* Familie Yen. Hgasse. Meinem glitzer. 'Meisen, aue 85. Simmern latz 23. ' ^uses mit L* l« der ’M zu *?.au er- mberg. JTn Land- Miner ic. ^mielhen. Eldami. Hauses w. anher sischöach. ennichen. Trech. eines Zim- iucn^.9n. rltersweg. igen. eschäitigung tag 60 H). cherKrug, lveitstillendt, sturen, chen w )chrK von tkorn3 19.___ cht. ä einer $c- zur Ztühe nd. Führung einem Weiß- ' 5491 in fÄ- äsKnöchtN' »enberger, »JL- 2 s L S -lden- . ft* 8-5 i is, Mrliner Wil Eis' fc" L- um- § unf««r DO1 ■ -Grad Ma . Lindner.-7 < f&fe von w k Ans dm WL7 Pvn Smrdiom'1'1 rtober 8Sfe Mr. 203. Freitag den 1. September 1882. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau t «chukstraße B. 18. Erscheint tä-ttch mit Ausnahme des Moutaas. PreiS vierteljährlich 2 M«rk 20 Pf. mit Bringerlohn. ________ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mm-t 50 Pf. T~Tr~ '" ' " " — - —--------- - —- Amtlicher HS ei l. Betreffend: Den Ausschlag der Kreisumlagen für 1882/83- Gießen, am 31. August 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. .. ß . Wir beauftragen Sie, den Gemeinde-Einnehmern Anweisung zu erheilen, die unter Rubrik 98 der Voranschläge für 1882/83 vorgesehenen Beiträge an die Kreistasse (Rechner Gruneberg dahier) alsbald abzuliefern. _________________ Dr. Boekmann. Betreffend: Das Beschneiden der Hecken. Betreffend: Festschrift zum 50jährigen Jubiläum der landwirthschaftlichen Vereine. Bekannt m achung. Die zum fünfzigjährigen Jubiläum der landwirthschaftlichen Vereine des Großherzogthums von dem Großherzoglichen Generalsecretär Dr. Weiden- 9ammer verfaßte Festschrift ist mir in ausreichender Zahl von Exemplaren zur Vertheilung an die verehrlichen Mitglieder des landwirthschaftlichen Beürks- verems zugefandt worden Die Letzteren werden daher ersucht, solche im Negierungsgebäude dahier in Empfang zu nehmen, oder abholen zu lassem widrigenfalls ich eme sich bietende Gelegenheit zur Zustellung abwarten muß. Gießen, den 30. August 1882. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. ______ ___ Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten- und Feldbesitzer, die ihren Grundbesitz an öffentlichen Fahr- oder Fuß- rnegen einfnedigenden Hecken in jedem Frühjahr bis zum 1. März auf 1,25 Meter Höhe und 0,50 Meter Breite zurückzuschneiden und im Laufe des MonatS >September die neuen Schößlinge wiederholt zu beschneiden oder zurückzubiuden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntnis; gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Art. 31 des Feldstrafgesetzes mit Geldstrafe von 1 bis 10 Mark bestraft werden Greßen, am 31. August 1882. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. . I- B. d. ^^K^ämer^ Politische Ueberffcht. Gießen, 31. August. Die Kaiserin ist, wie osficiös gemeldet wird, noch immer nicht ganz von dem jüngsten Unfall, der die hohe Frau durch Verstauchung eines Fußes betroffen hat, wieder hergestellt. Die Kaiserin konnte daher der am 30. August stattgefundenen Herbstparade des Garde-Corps nicht beiwohnen und wird leider wohl auch darauf verzichten müssen, den Kaiser zu den Manövern nach Schlesien zu begleiten. Zn Preußen steht der Misch-Ehen-Streit noch immer auf der Tagesordnung und dauert die Polemik über diesen Gegenstand zwischen den Regierungs-Organen, verschiedenen conservativen Blättern und der „Germania" unvermindert fort. Die jüngsten Auslassungen des leitenden ultramontanen Blattes m Sachen der gemischten Ehen beweisen indessen, daß man auf ultra- montaner Sette den Rückzug angetreten hat, wozu jedenfalls die gut beglaubigten Nachrichten über das Befremden, welches die Angelegenheit der Misch-Ehen beim Kaiser persönlich hervorgerufen, in erster Linie mit beigetraqen haben Daß der jüngsten Reise des Herm v. Schlözer nach Varzin diese ganze Frage zu Grunde gelegen hat, darf mcht bezweifelt werden, doch ist über das Resultat seiner Vefpre^ungen Vi§nmrcf selbstverständlich noch nichts Näheres bekannt. Der Rückkehr des Herrn v. Schlözer auf seinen Posten nach Rom lieht man m den nachiten Ä,agen entgegen. Aus verschiedenen Anzeichen will man »bngens in Berliner Regierungskreisen schließen, daß eine Verständigung mit der Kurie über die Frage der Misch-Ehe nicht lange werbe auf sich warten lassen. _n , ®richt, daß das Verwendungs-Gesetz noch vor den Wahlen zum preußischen Landtage veröffentlicht werden soll, da man sich in Regierungskrisen eme sehr günstige Wirkung für die Steuerpolitik des Kanzlers und für regierungsfreundliche Wahlen davon verspreche, wird jeht in Abrede gestellt. Dagegen soll eine Art Regierungs-Programm, welches die Ziele der von der Regierung verfolgten Steuerpolitik auseinandersetzen und zugleich die Grundzüge des neuen Verwendungs-Gesetzes umfassen wird, noch vor den Wahlen zur Veröffentlichung kommen, lieber die Form, in welcher das geschehen soll schweben noch die Verhandlungen im Schooße des preußischen Staatsministeriums Das definitive Resultat der Reichstagswahl in Brombera stellt sich jetzt folgendermaßen heraus: Hempel (Fortschr.) 4209, v Schenck (conserv.) 3529, v. Koczorowski (Pole) 3278, Gerth (Social.) 3 Stimmen- ungültig find 19 Stimmen. Es ist demnach eine Stichwahl zwischen den beiden ersteren Candidaten erforderlich. Im Allgemeinen ist die Stimmenzahl für den liberalen und den conservativen Candidaten zurückgegangen, während sich die Zahl der für den polnischen Candidaten abgegebenen Stimmen nicht unbedeutend vermehrt hat. Bei der vorigen Wahl erhielt Hempel 49,34 pCt, v. Schenck 33,44 pCt. und v. Koczorowski 25,26 pCt. sämmtlicher gültiger Stimmen, während diesmal für Hempel 38,34 pCt., für v. Schenck 32,01 pCt. und für v. Koczorowski 29,60 pCt. der Stimmen abgegeben wurden. In den Wiener Regierungskreisen sieht man mit Spannung der unmittelbar bevorstehenden Rückkehr des gemeinsamen Finanzministers, v. Kallay, von seiner bosnischen Reise entgegen. Schon die Berichte, welche Herr v. Kallay während seiner Reise an das Wiener Cabinet gelangen ließ, sollen erkennen lassen, daß die bisherige österreichische Verwaltung in den occupirten Provinzen es nur in verschwindend geringem Maße vermocht hat, die eingeborene Bevölkerung mit den neuen Verhältnissen auszusöhnen und hofft man von der mündlichen Berichterstattung des Herrn v. Kallay noch weitere Aufklärungen hierüber. Schon jetzt nehmen die Personal-Veränderungen im Status der bosnischen Verwaltung immer größere Dimensionen an und fast jede Nummer des bosnischen Amtsblattes bringt eine Reihe von Ernennungen und Versetzungen von politischen Beamten. Ueber den Verlauf der Session der ftanzösischen Generalräthe werden jetzt einzelne interessante Mittheilungen laut. Im Generalrath des Departements Pay-du-Döme hielt der Senator Salneure eine Rede, in welcher er seinem Vertrauen in die Zukunft und der Hoffnung auf eine feste Politik des Cabinets Duclerc Ausdruck verlieh. Der Ministerpräsident Duclerc beglückwünschte Salneure telegraphisch wegen dieser Rede. Im Generalrathe des Ardoche beantragte ein Mitglied die Einführung des Listen-Scrutiniums und im Generalrathe der Charente beantragte Joubert, der Pariser Gemeinderath solle künftig aus je einem Vertreter sämmtlicher Departements und 10 Vertretern des Seine-Departements bestehen, da die Pariser Angelegenheiten ganz Frankreich berührten. — Die Polizeibehörden von Paris haben eine Feier, welche der dortige deutsche Turverein veranstalten wollte, verboten, da die patriotische Liga bei dieser Gelegenheit eine feindselige Demonstration gegen den Turnverein in Scene zu setzen gedachte^ Ministerpräsident Duclerc sprach persönlich dem deutschen Botschafter, Fürst Hohenlohe, sein lebhaftes Bedauern über diesen Vorfall aus. Unter den schweizer Ultramontanen herrscht über eine antiultramontane Demonstration große Erregung. In vergangener Woche machte der schweizerische Piusverem mit dem Erzbischof Lachat eine Dampfschifffahrt aus dem Lago Maggiore (halb zu Italien, halb zur Schweiz gehörig) nach den Borromäischen Inseln, wobei jedoch das Schiff von der italienischen Bevölkerung von Jntra, Pallenza, Stresa u. s. w. mit abscheulicher Katzenmusik begrüßt wurde. In Stresa wollte der Verein landen, da sich seine Mitglieder aber weigerten, die päpstlichen Abzeichen abzulegen, so mußte das Schiff wieder umkehren. Der schweizerische Pius-Verein will'sich deshalb sowohl bei der italienischen Regierung, als auch beim Schweizer Bundesrathe beschweren. Die russische Regierung beabsichtigt eine Modification des Preßgesetzes und liegt der Entwurf bereits dem Minister-Comitv zur Begutachtung vor. Die hauptsächlichsten Abänderungen sollen darin bestehen, daß die Zeitungen nach der dritten Verwarnung der Censur unterliegen und daß eine Commission eingesetzt wird, welcher das Recht der Unterdrückung der Preßorgane zusteht. Auch wird nach dem neuen Entwürfe des Preßreglements der Redacteur des unterdrückten Blattes des Rechtes der Herausgabe irgend welchen Organs für immer beraubt. Die russische Presse soll also noch mehr geknebelt werden, als dies tchon jetzt thatsächlich der Fall war. Der türkische Ministerrath hat nach zweitägiger Berathung endlich die Militär-Convention mit England nach den englischen Vorschlägen angenommen. Nur drei Punkte sind türkischerseits der Convention zugefügt worden und steht die Entscheidung Englands hierüber noch aus. — An der türkisch-griechischen Grenze ist es zwischen türkischen und griechischen Soldaten am Montag zu einem ernsten Zusammenstöße gekommen, in welchem griechischerseits 3 Uuter- offreiere und 4 Gemeine getödtet und 12 Mann verwundet wurden, die Verluste ber Türken sind noch nicht bekannt. Die griechische Regierung sandte sosort die , Fregatte „Amphitrite" mit 2 Compagnien und 2 Batterien nach Volo ab. j Die militärische Lage in Egypten ist trotz der unzweifelhaften j Erfolge, welche General Wolfeley bei Mahuta und Mahfameh davongetragen! hat, noch wenig verändert. Zwar meldet Wolfeley, daß der Feind in Folge! dieser Gefechte in wllder Flucht und unter Zurücklassung von Waffen, Munition und Vorräthen aller Art nach Zagazig zurückgegangen sei, indessen leiden die englischen Berichte fast immer an großer Uebertreibung. Mahmud Femy, der Hauptrathgeber Arabi's und jetzt in englischer Gefangenschaft befindlich, hat allerdings angegeben, daß unter den Truppen Arabi's Insubordination und große Unzufriedenheit herrsche, diese Angaben bedürfen aber noch der Bestätigung. Arabi Pascha soll sein Lager bei Kafre-Dowar stark befestigen; auch wird berichtet, daß die Garnison von Abukir jetzt ein verschanztes Lager errichte, woran mehrere Tausend Mann arbeiteten. — Die Nachricht, daß General Wol- seley Verstärkungen verlangt habe, wird von der „Pall Mall Gazette" für völlig unbegründet erklärt. — Die Neuconstituirung des egyptischen Ministeriums unter Scheris Pascha ist nunmehr erfolgt. Die Ereignisse in Egypten werfen ihren Schatten auch bis nach Indien. In Salem (Präsidentschaft Madras) fanden ernste Unruhen zwischen Hmdus und Mohamedanern aus religiösen Ursachen statt, wobei von den Hindus große Grausamkeiten verübt wurden; etwa 150 Personen sind verhaftet worden. Ein Glaubenskamps in Indien würde jedenfalls die englischen Operationen in Egypten bedenklich lähmen. Deutschland. Darmstadt, 29. August. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 25. August den Premier-Lieutenant i. P. Friedrich Arnold aus Darmstadt zum Calculator 1. Kl. bei der Centralstelle für die Landes-Statistik, sowie den Finanz-Aspiranten Friedrich Feick aus Wembach, im Kreise Dieburg, zum Calculator 2. Kl. bei der Centralstelle für die Landes-Statistik zu ernennen. Arankreich. Paris, 27. August. Wir entnehmen der „Köln. Ztg.": Die Chauvinisten möchten aus der Haut fahren, daß ihnen Egypten entgeht, und sie suchen Händel, nicht mit den Engländern, um deren Gunst sie buhlen, sondern mit den — Deutschen; und da hinter dem Chauvinismus der Gambettismus openrt, so sind die Mittel zum Streite ebenso kleinlich, wie gemein. Wir haben, seit Gambetta wieder Herr der Situation in Paris ist, wiederholt über die Spionen- riecherei in Paris und an der Ost- und Nordostgrenze berichten müssen; diese Treibereien wiederholen sichj, es ist System darin. Und nun kommen Händel von Leuten, die eine politische Rolle spielen wollen und Deutschenfresserei als Reclame betreten, gegen die Deutschen in Paris hinzu und die Regierung spielt dabei die Rolle des Aengstlichen, während das Gambettistische „Paris" Oel in's Feuer gießt und falsche Karten ausspielt. Und in derselben Zeit läßt die Regierung in Belleville die „Anarchisten" ungestört wirthschasten. Louise Michel hielt gestern Abend in Belleville einen Aufruf zum Aufstande „gegen die Banditen, welche die Völker unterdrücken", der Bürger Lesranyais bezeichnete das allgenieine Stimmrecht als eine kolosiale Betrügerei; der Bürger Chabert klagt, daß die socialistische Partei uneinig sei, „sonst könnte morgen schon die Fahne der Revolution aufgepflanzt werden; die Arbeiter verlören durch Zuwarten ihre Zeit, man müsse dreinschlagen, Barrikaden bauen, todtschießen u. s. w." Glaubt das französische Volk wirklich, daß unter einer Regierung, die den Anarchisten ' und Chauvinisten frei die Zügel schießen läßt, sich das Ansehen der Republik im In- und Auslande befestigen und das Vertrauen, daß die dritte Republik den Frieden mit den Nachbarn und Ordnung im Innern wolle, nicht von Grund aus erschüttert werden wird? — 28. August. Es giebt einzelne Blätter, denen nicht wohl ist, wenn sie sich nicht hin und wieder versichern können, daß es in Deutschland ärger aussieht, als in der ärgsten Räuberhöhle. Seit sich die deutschen Blätter mit dem bevorstehenden Sedanfeste beschäftigen, haben verschiedene französische Blätter ihr großes Mißfallen darüber ausgesprochen, daß die Deutschen diesen Tag in Deutschland nicht in Sack und Asche begehen wollen. Wie gewöhnlich ist es die „France", die in ihren Angriffen gegen das Fest alle anderen übertroffen hat. Zu diesen Ausbrüchen fanatischen Hasses läßt sich eigentlich wenig sagen, denn sie sind ebenso dumm wie boshaft. Da sie aber unter dem Beifall eines großen Thesis der Bevölkerung gelesen werden, so ist es immer lehrreich, von ihnen Kenntniß zu nehmen, namentlich lehrreich für diejenigen, die den Traum eines deutsch-französischen Einvernehmens, einer deutsch-französischen Allianz noch immer nähren, trotz aller Abweisungen, die sie bisher erhalten haben. Die „France" schlägt also vor, an unserem Sedanfeste nachstehenden Siegesgesang anzustimmen: „Die Husaren singen, die Kanonen donnern, wir folgen alle dem General Wrede (?), der für uns schon manche Schlachten gewonnen hat. Brüder! wenn wir keinen Pfennig mehr in der Tasche haben, laßt uns nach Frankreich gehen, dort finden wir Geld! Brüder! wenn wir keine Sohlen unter den Füßen haben, so laßt uns barfuß nach Frankreich lausen, dort finden wir Schuhwerk in Masse! Brüder! wenn wir keinen Wein zu trinken haben, so giebt's für uns doch einen Trost: in Frankreich giebt's Wein! Laßt uns dahin gehen und den französischen Fässern den Boden einschlagen." So also soll nach der „France" auf den deutschen Sedanfesten gesungen werden, und ich möchte glauben, daß ein Thell der französischen Leser wirklich glaubt, daß solche Lieder gesungen werden. Eine weitere Schätzung der „France" über das, was man den deutschen Ruhm nennt, entbehrt nicht eines besonders erheiternden Charakters. Dian höre: „Den Degen ziehen für eine Idee, für die Vertheidigung des Vaterlandes, für Erringung der Freiheit? Welche Dummheit! Aber Krieg führen, um Geld, Stieseln und Wein zu erbeuten, ja, das ist was anderes! Das ist wahrer deutscher Ruhm." England. London, 29. August. Eine Depesche General Wolseley's aus Gassassin be- slätiat, daß bte Engländer gestern Abend von 8 Bataillonen Arabi Paschas mit zwölf Geschützen angegriffen worden. Die aus nur 3Vr Bataillonen, einer Abteilung Cavallene und 5 Geschütze bestehende, erst später durch noch ein Bataillon Infanterie verstärkte Truppenmacht der Engländer griff den Feind in der Front an, während die Cavallerie einen Flankenangriff machte und dem Feinde große Verluste beibrachte. Arabi Pascha wohnte dem Gefechte bei. Wegen der einbrechenden Dunkelheit gelang es der englischen Cavalleiie nicht, sich der feindlichen Geschütze zu bemächtigen, der Feind zog sich während der Nacht unter Zurücklassung seiner ganzen Munitionsvorräthe zurück. Die Engländer hatten einen Ober-Chirurgcn, 6 Artilleristen und 1 Sergeanten tobt, 5 Officiere und 56 Mann oerwunbet. Rußland. Moskau. Vor einiger Zeit war eine Commission zur Unterbrückung der Trunksucht des russischen Volkes organisirt worden. Ein so allgemein verbreitetes Laster, welches den Russen zur zweiten Natur geworden, durch äußerliche Zwangsmaßregeln und nicht durch moralische Mittel unterdrücken zu wollen, hieße Eulen nach Athen tragen. Gegenwärtig ist die sogenannte Branntweinfrage insofern in eirte neue Phase getreten, als man cs sich zur Aufgabe gemacht, das Recht des Branntweinschanks zu beschränken und die Zahl der Kabaks ober Schänken auf ein Minimum zu bringen. Es gehört keine Prophetengabe dazu, um vorauszusagen, daß diese Maßregeln, so sehr sie von Menschenfreunden unterstützt werden mögen, nicht zur Ausführung kommen werden- Ein Wall von Interessen und Dummheit stellt sich ihnen entgegen. Die Verminderung der Kabaks bleibt so lange eine Unmöglichkeit, so lange auf den Brannt- weinschank sich ein Hauptthei! ber ganzen Staatseinnahme gründet: sie ist ferner eine Unmöglichkeit, so lange der Kabak für Capitalisten, Speculanten, Juden, Wucherer und alle Reichen in Städten und Kreisen eine Nothwendigkett für ihre Geschäfte und endlich das sicherste Mittel ist, den herabgekommenen, verarmten Bauern von sich abhängig, d. h. zu ihrem Selaven zu machen. Ist doch ber Branntwein geradezu ein Regierungsmittel. Rur durch den Wutki, den sie eimerweise spenden, werden die Vorsteher der Mirs, die Startschina und Starosten in den Stand gesetzt, die bäuerlichen Genossenschaften zu beherrschen und auszubeuten. Und dieses Opfer selbst, das Volk, welches unter der entnervenden Last des Kabakenüöels leibet, fordert nichtsdestoweniger das Bestehen ber Kabaks. Roh und schwach, wie das Volk ist, kennt und sucht es bei ber schweren Bürde, welche cs zu tragen hat, keine andere Rettung als in der Schänke. Zerlumpt, gedrückt, elend und krank, verfolgt von dem Rufe seiner hungernden Familie nach Brod, eilt ber Bauer in den Kabak unb ertrankt seinen Kummer wie seine Lebenskraft im Branntwein. Alles bas, ebenso wie bte finanzielle Lage des Landes, fordert das Fortbestehen des Kabaks. Wir sprechen zwar eine traurige Wahrheit, aber nichtsdestoweniger eine Thatsache aus, wenn wir behaupten, daß alles, was wir angeführt, sei es nun im Geheimen ober offen, selbstbewußt ober nicht, für bas Recht der Kabaks eintreten wirb. Die Zahl rechtlicher, dem wirklichen Volkswohl ergebener Leute ist nicht groß. Auf ber Seite ber Gegner stehen bas Capital, baS Volk und selbst das Gesetz Ein sehr ungleicher Kampf Sebastopol, 29. August. Gestern fand hier die Einweihung des Grabdenkmals der im Krimkriege gefallenen Italiener statt. Die hiesige Garnison gab die üblichen Geschütz- und Gewehrsalven ab ; später fand ein zu Ehren der italienischen Deputation von dem ganzen Ofsicier - Corps veranstaltetes Diner statt. Aegypten. Port-Said, 29. August. Der Dampfer „Dakalieh" ist mit Sultan Pascha hier eingetroffen, welcher den militärischen Operationen der englischen Truppen folgen, in den nach unb nach von den (Snglänbern besetzten Provinzen die Autorität des Khedive wieder zur Anerkennung bringen und neue Vertreter unb Beamte des Khedioe emfetzen soll. Fend Pascha ist zum Mubir in Zagazig ernannt worben. Die Mission Sultan Paschas läßt bei dem großen Ansehen, in welchem berfelbe bei der eingeborenen Bevölkerung steht, ein günstiges Resultat erhoffen. Asten. Teheran, Ende Juli, lieber Vorgänge, welche die Unruhen in Persien veranlaßt haben, schreibt man ber „Polit. Corr.": Prinz Zill-es-Soltanes, ber ältere Sohn bes Schahs und Gouverneur von Jspahan, nahm seit längerer Zeit mit großem Mißmuthe wahr, daß ber Chef des Stammes ber Bahtiares von Tag zu Tag an Einfluß und Bedeutung gewinnt, unb er sann auf ein Mittel, ben gefährlichen Mann kaltzuftellen. Eines Tages wurde ber Ches des genannten Stammes vom Prinzen in die Residenz desselben geladen unb von ihm in der huldvollster: unb herzlichsten Weise ausgenommen. Der Prinz behandelte seinen Gast ben ganzen Tag mit unermüdlicher Liebenswürdigkeit und ging so weit in ber Herablassung, Abends mit ihm Trick-Track zu spielen. Nachdem bte Partie beendet war, verabschiedete sich ber Prinz von seinem Gaste unb ließ ihm für die Nachtruhe bas für „Freunde" des Prinzen bestimmte Appartement anweifen. Kaum hatte der Stammeschef die ersten Anstalten getroffen, sich zu Bette zu begeben, als mehrere Diener erschlenen, um ihm im Namen des Prinzen eine Tasse Kaffee zu überreichen, welches sie als ein besonders auserlesenes Getränk bezeichneten. Der Chef ber Bahtiares kannte die historische Bedeutung solcher Höflichkeiten aus seiner vaterländischen Geschichte zu gut, als daß er sich nicht sofort über ben Vorgang klar geworden wäre. Er erklärte jedoch, daß er den „schlechten Kaffee" durchaus nicht nehmen werde, sondern als alter Krieger, wenn man einmal fein Leben wolle, es vorziehe, auf irgend eine andere gewaltsame Weise getöbtet zu werden, worauf er von ben Dienern erwürgt wurde. So erzählt man wenigstens ungescheut in persischen Kreisen unb wie v'el auch davon wahr ober unwahr fein mag, sicher ist, daß der genannte Chef ben Tag des Empfanges in Jspahan nicht überlebt hat. Der Vorfall scheint zugleich die Geister in Jspahan in hohem Grade erregt zu haben. Denn sicher -.ist, daß Prinz Zill-es-Soltanes, wahrscheinlich aus Furcht, von dm in Jspahrn weilenden Bahtiaren erschlagen zu werden, es nach dieser Begebenheit lange nicht wagte, sich in ben Straßen zu zeigen. Bald nach bet Ermordung des genannten Chefs schied obendrein auch defs n Sohn in ebenso plötzlicher als unauf- gehellter Weise aus dem Leben und es heißt allgemein, dieser sei heimlich getöbtet worben. Die Verwirrung unter den Bahtiaren, aber auch ihre Empörung ist infolge dieser Vorfälle natürlich eine große und wenn sich unter ihnen ein energischer Mann fände, der dies zu benutzen wüßte, könnten für Persien schwere Verlegenheiten daraus erwachsen. Zugleich ergibt sich aus dem Gesagten, daß ungeachtet ber~ anerkennend werthen und eifrigen Bemühungen des Schahs Nasr-ed-din, der europäischen Cultur ein immer breiteres Terrain in Persien zu gewinnen, man daselbst von einem absoluten Bruche mit ben Traditionen orientalischer Despotie doch noch ziemlich weit entfernt ist- Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Corresponderrz-Brrreau. Berlin, 30. August. Die heutige Parade des Garde-Corps hat trotz des anhaltenden Regens vor dem Kaiser stattgefunden. Der Kaiser, von dem zahlreichen Publikum enthusiastisch begrüßt, ritt die Front, begleitet von einer glanzenden Suite, ab, worauf ein einmaliger Vorbeimarsch in Negimentscolonne erfolgte. Sammtliche hier anwesenden Prinzen unb Prinzessinnen wohnten der Parade bet — Die „Prov.-Corresp." feiert ben 2. September mit einem Artikel, in welchem sie hervorhebt, daß, während zum zweiten Male feit der Wüderherstellung des Reiches vom Orient her ber Waffenlärm zu ben Sitzen ber europäischen Culturvolker bringe, Deutschland, dessen Sicherheit sonst durch jede kriegerische Verwickelung bedroht wurde, im Genuß eines ungestörten Friedens feine innere Arbeit fortführe, die seinen wahren Beruf bilde. Mit ben führenden Staaten Europas freundschaftlich verbunden, habe das Deutsche Reich jüngst erneute Gelegenheit gehabt, die eminent friedliche Bedeutung feiner Wiederherstellung zu bewähren. Der mächtige Bau Deutschlands habe sich dem Organismus Europas so glücklich angefügt, daß er für den deutschen unb europäischen Frieden gleich unentbehrlich geworden sei. Der Freude am Vaterland, welche durch Jahrhunderte lang getrübt gewesen, werde sich auch heute nur Die entziehen, welche über bet Beschäftigung mit dem verbitterten Parteihaber ben freien Blick in und über die Wirklichkeit verloren haben. — Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt bie Zeitungsnachricht, daß sich der gestrige Ministerrath mit der Feststellung des Termins für die Landtagswahlen beschäftigt habe, für vollständig unbegründet. . Müttchen, 30. August. Der Commandeur des 1. bayerischen Armee- Corps, Generallieutenant Freiherr v. Horn, ist gestern in Augsburg gelegentlich einer Jnspicirung der 3. Brigade mit dem Pferde gestürzt und hat einen Rippenbruch erlitten. London, 30. August. Der Herzog von Albany ist ernstlich erkrankt, ^rgeantev lweihung hiesige Gar' ein zu Ehren veranstaltetes 5iißan Pascha uppcn sotgen, Autoritär des e des Khedive Die Mission r eingeborenen d/r Trunkes Laster, Maßregeln nach Athen neue Ph.se nschanks zn zu bringen. !"N, so sehr ln6 kommen n/ Die Per- ^Brannt- N inner eine en, Wirrer Geschäfte unb 1 von sich „h. geradezu ein den die Tor- e bauerliien ft, M «Bolt, destoweniger sucht es bei ber Schanke, aden Familie seine Lebens- lvdes, fordert aber nichts, ih angeführt, lt der KabakS Leute ist nicht dst das Gesetz ijjjjr #»** in Persien verles, der ältere eit mit großem u Tag an Ein- frlifrn Wann m ßwtfn in Haften Weise merrnM^^ az von seinem WH bestmmie alten getroW. B Namen dü rs auserlesen ideutung solcher sich nicht Wort den »schlecht-" nn man einmal :dfe 8tnl«ft«i5 u>a»r fein* 6 nW «6tr e gr-d-«««' “ aus Furcht, von efer xsZ S'S Ascher nheiten darauf W tz ziemlich 0,(11 -t Ä ^nben SMte, »iSA nert-tirt fr’»®4* X'Ä sein Leiden ist von starken Blutverlusten veglettet. Die Königin hat, da der Zustand ihres Sohnes ernstliche Besorgnisse einflößt, ihre Abreise nach Balmoral verschoben. — In dem Befinden des Erzbischofs von Canterbury ist eine wesentliche Besserung eingetreten. Limerick, 30. August. Drei Polizei-Constabler haben ihre Thätigkeit wieder begonnen. Petersburg, 30. August. Die Königin von Griechenland ist gestern nach Wiesbaden abgereist. Konstantinopel, 30. August. (Meldung der Agence Hcwas"). Nachdem Lord Dufferin die letzten Instructionen bezüglich der Militär-Convention erhalten, begab sich derselbe auf die hohe Pforte, woselbst er zwei Stunden verweilte und wo er die Verhandlungen wieder ausgenommen zu haben scheint. Lord Dufferin dürfte die Convention znnächst blos habe paraphiren wollen, die Pforte aber gegen eine provisorische Unterzeichnung Einwendungen erhoben haben. Alexandrien, 30. August. General-Lieutenant Hamley ist mit der schottischen Brigade unter General-Major Alison von Ramleh hier eingetroffen. Die Truppen werben bereits eingeschifft. Das griechische Panzerschiff „König Georg" ist heute trüh in Folge der Ereignisse an der türkisch-griechischen Grenze nach Volo abgegangen. Lokale-. Gießen, 31. August. [13. Sitzung der Handelskammer am 18. Juli.) Anwesend die Herren ß. Georgi, A. Katz, A. Kraatz, S. Heichelheim, R. Scheel und A- Zinßer. Die Eingänge Nr. 267—280 werden bestimmt, ad acta 267, 271, 274, 279, zur Circulation 276, 280, zur Bibliothek 265, 266, 268. 269, 270. Ein Antrag des Herrn A Katz betr.Feststellung resp. Abänderung der Geschäftsordnung der Handelskammer wird einer Commission von 5 Mitgliedern überwiesen. Gewählt werden in dieselbe die Herren E. Silberetsen, A. Katz, S. Heichelheim, R. Scheel und der Secretär. Ein Rescript des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, bett, die Zulassung der Handelskammer zu den Verhandlungen der mit dem 1. Januar 1883 ns Leden tretenden Bezirkseisendahnräthe in Preußen soll mit Bezugnahme auf das •bereits unterm 12. Juli von der Handelskammer in dieser Angelegenheit an Großh- Ministerium des Innern und der Justiz gerichtete Schreiben beantwortet werden- Die von dem Großh- Ministerium der Finanzen übersandte Tagesordnung der nächsten Sitzung des Eisenbahnbeiraths in Darmstadt wird verlesen, die einzelnen Punkte werden berathen. [14. Sitzung der Handelskammer am 26. Augusts Anwesend die Herren L. Georgi, Ef. Silbereisen, A- Kraatz, F. C. B- Koch und R- Scheel. Die Eingänge 282—329 werden theils zur Bibliothek, theils zur Circulation bestimmt, theils ad acta gelegt. Die Eisenbahndirection Köln übersendet einen Abdruck der bereits in verschiedenen Zeitungen veröffentlichten Bekanntmachung der König!. Eisenbahndtrectionen Köln und Elberfeld, bett. Ermahnung des Publikums zum rechtzeitigen Bezug von Kohlen. Die Kammer nimmt Kenntniß davon- Großh. Ministerium des Innern und der Justiz benachrichtigt die Kammer, daß der gekündigte deutsch-mexikanische Handels-Schifffahrtsvertrag vom 28. August 1869 noch bis zum 31. December d. I. in Kraft bleiben werde. Die Kammer beschließt Veröffentlichung dieser Mittheilung im Protokollauszug. Herr R- Scheel hat einen Antrag eingereicht, dahin gehend, die Kammer möge bei dem Großh. Ministerium des Innern und der Justiz um Erlaß einer Verfügung ersuchen, wonach künftig wie in Preußen die Kosten für den Zahlbefehl beim Mahn- -verfahren nicht mehr durch unfrankirte Briefe eingefordert, sondern von dem Gerichtsvollzieher miterhoben werden sollen. Die Kammer beschließt eine Eingabe in diesem Sinne an Großh. Ministerium des Innern und der Justiz zu richten und gleichzeitig Mtttheilung dieser Eingabe in Abschrift an die übrigen Handelskammern des Groß- oerzogthums zu senden. Das Comite für Verkehrsinteressen in Gladenbach bedauert in einer Zuschrift, daß die Vertretung der Stadt Gießen ;o wenig Interesse für den Bau der projectirten ^recundärbahn Gladenbach-Lollar zeige, zu deren Zustandekommen noch die Summe von 35,0u0 JL fehle. Die Kammer beschließt Absendung einer Abschrift dieses Schreibens an bte Großh. Bürgermeisterei Gießen. Die Handelskammer Mainz ladet die Kammer zur Absendung eines Delegirten rin behufs Verständigung über eine gemeinsame Beantwortung eines an genannte Kammer gerichteten Ministerialschreibens bett, die Wirthschaftsrechnung über die Kanzlei ko st en. Da bte hiesige Kammer von dem erwähnten Ministerialschreiben nicht betroffen wird, so soll der Handelskammer Mainz davon Mittheilung gemacht werden, daß die Angelegenheit die hiesige Kammer nicht berührte. D-e Eisenbahndirection Hannover zeigt an, daß eventuell im Monat October eine Eisenbahnconferenz stattfinden solle und ersucht um Angabe der Gegenstände, deren Berathung diesseits gewünscht werde. Die Kammer hat vorläufig keine Anträge für die Conferenz zu stellen. hieraus erstattet Herr Silbereisen Bericht über die von ihm besuchte letzte Eisenbahnconferenz in Frankfurt a. M- und Herr Georgi über die letzte Sitzung des Eisenbahnbeiraths in Darmstadt. Heber die erstere Sitzung ist das Protokoll bereits eingelaufen und wird in Circulation gesetzt. q)nh. ^Äc^n'm3L August. Vor einigen Tagen brachten die „Oberh. Nachr." eine Sa HR VT ^"hmen nach das hiesige 116. Regiment verlegt und an desftn Stelle i}8; Rament nach Gießen in Garnison kommen solle. Nach von uns angestellten Ermittelungen entbehrt diese Nachricht vorerst jeder Begründung. 9 Tnn Sedantag naht heran und wenn auch anscheinend Niemand sich regt, den Ju begehen, so laßt der hiesige Krtegerverein es sich nicht nehmen, Deutschlands Ehrentag in gewohnter Welse würdig zu feiern. Die Feier ist auf Sonntag den 3. September verlegt. Eingedenk der jedem deutschen Herzen heiligen Worte- Vergesset die lieben Tobten nicht", wird der Verein die Schmückung der Gräber der auf bdhofe ruhenden Krieger von 1870/71 Vormittagen Uhr durch eine Dotation vornehmen lassen, da von der Weise, wie dieselbe in früheren Jahren geschah, für diesmal leider Abstand genommen werden mußte. Am Nachmittag marschirt unte?Drornn^firf.mrf?r Gleiberg und begeht in dessen neurestaurirten Räumen unter voraussichtlicher Teilnahme mehrerer Vereine aus den umliegenden Ortschaften 20§Jfn 1 1 l * ^^ichtmitglieder haben gegen ein Eintrittsgeld von Bet embrechender Dunkelheit werden die Ruinen der Burg bengalisch b^uchtet. Moge der Himmel zu der Feier ein freundliches Gesicht machen Den Kriegern und — uns Allen! Wir haben's Alle nothig I Handel und Verkehr. Gießen, 30. August. Der heute und gestern dahier abgehaltene Viehmarlt war trotz der ungünstigen Witterung stark befahren. Es waren aufgetrieben: 1498 Stück Rindvieh und 761 Stück Schweine. Die Preise hielten sich durch den lebhaften Handel den früheren gleich. Nächster Markt Dienstag den 12. September d. I. Limburg, 30. August. Rother Weizen JL 19.60, Weißer Weizen JL Korn JL 12.55, Gerste JL 10.—, Hafer JL 6.80, Erbsen JL —, Kartoffeln r. Dickere, Lollar. 5621 Lehrling gesucht in ein hiesiges Material- und Farbwaarengeschäft. Gute Schulkenntnisse Bedingung. Eintritt alsbald- Näheres bei der Exped. ds. Bl. 5636 In meinem Laden ein Portemonnaie und ein Schirm liegen geblieben- Adolf Möhl. 5637 Ein ordentlicher Bursche, der mit einem Pferd umgehen kann, gesucht. Daniel Rühl Wwe. am Nathhaus. 5628 Die Stelle eines Laternen- O herzlichsten Glückwünsche. Wärters bezw. Ersatzmanns ist zu besetzen und wollen sich für diesen Dienst geeignete Bewerber bei Laternenaufseher Schwan, Marktstraße, melden. 5628 Gießener Gaswerk. 5545 Ein bis zwei Schüler wünscht in Pension zu nehmen eine Pfarrers-Wittwe. Näheres bei der Exped. ds. Bl. 5548 Jüngeren Schülern wird in den Ferien billig Privatstunde ertheilt. Näheres in der Exped. ds. Bl. Ges acht 1—2 Zimmer, schön möblirt oder unmöbl., im oberen Theile der Stadt (Frankfurter- Straße Bahnhof-Straße, West-Anlage) per 1. Oktober. Offerten mit Angabe des Preises beliebe man an die Exped. d. Bl. zu richten. 5522 5576 Ein tüchtiger Kutscher wird ge= sucht. Wo? sagt die Exped- ds. Bl. 11/ iinstliche Zähne | ♦ werden schmerzlos eingesetzt, 4 4 « A alle Zahn-Operationen, Ploin- 4 4 kuren rc. bestens ausgeführt. 4 ♦ Solide Preise. 4 ♦ J. Kohlerznann, j» J 5454 Mäusburg D. 12,2. St. Y 44444444 Wnmiethuttgen. 5641 Der 2. Stock meines Hauses nebst Zubehör zu vermiethen. ______Metzger Schulz, Wallthorstraße. Iiir Einj.-Zreiwillige! Möbl. Zimmer, auf Wunsch mit Pension, im »Frankfurter Hof" (nächst der Kaserne)._____________ 5640 4440 Familienlogis zu vermiethen bei __Georg Lüdekiug, C- J67._ 5585 Ein Familienlogis im 2. Stock zu vermiethen und sofort zu beziehen. I»£°. Bauer II., Bahnhofstraße. 5493 Ein Logis mit Waschküche zu vermiethen.______Sandgasse D. 1755/i0. 5458 Familienwohnung, 5 Zimmer nebst Zubehör, per 1. Oft. zu vermiethen. ________________ Wilhelmsstraße 18. 4995 Der mittlere Stock meines ^Neben- Hauses mit Mansarden und Zubehör ist per 1. Oktober an eine ruhige Familie zu vermiethen. Joh. Fischer, Aliceftraße E- 104. 4994 1—2 unmöbl. Zimmer im 1. Stock, sowie ein kleines Logis im 2. Stock an ruhige Leute sofort zu vermiethen. Ctw. Spruch, Marktplatz. 4943 In der oberen Etage meines Hauses ist eine Wohnung von 5 Zimmern, Küche, Bodenkammer rc., mit abgeschloss- Corridor, sofort beziehbar, zu vermiethen _ _ _ _ __Otto Kempff. 5603 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. __ _ Aliceftraße E. 97. 5479 Ein schönes Logis von 3 Zimmern, Küche, abgeschlossenem Corridor und allen sonstigen Bequemlichkeiten zu vermiethen. ______________ W. Seuling. 5620 Kleine Logis und einzelne Zimmer zu vermiethen bei __Tl. Hoß, Schützenstraße. 4280 Ein gut möbl. Zimmer zu ver- miethen bei C. Fr. Conrad, Friseur. 5417 Ein mittelgroßes Familienlogis Seltersberg E. 38 zu ver- miethen. _____________________ 4992 In meinem neuerbauten Hause in der Marktstraße ist der 2. Stock per 1. September an ruhige Leute zu ver- miethen.____Karl Merkel. 5598 Ein Familienlogis per 1. Oktober zu vermiethen. Wolkengasse C. 88. 5485 Laden ohne Wohnung zu vermiethen. Chr. Zimmer, Bahnhofstr. Mermifchie Anzeigen. 5617 Eine Amme, auch zweitstillende, erhält sofort Stellung. __Näheres bei der Exped. ds. Bl. Friedrich Hamm Maschinen-Agentur Darmstadt. An- u. Verkauf gebrauchter Dampfmaschinen, Locomobilen, Keffel, Pumpen, sowie Maschinen aller Art. ____________Kataloge gratis.________5602 Carf Stohr, Schlosser, empfiehlt sich zur Ausführung von Blihsbikiter- Anlagen in bewährtester Construction. Durch Nachprüfung meiner ausgeführten Blitzableiter durch die Herren Dr. Buchner und Architect A. Hug ivird die Leistungsfähigkeit und Solidität derselben nach- gewiesen.3738 373 Alle Schirmreparaturen, sowie das Neu-Ueberziehen von Regenschirmen wird bestens besorgt von JL Weitzenkorii, ______________Schulstraße 19.________ 5386 Ein atud. phil. ertheilt Nachhilfestunden in Franz., Engl. und in allen Elementarfächern. Wo? sagt die Exped. ds- Bl. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.