Jen" verschW 111 ^-r AM tibeil ) in Fotz \ : allgm« . Mark IM r und Sanct zu haben M. zum ciniährt- LeaussEM' zu richten m rei. Bei 10 U. Serfantt »stehende Niedki- urch die gobrif ^inhardskus«, ■ Dienste geleiftei. edeutend gtnrnj , . t,»i drill zhme DCl *§i‘6tha§ kost- WM» Infifi Der Benedic- ^°us-rlesensten welche die Eig-u- »nd erwärmend nrken. ^te des Bene- Anerkennungen, in Ersuch wird uflen und gern tinet enbitter, ^Benediciiner- 'S1*8-' 6,18tllnJ rftani. httlttl' O «i"1' » * fsibel #kibä alt O iut * #«• srr 79. Zweites Blatt. Sonntag den 2. April 1SS5S. ießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint ILglich mit Ausnahme des Montags. t Schulstraße B. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Theit. Betreffend: Die Eintheilung der Kaminfegerbezirke. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß vom 1. April 1882 an auf die Dauer von zwei Jahren der I. Kaminfegerbezirk dein Kaminfeger Kail Zwesch dahier und der II. Kaminfegerbezirk dein Kaminfeger Franz Nebl dahier zugewiesen ist. Der I. B.lrk b«t.^ @tßM ^hen, welcher (von Frankfurt aus gerechnet) rechts der Straße von Frankfurt nach Marburg gelegen ist, b) Mbaü^AUen^on^m Burkhardsfelden, Garbenteich, Großen-Linden, Haufen, Heuchelheim, Klein-Linden, Lang-Göns, Leihgestern, Oppenrod, Steinbach und Watzenborn-Steinberg. Der 11. Bezirk umfaßt: , „ c _ ., .... . , . al den links der ^rankfurt-Marburaerstraße gelegenen -rhen der Stadt Gießen; sowie . , m b ) die Orte: Alten-Buseck, Annerod, Bersrod, Beuern, Dmlbringen mit Heibertshausen, Großen-Bufeck, Lollar, Vtamzlar, Reiskirchen, Rodgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Trohe, Wieseck und Winnerod. Gießen, am 30. März 1882. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. Wochenschau. GieHen, 1. April. Bezüglich der nächsten Reifedispositionen des Kaisers verlautet jetzt, daß der Kaiser voraussichtlich bald nach Ostern feine Reise nach Wiesbaden antreten und diesmal von der Kaiserin begleitet fein werde. Tag und Stunde der Abreise sind jedoch noch nicht festgesetzt. Die Aussichten, daß wir auch diesmal das Osterfest ohne Besorgnisse vor drohendeil europäischen Verwickelungen werden feiern können, werden durch die allgemeine politische Weltlage zur Gewißheit geniacht. Bereits liegt die Epoche der „Skobelesf-Reden" wie ein wüster Traum hinter uns und die Hetzmorte des russischen Generals gegen das Deutschthum lind wirkungslos verhallt. In kräftigen und warmen Worten hat Czar Alexander Hl. anläßlich des Geburtstages Kaiser Wilhelms in verschiedener Weise und wiederholt, betont, daß er aufrichtig die Fortdauer der alten freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Völkern Deutschlands und Rußlands und deren Herrschern wünsche imd verschiedene Anzeichen lassen erkennen, daß auch die gebildeteren und einsichtsvolleren Elemente der russischen Nation denselben Wunsch hegen. Die Besorg- mß, daß vielleicht der noch immer fortdauernde Aufstand der österreichischen Südslaven eine Störung des euroopäischen Friedens herbeiführen könnte, ist gleichfalls eine unbegründete, da die Großmächte sich den Bemühungen Oesterreichs, seine Autorität in den aufständischen Landestheilen wieder herzustellen, gegenüber durchaus wohlwollend verhalten, und so gestalten sich auch nach dieser Seite hin die Chancen für die Aufrechterhaltung des europäischen Friedens durchiveg günstig. Das preußische Abgeordnetenhaus führte an den beiden ersten Tagen der vergangenen Woche die dritte Lesung des Etats zu Ende und genehmigte sodann das ganze Etatsgesetz. Am Mittwoch nahin das Haus zunächst das Gesetz, betr. die Fürsorge für die Wittwen und Waisen der unmittelbaren Staatsbeamten (Relictengesetz), in zweiter Berathung fast unverändert nach den Regierungsvorschlägen an und wandte sich dann der Debatte über den Antrag des fortschrittlichen Abg. Dirichlet auf Aufhebung des Welfenfonds zu, welcher bekanntlich laut königlicher Verordnung errichtet wurde, um hieraus die „'Maßregeln zur Ueberwachnng und Abwehr der gegen Preußen gerichteten Unternehmungen des Königs Georg und seiner Agenten" zu bestreiten. Der Antragsteller begründete seinen Antrag, nachdem er vorher einen kurzen Ueberblick über die Geschichte des Welfenfonds gegeben, hauptsächlich damit, daß die Gelder des Welfenfonds, die Zinsen der eingegangenen Revenuen König Georgs, entgegen den betreffenden gesetzlichen Bestimmungen zur Unterstützung der mehr oder weniger officiösen Presse verwendet würden. Dem gegenüber erklärte Finanzminister Bitter, daß die gesetzlichen Bestimmungen über die Beschlagnahme des Vermögens des Königs Georg aufrechterhalten bleiben wüßten. In trefflicher Rede sprach sich namentlich von den Nationalliberalen Herr v. Bennigsen gegen den Antrag Dirichlet aus; indem er der Hoffnung Ausdruck gab, daß die Gestaltung der Verhältnisse in nicht zu ferner Zukunft eine Herausgabe des beschlagnahmten Vermögens an den ältesten Sohn König Georgs, den Herzog von Cumberland, gestatten werde, betonte Abg. v. Bennigsen, daß inzwischen eine Abänderung des Gesetzes im Einzelnen nicht angezeigt fei. Nachdem auch vom Centrum Abg. Windthorst sich gegen den Antrag Dirichlet erklärt hatte, wurde schließlich ein von conservativer Seite eingebrachter Antrag auf Ueber- 9an9 zur Tagesordnung mit großer Majorität angenommen, lieber die Festsetzung der Tagesordnung für Donnerstag entspann sich eine längere Debatte, welche mit der Annahme des vom Präsidenten v. Köller gemachten Vorschlages, am genannten Tage die zweite Lesung der kirchenpolitischen Vorlage zu beginnen, endigte. Die bayerische Abgeordnetenkammer hat am Mittoch die Berathung des Budgets für das Cultusministeriuiu begonnen. Die Generaldebatte trug im Allgemeinen einen ruhigen und sachlichen Charakter. Nur Abg. Rittler, von der Rechten, konnte sich nicht enthalten, seine früheren Angriffe auf den Cultusminister v. Lutz zu wiederholen und machte demselben den alten Vorwurf, daß er Bayerns Selbstständigkeit in ungenügender Weise wahre. Aus den Erklärungen des Cultusministers ist diejenige hervorzuheben, wonach er die Hand zu einem Modus vivendi auf thatsächlichem Gebiete reichen wolle, em solcher sei jedoch unmöglich, wenn der Friede nur vorn einer Seite gehalten, von der andern dagegen der Krieg fortgesetzt werde. . Für Oesterreich war das bemerkenswertheste Ereignrß der Woche die mehrtägige Anwesenheit des Großfürsten Wladimir von Rußland am Wiener Hofe. Zwar wird versichert, daß der Großfürst keinesweg mit einer Specialmission des Czaren an Kaiser Franz Josef betraut gewesen sei, dennoch kann man nicht umhin, dem Besuche Großfürst Wladimir's eine hohe Bedeutung zuzuschreiben. Es soll hierdurch augenscheinlich dargelegt werden, wie sehr Kaiser Alexander III. eine Fortdauer der freundschaftlichen Beziehungen Rußlands auch zu Oesterreich wünscht und die warme Aufnahme, welche der Großfürst und seine Gemahlin in Wien fanden, beweist, daß der österreichische Herrscher denselben Wunsch hegt. Am Mittwoch reiste das großfürstliche Paar m Begleitung des Großherzogs voii 'Mecklenburg-Schwerin nach Italien ab, wobei sich Kaiser Franz Josef in der herzlichsten Weise von feinen erlauchten Gasten verabschiedete. „ f ~ Zu den Siegen, welchen das französische Cablnet Frey- einet jüngst in der Deputirtenkammer und iin Senat davongetiagen hat, qesellt sich ein neuer Erfolg des ersteren, indem die Deputirtenkammer am Dienstag den Nachtrags-Credit von 8 Millionen für die tunesische Expedition mit 376 gegen 71 Stimmen bewilligte. Die imposante Majorität, mü welcher dieser Beschluß gefaßt wurde, beweist wiederum, daß das Ministerium Freycinet sich des steigenden Vertrauens der Landesvertretung erfreut und daß sich dieses Vertrauen auch bezüglich der heikeln tunesischen Frage offenbart. Ministerprw sident de Freycinet erklärte in der ermähnten Sitzung noch, daß die Sage tu Tunesien sich mit jedein Tage bessere, und die Schwierigkeiten, welche noch be- stünden, seien im Abnehmen begriffen. r,.r, Zu Englano steht es bezüglich der irischen Verhältnisse noch immer beim Alten, d. h. eine Besserung in. denselben kann noch nicht con- statirt werden. Es wird sogar von einem neuen Politischen Morde aus ^rkanö berichtet, der einer geheimen politischen Gesellschaft zugeschrieben wird, ^n der Wohnung eines Verhafteten sind von der Polizei viele Gewehre, Revolver Bayonette und Patronen aufgefunden worden. Unter diesen Umstanden Yt es bemerkenswert^ daß der irische Staatssecretär, Forster, un Unterhause neulich selbst zugegeben hat, daß der Erfolg des Zwangsgesetzes mcht den Erwarwngm der Regierung entsprochen habe; Mr. Forster stellte darum eventuell strengere Regierungsmaßregeln gegen Irland in Aussicht. ™ , Die italienischen Radikalen feierten am Donnerstag zu Palermo den 600jährigen Gedenktag der sicilianischen Vesper (30 Marz 128 100311 sich auch der alte Garibaldi trotz feines Gichtleidens und seiner, onsttgen toi- perlichen Gebrechen eingefunden hatte. Bekanntlich wurden am 3U lMrz 1282 auf der Insel Sicllien sämmtliche Franzosen ermordet, wodurch dem ^egimeme Karl von Anjou's auf der Insel ein Ende gemacht würbe. Hder b* liegen mmr noch feine näheren Berichte vor, aber es ist sehr wahrscheinlich, bat dieselbe von Garibaldi und seinen Anhängern ru N°tlonalen an - g-bnng gegen di- Franzosen, gegen di- Eroberer von Els, umgchattet worden ist. w-m-nsentantenhaus hat am letzten Dienstag "d-n"G-I-tz°nwnrs, welcher den "AV -nlg-geni-sen würden. Lokale». 1 wm-ti 3 Sitzung der Handelskammer vom 28. Februar. Anwesend die lberAsen, L-G^e0 rgt, A- Katz, S. Heichelheim, R- Scheel, ® ^P^HtfrhS" iEan'delslaa wünscht ein Gutachten der Handelskammern über den in der^etzte^VersammIung des deutschen Handelstags von Bremen gestellten Antrag, betreffend den E nfluß der im Eisenbahnwesen etngetretenen Veränderungen auf dte ö Holl Juufcn. CO "'Kiivi, ^kZügl. Louis Gail« Mäusburg. ‘ttettf J. A. Busch Söhne j WV? ^ysii 'tat» etc., zum Wir machen im allgemeinen Interesse die Leser unseres Blattes auf das heutig! Inserat des Herrn R u d. Schleicher, München, betr.: „Unentbehrlich für Blumen freunde", hiermit aufmerksam. für JL 2.50 und 3.—. 1965 ^Kreuz 'W ihr !>,jM(Bahnhos Wii-li» gen.,, Ma welchem seil fÄeichlg betnel Wegen Aufgabe meines Ladengeschäftes und Verkauf meines Hauses verkaufe ich meine vorräthigen Waaren von jetzt bis Ende April zu herabgesetzten Preisen. Gustav ITÜhl, SpkNgler Meine Melange-Haff’ces stets frisch gebrannt, führen sich dauernd in weiteren Kreisen ein und dürfte dies als deutlichster Beweis ihrer Vorzüglichkeit gelten. Empfehle solche zu Mk. 1. , 1.20, 1.40 und 1.60 per Pfund, sowie mein großes Lager in rohen Caffe s zu Mk. 0.70, 0.80, 92 Pf., Mk. 1.00, 1.10, 1.20, 1.30, 1.40 und Mk. 1.50 per Pfund. 2191 S- Elsoffer, Marktstraße. Leistungen und Tarife tm Güterverkehr. Zum genauen Studium der Frage wird das Material einer Commission, bestehend aus den Herren L- Georgi, A. Katz und dem Secretär überwiesen. t «rc.- v = ri, Die Handelskammer Mainz übersendet einen werteren Abänderungsvorschlag zu dem Entwürfe eines neuen Handelskammergesetzes, wonach die Erhebung der Umlagen für die erwecke der Handelskammer auf Grund derselben Executionsordnung erfolgen sollen, welche für die Erhebung der Gewerbesteuer in Anwendung kommt. Die Kammer beschließt Zustimmung . . . .. - , ... . , Mehrere Geschäftsleute in Gießen ersuchen die Handelskammer, dahm zu wirken, daß die Postagentur in Ermenrod nach Groß-Felda verlegt werde. Der Beschluß der Kammer geht dahin, eine Eingabe m diesem Sinne an die Kaiser!. Oberpostdirection in Darmstadt zu richten. . . Eine Zuschrift der Bürgermeisterei Gladenbach fragt an, ob für den Bau der vrojectirten Secundärbahn Gladenbach-Lollar ein namhafter Betrag Seitens der Stadt Gießen zu erwarten sei. Die Anfrage soll dahin beantwortet werden, daß die Kammer außer Stande sei, darüber eine bestimmte Mittheilung zu machen. Die Sitzung wurde darauf vertagt. 4. Sitzung vom 4. März. Anwesend die Herren Ed. Silbereisen, L. Georgi, S. Heichelheim, A. Katz, A. Kraatz, R. Scheel, A. Zinßer. Der Verein deutscher Ingenieure in Berlin bittet um Mltthellung, welche Erfahrungen über das Patentgesitz in den letzten Jahren von den betreffenden Interessenten gemacht worden seien Die Kammer beschl eßt, 'die Interessenten durch eine öffentliche Bekanntmachung zur Einsendung von Wünschen und Anständen in dieser Beziehung aufzufordern. _ t , iro . Herr L- Georgi referirt kurz über die letzte Sitzung des Effenbahnbeiraths in Darmstadt am 1. März. Zur Verhandlung kam dabei ein Antrag, auf der Neckarbahn mit durchgehenden Billeten die Schnellzüge benutzen »u können; ferner ein Antrag auf anberroeite Abrundung der Gewichtsberechnung bet Gütersendungen, ferner auf Wegfall der Provision bei Nachnahmebeträgen bis zu 50 H, endlich auf Anbringen von Vorhängen und Heizeinr«chtungen in Waggons 3. Classe. Der mittelrheinische Fabrikanten Verein hat eine Petition an das preußische Abgeordnetenhaus gerichtet, betreffend die projectirte Bildung von Bezirks-Eisenbahn- rätheu und bittet um Unterstützung. Die Kammer beschließt, das Gesuch ad acta zu legen. Die Eiseubahu-Direction Hannover fragt an, ob sich im Bezirk Gießen Fabriken für getrocknete Holzzeugmasse befinden, event ob letztere von hier nach Paris exportirt werden. Beide Fragen sollen mit nein beantwortet werden. Die Eisenbahn-Direction Köln zeigt an, daß die für den 28. Februar angesetzt gewesene Sitzung auf den 14. März verlegt worden sei. Die Kammer wählt Herrn A. Katz zum Delegirten und beschließt für die Tagesordnung dieser Conserenz einen Antrag auf Frachtermäßigung für Getreide von Antwerpen resp. Rotterdam nach Gießen anzumelden. , L o , Die Handelskammer Mainz sendet einen weiteren Abanderungsantrag der Handelskammer Worms zu den Bestimmungen des hessischen Handelskammergesetzes ein und ersucht um die Erklärung der hiesigen Handelskammer. Die Kammer schließt sich dem Urtheile der Handelskammer Mainz über diese Abänderungsanträge an und beschließt Beantwortung der Anfrage in diesem Sinne. Die Eisenbahn-Direction Köln bittet um Angabe der Fabrikatmeiige, welche in den letzten 3 Jahren aus hiesigem Bezirke nach Rußland resp. Moskau gegangen seien. Die Kammer beschließt, zunächst bei den betreffenden Fabrikanten Erkundigungen einzuziehen Herr L- Georgi stellt den Antrag, an die Gr. Regierung das Gesuch zu richten, den hessischen Bevollmächtigten im Bundesrath dahin zu mftrutren, daß er dem Gesetzentwurf wegen Einführung des Tabakmonopols die Zustimmung versage. Die Kammer beschließt demgemäß. Das Gr. Ministerium des Innern und der Justiz gtcbt der Kammer Kenntniß davon, daß die ausländischen Bekanntmachungen betreffend Submissionen künftig auch in der Darmstädter Zeitung bekannt gemacht werden würde. Die Kammer beschließt Bekanntmachung im amtlichen Theile des Gießener Anzeigers. ** Es geht uns nachstehender Aufruf zur Veröffentlichung zu. Auch wir empfehlen das Samariterwerk dem stets wohlthätigen Sinne der Bewohner Gießens und glauben die Erwartung aussprechen zu bütfen, daß die Herren Unterzeichner nicht in ihrem Erwarten getäuscht werden. R. d. G A. „Da die Absicht besteht, hier in Gießen noch eine zweite Pflegerin des Alice- Frauen Vereins für Krankenpflege anzustellen, wenn die Mittel des hiesigen Zweig- oereins es gestatten sollten, so fühlen wir uns verpflichtet, das hiesig? Publikum auszufordern, durch einen jährlichen Beitrag dieses Vorhaben aus's Kräftigste zu unterstützen. Wer in feiner Familie Gelegenheit hatte, die Wohlthat kennen zu lernen, welche durch geübte Krankenpflegerinnen namentlich bei schweren Krankheitszuständen beschafft zu werden vermag, wird es begreiflich finden, wenn wir ein Vorhaben befürworten, welches dazu beiträgt, nicht blos dem Arzt seinen Berus zu erleichtern, sondern auch die Sorgen zu mindern, welche der Krankheitszustand theurer Familienmitglieder mit sich bringt. Wenn die verehrten Mitglieder des hiesigen Alice-Frauen-Vereins für Krankenpflege zu dem jährlichen Beitrage 1 zulegen, namentlich aber, wenn noch viel mehr Mitglieder hinzutreten wollten, würde es ermöglicht werden können, das geplante Vorhaben zu verwirklichen. Blicken wir auf die Veröffentlichung über die Thätigkeit des Alice-Frauen-Vereins für Krankenpflege in den verschiedenen Städten unseres Großherzogthums, wir verweisen unter andern auf Offenbach, so ist hier ein Beweis gegeben, was vereinte Kräfte und ein reger Wohlthätigkeitssinn zu leisten vermögen." Riegel, vr. Glasor. vr Baur. Professor Birnbaum, vr. Ploch. Klewitz. vr. Fuhr. vr. v. Löhr. vr. Blum. Dainpf-Aaffee-Brmnerei von M. Schusterin Bonn. Feinst gebe. Java-Kaffee. Seit 25 Jahren brenne diesen Kaffee ans den besten Java-Sorten nach eigener bewährter Methode, wodurch Kraft und Aroma zur vollsten Entwickelung gelangen, so daß man von meinem Kaffee zur Bereitung eines guten Getränkes ein weit geringeres Quantum bedarf, als von jeder anderen ^orte. vfeoe Hausfrau wird dies gewiß berücksichtigen und nach Versuch bewährt finden. Um vielfachen Täuschungen entgegen zu treten, find fämmtliche Pakete mit meiner Firma versehen. e 2395 Niederlage in Gießen bei Herrn Heinrich Wallach. Aerztlich empfohlen: Tokayer, Malaga, Muscatnel, Sherry in 12 Sorten Bordeauxweine, schon von 1.20 an die Flasche bis Chau Lafitte, I869r, jede Flasche mit Schlossbrand versiegelt. 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Miß Mackay ist die Tochter jenes amerikanischen Nabobs, den der Ertrag seiner Silberminen in Amerika bekanntlich zu dem „reichsten Mann der Welt" gemacht hat Daß die Tochter dieses Dollarpotentaten eine wahrhaft königliche Mitgift und Aussteuer erhält, bedarf wohl kaum der Versicherung. Kaum hat die Kaiserin von Oesterreich Pans verlassen und ist mit ihren Leibpserden und ihren Hunden nach Wien zurückgedampft und schon sich uns der Besuch einer anderen, nicht weniger spoi tslustigen Fürstin bevor. Die Fürstin Jussupow, eine der reichsten Erbinnen Rußlands, welche Frau Fama bekanntlich mit Unrecht lange Zeit als die Braut des jungen Fürsten von Bulgarien bezeichnet Hai, trifft in den nächsten Tagen in Paris mit Dieneischaft, Stallmeistern und Jockeys und nicht weniger als dreißig Pferden ein. Der Cirque in den Champs Elysees wärt demnach für diese Amazone das pasfendste Absteigequartier. Der junge Gatte btr 60jährigen Baronin Burdett Coutts, b ifer bekannten Londoner Millionärin, die ott kaum einem Jahr ihren Secretär geheirathet hat, wird ebenfalls hier erwartet. Man sagt, daß der Gemahl der Miß Burdett Coutts m Paris sich ein Hotel kaufen werde, um mit seinen Millionen fortan in dieser Metropole des Vergnügens zu leben. Was die Baronin betrifft, so glaubt man, daß sie sich in ein Kloster zurückriehen wird. In der Ehe scheint sie demnach das erhoffte Glück nicht gesunden zu haben. — Was ist „Bon ton?“] Mißbrauche niemals das Vertrauen Anderer. Gehe niemals mit bösen Worten von zu Hause fort Versprich niemals etwas, was Du nicht halten kannst. Lache niemals über das Unglück Anderer. Gieb niemals ein Geschenk in Hoffnung, wieder beschenkt zu werden. Versäume niemals zur verabredeten Zeit, wo es auch sei, zu erscheinen. Mache Dich niemals zum Helden Deiner eigenen Erzählung. Gebrauche niemals Zahnstocher oder Nägelreimger in Gesellschaft. Versäume niemals auf eine höfliche Frage eine höfliche Antwort zu ertheilen. Gieb niemals etwas fort, dabei bemerkend, daß es für Dich doch keinen Werth hat. Lenke niemals die Aufmerksamkeit Anderer auf Gesicht ober Gestalt eines Dritten. Lies niemals zufällig gefunbene ober nicht an Dick abreffirte Briefe. Frage niemals einen Dienstboten ober ein Kinb über bie Familienangelegenheiten Anberer aus. Versäume niemals, wenn ein Herr, gegen Damen zuvorkommenb unb höflich zu sein. Erinnere niemals an gegebene Geschenke ober ertheilte Wohlthaten Verkehre niemals in schlechter Gesellschaft, unterhalte gute gesellschaftliche Beziehungen ober gar keine. Prahle niemals, roenu auf R-ifen, mit ben Vorzügen bes eigenen Lanbes. Siche niemals Jemandem über die Schulter, während er lieft ober schreibt. Züchtige niemals Dein Kind für ein Vergehen, dessen geistiger Urheber Du bist. Scheine niemals eine Narbe, einen körperlichen Mangel ober eine Mißgestaltung an anderen zu bemerken- Beantworte niemals Fragen, welche au andere gerichtet wurden- Das ist „Bon ton“. — Wieder ein Förster ermordet-] Wie die „Essen. Ztg." unterm 17. d- Mts. berichtet, wurde am Donnerstag Morgen die Leiche des Gräflich Nesselrode'schen Försters Anton Klotte in einem Tannenwäldchen bei Bottrop gefunden und zwar in einem Zustande, welcher nur die Annahme zuläßt, daß der Beamte, der als pflichtgetreu unb human bekannt war, von Mörderhand erschlagen worden ist. Klotte war am Mittwoch Morgen wie gewöhnlich in den Wald gegangen, kehrte aber nicht zur gewöhnlichen Zeit zurück, so daß seine Frau nichts gutes ahnend, das Forstrevier ihres Mannes durchsuchen ließ. Der eigene Sohn des Försters fand nun die Leiche des Vaters, neben ihr das Gewehr mit gespannten Hähnen. An der Stirn befand sich eine tiefe, weitklaffende Wunde, außerdem zeigten sich noch an verschiedenen Stellen des Kopfes schwere Verletzungen- Man nimmt an, daß der Erschlagene von dem Mörder unversehens überfallen unb mit einem furchtbaren Schlage zu Boden gestreckt ist, ehe er zum Schüsse kommen konnte. 1 Schiffsbericht. Mitgetheilt vcn dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 29. März. Der Postdampfer Ober, Capt- C. Undütsch, vom Norbbentschen Lloyb in Bremen, welcher am 18. März von Newyork abgegangen war, ist gestern 8 Uhr Abcubs wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung ber für bott bestimmten Passagiere, Post unb Labung 10 Uhr Abends die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 117 Passagiere und volle Labung- — Das „Leipziger Tageblatt" bringt in ber Beilage vom 10. März einen längeren Artikel unter: „Geschäftsverkehr", bem wir in Kürzerem Folgendes entnehmen: Die so oft wechselnde Mode in der Damenkleidung, in Möbelbezügen rc-, verursacht denen nicht unbedeutende Ausgaben, die ohne Weiteres den Modelaunen durch Neuanschaffungen folgen wollen. Wer dies nicht kann ober nicht mag und auch „getragene ober fonft benutzte, noch gute Stoffe" aufs Neue verwenben will, ben machen wir auf bie gelegenen Leistungen der Thüringer Kunstfärberei unb chemischen Reinigung in Königsee aufmerksam (bekanntlich auch in Gießen burch Geschw. Heerz vertreten, siehe Inserat), welche Anstalt bei ber angeioanb'en Sorgfalt unb bem Verständniß in der Behandlung der verschiedensten Gegenstände durch „reine und moderne Farben" unb burch „solibe Appretur" bie ihr anvertrauten Stoffe rc. so herzustellen versteht, baß sie die „mehrmalige Benutzung" wirklich gestatten unb daburch bas wirthschaftlich so wichtige Umfärben unb Reinigen immer mehr roieber in Aufnahme bringt. billigst vier ihres Mm? 12000 JU übernommen werden. Damen- u. Herrn Kragen, Manschetten, Cravatten, Shlipse, Lavalieres, ’ran -.aufcn. Neuenweg 135. mb qtr, W, 15JöktteHvölfcr in Dzierzon- 1'a9r, L Lra lcu m beabsichtigt den 11. April zu Allerts- ' »£ be"J * bei Londorf zu verkaufen ■Ä5--- «SS Smsirmanden-Schirmc L* °-B «größter Auswahl bei 2020 J. Weitzenkorn. «2-eae PC",Schulstr. 19. *«6*5 "dnivttslil-NtiniMhsnl! ie^l^w ' Ikdas einfachste und billigste Hausmittel ;t|(n Säurebildung, Ausstoßes Krampf, ieidauungsschwäche und andere Magen- Oiverden. 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