Mteii » steinigt Wt. t 1 man bei k 6 UNd in 5e.ttn - N-u-L«-m-r >°tz ich°kN?"b Sltujtäbttr lthtrn und 10 ZAtt!- fÄ? öU?n ft er Hom Cigarm- ^fferten sub y x m ds^Tl. W V BügelnHb 'M angenommen und Mechuse des Herrn ndergerstraße. mreparatureu', Ueberziehen von d bestens besorgt von eltzenkorn, dulstraße 19. fi! eneral-Agent, es Bahnhostj 2560 sch M «gen nun jytro, m a4 die * Samen, Mehrn, kik 45« B. 73. ht, dch ich Donnerstag den I Juni srr. 124 1882. Amts- utib Anzeigeblatt für ben Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Bureaur Schulstraße B. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland. Darmstadt, 27. Mai. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 17. Mai den ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Landes-Universität, Dr. Heinrich Will, aus sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. October d. Js. an in den Ruhestand zu versetzen. Darmstadt, 27. Mai^ Se. Königl. Hoheit der Großherzog nahmen heute militärische Meldungen entgegen und empfingen den Oberst z. D. Gerlach, den Major Buss vom Magdeburgischen Füsilier-Regiment Rr. 36 (Erfurt), den Director Menge vom Gymnasium zu Mainz, eine Deputation aus Gießen, bestehend aus den Herren Bürgermeister Bramm, Pfarrer Schlosser und Stadtverordneten Haustein; zum Vortrag den Staatsminister Frhrn. v. Starck, den Ministerial-Präsidenten Schleiermacher, den Geheimerath Hallwachs; den Ordenskanzler General-Lieutenant v. Grolman. Darmstadt, 27. Mai. Das Großh. Regierungsblatt Rr. 9, ausgegeben am Heutigen, enthält das Finanzgesetz für die Finanzperiode 1882/85. Darmstadt, 30. Mai. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 16. Mai dem Ortseinnehmer Friedrich Volk zu Reichelsheim das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für 50jährige treue Dienste", am 17. Mai dein ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Landes-Universität Dr. Heinrich Will das Ritterkreuz 1. Klasse des Lude- wigs-Ordens und an deins. Tage dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Mettenheim, im Kreise Worms, Heinrich Früh auf, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" — zu verleihen, am 24. Mai der' am 2. l. Mts. durch die Stadtverordneten zu Worms erfolgten Wahl des Kreisassessors bei dem Kreisamte Friedberg Wilh. Küchler zum Bürgermeister der Kreisstadt Worms die Bestätigung zu ertheilen. Schloß Heiligen berg bei Jugenheim, 28. Mai. Se. Hoheit der Fürst von Bulgarien ist heute Vormittag zum Besuche seiner hohen Eltern hier eingetroffen. Berlin, 27. Mai. Der „Reichs-Anz." veröffentlicht eine Verordnung, betr. Einsetzung einer königlichen Direction für die Anhalter Bahn einschließlich der Strecke Kohlfurt-Falkenberg zum 1. Juli mit dem Sitze in Berlin. — Nach der Frühjahrs-Parade der Potsdamer Garnison sand daselbst im Marmorsaale des Stadtschlosses die feierliche Nagelung der Fahnen für die im Jahre 1881 errichteten 9 Infanterie-Regimenter, das Eisenbahn-Regiment und die Pionier-Bataillone Nr. 15 und 16 durch den Kaiser, die Königl. Prinzen und Prinzessinnen und die übrigen dazu befohlenen Personen, sowie durch die Commandeure, Ossiciere und Unterofsiciere der betreffenden Truppen- theile statt. Ems, 27. Mai. Die Kaiserin Eugenie ist heute Vormittag nach Brüssel abgereist. München, 27. Mai. Vor dem Landgericht München I sand heute die Verhandlung in dem Socialisteuproceß gegen 18 Personen statt, welche wegen Vergehens wider die öffentliche Ordnung durch Theilnahnie an geheimen Clubs und Gesellschaften, deren Tendenz Umsturz der bestehenden Ordnung ist, ange- tlagt find. Alle Angeklagte, von denen mehrere aus Berlin, Leipzig und Hamburg ausgewiesen sind, bekennen ohne Ausnahme Anhänger der socialdemokrati- ichen Partei zu sein, bestreiten aber, einem Club oder einer Gesellschaft Gleich- gefrnnter anzugehören. Der Staatsanwalt beantragte gegen 5 Angeklagte je 5 Monat, gegen die übrigen je 4 Monat Gefängniß. Das Urtheil wird am 2. Juni gefällt und publicirt. Eisenach, 29. Mai. Der Ausschuß des Juristentages hat beschlossen, den Juristentag in Kassel vom 11. bis 13. September abzuhalten. Oesterreich. Wien, 28. Mai. Nach einer Meldung des „Tagebl." aus Gravojo haben außer der Bande Vukalovic's sämmtliche Jnsurgentenbanden in der Cri- voscie, im Ganzen 546 Mann , die Waffen gestreckt. Die Auflösung des Hauptquartiers in Ragusa und die Zurückbeförderung der Reservisten stehe demnächst bevor. Wien, 28. Mai. Osficiell. Die Gegenden um Trusina, Lukavac, Rioka Hatelji, Begjisce, Crnagora, die Cervany - Planina, das obere Narenta- Thal, die Dumos - Planina, die Lelja - Planina, Catovabara, das Terrain Wer Zelenagora gegen das Jabusnica - Thal und das Bjelava - Thal sind in der Zeit vom 18. bis 26. Mai durchstreift worden. Dieselben wurden zum Theil f wi. von Insurgenten gefunden; an einigen Stellen wurden kleinere Jnsurgenten- haufen von 5 bis zu 20 Köpfen bemerkt, welche bei Annäherung der Truppen fbohen. Bei Catovabara stießen die Truppen auf Insurgenten, welche zersprengt wurden und einen Verlust von 5 Todten und Verwundeten hatten. Die Strei- mngen werden fortgesetzt. Srankreich. . Pari-, 28. Mai. Nach einer Meldung der „Agence Havas" aus Hairo hat das gesammte Ministerium seine Entlassung genommen. — Wie der „Agence Havas" aus Kairo gemeldet wird, wird in dortigen politischen Kreisen der Rücktritt des Cabinets als ein wesentlicher Schritt zur Lösung der egyptischen Frage angesehen. Paris, 29. Mai. Der Ministerpräsident Freycinet theilte dem heute Vormittag abgehaltenen Ministerrathe die Depeschen bezüglich Egyptens mit; der Ministerrath erachtete es für nicht angezeigt, neue Entschließungen in dieser Angelegenheit zu fassen. England. London, 28. Mai. Das Gerücht von der Verlobung des Prinzen Wilhelm von Hessen mit der Prinzessin Beatrice wird osficiell dementirt. London, 28. Mai. Graf Bismarck ist gestern Abend zum Besuche des Lord Suffield in Darmouth angekommen. London, 29. Mai. Sämmtliche Morgenblätter besprechen die neueste Phase der egyptischen Krisis und befürworten fast einstimmig die türkische Intervention. Die „Times" giebt dem Argwohn Ausdruck, daß der Khedive von der Türkei zum Widerstände gegen die Nationalpartei in der Absicht ermuntert werde, eine türkische Intervention herbeizusühren. Die Entsendung einer türkischen Commission nach Kairo sei bereits ein Beweis für den Erfolg, welchen die türkische Diplomatie erzielte. Die türkische Intervention sei gegenwärtig die einzig mögliche Weise, die Unordnungen in Egypten zu unterdrücken. Nachdem die Türkei ihre Aufgabe gelöst, würde man sich ihrer allerdings wieder entledigen und die Herstellung des Status quo bewerkstelligen müssen. Es werde nothwendig sein, die Aktion der Türkei durch eine Convention zu regeln. Eine directe Intervention Englands und Frankreichs würde nicht allein zu Verwickelungen mit den östlichen Großmächten führen, sondern dürfte auch die Freundschaft zwischen England und Frankreich gefährden. London, 29. Mai. Wie aus St. Johns auf New-Foundland vom heutigen Tage gemeldet wird, ist der Dampfer „Friary" auf der Fahrt von Newport nach New-Jork mit einem Eisberge zusammengestoßen und mit eingedrücktem Bug daselbst eingelaufen. Die in Halifax ankommenden Dampfer berichten fortdauernd über starken Eisgang. . Italien. Nom, 28 Mai. Im Senat wurde der Gesetzentwurf, betr. die Verlängerung der Handelsverträge mit England, Deutschland, Belgien, der Schweiz und Spanien eingebracht und auf den Antrag des Finanzministers Magliam die Dringlichkeit beschlossen. Der Entwurf ging an eine Commission von 5 Mitgliedern. Außland. Petersburg, 27. Mai. Das „Journal de St. Pötersbourg" schreibt: Die Verhandlungen zwischen den Ministern und den Consuln in Egypten sind abgebrochen. Der Ernst dieser Thatsache wird durch die Gewißheit gemildert, daß die Mächte über das zu befolgende Programm einig sind und daß somit die Rechnung der egyptischen Agitatoren auf Uneinigkeit unter den europäischen Mächten keinerlei Aussicht auf Verwirklichung hat. Türkei. Konstantinopel, 29. Mai. Bezüglich der von dein Khedive verlangten Entsendung eines Commissars soll eine endgiltige Entschließung der Pforte noch nicht gefaßt sein. Aegypten. Kairo, 28. Mai. (Meldung der „Agence Havas"). Die Consuln von Frankreich und England besuchten heute Vormittag den Khedive und sollen, wie es heißt, demselben gerathen haben, nicht nachzugeben. Alle Consuln traten sodann bei dem Generalconsul von Frankreich zusammen. Die egyptischen Officiere erklärten, indem sie gegen die gestrige Note der Consuln proteftirten, wenn die Pforte einen Vertreter mit dem Befehle hierher sendete, dem Khedive zu gehorchen, jo würden sie sich vor seiner Autorität beugen. Das Beunruhigende der Situation liegt darin, daß die Bevölkerung an der Meinung festhält, der Sultan sei für Arabi Bey und seine Collegen, während die von dem Khedive erhaltenen Telegramme klar beweisen, daß der Sultan den Khedive unterstützt und die militärische Unbotmäßigkeit mißbilligt. Amerika. Washington, 29. Mai. Der Admiral, welcher die europäische Flotte der Vereinigten Staaten befehligt, hat dem Secretär der Marine telegraphisch die Mittheilung gemacht, daß er zwei Schiffe zur Wahrnehmung der amerikanischen Interessen nach Alexandrien geschickt habe. Telegraphische Depeschen. Woiff'S telegr. Corrcspont>enz>Bur^»u. Breslau, 30. Mai. Die „Schles. Volksztg." veröffentlicht den gestern von den Kanzeln verlesenen Hirtenbries des ^üritbischoss Robert Herzog, in welchem derselbe seiner durch das Vertrauen der höchsten geistlichen und weltlichen Macht erfolgten Berufung gedenkt und zur Ehrfurcht, Treue und unwandelbarem Gehorsam gegen !>as Herrscherhaus ermahnt. Der Hirtenbrief setzt ferner die Pflichten des Bischofs und der Gläubigen auseinander und schließt mit dem Dank an den Klerus für die bisherige Opfertreue und mit der Ermahnung an denselben zum Ausharren. Dresden, 30. Mai. Prof. Hermann Hettner, Literatur- und Kunst- Historiker, ist gestern gestorben. — Auf Requisition der Staatsanwaltschaft ist der Abg. Bebel gestern hier verhaftet worden. Nom, 30. Mai. Die Ernennung des Grafen Ludolf zum österreichischungarischen Botschafter ist der italienischen Regierung notisicirt und von derselben zustimmend begrüßt worden. Nom, 30. Mai. Der Senat genehmigte ohne Discussion den Gesetzentwurf, betr. die Verlängerung der Handels- und Schifffahrts-Verträge mit England, Deutschland, Belgien, Spanien und der Schweiz, nebst den hierauf bezüglichen von der Deputirtenkammer angenommenen Tagesordnungen. Petersburg, 30. Mai. Der Kaiser hat anläßich des Regimentsfestes der Jsmallow'schen Garde vorgestern Petersburg besucht. General Skobeleff ist in Minsk eingetroffen. Das Eisenbahnunglück in Heidelberg. Gießen, 31. Mat. Die Kunde von dem schrecklichen Unglücksfalle, welche gestern die Welt durchlief, konnte natürlich nicht verfehlen, die Bewohner hiesiger Stadt in Angst und Aufregung zu versetzen, denn unter den Tausenden, die in den schönen Tagen des Pfingstfestes eine Reise nach dem Süden unternommen und Heidelberg nebst seiner Umgebung zu besuchen dachten, befanden sich auch eine größere Anzahl Gießener. Glücklicher Weise ist von Angehörigen hier befindlicher Familien Niemand verunglückt. Die bedauernswerthen Opfer, welche bei der Katastrophe ihren Tod fanden oder schwere Verwundungen davontrugen, stammen Alle, wie wir einem im „Franks. Journal" abgedruckten Namens-Verzeichnisse entnehmen, aus der Gegend von Mannheim, Heidelberg u. s. w. Ueber den Unglücksfall selbst ging uns gestern folgende Depesche zu: Heidelberg, 30 Mai. Gestern Abend zwischen 11 und 12 Uhr sand auf dem hiesigen Rangirbahnhofe ein Zusammenstoß zweier Personenzüge statt, indem der von Heidelberg ausfahrende Zug durch falsche Weichenstellung auf dem Geleise blieb, auf welchem der von Mannheim kommende Zug einfuhr. Mehrere Personenwagen sind total zertrümmert und bisher constatirt 8 Todte, 20 Schwerverwundete und eine große Anzahl Leichtverwundete. Die „Frankfurter Zeitung" schreibt ferner: Heidelberg, 3u. Mai. In Bezug auf d n gestrigen Zusammenstoß erfahre ich noch folgende Details: Der von Heidelberg ausfahrende Zug 24 bemerkte dicht hinter dem Rangirbahnhof nach der Station Wieblingen zu den mit vollem Dampf auf demselben Geleise entgegenfahrcnden Zug 39, der von Mannheim kam. Der Zugführer des ersten Zuges gab zweimal das Nothsignal und bremste so viel als möglich. Die Passagiere im ersten Wagen des über 30 Wagen langen Zuges bemerkten die drohende Gefahr und suchten sich so viel als möglich darauf vorzubereiten. Einige stemmten die Füße gegen den gegenüberliegenden Sitz Aber Alles war vergeblich, der Zusammenstoß erfolgte mit furchtbarer Kraft. Die Maschine des Heidelberger Zuges wurde bei Seite geworfen und die ersten drei Wagen vollständig durchfahren und demoliit- Von dem Maschinenpersonal des zertrümmerten Zuges ist merkwürdiger Weise Niemand beschädigt, der Zugführer Mehlm verstarb eine Viertelstunde nach der Catastrophe in den Händen zweier Aerzte. Die Verletzungen der in den Baracken und Pavillons der Klinik untergebrachten Verwundeten sind meist complicirte Frakturen an Ober- und Unterschenkel, am Oberarm oder Verletzungen des Rückenmarks und Kreuzbeines, worauf auch die Todesfälle zurückzuführen sind. Auch starke Weichtheilverletzungcn, die Amputation erfordern, sind nicht selten. Sämmtliche Aerzte der Klinik sind seit heute Nacht in aufopferndster Weise thätig. Der Weichensteller, der das Unglück verschuldet, hat sich geflüchtet, ist aber alsbald eingeholt und verhaftet worden. Vor der Klinik drängen sick massenhaft Leute, um die aushängende Verlustliste zu lesen und Verwundete aufzusuchen. Zahlreiche Amputationen sind schon vorgenommen worden Von den übrigen Schwerverletzten ist im Laufe des Tages noch Albert Rosenfeld aus Hoffenheim verstorben. Von den Uebrigen geben etwa techs, bei denen Amputationen vorgenommen werden mußten, noch m den schwersten Befürchtungen Anlaß. Die Heidelberger Aerzte haben die ganze Nacht und den ganzen heutigen Tag über Bewunderungswürdiges geleistet. An dem gleichzeitig im Hotel „Prinz Carl" versammelten „mittelrheinischen Aerztetag", der von etwa 250 Aerzten besucht war, konnten sie natürlich nicht thctlnehmen. Die Pflicht hielt sie am Lager t>'r Verstümmelten zurück und ihre Abwesenheit, wie überhaupt das ganze enisetzliche Unglück ließen aus dem Aerztetag nicht die gewohnte gehobene Stimmung aufkommen. Weiter wird berichtet: Auf der Unglücksstätte selbst ist die Ordnung so z'emlich wieder hergestellt. Die Waggontrümmer sind nur noch in einzelnen Specus vorhanden, Alles, was noch auf Rädern ruhte, ist schon heute Mittag beseitigt gewesen. Ein hartes Stück Arbeit muß es gewesen sein, die Locomotiven zu entfernen, die beim Aneinanderprallen nicht, wie sonst üblich, sich bäumten, sondern ineinander fuhren und sich festrammten. Von Fahrgästen, die den entsetzlichen Augenblick miterlebt, wird erzählt, daß die Waggons theil- weise mit Aexten auseinandergehauen werden mußten, um die im Innern Eingekerkerten zu befreien. Eine Frau, die in der zweiten Classe des vordersten Wagens des Schnellzuges gesessen, wurde — kein Mensch kann sich vorstellen, wie sie dahin gekommen — unter der Locomotwe hervorgezogen, ohne schwere Verletzunaen erlitten zu haben. Einzelne Reisende, die geschlafen hatten, waren den Unfall nicht eher gewahr worden, bis sie sich nach dem Aussteigen mit eigenen Augen davon überzeugten. Den Schadenersatz wird ausschließlich die Großh badische Eisenbahn zu tragen haben. Die Direction der Main Neckar-Bahn giebt bekannt: Heute Nacht ist ein schwerer Unglückssall auf dem hiesigen Bahnhofe vorge- kommen. Der von Mannheim in der Einfahrt begriffene Nachtschnellzug (Nr. 39) stieß auf den in Folge falscher Weichenstellung auf unrichtigem Geleise ausfahrenden Personenzug Nr. 24 und zertrümmerte die vordersten Wagen des letzteren. Von den Reisenden des Nachtschnellmgs ist glücklicherweise Niemand verletzt, dagegen wurde der Zugme-ster des Zuges getödtet. Von den Reisenden des Zuges 24 wurden 44 Personen schwerer ober leichter verletzt und sind 8 Personen tobt geblieben. Von bem Personal dieses Zuges wurde der Locomotwführer leicht verwundet. Die Liste der Getödteten, soweit deren Persönlichkeit festgestellt werden konnte, sowie der Verwundeten, folgt unten (folgt ein Ver- zeichniß von 8 Todten und 47 Verwundeten). Die Verwundeten wurden von der Unglücksstätte alsbald in die nahe gelegene Klinik gebracht, wo jede gewünschte Hilfe zur Stelle war. Die Schuld des Unfalls trifft angenscheinlich den Weichenwärter, welcher versäumt hatte, die Weiche für den ausfahrendcn Zug richtig zu stellen. Derselbe befand sich feit 6 Stunden im Dienst. Die Bahnstrecke, deren Geleise vorübergehend gesperrt waren, ist seit heute Mittag wieder betriebsfähig. Lokales. Gießen, 31. Mai. Im Gegensatz zu dem Verhältnisse der vorausgegangenen Woche war die Sterblichkeit während der Woche vom 21. bis 27. Mai hier wieder eine sehr hohe, da in diesem Zeiträume 17 Todesfälle zu verzeichnen waren. Von diesen ereigneten sich 6 bei Kindern. Die Hälfte derselben befand sich noch im ersten Lebensjahre und war Todesursache bei ihnen: Gehirntuberculose, angeborene Schwäche Krämpfe. Von den drei übrigen, welche das 2. Lebensjahr bereits überschritten batten^ erlag eins der Diphtherie, das zweite der Lungenschwindsucht, das dritte Nachkrankheiten des Scharlachs. Bei den elf verstorbenen Erwachsenen wurde als Todesursache bezeichnet: Lungenschwindsucht dreimal,Lungenentzündung, Bronchienentzündung, Asthma, Blutung im Wochenbett, Brand, Krebs, Gehirntuberculose je einmal und ein Mann verunglückte beim Baden in der Lahn G. — Am 18 Juni soll das große Landeskirchengesangfest hier abgehalten werden. An bemf Iben werden bic Vereine von Frankfurt, Friebberg, Gießen, Lich, Nauheim' Oppenheim, Zwingenberg vollzählig, btc übrigen Vereine bes Landes nur bui ch Deputationen Theil nehmen, so baß ber Chor 350 Mitglieber zählen wirb. Bereits sinb Schritte gethan, um ben Theilnehmern Fahrpreisermäßigung zu erwirken. Wenn anders bas Wetter günstig ist, steht ein schönes Fest zu erwarten. (Darmst. Tägl. Anz.) VernrischteS» Bab-Nauheim, 30. Mai. Die am 27. b. M. ausgegebene Kurliste weist bereits 368 Kurgäste auf. — Zwischen hier unb Ober-Mörlen ist eine Fernsprechleitung eingerichtet und schon dem Verkehr übergeben worden. — Während der Saison werden die Mitglieder des Hanauer Stadttheaters hier eine Reihe von Vorstellungen und zwar im großen Concertsaale des Kurhauses geben. Bochum, 28. Ma-. Abermals ist eine jener Schandthaten, welche unserem Bezirke eine traurige Berühmtheit in der ganzen civilisirten Welt eingebracht Haden, verübt: der achte Lustmoid seit dem 31. Dccember 1878. Der Sachverhalt ist folgender : Die auf dem kaum eine Stunde von hier belegenen Rittergute Hafkenscheid dienende 17 Jahre alte Elisabeth Gantenberg wollte am vergangenen Sonntage (den 21, Mai) nach Bochum in die Kirche gehen, zu welchem Zwecke sie sich tn den Vormittagsstunden auf ben Weg gemacht hatte. Von diesem Kirchgänge ist das arme Mädchen nicht mehr heimgekehrt. Die Dienstherrschaft glaubte zunächst, das Mädchen sei zu Verwandten in Rellinghausen gegangen; da es aber auch am Montag noch nicht heimkedrte, wurde ein Bote dahin gesandt, der jedoch mit der Nachricht heimkehrte, das Mädchen set nicht in Rellinghausen gewesen. Jetzt schöpfte man Verdacht und machte ber Behörbe von dem Vorfälle Anzeige. Am vergangenen Freitag wurde nun die ganze Gegend adgesucht, aber vergeblich. Am gestrigen Tage wurde das Suchen fortgesetzt und fand man gegen 12 Uhr die völlig entblößte Leiche des Mädchens in einem Roggenfelde. Der Mörder hatte fein Opfer, nachdem er es geschändet, furchtbar hergerichtet. Die Kleider wurden bis auf ein Stiefelchen in der Nähe gefunden. Die Stelle, wo die Leiche lag, ist etwa 300 Schritte von der Mordstelle entfernt, wo am 30. November 1880 die Hebamme Beckcr ermordet wurde. Was aus den Zuständen tn hiesiger Gegend werden soll, man weiß es nicht, die Bevölkerung, besonders die auf dem Lande, ist in furchtbarer Aufregung, die Oeconomen bekommen feine Dienstmädchen mehr. Die Behörde steht diesen furchtbaren Verbrechen vollständig rathlos gegenüber. Daß etwas Außergewöhnliches geschehen muß, das sagt sich Jeder, Keiner weiß aber was. Es dürfte wohl auf dem ganzen Erdenrund weiter keinen Bezirk geben, in welchem ähnliche Zustände jemals geherrscht hätten. — sBücherillustration im 15. Jahrhundert.) Die Freude an Bilderbüchern ist älter als die Buchdruckerkunst; die schönen Miniturgemalde m alten Handschriften sind genug bekannt und bewundert. In den ersten Zeiten der Buchdruckerkunst tritt uns aber eine Erscheinung entgegen, welche eine große Naivität der damaligen Leser verräth. Wie Professor Faulmann in seiner jetzt trscheinenbcn „Jllustrirten Geschichte der Buchdruckeikunst" berichtet, statteten manche Buchdrucker ihre Bücher sehr billig mit Illustrationen in der Weise aus, daß sie einen und denselben Holzschnitt zu den verschiedensten Caviteln verwendeten. Schösser druckte eine iüuftrirte „Sachsenchronik", in welcher dasselbe Stadtbild Rom und Salzwedel, Hildesheim und Magdeburg vertrat, die Figuren von Bischöfen, welche sich nur durch die verschiedene Haltung des Stabes unterschieden, vertraten in angenehmer Abwechselung ganze Dutzende von Bischöfen und Erzbischöfen, ebenso war dieselbe Figur Kaiser Karl der Große ober ein Ritter, ein Graf, ein Fürst. In ben zu Pans gedruckten Prophezeiungen Merlins bestehen die zahlreichen Holzschnitte aus drei verschiebeuen Silbern: einer Schlacht, einer Belagerung und einem Ritter mit Gefolge; wo einer Schlacht erwähnt wurde, druckte man bas Schlachtbilb hinein und immer war berfelbe Mann tobt geblieben, wie ber berühmte tobte Kosak. Neben eingemalten Bildern in kostbaren Werken findet man in billigeren Werken die Holzschnitte einfach mit .etwas Nöthel überrieben, der sich dann zum Ueberfluß noch auf die gegenüberliegende Seite übertrug. Gewerbliche und technische Notizen. — (Anstrich für gußeiserne Geräthschaften.) In England bedient man sich folgender höchst einfachen Methode, um Geräthschaften aus Gußeisen einen schwarzen, glänzenden Ueberzug zu geben. Man hängt dieselben an einem zu einem Haken gebogenen Drahte auf und bestreicht sie so dünn nut Leinöl, daß dasselbe nicht abfließt. Dann macht man 8—10 Zoll unter ihnen ein Holzfeuer, fo daß sie ganz in Rauch gehüllt werden, und sind sie auf diese Weise eine Stunde lang einem lebhaften Feuer ausgesetzt gewesen, so bringt man sie den glühenden Kohlen nahe, ohne sie jedoch zu berühren. Nach 15 Minuten nimmt man die Gegenstände vorn Feuer fort und taucht sie unmittelbar in falten Terpentingeist. Sollten die Gegenstände hiernach noch nicht schwarz genug fein oder nicht Glanz genug ha'^en, fo bringt man dieselben nochmals einige Minutn lang über bic glühenden Kohlen und taucht sie bann wieder in Terpentingeist. Dieses Verfahren läßt wegen feiner Einfachheit eine sehr allgemeine Anwendung zu Gegenstände, die auf diese Weise behandelt wurden, widerstehen nicht nur den Einwirkungen der Luft sehr gut, sondern werden auch von schwachen Säuren nicht angegriffen. Derselbe Ueberzug läßt sich auch auf Schmiede.'isen anroenoen, doch wird er auf diesem nicht so fest als auf dem Gußeisen, so daß man seiner Wirkung in diesem Falle nicht so ganz sicher ist. — (Eier zu conferuiren.] Auf eine einfache Weise lassen sich Eier auf mehrere Monate gut conserviren, wenn man sie in Kochsalz legt, so daß sie ganz davon bedeckt sind. Das Salz muß möglichst trocken sein. Das beste und wirksamste Mittel ist aber, wenn man sie mit einer dünnen Auflösung von arabischem Gummi ober mit geschlagenem Eiweis bestreicht. Wnck bies forgfält g ausgeführt, fo halten sie sich ein ganzes Jahr und länger vollkommen gut. Das Bestreichen mit Speck oder anderem Fett ist weniger rathsam, weil dasselbe leicht ranzig wird. — Gegen das Beißen der Pferde empfiehlt „Der Norddeutsche Lanbwirth" Folgendes: Man nehme einen starken Stock, spalte denselben und klemme em Stück rohes Fleisch h nein. In dem Augenblicke, wo das Pferd nach der Hand des Fütternden beißen w ll, halte man das Fleisch dem Pferde entgegen; das Pferd verbeißt sich in das der Natur desselben widrige Nahrungsmittel und wird von der bisherigen üblen Gewohnheit des Beißens ferner hin balo ganz abgchen. Dieses Mittel wird selbst in den renommiitesten Ställen, bet bösen Hengsten z B-, vielfach unb mit dem besten Erfolge angewendet. Wollen sich die Pferde nickt gutwillig aufzäumen lassen, sondern beißen unb schlagen sie hierbei, so ist bte Entziehung des Saufwassers das beste, z. B. auch bei den Kunstreitern meiftens angewandte Mittel, um die Pferde dem Willen des sie Dressireuden ganz gefügig zu mach.u. Sobald das Pferd am nächsten Tage von der Halfter losgemacht und im Stande umgedreht ist, gehe man zu dem bereit gehaltenen Eimer zurück, klappere mit demselben und lasse das Pferd, welches den Hals senken muß, um den auf ber Erde stehenden Eimer zu erreichen, erst bann sausen, wenn baffelbe sich die beliebige Berührung mit der Hand zwischen den Ohren und dem Kopse ruhig gefallen läßt- Gewöhnlich reichen 2 bis 3 derartige ßectionen hin, um dem Pferde feine bisher an den Tag gelegten Unarten gänzlich abzugewöhnen. Schiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C- W. Dietz Nachfolger Gießen. Bremen, 26. Mai (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Braunschweig, Capt. C- Pohle, vom Noiddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 12. Mai von Bremen abgegangen war, ist heute 9 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 26. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Straßburg, Capt. O. Heimbruch, vom Norddeütschen Lloyd in Bremen, welcher am 10. Mai von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten tn Baltimore angekommen Bremen, 27. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Oder, Capt. C- Uudütsch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 14 Mai von Bremen und am 16. Mai von Southampton abgegangen war, ist gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten tn Newyork angekommen. Wafferwärme der Lahn. Am 27. Mai, Mittags zwischen 11 unb 12 Uhr: + 16V? N-, Luftwärme + 12V? R. L. Chr. Rübsamen- weist LZL «?KL Sä'?* LK- -cht-d- Ä-k?icht in £^orbe °°n Gegend ahg^^ - “nb land man gea« '^K. Der Mder Di Klewer mrden ! ?Ae lag isl etwa L188j die Heönmme S ^rden soll, man achtbarer Auf- *e 'Wrbe steht diesen asAMgewöhntiches 'W wohl au} dem W Zustande jemals Freude an Silber; emälöe m alten Hand- mderBuchdMlkerkunsl hmität der damaligen einenden „Jllustrnten uchdrucker ihre Bücher d denselben HoWnii: ne illustlltte nSad)jin: wn und ’DUgbtburg schiebene Haltung bt§ ganze DutzOe non Karl der G.'ck oder rophezeiungeiiMerlius ilbtrn: einer Sd)lad)t, chlacht erwähnt wmbe, : Mm tobt Meden, 'oft bar en Derlen stabet :öel überntben, bet sich tug. jtlti m ses bini besten a4-ä/*'fGnbfl Ä beste, r «. Mndes ;S$.S5 S-7°:».S fb -— 61 ®er bl £’<£»* n»1'- Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Vom 1. Ium ab werden zwischen Gießen, Wieseck und Alt-Buseck, fotuie zwischen Gießen, Heuchelheim und Kinzenbach (Kr. Wetzlar) zur Personenbeförderung dienende Landposten in Kurs gesetzt und in den Orten Alt-Buseck, Wieseck und Heuchelheim Posthülsstellen eingerichtet. Die Verwaltung derselben ist übertragen: in Heuchelheim dem Herrn Bürgermeister Jung, „ Wieseck dem Gastwirth Herrn Carl Dorfeld, „ Alt-Buseck dem Posthülfsboten Staubach; dem letzteren liegt zugleich die Verrichtung der Postfahrten ob. Die Landposten werden an den Wochentagen wre folgt verkehren: 1) zwischen Gießen und Alt-Buseck: aus Alt-Buseck 520 Vm., durch Wieseck 550 55 Vm., in Gießen 630 Vm.; aus Gießen 515 Nm., durch Wieseck 55Uj55 Nm., in Alt-Buseck 625; 2) zwischen Gießen und Kinzenbach: aus Gießen 7 Vm., aus Heuchelheim 9 Vm., in Kinzenbach 915 Vm.; „ Kinzenbach 210 Nm., durch Heuchelheim 255j3° Nm., in Gießen 330 Nm. Sonntags wird die Postverbindung durch Landbriefträger zu Fuß unterhalten. Darmstadt, den 28. Mai 1882. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. H a g e m a n n. Bekanntmachung. Die Erhebung der Torst- und Kldstrnfen der letztverflossenen Periode geschieht an den gewöhnlichen Zahltagen bis 25. dieses Monats. Großherzogliche Distrikts-Einnehmerei I. _______________________Walther.__ Gekarmtmachrmg. Im Grundbuch von Leihgestern stehen auf dem Warnen von Ludwig Damm von da und bezw. seiner Ehefrau eingetragen die Parzellen Flur nd Nummer XX/131 (ohne Erwerbtitel) VI, 19 (erworben von Kaspar Damm laut Jmmisstonsschein vom 12. Februar 1851) 1/75, 1/196, IX/142, IV/483, XVII1/521 XV1II/35Q, 350a, 351, V1/471,3, Vl/472,3 (erkauft von den Kindern des Kaspar Damm lt. Kaufbrief vom 16. März 1855) — XVi/254, XVI/17, XV1/273, XV11/446 (erkauft von denselben laut Kaufbrief vom 23. März 1855). Die Erwerbsurkunden sind unvollständig quittirt. Wer Ansprüche an jene Grundstücke glaubt bilden zu können, hat dieselben sogewiß binnen 6 Wochen geltend zu machen, als sonst angenoinmen werden soll, daß das erstgenannte Grundstück Eigenthum des Ludtvig Damm und daß die Kaufschillinge ausbezahlt worden seien, und als sonst die jetzt vorliegenden Thellzettel der Wittwe und den Erben des Ludwig Damm in Betreff jener Parzellen bestätigt und die zum Eintrag ins Mutationsverzeichniß erforderlichen Verfügungen ertheilt werden sollen. Gießen, den 19. Mai 1882. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. I. V. 3757 S t a m in l e r. Versteigerungen vvn Heu- und Grunnnctgras auf Gräflichen Wiesen: 1. In der Gemarkung Wetterfeld auf ca. 20 Morgen Donnerstag den 8. Juni d. I. von Morgens 9 Uhr an bei Gastwirth Kreicker zu Wetterfeld, II. des Flensunger Hofgut's, sowie im Dammgrunde auf circa 32 Morgen Freitag den 9. Juni d. I. von Morgens 10 Uhr an bei Gastwirth Reitz zu Flensungen, woselbst auch das Gras der Wege im Hofwald ausgeboten werden wird, UI. im Reviere Gonterskirchen (größtentheils vorgezeigt) auf ca. 400 Morgen Mittwoch den 14. und Donnerstag den 15. Juni d. I. jedesmal von 9 Uhr Vormittags an nach Zusainmenkunft am ersten Tage in der Aepfelsbach, am zweiten Tage auf dem Jägerhaus, IV. im Reviere Freienseen (größtentheils vorgezeigt) auf ca. .150 Morgen Freitag den 16. Juni d. I. mit Beginn um 9 Uhr Morgens bei der Glashütte (Freienseen), V. im Reviere Ruppertsburg auf 25 Morgen Wiesen (einschließlich Giehern- und Bruchwiese) sowie auf Waldwegen Samstag den 17. Juni t. I. von Vormittags 9 Uhr an bei Gastwirth Eß zur Friedrichshütte, VI. im Thiergarten (vorgezeigt) auf 46 Morgen an demselben Tage mit Beginn um drei Uhr Nachmittags in der Hirtenbach. Nähere Auskunft über die Wiesen erthellt vor dem 8. Juni d. I. auf Verlangen der Gräfliche Wiesenwärter Silß dahier. Laubach, den 26. Mai 1882. 3759 Gräflich Solms-Laubach'fche Nentkammer. Versteigerung. Dien st ag den 6. Juni, von Mittags 2 Uhr an, kommen im Nebenhaufe des Herrn Weißbindermeister Reiber, Gartfeld, Nordanlage, zur Versteigerung: Tische, Stühle, Kommoden, worunter eins mit künstlichen Einlagen , Sopha, Betten (bester Qualität), Weißzeug, Küchenschrank und Küchengeräthe rc. 3767 Montag den 5. Inni, Vormittags von 9 Uhr und Nachmittags von 2 Uhr an, werden im Hause des Heinrich Keck am Neuenweg dahier eine Parthie Glas, Goldleisten, Rahmen, alte Fenster, Glaser- werkzeug, Hausmöbel, 2 Ziegen, Hühner und verschiedene andere Gegenstände öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 1. Juni 1882. M. Pilger, 3780 Concursverwalter. 3783 A. Bramm. <2 empfiehlt in großer Auswahl 3765 Steppdecken Dolberg Kirchenplatz. II II II II II Maurerarbeit, Steinhauerarbeit Zimmerarbeit Schreinerarbeit Schlosserarbeit Weißbinderarbeit Brunnenmacherarb ii n ii u II II •II n ii u I! II II H II II II II II 11 II n ii n tr if ff ff ff ff ff Basaltsteinlieferung Steinfuhrlohn Kiesfuhrlohn Chaussirarbeit Pflästererarbeit, Dirnstsg den 6. Juni, von Vormittags 9 Uhr an, sollen im alten Rathhaussaal versteigert werden: Cementlieferung, veranschl. zu JL 56.— gut geräucherte VO Willi Ul kM Winterwaare c3#ten «/. A» Husch Söhne. Arbeitsderstcigerung. zu Ruttershausen. Donnerstag, den 1. Juni, des Nachmittags um J/22 Uhr, kommen folgende Arbeiten zur öffentlichen Versteigerung : 1) Maurerarbeit, veranschlagt zu 20 M. 2) Zimmerarbeit, veranschlagt zu 75 M. 24 Pf. 3) Schreinerarbeit veranschl., zu 49 M. 4) Weißbinderarbeit, veranschl. zu 91 M. Ruttershausen, den 26. Mai 1882. Großh. Bürgermeisterei Ruttershausen. Klinket. 3756 320.20 1469.78 56.32 22.— 112.— 289.86 143.— 227.20 636.40 120.— 605.09 2192.64 Räumung des Stadtringgrabens, veranschlagt zu . . . . eX 210.— Gießen, den 31. Mai 1882. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Hotzverfteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 5. Juni 1882, üOTt, Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den Districten Unterhag und Hegstrauch nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Schnitz. Knüppelh. Stockh Reish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Nadel 19 520 50 3600 Die Zusammenkunft ist auf der Licher-Straße an der 2. Schneise. Gießen, den 31. Mai 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 3784 Bramm. Aeikgobotenes. Piquirtc Sellerie- und Lauch-, sowie alle Sorten Gemüse-, und ächte Oberdörfer Diikwurzpftanzen bei Gottlieb Helfenbein, 3762 _________Marburgerstraße. Frische Butter von 10 Pfd. an ä 80 Pfennig per. Pfd. 3791 H. E. Jughardt. Zn verkaufen: "1 guter Schreibtisch, 1 Standuhr, 1 Spiegel und 1 Tisch. Frankfurterstratze, im Ackermann'schen Vorderhause. 3771 Sehr kräftige Dickwurzpftanzen, sowie alle Sorten andere Pftanzen zu haben bei Theodor Schmidt, Wirth, 3794 Gartfeld. Freitag den 9. Juni, Nachmittags 2 Uhr, sollen die früher dem Jakob Vogt gehörigen Grundstücke von dem jetzigen Besitzer freiwillig auf hiesigem Ortsgericht für Eigenthum versteigert werden: Flur 4 Nr. 89, 1519 Mtr. Acker, stößt auf den Wißmarer-Weg, 22 Nr. 38, 1800 Mtr. Acker am Schlangenzahl, auf die Chaussee, 25 Nr. 58 u. 59,z, 1656 Mtr. vor dem Weiher, 25 Nr. 59,s, 1650 Mtr. daselbst, 25 Nr. 228, 2562 Mtr. Acker zwischen dem Aulweg u. Leihgesterner-Weg, 32 Nr. 58, 4862 Mtr. Wiese am Hegstrauch bei der Rodenhausischen Wiese, 29 Nr. 118, 975 Mtr. Acker in den Rödern, 29 Nr. 143, 3238 Mtr. Acker daselbst, auf den Graben, 42 Nr. 115, 4738 Mtr. Acker über dem Schöffeitbrunnen, 44 Nr. 213, 2344 Mtr. Acker an der Steinkaute, Nr. 214, 1888 Mtr. Acker in der Lichtenau, nach der Hohl meistbietend versteigert werden. Gießen, den 30. Mai 1882. Großherzogliches Ortsgericht. 3785 Müller. Das Neueste in Cattmicn empfiehlt in größter Auswahl__ 3766 _________ Kircheriplatz. Für Arbeiter: Ausverkauf. Wegen Geschäfts- und Bau-Veränderung verkaufe meinen Vorrath in getragenen Kleidern, Stiefeln, sowie neuen Hemden, Hofen, Bloufen, Turntuch- und anderen Sommerjoppen zu bedeutend herabgesetzten Preisen. '^o5 Louis Rothenberger, Neuenweg 194. Das Verkausslokal befindet sich 1 Stiege hoch.___________________________ Marktverlegung. Der nach dem Kalender auf den 5. Juni d. I. fallende Markt ist nunmehr 8 Tage spater, auf Montag den 12. Juni verlegt. Herborn, den 10. Mai 1882. 3781 Todk, Bürgermeister. i Wohnungs - Veränderung. Meinen werthen Kunden in Stadt und Land dienezur Nachricht daß ich nunmehr im Hause meiner Schwiegermutter, Wwe., hinter Kaufmann Fr. Muller in der Neustadt, wohne, und mein Geschäft in ungestörter Weise fortbetreibe. Ich empfehle mich in allen in meinem Fach vorkommenden Arbeiten, besonders auch in Reparaturen cimullirht Eisendleit,waaren, Lampen u. f. w. Gustav Kühl, Spengler. Vermietungen. 3761 Ein geräumiges Btnxmer ju oers miethen Frankfurterstraße B, Nr. lv. 3770 Ein Stübchen mit Bett u. s. w. zu oermiethen. Franksurterstraße im Sieter^ mann'schen Vordcrhause._____ 3768 Ein freundliches, geräumiaes Logis zu oermiethen. Tiefenweg Nr. 144. 3777 Logis, sowie ein einzelnes Zimmer, gleich bcziehb., zuverm. in Neue-Baue B. 90. 3778 Ein kleines Logis zu oermiethen Neuenweg 116. 3779 Ein kleines möblirtes Zimmer und ein Stübchen mit Bett zu oermiethen. _____________________Neuenweg 116. 3774 Logis zu oermiethen. ____________________Tiefenweg C. 146. 3790 Ein Familienlogis von 6—8 Zimmern nebst allem Zubehör, sowie 2 schön möblirte und 2 unmöblirte Zimmer, in bester und schönster Lage der Stadt, baldigst zu ver- miethen. Näheres in der Exped. d. Bl. 3788 Wegen Wegzug von hier ist die erste Etage meines Hauses am Wallthor, bestehend in 8—10 Wohnräumen, Mitgebrauch der Waschküche rc., vom 1. Nov. d. I. an zu oermiethen. _______Bauunternehmer Pöschel. 3769 Ein auch zwei Schüler können sofort Kost und Logis erhalten. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. Vermischte Anzeigen. Verloren. Am Freitag Abend verlor ein Soldat ein Portomannaie (Inhalt 50 M. 82 Pf. und 2 Schlüsseln), welches er von seinem Herrn zum Auswechseln erhalten hatte. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen gute Belohnung zurückzugeben bei der Expedition dieses Blattes. 3972 3751 Ein Mädchen wünscht Beschäftigung im Nähen in und außer dem Hause. Näheres bei Herrn Lampus am Selters- weg._______________________ 3764 Ein junges Mädchen von ordentlichen Eltern wird zur Verwahrung eines Kindes für die Tagesstunden gesucht. Frau Louis Emmelius. Jagd! Gute und wildreiche Feld- und Waldjagd in nächster Nähe Wetzlars unter günstigen Bedingungen abzugeben. Näheres durch F e r d.Schni tz l e r in Wetzlar. 3752 Ankauf von Lumpen und Knochen, Papier, Akten. 3763 Louis Rothenberger, ___________Neuenweg 194. Tüchtige Arbeiter finden Beschäftigung 3758 Albrecht Stein, Schlackensteinfabrik. 3772 Gesucht wird gegen hohen Lohn ein älteres in Hausarbeit und Küche erfahrenes gut empfohlenes Mädchen. Näheres in der Erpedition d. Bl._______ Köchin Gesuch. Eine im Kochen erfahrene Person, die gute Zeugnisse hat, wird zu Ende Juni in ein herrschaftliches Haus gesucht. Anmeldungen zu richten an Frau A. Packard, 3782__________________Wetzlar._________ 3773 Ich werde mit dem 8. Juni wieder einen Cursus im Anmeffcn, Zuschneiden und Anfertigen von Damenkleidern eröffnen. C. Schneider, Sonnenstr. 57. 3776 Ein Mädchen für Küche und Hausarbeit, zunächst zur Aushülfe, auf sofort gesucht von Prof. Schürer, Süd-Anlage C. 30. 3787 Nr. 150 hat den Spiegelschrank gewonnen. ^OOOaDCLQOOOQüODGOOOQOaOOOaOOOaOOQOOOD 2 Ich beehre mich hiermit anzuzeigen, daß der Ausverkauf in meinem Q 5 seitherigen Locale nur noch bis 1. Juli dauert und demgemäß die || j Preise meiner Maaren nochmals ermäßigt habe. Es bietet sich meinen Q 5 geehrten Abnehmern hierdurch Gelegenheit, die g e d i e g e n st e n Maaren O sehr vortheilhaft einzukaufen, wobei besonders auf Shirtings, o 3 Leinen und Handtücherzeuge re. aufmerksam mache. 3786 g 5 Moritz Heichelheim, § 20cxx)ooooooooaonooaoaoooaoDoooQoooQöoo Wohnungs-Veränderung. Unsere Wohnung und Gcschnstslokal befinden sich von heute an Ecke der Bismarck- und Ludwigstraße 3789 Gehr. Haustein. Die Dampf-Kaffee-Brennerei von A* Zuntz sei. WweM Gegründet 1837. Bonn und Berlin Gegründet 1837. empfiehlt ihren nach eigener Methode gebrannten Java-Wee, la Qualität ä Mk. 1.60 per i/2 Ko., in Packeten von i/2 und i/4 Ko. Jedes Packet ist mit Firma und nebenstehender Schutzmarke versehen. Dieser Kaffee ist nach einer eigenen, auf langjährige Erfahrung gestützten Methode gebrannt, wodurch die bei gewöhnlicher Röstung sich verflüchtigenden aromatischen Bestandtheile gebunden werden. Hierdurch wird beim Gebrauche dieses Kaflee’s anderen gegenüber der vierte Theil erspart. Die Mischung ist so gewählt, dass kräftige und aromatische Kaflee’s vereinigt das wohlschmeckendste Getränk liefern, wodurch sich dieser Kaffee in ganz Deutschland zahlreiche Freunde erworben hat. Alleinige Niederlage in Glessen bei 386 J. M. Schulhof. NB Bei Abnahme von 9 Pfund Franco-Zusendung nach auswärts. % o i I 3650 Ein Mädchen mit sehr guten 3698 Ein Spengler und ein Schlosser Zeugnissen für Küche und Hausarbeit finden sofort Beschäftigung bei gesucht. Marburgerstraße A. 167. H» Schaffstädt. Gewerbebank zu Gießen (eingetr. Genossenschaft). Unter Bezugnahme auf die in Nr. 123 dieses Blattes enthaltene Tagest ordnung werden die Mitglieder unserer Genossenschaft nochmals zu der Samstag den 3. Juni er., Abends 8 Uhr im großen Saale des Cafe Leib dahier stattfindenden 23 ordentlichen General-Versammlung ganz ergebenst eingeladen. Gleichzeitig wird darauf aufmerksam gemacht, daß statutengemäß die Herren Br. Guts leis ch, Chr. Leo, Adolph Noll, CH r. Scho pb ach und PH. Walther aus dem Aufsichtsrathe ausscheiden, aber wieder wählbar sind, und daß auch für den verstorbenen Herrn Andr. Euler eine Ersatzwahl vorgenommen werden muß. Gießen, den 1. Juni 1882. 3753- Der Vorsitzende des Aufsichtsrathes J. Haustein. Die Aufnahme von Inseraten jeder Art, sowohl von Behörden, Kaufleuten, Industriellen^ als Privaten, in sämmtliche existirende Zeitungen und Zeitschriften der Welt, besorgen prompt und billigst zu Origmal- Zeitungspreisen Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M. Vertreter in Gießen: Julius Wallach. 2-^ Bei größeren Aufträgen entsprechende Rabatt- Bewilligung. Kostenvoranschläge und Abfassung von Annoncen auf Wunsch gratis und franco. 1894 3760 Mdwebel MeiPnger und Iran, ged. Unger. 3754 Obbornhofen, 25. Mai 1882. Die trauernden Hinterbliebenen. 2/8 A. 8 V2 U. Conf. >. Gr. E 3670 Kßehin zur Führung des Haushalts eines einzelnen Herrn gesucht. Auskunft ertheilt die Exped. ds. Bl. Carl Mciftinger nach kurzem, aber schwerem Leiden zu sich zu nehmen. Um stilles Beileid bitten Londorf, den 29. Mai 1882. Die trauernden Eltern Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten statt besonderer Anzeige die schmerzliche Mittheilung, daß unsere innigstgeliebte Gattin und Mutter Christ. Kotenberger, geb. Damm, heute Nacht nach langem, schwerem Leiden dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Fr. Rotenberger, Güterexpedient. Die Beerdigung findet am 1. Juni, Nachmittags 6 Uhr, vom Sterbehause, Neichensand-Bahnhofstraße (Weinsaal), aus statt. 3775 Auswanderer nach Amerika befördert billigst Chr. Wallenfels Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren unvergeßlichen Vater, Schwiegervater und Großvater den Lehrer Georg Görlach heute in Folge eines Schlaganfalles nach seinem heute vollendeten 51. Dienstjahre in ein besseres Jenseits abzurusen. Toves-Anzeige. Unseren Freunden und Bekannten hiermit die tief traurige Nachricht, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, gestern Abend unser vielgeliebtes theures Söhnchen Verantwortliche Nedaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) eilte Ueilage.