Mittwoch den 5. April 1882. Kr. 81 r Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Schulstraße B. 18. on 5 W an. i in iuMksel. Betreffend: Das Einhalten der Tauben zur Saatzeit. DB B xJ v t V v v j v w h v i, 4/ U- l- V v II UUJlvvy|lUUlll vl| v ll vvlllll|lvLll die schriftliche Einladung zugehen lassen, zu den Berathungen des Bundesrathes „„„.xf, Son Beitimmunaen der (Seldin ftänrhttnrm hoÄ 9AntthpÄrntfiPÄ stell nm n> PreiA vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. < < < Brocbör» die Vefl duld DirectX Budapel ms, zu sehr . 2061 )tg 43. jtlbe verlängert in ihrem ersten Artikel die discretionären Vollmachten des Juli- Btzes von 1880 (Dispens vom Eid des Bisthumsverwcfers, Aufhebung des Sperrgesetzes und der commissarifchen Vermögensverwaltung) bis zum 1. April 1883. Dann folgen Artikel 2, 3 und 3a der Vorlage, betr. die Bifchöfe, die gemäß den Bestimmungen der Geschäftsordnung des Bundesrathes sich am 15. April in Berlin einzufinden. Dispensen betreffs der Vorbildung der Geistlichen, die Aufhebung des „Cultur- eramens" und die Befeitigung des Institutes der „Staatspfarrer", Artikel 4 Gnzeigepflicht) und Art. 5 (Zulassung der Hilfsgeistlichen) der Regierungs- rorlage fallen weg. Das Centrum hat alfo einen Theil feiner Ansprüche fallen Men, während die Confervativen als Gegenleistung auf die beiden letzten Artikel her Regierungsvorlage verzichteten. Was nun die Verhandlungen selbst anbe- ckngt, so dürften dieselben zur Stunde bereits zu bekannt fein, um eine aus- ehrliche Wiederholung derselben zu rechtfertigen; wir tragen daher aus der entscheidenden Freitags-Sitzung nur noch nach, daß die kirchenpolitische Vorlage in dritter Lesung nach den Beschlüssen der zweiten Lesung mit 228 gegen 130 Stimmen angenommen wurde. Cultuäminister v. Goßler erklärte hierbei nochmals, daß die Negierung principiell an ihrer Vorlage festhalte, doch verfehlte er nicht, feine Freude darüber zu erkennen zu geben, daß das Centrum feine rein negirende Position^ aufgegeben habe. Hierauf genehmigte das Haus noch 4as Gesetz, betr. die Fürsorge für die Wittwen und Waffen der unmittelbaren taatsbeamten definitiv in der Fassung der zweiten Lesung und vertagte sich sodann bis Dienstag, den 18. April, für welchen Tag kleine Vorlagen auf der Tagesordnung stehen. — Das Herrenhaus hielt am Freitag ebenfalls eine Sitzung ab, in welchem der Etat im Ganzen genehmigt wurde; das Haus vertagte sich sodann auf unbestimmte Zeit. Der Reichskanzler Fürst Bismarck vollendete am 1. April fein 67. Lebensjahr und hat der Geburtstag unseres großen Kanzlers diesmal noch deshalb eine besondere Bedeutung, weil in diesem Jahre zwei Decennien sich vollenden, feit Bismarck in das preußische Ministerium eintrat und damit jene großartige patriotische Wirksamkeit begann, wie sie vor ihm noch kein deutscher Staatsmann, wenigstens mit solchem Erfolge, entfaltet hat. Wie man auch Über die socialpolitischen Bestrebungen des Reichskanzlers denken möge — Eines müssen selbst die erklärtesten Gegner desselben zugestehen: oaß Fürst Bismarck mit eiserner Consequenz an dem Bestreben festgehalten hat, Dentschland zur Größe zu führen und alle Zwischenfälle und Verwickelungen zu dessen Besten zu rvmden. Der 1. April wird daher allezeit in unserer Geschichte stehen als einer der Ausgangspunkte unserer wiedergewonnenen nationalen Größe; an den nachfolgenden Geschlechtern ist es, dieses kostbare Gut zu hüten und zu wahren. Der Reichskanzler hat den bundesstaatlichen Ministern In der französischen Deputirtenkammer hat Gambetta ß für seine Niederlage bei den Wahlen zur Buöget-Commission wenigstens insofern z eine kleine Genugthuung erhalten, als er in voriger Woche einstimmig von 'einer Abtheilung in die Commission für das neue Recrutirungsgefetz-Proiect Das Hauptereigniß in unserer inneren Politik ist zur Zeit die in voriger Woche im preußischen Abgeordnetenhause unmittelbar vor dessen Vertagung erfolgte Annahme der kirchenpolitischen Vorlage, wie sie aus den ~ - e .. , Die- Dolitische Uebersicht. Gießen, 4. April. ebenen • 5U.» Diejenigen Einwohner von Gießen, welche Tauben halten, werden hiermit aufgefordert, diefelben ohne Ausnahme vom 5. April bis 3. Mai l. I. bei Neidung der im Art. 79 des Feldstrasgesetzes vorbestimmten Strafen in den Schlägen eingesperrt zu halten. ' Gi eßen, am 3. April 1882. ' Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius.______ ___ llt bent NllO J? Herrn z W -4 hlinpS . ycmiiiuuy .............. .... ....................... >......, ..... ... ... « FrietacWr H^bandlungen zwischen Centrum und Conservativen hervorgegangen ist. bekannten Bm*. > - u ~ ■- ' « ■ < •- ■■ -• ™ " die von ärM' meiner cheralscl 1882. gewählt wurde. Letzteres ist eine gemeinsame Arbeit des Kriegsministers Cam- penon und Gambetta's, und die Wahl Gambetta's ist daher eine Art Anerkennung dieser Arbeit. Ob jedoch die Kammer dem Recrutirungsgesetz-Projecte selbst ihre Zustimmung geben wird, ist noch sehr fraglich, da die Meinungen untef den Deputirten über den betr. Entwurf noch sehr getheilt sind. Die englische Negierung hat trotz des Umstandes, daß die Verhältnisse in Irland sich noch nicht im Geringsten gebessert haben, beschlossen, keine strengeren Maßregeln gegen Irland zu ergreifen. Der Geheim-Siegel- bewahrer Lord Carlingford theilte am Freitag dem Oberhause mit, daß die Regierung nicht die Absicht habe, die Jurpgesetze in Irland zu suspendiren und daß die Regierung überhaupt bezüglich der Zustände in Irland gegenwärtig keine neuen Gesetze zu machen habe. In Palermo, der Hauptstadt Siciliens, ist die 600jährige Gedenkfeier an die sicilianifche Vesper (30. März 1282), soweit bis jetzt bekannt, ohne störende Zwischenfälle verlaufen. Die Nachricht, die in Palermo lebenden Franzofen feien abgereist, aus Furcht, belästigt zu werden, hat sich als unbegründet erwiesen, auch hat Garibaldi seinen Einfluß geltend gemacht und dringend Ruhe anempfohlen. Die Festlichkeiten, von denen sich die Regierung aus Rücksicht auf Frankreich fern hielt, trugen einen rein municipalen Charakter. Aus dem Czarenreiche liegt abermals die Kunde von einem politischen Morde vor. Als am Abend des 30. März der Procurator des KieM- scheu Kriegsgerichtes, General Strelnikoff, auf einer Bank des Strand-Boulveards zu Odessa saß, wurde ein Revolverschuß auf ihn abgefeuert, der feinen Racken durchbohrte und den Tod des Generals nach zwei Minuten herbeiführte. Die beiden Mörder, welche erst nach heftigem Kampfe überwältigt werden konnten, sind noch junge Leute, welche aber bei der sofort eingeleiteten Untersuchung die Nennung ihrer Namen verweigerten. Strelnikoff war nach Odessa abcomman- dirt, behufs Beaufsichtigung der wichtigsten politischen Processe, die gegenwärtig schweben. — Kaiser Alexander III. hat die Todesstrafe der im Trigonja- Processe Verurtheilten in Zwangsarbeit in den Bergwerken auf unbestimmte Zeit umgewandelt. Ausgenommen ist Suchanoff, dessen Todesstrafe, da er als Officier sich eines schweren Verbrechens schuldig gemacht hat, in Kraft bleibt, jedoch anstatt durch den Strang, durch Erschießen vollstreckt worden ist. Die Execu- tion erfolgte am vorigen Freitag in Kronstadt. — Die russische Regierung plant eine Maßregel, durch welche namentlich die deutsche Einwanderung nach Rußland empfindlich getroffen werden würde. Es sollen nämlich alle Ausländer, welche länger als 5 Jahre in Rußland wohnen, gehalten werden, sich entweder naturalisiren zu lassen oder aber das Land zu verlassen. Da in Rußland zur Zeit mindestens 150 bis 200,000 Deutsche leben, welche deutsche Staatsbürger sind, so würden dieselben demnach ihre meist einträglichen und einflußreichen Aemter und Stellungen verlassen inüssen, denn nur Wenige von ihnen würden Lust haben, ihr deutschesWZndigenat aufzugeben. , Im östlichen Spanien, in der Provinz Caüilonien, ist eine onschei- nend nicht unbedenkliche Bewegung ausgebrochen , welche sich gegen die Wirth- fchaftspolitik des Cabinets Sagasta richtet. Anlaß hierzu hat der den EoAes zur Genehmigung vorliegende spanisch-französische Handelsvertrag gegeben, welcher auf den lebhaftesten Widerspruch der Opposition stößt. In Barce ona wurden als eine Art Protest gegen den Vertrag mehrere Fabriken geschlossen. Eme Gruppe von Arbeitern wollte die Bahnzüge am Ablaufen verhindern und wurden auf die Polizei, welche hierbei einschritt, Gewehrschüsse abgefeuert, doch konnten die Züge abgehen. Die catalonischen Deputirten baten den Minister- Präsidenten Sagasta, die Annahme des fpanisch- französischen Handelsvertrages ießener Anzeiger Amis- und Anzeigeblaii für den Kreis Gießen. Betreffend: Das Verfahren bei Besichtigung neuer oder veränderter Feuerungsanlagen. Gießen, am 3. April 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzogliekren Bürgermeistereien des Kreises (mit Ausnahme der Stadt Gießen), sowie an die Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Nach Art. 77 der am 1. d. M. in Kraft getretenen allgemeinen Bauordnung vom 30. April 1881 sind die Bauenden, worunter nach Art. «9 sowohl f Bauherren, als deren Baumeister und Bauhandwerker zu verstehen sind, verpflichtet, der Lokalpolizeibehörde von der Beendigung des Rauhbaues genehnügter bauten und Feuerungsanlagen vor dem Beginn der Verputzarbeiten Anzeige zu machen, damit zur Prüfung der plan- und vorschrfftsgemäßen Aus- Wrunq des Bauwesens eine Besichtigung desselben vorgenommen und je nach dem Ergebniß weisere Verfügung getroffen werden sann. In den Gemeinden, in denen sich Feuerstättenbesichtiger befinden, sind diefelben auf diese Bestimmung besonders aufmerksam zu machen, und onzuweisen, ki gelegentlicher Anwesenheit in den verschiedenen Orten ihres Bezirks ihre Aufmerksamkeit auf Neubauten zu lenken und die Bauenden auf dieMinerkte^Vor- christ und die bei Nnterlafsung rechtzeitiger Anzeige ihnen drohende Strafe hinzuweisen. Auch Sie wollen dafür Sorge tragen, daß derartige Contraventionsfülle möglichst verhütet werden, oder wenn sie nicht verhütet werden tonnten, zur Anzeige kommen. Endlich ist auch die vorgeschriebene Besichtigung neuer oder veränderter Feuerungsanlagen jedesmal vor Beginn des Verputzes zu veranlassen. Pr. Boekmann. nicht zur Cabinetsfrage zu machen, angesichts der starken Opposition, welcher derselbe in Catalonien begegne. Sagasta verpflichtete sich zu nichts und wird diese Angelegenheit erst in einem Mmisterrathe erörtert werden. Aus dem Oriente liegen keine Nachrichten von Belang vor. In der griechischen Deputirtenkammer legte der Finanzminister das Budget für 1882 am 30. März vor. Den sich auf 67 Millionen Drachmen belaufenden Einnahmen stehen die Ausgaben mit 78 Millionen Drachmen gegenüber. Die Regierung verhandelt mit der griechischen Bank über eine Anleihe von 20 Mill, und wird mit derselben über eine weitere Anleihe von 40 Mill, unterhandeln, die zu Marinezwecken verwendet werden sollen. Darmstadt, 3. April. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Mergnädigst geruht: Am 25. März den Salinenrentmeister bei dem Salinenamt Theodorshalle und Salzsteueramtsrendanten bei dem Salzsteueramt Theodorshalle, Karl Ziegler, in den Ruhestand zu versetzen, — sowie an deins. Tage den Münzmeister Friedrich Kraus zum Salinenrentmeister bei dem Salinenamt Theodorshalle zu ernennen und demselben zugleich die Nebenstelle eines Salzsteueramtsrendanten bei dem Salzsteueramt Theodorshalle zu übertragen; am 1. April den außerordentlichen Professor bei der theologischen Fakultät der Landes-Universität, Dr. Wilhelm Weiffenbach, zum dritten Lehrer und Professor an dem Prediger-Seminar zu Friedberg zu ernennen. — Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 30. März l. Js. wurden der Hülfs-Gerichtsschreiber Karl Burger zu Offenbach zum Hülfs-Gerichtsschreiber bei Großherzoglichem Amtsgerichte Vilbel, sowie der Gerichtsschreiber-Aspirant Albrecht Lohnes zu Wald- Michelbach zum Hülfs-Gerichtsschreiber bei Großherzoglichem Amtsgerichte Offenbach bestellt. Telegraphische Depeschen. Wozff's telegr. Correspondcnz»Brrreau. Berlin, 3. April. Ein leichtes Unwohlsein veranlaßt den Kaiser, heute das Zimmer zu hüten. Vorträge und Empfang fanden heute nicht statt. München, 3. April. Die Abgeordnetenkammer nahm anläßlich der heute fortgesetzten Berathung des Cultusetats den Antrag an, die Krone zu bitten, das bisher simultane Lehrerseminar zu Bamberg m ein confessionell katholisches umzuwandeln. — Auf eine Anfrage des Abg. Haus wegen des Beitritts von Lehrern zu Freimaurerlogen antwortete Cultusminister v. Lutz, die Freiniaurer in Bayern unterwürfen sich dem Vereinsgesetze, meldeten ihre Vorstände an und legten ihre Mitgliederliste vor; dieselben seien daher nicht als geheimer Verein zu betrachten, dem Beamte nicht beitreten dürften. Palermo, 3. April. Zur Erinnerung an die Feier des sechshundertsten Jahrestages der sicilianischen Vesper wurden von dem Syndikus von Palermo an die Mitglieder der Gemeindevertretungen von Sicilien Medaillen ver- theilt. In der dabei gehaltenen Rede gedachte der Syndikus der Allianz zwischen Frankreich uno Italien vom Jahre 1859. Tunis, 3. April. Der neue französische Ministerresident Cambon ist hier eingetroffen. Bukarest, 3 April. Gestern fand unter großer Betheiligung zu Ehren des aus seiner hiesigen Stellung scheidenden österreichischen Gesandten Grafen Hoyos ein von dem diplomatischen Corps veranstaltetes glänzendes Banket statt. Odessa, 3. April. Den Mördern des Generals Strelnikoff wurde gestern die Anklageakte zugestellt, Abends 9 Uhr trat das Kriegsgericht zur Abuttheilung derselben zusammen. Die Leiche des Generals Strelnikoff ist heute Vormittag unter großer Theilnahme der Bevölkerung und unter Erweisung von militärischen Ehren beerdigt worden. Troppau, 3. April. In dem Eisenwerk Witkowltz brach gestern eine große Feuersbrunst aus, die mehrere Gebäude in Asche legte; der Feuerschaden wird auf 400,000 st. geschätzt; es gelang, das Feuer zu localisiren. Konstantinopel, 3. April. Der Sultan empfing den englischen Botschafter Lord Duffeitn am Sonnabend in einer Privataudienz, die 3 Stunden dauerte. Zu Ehren Lord Dufferin's hatte vorher eine kleine Militärrevue stattgefunden. Petersburg, 2. April. Das „Journal de St. PAeisbourg" erklärt die Nachricht für absurd, daß die Naturalisirung derjenigen Ausländer, welche ö Jahre in Rußland wohnen, verlangt werde; von einem derartigen Projecte sei keine Rede. In Wahrheit handle es sich darum, daß den fremdländischen ländlichen Arbeitern, welche nach Ablauf ihrer Contracte eine Landconcessivn nachsuchten, der Bescheid ertheilt wurde, derartige Concessionen könnten nur russischen Unterthanen gemacht werden — Die ebenso unbegründete Nachricht, daß die Londoner Stock-exchange daran denke, die russischen Fonds von der ofsiciellen Notirung auszuschließen, hat dem „Journal de St. Petersbourg" zufolge hier nur wenig Eindruck gemacht. Der russische Credit sei ein solider und werde ein solcher bleiben; die regelmäßig eingehenden Steuern und die Hilfsmittel des Staatsschatzes seien genügend, um allen Anforderungen zu entsprechen. — Der „Neuen Zeit" zufolge soll der Posten des Petersburger Oberpolizeimeisters mit demjenigen des Stabschefs des Gcnsdarmeriecorps vereinigt werden. Lokale-. Gießen, 4. April. sArtot-Concert.j Bezugnehmend auf die Notiz, welche wir vor einigen Tagen über das bevorstehende Concert der Frau Desiräe Artöt brachten, können wir heute hinzufügen, daß dasselbe am 13. April stattfindet. Frau Artöt, eine allbeliebte Sängerin, deren Force besonders im Coloraturfach besteht und deren trefflich geschulte Stimme, verbunden mit herzgewinnender Wärme des Vortrags bisher überall die regsten Sympathien wachrief, wird auch hier einige ihrer glänzendsten Repertotrnummern vortragen, u. A. die „Habassera" aus der gegenwärtig mit großem Erfolge über die deutschen Bühnen gehenden Bizet'schen Oper Carmen, in welcher die Künstlerin, beiläufig gesagt, eine der besten Vertreterinnen der Titelpartie ist. Schließlich verweisen wir noch auf das in der heutigen Nummer unseres Blattes abgedruckte Programm und werden in einigen Tagen auch der beiden mitwirkenden Herren gedenken. — Die gestern im Frtes'schen Felsenkeller am Hardtberge vorgefundene Leiche wurde heute als die des Taglöhners PH. Römer von Vetzberg anerkannt. Verwischtes Darmstadt, 1. April. sPostpersonalnachrichtemj 1. Ernannt zu Postsecretairen sind die Postpractikanten Horstmann in Mainz und Werner in Gießen, der Postverwalter Stetter in Alsfeld, sowie die Postassistenten Freund in Darmstadt und Lipke in Mainz; zum Postverwalter der Postassistent Flies in Schlig. 2. Versetzt sind der Postkassirer Görke von Darmstadt nach Arnsberg behufs Uebernahme einer Postinspectorstelle im dortigen Ober-Postdffections-Bezirk, der Postkassirer Holtzheimer von Offenbach (Main) nach Halle (Saale) behufs Uebernahme einer Postdirectorstelle, der Ober-Postdirectionssecretalr Ernst von Cöln nach Darmstadt, die Ober-Postdirectionssecretaire Schad von Darmstadt nach Münster (Westfalen), Kaebsck von Posen nach Darmstadt und Schrader von Bremen nach Offenbach (Main) behufs Uebernahme von Postkassirerstellen, der Ober-Postsecretair Bernhard von Hameln nach Gießen, der Postsecretair Jung von Gießen nach Konstanz behufs Uebernahme einer Bureaubeamtenstelle I. Klasse bei der Ober-Postdirection daselbst S Mhe 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man ?on der Annoncen - Expedition vog H A ASEXSTElIti de VOGLER in Frankfurt a M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die ;iuch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt '*« teure ••"Men fei ' Aer-^ CoDfimig. Aehlc ^ang- unb j Klassikern rc. . , » E. k, ,7» •(, r [, voll k? B(,IW Ö* *«,***« ife * W“ '»an ^Laiigs MdStückraM lagen kostenfrei a P werden. sichen, den 3. Hr Handel und Verkehr. Gießen, 4. April. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. „4L 1.20—1.25, Hühnereier 1 Stück 5 und 2 Stück 9 X Enteneier per Stück 5-6 3b Gänseeier per St. 8-10 H, Käse p. St. 5—9 L, Kasematte per Stück 3 4, Erbsen 1 Liter 24 X Linsen 1 Liter 30 X Tauben das Paar 100-00 Hühner per Stück 1.00-1.50, Hahnen per Stück JL Enten per Stück 2 00-2.20, Ochsenfleisch per Pfund 60-62 X Kuh- und Rindfleisch 50-54 X Kalbfleisch 40 bis 44 X Schweinefleisch 62-64 H, Hammelfleisch 64-70 Kartoffeln 100 Kilo JL 4 00-0.00, Zwiebeln der Centner JL 12, Milch per Liter 16-18 X und der Postsecretair Albrecht von Mainz nach Landsberg (Warthe), die Ober- Telegraphcn-Assistenten Schmidt von Gießen nach Offenbach (Main), Dreßler von Mainz nach Leipzig und Helm von Worms nach Mainz und der Telegraphenassistent Pabst von Offenbach (Main) nach Gießen. 3- Uebertrogen ist dem Postsecretair Henricy in Darmstadt eine Bureaubeamtenstelle I Klasse bei der Kaiserlichen Ober-Postdlrect>on. 4. In den Ruhestand versetzt ist der Ober-Postdirectionssecretair Reuning in Darmstadt. 5. Gestorben ist der Postsecretair a. D. Eduard Beck in Mainz. Cassel, 2. April. Die hier zahlreich anwesenden Hilfs-Industriellen der Tabakfabriken beschlossen einstimmig die folgende Resolution: „Die versammelten Vertreter der Hilfsindustrien, deren Existenz mit dem Bestehen und dem Blühen der freien Tabak Industrie eng verbunden ist und welche mit derselben durch die letzte Steuererhöhung und die fortwährenden Beunruhigungen bereits große Schädigungen erlitten hat, erklären sich hiermit aufs Entschiedenste gegen die Einführung des Reichs-Tabakmonopols. Die Fabrikation von Cigarrenkisten, Wickelformen und Fournieren, die Druckereien und lithographischen Anstalten, die Papier- und Papierwaaren-, Seidenband- und Maschinenfabriken, Gießereien, Zinnfolien-, Drahtstiftfadriken, eine große Anzahl von Handwerken und Hausindustrien — sie Alle finden in der Tabakindustrie die Quelle der Ernährung und des Wohlstandes. Die Gesammt-Ausgaben für die Verbrauchs-Gegenstände zur Ausstattung und Verpackung der Tabakfabrikate wird sich auf etwa 20 Millionen Mark im Jahre belaufen Alle diese Erwerbsthätigkeiten werden vom Monopol ihrer Basis beraubt; dasselbe wird sowohl durch Reduction der Kosten für die Verpackung und Ausstattung, die mehr und mehr künstlerische Bedeutung gewonnen bat, als auch durch Verringerung des Cigarren-Consums den Verbrauch der Erzeugnisse der Hilfs-Industrien aufs Aeußerste einschränken, vielleicht diese Fabrikate selbst in eigner Regte Herstellern Große Kapital- Anlagen, unser geistiges und materielles Eißenthum werden in Folge dessen zum größten Theil völlig vernichtet, unsere Erwerbsthatigkeit zerstört und eine große Anzahl von meistens technisch gebildeten Leuten, die einen neuen ihnen fremden Erwerb nicht so bald finden, mit ihrer Familie vor den Ruin ihrer Existenz gestellt werden Diesen großen Schäden gegenüber müssen wir unsere gerechte Entrüstung darüber aussprechen, daß der von der Reichs-Regierung dem Volkswirthschaftsrath vorgelegte Monopol-Entwurf unsere einen so erheblichen Theil des nationalen Vermögens ausmachende Industrien mit keinem Wort erwähnt und unsere Existenz dem Monopol auf Gnade und Ungnade überliefert. Ein derartiger Willkürakt widerstreitet der staatlichen Gerechtigkeit und den Bestimmungen der Gewerbe-Ordnung, welche den sicheren Besitz des Eigenthums und die Freiheit der Erwerbsthätigkeit gewährleistet." Nach Annahme dieser Resolution beschlossen die Versammelten die Ausarbeitung einer Denkschrift, zur Klarstellung der Bedeutung aller Hilfs-Industrien und consti- tuirten sich hierauf als Verein derselben mit dem Domizil in Hanau. Bad-Nauheim, 31. März. Freunden der Kinderheilpflege wird es von Interesse sein, zu erfahren, das Ihre Königliche Hoheit die Frau Prinzessin Karl von Hessen das Protectorat über die aufblühende Kinderheilanstalt dahier angenommen hat. Die Anstalt, deren Eröffnung in dem neuerbauten Hause mit Anfang Juni bevorsteht, sei der thätigen Theilnahme des Publikums bestens empfohlen. Sie ist die einzige Anstalt des Großherzogthums Hessen, die sich die Bekämpfung der Scrophulose, dieser gefährlichen Feindin unserer Kinder, zum Ziele gesetzt hat. München, 30. März. Heute Vormittag fand in der Kirche der Vorstadt Haidhausen die erste Communion der katholischen Kinder statt. Dabei gerieth der Schleier eines Mädchens durch die brennende Wachskerze in dessen Händen in lichterlohen Brand. Nur dem rasch entschlossenen Eingreifen des Geistlichen, der über das Altargitter sprang, die Flamme erstickte und den anderen Kindern zurief, sofort alle Kerzen zu löschen, ist die Verhütung größeren Unglücks zu danken. Berlin, 30. März. Wie die „Kreuzztg." hört, ist die kriegsgerichtliche Untersuchung, welche Anläßlich der Tölffung bezw. Verwundung von Knaben in Folge des Gebrauchs der Schußwaffe Seitens der Schildwache an der Invaliden Säule am 5. Februar d. I. bei dem hiesigen Gouvernements-Gericht geführt worden ist, nunmehr dadurch zum Abschluß gelangt, daß die genannte Schildwache, Füsilier Werner, 9. Compagnie Garde-Füsilier-Regiments, von dem berufenen Kriegsgericht einstimmig von jeder Schuld freigesprochcn und dieses freisprechende Erkenntniß rechtskräftig geworden und publicirt ist. — In Kirn ist ein Diebstahl eigener Art begangen worden; nach einem Inserat der „Kirn. Ztg." wurde nämlich dem dortigen Kriegervereine die Vercinsfahne entwendet. Schneidemühl. Von der Verurtheilung eines Unschuldigen meldet man der „Danz. Ztg." von hier Folgendes: Im Jahre 1870 wurde der Arbeiter Holz von dem Kreisgericht in Schönlanke zu zwei Jahren Zuchthaus verurtheilt, dieser auch verbüßen mußte. Jetzt hat sich zur Evidenz herausgestellt, daß Holz diese Strafe unschuldig erlitten bat. Seine Verurtheilung war mit auf Grund einer eidlichen Aussage der Frau Wilhelmine Klotz von dort geschehen. Dieselbe stand am 29. März wegen Meineides vor dem hiesigen Schwurgericht. Sie räumte ein, daß sie für 50 Pfennige den falschen E d geleistet habe, der einen Unschuldigen ins Zuchthaus brachte. Der Gerichtshof verurtheilte die gewissenlose Verbrecherin zu sechs Jahren Zuchthaus. sKammerdiener Engel.) Fünfzig Jahre in demselben Dienste das ist gewiß heut' zu Tage eine Seltenheit; eine solche Thatsache spricht für den Herrn wie für den Diener und sie wird um deshalb nicht weniger außerordentlich, weil der Herr — der Kaiser ist; der Diener aber, um den es sich handelt, ist sein Kammerdiener August Engel, dessen Jubiläum für den 5 April angekündigt wird. In die fünfzig Jahre sind allerdings die 3 Militärjahre Engels und 6 Jahre des Forstdienstes eingerechnet; es bleibt aber noch die respektable Zahl von 41 Jahren, daß Engel in dem unmittelbaren Dienst des Kaisers steht. Aus bescheidenem Wirkungskreise ist, wie die „Rat. Ztg." schreibe Engel nid); hei ausgetreten, aber er hat in vielen Stunden des Leides und der Freude seinem Herrn nahe fein dürfen Sein Berus brachte ihn in die Lage, in Krieg um Frieden, daheim und in der Ferne immer da zu sein, wo sein kaiserlicher Herr war. Engel ist der Sohn eines Forstbeamten aus Schönholz bei Eberswalde. M>t 18 Jahren trat er 1832 in die Armee, diente seine 3 Jahre ad, wurde dann 6 Jahre Forstdeamter im Btesenthaler Reviere, um dann in den Dienst des Kaisers berufen zu werden. Al- Kammerdienr begleitete er den Kaiser 1849 nach Baden und im letzten Kriege nach Frankreich, wie zur Hochzeit unseres Kronprinzen nach England. Bei der Krönung in Königsberg und bei dem denkwürdigen 18. Januar, der Kaiserproclamation. bet allen Jnspectionsreisen und Manövern war Engel im Dienst. Jim Hohenzollern- Museum befindet sich ein Bild, auf welchem dargestellt wird, wie dem Kaffer das erste eiserne Kreuz erster Klasse angeheftet wird. Der Diener trägt die wohlgetroffeneiL ßüge Engels Bei den Attentaten Becker's (1861) und Nobeling s durfte Engel beit kranken Gebieter pflegen. Der Dienst ist allerdings nicht schwer. Die ^"spruchslosig- keit des Kaisers ist bekannt. Oft siegelt der Kaiser seine Briefe selbst, holt sich selbst ein Glas Wasser. Ein ärgerliches Wort aus seinem Munde, eine Aeußerung von Verdrießlichkeit wird man kaum berichten können- Kaiser Wilhelm kann trotz des bekannten Sprichwortes auch vor seinem Kammerdiener bestehen, wie dieser vor ihm bestanden hat- Ein kleiner Abglanz von der historischen Bedeutung des Herrn fallt, wie alle Memorrenwerke nachweisen, auch auf den Diener. __________________ **5 □*« » * AS fif'tat biii* eä® 6itr * *4 M Eichene A ßmil Tchmall, MM Iffitr hiesigen Schuß uitiquarisch zu bei imäthig. Gebraucht »man Zahlung-Li F. E. 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Wer an jene auf ihren Namen im Grundbuch eingetragene Parzelle glaubt Anfprüche machen zu können, hat dieselben so gewiß binnen 6 Wochen hier anzumelden, als sonst jene Besitzer als Eigenthümer angesehen, der Kaufbrief bestätigt und die zum Eintrag ins Mutationsverzeichniß erforderliche Verfügung ertheilt werden soll. Gießen, den 14. März 1882. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Langsdorfs._______ GOLDENEJVLEDAILLE ~Württb;Iandesgew, Ausstellung 1881 Die Ausstände der Concursmassen von Keck und Stückrath können in den nächsten II Tagen kostenfrei an den Unterzeichneten bezahlt werden. , Gießen, den 3. April 1882. M. Pilger, Hochachtungsvoll Frau EivBienbev'ff 2375 Eine Parthie filb. Chlinder- Uhren, sowie allerlei Goldsachen, Kleidungsstücke, Weißzeug re. re. wird zu sehr billigem Preis abgegeben bei K. Grünebaum. 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