch allen Grund dazu. Trotz der früheren Abneigung gegen die Machtstellung des deutschen Reiches verschließt man sich doch in Paris keineswegs der Erkenntniß, daß, wenn Deutschland die fernere Occupation in Nordafrika billigt und dadurch auch Oesterreichs Einwilligung gesichert ist, der Einspruch der übrigen Mächte völlig gegenstandslos wird. Man kann aber diese Freundschaft recht wohl gebrauchen, denn nicht allzulange Zeit wird mehr vergehen, bis auch in Tripolis oder Marokko „Khrumirs" entdeckt worden sind, die ein Einschreiten rechtfertigen und als passender Vorwand für die Annexion dienen können. Die wissenschaftliche Expedition, deren Mitglieder soeben theilweise ermordet sind, war auch nur eine Vorbereitung für die kommenden Ereignisse, denn die Bezeichnung „wissenschaftlich" stimmt nicht ganz, man müßte eher von einer Commission zur Aufnahme des Gebietes 'von Marokko und der angrenzenden Länder reden. In Tunis hat die französische Armee trübe Erfahrungen gemacht, sie sieht sich also für die Zukunft besser vor. Wunderbar erscheint also das plötzliche Lob, welches Deutschland in französischen Journalen gespendet wird, keineswegs, es fragt sich nur, wie lange Dauer diese Freundschaft haben wird. Aeutschtand. Darmstadt, 3. Mai. Durch Entschließung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 29. April I. Js. wurden der Hülfsgerichtsschreiber Karl Bauer in Mainz zum Hülfsgerichtsschreiber bei Großh. Amtsgerichte Gießen, der Gerichtsschreiber-Aspirant Friedrich Odernheimer zu Ober- Ingelheim zum Hülfsgerichtsschreiber bei Großh. Amtsgerichte Mainz bestellt. m. Darmstadt, 4. Mai. Durch die bereits unterm 17. October v. I erfolgte Vorlage der Negierung in Betreff der Bildung von Provinzialfonds für den Neubau von Kreis st ratzen hat dieselbe ihrer eigenen Zusage sowohl, als den ständischen Wünschen Rechnung getragen. Inhaltlich des zunächst der zweiten Karniner zugegangenen diesbezüglichen Gesetzesentwurfs sollen die drei Prov nzen des Groß- herzogthums, zur Hälfte nach der Seelenzahl, zur Hälfte nach dem Flächengchalt der Provinzen verthestt, der im Wege bes Staatscredits durch eine zu 4 Piocent verzinsliche Anleihe aufzunehmende Betrag von 1.500,000 X hingegeden werden, um aus diesen Erträgnissen das der Staatskasse zur Last stehende Viertheil der Kosten für den Neubau von Kreisstratzcn zu bestreiten. Der Finanzausschutz der zweiten Kammer hat sich bei dieser Materie in eine Majorität (Ellenberger, Osann, Scrrba, Theobald und Wollskehl) und e ne Minorität (Möllinger und Schröder) ge- svalten Während die Majorität des Ausschusses dem Vorschlag der Großherzoglichen Regierung, das Kapital zur Hälfte nach der Seelenzahl und zur Hälfte nach dem Flächengehalt in den im Art. 1 des Gesetzesentwuifs ausgeworfenen Summen auf die Provinzen zu vertheilen, zusttmmt. will die Minorität des Ausschusses das Kapital zu gleichen Th-ilen auf die drei Provinzen vertheilt sehen. Artikel 1 des Gesetzes- Entwurss lautet: „Aus Mitteln des Staats werden: 1. der Provinz Starkenburg 611,000 X, 2. „ „ Oberhessen 533,000 „ 3. „ „ Rheinhessen 356,000 „ zur dauernden Verwaltung nach Maßgabe des Gesetzes vom 12. Juni 1874, die innere Verwaltung und die Vertretung der Kreise und der Provinzen betreffend, hingegebcn nnmb97rt11,@r?räAnr,i^en bfe ProTNZcn in Gemäßheit bes Artikels 12 bes Gesetzes 27. April 1881, den Bau un? die Unterhaltung der Kunststraßen im Gcoß- öerjogttmm betreffend, ein Viertheil der Kosten für den Neubau von Kreisstraßl.n zu vt|ireitcn gaben." 0 , Die Moioritat d-s Ausschusses beantragt Uilveränderte Annahme der Reaicrunas- ooilage, die Minorität dagegen folgende Fassung des Art. 1 : „Jeder der drei Provinzen wird die Summe non 500,000 JL zur dauernden Verwaltung nach Maßgabe des Gesetzes vom 12. Juni 1874, die innere Ve> wa.tung ^und Vertretung der Kreise und Provinzen betreffend, in vier- procent'gen Staatsrentenbriefen hingegeben, aus deren Erträgnissen zc." 2In Stelle des Art 2 des Gesetzesentwurfs, welcher lautet: , .,!^>ie Staaisregierung wird zu diesem Zweck ermächtigt, den Betrag von 1,500,000 M im Wege d-s Staatscredits flüssig zu machen und hierzu eine zu 4 Prpc-nt verzinsliche Anleihe aufzunchmen" — beantragt der ganze Ausschuß folgende Fassung: „Die Staatsregierung wird zu diesem Zwecke ermächtigt, den Betrag von 1,500.000 M. in Schuldurkunden, beziehungsweise in vierprocentigen Staats- rentrnbrief n anfertigen zu lassen und die Mittel zur Verzinsung dieser Schuld in dem jeweiligen Hauptvoranschlag der Staats.Einnahmen und --Ausgaben einzustellen." Berlin, 2. Mei. Tie am 23. und 24. April in Berlin versammelt gewesenen Delegirten der veischiedenen zur Unterstützung der in Rußland verfolgten Juden organisirten Hilsscomite's haben folgende Beschlüsse gefaßt: 1) Ein in Berlin zu bildendes Comite wird mit der kontinentalen Expedition der russischen Flüchtlinge beauftragt. Das Comite zu Wien wird ersucht und beauftragt, bei der Auswahl der Flüchtlinge, so weit diese aus österreichischem Boden erfolgt, mitzuwirken. 2) Das Londoner Comite wird beauftragt, die Unterbringung der Flüchtlinge auf transatlantischen Plätzen zu leiten und betreffs d-r Ansiedelung derselben in d-u Periirigten Staaten mit dem Board in New Aoik die Piineipien, nach welchen angesiedelt werden soll, zu vereinbaren. Das New Norker Comite wird ersucht und beauftragt, die Auswandernden zu empfangen und sie in den Vereinigten Staaten nach Maßgabe der vereinbarten Prin- rtipien zu veithnlen. 3) Das Paiiser Comite wird ersucht und beauftragt, die Frage der Auswanderung nach andern Ländern als den Vereinigten Staaten und den britifchen Colonien zu studirrn. 4) Fortan sollen in der Regel nur solche russische Flüchtlinge als Emigranten angenornzn,n Unb befördert werden, welche voraussichtlich imstande ihrer neuen Niedee- j°j1ung sich selbstständig zu ernähien geeignet erscheinen. Die Beförderung ist zu beschränken auf solche Personen, welche direct oder indirect von den Excessen der Bevölkerung oder von den drückenden Maßregeln der Regierung betroffen worden sind. 51 Sämmtliche Comite's verpflichten sich, den Comite's von Berlin, London und New Poik b-i der Ausführung ihrer Aufgaben hilfreich zur Seite zu stehen. 6) Es wird als felbstverständlich angesehen, daß den Auswanderern die Möglichkeit gegeben werden muß, nach ihrer religiösen Ueberzeugung zu leben. 7) Die Comite's werden sortsahren, Gelder zu sammeln. Sie werden in vierzehn Tagen den Comite's in London und Berlin anjefgen, wie viel sie denfelben jetzt zur Verfügung stellen und sodann periodisch weitere Mittheilungen darüber diesen Comites zugehen lassen. Die Comite's in London und Berlin haben sich über die Verwendung der Gelder mit einander zu verständigen und den Einzelcomites Rechenschaft über dieselben zu geben. 8) Die Versammlung ersucht die Herren Netter aus Paris, Dr. Adler aus London, P. Magnus aus Leipzig, Dr. Friedländer aus Wien, Hinrichsen aus Hamburg und Dr. Landsberger aus Liegnitz, zu einer Commission zusammenzutreten, die von ihnen betreffs der bisherigen Auswanderung gemachten Erfahrungen zu sammeln und betreffs der ferneren Normen, nach welchen bei der Auswanderung verfahren werden solle, Anträge bei den Comite's in London und Berlin zu stellen; die Versammlung ersucht diese Comite's, die Anträge jener Commission möglichst zu berücksichtigen. 9i Die Generalrechnungsführung wird dem Comite in London übertragen. 10) Das Berliner Comtte wolle in geeigneter Weise durch Schriftstücke kund geben, daß nur Diejenigen aus den Beistand des Comite's behufs Auswanderung zu rechnen hätten, welchen dessallstge Zusicherung ertheilt sei; Diejenigen aber, welche nicht solch- Zusicherung erhalten hätten, seien vor der Auswanderung zu warnen. 11) Die versammelten Delegirten sprechen dem New-Yorker Comite und den amerikanischen Glaubensgenossen überhaupt ihre dankbare Anerkennung für ihren den bedrängten russischen Glaubensgenossen bisher geleisteten Beistand aus 12) Dem Comite in Utrecht ist der Dank der Versammelten für dessen Zu - stimmungserklärung zu übermitteln. 13) Die Versammelten hoffen, daß alle internationalen Comite's die hier gefaßten Beschlüsse annehmen und als für sich verbindlich erklären werden. 14) Das Protokoll soll gedruckt und den Mitgliedern der Conserenz zugestellt werden. r.v. Berlin, 4 Mai. Di- „B. P. 31." melden: Am Samstag wird das Präsidium des Reichstags von Sr. Majestät dem Kaiser empsangen werden lieber die Stundendes Empfangs war heute Mittag noch nichts Bestimmtes festgesetzt, in Folge dessen ist auch noch nicht zu sagen, ob und wann am Samstag die Plenarsitzung des Reichstags ftattfinben wird. Seitens des Präsidiums soll in Aussicht genommen fein übermorgen eine Sitzung behufs event. Erledigung der morgigen Tagesordnung vorzuschlagen und den Montag frei zu lassen. ü , — - Der Reichstag wird frühestens am Dienstag nächster Woche mit der Be- rathung des Tabakmonopols beginnen. Wie wir erfahren, wünscht der Reichskanzler an der Generaldiscussion Thell zu nehmen, ist jedoch durch schmerzhastes, wenn auch ungefährliches Leiden augenblicklich nicht in der Lage, Friedrichsrnh zu verlassen Dasselbe Leiden, das schon mehrfach einen Aufschub der beabsichtigt gewesenen Rückkehr des Kanzlers nach Berlin nöthig machte, hat den Reichskanzler auch zu seinem Bedauern verhindert, an den Ministersitzungen des Bundesraths theilzunehmen . ~ J*Onmen2°,6nkn'1 schien die „B. P. 31.", ist es nicht ganz unwahrscheinlich, daß dem Reichstage in seiner gegenwärtigen Session eine Vorlage betr. Einrichtung zweijähriger Budgetperioden, zugehen wird. In maßgebenden Kreisen ist man um so mehr geneigt, eine dahin zielende Aenderung des jetzigen Zustandes zu befürworten, als die Unannehmlichkeiten gleichzeitiger Sessionen des Reichstags mit den Einzel-Landtagen und die trotzdem immer knapper werdende Zeit für die Beratbuna wirklich productiver Gesetze wesentlich auf die Menge unprobucttoer Etatsred.m zurück- zusühren sein möchten- — Nach den heutigen Ausführungen der „Nordd. Allg. Ztg." kamt kein Zweifel bestehen, daß die Negierung nach wie vor daran sesthält, im Landtage alle die Vorlagen durchberathen zu lassen, welche eingebrcdtt worden sind Der volle Ernst dieser Absicht geht deutlich genug aus dem Hinweise hervor, daß die Regierung zur Auflösung des Abgeordnet'nhaules schre-ten würde, wenn „durch Manipulationen mit der Tagesordnung die verfassungsmäßigen Rechte der Krone illusorisch" gemacht werden sollten Verfassungsmäßig müßte bann der Landtag im August ds. Js. wieder zusammentreten — eine Perspective, die gewiß weit unangenehmer ist, als 2—3 Wochen Zusammen tagen mit dem Reichstag ° — Der Landtag wird — wie man heute im Abgeordntt.mkretse meinte — am Samstag sich bis zum 16. b. M vertagen — In sreihändlertsch gesinnten Kreisen ber Industrie und des Handels soll — wie man uns berichtet — bie Absicht bestehen, sich petitionirenb an den Reichskanzler zu wenden, um eine Mitwirkung des deutschen Handelstages an der Redaction des „Adreßbuchs deutscher Exportfirmen" zu veranlassen, welches auf Anregung des Hand lsmin-steriums von den Leitern des „Centralverbandes deutscher Industriellen" d-mnächst hrrausgegeb.n werden soll. Norlin, 3. Mai. Der Wortlaut der Erklärungen im Bundesrath bei der Abstimmung über das Tabakmonopol liegt jetzt vor. Die bayerische Erklärung lautet authentisch dahin: daß die bayerische Regierung mit dein Gedanken einer weiteren Entwickelung des Systems der indirecten Besteuerung im Reiche und insbesondere auch mit einer stärkeren Heranziehung des Tabaks vollkommen ein- verstauben sei, sich aber durch die zur Zeit vorliegenden Anhaltspunkte nicht überzeugen könne^ daß das Monopol zu dem gewünschten finanziellen Ergebnis sühren werde. S>ie glaube deshalb, dermalen einer Steuerreform, durch welche sich höhere Erträgnisse aus dein Tabak ohne tiefgreifende volkswirthschaftliche Rückwirkungen erzielen lassen, den Vorzug geben zu sollen." Sachsen stimmt „m Hinblick auf die schweren volkswirthschaftlichen und socialen Bedenken dagegen." Baden, Hessen, Oldenburg und Reuß j. L. betonen hauptsächlich die Schädigung der ausgebreiteten Tabakindustrie in diesen Staaten durch Einsüh- rmig des -llionopols. Bremen läßt ausdrücklich erklären, „daß die Einführung des Reichs-Tabakmonopols nothwendiger Weise den wirthschastlichen und finanziellen Ruin des Bundesstaates Bremen herbeiführen werde. Es sei allgemein bekannt, daß die Bedeutung Bremens als Handels- und Seestadt mit dem daselbst concentrirten großartigen Tabakgeschäft so eng und unauflöslich verknüpft sei, daß die Zerstörung dieses wesentlich auf der Versorgung Deutschlands beruhenden , mit, dem Bestehen eines ReichSinonopols unvereinbaren Geschäftszweiges die Existenz-Grundlagen des gesamuiten Bremischen Handels in verhang- nißvoller Weise erschüttern müßte." Der Senat bitte daher, diesem Momente das gebührende Gewicht beizulegen. Württemberg, Weimar und Braunschweig erklären, daß die Finanzlage des Reiches und der Einzelstaateu dringend die Vermehrung der Einnahinen fordern und das Tabakmonopol der geeignetste Weg dazu sei. ®r. Ztg.) Kesterreich. fPrag, 3. Mai. In Brüx ist Alles ruhig. Zwei Werke arbesten mit voller, zwei andere Werke mit reducirter Arbeitskraft. Die Erlanger'schen Werke in Tschaufch haben die Arbeit noch nicht wieder ausgenommen, doch dürfte der Strike in spätestens 3 Tagen beendigt sein. Die Aussig - Teplitzer Bahn konnte gestern bereits 215 Waggons verfrachten, seitdem mehrere Werke des Teplitzer Reviers wieder mit voller Belegschaft arbeiten. Der drohende Strike der Münzberger'schen Spinnfabrik wurde durch Beivilligung einer Arbeits- verminderung beigelegt. Mehrere Rädelsführer sind verhaftet, mehrere Arbeiter wurden wegen Mangel an Beschäftigung in ihre Heimath abgeschoben. Telegraphische Depeschen. Wolffs telcgr. Correfpondcnz-Bureau. Berlin, 4. Mai. Das Herrenhaus hat den Gesetzentwurf auf unentgeltliche Hergabe eines Theils des Thiergartens an das Reich genehmigt und mehrere Rechnungs- und Finanzberichte erledigt. — Das Abgeordnetenhaus nahm die Kirchenvorlage in der Fassung des Herrenhauses an, artikelweise und sodann im Ganzen. Der Cultusminister erklärte, was die Mehrheit anlange, welche für das Gesetz stimme, so sei dabei nicht zu übersehen, daß die Regierung niemals danach fragen dürfe, wer ihr die Vorlage biete. Hier seien mit Ausnahme eines Artikels alle übrigen der Zustimmung der Liberalen begegnet, es wäre leicht möglich gewesen, mit ihnen das Gesetz zu vereinbaren. Das sei leider nicht geschehen. Die Regierung nehme daher, was ihr geboten werde, weil sie damit den Frieden zu erreichen hoffe, dessen Herbeiführung ihre Aufgabe sei. — Die noch ausstehenden Paragraphen des Hundesteuergesetzes werden sodann mit unerheblichen Aenderungen in zweiter Berathung angenommen. Sonnabend Verwendungsgesetz und Hundesteuer. Wien, 4. Mai. Wie aus Budna bei Cattaro berichtet wird, hat der Statthalter auf die Meldung des Gensd'armerie-Postens in Poborj inferiore, daß eine Deputation von Bewohnern des Ortes auf das Brutalste die Einstellung der Landwehr-Assentirung und den sofortigen Abzug des Postens gefordert habe, zwei Compagnien Jäger dorthin aufgeboten. Am Ausgange des an die montenegrinische Grenze anstoßenden Zupa-Theiles am Saumpfade bei Poborj inferiore wurden die Truppen von den Insurgenten beschossen. Die Truppen erwiderten das Feuer, woraus die Insurgenten spurlos verschwanden. Prag, 4. Mab Den Morgenblättern zufolge haben in Dux uns Labörnitz 10 Werke bie Arbeit roieber aufgenommen. Der Verkehr auf ben Bahnen ist in Folge dessen imeber lebhafter In ben Schächten ber Dux-Bobenbacher Bahn sind die Arbeiten ebenfalls wieder begonnen worben, der Strcke ist dort beenbet. Auch die Erlanger'schen Werke in Tschausch arbeiten theilwefie wieber. Heute dürste in allen Werken des Brüxer Reviers wieder wie vor dem Strike gearbeitet werben. — Nach einer Meldung aus Tepiitz betragt ber Koiflenversanbt ber Aussig-Teplitzer Bahn etwa 213 Waggons. Auß r Betrieb sind noch der Tücmitzer „Ettsabethschacht", ber Schönfelber Schacht „Saxonia" unb ber Karbitzer Schacht „Teutonia" In mehreren Schächten wird mit reftrmgirter Mannschaft gearbeitet. Der militärische Schutz unb die Ausschiebung ber Arbeitslosen wird energisch gehandhabt. — Der Strike ist in vollstem Rückgang begriffen, auch in Brüx ist die Arbeit wieder vollständig ausgenommen worbe». Die Abschiebung aller Unbeschäftigten Ist von heilsamstem E-solg gewesen. Den Gerichten sind im Ganzen etwa 70 Personen überwiesen worden. Nur in einem einzigen Falle mußte von der Waffe Gebrauch gemach, werben In ber Ortichast Hrabek widersetzte sich ein Socialdemokrat Namens Havcanek seiner Festirahme unb entriß dem Gensdarmen den Säbel, während dessen Biouse von dem Weide Havranek's zerrissen wurde. Die Verhaftung Havranek's konnte nur mit Waffengewalt bewirkt werden, bie Wunden des Verhafteten finb mbeß nicht gefährlich. Die bei dieser Gelegenheit erfolgte Ansammlung würbe sodann durch 10 Soldaten zerstreut. Die Gerüchte von Zusammenrottungen in gehörten sind unbegründet. In wenigen Tagen dürfte ber Strike in allen Bezirken beend i sein. Bonbon, 4. Mai. Der Bruder Lord Hartington's, Lord Frederik Carendish, ist an Stelle Forster's zum Generalsecretär für Irland ernannt worden. Die irischen Deputirten scheinen durch diese Ernennung in ihren Erwartungen sehr herabgestimmt. Dem Unterhause wurde von der Regierung die Mittheilung gemacht, daß Michael Davitt in Freiheit gesetzt werden solle. — Den Morgenblättern zufolge hätte Chamberlain nuninehr doch den Posten eines Staatssecretärs für Irland angenommen. Kiew, 4. Mai. In der verflossenen Woche sind an 1500 jüdische Familien von hier ausgewiesen worden. Viele von denselben wandern nach Amerika aus. Petersburg, 4. Mai. Nach dem „Regier.-Anz." empfing der Kaiser die Schiffs-Lieutenants Dannenhauer und Newcombe von der „Jeanette." — Dasselbe Blatt meldet von Juden-Krawallen in Gombine, Gouvernement Warschau, wo zwei Laden und eine Schänke, und in Jekaterinoslaw, wo drei Schänken unb ein Laden zerstört ivurden. Es haben Verhaftungen stattgefunden, in Gombine allein 16. — Das ,„Journal de St. Pötersbourg" schreibt: Gladstone ist kühn, ausrichtig und loyal und glaubt an die Aufrichtigkeit und Loyalität Anderer; es ist aber wenig wahrscheinlich, daß die irischen Unruhestifter und ihre transatlantischen Freunde nach den neuen Maßnahinen der Regierung zu ihren Gunsten abrüsten werden. MitqethM von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, E W- Dietz^N-chfolgerT-I-graph.j Der Postbampser Br einen, 3. Mai. Norddeutschen Lloyv in Bremen, welcher am fg"«"?!' °°n" B«mSÄÄ «ar, ist gestern 4 Uhr Nachmittags wo6l= ^°m e°'mr Nachmittags ÄZ 7? S M-nds d7 R-is- nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 197 Passagier- und Vermischt« ». 1} »Ä ?dySw"e-'u i! »•> und Stelle geschafft werden wo d - Ausst mr Hauptgebäude scheint in ernt die Ausstellung i^umgst in Angriff 1“ « «® s-mer Stelle und dem anderen In große Werkstatt verwandelt zu s-m, 'n ver ,c» > «ausgestellt, dort -in anderes die Hand arb-tt-i. Hier wird noch 1»mll e.ri ÄttonB Ansprechender Seife auf- angestrichen, wieder .anderswo d - Gcg ns d m »,^^^j^ener Miene seine eben nestellt und hier verlaßt der Aussteller ml » rfln h n)0 ein ganzes Heer kräftiger vollendete Arbeit. Ebenso ist es >ndr ^w,chm^ Zusammenfügung und Aus- Leute in emsiger Thatigkeit begr ff n s, ™ ,^( n bie anderen mit dem Putzen und st-llung der angekommenen, ost riesigen «M™ on fßr Verkehr und t-ch- Jnstandhalten d-r bereits ausgestellten^ Gebäuden, wird so ruhng und nisch-n Unterricht, in der Kuni h ll-u A^guoe zuerst fix und ,ert,g dastehcn r.ge geschanzt, als gältees em , jm treten; hier wird noch schnell tue wkrd." Eine gl-tch- THLUsk-'t entwickelt sich 'M fejne 3ierpfI unb Umfried gung eines BeedS flcfoiaff «■ ®on 1 ■8 Eine Reih- von Arbeitern beschäftigt, Blumen ein und über die ganze r , 8 Laubschmuck, in dem die Baume bereits PSMSKSSS«"-"",i - Eingesandt. »'ä’ä Schwimmanstalt des Herrn K, F r ) ufb’ Was Räumlichkeit und zweekmatzige daß seine Erwartungen w«t mt der jeder Großstadt concumren, Einrichtung der Anstalt b-infft, ! . Schwimmbassin einen geradezu prächtigen insbesondere gewahren di- Dam-ndad-r m I sein neben separatem Eingang Anblick Unser- Damenwelt wird außerdem üb-rra,comfDrtaM emgericht-I-s m di- Anstalt selbst, auch ihrenW g z [ßr Damen, Herren und Kinder, Wartezimmer zu nehmen. Ueberhaupt l l wünschen, daß ein solches alles aufs Beste un> Bequemste uHLum fei bi- fleißige Benutzung der L-n^An7al7!ng-1ÄnU-ch7 -mpf°hien, zu^al auch sür Kinder i-d- nur mögliche Sicherheit geboten >st. --- -- »tantfitrt a. M., 5. Mai, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kans mann in Gießen.) Ereditaciien 288V«, Staatsbahnactien 285, Galizier 264»/«, Oesterr. Silberrente 65V« 4o/o Ungar. Goldrente 75V,s, 4«/o 1880er Russen 71, 2. Orient-Anleihe 57-, g, 5»/0 Rumänische Rente 91, Lombarden 126. Tendenz —. Kirchliche Anzeigen der Stadt Greffen Evangelische Gemeinde. Gottesdienst: Sonnt ag b en 7. Mat (Kantate): Vormittags 9% Uhr: Professor Dr. HarNack. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dingelbey. Am Sonntag ben 14. Mai findet b,e Feier b-s heiligen Sldcndmahls hauptsächlich für Angehörige ber hiesigen Garnison statt. Dte Beichte wirb am Samstag zuvor, Nachmittags 2 Uhr, gehalten werben. Wir finb veranlaßt, bie ©lieber unserer G-meinb-, die es angeht, wiederholt daran zu erinnern, daß der kirchlichen Trauung -in einmaliges Aufgebot der «erlovten in der Kirch- votangehm soll. Di-s-s kirchliche Au,g-b°t mutz d-sond-rs mstellt werden unb zwar bei bem 1. Geistlichen Psarr-r Dr. Naumann. Auch sei baren erinnert, daß bie Auszüge aus den Kirchenbüchern (Taufscheine u. fi w) bei bem 1. Geistlichen Pfarrer Dr. Naumann zu haben sind, berbtt Kirchenbücher in seinem Hause hat. Di- Psarrg-schäft- in der Woche vom 7. Mai bis 13. Mai besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. 4. Sonntag nach Öfter» ((Santote). Von 6 Uhr an B-tchte. Um 7 Uhr Frühm-ss- unb Austh-ilung ber heiligen Commmron. Um >/210 Uhr Hochamt unb Predigt: Herr Pfarrer Raby. Nachmittags 2 Uhr Anbacht. Mittwoch unb Freitag Nachmittags 6 Uhr Maigebet. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Adenb 7 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Nachmittag 4 Uhr. " B Sabbath-Ausgang 8 Uhr 15 Minuten, Wochen-Abenb 8 Uhr. sür bie russischen Juden finb bis h-ut-b-i mir eingegangen: Von Dr. Levi 20 M. fieren Fabrikant Bock 50 X, Herrn Bankier' Kaufmann 20 X, Frau I 2 X, von" einer Abendgesellschaft junger Leute 8 X, von Herrn Regterungsrath Had-rkorn 2 X von Christ", in Begleitung eines schönen Gedichtes 4 von Herrn Aug. Noll 2 X. von Herrn Dr. Kl-witz 5 X. von N. 10 X, von Herrn Wo Katz 5 X oon 23. 20 «X, von Herrn Dr. Gntfleisch 20 «X, von Herrn Dr. Diehl 3 -X, von L- I 1 «X, ®Umm^it7'inniaem Danke bie Bitte um weitere Gaben für di- Unglücklichen, beren B-brängniß kein menschlich fühlenb-s H-rz unberührt lassen fann^.^ Wafferwärme betTLahn. ’ Am 4. Mai, Mittags zwischen 11 unb 12 Uhr: + ^,^LusM-arm-^9° R. volle Labung. Auf dem Hose des Oekonomen Friedrich Saug zu Cyriaxweimar bei Marburg werden den v und ly Mai ds 38-, jedesmal von Vormittags 10 Uhr an, versteigert: 4 Fahrochsen,, 13 Kühe, Holländer Raye, 8 Rinder, Berner Kreuzung, 1 Fasselochse,' 10 Pferde, 1 Fohlen, 80 Schafe, 3218 72 1 11 Lämmer, Bock und Schweine, Kauflustige etngeladen werden. -wozu zver^i--i--->- ^4. ,OQ9 Marburg, den 1. Mat 18! 2. Eppclshetmer, Concurs-Verwalter. 3267 Pickiri- Sellerie- unb Lauchs i°: ‘fFssssr p ' Marburg-r-Straße. Jeilgeöolenes. 3252 Ein Tcheuerthor und 3 eichene Tr-PP-n zu verkausen. Louis Lonh. Allgemeiner Anzeiger. Verknus einer Mühlen-Eiurichtung. Die vollständige, noch sehr gute, nach neueretn System construirte Mühlen- Einrichtung in der Freiherrlich Riedeselischen Mühle zu Schadges bei Lauterbach, bestehend in Wasserrad mit eiserner Rosette, zwei Mahlgängen mit contschein Getriebe, Schrot- und Putzmühle ic. soll aus der Hund von unterzetchneter Verwaltung verkauft werden. Lauterbach, den 2. Mai 1882. Freiherrlich Riedeselische Rentewerivaltung. Weil. 3260 Petri. Ausverkauf. Wegen Aufgabe meines Lavengeschäfts verkaufe ich sämmtliche noch vorräthige Woll-, Weist und Kurzwaaren zu herabgesetzten Preisen. 3253 H Marx, Bahnhofstraße. Vcrlrtms von Wer in Naschen. Georg Schäfer „Zum Schiffenberger Thal“ in Giessen empfiehlt Export-Hier zum Preis von 23 ( per Flasche, frei ins JLager-Hier „ „ „ 18 „ s Haus geliefert aus der Actien-Brauerei in Gienen. 2900 1911 Vorzügliche Sals- und Wg-Gurken empfiehlt billigst S. Elsoffer. 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