237. Freitag den 3. November 1882. AA* A^ 1Ä A* a a um r? /a v ■ ¥ W W M W M E&ä r»Ml Usi M y Kl w B ßi M ffii v H ■ xj■ | gjI< 1 r 11g> | Ji ll 4r II BI7 1, __y I \JF ®_JF Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Bureau: Schülstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Im Königreiche Serbien ist die politische Lage recht bedenklich geworden, denn die serbische Regierung glaubt die Beweise in den Händen zu haben, daß an dem Attentate der Helene Markovic gegen den König eine ganze Verschwörung beteiligt war, mehrere hervorragende politische Parteigänger sind sofort nach ‘ dem Mißlingen des Attentates auch in das Ausland geflohen. Höchst kritisch ist auch die Spaltung der serbischen Bevölkerung in eine slavisch- orthodoxe und in eine katholische Partei, welche Spaltung durch die Hetzereien des abgesetzten Metropoliten Michael hervorgerusen worden ist und eine Unterdrückung der katholischen Slaven anstrebt. Die cgpptische Regierung und^ihre englischen Protektoren richten gegenwärtig ihr Hauptaugenmerk auf den Sudan in Ober-Egypten, wo ein Prophet mit großer Heeresmacht aufgetreten ist und die dortigen egyptischen Trupven geschlagen hat. Der Ministerrath beschloß, unverzüglich Truppenverstärkungen nach dem Sudan zu senden, doch wenn der Prophet mit seiner fana- tischen Schaar noch weitere Fortschritte macht, müssen wahrscheinlich die Engländer noch einmal in Egypten Ordnung schassen. Im Processe Aradi Pascha's ist das Zeugenverhör beendet und soll? dessen Mitschuld an der Plünderung Alexandriens nach den Aussagen eines egyptischen Kavailerie-Capitäns erwiesen sein, indessen hat der Vertheidiger Arabi's, Advocat Broadley, auch mehrere Arabi entlastende Schriftstücke, die diesem aus Konstantinopel zugingen, herbeigeschafft. Deutschland. Darmstadt, 1. Novbr. Se. Königl. Hoheit der Großherzog nebst dem Erbgroßherzog, Kgl. Hoh., und der Prinzessin Alix, Großh. Hoh., sind gestern Abend 10 Uhr in erwünschtem Wohlsein hierher zurückgekehrt. Im Gefolge befanden sich Hofjägermeister v. Werner und der Erzieher Sr. Kgl. Hoh des Erbgroßherzogs Mulher. Da Se. Kgl. Hoh. der Großherzog jeden Empfang verbeten hatten, fo war außer I.J. G.G. H.H. den Prinzen Heinrich und Wilhelm nur der Flügeladjutant vom Dienst Oberstlieutenant v. Herff aut Bahnhof anwesend. Berlin, 31. October. Aus Petersburg roirb dem „Bert. Tageblatt telegraphirt: , -rr ,, .. „ ... Die anormalen Witterungsverhältmsse erregen hier bie Befürchtung bevorstehender außerordentlicher meteorologischer Erscheinungen. Alte Seeleute prophezeien für Ende October (russischen Datums) orkanartige Weststürme und eine Sturmfluth, wie sie hier noch nicht erlebt wurde. Der jetzige ungewöhnlich ntedere Wasserstand behindert die Schifffahrt auf das Empfindlichste. Altona, 31. October. Bor dem hiesigen Landgericht kam heute der Proceß Bennigsen-Höchberg-Schlichteisen zur Verhandlung. Nach Vernehmung von 35 Zeugen beantragte die Staatsanwaltschaft die kostenlose Freisprechung der beiden Angeklagten Bennigsen und Hochberg. Der Gerichtshof erkannte demgemäß. Türkei. Konstantinopel, 31. Octbr. Der Sultan berief, als er von der beabsichtigten Abreise Lord Dufferin's nach Egypten erfuhr, den Premierminister, sowie die Minister des Auswärtigen, des Innern und der Justiz zu Berachun- gen in das Palais und ließ nach langer Berathung Lord Dufferin telegraphisch um einen Besuch in dem Palais ersuchen. Lord Dufferin leistete dieser Einladung Folge und bezeichnete dem Premierminister und dem Minister des Auswärtigen gegenüber die Erkrankung des englischen Generalconsuls Malet als den Hauptgrund seiner Reise nach Egypten. Politische Ueberficht. Gießen, 2. November. Die Wogen des Wahlkampfes in Preußen sind nun zwar vorüber, aber ihre Spuren haben sie zurückgelassen, welche sich namentlich in den ungewöhnlich zahlreichen Wahlprotesten erkennen lassen, die diesmal im preußischen Abgeordnetenhause voraussichtlich einlaufen werden. Diese Erscheinung würde sich schon daraus erklären, daß in zahlreichen Wahlkreisen starke Minoritäten schwachen Majoritäten den Sieg sehr erschwerten, dann aber wird auch die Einteilung der Wahlkreise Anlaß zu vielen Protesten geben. Jedenfalls kann man sich nach dieser Richtung auf erbitterte Debatten gefaßt machen, bei denen die politischen Leidenschaften mehr hervortreten dürften, als im Interesse der Förderung der parlamentarischen Arbeiten gut scheint. Was den Zeitraum des Zusammentrittes des Landtages anbelangt, so soll-letzterer, der „Kreuz-Ztg." zufolge, am 13. November zusammentreten, lieber die dem Landtage zu machenden Vorlagen herrscht noch ziemliche Ungewißheit; am meisten gespannt ist man darauf, was der Minister des Innern, Herr v. Puttkamer, dem Landtage zugehen lassen wird, namentlich bezüglich der Vereinfachung der Verwaltungs-Gerichtsbarkeit. Bis jetzt bat sich das Staatsmmistenum mit den von Herrn v. Puttkamer vorbereiteten Gesetzentwürfen noch nicht befchäftigt. Indessen hat der Minister ein Veto des Fürsten Bismarck schwerlich zu befürchten; Die Steine des Anstoßes dürsten für den gegenwärtigen Minister des Innern auf einem andern Gebiete liegen. Mit der Pensionirung des bisherigen Gouverneurs von Merlin, General v. Fransecky, ist wieder einer der Corpsführer im deutsch-französischen Kriege aus den Reihen der activen Armee geschieden. Herr v. Fransecky führte bekanntlich das zweite (pommersche) Armee-Corps, mit dem er namentlich an der Schlacht bei Gravelotte einen hervorragenden Antheil nahm. Dem verdienten General ist bei seinem Scheiden aus dem Dienste vom Kaiser dieselbe Auszeichnung zugedacht, die bisher allen Generälen der preußischen Armee, welche im deutsch-französischen Kriege ein selbstständiges Commando bekleideten, bei ihrem Uebertritte in die Jnactivität zu Theil geworden ist, die Erhebung in den Grafenstand. Wir werden also neben den Grafen v. Werder, v. Bosse, u. Kirchbach u. s. w. auch einen Grasen v. Fransecky haben. Abermals ist Tyrol von verheerenden Wasserfluthen heimgesucht worden, während überall nur zu deutlich die Spuren der ersten Ueberschwem- ntung noch zu sehen sind. Eine ganze Reihe von Flüssen ist wieder ausgetreten und hat an Eisenbahnen, Landstraßen nnd Fluren die entsetzlichsten Verwüstungen angerichtet. Nach neueren Nachrichten sind die Wasser in dem überschwemmten Gebiete zwar wieder gesunken, aber trotzdem ist die Noth unter der betroffenen Bevölkerung über alle Maßen groß. Der diesmal angerichtete Schaden ist noch weit größer, als das erste Mal; damals wurde der Schaden auf 15’/2 Mill. Gulden beziffert, denen aber, außer der kaiserlichen Spende von 100,000 Gulden, an freiwilligen Beiträgen nur 250,000 Gulden und als Reichshülfe 500,000 Gulden gegenüberstehen. Anläßlich der jüngsten lieber# schmemmungen hat bereits ein außerordentlicher Ministerrath in Wien stattgesunden, in welchem beschlossen wurde, unverzüglich mit der Verthellung der eingegangenen Hülfsgelder an die am härtesten betroffenen Gebiete vorzugehen. Die socialistisch-revolutionäre Bewegung in Frankreich ist zwar einstweilen wieder unterdrückt, aber trotzdem giebt man sich in Regierungskreisen noch ernsten Besorgnissen hin. Es erhält sich darum das Gerücht, die Regierung beabsichtige, über die Departements Saone-et-Loire und Rhone den Belagerungszustand zu verhängen, da dieselben der Sitz der anarchistischen Umtriebe sind, llebrigens sind verschiedene Nachrichten über diese Ereignisse mit Vorsicht aufzunehmen, namentlich bringt die monarchistische Presse übertriebene Berichte, in der tendenziösen Absicht, Schrecken im Publikum zu verbreiten. — In Südfrankreich, besonders in der Gegend von Cannes, Nimes 2c., haben große Ueberschwemmungen stattgefunden, bei denen eine Anzahl Personen das Leben eingebüßt hat. — In Tunis hat am vergangenen Sonntag, unter Theilnahme sämmtlicher Consuln und der französischen Generalstabs-Officiere das feierliche Leichenbegängniß des verstorbenen Bey's Sidi Sadok stattgefunden. . ,, , Das englische Oberhaus hat sich wieder bis zum 10. November vertagt, während das Unterhaus bestrebt ist, zunächst die Debatte über die Reform der Geschäftsordnung zum Abschluß zu bringen. Wie wir schon früher ausführten, handelt es sich hierbei um Einführung des Schlußantrages in die« parlamentarische Geschäftsordnung, oa nur hierdurch die von den irischen Depu- tirten beliebte Verschleppung der Debatten hintertrieben werden kann. Es ist anzunehmen, daß sich die Majorität des Unterhauses für diese von der Regierung gewünschte Aenderung der Geschäftsordnung entscheiden wird Die colossalen Ueberschwemmungen, welche sich abermals m den Alpenlandschaften Tyrols zeigen, haben sich auch wiederum aus das nördliche Italien erstreckt und dort weitere Verheerungen angench et. Aus der Thronrede, mit welcher der König Carol am Sonntage die rumänischen Kammern eröffnet hat, ist es bemerkenswerth hervorzuheben, daß fick die Thronrede mit der Politik fast gar nicht befaßte, sondern als Zweck der Einberufung der Kammern vorwiegend die Budgetarbeiten nannte. Gern erfährt man auch aus der Thronrede, daß sich, Dank der guten Ernte und der verbesserten Verkehrswege, die Finanzen Rumäniens gehoben haben und das rumänische Königreich ein durchaus creditwürdiger Staat geworden ist. Telegraphische Depeschen, Wolff'S telegr. Eorrespondem-Bureau. Berlin, 1. Novbr. In der am 31. October unter dem Vorsitze des Staatsministers v. Bötticher abgehaltenen Plenarsitzung des Bundesraths wurde die Vorlage, bett, die Aufhebung des kaiserlichen Hauptzollamts m Bremen, den zuständigen Ausschüssen zur Vorberathung überwiesen. Für die bei der km,erlichen Disciplinarkammer in Arnsberg erledigten Stellen öes PrastdeMen und eines Mitgliedes wurden die erforderlichen Wahlen vorgenommen. ?yur eine durch Havarie größtenteils entwerthete Schiffsladung Getreide bewilligte die Versammlung in Berücksichtigung der vorliegenden befanderen Umstande einen thellweisen Zollerlaß. Gemäß dem Anträge Preußens wurde befchlossen für den Sommer 1883 eine Wiederholung der Ausnahmen zur Anbausta i ük des deutschen Reichs vorzunehmen. Auch fanden die zu diesem Zwecke von Preußen vorgeschlagenen Ausführungs-Bestinimungen und Formulare mit einigen, nicht erheblichen Abänderungen die Zustimmung der Versammlung schließlich wurde über die geschäftliche Behandlung mehrerer Eingaben betr. Zollerlaß für Pfahlholz, Zollrückvergütung für auszuführende Labaksfabnkate aus elngefuhrtem Tabak und wegen Aenderung des § 12 des Gesetzes vom 14. Mat 1879 über, den Verkehr mit Lebensmitteln rc. Beschluß gefaßt. Konstantinopel, 1. Novbr. Bezüglich des Besuches des englischen Botschafters beim Sultan wird noch bekannt, Lord Dufferin habe dem Sultan mittheilen lassen, daß er zufolge Instructionen aus London am Donnerstag nach Egypten abreisen und bis Weihnachten von Konstantinopel abwesend fein werde. Die Anzeichen einer socialen Revolution in Frankreich. Die französische Republik befindet sich gegenwärtig in einer sehr schlimmen Lage, denn die Unruhen in Montceau-les-Mmes, die Bombenattentate in Lyon und die anarchischen Drohungen, die aus vielen Städten bet den Behörden einlaufen, legen ^eugmß davon ab, daß Arbeiterbewegungen ganz Frankreich durchzittern und dort die fetale Revolution an tue Thüren Hopft. So s-hr man es auch zu g-wi sen Zeiten verleugnen wollte, daß in Frankreich der Socialismus und sein Zwilltngsbruder Anarchismus festen Boden gefaßt habe, so wenig kann diese Thatsache doch heute in Zweifel gezogen werden, da es feststeht, daß in ganz Frankreich focaliOxfc^e Geheimbünde mit zahlreichen offenen und geheimen Anhängern bestehen und daß diese französischen Soc-altsten und Anarchisten gerade gegenwärtig zu Kundgebungen gegriffen haben welche denen der Nihilisten in Rußland nicht viel nachgeden und nod) für Frankreich das Beschämende haben, daß jene Kundgebungen mit emem unerhörten Zynismus öffentlich geübt werden. So forderte ein Pariser Communistenblatt bei dem Bekanntwerden der Mord- und Vernichiungspläne der Sociallsten oder „Schwarzen Bande" von Montceau-les-Mines alle ehrlichen Leute zur Vernichtung der Bourgeoisie, der die Herrschaft in Frankreich übenden Bevölkerungsklasse auf, und in einer Communistenversammlung in Lyon erbot sich ein Communist, den Prastdcnten der Republik, Herrn Grevy, zu erdolchen und ein anderes Mitglied war bereit, Gambetta zu ermorden^ nun allerdings geneigt sein, derartige Drohungen als die Ausbrüche kranker Gehirne und verrückter Menschen zu erklären. Dies mag auch bis zu einem gewissen Grade seine Berechtigung haben, doch verändert dies an der kritischen Lage in Frankreich nichts, denn dort sind immer die schlimmsten Revolutionen aus den Ausgeburten wahnwitziger Köpfe hcrvorgegangen, auch ist gar nicht zu verkennen, daß jede französische Revolution stets einen starken soctaltstischen Zug beftffen, hat, wobei es ja gleichgültig war, welche Klasse der Bevölkerung von den Revolutionären als die Blutsauger und Unterdrücker des Volkes behandelt wurde. Das Bedenkliche für die gegenwärtige Lage in Frankreich besteht nun offenbar darin, daß ein großer Theil der Franzosen der Meinung sein wird daß die freien Gesetze und Institutionen der französischen Republik den soctalistischen Revolutionären einen großen Vorschub geleistet haben, daß also bei allen nicht charakterstarken Repu- bltkanern in Frankreich der Eindruck sich feststen wird, daß tn Hinblick auf die drohende sociale Revolution die einfache republikanische Staatsform ein nicht ö^nug Sicherheit bietendes Werkzeug fei und daß vielleicht ein Dictator oder Imperator besser mit einer solchen Calamität fertig werden könne. Alle ehrgeizigen Streber in Fran^ reich, die Gambettisten, die Bonapartisten und Legitimisten sind daher auch sehr rasch bei der Hand gewesen, anläßlich der social-revolutionären Kundgebungen das bestehende parlamentarisch-republikanische Negiment in Frankreich herunterzureißen und unter Anpreisung ihrer eigenen angeblich unfehlbaren Heilmittel sich dem Volke als Führer anzubieten. So kann es wirklich dahin kommen, daß Frankreich abermals von einem politischen Wirbelsturme gepackt wird, wenn die gegenwärtige Regierung nicht genug rasche Energie und ruhige Kaltblütigkeit zeigt. neuerdings Unheil angerichtet hat. Auch das Trientinische wird stark gelitten haben- Es hat in den Westalpen während der letzten Tage ebenso heftig geregnet wie damals, die Niederschläge waren ebenso bedeutend- Dazu kommt aber noch, daß dem Regen starke Schneefälle vorangegangen waren und der vorgerückten Jahreszeit entsprechend diesmal der Schnee viel tiefer in's Thal herabreichte als Mitte September. In diesen Neuschnee kamen nun warme Regen, welche, unterstützt von den Siroccostürmen, die Schneemassen sehr rasch zum Schmelzen brachten und so die Wassermassen, die urplötzlich in's Thal gingen, gewaltig vermehrten Daß dadurch die G-fahr bedeutend vergrößert worden, erhellt aus den Mitteilungen vom Brenner, wo jetzt sogar am Nordabhange bei Gries Murbrüche die Bahn überschüttet haben, während im September diese Gegend völlig unberührt geblieben war- Damals war beinahe ausschließlich nur die Gegend cm rechten Drau-, am linken Rienz- und Eisackufer, sowie der Landstrich, welcher südlich der Mendel gelegen, verheert worden; der Centralzug der Alpen war damals verschont geblieben. Diesmal sind jedoch auch die Centralalpen in Mitleidenschaft gezogen und hat das Unglück mithin auch an räumlicher Ausdehnung zugenommen. , Aus Bozen wird vom 29. Oktober, 9 Uhr Vormittags, gemeldet: Die Gefahr ist vorüber. Seit gestern Abend sinkt das Wasser des Eisack und der Talfer. Infolge des Sirocco war der Neuschnee geschmolzen. Dazu kam Samstag Nacht ein furchtbares Gewitter. Daher waren die Bäche angeschwollen, die vor 6 Wochen ungefährlich gewesen. Bis jetzt sind folgende Zerstörungen durch das Hochwasser bekannt: Die Abbau-Arbeiten an den Einbrüchen, welche der Etsack und die Etsch beim ersten Hochwasser verursacht haben, sind zum größten Theile zerstört und die mehrere Wochen lang fortgesetzte mühevolle Arbeit vieler Tausend Hände war vergebens. Bei Sigmunds- kron ist der Abbau vielfach durchbrochen, bei Leifers wurde der untere Theil des Bock- wei ks sammt den Piloten fortgerissen; der Damm ist angegriffen und in fortschreitendem Abbruch; bet Neumarkt wurde der Damm am oberen Einbruch überronnen, am unteren Einbruch zur Halste zerstört. Bei Salurn ist der Abbau äußerst bedroht. Der Eisenbahnverkehr ist von Bozen aus wieder nach allen Seiten unterbrochen. Die Post gehl über Ritten mit 10 Stunden Verspätung Aus dem Eisackthal brachte das Wasser eine ungeheure Menge Bauholz; wahrscheinlich wurden an der Eisenbahn Neubauten weggerissen. Am Calvarienberge droht ein Bergsturz. Zufällig waren 200 Mann vom Regiment Maroicie auf dem Durchmarsch nach Klagenfurt hier eingetroffen, welche vereint mit den Kaiserjägern unter dem Commando des Lieutenant Paukert und Grafen Wickenburg ihr Möglichstes zum Schutze der Grätzner Säge und der Wasserleitung in St- Anton, wo die Talfer drohte, lelsteten. Der Regen hat aufgehört und es weht ein frischer Nordostwind. Lokale-. Gießen, 2. November. Der gestrige Vortrag des Herrn Hofrath Gerhard Rohlfs »über seine Reise nach Abessinien" rechtfertigte die Erwartungen, welche die zahlreich erschienenen Zuhörer von dem berühmten Reisenden hegten. In klarer fesselnder Sprache schilderte er das Land und die Bevölkerung, die Flora und Fauna rc. des dunkeln Erdtheils, er schilderte die Beschwerlichkeit der Reise in diesem Lande, sowie die fast unnahbare Erreichung dieses von Gebirgszügen zerrissenen Theils von Afrika. Ferner fesselten die Hörer die Mckthetlungen, welche Redner über seinen Empfang bei dem Negos von Abessinien, dem Kaiser Johannes, machte, ebenso über die Geschenke, welche Redner diesem Fürsten überreichte. Verwischte-. — Während der letzten paar Tage der vorigen Woche haben in Folge anhaltenden Regens Ueberschwemmungen auch in vielen Theilen Englands große Verheerungen angerichtet. Die Flüsse Wyn, Severn und Trent sind alle ausgetreten und haben die angrenzenden Thäler überfluthet. Sehr ernst ist bie Fluth in der Themse gewesen, tn welcher Freitag Nacht und Samstag das Wasser plötzlich so hoch stieg, daß die große schwimmende Landungsbrücke bei Charing Cross von ihrer Kettenbefestigung losaerissen und den Fluß hinab getrieben wurde, ohne jedoch wesentlichen Schaden an- zurichten. Seit der großen verderblichen Fluth am 18. Januar 1881, durch welche ein Schaden von über % Mill. Psd. St. angerichtet wurde, hat ein so hoher Wasserstand in der Themse bei London nicht stattgefunden. Die niedrig gelegenen Stadtrheile stehen alle unter Wasser. Der verursachte Schaden ist bis jetzt noch gar nicht zu übersetzen. Viel Unheil hat die Fluth auch in der ganzen Gegend von Richmond und Windsor, sowie an vielen anderen Octen nah und fern bis nach Oxford, Northampton und weiter gestiftet. u Edinburg, 30. Oktober. Als der Nacht-Expreßzug von der Statio n St. Prankras in London auf der Fahrt nach Schottland gestern gegen halb 3 Uhr in der Frühe an der Hunsbet Station bei Leeds ankam, stand ein Pullman'scher Salonwagen tu Uchter- loheck Flammen. Es befanden sich tn demselben vier Passagiere, von denen drei n ihren Nachthemden glücklich gerettet wurden, der vierte aber, ein Dr. Arthur, ein Militärarzt, wie sich herausstellte und Sohn des Geistlichen von Bunchory bei Aberdeen, war zu Tode verbrannt. Derselbe war eben nach lOjähriger Abwesenheit von C ylon zurückgekehrt und auf dem Wege, feine Eltern zu besuchen. Wie später ermittelt wurde, hatte der Wagen in der Nähe von Leeds Feuer gefangen. Man sand das Dach des Wagens gänzlich abgebrannt und die Seitenwände sehr stark beschädigt. Der Wagen wurde sofort abgehängt, während der übrige Theil des Zuges weiter nach Norden fuhr. Die Polizei nahm die Leiche des Dr. Arthur in Beschlag und brachte dieselbe nach dem Todtenhause. Dr. Arthur war erst 33 Jahre alt. Liegnitz, 27. Oktober. In der gestrigen Wahlversammlung im Schießhause erregte das Erscheinen eines Gerichtsvollziehers einiges Aussehen, welcher für einige liberale Wahlmänner die Einberufungsschreiben überbrachte, welche sie zum sofortigen Antritt ihrer Stellung als Ersatzgeschworene ausforderte. Die Einberufenen verweigerten mit vollem Recht, der Einberufung Folge zu leisten, da sie zunächst die Verpflichtung hatten, als Wahlmänner ihre Stimme abzugeben. Damals war es noch nicht sicher, daß die Mehrheit für die liberalen Kandidaten 60 und darüber betragen würde. Der Gerichtshof hat die Weigerung der Wahlmänner correct gefunden. denn er hat ohne sie die Bildung des Schwurgerichts vorgenommen. Dabei ist es nicht ohne ein seltsames Vorkommniß abgegangen. Das „Liegn. Stadtbl." berichtet darüber in seinem Schwurgerichtsberichte unter dem 26. Oktober: „Die für heute anberaumte Landtagswahl war auch auf das Schwurgericht von Einfluß. Da nämlich mit Rücksicht auf jene Wahl verschiedene der von vorn herein einberufenen Herren Geschworenen beurlaubt worden waren, mußten heute, behufs Herstellung der erforderlichen Geschworenenzahl, elf Hülfs- geschworene einberufen werden. Zu diesem Zwecke wurde die Sitzung schon 8% Uhr eröffnet und alsbald, nach der vorliegenden HÜlfsgeschworeneu-Liste, die Auslassung der nöthigen elf Namen vorgenommen, worauf der Herr Vorsitzende die Sitzung bis 11 Uhr vertagte, um inzwischen die Einberufung dieser ausgelooften elf Herren ver- anlaffen zu können. Nach Wiedereröffnung der Sitzung wurde zunächst fe|tge|teut, daß von den ausgelooften elf Hülfsgeschworenen neun hatten erscheinen können. Als nun darauf zur Bildung der Geschworenenbank geschritten war, fand ffch wahrend per Ausloosung der Namen plötzlich in der Urne der durch einen unaufgeklärten Zufall hineingekommene Name eines gar nicht auf die diesmalige Geschworenenliste gebrachten Herrn vor. Dies hatte zur Folge, daß unter Aufnahme eines Protokolls über den ganzen Vorgang die Urne zunächst völlig entleert und, nachdem die Namen der Geschworenen, mit Einschluß der anwesenden Hülfsgeschworenen, von Neuem hinetn- gelegt worden waren, die Bildung der Geschworenenbank nochmals begonnen wurde. Die Ueberschwemmungen im südlichen Oesterreich. r ' Wien, 29. Oktober. Die Befürchtung, Tirol und Kärnthen könnten von einer neuen Katastrophe tzeimgesucht werden, ist leibtr zu einer erschreckenden Thatsache geworden. Das zweite Unglück ist noch größer als die Katastrophe vom September. Die Wasserfluthtti find bei Bruneck zu einer bisher nicht erreichten Höhe angeschwollen und alle Ortschaften, welche im September d. I. der Hochfluth entgangen find, ringen und kämpfen wieder um ihr Dasein. Im Norden wie im Süden des Landes sind die Verkehrsstraßen zum Theil bereits durchbrochen, zum Theil bedroht, die Dämme überfluthet, die Brücken gefährdet und erschüttert- Wenn kein sofortiger Umschlag des Wetters cintritt, kann die Katastrophe einen Umfang annehmen, der sich gar nicht absehen laßt. Heute, unter dem unmittelbaren Eindruck des Unglücks — bemerkt das „W. Fremdenbl. — rann man nur den Wunsch hegen, daß alles gethan werde, um die bedrohten Menschenleben zu retten und den unglücklichen Bewohnern beizuftehen. Gewiß werden die Behörden wieder an die militärischen Kräfte appelliren und die Soldaten neuerlich zum Rettungswerke herbeiziehen. Man theilt uns mit, daß die neuesten großen Wasserschaden tn Tirol den Gegenstand eingehender Erwägungen in dem heute abgehaltenen Minister- rath gebildet haben. An den bezüglichen Berathungen nahm auch der heute von Pefth hier angekommene Statthalter von Tirol, Frhr. v. Widmann, Theil. Die „Presse" weist darauf hin, daß, als tn den Septembertagen die Wstddache auszutreten anfingen, die Rienz, bte Eisack, die Etsch unb ihre zahllosen Nebenlaufe ihr Verheerungswerk anfingen, noch Überall auf starke Uferschutzbauten stießen; wenn auch biefe nicht erfolgreich vertheibigt werben konnten unb zuletzt von den Anwohnern geräumt werden mußten, so war es doch wenigstens gelungen, den F^ub mit Hulse derselben aufzuhalten und die Wuth des Elements theilweise zu brechen. Jetzt fehlen diese alten Wehren und Dämme, die improoisirten Uierschutzbauten halten keinen großen Anprall aus und das Hochwasser kann sein Zerstörungswerk dort fortsetzen, wo es im September mit demselben aufgehört hat. Den Beweis bietet Bruneck; dort ttromt das Wasser wieder über das alte Uedeischwemmungsbckt am linken Nienz-Ufer siUwarts von der Schießstätte zum Friedhöfe herein und unterwühlt dessen.südöstliche Ecke, wo die Grust der Kapuziner hegt. Wohl ist der Gottesacker ziemlich hoch gelegen, fein Untergrund besteht aber aus jener wenig btnbmben Erd- und Grasmasse, welche für die pusterthalischen Erdbrüche so typisch ist. Die Wellen unterspülen den Steilrand aus solchem Material so letcht, als hätten sie feuchten Schnee vor sich unb bte über- hängenben Bodenstücke rollen alsbald in die Tiefe. Man fürchtete in den iLchreckens- tagen des Septembers zu Bruneck, daß der ganze Friedhof und die daran grenzende Pfarrkirche gefährdet werden könnten unb hielt deßhalb den Einbruch des Wassers in die innere Stadt, in jene Hauptstraße, wo der bekannte Gasthof „Zur Sonne Hegt, nicht für unmöglich. Wenn Bruneck in Gefahr ist, so ist es Niederndorf tn noch viel höherem Grade aus dem gleichen Grunde. Dort kann die Rienz jetzt, wenn sie wirklich wieder so ungeheure Wassermassen aus den Dolomitbergen herausbringt, wie vor 5 Wochen, nun am rechten steilen, angefressenen Ufer vollenden, was sie damals begonnen hat; sie kann den dort stehen gebliebenen Rest der Hauser, die Schule, den Friedhof und das Pfarrhaus tn den Abgrund reißen. Die ^ut L>eptember „angebrochenen" Oitschaften sind jetzt dem Wasser gegenüber wehrlos. Wir sehen dies aus den knappen telegraphischen Berichten, welche durchwegs von Ort zu Ort die Wieder- tzolung des Zerstörungswerkcs melden, das die Bäche tm September ungerichtet haben. Insbesondere gilt dies von der Eisackstrecke zwischen Brixen und Bozew „ Alle Ußaffers gerinne, welche daselbst vor 5 Wochen für Eisenbahn und Straßen verhangnißooll geworden sind, haben jetzt abermals Verheerungen, noch arger als damals, angerichtet. Die notdürftig hergestellte Straße bet Blumau ist wieder zerstört unb bte Berbinbung zwischen Waldbruck unb Bozen, die Straße bet Attwang abermals unterbrochen. Auch tm Etschthal finb bie Ueberschwemrnungswasser in Folge ber Zuflüsse bedeutend gestiegen; die Bahnstrecke zwischen Trient und Lavis ist wieder abgeschnitten, was darauf zu deuten scheint, daß der Aviso, welcher die Gewässer aus dem Centralstock ber Dolomiten herausbringt unb am 20. September für bie Bahn verhängnißooll geworben war Dufferm wurde in Folge dessen ersucht, sich aus die Pforte zu begeben, wo derselbe mit dem Premierminister und dem Minister des Auswärtigen längere Zeit Journal „Hakikat" hofft, die Pforte werde ungeachtet der möglichen Einwendungen Frankreichs verlangen, daß die Ernennung des neuen Ley von Tunis in Gemäßheil des Gebrauches ab anbquo ihrer Sanc- tion unterbreitet werde, denn dieser Rechtsausübung entsagen, käme einem em- *ÜCt)lU .Bctct66itrg^'l. Dftober. Die vom Kasan'schen Kriegsgerichte in Saratoff aeaen die Angektaglen PiiUwcmoff und Nowitzky wegen politischer Verbrechen erkannte Todesstraie ist vom Kaiser im Gnadenwege in Zwangsarbeit ,n Bergwerken aus un- bestimmte Zeck für ben Ersteren unb tn zwölfjährige Zwangsarbeit in Bergwerken für ben Letzteren umgewandclt worben. „ v r. - Das „Journal de St. Petersbourg" erklärt bte Blattermelbtmg, daß ber König von Serbien anläßlich bes Attentats ber Markowic ruffifcberfeit§ feinen Glückwunsch zu seiner Errettung erhalten habe, für eine Erfindung. Der russische Hof unb in erster Linie ber Kaiser hätten sofort nach betn Eintreffen ber Attentatsnachrtcht ihre Glückwünsche telegraphisch übermittelt. Kandel und Verkehr. Frankfurt, 1. Nov. Auf bem heutigen Markt kostete ber Centner Heu 3.50—4-20, Stroh 2.20, Eier bas Hundert X 6—7.50, Stück 6V2—8 H, Butter 1. Qualität 1.30, 2. Qualität 3L 1.20, Kartoffeln per Centner JL 3.00—3.50, Kopfsalat per Stück 5 Wirsing 6—8 H, Rothkraut 20—30 bas Stuck, Gans JL 4.00—6.00, Huhn JL 0.00, 1 Ente 2.20—2.80, 1 Taube 50 H, Hahn X 1.09—1.50. Frankfurt a. M., 2. November, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegrcwhischer Coursbericht. Mitgetheilt burch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 260V4, Staatsbahnactien 293^4, Galizier 264, Lombarben 117%, Norb- westbcchnactien 173%, Darmstädter-Bankactten 156%, Oberschlesische E.-B.-Act. 257%, Oesterr. Silberrente 66%6, 4% Ungar. Goldrente 74, 4% 1880er Ruflen 69%, 50/n 1877r Russen 87%, 2. Orient-Anleihe 55%, Spanier 62%, 5% Rumänische Rente 9213/i6, 4% Unific. Egypter 71%, Disconto Comm. 203%, Gotthardbahnactten 98%. Tendenz — Allgemeiner Anzeiger. BLtanntirmchung. Laut Gesellschafts-Vertrags vom 15. August 1882 hat sich unter der Firma : „Spar- und Vorschuß-Verein zu Mendorf a- d. Lumda, eingetragene Genossenschaft" an letzterem Orte auf unbestimmte Zeit ein Verein gebildet, dessen Zweck es ist, Ersparnisse sicher und zinstragend anzulegen und verzinsliche Vorschüsse zu gewähren. Die Vereinsmitglieder hasten für Erfüllung sämmtlicher von dem Verein ordnungsmäßig eingegangenen Verpflichtungen, insoweit die Activ-Bestände des Vereins dazu nicht ausreichen, solidarisch mit ihrem ganzen Vermögen, einerlei, ob die Verpflichtungen vor dem Eintritt des Einzelnen bereits bestanden haben oder erst während seiner Mitgliedschaft entstanden sind. Die unmittelbare Geschäftsführung wird im Namen des Vereins durch dessen engeren Vorstand, bestehend aus: dem Director: Großh. Bürgermeister Bieber, dem Rechner: Christian Rein und dem Controleur: Konrad Wagner besorgt. Die Zeichnung für den Verein geschieht dadurch, daß die Zeichnenden zu der Firma des Vereins ihre Namensunterschrift hinzufügen. Rechtliche Wirkung, dem Verein gegenüber, hat die Zeichnung nur dann, wenn sie mindestens von zweien der genannten Vorstandsmitglieder geschehen ist. Alle von dem engeren Vorstand in seiner Eigenfchaft unter Betheiligung von zweien seiner Mitglieder vorgenommenen Acte oder Rechtsgeschäfte verpflichten den Verein dritten Personen gegenüber unbedingt und bleiben die Vorstandsmitglieder, soweit sie die Grenzen ihrer Befugnisse überschritten haben, nur dem Verein zu voller Schadloshaltung solidarisch verpflichtet. Zur Veröffentlichung seiner Bekanntmachungen bedient sich der Verein des Gießener und Grünberger Anzeigers, sowie der Oberhessischen Zeitung in Marburg. Das Mitglieder - Verzeichniß liegt bei unserer Gerichtsschreiberei zur Einsicht offen. Gießen, am 28. Oktober 1882. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. 7234___________________Gebhardt.______________________ Bekanntmachung. Nachbenannte Grundbesitzer beabsichtigen die folgenden nach Flur und Nummer bezeichneten Liegenschaften zu veräußern, vermögen aber weder das Cigenthum, noch die Bezahlung des Kaufpreises genügend urkundlich nachzuweisen. Gemarkung Burkhardsfelden. Vor dem Namen „Johannes Debus": Flur IX, Nr. 150. Vor dem Namen „Peter Blei": 1. 704, 111. 10, 101, VII. 307, 688, 781, VIII. 486, 487, IX. 454, X. 6, II. 138, III. 416, VI. 46, HI. 331, 336, IV. 372, 373, 117, VIII. 519, V. 57, IV. 360, 111.288, 408,476, 57, 493, V. 3, VII. 649, IX. 231, VII 687, IX. 437, II. 136, VII. 308, VIII. 473. Vor dem Namen „Andreas Sch epp": I. 819, VIII 467, 352, III. 289, IX. 16, 349, V. 16, IV. 183, VII. 434, VII. 175, XIII. 7, IV. 489, 487, V. 102, VII. 871, 652, VIII. 392, 103, VII. 526, IX. 1, IV. 66, IX. 160, Vlll. 393, VI. 6, V. 183, VII. 859, 111. 290, I. 58, VII. 175, V 536, VI. 3, 1. 54, VII. 276, 655, VIII. 393, 256, VII. 424, 368, II. 158, 328, 111. 432, III 613, VII. 207, 462, II. 60, IV. 127, 116, 243, 180, V. 224, 1. 826, 819, 791, VII. 857, 871, 819 und 434. Vor dem Namen „Konrad Becker II.": V. 401. Vor dem Namen „Karl Horn": VII. 145. Es werden daher Alle, welche Eigenthums- oder sonstige dingliche Rechtsansprüche an vorbezeichnete Immobilien machen zu können glauben, hiermit aufgefordert, solche so gewiß binnen vier Wochen dahier geltend zu machen, als sonst die Beschränkung gelöscht, die Bestätigung der Looszettel und der Eintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt werden würde. Gießen, den 29. Oktober 1882. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. 7235 P ü ck e l. GerhtMe Eisknbchncn. Mit dem 1. November ds. I. gelangen im mitteldeutschen Eisenbahnverband für den Verkehr mit Stationen des Eisenbahn- directionsbezirks Bromberg und mit den Stationen Bromberg und Thorn der Oberschlesischen Bahn anderweite Ausnahme- srachtsätze für Holz und Getreide rc. zur Einführung. Näheres ist in den diesseitigen Verbands- rzüterexpeditionen zu erfahren. Gießen, den 28. Oktober 1882. £248 Direktion. Oessentl. Aufforderung. Ansprüche an den Nachlaß des Käthchen Schäfer von hier sind binnen 8 Tagen bei Meidung deren Nicht- berücksichtigung bei Ordnung und Ver- theilung desselben in der Gerichtsschreiberei des unterzeichneten Gerichts anzumelden. Gießen, den 30. Oktober 1882. Großh. Amtsgericht Gießen. 7236 Stammler. Bergmann’® Zahnwolle zum augenblicklichen Stillen jeden Zahnschmerzes, Depot ä Hülse 30 bei Coiffeur Gustav Gerhardt. 7233 Gelen und Kiefern. Aus dem Walde der Gemeinde Krofdorf- Gleiberg kommen demnächst ca. 70 Fftm- Erlen- Ltämme und ca. 90 Fstm. 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Uebrigens ist für den Einsender, der Nicht m dem ausfahrenden, salbungsreichen Tone des Herrn J- B S. zu schreiben gewohnt ist, hiermit die Sache abgethan. '--- Bürger - Gesellschaft. 7231 Ein Zimmer mit oder ohne Möbel 'U „Schistenb-rgerth-l^ ~7237 Ein kleines L>tübchen mit Bett, sowie ein solches mit zweischläfrigem Bett so^ri-zumrnn-then. Neuenwegs Zu vermiethen g ein Logis mit Gartenantheil im Nebenhaus, Kiftnstrafte. I. G-ora Unverzagt^ 7251 Ein freundliches, möbl. Zimmer 7190 Ein größeres Familienlogis ist per 1. Februar zu vermiethen. Gebe. Homberger & ^söhne. 7187 Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neue-Bäue 2, l.jötocb 7077 Ein gut möblirtes Zimmer zu vermiethen. Böger, Uhrmacher. 7026 Ein Laden mit Logis per 1- Nov. zu vermiethen bei , Carl Burkhardt, Neustadt. 6324 Ein Lad en mit Wohnung zu ver- miethen. 3. Bernhardt. 7161 Ein tüchtiger Schlosfergefelle auf dauernde Arbeit bei gutem Lohn gesucht. Wiegandt. _ — Druck und Verlag der Brühlffcken Druckerei (Fr. Ehr. 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