Atr. 232. Donnerstag den 5. Oktober 1882. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. & ,, . . .. PreiS vierlelMrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Bureau: Schulstraße 7. Erschemt täglich mit Ausnahme des Montags. Durch bie spojt 5ejOgcn vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher HHeil. Betreffend: Die Versicherung der Gebäude gegen Feuersgefahr. Gießen, den 2. Oktober 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir fordern Sie unter Bezugnahme auf Art. 11 des Gesetzes vom 6. Juni 1853 (Reg.-Bl. S> 453) hierdurch auf, das Brandkataster Ihrer Gemeinden mit dem Gemeinderath zu durchgehen und insoweit sich hierzu Anlaß bietet, die Gebäudebefitzer unter Hinweisung auf Art. 178 des Polizeistrafgesetzes zur Stellung von Anträgen auf Versicherung neuer Gebäude oder auf Erhöhung oder Herabminderung der Versicherungsanschläge solcher Gebäude, welche m ihren Hauptdimensionen wesentlich erweitert oder verringert worden sind, zu veranlassen, auch diesen Anträgen entsprechend das gesetzliche Verfahren einzuleiten und uns die entstehenden Verhandlungen demnächst vorzulegen. ' Ue6er das Ergebniß jener Durchgehung wollen sie alsbald und ohne die Erledigung des Declarationsverfahrens abzuwarten, berichten, dabei aber zugleich anqeben, inwieweit die Gebäudeeiqenthumer Ihrer Aufforderung zur Stellung von Versicherungsanträgen Folge geleistet haben. Dr. Boekmann. Gießen, den 2. Oktober 1882. Betreffend: Den im Oktober 1882 vorzunehmenden Wiefengang. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglicherr Bürgermeistereien des KreikeS. Nach Artikel 7 der Wiesenpolizei-Ordnung ist im Monat Oktober der Wiesengang von den Wiesenvorständen unter Zuziehung der Feldschützen und Wiesenwärter vorzunehmen. . , Wir beauftragen Sie deßhalb, dieselben hierzu baldigst aufzufordern und die über den Wiesengang aufzunehmenden Protokolle bis längstens zum Ende k. M. alcher vorzulegen. In diesen Protokollen haben die Wiesenvorstände, was Sie denselben noch besonders eröffnen wollen, hauptsächlich folgende Punkte aufzunehmen: 1) ob die Anordnungen, welche Sie bei dem im März l. I. vorgenommenen Wiesengang getroffen haben, befolgt worden sind und welche nicht; _ 2) welche Anordnungen von den Wiesenvorständen zur Beseitigung der bei dem diesmaligen Wiesengang vorgefundenen Mängel von Ihnen getroffen worden sind oder vorgeschlagen werden; hierbei wird den Wiesenvorständen besonders empfohlen, ihr Augenmerk namentlich auch auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch, Moos ?c.; auf die Entfernung der Herbstzeitlosen, des Erdauswurfs aus den Ve- und Entwässerungsgräben, auf die Verebenung der Maulwurfshügel und dergleichen und auf die Unterhaltung der Be- und Entwässerungsgräben zu richten und hierbei nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren. ~ 3) Verbesserungsvorschläge in Bezug auf größere Wiesensturen, namentlich solche zu deren Ausführung das Wiesenculturgesetz vom 7. Oktober 1830, Regierungs-Blatt Seite 365 Anwendung findet. Zu Nr. 2 erläutern wir, daß Sie in der Regel, insofern kein besonderer Anstand parliegt, jedem der betreffenden Wiejenbesitzer speciell eröffnen wollen, welche Mängel der Wiesenvorstand vorgefunden hat und daß diese Mängel binnen der vom Wiesenvorstand zu bestimmenden Frist so gewiß zu beseitigen wären, als sonst die nöthigen Herstellungen auf Kosten der Säumigen angeordnet würden. Nach fruchtlosem Ablauf der gesetzten Frist wollen Sie nach Anhörung des Wiesenvorstandes weitere Anträge stellen. Jedenfalls sind die von Ihnen getroffenen Anordnungen in den von Ihnen einzusendenden Protokollen einstweilen zu erwähnen. Das Protokoll über den Rundgang ist von allen Theilnehmern zu unterzeichnen. War ein Mitglied des Wiesenvorstandes verhindert, am Rundgange Theil zu nehmen, so ist dies am Schluffe des Protokolls zu bemerken. Sollte der Wiesenvorstand, der außer dem Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten, mindestens noch aus zwei Ortseinwohnern, welche Wiesen besitzen, oder solche zu benutzen oder zu verwalten haben, bestehen soll, nicht mehr vollständig sein, so wollen Sie den Gemeinderath wegen Ergänzung des Wiesenvorstandes vernehmen und uns die Anträge des Gemeinderathes in besonderer Verhandlung vorlegen. Wenn schließlich Exemplare der Wiesenpolizei-Ordnung fehlen, empfehlen wir Ihnen anzugeben, wie viel Exemplare derselben Sie bedürfen. Dr. Boekmann. Betreffend: Das Auswanderungswesen. Gießen, am 2. Oktober 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglicheir Bürgermeistereien des Kreises. Auf Veranlassung des Reichsamtes des Innern fordern wir Sie in Auftrag Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz auf, Erhebungen darüber anzustellen: 1) wieviele mit Auswanderungserlaubniß ausgewanderte Personen Dienst- und Arbeitsverhältnisse vor dem Ablauf der bestandenen Kontracte aufgegeben haben, 2) wieviele ohne Auswanderungserlaubniß ausgewanderte Personen Dienst- und Arbeitsverhältnisse vor dem Ablauf der bestandenen Contracte aufgegeben haben, 3) wieviele mit Auswanderungserlaubniß ausgewanderte Personen verpflegungsbedürftige Angehörige ohne Sicherung ihrer Existenz zurückgelassen haben, und 4) wieviele ohne Auswanderungserlaubniß ausgewanderte Personen verpflegungsbedürftige Astgehörige ohne Sicherung ihrer Existenz zurückgelassen haben. Die Erhebungen haben sich auf die Jahre 1877, 1878, 1879, 1880 und 1881 zu erstrecken. Die Berichte sind binnen 6 Wochen einzusenden und falls in den bemerkten Jahren derartige Fälle nicht vorgekommen sind, so ist dies zu berichten. Dr. Boekman n. _____________________ Betreffend: Die Taubstummen-Statistik. Gießen, am 2. Oktober 1882. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen an die Ortssebulvorstände des Kreises. Sie wollen, soweit dies noch nicht geschehen, alsbald die in obigem Betreff zu erstattenden Berichte einsenden. Dr. Boekman n. Bekanntmachung. Grobherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat auf Nachsuchen des Pferdemarktvereins zu Darmstadt genehmigt, daß im Frühjahr und Herbst 1883 je ein Fohlen- und Pferdemarkt in Darmstadt abgehalten wird und mit diesen beiden Märkten Verloosungen von Zohlen und Pferden, dann von Pferdegeschirren, landwirthschaftlichen Geräthschaften, sowie sonstigen Gegenständen, nach dem vorgelegten Verloosungsplane verbunden werden. Diesem Plane gemäß sind bei jeder der zwei Verloosungen höchstens 20,000 Loose — das Loos zu 2 Mark — auszugeben und wenigstens 60% der Brutto-Einnahme zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden. Der Vertrieb der Loose im Großherzogthum Hessen ist gestattet worden. Gießen, am 2. Oktober 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat der Gesellschaft „Canaria" in Darmstadt die Erlaubniß zur Vornahme einer im December 1882 mit einer Vogelausstellung zu verbindenden Verloosung unter den Bedingungen ertheilt, daß höchstens 3000 Loose ä 50 ausgegeben und mindestens 65% des Brutto-Erlöses hieraus zum Ankauf von Gewinngegenständen verwendet werden, sowie daß bei dem Ankauf der zur Verloosung bestimmten Vögel zwei dem Verein nicht angehörende, von Amtswegen zu bestellende sachverständige Personen zugezogen werden. Der Vertrieb der Loose im Großherzogthum Hessen ist gestattet worden. Gießen, am 3. Oktober 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________________________________Dr. Boekmann.___ " Betreffend: Das Einhalten der Tauben zur Saatzeit. Bekanntmachung. Diejenigen Einwohner von Gießen, welche Tauben halten, werden hiermit aufgefordert, dieselben ohne Ausnahme vom 5. Oktober bis 11. November l. I. bei Meidung der in Art. 79 des Feldstrafgesetzes vorbestimmten Strafe in den Schlägen eingesperrt zu halten. Gießen, am 3. Oktober 1882. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ________________________________________Fresenius.______________ Betreffend: Den Herbstfafelmarkt des landwirthschaftlichen Bezirksvereins zu Friedberg pro 1882. Bekanntmachung. Der diesjährige Herbstfafelmarkt des landwirthschaftlichen Vezirksvereins Friedberg soll Mittwoch den 23. Oktober taufenden Jahres zu Friedberg abgehalten werden. Die aufgetriebenen Fasel werden durch eine hierzu bestellte Commission gemustert und wird den Eigenthümern der als preiswürdig erkannten Thiere eine Geldprämie bewilligt. Der landwirthschaftliche Bezirksverein und die Kreisstadt Friedberg haben hierzu entsprechende Beträge zur Disposition gestellt- Die eigene Züchtung der Thiere durch deren Eigentümer erscheint nicht als eine Bedingung der Prämiirung. Von der Preisbewerbung sind Gemeindefasel ausgeschlossen, desgleichen Fasel, die um 9 Uhr Vormittags noch nicht am Platze sind. Für Fasel, welche als tauglich befunden, aber nicht prämiirt worden, wird auf Verlangen eine Wegvergütung ausgezahlt. Nicht genügend gefesselte Thiere werden von dem Platze weggewiesen werden. Die zum Abschlüsse kommenden Verkäufe wollen dem Großherzoglichen Beigeordneten, Herrn Steinhäußer dahier, zur Anzeige gebracht werden. Zu recht zahlreichem Besuche des Marktes wird hiermit eingeladen. Friedberg, den 23. September 1882. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. Dr. Braden. Deutschland. Berlin, 2. Octbr. Das „Elsässer Journal", welches bis vor Kurzem für die Straßburger Tabakmanufaktur eintrat, berichtet jetzt, die Ungunst, unter welcher gegenwärtig die Manufaktur leide, sei eine derartige, daß einzelne Mitglieder des Landesausschuffes sich vorgenommen haben, die Liquidirung und den Verkauf der Manufaktur zu beantragen. Das genannte Blatt bemerkt dazu: „Nach verschiedenen Seiten hin wäre ein derartiger Beschluß sehr bedauerlich. Die Aufhebung der Manufaktur würde dem elsässischen Tabakbau einen schweren Schlag versetzen. Eine solche Maßregel würde die Stadt um eine altgewöhnte Arbeits- und Verdienstquelle bringen. Sodann ist es klar, daß der gegenwärtige Augenblick sehr schlecht gewählt wäre, um die angehäuften Vorräthe zu liquidiren und um die Anstalt selbst zu verkaufen. An Liebhabern würde es nicht fehlen, aber man würde nur einen Spottpreis erzielen und das Land müßte den Schaden tragen. Wir glauben also, daß es in jeder Hinsicht besser ist, die Manufaktur beizubehalten, aber es muß ihr Organisation gegeben werden, die die Wiederkehr solcher Vorkommnisse, wie diejenigen, welche der Proceß Streckert an's Licht gebracht hat, zur Unmöglichkeit macht." Das letztere Zu- geständniß ist an der Stelle, an welcher es sich findet, schon sehr bemerkenswerth. Es bliebe aber erst noch zu erproben, ob beim Verkauf der Manufaktur, der schon Anfangs der siebziger Jahre beabsichtigt war, nicht ein angemessener Preis zu erzielen wäre. Die Beibehaltung der von Frankreich überkommenen staatlichen Tabak- und Cigarrenfabrik konnte nur so lange als rationell gelten, wie die Einführung des Monopols in Deutschland in Frage war. — Aus Frankfurt a. M. meldet man, daß am 30. September daselbst die Verhandlungen zwischen Preußen und Hessen wegen Durchführung der Mainkanalisation begonnen haben. Die preußischen Commissare sind am selben Tage dort eingetroffen. Berlin, 3. Octbr. Die „Berl. Polit. Nachr." melden: An der Seine herrscht dermalen unverkennbar eine mißmuthige Stimmung. Die Geschäfte der Republik gehen nichts weniger denn flott, weder nach Innen, noch nach Außen. Wenn der Staat dabei auch bestehen und leidlich regelmäßig fungiren kann, — das Prestige kann es nicht. Das nationale Prestige aber ist dem Franzosen fo unentbehrlich, wie das tägliche Brod. Für letzteres sorgt ein Jeder selbst; für das erstere läßt er die Regierung sorgen und wehe ihr, wenn sie sich ihrer Aufgabe nicht gewachsen fühlt, oder gar in die Lage kommt, ihre prestigehungrigen Pflegebefohlenen auf halbe Rationen fetzen zu müssen. Das hält kein Franzose auf die Dauer aus, möge er nun Republikaner, Monarchist, Imperialist oder sonst was immer sein. Die republikanische Tünche, in welcher das französische Staatsgebäude seit 12 Jahren prangt, ist auch nicht unverwüstlich und erscheint gewiß jetzt einer Auffrischung dringend bedürftig. Zum Universal-Heilmittel des Herrn Gambetta, dem Listenscrutinium, hegt man im Elisäe nun einmal durchaus kein Zutrauen; einen andern Ausweg, dem Umsichgreifen des gouvernemen- talen und parlamentarischen Marasmus zu steuern, scheinen die Elysseisten jedoch nicht zu besitzen, und so vergeht die kostbare Zeit in einer Unthätigkeit, die der Republik vielleicht keinen Schaden, Frankreich aber jedenfalls keinen Nutzen bringt. Das Cabinet Duclerc hat die Initiative, luerni es deren je besessen, aus den Händen gleiten lassen. Sie liegt aus der Straße, ein herrenloses Ding, dem ersten besten zur Beute, welcher sich nach ihr bückt, und dazu treffen die Gam- bettisten alle Vorkehrungen. Zur egyptischen Affaire ist wenig Neues zu vermelden. Am lehrreichsten bleibt, so lange die Diplomatie in ihrer zuwartenden Stellung verharrt, die Beobachtung der am Nil von den Engländern geübten Praxis. Diese kommt aus die nahezu vollständige Jgnorirung des khedivalen Regimes hinaus. Das zeigt sich jetzt recht deutlich bei den Einleitungen zu dein kriegsgerichtlichen Verfahren gegen Arabr und dessen Mitschuldige. Der Khedive darf nicht einmal vorbereitende Maßregeln ohne englische Zustimmung treffen, und nimmt in Wahrheit nur die Stellung eines englischen Vasallen ein. Darüber darf sich Niemand täuschen, daß die'britische Suprematie in Egypten de facto besteht, und daß Staatsmänner, welche der Logik der Thatsachen Rechnung zu tragen gewohnt sind, sich mit dieser Wendung der egyptischen Geschicke längst vertraut gemacht haben. Berlin, 2. Oktober. Allerdings in vollkommener privater Form und lediglich aus privater Jnit.ative hervorgehend, finden gegenwärtig Beratungen über die Errichtung einer deutschen Gesellschaft zur Colontsirung von Neu-Gmnea statt. Bekanntlich hatten vor ewiger Zeit schon Pourparlers stattgesunden, welche sich auf eine deutsche Colonisation von Nord-Borneo bezogen, doch mußte diese Idee alsbald fallen gelaßen werden, weil die Besitzfrage dieser Insel als eine zweifelhafte erschien. Inzwischen hat sich bereits in England eine Colonisationsgesellschaft für Nord-Borneo mit 2,000,000 Lstr. gebildet und England die Territorial-Hoheit erworben, während Neu-Guinea noch als „herrenloses Land" gilt und daher gegen eine Besitzergreifung dieser Insel seitens des deutschen Reiches kein Einspruch erhoben werden könnte. Jene englische Gesellschaft würde als Muster für die in Aussicht genommene Colonisations-Gesellschaft dienen und würde eine deutsche Colonisirung Neu-Guineas insofern recht empfehlenswerth sein, als die dortigen Eingeborenen, obgleich dieselben noch auf der untersten Stufe der Cultur stehen und sogar noch nicht einmal zur Bildung von eigentlichen Staatswesen vorgeschritten sind, dennoch als durchaus harmlos und gutmüihig bekannt sind, und als auch das dortige Klima — ein vollkommen tropisches — und der noch jungfräuliche Boden jenes Landes für die Anlage einer deutschen Handelskolonie als besonders geeignet erscheinen. Die bisherigen Verhandlungen.befinden sich übrigens noch durchaus im Stadium von Vorerwägungen und wird es sich vor der Hand nur um die zunächst nöthtgen Expoitirungen handeln. Düsseldorf, 29. Septbr. In der gestern hier abgehaltenen General- verfammlung der rheinisch-westfälischen Gefängnißgesellschaft, der der Regierungs- Präsident ü? Hagemeister beiwohnte, hielt der nach Zürich berufene Profeffor v. Lilienthal aus Halle a. d. S. einen Vortrag über die Entschädigung unschuldig Jnhaftirter. Er führte folgende Gedanken des Weiteren aus: Ist in Folge einer Wiederaufnahme des Verfahrens zu Gunsten des Verurtheilten aus Freisprechung desselben, oder, in Anwendung eines milderen Strafgesetzes, auf eine geringere als die verbüßte Strafe erkannt worden, so ist derselbe berechtigt, aus der Staatskasse Genugthuung für die gänzliche oder theilweise Verbüßung der Strafe, sowie den Ersatz der in Folge Der Verurtheilung entstandenen vermögensrechtlichen Nachtheile zu verlangen. Der Anspruch entfällt, wenn der Verurtheilte vorsätzlich die Verurtheilung herbeiführt, lieber die Entschädigung, welche aus der Staatskasse für Vermögensnachtheile gewährt werden soll, die durch erlittene Untersuchungshaft herbeigeführt worden sind, findet auf Antrag des Verhafteten eine richterliche Entscheidung statt. Der Anspruch auf Entschädigung entfällt, wenn der Verhaftete die Untersuchungshaft durch sein Verschulden nothwendig gemacht hat. Die Versammlung machte folgende, vom Agenten der Gesellschaft, dent Herrn Gefängniß-Prediger Stursberg von hier, vorgeschlagene Resolution zu der ihrigen: „Die 54. Generalversammlung der rheinisch-westfälischen Gefängnißgesellschaft erkennt es als eine Pflicht des Staates an, denjenigen Jnhaftirten, dessen Unschuld gerichtlich als erwiesen sich herausstellt, entsprechend zu entschädigen." Stuttgart, 3. Oktober. Der Schäftemacher Johannes Knapp von Reutlingen wurde wegen des Küßnachter Doppelmordes vor dem Tübinger Schwurgerkcht nach zweitägiger Verhandlung zum Tode verurthetlt. Oesterreich. Wien, 3. Oktober Auch gestern kam es in einigen nicht vom Militär besetzten Orten des Preßburger Comitats zu antisemitischen Demonstrationen, die jedoch keinen größeren Umfang annahmen. In Magyar-Bel ließ Gutsherr Gy oko sämmtliche Juden in sein Schloß laden und stellte vor jedes Judenhaus zwei Knechte. Prag, 3. Octbr. Der Landtag berieth heute die Virilstimmen-Vorlage. Der Berichterstatter Scharschmidt empfahl die unveränderte Annahme. Prof. Czyhlarz sprach ebenfalls für die Vorlage, weil die Rechtscontinuität der deutschen Universität unangetastet bleibe. Prof. Kvicala bezeichnete das neuerliche enlphatische Betonen des Gegensatzes für überflüssig; seine Partei werde man nicht überzeugen. Jndein er zur Abwehr schreite, könne man ihm nicht Friedensstörung vorwersen. Eduard Gregr wies auf Grund der Geschichte nach, daß die Universität keine deutsche sein könnte und kritisirte sodann den Prü- fungserlaß der Regierung. Czyhlarz verwahrte sich gegen den Vorwurf der Friedensstörung und wies daraus hin, daß die deutschen Abgeordneten zahlreich erschienen seien, obwohl es sich nicht um ein deutsches Interesse handele. Nach einer sehr versöhnlichen, beifällig aufgenommenen Schlußrede des Berichterstatters Scharschmied wurde die Vorlage einstimmig angenommen. England. London, 30. September. Die Trümmer der Eisenbahnstation von Kairo rauchen noch, aber bte Gefahr ist vorüber. Ein Untersuchungsausschuß ist augenblicklich bestrebt, über den Ursprung des Feuers Aufschluß zu erhalten, doch neigt sich die Ansicht der Mehrheit scho. jetzt natürlichen Ursachen zu; es ist sestgestellt, daß ein Eingeborener dem ausgebrochenen Brande nachhalf, indem er Petroleum in einen brennenden Waggon goß; ein anderer zündele ein Feuer unter einem noch unversehrten Zuge an und ein Dritter raste wüthend einher, die Araber zum Aufstande gegen die „verfluchten Christen- Hunde" auffordernd. Die Araber sahen unzweifelhaft in dem Brande den Finger Allahs, freuen sich über die Zerstörung des Mundvorraths und Schießbedarfs un& verheimlichen ihre Befriedigung so wenig, daß sie in den Straßen ausrufen: „DieZ ler im m und Wen ber l. z. tahrrs der als Beträge Werbung ber nicht Die M hlreichein i gelaffm 0,000 Lstr. a noch als leitens des Jeselljchast )ienen und h sein, als ter Kultur wesen vor- ), und als ngftäuliche onders ge- ) durchaus ie zunächst General- tegienw^ >W i N# $ M erjelbe beweise Ver- entstande- ällt, wenn EnOadi- )erben M aus Antrag uf SnW- Verschulden Renten der rgesE M"°s' San, w i Neutlingkn Uf»t "«4 [itit d-I-p" ’S 3* fff neu* „etU * ME »*# ii den t । . rflud)^ Ss* ich v' Lrener I i *Ai#* )i U16 xi-s tuf«1' ' Lokale». Gießen, 4. October. ^Sterblichkeit in Gießens Der verflossene September war, was die Sterblichkeit dahier betrifft, ein so günstiger Monat, wie wir lange keinen gehabt. Es starben im Ganzen nämlich nur 22 Personen, 11 Kinder und ebensoviel Erwachsene. Von den Kindern befanden sich 5 noch im ersten Lebensjahre, 3 von diesen starben bald nach der Geburt an allgemeiner Schwäche, eins, ebenfalls nur einige Tage alt, in Folge eines angeborenen Bildungsfehlers, eins an Keuchhusten. Von den 6 älteren Kindern erlagen der Diphtherie 4 (darunter 2 Geschwister), eins dem Scharlach, eins einer Eiteransammlung in der Brusthöhle. Bei den verstorbenen erwachsenen Personen war Todesursache - Lungenschwindsucht dreimal, Lungenemphysem. Bronchienerweiterung, Schlagfluß, Epilepsie, Eitervergiftung, Herzkrankheit, Vergrößerung der Brostatadrüse, Altersschwäche je einmal. g. — Seiten? des Schriftführers der Buchbinder-Innung wird uns die Mitthctlung, daß von durchreisenden Gehilfen, die hierauf der Schram m'schen Herberge verweilten gefälschte Arbeitsbücher geführt und behufs Erhebung des Geschenkes vorgezeigt werden Dieselben sind in einem blauen, innen roth gefütterten Umschlag geheftet und haben nur ein Arbeits-Attest und zwar von Jordan, Buchbinder, Bierbrauer rc. ausgestellt und mit einem gefälschten Stempel der Stadt Guben beglaubigt. — Bei der Buchbinder-Innung sind bereits drei solcher Arbeitsbücher angehalten worden und dürften noch mehrere in Umlauf sein, was wir den hiesigen Handwerkern mitthetlen. Gießen, 4. October. Schwurgerichtsverhandlung am 3. October 1882 Vormittags 8i/r Uhr beginnend, gegen Johannes Bellos IV. von Rödgen wegen Versuchs der Nothzucht. ° .... Es liegen den Geschworenen zwei Fragen vor, welche wir aus allgemeinen Rücksichten nicht gut öffentlich wtedergeben können. Di- G-schwor-nen verneinten die erste Schuldige, bejahten aber die zweite v-mtthE* U"b mUtbe bcmßema& Bellas in eine GesSngnMrafe von 5 Monaten ist des Volkes Freudenfeuer, zu Ehren der ungläubigen Freunde des Khedives!" Gerüchtweise verlautet, daß an verschiedenen Stellen des Bahnhofs Dynamit gefunden ward, selbst in einem Heuballen; indessen rührt es wohl von der arabischen Munition her, die man in Zagazig ununterschiedlich in die Waggons lud und nach Kairo schaffte. Von den Heuballen werden einige wohl noch die ganze Woche fortfahren zu schmauchen. Der Proceß Arabi Paschas wird binnen Kurzem beginnen. Er selbst gibt sich die größte Mühe, einen englischen Rechtsanwalt zu seiner Vertheidigung zu erhalten, und zwar aus dem für die heimische Rechtspflege sehr wenig schmeichelhaften Grunde, daß die egyptischen Juristen nicht zuverlässig sind und sich zu Augendienern der eigenen Obrigkeit abgeben. Von diesen Obrigkeiten sind aber sehr viele in die Sache Arobis selbst verwickelt und werden daher Letzteren durch ihre Helfershelfer möglichst ffoliren lassen. Außerdem sitzen sm Kriegsrathe selbst verschiedene Leute, die bester neben Arobi aus der Anklagebank säßen, so ein gewisser Osman Bey, der in Damiette unter Ab- dellal die Artillerie befehligte und dessen Freund und Rathgeber war. Die Egypter selbst sind über dessen Wahl böchst betroffen. Hier in England legt unterdessen Arabi's Bewunderer, Sir W- Gregory, schon dem Verthetdtger desselben den Stoff mundgerecht zurecht, indem er in der „Times" heute die Anklagen gegen Arabi zu- -sammenstellt und widerlegt. Es gibt ihrer drei, sie beziehen sich auf die Meuteret, das Blutbad vom 11. Juni und den Brand Alexandriens. Die Anklage der Meuteret fällt nach Gregory einfach deßhalb zusammen, weil Arabi den Wünschen seines höchsten Herrn, des Sultans, gemäß handelte. Sein Anthetl am Blutbade ist undenkbar, denn „kann man sich vorstellen, daß ein Mann wie Arabt einen so großen Fehler begehen würde, der ihm alle europäischen Sympathieen sicherlich entfremdet hätte?" Wenn aber der Brand und btt Plünderung Alexandriens auf seinen Befehl zurückgeführt werden kann, so möge man die Strafe dem Vergehen gleich machen; aber es seien englische Zeugnisse dafür vorhanden, daß er nichts von der Catastrophe, welche von entlassenen Soldaten und Sträflingen herbeigeführt wurde, wußte. Was aber die andern Geschickten, die in englischen Blattern erschienen, beträfe — so die Veruntreuung von 25,000 L. aus den Zollgefällen, seine Gegenwart bet dem Martern der Tscherkessen u. s w. — so ist Gregory überzeugt, daß das „Lügen sind, groß wie ein Berg". London, 3. Oktober. In der Nähe von Boyle (Irland) ist in der vergangenen Nacht ein Farmer ermordet worden. Aegypten. Kairo, 3. Octbr. Das als Mobilienkammer bekannte Gebäude wird tur Aufnahme aller durch das Kriegsgericht abzuurtheilenden Gefangenen, unter denen sich auch Arabi Pascha und Tulba Pascha befinden, hergerichtet. In dem nämlichen Gebäude wird auch das Kriegsgericht seine Sitzungen abhalten. Verzeichnis der Mittelpreise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände in der Stadt Gießen 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine O'ler mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von HAAS ENSTE IN * VOGLER in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt be§ Bräutigams des bekannten jungen Grafen Wielopolski, die Gräfin Plater aus .^nbe,rt jSWtt vom Ufer im Beisein des Schwimmmeisters. Der Leichnam f5.UrLo8r unb wurde erst heute Abend bei Malawocco angeschwemmt. Heute sollte die Hochzeit sein. v A^sbaden, 27. September. Wie leichtsinnig heutzutage geheirathet wird, davon erhiett Ihr Correspondent gestern Hierselbst eine Probe. Sie ist krank, schwächlick L'? Erwachsen sie nennt nichts ihr Eigen als sich selbst. So sah sie ein ebenfalls stcy nicht der besten Gesundheit erfreuender, an Reichthum ihr ebenbürtiger Taglöhner, r 10 ?d6cr L'ebe zu ihr und führte sie in größter Eile, trotz aller Abmahnungen mS? tinnsen' rum Traualtar. Nun soll die Liebe zwar vieles Unmögliche möglich Eines aber kann sie aus die Dauer nicht: einen knurrenden Magen zum Schweigen bringen. Einige Tage schienen die Neuvermählten ein Herz und eine Seele, bem, was sie Hatten, oder vielmehr von dem, was andere hatten und aus Mitleid ihnen borgten, bis gestern Abend nach 8 Uhr plötzlich ihre „Pumpe" die Fu"ctwnen einstellte und ihr Hunger in bekannter rückhaltloser Art sich Geltung ver- {,0 Er ist in Folge des Hungers ermattet, daß alles Jammern seiner besseren Halste ihn nicht aus dem Hause zu bringen vermag. Auch ihr kollerts zwar tm Magen, aber Einer muß doch etwas thun und wenn Er nicht will, so wird sie wohl müssen. Und wirklich, sie weiß Rath. Der Bürgermeister ist so eine Art von Vater aller Bürger er muß auch für sie sorgen; er muß ihm Arbeit verschaffen und vorläufig sie wenigstens am Leben erhalten. Leider war es nun inzwischen etwa -c!."-.sdeworden und leider pflegen auch ferner so hohe Herren zu so später Stunde ge chaftlich nicht mehr zu sprechen zu sein. So hatte denn auch unsere junge Ehefrau aUUei? ".Ob es ihr später besser ergangen oder was überhaupt lr geworden ist, hat Ihr Correspondent leider nicht in Erfahrung bringen können. Das E cke vom Liede wird eben das Alte sein, daß jeder Theil wieder seinen eigenen 0^. (Mzr. Azgr.) An einem der letzten Sonntag passirte in dem Orte Wersau einem jungen Ehemann eine recht fatale Geschichte Weder hatte ihm der Storch einen neuen Sproßling gebracht und wollte er denselben nach altem Vaierbrauch zur Taufe bringen. hIi"' oaa\ Un? 6,n8en ™ keterlichem Zuge, auf dem Arme der Letzteren 8a«.. n, elnem^lff=Cn/. bJn W-» rur Kirche. In der Nähe derselben hob die • in mütterltcfier Sorgfalt die Decke, welche über das eingcbogene Kissen geschlagen, 'N die Hohe, um sich nach dem Befinden des kleinen Weltbürgers zu erkundigen Aber o Schrecken man hatte in der Eile den Kleinen vergessen und bis dahin blos das leere Kissen in feierlicher Weise getragen. Was war zu thun, ein Umkehren des ganzen Taufzuges würde allzu großes Aufsehen im Ort erregt haben, der Vater schnell entschlossen wandte allein um, kehrte nach Hause zurück, barg den kleinen Hoffnungsvollen nicht allzu kurzen Rockschößen, um dann in eiligem Laufe die an einem für Spötter etwas geschützten Ort zurück gebliebenen Festgenossen wieder zu erreichen. Schnell legte man den Säugling in die weichen Pflaumen und die Feierlichkeit erlitt von jetzt ab weiter kejne Störung. SchiffSberichl. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger, Gießen. - c=c$renVn' October. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Habsburg, Capt. F. Himbeck, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 18. September von Bremen und am 20. September von Southampton abgegangen war, ist gestern 12 Uhr Mittags wohlbehalten in Newyork angekommen. t Telegraphische Dampfernachrichten. Mitgetheilt von den General-Agenten Gebr. Gosewisch und Max Jos. Schröder, Mainz. . ^Baltimore, 29. September. Angekommen von Bremen (Abfahrt 16. Septbr.) der Nordd. Lloyd-Dampfer „Köln". New-York, 30. September. Angekommen von Rotterdam (Abfahrt 16. Septbr.) Dampfer „Leerdam" der Niederl.-Americ. Dampfsch.-Ges. . New-York, 1. October. Angekommen von Bremen (Abfahrt 17. Septbr.) der Nordd. Lloyd-Dampfer „Habsburg". ^.^brtchtigung. In der Donnerstag den 28. September l.J. vor dem Schwur- gerichtshof dahier gegen Peter Grünewald von Brauerschwend und Heinrich Glenzer von Reimenrod wegen detrüglichen Bankerutts stattgefundenen Hauptverhandlung wurde k!e arn-c[djiilbfrö0e bejügldes Glenzer von den Geschworenen verneint, dagegen 6 rQ9K ber^St^salinraltschaft j Glenzer seinem Schwager Grünwald bei Aufstellung oder Anerkennung einer erdichteten Forderung durch Ratb Jfer Tbat 'Beihülfe geleistet, bejaht und Glenzer demgemäß in ene Gefängnißstrafe von 5 Monaten verunyent. vermischte«. Weilburg, 1. October Ein schreckliches Unglück sucht- gestern ein- arme Bergmannsfamilie in dem nahen Niedershausen heim. Drei Kinder im Alter n^n gingen in den Wald, um sich BroLb^ren zu pflücken un'? L n°b°i ii-ser Gelegenheit einen Strauch mit Tollkirschen, In ihrer Unfenntnt6 n.nnffen hie Kinder biervon reichlich und kamen jammernd und chr-iend nach zhaus^ " Trab angewandter ärztlicher Mittel waren dieselben nicht mehr zu retten uick »arb-/all^ LZ ÄM @d,mtr3,n' Morgen" find-sdie genchtliche Section ber Frankfurt. Wie verlautet, ist der „Dtrector" der soaenannten Garant-bank", die sich hier ms Handelsregister eintragen liefen SBrraen® erMtet — Ein Zug ber Hanauer Bahn wurde gestern durch einen Ochs-n ber nickt -°m G-leife gebracht werben konnte, g-sährb-t unb mußte langsam fahren' Erst als einige Metzger sich bes in Hanau burchgegangenen Thieres bemächtigt hatten.^konnte bet Zug wetterfahren. B y 11 Venedig, 29 September. Gestern Nachmittag ertrank, wie dem Berl Tabl" gemeldet wird, bei stürmischer See ln dem Lidobade angesichts der ganzen Familie und vom Monat September 1882 Je 50 Kilogramm kosten: JL 4 vH.^ vH 10 50 8 25 8 60 680 2 50 1 50 3 22 1125 1125 18,50 25- 24- 25- 24 — 70 90 Je Vr Kilogramm kostet «e E s E Q 5? vH 3) vH 66 56 114 — 1 30 — 90 70 22 61 70 60 17 18 ,5 B a GQ - cv ,50 56 ’ti L) 60 — 66 62 64 4 6 “ Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde Gießen. Donnerstag den 5. Oktober, Abends 6 Uhr, im Gymnasium: Bibelstunde, Brief Paul: an die Galater: Pfarrer Dr. Naumann- © Ed NU Ä vH 20 — Z vHj) e E vH.^ vH^ 1 19 25 L 11 13 vH^ A 14 18 N- 3 1 9 © « <2 Cf 5- 27- Allgemeiner Anzeiger. Besuchs -Anzeige von Georg Benz, wjkMdru. 8 Kieler Bücklinge, Holl. Bückinge (Mchshäringe), Marinirte Häringe, Holl. Vollhäringe empfehlen in bekannter frischer Waare 6420 i. JBttsch Söhne» Moritz. 6476 6477 Lieferung circa ge- Ctr. 4 10 4 // f> ft 600 60 200 250 250 5 ff tr ff ff ff ff ff ff ff ff I. V. Langsdorfs. ff ff ff Stück fi Gegen den früheren Schmiedegesellen Ludwig Weber aus Weidenhaufen bei Gladenbach, 28 Jahre alt, ist wegen Verdachts der Verübung mehrerer Diebstähle gerichtlicher Haftbefehl erlassen worden. Um Verhaftung und Ablieferung desselben in das hiesige Gefängniß wird ersucht. Wetzlar, den 29. September 1882. Der Amts-Anwalt: Vormittags 12 Uhr, portofrei auf das Verwaltungsbureau einzusenden, woselbst auch die näheren Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 3. Oktober 1882. 6487 Die Grohherzogliche Direktion. gelbe i weiße Rüben, rothe ) untererdige gelbe Kohlrabi, Aepsel, Frische Schellfische eingetroffen bei 10 4 1 6 Zwiebeln, Zwischen, dörrte, ■ Weißkraut, Rothkraut, Wirsing, Lauch, Sellerie, Stroh. Für das Grohherzogliche akademische Hospiral zu Gießen sollen nachstehende Gegenstände im Wege der Submission beschafft werden und zwar: 460 Centner Kartoffeln, Bekanntmachung. 6467 Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes nom 28 stammr 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnch gebracht, daß die Handelsgesellschaft Gebrüder BuderuS zu Lollar unterm heutigen Tage mit dem Eisenerz-Bergwerke „Eberhard" in der Gemarkung Eberstadt, Kreises Gießen beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen i iese Verleihung muffen'bei Beruieidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerkseigenthumer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsriffes bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 18. September 1882. Großherzogliche Obere Bergbehörde. Jaup. , ________Tecklenburg. Bekanntmachung. Bezüglich der nachstehend mit Flur und Nummer bezeichneten Liegenschaften vermögen die Erben der Heinrich Herzbergers Eheleute von Bersrod sich über den Erwerb und die Bezahlung des KauffchMngs urkundlich nicht auszuweisen. Gemarkung Bersrod. vor dem Namen des Friedrich Döring zu Winnerod: Flur VI Nr. 304, 330, 367, Flur VII Nr 313; vor dem Namen des Johannes Herzberger zu Winnerod Flur V1 Nr. 293. Es werden darum alle, welche an vorbezeichnete Immobilien Eigenthums- oder sonstige dingliche Rechtsansprüche machen zu können glauben, hiermit aufgefordert, solche so gewiß binnen zwei Monaten, vom ersten Erscheinen im Blatt an gerechnet, dahier vorzubringen, als sonst der urkundliche Eigenthums- nachweis als erbracht, die Zahlung des Kaufschillings als nachgewiesen angenommen,diebeantragteUeberschreibung auf Heinrich Herzberger, die Bestätigung der Veräußerungsverträge und der Eintrag ins Mutationsverzeichniß erfolgen werden. Gießen, den 30. September 1882. Großh. Amtsgericht Gießen. Schriftliche Offerten mit der Aufschrift: „Lieferung für das akademische Hospital" sind bis zum 11. October lfd. IS«, Keitzevoteues. 6469 Roggenkleie, Weizenschalen und Futtermehl billigst bei L. Süß, Bahnhofstraße 60. Kohlenkasten, Kohlenlöffei, Stocheisen empfiehlt 6480 Wilk» Seibert, Marktstraße. Rufi. Sardinen, VerlinerKollmops empfiehlt 8v53 ESmil Fischbach., ftoekerotfe per Pfund von Jt. 1.20 an, Strickwolle in allen Farben und Qualitäten empfiehlt sehr billig 6006 Julius Schulze, Lahrer Hinkende Bote Deutscher Reichskote Landkstender pro 1883 sind eingetroffen und zu haben bei 5181 Wilhelm Klee am Markt- Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt- 6485 Seltersweg 25. 6491 Korn- und Haserstroh verkauft Malkomesius, Neuenweg. 6462 Ein Pianino ist für 340 77 zle Sidiieg Wwe» W rs Wer Sprachen kennt, ist reich zu nennen. Das Meisterschafts ■ System zur praktischen und naturgemässen Erlernung der englischen, französischen, italienischen u. spanischen Geschäfts- und Umgangs - Sprache. 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