Nr 2. ^DieWag den 3. Januar issx Gießener Anzeiger Anits- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen, »«re««: Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des M-Ntags. Preis vierteljährlich 2 Mark 2V Pf. mit Bringerlchn. ' Durch bie Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Bezirks. Die Berichtigung der Ende Dezember 1881 fälligen Grummetgrasgelder aus den Oberförstereien Gießen und Treis a. d. Lda. hat bis zum 25. Januar 1882 — bei Meidung der Mahnung — anher zu erfolgen, wovon Sie Ihren Gemeindeangehörigen in geeigneter Weise Kenntniß geben wollen. Gießen, den 31. Dezember 1881. Großherzogliches Rentamt Gießen. Bürgerliche Eheschließung und kirchliche Trauung. Unter dem Titel „Bürgerliche Eheschließung und kirchliche Trauung, nicht eines oder das andere", hat Herr G. Huyssen, Militür-Oberpfarrer des 9. Armee- Corps, soeben eine kleine Schrift zur Verteidigung der obligatorischen Civilehe herausgegeben. Der Verfasser ist ein geborener Rheinländer, kennt also die Wirkungen der Civilehe, welche in dent größten Theile der Rheinprovinz seit der französischen Zeit gesetzliche Institution geblieben ist, aus eigener Erfahrung. Als Geistlicher vertritt er keinen ausgeprägten Parteistandpunkt, jedenfalls ist er von dem Verdachte, Anhänger oder Freund des Protestantenvereins zu sein, vollständig frei. Sein Zeugniß wird daher auch von denen, die nicht grundsätzliche Freunde der Civilehe sind, nicht überhört werden können. Huyssen weist in eingehender Darlegung die von den bekannten Petitionen und ihren Vertheidigern gegen die Civilehe vorgebrachten Einwendungen als grundlos zurück. Aus seinen allgemeineren Betrachtungen geben mir folgende Bemerkungen : Daß an eine Abschaffung der obligatorischen Civilehe ohne die Stimmen der Ultramontanen in dem neuen Reichstage so wenig zu denken ist, als in dem alten, steht wohl fest. Da diese nun aber ausgesprochener Maßen an diesen Maßregeln kein eigenes Interesse haben, indem die katholische Kirche durch die Einführung der Civilehe keine Einbuße an der kirchlichen Trauung erlitten hat und von den Gewissensbedenken gegen den vor dieser zu vollziehenden standesamtlichen Eheakt nichts weiß, so käme doch unsere evangelische Kirche in eine etwas klägliche Stellung, wenn sie jetzt die Katholiken um ihre Stimmen zur Abschaffung der Civllehe anbettelte. Und wenn das vollends mit dem Ausdruck der Befürchtung geschieht, daß bei uns durch die staatliche Eheschließung die kirchliche Trauung allmälig schwinde, so ist das doch ein schlimmes Armuths- zeugniß, das sich die evangelische Kirche ausstellt, als ob ihre Angehörigen an dem kirchlichen Ehesegen nichts mehr fänden, wenn derselbe nicht mehr die äußere formelle Rechtsgiltigkeit der Ehe begründen soll. Und diese beiden Punkte bilden doch den eigentlichen Kern dieser Opposition gegen die Civilehe und gewiß das Einzige, was uns die Katholiken davon glauben werden, glauben können. Denn das Andere, das neue Fündlein, daß es wider das Gewissen gehe, die kirchliche Trauung erst nach einem betreffenden bürgerlichen Staatsakt eintreten zu lassen, also als Zweites, nicht als Erstes, das ist ein Theorem, das keinem Katholiken an den Verstand gebracht werden kann, denn ihm gilt die Ehe einfach als Sa- crament, das durch die vorhergegangene formelle Rechtsbegründvng durch den Staat natürlich völlig unberührt bleibt. Ebenso fremd und unfaßlich ist nun aber jene Deduction vom Gewissensbedenken einem unbefangenen protestantischen Bewußtsein, nicht blos dem eines Rheinländers, der seit Jahrzehnten bei der Ordnung der Civilehe für sich und alle die Seinigen von diesem Gewissensbedenken nichts gewußt, sondern auch dem, der bei der neueren deutschen, seit 6 bis 7 Jahren bestehenden Ordnung sich ganz wohl befunden hat. Diese Alle können sich doch jetzt nicht wohl von einigen Eiferern wider unsere Civilehe- Ordnung als gewissenlose Leute darstellen lassen und fassen es nicht, wenn ihnen gesagt wird, die kirchliche Trauung habe ihre eigene Bedeutung in der äußeren Rechtsbegründung des ehelichen Verhältnisses vor dem Staat, sie sei eigentlich nichts mehr, wenn ihr diese genommen werde. Deutschland. Darmstadt, 30. December. Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen heute eine Deputation aus Oberhessen, bestehend aus den Herren Bürgermeister Pracht von Grünberg, Faulstich von Weitershain, Roth von Rüdings- hausen und Gemeinderath Musch von Ermenrod. Darmstadt, 31. December. Se. Königl. Hoheit der Großherzog nahmen heute militärische Meldungen entgegen und empfingen den Generallieutenant v. Woyna, Gouverneur von Mainz, den Gouverneur und Abtheilungs- Commandeur v. Mohl, den Kammerherrn Baron v. Gemmingen, den Hofjunker Frhrn. v. Gagern aus Molsheim im Elsaß; zum Vortrag den Staatsminister Frhrn. v. Starck und den Ministerpräsidenten Schleiermacher. — Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben in Folge eingetretener Organisations-Veränderungen Allergnädigst geruht: am 27. Decbr. den Rath bei dem Hofmarstallamt, Rechnungsrath Eduard Wämser, unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste und gleichzeitiger Verleihung des Ritterkreuzes 2. Klasse des Ludewi^s-Ordens in den Ruhestand zu versetzen. m. Darmstadt, 1. Januar. In der in den Erläuterungen zum Staatsbudget von Seiten der Regierung ausgesprochenen Absicht, eventuell die Anschaffung eines oder mehrerer Thomas'scher Wagen an Stelle kleinerer Locomotiven für die Ober- hessischen Bahnen in's Auge zu fassen, erblicken die Motive des Antrags Kugler aus alsbaldige Einführung des Secundärbetriebs aus jenen Bahnen nur eine scheinbare Concession an das Verlangen nach Secundärbetrteb. Die Thomas'schen Wagen mögen — so wird ausgeführt — unter gewissen Verhältnissen, namentlich bei kurzen und graben Bahnen, welche überdies eine gleichmäßige geringe Frequenz haben und dort in den Vollbetrieb der Bahnen einaeschoben werden, ihre Vorzüge besitzen. Für Bahnen aber in der Ausdehnung der Oberhessischen Bahnen, welche sehr starke und zahlreiche Krümmungen haben und auf denen die Frequenz streckenweise sehr verschieden ist, dürsten nach Ansicht des Antragstellers diese Wagen im Vergleich zu anderen leichten Locomotiven gewiß mehr Nachtheile als Vortheile ergeben. Als Nachtheile werden in der Hauptsache die folgenden aufgesührt: Der Thomas'sche Wagen, in welchem die Maschine mit dem Personenwagen vereinigt ist, sei dadurch naturgemäß ein langer Wagen aus drei Achsen, welch' letztere sich in den Curven der Bahn nicht radial stellen. Deßhalb bieten die Räder in den Krümmungen einen viel stärkeren Widerstand, als kurze Locomotiven oder Personenwagen, und schneiden viel stärker gegen die Schienen ein, wodurch eine bedeutende Abnutzung an den Radreifen und Achsenanlagen des Wagens sowohl, als auch am Bahnoberbau entstehe, so daß dieser Wagen unter den vorliegenden Verhältnissen der Oberhessischen Bahnen voraussichtlich mindestens so viel Reparaturkosten verursachen würde, als die jetzigen Betriebsmittel für Vollbetrieb. Die Ersparnisse an Brennmaterial gegen letztere werden bei der dafür angenommenen Fahrgeschwindigkeit (40—50 Kilometer) höchst unbedeutend sein, während leichte Tenderlocomotiven, wie sie im Secundärbetrieb verwendet werden, mindestens gleiche Ersparmß an Heizmaterial erzielen, ohne die genannten Mißstände zu bieten. Ferner können die Thomas'schen Wagen nur in einer Richtung fahren, müssen daher an den Endstationen mittelst Drehscheiben gedreht werden, während Tenderlocomotiven dies nicht nöthig haben, sondern ebensogut rückwärts als vorwärts fahren. Dadurch ferner, daß bei dem Thomas'schen Wagen der Personenraum mit der Zugmaschine vereinigt sei, könne man den verschiedenen Bedürfnissen der Frequenz durch Anhängen und Ausschalten von Personenwagen nicht so leicht genügen. Aus den den Jahresberichten beiliegenden Frequenzkarten ersehe man, daß auf einzelnen Theilstrecken der Bahn in der Regel ein Personenwagen genügen werde, während auf anderen Theilstrecken vielleicht 2—3 Peisonenwagen regelmäßiges Bedürfniß seien. Auch in d'eser Beziehung seien daher gewöhnliche Tenderlocomotiven zweckmäßiger. Da schließlich in Aussicht genommen sei, die Thomas'schen Wagen mit 40 Kilometer Fahrgeschwindigkeit laufen fzu lassen, so verschwmden namentlich alle die Vortheile, die durch den Secundärbetrieb erzielt werden sollen. Dieser Theil der Motive schließt mit den Worten: „Wenn daher Gr. Regierung nun, anstatt die Krau ß - Donn e r'sche Offerte anzunehmen, oder anstatt ihrerseits selbst definitiv zum Secundärbetrieb überzugehen, vorschlägt, sie wolle dies schrittweise thun, und als ersten Schritt die Anschaffung einiger Thomas'schen Wagen proponirt, so bin ich der Ansicht, daß wenn diese Proposition von den Ständen angenommen würde, dies nur dazu dienen könnte und würde, den Secundärbetrieb auf den Oberhessischen Bahnen ein für allemal zu discreditiren. Würde aber auch anstatt Thomas- scher Wagen solches Fahrmaterial angeschafft, wie es sich auf gut rentablen Secundär- bahnen bewährt hat, so würden dennoch bei dem von Gr. Regierung in Aussicht genommen gemischten Betrieb (Vollbetrieb und Secundärbetrieb auf gleichen Strecken) die Vortheile des Secundärbetriebs nur in außerordentlich geringem Betrag, und zwar nur in geringen Kohlenersparnissen erzielt. — Dagegen würden damit nicht erreicht: 1) die wesentlichen Ersparnisse durch Vereinfachung des Betriebs- und Beamtenpersonals im Allgemeinen; 2) die große Ersparniß durch Beseitigung von circa 2/3 der Bahnwärter; 3) die bedeutend geringere Abnutzung des fahrenden Materials und der Schienen wegen geringer Schwere und langsamer Fahrt; 4) die durchgehends große Ersparniß an Kohlen bei kleinen Locomotiven mit geringer Fahrgeschwindigkeit. Alle diese Vortheile können nur durch vollständige Einführung des Secundärbetriebs erzielt werden- Berlin, 31. December. Wie die „Kreuz-Ztg." meldet, ist Generalmajor Waldersee zuni Generalquartiermeister beim Generalstabe ernannt. In dieser Stellung hat er den Chef des Generalstabes zu entlasten und in Behinderungs- sällen zu vertreten. — Der „Reichs-Anz." schreibt: Der Fürsterzbischof von Prag, Kardinal Schwarzenberg, hat nach nachgesuchter, am 19. Decbr. ertheilter landesherrlicher Genehmigung den Pfarrer Ritschte in Rengersdorf zum Großdechanten und fürstbischöflichen Vicar in der Grafschaft Glatz ernannt. Derselbe ist als solcher zugleich Ehrendomherr von Breslau. — Das Staatsministerium hat unterm 22. Decbr. die Wiederaufnahme der eingestellten Staatsleistungen für den preußischen Antheil der Erzdiöcese Prag beschlossen. Berlin. 31. December. Die Ankündigung, daß die drei liberalen Parteien im Reichstage einen Antrag aus Erweiterung des Haftpflichtgesetzes einzubringen beabsichtigen, scheint bei einer Anzahl schutzzöllnerischer Fabrikanten und Industriellen, namentlich der westlichen Provinzen und Schlesiens, einige Unruhe hervorgebracht zu haben. Es wird von dieser Seite jetzt eine neue Agitation ru Gunsten des Unfallgesetz-Entwurfes des Reichskanzlers inscenirt, wobei man die Mitwirkung der Arbeiter besonders in Anspnlch nehmen möchte. Dem liberalen Entwurf, dessen Inhalt ja noch Niemand genau kennt, wird der Vorwurf gemacht, daß er die Industrie über die Gebühr belaste und die Productions- kosten derart vertheuert, (nach den in die Oeffentlichkeit gedrungenen Nachrichten soll der Fabrikbesitzer bekanntlich allein die Prämien für die Arbeiter zahlen) daß die geplante Lohnerhöhung (!) im Falle der Annahme des liberalen Entwurfes unterbleiben müßte, während das von der 9kegierung intendirte Unfallgesetz den Bedürfnissen aller Theile Rechnung trage. (In der Regierungsvorlage sollte bekanntlich die Prämienzahlungen auf Arbeitgeber und Arvettnehmer vertheilt werden). Es wird beabfichtigt, von den betr. weiten Petitionen an den Bundesrath und Reichstag, die in erster Linie von Arbeitern unterzeichnet werden sollen, zu Gunsten des Unfallgesetzes zu richten. Bonn, 31. December. Der Geh. Comnlercienrath Karl v. d. Heydt, ältester Chef des Bankhauses von der Heydt, Kersten und Söhne in Elberfeld, Bruder des früheren Ministers, ist heute Mittag in seiner Villa in Godesberg gestorben. Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Correspondenz-Bureau. Paris, 1. Januar. Der Seine-Präfekt Herold ist heute Morgen gestorben. — Der Empfang im Palais Elisöe hat heute dem Programm gemäß stattgefunden. Die Präsidenten des Senats und der Kammer brachten bei dein Präsidenten Grevy die Sympathien und die Ehrfurcht des Parlaments zum Ausdruck. Dieser erwiderte, er habe mit ganz besonderer Genugthuung die von den beiden Kammerpräsidenten ausgesprochenen Gesinnungen ausgenommen. — Bei dem Empfange des diplomatischen Corps, in dessen Namen der Nuntius als Doyen die Glückwünsche darbrachte, erwiderte Gr6vy mit dem Ersuchen an die Vertreter der Mächte, ihren respectiven Regierungen den aufrichtigen Ausdruck seiner Freundschaft und Sympathie zu übermitteln. Tunis, 1. Januar. Die französische Kolonie hat dem Ministerresidenten Roustan einen sehr warmen Empfang bereitet, wobei der erste Deputirte der Kolonie energisch gegen die Verleumdungen protestirte, deren Gegenstand Roustan gewesen, und den lebhaften Sympathien und der völligen Ergebenheit der Kolonie für Roustan Ausdruck gab. Lokales. Gießen, 2. Januar. Das diesmalige Treiben in der Neujahrsnacht war im großen Ganzen ziemlich ruhig. Nur einige Wenige, welche die Unverfrorenheit besaßen ihre Schießdinger vor der Nase von Schutzleuten abzudrücken, wurden abgefatzt Un- glückssälle durch Schießen sind in hiesiger Stadt mit einer einzig'N Ausnahme nicht zu verzeichnen- In einer Restauration in der Neustadt brannte im Hofe ein Mann ein kleines Kanöncheu in dem Augenblicke ab, als ein Kellner mit einem Schwenkkübel aus der Thüee trat. Der Kellner wu,de an der Schulter und im Gesichte, wenn auch nicht bedeutend, verletzt- Der Schießlustige wird sich wohl wegen fahrlässiger Körper- letzung zu verantworten haben. — In den umliegenden Ortschaften hat es dagegen mehr Verletzungen gegeben. Verschiedentliche Verstümmelungen an Händen sind hier zu melden. — In der Neujahrsnacht wurde einem in der Bismarckstraße wohnenden Lehrer mittelst eines Revolvers durch das Fenster und die Stubenthüre geschossen und zwar kurz nachdem der Lehrer mit seiner Frau sich von demselben Fenster entfernt hatte. Ein gleiches Bubenstück wurde in einem Hause des Leihgesterner Wegs verübt Hier schlug die Kugel an die Decke des Zimmers und fiel von da auf die unten stehende Lampe, gerade vor eine Frau, welche mit ihrem Kinde vor dem Tische saß. In der Ludwigsstraße mußten einige Laternenscherben als Zielobjekte dienen. — Zwei Droschtnbesitzern wurden in der Neujahrsnacht an je 2 in ihren Hof- raithen stehenden Chaisen das Verdeckleder mit einem Messer derart zerschnitten, daß sich der Gesammtschaden auf ca. 350 JL schätzen läßt. Der Thäter wurde gestern von der Polizei ermittelt u d zwar in der Person eines bei Beiden früher in Dienst gestandenen Kutschers. Nach langem Leugnen gestand er seine Heldenthat ein. Da er sich außerdem noch eines Diebstahls verdächtig machte, wurde er heute Morgen verhaftet. — Das Unwesen der Neujahrsgratulationen von Seiten Bettler und Stromer am gestrigen Tage waren derart, daß d e Polizei gänzlich machtlos hiergegen war. Unter dem Deckmantel des Gratulirens wird gebettelt nach allen Regeln. Die Gutmüthig- keit des Publikums kann allein wohl hier nur Schuld fern, daß dies 8 liebel sich alljährlich mehrt. Läßt sich dieses nicht abändern, zumal die erfochtenen Pfennige später meistens in Branntwein verjubelt werden? — Am Freitag wurde im Launsbacher Walde beim Holzfällen ein 22jähriger Bursche von einem Baume derart getroffen, dag er sofort eine Leiche mar Der Verlust ist für die Eltern sehr hart, wer! cs ihr einziger Sohn war. Oesterreich. Wien, 31. December. Die „Wiener Ztg." publicirt das Gesetz, betr. den Veredelungsverkehr mit dem deutschen Zollgebiete und die betr. Ausführungsverordnung des Gesammtministeriums. Aeigien. Brüssel, 31. December. Eine Verordnung der Regierung verbietet für Belgien die Ein- und Durchfuhr von Rindvieh und Schafen aus Deutschland. Rußland. Petersburg, 31. December. Das „Journal de St. Pötersbourg" protestirt gegen das Arrangement, durch welches die Tribute von Bulgarien und Ost-Rumelien den Bondholders zuertheilt werden sollen. Das Blatt betont, daß die Kosten für die Unterhaltung des russischen Occupations-Corps zuvor bezahlt werden müßten. Rußland könne wohl auf die durch die neue Organisation hervorgerufenen Verlegenheiten Rücksicht nehmen, seine Toleranz müsse aber den befreiten Völkerschaften zu Gute kommen und nicht den Bondholders, denen gegenüber die Priorität Rußlands in Betreff jener Zahlung sich durchaus und evident auf der Basis des Berliner Vertrages begründe. Rumänien. Bukarest, 31. December. Der „Romanul" bespricht die Beilegung des österreichisch-rumänischen Zwischenfalls und schreibt: Unsere Beziehungen zu dem benachbarten Kaiserreiche sind ivieder hergestellt. Beide Staaten befinden sich in der Position, welche sie vor dem Zwischenfalle hatten und fahren fort, jeder für sich, für die Vertheidigung seiner Interessen auf der Grundlage thätig zu sein, welche er für sie zu besitzen vermeint. Serbien. Belgrad, 31. December. Die Verhandlungen über die Handelsverträge mit Deutschland und Frankreich sollen mit den Vertretern beider Mächte um die Mitte des nächsten Monats beginnen. Afrika. Tunis, 31. December. Der größte Theil des Stammes der Hamma- mos, etwa 2300 Zelte umfassend, wurde am 27. Decbr. in Gassa erwartet, um sich zu unterwerfen. Der übrige Theil dieses Stammes ist ebenfalls zur Unterwerfung geneigt. Die Jnsurrection in Süd-Tunis dürste demnach gänzlich erloschen fein. Die Kolonne des Generals Delebecque, welche in Süd-Oran operirte, hat ihre Beobachtungsposten wieder eingenommen, nachdem sie die Insurgenten vollständig aus marokkanisches Gebiet zurückgedrängt hat. Amerika. New-Aork, 31. December. An der Westküste ist eine Pockenepidemie ausgebrochen. Man glaubt, daß die Krankheit durch Dampfer mit Auswanderern eingeschleppt worden ist und sollen die Auswanderer deshalb Quarantäne halten. _________________________________________ Handel und Verkehr. Frankfurt 31. Dez. (MarktberichtDer heutige Heu- und Strobmarkt war schlecht befahren. Heu kostete je nach Qualität brr Ctr. 4.00 6.00 Strob JL 4 00—4 so Butter 50 Kilo 90— 00, im Detail i. Qualität daS Pfund 1.30—00 2 das Pf. vH. 1 20—0 , Eier baß Hunvrrt 6.00—9.00. Ochsrnsteiiw vrr Pfund 60 —70 xS Kuh , Ntnd und Farrenfleisch 40- 55 Kalbfleisch 40-55 T 6^04 35-65 Schweinefleisch 70 80 ein Hahn JL 1.80-2.20, ein Hubn J1 60 2 00 eine Ente 2.50 3.00, eine Taube 50-60 Gans 5 00-9 W das Stück 2.50—3.50, Poularden JL 2—2.60. Rehbock das Pfd. 70-80 A JL 2.50-3, Mischer Hahn 9-12, Kartoffeln 100 Ko. JL 4.00-5 00 loblLÄ ? Blumenkohl 1 St. 20-50 H, Wirsing 10-12 H, Gelberüben 1 Bund' 00-0 5 1 Bund 0 Sellerie daS Stück 00-00 Meerrettig 1 Stück 10—15 ©toarad'hÄhm? 30 H, Romain-Salat 00—00 Endivien 10 0 Rotbkraut 15—20 1 10-12 Artischoken 00 00 H, Erbsen das Pfd. 00 Bohnen 100 ? Kartoffeln das Gescheid 0-00 das Malter Jt. 0.09-0.00, Kopf-Salat Ä 00-00 Schnittlauch das Gebund 0 Kohlrabi per Stück 3-5 " °° * Spinat An die Ireunde der einheimischen Uögel. Wieder einmal nahet der Winter und mit ihm viele Drangsale und morgen für die im Winter bei uns bleibenden Vögel. Kälte und Hunger sind zwei hervorragende Feinde derselben. Der Hunger ist jedock der schlimmste dieser Feinde und an ihm gehen alljährlich viele Vögel zu Grunde. Wenn draußen alles mit Schnee bedeckt ober gar mit Glatteis überzogen ist, bann ist den Vögeln die Möglichkeit genommen, sich im Freien die Nahrung selbst zu suchen. Dann nähern sich viele derselben den menschlichen Wohnungen, um dort zu finden, was sie im Felde in dieser bösen Zeit vergeblich suchen, das erforderliche Futter. Haubenlerchen, Goldammern, Feldsperlinge, Stieglitze, Zeisige, Finken, Meisen, Goldhähnchen, Zaunkönige, Amseln und Raben sind in den Gärten und Anlagen, auf Straßen und freien Plätzen in der Nähe der Ortschaften die täglichen Wintergäste. Jeder Thierfreund weiß, was feine Lieblinge zu finden hoffen und reicht ihnen gern etwas Futter. Aber auch die Thierschutzvereine sehen m jener Zeit einen wesentlichen Theil ihrer Thätigkeit darin, den hungernden Vögeln das ent- svrechende Futter zu reichen- Auch in dem bevorstehenden Winter wird der Thierschutzverein bemüht fern, die Noth der armen Vögel nach Kräften zu lindern, wie derselbe auch überzeugt ist, daß alle wahren Thierfreunde ein gleiches Bestreben zeigen werden. Soll aber den nothleidenden Vögelndur ch m von _ F“ tt der^befstrren genützt werden, so darf man nur solche Futter re2^en' bvQ§ K ef^te Hülsens üchte W.eit draußen suchen und finben. ®rot 6Xg I besten etwa mannshoch in den Arsten eines Baumes em wagrechtes mit Leisten umgedenes Brett-. w:lches mit Kürbis-, Gurken, Sonnenblumenkornern, Hanf, Rübsen, Rutzk-rn ftücfcben Tala und ungekochtem Mark bestreut wird. , $ Goldammern, Haubenlerchen, Feldsperlinge und nordische Gaste finden sich am häufigsten auf mit Bäumen bepflanzten Landstraßen in der Nahe von Ottschafien em. Wenige Schritte von der Landstraße entfernt, kehrt man dm Schnee hmweg.bestreut diese freie Stelle mit Spreu ober Heusamen und bedeckt dieselbe lose mit fparr g N Dornen. Das zu reichende Futter besteht in £aferunb geringem Getreide. Im freien Felde, in großen freiliegenden Obstgarten, an gegen Süden gelegenen Abhängen, z B. passenden Eisenbahnböschungen lassen sich«mit Vortheil.Iuttei platze für Stieglitze, Hänflinge, Finken und Zeisige anlegem .Nachdem solche Platze rote oo^ angegeben, zubereitet sind, bestreut man sie mit Mohnsamen, Rübsen, Hanf und ol g ©artenfämereien. Daneben kann man einige Pfähle einschlagen und kleine Bündel von Distel-, Möbren- und Cichorienstauden daran befestigen. lim. Für Drossln kehrt man am besten unter einem dichten Lebensbaume oder Tannengebüsch den Schnee hinweg, streut etwas Geniste, z. B. abgefallenes Laub dahtn und füttert bann mit Vogelbeeren, Weißdornfrüchten, Trauben des roilben Wetnes, Hagebutten, getrockneten Hollunder- und Heidelbeeren, sowie mit femgehackten Fleiicy- 3ur Fütterung der Zaunkönige verwendet man am besten bas Dornkörbchen, in welches man Ameifenpnppen (vielleicht auch etwas Mohnsamen für Braunellen) le&t Jedoch muß dasselbe möglichst versteckt und an einem solchen Platze angebracht werden, an welchem der kleine Schlüpfer sich täglich aufhält. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer aTTXTI---•— oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehon 8 cmt ren /, Stunde voni Main-Weser-Bahnhof an einem bitz zum Bahnhof chaussirten Wege lagert und daß die Forstwarten Brück in Gießen und Schlag in Hausen angewiesen sind, das Holz auf Verlangen vorzuzeigen. Gießen, den 30. Dezember 1881. Hteinlieserung zur Htrahenunterhaltung Versteigerung. , „ _r . D.e Zusammenkunft ist Vormit agß 9 Uor am^Fuhrweg nach Burkhards- selben in den Langenbuchen an der Niederbesstnger Schneiße. Gute Abfuhr. Lich, den 24. December 1881. Prima weiße Kernseife, per Pfd. 35 do. weiße Schmierseife per Pfd. 25 offerirt 106 S. Elsoffer, Rtarktstraße. Dienstag den 10. Januar, von Morgens 10 Uhr an im District „Fucksstrauck, Kellersberg und Höler". Zusammenkunft im Fuchsstrauch an der Oberhess. Eisenbahn: ~ 71 schwere Eichenstämme bester Qualität von 35—109 Ctm. Durchm. und 2—13 M. Länge mit 126,32 Cbm., . 10 Buchenstämme von 41—77 Ctm. Durchm. und 3—12 M. Länge mit 14,58 Cbm., Kiefernstämme mit 4,26 Cbm. Inhalt, Raummeter Eicken-Werkscheitholz und Großherzogltche Bürgermeisterei Lich. Walz. Das Brechen, Anfahren und Zerschlagen r zur Unterhaltung der Staatsstraßen ezirk Gießen nöthigen Steine soll Die Interessenten werden gefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, Dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 29. November 1881. Der Rechner der Spar- u. Leihkasse. 8467) Donnerstag den 3. Januar 1882 kommen in den Waldungen der Stadt Lich, District Kreppelwäldchen, langes Kftfernho'z / zu Bau-, Werk- und Nutzholz - „ „ „ I tauglich, 6 rm Birken-Rundsch-lt, 130 rm Kiesern-Rundscheit, Kirfern-Knüppel, 2910 Wellen Kiefern Reisig, Holz taugliche, 2 dgl. Weißtannenstämme mit 2,82 Cbm., ... 173 Fichtenstämme von 15—31 Ctm. Durchm. u. 12—20 M. Lange mit 71,36 ©bm., 3 Buckenstämme mit 4,23 Cbm., 18 Hainbuchenstämme mit 2,92 Cbm., 2 Knlck- baunlstämrne mit 0,37 Cbm., 20 Aspenstämme mit 7,19 Cbm., 23 Eicheustangen mit 1 84 Cbm., 24 Buchenstangen mit 0,97 Cbm. und 542 Fichtenstangen von 5—14 Cm. Durchm. und 6—17 M. Länge mit 59,61 Cbm. Inhalt. 542 Fichten-, 32 Eichen- und 24 Buchenstangeu mit zusammen 62,42 Cbm. Inhalt. Mreitag den 13. Januar, von Morgens IOV2 Uhr an im District „Riedwald" (bei Ettingshausen). Zusammenkunft auf der alten Laubacher ^310 Fichtenstämme von 15—35 Ctm. Durchm. und 12—22 M. Länge mit 200 Cbm., 228 Kiefernstämme mit 51 Cbm., . 205 Fichten- und 22 Kiefern-Derbstangen mit zusammen 3o Cbm. Inhalt. Sämmtliches Holz lagert 1/2 bis höchstens IV2 Stunden von hiesiger Eisenbahnstation entfernt und unweit chaussirter Straßen. Lich, 24. December 1881. 118 Wiinmenauer, Forstrath. italienisches Journal für Deutsche mit erläuternden Anmerkungen, alphabet. Vocabulaire und Aussprachebezeichnung des Englischen u. Italienischen. Herausgegeben von Emil Som m er. Wirksamste Hilfsmittel bei Erlegung obiger 3 Sprachen, namentlich für das Selbststudium; zugleich vorzüglichste, schon mit den bescheidensten Kenntnissen verwendbare franz., engl. u. ital. Leotüre. Wöchentlich 1 Nummer. Inhalt der 3 Blätter völlig verseh Quartalpreis jedes ders. (Post, Buchh. od. direct) nur M 1.75 (1 6. 5 ö W., 2 frs, 50), auch in Briefm. einsendbar. , ^09 Probenummern gratis. Edenkoben (Rheinpfalz). »ie Expedition. Große Bau- und Werkhoiz-Versteigerung in der Aürstttch Solmstschen Höerförsterei Lich Oberhess. Eisenbahnen. Am 1. Januar 1882 tritt für die Beförderung von Steinkohlen rc. von Stationen der Cisenbahudirectionsbezirke Köln (rechts- uud linksrheinisch) und Elberfeld, sowie der Dortmund - Gronau - Enscheder und Aachen-Jülicher Bahn ein neuer Ausnahmetarif in Kraft und werden durch denselben die bezüglichen Sätze des Ausnahmetarifs E für den Hessisch-Rheinstch- Westfälischeu Verband vom 1. September 1878, sowie des Kohlentarifs von Stationen der ehemaligen Rheinischen Bahn nach Stationen der Oberhessischen Bahn vom 10. Juli 1877 und der hierzu erschienenen Nachträge aufgehoben. Die in denvorbezeichneten alteren Tarifen für Gaskokes-Transporte von Barmen, B. - Rittershausen, Bocholt, Düsseldorf, Elberfeld und Wesel nach Oberhefsischen Stationen enthaltenen Ausnahniesätze treten am 15. Februar 1882 außer Kraft. Weitere Auskunft ertheilen sämmtliche Güterexpeditionen, durch deren Vermittlung auch der neue Tarif zum Preis von 40 H bezogen werden kann. Gießen, den 30. Dezember 1881. 116__Großh Direktion. Bekanntmachung. Die Lieferung der für das Etatsjahr 1882/83 bei Großherzoglichem Gendarmerie - Distrikt Oberhessen erforderlichen Schreibmaterialen soll auf dem Weg der Submission vergeben werden. Die Offerten sind unter Ueber- sendung von Mustern und deren Preis bis längstens den 8. Januar k. Js auf dem Districts-Bureau dahier abzugeben, woselbst auch die Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 31. Dezember 1881 Or. Gendarmerie-District Oberhessen. Feinsten Punsch- und Grogeffenz, per Llterflasche M. 2. Alter Schwede, Boonecamp, Hamburger Tropfen und Rum, per Literflaschc M. 1.40. Arrac, Cognac, Rum de Jamaica, garantirt rein, per Literflasche M. 3.—. Vanille Liqueur, per Literflasche M. 2.—. Anisette-Liqueur, per Literflasche M. 1.40. Kümmel-, Kirsch-, Pfeffermünz-, Persico und Anis- Ligueure in anerkannt guter Qualität, per Schoppen 28 Pf. Vorzüglichen Zwetfchen und Aruchtbranntwein, Magen-, Pommeranzen-, Englisch unk Jager-Bitter, per Schoppen 28 Pf., Branntwein, stark und zart, per Schoppen 17 Pf. la gereinigten Spiritus, per Schoppen 40 Pf. 1 Mittwoch den 4. d. M., Morgens 9 Uhr, zu Gießen im Bramm'schen Wirthslocal für die Straßen von Gießen bis Klein-Linden, von Klein- Linden gegen Wetzlar, von Gießen gegen Rodheim, von Gießen bis Steinbach und von Gießen gegen Reiskirchen bis Abtheilungsnummer 20. 2. Donnerstag den 5. d. M., Morgens 10 Uhr, zu Lich im Glöckner- scheu Wirthslocal für die Straßen von Steinbach über Lich gegen Langsdorf, von Lich nach dem Hessenbrücker- Hammer und von Lich gegen Butzbach bis Abtheilungsnummer 72. 3. Freitag den 6. d. M., Nachmittags IZVz Uhr, zu Reiskirchen im Gun- t r u m 'scheu Wirthslocal für die Straße nach Grünberg von Abtheilungsnuni- mer 20 bis Lindenstruth. 4. Samstag den 7. d. M., Mittags 12 Uhr, zu Lollar im Gemeindehaus für die Straße von Gießen über Lollar bis zur Preuß. Grenze. 5. Montag den 9. d. M., Nachmittags 12V-2 Uhr, zu Lana-Göns im Gasthaus „Zum grünen Baum" für die Straße von Klein-Linden bis Butzbach und von Pohl-Göns gegen Wetzlar. Die resp. Großh. Bürgermeistereien werden ersucht, diese Versteigerung im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, den 1. Januar 1882. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: Faust, 78 Kreisbauaufseher-Aspirant. Dienstag den 17. Januar, Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Grundstücke des Konrad Kraufch Flur 3/84, 2100 Mtr. Acker am Krof- dorser Weg, 32/30, 2325 Mtr. Wiese am Hegstrauch lauf die Aecker), 32/46, 1075 Mtr. Wiese daselbst (bei der Schwalbach'schen Wiese), 32/51,2138 Mtr.Wiese das., (amPfad), 32/31, 3325 Mtr. Wiese das. (auf die Aecker) meistbietend versteigert werden. , Gießen, am 3. Dezember 1881. Großh. Ortsgericht. Frisch eingetroffen Schellfische in Eis empfehlen n.7 J. A. Busch Söhne. Feilgebotenes. Für Bäcker und Conditoken l Prima Marq. Faßbutter ganz vorzüglich als Backbutter k Pfund 70 H faßfrei versendet täglich frisch in Kübeln von 50 Pfd. Wilh. Dellwig in Hamma.d. Lippe. 111 Postprobe auf Wunsch. L'Interprete französisches Journal für Deutsche The Interpreter englisches Journal für Deutsche t CO E Hure-Ar 91 Theodor Wühlschlegel, Augsburg. Die parlamev o I lohnung. Marktstraße D. 217. O Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — ®tUd und Verlag der Brühl'schen Druckern (^r. (5hr. Pietsch) in ► ♦ < n if ff $ & & ff ff & Letzte Cölner Dombau-Lotterie Haupttreffer 75000 MK. Paar. Ziehung 14. San. 8 Loose für IO Mark mit freier Ziehungsliste versendet nur noch einige Tage 8265) Ein junger militärfrcier Mann, welcher bereits über 10 Jahre in einem größerem Geschäfte als Commis thätig ge- wesen, mit der doppelten Buchführung und der Correspondenz vertraut ist, sucht unter bescheidenen Ansprüchen, gestützt auf beste Referenzen, baldiges Entgagement als Comptoirist in einem Geschäft, gleichviel welcher Branche. Eintritt event. sofort. Gefl. Offerten unter R. 560 an die Exped. d- Bl. 69) Ein braves Dienstmädchen sucht auf s o g l e i ch Stelle. Auf Lohn wird weniger gesehen als auf gute Behandlung. 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Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause (Marktstraße 27) aus statt. x Circa 150 Damrnwintkrmäntki X Hck neueste gocon von dieser Saison, verkaufe, um vollständig zu räumen, unter Einkaufspreis. 86 S 2 Moritz Heichelheim. 0 F. C. Weber Bahnhofstr. Giessen Bahnhofstr. , 3 « - w T 89 Bergmann’s ■ aw Thkerschwksel-Skifk *9G bedeutend wirksamer als Theerseife, vernichtet sie unbedingt alle Arten Haut- unreimgkeiten und erzeuat in kürzester Frist eine reine, blendendweiße Haut. Bori ätbig k Stück 50^ bei Ewil Fischbach. (5553 Herr Georg Schroder vom Stadttheater in Trier (Oberregiffeur). Schmahlfeld vom Stadttheater in speier (Regisseur d. Posse). Häsler vom Hoftheater in Braunschweig. Kaschinsky vom Stadttheater in Magdeburg. Stamm vom Residenftheater in Hannover. Stark vom k. k. Theater Josefstadt in Wien. Lasar vom -stgdttheater in Düsseldorf. Vermischte Anzeigen. 114 Gesucht ein zuverlässiger Knecht. Spies, E. 593. 51 Ein kleiner silberner Bierzipkel verloren. Dem Wiederbringer gute Be- Inserate aller Art befördert die Expedition des Giessener Anzeigers in alle Zeitungen des In- und Auslandes unter denselben Bedingungen und Preisen wie bei den Zeitungen selbst. Die Auftraggeber sparen also Briefschreiben Zeit und Porto. — Das Abfassen der Inserate wird bestens besorgt, sowie jede gewünschte Auskunft bereitwilligst ertheilt. «in ■) • 1. wWätto " X ^"edrich in 6 raaten esC ^ui 11] P*on JSta tü “Ql pr an.J. M Todes-Anzeige. 110 Statt jeder besonderen Anzeige theilen wir Freunden und Bekannten die traurige Nachricht mit, daß unsere innigstgeliebte Mutter Zohannette Malkomefius, grd. Pfeil, nach langem schwerem Leiden in der Neujahrsnacht sanft verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 1. Januar 1882. Es ist bereits her Nest bei Sitzung» gegenwärtigen Sesnon mehrere fragen unsere ger von den noch n untergeordnete Bedeutu einiger ^nterpellationei und bezüglich her Hai in der Commission ei' Plenum des Reichs, babei an großen t Ullil Mchschastliibe < «ychcdemttjg aufgefc Nit diesem H des »g. fiertl welche' NNt5|erien steh,, UW N dieselbe ch NNttt kluleae tiben* bi*Wn im Reichste »Ä in bch??"' Aitz Nay 'N dieser L'e Wäften e 5u"9 d Theater»Anzeige. Da mir zum wiederholten Rkat die Gunst zu Theil wird, in, hiesigen Ncauern eine Theater-Saison zu eröffnen, so zeige ich ergebenst dieselbe mit Mittwoch den 4. Januar an. Es wird auch in diesem Jahre mein gewissenhaftes Bestreben sein, das mir bis jetzt erworbene Renommee aufs Neue zu verdienen, besonders da es mir gelang, eine vorzügliche, jeden Ansprüchen genügende Gesellschaft zu gewinnen. Ebenso war ich bestrebt, die erfolgreichsten Novitäten für mein Unternehmen zu erwerben. Um dem Ganzen zugleich einen ebenbürtigen Rahmen zu verleihen, habe ich keine Kosten gespart, ein vollständig neues Theater anzuschaffen. Zugleich sind von Seiten des Lokalbesitzers alle Vorkehrungen und Sicherheitsmaßregeln nach Verordnung der Großh. Polizei- und der städtischen Baubehörden getroffen, einem momentanen Unglückssall energisch entgegentreten zu können, und ist durch die Anwesenheit eines Piquets der freiwilligen Feuerwehr jede Gefahr beseitigt. Die stets üblichen Spieltage werden auch dieses Mal wieder eingehalten. Ich ersuche deshalb die Vorstände beziehungsweise Ausschußmitglieder der verehrt. Vereine und Gesellschaften bei Arangements meinem Geschäfte billige Rücksicht zu tragen und empfehle mich dem geneigten Wohlwollen aller Freunde unk Gönner des Theaters. Personal - Anzeige. Damen: Frl. Jenny v. Jazebowska vom Stadttheater in Speier. „ Ottilie v. Boden vom Residenztheater in Dresden. „ Elise Heiman vom Stadttheater in Regensburg. Frau Ottilie Scheld-Staats vom Stadttheater in Augsburg. „ Marie Schmahlfeld vom Stadttheater in Speier. „ Bernhardine Schubert. „ Elise Simon vom Stadttheater in Speier. Frl. Waleska Simon vom Stadttheater in Speier. Herren: Todts-Anznsie. unserer unvergeßlichen Gattin, butter Sänvester nn5 -^^iden • ' -),uqier uno Schwägerin L'»a Bruck, gell. Bach. Um stille Teilnahme bitten f ffl. 6 , Die trauernden Hinterdlicdenen Gießen, den 2. Januar 1882. " Sterbehause (Wallthor S^auf'ftoL * “9 3Za<^m,tta9 2 Uhr vom 97) Ein Logis von 3 Zimmern, Küche, Bodenkammer und geschlossenem Corrtdor an eine ruhige Familie zu ver- miethen.______________W. Lenting. 95) Eine schöne Wohnung von 6 Zimmern, 2. Stock, mit ollen Bequemlichkeiten, Garttnantheil und Bleichplatz, in der Nähe der Aula und des Gymnasiums, ist per 1. April 1>82 zu vermiethen. Näh. in der Exped. ds. Bl. D.™,Bureao far (unter Patronat der Handelskammer), welches die bindungen unterhält, besetzte in den letzten Uh eitverzweigtesten Ver- und Lehrlingsstellen (auch für Nichtmitglieder/6" geg6n 5000 Commis- Stollwerck’sche Brust-Bonbons eine nach ärztlicher Vorschrift bereitete Vereinigung von Zucker und Kräuter-Extrakten, welche bei Haisund Brust-Affectionen unbedingt wohl- thuend wirken. Naturell genommen und in heisser Milch aufgelöst, sind dieselben Kindern wie Erwachsenen zu empfehlen. Vorräthig in versiegelten Packeten mit Gebrauchsanweisung ä 50 Pf. in Giessen bei: J A. Busch Söhne, C. Hoffmann, Louis Kalkhotf, Cond. H. Kinkel, H. F. Nassauer, Cond. Robert Sattler, Carl Schwaatr, Georg Wilh Weldig; in Lieh bei: 100 H C. Bingmann 99) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen._______ Schloßgasse 258. 98) Freundliches Logis, 4 Zimmer, Bleichplatz, Trockenspeicher, Gartenanth it u- s. w. zu vermiethen. Näh. in der Exped. ds. Bl- 94 Ein Familienlogis im Cafv Leib zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Vermrethunqen. .113 Zwei schöne Logis im Vorderhaus, sowie ein kleines im Nebenhaus. ______________Gg. Unverzagt. 105 Wohnung, 4 Zimmer, Küche nebst Zubehör, per 1. April zu vermiethen. __________Adolf Hofi, Schützenstraße. von ausgekämmten Haaren vv r " t-. werben gut und dauerhaft 2/1 ‘Ah angefertigt bei M ~ X I. «t, _________B THellor, Bahnhofstratze. 7V- li Ta.t *■■ Streng reelle Bedienung. Feste Preise. w Alle zurücktretenden Brüche heilbar, n Das bewährte ächte Bruch-Pflaster, dem seit 30jähriqer Praxis schon Tausende Genesung vom schweren Bruchleiden verdanken, kann stets nur durch unterzeichneten Erfinder bU Dosis ä 6 Mark bezogen werden. Zur Heilung eines neuern Bruches genügt eine Dosis, bei alten oder Doppelbrüchen ist mehr als eine Dosis nothwendig. Belehrung u. Zeugnisse erfolgen jederzeit gratis und franko. Bezahlung bei Bestellung mit Postmandat am billigsten. I>r. Krüfi-Attherr, Brncharzt, Hais, Kl. Appenzell, Schweiz.