1882 Donnerstag den 6. April Rr. 82 MM Amts- und Anzcigcblatt für dm Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Snrsan; Schulstraße B. 18. Betreffend: Consolidation in der Gemarkung Lollar. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. flüssige Köchin jBad-Nauhti« Die Einweisung in den Besitz der neu Gießen, am 4. April 1882. hreinenncis^ chreiies übt, gesucht- chchmE? ... i Mi F , Ä8f» "”a "anthejl, Diethes ---1664 ‘lef^ N VMmIeß. '^‘(iUDer-. ^3-Blitz, L?5mietheli. umdenhof", surbenjiinMir ermieihen. ’ kreuz D. 2. Mmilimlogiz KapianMsse. 1 vermiethm. >us, ße D. 114, "HemiHch !ogis in her u vermiethen. er l.Apiil;u lurkham, mstadt. rbautcn Hach den mit Logi?, igen, bestehend 'Zubehör, bis lh. Plank. Deutschland. Darmstadt, 3. April. Der den Stünden vorgelegte Gesetzentwurf maen Revision der Gewerbesteuer regelt die seither streitige Frage der Besserung ber Erwerbs- und Wirthschafts-Genossenschaften. Hiernach lind die Genossen- schaften, welche unbeschadet der Freiheit auch von Nichtmitgliedern Kapitalien oder Spareinlagen entgegennehmen, die ihrem Zweck entsprechende ^hüttgtert statutengemäß und thatsächlich auf den Kreis ihrer Vereinsgenosten beschranken und nicht die Erzielung eines gewerblichen Gewinns erstreben, von der Eut- rickstunq der Gewerbesteuer befreit. — Hinsichtlich der Besteuerung der Bergwerke enthält der Entwurf die Bestimmung, daß Bergwerks-Unternehmer im Beginne und während des Betriebs, so lange das Bergwerk keine Ausbeute au Mineral liefert, von der Gewerbesteuer frei sind. Darmstadt, 4. April. Wie zu erwarten, hat sich der Finanzausschuß rmeiter Kammer gegen die von Kugler beantragte Einführung des Secundär- betriebs auf den oberhessischen Bahnen erklärt, auch die Wiedereinziehung Fes vierten Zuges für den Winterdienst abgelehnt und zwar wesentlich mit Rücksicht allf den lebhaften Widerspruch, den das Project in allen bctheiligten Kreisen gefunden. — In dem Gesetzentwurf, die Einführung einer Kapitalrentensteuer betreffend, hat u. A. die Bestimmung Aufnahme gefunden, oaß Wittwen, elternlose Minderjährige und erwerbsunfähige Personen bei einem Gesammt- einkommen von weniger als 1100 ja, wenn ihre Bezüge an Kapitalzinsen die Summe von 550 ,< jährlich nicht erreichen, von der Entrichtung der Kapitalrentensteuer befreit fein sollen. Durch Allerhöchstes Decret vom 1. l. Mts. wurde der Gerickstsschrei- ber bei dem Amtsgerichte Wimpfen, Georg Stein acker, zum Gerichtsfchreiber bei dem Amtsgerichte Butzbach ernannt. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Fusti' vom 1. l. Mts. wurde der Gerichtsvollzieher Johannes Müßig zu Groß- Umstadt zum Hülfs-Gerichtsschreiber bei Großherzoglichem Amtsgerichte Langen 1. April. Der Geh. Ober-Regierungsrath Dr. Engel ist mit heuigen Tage aus seiner amtlichen Stellung geschieden, doch behält er die Redaction der von ihm geleiteten Zeitschriften bis zum 1. Juli bei. Ein ihm anaebotenes Festmahl hat Geh. Rath Engel abgelehnt. Auch der Geh. Ober- vostratb Sachse scheidet heute nach 55jährigen treuen Diensten aus seinem Amte und empfing bei dieser Gelegenheit viele Beweise der Theilnahme, so auch von linit'rcni ^vtOTipt-on^cn. Berlin, 3. April. Ein Rothruf der Antifortschrittler. Die Zahl der Aemter in Deutschland hat einen Zuwachs erhalten. Seit einigen Sagen ist man bemüht, das. Institut der „Reichssteuermeister" in's Leben 511 rufen. Es liegt darüber folgendes gedruckte Actenstück vor, welches als Circular von den '„Antifortschrittlern" versandt wird: „Berlin, Datttm des Poststempels. Ew. Hochwohlgeboren erlaubt sich das unterzeichnete Comito die nachstehende Mittheilung ergeben)! zu machen. Da bei den Berathungen über die Rtittel zur Unterstützung der antisemitischen Presse sich die Nothwendigkeit herausstellte, durch persönlich aufopfernde private Thätigkeit der Einzelnen möglichst weite Kreise heranzuziehen, v--r L W Ap I KZ itmouf @cbi* c** jMein-Lasd- r (3#1 so ist im Einverständniß mit den Betheiligten nach Beschluß einer eigens zu diesem Zwecke berufenen Versammlung die Institution der „Reichs,teuernuc tcr ins «Eben gerufen Worten. Die Statuten, welche hier allfeittgen B-ffall g - funben folgen anbei; zur Legitimation dient eine unständig ausgestattete Karte mit der Bezeichnung: „Legitiniationskurte Nr. . . als Reichssteuermeister sur den deutschen (antisemitischen) Nationalfonds zur Unterstützung der Parteipresse und Parteiführer" den Rand schmückt, in lateinischer und deutscher Sprache der Bismarck'sche Spruch: „Im Vaterlandsdienst reib ich Mich au . Da Ew. Hochwohlgeboren uns als Gesinnungsgenosse genannt werden, so prfnnben wir uns die Anfrage, ob Sie geneigt sind, an dem nationalen ~>erte inihuarboiten. Auf Sruub ter im § 1 vorgesehenen Zahlung von mmteftens rTunb unter dir Voraussetzung, daß sw dir du,-l fi -orMehemi mono l.cho Beitragspflicht pro 1882 acceptiren, wurden wir uns gestatten, Ahnen ^.cgiti niation und erste Mouatsliste zugehen zu lassen. Das Comito des deutschen 'Nationalfonds. In Austrag: Gustav Költzsch, Berlin C., Schloßplatz 4. Aranstreich. Paris, 3. April. Wie aus Corunnu gemeldet wird, sindvon den Personen, welche mit dem Packriboot ,,D°nro" Schiffbruch lsttem lOO gere le und gelaudri worden. Der „Douro" be,and nch mit 13,000 Sock Siattn auf der Fuhrt von Brusilien nuch Huvre. _ gebildeten Grundstücke soll Mittwoch den 12. I. M., von Vormsttugs .) Uhr un, stuttstnden. Großherzogliches Kreisumt Gießen. Dr. Boekmun n. c m ® ri Gießen, um 3. April 1882. Betreffend: Die Vertilgung der Ruupennester. , Das Großherzogliche Kretsamt Gießen an die Großherzogliehen Bürgermeistereien beziehungsweise die Lokalpolizeibeamten. Unter Bezugnahme auf § 368, pos. 2 des wn SiäS, "welch" dieser ^Iffm" f*. &W werden, auf Grund der genmmten Gesetzesstellen Anzeige erhoben, sowie die Bertilgung aus Kosten der Säumigen ungeordnet werden wurde. . rmGononüoitpn in dieser Beüebuna überwuchen und die bezüglich der säumigen Buumbesitzer asIWÄtWÄF»- - —- ■■**'»**— i *» gflSSSt 5ÄSSSÖi«fiä»' SSftÄÄÄw*«*« «"»»W *• UCH Dr. Boek munn._______ 1 Telegraphische Depesche«. Wolff's lelegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 4. April. Der Kuiser nuhm nach einer recht gut verbrachstn Nacht heute wieder die gewöhnlichen Vorträge entgegen. ’ Der „Reichs-Anz." publicirt die Ernennung Schlozer s zum Gesandten beim p^pMn SWHle. ^lart die Meldung der Blätter, dast die Herbeiführung L MTÄ. u°m ersten bis ZUM letzten Wort als auf Erfindung oeruhcnd. Niiwiaen" melden, ist der Schwerin, 4. April. Wie die „Mecklenb. Antigen me , ' bekannte Lieder-Componist Friedrich Wilhelm *“ gestorben. GEhli?des de^schm Botwasters ». Keudell ist'gestL' Die Äe >mrd emigeAage im Botschastspalais bleiben und dann nach Deutschland ubenuhrt werten. 0c6 Regier.-Anzch ist das Petersburg . 4. Jlpul. Generals Strelmkost Todesurtheil des Kriegsgerichts> l morden. Die authentischen Namen st in dieser B-steh.mg sülfche Angaben "^München 3. Avnb Die L. SchelkbeLÜL nicht mehr so viel geschehe, wie früher, der Cul- ,n, wird M« t ’m Wllülli-- eidcr. großes u. fiS ib lcknendtt Hause in r Zakov M £ OE Betreffend: Den im März 1882 vorzunehmenden Wiesengung. Gießen, um 5. April Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Groszherzoglicheir Bttrgermeiftereieu des Krerses. Wir erinnern Diejenigen, welche noch im Rückstände sind, an schleunige Erledigung unserer Verfügung vom 1. Marz l. I. !> r. Boekmann. —. — - 2457 t fatboLfiirdit mmern für tim )5. U, iiiebtr tusnünister v. Lutz erwiderte, die Nachwelt werde staunen über das, was unter der Regierung des Königs.für das Kunstgewerbe geschehen sei. Der Antrag des Ausschusses, 100,000 jt. für den Bau des Gymnasiums in Würzburg zu bewilligen, wurde von beiden Seiten des Hauses abgelehnt. Der Cultusminister hatte aus die Frage, ob das Gymnasium ein ausschließlich katholisches werden solle, eine unbefriedigende Erkärung abgegeben. Sodann vertagte sich die Kammer bis zum 12. April. Der hiesige Magistrat ist nach einer stürmischen Debatte mit 20 gegen 7 Stimmen dem Anträge der Gemeinde-Bevollmächtigten auf Aufhebung der Simultanfchulen beigetreten. Barcelona, 4. April. Arbeiter bewegen sich truppweise in den Straßen. Neue Ausschreitungen sind nicht vorgekommen. Die Garnison ist verstärkt. Zum (Kapitel von Scharlach und Diphtherie. Von geschätzter Hand geht uns nachstehender Aufsatz zur Veröffentlichung zu. Wir empfehlen denselben dringend der Ausmerksamkeit, namentlich der Mütter. Vor längerer Zeit wurde in Gießener Blättern mitgctheilt, daß auf Anregung des Professor Riegel die beiden hiesigen ärztlichen Vereine zusammengetreten seien, um gemeinsam prophylaktische Maßnahmen gegen die von Jahr zu Jahr mehr um sich greifende und zumal in diesem Winter in besonderer Heftigkeit und Ausdehnung herrschende Scharlach- und Diphtheritis-Eptdemie zu berathen. Leider hat seitdem die Scharlach- und Dtphtheritis-Epidemte nicht ab-, vielmehr in erschreckender Weise zu- genommen. Es mag darum gew'ß am Platze sein, das Resultat dieser ärztlichen Berathungen, insoweit es für den Laien von Interesse, hier mitzutheilen. Dies dürfte um so mehr geboten erscheinen, als, wie sich weiterhin ergeben wird, es vor Allem bei der Ausführung der als dringend nöthig erkannten Maßregeln der energischen Mitwirkung der Laien bedarf. Unzweifelhaft steht fest, daß Diphtheritis und Scharlach ansteckende Krankheiten sind. Niemals entstehen dieselben von selbst; stets muß der Ansteckungsstoff eines Erkrankten in irgend einer Weise mit einem Gesunden in Berührung kommen, soll Letzterer gleichfalls erkranken. Freilich sind in vielen, ja den meisten Fällen, die Wege, auf denen das Krankheilsgift übertragen worden ist, nicht nachzuweisen. Dies kann indeß kaum befremden, wenn man erwägt, daß keineswegs eine directe Berührung des Kranken hierzu nöthig ist, daß auch alle Gegenstände, die mit Scharlach- und Diph- theritis-Kxanken tn nähere Berührung kommen, zum Träger des Ansteckungsstosfes werden können. Ja, noch nach langer Zeit können die einmal inficirten Räume und Gegenstände ansteckend wirken, wie folgende den veröffentlichten Mittheilungen eines Praktikers entnommene Beispiele zeigen mögen: Kaufmann N. kommt Ende Januar 1878 in eine größere Stadt und übernachtet bei Verwandten, deren eines Söhnchen Ende October 1877 an Diphtherie erkrankt und gestorben war. N-, der bisher stets gesund, übernachtet auf demselben Schlafdivan, auf dem das Kind während seiner Krankheit gelegen hatte. Seitdem war jener Divan zur Lüftung beständig auf dem Speicher gestanden. Bereits am nächsten Morgen fühlte sich N. unwohl und schon am Abend fand sich ausgesprochene Diph- tberitis. Nach Abreise des N. wurde der Divan abermals zur Lüftung auf den Speicher gestellt und erst ca. 4 Monate später herabgeholt, um für ein anderes Kind, ein 4 Jahre altes Brüderchen des Verstorbenen benutzt zu werden. Bisher war dieser Knabe stets gesund gewesen, er kam nie mit andern Kindern zusammen, war stets aus's ängstlichste von den Eltern bewacht. Kaum hatte der Knabe 2 Nächte auf dem Divan zugebracht, als auch er an schwerer Diphtherie erkrankte. Nun wurde beschlossen, den D:oan vom Tapezierer auffrischen und neu überziehen zu lassen- Das Herunternehmen des Stoffes besorgte ein Lehrjunge; 3 Tage nachher kam der Lehrjunge wegen Diphtheritis tn das Hospital. In der Lstraße in M- erkrankten in einem Hause zwei Kinder an Diphtheritis, das eine starb nach wenigen Tagen, das andere genas, behielt aber eine Lähmung beider Beine zurück- Es wurde darum beständig in dem Kinderwägelchen, in dem fein Brüderchen gestorben war, herumgefahren. Im Laufe der nächsten Wochen erkrankte es noch einmal an Diphtherie. Das Wägelchen aber hatte die Mutter von einer Familie erhalten, die, weil sie ihre beiden Kinder an Diphtherie verloren, dasselbe verschenkt hatte, um dieses traurige Erinnerungszeichen nicht mehr um sich zu haben. Baronin N. erkrankt eines Tages an schwerer Diphtheritis. übersteht indeß glücklich die Krankheit. Das Schlafgemach, in dem sie während ihrer Krankheit gelegen, wird trotz der Einsprache der Aerzte nicht desinficirt mit Rücksicht auf die kostbaren Wand- und Deckengemälde, nur das Bett wird gründlich desinficirt. — Zwei Monate lang wurde das Krankenzimmer unbenutzt gelassen, gründlich gelüstet und dann zum Fremdenzimmer eingerichtet, zwei vollständig neue Fremdenbetten dort anfgestellt. Einige Zeit nachher — ca- 3 Monate nach der Erkrankung der Frau — kommt ein Veiwandter des Barons tn das Haus und übernachtet im Fremdenzimmer. Nach 2 Tagen erkrankt er an Diphtheritis. Das Bett, in dem er gelegen hatte, stand an demselben Platze, an dem das Bett der früher erkrankten Fran gestanden hatte. Nun wird dieses Bett desinficirt und das andere an feine Stelle gesetzt. Baron X. kommt einige Zeit darauf von seinem Landgute auf einige Tage in b'e Stadt und übernachtet in diesem Zimmer. Am anderen Tage klagte er über Halsschmerzen, am zweiten Tage constalirte der Arzt Diphtheritis. Derartige Beispiele ließen sich noch viele erzählen und wohl jeder erfahrene Praktiker, der den Verbreitungswegen dieser und anderer ansteckender Krankheiten genauer nachforscht, mag ähnliche Erlebnisse aus seiner Praxis mitzutheilen vermögen. Wenn so sichergestellt ist, daß alle mit Diphtheritiskranken in nähere Berührung gekommene Gegenstände zum Träger des Ansteckungsstoffes werden können, so erwächst daraus die Aurgabe, so lange es ein specifisches, unfehlbar wirkendes Heilmittel nicht gibt — und ein solches gibt es nicht — mit allen nur irgend möglichen Mitteln das Krankheitsgift zu zerstören und weitere Uebertragung zu verhüten. Dies war auch der Gesichtspunkt, von dem bie beiden ärztlichen Vereine bet ihren Berathungen und Beschlußfassungen ausgingen. Die Resultate ihrer Berathungen haben die genannten Vereine Großherzoglichem Ministerium zu weiterer Prüfung und eventuellen Erlassung besonderer sanitätspolizetlicher Verordnungen vorgelegt. Daß es aber nicht genügt, erst dann einzugreifen, wenn eine ansteckende Krankheit bereits eine weite Ausbreitung genommen und in zahlreichen zerstreuten Krankheitsheiden aufgetreten ist, dürfte gewiß Jedem einleuchten. In jedem einzelnen Erkrankungsfalle müssen sofort energische Maßregeln ergriffen werden, damit das Gift nicht über bie Schwelle des ersten Krankheitsherdes hinaus gelange. Kein Wunder, daß bie Diph- therstis von Jahr zu Jahr weitere Ausdehnung gewinnt und immer zahlreichere Opfer fordert- Wie ganz anders verfährt man doch beispielsweise bei den Blattern! Und doch erfordern die Blattern noch nicht den zehnten Theil der Opfer, die die Diphtheritis fordert- Dort findet es Jedermann selbstverständlich, daß man das Haus des Blatternkranken kennzeichnet, damit es Jedermann meiden könne; man sperrt das Hans ab, läßt nur die mit der Pflege des Kranken betrauten Personen zu, um sich selbst nicht anzustecken und das Gift nicht weiter zu schleppen- Und was geschieht bei der Diphtheritis, die doch auch eine ansteckende und gewiß nicht ungefährlichere Krankheit ist? Man jammert darüber, daß die Diphtheritis so viel Unheil stiftet, daß sie so zahlreiche Opfer fordert, man findet das unbegreiflich, aber man thut nichts, gar nichts, um die WeiterverfchleppU' g des Giftes zu verhüten. Und was soll denn geschehen? wird der Leser fragen. Das Krankheitsgift soll an Ort und Stelle möglichst zerstört werden, es soll verhütet werden, daß das Gift weiter verschleppt werde. Sehen wir nun, welche Vorschläge die beiden Vereine in dieser Beziehung gemacht Haden, so beziehen sich § 1 und 2 auf die Anzeigepflicht der Aerzte und den Modus derselben. Im Interesse Aller muß es gelegen fein, baß die Zahl der Erkrankungen und der Sitz der Krankheitsherde gekannt ist. Nur bann ist auch im Nothfall ein wirksames Eingreifen der Gesundheitsdehörden möglich. Von viel größerem Jntereffe für den Laien ist der dritte der der Großherzogi. Regierung vorgeschlagenen Paragraphen, der dahin geht, daß die Diphtheritis- und Scharlachkranken von den übrigen Bewohnern des Hauses zu separiren, refp. in einem besonderen Zimmer unterzubringen sind- Der Arzt soll verpflichtet sein, in Fällen, in denen sich bei der Ausführung dieser Maßregel Schwierigkeiten ergeben, dies der Behörde m'-t- zutheilen. Letztere aber soll, wie § 4 und 5 besagen, in Fällen, in denen die Jsolirung des Kranken im eigenen Hause absolut unthunltch ist und für den allgemeinen Verkehr daraus Nachtheile zu erwarten feien, die Transferirung nach einem Kranken- Haufe anordnen. Vielleicht mag Manchem diese Maßregel als zu weitgehend erscheinen, vielleicht mag Manchem die Forderung als eine zu harte erscheinen, das kranke Kmd zu separiren und es der Pflege nur einer Person zu überlassen. Mancher kleine Geschäftsmann mag es vielleicht bitter empfinden, wenn ihm nicht mehr gestattet werden soll, daß die das kranke Kind pflegende Mutter, die sonst mit im Geschäfte thätig gewesen, von der Krankenstube weg in den angrenzenden Laden gehe und dort mitthätig fei. Aber ist es denn recht, müssen wir auf der andern Seite fragen, daß der Käufer, der in demselben Laden etwa ein Spielzeug für sein Kind kauft, dies aus einer Hand empfange, die eben noch das schwerkranke diphther>tische Kmd berührt, ihm die vom Fieber trockenen Lippen angefeuchtet hat? Ist es recht und billig, daß auf solchem Wege der nichts Schlimmes ahnende Käufer, der seinen Kindern eine Freude bereiten wollte, mit dem gekauften Spielzeug ihnen den Todeskeiai in's Haus trägt? Unter den weiteren Paragraphen dürste vor Allem der sechste auch für den Laien nicht ohne Interesse sein. Derselbe verbietet, besondere Fälle ausgenommen, die Benutzung der öffentlichen Fuhrwerke zum Transport von Scharlach- und Diphtheritiskranken. Diese Maßregel bedarf nach dem früher Gesagten kaum noch einer Erläuterung, sie ist so selbstverständlich, daß es Wunder nehmen muß, daß sie nicht schon längst zum Gesetze erhoben ist. Tagtäglich kann man hier in Gießen Diphtheritis- kranke zur Klinik fahren sehen und in demselben Wagen fährt vielleicht einige Minuten später eine Mutter mit ihren Kindern spazieren. Nach wenigen Tagen erkrankt das eine oder andere der Kinder an Diphtheritis; Niemand, auch der. Arzt weiß nicht, woher das Kind die Krankheit in sich ausgenommen; ist es doch so sorgsam von der Mutter seit Monaten von jedem Verkehr mit kranken Kindern ferngehalten worden. In England ist längst das Verbot zum Gesetz erhoben, öffentliche Fuhrwerke zum Transporte ansteckender Kranken zu benutzen- In Frankfurt besteht das gleiche localpolizeiliche Verbot bereits seit Langem- Es dürfte darum gewiß an der Zeit fein, dieses Verbot auch hier durchzuführen. Der § 7 handelt von dem Verbote des Besuches der Schulen für diejenigen Kinder, die der Familie zugehören, in welcher Jemand an Diphtheritis erkrankt ist- Auch dieser Paragraph bedarf nach dem früher Gesagten keiner Erläuterung mehr. Der § 9 handelt von der Verhütung der Ansteckung durch Leichen- Auch in diesem Punkte dürfte größere Vorsicht geboten sein. Es mag genügen, an die hier herrschende Unsitte zu erinnern, in demselben Wagen, in dem die Angehörigen und kleinen Geschwister des Verstorbenen zu dessen letzte Ruhestätte fahren, auch die Leichen von Kindern unterzubringen. Die übrigen Paragraphen handeln von der Desinfection der mit der Pflege der Kranken betrauten Personen, von der Desinfection der Räume, der Wäsche und sonstiger Gegenstände. Wir behalten die Erörterung dieser Fragen einer späteren Mst- theilung vor; glauben aber hier bereits darauf htndeuten zu sollen, daß eine völlig ausreichende Desinfection nur bann möglich fein wird, wenn es gelingt, eine eigene Desinfektionsanstalt zu errichten. Der Zweck dieser Zeilen war der, auch den Laien über die Gefahren dieser Krankheit, über die Wege ihrer Verbreitung zu belehren- Nur wer die Gefahr kennt, vermag ihr aus dem Wege zu gehen- Mögen diese Zeilen das Eine erreichen, daß auch die Laien ihre Mitwirkung bei der Bekämpfung dieser das Glück so vieler Familien zerstörenden Krankheit nicht versagen! Schulreis — Lehrzeit. An Tausende von Eltern tritt alljährlich in dieser Zeit die Frage: Was sollen unsere Kinder werden? Der Tag der Confirmation ist da und nun muß mit frischem Muth der Schritt in's Leben gethan werden, der die Kinder hinwegbringt aus dem elterlichen Hause, hinaus in die Fremde und unter unbekannte Menschen. Viele von ihnen haben das Glück, in der Nähe der Eltern bleiben zu können, noch mehr aber werden sich selbst überlassen, und, mag's zum Wohl ober zum Weh nun ausschlagen, sie glauben sich erwachsen und meinen, der Leitung nicht mehr zu bedürfen, während sie doch erst recht diese nöthig haben, um in ihrem ferneren Leben etwas Tüchtiges leisten zu können. Ostern ist da und mit ihm ist ein wichtiger Lebensabschnitt beendet, der nur leider allzu oft nicht voll und ganz gewürdigt wird. Die Schulzeit bildet die Vorbildung zur Lehrzeit, mag diese letztere nun zum Gegenstände haben, was auch immer sie will- Wer in der Schule nicht gelernt hat, wie er soll, für den wird's auch im praktischen Leben nur schwer ein Fortkommen geben und mang.lt die Schul- disciplin, so wird die Härte der Lehrzeit um so drückender fühlbar. Leider werden in unserer Zeit die Kinder nur allzu sehr in Schutz genommen und geradezu verwahrt gegen den manchmal strengen, aber deßhalb doppelt wohlthätigen Einfluß der Schule, und das Gute, welches sie in der letzteren sich angeeignet, geht häufig in einem verzärtelnden Familienleben verloren- „Die Kinder haben Recht, der Lehrer ist zu streng", dieser Grundsatz wird der Heranwachsenden Jugend wieder und immer wieder ein- geprägt, bis sie selbst daran glaubt und schließlich darauf zu pochen beginnt. Daß diese verkehrte Erziehung endlich tn ihren schlimmen Folgen ein Hemmschuh für das spätere Leben wird, daran denkt man nicht oder das lernt man nicht früher einsehen, bis es eben zu spät ist. Die Gleichgiltigkeit, welche besonders in den unteren Kreisen der Bevölkerung für die Schule herrscht, läßt sich darin erkennen, daß so sehr häufig Kinder vom Schulbesuch abgehalten und dadurch verleitet werden, schließlich auf eigene Faust ans der Schule für kürzere Zeit fern zu bleiben Doch die Schulzeit nimmt jetzt ein Ende, mit der Confirmation wird über das künftige Geschick der Kinder bestimmt. Es ist ein schlimmes Zeichen unserer Zeit, daß die Eltern so sehr ans den Namen desjenigen sehen, was die Kinder dereinst als ihren Beruf betreiben sollen. Für ein Handwerk dünken den meisten Eltern ihre Kinder zu gut, sie sollen, auch wenn sie nicht gerade studiren, höher hinaus, namentlich, wenn sie eine höhere Schule besucht haben. So ergreifen sie denn eine der mannigfachen (Karrieren, zu denen der Andrang so gewaltig ist, und bringen es dabei nicht selten nur zu verfehlten Existenzen- Vom Handwerk, das einen goldenen Boden hat, will man heutzutage nur wenig noch wissen, Kinder ärmerer Leute, die eine jede Lehrlings- stelle annehmen müssen, die ihnen geboten wird, sollen gut genug dazu sein. Und dies letztere denken wirklich die Kinder und ihre Eltern, obgleich es grundfalsch ist- Wer in der Schule nichts gelernt, paßt vor Allem nicht zum Handwerker, und wer nicht gehorchen kann, bleibe nur ganz davon fort, denn die Lehrjahre werden ihn dann nicht bessern, sondern nur verschlechtern. Das Handwerk hat in der That aber noch einen goldenen Boden, es ist Niemand, wenn auch er eigentlich für eine Beamten- und andere (Karriere bestimmt ist, zu gut, ein Handwerkslehrling zu werden, denn gerade vermöge feiner Kenntnisse kann und muß er, wenn er sonst ein tüchtiger Mensch ist, in seinem Fache etwas Bedeutendes schaffen- Doch die Eltern wollen mit ihren Kindern hoch hinaus, besonders wenn sie überzeugt sind von ihren voickrefflichen (oft angeblichen) Kenntnissen, die in nicht wenigen Fällen lediglich auf einem Vorurtheil beruhen- , _. , ... , Bei der Wahl des künftigen Lebensberufes am Schluß der Schulzeit darf auch vor Allem nicht davon die Rede sein, was ein Kind werden muß, lediglich deßhalb, weil vielleicht Altersgenossen einem höheren Ziele zustreben, sondern davon,was es werden kann unter ernstlichster Berücksichtigung der Neigungen und des Verständnisses Es ist ganz grundfalsch, drakonisch bestimmen zu wollen: das wirst du, ohne Rücksicht auf eine besonders hervortretende Befähigung zu nehmen, sobald die Gewährung des berechtigten Wunsches in den Grenzen der Möglichkeit liegt, denn Aufgabe der Eltern ist es eben, thörichten Gedanken und Plänen, wie sie fo vielfach tn jedem jugendlichen Kopfe entstehen, bei Zeiten vorzubeugen und sie durch richtige Belehrung zu entfernen, statt ihnen durch blindes Nachgeben immer mehr Raum zu schaffen, ^aft immer haben spätere Klagen Über die Kinder ihren Ursprung in der mangelhaften Erziehung, die den wohlthätigen Einfluß der Schule brachlegt. Schule und Familie müssen zusammen wirken, wenn aus dem Kinde ein richtiger Mann, refp. eine tüchtige Frau Ed "Di^ Schulzeit, die Jugendzeit ist jetzt beendet, an ihre Stelle tritt für Knaben unb Mädchen die Lehrzeit, die entscheidend ist für ihr künftiges Leben. Ist die Lehrzeit verfehlt, so ist auch das Leben nicht selten ein verlorenes, denn es fehlt ihm der feste sichere Halt, durch eigene Kraft zu schaffen und seinen Unterhalt zu erwerben. Darum: Wählet richtig, denn die Wahl ist schwer. Es kommt nicht darauf an, welchen Platz ein tüchtiger Mann einnimmt, sondern darauf, daß er den feinigen ganz ausfüllt, dann wird ihm Niemand die Achtung versagen, die er als Ehrenmann zu fordern berechtigt ist. Hochklingende Namen, hinter denen sich nichts verbirgt, gelten ft?' ■Wittern auf l,i L 'S ab 3lau m chemischen Fs '■mb, so rafd; un ; Briefschaften i Object brennen, i ; treten, inbem itii 1 'sibäudi hg uißt i Möck an btibt N VH ®ll) "Ä ... 8t«nHuv M IÄ * I Wm angtnt I ... - «n I Nm . N bie I N^i I ei Mer< Iffiüsi sS I bim Beginn,' 'nten ■Öot lier Kyadimitt Wtibtr ja we batte f L bfb^Ä IrbO« | *S.6» aui aUl®nfl bei A“*- v Ab die o Mir euMachtm Ws öirb e Mirmer 6. Sihun g. Heichelhe ; ; Laut Mr letzten S'tzunS dirEisenbahnw Men beantrag Wieget" Die San Die Eise । laiigeskyte Eisen Der See i oon dem ®r. 9 : Die Kammer g ninb beschließt, i öffentlichen. -[Stet i wir hier im v- \ i Lebensjahre, i i ■ 3 Tage mich dci tonnte. San 3 ! dag tin$ cknch Ms letzteren. : > i einrnabMMe - Str 9 tMmchen mü etr 'jungen m hier t - M M Wer verletzt root - Gestern □legen Rchsiörnn ' üiibitiirt. Lokale-. ck so vieler Fr> 5 Linden- 5 Kiefern- n Gebrannte»* Kaffee per Pfd. JL AE als Fr. Seibel I, aber es ist r bald seinen H n 1.80, 1.60, 1.20, H n — Heute Morgen wurde auf dem Seltersberg ein Kmd überfahren. Ob dasselbe schwer verletzt worben, konnten wir noch nicht erfahren. — Gestern Abend mußte ein schon viel bestrafter Korbflechter von auswärts wegen Ruhestörung verhaftet werden Es wurden ihm heute Morgen 12 Tage Haft jubictirt- I fei 6. Sitzung am 13. März. Anwesend die Herren Ed Silbereisen, L. Georgi, S. Heichelheim, A. Katz, R Scheel und H. Schirmer. Laut Mittheilung des Gr. Ministeriums des Innern und der Justiz ist in der letzten Sitzung des Eisenbahnbeiraths in Darmnadt die Einlegung eines Zuges auf der Eisenbahnstrecke Gießen—Frankfurt und zwar zwischen den beiden letzten Vornnttags- zügen beantragt worden. Das Gr. Ministerium fordert die Kammer auf, in dieser Angelegenheit mit dem Gr. Kreisamt zu berathen. Die Kammer beauftragt den Herrn Vorsitzenden, die betresienden Schritte zu thun. Die Eisenbahndirection Cöln zeigt an, daß bte ursprünglich auf den 28 Februar Mgesetzte E'senbahnconfercnz neuerdings bis auf den 3. April vertagt worben sei. Der Secretär liest im Auftrage der niedergesetzten Commission den Entwurf des von dem Gr. Ministerium eingeforderten Gutachtens über das Tabakmonopolgesetz vor. Tie Kammer genehmigte den Entwurf, abgesehen von einigen redactionellen Aenderungen mb beschließt, das Gutachten im Laufe der nächsten Wochen in den Blättern zu veröffentlichen. — ^Sterblichkeit in Gießen s In der Woche vom 26. März bis 1. April hatten wir hier im Ganzen 10 Todesfälle zu verzeichnen, darunter 3 bei Kindern im ersten Lebensjahre. Von diesen starb eins an Diphtherie, eins an Keuchhusten und eins starb 3 Tage nach der Geburt, da es wegen eines Bildungsfehlers sein Leben nicht fortsetzen konnte. Von 3 weiteren Kindern, die flch zwischen dem 2. und 6. Lebensjahre befanden, erlog eins ebenfalls der Diphtherie, eins dem Scharlach und eins einer Nachkrankheit dieses letzteren. Bei den 4 verstorbenen Erwachsenen war zweimal Lungenschwindsucht einmal- Bauchfellentzündung, einmal Nierenentzündung die Todesursache. Gieken, 5. April. 5. Sitzung der Handelskammer am 10. März. Anwesend - ----Greifen, L Georgi, S. Heichelheim, A. Katz, F. C. B. Vormittags 11 Uhr, bllzn auf hiesigem Ortsgericht die Jm- mbilien des Friedrich Müller II.: '918, 206 Mtr. Hofraithe in der Wall- chorstraße, 10' 63Ü Mtr Hofraithe daselbst, W/,°, 2089 Mtr. Grabgarten daselbst, 5 V.°, 335 Mtr. Grabgarten daselbst, 94 Mtr. Hofraum mit Scheuer -daselbst EHdietend versteigert werden, ^eßen den 28. März 1882. BUm Großh. Ortsgericht. —-----Lüdeking_____ _. M. Pilger, Concursverwalter. Groß, Fürst und auch Alexander trafen pünktlich ein, aber - der erwartete ©rofiffirft Alexander blieb natürlich aus und die bereits zu Hunderten angewachsene Menge verließ unbefriedigt den Bahnhof. b » daris, 31. März. Heute früh um 6 Uhr wurde in Versailles an dem Elsäßer tagelöhner Peter Lantz, welcher seinen siebzigjährigen Vater in der Nacht vom 15 Zum 16 December 1880 mit Fußtritten und Faustschlägen getödtet halte, das von dem Versailler Schwurgericht verhängte Todesurtheil vollstreckt. Es war dies, seit Herr Grevy an der Spitze der Republik steht, die zweite Hinrichtung. Lantz, der sich Anfangs ziemlich gefaßt zeigte, verlor auf dem langen Wege vom Gefängniß zur Richtstätte den Muth und schien m einem verzweifelten Zustande, als er, mit dem schwarzen Schleier des Vatermörders bedeckt und barfuß an der Seite des protestantischen Pfarrers Passa vom Wagm stieg. Ohne Verzug ergriff ihn der Scharfrichter Deibler, warf ihn auf das verhangnißvolle Schaukelbrett und eine Sekunde später war der Gerechtigkeit Genüge g'than. Lantz war 34 Jahre alt und von sehr kräftiger Co stitution. * Em wesentlicher Vorzug von Liebig's Fleisch-Extract ist die große Bequemlichkeit, die sich mit >einer Verwendung verknüpft. In wenigen Minuten ist eine Tasse kräjtiger wohlschmeckender Bouillon hergestellt, was in Restaurants und Hotels besonders in Bahnhofsrestaurants, wo die schnellste Bedienung nothwendia ist arofcen Werth hat. Dabei stellt sich der Preis für solche Brühe weit billiger, als 'der aus frischem Fleisch gekochten während sie denselben Werth nnd denselben Geschmack hat Ueberhaupt ist in erster Linie dem Restaurateur und Hotelier die wirk ich rationelle Benutzung von Liebig's Fleisch-Extract sehr zu empfehlen; es gibt gerade für sie bet der Bereitung von touppen, Saucen, Ragouts, Gemüsen rc. kein Mittel, das bequemer zu verwenden und durch das mehr zu ersparen sein könnte. In Restaurants wo die Menge des zu gebrauchenden Fleisches nie vorher bestimmt werden kann, ist es eine nothwendige Folge, daß nach jeder Mahlzeit Fleisch und Braten übrig bleiben; die aus- getrennten Knochen liefern unter einem geringen Zusatz von Liebig's Fleisch-Extract die schönste Bouillon, die sich auch, falls erforderlich, zu einer beliebigen Quantität durch Extract verlängern läßt und die Fleischtheile würzt das hinzugethane Extract in Ragouts rc. in berüorragenber Weise. Es profitirt dabei der Wirth hinsichtlich der Ausgaben und d-r Gast hinsichtlich der Schmackhaftigkeit der Speisen. Weiße Früh- & Rosenkartoffel 2498, bei Karl Euler, Hammstraße. Gänsweide und Langenbuchen werden versteigert: 1) Mittwoch den 12. April ds. Js.: 28 Eichen-Stämme — 4,80 Fstm., 99 Fichten-Stämme — 45,42 Fstm., Die Zusammenkunft ist jedesmal Vormittags 9 Uhr und zwar am ersten Tag am Burkhardsfelder-Weg beim Floß, am zweiten Tag am Burkhardsfelder- Weg in den Langenbuchen. Lich, den 3. April 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. 2487 Mal;. Schiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 3. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Leipzig, Capt. Fr. Pfeiffer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 15. März von Bremen abgegangen war, ist am 1. April Nachmittags wohlbehalten in Baltimore angekommen. Bremen, 3. April. (Per transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Neckar, Capt. R. Bussius, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 19 März von Bremen und am 22. März von Southampton abgegangen war, ist gestern 9 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. n? bcn Laien ^n, bit Diphtherie V nner Er- 1 nich, «DiphthK. 7Z Mimm en .^krankt das 7'» nicht, w. Rfam von ln '»no^alkn Fuhrwerke ht das gleiche n ber Zeit fein, für diejenigen •Wti3 erkrankt nntnung mehr, chen. Auch in oit bit hier ngchöngen nnd auch die Leichen i der Wege der 'ff Wäscht und r späteren Mit- daß eine völlig ißt, eine eigene Gefahren dieser it Gefahr kennt, «Öo^oerltfiaeriuifl. In den Waldungen der Gemeinde Lich, in den Distrikten Eisenkaute, Bad Nauheim, 3. April. Gestern Abend zwischen 6 und 7 Uhr brach auf der chemischen Fabrik am Bahnbose Feuer aus, das bei der Nahrung, die dasselbe '• ianb , so rasch um sich griff, daß an Rettung nicht gedacht werden konnte. Nachdem -die Briefschaften und der Kasseschrank in Sicherheit gebracht waren, ließ man das Object brennen, da es ohnehin gefährlich gewesen wäre, den brennenden Bau zu betreten, indem leicht eine Explosion hätte erfolgen können. Eine Gefahr für andere Gebäude lag nicht vor, da Nordost-Wtnd herrschte und die Fabrik das südlichst gelegene Gebäude an der Setreftenben Stelle ist. Fr an kfur-t, 1. April. Durch die Firma Arnold wurde die große Sandstein- iöule vom Platze der Patent- und Musterschutz-Ausstellung der Frankfurter Krieger- Kimerabschaft unter der Bedingung zum Geschenk gemacht, daß diese sie als Denkmal iür'bte 364 deutschen, 1870 theils gestorbenen, theils gefallenen, aifl dem Sachserchänser ! Friedhöfe ruhenden Soldaten aufrichten lasse. Die Krieger-Kameradschaft hat das Geschenk angenommen. ~®°n einem amüsanten Mißverständniß weiß die „Kön. Hart. Ztg." zu er- mcT’ Gesellschaft Königsberger Bürger beschloß dieser Tage, um die durch den ;behi|tiirm aufgewühlte See zu sehen, eine Reise nach Pillau zu unternehmen. Vor ™ -Beginne der Fahrt ließen die Theilnehmer eine Depesche an einen der dortigen Mtsn Hoteliers ab, welche die Worte enthielt: „Groß, Fürst, Alexander treffen mit b?1 ein. Der Hotelier hatte nichts Eiligeres zu thun, als sich in die die weiße Halsbinde anzulegen und, nachdem er die Flagge seines roiels batte hissen lassen, sich nach dem Bahnhofe zu begeben. Der Zug langte an, — Der Thäter, welcher am Sonntag Abend am Schiffenberger Weg 15 junge Zärmchen mit einem Messer stark beschädigte, wurde in der Person eines 12jährigen t erreichen, bah "Jungen von hier ermittelt und zur Anzeige gebracht. Nr. 1. Ceylon Perl mit braun Menado, feinste Wiener Mischung, Nr. 3a. Java - Perl Nr. 5. Java n n n if innen«111* 5em ^ fernen, M hgbea *ft "nö" i den ge: Was sollte. nuß mit srischm ,bringt aus dm gtn. Vitle not noch mehr aber nun ansschlagei dürfen, mährm etwas Tüchtiges ;itt buM bir WjtitbiM die btn, was auch en wirb's auch M bit Schut- tibet werben ir eabezu oeioafr ffuh der Schü g in einem in er ist zu streng imer wieder em- n beginnt- D"k nimschuh strd°- t früher einfepm, i unteren KrB oß so sehr W ietzlich auf eigene ,n wird über dis unserer WJ bertlnftÄS n ihre Kwder nenil'eh, "er manms* Joden hat, 7 ne jede Mrl,£ LS •r T^esiNten'' Äjt ihren S-s ss* v.flntl. MU-, . empfiehlt, außer 3 weiteren Sorten im Preise von JL 140, 1.60, 1.70, besonders hochfeine und preiswürdige Qualitäten -snen, Di,rt^ 23 Eich.- u. Buch.-Stang. —1,47 Fstm. 80 Fichten-Stangen — 8,99 2) Donnerstag den 13. April ds. Js.: 79 Rmtr. Nadel-Knüppel, 58 Rintr. Nadel-Stöcke, 3800 Buchen-Durchforstungswellen 1. Qual., 3 Loose im Schlag liegendes Nadel- Reisholz, abtheilungsweise. Waldstreuversteigerung. Auf die im Laufe der nächsten Woche ,im Groß-Lindener Gemeindewald, nahe dei dem Bergwerk, abzuhaltende Wald- steLlversteigerung wird einstweilen auf- merkfam gemacht. 2508 Dienstag den 11. n. Mts.. 1 9 Arische Gefe empfiehlt Karl Heil, Schloßgasse. 2489 freilich Manchem heut zu Tage mehr, als wie eine schlichte Beschäftigung u bedenken daß der Sche.» nicht ewig währt, daß Flittergold stets seh, erborgten Glanz verliert. soll'D Ä»on\; Gießen, 5. A . Eibtt ck^ hie Herren Ed. Silb, ... 't m bemfKoch, R. Scheel, H Schirmer und A. Zinßer. rc1.*» .• Die* hflfD SS “««-'m« Ieii'neöotenes. Tägliäs frische Milch Ziegler Wießner, Griinbergerstraße Eine Zuschrift der Handelskammer Offenbach zeigt an, daß die bortgen Lack- mnißfabrikanten sich durch die kürzlich in Oesterreich eingetretene Erhöhung des Zolles auf auswärtige Lackfirnisse gescbädigt sehen und die Handelskammer deshalb um ihre Verwendung bei dem Reichskanzleramt ersucht habe. Die Offenbacher Handelskammer wünscht die Unterstützung der hiesigen Kammer in dieser Angelegenheit, eventuell auch in dem Sinne eine entsprechende Erhöhung der deutschen Zolle gegen Oesterreich em- trtten zu lassen. Die Kammer beschließt zunächst, bei den hiesigen Interessenten anzu- fraaen, ob die österreichische Hollerhöhung auch auf ihr Geschäft Einfluß habe. Das Ministerium des Innern und der Justiz fordert die Kammer zur Erstattung eines Gutachtens über den Tabakmonopolgesetzenlwurf auf. Zum Entwurf des Gutachtens wird eine Commission niedergesetzt, bestehend aus den Herren L- Georgi, H. Schirmer und dem Secretär Dr. Engelmann. 2 kleine Häuser mit großen Gärten sind unter sehr guten Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei Wilh. Krämer. 2492 Setzkartosfel, gelbe Johanni-, rothe und weiße Rosen-, verkauft Karl GerliPP. 2503 Kirchliche Anzeigen der eoangelifchenGemeinde zu Kietzen Gottesdienst: Gründonnerstag, den 6. April: 1 Morgens 9Vr Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. ^Beichte und heiliges Abendmahls CH ar fr ei tag, den 7. April: Vormittags 9*/t Uhr: Pfarrer Diugeldey. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Mitwirkung des Kirchengesangvereins.fi = 2,87 „ „ = 1,15 Ostersonntag, den 9. April: Vormittags 9Vz Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nach beiden Gottesdiensten wird eine Collecte für die Armen unserer Gemeinde erhoben- Ostermontag, den 10. April: Vormittags 9‘/2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der zu confirmirenben Knaben: Pfarrer Dr. Naumann. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 9. bis 15. April besorgt Pfarrer Dingeldey (Wohnung: Ludwigsplatz 169,5). «w . ______ AtwahlU^?^, ?er Concursmassen von jgabt der E funb• können in den nächsten 16 - ;U"tS werbe?rci ttn ben Unterzeichneten ließen, bcn 3. April 1882. Blumentische werben noch billig abgegeben im Ausverkauf von I. Rennert, Wallthorstraße. 2516 Gut gewässerten Stockfisch und Laberdan empfehlen 2403 J. A. Busch Söhne. Damen u. Herrn-Kragen, Manschetten, Cravatten, Shlipse, Lavaliöres, Damenschleisen, Vorstecker, Handschuhe in großer Auswahl ewpfiehlt billigst Karl logt II.,' 2322 Seltersweg. Ein Haus Englisch — Französisch. Nf#*$ e des Monats StadlKasseG. SeNerswe« 43 1869 0 P. Graef empfiehlt sein für Wasserleitungen. Sicherheitsventile. Nchu Reelle Bedienung. und Bruder iiirbt Beilage — Druck und Verlag der B i it Verantwortliche Redaction l A. Schepda. 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Um stille Thellnahme bitten -PavnYVip Georg Adam Mobus und Familie.^ Am zweiten Osterfeierta« findet Tunz-Beliistigiiiig im Iurgsaal ;u Staufenberg statt^vozu rrgebenst einladc, Burgwir.h. . Mjrpfnn. Abfahrt «an Frankfurt 2", 4”. S«*, b“. » ■ 11 ° 414 76 *, 750. V, *•< 11S” 75°, 9U5- ... n22* 12 156 445/1 Ems'Eobl-nr 6», 8 , 12, 1 , Deutz 6»'. 12. 457- rggiA't« 7.1 Ankunft in Gießen vo«: Frankfurt t'-, 8», 9^*, 11", ” 836*, 1212*. Marburg 632, 730. # J (ffoffei 213, 313*, 8«% ll23,43®, 65 gSrßlar 727, 9to, ll33, 1233", 315, 4 •. ' »32* 1120. . Ems-Coblenr94°,H33,12^, 315.6 Deutz ll33, 431, H20- K P «-o * bedeutet Schnellzug. Die fetten Z die Nachtstunden. Messing- und Rothguss, sowie Phosphorbronze. Jaue/.epu.npeH und Pu.»pe" jeder Art und Grosse.,^ Proiecte und Voranschläge gratis. 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Lonh, Bahnhofstr. /Liin unmöblirtes Zimmer zu vcrmiethen bei Jacob Dörr, Niuhlgaste 81. 2510 Das seither von Herrn Bricf- träaer Ohly bewohnte Logis ist anderweitig an eine ruhige Famttie zu vcrmiethen. I. H. Fuhr, Sonnenstr. 104. Für das Selbststudium der englischen, französischen, I italienischen nnd spanischen Sprache ist die Methode Dr. Richard S. Rosenthal's: „DasMcisterschafts-Hstftem" das vorzüglichste Unterrichtsmittel. Die Verlagsbuchhandlung versendet gegen Einsendung von ä 50 Pfennig in Briefmarken franco den eilten Brief, Einleitung und Lection 1 enthaltend. Prospecte gratis. Roseuthal'sche Verlagsbuchhandlung in Leipzig. Italienisch — Spanisch. Aermietßungen. 9495 Eine Wohnung, 3—4 Zimmer, sofort beziehbar, zu vermiethen. Adols Hoß, Schutzenstraße. 9497 Jwei kleine Logis zu vermiethen bei Karl Euler, Hammstraße. 2502 Ein geräumiges Logis in meinem Haus an der Krofdorfer-Straße, lowie ein kleines Logis in meinem Hinterhaus zu vermiethen. H. 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