Nr. 150. Samstag den I. Juli 1882 ichmer Anzeiger Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint läysich mit Ausnahme des Bureau r Schulstraße B. 18. Preis vierteljährlich 2 M^rk 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Betreffend: Die Quartierleistung für die bewaffnete Macht im Frieden. Gießen, am 28. Juni 1882. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Büvgermeistereien des Kreises. Nachdem sich in verschiedenen Fällen bezüglich des bei Einquartierung von Pferden von den Quartierträgern zu liefernden Streustrohes Anstände ergeben haben, bringen wir nachstehende Verfügung'des Kriegsministeriums zu Berlin zur öffentlichen Kenntniß, mit der Empfehlung, die Quartierträger hiernach zu verständigen. Dr. Boekmann. § 10 der Beilage Lit. A. des Qnartierleistungsgesetzes vom 10. Juni 1868. Für die Stallungen ist an Streustroh, Stalllicht, Stall-Einrichtung und Stallgeräth nur das Nothwendigste und Hausübliche zu beanspruchen. Der Dünger verbleibt dem Quartiergeber. Kriegsministerium. Berlin, den 18. Februar 1880. Nach § 10 der Beilage Lit A. des Quartierleistungsgesetzes vom 12. Juni 1868 ist bei der vorübergehenden Inanspruchnahme von Stallungen für Dienstpferde voll den Quartiertrügern an Streustroh das Nothwendigste und Hausübliche zu beanspruchen. Wenn es nun auch keinem Zweifel unterliegt, daß mit dein „Hausüblichen" lediglich die Art des Streustrohes gemeint ist, mithin nicht Stroh einer bestimmten Getreidegattung bezw. Richtstroh verlangt, sondern eben jedes in dem Haushalte des Quartiergebers bezw. am Orte der Quartieruug als Streu gerade übliche Stroh geliefert werden kann, so hat sich doch in Folge eines durch den Herrn Minister des Innern "zur Sprache gebrachten Befchwerdefalles, als erforderlich erwiesen, der Frage näher zu treten, welches Quantum der an betreffender Stelle gewählten Bezeichnung, d. h. dem „Nothwendigsten" zu verstehen und von den Quartierträgern zu leisten ist. Um den Pferden die dürftigste Gelegenheit zur nothwendigen Nachtruhe zu verschaffen, muß erfahrungsgemäß für Ställe, welche vorher unbenutzt gewesen und ohne jede Streulage zur Benutzung überwiesen werden, für den ersten Tag der Einquartierung die Darreichung von Va Bund Stroh (5 Kg.) prp Pferd als die mindeste Forderung gelten. Für die spätere Zeit, oder wenn der überwiesene Stallraum bisher mit Streu versehen gewesen ist, genügt bei tägliche Satz von 1750 Gr. Stroh, als Differenz des Strohtheiles der Garnison- und Marschration. Das Königliche General-Commando wird ergebenst ersucht, die vorstehend dargelegten Grundsätze zur Kenntniß der unterstellten Truppen-Commandos re. zu bringen, die solche in vorkommenden Fällen zu beachten haben werden. Auch der Corps-Intendantur wolle das Königliche General-Commando hiervon gefälligst Mittheilung machen. Kriegs-Ministerium, gez.: von Kameke. An das Königliche General-Commando des Garde- 1., bis 11., 14. und 15. Armee-Corps. Bekanntmachung. Philipp Müller V. von Beuern, seither Dienstmann mit der Nummer 17 dahier, beabsichtigt das Gewerbe als Dienstmann niederzulegen und werben daher alle Diejenigen, welche etwa Ansprüche an die von demselben bei uns hinterlegte Caution aus ihm ertheilten Aufträgen geltend machen zu können Dauben, aufgefordert, solche binnen 3 Tagen bei uns anzumelden. Gießen, am 29. Juni 1882. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Freseniu s. Renaissancebau, reich und energisch gegliedert und ohne jede Ueberladung, doch einer kostbaren und geschmackvollen Decoration Raum gewährend. Der zweite mit einem ersten Preise gekrönte Entwurf von Fr. Thiersch in München, ebenfalls im Style der Hochrenaissance, imponirt vor Allem durch die in herrlichen Verhältnissen ausstergende prachtvolle Kuppel. Auch unter den mit zweiten und dritten Preisen bedachten Arbeiten findet sich ganz Ausgezeichnetes und die Zahl der wirklich als verfehlt zu bezeichnenden Leistungen ist eine verhältnißmäßig geringe, so daß die Ausstellung ein höchst erfreuliches Zeichen von dem Können der Gegenwart auf dem Gebiete der Architectur liefert. — Der Kaiser hat einen neuen, schönen Beweis seines edlen Herzens und seines merkwürdigen Gedächtnisses gegeben. Ein früherer Gensd'armerie-Wacht- meister, der jetzt als Vollziehungsbeamter in Münster lebt, sollte in Folge eines Monitums der Potsdamer Oberrechnungskammer 500 JL zurückerstatten, die er angeblich zu viel an Pension erhalten haben sollte. Vergeblich wandte sich der Betreffende bis an die höchsten Instanzen und zuletzt in einer Jmmediat-Eingabe an den Kaiser. Der Kaiser aber erinnerte sich bei dieser Gelegenheit sofort des ehemaligen Wachtmeisters, der sich in den Kriegen von 1866 und 1870 besonders als ein ebenso geschickter wie kühner Uebermittier von Depeschen ausgezeichnet hatte, und verfügte sodann, daß die von der Ober-Rechnungskammer reklamirten 500 nicht zurückgefordert werden sollten. Berlin, 28. Juni. Die „Tribüne" schreibt: „Die Symptome von dem unerwartet schnellen Absterben der Straßburger Manufaktur mehren stch in den letzten Tagen in geradezu erschreckendem Maße. Heute erhalten wir die Nachricht, daß der kaufmännische Director der kaiserlichen Tabakmanufaktur, Herr Dr. Hagmaier, seinen Vertrag gekündigt hat und ichon am 1. August aus der Verwaltung der staatlichen Tabakfabrik an der 3ü auö)Reiben wird Berlin, 29. Juni Drygalski Pascha unb Riazim Bey |mb heute Vormittag nach Ems abgereift. Hesterreich. Wien 28 Juni Die „Wiener Ztg." veröffentlicht ein vom 26. bs. datirtes kaiserlicher Handschreiben an die Minister Gras Falkenhayn, Dr Prazak und Konrad v Eybesfeld, mittelst dessen einem Jeden derselben der Orden der Eisernen Krone 1 Klasse, und zwar dem Grasen Falkenhayn mit der Kriegs- decoration der 3. Klasse dieses Ordens verliehen wird. — Der Poüt. Correjp." wirb aus Konstantinopel gemelbet: In diplo- malischen Kreisen legt man Werth auf die Thatsache, daß die jüngste türkische Ule»1s s s. Bach. 1 8 Bach. L. van Beethover ^tsikdirectors Her der Concertsänger > ta Co£ (Tenor), j 1 Kayser aus Hae. esangvereins. Franz Schubert. del is“ mit auf gel nor F- Mendelssohn- Bartholdy. 6 F Händel. Niels W. Gade. Max Bruch. ich ir. fei: J. 8. Bach. F. Mendelssohn- Bartholdy. Deutschland. Berlin, 28. Juni. Die „Berl. Polit. Nachr." melben: Neber ber internationalen Politik schwebt ber Geist absoluter Zurückhaltung. Aus ben kompetenten Regionen verlautbart auch nicht bas Geringste, was ben bie Lust, refp. 16 Tagesblätter durchschwirrenden Vermuthungen einen positiven Anhalt geben könnte, und bie Telegramme ber Telegraphen-Bureaus lauten so mchts- jagenb wie möglich. Rur bas Eine scheint sestzustehen, baß bas englische Säbel- gerassel hier nirgenbs ernsthaft genommen worben ist. Trotzbem mag es in manches diplomatische Gehörorgan nicht unwillkommen geklungen haben. Im Haushalt der Diplomatie geht es ähnlich rote im Haushalt der Natur: nichts geht verloren, sondern wirb irgenb einem Zwecke bienftbar gemacht. Unb wenn England zu nichts anberem mehr zu brauchen wäre, — als Vogelscheuche, in Den egyptischen Kohl gestellt, dürfte Mr. Glabstone vielleicht gar keinen so Übeln Effect machen. Das wäre natürlich nicht so zu verstehen, als könnten sich bie Kothröcke unb Blaujacken nun ohne weiteres, je nach ihrem Gutbünken, beliebig am Suezkanal nieberlaffen. Englischer Comfort und europäische Behaglichkeit smd keineswegs identische Begriffe. _ Aber ein Keil treibt bekanntlich den andern, mb die obstinate Indolenz ber Pforte hat nachgerabe lange genug gewährt. Eine Aenberung ber türkischen Taktik unb zwar im Sinne einer ben Conferenz- Seftrebungen mehr parallel lausenden Richtung läge zunächst im Interesse ber Pforte selbst, unb würbe von allen jenen mit Genugthuung begrüßt werben, bie einer Regenerirung bes Orients den Vorzug geben vor einer Exploitirung,. wie fie vordem geübt wurde, ehe Deutschland in die Lage kam, den Begriff der Jmteressen-Solidarität ber europäischen Mächte aus ber Theorie in bie Praxis zu überführen unb bamit ber sog. hohen Politik ganz neue Bahnen ihrer Ent- widelung anzuweisen. — Unter bebeutenber Theilnahme bes Publikums würbe heute bie Ausstellung ber Concurrenz-Entwürfe für bas Reichstagsgebäube eröffnet. Selbst- verchänblich waren es hauptsächlich bie preisgekrönten Entwürfe, welche bas allge- mennfte Interesse erregten, unb es erscheint nicht zu bezweifeln, baß bas Urtheil ber- Jury burch die öffentliche Meinung gut geheißen werden wirb. In erster Limie bürste bies bei bem Entwurf von Paul Wallot in Frankfurt a. M., dem mitt bem ersten Preise gekrönten, ber Fall sein, ein Werk, bas von hoher Genia- Htcut unb utnfaffenbem Können Zeugniß giebt, und wenn es, wenigstens in seiner Ujsmtlichen Gestalt zur Ausfthrung gelangen sollte, eine hohe Zierde der Reichs- ^mptstadt werden dürste. Es ist ein in edelsten Verhältnissen gehaltener t**A -B-M D // . . G F- Händel. welche in der R i c k Of Musikalienhandlung .....3 4 ',he und auf . . . . 1 T m: SIEH HMg! 7 < ^ii(i an1 ick vom i- ^lul a a Mcn B -S Die Erhel geschieht an den Staatsverbrecher die fortgesetzten Nachforschungen, unabhängig von den in Kiew und Odessa erfolgten Verhaftungen, noch zur Verhaftung einiger aus den früheren Processen bekannter wichtiger Staatsverbrecher geführt haben. Sodann ergab die angeordnete Ueberwachung einiger der Zugehörigkeit zu dem Geheimbunde verdächtiger Personen, daß die Petersburger Gruvpe desselben energische Vorbereitungen zur Aus- ührung neuer Verbrechen betrieb. Nachdem man den gesammten Personalbestand der genannten Gruppe und ihr Vorbereitungsquartier eruirt hatte, wurden am 17. Juni :.8 Personen verhaftet, von denen sieben im Besitze falscher Pässe sich befanden und der Reichspolizet von früher her als hervorragend thätige Mitglieder einer revolutionären Gesellschaft bekannt waren. Die Besichtigung des oben genannten Quartiers führte zur Entdeckung einer Werkstätte zur Fabrikation von Dynamit und anderen Spreng- toffen. Die in Folge dessen mit der Moskauer Geheimpolizei angeknüpften Beziehungen ührten auch dort zur Verhaftung einiger Personen. Während dessen verschwanden aus Moskau drei Personen, welche falsche Pässe führten, unter Zurücklassung von Druckeretutensilien in ihrer Wohnung, in welcher offenbar revolutionäre Schriften gedruckt worden waren. __ — Nach einer Meldung des „Golos" aus Balta hat daselbst am 27. ds. Mts. vor einer Abtheilung des Kamenetz'schen Bezirksgerichts die Prozeßoerhandlung wegen der in Balta gegen die Juden begangenen Excesse ftattgefunden. Von den Angeklagten ind sechs verurtheilt worden, darunter einer wegen tödtlicher Verwundung zu 33monat- tcher Einstellung in eine Arrestantenkompagnie, ein zweiter wegen Nothzucht zu vier- ähriger Zwangsarbeit. Alexandrien, 29. Juni. Neuerdings sind wieder viele Läden und Restaurants von Europäern geschlossen, sowie Geld und Werthsachen an Bord der Handelsschiffe geschafft worden. Gießen, A tv'tz der ungünstlk 1395 Stück Rmdv M»arktes gleich, ri Nächster M Dige auch Krame Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenr-Brrrearr. Berlin, 29. Juni. Die allgemeine Heeresdienstpflicht einschließlich der Reserve- und Landwehrpflicht, welche bisher in Preußen 14 Jahre betrug, ist laut einer Cabinetsordre in Uebereinstimmung mit der Reichsverfassung vom Herbst 1882 ab auch für Preußen auf 12 Jahre reducirt worden. München, 29. Juni. Heute ist hier unter Theilnahme der Prinzen und Prinzessinnen des königlichen Hauses, des diplomatischen Corps, der Minister, Generale und der Hof- und Staatsbeamten, das 200jährige Jubiläum des 7. Infanterie-Regiments durch einen Feldgottesdienst beider Confessionen und eine Galaparade feierlich begangen worden. Die dem Regimente vom König verliehenen Fahnenbänder wurden von der Prinzessin Ludwig an die Fahnen gehestet, der Regiments-Commandeur dankte Namens des Regiments in einer Ansprache. Die Feier schloß mit einem enthusiastischen Hoch der Mannschaften des Regiments und des zahlreichen Publikums auf den König. Bonbon, 29. Juni. Die Regierung hat zwei große Privatdampser zum Truppentransport gemiethet. — Nach hier eingegangenen Nachrichten sind der Agent und der Gutsverwalter Lord Clanricarde's, Blake und Keane, als sie heute früh von Naas (Irland) nach ihrem Wohnsitze zurückkehrten, ermordet worden. Nom, 29. Juni. Der Municipalrath genehmigte den Antrag des Co- nntös auf Bewilliguug von 3 Mill. Lire für die Weltausstellung in Ronr. Petersburg, 29. Juni. Das „Journal de St. Pötersbourg" schreibt, die Cabinete könnten nicht zugeben, daß die Beilegung der Schwierigkeiten in Egypten vollendet sei, wie die Pforte behaupte. Es gäbe noch reelle Interessen zu wahren und Fragen zu regeln. Die türkische Diplomatie stelle das Einvernehmen der Mächte auf die Probe und versuche dasselbe zu erschüttern. Dies werde nicht gelingen, man könne sich dessen versichert halten. Wenn eine Action nothwendig würde, so würde sie sich durch eine Delegation der Mächte vollziehen. Wenn der Pforte kein Zweifel in dieser Hinsicht gelassen werde, würde sie sich dem accomodiren. Man darf hoffen, daß auch England und Frankreich nicht anders als im Mandate Europas vorgehen wurden. Petersburg, 29. Juni. Der „Regierungsanzeiger" lheilt mit, daß nach der Verhaftung der im Februar d. I. in einer außerordentlichen Senatssession abgeurtheilten Lokales. Gießen, 30. Juni. Schwurgerichtssitzung am 29 Juni 1. gegen Karl Hepper's Ehesrau von Ober-Mörlen und 2. Johann Philipp Rack II. von Dorn-Assenheim wegen betrüglichen Bankerutts. Dieselben sind beschuldigt und zwar: 1. Karl Hepper's Ehefrau: daß sie als Schuldnerin, welche ihre Zahlungen eingestellt bezw. über deren Vermögen das Concursverfahren eröffnet worden, in der Absicht, ihre Gläubiger zu benachtheiligen, Vermögensstücke verheimlicht bezw. bei Seite geschafft, auch Schulden oder Rechtsgeschäfte anerkannt bezw. aufgestellt habe, welche ganz oder theilweise erdichtet sind, 2. Johann Philipp Rack II.: daß er im Interesse eines Schuldners, welcher seine Zahlungen eingestellt bezw. über dessen Vermögen das Concursverfahren eröffnet worden, nämlich der Katharine Margarethe Hepper Ehefrau, Vermögensstücke derselben verheimlicht bezw. bei Seite geschafft, auch im Interesse der Genannten oder um sich Vermogensvortheil zu verschaffen, in dem Verfahren erdichtete Forderungen gellend gemacht habe. Die Geschworenen verneinten die Schuldfragen, in Folge dessen beide Angeschuldigten von Strafen und Kosten freigefprochen wurden. Gießen, 30. Juni. Ein Handwerksbursche bettelte gestern in einem Hause dahier und erhielt em Geschenk. Nachdem derselbe sich entfernt hatte, bemerkte man, daß er sich mit dem Geschenk nicht begnügt, sondern auch eine goldne Damenuhr aus einer unverschlossenen Stube mitgenommen hatte Die Bemühungen der Polizei, den Dieb noch hier anzutreffen, waren ohne Erfolg, derselbe hatte gleich das Weite gesucht. Am 1.3 rn Hungen o bereit Verwalt morden ist. Der Post Bellersheim ven Darmsta Türkei. Konstantinopel, 28. Juni. (Meldung der „Agence Havas"). Die Pforte hat ihren Vertretern im Auslande telegraphisch mitgetheilt, die egypti- schen Truppen hätten in Folge der Verleihung des Großkreuzes des Medjidie- Ordens an Arabi Pascha auf's Neue ihre Ergebenheit und Treue für den Sultan betheuert und sei diese Thatsache als eine erneute Bürgschaft für die Aufrechterhaltung der Ordnung in Egypten anzusehen. Die Nachricht, daß Derwisch Pascha beauftragt worden sei, Arabi Pascha darüber zu sondiren, wie er eine eventuelle Absendung türkischer Truppen ausnehmen würde, wird als unrichtig bezeichnet. Circularnote vor der Uebergabe des Conferenz-Memorandums, worin der Pforte der Eintritt in die Conferenz gewahrt wird, versendet worden, so daß diese Kundgebung bisher von der Pforte nicht beantwortet ist. Die Vertreter Deutschlands Rußlands, Oesterreichs und Italiens sind von ihren Negierungen instruirt morden der Pforte eindringlich die Berücksichtigung des Conferenz-Memorandums zu empfehlen. Es ist die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß die Pforte durch diese übereinstimmenden wohlwollenden Kundgebungen stch zu einer Modrflcation ihrer Haltung der Conferenz gegenüber bestimmen lassen werde __ Aus Rom wird der „Polit. Corresp." mitgetheilt, daß der neue österreichische Botschafter, Graf Ludolf, am 1. Juli daselbst eintreffen und am 2. Juli dem Könige Humbert seine Creditive überreichen wird. Arankreich. Paris, 29. Juni. („Havas"-Meldung). Nachrichten aus Konstantinopel besagen, der Wunsch der Pforte, sich der Conferenz zu nähern, sei Marseille, 28. Juni. Die mit den Dampfern „Labourdonnais" und „Junon" hier eingetroffenen 103 arabischen Flüchtlinge christlicher Confesston wurden auf Befehl des französischen Admirals unentgeltlich hierher transportirt und werden hier auf Kosten der öffentlichen Wohlthätigkeit untergebracht und verpflegt. Rußland. Petersburg, 28. Juni. Das „Journal de St. Pötersbourg" schreibt, die Verleihung des Medjidie-Ordens an Arabi Pascha müsse einen ganz besonderen Zweck haben, dessen Gründe man noch nicht zu durchschauen vermöge. Sicherlich habe der Sultan damit nicht zu der militärischen Insubordination und zu der Ermordung von Ausländern noch crmuthigen wollen. Jedenfalls hätten Schicklichkeitsrücksichten erforderlich erscheinen lassen, zu einer solchen Gunstbezeigung nicht den gegenwärtigen Moment zu wählen. — Die Einführung des Art. 10 der im Jahre 1880 bestätigten Schiffsordnung zur Verhütung von Schiffszusammenstößen auf See ist nach einer mit England getroffenen Uebereinkunft bis zum 1. September er. verschoben worden. _ Für die Stadt Cherson ist die Errichtung eines Zollamtes 1. Klasse angeordnet, die bisherigen Zollämter Scpliany und Njemzensk sollen Transit-Zollämter werden. Amerika. Washington, 26. Juni. Mr. John Guiteau hat an den Präsidenten Arthur einen Brief gerichtet, dein er einige Schriftstücke für dessen Durchsicht beifügt und worin er den Präsidenten um eine Unterredung bittet, um seines Bruders Irrsinn zu beweisen. Als dem Präsidentenmörder Guiteau von seinem geistlichen Beistände Mr. Hicks die einstimmige Entscheidung des Cabinets mitgetheilt wurde, daß dem Gesetze freier Lauf gestattet werden solle, seine Hinrichtung somit beschlossene Thatsache sei, sagte er: „Gehen Sie und besuchen Sie General Arthur. Ballen Sie Ihre Faust vor seinen Augen und sagen Sie ihm, daß ich ihn durch meine Inspiration zum Präsidenten inachte. Er muß mir einen bedingungslosen Pardon gewähren; wenn nicht, so verdanmie ihn Gott der Allmächtige für die Ewigkeit. Ich sage Ihnen, Bruder Hicks, ich bin Gottes Mann. Gott nimmt sich der ©einigen an. Die Zeit bis zu seiner Hinrichtung am nächsten Freitag wird Guiteau in einer Jsolirzelle zubringen. 6,<; ■•W 2560 s b' b°i Kussti°?0 uen r ^<47 '8lrM Mil Aus s “*■ van ff, Mesign tzeu -em Wache ^39 Hilt 1 Mk Mememen « , Arm sich die erg beepven uw GrMvereim red)tn. - herrlichen Festes i.°s ir-nr-thn l:nterW"ILb' Den «ec Aestcomtte werde: tawa^ren. Für den l Der Torsi L. Hallr «wf dem _ Benn Jahren mit ""och eine n Meignet, la Reis 4433 ®’ Sefan ,* 8& l.r ble dem §°lf Lyuker 5tbtr(1toem W i>anö9utcr Vermischtes. Offenbach, 26. Juni. Wir theilten vor circa sechs Monaten mit, daß einem Postboten auf feinem Rundgange eine Brieftasche mit 6000 Mark Inhalt in Verlust nerietb. Der beklaaenswerthe Beamte, welcher annahm, daß er das Geld verloren, war längere Zeit in Untersuchung, aus der er jedoch wieder in seinen Dienst zurück- kebrte da man an der Ehrlichkeit des Mannes zu zweifeln keine Ursache fand. Schwer lasteten aber auf ihm die Abzahlungen, die er als Verlustträger zu machen hatte. Heute nun endlich hat sich der Vorfall aufgeklärt. Die Summe ist dem Postboten entwende! worden Als derselbe in einem hiesigen Geschäfte mit der Auszahlung einer Geldanweisung beschäftigt war, benutzte dies ein dortselbst angestellter Commis und nahm ungesehen die neben hingelegte Geldtasche mit Inhalt an sich- Durch in keinem Ver- bältniß zu seinem Gehalte stehende Ausgaben verrieth sich der Dieb, der heute verhaftet wmde Man fand von dem gestohlenen Gelde noch 4000 Mark- Als der Postbeamte von dem Geschehenen erfuhr, weinte er vor Freude. Mainz, 25. Juni. Heute kamen hier am frühen Morgen schon zwei Selbstmorde vor, um 4 Uhr sprang eine hiesige Frau von der Brücke in den Rhein und wenige Stunden später sand man einen Mann aus Mainz im nahen Müllerwaldchen er^angt^ , 26. Juni. Wegen Münzoerbrechen standen heute der Bergmann Phil pp Mocks aus Weinbach und der Taglöhner Franz Albrecht aus Kastel vor dm Geschwornen hier Im Januar d. I. verkehrten in Mosbach, Biebrich und Wiesbaden zwei Leute, die Personen, von welchen sie wußten, daß dieselben in ungünstigen Verhältnissen sich befanden, zum Eintauschen falschen Papiergeldes gegen billiges Geld zu bewegen suchten. Bei einer ziemlichen Anzahl von Personen ist es gelungen, solche ungeschickt ange ertigte auf 100 Mark lautende Falsificate an den Mann zu bringen, bis die Polizei auf dieses Treiben aufmerksam wurde und in den Verkäufern dieser falschen Scheine die beiben Angeklagten ermittelte. Bei einer Haussuchung fand man in der Wohnung des Albrecht 8 falsche Scheine k 100 Mark, welche allerdings dem Anschein nach mehr zum Scherze als zur ernsthaften Verwerthung bienen konnten Wie aus der Verhandlung hervor- geht, haben die beiden Angeklagten die Scheine nicht selbst angefertrgt, sondern Mocks hat dieselben in dem Zuchthaus in Diez von einem dort befindlichen, wegen Münz- vergehen zu einer längeren Freiheitsstrafe verurtheilten Lithographen erhalten. Mocks wird heute eine Strafe von iy, Jahren Zuchthaus und Albrecht wegen Beihülfe eine solche von 6 Monat Gesängniß zudictirt. . z Hanau, 22. Juni. In das hiesige Landkrankenhaus wurde vor einigen Tagen der Fuhrmann Brückner aus Somborn verbracht, welcher das Unglück hatte, in der Nähe von Meerholz mit dem Fuß unter einen mit Steinen beladenen Wagen zu kommen- Die Verletzung ist sehr eigenthumlichcr Art und soll ein zur.Konsultation berufener auswärtiger Professor der Anatomie erklärt haben, daß ihm ein solcher Fall ms letzt nur zweimal vorgekommen sei. Der Fuhrmann ging nämlich neben feinem 21$agen her, stolperte über einen Stein und fiel, infolge dessen das Nab einen Fuß fußt . A s Zuruf standen zwar die Pferde sofort, aber während des Falles drehte sich nur der Körper des Mannes, während das Bein durch den sestgehaftenen Futzam Um^ehm gehindert wurde, so daß nun Bein sammt Fuß verkehrt steht, ohne datzi ein ^nogen. bruch vorhanden ist. — Bei einem vor einigen Tagen über die Ostheimer Gemarkung ziehenden Gewitter wurde eine Frau, die sich unter einen von einem Blitzstrahl getroffen und so schwer verbrannt, daß an ihrem Aufkommen ^^Fra^nNurt, 26. Juni. Vor 20 Jahren verließ ein mit ihrem Kinde. 17 Jahre horten sie. nichts von chm.bls ^rbJahrenauSAmmr ein Brief von ihm mit einer kleinen Einlage hier eintraf. Er thellte seiner^Frau m daß er noch lebe, es ihm gut gehe und er ihr noch weitere Mittel zum besseren Lev senden wolle. Die Tochter faßte hierauf den Entschluß, zu gehen, dM eine Stellung anzunehmen und im Stillen zu beobachten, was ihr Vater mach. ® fand Stellung und erfuhr, daß ihr Vater eine glanzendWwtbschastmit «tner Haus hälterm betreibe. Eine Stelle in dem Hause des Vaters ward frei und ste «ar I glücklich, dieselbe zu erhallen. Ohne sich Im Geringsten zu -erralhen lag sie ihren Pflichten ob Der .fierr war ihr sehr zugethan und nachdem vor einigen Monaten oi Haushälterin Morken" w°rl>7r U d^Hand des Mädchens, wobei er hm-llerdMgs wtttbeüuna machte daß er sich vorerst von seiner in Frankfurt l WÄ wall?"'DEbrach das Mädchen in Weinen aus leg't mlrte^sich mt H des^« gestellt, welche dem Abgeordneten Windthorft von den deutschen Ultramomancn z Geschenk gemacht wird. BOONEj^e^- WdfenD^ Nur die besten Cacao-Sorten werden verarbeitet. &mm OS 1 1 1 JL. 7016.81 zu 10 H, 2560 Kllogr. pro 50 4351 Ulrich. $ Juni 1. gegen Karl bezüglichen Bankeruits 50 bis Kllogr. 8 A, Submission. Die Ausführung der nachstehend aufgeführten Arbeiten zu der Zusammenlegung der beiden Güterschuppen auf Bahnhof Wetzlar, nämlich: Erd- und Maurerarbeiten, veranschlagt gestellt bezw. über deren . m der AdW, ihn heimlicht bezw. bei Seite ml bezw. ausgestellt habe, ine Zahlungen eingestelli eröffnet worben, nämlich zenSstücke derselben ver- e der Genannten ober um erfahren erdichtete Forde- folge dessen bubt Singeiern in einem Hause dcher ; bemerkte man, daß er )ne Damenuhr aus einr :n der Poüzei, den V 1 das Weite gesucht. Wafferwärme der Lahn. Am 30. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 14° LufttvSrme 4-18° R L. Chr. Rübsamen. spänner, fast neues Phaeton-Coupö, modernster Fa^on, ganz neues Dog-car, Naturholz, amerikan. Räder, Sättel, Geschirre, meistbietend versteigert. Bei Beträgen über 20 «X wird gegen genügende Sicherheit halbjährige Zahlungsfrist bewilligt. Lich, den 17. Juni 1882. -1203 Dr. Jhring. Dienlisg brn 4. Juli, Morgens 9 Uhr, wird in der Hofraithe des Unter- Kirchliche Anzeigen -er Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst: Sonntag den 2. Juli (4. nach Trinitatis). Vormittags 91/? Uhr: Pfarrer Dingeldey. (Die Katechismuslehre fällt aus.) Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Die Pfarr ge schäfte in der Woche vom 2. bis zum 8. Juli besorgt Pfarrer Dingeldey. (Wohnung Ludwigsplatz 1695.) 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine »der mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von H AASEJVSTEIIV Ah VOGLER in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Bath ertheilt Sydney 1879, Melbourne 1880, Erste Preise! Cleve 1881 Silb. Medaille, Porto-Alegre 1881 Erster Preis! Empfehlenswert!! für jede Familie! 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Eisenbahn-Betriebs'Amt 4447 (Main-Weser-Bahn.) bann Ä™ P» se sich befnnJ' ÄZZ unb anderen * ter ?0Qnb{n -S's;: ®tn ^othzucht zu vier- m * Sen und Echsachen an Bord Wstatm mit, baß: ein» Warf Walt in W 6 er bat M ver!ol.l inftititn W/N» vUria&ianb- M iutnatynWte- LusMM-mnM tttl Md Nh« Dmch m üinmA Dieb der heute vechst« Qrt. Als der Postbr^' HrMe in den M S*;5 M 6®i 1 iteS«1 rf* Es iA ” „int? EZSs nöt ° Ti (dtttT r. jjiitt'1 *•£ 1“ «'N i: i'" Ä ** I o» w’Lui1 .ui»1'giU« gnl««1”1 !rt fSaure (Suiten ftnb auch (Sonftcl.) Das n-u-st- Zollcunosum hat, dieser T\nm<» in tÄeestemünde erfahren müssen. Dieselbe beabsichtigte ein Töpfchen tinaStn Äei, etwa 50 feg. w-rtb und -in Glas mit in Essig ” m fflranQtäpfd etwa 1 Mart werth. zu versenden Bei der Verzollung mußte fff!b-rnbl-m Als sie über di- Höh- der Steuer ihre V-rwun- aÜsdrKte -Isuhrsi-.daß die Sachen als „ferne Zuckerwaaren" versteuert gen müßten. Essiggurken als seine Zuckerwaaren! 4452 Schwarze Johannisbeeren, Oberkohlrabi, Wirsinghäupter und neue Kartoffeln zu haben im Körner- schen Garten. Frisch eingetroffene neue Maises - Häringe empfehlen 4194 J. A. Busch Söhne. Die Erhebung der Forst- und Geldstrafen der letztverfloffenen Periode geschieht an den gewöhnlichen Zahltagen bis 25. dieses Monats. Großherzogliche Districts - Einnehmerei Gießen I. Bekanntmachung. Am 1. Juli wird in dem zum Landbestellbezirke des Kaiserlichen Postamts in Hungen gehörigen Orte Bellersheim eine Posthülfstelle errichtet, deren Verwaltung dem Landbriefträger Reitz in Bellersheim übertragen worben ist. Der Postverkehr der neuen Posthülfstelle wird durch die Landpost Hungen- Wersheim vermittelt werden. Darmstadt, den 28. Juni 1882. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. _____________________Hag ema nn.__ Jmmobiliar Versteigerung Auf freiwilliges Anstehen sollen die dem Herrn Jf. van Heexe, dermalen in Wiesbaden, gehörigen, in hiestger Gemarkung gelegenen Liegenschaften: Acker vor dem WalperSberg — jetzt Basaltsteinbruch — zusammen 1*239 DiöZcttr haltend, Montag den 10. Juli I. Js., Mittags von Val Uhr an, auf dem Gemeindehaus dahier versteigert werden. Bemerkt wird, dast der Steinbruch vor mehreren Jahren mit gutem Erfolg betrieben wurde und gegenwärtig noch eine groste Quantität Steinabfälle, zu Chausstrsteinen geeignet, lagern. Reiskirchen, den 29. Juni 1882. Großherzogliches Ortsgericht Reiskirchen. M8 Jünger. Dem F-stc°mii6 für Kirch-mGssasgstst^on dem Vorort des evangelischen Kirchen-Gesangvereins für Hessen folgendes schreiben »ugegangen das mtr um feiner ^[laemetnen Beziehung willen hier mttzuthetlen uns verpflichtet halten. Einem hochoerehrlichen FestcomtlL Mehren sich die ergebens! Unterzeichneten Namens der verbündeten evangeltschen Ktrchen- Gesanavereine für den bei dem 4. evangelischen Kirchengesangfest denselben zu Theil gewordenen so überaus freundlichen Empfang, sowie für alle Muhwaltung und Für- forae welche von Seiten des Festcomitäs m so reichem Maße tm Interesse des Festes und 'seiner Theilnehmer entfaltet worden ist, ihren wärmsten und ^rzl^chstEn Dank Llitzmfvrechen. Wmn die Vereine mit gerechter Befriedigung auf den Verlauf des b'rrltchen Festes zurückblidcn dürfen, dann müssen sie sich °?r allem sagen, daß hierzu das sympathische Entgegenkommen der Stadt "ßen und die aufopfernde llnterstühung des FeslcomitSs in hervorragendstem Maße belgetragen hat- . Den Bewohnern von Gießen und den hochoerehrlichen.^gliedern des Ftstcomitc werden sie darum für alle Zeiten ein dankbarlichst freundliches Andenken bewahren^ Vorort des evangelischen Kirchen-Gesangvereins für Hessen: Ü Der Vorsitzende: Der Vereins-Dirigent: Der Schnfstührer: L. Ha llwach s. Dr. gerb. Bender. T h e o p h- Becker. Handel und Verkehr. «Heften, 28. Juni. Der heute und gestern dahier abgebaltene Viehmmkt war trotz de? ungünstigen Witterung ziemlich stark befahren. (O maren auf0etrteben 3 Werbe, 1395 Stück Rindvieh und 622 Stück Schweine. Die Preise standen denen des letzten Marktes gleich, rur waren Kälber etwas billiger. r Nächster Markt Dienstag den 18. und Mittwoch den 19. Juli d.J-, am letzteren Tage auch Krämermarkt (Kirschenmarkt) • __ 505 __— 3906 Ein fast neues Billard ist billi« gu verkaufen. Näh, bei der Eri--i>- b§. Frücbte-Marinelade «-siöt'i ii-i; Wenzel' s Garten 4298 Bett 4440 3445 empfiehlt Fr« Seibel, Mäusburq. Glas Bier, ist bestens gesorgt. Georg heitz^ Gastwirth. Heinrich Moll miethen. find ä 15 verzapfe. 4443 4449 Gefttni Zugefl' M' 248, 4° 4421 Ein gebrauchter Kinderwagen zu kaufen gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Diejenige der Mittheilung daß aber alsdann Atjschaffung des u Ankunft in Gießen Frankfurt l*2, 8« 939*. 11", 725, 836*, 1056, 1212*. 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