m. Ng itsinuftk. hr. s7321 rchergebenst !N 8. No- l Balzer) genheiten. sarrer. nmelliste rum i, beschuldigt, i)t Leute" irrgründet wäre; i Großherzogin llistc vorbelegt Beschuldigung fingen, die im hten" aus das nicht bekämpft finnigen Pro- sie es gewagt mi es wörtlich lüber wird die litten gleichsam ehör zu finden- n haben; denn voll im Gang, jen lateinischen rift wider alles (. Kind» deren Inhalt t. : Ians» K toriden j* btt, schick«, Mus« Ben, d-b ,trn" dars Lchr-ib-«md ME,: J-rst-ckMl« rÄ irs» ("arbeitet «nb 1» iesinnunö s#"' 'WM 2SN. Zweites Blaet. Sonntag den 5. November 1882. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis viertelstthrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Wochenschau. Gießen, 4. November. Die so lange andauernde parlamentarische Stille wird mit dem Zusammentritt des preußischen Landtages, welcher am 14. November erfolgt, ihr Ende erreichen. In welcher Form die Eröffnung erfolgen wird, ist noch nicht bekannt; vermutlich wird letztere durch Herrn v. Puttkamer in seiner Eigenschaft als Vicepräsident des preußischen Staatsministeriums geschehen. Der sich, wie üblich, hier anschließende Akt der Präsidentenwahl im Abgeordnetenhause wird wahrscheinlich sehr einfach verlaufen und da das Stärkever- hältniß der einzelnen Fraktionen zu einander im Wesentlichen dasselbe geblieben ist, wie im letzten Landtag, so kann man die Wiederwahl des vorigen Präsidiums des Abgeordnetenhauses, also der Herren v. Köller (deutschconservativ — Präsident), v. Heeremann (Centrum — 1. Vicepräsident) und v. Stengel (frei» conservativ — 2. Vicepräsident) als gesichert betrachten. Zwar werden die Nationalliberalen um einige Mitglieder stärker als die Freiconservativen im Abgeordnetenhaus erscheinen und es würde ihnen demnach die zweite Vicepräsidentenstelle zustehen, doch ist anzunehmen, daß die nationalliberale Partei, analog ihrem Verhalten bei der letzten Präsidentenwahl, aus diese Stelle und damit überhaupt aus die Ehre verzichten wird, im Präsidium vertreten zu sein. Prinz Karl von Preußen, der greise Bruder unseres Kaisers, feiert an diesem Sonnabend, den 4. November, das 60jährige Jubiläum als Chef des russischen (Libau'schen) Infanterie-Regiments Nr. 6. Das Regiment wurde am 4. November 1822 dem Prinzen von Kaiser Alexander I. von Rußland zu Verona verliehen, wo gerade der Congreß der verbündeten Monarchen von Rußland, Preußen und Oesterreich stattfand und wohin Prinz Karl den König Friedrich Wilhelm HI. begleitet hatte. Eine Deputation des genannten Regiments ist im Auftrage Kaiser Alexander III. in Berlin eingetroffen, um dem greisen Jubilar die Glückwünsche des Regiments zu überbringen. Die Verhandlungen des Ausschusses der ungarischen Delegation für das Auswärtige vom vergangenen Dienstag boten einige interessante Momente dar. Zunächst beantwortete der Minister des Auswärtigen, Graf Kalnoky, eine Interpellation bezüglich der Erwiederung des Besuches des italienischen Königspaares in Wien. Der Minister hob hierbei hervor, daß er dem Kaiser deshalb davon abgerathen habe, dem italienischen Königspaare einen Gegenbesuch m Rom zu machen, weil die Gefahr nahe lag, daß in Anbetracht der außerordentlichen Verhältnisse in Rom die Anwesenheit des österreichischen Herrschers leicht zu unliebsamen politischen Demonstrationen hätte Anlaß geben können. Ein anderer Ort zur Zusammenkunft der Monarchen sei aber vom italienischen Ministerium nicht bestimmt und deshalb der Gegenbesuch Kaiser Franz Josefs vertagt worden; doch habe die Vertagung dieses Projectes in den freundschaftlichen Beziehungen zwischen Oesterreich und Italien keine Veränderung hervorgerusen. Weiter gelangte das in'letzter Zeit ziemlich gespannt gewordene Verhältniß zwischen Oesterreich und Montenegro zur Sprache, wobei Reichsfinanzminister Kallay die interessante Erklärung abgab, er habe sich aus eigener Anschauung überzeugt, daß die Herzegowzen nicht wünschten, von Montenegro annectnt zu werden., Hierauf ergriff Graf Kalnoky wieder das Wort, um sich ebenfalls kurz über die montenegrinische Frage und über die sogenannte Donaufrage zu äußern, wobei er auf den baufälligen Zustand der bulgarischen Festungen hinwies, welcher die Erleichterung des Schiffsverkehrs auf der untern Donau begünstigte. Schließlich berührte Kalnoky noch die egyptische Frage und versicherte, daß rhm über die Pläne Englands bezüglich Egyptens keine Details zugegangen seien. o k Entsendung des englischen Botschafters bei der Pforte, m .Eg??ten, deutet auf eine wichtige Wendung in der egypti- tfichen Politik Englands hm. lieber die Motive dieses überraschenden Schrittes geht man noch nicht ganz klar. Lord Dufferin hat zwar dem Sultan, der sich begreiflicher Weste jehr besorgt wegen dessen egyptischer Mission zeigt, erklärt, er gehe nur anläßlich der Erkrankung des englischen Generalconsuls Malet in Kairo nach Egypten, doch klingt diese Erklärung wenig glaubwürdig. Man muß vielmehr annehmen, daß das englische Cabinet mit der Haltung der egyp- lstchen Regierung nicht zufrieden ist, namentlich da letztere mit der Reorganisation des Heeres und Schaffung des Gensd^armerie-Corps England anscheinend zu wenig zu Rache gezogen hat, und daß daher Lord Dufferin sich persönlich vom Stande der Dinge am Nil überzeugen soll. Lord Dufferin gedenkt, wie er dem Sultan noch Mittheilte, erst gegen Weihnachten auf seinen Posten nach Konstantinopel zurückzukehren. Die Neuwahlen zur italienischen Deputirtenkammer haben emen glänzenden Sieg der ministeriell-liberalen Partei ergeben und damit die Stellung des Cabinets de Pretis' weiter gekräftigt. Im Allgemeinen spricht jich die italienische Presse, sofern sie nicht entschieden radical oder clerical ist zufrieden mit dem Resultate der Wahlen aus, in welchem sie mit Recht eine 23nrgfd)aft für eine gesunde Fortentwickelung der inneren Verhältnisse Italiens erblickt. Den schweizerischen Bundesrath hat die Entdeckung, daß das Comitä, welches den Ausbruch der jüngsten anarchistischen Bewegung in Frank- ^ch veranlaßte, seinen Sitz in Genf habe, nicht kalt gelassen. Der Bundes- rath hat sich vielmehr an die Genfer Regierung um Aufschluß in dieser Angelegenheit gewendet, doch wäre es voreilig, hieraus einen Schluß auf ein bevorstehendes energisches Einschreiten der Schweizer Bundesregierung gegen die in Genf domicilirenden Häupter der internationalen socialistischen Liga zu ziehen, zumal ein derartiges Ansinnen an die Schweiz noch von keiner Seite gestellt worden ist. Es heißt indessen, daß Frankreich gesonnen sei, sich wegen des revolutionären Comit^s in Genf an die Bundesregierung mit Vorstellungen zu wenden; vielleicht hat der Bundesrath durch die Initiative, die er in dieser Angelegenheit ergriffen hat, dem vorbeugen wollen. Im Processe gegen Arabi Pascha ist eine entscheidende Wendung noch nicht so bald vorauszusehen. Die egyptische Regierung schlug England vor, Arabi zu verbannen, ohne den Proceß fortzuführen; doch ging die britische Regierung auf diesen Vorschlag nicht ein. Ferner wird aus Kairo gemeldet, daß es gelungen sei, Hassan -Mussa-el-Kalad und Suleiman Abdul, welche die Brandstiftungen in Alexandrien anordneten, durch die türkischen Behörden auf der Insel Kandia zu verhaften; man erwartet demnächst die Ueberführuug der Verhafteten nach Kairo, damit ihnen ebenfalls der Proceß gemacht werden kann. Zwischen China und Japan drohen wegen des Königreichs Korea ernste Verwickelungen. Die chinesische Regierung ist fest entschlossen, alle Ansprüche Japans auf Korea nöthigenfalls mit Waffengewalt zurückzuweisen und sieht man deshalb einem Bündniß zwischen China und Korea gegen Japan entgegen. Berlin, 1. November. Die Auflösung der Stadtverordnetenversammlung, an der nicht mehr zu zweifeln ist, soll noch im Laufe dieses Monats erfolgen. Mit großer Spannung erwartet man, ob die Regierung die von dem Magistrat vorgeschlagene Einthetlung der Wahlbezirke annehmen wird. In der Bürgerschaft regt man sich allseitig für die Wiederwahl der bisherigen Stadtverordneten, gegen welche sich andererseits die lebhafteste Aufwiegelung der Antisemiten vorbereitet. Berlin, 2. November. Aus der soeben publictrten Statistik der Straffälle in Bezug auf die Zölle und Steuern des Deutschen Reichs entnehmen wir, daß auch im Jahre 1881/82 gelegentlich der unmittelbaren Elnschwärzung zollpflichtiger Maaren über die Zollgrenze mehrfach Kämpfe zwischen Zollaufsichtsbeamten und Contravenienten vorgekommen sind. Bei densrlben sind im Jahre 1881/82 Zollaussichtsbeamte weder getödtet noch verwundet worden, dagegen wurden 6 Contravenienten gelobtet und ebenso viele verwundet. Im Jahre 1880/81 waren bei solchen Anlässen fünf Aufsichtsbeamte und sechs Contravenienten verwundet und ein Contravenient getödtet worden. — Als einen neuen Beweis für den blühenden Stand der Montanindustrie erfahren wir, daß der am 1. November abgehaltenen Generalversammlung des Vereins für die bergbaulichen Interessen mttgetheilt wurde, daß die Beträge, welche für die Ueberschreitung der Förderkonvention von 1881 von den einzelnen Zechen bis jetzt zu zahlen sind, bereits 130,000 erreichen. Es wurde beschlossen, diesen ganzen Betrag zur Bildung eines besonderen Fonds zu benutzen, aus welchem Hinterbliebene von solchen Arbeitern unterstützt werden sollen, welche bei Unglücksfällen mit tödtlichem Ausgange ihr Leben einbüßen. — Im Einvernehmen mit dem kaiserlichen deutschen Consulate in London hat die dortige Polizeibehörde zum Schutze weiblicher Dienstboten, welche nach London gekommen sind, um häuslichen Dienst oder sonstige Beschäftigung zu erlangen, wenn sie in Schwierigkeiten gerathen und einer Auskunft über englische Gesetzes.Vorschriften bedürfen, eine Bekanntmachung erlassen, nach deren Inhalt die Dienstboten die gedachte Auskunft und den erforderlichen Beistand auf persönlichen oder schriftlichen Antrag in jedem Poltzeiamte in London aber im Bureau des Criminal Investigation Departement Great Scotland Yard, oder auf dem Kaiserlich Deutschen Generalkonsulate, 5 Blomfield Street, London Wall, E. C., erhalten. Handelsgesetzbuch und Strafgesetzbuch. So wenig verlockend es für den Handelsftand ist, das Strafgesetzbuch zu studtren, und so selten es ihm gelingt, auch nur mit dem Handelsgesetzbuch ganz in's Reine zu kommen, so nothwendig ist es doch manchmal, Beide in die Hand zu nehmen. Wir greifen eine Bestimmung aus jedem von beiden Gesetzbüchern heraus und es wird daraus klar hervorgehen, wie nothwendig es ist, sich mit ihnen bekannt zu machen. Das Handelsgesetzbuch schreibt in Art. 3 vor: „Als Kaufmann im Sinne dieses Gesetzbuchs ist anzusehen, wer gewerbemäß'g Handelsgeschäfte betreibt", und in Art. 28: „Jeder Kaufmann ist verpflichtet, Bücher zu führen, aus welchen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens vollständig zu ersehen sind" rc. Das Strafgesetzbuch dagegen sagt in Art. 283: „Kaufleute, welche ihre Zahlungen eingestellt haben, werden wegen einfachen Bankerotts mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft, wenn sie . . . 2. Handelsbücher zu führen unterlassen haben, deren Führung ihnen gesetzlich oblag, oder dieselben verheimlicht, vernichtet oder so unordentlich geführt haben, daß sie keine Uebersicht des Vermögensstandes gewähren, oder 3, es unterlassen haben, die Bilanz ihres Vermögens in der gesetzlich vorgeschriebenen Zett zu ziehen. Die tägliche Erfahrung lehrt nun, daß Kaufleute, welche ihre Zahlungen eingestellt haben, wegen einfachen Bankerotts mit Gefängniß bestraft werden, weil sie gegen die vorangeführten Vorschriften m Ziffer 2 und 3 des Strafgesetzbuchs sich verfehlt haben Da eine Unkenntniß der Gesetze kein Entschuldigungsgrund ift, die Strafe aber sehr häufig solche trifft, welche, wie man zu sagen pflegt, sonst ohne ihre Schuld in Vermögenszerfall gerathen sind und trotz mangelnder oder mangelhafter Buchhaltung den Stand ihres Vermögens wohl kannten, so kann nicht oft und eindringlich genug den Vielen, welche gewerbemäßig Handelsgeschäfte betreiben, jene Gesetzvorschrlft etn- geprägt werden, damit sie sich vor Schaden rechtzeitig bewahren, zumal da die Strafe, auch wenn das Gericht sie umsichtig bem'ßt, viel härter ist, als dec gemeine Menschenverstand begreifen kann. Auch ändert es an der Häufigkeit der Thatsache, daß gegen die obengenannten Gesetzoorschriften gefehlt wird, nichts, daß es nicht selten Fälle gibt, daß die Justiz einen Schuldigen ungestraft durchschlüpfen läßt, weil sie eine Binde um die Augen trägt, um diejenigen Fälle nicht sehen zu müssen, welche sie nicht sehen will, sie kann doch, wenn sie will, jeden Kaufmann strafen, welcher die mehrgenannten Unterlassungsfehler bedangen hat und dann in Concurs kommt, und Beispiele lehren, daß gerade Inhaber von Handelsgeschäften kleineren Umfangs, welche am wenigsten an die ihnen vom Gesetz auferlegten Pflichten denken, am ehesten der auf deren Nichtbefolgung gesetzten Strafe verfallen. Manche gibt es, die durch ihr Vermögen sich für so gesichert halten, daß an eine Zahlungseinstellung und dadurch herbeizuführende Strafbarkeit gar nicht zu denken sei. So sehr nun auch eine solche vertrauenerweckende Stellung Jedem zu gönnen ist Norddeutschen Lloyd in Bremen, 1. November. Norddeutschen Lloyd in Bremen, Capt. C. Undütsch, vom von Newyork abgegangen Der Postdampfer Oder, welcher am 21. Oktober Schiftsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Bremen, C W- Dietz Nachfolger, Gießen. war, ist heute 4 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 6 Uhr Morgens die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 153 Passagiere und volle Ladung. _________ — In Paris ist das Tifchrücken wieder einmal fashionable geworden. Gtrave in den aristokratischen Kreisen, wo sonst das Hervorkehren strengster religiöser Recht- gläubtgkeit zum guten Ton gehört, hat dieser Aberglaube die meisten Anhänger gewonnen. Was lndeß schlimmer ist, als diese Verirrung gelangweilter Modedamen und hohl- köpftger Modeherren, das ist die Mitschuld gewisser Preßorgane, welche unter dem Vorwande, das elegante Leben zu schildern, die eleganten Thorheiten beschönigen und ihnen das Wort reden. Der Gaulois widmet heute dem Tischrücken einen Leitartikel, dessen Verfasser sich als sehr freisinnig, sehr skeptisch bekennt, dann aber sofort beifügt, an der Fähigkeit der Tische, sich zu drehen und durch Bewegen und Klopfen Mtttheilungen aus dem Geisterreiche zu übermitteln, dürfe man nicht zweifeln. Der Verfasser beruft sich auf Madame de Girardin, auf Balzac, Sardou und die Kaiserin Eugenie, welche Alle zu ihrer Zeit das Ttschrücken gepflegt. Man geht jetzt sogar so weit, von den Tischen Antwort auf Fragen zu verlangen, welche von den Anwesenden gar nicht ausgesprochen, sondern nur gedacht werden. Madame de Girardin, so erzählt der Gaulois. soll bei einer dieser Sitzungen ihre Gäste aufgefordert haben, jeder möge sich ein Wort denken; der Tisch werde cs errathen und durch ein Synonym andeuten. Als die Reihe an den Schriftsteller Vacquerie kam, klopfte der Tisch: „Leiden." — Vacquerie gestand, er habe gedacht: „Lieben." — Eme seltsame Entführungs-Geschichte macht in Budapest Aufsehen. Ein junger Engländer erließ dort, wie „EgyetöUös" meldet, folgendes Inserat: „Junge hübsche Mädchen werden im Velocipedfahren unterrichtet und zur Reise ausgenommen. Näheres unter Tabakgasse 26." Es meldeten sich in Folge dieser Annonce nicht wenig junge Mädchen aus dem Bürger- und Handwerkerstande und mit einer Anzahl von diesen verschwand nach einigen Tagen der moderne Rattenfänger aus Pest, ohne daß man bisher außer seiner nach Frankfurt a. M. führenden Spur etwas von ihm ermittelt, obwohl der Telegraph hinter ihm nach allen Richtungen spielt. — sGeschäftsgehetmniß) In B. herrscht unter den Kellnern vielfach die Unsitte, stets nur so viel beim Geldwechseln herauszugeben, daß noch 10 H fehlen und nach diesem dann so lange suchen, bis der Gast des Wartens müde wird und dem Kellner den Betrag schenkt. Einem Gaste, Professor an der dortigen Universität, war dieses Gebühren ausgefallen, und er beschloß, Acht zu geben, wie die Kellner es anfangen, um Nie die Zehnpfennigstücke finden zu können. Er bemerkte bald, daß dies sehr einfach dadurch bewerkstelligt wurde, daß der Kellner alle Zehnpfennigstücre, die er etnnahm, in die Westentasche steckte, während das übrige Geld in die Hosentasche wanderte. Als unser Professor seine Zeche bezahlte, richtete er es so ein, daß der Kellner ihm heraus- geben mußte. Natürlich konnte dieser wieder „mit dem besten Willen" kein Zchnpfennig- stück finden. „Greifen Sie nur einmal in Ihr linke Westentasche", sagte der Professor lächelnd, „vielleicht finden Sie dort eins!" Der Kellner machte zuerst ein verblüfftes Gesicht, faßte sich dann überschnell und flüsterte, indem er sich zu dem Professor hinabbeugt, diesem in's Ohr: „Sie sind gewiß auch einmal Kellner gewesen!" — [©änfcmaft.J Es wird empfohlen, den Gänsen von Anfang Mohrrüben gemischt mit Kohlblättern zu geben und zwar so lange, wie sie dieselben fressen wollen- Hiervon sollen die Gänse Fleisch ansetzen. Wenn sie dieses Futter nicht mehr gerne annehmen wollen, soll man ihnen Hafer geben, nach welchem sie dann schnell Schmalz ansetzen- — Zum Stopfen (Nudeln) soll man aus 3 Theilen Maismehl, 1 Theil Getreidemehl und ein Theil Mohnkuchenmehl die Klöse (Nudeln) bereiten. Voraussichtlich wird anderes Oelkuchenmehl von guten gesunden Oelkuchen wohl die Stelle des Mohnkuchenöls vertreten können, wenn letzteres nlcht zu beschaffen ist. Vermischtes. SSÄ i"; »u, bin melften »nufluflljen die ..«»nre •«»»■««» •« Ä Kunstbauten W?g-n und Brücken, die der über 4000 Morgen große Park umfaßt, 'L^mVg-n Schwurgericht wurde Charles Souter seines Zeichens ein RaMnsänger, des Dnbstahls der Leiche des Earls von Craw ord und Mares aus d-? Fam.liengrust in Dunecht-House b-, Aberdeen nach mehrtägiger Per- bandluno für schuldig befunden und zu 5 Jahren Zuchthaus öcrurtI)eUt. ,, _ Wie das Regensburger Tageblatt" mittheilt, wurde durch Pferde, welch, beim Ziehen des Pfluges plötzlich stehen blieben und absolut nicht mehr weiterzu bringen waren, in der Nähe von Kareth (Oberpfalz) die in der Erde vergrabene Leiche emes seit etwa einem Vierteljahre vermißten Metzgerburschen gefunden, welche, den MordstahlEh^in Brust,(n Saale-Zeitung folgende Episode: Schreiber dieser feilen hatte in der Nacht vom 15. auf den 16. Ium 1866 bet dem vreukischen Telegraphenamt in Frankfurt a. M. Nachtdienst; nach den ^^gunyen der letzten beiden Tage war im Telegraphenbureau an diesem Abend eine fast unherm- lidje Nube einartrelen eine Stille, welche einem starken Gewitter voranzugehen pflegt. Die L^aer der Stationsuh^en zeigten 20 Minuten über Mitternacht, als sich der Telegraphen-Apparat, welcher dtc Correspondenz zwischen Frankfurt a. M. "Nd Hannover vermittelte in Bewegung setzte. Schreiber dieses, welcher nebst anderen Apparaten am^ diesen /u bedienen hatte, empfing alsdann das nachstehende wortbch wieder- aeaebene Telegramm: „Wien und Frankfurt a. M. von Hannover, Nachts 12 Uhr 10 Mm. 1) An den Kaiser von Oesterreich, Wien; 2) An den osterrerchlschen Gesandten v. Küblwetter Frankfurt a. M. Soeben hat Preußen an Hannover den Kneg erklärt Die Armee sammelt sich bet Göttingen; der König und oer Kronprinz begeben sich zur Armee; wir bitten um schleunige Verhaftungsbefehle. GeorgiKurze Zett nach diesem wurde noch ein zweites, längeres Telegramm in chrffrirter Schrift für den österreichischen Gesandten von Kühlwetter (v. Kübeck) übermittelt. Diese beiden Telegramme wurden von mir ihres hochpolitischen Inhalts wegen n.cht w:e es sonst zu oesckeben bat sofort an ihre Adressen befördert, sondern erst am nächsten Morgm dem Amtsoorstehe'r übergeben, welcher sie unserem preußischen Gesandten be,m Bunde, ^>errn o. Savigny, überbrachte. Herr v. Savigny befahl gegen Mittag die ordnungsmäßige Weitergabe; zu einer Zeit also, wo der Inhalt der Telegramme von den Ze^ Verhältnissen bereits überholt war. Hannover beging einen ?r?lbeburften iroet so inhaltreiche Telegramme, welche einer beschleunigten Rückantwort bedurften, einem preußischen Bureau übermittelte; mit welcher Sehnsucht mag man am hannoverschen Hoflager einer Antwort entgegengesehen haben. Das preußische Telegraphenamt wurde ob der zu späten Bestellung der beiden Telegramme an Herrn v. Kühlwetter rasch von der Nemesis ereilt. Zornig beantragte der österreichische Gesauttte beii dem Frankfurter Senat die Schließung der preußischen Bureaus; schon anDemselben Nachmittag wurde durch bayrisches Militär das preußische Telegraphenamt geschloffen und scharf bewacht und zwei Tage später wurden die preußischen Beamten aus Frankfu.t ausgewiesen."■ r ea für einen Kaufmann, darauf sich zu verlassen, da unvorhergesehene Wcchsesiäll? aller Art die sicherste Stellung untergraben können und es dann zu spat ist sich vor dem Strafgesetze noch zu retten. 3-J ^eilqebotenes. 7241 Ein Saus in bester Lage einer Stadt in Oberhessen, worin eine sehr gute Wirtschaft und Metzgerei betrieben wird, zu verkaufen. _ Näheres bei Wilh. Krämer, Blerch- straße 5. _________ Frisch eingetroffenen t° Zwktschrnhomg per Pfund 40 4 empfiehlt Carl Fetri 7045 (vorm- ®. C. Spruck). Feinster Dorsch-Leberlstrsn, fast geruch- und geschmacklos, in Flaschen a 60 1 und 1.60. 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Kreis- schulinspector Büchner. 2. Vortrag: „Die ersten Anfänge des deutschen Dramas." Realschullehrer Schwabe. 3. Vortrag: „Ueber das electrische Licht." Mit Experimenten. Realschul- director Sold an. 4. Vortrag: „Die Königin Luise." Prof. Dr. Bratuscheck. 5. Vortrag: „Thomas und Felix Platter, Bilder aus dem Schulleben früherer Jahre." Pfarrer Dr. Naumann. Die Ankündigung der einzelnen Vorträge wird in dem „Gießener Anzeiger" und den „Oberhesstschen Nachrichten" erfolgen. Gießen, den 1. November 1882. 7204 Der Vorstand. ö□oaöäao □□□□□□□□□□□□□□□□□□□□ □□□□□ oooo | Zur schönen Aussicht. § kJ n D Verehrtem Publikum halte meine neu hergerichteten Locali- g q täten zum Besuche bestens empfohlen. Ein vorzügliches Glas Actien- q q Bier, sowie gute Speisen werden jederzeit verabreicht. Auch habe zur Q Q Bequemlichkeit meiner werthen Gäste den Fußpfad zu mir bequem chaussirt. O g 6932 Achtungsvoll q Heinrich Schraner. ooooQoaQOOiOOQmQOOOOiaosoooQDaioooaoooa Bäuerischer Gesangverein. Sonnlag den 5. November: thg Abend-Uüterlialtiiug im Leib’scheo Saale. Anfang 7V2 Uhr, Der Vorstand, 7211 Den geehrten Einwohnern Gießens die ergebene Anzeige, daß ich mit dem Heutigen am Kreuzplatz, im früher Kuhn'schen Hause eine Xlacherei etablirt habe. Durch gute Waare werde ich mir das Vertrauen meiner geehrten Abnehmer dauernd zu erhalten suchen. Achtungsvoll Gottfried Günther. II. HOF 33 Bahnhofstrasse GIESSEN Bahnhofstrasse 33 Commissionsgeschäft für Immobilien empfiehlt sich zum An- und Verkauf von Häusern, Gütern, Grundstücken, Geschäften jeder Art rc., im Er- und Vermiethen von Wohnungen, Geschäftslokalitäten rc. 7243 6656 Ein möbl. Zimmer mit Kabmet per November zu vermiethen. ______________________Marktstraße 34. 6659 Die seither von Herrn Dr. Gutfleisch innegehabte Wohnung ist sofort andere weitig zu vermiethen. ______Schellenberg. 6572 Logis zu vermiethen. 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