. 2S8 Samstag den 4. November A11 tciflf t 5z VvVivwVvV ~"/ Amts- und Ameigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontogS. Duncan: Schulstraße >. Preis vierteljährtich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerl.ch». Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. o r Gießen, am 31. Oktober 1882. Betreffend: Die Aufstellung eines neuen Holzpreistarifs für die Gemeindewaldungen des Kreifes Gießen pro 1883/84. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosjherroglichen Bürgermeistereien des Kreises. W- » »S*»?“* S - WV m SiwKÄÄS EUÄ'Ät »ä* T » M Kotb. besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. v. Starck. und jedes Vorkommniß, auch wenn es Andere in ihrer Ehre verletzt, in die Oeffent- Uchkett zu bringen, existirt nicht". - Diese Entscheidung ist von weittragender $ebCUtS8erIm, 1. Novbr. Die „Berl. Polit. Nachr." schreibent: Dian kann wahrlich nicht behaupten, daß Herrn Gladstones egyptische Politik von beson- derer Rücksichtnahme auf den traditionellen Verbündeten, Frankreich, oder gar den nominellen Oberherrn der egpptischen Satrapie, den Sultan, mspirirt sei. Die Regierung des Khedive hat soeben wieder einen eklatanten Beweis ihrer Unselbstständigkeit geliefert. Der französische Agent in Kairo fragte bei Scheris Pascha wegen der Zuziehung des General-Controleurs Herrn Bredif zu den Mimsterberathungen an, erhielt aber zur Antwort daß fernem bezüglichen Gesuche nicht stattgegeben werden könne, da der englische General-Controleur gleichfalls den Sitzungen des Ministerraths fern bleibe. Formell läßt sich Men den Bescheid Scherif's nichts einwenden, in Wahrheit spricht aber aus dem Bescheide ^Scherif Pascha's nichts als die entschiedene Abneigung der englischen Regierurng, Frankreich unter welchem Vorwande immer den Wiedereintritt in die egrMche - Domäne Großbritanniens zu gestatten. . Daß ferner Lord Dufferin's egpptische Mission nur em Vorwand ist, hinter welchem sich eine hochgradige Spannung zwischen London und Konstantinopel verbirgt, begegnet an infornnrter Stelle kaum einem Zweifel. Em offenbarer Abbruch der diplomatischen Beziehungen Englands zur Pforre liegt nickt im Fntereffe ersterer Macht; de facto aber läuft die Berufung ihres Konstantinopeler Botschafters fast auf noch Schlimmeres hinaus. An eine ersprießliche Fortsetzung der Tätigkeit Lord Dufferm's auf seinem bisherigen Posten dürfte kaum zu denken sein, nachdem er erst einmal dazu beigetragen haben wird, die englische Machtsphäre in einer ehedem türkischen Dependenz dauernd zu organisiren. r L , r..± Der in diplomatischen Angelegenheiten der Regel nach gut unterrichtete Pariser „Demps" bleibt dabei, den Grafen Robilant als für den italienischen Botschasterposten in Paris designirt zu bezeichnen und nennt als präsumtiven Nachfolger Nobilant's am Wiener Hofe den Kavaliere Nigra. Es sei jedoch unbestreitbar, daß das Wiener Cabinet den Grafen ungern scheiden sehe und m Rom dahin wirke, daß man einen anderen Diplomaten als Vertreter Italiens nach Paris entsende. , ri L . — Eine recht sprechende Illustration zu den Zuständen m Rußland bildet folgende den „B. P. N." von beachtenswerther Seite verbürgte Mittheilung. Der_ md besprochene Senator Massein, welcher speciell die RuniMrung der Ostsee- Provinzen zu betreiben hat, war von zwei Beamten beglestet, die ihn auf s Kräftigste unterstützten. Diese beide Herren wurden emes Tages plötzlich entlassen, und zwar aus keinem geringeren Grunde, als west die Polizei ermrt hatte, daß dieselben in intimer Verbindung mit dem Führer der revolutionären Partei, Dragomanoff in Genf, standen. Ist uunemderartiges ^orkommmß in Rußland durchaus kein neues, so verdient doch die^ernerkung zur Kenntnitz genommen zu werden, mit welcher Herr Masiein sich mit der Sache abfand. Er meinte nämlich, er sei allerdings genöthigt gewesen, die beiden Beamten zu entlassen, allein dieselben seien nicht Mitglieder der ^rrotiftexvparUx, sondern nur des Zweiges, welcher eine friedliche Umwälzung erstrebü - Seit Montag ist auch die letzte bet. vier Wen Straßburger Tabakmanufaktur (Ringheim) geschlossen, bezw. dem fruhern Fabrst- Jnspector Leser übergeben worden, welcher sie mit zwei weitern frühen Filialen der Munufaktur (Friesenheim und Kürzell) im Auftrag und für Rechnung eines bedeutenden Bremer Fabrikanten weiter betreibt. Die früher geschlossene Fabrik- Male Durlach hat bis jetzt weder verkauft noch^vermiethet werden können. Es ist auffallend daß Bremer Fabrikanten ein Geschäft zu machen glauben, wo die Manufaktur selbst nicht reüssiren kann, und es läßt dieser Umstand allerdings einen drastischen Schluß über die Mangelhaftigkeit der Verwaltung zu. Darum ist denn auch die Zuziehung von Mitgliedern des Rechnungshofes des deutschen Reickes -u der eingesetzten Rlinistenal - Enquete - Commiffion m Straßburg mit Freuden 'begrüßt worden. Man glaubt übrigens dieselbe werde constatiren können daß ein geschäftlicher Rückgang bet der kaiserlichen Tabakmanufaktur erst sei dem August 1881 eingetreten sei. Ob trotz dieses zeitweiligen, kaum ein ^abr währenden Zwischenfalls das allerdings große angesehene und mit reichen Mitteln den besten Maschinen rc. arbeitende Institut unter geeigneter Verwaltung und eben solcher Geschäftsleitung zu höherer Blüthe sich je noch entwickeln kann, lasten wir dahingestellt fein. Es wird wieder einmal versichert, Deutschland. Darmstadt, 2. November. Das Amtsblatt Großh. Ministeriums des Znnern und der Justiz, Section sür Justizverwaltung, Rr 42, enthält folgendes Ausschreiben, d. d. Darmstadt, am 27. October, betreffend: die Uebernahme von Rebengeschästen durch die Großh. Gerichtsvollzieher, an sammtliche Justiz- sowie von Anträgen auf Erlaß von Zahlungs- oder Vollstreckungs-Befehlen im Auftrage Anderer gegen den Bezug einer Vergütung erscheint als bei Betrieb eines ®eiuerbes.^ Gerichtsvollzieher-Ordnung den Gerichtsvollziehern jeden Betrieb von Handel und Gewerben untersagt hat, hat er denselben folgeweise die Berechtigung zur Anfertigung der bezeichneten Schriften in der ange gebimn^Wreise entzogen pon Vergütungen für das Anfertigen sicher Schriften in vereinzelten Fällen ist mißständig und geeignet, den Gerrchtsvoll- zieher in eine seiner öffentlichen Stellung nicht entsprechende, schiese Lage zu bringen.^ bem zz^rbote des § 20 der Gerichtsvollzieher-Ordnung die Gerichtsvollzieher in der Provinz Rheinhessen bisher gewerbsmäßig Klagen und Anträge auf Erlaß von Zahlungs- und Vollstreckungs-Befehlen gegen Berechnung einer Vergütung ausgenommen haben und auch sonst einzelne Verfehlungen gegen senes Verbot vorgekommen sind, so sehen wir uns veranlaßt, den Genchtsvoll- üehern den Bezug von Vergütungen für das Anfertigen von Klagen, sowie von Anträgen auf Erlaß von Zahlungs- und Vollstreckungs-Befehlen em- für allemal ',U m Den^Aussichtsbehörden empfehlen wir, der Befolgung dieses Verbotes ihre Aus dcm Grotzhcrzogthum Heffeu schreibt.man der „o»ranks. Zig. • y Marburg wird mitgetheitt, haß die Sekundärbahn von Laasphe nach ^.oive a Main-Wffer^Bahn im Morat December ds. Js. dem Verkehr überZeben werben ) Freudig berührt uns diese Nachricht sür die Bewohner elms Landstrichs welcher ftuh zum Großherzogthum Hessen gehörte, denn die Segnungen des erleichterten Vn-kehr $ werden den Wohlstand und die Zufriedenheit desselben fordern und befesstg n- liegt bei dieser Veranlassung die Frage nahe: Wann wrrd der Bau von S bahnen, dre in vielen Landestheilen em tief empfundenes Bedürfmß für Erhal g Entwickelang des Volkswohlstandes sind, bei uns im Großherzogthum Leben statt gewinnen? Man hätte nach den im verflossenen Winter gelegentl^' der Kamm Verhandlungen in Darmstadt gegebenen Zusicherungen einer rascheren Entw elung Dinge entgegensetzen dürfen und nicht ohne em Gefühl d.r Enttäuschung werb inzwischen eingetretenen Verzögerungen empfunden. Mag die Aufgabe, da bahnwesen unter ganz bestimmten Normen zu entwickeln urid Hierfür erschöpf . ltche Bestimmungen zu treffen, nicht leicht fein, das Wichtigste bleibt, daß die mettaw dringende Sache hierdurch nicht zu sehr verzögert werdeund- wir tm Grobh ^?ihetle nicht ganz zuletzt durch Verkehrsverbesserungen entlegenen Bezirken se Y mxoduk- sichern, welche die heut- zwischen Stadt und Land ibestehenden UM rsch d !£BitlenS«lii.e ?Jnt-r-si°M^reichsgerichtliche Entscheidungen über^da^ gt/U b« zu Dringen? Daß die 11 . unbebmat fest Anders hingegen verhalt sich die gegenüber niemals Oeffenttichkeit wirkenden Charakt-ren. Sache in Bezug auf Sff/"1*1* f 1 Beivrechuna öffentlicher Mißstände angeklagt waren, Z-itungsredact-ure, welche wegm^Beiprechung offem^w Ast.mmungen des Stras- m'nS ?93 Wenn nämlich Jemand über wissenschastlrche, künM-rffche gesetzbuchs in d io i o ein tadelndes Urtheil sällt oder Äeußerungen tbut.welche Dbera,fl^nhrun« od-r V-İldigung o°n Rechten oder zur Wahrnehmung b-rech gt r >» *n -aß von einer UnverkäuflichkeiL der Cigarren, welche in der Zeit des schon; erwähnten Zwischenfalls fabricirt worden sind und welche sich auf dem Lager der kaiserlichen Manufaktur befinden, absolut die Rede nicht sein könne; während des in Betracht kommenden „kurzen Zeitraums" feien eine Menge von neuen Sorten hergestellt worden, welche, um bis zur Verkaussfähigkeit abgelagert zu sein, die hierzu nöthige Zeit nothwendigermaßen in Anspruch nehmen müßten und welche nicht plötzlich und unvermittelt, sondern nur nach und nach und systematisch eingeführt werden könnten. Ganz wohl. Ein bescheidener Geschäftsbetrieb mit unterlegten anständigen Contracten muß aber erst die Probe darauf machen, ob der „kurze Zeitraum" eines Jahres nicht größere Scheu vor den Straßburger Cigarren allseits erzeugt hat, als man in betheiligten Kreisen in Straßburg gerne annehmen möchte. (F. I.) — Wie man hört, sollen dem Landtage Petitionen wegen endlicher Aufhebung der ganz unzeitgemäßen Verordnung vom 5. Juli 1847 zugehen, welche das Spielen in auswärtigen, also nicht preußischen Lotterien unter Strafe stellt. Obschon das Haus der Abgeordneten den Antrag der Regierung zur Berücksichtigung überweisen dürfte, so wird auf eine solche nicht zu rechnen sein, da aller srühern Anregungen ungeachtet das Verbot aufrechterhalten worden ist. Waren doch bereits Pläne zur Umgestaltung der preußischen Klassenlotterie gehörig berathen, bedeutende Loose-Vermehrungen und demgemäß Erhöhungen der Gewinne in Aussicht genommen. Die Verwirklichung des Planes unterblieb, weil die Regierung die Initiative nicht ergreifen mochte und kein Abgeordneter einen darauf bezüglichen Antrag stellte. Ob der neue Finanzminister in dieser Beziehung andere Ansichten als sein Amtsvorgänger hat, muß abge- ivartet werden, und da der Staatshaushalts-Etat eine der ersten Vorlagen ist, welche dem neugewählten Hause ler Abgeordneten zugehen, so wird man bald die Entschließung der Regierung erfahren. Oesterreich. Innsbruck, 1. Rovbr. Der Zugverkehr zwischen Ala und Salurn, sowie zwischen Brixen und Waidbruck ist heute wieder eröffnet worden, ebenso die Fahrpost von Brixen nach Atzwang und von Bruneck nach Jnnichen. Der Verkehr zwischen Sillian und Lienz ist neuerdings wieder gestört, dagegen die Postverlnndung zwischen LonSthal und Valjugana wieder hergestellt. Aegypten. Kairo, 1. Rovbr. Der Gouverneur von Kavala, Tussun Bey, welcher auf dem Wege nach Kavala in Kandia eingetroffen ist, theilte dein Khedive heute telegraphisch mit, daß Hassan Mussa-el-Kalad und Suleiman Abdul, welche die Brandstiftungen in Alexandrien anordneten, heute in Kandia von den türkischen Behörden verhaftet wurden. Man glaubt, diefelben seinen mittelst eines Segelbootes von Damiette nach Kandia entflohen. Telegraphische Deprscherr. Wolsf's telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 2. Rovbr. Der „Reichs-Anz." veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung von heute, durch welche die beiden Häuser des Landtags auf den 14. November einberufen werden. Straßburg, 2. Novbr. Die „Elsaß-Lothr. Ztg." tritt den entstellenden Nachrichten über die Revision der gesammten Buch- und Kassenführung der Tabakmanutaktur im Jahre 1880/81 durch einen Commissarius des Rechnungshofes entgegen und sagt, es sei unwahr, daß die bisher mit der Prüfung beauftragte Commission auf Schwierigkeiten gestoßen sei. Die Untersuchung habe vielmehr ohne Schwierigkeit stattgefunden und zu einem im Wesentlichen günstigen Resultat geführt, welches nur einer Nachprüfung durch den Commissarius des Rechnungshofes unterzogen werden soll. Paris, 2. November. Zn der vergangenen Nacht wurden zahlreiche reoolutionäie Plakate hier angeschlagen und dabei ein Betroffener verhaftet. Auch in Marseille wurden Plakate v-roreilet. — Der Minister des Innern theilte heute dem Mtnister- rathe mit, er halte die Differenzen zwischen den Tapezierern und deren Arbeitgebern für ausgeglichen. — Einer Depesche des „Temps" aus Rom zufolge zählt die neue italienische Kammer 320 Ministerielle, 40 Rechte, 58 Fusion,sten, 32 Dissidenten und 40 Radikale. London, 2 November. [Unterhaus.] Dllke antwortete Okelly, es scheine, daß Baker Pascha noch nicht defin tiv zum Generalissimus ernannt sei. Er antwortete Bartlett, der britische Geschäftsträger Teheran meldete vom 30 Okiober, zwei russische Ingenieure versuchten das Herater Gebiet zu betraten, die afghanischen Behörden verweigerten aber die Erlaubmß. Dilke antwortet Aylmer, nach Berichten aus Chartum vom 30. Oktober sei Mahdi mit großen Verlusten geschlagen worden; die Blattern herrschten unter seinen Anhängern. Gladstone antwortet Northcote, es sei noch ungewiß, ob die Leibrenten Wolseley's und Seymour's in diese'-Session beantragt werden. Die Kosten der britischen Truppen in Egypten würden noch gemäß der Ermächtigung des Parlaments aus dem englischen Staatsschätze bestritten; die Regierung sei aber der Ansicht, daß seit der Ntederwe-sung der Revolte die britischen Truppen den Dienst versehen, der unter normalen Verhältnissen den Egyptern obliege, daher Egypten zu den Kosten heranzuziehm sei, doch seien die Arrangements noch inkomplet. Einen Credit in dieser Session zu beantragen, beabsichtige die Regierung nicht. Gladstone antwortet Okelly, die Negierung glaube nicht, daß der Sudan in der Sphäre ihrer Verantwortlichkeit liege. Das Haus setzte hierauf die Debatte über die Geschäftsordnung fort. — Die „Times" will wissen, die egyptische Regierung habe England den Vorschlag gemacht, daß Arabt verbannt werden solle, ohne den Prozeß fortzuführen, d.e englische Regierung habe diesen Vorschlag aber nicht angenommen. — Dem „Standard" wird aus Konstantinopel von gestern gemeldet, daß in Folge der Entsendung Lord Dufferin's nach Kairo in dem türkischen Ministerium davon d e Rede sei, auch einen türkischen Comm'sfar nach Kairo zu entsenden. London, 2. Novbr. Das „Neuter'sche Bureau" meldet aus Kairo, die Nachricht, daß die egyptische Regierung England die Verbannung Arabi's ohne allen weiteren Proceß vorgeschlagen habe, entbehre aller und jeder Vdgründung. Kairo, 2. Novbr. Der bisherige Gouverneur an der egyptischen Küste des Rothen Meeres, Alaiddin Pascha, hat den Oberbefehl über das Expeditions-Corps nach dem Sudan erhalten und wird sich in den nächsten Tagen nach Suakim begeben, wohin das Expeditions-Corps auf dem Seewege abgehen wird. Loyales. Gießen, 3. November. Se. Kön gliche Hoheit der Großherzog hat mittelst ^nanntD°m ^rrn Polizei-Commissär Fresenius zum Polizetrsth — Die Schaustellung der Ehippew ay-Jndianer in Wenzel's Garten war 3aI)lrcid) besucht und erregten die Leute sehr die Aufmerksamkeit des 4suoi,.iutn9. — Während die Indianer in Wenzel's Garten durch ihr Wesen und Aeußeres die Beschauer erfreuten, verübten in dem Gäßchen neben diesem Etablissement mehrere rohe Gesellen den größten Vandalismus. Die diversen Gartenthore und THÜren wurden von dem Fundament aus zerstört, so daß den Besitzern der Gärten empfind- licher Schaden zugesügt ist. — Zum Besten der Wasserbeschädigten Tirols wird der Gesangverein „Lieder- kranz" demnächst en größeres Concert veranstalten. Hoffentlich wird die liebenswürdige Absicht des Vereins einen schönen Erfolg erzielen. WerMLscht-S. Darmstadt, 1. November. sPostpersonalnachrichten.) 1. Ernannt ist der Postsecretair Neeb in Mamz 3u.11 Ober-Postsecretatr. 2. Gestorben ist der Bureauassistent a. D. Renck m Offenbach (Mail»). Darmstadt, 31. Oktober. (Sterblichkeit im Großherzogthum Hessen.! Im Monat Juli ereigneten sich im Großherzogthum Hessen 1596 Todesfälle gegen 1724 im Vormonate. Von diesen entfallen auf die Provinz Starkenburg 701 (765), Oberhessen 405 (422) und Rheinhessen 490 (537). Von der Gessmmtzahl der Verstorbenen waren Erwachsene 782, im Vormonat 873; Kinder unter 15 Jahren 814 (851) und unter diesen vor Vollendung des ersten Lebensjahres verstorben 464 (495) und im Alter vom 2. dis 15. Jahren 350 (356). Die Gesammtsterblichkeit hatte hiernach allgemein m den Provinzen eine Verminderung erfahren, die Sterblichkeit der Erwachsenen und die der Säuglinge war eine im Vergleich des Vormonats verminderte, bei den älteren Kindern hatte sich das Sterbeverhältniß nicht wesentlich geändert. An epidemischen und ansteckenden Krankheiten verstürben 162 Personen gegen 167 im Monat Juni und zwar an Masern 47 (59), am Scharlach 43 (43), an Hals- und Rachenbräune 42 -37), an Abdominaltyphus 15 (8), an Keuchhusten 12 (16), an Ruhr 2(1) und an Rose 1(3). Im Vergleich des Vormonats hatten Todesfälle an epidemischen Krankheiten zusammen nur eine geringe Abnahme erwiesen und diese hauptsächlich als Folge einer verminderten Masernsterblichkeit und neben dieser auch deijenigen durch Keuchhusten; Hals- unb Nackenbräune, auch Abdominaltyphus wiesen eine etwas höhere Zahl von Sterbe- sällen auf, während Scharlachfieber nicht häufiger als Todesursache verzeichnet wurde. S-erbefäUe im Wochenbett wurden 12 gegen 7 im Monat Juni verzeichnet. Von anderen wichtigeren Krankheiten brachten Lungenschwindsucht nur 193 Todesfälle gegen 230, Affectionen der Athemorgane entzündlicher Art und acuten Verlaufs nur 119 gegen 197, Schlagfluß nur 35 gegen 54, acuter Gelenkrheumatismus 1 gegen 2; dagegen erfuhren die Todesfälle durch Darmkatarrh und Brechdurchfall eine Erhöhung von 98 auf 119. Allen übrigen Krankheiten mit zuverlässiger Angabe der Todesursache waren erlegen 668 Personen gegen 697; unbekannt blieb die den Tod bedingende Krankheit bei 235 Sterbefällen gegen 220 im Monat Ium. Emem gewaltsamen Tode erlagen 52 Personen wie im vorausgegang nen Monat und davon durch Verunglückung 34 (26), durch Selbstmord 18 (24) und durch Mord und tödtliche Körperverletzung 0 (2). Im Monat August wurden im Großherzogthum insgesammt 1563 Sterbefälle gegen 1596 im Juli verzeichnet und davon in Starkenburg 698 (701), in Oberhessen 398 (495) und in Rheinhessen 467 (490); damit erfuhr die L-terblichkeit in sämmtlichen Provinzen eine geringe Abnahme gegen den Vormonat, am auffälligsten in Rheinhessen. Nach den Hauptalterskategorien waren unter der Gesammtsumme der Verstorbenen Kinder unter 15 Jahren 797 gegen 814 im Juni und dann unter einem Jahre verstorbene 490 (464), im Alter vom zweiten bis fünfzehnten Jahre 307 (350); den Erwachsenen gehörten zu 766 (782). Im Vergleich des vorausgegangenen Monats war die Säuglingssterblichkeit eine merklich erhöhte, die der älteren Kinder, aber auch die der Erwachsenen eine verminderte. Von epidemischen und ansteckenden Krankheiten hatten Rachen- und Halsbräune 43 Sterbefälle gegen 42 veranlaßt, Sckarlach 38 gegen 43, Masern 32 gegen 47, Keuchhusten 17 gegen 12, Abdominaltyphus 12 gegen 15, Ruhr 1 gegen 2 und Rose 1 wie im Vormonat. Die Zahl der an epidemischen und ansteckenden Krankheiten zusammen Verstorbenen betrug 144 gegen 162 und wies sonach eine Abnahme auf. Neben dem weiteren Rückgänge der Masern- und Keuchhuiten- sterblichkeit waren Todesfälle durch Scharlach und Abdominalkyphus etwas seltener, während diejenigen durch Hals- und Rachenbrätme denselben Betrag wie in ftdem der beiden vorausgegangenen Monate aufwiesen. eterbefäUe im Woch nbette kam n 10 vor, im Vormonat 12, an Lungenschwindsucht erlagen 173 Personen gegen 193, an acuten entzündlichen Lungenkrankheiten 111 gegen 119, an Schlagfluß 46 gegen 35, an acutem Gelenkrheumatismus 0 gegen 1, an Darmkatarrh und Brechdurchfall 155 gegen 119; die Sterbefälle durch letztere Krankheiten erreichten damit einen Höheren Betrag als im Vormonat, blieben aber weit unter dem für diesen Monat aus den früheren Jahren fick ergebenden Durchschnitt zurück. Allen übr-gen bekannten Krankheiten erlogen 654 Personen gegen 668, unbekannt blieb die tödtliche Krankheit bet 231 gegen 235. Todesfälle gewaltsamer Art wurden verzeichnet 39 gegen 52, darunter durch Verunglückung 25 (24), durch Selbstmord 13 (18) und durch Mord und tödtliche Körperverletzung 1 (0). Friedberg Die Erbauung unserer Zuckerfabrik kommt setzt in Gang. Bereits sind ein'ge Ingenieure hier, das Terrain ist abgemessen, das Gelände anaekaust und nächste Woche sckon soll mit den Arbeiten begonnen werden. Die ganze Anlage wird 19 größere und kleinere Gebäude umfassen und soll bis Ende Ma' 1883 fertig sein. Man spricht von ca. 800 Arbeitern, die zunächst beschäftigt werden sollen, um die Fertigstellung bis dahin zu ermöglichen. Das gibt für manchen armen Arbeiter Brod für den Winter, der vor der Thifte ist. Die Fabrikgebäude kommen zwischen Fauer- bacher Chaussee und Eisenbahndamm zu stehen, also links des Dammes, rechts der Chaussee, und werden sick bis beinahe nach Fauerbach erstrecken. — Der General-Capitän der Philippinen Inseln hat an die Regierung nach Madrid folgendes Telegramm gesandt: „Manila, 21. Oktober. Eine neue und schreckliche Katastrophe hat Manila getroffen. Ein fürchterlicher Orkan hat die Stadl fast gänzlick zerstört. In weniger als einer Stunde waren die Häuser der Eingeborenen und auch die Blockhäuser vernichtet; auch solide Steingebäude und selbst solche mit Eisenconstruction wurden abgedeckt und unbewohnbar gemacht. Mehr als 60 000 Familien sind obdachlos. Die Baracken, Spitäler, Aemter, Läden und Magazine sind zerstört, mehrere Schiffe sind zu Grunde gegangen. Unter den Menschen sind ver- hältnißmäßig wenig Unglücksfälle vorgekommen. Ich bin ohne Verbindung mit den Provinzen Malacanan ist volluändig zerstört." In einem fpätem Telegramm des General-Capitäns heißt es: „Die Behörden von Balacan und aus dem Innern der Insel melden eine gleiche Zerstörung, die durch den Orkan herbeigfführt worden ist und wodurch mehr als 15 000 Menschen obdachlos geworden sind " — lieber den Föhnsturm im Grindelwald geht dem Berner „Bund" folgender Bericht zu: Fürchterliche Verheerungen haben hier durch einen Föhnsturm stattgefunden. Eme Unmasse von Gebäuden ist ganz oder theilweise zerstört. Schaden enorm. Herr Regierungsrath v. Steiger ist von der Regierung auf die Unglücksstätte abgeordnet worden. Ein Augenzeuge schreibt: Ein grauses Blld der Verwüstung durch den Föhn- sturm am 27. Oktober bietet die Strecke Burglauenen-Grindelwald dar. In Burg- lauenen, Jiramen und Grindelwald sind wohl ein Dutzend Wohnhäuser total demolirt, ebenso die Telegraphenleitung; große Waldstrecken sind entwurzelt und gebrochen, die meisten Häuser haben gelitten, viele sind zur Hälfte abgedeckt, Schindeln, Baumäste überall zerstreut; von einem neuen großen Hanse in Burglauenen wurden ganze Stücke von vielen Gentnern über 200 Schritte weggetragen. Das Schulhaus in Jtramen ist ein Trümmerhaufen! Viel Heu geht in den abgedeckten Scheunen durch den eingedrungenen Regen zu Grunde. Traurige Aussichten auf den Winter für die sonst schon so geschädigten Thalbewohner! London 30-Oktober. Da es gestern und heute mit größter Stetigkeit weiterregnete und die Themse dementsprechend beständig steigt, so entstehen die größten Besorgnisse für die Werste und Waarenlager an deren Ufer. Im Westen und Südweften Englands ist die Regenmasse der letzten vierzehn Tage zweimal so groß als die Durch schnittsregenmasse des gesammten Oktobers; für London betrug sie 41/2 Zoll über die ganze Oberfläche der Riesenstadt- An der Nordseite des Themsequais blieb der Strom nur eine Handbreit von dessen höchstem Punkte entfernt; an vielen Punkten ist die Fluth in Korngewölbe gedrungen, großen Schaden verursackend. Aengstl'che Zuschauer- fchaaren umstanden gestern die Ufer von Bermondsey nach Rotherhitbe, das Wachsthum der Fluth beobachtend Die Erdgeschosse der naheliegenden Gebäude sind sämmtlich überschwemmt; gewisse Bierhäuser fino nur in Kähnen erreichbar und die Briefträger verrichten ihr Amt auf Wagen und reichen die Briefe am 1. Stock hinein. Von Rochester, Chatham, Windsor und anoeren Plätzen liegen ähnliche Berichte vor. Mannheim, 30 Oktober. Verganaenen Freitag hatte sich vor dem L mdgericht dahier der 67 Jahre alte Handelsmann Maier Neu von Lützelsachsen wegen Wuch^ 73t) Mn ,1er mehre Zeitung der Annonce 'rankfurt a. M. | uich hinsichte dei I Erfahrungen und g ' Uiiti W® giloro Ä Ml°« -«Mmm-s : J (8te b »m 6« teilen1«8 *" S ■1 vertauschen- j verthvoüen der l i ; inute daS tz^nze : cUTben für dus mußten die bett | j leien gelteferter I Darlehen über I butten eine 3öor ' I §abe beraubt 00 iird) ma^lofe Ha f Mn muß der 2 H Derben. Die wirk | Ij’rairäjup reffen, ur 1 itiredt, seine hab 1 Ser Mschensreun ■I Mr ÄMlung zur f-1 imte bit Anklage $§bamlt concurrlri \' nrafe von 1 Jahr 9 jifort abgeführt wir Die cteui Mn, werden h •Stebetiäy - 1 Mr zn nel Gießen ®iean bereit omkommenden 5 Eiten sollen Dienstag ArM i 'Ort nnd £ 3 MN sich 1 wM. und Erpressung zu verantworten. Der Angeklagte scheint in die gleiche Schule gegangen zu sein, mir Salomon Kaufmann von Viernheim, denn seine „Geschäfte" tragen durchaus dasselbe Gepräge, wie die von letzterem abgeschlossenen, nur die Routine und Laschheit im Handeln scheint ihm abzugehen, denn er beschränkte sich auf wenige Opfer, ph aber analog rote die Kausmann'schen behandelt wurden D>e früher sehr gut situtrten Walentin Klaus Eheleute von Ilvesheim ließen sich vor vier Iahten erstmals mtt dem Angeklagten auf einen Kuhkauf ein. und dieser erste Kauf sollte für sie Anlaß jahrelangen Kummers und schließlich ihres finanziellen Runs sein, denn der schlaue An- klagte wußte die Eheleute Klaus bald so an sich zu fesseln, daß sie angesichts der ständigen Drohung, sie wegen eines anfänglich flei eil Darb hens pfänden zu lassen, blindlings seine Vorschläge befolgten Diese bestanden darin, vom Angeklagten gebrachte magere und meist roerthlose Kühe und Rinder gegen gut genährte und werthvolle Thiere za vertauschen. Die mageren O jecte wurden immer zu den höchsten Preisen und die werthvollen der Eheleute Klaus zu einem Spottpreis veranschlagt. So hatten die guten J'eute das ganze Jahr hindurch dem Angeklagten magere Kühe herauszusüttern und wurden für dieses Geschäft ihrem Wohlthäter immer mehr Geld schuldige Endlich mußten die betrogenen Leute neben dem enormen Schaden von dem Kuhgeschäft, die fielen gelieferten Nahrungsmittel rc. für wirklich erhaltene etwa 100 bis 150 Mark Darlehen über 1600 Mark anerkennen und bezahlen, denn die jeweiligen Einträge hatten eine Zwangsvollstreckung im Gefolge, so daß die Ebeleute Klaus ihrer letzten Habe beraubt vom heimischen Boden vertrieb.n wurden. Planmäßig und gedrängt durch maßlose Habgier wurden die Leute vom Angeklagten ausgezogen, denn In sieben Höllen muß der Thatbestand der Erpressung und in diversen der des Wuchers gesunden werden- Die wirkliche Rothlage der Opfer wurde ausgebeutet, um Geld — viel Geld h.'rausznpressen, und daß der Angeklagte ein Mann ist. der vor keinem Mittel zurückschreckt, seine habgierigen Zwecke zu erreichen, dürsten seine Vorstrafen beweisen. Der Menschenfreund Neu hat sich schon zwei Mal der falschen eidlichen Aussage, der Anstiftung zur Beseitigung gepfändeter Fahrnisse rc schuldig gemacht und geht beute die Anklage dahin, daß sich der Angeklagte der mehrfachen Erpressung und d s damit concurrfrenbtn Wuchers schuldig gemacht, weshalb er zu einer Gefüngniß- ftrafe von 1 Jahr 9 Monaten, bjährigem Ehrverlust und den Kosten verurtheilt und sofort abgeführt wird. 731) lieber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine o.ler mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von Bfi Jk de ELIE ifö in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichta der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Kirchliche Anzeigen der Stadt Gieften. Evangelische G e m e i n d e. Gottesdienst: Samstag den 4. November. Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Schlosser. Sonntag den 5. November (22. nach Trinitatis). Reformationsfest. Vormittags 9V > Uhr: Pfarrer Dingeldey. Feier des heiligen Abendmahls. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nach beiden Gottesdiensten Kollekte für die Gustav-Adolf-Stiftung. Die Gemeinde wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß nach Beschluß des Kirchenvorftandes und der Gemeindevertretung, vom 1. Januar 1883 an, das neue Gesangbuch in unseren Gottesdiensten allein gebraucht werden soll. Donnerstag den 9. November, Abends 8Uhr, im Gymnasium: Bibelstunde, Brief Pauli an die Galater, Kapitel 3,1—14. Pfarrer Dr. Naumann. Die P fa r r g e sch ä fte in der Woche vom 5. bis 11. November besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. 23. Sonntag nach Pfingsten. Von 7 Uhr an Beichte. 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Communion. V210 Uhr: Hochamt und Predigt: Pfarrer Rady. 2 Uhr: Andacht. Gottesdienli in der Synagoge. Freitag Abend 430 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 520* Temperatur in Gießen. Oktober 1882. Niederste + 1,0 °R. Mittlere 4- 7,66 „ Mittel früherer Jahre .... -ft 7,24 „ Höchste -ft 16,5 „ Niederschlag (meßbarer) an 17 Tagen. . 2,63 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen 1,97 „ „ „ vom 1. Januar bis 31. Oktober 1882 22,91 „ „ „ im Mittel früherer Jabre. . *. 19,80 „ ,, Allgemeiner Anzeiger. f PREIS- MEDAILLE \ 1879 , 7179 Frankfurter Würstchen empfiehlt 6720 Hierung einer großen Parthie und B-nudolz (vorm. (H. C. Spruck). 7186 Krammetsvögel- Hühner- Rebhuhn- Hasen- Beefsteak- Dorn, Bezirksbauaufseher. ■5 Die an der Kirche zu Treis a. d. Lda. f vorkommenden Dachdecker-Neparatur- 1 arbeiten sollen Dienstag den T dS. Mts., Vormittags ll1/? Uhr, Ian Ort und Stelle vergeben werden, ^woselbst sich Uebernahmslustige ein- Mliden wollen. Nächsten Montag den 6. November, ;:,?!rgep§ 9 Uhr, findet noch eine Ver- ZeifgeLott'nes. T oiltte-Abfall-Seife per Psd. 60 Gilycrin-Abfall-Seife per Pfd. 70 im gier Qualität zu haben bei --'62 Coiffeur Gustav Gerhardt. Amtliche Aufforderung. Die Steuerreclamanten, welche ihre Erlässe noch nicht bei uns erhoben haben, werden hiermit wiederholt und zum letztenmal aufgefordert, die erlassenen Steuerbeträge — unter Vorlage der betr. Steuerzettel — baldigst der uns in Ompfang zu nehmen und zu quittiren. Gießen, den 3. November 1882. Großherzogliche Distrikts-Einnehmerei I. Gänsöleber-Pasteteii (in 8 verschied. Größen), Ochsenzungen-Pastete, Tauben- empfiehlt Carl Schwaab’s PgHcategsenliandlg. Bergmann s Siopfecaniiioen-Pomade beseitigt nach mehrmaligem Gebrauch unbedingt alle Kopfschinnen und Haut- Unreinigkeiten. Per Glas 1 JL zu haben bei Gust (Serharot. 7173 Neue Samenkuchen eingetroffen. Carl Fetri Kaiser Oel (nicht explodirendes Petroleum) empfiehlt 6929 Eimil Fischbach.. Itilicn. Maronen jflnpM 6953 Gr\. Wilh. Weidig. Bekanntmachung. Nachstehende Arbeit im hiesigen asernement: „Einziehen eiserner Träger zur Unterstützung der Balkenlager im 1. Stock des Mittelbaues der ^Kaserne, veranschlagt zu «/Ma 1525.17" )ll öffentlich vergeben werden. Submissionstermin Freitag den 10 November 1882 Vormittags 9 Uhr, int Bureau des unterzeichneten Com- lmndos, woselbst Kostenanschlag und Bedingungen vorher einzusehen sind. Die Offerten sind schriftlich, post- üäßig verschlossen, einzureichen. Weilburg, den 2. November 1882. Kommando derUnterofstzier- Vorschule. 7264 Versteigerung. Täglich frische Veilchen. 7212 Karl Berger, Lindenplatz. Dferde-Deckeu in allen Größen und Qualitäten empfiehlt billigst 6994 C. W. Pietz am Markt. I| iin pofe des früheren „Adler" am Wall- > tlftor statt. 7271 Gothaer (Kmirlatnnirrt in hochfeiner Qualität empfiehlt 7279 Emii Fischbach.. 400 Stück 1—IV2 Zoll starke Birn- stämmcherr und 300 do. vierjähr. 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Abend: Va8—9 Modelliren Modelliren Zeichnen Modelliren Zeichnen „ V-8-9 Rechnen und Rechnen und ff Deutsch Aufsatz Buchführen Zeichnen Wir laden die Herren Gewerbetreibende zur Benützung des offenen Zeichensaals, sowie unserer reichhaltigen Fachbibliothek ein. Wir ersuchen die Herren Industriellen und Gewerbetreibende, ihren Lehrlingen den rechtzeitigen Besuch des Unterrichts möglich zu machen und diese zum fleißigen Besuch anhalten zu wollen. 7220 Der Vorstand. Feierabend für Lehrlinge. Sonntag den 5. November ist der „Feierabend" geöffnet von Abends 6 Uhr (nach dem Gottesdienst) bis 10 Uhr. Die Lehrlinge werden gebeten, nicht vor 6 Uhr im Rathhause zu erscheinen. Um 8 Uhr Abends findet gemeinschaftliche Unterhaltung statt. 7275 Dr. Naumann, Pfarrer. Moritz Heichelheim' Verkauf von Staats- Bank- & Wechselgeschäft ) papieren etc. 7172 Gießener Journal-Lesezirkel Nr. 3. Beliebige Blätter werden nach eigener Wahl der Abonnenten in ganz neuem Zustande zu 8tägigem Gebrauche ausgeliehen. — Der Preis des Abonnements richtet sich nach dem Preise des Journals. Es würde z. B- ein vierteljährliches Abonnement auf: Fliegende Blätter, Daheim, FamilienblatL, Neber Land und Meer, Westermann's Monatshefte, Leip), illustr. Zeitung 3.50 kosten. Oder auf: Gartenlaube, Kladderadatsch, Illustr. Modenzeitung, Romanbibliothek, Deutsche Rundschau, Schalk, Vom Fels z. Meer — JL 4.2V. Es steht in dem Belieben eines jeden Abonnenten, sich auszuwählen, welche und wie viele Journale er zu lesen wünscht. Zu jeder näheren Auskunft bin ich mit Vergnügen bereit. Gießen, September 1882. 6169 Er. JE. E’eK senfe lil, Buchhandlung und Antiquariat. Frauenverein für Armen ■ und Krankenpflege. In den letzten Monaten sind geflissentlich falsche Mittheilungen über unsere Thätigkeit, resp. die Arbeit unserer Diaeonissen, in der Stadt verbreitet worden. Ihnen gegenüber geben wir hiermit folgendes bekannt: 4 1) Nachdem wir durch die Opferwilligkeit unserer Mitbürger dazu in den Stand gesetzt waren, haben wir feit Pfingsten 4 Diaeonissen angestellt, nächsten Monat wird eine fünfte Schwester eintreten, deren Thätigkeit ausschließlich der Privatpflege dienen soll, und je nach Bedürfniß werden wir neue Schwestern berufen. 2) Für die Dienste unserer Schwestern haben wir nie Bezahlung verlangt, haben vielmehr alle dahin gehenden Anträge stets abgewiesen. 1 Auch die Dankopser, welche uns von Seiten solcher, die dazu in der Lage waren, zu Gunsten unserer Armen freiwillig gespendet wurden, sind von uns in keiner Weise zur Pflicht gemacht worden. 3) Unsere evangelischen Schwestern haben seit Jahren den Angehörigen aller Stande und aller Confeffivnen ohne Unter- fchied gedient, und zu einer Klage nie Anlaß gegeben. 4) Unsere Schwestern stehen auch jetzt in jedem Falle, in dem ihre Hilfe begehrt wird, Jedermann zur Verfügung, und bedarf es dazu, wie auch feither, nichts anderes, als eine Mittheilung an unsere in der Stadt wohlbekannte Oberschwester Luise Wolff im städtischen Hospital (Seltersweg). 5) Unsere Krippe, in welcher die ganz kleinen Kindern ehrbarer hier ansässiger Arbeiterfamilien für die Zeit, in welcher die Eltern ihrer Arbeit nachgehen müssen, Pflege finden, hoffen wir nach längerer, durch die Verhältnisse bedingten Unterbrechung im Laufe des nächsten Monats in erweiterter Gestalt wiedereröffnen zu können. Für den Vorstand: 6g. Schlosser, Schriftführer des Vereins. August Förster in Lieh Pianoforte-, Harmoniumhandlung u. Ieihanflait empfiehlt seine große Auswahl Pianinos, Tafelinstrumente und Har- ; monruws der anerkanntesten Fabriken zu billigen Preisen bei mehrjaknger ■ Garantie. — Zahlungserleichterung. — Eintausch gebrauchter Instrument. — Gespielte Instrumente werden preiswürdig abgegeben. 41 Darmstädter Ausflellungs-A'oose Ziehung □C* unwiderruflich Samstag 4. Nov. Gewinne im Werthe von 66 000 JL Ein Loos 1 Mk. Moritz Strauss jr. in Mainz, Generaldebit. In Gießen bei Carl Lehrmund, H. Plank, Julius Wallach. 6891 G--------------------G Universal-Kitt! Vorrügl. Mittel zur sofortigen Wiederherstellung zerbrochener Glas-, Porzellan-, Marmor-, Holz- und Thon-Gegenstände, dem kalten und heißen Wasser widerstands- sähig. Zu haben in Stängelchen ä 20 bei I. H. Fuhr, Sonnenstraße. 7084 Wermietßrmge«. 7260 Möbl. 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November 1882: Auf allgemeines Verlangen zum > Mal: Relf-Reiflingen. 7269 — ' J - ar __ Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch in Gießen.