Pfeifen. ngen. $N S°chs -Ehorstraß^ irviÜW! mit PeHon, (nächst der 5640 „vmmchm bei ^9,_6J67. ’fift im 2. Stock Zu beziehen. Bobnhoistraßc. iWaickküche zu sie D. 17y/t0. ung, 5 Zimmer zu vermiethen- elmsstraße 18. k meines Neben- nd Zubehör ist chige Familie zu estraße L Dl . Zimmer im incs Loqis im eute sofort zu , Marktplatz. t Etage meines von 5 Zimmern, , mit abgeschloss- r, zu vermiethen Cito Kempff. ter zu vermiethen. restraße E. 97. s von 3 Zimmern, orridor und allen n zu Dtrmietikn. W. fruHnfr eütjdnt^i r M^Mche^ AmMrUe?- »mad,.Friseur, iszcs Familien- 38 zu ver- ber 2. Stock per ie Leute zu verwart Merkels lkengchI-.?o. Vohmlng M ver- ter, Bahnyofstr- M'M- Hainw nentur t a d . MchterrA hiUtN töM, Btiysb tn IC«*.»*, tein««" W Z'1-rst-^H -bi'A- Nr. 204. Samstag den 2. September 1882 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau r Echulstraße B. 18. Erscheint mit Ausnahme beti Montags. Preis vierteljährlich 2 Msrk 20 Pf. mit Bringericchr. Tin —[■■in jiwMBMiim । - Durch dre Poft bezvqen vierteljährlich 2 Marl 50 Pt. Zum 2. September. Heute ruhe aller Streit der Meinungen in den Fragen, die uns trennen, und heute schwinde jeder Kleinmuth in allen Herzen, denn wir feiern wiederum den 2. September, den Ehrentag unserer Nation. Vor 12 Jahren an diesem Tage zeigten die Deutschen, die so lange zu ihrem großen Nachtheile getrennt waren, daß sie eine große gewaltige Nation bildeten, groß und gewaltig, weil sie einig waren, well Preußen, Bayern, Hessen, Sachsen, Württemberger und die andern Stämme Schulter an Schulter standen und das mächtigste Reich, welches bis 1870 Europa fürchtete und bewunderte, das napoleonische Kaiserreich, in Trümmer schlugen. Doch wir feiern an dem Tage von Sedan nicht den Triumph über einen zu Boden geschmetterten Gegner, wir begrüßen vielmehr diesen Tag als das erste Morgenroth, welches der deutschen Einigkeit leuchtete, diesen Tag, der den Deutschen mit Flammenschrist zeigte, daß sie einig sein müssen, um unbesieglich zu sein, unsere Feier des Sedantages gilt also in erster Linie der deutschen Einigkeit, und der Gründung des neuen Reiches. Leicht ist aber diese Gründung des neuen Reiches nicht gewesen, Hunderttausende unserer Brüder kämpsten und Tausende und aber Tausende bluteten bei Sedan und während des gesummten Krieges; der 2. September soll daher auch eine Feier ehrerbietigen Angedenkens an unsere gefallenen wie überlebenden Helden sein, die ihr Leben einsetzen mußten in der blutigen Feuertaufe, aus welcher das geeinte Deutschland hervorging. Und stolz kann unser Herz in diesem Angedenken schlagen, es braucht nicht wehmüthig zu klopfen, denn Helden waren unsere Soldaten im Kriege 1870/71 im vollsten und schönsten Sinne des Wortes, gekämpft und geblutet haben sie für's Vaterland, wie es kein Beispiel der Weltgeschichte glänzender darzubieten vermag. Aber der Siegespreis war auch der heldenmütigen Opfer werth. Es galt der Zukunft des ganzen Deutschlands, dem Erwachen des nationalen Geistes in unserem Volke, der mit hehrer Gewalt seine Rechte in Anspruch nahm, die ihin ein listiger und neidischer Nachbar so lange vorenthalten hatte. Und Schlag aus Schlag wurde das Ziel erreicht und der Welt bewiesen, daß die Deutschen das Recht hatten, eine große einzige Nation zu sein, weil sie den Willen und die Kraft dazu besaßen Aber wenn wir auch in jener großen Zeit mehr Siegestage zählten, als irgend ein anderes Volk in einem Kriege aufzuweisen im Stande ist, wenn wir auch gefangene Gegner und Sieges-Trophäen in unerhörter Anzahl in Deutschland sahen und wenn wir auch schließlich zwei ganze Provinzen, von einem alten Bruderstamme bewohnt, für das neue Reich zurückgewonnen, so ist es doch nicht der Lorbeer der kriegerische Ruhm, den wir bei der Feier des 2. Septembers in den Vordergrund drängen, sondern es ist die Freude an den nationalen Errun- fchaften aus jenen großen Tagen, die wir kund geben wollen. Und fort und fort mag daher dieser ^ag begangen werden als eine ächte nationale Feier, die un? Sror ro£8 ewig und groß gemacht hat und auch ferner unsere natio- nale Große bewahren kann! Z>eutschland. Gießen, 2. September (Zum Sedantage.) Wenn wir uns am Sedantage zurück tn bte unglücklichen Jahre und Tage der hochseligen Königin Luise versetzen so finden wir Vieles, was uns mit deren Worten, nach dem Gang der Geschichte aus den Werth und die Bedeutung des Sedantages besonders aufmerksam macht. So konnte d,e große Königin in den großen Leidens- tagen z. B über die Napoleonische Herrschaft sagen: „Er richtet sich nicht nach „ewigen Gesetzen sondern nur rach Umstanden. Er meint es auch nicht redlich „mit der guten Sache und den Menschen. Durch Glück geblendet ist er obre "““l Ä9Uni' und «ver nicht Maß halten kann, verliert das Gleichgewicht „und fallt." Em andermal sagte stet „Ich bin der Ansicht, daß der jetzigen „schweren Zeit eine bessere folgen wird, denn das Alles ist nur die Bahnuna w>. T. ... ... .. l zwar noch in weiter „Ferne und wir werden darüber hmsterben; darum aber doch Glaube und Hoff- „nung behalten." ' " Von ihren Kindern spricht die große Königin: „Umstände und Verhältnisse erziehen den Menschen, und für unsere Kinder mag es gut sein daß fie „die ernste Seite des Lebens schon in ihrer Jugend kennen Lut u ' und die „Nothwendtgkeit einer Aenderung zum Bessern aus dem ernsten AnaefiLt des „Vaters und aus der Wehmuth und den öfteren Thräuen der Mutter erkennen „müßten." Eine ihrer liebsten Hoffnungen der letzten Lebensjahre aber ist uns in den Worten ausbewahrt: „Vielleicht gab mein Dasein Kindern das Leben „die einst zum Wohl der Menschheit beitragen werden." Herrlich ist diese Hoffnung erfüllt; denn mit dem Sedantage waren nicht allein für uns die höchsten nationalen Wohlthaten und Güter erreicht, sondern auch zu unserem und der ganzen Welt Hell die Napoleonische Gewaltherrschaft gebrochen In dem Kaiser Wilhelm aber stand nun Der Mann, der durch seine Macht und persönliche Erhabenheit die Welt nur zum Frieden leiten sollte. Ist es aber nun schon diese eine von der Welt anerkannte Thatsache, die uns die Weihe dieses Tages so hoch und wichtig macht, so ist es für uns noch mehr die an den Erfolg dieses Tages gebundene nationale Errungenschaft, daß der Kaiser Wilhelm zugleich der höchste Berather unseres inneren Reichswohles ist, und als solcher gewiß nur unser Gutes will. Wohl darf für uns noch Manches besser werden ■ gewiß aber dürfen wir's auch hoffens denn in unserem Kaiser lebt ja ein Herrscher, der nach den Lehren der Geschichte in der Unterordnung und Erkenntniß ewiger Gesetze nur unser Bestes erstreben wird. Schon die Thatsache daß mit diesem Tage, so zu sagen ein anderes — wie wir hoffen - glückliches Weltregiment in gegangen ist, muß uns erheben und immer wieder von Neuem für die rechte Weihe dieses Tages begeistern. Seme Königliche der Grohh-rzog und die ®f?|rfCr^9 ^am c Rnb ^ute Abend von Friedberg nach Wolfsgarten zurück- Darmstadt, 31. August. Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit die Kronprinzessin des deutschen Reiches und von Preußen, nebst Zweitältester Tochter, Prinzessin 6°6dt' roCrbCn beut- Abend ju Besuch des Groß- Krankreich. Paris, 29. Aug. Dem „Evenement" ist von dem Besitzer des Locales, m welchem der deutsche Turnverein seine Zusammenkünfte hält, folgendes Schreiben zugegangen.' Ä ™ Paris, 28. August 1882. Herr Redacteur! In Ihrem geehrten Blatte vom 28. d. Mts. sagen S:e, daß eine deutsche Gesellschaft, welche das Gegenstück zu der Gründung der Patrwtenliga sei, sich in einem „anrüchigen" Cafö der Passage des Panoramas versammele. Diese Gesellschaft besteht mit Ermächtigung der französischen Regierung seit 1863. Sie hält seit 1875 ihre Zusammenkünfte in der Rue Saint Marc Nr. 8, wo sie einen Saal contractlich gemiethet hat. Das „anrüchige" Cafe von dem Sie sprechen, hat die Ehre, als Versammlungsort zu dienen für den Gesangverein der Jnfants de la Belgique, das Syndicat der Decora- üonsmaler, das Syndicat der Bauzeichner, die Liedertafel Lutöcienne, endlich die Solidaritö, eine Stellenvermittlungs-Gesellschaft für die Caföhaus-Vesitzer deren Gerant ich selbst bin. Auch die Kassendiener, die ehemaligen Zöglinge der Scale Turgot u. s. w. u. s. w. haben dieses anrüchige Cafö oft besucht. Das Alles sind, wie Sie sehen, französische und patriotische Gesellschaften. Ferner sind viele Börsen- und Kaufleute Stammgäste meines Etablissements, in welchem nur französisches Bier verschänkt wird, das man auch trotz der Herren Deutschen gut findet. Ich will mich nicht persönlich rühmen; aber in der Nähe von Chateaudun geboren, habe ich im letzten Kriege nicht gesäumt, freiwillig einzutreten, um meine Pflicht zu thun. Aufpasserdienste, von denen Sie sprechen, habe ich nie geleistet, da ich nicht die Polizei einer von der Behörde erlaubten Gesellschaft zu besorgen habe; desgleichen hat mein Local auch keinen geheimen, sondern einen für Jedermann offenen Zugang. Als ich mein Geschäft im Jahre 1878 übernahm, fand ich Contracte vor, die ich über mich ergehen lassen mußte, und niemals habe ich geduldet, daß man in meinem Hause anti-fran- zösische Lieder sang. Genehmigen Sie u. s. w. Völard, Rue Saint Marc. Die „France" fordert die Pariser Handelswett auf, keinen Deutschen mehr bei sich anzustellen und das französische Publikum, nicht mehr die Schwelle eines deutschen Ladens oder gar einer deutschen Bierstube zu betreten, dann meint sie, würde den Deutschen bald die Lust an dem Pariser Aufenthalt vergehen und sie würden sich zur allgemeinen Zufriedenheit des französischen Volkes beeilen, den Rhein im Rücken zu haben. Dasselbe Blatt giebt auch gleich eine ganze Reihe von DeMnciationen zum Besten: 1) Ein deutscher Landwehr-Officier, Namens B., sei Professor der deutschen Sprache an mehreren Pariser Mittelschulen und an der Kriegsschule. 2) Einem deutschen Unterthan sei die Lieferung von Holzschwellen für die französischen Staatsbahnen, und zwar gerade für einen strategisch besonders wichtigen Schienenweg in einem östlichen Departement zuerkannt worden. 3) Ein (hört! hört!) in der Nähe des Lagers von Blörö, wo unter der Leitung des Generals Galliffet neue Kavallerie-Manöver, die man geheim halten möchte, ausgeführt werden, eigens ein Schloß gekauft, bei Heller und Pfennig bezahlt, sogleich davon Besitz genommen und vorgegeben, er erwerbe dieses Gut, damit seine kranke Frau es bewohne, während er in Wahrheit gar nicht verheirathet sei und auch sonst kein Domicil in Frankreich hätte. Die letztere Thatsache wird auch von einem Rittmeister in Pension mit der näheren Angabe bestätigt, daß es sich um das Schloß Gaillard bei Amboiso handelt. Der „Siöcle" schließt sich den Blättern an, welche den wahren Thatbe- stand geflissentlich ignoriren, um den Deutschen eine Lection geben zu können. Das „XIX. Siöcle" reitet zwar auch das Steckenpferd der in Paris von Deutschen gesungenen Spottlieder auf Frankreich; aber es ist wenigstens so gerecht, anzuerkennen, daß die Patrioten-Liga es an aller Besonnenheit hatte fehlen lassen. Die „Fran^ais" theilt mit mehreren intransigenten Blättern, wie „Radikal", „Citoyen", „Vörit6", die Auffassung, daß dem ganzen rauflustigen Treiben der Patrioten-Liga nur Gambettistische Umtriebe zu Grunde lägen. Im besonderen Hinblick auf die Turnverein-Affaire erklärt daher das Organ des Herzogs v. Broglie: Wir sehen uns genöthigt, die Gambettisten noch einmal dringend auszufordern, Frankreich nicht in kleine Händel zu verwickeln, zum Tröste dafür, daß sie es nicht in ernste Abenteuer fortreißen könnten. Aegypten. Alexandrien, 30. August. Drei Transportschiffe sollen morgen mit der schottischen Brigade nach Jsmailia abgehen. General Wood hat den Oberbefehl über sämmtliche in der Umgegend von Alexandrien stehenden Truppen übernommen. — Den letzten Nachrichten zufolge haben die Engländer die beiden Dämme welche von den Arabern bei Mahuta über den Süßwassercanal geworfen wurden, ent- fernt so daß die Seymour'schen Dampfbarkassen ungehindert durchkommen fönnen. Augenblicklich scheint man boit eme Niederlage von Mund- und Kctegsoorrath errichten »u wollen- lieber Mahuta hinaus dis nach Mahsamieh befindet sich der Canal in einem greulichen Zustande. Er ist voll von Menschen- und Pferdeleichen, welche das Wasser ungenießbar und daher den Aufenihall rund herum unerträglich machen, denn die ägyptische Sonne ist flink in der Madenausbreitung. Beutestücke liegen allenthalben verstreut. Aus der großen Masse von braunen Filzhüten, wie sie die Fellahs zu tragen pflegen sowie aus den Tausenden von Handkörben, tn welchen sie ihre Nahrung Schleppen, geht hervor, daß das Heer sich vorzugsweise aus Baueren recrutirte, die, des Kriegsdienstes ungewohnt, keine Gelegenheit zum Ausretßen versäumten. Die weggeworfenen Waffen sind meist alte Vorderlader ohne Werth. Das arabische Lager in Mahsamieh bietet cm getreues Bild der Panik, welche m diese Bauern fuhr, als Str Garnel ihnen seine Reiterei in den Rücken schickte. Unter den Gefangenen befindet sich angeblich der Generalstabschef Arabts und em General, der geläufig englisch spricht. Aus seinen Aeußerungen glaubt man schließen zu können, daß der Weg bis Tel-^l- Kebir frei ist, daß jedenfalls bis dahin kein ernsthafter Widerstand zu erwarten ist. Sir Garnet ist unermüdlich; so brach er heute früh um 3 Uhr auf, ritt die gesammten englischen Stellungen ab und kehrte erst gegen Mittag wieder zurück. Die gestern in Mahsamieh angekommene indische Cavallerle hat ein vortreffliches Aussehen im Gegensätze zu den Garde-Dragonern, die sich von dem Ritte durch den Wüstensand, bei welchem die von der Sonne glühenden eisernen Steigbügel die Stiefelsohlen der Reiter versengten, noch nicht erholt haben. Indessen sind sie nur physisch niedergebeugt, während die Garden zu Fuß, die unter dem Befehl des Herzogs von Connaughl standen, auch moralisch verzagt sind. Sie hatten des Tages Last und Hitze zu tragen, ohne an dessen Ruhm theilzunehmen, denn sie kamen stets zu spät. Donnerstag Mittag saßen sie beim Essen in Jsmailta, als die Marschordre eintraf. Sie durchzogen in der glühenden Sonnenhitze die Wüste, hatten aber bei ihrer Ankunft das bloße Nachsehen; am 26. kam wiederum der Feind nicht in ihre Schußweite, so daß sie nicht einmal eine Kugel abzusenden vermochten. — Die Truppenvertheilung der Engländer auf der Linie Kassasin-Jsmailia stellt sich augenblicklich m folgender Weise dar. In Kassasin die Marine- und Feldartillerte mit zwei Kanonen. In Mahsamieh die Household- Cavallerie, die 4. und 7. Dragoner, die 3. und 30. Bengal-Cavallene und die berittenen Infanteristen. In Mahuta die Scholten, Grenadiere, Coldstream-Gardisten, Seebataillon, 60. Schützen und die 24. Gente-Compagnie. In Nefisch das Westkentlsche Regiment. In Jsmailta die 7., 8., und 18. Compagnie des Genie-Corps. Türkei. Konstantinopel, 30. August. Wie es heißt, würde die endgilttge Unterzeichnung der Miluäl-Conventton erst nach Regelung der Frage, betreffend die Proclamation Arabi Paschas zum Rebellen, und nach Beilegung des Zwischenfalles bezüglich der angeworbenen Arbeiter stattfinden. — Ueber dieFrage des Landungsortes der türk. Truppen werden widersprechende Mittheilungen verbreitet. Gegenüber der Nachricht, daß Abuklr bereits festgesetzt sei, wird ge, meldet, in dem Nachts versammelten Ministerrathe seien Meinungsverschiedenheiten in dieser Hinsicht hervorgetreteu, indem sich die Mehrheit der Minister, sowie Howard Pascha g.gen eine Landung bet Abuktr, Rosette und Damiette aussprachen, die Landung der Truppen in Alexandrien und den Marsch zu Lande nach Abukir, Damiette und Rosette befürworteten. Die Landung solle in Alexandrien in drei Abtheilungen stattfinden und hätte vor jeder Landung einer neuen Abtheilung die früher gelandete den Marsch nach einem der drei genannten Orte anzutreten. Telegraphische Depesche«. Wolff'S telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 31. August. Nach den nunmehrigen Bestimmungen wird die Kronprinzessin in Vertretung der Kaiserin den Kaiser nach Schlesien begleiten. Die Prinzessin Wilhelm und die Erbprinzessin von Meiningen werden bet der Kaiserin in Potsdam Zurückbleiben. — Die Königin von Griechenland ist heute früh hier etngetroffen und nach kurzem Aufenthalt nach Wiesbaden weitergereist. — Zum Commandanten von Berlin ist der General v. Oppeln-Bronikowski ernannt. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht einen Erlaß des Prinzen August vpn Württemberg an das Garde-Corps, in welchem derselbe u. A- sagt: Mein ganzes Dienstleben war stnit dem Geiste, welcher im Garde-Corps waltet, auf das Innigste verknüpft, ihm gehören alle meine militärischen Erinnerungen und Sympathien. Unter den Auffassungen von Pflichttreue, Zucht und kriegerischer Hingabe, welche ich vorfand, nifte ich zum Manne und zum preußischen Officier. Hohe Ehre hat die Führung des Garde-Corps in großen Zeiten mir gebracht. Der gütigen Vorsehung und der Gnade des Kaisers danke ich es, daß die Blätter der vaterländischen Kriegsgeschichte in zwei Feldzügen die unübertroffenen Thaten des Corps mit meinem Namen verknüpfen. Meine Gesinnungen sind für immer mit dem Garde-Corps verwachsen. Möchte es auch mir ein freundliches Andenken bewahren- Nürnberg, 31; August. I. K- K- Hoheiten der Kronprinz und die Frau Kronprinzessin haben gestern das germanische Museum und andere Sehenswürdigkeiten der Stadt und heute die Ausstellung besucht. Die Frau Kronprinzessin ist heute Nachmittag nach Darmstadt abgeretst. Der Kronprinz machte später eine Rundfahrt durch die Stadt. Paris, 31. August. Der deutsche Turnverein konnte gestern seine Versammlung m seinem gewöhnlichen Locale in der Rue de St. Marc nicht abhalten, da der Besitzer des Locals die Hergabe desselben verweigerte und vielmehr die patriotische Liga zu einem Banket eingeladen hatte, das dort gestern Abend stattgefunden hat und ohne bemerkens- werthen Zwischenfall verlief. Paris, 31. August. Die „Liga des Patriotes" hat gestern Abend wirklich das Lokal des deutschen Turnvereins mit Beschlag belegt und ein Banket daselbst abgehalten. „Figaro" spricht in scharfen patriotischen Worten seine Mißbilligung über diesen Gewaltakt aus und meint, die Liga werde doch wenigstens den deutschen Turnern ihre Bibliothek, die Büsten Schillerns und Goethe's, den im Saale aufgestellten Flügel rc. zurücknehmen lassen. Von dem zu Recht bestehenden, mit dem Schankwtrth abgeschlossenen Miethcontract sei freilich keine Rede mehr. „Figaro" fragt spöttisch, ob dieses Vorgehen der Liga etwa eine Nachahmung des Marsches der Engländer auf Zagazig bedeuten solle? Beim Banket hielt der Präsident Deroulöde eine Ansprache, verlas seine patriotischen Lieder und protesttrte heftig gegen die Beschuldigung, daß er durch die antideutsche Kundgebung ein gambetttstisches Manöver fördere. „Gaulots", der keinen Protest gegen diese Kundgebung erhebt, constatirt, daß Gambetta jetzt versuche, sich der Liga zu bemächtigen: er habe seine streitbarsten journalistischen Creaturen in die Liga hineingeschoben. „Gaulois" und „Figaro" zufolge proclamtrte nach Deroulöde das opportunistische Gemeinderathsmitglied Sick die Nothwendigkeit der Revanche. Eine dickte Menschenmenge, von der Polizei zurückgehalten, umlagerte das Banketlokal in der Rue Saint Marc. London, 31. August. Das Befinden deslHerzogs von Albany hat sich etwas gebessert. Die Königin wird sich daher heute nach Balmoral begeben. — Nach einer Depesche des Generals Wolseley verschanzt sich der Feind unweit Gassassin. London, 31. August. Das Arsenal von Woolwich hat Ordre erhalten, sofort 36 Belagerungs-Geschütze verschiedenen Kalibers und 1136 Artilleristen nach Egypten zu senden. — Nach einer Depesche des „Daily Cronicle" aus Port Said vom heutigen Tage hatte Arabi Pascha einen achttägigen Waffenstillstand nachgesucht, General Wolseley indessen einen solchen abgelehnt, dagegen einen eintägigen Waffenstillstand angeboten. — Eine Depesche des „Dally Telegraph" meldet, daß General Wolseley und der Generalstab gestern nach Jsmailta zurückgekehrt sind. Petersburg, 31. August. Der „Regierungsanzeiger" bringt folgende offictelle Mittheilung: Am 28. ds-, Abends 6 Uhr, während ein politischer Gefangener in dem Garten des Gefängnisses von Saratow einen Spaziergang machte, hielt an der Gefäng- nißmauer ein kleiner Wagen mit zwei Passagieren- Sofort warf der Gefangene dem ihn begleitenden Aufseher Sand in die Augen, während einer der Passagiere auf denselben zwei Revolverschüffe abfeuerte und ihn tödtlich verwundete. Der Gefangene sprang über die Mauer und setzte sich in den Wagen, worauf alle drei Personen rasch davonfuhren- Inzwischen hatte sich eine Volksmenge angesammelt, welche den Davon- eilenben nachjagte. Der Wagen fiel um, die Verbrecher wurden festgenommen und von der wüihenden Volksmenge gemißhandelt. Obwohl es der herbeigerufenen Polizei und dem Militär gelang, die Verbrecher gegen die Menge zu schützen, starb doch einer derselben m Folge der erlittenen Mißhandlung Seine Persönlichkeit konnte bisher nicht festgestellt werden. Das Individuum, welches auf den Aufseher schoß, nannte sich Peter Sergejewitsch Poliwanoff, Sohn eines Gutsbesitzers aus Saratow. Die Untersuchung ist etngeleitet. — Das „Journal de St. Petersburg" sagt anläßlich einer Depesche aus Z)oko- hama über die neuerlichen Vorgänge in Korea, die Gefahr eines Krieges mit Japan sei beseitigt, die Regierung des Mikado habe Genugthuung erhalten. Konstantinopel, 31. August. Die Beratungen des Ministerraths im Palais des Sultans sind erst heute früh zu Ende gegangen. Gerüchtweise verlautet, daß zwei Adjutanten d:s Sultans den Commandanten der türkischen Truppen nach Egypten begleiten werden; als einer derselben wird Baker Pascha (Engländer von Geburt) genannt. — Der türkisch-griechische Zwischenfall ist bereits auf dem Wege der Begleichung, die türkische und die griechische Regierung haben ihre Truppenbefehlshaber an der griechisch-türkischen Grenre angewiesen, alle Feindseligkeiten einzustellen. Alexandrien, 31. August. Die schottische Brigade tritt heute Nachmittag 3 Uhr die Fahrt nach Jsmailia an. Lokales. Gießen, 1. September. Spruchliste für Die am 25 September 1882 unter Vorsitz der Herrn Landgerichtsraths Pfannmüller beginnende Sitzungsperiode des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen: 1. Heß, Peter, Landwirth, von Büßfeld. 2. Oechler, Heinrich I, Beigeordneter von Bermuthshain. 3. Koch, Friedrich, Pächter von Ober-Mörlen. 4. Reuter. Heinrich, Gemeindeeinnehmer von Himbach. 5. Väth, Georg Friedrich, Bürgermeister in Dauernheim. 6. Hock, Friedrich Wilhelm Heinrich, in Rendel. 7. Finger, Anton, Kaufmann in Lauterbach. 8. Schlosser, Wilhelm, in Hopfgarten. 9. Kaufmann, eeltgin., Großhändler in Schotten. 10. Huber, Friedrich I, Müller in Wisselsheim. 11 Schweitzer, Johs, Landwirth in Berstadt. 12. Hornung, Sebastian I., in Grebenhein. 13. Hofmann, Wilhelm, Bürgermeister in Nieder-Moos. 14 Volk, Ludwig, Landwirth tn Annerod. 15. Gorr, Gilbert I-, in Trais-Münzenberg. 16. Hirschhorn, R., Rechtsanwalt in Gießen. 17. Bender, Christian Wilhelm, Rentner in Friedberg. 18. Bierau, Karl, Kammerrath in Friedberg. 19. Stuhl, Robert, Kaufmann in Gießen. 20. Dietz, Jean, Gastwirth tn Gießen. 21. Scharmann, Heinrich, Landwirth in Wohnfeld. 22. Schauermann, Louis, in Ober-Lais. 23. Koch, Karl, Landwirth in Büdingen. 24. Schaar, Friedrich, in Petterweil. 25. Heß. Johs. XIII., Landwirth tn Leihgestern. 26. Aribert, Wilhelm, Landwirth in Elpenrod. 27. Münch, Carl, Rentner tn Homberg. 28. Demme. Kammerrath in Hungen. 29. Heß, Max, Kaufmann in Hungen. 30. Rühl, Johs., Landwirth in Ober-Seibertenrod. Gießen, 1. September. Bei der hier nächsten Sonntag in Wenzel's Garten stattfindenden 35jährigen Stiftungsfeier des hiesigen Turnvereins wird genannter Verein ein Massenschauturnen veranstalten und dürste es allen Freunden der Turner« zu empfehlen fehl, sich diesen Genuß nicht vorübergehen zu lassen, zumal auch eine ganz vorzügliche Musik (88. Jnf.-Regt. aus Mainz, unter persönlicher Leitung des Capell- metsters Baunack) das Fest noch verschönern wird. ______ Vermischtes« Worms, 29. August. Den Besitzern der hiesigen Maschinenfabrik Worms" Hoffmann u. Hofhetnz gelang es, eine Über 300 Jahre alte Buchdruckerholzpresse, auf welcher noch bis kürzlich in der Rölling'schen Buchdruckerei in EsAwege (Kurhessen) gedruckt wurde, zu erwerben und beabsichtigen besagte Herren, diese Presse dem hiesigen Paulusmuseum, vorbehaltlich des Eigenthumsrechts, zu überlassen. Es kann wohl kaum deutlicher das Bild fortgeschrittener Leistung in der Technik der Typographie dargesteltt werden, als tn diesem einfachen und doch genial ausgeführten Holzwerk im Vergleich zur heutigen Buchdruckschnellpresse. Beiläufig bemerkt befindet sich die älteste Holzpresse, angeblich Gutenbergs Presse (1441), in einer Privatsammlung alter Druckwerke rc. in Dresden und freuen wir uns, daß durch die Bemühungen obiger Herren dieses ehrwürdige Denkmal alter Druckkunst für das hiesige Museum erworben ist und einen weiteren Anziehungspunkt unserer schönen Alterthums-Sammlung bilden wird. Berlin, 24. August. „Adieu Brückner!" Die erste Luftfahrt, welche der Aeronaut Herr Maximilian Wolff, ein Berliner Kind, gestern Nachmittag 6 Uhr anläßlich des von ihm veranstalteten sogenannten „Luftschifferfestes" mit seinen 1500 Cubikmeter Inhalt messenden Ballon von der Schloßbrauerei Schöneberg aus untere nahm, sollte sich unerwartet zu einem aufregenden Schauspiel gestalten, dem indeß auch die komische Seite und wenn man von dem Gesichtspunkte ausgehen will, daß der bekannte Komiker Bendix in höchst verdachterregender Weise in der Nähe des reisefertigen Ballons umherflankirte, sogar die „urkomische" Seite nicht fehlte. Sagen wir es von vornherein: alle jene kleinen Unzulänglichkeiten und Unsicherheiten, die mit einem erstmaligen Debüt nun unumgänglich verknüpft sind, zeigten sich auch bei der gestrigen Auffahrt des Herrn Wolff. Es fehlte an einer gewissen Straffheit, einer Bestimmtheit im Commando, Mängel, die vielleicht auf bte Aufregung zurückzuführen ftno, m oer sich der waghalsige Luflschiffer gestern immerhin befunden haben mag. Kurz, passiontrte Lustsportler, bte bisher keiner um Berlin stattfindenben Auffahrt beizuwohnen versäumten, schüttelten bereits bebenklich ben Kopf, als sie nur~bett Sauon unb feine Bedienung gewahrten. Da waren von allen Seiten höchst verdächtige vem Ballon, da wurde bald hier, bald dort noch an dem Netzwerk herumgeknüpst und auch die Mannschaften, welche zum Halten des Ballons engagirt waren , sch enen vorher durchaus nicht gehörig tnstruirt worben zu sein. Denn nur fo M sich «ne Scene erklären, die, wenngleich sie auch glücklich ablief, dennoch aAn Zuschauenden >ur einen Augenblick das Blut in den Abern erstarren machte. Der Ballon war zum Aunte^en fertig, Herr Wolff hat mit feinem Gehilfen bereits in der ®onbel Blatz genommen unb nur die den Ballon belastenden Sanbsäcke mußten noch ^sgehakt werden. Hierbei war auch der Füsilier Brückner von unseren in Brandenburg st^enden 35ern beschSstrgt der sich zum Besuch hier aufhtelt, dessen Urlaub jedoch mit gestern ^gelaufen war. Zwei Säcke waren noch abzunehmen und zwar da wo sich Brückner befand. Das ging nicht ohne Schwierigkeiten Der straff gefüllte, von aller Last^bereits befreite Ballon drängte mächtig nach oben, den Bedienungsmannschafttn war es mcht lange möglich, ihn zu halten und gerade als die fraglicheni beiden Säcke glücklich noch los- gehakt waren, schnellte der gasgefüllte Koloß empor, ehe der Befehl „Los. erklungen war. Brückner — der als Soldat naturgemäß an das Commando gewohnt ist — hatte inzwischen immer krampfhaft festgehalten und ehe Er sich s versah, riß ihn der mit rapider Schnelligkeit auffliegende Ballon mit ftd) fort „Der Soldat. Der Soldat schrie Alles erschrocken auf und sah dem unfreiwilligen Deserteur angstbeklommen nach. Einige Sekunden schwebte dieser zwischen Himmel und Erde. Dann aber - und hieran sieht man einmal wieder die echte Soldatennatur — schwang sich Brückner kühn aus den Rand der Gondel, winkte vergnügt mit der Mütze nach untern unb in d-m nämlichen Moment, ba einer seiner erstaunt nachblickenden Kameraden ihm noch ein krastsges „Abieu, Brückner!" zurief, war er in ber Gonbel verschwunden. Die Angst, bte Alle ausgestanben, löste sich nunmehr plötzlich in große Heiterkeit aus, und da der Ballon, ber übrigens mit rafenber Geschwindigkeit stieg, von dem Sonnenstrahl beleuchtet tn ben Wolken verschwanb, war auch bie Besorgniß um den kühnen Gondler in zweierlei Dich Äj -51 »*, M BI“ g-M °>°» bei MM WM ® ausMÜ Coursbm ßrebitach« roeMhna. Cefterr. < 5"/o 1877r Mmte m ■5648 I U beiW bas tirui siMischei von je l1/ Treis a. Die Hol Stadtwald jahr 1883 Dienstag sh Vr Menacher 10 000 M öffenllichin Gießen, Köni< 4Ö658 ' Iienstag , 'H H die @ei ^oldgirine- spachtel t Äru im Saal geben wei Gießen Groß! 5630 Ve in der Ob Dienst ber Herren -L. Lahr Johann $ Micinal fc ^lch ■Ä A»®0> "off anf N, ötnihtr n,u »w XXXII d,° N Gro 1882 unter tyexW bt8 7'en rasch en Dav»^ Aund non v°l'z-l und der- ’^er nicht P-ter ^^suchung °us M-- Japan ,in! Palais k rwet ? Tappten Geburt) he b« Be- 'besehlshadtt eilen. heute Nch toiylW" *naiinl'»S 5-Sx Eder ®Str. lbibeUu5 rld. gollia aeboben, die drei Luftreisenden sind nach einstündiger Fahrt auf einer der Atabtaemeinbe Bernau belegenen Wiese glücklich gelandet. Nachdem der Ballon zuerst «,1* dem Kreuzberg getrieben, wurde er plötzlich durch eine andere Wlndströmung der (?tadt wieder zugeführt und segelte vom Bellc-AUiance-Platz bis zur Gegend des vvantfurter Thores über die Stadt hinweg. Hierbei erreichten die Luftsegler eine Hohe von 20,000 Fuß, wo eine Kälte von 5 Grad herrschte. Der Ballon, welcher sodann wieder'in (ine andere Wtndströmung gerteth, steuerte jetzt auf das 30 Kilometer von hier belehne Städtchen Bernau los. Um vor einem anziehenden Gewitter noch zur (Zrde zu gelangen, öffnete Herr Wolff das Ventil, worauf der Ballon mit einer riesigen Geschwindigkeit zur Erde senkte, so baß es den Anschein hatte, als wenn der Ballon geplatzt wäre und ein Sturz aus der Höhe ftottfände. Am Montag Nachmittag wurde der Ballon, welcher mit der Gondel über 12 Gentner schwer ist, durch einen Bretterwagen in der Schloß-Brauerei wieder abgeliefert. _ Die Kosten der Ausstellung in Nürnberg sind gedeckt. Es sind nunmehr 560,000 Mark vereinnahmt und aus den folgenden Eingängen nur noch die laufenden Betriebskosten zu zahlen. Gewiß ein großartiges finanzielles Ergebniß mit Rücksicht auf den Umstand, daß nicht die Hälfte der Zeit verstrichen ifi. __ ^^Ärankfurl a. M.,"17SeptbrI7Nachmittags 2'Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das BankgZchäst Albert Kaufmann in Gießern) Creditactien 275, Staatsbahnactien 306V«, Gallzrer 27o V4, Lombarden l33'/2, Nord- westbahnactien 1871/«, Darmstädter-Bankactten 161»/«, Obenchlesiscke E.E.-Act. 256, Cefterr. Silberrente 66^, 4°/o Ungar. Goldrente ,6 Vg, 4°/o EOer Russen w695/&, 5% 1877r Russen 86, 2. Orient-Anleihe 56%, Spanier 64%, 5% Rumamsche Rente 91V«, 4°/0 Unific. Egypter 617/ß. Tendenz fest. Kirchliche Anzeigen -er Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gotte-dienst r Sonntag den 3. Sevtember (13. nach Trinitatis). Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dingeldey. Zugleich kirchliche Feier des Sedanfestes. ,, Die Kollekte, die nach dem Gottesdienst erhoben wird, ist zum Besten der Kaffer-Wilhelms-Stiftung für deutsche Invaliden bestimntt. diachmittags 2 Uhr: Candidat Hermann aus Friedberg. Die Pfarrgeschäste in der Woche vom 3. bis 9. September besorgt Pfarrer Dingeldey. (Wohnung Ludwigsplatz 169V) Katholische Gemeinde. 14. Sonntag nach Pfingsten. Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. V2IO Uhr: Hochamt und Predigt: Pfarrer Rady. 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 630 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr (Sedans Gedachtniß), Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 725. Die Holzhauerlöhne in den Gießener Stadtwaldungen für das Rechnungsjahr 1883/84 sollen Dienstag den 5. September ds- Js, Vormittags 11 Uhr, im Saal des alten Rathhauses vergeben werden. Gießen den 30. August 1882. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 5630 A. Bramm- Grummetgras- Versteigerung mderObersörstereiTreisa.d.Lda. Dienstag den 8. Sept. d. I., Attttags um 12 Uhr, soll bei Wirth Walter zu Daubringen das Gruinmetgras von der cameral- stscalischen Sorauwiese in 21 Loosen von je 1V« Atorgen versteigert werden. Treis a.Lda., den 30. August 1882. Großh. Oberförsterei Treis a. Lda. 5048 A m e n d t. Versteigerung. Dan.stag den 2. September, Vormittags 10 Uhr, sollen auf demMain-Weser-Güterbahnhof 10000 Kilogr. melirte Steinkohlen öffentlich nieistbietend versteigert werden. Gießen, den 31 August 1882. Königliche Güter-Expedition. 5658________Fischer.____________ Bekanntmachung. Dienstag den 8. September, Nachmittags 4 Uhr, soll die Gemeindejagd der Gemarkung Waldgirmes zum zweiten Mal öffentlich verpachtet werden. G r u m m e t g r a s- Verfteigerung. Montag d«n 4. September, Morgens 9 Uhr, Wird das Grummetgras von den Wiesen der Herren .L. Labroife Erben, Johann.Heinrich Busch Erben, Georg Ehr. Spruck Erben, Medicinalrath Dr. Kehrer, Dr. Melchior, Butzbach, Ehr. Jughard, Heinrich Adami, Karl Löber Wwe. und von den meimgen verstergert. Anfang Morgens 9 Uhr am Gansacker und Nachmittags 2Uhr aufderStefansmark. Gießen, den 29. August 1882. Müller. Dienstag den 5. Septdr., Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht auf freiwilliges Ansuchen der Erben des Christian IhTxXxm/gS, 1350 Mir. Acker im u Altenfeld, links auf den Weg, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 28. August 1882. Großhcrzoglrches Ortsgerrcht. 5607 Müller. , Ein IV« Jahr alter, schöner, schwarzer Vorstehhund preiswürdig zu verkaufen. > Näh. bei der Exped. d. Bl- 5546 Allgemeiner Anzeiger. August Förster in Lieh Pianoforte-, Harmoniumhandlung u. Ieihanstalt empfieblt seine große Auswahl Pianinos, Tafelinstrumente und Harmoniums der anerkanntesten Fabriken zu billigen Preisen bei mehrjähriger Garantie. — Zahlungserleichterung. — Eintausch gebrauchter Instrumente. — Gespielte Instrumente werden preiswürdig abgegeben. 41 QtliflrtHftf nf • Häcksel- (Grünfutter0 Schneidmafchinen, Schrot- O|J< LlUlllUl • Mühlen, Fegmühlen, Jauchepumpen, Drefchmafchinen, Göpelwerre, Patent-Obst- und Traubenmühlen und Univerfal-Weinpreffen. bewährtester Construction, vorzüglicher Leistung, größter Dauerhaftigkeit liefern stets prompt und zu billigsten Preisen 2290 Weinheim i. B. W Mlflh SÖhltf Filiale Frankfurt a. M. Maschinenfabrik, Eisen- ^ob *jt J Garantie ' Taunusstraße Nr. 8. gießerei u. Kesselschmiede. Zahlungs-Erleichterung. Permanente Ausstellung. Aufträge nimmt entgegen •Johannes Weigel F« in Klein Linden bei Gießen N ar M trr 7 aI; mun g en m irii q ew arrti ! Es nnrö gebeten Isabr-ists^eichen verlangen. Vaterländische Fenerversicheriings-Acliengcsellscliall in Elberfeld. Geschäftsstand am 1. Januar 1882. ff ff ft ir 2678164132.— 4 657465.50 4631622.14 6000000.— in Reiskirchen Lehrer A. Heid, „ Steinbach G. Löwenberg, „ Steinheim Konr Herrnbrod, „ Treis a. d. Lda. I. Becker VI. „ Wieseck Philipp Hildebrand III. Laufende Versicherungs-Summe........M. Prämien- und Zinsen-Einnahme.......... Kapital- und Prämien-Reserve für eigene Rechnung . „ Grund-Kapital der Gesellschaft......... Zu Versicherungs-Abschlüffen gegen Feuer- und Explosions-Gefahr empfehlen sich und ertheilen nähere Auskunft 3401 in Gießen F. Hoffmann, Alt-Buseck W. Körber II., Ettingshausen S. Löwenberg Grüningen G. H. Bender, Lang-Göns Hrch. Mohr, ^Kriegerverein Glesse«.^ Sedanfeier am 3. Sept. 1882. Morgens 11 Uhr: Schmückung der Gräber auf dem Friedhof. (Zusammenkunft am Neuenweger-Thor.^ Nachmittags l*/2 Uhr: Versammlung im Vereinslokal. 2 Uhr: Abmarsch nach der Ruine Gleiberg. Bon 3 Uhr ab: Grosses Loncert, ausgeführt von der Capelle des Kgl. Inf.