Vurcarrr Schulstrahe 7. ------------------------ Preis vierklMrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. 284. Dienstag den 5. December l882- «fießciiet Anzeiger Amts- und Anzeigkblatt für den Kreis Gießen. Deutschland. -Darmsta-t, 1. Decemver. In der gestrigen Sitzung und in der heutigen Bor- mHtnaSütiunfl beschäftigte sich die Conferenz mit der Revision des Lehrplanes fürste Gymnasien des Großherzogthums, und wurden hierzu folgende Beschlüsse gefaßt. Zur griechischen Sprache: Kommission spricht ihre Ansicht dahin aus, daß der Unterricht in der i-^is^en Grammatik auf das Maß zu beschränken sei, das erforderlich ist, um den ,u ermöglichen, griechische Schriftsteller mit Verständniß zu lesen. Imi H m - Schülern z m bte Fertigung eines griechischen Scriptums als Aufgabe des ^.«ÄäÄeramens wcggefallcn ist, hält die Commission namentlich eine Aenderung ?Q r£una im zweitletzten Satz des § 4 des Lehrplans für die Gymnasien er- ift insbesondere der Ansicht, daß die sogenannten Extemporalia und in der griechischen Sprache ganz Wegfällen und daß andere Schreib- die Domestica e g cy nur in beschränktem Maße und nur zur Einübung d-r^"bttr-ffmden grammatikalischen Farmen und Regeln stattfinden foUten. her vetrestenoen g Lateinischen Sprache- an.a si, fArtftlicben Uebungen betrifft, so sind die Extemporalien — deutsche ®öt sosort^erlattinischer Niederschrift - in beschränktem Maße zur Anwendung bringen* biefelben dürfen niemals einen entscheidenden Factor für die Bestimmung der ^bffe des Schülers bllden.^^^^ vorzugsweise während der Unterrichtsstunden - sollen sich der Klassenlectüre anschließen. 3« ^rtrg n und sollen nm ^Zzuschließen. Uebungsvucyer, Sur Deutschen Sprache: cy« tracht daß nach vielfach in Hessen wie in anderen deutschen Staaten Wahrnehmungen die Ausbildung der Gymnasial- und Realschul-Abiturtenten gemachten W y n y f^v o^esen ist, die Regierung zu ersuchen, diesem Uebelstande vielfach etne b v insbesondere auch wenn notwendig und thunlich, durch Ver- deutschen Unterrichtsstunden, ohne Vermehrung der Gesammtzahl der i?^2^tsstunden, rbzuhelfen, sowie anzuordnen, daß fortan solchen Abltunenten, welche ttine genügende Befähigung im Deutschen^nachwetsen, ein Zeugniß der Reffe nicht ertheilt werde. Zur Französischen Sprache: Die Commission spricht ihre Ansicht dahin aus, daß im französischen Sprachunterricht die Grammatik auf das Maß zu beschränken sei, welches erforderlich ist, um französische Schriftsteller zu verstehen, und daß der Hauptzweck der Erlernung dieser modernen Sprache darin zu suchen sei,, die Fähigkeit zum schriftlichen und mündlichen Gebrauch derselben möglichst zu erwerben. Kur Mathematik: . Di- Commission möge das Großh. Ministerium ersuchen, -in- durchgr-i ende Revision des malhematischen Lehrplans für bic ©tjmnafien ”0^“n<^E"^"ub‘rJtlS‘u?ü8' daß der Stoff aus den einzelnen Stufen des Unterrichts richtiger verlheilt und der für drim° v°r^s°hen- Lehrst^ redmirt wird. Ausschr.ibens vom 27. Mai 1881, wonach^"« Arbeiten aus das No.hwendigste zu beschränken sei, einzuschärfen. Di- übrigen L-hrg-g-nstande gaben zu besonderen Beanstandungen und des- fallsigen B-schliisf-n keine Veranlassung. In der Nachmittagssitzung wurde sodann über deni Lehrplan ,ür die Realschule erster Ordnung berathen und hierzu beschlossen. Di- Commission richtet an die Großh. Regierung das Ersuchen, In ähnlicher Weise wie d'es bet den Gymnasien und Realschulen zweiter Ordnung der üull ist, -in n L^b plan aus t-ll-n zu las en und In demselben di- Bestimmungen des Lehr- vlanes d» Preußischen Realgymnasien zu Grund- zu l-gen, unter Beachtung der in den^vorausgegangencn Verhandlungen über di-Gymnasien ausgesprochenen -llg-m-m-n Grundsätzen. ..... Weiter wurde noch der Antrag gestellt und einstimmig angenommen. Di- Knmmlh-ton beschließt, di- Großh. Regierung zu ersuchen, dahin Anordnung ,u treffen daß^die zur Verhütung der U-berbürdung der Schüler höherer Lehranstalten g"faßttn Beschlüsse aus die höheren Mädchenschulen und L-hr-rinn-ns-minar>en in analoger Weise zur Anwendung gebracht werden. Damit war der zweite Hauptgegenstand der Verhandlung erschöpft und wurde in die B-rathung übe? den dritten Hauptgegenstand und zwar zunächst über die Frage der Censirung der Leistungen und der hieraus zu bastrenden Versetzungen etngetreten. Aufruf ,„r <,ülfe für dir Wosterbejchüdigten des Großherzogthums. .... äs «.«rjWsattS w'-d »« 6*« MM >°°rd°n. Für ließen: Dr. ^MUNN^ Provinz^Dn^tor. smhsM mäs» »9s—- s- map, M[ Si *:“£»* Ma«. MKMWs o-«EM»nn. Ob-r-mtsricht-r. Watz, «r--rmeist-r. ---- ' V-Ireffend, Die Wasserschäden im Großhergogihnm. Sieben. Qi" L Das Großherzogliche Kreisamt Gießen si, Bürgermeistereien des Kreises. Unter B-lngn-hm- »Ni vorstehenden Mstns -».schien »I, Ihnen, in Ihre« G-,.-i»d-n -in, S»v--°li-->- ,n vemnstalte» nnd da- Ergehn« »» -» «Wfc-SSSÄW Z"'7ch,"mit *** N de» dringend-» R-M»-d di- B-inviili,»», von B-i.r-g-n d-, Gemeinden, Kircheil und milden Stiftungen befürworten wollen. Dr. o e 1 m ci ii n._____ __.______————mm Hierzu wurde beschlossen: Die Commission spricht sich dahin aus, daß für die Leistungen, die nicht als -ungenügend zu erachten sind, statt der bisherigen drei Stufen: sehr gut, gut und genügend, künftig vier Noten in Anwendung zu dringen seien: 1) sehr gut, 2) gut, 3) im Ganzen gut, 4) genügend, indem sie ter Ansicht ist, daß die Leistungen, die als den Anforderungen der Klasse vollständig entsprechend zu erachten sind, mit einer besseren Note als „genügend" (rote seither üblich) zn bezeichnen sein werden. m Darmstadt, 3. December. Die von der Regierung niedergesetzt gewesene Commission zur Prüfung der Frage der Ueberbürdung der Schüler höherer Lehranstalten des Großherzogthums, welche in sieben Sitzungen das vorliegende umfangreiche Material einer eingehenden Erörterung unterzog, ernannte in ihrer gestrigen Schlußsitzung eine aus fünf Mitgliedern bestehende Redactionscommtssion, welcher zunächst eine Zusammenstellung der zahlreichen von der Commission gefaßten Beschlüsse obliegt und welche weiter die Endredaction der zur Veröffentlichung bestimmten stenographischen Protokolle der Commissionsverhandlungen zu besorgen Haden wird. Mitglieder dieser Redactions- Commission sind die Herren: Geh. Staatsrath Knorr (Vorsitzender der Mtntfterial- abtheilung für Schulangelegenheiten), Ober-Medicinalrath Dr. Reißner, Oberlandes- gerichtsratb Maurer (Landtagsabgeordncter), Gymnasialdirector Dr. Weidner und Realschuldirector Albert, sämmtltch in Darmstadt. Bei der Wahl der Commision ging man, wie ersichtlich, davon aus, jedem der an der wichtigen Frage beteiligten Kreise eine Vertretung zu gewähren. — Nach Schluß der gestrigen Sitzung vereinigten sich die Mitglieder der Commission za einem gemeinsamen Mittagsmahle im Casino. Berlin, 2. December. Der Minister des Innern hat dem Kaiser sofort nach seiner Rückkehr aus der Rheinprovinz eingehenden Bericht über seine Wahrnehmungen in dem Ueberschwemmungsgebiete am Rhein gemacht. Es sind bereits Anordnungen zur Ausarbeitung einer Rothstands-Vorlage ergangen, welche sich an die seiner Zeit für Oberschlesien 'ergangenen Anordnungen an- fchließen und nur der Anpassung an die besonders thatsächlichen Verhältnisse bedürfen wird, um zum Abschluß gebracht zu werden. — Der Reichstag verwies die Petition, wonach die Zinscoupons der Retchs- anleche bei allen Kassen für indirecte Steuern eingelöst werden sollen, unter Zustimmung des Schatzsecretärs der Regierung zur Berücksichtigung, ebenso die Petition wegen Ermäßigung des Zolls auf Anguilottl von 60 auf 3 Mark. Barth befürwortete, der Schatzsecretär Burchard bekämpfte die Petit'on. Sodann beriet der Reichstag die Jnterpellutton Lasker betr. die Wahlagitation des Oberingenieurs Dede in Danzig zu Gunsten conservattver Candtdaten. Minister Bötticher erklärt, es sei keinerlei An- eisung amtlicher Natur von irgend welchem Ressort an irgend welche Werftbeamten in Danzig ergangen, für diesen oder jenen Candidaten einzutreten, und constatirt aus den Akten, daß dem Oberingenieur Dede ein Geltendmachen seiner Amtsautorität zu Gunsten der conservativen Candidaten nicht nachzuweisen gewesen. Lasker erwidert, der Schein der Parteilichkeit sei nickt von der Regierung genommen. Windthorst bedauert, daß die Begeisterung der Liberalen für die Wahlfrciheit damals nicht so groß gewesen fet, als Fürst Bismarck die Wahl Kapp's empfohlen habe, übrigens sei die Tyrannei der Fabrikherren über die Arbeiter nock größer, als die Danziger Beeinflussung. Kapp bemerkt, Fürst Bismarck habe ihn erst empfohlen, als die Wähler eine autoritative Erklärung desselben erbaten. Hänel bemerkt, der Contreadmiral Livonius habe durch den Brief an den Werftdirector die conservative Agitation der Werftbeamten veranlaßt. Bötticher wiederholt, es sei keine Anweisung von oben erfolgt, private Wünsche könne man nicht Wahlbeeinflussungen nennen. Rickert schildert die Vorkommnisse bei seiner Wahl in Danzig und behauptet, auch die preußischen Ministerien seien bei den Unregelmäßigkeiten beteiligt, was Minister Bötticher entschieden zurückweist. In Beantwortung der Interpellation Sckulze-Delitzsch erklärt Staatssecretär Schelling, das neue Genossenschaftsgesetz, nicht eine bloße Novelle, sei bereits in vorgeschrittenen Stadien der Vorarbeit. Nächste Sitzung Dienstag. — Die Fortschrittspartei des Reichstages Hai gestern Nacht mi* 33 gegen 13 Stimmen die Resolution Rickter's angenommen, welche besagt: Die Fortschrittspartei hat sich stets in allen Fällen vorhandener grundsätzlicher Uebercinftimmuug mit anderen liberalen Parteien die Verständigung über ein gemeinsames Vorgehen sieh angelegen sein lassen und wird auch in Zukunft hierbei beharren; dagegen erscheint eine allgemeine, die Selbstständigkeit des Handelns beschränkende Verpflichtung zu Vorverhandlungen mit allen übrigen liberalen Parteien weder lOthwendig noch zweckmäßig. Der Antrag Hoffmann, welcher sich mit dem von der Fortschrittspartei des Abgeordnetenhauses angenommenen deckt, wurde abgelehnt. Köln, 2. December. Der Wasserstand des Rheins betrug heute Vormittag hier 787 Ctm., bei Mannheim 790 Ctm., bei Mainz 500 Ctm., bei Bingerbrück 510 Ctm. und bei Koblenz 689 Ctm. Arankreich. Paris, 2. December. Ein in der „Revue publique" veröffentlichter Artikel Reinach's reproducirt die unterm 1. August 1877 in dem Journal „Rineteenth Century" von Gladstone über Egypten geäußerten Ansichten und constatirt, daß England, wenn es Egypten sich aneigne, sich Frankreich vollständig entfremden und die Orientsrage in viel größerem Umfange wieder ausleben lassen werde. Es sei zu hoffen, daß Gladstone, der im Jahre 1877 die Politik, die man ihm jetzt anrathe, in bewunderungswürdiger Weise verworfen habe, im wohlverstandenen Interesse Englands nicht einen Wechsel feiner politischen Ansichten werde verwirklichen wollen, der von England die Quelle ernster Schwierigkeiten und für den Orient die sichere Ursache von einer mehr oder weniger nahen allgemeinen Konflagration sein würde- England. London, 2. December. Regierung und Parteien in England schenken den von der irischen Schwesterinsel kommenden Situations-Nachrichten ernsteste Aufmerksamkeit. Whigs, Tories und Radikale stimmten darin überein, daß das Fenierthum wie auch die Landliga jedes für sich schon ein furchtbarer Gegner sei, daß aber ihr Zusammenwirken im Moment einer etwa von Außen hereinbrechenden politischen Krise einen unheilbaren Riß in das Großbritannien mit Irland verbindende staatsrechtliche Verhältniß machen könne. Im Bewußtsein dieser Gefahr vollzieht sich ein wahrnehmbarer Umschwung in der öffentlchen Meinung zu Gunsten der Ertheilung möglichst ausgedehnter Vollmachten an die Executiv- gewalt. Die dem Engländer sozusagen angeborene Ehrfurcht vor der Habeas- Corpus-Akte ist mit Bezug aus Irland in rapidem Schwinden begriffen und eme Regierung, welche es durchsetzte, aus der Smaragdinsel definitive Ruhe und Ordnung zu schaffen, würde jedes zweckdienliche Mittel anwenden dürfen, ohne um ihre Rechtfertigung vor der öffentlichen Meinung sich Sorge machen zu brauchen. Der Cultus parlamentarischer Institutionen hört bei den Engländern in dem Moment aus, wo das Interesse der Selbsterhaltung in's Spiel geräth. Rußland. Petersburg, 2. December. Wie der „Regier.-Anz." meldet, wurden am 29. November auf der Universität Kiew und am 27., 28. und 29. November auf der Universität Charkow von Studenten Versuche zu Zusammenrottungen gemacht. In allen Fällen gingen die Studenten jedoch beim Erscheinen der Polizei und des Militärs auseinander mit dem Versprechen, keine weiteren Zusammenrottungen zu veranstalten. Die Vorlesungen wurden von keiner Seite unterbrochen._________________________ Telegraphische Depeschm. Wslff's telegr. Eorrespondenz-Bureau. Mainz, 3. December. Der Großherzog traf heute von Darmstadt hier ein und nahm die vom Hochwasser hier angerichteten Verwüstungen persönlich in Augenschein. Von hier aus hat sich der Großherzog auch nach Laubenheim und Bodenheim begeben, Die hiesige Stadt ist jetzt nahezu wieder frei vom Wasser, das ausgedehnte Jnundationsgebiet im Gartenseld bildet eine Eisfläche. Die Bahnstrecke Wiesbaden—Frankfurt ist heute wieder eröffnet worden. Frankfurt, 3. December' Die Special-Direction der Hessischen Lud- wigsbahn macht bekannt, daß von morgen ab der fahrplanmäßige Verkehr aus den Strecken von Frankfurt und Aschaffenburg—Darmstadt nach Mainz und in der Richtung über Bingen wieder eröffnet wird. Kairo, 3. December. In dem Processe gegen Arabi sind mit Ausnahme der Anklage wegen bewaffneter Rebellion alle übrigen Anklagepunkte fallen gelassen worden. Arabi wurde unter Zustimmung des Advokaten Broadley heute Vormittag 9 Uhr in der Halle des alten Dairagebäudes vor das Kriegsgericht gestellt, den Vorsitz bei dem Kriegsgerichte führte Raouf Pascha. Arabi bekannte sich der gegen ihn erhobenen Anklage schuldig. Der Vorsitzende erklärte, das Gericht werde von seiner Schuldig-Ecklärung Akt nehmen; das Urtheil wurde bis heute Nachmittag 5 Uhr ausgesetzt. Die Gerichtsverhandlung dauerte nur 5 Minuten, es wohnten derselben nur wenige Europäer bei. — Das Kriegsgericht gegen Arabi trat schon heute Nachmittag 3 Uhr wieder zusammen. Der Präsident verlas das Erkenntniß, in welchem es heißt, daß Arabi, weil er sich der Anklage schuldig bekannt, habe zittn Tode verur- theilt werden müssen, daß die Todesstrafe vom Khedive aber in lebenslängliche Verbannung umgewandelt worden fei, welche hiermit ausgesprochen werde. New-Uork, 3. December. Auf dem Michigan-See fand die Dampf- Schaluppe „Peters" durch eine Feuersbrunst ihren Untergang, es haben dabei 13 Personen das Leben eingebüßt. Aus Panama wird gemeldet, daß der Präsident der Vereinigten Staaten von Columbia, Nunez, sein Amt niedergelegt hat.___________________________ Lokales. Gießen, 4. December. Se. Königliche Hoheit der Großherzog trafen heute Morgen 7 Uhr 20 Mtn. auf hiesiger Station mitt Ist Extrazugs em und reiften alsbald in Begleitung Sr. Durchlaucht des Fürsten von L.ch, Prinz Wittgenstein und Baron von Collas, Oberst des 116. Regiments, nach Station Renzendorf weiter, um in dortiger Gegend eine Jagd auf Hochwild abzuhalten. — Seit ca. 3 Wochen beliebt cs einer gewissen Klasse von jungen Leuten, Studirenden und jungen Kaufleuten, sich auf offener Straße Nachts regelrechte Keilereien zu liefern. Wenn man zur Musterungszeit angetrunkene Bauernbursche sich auf diese Art vergnügen sieht, so denkt man eben, es sind ungebildete Menschen, aber d^ß Leute, welche die Hochschule besuchen, ober andere, welche Realschule und Gymnasium abfoloirt und ihren „Einjährigen" gemacht haben, sich wie dumme Jungen auf der Straße herumhauen, ist doch gewiß fein Ruhm, welcher dem Stande Ehre macht, dem sie angehören wollen. So fanden in der Nacht vom (Sonntag den 19., do. am 25., am 26., am 30. November und schließlich in der Nacht vom 2. zum 3. December derartige Schlägereien statt, bei weich' letzterer es nur gelang. einen der Haupt-Schlager festzustellen. Die Schutzmannschaft kann nicht überall sein und Schlägereien ober dergleichen verhinbern. Man muß verlangen, daß gebildete Leute berartige Rülpeleien unterlassen und nickt die Ruhe der Einwohner stören. — Bei dem Wohlthätigkeits-Conc theils: die Be diesen an die, bereit, Gemen Al Di Di Gi Die Versendung geschieht an das General-Comite in Darmstadt nach dessen Weisung direct. Gießen, den 4. Dezember 1882. Bramrn, Bürgermeister. Justus Kreiling. F. C. 9$. Koch. C. Ohler. I. M. Schulhof. Sammelstellen bei Herrn C Ohler, Seltersberg, Herrn I. ZK. Schulhof, Marktstraße, Herrn F. C. B. Koch, Schiffenbergerweg. Um die Noth der armen Landsleute am Rhein und Main, welche in durchfeuchteten Wohnungen die kalte Winterzeit verbringen müssen, lindern, eröffnen wir Sammel-Stellen für Kleidungsstücke. Wir wenden uns mit der Bitte um solche Gaben für Alt und Jung an den uns bekannten Wohlthätigkeitösinn unserer Mitbürger und sind überzeugt, daß jeder gern vom Entbehrlichen sich trennt, um Gefahren für Leben und Gesundheit abwenden zu helfen hiesigen Platze 27 Sonnenstraße 27 Gänzlicher Ausverkauf. Wegen Aufgabe meines Weiß-, Wolle- und Kurzwaaren- Geschäftes verkaufe sämmtliche Artikel mit 15°/0 Sconto. Da stets gediegene Waare geführt, so kann der Einkauf nur vorteilhaft sein. Herren- und Damen- Garderoben, Sammeten, 8028 Eine gesetzte Person, welche kochen kann, sucht Aushilfstelle. Dieselbe nimmt auch Arbeit im Putzen an. Zu erfragen Kaplansgasse 10, 1 Tr. im min. ■iimi 11 Die Mitglieder des Vereins der nationalen und liberalen Partei und die Mitglieder des Volksbildungsvereins sind zur geselligen Bereinigung, welche zur Feier der Einweihung des neuen Kleinkinderschulhauses am 8024 Montag den 4. Decemder, Abends 8 Uhr, in Merml's Saal $ । 16—20 14—13) । 28—3) 67-72 67—71 16-2D zu vermiethen. Ä _ Frankfurter-Straße 31, 3. St. Wegen eingetretenem Trauerfall bleibt mein Geschäft von Dienstag den 5., Mittags 1 Uhr, bis Donnerstag Abend geschlossen. Z X W ©itsenkorn. Verantwortliche R-daction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brübl'schen Druckerei (Fr. Chr. PietsÄ.in^ichcn.^ Beilage w. Heute Dienstag Abend bei Heil. Dermietßrmgen. 8030 Das Wohnhaus auf der früher Ebel'schen Bleiche, enthaltend 3 Stuben, 1 Kabinet und Küche, ist zu vermiethen und sofort beziehbar. Näh, bei Lehrer Schmid t,_ Wallthorstr. Vermiethnng eines Keller. Ein geräumiger Keller unter der neuen Kleinkinderschule ist sofort zu vermiethen. Der Vorstand der Kleinkinder- Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. 7819 Gewerbe- und Uoistgbildungs-Dcrein. Dienstag den 5. December, Abends 8 Uhr, im (Safe Schwinn: Fortsetzung des Vortrags des Herrn Geh. Baurath Vr.v. 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