. Freitag den 3. März lss2‘ Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Schulstraße B. 18. Betreffend ---------------------------------------------------- Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bnng-rlohn. tLali» mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark oO Pf. : Drainirnngen in der Gemarkung Bellersheim. 2, ^Vki^rs «s ÄÄÄ $”*6™ 614629 qrn mit «. „ d-, •<■** S«»9» « W*. ^79987 am mit einem Steuerkapitate von 499 fl. 56 tx. zusteht. hpr^rt (Arundeiaentbum eine Mache von 62817 qm mit 0 z-TLLV »Vm» *>" *• *— 199630 «SÄ'w’äÄSÄ»« •<« »JgftSX*, RchMM b.*»,« muß **U ta Eine etwaige Anfechtung der Zulässigkeit, oder Rechtsbestandigkeit ) 9' Ausschlusses an den Kreis-Ausschuß des Kreises Gtefzen statt- r- 4*~ ** ">b- •— ............................. •“* ______:__—„— ____________________________ __________________ Gießen, den 2. Marz. I002. —^dgliche Kreisamt Gießen Unl-r M. -ul -*«**• b«Ä»5f-, 6» 5*» WM » Ä» »”"*• <“ ”"**** L7 *ÄÄU « V ÄÄ** _ *16 "b““ 1S82' Politische Ueberskcht. GieHen, 2. März. Der Kaiser empfing am Sonntag den russischen Botschafter in Paris, Fürsten Orlow, welcher auf seiner Durchreise nach Petersburg begriffen, am vorhergehenden Tage in Berlin eingetroffen war, in längerer Audienz, mit dem Kronprinzen, mit Fürst Bismarck und dem russischen Botschafter Berlin hatte Fürst Orlow wiederholte und eingehende Belprechungen. Dersewe wird daher im Stande sein, die Eindrücke, welche das Auftreten des. General 2 Skobeleff in den Berliner maßgebenden Kreisen gemacht hat, femem Souveram nach allen Seiten hin darzulegen. Nachdrücklich wird versichert, daß m e Affaire Skobeleff das Berliner Cabinet keinerlei diplomatischen Schritte 1 Petersburg gethan habe und daß dieses auch ferner nicht in, der Absicht °e deutschen Regierung liege. Der Reichskanzler Fürst Bismarck soll lediglich den Kaiser einen schriftlichen Vortrag hierüber erstattet haben, welcher dahm aufgelegt wird, daß Fürst Bismarck angerathen habe, in dieser Angelegenheit teilten Federstrich zu thuu. Fürst Bismarck scheint es also nicht der Mühe wem) zu halten, daß die deutsche Regierung auf die Tiraden des Generals Stobeleff antwortet; nun, dies Schweigen ist eben auch eine — Antwort! Der preußische Volkswirthschaftsrath ist am vergangenen , Dienstag, wie bereits gemeldet, zu seiner neuen Sitzung zusammengetreten. Die Sitzungen werden in einem der für den Bundesrath bestimmten Säle des Reichs- taqsqebäudes abgehalten. In der ersten Sitzung, welche der Staatssekretär im Reichsamte des Innern, v. Bötticher, eröffnete, fand die Bildung von Sectionen und die Erledigung anderer Formalien statt. Das Jnhaltsverzeichmtz der dem Bolkswirthschaftsrathe zu machenden Vorlagen ist ein sehr reiches und laßt aus eine längere Thätigkeit des Volkswirthschaftsrathes schließen; zugegangenist demselben bereits der aus 8 Artikeln bestehende Entwurf eines Gesetzes, betr. Abänderung der Gewerbeordnung; außerdem der 70 Paragraphen umfassende Entwurf des Tabaksmonopol-Gesetzes. „(l>Ä Die Verhandlungen des preußischen Abgeordnetenhauses haben in der letzten Zeit einen mehr und mehr unerfreulichen Charakter angenommen, da die Wahlkampfe des vorigen Herbstes von den extremen Parteien in der ausgedehntesten Weise fortgesetzt werden. Ain unerfreulichsten ab r war nach dieser Richtung die Sonnabend-Debatte, m welcher die ganze unerquickliche Berliner Wahl in schöner Vereinigung mit der vom Abg. Swcker ans s Taper gebrachten Judenfrage durchgehechelt wurde und wobei sich Fortschritt er uns Ältconservative in einer Weise zu Leibe gingen, welche manchmal die autzeistefi Grenzen des parlamentarischen Anstandes streifte. Hiervon stach die Atm g - Verhandlung des Abgeordnetenhauses wohlthuend ab, welche einen durchaus sa y firfttm Ebarakter trug Den wesentlichsten TheÜ der Sitzung nahm die Berathung L Gesetz! betr dke Fürsorge für die Wittweu und Waisen der unmittelbaren Staittsbeamten und betr. die Aenderung des Pensionsgesetzes vom Jahre 1872 WMWZMß Lag'Erdenlchttchlich an'eine Commission von 21 Mitgliedern verwie en. - < CüSfiftniirfiptt ^nfurrcctiondqcbietc ift es bcnOcftcx- sMWZZWWT WMSlHMWW I tenschaaren werden sich vermuthlich nach P nächste entschei- an der montenegrinischen Grenze verziehen und h er wird der nacy, dende Schlag gegen die Insurgenten zu erwartenseiw Depu- SM Ä WJ 85 ist eine Stichwahl erfoÄerlich. ®l . Regelung der Handelsbeziehungen tirtenkammer votirten Gesetzentwurf, betr. die Jtegeiu. B mit England, ohne Debatte an. Kirsten Conflicte zwischen den beiden Die irische Frage dioht zu Das Oberhaus hat die Mit- Hüusern des englischen Parlamentes z s y irischen Landacte ernannt, glieder der Untersuchungs-Commission nterbause entschieden gegen die Ein- ■ obwohl sich der Premier Gladstone im Unt h ^g^hanse seine Bedenken : setzung dieser Commission ausspiach, > 'Ange egenheiten näher zn treten, vor- i gegen diese Art und stehen in dieser Frage ent- ' brachte. Die liberalen Mügu bezüglich der erwähnten Commi swu . schieden auf Seite Gladstone s und jo in England unvermeidlich. Das von „Dasti) Telegr. zuerst gebrachte Gerücht, Gladstone beabsichtige wegen der ihm feindlichen Haltung des Oberhauses zu demissioniren, hat indessen bis jetzt keine Bestätigung gefunden und ein Rücktritt des englischen Premiers ist auch nicht wahrscheinlich, so lange derselbe sich auf die regierungsfreundliche Majorität des Unterhauses stützen kann. Die Auflösung des Parlamentes erscheint dagegen als eine Möglichkeit, welche unter diesen Uinständen nicht kurzer Hand abzuweisen ist. Auch in Rußland legt sich allmälig die Erregung, welche die Skobe- lefflchen Reden dort hervorgerufen hatten. Die Presse, sofern sie nicht die panflavistischen Ideen vertritt, mißbilligt entschieden das Auftreten Skobeleff's, und einige Blätter nennen Skobeleff's Verfahren geradezu Hochverrath. Heber die Art und Weise, in welcher die russische Regierung Skobeleff zur Verantwortung zu ziehen gedenkt, herrscht noch immer Ungewißheit, ja, es läßt sich noch nicht einmal bestimmt sagen, ob Skobeleff zur Zeit in Petersburg einqe- troffen ist. Die außerordentliche preußische Gesandtschaft ist in der türkischen Hauptstadt fortwährend Gegenstand der größten Aufmerksamkeiten von Seiten des dortigen Hofes. Die Mitglieder der Mssion sind von den höchsten türkischen Würdenträgern mit Einladungen zur Tafel beehrt worden und auch bei der Besichtigung der Stadt und ihrer Umgebung erfuhren die preußischen Gäste von der türkischen Regierung besondere Auszeichnungen. Die Mission gedenkt Konstantinopel am 3. März wieder zu verlassen. — Im egyp- tischen Cabinet sind ernstliche Differenzen zwischen beut Ministerpräsidenten Mahmud Baroudi Pascha und den, Kriegsministe Arabi Bey ausgebrochen und soll es nicht unmöglich sein, daß der erstere aus seiner Stellung durch Arabi Bey verdrängt wird. Deutschland. Darmstadt, 28. Febr. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurde bte Antwort auf tue Interpellation bes Herrn Abg. Arnolb, die Abgabe von Waldstreu aus Communalwaldungen betr., chon Sr. Excellenz dem Herrn Staatsminister v. Starck dahin ertheilt: Das von dem Herrn Interpellanten erwähnte, auf dem 21. Landtag von der zweiten Kammer der Stände an die Regierung gerichtete Ersuchen ging davon aus, daß durch das Gesetz vom 2. Juli 1839, die Waldstreu betr., es in das freie Ermessen der Ortsvorstände gestellt sei, die Waldstreu aus Communalwaldungen statt in Haufen- auch in Flächen-Loosen zu verwerthen. Dieser Auffassung des Gesetzes hat sich die erste Kammer nicht angeschlossen, und auch die Großh. Regierung vermochte sie als zutreffend nicht zu erachten, und konnte deshalb der gedachte Beschluß einen Anlaß zu Anordnungen behufs seiner Ausführung nicht geben. Telegraphische Depesche«. Wolffs tclcflr. Correspondcnz-Bltreau. Berlin,! März. Abgeordnetenhaus. Zum Antrag Knebel, betr. Uu- tersnchung der Lage des Kleinbauernstandes in der Rheinprovinz, beantragte Hüne die Ausdehnung derselben auf das ganze Land. Der Minister Lucius erklärte sich mit dem Effect des Antrags Knebel einverstanden und sprach sich für Ausdehnung auf das ganze Land aus und für Fortführung der Verschul- dungsitatlstlk. Bezüglich der Grundbuchsverhältnisse sei aber erst mit Erlaß des Reichscwilgesetzbuchs eine Gleichmäßigkeit zu erwarten. Das Haus verwies die Anträge Knebel und Hüne an eine Commission von 21 Mitgliedern — Fort- setzung morgen. ° ~ Der Bolkswirthschaftsrath erledigte die Generaldiscusston der Novelle zur Gewerbeordnung, die meisten Redner sprachen sich für dieselbe aus. Die Novelle wurde sodann dem permanenten Ausschuß überwiesen. Wien, 1. März. Officiell. Von Stolac, Bilek und Trebinje aus wurden gestern größere Streifungen in nördlicher Richtung vorgenommen und dabei keine Insurgenten angetroffen. Die Ortschaften sind vielfach von Männern verlassen Diese Strerfzüge werden fortgesetzt werden. Kleine Geplänkel fanden am 2o, Febr. am Orlawa-Berge bei Konto, sowie bei Bunoevic in der Cri- voscie, südlich von Ublis, statt. , 77 Wie die „Presse" meldet, übernachtete General Skobeleff in Wien und reche heute Vormittag mit dem Eilzuge nach Petersburg ab. , Petersburg, 1. März, lieber die Gerichtssitzung vom Montag in bem Proceß Tnganja wird nachträglich noch bekannt, daß kurz vor Verkündi- gung des llrtheils und ehe die anwesenden Gensd'armen es zu hindern ver- mochten, der Angeklagte Kletotschnikoff dem Mitangeklagten Merkuloff mit den Worten eine Ohrfeige gab: Nimm das von mir und meinen mitangeklagten Kameraden. Znm Tode verurtheilt sind die bei dem Attentat vom 13. März A 3^, Betheiligten, und zwar Michailoff, Kolotkewitsch, Trigonja, Suchanow, Jstsijeff, Kletotschnikoff, Emeljanoff, Baraimikoff, Merkuloff und die Lebedeff, die übrigen Angeklagten, bis auf beit Lustig, welcher 4 Jahre Zwangsarbeit erhielt, wurden zu Zwangsarbeit auf unbestimmte Zeit verurtheilt. Konbon, 1. März. Die „Times" bespricht, au Geueral Skobeleff's Rede anknüpfend, die Bestrebungen und Ziele der Panslavisten und sagt, Europa habe seine eigenen Interessen zu wahren und stelle sich auf den Standpunkt der eierlichen Verträge, durch welche diese Interessen verbürgt worden seien. Vor Allem verlange Europa aber Frieden uno eine ehrliche Probe für die im Jahre 1878 hergestellte neue Ordnung der Dinge. Lokales. Gießen, 2. März. (Das Wohlthätigkeits - Concert des Grafen Ser3ao ■31*V aJn Märzj. I. Während in den letzten Jahren allwintcrlich um diese Zcü eine ober mehrere Vorstellungen zu Wohlthätigkcitszwccken stattgefuudeu haben steht uns m diesem Winter zu gleichem Zwecke in allernächster Nähe eine Unterhaltunä bevor, die gleich anziehend ist durch den edlen Zweck, den sie verfolgt, sowie ganz besonders durch die seltene, durchaus -ig-iithümlichc, in hohem Grade künstlerische vor 14 Tagen wurde in diesen Blättern auf das für den 12 März des Grafen Zichy aufmerksam gemacht, eines Mannes, der nac^ -h *’cbcutenbfteit Sachverständigen em hochbegabter, einzig dastehender gemaler Claviermrtuose ist und nebenbei in uneigennützigster — in unserer Zeit nicht genug^ anzuerkennender — Weise nicht für sich, sondern für seine darbenden Nebeu- Um den Ortsvorständen übrigens dieselbe Einwirknng ans die Gewinnung und die Verwerthung von Waldstreu aus den Gemeindewaldungeu zu ermöglichen, die sie bezüglich der Holzerndte üben können, sind in bem § 12 ber Instruction über Behanblung ber Einnahmen aus den Erträgen der Gemeindewaldungen und die darauf sich beziehenden Ausgaben vom 15. Juni 1880 (Reg.-Bl. Nr. 22) früher nicht gegebene Vorschriften aufgenommen, die auch eine flächenweise Verwerthung der Waldstreu zulassen. Die rechtzeitige Abgabe oder Verwerthung der Waldstreu aus Gemeindewalbungen liegt in ben Händen der Bürgermeister, ba biefe bie Termine zur Versteigerung unb bezw. Abfuhr zu bestimmen haben. m' Darmstadt, 1. März. jZweite Kammer der Stände. 12. Sitzung.f Di- Kammer 'ahrt in der Berathung des Etats des Ministeriums des Innern sott. Zu Kap. 39 „Beitrag an die Stadt Darmstadt zu bin Kosten bes Seminars zur Aus- bilbung der Lehrerinnen für das höhere Lehrfach" fragt Abg. Heinzerling an. ob die Regierung geneigt sei, der Frage der Zulässigkeit von Spezialcxammas, insbesond re in der englischen und französischen Sprache, bei diesem Semmar näher zu treten worauf Geh. StaatSrath Knorr erwidert, die Regierung werde diese Frage inEiwä'guna ziehen. Die Anforderung von 4000 M. wird bewilligt. Das Gleiche ist der Fall mit den Forderung n zu Kap. 40 „Schullehrersemmarien" (102,060 M.) und Kap. 41 Lehr-r- Praparanden-Anstalten (22,240 X). — Bei Kap. 42 „Kreis Schulinspectoren" befürwortet Abg. Schade eine Herabsetzung der Diäten dieser Beamten, worauf Geh Staatsrath Knorr auf die in diesem Betreff in neuerer Zeit erlassene Verfügung per: weist Die Reglerungssorderung im Betrag- von 64,800 X wird beroiHmt. — ffimc Debatte entfpinnt sich bei Kap. 43 „Beiträge zu Besoldungen der Volksschullehrer" ,aUr' ro,c trot* für die Gemeinden fast unerschwinglichen Opfer das Volksschulwes-n namentlich für Prachtbauten, die Klagen über offenbare große Mangel deffelben stets lauter weiden. Der erziehliche Einfluß der Schule auf das Kind habe bedeutend abgenommen und auch bie Volksschule sei jur Lernschu'e ae- roorben Der religiöse Sinn habe bei ber Jugenb, wie überhaupt bei der großen Maste der Bevölkerung, in dem letzten Jahrzehnt bedeutend abgenommen. Wie könne bte§ mi(b anberS sein wenn z. B. wie m Mainz ber Religionsunterricht in überfüllten •Klaffen stattfinbe, so baß bie Kmder genothigt seien, auf ber Erbe Platz zu nehmen? Haob in Hanb mit religiösen Uebelsiänden gehe bie in erschreckenbem Maße zunehmende Eiche Verwilderung der Jugend. Redner führt einige grave in Mainz vorgekommene §aUe an, wendet sich dann entschieden gegen di- Verwendung von Schulkindern bei Th-ateraufführungen namentlich bei zweifelhasien Operetten, und spricht schließlick gegen die Verwendung männlicher Lehrkräfte an höheren Mädchenschulen. - Geh Oberfchiilrath Gre,m erwider«, die Regierung wünsche von ganzem Herzen, daß der religiöse Sinn in unserem Volke erhalten, gefördert und belebt werde und baft er tm Leben Flüchte trage, bie eine ächt- r-lig-ös- Erziehung allein zu bringen vermöge. V°r,6unbert Jabren schon unb spater wieberholt seien Klagen über ben Rückgang bes religiösen Sinnes ber Jugend laut geworden, und wenn sich diese Erscheinuna iefat wiederhole so könne man dafür nicht die gegenwärtige Schuloeiwaltung verantwortlich machen. Di- sittliche V-rwilb^rung der Jugend falle zum großen Th-ile auch ber Familie anheim, beult leiber Gottes haben wir namenilich in ben größeren Stäbien em Zurückgehen bes Familienlebens zu beklagen. Wenn bie Kl aber schlechten Bei- fptclen ber Eltern folgend, sittlich verwildern, so trage daran nicht unser Schulaiseü und das auf ihm basirend- Schulsystem die Schuld. Ein- Verwendung von Schulkindern zu theatralischen Vorstellung^ sei eine Verirrung, die nicht geduldet werben hülfe. Die V-rw-nbung männlicher Lehrkräfte an höheren Mädchenschulen betreffend bemerkt der Redner, daß bei bem Mangel ein s Lehrerinnenseminars die in ben Schuldienst tretenden Damen ihrem Pensum gerade auf den untersten Stufen bes Unterrichts oft nicht genügen können — Aus eine Anfrage bes Abg. Schröber erwiber't Geh. Oberschulrath Grcim, di- Regierung wünsche bezüglich der Ernsührung der in der neuen Orthographie gedruckten Lehrbücher in den Schulen absolut keine Ueber- eilung, sehe vielmehr nur bei Neuanschaffungen auf deren allmählige Einführung — Abg. W asserburg findet eine Erklärung für die vielfachen sittlichen Verirrungen der heutigen Schuljugend in der Ueberbüidung der Schüler mit Lernstoff, güt bie Volksschule sei es genüg-nb, wenn sie ihr- Schüler lesen, schreiben und rechnen in der einfachsten Weis- aber tüchtig lehre. Hobe bie Regierung den religiösen Sinn ber Jugend fördern wollen, so sei vor Allem bie Einführung ber gemeinsamen Schulen zu vermeiben gewesen. — Geh Oberschulraih Greim erwidert die gemeinsame Schule sei ein Erzeugniß unseres Volksschulgesetzes. auf welches das Großherzogihum Hessen heute noch stolz fein könne unb burch Verbächtigungen irgcnb welcher Att werbe man sich biefe Errungenschaft nicht nehmen lassen. - Abg. H anstein steht bezüglich ber Verw-nbung männlicher Lehrkräfte an Mädchenschulen auf entgegengesetztem Standpunkt, rote ber Abg R acks. — Abg. Franck führt aus, baß bie nämliche Heber; lastung mit Hnterrichtsstoff, welche bei ben Gymnasien vor einigen Tagen allgemein verurtheilt worden auch bei den Volksschulen zu beklagen sei. - Geh. Staatsrath ? ” o>rmafAnir^' bao ** C^(?l*l'l®en.®er'trun9ttt mancher Schüler in Mainz nicht dürfe, oielmebr trage das ganz jerüttete Familienleben n 7in,e,m großen Theil ber Population von Mainz bie Schuld — Aba. Kücbler F, X1 >, ,,, X, ,__ ___, , I 0 N einer Verwendung von Schulkindern zu theatralischen Aufführungen nichts gewußt habe, und verspricht, so viel an ihm liege, diesem Unfug -Mg-genzutteten. Maur er beklagt -b nsalls die Fülle des Unterrichisstoffes für die Volks- Äm Äv “ V' wcld,er bemerkt daß ein Theil der Lehrer an den Volks: faulen sich auf Gebieten bewege, denen sie füglich fern bleiben sollten. Er habe in Schulzeitungen schon Aufsatz- von Lehrern gelesen, welche sich nur in allgemeinen Redensarten und heutzutage beliebten Phrasen bewegen, während iS für den Lehrer bdier fei, sich auf seinen Standpunkt als Lehrer und Erziehet zurückzuziehen. - Abg Milz st-ht auf dem Standpunkt der Abgg. Franck, Rackö und Wasserburg — 2a“6 b-str-itet denMangel eines -rzi-hlich-n Einflusses der Volksschule aus die Jugend. ~ ^^te,r^,ater EU-nbergerger sührt schließlich aus, daß sich unsere Zett ^was W-rkthatigkeit der Liebe anbelange, das Merkmal lebendigen Glaubens, früheren Jahrhunderten getrost an die Seite stellen könne. Besonders die Communalschule wirke s.gensreich, weil st-geeignet sei, den religiösen Frieden anzubahnen. — Die Regterungs- ansord-rung für dieses Kapitel ttn Betrage von 525,000 M. wird hieraus bewilligt. 44, „Für den Tuinunterrichl-', wofür 8,600 M. vorgesehen find, beanstandet Abg. Schroder d,e Hohe ber für bie Abhaltung von Turnlehrerkursen zur Ausbildung von Lehrern an den Volksschulen vorgesehen- Summe von 3100 und beantragt bie Bewilligung von nur 1500 Ji, welchem Antrag bie Kammer, entgegen bem Wider- fpruch b-r Regierung, gegen 10 Stimmen stattgibt. — Für Zeichnenunterricht werben bie tu §00 ohne Debatte bewilligt - Zu Cap. 46, „Museum, Hofblbttothe" b-schließt die Kammer, nach dem Anträge des Ausschusses, statt ben geforderten 7o,3&> nur 73,/8o zu verwill'gen. Gestrichen Hab 400 M. für den Jnspcior aasTTlUn°en t11"6^200^ ,ür ben al§ Nebenstelle zu vergebenden Gehalt des 3nwctt° s des mineralogischen Cabinets. Für den Fall der Aushebung der technischen aÄ 17 “n ^kchuß nachträgliche Bewilligung des letzteren Postens^— ZU Eap. 47 Botaiiifch-r ©arten und botanisches Cabinet", bewilligt die Kammer die geforderten 7220 M unb beschließt, bie Regierung zu ersuchen, barauf Bedacht zu nehmen, daß bei künftigen Anftellungen von Professoien am Polytechnikum denselben Kgeeigneten Nebenstellen, insbesond-r- derjenigen eines Ä Gartens und Cabinets zur Pflicht gemacht wird. - Der cilltrt0rr.oAn Ml um historischen Verein wird bewilligt, d-rjenche von 600 AL zur «6cr in1 ^-^Oschaft für Natur- und Heilkunde dagegen gestrichen. — Bei bem nm'n "Kreisarzt-, Kr-isassist-nzärzte, Kreiswundgrzte, Kreisveterinärärzte und OThn“ ,Ur Salarirung practischer Aerzte in ben ärmeren Lanbestheilen", wünscht 9 rnfn fteHnf^th'ra^6» Erweiterung ber Anzeigepflicht bei epidemischen Krankheiten, b " erwidert, die Regierung sei neuerdings mit ber Erwägung ber Frage beschäftigt, ob bem diesmaligen Landtag ein Landesgesetz vorg-l-gt werden L”,S' ,b'e ■91hn,3CH9rtpP,*Lr6e‘ epidemischen Krankheiten in weiterem Maße -in- Hest-h- (Blattern) — Abg. Schröd er wünscht, daß di- ^rei8: - U mnfftHnVrnrt, m c6hr,®nhr8'e s"S-n rücksichtsloser ihres Amtes warten. feti!atrat^rK^C b V bemerkt, so lange Nicht bestimmte Anschuldigungen vor- b » b,en m der Bemerkung des Vorredners enthaltenen Vorwurf ^""ck'v-fsen. - Dte R-gi-rungsanforberung von 119,482 M wirb hierauf bewilligt. - Zu Cap. 50, „Impfwesen", beantragt ber Ausschuß an ber 20,600 M. betragenden Regeerungsforderung einen Abstrich von 6100 JL für 200 Kälber. — Für die Be- !°nm^n0®er S°atn Summe sprechen heute Min sterialrath Weber, Ob"rmebicinal= rath Dr. N-i ßner, sowie die Abgg. Racks, Dittmar, Maurer und Schröder. D>e weitere Verhandlung dieses Gegenstandes wird ber vorgerückten Zeit wegen nrorgen,vertagt. - Präsident Kugler bemerkt schließlich, daß di- Verhandlungen Y s ** ln.c'ner ®e'fc hinausgezogen haben, bie, wenn eine Prorogation "Mstbes oermteben roeeben solle, bie Abhaltung von Nachmittagssitzungen gebiete und sei vorerst eine solche, für Freitag in Aussicht genommen. -M rin glücklich," schreibt der geniale Mann vor einiger Zeit an einen Kunstfreund im Dienste der Armen und Unglücklichen zu stehen und im Schweiße meines Anaefichts da» Brod meiner Nächsten zu verdienen!" B Has Göza Zichy (sprich Gejza Sttschy) hat m den letzten Jahren durch fein eroncertiren weit über 200,000 Mark für die Armen erworben. Dankbaren Herzens heuen wir uns, daß er, aufgefordert durch den Vorstand eines der bedeutendsten Wohl- tbätigkeitsvereine unserer Stadt, auch unseren Armen seine Kunst und feinen Fleiß widmeii will. Die nächsten Blätter werden das Programm des Concertcs und weitere interessante Nachrichten über den bewunderungswürdigen Claviervirtuosen und Eom- ponisten bringen. _ Aus einem House in ber Wetzsleinsgasse wurde in vergangener Nacht mittelst Einsteigens durch em offenes Fenster eine Taschenuhr gestohlen. Verwischte». _ Die Berliner Presse umfaßt gegenwärtig fast ein halbes Tausend Zeitungen der verschiedensten Art. V-rhältmßmäßig gering darunter ist die Zahl der illunrirten steitschrstten • aber zwei unter denselben erheben Anipruch auf vollste Beachtung D'-eme ist das „Deutsche Familienblatt», im Stile und Format der „Garten- raub-" aber anderer Richtung, die ander- die „Jllustrirte Frauen Zeitung." Letztere erscheint ™ Format der größten'llustrilten Zeit,chrjften, wie di- Leipziger „Jllustrirte -lestuna" und U-ber Land und Meer." Die Ausführung der Illustrationen ist meist soaar besser als m diesen Blättern, die Anzahl indessen eine beschränktere. Die „Jllu- strirte trauen,eitung" hat es sich zur Aufgabe gemacht, kein Kaffeehausblatt zu sein, das dem Publikum meist nur zur flüchtigen Betrachtung dient; sie ist em Blatt für di- Familie und legt deshalb, — abgesehen von den Moden-Nummern, die identisch sind mil denen der „Modenwelt", — besonderen Werth auf einen reichen und umfassend n Lesestofs (ber dem auch, obwohl bas Blatt nur alle vierzehn Tage erscheint, denjenigen von „lieber Land und Meer» fast erreicht.) Jede Nummer des Unterhal- tunasblattes umfaßt 2'/- Doppel-Folio-Bogen, (dabei kosten Moden- und Unterhaltungsblatt zusammen vierteljährlich nur 2flc,sch das Pfund 65-70 4, Kuh- und Rindfleisch 45-55 Kalbfleisch 40' bis 55 4, Hammefleisch 40-53 H, Schweinefleisch 70—80 1 Hahn M 1.00—0 1 Hülm jl 1.50—2.00, .1 Poularde M. 2.3O—2.50, 1 Gans M. 5.00—9.00, 1 Taube Rch per Pfiiiid 75 4, 1 Hase M 2.00-2.50, Butter 1. Qual, im Detail M 1 00, 2. Qualität J4 0.90, Handkäs 45—50 4 das Pfund,, Kartoffeln das Malter M 4 o() 6 00, Kopfsalat 15—18 4, gelbe Rüben das Gebund 7—12, Romainsalat l 0—20 J), Rettig das Stück 6—8 4, Sellerie der Kopf 10-20 H, Blumenkohl 30 bis /O W,istng 8-15 Weißkraut 10—25 -S, das Stück, Rothkraut 20-30 4, Kohl- kraut 10 4, Kohliabt 6-8 4, Endivien 25-35, Zwiebel 5—10 4 das Pfund. Limburg, 1. März. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen JL 20-95, Weißer Weizm Jl 20.80, Korn JL 15.35, Gerste M. 11,00, Hafer JL 8,50, Erbsen M. 00.00 Kartoffeln M. 00,00. Frankfurt a. M., 2. März, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgethcilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 2673/4, Staatsbahnaetien 2593/4, Galizier 2503/4, Oesterr. Silberrente 647,i6, 4% Ungar. Goldrente 74*/z, 4% 1880er Russen 705/s, 2. Orient-Anleihe 57’3/ls 5% Rumänische Rente 86t,, Lombarden —. Tendenz fest. Allgemeiner Anzeiger. Holzversteigerung in der Großherzoglichen Merförsterei Mauibsch. 1480 Es sollen versteigert werden: Freitag den 10. März, Vormittags von 9 Uhr an, in den Distrikten Rübgarten, Oberstraßwald ic., Forstwartei Dannenrod: 1. Bau- und Nutzholz: 161 Eichenstämme, schönes. Bau- und Schnittholz — 144,68 Fstm. 318 Kiesernbaustümme = 105,71 Fstm. 2. Brennholz: 86 Rm. Birken-Reisig in Schichten, zu Besenreisig geeignet. Zusammenkunft im Distrikt Rübgarten am Diebachsgraben. Samstag den 11. März, von Vormittags 9 Uhr an, -werben jn der Forstwartei Maulbach aus den Distrikten Loch, Hirtenröder- schlag, Straß rc. versteigert: 243 Eichenstämme mit 85,92 Fstm., 79 Kiefern- u. Fichtenstämme mit 39,22 Fstm. 15 Birkenstämme mit 6,49 Fstm., 41 Eichenstangen, zu Wagnerholz brauchbar. Zusammenkunft im Distrikte Loch bei Oppenrod. Montag den 13. März, von Vormittags 9 Uhr an, lontnten in der Forstwärtei Heimertshausen aus den Distrikten Ober- u. Unter« Dattenberg, Mönchsheege rc. zum Ausgebot: 14 Eichenstämme mit 27,97 Fstm., 20 Kiefern- und Fichtenstämme mit 20,58 Fstm., 10 Buchenstämme mit 14,60 Fstm. , Zusammenkunft im Distrikte Unter-Dottenberg auf der Romroder Straße bei den Kohlgruben. Sämmtliches Holz lagert ganz in der Nähe chaussirter Straßen und kann aus diesen nach der Eisenbahnstation Ehringshausen verbracht werden. Wegen Besicht,gimg der (Stämme vor der Versteigerung wende man sich an °ieJ?ro$Ä' Forstwarte zu Dannenrod, Maulbach und Heimertshausen. Maulbach, am 25. Februar 1882. Großherzogliche Oberförsterei Maulbach. ___Koch. Edicialladung. 83 Die unbekannt wo? abwesenden Jntestaterben der am 22. Dezember *>• Js. kinderlos verstorbenen Cäcilie Rohrbach dahier, Gregorius Rohrbach, Elisabeths Rohrbach und Johann Balthasar Rohrbach, mi->-8?°'r.^ondorf, oder deren Erben «nsprüche'^E unfgefordert, ihre Erb- binnen drei Monaten Widria-n^itt."?^ geltend zu machen, SBermnnbf106 ?er den übrigen Ss hÜ EEasserin, welche oerabfnUt Erbschaft angetreten haben, verabfolgt werden wird. Homburg v.d.H., den 21. Febr. 1882. ,,QßA ^bnigliches Amtsgericht. 11260 Abtheilung ff. Bekanntmachung. Die am 22. und 23. Februar d. I. in dem Stadtwald zu Hungen abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und können die Abfuhrfcheine vom 6. März an bei Großh. Bürgermeisterei Hungen in Empfang genommen werden. Hungen, den 28. Februar 1882. Großh. Bürgermeisterei Hungen. 1482 Bender. 1169 Zwei neue Zimmcrlyüren mit Futter, sowie zwei Fensterläden und zwei Fensterfutter zu verkaufen. ________ Neustadt D. 204. Ätlitt-Karwffkln (gelb Rosa-) vorzüglicher Qualität sind zu haben bei 1434 II. Velten III Groß-Linden. Bau-, Unh- & Brmnhohversteigerung. Mittwoch den 8. und Donnerstag den 9. März d. I. sollen in dem Stadtwald zu Hungen nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden. Mittwoch den 8. März: 163 Kiefernstilmme von 12—34 Ctm. Durchmesser und 233 Raummeter Buchen-Scheiter, 5—21 Meter Länge, 276 „ Buchen-Knüppel, 23 „ Eichen-Knüppel, 48 „ Nadel-Knüppel, 84 „ Buchen-Reisig, 77 „ Nadel-Reisig, 650 „ Eichen-Durchforstungs-Reisig, 184 „ Buchen-Stöcke, 30 „ Nadel-Stöcke. Donnerstag den 9. März: 67 Eichen-Stäntme von 13—30 Ctm. Durchmesser und 5—11 Meter Länge, 5 Lärchen- „ „ 21—33 „ „ „ H-16 „ 11 Kiefern- „ „ 18—31 „ „ „ 8-13 „ 167 Raummeter Eichen-Knüppel, 11 „ Nadel- ,, 86 „ Eichen-Reisig, 23 „ „ Stöcke. Bemerkt wird, daß sich bei den Buchen-Scheitern 24 Meter Rundscheitholz befindet. Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal Vormittags 10 Uhr. Am ersten Tag in dem Distrikt Herborn, am zweiten Tag in dem Dristrikt Eichenstück. Hungen, am 28. Februar 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. 1481 Holzverfteigerimg im Gießener Stadtwald. Montag den 6. März 1882, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem District Hochwarte nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Brennholz. Scheith.Kniippelh. Sivckh Reish Rrntr. Rmtr. Rmtr. Wellen. Buchen 374 160 252 4500 Eichen 40 26 12 330 Bau-, Werk- und Nutzholz. 38 Eichen-Stämme von 24,42 Fstm. und bis zu 52 Ctm Durchm., 40 Fichten-Stämme mit 13,44 Fstm., 66 „ Stangen mit 6,51 „ Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Grünberg an den Altentischwiesen. Gießen, den 28. Februar 1882. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 1415 A. Bram m. Jeikgebotenes. 1471 Gitte Kartoffel« verkauft L. Ehr. Rübsamcn, Lahnstraße. D.R.- Patent. Einfachste und billigste Betriebstraft für das Kleingewerbe, Druckereien, Fleischereien, Kaffeebrenner, Pumpen etc. Gasmotor ohne Wasserkühlung, sol idester, vielf. verbesserter_ Construction. g : Auf Probe und unter :ed Garantie von q. Bsss, Sombart &Ce. MAGDEBURG co (F riedrichsstadL ) ^CO 1477 Eine Parthie Copsetten werden abgegeben per Stück M. 1.20, für Kinder von 40 5) an im »Billigen Sehen*, Neuenweg 127. Kasseler Pferdeloosc ß per Stück 3 X bei JnlinS Wallach. Wiedcrverkäufcr erhalten angernesf. Rabatt. WM Wd-U 3« b!«, ireld Wp »1 i;4 Mini sMm $11 P |« ref 6o W besitz MSitftuvi Moritz Heichelheim CARL STUCKRATH 682 Kirchenplatz 6 Kirchenplatz 6 ❖ besondere Vergünstigungen. Lindenplay. 1417 1013 Irische Schellfische Und UNd H- ♦ ♦ 4> ❖ 4> 1272 Scheuer refp. Lagerraum in der Brandgasse per 1. Mai zu vermiethen. Dtto Kempsf. hält sein reichhaltig assortirtes Lager in allen Gattungen Möbel zu civilen Preisen und coulan- tester Bedienung einem geschätzten Publikum bestens empfohlen. 1355 1473 Gin gute» Zugpferd zu verkaufen. Werd. Burk. Kunstmühle. Awetfchenlatwerge, Marmelade, Apfelkraut einem than habe, und nehme ich dieselbe als Unwahrheit zurück. Krofdorf, den 1 Marz. 1882 Konrad Bender, Adams. Möbelfabrik & -Handlung GIESSEE" Die Drauer-Akademie pt Worms, jcht mit größerer Mälzerei und Brauerei verbunden, beginnt bei Sommercurfns aw 1. Mai. — Programme sendet auf Wunsch Die Direction: Dr. Schneider, 1472 In meinen Stallungen kann zu jeder Seit Vieh eingestellt werden. Bei Passage durch den Riegelpfad ist meine Gastwirthschaft nahe dem Bahnhof gelegen. Georg Schäfer, Gastwirth zum „Schiffenberger-Thal . 1346 Taselklavier zu verkaufen Wo? sagt die Exped. ds. Bl. Verein der national, und liker, Partei Die verehrlichcn Mitglieder find dringend eingeladen, an der Versammlung des „Deutschen Schuivereins" in Wenzel's Garten Theil zu nehmen. 1478 Für den Ausschuß: Dr. G-areiS. Cabliauen in Eispackung treffen heute ein. 1488 j. A. Busch Sohne. Gänzlicher Ausverkauf von Manufactwrwaaren, Kleideratoffen, Ausatattungagegenatänden & Damen- M- Confection. I Wegm Aufgabe meines Waarengeschaftes verkaufe mein Lager M (das größte am hiesigen Platze) vollständig aus und bietet sich meinen geehrten Abnehmern Gelegenheit, die gediegensten Maaren vortheilhaft einzukaufen. Der Verkauf findet zu festen Preisen nur gegen Baar- zahlung statt. H in feinster Waare empfiehlt Karl Hoffmann. Totaler Ausverkauf in baumwoll. Strümpfen, bedeutend unterm Einkaufspreise. 1416 M. Kann, Mndenplatz. 990 Zwei Knaben, welche die hiesig» Lehranstalten besuchen wollen, wünscht» volle Pension aufzunehmen eine Pfarrers wittwe. Liebevolle und gute Pflege oirl zugesichert. Näh, in der Exped. ds. U Tstealer in fließen. (Cafe Leib.) Freitag den 3. März 1882: Mit ausgehobenem Abonnement. Gastspiel des berühmten Zwergkomikw Herrn Janez Mally. Dr. Fausts Hauskäppchkii oder: Die Räuber-Herderae im Wck Posse mit Gesang in 3 Aufzügen * Fr. Hopp. Musik von Hebenstreit. Andreas Pimpernuß — Hr. Janez SM als Gast. I. C. Schubert. 1474 Ich Unterzeichneter erkläre hiermit daß ich die am 22. Februar in der Krauskopf'schen Wirthschaft hierselbst gegen den Gemeindevorsteher Ludwig dahier ausgesprochene Verläumdung in bewußtlos-betrunkenen Zustand ge- $eüanntniad)uiig. Sämmtlichc verfallenen Pfänder müssen bis zum 20. d. M. ausgelöst werden, andernfalls erfolgt sofortige Versteigerung. 1489 H. Grilltet»sttim» Bratbückinge empfiehlt 1^85 Emil Fischbach. Feinsten Kmburger Speckkäse, per Pfund 42 F, bei 1137 j, j, Busch Söhne. Mehrere Gärten i» guter Lage sind zu verkaufen durch 742 Ä- Blitz. 1390 Zwei gut möbl. Zimmer zu vermiethen. Asterweg 106. 1309 Ein Logis zu vermiethen bei __Fr. Blumöhr, Schützenstraße. 1304 Der zweite Stock m. Hauses, bestehend aus 4 Zimmern, Kabtnet u. s. w., am 1. April beziehbar. W. Ferber, Lindenplatz. 1277 Der 2. Stock und Mansarde zu vermiethen. Karl Herbert, Nahruirgsberg. 1253 Ein Familienlogis, 5 Zimmer nebst Zubehör (Bel-Etage), bis 1. April oder auch früher beziehbar, zu vermiethen. Näh, bei der Exped. ds. Bl. 1491 Ein anständiger Arbeiter kann Logis erhalten. Caplansgasse 6.219._ 1388 Der 2. Stock meines Hauses — Bahnhofstraße 936 — ist per Mai zu ver- miethen. __Dr. Kübel. 1333 Ein möbl. Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Ed. Lind, Kirchenplatz. 1345 Zwei möbl. Zimmer zum 1. April an einen ruhigen Herrn zu vermiethen. Bismarckstraße 170“, mittl. Stock. Ein Fauitlienlogis (parterre) m der Wilhelmsstraße, bestehend aus 1 bis 8 Zimmern nebst Gartenantheil, per 1. April zu vermiethen I durch I. Blitz.1229 dttljrpfaii. Abfahrt von Gießen nach: Frankfurt 2", 424, 314 *, 6», 8>’* 1?« 4«, 7°7“. Marburg 818, 852- Raffel 12”*, I”, 358, 9S3 *, ll33, l«e 4«, 8«*. Wetzlar 6»>, 8«, 12, 1“, 4«, 4”, V* 750 905. EmS-Eobl-uz 6", 8--*, 12, 1“, 4«,'/ Deutz 6*'. 12, 457. Anita 6‘5, 12, 5. Lurerbach 6«, 12, 5, 73'. tHeluhausen 8M, 12to, 4“. Nidda 8-0, 12*o, 4“, 7«. Ankunft in Gießen von: Frankfurt 1>-, 8» 93", 11", 2« fl 72s, 836*, 12*e*. | Marburg 6M, 730. (Saffel 2«, a«*, 8*«*, 11“, 43«, 656*, II Wetzlar 7», 9»**, ll®, 123»*, 3", 43-,I 8”*, 11». «ms-Cobleoz 9“, ll33,12®*, 316,6« S Deutz ll33, 43-, 11». Fulda ll-3, 4-s, 10. Lauterbach 8“, ll25, 4Ö, 10. Gelnhausen 9“ 33°, 6“. Nidda 636, geo, 33s ß-.e. * bedeutet Schnellzug. Die fetten ZVs die Nachtstunden. 1479 Ein kl. Familienlogis perl. April zu vermiethen. Adolf Vogt, Sonnenstraße 60. 50 Zimmer mit Cabinet und Küche an anständige Leute zu vermiethen im „Darmstädter Haus". 1158 Ein Zimmer zu vermiethen. Wetzsteingasse^A. 38._ ~ 1445"@irTkleines Logis zu vermiethen. Schlosser Noll, Neustädter-Thor. 1459 Eirhkleines Familienlogis zu ver- miethen bei Schreiner Schäfer, Wallthorstr. 1426 Möbl. Zimmer zu vermiethen bei Döring, Rechner, Grünb.-Str. 1409 Im älteren Wode'schen Hause ist eine kleine Wohnung miethsrei. Näheres bei Frau Wo de., Frische Kablimt und Bratbückinge treffen heute ein bei 1^94 Gg, Wilh- Waldig. Das Neueste in Hrtmsett ist eingetroffen. M- Kann, Mermiethungen. 1475 Eine schöne, größere Familienwohnung mit Gartenantheil (auch Pferdestall oder Lagerraum) auf Ium oder Juli zu vermiethen. T484 Zwei Stübchen an ruhige Leute zu vermiethen. Sandgasse D. 176. "1483 Kleines Logis zu vermiethen. Adolf Host, Schutzenstratze. "1486 Ein gut möbl. Zimmer zu v'er- miethen. Wolkengasse C. 94\ "1493 Eine kleine Mansardenwohnung, 3 Zimmer nebst Zubehör, in der Nahe des Bahnhofs zu vermiethen. Näheres bei der Exped. ds. BI. "477 Alieestraße E. 102 eine Wohnung von 5 Zimmern nebst Zubehör zu ver- miethen. ____ 610 Ein freundl. Zimmer ohne Möbel an eine stille Person zu vermiethen bei Aug Kröll, Seltersweg. 1271 Die obere Etage meines"Hauses ist per 1. Mai zu vermiethen. Otto Kempfs. 1143 Möbl. Zimmer zu vermiethen. Neuenweg B. 186. 1402 Zwei ineinandergehende, schöne, möblirte Zimmer im 2. Stock sind zu vermiethen. Hcinr. Kiefer, Neuenweg. Daselbst ein kleines Logis im Nebenhaus an ruhige Leute zu vermiethen. 1410 Im vormals Lange'schen Hanse am Seltersweg sind 2 Wohnungen, auf Wunsch mit Gartenantheil, zu vermiethen und sofort zu beziehen. Näheres zu erfragen bei Bl. Pilger. Ein Laden mit oder ohne Logis zu vermiethen durch 743 J EStitS. Vermischte Anzeigen. 1490 Gesucht ein junger, gewandter Bursche nach Auswärts für ein feines Ladengeschäft. Wo? sagt die Exped. ds. Bl._________ Herren und Damenstrohhüte werden gewaschen, gefärbt und faoon- ntrt. C. L. Gail, 1418 Seltersweg 184. Ein Wort an Vie. welche Französisch, Englisch), Jtalie- nisch ob. Spanisch wirklich sprechen lernen wollen. Gratis und franko zu beziehen durch die Noscnthal'sche Verlagshandlung _________________ inLeipzig.______________ Pension. Zu Ostern können zwei Pensionäre, welche ein Zimmer mit Cabinet zusammen bewohnen wollen, Aufnahme finden. 1487 Markt B. 32. 1492 Ein Mädchen, im Kleidermachen geübt, wünscht noch einige Kunden anzunehmen. Zu erfragen bei Hrn. Schreiner Bauer, Bahnhofstraße. 1389 Ein älteres Mädchen, welches alle Hausarbeiten verrichten und einer Haushaltung selbstständig vorstehen kann, wird gesucht. Nur solche, welche gute Zeugnisse haben, wollen sich melden. Näheres in der Erped. ds. Bl.__ 1456 Ein Dienstmädchen gesucht. _______ M. Kann, Lindenplatz. 1470 Vorehelichen Herrschaften bringe hiermit mein Vermicthnngsburean in empfehlende Erinnerung. Frau Bären» wohnhaft im Nebenhaus des Hrn. Bäcker Löber, Wallthorstr. 1468 Zwei Schüler werden von einer anständigen Familie in Pension genommen. Freundliche Behandlung und gewissenhafte Beaufsichtigung werden zugesichert. Näheres bei der Exped. ds. Bl. Verantwortliche Redaktion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.. Tatl Witte ta ösiit fatlMl. tew hi tat Au- Gimte Stäube wrtert 2) firh h ilt([ Mmnt SS V ”ts öH & Nragl N tetr 1 Milet, * ®ninl Sttet s« s, ""Miet. m.