Ar 2SS Erstes Blatt Sonntag beit 5. November 1882» (<)ief;cncr Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstrahe 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. =cn Amtliche r Betreffend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Gießen für Das Großherzogliche an die Grotzherzoglichen Bürg Wir benachrichtigen Sie, daß in den rubr. Voranschlägen dieselben Betr unserem Amtsblatt — ohne Nummer — vom 28. October er. für 1882/83 angegec legenden Tarifpreise, verweisen wir auf unser Ausschreiben vom 31. October er. — ö Dr, Boermann._________________ __________ treffend: Den im October 1882 vorzunehmenden Wiesengang. ~ Siefeen, am 3. November 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern Sie, soweit Sie noch im Rückstände sind, an Erledigung der Verfügung vom 2. Oktober 1882 binnen acht Tagen. vr. Boekmann._________-_____________________— -----------Betreffend: Die Versicherung der Gebäude gegen Feuersgefahr. Gießen, am 3. November 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großberzoaliehen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern Sie, soweit Sie noch im Rückstände sind, an Erledigung der Verfügung vom 2. Oktober 1882 - Anzeiger Nr. 232 - binnen Hli-ik. 1883/84. Gießen, am 2. November 1882. Kreisamt Gießen ermeistereien des KrsikeA. äqe unter Rubrik 98, „Beiträge zur Kreiskasse", vorzusehen, wie solche in .en sind. — Bezüglich der bei Berechnung des Holzerlöses zu Grunde zu Gießener Anzeiger Nr. 258. mit Frist von 8 Tagen erinnert. Dr Boekmann. 3'a0eTt' ______________Dr, Boekmann.__________________________—-- - etresfend: Den Rundgang der Feldgeschworenen im September und Oktober. Gießen, am 3. Novern er 1 • Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großberzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit Erledigung unserer Verfügung vorn 3. September l. I. — Anzeiger Nr. 207 — tm Rückstände und, w h 1 Buch, 1 Färberzeichen, 1 Regenschirm, Inhalt, mehrere Schlüssel. Gießen, den 4. November 1882. Gefundene Gegenstände: 1 Halsbinde, 1 Sonnenschirm, 4 Paar Handschuhe, 1 Taschentuch, 2 Paar Hosenträger, 1 Portemonnaie tm Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutschland. Darmstadt, 3. Novbr. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allerqnädigst geruht: " Am 24. Oetober den Oberamtsrichter bei dem Amtsgerichte Bmgen Dr. Joseph Maria Struve auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen. — Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 24. Oetober den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Groß-Umstadt Wilhelm Stammler zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgerichte Ortenberg,— den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Seligenstadt Ernst M i ck e l zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Groß-Umstadt, — den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Worms Emil La ist zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Bingen,— den Gerichtsaceessisten Hugo Taschö in Lauterbach zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Seligenstadt, am 2. November den Gerichtsaceessisten Karl Ewald in Mamz zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Worms, — zu ernennen. — Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: ~ Am 1. November dem Vorstand des Polizeiamtes Gießen, Polizeieommipär 1. Klasse Wilhelm August Fresenius den Charakter als „Polizeirath" zu verleihen. — Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigr geruht: Am 1. November dem Maler August Becker in Düsseldorf die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm von Sr. Maj. dem König von Rumänien verliehenen Königlich Rumänischen Verdienst-Medaille erster Klasse zu ertheilen. Aus dem Großherzogthum Hessen, 3. Novbr. Die hessische Regierung war eine der ersten, welche im Interesse des rechtsuchenden kums eine Ermäßigung der Gerichtskosten emtreten ließ und statistische Erhebungen über deren Höhe gegenüber den früheren Sätzen veranlaßte. Hierzu führte das Bestreben, für die Zukunft eine weitere Ermäßigung anzuordnen und liegen nunmehr umfassendere Berechnungen bezüglich der Kosten in bürgerlichen Rechrs- streitigkeiten, auf welche das deutsche Gerichtskostengesetz Anwendung nnbet, un eines Theil der Kosten der freiwilligen Gerichtsbarkeit vor. Leider ist a Resultat kein günstiges. Während die Reineinnahme des Zeitraumes 1. 1878—79 nach früheren Ermittelungen 533,593 1 „ * tr tr '2 ) Schwarzbrod 2. Sorte Großherzogliches Polizeiamt Gießen s 60 70 Fresen ins. Für die Wasserbeschädigten in Tirol gingen weiter bei uns ein: Von Professor Dr. Lemcke 20 X, Dr. Levi 3 X, Musikdirector Felchner 2 X, Pfarrer Dr. Haupt 3 X, R- S- 3 X, M. K- 2 X, an Zeugengebühren 10 X, A. Kraatz 5 X, gerichtsrath Pf. 5 X, Rechtsanwalt Th- B- 5 X, Director V- 3X, Apotheker C- 3 X, Dr. M- 3 X , Den freundlichen ©ehern herzlichen Dank sagend, bitten wir um weitere Gaben, da die Noth groß und Hülfe dringend nöihig ist. . u Die Expedition des „Gießener Anzeiger. SS’ Das Museum des historischen Vereins (im alten Rathhaus) ist von nun an jeden Sonntag, Mittags von 12—1 Uhr geöffnet. Traubenmost empfiehlt 7266 Ortsgerichtsmann. 7317 (Brauerei Lotz). 7313 7155 J. B 8. 7292 Reparaturen und Neubeziehen wirb bestens besorgt. Dorn, Bezirksbauausseher. Die an der Kirche zu Treis a. d. Lda. vorkommenden Dachdecker Neparatur- arbeiten sollen Dienstag den 7. ds. MtS., Vormittags 11 Vs Uhr, an Ort und Stelle vergeben werden, woselbst sich Uebernahmslustige einfinden wollen. 7307 W. Rinn, Klein-Linden. Italien. Maronen treffen heute ein. 7305 JEmil Fischbach. Dm-.stgg den G. Noliemder, Nachmittags 2 Uhr, werden im Hause der Herren Merten- tzcimer & Schultheis am Kreuz, 3. Stock, sehr gut erhaltene Möbel und Betten, Bettstellen und Matratzen, namentlich ! Glasschrank, Cophas, 1 Sopha mit gepolsterten Stühlen, 1 runder Tisch, Tische, Stühle, Kommode, Kleider- und Weißzeugschränke, Spiegel und andere Haushaltungs - Gegenstände versteigert werden. Gießen, den 4. November 1882. I. A.: Müller, von der Großherzogl. Saline Bad-Nauhelm aus gradirter Soole dargestellt, ausgezeichnet durch seine Schärfe und Leichtlöslichkeit, Kochsalz, Viehsalz, Badesalz, Eissalz, Mutterlauge, letztere in Salinenkannen, alles bester Qualität, wie allgemein anerkannt, ist stets vorräthig und zu den billigsten Preisen zu beziehen bei Herrn Kaufmann J- G. D. Bapst auf dem Markt in Gießen. 2792 Grossh. Salinen- und Bergamt Bad-Nauheim. nn Gebrau werden abgegeben bei Anton Klostermann Kunstbutter empfiehlt 7318 Emil Fischbach.. NB. Dr. Meinert schreibt in seiner Brochüre „Wie nährt man sich gut und billig": „Die Kunstbutter ist zweifellos em vollständig gesundes und preiswerthes Nahrungsmittels. Wollene und baumwollene Heurden, Unterhosen und »Jacken 7313 in großer Auswahl empfiehlt zu billigen Preisen E. Timm, Bahnhofstr. 12. Fe HoSbery Kirchenplatz. Bettzeuge, Barchente, Zwilliche, Deinen, Chiffon, Shirting, Damaste, Piques, Handtücher, Tischtücher, Servietten, Gardinen, Tricot, Pique und Tischdecken, rothe und farbige Holter, Beisedecken, Steppdecken, Bettfedern und Daunen in besten Qualitäten 'empfiehlt zu billigen Preisen Ieikgeöote«es. 7293 Ein noch gut erhaltener Kochherd tft preiswürdig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. ds. Bl^ Kreuz GIESSEN Kreuz empfiehlt Mer. Eh- ä- Kaffeelöffel in allen Mustern und in jedem Gewicht- 7328 egenschinne empfiehlt zu den billigsten Preisen 5502 Dienstag den 28. ds. Mts.- Nachmittags 2 Uhr, lassen die Erben des Rentamtmann Bott theilungshalber ihr an dem Seltersweg gelegenes Besitzthum, Flur 1/466 und 467, bestehend aus zweistöckigem Wohnhaus nut Nebenhaus und großem Garten, unter den im Versteigerungstermin bekannt zu gebenden Bedingungen auf hiesigem Ortsgericht ver- Gießen, den 3. November 1882. Großherzogliches Ortsgencht. 7288 Lüdeking. Versteigerung. Nächsten Montag den «. November, Morgens 9 Uhr, findet noch eine Versteigerung einer großen Parthie Brenn- und Baubolz im Hofe des srilheren „Adler" am Wall- thor statt. _________-Hl Altes Bauholz, Brennholz, Scheuer - Leitern, Stückstecke», Thüren und Defen werden den 7* Novbr., Morgens 10 Uhr, versteigert. "7326 G-g. Ph. G-ail. Die Brühl’sehe Druckerei Fr. Chr. Pietsch in Giessen übernimmt fortwährend und empfiehlt sich in Anfertigung von Drucksachen aller Art, insbesondere: Visit- und Verlobungskarten, Gclmrts-, Uerlolmngs- lind Trainings-Amigen, Circulaire, Briefköpfe, Avisbriefe, Aviskarten, Preis-Courante, ^echnungs-Foraulare, Aotas in jeder Grösse, Bestell-, Arbeits- und Lohnzettel, Adress- und Geschäfts-Empfehlungs-Karten, sowie überhaupt alle hier nicht erwähnten im kaufmännischen Fache vorkommenden Drucksachen. Auch tabellarische Arbeiten jeder Art für Behörden, Etiquetts für Berichte und Schreiben, Formnlarien und alle sonstige in dieser Branche verkommenden Druckarbeiten werden ebenso schnell und billigst hergestellt wie Extrabeilagen für Zeitungen, Prospecte, Cataloge, Brochüren, Werke etc. Inserate aller Art befördert die Expedition dos Giessener Anzeigers in alle Zeitungen des In- und Auslandes unter denselben Bedingungen und Preisen wie bei den Zeitungen selbst Die Auftraggeber sparen also Briefschreiben, Zeit und Porto. — Das Abfassen der Inserate wird bestens besorgt, sowie jede gewünschte Auskunft bereitwilligst ertheilt. Hat Herr sch. auf mein „Eingesandt" Etwas erwiedert? Herumgemäkelt hat er dran, erwiedert Nichts! Läßt ein Kathol. sich nicht Alles bieten, so ist's „confess. Hochmuth", „Exclusivität". Die Methode ist alt! Fürchtet der Gegner die Concurrenz der B. Schw., um so schlimmer für ihn, furchtet er sie nicht, was eifert er denn? Damit Basta. 7320 Zwei starke Zugpferde, das eine 4 Jahre, das andere 12 Jahre alt, sowie einen schweren Wagen in bestem Zustand hat zu verkaufen Hans Heinrich Naas, Steinbach. OS lazsfflEH Tournuren ganz neue Fa^ons, sind in großer Auswahl eingetroffen und empfiehlt zu sehr billigen Preisen Robert Haas, 6729 Seltersweg 57. Kieler Sprotten empfiehlt 7306 Emil Fischbach. Lshrer Hinkende -Bote Deutscher Reichsbotc Land Katen der pro 1883 sind eingetroffen und zu haben bei 5181 Wilhelm Hlee am Markt. Wiederoerkäufer erhalten hohen Rabatt Prima Zmetlchen-Homg per Pfund 40 H empfiehlt 6726 Grg. Wilh.. "Weidig. 8 _______________ Der Verein zum Sammeln von Cigarren-Abfällen etc. Der genannte Verein beschloß in seiner letzten Sitzung, zur Bequemlichkeit des verehrten Publikums, welches denselben mit Cigarrenabfällen und Geldspenden bedenken will, zwei Filialstellen zu errichten und zwar auf dem Seltersweg bei Herrn Friseur Georg Petri und am Lindenplatz bei Herrn Friseur Gerhard. An den bezeichneten Stellen werden Cigarrenabfälle, Cigarren- bänder und -Kistchen, sowie Geldbeiträge zur Weiterbesörderung an die Central- station dankend entgegengenommen. Der Verein richtet sich, da Weihnachten tn Sicht, an das opferfreudige Publikum von Gießen und Umgegend mit der ergebenen Bitte, ihn in der Ausübung seines edlen Zweckes — die Kleidung einer Anzahl armer Kinder aus Weihnachten - durch Uebernnttelung von Ciaarrenabsällen 2c. ober kleinen Gelbbeträgen geneigtes! unterstützen zu wollen- Um Denjenigen, welche mit den Zielen des Vereins noch nicht bekannt sind, ein kleines Bild hiervon zu geben, bemerken wir nur, daß von den ge- sammelten Cigarrenabfällen u. s. w., sowie ben Gelbbeträgen, welche bie in allen Wirthslokalen aufgestellten Sammelkasten bes Vereins enthielten, m Jahre 1880 sieben Kinder und im Jahre 1881 zehn arme Kinder vollständig ge- Heibet würben. „ L . £ , . c. Anqespornt durch dieses schöne Resultat und in Mckficht darauf, daß die Anzahl ber bebürftigen Kinber eine zu große ist, tritt ber Verein biesmal vor bas größere Publikum mit ber ergebenen Bitte, ihn in feinem humanen Bestrebungen auf irgetib welche Art geneigtes! unterstützen zu wollen. Anfang V25 Uhr Entree 50 Pfg» ---- Näheres die Plakate. ,7321 1894 Schuhmacher. 7313 Erklärung Gambrinus J. B. Spiegel. 7318 s S-.B vorgelegen hat, auf eine Im Saale der „Reslanraiiou Bramm“. Lchützmhos Heute Sonntag den 5. November: U Sonntag den 5. November: ras p COHCERT. 1 Fi b< h Der Vorstand* Anfang 8 Uhr. 3D ~ Montag Abends Junker.? 7270 Eine Restaurationsköchin findet sofort Stelle. Näheres bei der Exped. ds- Bl. S 1 u. $ ca 7323 Ein tüchtiger Pferdeknecht wird auf Weihnachten ^“%rttftra6e 11 Mermifchte Anzeigen. Meinen werthen Kunden und Gönnern hiermit zur Nachricht, daß ich jetzt im Hause des Herrn Metzgermeister Schulz, Wallthorftratze Nr. 27, wohne. Louis Feldhaus, t— vS w » w ® s Evangelische Gemeindevertretung. Die geehrten Mitglieder der Gemeindevertretung lade ich hierdurch ergebens! ein zu einer freien Versammlung, die am Mittwoch den 8. November d. I., Abends 8 Uhr, im Cafv Ebel (bei Herrn Balzer) stattfinden soll. Gegenstand der Besprechung: Lokalkirchliche Angelegenheiten. Gießen, den 4. November 1882. 7309) Dr. Naumann, Pfarrer. e . WenzeFs Garten, Giessen. Sonntag den 5. November unwiderruflich Schluß-Vorstellung der Zndianer-Schaustellung verbunden mit COUCBRT der hiesigen Regimentsmusik. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'ichen Druckerei drittel Blatt. Grsuiivkn g eire Spanukette. Abzuholen gegen ftattung d. Jnseratgebühren Bahnhofstr. 26. Notiz. Der in Nr. 256 dieses Blattes vom 2. ds. erschienene und mit „J. B. 8." unterzeichnete Artikel rührt nicht von mir her. Gießen, den 3. November 1882. Pferdefleisch S-ger.Wurft empfiehlt (7325) Konr. Krausch. wirken sucht. z Denjenigen aber, welche den hiesigen Katholiken eine gegen ihre andersgläubigen, speciell evangelischen Mitbürger feindliche Gesinnung andichten, von der ste stch vollkommen frei wissen, möchte ich noch die Worte der „Nationalzettuug zu bedenken geben, welche jüngst die Städte gegen den Vorwurf der antimonarchischen Gesinnung vertyet- digte »und bei dieser Gelegenheit sagte: „Es ist eine bekannte psychologische Thatsache, daß die Menschen am wirksamsten zu vorher von ihnen verworfenen Gesinnungen erzogen werden, wenn man ihnen diese, gleich als ob sie bei ihnen selbstverständlich wären, zutraut . 7291 Dr. Kubel. Auswanderer nach Amerika befördert billigst Ohr. Wallenfels ä Portion 30 H. 7303 In Nr. 256 des G. A. werden denjenigen Herren, welche die Sammelliste zum Sroecf der Niederlassung barmherziger Schwestern in Circulation brachten, beschuldigt^ ihre protestantischen Mitbürger „überrumpelt" zu haben, so daß „zahlreiche Leute irr- thümlicher Weise für das Unternehmen eingetreten seien u. s. ro. ...... Diese Beschuldigung würde mich in erster Linie treffen, wenn ste gegründet wäre ; denn ich habe persönlich den größten Theil der Unterschriften für die an Großherzogl. Ministerium gerichtete Petition, welche anfangs stets mit der Sammelliste vorgelegt wurde, im Kreise von Protestanten zu der Zeit bewirkt, welche bei dieser Beschuldigung allein in Betracht kommen kann. ... Es sind dies die paar Tage, welche den heftigen Ausfallen vorausgingen, die im „Gießener Anzeiger" und gleich darauf in den „Oberhessischen Nachrichten auf das Unternehmen gemacht wurden, die aber um des lieben Friedens willen gar nicht bekämpft worden sind, weder von den „strengen Katholiken" noch von den „freisinnigen Protestanten", welchen letzteren damals der Text gelesen wurde darüber, daß )te es gewagt hatten, die Berufung barmherziger Schwestern zu unterstützen, und worin es wörtlich hieß: „Aber solcher Unterstützung von Seiten angesehener Burger gegenüber wird die Regierung der Petition zweifellos willfahren müssen", als ob die Katholiken gleichsam der Fürbitte der Protestanten bedürften, um höheren Orts geneigtes Gehör zu finden. Vor diesem Zeitpunkt also muß die Ueberrumpelung stattgefunden haben; denn seitdem ist die wie auf Bestelluug gemachte Geaenbewegung so geräuschvoll im Gang, daß Jedermann weiß, um was es sich handelt, selbst wenn er die mit großen lateinischen Buchstaben am Kopf der Sammelliste befindliche unzweideutige Ueberschrift wider alles Erwarten nicht bemerkt haben sollte. ... cv.S(,r Nun haben aber vor dieser Zeit nur wenige Protestanten gezeichnet. Jeder der Zeichner aber ist ausdrücklich ersucht wurden, die Petition durchzulesen, deren Inhalt keinen Zweifel über die Natur des Unternehmens übrig lassen konnte. , Es kann sich also gewiß Niemand, dem die Petition vorgelegen hat, auf eme „ungenaue Darstellung", „ein Versteckspiel" berufen...... M . Die Evangelischen aber, welche trotz dem Lärm m öffentlichen Blattern und eigens einberufener Versammlungen die erste Petition und vor nicht langer Zeit in weit größerer Zahl die zweite Eingabe an Großh. Ministerium unterschrieben chaben, werden erst recht nicht von Ueberrumpelung sprechen, geschweige.denn die, welche Mich und andere Herren persönlich ersucht haben, ihnen die Sammelliste zu fchicken, weil fie bei einem so gemeinützigen, edlen Unternehmen mitwirken wollten. Wo stecken denn nun die „zahlreichen Leute", die nicht gewußt haben, daß es stch um katholische Schwestern handele? „Angesehenen evangelischen Burgern darf man doch zutrauen, daß sie wissen, was sie thnn, wenn sie ein Schriftstück unterichreiben und daß sie den Unterschied kennen, zwischen „Barmherzigen Schwestern und „Diakonissen . Der Einsender redet von einem Versteckspiel. Heißt das em Versteckfprel Mit einem Unternehmen treiben und in aller Stille die Leute überrumpeln, wenn man, rote der Unterzeichnete wiederholt gethan hat, vor dem ersten Schritt zum Ziel, Herren beider christlicher Eonfesfionen in einem öffentlichen Lokal auf dus geplante Unternehmen aufmerksam macht? Die betreffenden Herren werden mir diese Thatsache gern bestätigen. Dies zur nothgedrungenen Abwehr, weil Nothwehr nicht nur erlaubt ist, wte Fenelon sagt, sondern in gewissen Fällen strenge Pflicht, besonders wenn nut der eignen Ehre ungerechter Weise auch die Sache angegriffen wird, für die man arbeitet und zu FRIEDRICH BAUMANN Giessen, Neuenweg 7 Werkstätte, 6407 Ührmacberei, Electro- mechanik. jjßl töL&a Haustelegraphenanlage. Gesangverein Eintracht. Sonntag den 5. November: Stiftungsfest auf Eonij’s Bterfteffer. Anfang 8 Uhr. n ,, . 7287 Entröe für Nichtmitglieder: 2» Pf. _________Der Vorstand^ Da der Vorstand des „Vereins für Krankenpflege" erst nächster ZÄt gewählt wird, so ist es nothwendig, daß Jeder, der m dem Strert für dre barmherzigen Schwestern das Wort ergreift, seinen Namen unter,etze, damit r persönlich die Verantwortung für das Geschriebene übernehme um nrcht de „Verein für Krankenpflege" dafür verantwortlich gemacht wird oder Dritte gleichen Namens darunter zu leiden haben. Rubel» Die Nr. 4 enthält: Der Peter von Danzig. Ein historischer Seeroman aus Danzigs Vorzeit. Von Reinhold Werner. (Fortsetzung.) — Zur preußischen Pferdezucht. Von Hermann Vogt- Zu dem Bilde von G. Koch. — Botenchristel. Jugenderinnerung vom Lande. Von Zoe von Reuß. — Bildniß der Prinzeß Wilhelm und ihres Erstgeborenen. Nach einer Aufnahme des Hofphotogravhen E. Risse in Berlin. — Patriotische Betrachtungen. 11. Von Th. H. Pantenius. — Die Altmark. Mit zwei Illustrationen. — Dr. Adolf Schaeffer. Ein elsässischer Geistlicher. — Am Familientisch: Ein gottesfürchtiger Theaterdirector. — Auch ein Jubiläum. — Vom Krieg in Aegypten. — Gesundheitsrath. — Briefkasten. Mit zwei illustrirten Beilagen: Die Parforcemeute. Von Hermann Vogt. Mit Illustration: Fütterung der königl. Meute auf dem Jägerhof des Prinzen Karl bei Potsdam. — In unserer Spielecke. Heute, Sonntag den 3. November 1882: Zwei große Abschieds-Concerte der Gesellschaft Ziegler. Ansang 4 Uhr Nachmittags und 8 Uhr Abends. — Entree 25 Psg 7322 Abwechselndes Programm. Gesangverein „Harmonie". Sonntag Den 12. Novrmlur Feier des 34M. Stiftungsfestes mit Concert und Tans in Wenzel’s Garten. 7283 Mermietyungen. 7285 Ein möbl. Zimmer zu vermietben. Bleichstraße4^ 7284 Eine Familienwohnung, bestehend aus 2 Stuben nebst Zubehör, zu vermieden und sogleich zu beziehen. Nah. Mühlgasse 21 (Hinterhaus, 2. St.) 7297 Ein größeres und ein kleines Familienlogis per 1. Dez. zu verm. Ph. Stiehl. Krofdorferstr. 13. 7296 Ein kleines Logis zu vermietben. Alicenstraße 28. "7294 (Sine*kleine'Familienwohnung an ruhige Leute zu vermiethen ________________Frankfurterstraße 69. 7295 Kleines Logis am Ludwigsplatz per sofort zu vermiethen. D. Schmatt, Schloßgasse. 7299 Logis, sowie ein einzelnes Zimmer, gleich beziehb., zu verm.in Neuen-Bäuen2Q. 7319 Ein Familienlogis im Vorderhaus zu vermiethen bei I. Maunberger. 7311 Der 2. Stock meines Hauses, 4 Zim^ mer, Kabinet, Küche, Speisekammer rc-, zu vermiethen. W. Ferber, Lindenplatz. 7308 Zwei möbl. Zimmer zu vermiethen im „Gambrinus". _________________. 7302 In meinem neu erbauten Hause, West-Anlage ist der 2., 3. Stock auf sofort zu vermiethen- _____Ehr. Haubach. 7310 Eine Wohnung, 3 Zimmer, Corridor, Bleichplatz rc., per 1. März beziehbar, zu vermiethen. Chr. Euler II., LackirEr, Hammstr. 7312 Eine Familienwohnung von 7 Zim- mern nebst Zubehör rc-, ist bis April k I. zu vermiethen-__________Alicenstraße 23. 7324 Ein Familienlogis zu vermiethen bei Sl. Hillgörtner, Steinstraße 13.