Str. 281. Freitag den 1 December 1882. Gießener Anzeiger Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. . , --------- --- ■ — - - Bureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montaaö. Preis viertekjührlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlos - w Durch bie Post bezogen vrertelzährlich 2 Mark 50 Pf. Am 1 ticher Hheit. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Geflügelzuchtverein „Eintracht" in Darmstadt die Erlaubniß zur Vornahme einer mtt einem Vogel- und Geflügelmarkte in den Tagen des 24. bis 27. März 1883 zh verbindenden Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß höchstens 7000 Loose ä 20 H ausgegeben und mindestens 65% des Bmttoerlöses hieraus zmn Ankauf der aus Vögeln und Geflügel bestehenden Gewinngegenständen verwendet werden, sowie daß bei dem Ankauf der letzteren ein von Großherzoglichem Polizeiamte Darmstadt zu bezeichnender unvartheiischer Sachverständiger zugezogen wird. Der Vertrieb der Loose im Großherzogthum ist gestattet worden. Gießen, am 29. November 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ________________________________ Dr. Boekmann. Betreffend: Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins. Gießen. Bekanntmgchung. Mittwochs den 6. December, Vormittags 10 Uhr, findet eine Generalversammlung des landwirth- fchaftlichen Bezirksvereins zu Gießen im Gasthaufe „Zum Einhorn" statt, wozu alle Mitglieder res Vereins und Freunde der Landwirthschaft freundlichst eingeladen werden. Tages-Ordnung: 1) Vortrag des Herrn Profeffors Dr. Pflug dahier über das Wesen und die Ursachen das Milzbrandes; 2) Vortrag des Herrn Hofgärtners N o a ck von Darmstadt über Obstbaumzucht: 3) Geschäftliche Mittheilungen Die Herren Bürgermeister werden ersucht, Vorstehendes in den Gemeinden auf geeignete Weise bekannt zu machen. Gießen, den 27. November 1882. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. :__ ____________________ Dr, Boekmann. Betr.i Die Bildung eines Vereins zur Zucht und Veredlung der reinen Vogelsberger Rindviehrasse. Bekanntmachung. de2 Vorstandes des Vereins zur Züchtung und Veredlung der reinen Vogelsberger Nindviehrasse soll Mittwoch den ttchen B^E-'per 'ns ft ttfl b^ ®a^au^e ?unt ^^horn" nach Schluß der^ um_^UHr Vormittags beginnenden Generalversammlung des landwirthichaft- Alle Mitglieder des Vereins, denen vielleicht die besondere Einladung nicht zugekommen sein sollte, werden hiermit um ihre Betheiligung ersucht. Diejenigen, welche sich vor der Wahl noch als Mitglieder melden, haben bei derselben noch Stimmrecht. Gießen, 27. November 1882. Der Director des landw. Bezirksvereins Gießen. _ Dr. Boekmann. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Eorresponderrz-Bureair Berlin. Die Beschlüsse, welche die Armee-Commission der französischen Kammer unter dem Vorsitze Gambelta's vor Kurzem einstimmig gefaßt hat und die unzweifelhaft die Zustimmung der Nationalversammlung finden werden, haben ein nicht geringes Aufsehen erregt. Die französische Armee wird dadurch mit einem Schlage um 84 Bataillone Infanterie vermehrt. Die afrikanische Armee, die bisher 35 Bataillone Infanterie stark war, wird künftig 47 Bataillone zählen und 60 Schwadronen anstatt 42 enthalten. Außerdem soll eine Colonialarmee errichtet werden die aus 18 Regimentern 4 Bataillonen besteht nnd von denen die Hälfte, 144 Compagnien zum Dienste in Afrika und den übrigen Colonien verwendet werden und die übrigen 144 Compagnien m Frankreich bleiben sollen. Die aktive französische Operations- Armee wird dadurch auf 166Jnfanterieregimenter gebracht, von denen 148 4 Bataillone und 18 2 Bataillone zahlen, da 6 Regimenter » 4 Bataillone nebst 4 le.chten Bataillonen und 3 Tira.lleurbataillone m Afrika verbleiben. Mit den 30 Jägerbata llonen über welche die französische Armee verfügt, zählt dieselbe somit 658 Bataillone ^n- fanterie. Die aktive deutsche Armee ist bekanntlich nur 503 Bataillone stark. Ferner hat der Marineminister m der französischen Kammer ein Gesetzp ojekt einge- bracht über große Verbesserungen der Kriegshäfen Cherbourg, Brest und Toulon Die Gesammtausgabe belauft sich auf 93V2 Millionen Francs, vertheilt auf die Jahre 1883 bis 1894. Davon find für Cherbourg 42 Millionen, für Brest 40V2 Millionen und für Toulon 11 Millionen bestimmt. Es handelt sich meistens um Vertie f und um großartige Befestigung des Einganges der Häfen. Berlrn, 29^ Novbr Abgeordnetenhaus. Der Präsident theilt mit, daß der Abg. Horlick (Dam' schrlftüch die Eidesleistung verweigert hat und daß er demselben darauf eröffnet habe, daß er einen ferneren Sitz im Hause nicht beanspruchen könne. Das Haus verwies den Gesetzentwurf über die polizeilichen Strafverfügungen, welche der Justizminister vertheidigte, an eine Commission von 21 Mitgliedern. Der Präsident verlas sodann ein Schreiben über die Abreise des Ministers v. Puttkamer nach dem Rhein. Unterstaatssecretär Herr- furth theilt ein Telegramm von Regierungsseite über den Bruch der Rheindeiche bei Riehl und Worringen mit. Minister Maybach zeigt an, daß der Rhein inzwischen 50 Ctm. gefallen sei, und hofft, daß die Gefahr beseitigt und weitere Verheerungen nicht zu befurchten seien. /^e. Fortschrittspartei hat nach fünfstündiger Berathung den Antrag Hänel auf em enges Zusammengehen mit den Secessionisten und auf eine Anstrebung der Verständigung mit den Nationalliberalen von Fall zu Fall mit sehr großer Majorität, entgegen dem Antrag Nichter-Parisius, angenommen. fioln, 29. Novbr. Der Pegel zeigt gegenwärtig 9,40 Ctm. In Folge des Durchbruchs der Dämme unterhalb Kölns' bei Niehl und Worringen sind mehrere Häuser sortgeriffen worden. Ein Verlust von Menschenleben ist nicht zu beklagen., Mainz, 29. Novbr. Seit heute Nachmittag 2 Uhr ist der Rhein nicht mehr gestiegen. Von Bodenheim, Laubenheim und Nackenheim einlaufenden Nachrichten zufolge stürzten sich die Wassermaffen mit rasender Gewalt durch die Rheindammbrüche und überflutheten die Dörfer vollständig. Viele Häuser sind eingestürzt. Außer Pionieren ist auch Infanterie von hier aus zur Hilfeleistung dorthin geeilt. Von Basel wird starkes Fallen des Rheins gemeldet. Born, 29. Novbr. Der Rhein ist seit gestern Abend um 20 Ctm. gefallen, das Wetter ist aufklärend. Aus den rechtsrheinischen Dörfern gegenüber Bonn ging gestern Abend dem hiesigen Landrath die telegraphische Meldung zu, daß dort 490 Wohnhäuser im Wasser stehen und daß die Vorräthe für Menschen und Vieh fast ganz vernichtet seien. Heute früh begaben sich Mitglieder des Hilfs-Conntös mitttelst Schraubendampfers dorthin und brachten Lebensmittel aller Art, sowie Wein und wollene Decken in die Häuser. Dublin, 29. Novbr. Der Vicekönig erließ eine Proklamation, welche für Stadt und Grafschaft Dublin den Artikel des Gesetzes über die Unterdrückung von Verbrechen in Kraft setzt, wonach die Polizeiagenten befugt sind, Alle zu verhaften, welche der Ausübung ungesetzlicher Handlungen verdächtig sind oder zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang auf öffentlicher Straße angetroffen werden. Für die Entdeckung von Field's Mörder setzte die Behörde 5000 Pfd. Sterl. Belohnung aus. Lokale-. ** Gießen, 30. November. sTheaterO Nestroy's Possen, wenn sie einigermaßen gut gegeben werden, finden heute noch ein dankbares PubUkum, selbfi außerhalb Wiens, ihrer eigentl'chen Heimath, und in der That sind sie weitaus den meisten fcbalen Erzeugnissen unserer modernen Possenfabrikanten vorzuz'.ehen. Die unverwüstliche Lebensfähigkelt der Posse „Einen Jux will er slch machen" bewährte sich auch diesmal wieder und noch nie hörten wir im Saale so herzliches Eelächter und so stürmischen Beifall erschallen als gestern. Das Stück war durch einige Späße und Couplets neueren Stils gewissermaßen nwdernisirt, allseitig wurde mit Lust und Liebe gespielt und so verlief die Vorstellung durchaus befriedigend. Allerdings war Niemand des Wiener Dialects vollständig mächtig, doch kann man das füglich nicht verlangen. Die Hauptperson des Stückes, der Commis Weinberl, eine in Wien typisch gewordene Figur, wurde von Herrn Director Schubert mit markanten Zügen erfaßt und lebenswahr verkörpert. Der Hausknecht Melchior wurde von dem Gaste, Herrn Janez Mal ly, mit wahrhaft drastischer Komik gegeben. Jede Miene, jede Bewegung, sein trockener und doch so wirksamer Humor und nun vollends seine Couplets erregten stürmische Heiterkeit. Herr Pallmann war als Christofferl recht beweglich und ergötzlich und erntete für seine Couplets reichen Applaus. — Auch der Material'st Zwängler fand in Herrn Ernst einen durchaus passenden Repräsentanten. Die unwichtigen Damenrollen geben zur Besprechung keinen Anlaß. Alles in Allem, es war wieder ein glücklicher Abend und das Stück, an welchem sich bereits unsere Großväter erfreuten, könnte in der dermaligen Besetzung zahlreiche Wiederholungen erleben. Verwischtes. Wetzlar, 29. November. Wir entnehmen dem ^Wetzl. Anz.": Durch den Versuch emes ziemlich waghalsigen sogenannten Kunststücks ist ein junger Mann aus dem benachbarten Waldgirmes, welcher erst vor Kurzem den Militärdienst verlassen während ein kleiner Theil vorher ganz unbekannte, meist nicht zu erklärende Qualitats- fehler zeigte und deshalb ausgeworfen werden muß. Erfolgen diese Prüfungen mcht aul den Marinewerften, sondern schon auf den Hüttenwerken, so wird für dre nicht probehaltigen Artikel nicht blos dre Fracht gespart, sondern den Werken selbst, deren Beamten und Arbeitern die nicht hoch genug zu schätzende Tüchtigkeit gewahrt, sich persönlich während und unmittelbar nach den Proben über die Qualität ihrer Arbeitsleistungen zu über- reuaen und dabei nicht nur für die Leistungsfähigkeit dee deutschen Jndusirie, sondern auch für die Kaiser!. Marine nutzbringende Erfahrungen zu sammeln. Es ist in hohem Grade dankend anzuerkennen und zeigt wiederum von dem wohlwollenden Entgegenkommen des Herrn Ministers v. Stosch, daß derselbe auf das Gesuch des Vereins der Eisenindustriellen nach jeder Beziehung hm eingegangen ist und angeordnet hat, daß größere Lieferungen für die Kaiserliche Marine bereits auf den Hüttenwerken am ihre Qualität geprüft werden können. _____ .... Heber d!n überaus großen Nachtheil der älteren Schulbänke für die Haltung der Kinder (Rückgralsverkrümmungen rc.) einerseits, für die Erhaltung Wunder Augen andererseits besteht zur Zeit unter den Sachverständigen ebensowenig ein Zweifel als über die Anforderungen, welche an zweckmäßige Subsellien gemacht werden müssen. Die Denkschrift des Herrn Dr. Weber gibt darüber genügende Auskunft. Obwohl gute Schulbänke in großer Auswahl und zu mäßigen Preisen aus verschiedenen Quellen bezogen werden können, sieht man in vielen Schulern auch höheren bausig noch Modelle von größter Fehlerhaftigkeit, offenbar aus dem Grunde, weil brrekte positive Vorschriften m dieser Beziehung bisher noch nicht bestanden. Der. Erlaß derselben ist dringend erforderlich; es kann hier mit verhältnißmaßig geringen Ausgaben viel Gutes gewirkt werden.^ auf wechselnden Größenverhältnisse der Schüler einer und derselben Klasse hat die Vertheilung körpergematzer Subsellten nach den am Anfang eines jeden Semesters zu ermittelnden Körpermaßen zu Gutachten des iirztlicheu Central-Ausschusics im Großherzogthum Hessen über den Schutz der Sehkraft der Schüler und Schülerinnen, beschlossen in seiner Sitzung zu Darmstadt am 20. November 1882. (Schluß.) Mit hohem Interesse wurde von der durch Herrn Dr. Weber gefertigten und vorgelegten Skizze für einen Gymnasial-Neubau Kenntnitz genommen, welche den Nachweis zu führen bestimmt ist, daß es möglich erscheine, die sämmtlichen Klassenzimmer eines Gymnasiums in den oberen Stock zu verlegen und mit Oberlicht zu ver ehen, während die seitliche Beleuchtung auf die im Erdgeschoß befindlichen Raume für die Verwaltung und den physikalischen Hörsaal beschränkt ist, welch letzterer seine besonderen Beleuch^ungsbedürfmsse öot.^ bur$ Oberlicht nicht allein die größte Lichtmenge in ein Zimmer geworfen, sondern auch excentrisches Licht völlig ausge chlo fen werde und man war der Ansicht, daß nach den vorliegendeii Erfahrungen diese Beleuchtungsart für Zeichensäle und Säle für weibliche Handarbeiten schon letzt unbedingt gefordert werden müsse. Dagegen liegen ähnliche Erfahrungen über eigentliche Schul- . »immer, abgesehen von Nordamerika, bisher nicht in ausreichendem Maße vor und es | wurden mehrfache Bedenken gegen die Durchführbarkeit einer solchen Einrichtung, namentlich bezüglich der klimatischen Verhältnisse (Schnee) und der Ventilation, geltend gemacht. Man hielt aber die Angelegenheit für fo wichtig, baß man allseitig den Wunsch aussprach, es möge baldmöglichst Seitens der Regierung d^e Frage der Oberlicht-Beleuchtung von Schulzimmern durch Versuche in größerem Maßstäbe der Losung entgegengefühtt b^Orienttrung der Schulzimmer sprach man sich dahin aus, daß womöglich jedes Zimmer einer zeitweisen Durchleuchtung durch d'.rectes Sonnenlicht ausgesetzt sein solle, um der Entwickelung mancher niederer Organismen, welche bei dieser Beleuchtung nicht zu bestehen im Stande seien, vorzubcugen: es empfehle sich deßhalb, bei freier Verfügung über den Platz nicht die Flachen, sondern dre Ecken deS^ Hauses nach den vier Himmelsrichtungen zu ft^en, um eine vollständig sonnenlose Nordseile auszuschiießen. Die Frage, nach welcher Richtung vorzugsweise die Schul- zimmer belegen sein sollen, wird verschieden beantwortet werden müssen, je nachdem Nachmittagsunterricht gegeben wird oder nicht. Im er fteren gaüe® t rb fi ä bte £) ft> und Südostsette empfehlen, während im letzteren auch die sonst schädliche Westseite keinem Bedenken^ unterlieg^^n^^ ber Fenster bei direkt einfallendem Sonnenlicht besser durch Mattirung der Scheiben oder durch Rollvorhänge zu geschehen habe, hielt man ber weiteren experimentellen Untersuchung für bedürftig; die Vorhänge müßten Wenfalls so eingerichtet sein, daß sie auch zur isolirten Verdunkelung der unteren Scheiben dienen konnten.^ Beschaffung von nach richtigen Principien construirten Schulbänken ist für alle Schulen obligatorisch zu machen und unter staatliche Eontrole 1? Uhr wieder 10 Zentimeter gestiegen- Der Mainzer Ruderverein oringl oen gedrängten Lebensmittel. In den städtischen Schullocalitäten und freistehende Ahnungen werden Obdachlose untergebracht- Bei ber Probefahrt des Technischen P^fimals dir Ludwigsbahn nach Gustavsburg entgleist- d-r Zug. Di° P^ni-r- d-r Ga nffon besorgen durch Pontons die Communikation auf das Musterhafteste. Das Wasser fallt langfam s-tt^k einfleftürjt. Da« Unterdors st-ht vollständig unter Wasser. Ein Militär-.Commando mit Pontons ist soeben zur Hüffeleistung nach Die an^id)6 über das zunächst vorliegende Gebiet der Augenhygieine h^naus- areifende These durste nicht bei Seite gelassen werden, weil nicht allein die durch das lange Sitzen geschaffenen statistischen Mißverhältnisse der Korpermuskulatur eines Ausgleiches bedürfen, sondern auch die während des Unterrichts angespannten Augen- muskcln Ruhe Enoch^hab-n^ 6b[f(6, ro5brenb be8 Vormittags nur eine größere Dause zu machen, die anderen aber mehr ober weniger zu verkürzen oder wohl ganz schwinden zu lassen. Dieses Verfahren erscheint unzulässig, da, so lange keine wirklich ausreichende künstliche Ventilation besteht, schon nach einftündiger Dauer des Unterrichts die äimmerluft sich in so gesundheitsschädlicher Weise verschlechtert, daß ihre totale Erneuerung erforderlich ist, eine Erneuerung, welche erfahrungsgemäß auch bei ausgiebigem Oeffnen der Thüren und Fenster sich nicht in wenigen Minuten vollzieht. Die energische und consequente Durchführung dieser Maßregel wird den Leitern der Schulen besonders empfohlen werden müssen, da es überall einzelne Lehrer gibt, welche der Eifer für eine ausgiebige pädagogische Durcharbeitung des gerade vorliegenden Stoffes die hygieinische Nothwendigkeit der Pausen vergessen läßt. normal- 5. Di- L-hr-r haben streng darüber za wachen, daß S- -ns d-r normal sichtigen Schüler ein Abstand der Augen von der Arbeit von mindestens Diese Voi^M,^'weUhe^der^Entwick-luna der Kurzfichtigk-it ^,u^^und chre wöhnung vorbeugen soll, setzt ein genügendes Maß von Hellig. »r-rsuche mit Probe- Durchführung wird den Lehrer veranlassen, sich häufig durch exacte„Versuche mit Prooe- tafeln über die Intensität der Beleuchtung Gewißheit »ui verstyamn. 6 Alle Drucksachen, welche den Forderungen der Augenhygieine ntcyt em sprechen ferner ena carrirte Hefte, Tafeln und Zeichenmodelle, sowie vorgedruckte Kartenschablonen sind ebenso wie zu feine Nahoorlagen aus der Zur B^ründung di-serForderung kann einfach aus di-eingehenden Auseinander- i setzungen des Weber'fchen Referates verwiesen werden. ricktiaer 7. Da die Benutzung einer Antigua- (Rund-) Schrift p^liolog sch 8 erscheint, empfiehlt es sich, dieselbe an dre Stelle der letzt übli.den Schreib- Man konnte sich °nicht überzeugen, daß die mit der Erlernung der Fracffwfchrist verknüpften Gefahren für das Auge etwa aus h st°rifch-n oder nationalen Rü^.chten ertragen werden müssen, umsoweniger, als nicht "llein andere Vo cy sch früher der Fractur bedienten, zur Antigua zurückgek-hrt sind,^andernauch ein sehr । großer Theil der deutschen Literatur bereits in dieser Buchstabenform erscheint. - Der Rhein fällt und steht auf 5.48. Von Bod-nh-im und Nackenheim t>b!en weitere verläßliche Nachrichten. Von Laubenheim wird gemeldet, daß der untere kbrt vollständig unter'Waffer steht. Ein Haus ist cingestürzt. Zwischen Frank,urt- Maim und Darmstadt-Mainz ist durch Floße ein Nothverkehr h-rg-st-llt. Der erste Zug ®<6t ° B j^ch o f's'b - l"m, ^S.^Nob-mber. Der" Bahndamm der Ludwigsbahn ist an d"rch^in7ge Züg-"h-rg-st°^ Nach Mainz wird morgen die Briespoft durch Boten b rgestellt. November. Das Wasser fiel heute Morgen permanent. K.it 8^Ibr ist "es dagegen wieder gestiegen und zwar bis 6 Uhr um 3 Ctm. Der .3Äh f(91henbä07 USTT ift 5 52 Mir. Seit kurzer Z-'t scheint es dagegen zu ^Aschaffenburg Würzburg und Haßfurt melden rasches Fallen. Lohr meldet rnn 6°/- Uhr meldet r 5,35 Meter. Demnach in 2-/. Stunden i S*« "“' daß das Wasser pr Stunde um 0,45 Meter fall- Von jcht-n wir» das Wasser voraussichtlich fortwährend fallen, wenn nicht un- o°rher^°°henenZwisch-nsSll-^°,ntreten.°n Schiffbrücke waren 7 Joche abgetrieben und sind b^ K-ff-lh-im gelandet^ { Der Eisenbahndamm bei Eagers m gebrochen Minister v. Putikam-r ist um 11 Uhr 36 Mm. eingetroffeu und gleich nach Neuwied weitergereist, wo die Noth am größten ist. Paris 28. November. Die Seine ist seit gestern um 1 M. gestiegen und steht jetzt 5 60 M Die untern Stadttheile sind überschwemmt, ebenso die Umgebungen von Varis'. Man fürchtet, Die Seine werde bis Donnerstag noch um 1 M. steigen. Berlin, 28. November. Der Verein deutscher Eisen-^und iLtahlindustrieller hatte sich bei der Kaiferl. Admiralität dahin verwendet, daß größere von der Marme- verwaltung bestellte Lieferungen aus Eisen und Stahl nicht lediglich auf den Marinestationen in Wilhelmshafen, Danzig und Kiel auf die Qualität geprüft würden, sondern daß diese Prüfung auch auf den Hüttenwerken vorgenommen werden konnte, sobald letztere die dazu erforderlichen Apparate besitzen und sich zur Tragung der den Marinebehörden erwachsenden Mehrkosten bereit erklären. Trotz aller angewendeten Sorgfalt der deutschen Eisenwerke und ungeachtet ihres anerkannt guten Materials würde es dock Vorkommen, daß von ein und derselben in ganz gleicher Weise gearbeiteten -Lieferung der größte Theil probehaltig befunden wird und abgenommen werden kann, ,lnetf‘eippinB,«. 23. N°3-mb,p. TM i» üb,tfd>o,mmt. nam.nl- ”« »ft,ÄtiÜ“ Steigen erwartet, da das Steigen desselben bei Kehl, Phillipsburg und Maxau um 26—30 Zentimeter d eses anzeigt. Der Neckar ist 25 (Zentimeter gefallen. 3n N fiadt ist das Efind grenzenlos. Der Bergsturz bei Neustadt hat im Thale großes Un- W °^Svever 28. November. Gestern früh stürzte hier in der Nähe in Folge des Hochwassers eine Mühle ein und verunglückten hierbei bret Menschen durch , Ä onn» gebracht worden. Der Betreffende — sein Namc esser durch t man der i jedensalls n Scheiben ilhinfl btr ir Augen a* ■ Obvo-t gen OuÄen ■ l0d) Modüe ufttlm * Krfi»«* । oielOutö M« ei«« bsellien nach perinaßen zu ich sein- A Ithronsgaben ißig ans eine W a Pausen die -deckte Hallen Id«« 6«^ ae durch,0°: ff.*' i x bei ausr “Ä> tr*5 tDOtlw ,:,ss ■*S f*** lagen a O 1 flpnf, 8 Das Dictat von Lernstoff Ist grundsätzlich ,u verbieten, das Fertigen von ' Abschriften auf das geringste Maß zu beschränken. Die hier erwähnten Arbeiten, denen ein erheblicher pädagogischer W-rth wohl niraends beigelegt wird, fallen naturgemäß vorzugsweise den unteren Altersstufen zu, für welche jede überflüssige Näharbeit mit doppelter Sorgfalt befestigt werden muß, weil das jugendliche Auge auf Schädlichkeiten in viel intensiverer Wetse reagtrt, als das des Erwachsenen. _ , Rr, . . £ . 9. Die hyateinischen Verhältnisse der Schulen müssen einer fortlaufenden, bis ins Einzelne gehenden staatsärztltchen Eontrole unterzogen werden. Es erscheint Insbesondere auch nützlich und nothwendig, daß die im Groß- herzogthum begonnenen praktischen Augenuntersuchungen der Schüler, wenigstens der höheren (öffentlichen und Privat-) Schulen, unter Zuziehung von Specialfften fortgesetzt werden. Bisher stand den Schulen ein hygteinischer Beirath nur in Specialfällen, sowie allenfalls noch gelegentlich der Impftermine zu Gebote. Dies genügt offenbar nicht, und es werden die ärztlichen Beamten angewiesen werden müssen, bestimmte Ausgaben in Gemeinschaft mit den Schulbehörden einer regelmäßigen Bearbeitung zu unterziehen. Diese Aufgaben haben nicht allein die Augenhygieine, sondern das ganze Gebiet der öffentlichen Gesundheitspflege zu umfassen. Eine überaus wichtige Aufgabe, naml ch die Fortsetzung der periodischen Augenuntersuchungen, durch welche allein controlirt werden kann, ob die getroffenen Maßregeln einen nennenswerten Erfolg haben, kann indessen nicht allein den ärztlichen Beamten überlassen werden; es müssen vielmehr wegen der nicht jedem Arzte geläustgen subtilen Methoden bewahrte Spezialkrafte zu- gezogen werden. Handel und Verkehr. Frankfurt, 29. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete der Gentner Heu JL 0.00-0.00, Stroh 0.00-0.00, Eier das Hundert JC. 6.20—7.50, Stück 7—8 Butter 1. Qualität JL 1.20—1.30, 2. Qualität JL110, Kartoffeln per Gentner JL 3.00—3.50, Kopfsalat per ©tief 5 H, Wirsing 5—10 H, Nothkraut 15—20 $ das Stück, Gans 50—60 $ pr. Pfd., Huhn JL 0, 1 Ente JL 1.50—2.00, 1 Taube 50—70 H, Hahn JL 1.50—1.80. Limburg, 28. November. Rother Weizen JL 17.20, Weißer Weizen «X —, Korn X 12.05, Gerste JL 8.40, Hafer JL 6.40, Erbsen JL —, Kartoffeln JL —.—. — Mit Rücksicht darauf, daß in diesem Jahre der Weihnachtsabend und der 31. December auf einen Sonntag fallen, werden auf den preußischen Staatsbahnen und unter Staatsverwaltung stehenden Bahnen die Retourbillete mit einer zweitägigen Gültigkeit, welche am 23. December gelöst sind, zur Rückfahrt bis zum 27. December und die am 30- December gelösten Retourbillete zur Rückfahrt bis zum 2. Januar gültig bleiben. Frankfurt a. M., 30. November, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Goursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) GrefrilftAO 252V4, Staatsbahuactien 2957/s, Galizier 262, Lombarden 1173/4, Nord- westbahnactien 170V,, Darmstädter-Bankactten!551/2, Qberschlesische E.-B.-Act. —, Oesterr. Silberrente 65 Vz, 4% Ungar. Goldrente 73V8, 4% 1880er Russen 69Vs, 50/g 1877r Russen —, 2. Orient-Anleihe 5415/ie, Spanier 621/i6, 5% Rumänische Rente 925/8, 4% Unific. Egypter 69, Disconto Gomm. 201V4, Gotthardbahnactien 119V2- Tendenz: —. Allgemeiner Anzeiger. Freitag den 12. Januar 1883, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht die Hofraithe des Otto Mögenburg dahier Flur l/214Vic, 577 Mtr. Hofratthe auf dem Reichensand, l/214Vio, 1296 Mtr. Grabgarten das., meistbietend versteigert werden. Gießen, den 30. November 1882. Großh. Ortsgericht. 7941_______________Müller. Dienstag den 19. Dezember, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien des Maschinenfabrikanten Georg Nenzcl dahier: a Flur XVii/162Vio, 650 Mir. Wohnhaus, Werkstelle, Hofraum in der Scheppen- ecke, X v II/164a3/io, 306Mtr.Hofraithe das., XVII/165,8, 631 Mtr. Grabgarten XVH/166, 575 Mtr. Acker daselbst, XVII/163,6, 225 Mtr. Stall, Hofraum daselbst, XVII/167, 638 Mtr. Acker daselbst, II 16, 819 Mtr. Acker am Wißmarer- XXIV/93, 1581 Mtr. Acker am halben Zehnten, xxv/16 , 2350 Mtr. Acker am xxv/^^OO Mtr. Acker daselbst, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 30. November 1882. Groß herzogliches Ortsgericht. 7940__Mütter.__________ Dienstag den 19. Dezember, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Grundstücke der Heinrich Keck Ehefrau . Flur XXXX 145,6, 4331 Mir. Wiese m bei Schwarzlach, XXXX/257,io, 1069 Mtr. Acker im Gartfeld, 344 Mtr. Wiese in der Schwarzlach, mcistbietend versteigert werden. Gießen, den 27. November 1882. B ' Großh. Ortsgericht. 7910___Müller. Montag den 4. Dezember I.I., Vormittags 9 Uhr und Nachmittags 1 Uhr, Fortsetzung der ' obilienversteigerung auf der Heuchelheimer Mühle, und kommen insbesondere bessere Möbel, Küchengerathe, Porzellan, Bettwerk 2c. zum Ausgebot. Gießen, den 29. November 1882. F. Hoffmann, 7922 Goncursverwalter. AeWgeSo^tes. 7925 Ein leichtes, gebrauchtes einspänniges Wägelchen, eine gebrauchte Pumpe und ein Gossenftein billig zu verkaufen. _ , ., Näheres Bismarckstraße 14. in allen Holzarten und nöthige Werkzeuge empfiehlt Holz- und Fournier-Handlung PH. MfMinberpr, 16 Fahrgasse 16 Frankfurt a. M. Niederlage der amerikan. Holz-Fourmer- Stnhl-Sitze. ___ Carton-Seifen in allen Qualitäten, Glycerin per Pfund 70 H Toiletten-Abfatt zu 60^, sowie meinLager der feinsten Parfümerien empfiehlt „ ~ a 7913 Georg Petri, Seltersweg. Bekanntmachung. Die Erhebung der Krst-und Jeldstrafen der letztverflossenen Periode geschieht an den gewöhnlichen Zahltagen bis 25. dieses Monats. Großherzogliche Districts - Einnehmerei Gießen I. Walther.________________________ Bekanntmachung. Nach einem Beschluß der am 24. d. Mts. stattgefundenen Hauptversammlung des Spar- und Leihkassevereins zu Gießen können an brave Dienstboten, welche wenigstens zehn Jahre bei einer und derselben Herrschaft dienen, Prämien ausbezahlt werden, es werden daher diejenigen Dienstboten, welche eine Prämie in Anspruch nehmen wollen, aufgefordert, sich binnen 14 Tagen bei dem Unterzeichneten unter Vorlage ihrer Dienstbücher zu melden. Es wird noch bemerkt, daß nur solche Dienstboten Prämien erhalten können, welche in zu dem Sparkassebezirk Gießen gehörenden Orten, nämlich denjenigen, welche zu den Bezirken des früheren Stadt- und Landgerichts Gießen gehört haben, dienen. _ Gießen, den 29. November 1882. Der Director des Spar- und Leihkassevereins Gießen. Haberkorn. Griechische Sanitäts- und Dessert-Weine, in Originalflaschen ä 3/4 Liter garantirt absolut rein und ächt. Sechs der folgenden schönen Weine entstammen dem rein vulkanischen Boden der Insel Santorin; 7) und 9) sind von Patras. Da in Griechenland die Keller ebenerdige Magazine sind, die selbst im Winter nie unter 15° R*aumur-Wärme kommen, so sind die Weine in warmem Raume (die Flaschen gestellt) aufzubewahren. 1) Camarite ä 190 ein aussergewöhnlich trockener Rothwein, von gans merkwürdigem Tanningehalte, der besonders als Magenwein sehr zu empfehlen ist. 2) Corinther ä 200 , ein trockener Rothwein, voll, feurig und von angenehmer Blume, jedem gleichpreisigen Burgunder und Bordeaux mindestens ebenbürtig. 3) Elia ä 180 j, 4) Kailiste L 210 zwei weisse und 5) Vino di Bacco ä 170 ein rother Claret, alle drei sehr allkoholreich, mit fein gewürzhafter Blume, an trockenen Sherry und Madeira erinnernd. 6) Vino santo ä 190 7) Achaja Malvasier, weiss, ä 220 8) Misistra Malvasier L 200 und 9) Achaja Malvasier, roth, ä 220 sind ausgereifte, treffliche Süssweine, sehr fett, voll und feurig und von eigenartigem mildem Ton und Character; die beiden Achaja von Geschmack des Madeira, der Misistra dem Malaga ähnlich. 10) Vino rose ä 220 ist ein Essenzwein von hervorragender Güte, er wird von dem Lieferanten als eine Seltenheit bezeichnet und hat vor ächtem Tokayer die Billigkeit des Preises voraus. 11) Mocato ä 220 ein hervorragender Süsswein aus Cephalonia, nur aus Muskateller Trauben bereitet, von charakterischem, sehr feinem Bouquet. 12) Mavrodaphne ä 240 ein bestem Portwein in Farbe und Qualität ähnlicher Wein von Patras, sehr kräftig, voll und alkoholreich. Preise per comptant. Eine Probekiste mit 12 ganzen Flaschen — Kiste, Flaschen und Verpackung frei — ab Frankfurt 19 50 7934 L-p. Hempel, Hirschapotheke in Giessen. Heute treffen ein Frische Schellfische „ Brat-Bückinge in Carl Schwaab’s Melicatessen- handlung. Kür Weihnachtsgeschenke paffend: 7935 Regenschirme für Damen, Herren und Kinder zu sehr billigen Preisen bei J"oh. Zufall, Neuen Bauen 21. Reparaturen, sowie das Ueberzieheu werden sogleich angefertigt. _________________________ D. O. Frische Schellfische treffen heute ein 7937 Gg. Wilh. Weidig. Passendes Weihnachtsgeschenk ! 7908 Bei Unterzeichnetem erschien: Neuer MWMckr Bilttp v*6n Otto Bergen. Preis Jk 1. Prachtausgabe in Golddruck Jk 2 — bei Einsendung des Betrags und der Frankatur (50 Pf ) Frankozusendung ohne Emballageberechnung. Mehrere Expl. freo.! Emil Roth in Giessen, Vorräthig in allen Buchhandlungen. Wärmflaschen in Zinn, Wärmfleine äußerst billig bei Job. 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