'eßen ^Haltens ZU der 8 Uhr Tageg- c Willig .kAiMch bie ltr «eder w^w ct« ErsatzwH 3753- ^chtsrathes Am, Industriellen. Zeitungen und Zeit- billigst zu original- hnkfiirt al ns Wallach, sprechende Rabatl- cliiäge und Abfassung sranco. traurige M bliebt ledient- rlach <*** Str. 12L Freitag den 2. Juni 1882. Hießemr Anzeiger Amts- und Anzeigkblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstraße B. 18. Erscheint IL-lich mit Ausnahme des M^»iagS. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinzerlvhn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Betreffend: Maßregeln zur Verhütung der Weiterverbreitung von Scharlach und Diphtherie im Kreis Gießen. Bekanntmachung. Nachdem seit längerer Zeit im Kreise Gießen Erkrankungen an Diphtherie und Scharlach in besorgnißerregender Weise voraekommen sind, erscheint es nach der Ansicht von Sachverständigen als im öffentlichen Interesse unbedingt geboten, durch energische Maßregeln der Weiterverbreitung dieser gefährlichen Krankheiten vorzubeugen. Wir haben deßhalb auf Grund der Kreisordnung vom 12. Juni 1874, Art. 48, unter Zustimmung des Kreisausschusses und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 26. v. M. nachstehendes Polizeireglement erlassen: § 1. Jeder Arzt sowie Jeder, der die Behandlung eines Kranken übernimmt', ist verpflichtet, von jedem in seiner Praxis vorkommendeu Falle von Scharlach und Diphtherie dein Kreisgesundheitsamte binnen 24 Stunden schriftlich Anzeige zu machen. § 2. Die Diphtherie- und Scharlach-Kranken sind von den übrigen Bewohnern des Hauses zu separiren, resp. in einem besonderen Zimmer unterzubringen. Ergebet! sich bei der Ausführung dieser Maßregel Schmierigkeiten, so ist von dein Arzte oder dessen Vertreter dem Kreisgesundheitsamte alsbald Mittheilung zu inachen. § 3. In Fällen, in denen die Jsolirung im eigenen Hause absolut unthunlich ist und in Folge des im Hause obwaltenden allgemeinen Verkehrs Nachtheile füx das öffentliche Wohl zu erwarten sind, kann das Kreisamt auf Antrag des Kreisgesundheitsamtes Sperre des fraglichen Locales anordnen, insoweit diefelbe erforderlich erscheint. § 4. Die Benutzung öffentlicher Fuhrwerke zum Transport von Scharlach- und Diphtherie-Kranken ist untersagt. § 5. Aus Familien, in welchen Jemand an Diphtherie oder Scharlach Gießen, den 1. Juni 1882. leidet, ist der Besuch der Schulen und ähnlicher Anstalten sämmtlichen Kindern untersagt. § 6. Leichen an Diphtherie und Scharlach Verstorbener dürfen nicht in der Wohnung verbleiben, sondern müssen längstens 12 Stunden nach erfolgtem Tode in ein Leichenhaus, wo ein solches vorhanden ist, verbracht werden. An Orten, wo kein Leichenhaus vorhanden ist, muß für thunlichste Jfolirung und baldmöglichste Beerdigung Sorge getragen werden. Bei der Beerdigung ist die Begleitung der Leiche durch nicht iin Haufe Wohnende nur von der Straße aus gestattet. Die Oeffnung des Sarges bei dieser Gelegenheit ist untersagt. § 7. Jeder Arzt, sowie das ärztliche Pflegepersonal ist verpflichtet, sich vor Verlassen der Krankenwohnung vorschriftsmäßig zu desinficiren. § 8. Die Krankenzimmer sowie sämmtliche in denselben befindlichen Gegenstände sind nach Ablauf der Krankheit vorschriftsmäßig zu desinficiren. § 9. Übertretungen der in Vorstehendem enthaltenen Vorschriften werden nach Maßgabe der nachstehend abgedruckten Art. 349, 350, 352 des Polizeistrafgesetzes bestraft. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Bookman n. Artikel 349. Wer die von der Polizeiverwallungsbehörde gegen den drohenden Einbruch ansteckender Krankheiten unter Menschen angeordneten Sperrend Sicherungsanstalten verletzt, wird, insofern die begangene Uebertretung nicht unter § 327 des Deutschen Strafgesetzbuchs fällt*), mit einer Geldbuße von 3 bis 20 fl. oder Gefängniß bis zu 8 Tagen bestraft. Artikel 350. Wer die beim wirklichen Ausbruche einer ansteckenden Krankheit unter Menschen von der Polizeiverwaltung zur Abwendung der Gefahren und gegen Verbreitung der Krankheit ungeordneten ^perr- und Sicherungsanstalten verletzt, wird, insofern die begangene Uebertretung nicht unter § 327 des Deutschen Strafgesetzbuchs fällt*), mit einer Geld straf e von 5 bis 30 fl. oder Haft von 3 bis 14 Tagen bestraft. Artikel 352. Wer die von der Polizeivermaltungsbehörde wegen Vernichtung oder Reinigung von Kleidungen, Leinenzeug, Bettwerk oder anderen Geräthschasten, welche von Personen gebraucht worden sind, die an einer ansteckenden Krankheit darniedergelegen, ertheilten Vorschriften nicht befolgt, wird, insofern die begangene Uebertretung nicht unter § 327 des Deutschen Strafgesetzbuchs fällt*), mit einer Geld strafe von 3 bis 20 fl. oder Haft bis zu 8 Tagen bestraft; außerdem werden jene Gegenstände confiscirt. *) § 327 des Deutschen Strafgesetzbuchs. Wer die Absperruugs- oder Aufsichtsmaßreaeln oder Einfuhrverbote, welche von der zuständigen Behörde zur Verhütung des Einführens oder Verbreitens einer ansteckenden Krankheit angeordnet worden sind, wissentlich verletzt, wird mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft. Ist in Folge dieser Verletzung ein Mensch von der ansteckenden Krankheit ergriffen worden, so tritt Gefängnißstrafe von drei Monaten bis zu drei Jahren ein. Betreffend: Wie oben. B e f a n n t m a ch u n g. Zur Ausführung des in rubricirtem Betreff unterni Heutigen erlassenen Reglements wird Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz demnächst eine eingehende Instruction erlassen. Bis dahin wirb zur Ausführung der §§ 7 und 8 Folgendes angeordnet: Ad | Die Desinfection ist mit 4procentiger Carbolsäure vorzunehmen. Ad § $• Sämmtliche bewegliche und leicht transportable Gegenstände, die in den Krankenzimmern sich befanden, sind, wenn möglich in einer Anstalt, burd) hohe Hitzegrade zu desinficiren. Möbel, baumwollene und leinene Kleidungs- und Wäschestücke, die die Siedehitze des Wassers vertragen, sind auszukochen oder mit wchendem Wasser und Seife abzuscheuern. Werthlose Gegenstände sind zu verbrennen. .. Die Zimmer felbst sind zuerst mit kochendem Wasser zu scheuern, Alles, was kochendes Wasser verträgt, ist abzuwaschen, die Stube ist alsdann bei geschloffenen Thüren und Fenstern zu überheizen, dann zu schwefeln und endlich ausgiebig zu lüften. Gießen, am 1. Juni 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. .____ Dr. Voekmann. Politische Ueberskeht. Gießen, 1. Juni. Die allgemeine politische Lage hat sich während des Pfingstfestes nicht geändert und könnte man dieselbe daher mit einem Börsenausdrucke als '/fest" bezeichnen. Nur die egyptische Frage unterliegt noch fortwährend erheblichen Schwankungen, da sie fast jeden Tag ein anderes Gesicht zeigt, trotzdem geht die Meinung übereinstimmend dahin, daß ungeachtet aller Schwierigkeiten noch Aussicht auf eine friedliche Lösung der egyptischen Wirren vorhanden sei. Allem Anschein handelt es sich in der neuesten Phase der egyptischen Frage, welche sich durch den Rücktritt des Cabinets Mahmud Baroudi Pascha docu- mentirt, darum, ob Arabi Pascha, der den Plänen der Westmächte noch immer feindliche bisherige Kriegsminister des Khedive, mit seinem Einflüsse bei der egypti- Ichen Bevölkerung durchdringt, oder ob es Tewfik Pascha gelingt, seine Autorität aufrecht zu erhalten. Unter diesen Umständen erscheint die in Aussicht stehende türkische Intervention in Egypten als der wünschenswertheste Ausgang aus diesen Wirren und dem Vernehmen nach hat auch die Pforte die unverzügliche Entsendung eines Commissars nach Egypten beschlossen. Außerdem läßt die ^^kische Admiralität vier Panzerschiffe, die „Osmanie", ferner die „Azizie", den „Mahmudie" ünd die „Orkanie" in aller Schnelligkeit ausrüsten, so daß die- lelben zum sofortigen Auslaufen bereit sind. Am Montag, den zweiten Pfingstfeiertg, hat in Potsdam ein erhebender militärischer Act stattgefunden, die Weihe der den neu errichteten preußischen Regimentern Nr. 97 und 98 und Nr. 128 bis 132, sowie dem Eisenbahn-Regiment und den Pionier-Bataillonen Nr. 15 und 16 verliehenen Fahnen. Der Feier wohnten der Kaiser, die königlichen Prinzen und Prinzessinnen, sowie zahlreiche Personen von Auszeichnung bei. Den Mittelpunkt der Feier bildete die Einweihung der Fahnen, welche sich auf dem Platze vor dem Südflügel des Neuen Palais zu Potsdam vollzog und mit dem von der ganzen Versammlung angestimmten Gesang „Nun danket Alle Gott" endete. Hieran schloß sich die Speisung der Mannschaften und der Fahnen-Unterosficiere und Nachmittags das Diner im Neuen Palais für die kaiserliche Familie, jowie für die eingeladenen Gäste. . _ . . . Die sogenannten Grenzplackereien, welche im Laufe des letzten Jahres an der russisch-preußischen Grenze vorgekommen sind, sollen nunmehr zum Gegenstand einer speciellen diplomatischen Unterhandlung zwischen Berlin und Petersburg werden. Es wird hierbei namentlich betont, daß diefe an und für sich kleinlichen Atißhelligkeiten hin und wieder geeignet sind, die guten Beziehungen , welche zwischen beiden Ländern bestehen, ernstlich zu trüben. Es soll daher Alles, was auf diesem Gebiete letzthin vorgekommen ist, erledigt und neuen derartigen Vorkommnissen im russisch^preußischen Grenzveikehr nach Möglichkeit vorgebeugt werden. Der so oft todtgesagte Aufstand in der Crivoscie und der Herzegowina liegt nun thatsächlich in den letzten Zügen. In der Crivoscie haben sämmtliche Jnsurgenten-Banden die Waffen gestreckt und um die aufständischen N; Lokale». Gießen, 1. Juni. [9. Sitzung der Handelskammer am 16. Mai.) Anwesend die Herren Ed. Silbereisen, L- Georgi, S- Heichelheim, F. C B- Koch' R. Scheel, H. Schirmer. Der Herr Präsident lheilt 13 Eingänge m't. Zur Geschäftsordnung beantragt Herr Heichelheim, die Handelskammer möge in Erwägung ziehen ob nicht bei weniger eiligen Referaten vor Erstattung derselben die betreffenden Acten zur Einsicht der Mitglieder (etwa 3 Tage) offen gelegt würden (tm Hnndelskammerlokal). Man fei meist nicht orientirt genugf um ohne diese Information ein sicheres Urtheil adgeben zu können. Der Herr Präsident verspricht diese Angelegenheit auf die nächste Tagesordnung zu setzen. Herr Koch ersuchte Mitwirkung der Handelskammer dafür, daß der im Groß- herzogthum Hessen erhobene Stempel von 1,10 auf Gesuche, um die nach dem Zollvereins-Ausland gesandte Waare binnen einer gewissen Frist abgabefrei zuruckgehen lassen zu können, künftig wegfalle; im Königreich Preußen wird bei solchen Gesuchen I kein Stempel erhoben. Die Kammer beschließt, sich deshalb an das Großh. Finanz- ' Ministerium zu wenden. Telegraphische Depeschen. Wozff's telegr. Correspondenr'Bureau. Berlin, 31. Mai. Der „Reichs-Anz? veröffeutlicht die Ernennung des Bildhauers Schilling zu Dresden zum stimmfähigen Ritter des Ordens pour le merile für Wisienschaften und Künste, und publicirt ferner das Gesetz, bell', die Fürsorge für die Wittmen uud Waisen unmittelbarer Staatsbeamten. Scharfenftein in Sachsen, 31. Mai. Gestern Abend ist ein Wolkenbruch mit Hagelwetter über die Ortschaften Gelenau, Drehbach, Venusberg, Grießbach und Scharfenstein niedergegangen, in Folge dessen in Gelenau 10 Personen, in Drehbach 2 Personen um's Leben gekommen sind. Mehrere Personen werden noch vermißt, viel Vieh ist ertrunken, eine Anzahl Wohnhäuser, Scheu' neu und Brücken sind zerstört, die Felder und Straßen verwüstet. Bei Heidel' bach wurde die Eisenbahn (Chemnitz-Annabergst zerstört. Der Schaden ist sehr beträchtlich. Petersburg, 31. Mai. Das „Journal de St. Potersbourg fchrewt Die Nachrichten aus Egypten lauten ernst, aber die Uebereinstimmung der Mächte ist eine sichere Garantie gegen internationale Complicationen. Dieselbe erstreck sich vor Allem auf das Verlangen, den politischen und territorialen Status quo in Egyten zu erhalten. Die egyptische Tragi-Comödie kann Aspirationen wachgerufen haben, aber wir hoffen, daß das Einvernehmen der europäischen Regierungen ein derartiges ist, daß dieselben in den rechten Grenzen gehalten werden. Alexandrien, 31. Mai. Wie hier verlautet, sind am Montag fünf englische Kriegsschiffe mit versiegelten Instructionen aus der Suda-Bai ausgelaufen, welche morgen hier eintreffen sollen. M d-m-» Gießen, 1 Wte 3' ii 3» 3g Deutschland. Darmstadt, 30. Riai. Veranlaßt durch den Umstand, daß sich viele Eonscripttonspflichtige oder junge Leute, die bereits durch das Loos zum Militärdienst bestinunt waren, der Einstellung durch die Flucht oder Auswanderung ohne behördlichen Consens entzogen haben, haben die Großh. Kreisämter letzthin die sämmtlichen Ortsvorstände des Kreises angewiesen, diesem Gegenstände ein besonderes Augenmerk zu schenken und das Thmt der Gestellungspflichtigen, sowie deren Verkehr mit Auswanderungs-Agenten rc. eingängig zu beobachten. Darmstadt, 31. Mai. Se. Königl. Hoheit der Großherzog nahmen heute mllitärische Meldungen entgegen und empfingen den Lehrer Ackermann von Birkenau, den Oberförster Preuschen, den Msgr. Spolverini; zum Vortrag den Staatsminister Frhrn. v. Starck. — Se. Königl Hoheit der Großherzog und die Großh. Familie nehmen von heute Nachmittag an für einige Zeit das Hoflager in Kranichstein. Morgen Vormittag begeben sich Se. Königl. Hoheit der Grobherzog nach Babenhausen, um der Besichtigung der dortigen Escadrons beizuwohnen. Berlin, 29. Mai. Die Zeit der Zollcuriosa ist jetzt voraussichtlich eme glücklich überstandene. Die Zollcuriosa entsprangen naturgemäß der großen Mehrzahl nach aus solchen Fällen, in denen die innere Umschließung einer Waare, welche einem höheren Zollsatz als die Waare selbst unterstellt wurde, die Anwendung dieses Zollsatzes auf das Gesammtgewicht veranlaßte. Durch die kürzlich vom Bundesrath getroffenen neuen Bestimmungen über die Tara werden nun diese Tarifirungen beseitigt, indem angeordnet wird, daß die inneren Umhüllungen in der Regel ohne Einfluß auf die Besteuerung bleiben sollen. Es ist ein wahres Glück, daß nun endlich diese Plage verschwunden ist; kommt ab und zu noch ein kleines Curiojum nach, so ist ja das, nachdeni die Sache nun im Princip entschieden, bald beseitigt. — Die Nachrichten über die Zustände in Rußland lauten sehr bedrohlich. Ein Petersburger Correspondent der „Köln. Ztg." entwirft ein grauenvolles Bild der jetzigen Lage. Er schreibt: „Was ich sehe, wohin ich blicke, ich sehe überall die Lösung der staatlichen Ordnung iu einem Reich von 80 Millionen. Und diese täglich steigende Mißstimmung, Erregung, Leidenschaft, sie werden künstlich gegen gewisse Ziele geleitet, gegen die Besitzenden, die Gebildeten, gegen Deutsche, gegen Juden. Je länger das so fortgeht, um so gefährlicher wird der Zusammenbruch, der Ausbruch sein. Und der Zufall, ein erneutes tolles Unternehmen zwanzigjähriger Burschen und Mädchen, kann täglich den Anstoß geben zu unabsehbarer Bewegung, Verwirrung. Die Zustände von heute legen in die Hand dieser unreifen Jünglinge eine erschreckende Gewalt. Welches Elend würde herausbeschworen durch ein neues Attentat! Wie wächst mit jedem Md als er sich rur R-che»- ’mmentare jg biejtr °pch»°t auf @tunfa *- d°ß di-TM- W innerhalb bis «9 gefteUten MU« ; betragende Summe >ummen schulde, mit ber M abgelausenen Dg standen, über« ^en und Einnahmen : 1881/82 zu ersehen Md einem Etatstitel Erlichen Tabakmanu- mnchktur sei dem allgemeinen Vemal- letzten Zähren nicht -iibe Maßnahme ohne ^es Gelder ans der Ltats hinaus in An- 'X Bosse und Geheim- UMUS"). toi sBep mpfangen, in roelcjer eilt ivirö. Die Aus- lansgesetzt aus Kairo >t Eisenbahnen reichen ive besragte heute den ias und der Aotabeln cher um die Absetzung >as Murn sei wahr Der Pcheipräselt ervorgerufenbaburi, weldjt’r Hin leim &’ Betitelet Englands, en Abreise des Äv hityc, da^dnEM M. e« Haden, Der Uedine suhrte rauch, den Aradi Betz pou derEmnnung DU. M« » »g ;”.XerÄ £et etaatilx* Gleitern r&S regele & C« N KäS* der ÖUV heilN. v' ,.<55 Ä'rKr %&** Herr Koch beantragt, die Handelskammer möge bei der Köntgl. Eisenbahn- htrection Hannover sich dahin verwenden, daß künftig Retourblllets nach Frankmrt rückwärts auch auf der Strecke Hanau-Friedberg zugelassen weiden Die Kammer beschließt diesen Antrag bei der Elsenbahndirection zu Hannover zu befürworten. Großh- Ministerium des Innern und der Justiz theilt mit, daß die Handelskammer Worms den Einführungstermin der Kaiserl. Verordnung vom 24-Februar 1882, betreffend den Verkehr mit Petroleum, bis zum 1- April 1883 hinauszufchieben ersucht' das Ministerium fragt an, ob im hiesigen Bezirke ähnliche Wünsche gehegt werden. Die Kammer beschließt, sich zunächst bei den hiesigen Petroleumhändlern zu informiren. ^^^nbahndirection Hannover übersendet Tagesordnung und Freikarte zur nächsten Conferenz. Die Kammer beschließt Beschickung der Conferenz und wählt b>errn Koch zu ihrem Vertreter. 4 Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz theilt eine in Nr. 125 der Darmstädter Zeitung enthaltene Bekanntmachung betreffend das Verbot der Einfuhr fremdländischer mit französischen Marken versehenen Maaren m Frankreich mit und empfiehlt, die Interessenten des hiesigen Bezirks in Kenntniß zu fetzen. Die Kammer beschließt demgemäß. Gießen, 1- Juni. Der Dieb, welcher bei Fabrikant A. Sch les sing er verschiedene Besuche mittelst Einbruchs avstattete und dabei Lumpen stahl, wurde zu 2 Jahr und 4 Monate Zuchthaus und 4 Jahre Ehrenoerlust, sowie Zulassung der Polizeiaufsicht, die in dieser Sache wegen Hehlerei angeklagte Ehefrau eines hiesigen Trödlers zu 1 Jahr Zuchthaus verurtheilt. Verwischtes. — sDie berufsstatistische Erhebung vom 5. Juni d. J.l Die „Statistische Correspondmz" bringt folgenden Artikel: „In wenigen Tagen kommt die durch besonderes Reichsgesetz angeordnete allgemeine Berufszählung zur Ausführung. Dieselbe wird ähnlich wie die Volkszählungen vor sich gehen. Einfacher wird sie insofern sein, als Kinder unter 14 Jahren, welche weder für Lohn arbeiten, noch dienen, nur der »Zahl nach notirt zu werden brauchen. Dagegen verlangt sie genauere Angaben über die Art des Berufs, über Landwirthschaft und Gewerbe. Diese Daten sollen zur Aufstellung einer Statistik dienen, welche zuverlässig und eingehend zeigt, wie viele Personen als Selbstständige, Gehülfen, Nicht-Erwerbsthätige und Dienende den einzelnen Berufszweigen angehören, was für Nebengewerbe bei letzteren betrieben werden, wie unter den Berussangehörigen Geschlecht, Alter und Familienstand vertreten und wie viele Invaliden und Mittwen aus denselben hervorgegangen sind, endlich in welcher Zahl, von welcher Art und Beschaffenheit selbstständige landwirthschaftliche und gewerbliche Betriebe sich im Reiche vorfinden. t Wie Jeder aus den ihm vor dem Zahlungstage zukommenden Formularen sich leicht überzeugen wird, sind die Angaben, welche er eintragen soll, derart, daß er sie ohne Bedenken machen kann. Keine Frage bezieht sich auf Thatsachen, die man zu verheimlichen braucht, ja nur geheim zu halten vermag Auch sollen die Angaben lediglich zu den Arbeiten der statistischen Amtsstellen verwandt werden, deren Zusammen- sullungen dann nicht mehr die Verhältnisse im Einzelnen, sondern nur noch diejenigen der Gefammtheit in Kreis, Bezirk. Staat und Reich, sowie in einzelnen großen Gemeinden und Gemeindegruppen ersichtlich machen. Die solcher Gestalt gewonnenen Tabellen sind bestimmt, als Grundlagen für wissenschaftliche und gesetzgeberische Arbeiten zu dienen. Sie sollen über die Berufs: Verhältnisse der Bevölkerung, über Landwirthschaft und Gewerbe Nachrichten geben, die bis jetzt wegen zu wenig eingehender Zählungen entweder ganz mangelten oder nur lückenhaft vorhanden waren- Um dies zu ermöglichen, sind allerdings die Formulare reicher mit Fragen versehen als die bisher zur Anwendung gekommenen Volkszählungs-Formulare; die richtige Beantwortung dieser Fragen erforoert vielleicht auch eine etwas größere Aufmerksamkeit. Man vertraut indeß allen Haushaltungs-Vorständen und ihren Vertretern, sowie den selbstständigen Gewerbtreibenden, daß sie es hieran in dem Bewußtsein, an ihrem Theile zu einem wichtigen und der Allgemeinheit nützlichen Merke beizutragen, nicht fehlen lassen werden. Nur dann wird es den dankenswerthen Bemühungen der Zähler gelingen, durch Beschaffung eines vollständigen Materials für die in Aussicht genommene Statistik die unentbehrliche und sichere Grundlage zu liefern." Aus dem Großherzogthum Hessen, 30. Mai. (Frequenz der Gymnasien und Realschulen.^ Nach den soeben erschienenen oificiellen Zusammenstellungen über bie Frequenz der Realschulen und Gymnasien im Großherzogthum im Schuljahre 1881—82 betrug die Anzahl Der bestehenden Gymnasien 6 mit zusammen 141 Lehrern, welche in 78 El ass en 2450 Schüler unterrichteten; von diesen Schülern gehörten 1584 der evangelischen, 528 der römisch-katholischen, 12 der alt-katholischen, 5 der deutsch- katholischen, 329 der israelitischen und 10 anderen Confessionen an; nach der Heimath geordnet waren von diesen Schülern 1701 aus dem Orte der Lehranstalt, 594 aus unteren hessischen Orten, 131 aus anderen Staaten des deutschen Reichs und 24 aus nichtdeutschm Staaten. Das für die Gymnasien aufgewendete Schulgeld betrug zusammen 137,442 50 H. Realschulen gab es in obigem Zeiträume in Hessen zusammen 16, und zwar 4 erster und 12 zweiter Ordnung mit zusammen 197 Lehrern, welche in 133 Elasten 7184 Schüler unterrichteten, ron bi:fen Schülern gehörten 3174 der evangelischen, 795 der römisch-katholischen, 15 der alr-katholischen, 38 der deutsch- katholischen, 692 der israelitischen und 20 anderen Confessionkn an; nach der Heimath geordnet, waren von diesen Schülern 3254 aus dem Orte der Lehranstalt, 1835 aus anderen hessischen Orten, 199 aus anderen Staaten des deutschen Reiches und 40 aus mchtdeutschen Staaten. Das für die Realschulen aufgewcndete Schulgeld betrug 239,070 43 H. Nauheim bet Groß-Gerau, 30. Mai Der hiesige Ort, welcher in sehr langer Zeit einen Hagelschaden nicht gehabt, so daß fast Niemand seine Feldfrüchte versichert hat, wurde heule rasch hintereinander zweimal von einer solchen Naturerscheinung heimgesucht. Nach einer fast tropischen Hitze kam Nachmittags um halb 6 Uhr ein hastiges Gewitter von Nord-West. Mehrere Minuten hindurch fielen Hagelkörner von ber Dicke eines Hühnereis. Korn, Weizen, Gerste und andere Gewächse wurden stark beschädigt. Viele Zweige wurden von den Bäumen geschlagen, 29 junge Gänse, welche das Obdach nicht mehr erreichen konnten, lagen tobt auf der Straße. An den Fensterscheiben der Wetterseite wurde ein großer Schaden angerichtet. Beinahe keins blieb ganz. Nach kurzer Pause kam Abends um halb 9 Uhr ein zweites Hagelwetter von Nord Ost, welches noch vollends zerstörte, was das erste verschont hatte. Dw Eisstücke waren zwar nicht so groß als am Nachmittage, aber zahlreicher, so daß die Erde davon ganz bedeckt war und ein winterliches Ansehen hatte. Mainz, 31. Mai. Gestern Nachmittag bald nach 5 Uhr brach üoer unsere Stadt und die Umgegend ein furchtbares Unwetter herein Gegen 5 Uhr schon hörte man ferne Donnerschläge und bleifarben zogen sich schwere Wetterwolken unheimlich, gefahrdrohend über die ganze Gegend zusammen. Da plötzlich, nachdem einige leichte Blitze und Donnerschläge erfolgt waren, öffneten sich die Schleußen des Himmels, aber nicht um Segen zu spenden, sondern um überall Verderben zu verbreiten. Wolkenbruchartig strömte der Regen, untermischt mit einem Hagelschlag, zur Erde nieder, wie wir ihn feit dem Jahre 1869 hier nicht erlebt hatten Genau 21 Minuten dauerte der Hagelschlag, lange genug, um viele Hoffnungen, den Segen des Landmannes zu vernichten. Es war nicht ein gewöhnlicher Hagel, der niederfiel, sondern die Eisstücke hatten durchgängig die Größe kleiner Vogeleier, währenddem Eisstücke wie' Hühnereier nicht zu den Seltenheiten gehörten. Die Straßen ber Stadt, ebenso die Dächer der Häuser waren mit Eis überzogen und wie ein Peletonfeuer prasselten die Hagelkörner nieder. Durch den furchtbaren Regen waren fast alle Straßen, manche sogar bis zu 2 Fuß unter Wasser gesetzt und glichen die Straßen einem reißenden Strom. In den niedergelegenen Stadttheilen wurden Keller und Wohnräume mit Wasser angefüllt und Hunderte von Fensterscheiben gingen durch den Hagel in Trümmer. Leider trafen aber auch vom Lande viele Hiobsposten ein, bald nach dem Unwetter brachten die Eisenbahnzüge, die von Worms und Bingen hier ankamen, die Nachricht, daß auf der ganzen Strecke durch das Wetter ein unersetzlicher Schaden angerichtet worden sei. Die Züge waren vollständig mit Laub bedeckt, welches durch den Hagel von den Bäumen abgeschlagen worden war. In Budenheim und Mombach soll viel vernichtet sein; auch in Bingen hat der Hagel um 5 Uhr arg gewirtschaftet. Lorch, 30. Mai. Dem „Rhein. Cour." schreibt man: Der heutige Tag war wieder ein Schreckenstag für Lorch, Lorchhausen und nächste Umgebung. Gegen 4 Uhr des Nachmittags zogen sich nämlich von verschiedenen Himmelsgegenden, namentlich von Westen kommend, einige Gewitter über die hiesige Gegend zusammen, die Jedem die Ueberzeugung aufdrängten daß etwas Gefährliches zu erwarten sei. Und wirklich traf alsbald unter fortwährendem Blitzen und Donnern ein solches Hagelwetter ein, wie solches seit langen Jahren nicht gesehen worden. In allen Formen bis zur Größe eines Hühnereies und darüber fiel der Hagel 18 Minuten lang in dichten Massen hernieder, in den Weinbergen, Gärten, Feldern und an den Häusern großes Unheil anrichtend. Die zertrümmerten Fensterscheiben an den östlich und südöstlich gelegenen Seiten sind allenthalben nach Dutzenden zu zählen. Der Schaden in den Weinbergen, die kaum sich von den letzten Frösten etwas erholt und eben angefangen haben, in die Blüthen- periobe zu treten, ist zwar in seiner ganzen Größe jetzt noch nicht zu übersehen, wird sich aber später als sehr bedeutend zeigen. Bedeutend sind aber auch bie Zerstörungen an vielen Korn-, überhaupt Frachtgeldern unb an den Obstbäumen. Gegen 8 Uhr trat abermals ein neues Unwetter ein, wobei wieber ber Hagel etwa 8 Minuten lang in bichten Massen, jeboch in kleineren Formen, zerftörenb wirkte. Wiesbaben, 31. Mai. (Nach bem Buchstabens Als eine Probe, wie hier in ber Weltcurstabt mit einem Fremdenpublikum aller Nationen unb aller Glaubensbekenntnisse bie Sonntagsfeier-Verordnung gehanbhabt wird, dürste es interessant sein zu erfahren, daß soeben die Curverwaltung in Strafe genommen worben ist, weil am Curhausschalter während den Gottesdienststunden — Karten ausgegeben wurden. Und als ob diese „Gottlosigkeit" nicht genüge, wurde obendrein ber Curhaus-Reftau- rateur auf frischer That ertappt, wie er einem Bebienstelen bes Curhans-Bureaus ein belegtes Bröbchen verabfolgte unb gleichfalls „ausgeschrieben". Die Cur-Verwaltung wird die Sache nicht auf sich beruhen lassen, sondern nöthigensalls bis zur höchsten Instanz gehen, um endlich einmal festzustellen, wie weit die Befugnisse der hiesigen Polizei reichen. — Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen-und Stahl- industrieller belief sich die Roheisenproduction des deutschen Reichs (einschließlich Luxemburgs! 'm April 1882 auf 241890 Tonnen, darunter 146 409 Tonnen Puddelroheisen, 12108 Tonnen Spiegeleisen, 57 634 Tonnen Bessemer- unb 19 939 Tonnen Gießereiroheisen Die Probuction im April 1881 betrug 226 012 Tonnen Vom 1. Januar bis 30. April 1882 würben probudrt 1025144 Tonnen gegen 894071 Tonnen im Vorjahre. — Die Bremer Lebensversicherungsbank in Bremen, welche auch in unserer Gegenb einen großen Kreis von Versicherten hat, legte ihren Geschäftsbericht vom Jahre 1881 ber Generalversammlung am 25. Mai vor, aus welchem hervorgeht, baß bie Bank in ihrer ruhigen Entwickelung fortschreitet unb in allen Branchen einen bebeutenben Zuwachs verzeichnen konnte. Es gingen 3741 neue Anträge mit einer Versicherungssumme von 6 244 600 Jü ein, beim Jahresschlüsse hatte bie Bank einen Bestaub von 14173 Policen mit einer Versicherungssumme von 21689 405 JL Der Zuwachs an Militärbienst- unb Aussteuer-Versicherungen betrug 948 Policen mit 1284 5Ö0 «X Danach bricht sich bie Erkenntniß mehr unb mehr Bahn, baß Eltern für ihre Kinder am Besten durch solche Versicherungen sorgen, damit jeder junge Mann, wenn bie Militärpflicht an ihn herantritt unb jebes junge Mabchen, fobalb es Braut geworben ist, über Geldmittel verfügen können, welche alsbann ersorberlich sinb. Für Staatsbeamte hat bie Bank 10 363,66 als Dienstcaution hinterlegt. Schiffsbericht. Mitgetheilt von bem Agenten bes Norbbeuischen Lloyb in Bremen, C. W. Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 31. Wat. Der Postbampser Neckar, Capt. R. Bussius, vom Norb- beutschen Lloyb in Bremen, welcher am 20. Mai von Newyork abgegangen war, ist heute 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommen unb hat nach Landung ber für boxt bestimmten Passagiere, Poft unb Labung 9 Uhr Morgens bie Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 289 Passagiere und volle Ladung. Bremen, 31. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Hermann, Capt. H. Baur, vom Norbdeütschen Lloyd in Bremen, welcher am 17. Mai von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten in Baltimore angekommen Bremen, 31. Mai fPer transatlantischen Telegraph.) Der Poftdampfer Ohio, Capt. G. Meyer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 17. Mai von Bremen abgegangen war, ist gestern 8 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und Verkehr. Limburg, 31. Mai. Rother Weizen 21.05, Weißer Weizen JL 21.—. Korn 14.15, Gerste «A 10.40, Hafer JL 8.60, Erbsen X—.—, Kartoffeln —.—, Frankfurt, 31. Mai. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiaer und Wetterauer JL 25%, fremder JL 241 2—25%, Roggen eff. hiesiger 19, fremder JL 16 bis 19, Gerste eff. hies. und Wetterauer «M. 17—18, fremde JL. 17—19%, Hafer eff. hies. JL 16V2—17, fremder JL 16—17. Rüböl eff. ohne Faß hiesiges in Parthien vor 50 Ctr. ol%. Branntwein eff. ohne Faß JL 41. Frankfurt, 31. Mai. Auf bem heutigen Markte kostete ber Gentner Heu je nach Qualität oH. 3.00—4.50, Stroh 2.80—3,00, Eier des Hundert 4.30—5.40, Butter 1. Qualität JL 0.00, 2. Qualität Jü 0.75, Kartoffeln das Malter e en St ei Nem Wei sJs 'Ne, ’öitl & Aus beu *e MuaW ^eten Steuerav S mit den < ^Wlegten ni M-ebNg E- und der EtzaujMei N Bei den ErNhuM Wnneta > immi Nm de erniibto Her mf int § «pent t fc"1! b--» kÄ«r i