ien. UloDbr., $ Wuiufit Gerhardt n Haus". tree 20 Psg. 7178 S ^legens Ia^ ob. Verein. ^Ergeben von Venadehaus, ""er zu Der-, Herrn Otto. SöfliTTn ^chstubm im. .zuvemietheu m Nächst lg, 1 Zimmer m. Reichensand. gisperl-Noo^ t, Neustadt. dtv. 2S6. Erstes Blatt. Donnerstag den 2. November 1882. Hiehener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Betreffend: Das Auswanderungswesen. Gießen, am 30. Oktober 1882. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern Sie, soweit Sie noch im Rückstände sind, an Erledigung der Verfügung vom 2. Oktober 1882 binnen acht Tagen. _______________________________________ Dr. BoeMann.__________________________________________ LehrerCpnferenz des Conferenz-Bezirks Gießen: Mittwoch den 8. November, Vormittags 10 Uhr, in &ie$en, des Conferenz-Bezirks Lieh - Hungen: Donnerstag den 9. November, Vormittags 10 Uhr, in Lich. Gießen, den 31. Oktober 1882. Büchner, Kreisschulinfpector. Wen. i Branchen, int chrswesen mndter Mann, Collationirung nzen rc., selbst । Vertrauens- stige schristl. Discretion. : erbeten unter -ped. ds. Bl. mber ab (e 23, Koch. 7177 nann. WHnung DOTI n wird für in die Exped- mm, Forster^ m. AM' eil das MM m__™L4 pe ^Frisem^. Irnfltni; er und Mitt' i'ewBer ff wa jM AeulsHland. Berlin, 30. October. Wir entnehmen den „Berl. Polit. Nachr.": Die unentschlossene Haltung des französischen Cabinets gegenüber den Umtrieben der Anarchisten ist für die Negierung des Herrn Grövy zu einer Quelle von Verlegenheiten geworden, welche dem Ansehen der Republik dauernden Schaden zu bringen droht. Bereits tauchen Gerüchte auf, welche die Stellung des Ministeriums erschüttert sein lassen, und obgleich denselben zur Zeit noch alle reale Grundlage ermangelt, so kann doch die Situation nach dem Zusammentritt der Kammern jeden Augenblick eine für Herrn Duclerc sehr bedenkliche Wendung nehmen. Jedenfalls sind die Voraussetzungen, unter denen dem Cabinet die Unterstützung einer verläßlichen Majorität für das Ensemble seiner Politik gesichert wäre, mehr als prekär, und schon gleich nach Eröffnung der Kammersession werden demselben harte Prüfungen seiner Lebensfähigkeit nicht erspart bleiben. Zuin Gegenstand diplomatischer Erörterungen ist das Auftreten der. internationalen Revolutionäre auf französischem Boden einstweilen noch nicht gemacht worden. Man hegt eben zu den leitenden Persönlichkeiten an der Seine das Vertrauen, daß sie die staatliche Autorität vor ernstlichen Beeinträchtigungen zu schützen wissen werden und hält sich übrigens von jeglicher übertrieben pessimistischen Auffassung der Zukunft fern. — Da gegenwärtig der vorzügliche Landpostdienst der deutschen Reichspostverwaltung die erhöhte Aufmerksamkeit des Auslandes auf sich gezogen hat, so sei bemerkt, daß nach dem neuesten Beihefte des Postamtsblatts 19 Mill. Seelen, also die starke Hälfte der gejammten Bevölkerung des Reichspostgebiets außerhalb der Postorte in 170,000 ländlichen Wohnplätzen über ein Gebiet von 444,170.27 qkm zerstreut leben. Auf 400 Mill, ist die Zahl der Sendungen gestiegen, welche binnen Jahresfrist von den Bewohnern des platten Landes zur Postbesörderung eingeliefert werden oder für solche bestimmt sind. Für die Bedürfnisse dieses weiten Jnteressenkreises zu sorgen, ist die Aufgabe des Landpostdienstes. Die Zahl der Landbriefträger war auf 12,000 erhöht worden (jetzt beträgt sie 14,000), aber noch erwiesen sich die Bestellbezirke zu ausgedehnt, die Anforderungen an die Leistungen des einzelnen Boten als zu erheblich. Bei diesem Anlasse wird der neuen Gattung von Verkehrsanlagen, nämlich der „PosthiMtellen" zur Unterstützung des Landbriefträgerdienstes, erwähnt. Ohne als Postaristalten im gesetzlichen Wortstnne zu bestehen, besorgen sie den Verkauf von Werthzeichen u. s. w., die Annahme gewöhnlicher Briefsendungen und Pakete, näch Bedürfniß auch inländischer Telegramme, die Ausgabe gewöhnlicher Briefsendungen, Pakete und Zeitungen. Die Empfänger müssen für Abholung der Gegenstände sorgen, „ersparen aber dafür weite Wege und die Zustellungsgebühren, auf welch' letztem Umstand insbesondere der Landmann erheblichen Werth legt." Am 31. März d. Js. befanden sich bereits 1142 Posthülfsstellen in Wirksamkeit, wovon 166 unentgeltlich verwaltet werden. Die übrigen Posthülfsstellen-Inhaber beziehen eine mäßige Entschädigung von durchschnittlich 42 «X jährlich für die Hergabe der Räumlichkeiten, Schreibmaterialien u. s. w. Der Verkehr bei diesen Posthülfsstellen war verhältnißmäßig sehr rege. Es wurden in einem Jahre über 8 Mill. Sendungen „behandelt", und zwar ankommend 6 Mill., abgehend über 2 Mill. Stück. Außerdem haben die Hülfs- stellen für über 235,000 Jt. Freimarken abgesetzt. Dazu tritt eine Porto- Einnahme für unfrankirte Sendungen von über 21,400 Jt Die Ausgaben für den Betrieb der Hülfsstellen kommen auf 42,500 die Minder-Einnahmen an Bestellgebühren u. s. w., welche den Landbewohnern erspart sind, auf 15,400 Für das Etatsjahr 1882/83 steht zunächst die Einrichtung fernerer 1100 Posthülfsstellen in Aussicht. „Die spätere Umwandlung der bedeutendem Posthülfsstellen in förmliche Postanstalten, deren Vorstufe sie gewissermaßen bilden, bleibt vorbehalten." An den Vortheilen der geschilderten Reformen im Landpostwesen waren Ende März d. Js. bereits 8 Mill. Landbewohner bethei- ligt; als abgeschlossen kann die Neuordnung noch nirgends gelten. Während der letzten 6 Jahre wurden in Orten des platten Landes 4000 Telegraphen- Anstalten eingerichtet. Dre-den, 30. Octbr. Auf der durch den Rabenauer Grund führenden Secundärbahn Haimberg-Dippoldiswalde-Schmiedeberg fand heute unter Theil- nahme hoher Beamten der Ministerien der Finanzen und des Innern die Eröffnungsfahrt statt. Die Stadt Dippoldiswalde gab den Gästen ein Diner. Auch die Secundär-Bahnstrecke Kirchberg -Saupersdorf ist heute eröffnet worden. Aesterreich. Meran, 31. Octbr. Die Eisenbahn geht von Jnnsbmck her nur bis Brixen, von da an füllt ein weiter See das Eisackthal. Im Süden, von Ala her, ist die Bahn nur bis Noveredo im Gange. Vom letzeren Orte bis Brixen wird auch der Wagenverkehr noch auf Tage und Wochen unterbrochen sein. Diesmal haben die Behörden den Telegraphen besser benutzt und von Norden her das Hochwasser aus der Rienz und dem Eisack angemeldet, so daß Bozen durch die mit großer Anstrengung arbeitenden Kaiserjäger, Landesschützen und die auf dem Durchmarsch befindlichen Mannschaften vom Regiment Maroicic, sowie durch die tapfere freiwillige Feuerwehr vor Ueberfluthung geschützt wurde. Die Verbindung auf der Fahrstraße zwischen Bozen und Meran bei Siebeneich wird durch ein Floß und einen Kahn vermittelt. Der durch das erste Hochwasser verursachte Schaden ist abgeschätzt und beläuft sich auf ca. 15,593,000 fl. excl. des Schadens an Straßen, Brücken und der Südbahn. Das Wasser fällt jetzt schnell. (Fr. Z.) Aegypten. Kairo, 30. October. Die acht Hauptangeklagten Arabi, Ali Femi, Ab- dellal, Tulba, Osman Fauzi, Dakub Sami, Rifaat und der Scheik Abdu werden, wie nunmehr bestimmt ist, von Broadley vertheidigt werden. — Gerüchtweise verlautet, daß es etwa 500 Mann von den hier befindlichen englischen Truppen erlaubt werden würde, an der Expedition nach dem Sudan als Fret- wMge theilzunehmen. Telegraphische Depeschen. Wotff's telegr. Lorrespondenr-Birrearr. Baden-Baden, 31. Octbr. Das Allgemeinbefinden Ihrer Maj. der Kaiserin ist befriedigend. Der auf den Wunsch Sr. Maj. des Kaisers zu einer Consultation hierher berufene Wirkt. Geheimrath v. Langenbeck hat sich dahin ausgesprochen, daß die Art der Verletzung zur Heilung überhaupt längere Zeit bedinge und daß irgend welche Gründe zu Besorgnissen durch die Langwierigkeit der Heilung ebensowenig, wie durch besondere Erscheinungen gerechtfertigt würden. Lyon, 31. Octbr. Gestern sind hier 7 Anarchisten unter der Anschuldigung des Mordes verhaftet worden, zwei derselben werden auch der heimlichen Anfertigung von Dynamit beschuldigt. Madrid, 31. Octbr. Von den nördlichen und südlichen Küsten Spaniens werden heftige Stürme gemeldet, die auf dem Meere zahlreiche Unglücksfälle angerichtet haben. Kairo, 31. October. Der englische Generalconsul Malet theilte dem Khedive eine Depesche Lord Granville's mit, in welcher es heißt, da die Regelung der egyptischen Angelegenheiten mit sehr verwickelten politischen Fragen in Zusammenhang stehe, würde es unbillig sein, dem Generalconsul Malet allein die ganze Verantwortlichkeit zu überlassen. Malet besitze zwar das vollständige Vertrauen der englischen Regierung, die Regierung halte es aber gleichwohl für nützlich, daß Lord Dufferin sich auf einige Zeit nach Egypten begebe. New-Uvrk, 31. Octbr. Gestern Nachmittag 5 Uhr brach in dem Park-Theater ein Feuer aus, durch welches das Gebäude in kurzer Zeit vollständig in Asche gelegt wurde. Lokales- Gieüen, 1. November. ^Sterblichkeit in Gießens Die Zahl der Todesfälle betrug im Laufe der Woche vom 22. bis 28. Oktober im Ganzen 8 und zwar wurden 4 Kinder und 4 Erwachsene betroffen. Von 3 Kindern im ersten Lebensjahre starben 2 bald nach der Geburt an Lebensschwäche, eins von drei Monaten an Darmcatarrh. Ein Kind von 6 Jahren erlag Der Diphtherie Bei den 4 verstorbenen erwachsenen Personen war je einmal Altersschwäche, Krebs, Verschwärung der Wirbelknochen, Lungenentzündung die Todesursache te = , n 0. Metzen, 1 November. Im Volksbildungs-Verein wurde gestern Abend die Winter-Saison mit einem Vortrag unseres Reichstags-Abgeordneten, Herrn Dr. Gutfleisch eröffnet. Mit herzlichen Worten begrüßte der Vorsitzende des Vereins Herr Professor Gareis, die überaus zahlreich erschienenen Zuhörer. Er theilte mit daß auch in diesem Winter wieder in Gemeinschaft mit dem Gewerbeverein eine Reihe' von Vorträgen abgehalten werden solle und forderte zum Besuch derselben freundlichst auf. Nach dieser kurzen Ansprache hielt Herr Dr. Entfleisch seinen angekündigten Vortrag über Unfallversicherung. In ^stündiger fließender Rede erläuterte unser Abgeordneter die schwierige Materie in so klarer und präciser Weise, daß Jedermann hoch befriedigt sein mußte. Es würde uns zu viel Raum einnehmen, Theater. Seit vergangenen Mittwoch hat Herr Schubert die diesjährige Saison eröffnet. Leider war es uns nicht möglich, der ersten Vorstellung beizuwohnen. Als zweite Probevorstellung ging am Freilag „Krieg im Frieden" über die Bretter und war die Vorstellung eine gelungene zu nennen. Herrn Schuberts Reif v. Reiflingen war mit einem Worte ausgezeichnet. Gleich hinter ihm folgt, gleich an Werth, der Apotheker des Herrn Kraatz. Auch Herr Adatera als Stabsarzt war nicht zu unterschätzen, wenn auch der Rockkragen nicht besonders sitzt. Herrn Abatera möchten wir übrigens rathen, nicht so laut zu sprechen. Ebenso waren die Herren Kubale und Pall mann an ihrem Platz. Herr Ernst spielte seine Rolle als General äußerst würdevoll. Der Ulanenlteutenant des Herrn Hinrichs in Husarenuntform hätte besser sein können. Wir erlauben uns Herrn Hinrichs darauf htnzuweisen, daß Husaren leichte Cavallerte sind und rathen ihm, nächstens trotz des ernsten Inhaltes der Rolle etwas beweglicher $ s Frau Schubert f en. war die besorgte Mutter wie sie im Buch steht und gebührt ihr das größte Lob, während Frau Schubert-Schneeberger nicht hinter rhr zurtlck- blieb. Sie war die reinste Vollblut-Ungarin und spielte correct, jedoch konnte uns ihr Costüm im ersten Akt nicht besonders gefallen. Auch über Familie Hauptmann und Fräulein Herze ns krön können wir nur lobenswerthes sagen. Eher besser als schlechter war die Sonntags-Vorstellung „Mein Leopold. Ganz besonders gefielen uns hier die Herren Schubert, Kubale, Kraatz und Ernst. Jedoch auch die DamenSchubcrt-Schneeberger und Frl. Herzenskron waren nur zu loben. Die Vorliebe des Herrn Hinrichs fürRigoletto können wir uns nicht erklären. , Gestern Montag betraten wir mit großen Erwartungen den Saal, welche nur gerechtfertigt wurden. Alle Mitspielenden spielten gut. Es ist eine Stimme, daß die diesjährige Truppe bedeutend besser ist als die vorigjährige. Wir sind sehr gespannt auf Mittwoch Abend. Gelingt die Aufführung von „Marte Stuart", so wird Herr Schubert so wemg wie das Publikum sich zu beklagen haben. Fr- Toleranz zu thun war, sondern um Förderung konfessioneller »ZweLe. Daß es ihnen darum zu thun ist, darf ihnen Niemand Übel nehmen, wohl aber das Verfteckspiel, das damit getrieben wird. Den uns unbekannten Leitern des neuen Vereins soll damit kein Vorwurf gemacht werden. Sie sind zum Thetl wohl selbst nur Decoration für die dahinter liegenden Zwecke. Wir möchten von Herzen wünschen, daß die Eindrücke, die wir und viele empfangen haben, uns getäuscht hätten. Um sie zu widerlegen, genügen aber schöne Worte nicht. --r- Geehrter Herr Redacteur! Gestatten Sie mir einige Worte über eine Frage, die für eine nicht geringe Zahl von Bewohnern der Stadt und der Umgegend von Interesse ist Der hinter der neuen Aula nach der Schiffenberger Straße führende Weg bildet die kürzeste Verbindung zwischen der Mitte der Stadt (Plockstraße — Btsmarckstraße) und der Schiffenberger Straße; er wird aus diesem Grunde nicht nur von allen Denen begangen, welche z. B- den Schiffenberg besuchen, sondern Hunderte von Arbeitern müssen denselben täglich benutzen, wenn sie nicht einen großen Umweg machen sollen. Dieser Weg ist in einem geradezu poli;eiwidrigen Zustande und nach schwachem Regen mehrere Tage nicht passirbar. In diesem Herbste ist er stellenweise geradezu ein Sumpf. Die Benutzung des Weges ist stellenweise nur durch Uebertreten auf die benachbarten Wiesen möglich und trotz aller Warnungsze-chen werden alljährlich die letzteren immer wieder begangen, weil eben auf andere Weise das Durchkommen unmöglich ist. Nach preußischem Feldgesetze ist die Betretung der benachbarten Grundstücke stets gestattet, wenn der Weg in ungangbarem oder unfahrbarem Zustande ist; wie es in dieser Hinsicht das hessische Gesetz hält, weiß ich nicht, aber daß eine solche Bestimmung durchaus vernünftig ist, liegt auf der Hand. Gestern Abend ereignete sich an dem erwähnten Wege Folgendes: Ein Feldhüter hatte sich an das Ende des Wiesenpfades posttrt. das von der Stadt am entferntesten lag, ließ die zahlreichen Arbeiter den Wiesenpfad zuerst wandeln und notirte sie alsdann zur Bestrafung. Zunächst wäre doch zu erwarten und zu verlangen gewesen, daß er sich an den Emgang dieses Pfades von der Stadtsette her postirt und die betr. Leute gewarnt hätte. Die Frage wäre eben die : Wer ist in letzter Linie für die Uebertretung dieser Leute — wenn auch nicht lurffttsch so doch moralisch — verantwortlich, wenn ein öffentlicher und sehr stark benutzter Weg in solchem Zustande seit Jahren liegen bleibt? Mit geringen Kosten waren Ne schlimmsten Stellen wenigstens passirbar zu machen und dadurch für die meist nicht in der Gesetzeskenntntß bewanderten Landleute, welche früh und Abends diesen Weg gehen, die Veranlassungen zu Uebertretungen und Bestrafungen zu beseitigen. Zur gefl. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen Auskunftsertheilung über Inserate rc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort betgelegt ist. Ueber Inserate bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist, dre Expedrnon zu keinerlei Auskunftsertheilungen befugt. Offertenbriefe sind — soweit keme bestimmten gegenteiligen Abmachungen getroffen wurden — in der Expedition abzuholen. Wie ein interconfessioneller Verein den Zweck haben könne, die Gründung einer Niederlassung katholischer barmherziger Schwestern zu ermöglichen, fragt da erstaunt ein Einsender! Wir wollen dem Herrn das „Unicum" erklären. t Das kommt daher, weil die Barmherzigen Schwestern gemäß ihrer Statuten Kranke ohne jeden Unterschied der Confession verpflegen. Der Herr Einsender nehme sich nur die Mühe einmal die Statistik der Kranken nachzulesen, welche die barmherzigen Schwestern in Mainz und Offenbach verpflegen, so wird er finden, daß darunter eine verhältnißmäßig ungemein große Anzahl von Evangelischen, Juden und auch Freireligiösen sind. Versteht der Herr Einsender jetzt, warum der Verein „Jedermann ohne Rücksicht auf confessionellen und politischen Standpunkt gebrauchen kann?" „Warum evangelisches und jüdisches Geld nicht verschmäht wird?" Deshalb, weil die Schwestern auch Jedermann ohne Rücksicht auf confessionellen und politischen Standpunkt verpflegen, weil auch evangelische und jüdische Kranke nicht verschmäht werden. Die Nieverlassung barmherziger Schwestern ist kein Mißtrauensvotum gegen die Krankenpflegerinnen des Alicevereins und Diakonissinnen, es ist nur Concurrenz, und die Kranken haben den Vottheil davon- Die Diakonissinnen und sonstigen Krankenpflegerinnen werden doch hoffentlich die Concurrenz der katholischen barmherzigen Schwestern nicht fürchten! Aber das propagandistische Wesen! Nun diese allgemeinen Verdächtigungen sind schon ost genug — erst jüngst wieder im Offenbacher Stadtrath — zurückgewiesen worden. Wir wollen dem Herrn Einsender und „allen evangelischen Bürgern", die das Propagandawesen fürchten, ein einfaches Mittel angeben, demselben zu entgehen. Die barmherzigen Schwestern gehen zu Niemanden, der sie nicht ruft Wer also die „Bekehrung" fürchtet, der hole keine barmherzige Schwester, sie drängen sich Nie- mandem^auf^ollen hoffen, ba& ni$t auch in Gießen einmal der Fall eintritt wie in Frankreich (den Namen der Stadt habe ich leider vergessen): Man trieb die barmherzigen Schwestern aus dem Spitale und setzte weltliche Pflegerinnen etn, da kam der Typhus die weltlichen Pflegerinnen flohen und die ansteckenden Krankheiten zwangen die radikale Behörde, die barmherzigen Schwestern wieder zu rufen. Daß sie kamen, versteht sich von selbst, denn der Herr hat gesagt: „Liebet eure Feinde, thut Gutes denen die Euch hassen, damit ihr Kinder Eures himmlischen Vaters fett».1 Die barmherzigen Schwestern aber haben dadurch aufs Neue bewiesen, daß sie bis zur Stunde noch sind „jene Wunderblumen in der Welt, jene Herzen, in welche sich die Liebe Jesu geflüchtet hat." . Hat der verehrte Einsender selbst erst einmal das Wirken der barmherzigen Schwestern zu beobachten Gelegenheit gehabt, er wirb kein „Eingesandt" mehr machen wie in Nr. 254. J- B- 8 *) *) Wir halten weitere Erörterungen in diesem Betreff an dieser Stelle nicht mehr als dem Zweck förderlich und verweisen etwaige Erwiderungen auf den Inserat en- theil unseres Blattes. D. Red. Eingesandt. Qnr flh-fläniuna und Bestätigung des „Eingesandt" im Dienstagtzblatt, betreffend Ä 'S" »S SÄ ftane öaÄtatboÄ ©emetnbe um Beihilfe feiten? ihrer Mitbürger gebeten, so Se'lCanbÄb 0enommen habende? Ä KÄSÄa-'SivivSS GS« U »l.WM.W! .««•■». t»; J» — I"«»'1«- seien unsere evangelischen Diaconissen oder Alicepflegermnen. Auch letzt W man wieder durch einen ganz unbekannten Herrn sammeln. Wer ahnte, ehe die Jtot^ttn Sonntagsblatte erschien, daß der „Verein für Krankenpfl. g, , f . t betJ etwas mit den katholischen Schwestern zu thun habe? Aber wie manche wagten den höflichen Bittsteller nicht abzuweifen und mußten endlich werden, daß zu e u Unternehmen beigetragen haben, das ihrer Ueberzmgungi zuwide-stDas Ganze muß nothwendig den Eindruck machen, daß wenigstens die sich dessen wohl bewußt waren, daß sie Ursache hatten, chre eigentliche Absichten vor dem Urtheil der Bewohner unserer Stadt zu verhüllen. Man mußte aus dieDermuthung kommen, daß es ihnen bei ihrem Unternehmen zunächst nicht um Humanität und b„„ «,nrtraa näher eingehen. Man muß denselben voll und ganz wollten wir au den Vor rag 8 behandelten Gesetzentwurf zu bekommen, gehört haben, um eine reffll «3 befeanbeln, wie Redner es gethan, dürste so leicht Gerade dieses Thema so ° Vem Retchstag gelingen und darum war es ein glücklicher keiner zweiten Person >n u m ben Vereinsabend zu gewinnen. Gedanke bes Vorstandes , v . n lohnte dm dankenswerthen Vortrag. Mochten Lebhafter Be-s-ll -0 zahlreich besuch« fein une der gestrige, damit "UN au»«ÄS,o?ftanbe§ mich den richtigen Erfolg erzielen. die Vemühm^gen des V S Adreßbruchs für unsere Stadt -st zufolge der Neu- —. Di- »«»-«“»0 . .tDinsenbe Nothwendtgkeit geworden und steht zu erwarten, Nummerirung d-r Haustr lwmg sjlugj(laung bcr ausgegebenen Hauslisten das daß durch b-e selbstihatige und^ con Um an ung 0efteUte Anfragen zu Adreßbuch nur an Vollstandlgt g^r ausgegebenen Hauslisten alle im beantworten, bemerken. wr ertaui n » resp. Familienhäupter auszusühren sind. Haust wohnenden seIbftft«nbt8en iS rp « ble Namen der Familten- Z. B. in einem Haust ? °°der bj', möblirte oder unmöblirte Häupter zu verzeichnen. Hat eine Arbeiter. Näherinnen rc. vermiethet, so Wohnungen an einzelne 4>er,onn, i desgleichen wenn sich Inder find auch ^^^Namen Neftr Mlether^m^verzc^ynen^, befindet, so ist dieses 5a”ll‘e ^Ekm Mne Ausnahme von der Aufnahme bilden Studirende, für welche auch zu v-rmerren. «.^.int^ sowie Einjährige ) Ferner bemerken wir noch, daß wst'hie7°landläÜftg unstr l'.^Stock parterre verstehen, wohnt also Jemand parterre, so wolle er in der ^tr- Rubrik 1. Stock mrznchmen.. der Universität 1. November, lleber den yeure eioen feine§ Vortrags sprechenden Herrn Hofrath G h Dr Gerhard Rohlfs hielt gestern im schreibt die gestrige .-Mche -3 6' .^ Vortrag über seine Reise in Abessinien. Gewerbe- und F°rtb'ldungs^cremc Versammlung ein so liedeutender, daß das Wie zu erwarten, mar der 8 . c naetef,ben uest vollständig gefüllt war. Die c d^Sckiilderun^des^asrikanifcheii Alpenlandes, feiner politischen und geologischen fesselnde ^chuderung i sonderbaren Thier- und Pflanzenwelt, vor allen aber Verhalwiste, seiner reichen i6r'0^”bnartißeg ^Christenthum allen Bemühungen pro- ^^br Bewohner welch s ) JUri are . Trotz in ursprünglicher Form erhalten testantrscher und katholischer g« e findig stolze Betonung der Be- haben, forotc bte bm Wmen Vortrag du ch Abend zu einem selten genußreichen. gebrachte Ovation so stürmisch als möglich. Verwischtes» oß Dftober. Aus der Superintendent Dr. Simon Stiftung Darm stabt. 2b. Oktober. Mark Zinsen vergeben werden. Hülfsbedürfttge Angehörige evangelischer Ge.sMchen aus Obechessen können sich bei Herrn Superinstn- ^"^''Vapknbu^g^ch Oktober. Nach soeben einlaufenden Nachrichten sind beim »'M Etzerdkm vercheist man wejteVe dergleichen Apparate durch das Zimmer und zwar m Toulon und Umgegend sind von einem wahren Wolkenbruch überschwemmt wordem Die Dächer wurden vom Sturm abgedeckt und die Baume umgeriffen. Bet St. Raphael an der Küste gescheitert und man fürchtet noch mehr Schiffbruch nm MittUm-er Jn Bordeaux hat die vom Sturm getriebene Fluth bi- medrigm Tbeile der Stadt überschwemmt. Zu Soulac in der Gironde ist der ^roße Schutzdetch durchbrochen Die Niederungen des M^doc sind Überschwemmt, was seit I Kundert nicht vorgekommen war. Bet Vai.nes ist der neue Hafendamm von St Jacques aebrochen und di-Niederungen des Morbihan sind vom Meerwasser überschwemmt mnn ber ganzen westlichen Küste werden Schiffbrüche gemeldet und mele der kleinen ^scherfahrzeug^ ftn® ji ®runbe gegangen. Aus der Insel R« sind bte Deiche gebrochen und die Salzstiche überschwemmt, so daß große Salzvorrathe verloren gingen, ^n Eberbura wü bete der Sturm schrecklich; das Panzerschiff Devastation war in Gefahr «ck l°smr"ß n und bte Schiffe der Flotte hatten alle ihre Feuer angezündet, um in dstiem^sistllle"ausweichen zu können. Auch im Innern bat Sturm und Regen geherrscht, kn^Bn?deaur Grenoble, St. Etienne und anderen Orten. Von Valence wird Be» me bct® bbaTbie Rhone unerhört hoch steht. Zu Lyon sinb bst Quais überschwemmt. Dstblebten Nachrichten von Olöron, La Rochelle. Lorient und St. M^o melden Schiffs- Die letzten ^cawrr^ Qn b,n Küsten der Gascogne und der Bretagne letzt auf; Ä abTr ^Ter^t nock in der Manche und im Pas de Calais; die Wetterkundigen Lstn^ber eine baldige W'-derkehr des Sturmwetters. oect. :r das l Ver- It nur *' daß sle zu -Zahl gilbet kslrch) Drneu Leitern i sollen. ^Regen Sumpf, harten immer . Nach ^stattet, er Hin- ws oer- a Wege von d Mch XÖQTttn c Stabt-, e: Wer Wsch, so Kter Weg oaren die leist nicht esen Weg :ng einer erstaunt Statuten : Kranken verpflegen, nzahl von Rücksicht ngelisches ;em auch >erpflegen, um gegen pncurrenz, fenttich die sas propa- t genug - Bit wollen Mdawesen Wer also i ftd) M Itt wie in sie barm- i kam der i zwangen \\i tarnen, len, d°tz st° i, in ®w nehr m* 1. B. S.‘) ©teile s-it Äf’ D- Red- r>”” M eröffn**; '»nt SL G =8 Telegraphische Dampfernachrichten. Mttgetheilt von den General-Agenten Gebr. Gosewtsch und Max Jos. Schröder, Mainz. Philadelphia, 24. Oktober. Angekommen von Antwerpen (Abfahrt 11. Okt.) Dampfer „Switzerland" der Red-Star-Lme. Nse w - N o r k, 24. Oktober. Angekommen von Havre (Abfahrt 14. Oktober.) Dampfer „Canada". New-Aork, 28. Oktober. Angekommen von Bremen (Abfahrt 15. Oktober) Dampfer „Main". Frankfurt a. M., 1. November, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer burcMa§Jöanf0ef(W Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 259% Staatsbahnactien 292%, Galizier 264%, Lombarden 1163/4, Nord- westbahnactren 174%, Darmitadter-Bankactien 156, Oberschlesische E.-B.-Act. 257Vg, Silberrente 66 40/g Ungar. Goldrente 74%, 4% 1880er Russen 693/4, 5o/o 1877t Russen - 2. Orrent-Anleihe 55%, Spanier 62%, 5% Rumänische Rente —, 4o/o Umftc. Egypter 71%, Disconto Comm. 203%, Gotthardbahnactren 99%. Tendenz — Für die Wasserbeschädtgten in Tirol gingen weiter bet uns ein: P.2«^L, Reifenberg 6 jl, S. F. 10 E- N. 2 X, ferner bet Herrn Bürgermeister Bramm Dr. Kehrer 6 X, L. I. 1 X, W- D. 1 X, Rentner Louis Bücking 10 X, F. H. 3 X, Distrttts- etnnehmer Stroh 3 X, Wl. H. 5 X, E. I. Ehringshausen 10 X, Fräulein M. 10 X, Schmiedemeister Ph. Walther 2 X, Beigeordneter Heß 10 X Angesichts des wiederholt eingebrochenen Unglücks über die armen Bewohner von Tirol wagen wir die recht herzliche Bitte auszusprechen, wettere Gaben uns oder unserem Herrn Bürgermeister zuzuwenden. Die Expedition des „Gießener Anzeiger." Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde Gießen. -Donnerstag, den 2. November, Abends 8 Uhr, im Gymnasium - If'oV0! we ®rnXe, für racl$e wir in der Mission zu danken haben' Ps. 0 /, 1 Tim. 4,8: Pfarrer Schlosser- Samstag den 4. November, Vormittags 11 Uhr, sollen im Saale des alten Rathhauses die im Gießener Stadtwald nöthigen Arbeiten und Lieferungen vergeben werden, und zwar: X. 1) Die Fertigung von Gräben, veranschlagt zu . . . . 237.12, 2) Anfertigung von Canälen, veranschlagt zu ... . 107.94, 3) Chaussirarbeit, veranschl. zu 158.—, 4) Die Lieferung von Chaussir- steinen, veranschlagt zu . 443.60. Gießen, den 30. Oktober 1882. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 7181 A. Bramm. IeiKzeöotenes. Gute SpeiseKartossetn in verschiedenen Sorten werden auf Bestellung geliefert. Proben sind bei Herrn Marktmeister Moll im Rathhaus zu haben, welcher auch nähere Auskunft ertheilt.7203 Eingetroffen: Schellfische aufCis lei J. A. 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C35Xhg> ist die einzige deutsche Monatsschrift, welche in ihrem VvX- £)Vl)V novellistischen Theile die alten ausgefahrenen Geleise verkästen und neue bessere Bahnen eingeschlagen hat, auf denen der echt dichterische Grundsatz gilt, daß das Schöne immer auch wahr, das Wahre immer auch schön sein muß. vl Itf ist die einzige deutsche Monatsschrift, IN welcher alle „77 v „ civilisirten Nationen des Erdballes regelmäßig durch Beiträge ihrer ersten Novellisten und Gelehrten vertreten sind. Auf hpr ist die einzige deutsche Monatsschrift, welche nicht das ? schlechte populärwistenschaftliche Genre pflegt, sondern die exacte Wissenschaft in schöner, klarer, anregender Frage- Irische Schellfische, frische Karpfen empfiehlt Carl Schwaab’s Delicatessen- _________handlung.______7224 5368 Ein Geschäftshaus in bester Lage der Stadt, worin seit ca. 50 Jahren ein frequentirtes Spezereigeschäft betrieben wurde, ist Familienverhältnisse halber aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei der Exped. ds. Bl. 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